Anime & Manga – Kategorien auf derofa.de

Die bunte und vielfältige Welt der Anime und Manga ist für viele Fans eine fantastische Welt voller Eigenarten. Ob die mitunter ausgefallenen Genre oder die unterschiedlichen Stile der Zeichnungen und Geschichten. Die beiden Kunstformen aus Japan erfreuen sich insbesondere seit den 90er Jahren auch international stetig wachsender Popularität.

Mittlerweile sind Anime und Manga für Japan zum kulturellen Exportgut geworden.[1] Für Fans sind die Kunstformen ohnehin längst nicht mehr wegzudenken.


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https://www.moviepilot.de/news/was-ist-ein-anime-welche-anime-genres-und-anime-zielgruppen-gibt-es-187918

Was findet Ihr auf derofa.de?

Auf derofa.de stoßt Ihr auf zahlreiche Anime- und Mangawerke. Deshalb  möchten wir im Folgenden erläutern, für welche Kategorien wir uns entschieden haben und nach welchen Kriterien wir die Werke in diese einordnen.

Wir orientieren uns dabei an der Einordnung in Alters- bzw. Zielgruppen, wie sie in Japan von Manga-Magazinen umgesetzt wird. Dies hat gewisse Vor- und Nachteile (dazu später mehr).


Anime Kategorie auf derofa.de


Wer ließt mein Magazin?

Die Idee der Magazine ist die, dass bestimmte Werke eine bestimmte Leserschaft ansprechen. So schauen Sie sich nach geeigneten Werken für Ihr Magazin um und veröffentlichen dann diese in der Hoffnung, ihre Zielgruppe zu treffen und somit möglichst viele Einheiten zu verkaufen.

Das wohl bekannteste Magazin ist das „Weekly Shōnen Jump“ aus dem „Shueisha“ Verlag. Dies gibt es bereits seit 1968 und brachte Meilensteine wie „Dragon Ball“ (), Naruto () One Piece und viele weitere hervor.[2]  Wie der Name schon sagt handelt es sich um ein „Shōnen-Magazin“.  Shōnen ist die japanische Bezeichnung für „Junge“, „Jugendlicher“. Das Magazin richtet sich also an männliche heranwachsende Leser im Alter von etwa 9 bis 18 Jahren.[3] 


Cover einer Ausgabe des „Weekly Shōnen Jump“

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https://www.comixology.com/Weekly-Shonen-Jump-Vol-323-04-23-2018/digital-comic/650450

Wo ist der Haken?

Wir haben es schon angedeutet. So einfach ist die Einteilung dann doch nicht. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen handelt es sich bei Anime & Manga wie auch bei Filmen und Serien, um künstlerische Werke deren Grenzen von Genre und Zielgruppen immer wieder verschwimmen. Zum anderen gibt es bspw. Werke wie „Pokemon“, die für eine junge Zielgruppe ausgerichtet sind und dennoch eine enorm große jugendliche und Erwachsene Fangemeinde vereint. Die Leser- oder Zuschauerschaft  besteht also tatsächlich niemals nur aus der Kernzielgruppe. Aus einer Umfrage im Jahr 2006 unter weiblichen Fans ging hervor, dass die meisten Leserinnen das eigentlich an Jungen gerichtete „Weekly Shōnen Jump“ favorisieren. Und das noch vor allen anderen Publikationen für weibliche Leser.[4] 

Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Magazine ein Werk veröffentlichen, welches nicht unebdingt zu ihrer eigentlichen Zielgruppe passt. Als populäre Beispiele wären hier die Serien „Death Note“ und „Cowyboy Bebop“ zu nennen. Bei „Death Note“ handelt es sich um einen „düsteren Thriller, in dem Genies sich gegenseitig austricksen, verankert im Hier und Jetzt und realistisch gezeichnet, ohne viel Action oder einen klaren Helden, dafür mit vielen Dialogen und aufgeworfenen moralischen Fragen.“ wie es der Autor „acrupio“ so treffend formuliert hat.[5]  Klingt nicht unbedingt nach Stoff für Jungen sondern eher für Erwachsene. Die Manga-Version der bekannten und erfolgreichen Anime-Serie „Cowboy Bebop“ erschien sogar in einem Shōjo-Magazin – Shōjo ist das Gegenstück zu Shōnen und an junge weibliche Leserinnen gerichtet.


Nicht unbedingt Shōnen – die düstere Welt von „Death Note“

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©I-On New Media

Was halten wir davon?

Wir sind keine Fans davon, Werke in starre Ziel- oder Altersgruppen einzuteilen. Dafür sind diese Kunstwerke einfach viel zu vielschichtig und komplex. Dennoch halten wir die Einteilung für eine gute, grobe Orientierung, die einen ungefähren Eindruck vermittelt für welche Kernzielgruppe ein Werk ausgelegt ist.

Macht das Sinn?

Wir haben uns in der Redaktion gefragt ob eine Einteilung Sinn macht, wenn ein komplexes und erwachsenes Sci-Fi-Werk wie „Cowboy Bebop“ genau genommen unter Shojo (jung, weiblich) eingeordnet werden müsste. Verfehlt die Einteilung dann nicht den gewünschten Sinn, nämlich sich zurecht zu finden?

Deshalb haben wir uns entschieden, innerhalb der Redaktion für jedes Werk eine Einzelfallentscheidung zu treffen. Dabei beziehen wir unterschiedliche Quellen, wie aus welchem Magazin ein Werk stammt, was die Leserschaft dazu sagt und auch unsere persönliche inzwischen fundierte Einschätzung mit ein.

Dadurch erhoffen wir uns eine solide und nachzuvollziehende Einordnung und die gewünschte verbesserte Übersicht.

Ihr seid gefragt!

Letzten Endes sind natürlich auch unsere Leser gefragt und herzlich eingeladen ihre persönliche Einschätzung zu äußern. Ihr findet ein Werk völlig falsch abgelegt in Kategorie X? Schreibt es in die Kommentare und wir werden uns redaktionell beraten, ob eine Neueinteilung sinnvoll ist.


Die aktuellen Kategorien auf derofa.de

Kodomo – Zielgruppe Kinder

Bekannte Vertreter:
Pokemon, Beyblade, Hamtaro


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https://www.gamepro.de/artikel/pokemon-schwert-schild-koennen-wir-bald-wieder-mit-dem-echten-pokeball-jagen,3342605.html

Shōnen – Zielgruppe männliche Jugendliche

Bekannte Vertreter:
Dragonball, One Piece, Black Butler, Food Wars, Bleach, Naruto, My Hero Academia, Yu-Gi-Oh!


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https://phanimenal.de/index.php/2017/08/22/das-sind-die-10-staerksten-charaktere-im-dragonball-universum/2/

Shōjo – Zielgruppe weibliche Jugendliche

Bekannte Vertreter:
Sailor Moon,
Hana Yori Dango


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https://www.serienjunkies.de/news/sailor-moon-kinofilme-2020-angekndigt-96898.html

Josei – Zielgruppe weibliche Erwachsene

Bekannte Vertreter:
Nodame Cantabile, Chihayafuru


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https://www.zerochan.net/Nodame+Cantabile

Seinen – Zielgruppe männliche Erwachsene

Bekannte Vertreter:
Monster, Death Note, Cowboy Bebop, Lupin III, Tokyo Ghoul, Parasyte


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https://www.pinterest.de/pin/446419381784418956/

Autor: Jayes

Vefasst am: 16.08.2019


 

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