Archiv der Kategorie: Games

„Red Dead Redemption 2“ (2018)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

600 Mio. Dollar Entwicklungskosten, 8 Jahre Entwicklungszeit, 300.000 Animationen, 500.000 Dialogzeilen, 1.200 Schauspieler.

Der Stapel von Script-Seiten ist laut Autor Dan Houser 2,5m hoch. Allein die Hauptstory umfasst 2.000 Seiten.

725 Mio US-Dollar Umsatz, allein innerhalb des Startwochenendes und damit in diesem Zeitraum das erfolgreichste Werk, in der Geschichte der Unterhaltungsmedien!

Eins steht fest – Entwicklerstudio Rockstar hat mit dem zweiten Teil der Western-Reihe „Read Dead Redemption“ in Sachen Aufwand und Umfang, einen Meilenstein der Videospielgeschichte kreiert.

Mehr über Inszenierung, die unglaubliche Detaildichte aber auch, warum „Red Dead Redemption 2“ kein makelloses Spiel geworden ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Genre: Action-Adventure, Open World, Western

Autor: Jayes

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 02.04.2019

Wertung:  


Endlich!

Nach dem ersten überragenden „Red Dead Redemption“ aus dem Jahr 2010, erschien nun endlich, der von Spielern auf der ganzen Welt sehnsüchtig erwartete zweite Teil des Westernepos.
Im Gegensatz zu anderen Spieleserien, die jedes Jahr einen Titel des Franchise XY veröffentlichen, hat Rockstar Games enorme Ressourcen, 600 Mio. Dollar Entwicklungskosten und eine Entwicklungszeit von ganzen acht Jahren in das Open-World-Spiel fließen lassen.

Kein Wunder also, dass die Hype-Dampflock unaufhaltsam die Spielewelt erfasste und mitriss. Beinahe als Feiertag mutete dieser Freitag der 26. Oktober 2018 an, bei dem Händler wie Media Markt zum Mekka der Spielewelt avancierten, und RDR-Jünger aus ganz Deutschland mit einem Exemplar vor dem Laden standen.

Was der heiß ersehnte Titel jedoch wirklich zu bieten hat, und ob er nicht vom Hype verschlungen wird, erfahrt ihr im Folgenden.


©
https://www.reddit.com/r/reddeadredemption/comments/879kts/rdr2_hype_train_arrives_26th_october_2018_on_a/

Modernste Inszenierung

Bei der filmischen Inszenierung hat Rockstar im Vergleich zu vergangenen Spielen, noch eine ganze Schippe draufgelegt. Zu Beginn fällt sofort auf, dass sich RDR2 an modernen Standards orientiert, wie man sie von „The Witcher 3 – Wild Hunt“ (2015) oder der Action-Adventure-Reihe „Uncharted“ kennt.
Die Kamera wird häufig automatisch passend in Szene gesetzt. Die Übergänge von Zwischensequenzen in das Gameplay und umgekehrt sind fließend und nahtlos.

Sofort von Beginn an, schafft das Storytelling trotz geschickt eingebetteten Turorials eine enorme Tiefe. Wir verschmelzen mit unserem Charakter, dem Gameplay, der Umwelt und den Zwischensequenzen.


©
https://www.digitaltrends.com/game-reviews/red-dead-redemption-2-review/

Detailreichtum

Mit was RDR2 in Sachen Detailreichtum aufwartet, ist, so muss man es wirklich ausdrücken, das hochwertigste, was es im Bereich der Videospiele jemals gab.
Bei der wunderschön gestalteten Natur die sich offenbart, wenn wir mit unserem Pferd durch die Wälder reiten, begleitet von kleinen Eichhörnchen die am Wegesrand umher laufen, kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Jedes Fleckchen Erde, jeder Grashalm scheint am richtigen Ort zu sein. Jedes noch so kleine Detail scheint enthalten.

200 (!) verschiedene Tierarten lassen sich in der Spielwelt nicht nur finden, sondern sogar jagen und vewerten. Felle, Geweihe, Federn und vieles mehr. Doch Vorsicht bei der Jagd! Die Tiere riechen uns, so dass es ratsam ist, gegen die Windrichtung zu jagen.


©
https://twinfinite.net/2018/10/red-dead-redemption-2-sell-animals-how/

Aber auch an ganz anderen, einfacheren Dingen, fallen die Feinheiten auf. Schießt dem Protagonisten Arthur Morgan, etwa Western-Stilecht ein Bösewicht den Hut vom Kopf, und wir heben diesen nicht wieder auf, laufen wir anschließend ohne Hut durch die Gegend, bis wir einen neuen ausrüsten.

Nach Wiederaufnahme des Spiels, lehnt Arthur lässig an einem Balken oder sitzt entspannt am Flussufer, bis man die Steuerung bewegt. Als würden die Entwickler uns sagen wollen, diese Welt bleibt lebendig, selbst wenn du die Konsole ausschaltest.

Arthur ist feinfühlig für Temperatur. Wird es zu warm, führt dies dazu, dass wir schneller Ausdauer verlieren. An die jeweiligen Klimazonen angepasste Kleidung ist also ratsam. Je besser die Bindung zu unserem Pferd, desto größer kann die Entfernung sein, aus der wir es herpfeifen können.
Oder nehmen wir den Klassiker: Die Hoden der Pferde ziehen sich zusammen, wenn sie in kalten Gefilden unterwegs sind.

Man könnte diese Liste der kleinen Feinheiten beinahe endlos fortführen. Rockstar Games scheint sich selbst den Anspruch der Perfektion auferlegt zu haben, denn anders ist dieses Dead Eye fürs Detail nicht zu erklären.


©
https://www.haz.de/Nachrichten/Digital/Red-Dead-Redemption-2-Online-Mikrotransaktionen-werden-kommen

Die Geschichte

In RDR2 schlüpfen wir in die Rolle des Arthur Morgan, welcher ein Leben als Outlaw im wilden Westen des Jahres 1899 führt.
Als Teil der Gruppe rund um Anführer Dutch van der Linde beteiligen wir uns an Raubzügen, Überfällen oder jagen Tiere, um der Gruppe das Überleben zu ermöglichen. Dabei stehen wir zuerst im direkten Konflikt zu der konkurrierenden Odriscoll Gang, mit der wir regelmäßig aneinander geraten. Im Verlauf des Spieles tauchen immer wieder auch weitere Widersacher auf.
Arthur ist im mittleren Alter und seine bewegte Vergangenheit gemeinsam mit Gruppenanführer Dutch und den anderen Mitgliedern der Gang wird manches mal thematisiert.

Teil der Gruppe ist auch der legendäre John Marston, den man noch in RDR1 verkörperte. In verschiedensten Haupt- und Nebenmissionen spielen und erleben wir die Geschichte rund um Arthur Morgan.


©
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Red-Dead-Redemption-2-Rockstar-zieht-gegen-Pinkerton-vor-Gericht-4275868.html

Lokalisierung

Wie man es von Rockstar Games bereits seit jeher gewohnt ist, gibt es auch bei RDR2 keine deutsche Vertonung, sondern nur die englische Sprachausgabe mit diversen Untertiteln. Warum dies so ist bleibt fraglich.
Kostengründe scheinen bei dem Budget von Rockstar Games weniger das Problem zu sein, als die Authenzität, auf die das Studio bekanntlich enormen Wert legt. Möglicherweise möchte man nicht riskieren, dass eine anderssprachige Vertonung die Qualität des Spiels mindert, weil sie möglicherweise schlecht umgesetzt wird. Diese Intention, kann man sicher gut nachvollziehen.

Trotzdem fällt auch mit guten Englischkenntnissen auf, dass man mit den Augen oftmals am Untertitel klebt, und dabei das Geschehen wie bspw. schöne Landschaften oder Gesichtsanimationen untergehen. Dies wird noch dadurch begünstigt, dass in der englischen Vertonung Stilecht genuschelt wird, wodurch die Dialoge durch nicht Muttersprachler, noch schwerer zu verstehen sind. Außerdem enthält RDR2 sehr viele Dialoge, d.h. permanentes mitlesen ist gefordert, wenn man sich für Untertitel entscheidet.

Letzten Endes muss jeder selbst entscheiden welche Untertitel er wählt oder ob man diese ganz deaktiviert. Kritisch hinterfragen sollte man trotzdem, warum in einem Land wie Deutschland, wo in der Regel flächendeckend synchronisiert wird, keine deutsche Sprachausgabe möglich ist. Als positives Beispiel wäre hier Disney zu nennen, die auch außerhalb der USA, in vielen Ländern hochqualitative Sprachausgaben unter dem Banner „Disney Character Voices International“ veröffentlicht.


©
https://www.gamepro.de/artikel/red-dead-redemption-2-meinung-warum-fehlende-synchronisation-nicht-schlimm-ist,3336309.html

Die Jagd

In RDR2 können wir uns als Spieler mit unzähligen Beschäftigungen aufhalten.

Ein großer und komplexer Bereich ist die Jagd, auf die wir in unserem Review ein besonderes Augenmerk legen wollen, weil sie einfach grandios umgesetzt wurde. Wenn man mehrere Stunden am Stück Tiere jagt vergisst man fast, dass RDR2 ein Western-Spiel ist. Wir fühlten uns auf unserer Jagd nach perfekten Fellen fast wie in einem vollwertigen Jagdsimulator. Das Jagdsystem ist so komplex wie nötig um tiefgehend zu sein aber nicht zu komplex, um es nach Eingewöhnung nicht zu verstehen und zu beherrschen.

Weil es total ausarten würde, das ganze System zu erklären, möchten wir einige Eckpfeiler erläutern und was uns besonders aufgefallen ist.

Wie bereits im Abschnitt „Detailreichtum“ erwähnt, gibt es in RDR2 200 verschiedene Tierarten. Darunter alles was man sich nur vorstellen kann. Von kleinen Tieren wie Einhörnchen, Hasen, Waschbären oder Schlangen, über verschiedenste Vogelarten. Bis hin zu mittelgroßen Tieren wie Wölfe, Füchse, Kojoten, Hirsche, Pumas, Alligatoren oder die großen Vertreter, darunter Bisons, Bären und Wapitis. Mir würde wohl kein Tier einfallen was es nicht im Spiel gibt außer vielleicht eine Giraffe?!

Ein großer Pluspunkt also in Sachen Vielfalt.


©
https://www.reddit.com/r/reddeadredemption2/comments/9tj4p9/a_small_pose_with_a_hunt_of_a_legendary_alligator/

ALLE der 200 Tiere können in irgendeiner Form verwertet werden. Das bedeutet viele Tiere geben uns nicht nur Fell, Haut oder Federn sondern auch andere verwertbare Teile wie Hörner, Geweihe oder sogar Organe, die wir zum Upgraden unseres Lagers oder unserer Ausrüstung nutzen können. Besonders motiviert hat uns die Aussicht auf die besonderen Taschen, die hergestellt werden können, um bspw. mehr Munition, Tonika und andere Gegenstände zu verstauen. Diese sind schließlich im Verlaufe des Spiels ganz besonders nützlich.

Bei der Jagd selbst besticht RDR2 abermals mit enormer Detailtreue. Plumpes drauf los ballern wird hier nicht belohnt. Welche Munition für welche Art von Tier? Wo genau muss ich das Tier treffen? Wie vermeide ich es, dass sein Fell beschädigt wird. Liegt mein Geruch in der Windrichtung zum Tier? Laufe ich zu schnell? Wird mich gleich aus dem Nichts ein Puma reißen?

Wenn es dann geklappt hat und wir das Tier häuten, sieht man diesem Vorgang Lebensecht zu. Wenn die Haut eines 900kg Bisons beim Häuten umklappt, muss man anfangs schon schlucken. Kritiker bemängelten natürlich schnell diese realistische Darstellungsweise. Völlig unbegründet wie wir finden.

In einer Mission von RDR2 stoppt man sogar aktiv die sinnlose Tötung von Bisons und die Erhaltung der Tiere wird thematisiert. Außerdem ist wie erwähnt die Jagd immer mit einem höheren Zweck verbunden, und nie sinnlos!



RDR2 entspannt

Sowohl beim Jagen als auch bei der Erkundung der wohl größten Spielewelt die es jemals gab, können wir richtig gut entspannen. Vielen Spielern wohl ein wenig zu viel. RDR2 zeichnet sich nicht ausschließlich durch actionreiche Ballerei aus, auch wenn es im wilden Westen natürlich Schiessereien gibt. Ich habe Spieler getroffen, die das Spiel nach einer Stunde Spielzeit wieder verkauft haben, weil sie es langweilig oder langatmig fanden.

Dem Spieler wird im gesamten Laufe des Spiels, tatsächlich viel Geduld abverlangt. Weite Wege müssen mithilfe unseres treuen Rosses bewältigt werden. Eine Schnellreisefunktion gibt es zwar, sofern man dieses Upgrade später freischaltet, jedoch nicht direkt aus dem Menü, sondern nur vom Lager aus. Und auch nur zu bestimmten Orten.

Wo Anfangs noch mühselig die Spielmechaniken erlernt werden müssen, stellt sich später eine gewisse Gelassenheit ein. Wenn man das Spielsystem mit seinen Facetten verstanden hat, ergibt sich eine völlig neue Open World die erkundet werden will. Dabei kamen wir oft in ein Flow-Gefühl. Das komplexe Wettersystem, die detailgetreuen Umgebungen, oder das Jagdsystem. All das entwickelt eine enorme Sogwirkung und lies uns oft eine richtig entspannte Zeit, in dieser anderen Welt verbringen.


©
https://www.spiegel.de/fotostrecke/red-dead-redemption-ii-fast-ein-meisterwerk-fotostrecke-165006.html

Der Zwiespalt

Genug der Schwärmerei. Wie Anfangs bereits erwähnt ist RDR2 leider nicht das perfekte Spiel geworden. Doch warum eigentlich?

Es gibt einige kleine aber auch größere Umstände, die es uns schwer gemacht haben, permanent Spaß am Spiel zu haben.

Zunächst einmal kann die angesprochene Ruhe und Gelassenheit des Spiels, sowohl positiv als auch negativ für das Spielempfinden sein. Zu oft hatten wir das Gefühl, wie gelähmt nicht richtig voran zu kommen und viel Zeit liegen zu lassen. Dies könnte an mehreren Faktoren liegen.

Zum einen finden wir es in einem riesigen Open-World-Spiel schon mal schlecht, wenn es keine richtige Schnellreisefunktion aus dem Menü gibt, denn diese gehört inzwischen zum Videospiel-Standard. Zum anderen fehlt manchmal der gewisse Pepp. Die ruhigen Szenen des Spiels, stehen oft nicht im Verhältnis zu den actionreichen Momenten. Es fehlt die Balance.

Interessanterweise entspricht diesem Gefühl der Schwerfälligkeit auch der Input-Lag des Spiels, also die Verzögerung von Controller-Eingabe zu Ausführung auf dem Bildschirm. Dieser soll bei RDR2 mit 11ms fast doppelt so hoch sein wie bspw. bei „Uncharted – The Lost Legacy“ (hier gehts zum Review), und sogar 11 mal so hoch wie beim First-Person-Shooter „Destiny 2“, der nur ein Input-Lag von einer Millisekunde hat.

Aber auch andere Bestandteile der Steuerung sind fragwürdig und zicken oftmals rum. Zum Beispiel, dass man beim Reiten wiederholt die X-Taste drücken muss, um sein Pferd anzutreiben, anstatt die Taste nur halten zu müssen.

Die Dreieck-Taste, die zum aufsteigen auf das Pferd gedrückt wird, ist zugleich die Taste mit der man einen NPC packt. Wir wollen also schnell aufs Pferd hopsen, und packen stattdessen den daneben stehenden Mann. Besonders spaßig ist das, wenn wir uns gerade in einer wichtigen Mission befinden, und diese deshalb unter Umständen komplett neu starten müssen.

Besonders komisch ist auch die Autospeicherfunktion. Die war für uns so undurchsichtig, das wir permanent manuell gespeichert haben, was uns immer wieder aus dem Spielgeschehen riss. Es gibt kein Symbol welches anzeigt, wenn eine Autospeicherung duchgeführt wird. Hat das Spiel jetzt gespeichert bevor oder nachdem mich ein Puma zerfetzt hat? Wann speichert es überhaupt automatisch?



Eingeschränkt im Handeln

Ein weiterer Negativkritikpunkt: das Open-World-Spiel bietet während Missionen zu wenig Freiraum. Alles ist sehr vorgeskriptet. Im Lager können wir nicht Laufen, sondern nur Gehen. Und warum kann ich nicht einfach mein Pferd neben meinem Zelt im Lager stehen lassen, mir doch egal was die anderen davon halten. Waffen im Lager sortieren? Fehlanzeige, die sind im Lager permanent ausgeblendet. Und warum werden meine Langwaffen IMMER WIEDER in den Holstern auf dem Pferd gelagert, obwohl ich sie permanent am Körper tragen will. Wie viele hunderte Male habe ich eigentlich schon meine Langwaffen inklusive Spezialmunition neu angelegt?

Wenn das Spiel der Meinung ist, das Dynamit soll mit einem Cattle-Man-Revolver zerschossen werden, tragen wir plötzlich den, anstatt unsere Volcanic-Pistole, die zuvor bewusst angelegt worden war.

Aber das perfekte Beispiel ist eine Mission, in der wir plötzlich schnell reagieren und einem Flüchtenden nachlaufen müssen. Ok, schnell Lasso raus, drauf schmeißen, dann kommt der nicht weit.
„Mission fehlgeschlagen, du darfst XY nicht töten.“
Töten? Mit dem Lasso? Wenig später wird dann klar, es ist einfach nicht erwünscht, den Mann vor einem gewissen Punkt zu fangen, und schon gar nicht per Lasso. Dann kommt nämlich etwas Storyrelevantes, für das er sich genau an diesem Punkt befinden muss. Das ist einfach schlecht und unflexibel gelöst.

Auch beim Thema Entscheidungen treffen, will nicht so recht erkennbar sein, was das Spiel erreichen will. Manchmal dürfen wir im Story-Verlauf moralische Entscheidungen treffen. In wirklich wichtigen Situationen in denen Arthur sogar in einer Zwischensequenz explizit nach seiner Meinung gefragt wird, bleiben wir aber nur Zuschauer. Insgesamt sind die Momente in denen wir uns entscheiden können sowieso sehr mager, wieso ist diese spielerische Komponente überhaupt enthalten, wenn sie gefühlt keine Auswirkung hat.

Naja los jetzt, auf zu einer Mission. Ist ziemlich weit weg, naja was solls. Nehmen wir die Schnellreisefunktion vom Lager aus. Gesagt getan, Schnellreise an den Ort der Mission. Mission ist weg. Warum? Gibts die nur zu einer bestimmten Tageszeit? Habe ich zu lange gewartet? Warum ploppt eigentlich keine Info auf, was da jetzt los ist mit dieser scheiss Mission. Naja reise ich halt schnell zurück. Ach Moment, Schnellreise geht ja nur vom Lager aus. Liebes Rockstar Team, Controller sind heutzutage nicht ganz billig!


©
https://metro.co.uk/2018/10/30/how-to-fast-travel-in-red-dead-redemption-ii-8088988/

Fazit – Herausragend trotz Macken

RDR2 wird unserer Meinung nach zurecht als herausragendes Spiel und als Meilenstein der Videospielgeschichte gefeiert.

Es nahm uns mit in eine andere Welt und entwickelte enorme Sogwirkung. Es bescherte uns viele wunderbare Momente, besonders aufgrund seines nie da gewesenen Detailreichtums.

Dieses Spiel zu entwickeln, war womöglich eine der größten Leistungen zu denen ein Entwicklerteam je fähig sein wird.

Aber da ist auch die andere Seite von RDR2. Eine Seite auf der es manchmal unschön hakt. Auf der sich das Spiel Kautabakartig unnötig in die Länge zieht. Wie kann es sein das Rockstar aus diesem Mammut an Spiel, sogar noch 5 Stunden der Hauptstory gestrichen hat, und es trotzdem noch so unglaublich lange dauert, es durchzuspielen.

Letzten Endes wird eine außergewöhnliche Spielwelt und Geschichte in Erinnerung bleiben, aber auch eine Stundenfressende Pflichtaufgabe.

Trotz aller Schönen Seiten von RDR2. Es gibt einfach Momente bei denen man sich als Spieler genervt fragt: „Hättet ihr das nicht anders lösen können?“


©
https://www.netzwelt.de/red-dead-redemption-2/testbericht-test-review-ps4-xbox-one.html

 

„Meisterdetektiv Pikachu“ (2018)

  • 9.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 9.5/10
9.5/10

Herausragend

Mit „Meisterdetektiv Pikachu“ mischt Nintendo mehrere Komponenten zusammen. Rätselspaß gepaart mit der Kultmarke Pokemon und dem allseits bekannten Gesicht der Company, der Elektromaus Pikachu. Doch kann dieses Rezept überzeugen? Seid gespannt und lernt das erste sprechende Pikachu kennen. Wir haben uns an die Rätsel mit dem kleinen gelben Kerl gewagt und verraten euch im Test, wie sich der ungewöhnliche Meisterdetektiv schlägt.

Genre: Adventure, Rätsel

Autor: Lissa

Testplattform: Nintendo 3DS

Verfasst am: 08.05.2019

Wertung:  


Was ist klein, gelb und mag schwarzen Kaffee?

Ach, wie sehr sind wir am schwärmen. Nach einigen Stunden Spielzeit, hat uns das freche Pikachu nicht mehr loslassen können. Was hat uns Nintendo hier nur wieder präsentiert?
Alles was wir wussten war, dass es sich um ein Spiel über einen sprechendes Pikachu handelt. So verrückt wie das klingt, genauso außergewöhnlich ist es auch. Durch unsere Kindheit haben wir verschiedenste Pokemon kennen lernen können, jedoch war keines so speziell wie unser kleiner Meisterdetektiv. Wir erklären euch, was hinter dem sprechenden Pikachu steckt.

The Pokemon Company hat  wieder einen neues Pokemon Spiel veröffentlicht, welches sich aber nicht an der Hauptreihe orientiert. Wir bekommen ein völlig neues Spiel und erhalten somit auch ein komplett neues Spielerlebnis. Mit dem Titel Meisterdetektiv Pikachu, ist im März 2018 ein Abenteuerspiel für den Nintendo 3DS erschienen. Zuerst kam das Spiel 2016 unter dem Namen Meisterdetektiv Pikachu: Entstehung eines neuen Duos, nur in Japan auf den Markt. Nintendo entschied sich jedoch dafür, das Spiel als erweiterte Version weltweit zu veröffentlichen. Zum Glück, sonst hätten wir nie die Gelegenheit gehabt den kleinen gelben Racker kennenzulernen.


©
http://gamenewz.de/meisterdetektiv-pikachu-die-ersten-14-minuten-im-gameplay-video/

Unterschiede der erweiterten Version

Viele Unterschiede gibt es nicht. Im Jahr 2013 wurde mit der Produktion für das Spiel Meisterdetektiv Pikachu: Entstehung eines neuen Duos begonnen. 3 Jahre später, ist das Spiel exklusiv in Japan für den Nintendo eShop veröffentlicht worden.

Der große Unterschied war jedoch der, dass dieses Spiel nur 3 Kapitel enthielt.  Im Vergleich: Die erweiterte Version enthält 9 Kapitel. Somit hat sich die Spielzeit auch drastisch verändert. Wir haben für das Spiel ca. 16-18 Stunden gebraucht. Unserer Meinung nach ist das ganz und gar ausreichend.


©
https://www.heute.at/digital/games/story/Meisterdetektiv-Pikachu-3DS-2DS-Test-Review-Was-ist-klein-gelb-und-mag-starken-Kaffee-55373082

Heurepika!

Von was handelt die Geschichte hinter dem flauschigen Pikachu? Wir erklären es euch kurz und knapp! Denn auch hier gilt: Je weniger man weiß, desto besser ist das Spielerlebnis.

Der Junge Tim Goodman ist auf der Suche nach seinem Vater, der ein sehr hoch angesehener Detektiv zu sein scheint. Bei der Suche, trifft er auf das kleinen sprechenden Pikachu, das sich als Meisterdetektiv vorstellt. Bis zum Verschwinden von Tim’s Vater, stand er ihm als Partner zur Seite. Jedoch hat er nach dem Verschwinden sein Gedächtnis verloren und kann sich an keine Geschehnisse mehr erinnern.

Das kleine Pikachu sieht sich als brillanter Meisterdetektiv. So hat er sich in den Kopf gesetzt, Tim’s Vater aufzuspüren und den Fall zu lösen. Er steht Tim mit aller Kraft zur Seite.
Verstärkung bekommt Tim jedoch nicht nur vom kleinen gelben Racker. Auch die Mitarbeiter des Detektivbüros stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite.


©
https://community.bisafans.de/index.php?artikel/4827-macht-noch-heute-bei-unserem-meisterdetektiv-pikachu-gewinnspiel-auf-facebook-mi/

Kaffeesüchtiges Knäulchen

Das kleine Knäulchen ist zugegebener Weise sehr kaffeesüchtig. Ohne Kaffee kommt er nicht in Fahrt und auch Tim verleitet er dazu, auch einmal ein Tässchen zu trinken. Neben dem Kaffee ist ihm Schokolade sehr wichtig, vor allem Cookies liebt er. Ihm sind allerlei Süßigkeiten recht. Zudem ist er sehr eingebildet, frech, aber auch extrem clever.

Zusammengefasst: Er ist ein freches Knäulchen, dass Kaffeesüchtig ist, es liebt Cookies zu essen und sich als Meisterdetektiv Pikachu sieht. Für uns ist der kleine Racker das Highlight des Spiels. Es macht überaus Spaß mit ihm die Fälle zu lösen. Das Vorankommen der Ermittlungen brachte uns Suchtpotential! Zudem konnten wir es nicht abwarten, neue Hinweise über Harry’s Verschwinden herauszufinden.

Im Spiel steuern wir nur den jungen Tim. Unser Pikachu läuft uns jeden Schritt hinterher. Wenn es darum geht Pokemon zu befragen, hilft uns der kleine Kerl nur zu sehr und befragt unsere Zeugen. Denn als Mensch können wir nicht mit den verschiedenen Pokemon reden. Bei menschlichen Zeugen jedoch, übernimmt Tim die Rolle des Befragers. Man kann Pikachu auch mit dem Touchpad selbst anwählen und bekommt dann eine kurze Pikachu Sequenz, in dem der kleine Meisterdetektiv uns wieder eine Show bietet.

Passend untermalt, wird dies durch einen tollen Soundtrack. Zu jeder Szene kommt die angemessene und abwechslungsreiche Musik. Für uns stimmt hier einfach alles!


©
https://www.digitec.ch/de/s1/product/nintendo-meisterdetektiv-pikachu-3ds-de-game-box-7383685

Das Leben der Pokemon

In Meisterdetektiv Pikachu bekommen wir als Spieler einen neuen Einblick in die Welt der Pokemon. Es gibt keine Trainerkämpfe mehr, wie man es von den Pokemon-Spielen üblicherweise kennt. In unserem Detektiv-Spiel erleben wir, wie die Pokemon im Alltag leben.

Ob als Unterstützung oder nur als Begleiter, die Pokemon zeigen sich von verschiedenen Seiten. Uns hat es sehr gut gefallen, wie die Pokemon beim Erstkontakt mit uns vorgestellt werden.
Ein Beispiel: Wir treffen zum ersten mal auf das Pokemon Webarak. Da wir das Pokemon zuvor noch nie angetroffen haben, bekommen wir eine kurze Sequenz eingeblendet. Bei Webarak bekamen wir die Meldung: „Webarak – Hängt sehr an seinem Faden“.
Chillabell hat die Charakterbeschreibung: „Chillabell – Voll am abchillen“.
Wir fanden die Sequenzen amüsant und witzig.

Die Pokemon mit einem kurzen Beschreibungssatz vorzustellen, hat uns positiv überzeugt und gefallen. Das tolle ist, nach dem wir ein Pokemon kennengelernt hatten, konnten wir danach mit ihm reden und das Gespräch in unser Notizbuch aufnehmen. Jedes getroffene Pokemon wird also in unserem persönlichen Notizblock hinterlegt.
Wir finden, dass ist doch mal eine schöne Art, Pokemon zu „fangen“.


©
https://pressplay.at/2018/06/14/meisterdetektiv-pikachu/

Gemütlich wie im Kinosessel

Das Gameplay hat uns wirklich sehr gefallen. Gut gelungen sind die Missionen. Unsere Aufgaben waren es, Zeugen zu befragen, Orte zu untersuchen, oder Hinweise zu kombinieren, um so auf die Lösung zu kommen. In den Zwischensequenzen kommt es ab und an mal zu Quick-Time-Events, in denen wir blitzschnell Taste X/Y drücken müssen. Wir finden, das bringt Schwung in den Handlungsverlauf und Abwechslung in das Gameplay. Hauptkern des Spiels sind definitiv die Rätsel. Wir müssen in jedem Kapitel verschiedene Rätsel lösen. Mal schiebt man Kisten zur Seite, um sich den Weg frei zu machen und mal muss man verschiedene Komponenten kombinieren, um auf die Lösung zu kommen. Wer mal nicht weiter weiß, der kann sich vom sprechenden Pikachu einen Tipp geben lassen.

Das Spiel bietet immer wieder neue Rätsel. Jedes Kapitel ist unterschiedlich. Einziges Manko, dass wir an diesem Punkt erwähnen müssen, ist die Schwierigkeit der Rätsel. All zu schwer sind diese nämlich nicht. Wir mussten zwar schon unsere grauen Zellen anstrengen, aber nach guter und gründlicher Überlegung, ist man dem Rätsel auf die Spur gekommen.
Wenn man die Rätsel z.B. mit denen aus den Spielen der Professor Layton-Reihe vergleicht, erkennt man große Unterschiede sofort. Denn dort sind die Rätsel teils so schwer, dass man oft am verzweifeln ist.

Uns haben die Rätsel dennoch gefallen und wir fanden es auch nicht gravierend schlimm, dass diese nicht sehr knifflig waren. Jedoch ist uns gleich aufgefallen, dass die Schwierigkeit im Verlauf kontinuierlich zunimmt – wenn zwar auch nur ein wenig.


©
https://www.volume.at/games/previews/meisterdetektiv-pikachu-preview/

Realverfilmung

Passend zum Spiel, kommt am 09.05.2019 eine Realverfilmung in die Kinos. Der Film trägt den Titel Pokemon: Meisterdetekiv Pikachu. Derofa.de hat sich exklusiv Kinotickets sichern können, um die Preview des kleinen Meisterdetektivs zu erleben.

Hier gehts zum Review

Fazit

Nun kommen wir zum Ende. Was uns in Erinnerung bleibt sind Sprüche wie „Don’t treat me like a Pokemon!“. Ja, unser kleines Pikachu ist wirklich außergewöhnlich und was besonderes.
Wer keine anspruchsvollen Rätsel erwartet, die Welt der Pokemon liebt und nichts gegen die Sprüche eines kleinen frechen Knäulchens hat, der sollte bei Meistedetektiv Pikachu nicht zögern.

Uns hat das Spiel so sehr gefallen, das wir nur eine 10/10 vergeben können! Trotz unserer kleinen Kritik an der Spielschwierigkeit.
Wir haben das kleine Schlitzohr sofort in unser Herz geschlossen und vergeben zurecht die volle Punktzahl. Heurepika!


©
https://www.nintendo.de/Spiele/Nintendo-3DS/Meisterdetektiv-Pikachu-1329566.html

  Weitere Wertungen


Jayes meint → Herausragend

„Was für ein kleiner frecher Racker. Mit „Meisterdetektiv Pikachu“ liefern Nintendo und Creatures Inc. ein herausragendes Adventure ab. Zwar wäre das Spiel technisch besser auf der Switch aufgehoben gewesen und die Framerate bricht immer wieder ordentlich ein, dennoch gibt es keine langen Ladezeiten zwischen den Arealen und die Story wird sehr flüssig erzählt.

Ein neuer Charakter wird uns in Form von Flauschi Fellknäul „Meisterdetektiv Pikachu“ geboten, der sich durch Koffein-Sucht, Frechheiten, und seiner Liebe für allerlei Süßkram auszeichnet. Bescheidenheit gehört nicht zu seinen Stärken. Er ist ein arrogantes Knäulchen. Abgerundet wird die Figur durch seinen fast schon wie eine Parodie wirkenden Detektiv-Hut ala Sherlock Holmes. Er ist „ein Pikachu, das angenehm nach Kaffee duftet“.

Wir waren skeptisch ob ein sprechendes Pokemon neben Mewtu und Mauzi funktionieren kann. Wenn der fluffige Detektiv dann aber Weisheiten raus kloppt wie: „Ein Täschen Kaffee in Ehren, kann auch Harry nicht verwehren.“ und dabei frech grinst, fangen wir unweigerlich zu lachen an.

Das Spiel wurde mit der Pokemon-Welt verknüpft. So erhalten Fans keine neue abstrakte Welt sondern eine schlüssige Welt die sie kennen.

Besonders gefallen hat uns der Fall um Milo. Er verbindet die Entwicklung von Pokemon mit der Entiwcklung eines Menschen (Milo = Milotic). So wird eine komplexe Verbindung zwischen Menschen und Pokemon erzeugt, die sogar eine tiefere Message hat.

Heurepika!“   (10.08.2019)


 

„Kingdom Hearts“ (2002)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

„Kingdom Hearts“ ist ein japanisches Rollenspiel des Entwicklerstudios „Square Enix“ (damals „Squaresoft“).

Die Spielereihe besteht inzwischen aus ganzen acht Titeln. Viele davon wurden im Laufe der Jahre in HD-Collections neu aufgelegt.
Auch der erste Teil „Kingdom Hearts“ (2002), erhielt 2013 seine Remastered Version mit dem Beititel „Final Mix“.

Wie sich die berühmt berüchtigte Mischung zwischen „Final Fantasy“ und „Disney“ anfühlt, erfahrt ihr in unserem Test.


Genre: JRPGAction

Autor: Lissa

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 11.04.2019

Wertung:  


Lasst euch verzaubern

Holt das Popcorn und die Getränke heraus. Lehnt euch zurück und genießt die magische Geschichte von Kingdom Hearts. Für einen Moment wirkt es fast so, als wären wir gerade im Kinosaal bei einem Disney Film. Denn genau so fühlt sich Kingdom Hearts an. Wie ein langer, magischer und sehr emotionaler Film, mit unseren liebsten Disney Charakteren, vereint im Final Fantasy Universum.

Kingdom Hearts ist eine Spielereihe von Square Enix und kam ursprünglich im Jahr 2002 für die Playstation 2 auf den Markt. Die Reihe kombiniert die Welt von Final Fantasy mit der von Disney.
Ja genau, Final Fantasy und Disney, und das alles verpackt in einem Action-Rollenspiel. Klingt vielversprechend? Ist es auch!
Kingdom Hearts ist das erste Spiel der Reihe.
Das Spiel ist in Europa am 13. September 2013 als Neuauflage in einer HD-Collection („Kingdom Hearts HD 1.5 + 2.5 ReMIX“) mit dem Beititel Final Mix für die Playstation 4 erschienen.


©
http://www.gamers.at/konsole/kingdom-hearts-hd-1-5-2-5-remix-im-test-21374

Unterschiede zur PS2 Version

Die HD-Grafik ist nicht nur der einzige Unterschied zur Playstation 2 Version.
Kingdom Hearts Final Mix enthält einige Veränderungen. Darunter das Auftreten von neuen Endgegnern, die so in der original Version nicht zu sehen waren. Auch die normalen Gegner, wurden nicht nur grafisch, sondern auch farblich etwas verändert. Die sogenannten „Herzlosen“ haben jetzt ein angepasstes Aussehen. Allgemein sind auch weitere neue Gegner hinzugekommen, sowie neue Waffen, neue Fertigkeiten, neue Sequenzen, ein paar Gummi-Jet Missionen, neue Ansem-Berichte und ein neues geheimes Ende.

Auf dem Hauptbildschirm ist uns auch noch eine Veränderung aufgefallen. Das Design wurde überarbeitet.
Wir sehen jetzt eine neue Zeichnung von Sora. Er trägt nun eine Kapuze und hält eine Flagge in die Luft.

Eine weitere Neuerung ist es, Zwischensequenzen überspringen zu können, denn das war im original Playstation 2 Game, nicht möglich.
Sogar die Kameraführung wurde etwas verbessert. In der Playstation 2 Version hat Sora uns ab und an die Sicht versperrt, wenn die Kamera sich gedreht hat, was ganz schön nervig sein konnte. Dies wurde nun so gelöst, dass Sora unsichtbar wird und das Bild für die Kamera frei bleibt.

Zuguterletzt wurden auch neue Szenen zur Klärung bestimmter Handlungspunkte, wie Riku‘s Reise und Andeutungen zu Kingdom Hearts II eingebaut.


©
gameskinny.com

Die Geschichte von Sora und dem Schlüsselschwert

Die Geschichten der Kingdom Hearts Reihe, hängen alle miteinander zusammen. Sie sind sehr komplex und tiefgründig, weshalb es in jedem Fall notwendig ist, die gesamte Spielereihe zu spielen, um die Handlung besser verstehen zu können.
Doch von was handelt die Geschichte von Kingdom Hearts eigentlich?

Das Spiel dreht sich um den jungen Sora, unseren Hauptprotagonisten. Nachdem seine Heimat von bösen Kreaturen heimgesucht wurde, begibt er sich auf eine spannende Reise, um seine Freunde zu suchen.
Während seiner Reise lernt er viele Charaktere der Disney-Filme, sowie Charaktere des Final-Fantasy-Universums kennen. Bestandteil seines Teams werden Donald Duck und Goofy. Die beiden sind nicht nur Teil der Gruppe, sie werden auch Teil von Soras Herzen und seine beste Freunde.

Mit Kingdom Hearts Final Mix beginnt die Geschichte chronologisch gesehen jedoch nicht. Davor sollte man Kingdom Hearts Birth by Sleep gespielt haben. Dieses spielt nämlich vor den Ereignissen von Sora und seinen Freunden.

Welche Teile ihr am besten wann und wie spielen sollt, um die Handlung chronologisch zu verfolgen, erklären wir euch hier in unserem Artikel.


©
http://www.pcgames.de/Kingdom-Hearts-HD-15-Remix-Spiel-10603/News/Neue-Sammlung-fuer-PS4-angekuendigt-1211903/

Liebevolle Gestaltung

Die ganze Welt von Kingdom Hearts ist so liebevoll und farbenfroh gestaltet und erhält durch den Disney-Charme eine noch umwerfendere Atmosphäre, die uns schon nach der ersten Minute in seinen Bann gezogen hat.

Die Charaktere, ob Disney oder Final Fantasy sind so warmherzig in Szene gesetzt, dass es einfach nur Spaß macht, mit ihnen unser Abenteuer gegen die Dunkelheit anzutreten.
Wenn wir bedenken, dass das Spiel eigentlich eine Neuauflage eines alten Playstation 2 Spieles ist und jetzt trotzdem so hübsch aussieht, können wir nur begeistert auf unseren Bildschirm schauen.

Ganz besonders haben uns die Disney Welten gefallen.
Wer hat nicht schon immer davon geträumt, mit Peter Pan durchs Nimmerland zu fliegen oder einfach nur auf Honigsuche mit Winnie dem Puuh Bären zu gehen?


©
https://www.primagames.com/media/files/kingdom-hearts-hd-15-remix-eguide/final_mix/objective14-4.jpg/PRIMAP/resize/618x/quality/80

Wir wollen euch hier nicht zu viel vorwegnehmen, denn die Disney Welten und die Geschichte, in Kombination mit einem herausragenden Soundtrack, sind das Herzstück der Spielereihe.

Wir konnten uns hier und da, auch mal einen Lacher nicht verkneifen, wenn wir zusahen wie Donald von Naseweis eins auf den Schnabel bekam. Denn dieser kleine Tollpatsch hatte immer wieder ein paar Sprüche für uns parat. Genau das macht die Geschichte auch aus. Neben der ganzen Dramatik, gibt es auch viele lustige Momente.

Gameplay und Kampfsystem

Wer Final Fantasy kennt, der weiß, dass sich „Square Enix“ mit Rollenspielen auskennt. Es hat uns grandiosen Spaß gemacht, unsere Gruppe mit Sora, Donald und Goofy aufzuwerten, ihnen neue Waffen und Rüstungen zu geben und einfach zu leveln.

Bei Kingdom Hearts wurde im Gegensatz zu den meisten Final-Fantasy-Spielen darauf geachtet, kein rundenbasiertes Kampfsystem zu kreieren, wie man es von Spielen wie Final Fantasy 7 oder Final Fantasy 10 kennt. Ihr steuert Sora wie ihr möchtet und könnt so eure Attacken ala Noctis (Final Fantasy 15) frei planen. Eure Kameraden Donald und Goofy kämpfen alleine. Ihre Angriffe könnt ihr nicht steuern.

Die Kämpfe laufen flüssig ab und wir konnten uns sehr schnell an die Steuerung gewöhnen. Wer bereits andere Spiele der Reihe gespielt hat, der gewöhnt sich schnell wieder an das altbekannte.


©
https://www.gamereactor.eu/images/?textid=91264&id=886694

Ein kleines Extra gibt es durch die Option „Rufen“ im Kampfmenü.
Bei Final Fantasy nennt es sich „GF Rufen“ oder „Bestia herbeibeschwören“. Auch in Kingdom Hearts ist es möglich uns einen Helfer dazu zu holen, der für eine gewisse Zeit mit uns kämpfen kann. Das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und ab und an unsere Freunde Simba oder Dumbo, mit uns in die Schlacht treten lassen.

Wir finden es jedoch schade, dass es keine Karte für die Orientierung gibt. Da das Spiel jedoch größtenteils linear ist, können wir den Punkt etwas verkraften. Es macht auch ohne Karte sehr viel Spaß, die Welten zu erkunden und mit Sora, Donald und Goofy unser Abenteuer zu bestreiten.

Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsstufen: Anfänger, Final Mix oder Profi . Wir haben uns an „Final Mix“ gewagt, was die Schwierigkeitsstufe „Normal“ sein soll. Für uns war es jedoch manchmal ganz schön knifflig, einen Endgegner zu besiegen.
Ohne Taktik und Überlegung, wären wir nicht viel weiter gekommen. Wenn ihr das Spiel jedoch auf „Profi“ durchspielt, könnt ihr dadurch, das Geheime Ende von Kingdom Hearts Final Mix freischalten.


©
https://www.eurogamer.de/articles/2013-09-25-kingdom-hearts-1-5-hd-remix-test

Manga-Reihe

Durch den großen Erfolg von Kingdom Hearts, wurde daraufhin eine Manga Adaption von Shiro Amano veröffentlicht und auf den Markt gebracht.

Die erste Reihe beinhaltet vier Bände und erzählt die Geschichte zu Kingdom Hearts. Untypischerweise, muss man das erste Manga von links nach rechts lesen und die nachfolgenden Manga wie gewohnt von rechts nach links.

Zum Spiel Kingdom Hearts Chain of Memories gibt es derzeit zwei Manga. Zu Kingdom Hearts II wurden sieben Manga veröffentlicht und Kingdom Hearts 358/2 Days ist in fünf Bände unterteilt.

Lokalisierung

Schade finden wir, dass es keine deutsche Synchronisation zum Spiel gibt. Da wir alle mit den deutschen Stimmen unserer Disney Helden aufgewachsen sind, hätten wir uns über eine deutsche Synchronfassung gefreut. Wir müssen uns leider mit einer englischen Tonfassung und deutschen Untertiteln begnügen.
Die englische Tonfassung ist jedoch sehr hochwertig produziert und wir möchten und können diese auch nicht kritisieren.


©
Jela Imijileb, https://www.youtube.com/watch?v=PdxAygThHYE

Funktionen und Spielzeit

Für die Statistik-Fanatiker unter uns, gibt es im Gameplay-Menü einen Unterpunkt der sich „Tagebuch“ nennt.

In diesem könnt ihr Charaktere nachschlagen und nachlesen aus welchem Universum diese stammen. Hier sind viele Informationen einsehen. Ihr könnt sogar eure Feinde auskundschaften und nachschlagen, wie viele ihr jeweils schon erledigt habt.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was es mit der Spielzeit auf sich hat. Auch diese könnt ihr jederzeit erfassen und überprüfen. Die Spielzeit von Kingdom Hearts ist für uns vollkommen in Ordnung, denn ihr könnt 20-30 Stunden investieren oder auch bis zu 50 und mehr. Wir haben die Geschichte von Sora innerhalb von 25 Stunden durchgespielt, ohne dabei jedoch alle sammelbaren Objekte einzusammeln und die ultimativen Endgegner zu besiegen.
Wer also Spaß daran hat, das Spiel mit 100% zu beenden, kann dies mit einigen Spielstunden mehr erreichen.

Es gibt auch ein kleines Geschenk für jeden Spieler der Kingdom Hearts durchgespielt hat. Als Dankeschön schenken euch die Entwickler, ein Gratis Playstation 4 Design zum herunterladen.

Flug durch die Galaxien

Leider gibt es auch bei Kingdom Hearts etwas Kritik, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Die „Gummi Jet“-Missionen sind unserer Meinung nach nicht wirklich sinnvoll und notwendig. Die Steuerung ist nicht präzise und das Baumenü sehr aufwendig.

Angelehnt an Final Fantasy können wir verstehen, weshalb es ein „Flugzeug“ für unsere Reise gibt. Wer die Final-Fantasy-Spiele kennt, der weiß, dass es auch dort gang und gäbe ist, mit einem Flugobjekt auf reisen zu gehen und die Welt zu erkunden.
Jedoch hat uns das Gameplay beim Fliegen nicht überzeugt.

Doch wir wollen euch jetzt nicht abschrecken. Im Verlauf des Spiels, könnt ihr die Schnellreise-Funktion freischalten. Diese ermöglicht es euch, bereits erkundete Gebiete schnell und ohne „Gummi-Jet“-Mission wieder zu besuchen. Jedoch ist dies nur bei bereits besuchten Welten möglich. Bei allen anderen, bleibt euch nichts übrig als weitere „Gummi-Jet“-Missionen zu spielen.


©
tehSunBro, https://www.youtube.com/watch?v=ld0h5W2KZ8w

Magischer Soundtrack

An der Musik haben wir nichts auszusetzen. Im Gegenteil, die musikalische Untermalung ist so gut gelungen und lässt Fanherzen höher schlagen. In den Disney Welten werdet ihr nur zu gut einige Songs wiedererkennen. Aber auch Final-Fantasy-Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen. Lasst euch überraschen!

Die Musik der gesamten Spielereihe wurde von Yoko Shimomura komponiert und mit einem fabelhaften Orchester (New Japan Philharmonic Orchestra) durch Kaoro Wada eingespielt.
Für die Neuauflage Kingdom Hearts Final Mix wurden sogar ein paar extra Songs geschrieben und ins Spiel gebracht.

Ein bekanntes Lied wie z.B. „One Winged Angel“ von Nobuo Uematsu, hat es auch ins Spiel geschafft und das sehr passend, wie wir finden.

Fazit

Kingdom Hearts Final Mix war für uns ein unbeschreiblich schönes Spiel. Die verschönerte Grafik, für ein derart altes Spiel, hat uns sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, mit unseren Figuren durch die verschiedenen Welten zu reisen und viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Auch der Soundtrack ist grandios und überzeugt uns allemal!

Doch warum geben wir nur eine Wertung von 8/10?
Trotz so viel Lob gibt es auch Kritik. Wie schon oben kurz erwähnt, haben uns die „Gummi-Jet“-Missionen nicht gefallen, sowie die fehlende Navigationskarte. Damit wurde der Spielfluss etwas beeinträchtigt.

Nichtsdestotrotz, für alle Disney- und Final-Fantasy-Fans, ist Kingdom Hearts sowieso sehr zu empfehlen. Mit dem ersten Teil der Hauptreihe sind wir sehr zufrieden. Wir können es jetzt schon nicht erwarten, uns wieder gemütlich vor den Bildschirm zu setzen und den nächsten Teil der Spielereihe zu spielen.

Wir finden, dass genau das ein Merkmal für ein ausgezeichnetes Spiel ist!


©
https://www.gamepro.de/artikel/kingdom-hearts-hd-15-remix-im-test-es-war-einmal-,3027162.html

 

„Hellblade: Senua’s Sacrifice“ (2017)

  • 8.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Hellblade – Senua’s Sacrifice ist ein Action-Adventure des britischen Entwicklerstudios „Ninja Theory“ die vor allem durch die „Devil May Cry“ Spielereihe bekannt wurden.

Das besondere an dem Spiel ist der Fokus auf Psychosen und deren Auswirkungen auf die Protagonistin Senua.

Sicher auch deshalb wurde das Spiel mit Kritikerlob überhäuft und erhielt durchgängig sehr hohe Wertungen.

Auch derofa.de gibt 8,5 von 10 Punkten und erzählt euch im Folgenden, was es mit dem Spiel über die keltische Kriegerin Senua auf sich hat.

Genre: Action-Adventure

Autor: Steevo

Testplattform: PC

Verfasst am: 17.01.2019

Wertung:  


Das ist Hellblade

Ein kurzer paranoider Psycho-Trip durch eine unheimliche Welt, von dem Studio Ninja Theory, die bspw. das Partyspiel Kung Fu Chaos oder Devil May Cry 5 entwickelt haben.

Schon zu Beginn des Spiels wird gewarnt, dass in dem Spiel Psychosen dargestellt werden und Gewaltszenen, die manche Menschen als belastend empfinden könnten.


©
http://checkpointgaming.net/features/2017/08/hellblade-senuas-sacrifice-bad-health/

Der richtige Ton

Bevor man das Spiel startet kommt noch die Meldung, dass man das Spiel mit Headset spielen sollte, damit der ganze Psycho-Spaß noch zusätzlich intensiviert wird. Ich habe natürlich beides probiert, mit Headset und mit meinen Stereo Lautsprechern. Der Sieger ist klar das Headset, wie es auch vom Spiel empfohlen wird. Man hört alles intensiver und die Effekte werden zusätzlich verstärkt wahrgenommen.
Wer kein Headset besitzt bekommt natürlich auch alles mit, nur eben nicht direkt ins Ohr, was den Effekt bei mir dann etwas gesenkt hat.

Direkt am Anfang merkt man schnell was mit der Psychosen-Warnung gemeint ist. Man hört überall verschiedene „Geräusche“ und die beklemmende Umgebung verstärkt das Ganze noch zusätzlich.


©
https://www.pcgamesn.com/hellblade-senuas-sacrifice/hellblade-3d-sound

Die Story

Nun etwas zum Spiel selbst. Man spielt mit Senua, einer jungen Kriegerin, die ihre Mutter verloren hat und nur noch ihr fanatischer Vater bleibt übrig.
Zu Beginn begibt sie sich auf eine Reise in eine düstere Welt, um sich etwas wieder zu holen, das sie einst verlor.
Sie gibt die Hoffnung nicht auf und kämpft sich durch die qualvolle Welt, auch wenn das ihr Tod sein könnte.

Fans des Wikinger Zeitalters werden hier erfreut sein. Die Welt in der man agiert, spielt in der nordisch, keltischen Zeit. Zusätzlich gibt es Runensteine als Sammelobjekte. Wenn man sie findet, wird die Geschichte der nordischen Götter erzählt.


©
https://www.gamespot.com/articles/nintendo-switch-getting-a-great-game-from-2017-hel/1100-6464995/

Das Spielerische

Senua hat noch dazu ein besonderes Merkmal. Ihre rechte Hand ist von einer Art Fluch betroffen. Jedes mal wenn sie im Spielverlauf durch Gegner zu Boden geht, wandert es den Arm hoch Richtung Kopf.
Sobald es im Kopf angelangt ist stirbt sie und der Fortschritt geht verloren, heißt es.
Am Anfang hat jeder gedacht, der komplette Spielstand sei dann verloren. Nach erscheinen wurde es aber direkt von den Spielern getestet und es hat sich herausgestellt, dass dies nicht so ist. Also keine Sorge, „Casual Gamer“ die nur sehr wenig spielen, brauchen keine Angst haben, dass der Spielstand verloren geht.

Die meiste Zeit läuft man durch lineare Level was aber überhaupt nicht stört, denn so kommt das Gefühl von Bedrängnis gut zur Geltung.
In jedem Abschnitt gibt es auch bestimmte Aufgaben die man lösen muss um seinem Ziel näher zu kommen. Aber keine Angst man muss keinen Harvard Abschluss haben um auf die Lösung zu kommen.

Das Spiel verzichtet auch komplett auf jegliche Infos auf dem Bildschirm, wie zum Beispiel eine Lebensanzeige oder Wegpunkte. Diese sind aber auch nicht nötig, da es meist nur einen Weg gibt.

Zwischendurch erscheinen natürlich auch Gegner, denen man sich im Kampf stellen muss. Senua besitzt nur ein Schwert, sonst nichts. Keine Extras wie Tränke oder Schilde.
Die Steuerung geht einfach von der Hand, die Kämpfe sind ausbalanciert und sehen dazu noch gut aus.


©
https://www.criticalhit.net/review/hellblade-senuas-sacrifice-review/

Fazit

Viel mehr gibt es zu dem Spiel auch nicht zu sagen. Mit einer Spieldauer von ca. 7 Stunden ist es relativ kurz aber hier zählt Qualität statt Quantität.

Die Entwickler haben hier ganze Arbeit geleistet, es fehlt einem an nichts.
Jeder der es gerne mal etwas düsterer mag, ein paar einfache Rätsel lösen will und zwischendurch kämpfen mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Das Spiel ist eine klare Kaufempfehlung!


©
https://www.playcentral.de/spiele-news/hellblade-senuas-sacrifice/release-termin-nintendo-switch-version-steht-fest-id77721.html

 

„Pokémon: Let’s Go, Pikachu!/Evoli!“ (2018)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit Pokémon: Let’s Go, Pikachu!/Evoli! liefert Entwicklerstudio GameFreak das erste Pokémon Rollenspiel für Nintendos Switch.

Damit ist es auch das erste Spiel der Hauptserie, bei dem wir unsere Taschenmonster sowohl wie gewohnt im Handheld-Modus, als auch auf der Heimkonsole fangen können.

Doch besonders bei alteingesessenen Fans machte sich schnell Skepsis breit. Aufgrund der Verknüpfungsmöglichkeit mit dem weltweit erfolgreichen Mobile Game Pokémon Go, vermuteten nicht wenige einen weiteren Schritt Richtung Casual Game.

Schon das auf eher Gelegenheitsspieler zugeschnittene „Pokémon Sonne/Mond“ hatte deshalb für Aufregung gesorgt und konnte auch in unserem derofa-Test, nur eine enttäuschende Wertung erzielen (hier geht’s zum Test zu Sonne/Mond: „GameFreak schießt das Taubsi ab„).

Doch ist der neueste Taschenmonster-Streich wirklich nur etwas für Gelegenheitsspieler? Und wie fühlt sich „Let’s Go“ für Veteranen an?

Wie gut und für wen Pokémon Let’s Go letztendlich wirklich ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Genre: JRPG

Autor: Jayes

Testplattform: Nintendo Switch

Verfasst am: 02.12.2018

Wertung:  


Erweitertes Remake

Im Jahr 1998 erschienen die Pokémon-Welterfolge für den GameBoy. Sie waren Wegbereiter für inzwischen 23 (!) Jahre anhaltendes Pokémon-Fieber. Die Spiele Pokémon Rot, Blau und Gelb (in Japan auch Grün), haben ein Millionenpublikum gefesselt und begeistert.

Nintendo schaffte es, der Rollenspielwelt einen dicken Stempel aufzudrücken.

Durchaus passend scheint in Anbetracht dieser Leistung, noch vor einem gänzlich neuen Pokémon-Spiel für die Nintendo Switch, ein Remake der gelben Edition zu veröffentlichen.

„Pokémon: Let’s Go, Pikachu!/Evoli!“ ist eben genau das. Ein erweitertes Remake der gelben Edition. Doch wieso nicht einfach nur ein Remake sondern für mich eher ein „erweitertes Remake“?


[1]


Die Grafik von „Pokémon: Let’s Go, Pikachu!/Evoli!“ wurde auf den aktuellen Stand der Nintendo Switch gebracht. Das Grundgerüst des Spiels ist jedoch weitestgehend identisch mit der Ursprungsversion. Das bedeutet z.B., dass die zu bereisenden Orte, Routen und Arenaleiter gleich geblieben sind. Unterschiede gibt es dennoch einige, sowohl zu den alten Editionen, als auch zum Status quo der aktuellen Sonne/Mond-Generation.

Einige Unterschiede im Überblick

Cut-Scenes

So wurde das Spielgeschehen mit hochwertigen Cut-Scenes neu in Szene gesetzt. Die Entwickler scheinen sich ordentlich ins Zeug gelegt zu haben um die Präsentation im gesamten zu verbessern. Die Zwischensequenzen machen einiges her, sind toll anzusehen und im Gegensatz zu der in Sonne/Mond ablaufenden Cut-Scene-Orgie, laufen sie flüssig und sind nicht omnipräsent.

Pokémon an eurer Seite

Ihr habt die Möglichkeit nicht nur Pikachu, sondern auch alle anderen Pokémon aus ihren Pokébällen zu holen, damit sie euch auf eurer Reise begleiten können. Auch hier wurde sich offensichtlich viel Mühe gegeben, denn jedes Pokémon folgt euch auf unterschiedliche Weise. Einige Pokémon wie bspw. Kicklee, laufen einfach hinter euch her. Auf anderen, wie Glurak und Dragoran, reitet ihr hingegen in der Luft.
Wie detailliert diese Individualität umgesetzt wurde, zeigen vor allem Machomei und Relaxo eindrucksvoll.


[2]


Nur Kosmetik oder funktional?

Zum einen helfen euch eure Pokémon so, das Terrain ein Stück weit leichter zu meistern. Auf dem Rücken von Dragoran, Glurak und Co. kommt Ihr etwas schneller voran als zu Fuß. Dies ist auch wünschenswert, denn ein Fahrrad gibt es in „Let’s Go“ nicht mehr.
Zum anderen gewinnen Pokémon an der frischen Luft Zuneigung zu euch. Dies motiviert auch mal zu wechseln, um das letzte bisschen Kraft aus eurem Team zu kitzeln. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Mew sein Statusproblem einfach runter schluckt – „um euch nicht zur Last zu fallen“ – wie es heißt – und dabei frech in die Kamera schielt.


[3]


Streicheleinheiten

Außerdem gibt es wie schon in den neueren Vorgängerspielen die Möglichkeit, eure Pokémon zu streicheln und zu füttern. Jedoch ist dies nun auf euer Starter-Pokémon Pikachu/Evoli beschränkt. Das fanden wir schade. Wünschenswert wäre wenn man sich so, um jedes seiner Taschenmonster kümmern könnte.

Items anlegen fällt weg – Mega-Entwicklungen?

In „Let’s Go“ gibt es keine Möglichkeit mehr den Pokémon Items anzulegen. Fallen damit also auch die Megaentwicklungen weg? Keine Sorge, die gibts trotzdem. Nur diesmal werden sie euch im Kampf automatisch als Option angezeigt, je nach dem, welches Pokémon ihr momentan mit euch führt und welche Megasteine sich in eurer Item-Box befinden.
Die Z-Attacken, die in der Alola-Region eingeführt wurden, sind hingegen nicht mehr dabei.

Der Go-Touch

Trifft man auf wilde Pokémon, findet man sich nicht mehr in einem Kampfduell wieder, sondern startet direkt mit dem werfen von Pokébällen.
Mithilfe der Bewegungssteuerung der Switch (alternativ kann auch der Analog-Stick verwendet werden), zielt ihr auf das Pokémon und werft im richtigen Moment. Eben wie in „Pokémon Go“. Es lassen sich verschiedene, zuvor gesammelte Beeren nutzen, um den Fangerfolg zu verbessern.
Dies klingt erstmal als großer Einschnitt in das gewohnte Spielsystem. Doch die Skepsis verflog bei uns schnell. Ob wir nun direkt im Fangdialog starten – und dafür Erfahrungspunkte bekommen – oder aber im Kampfdialog, war für uns nicht wichtig. Hauptsache unsere Pokémon bekommen XP.
Fangt ihr mehrere gleiche Pokémon, startet ihr automatisch eine Fang-Serie. Je höher diese ist, desto leichter findet ihr auch seltenere Pokémon und Shinys („schillernde“ Pokémon in besonderer Farbgebung).


[4]


VM Attacken/Spezialtechniken

Was damals noch die Attacken Zerschneider, Blitz, Fliegen, Surfer und Stärke waren, sind nun Spaltschnitt, Lichtflut, Himmelsritt, Wellenspurt und Wuchtstoß.
Die Attacken werden eurem Starter-Pokémon im Laufe der Geschichte von NPC’s beigebracht. Das bedeutet ihr müsst euch keine Gedanken mehr darüber machen, ob ihr ein Pokémon dabei habt, welches euch hilft das Terrain zu meistern. Dies kann man positiv oder negativ sehen. Auf der einen Seite macht es das Spiel unkomplizierter. Auf der anderen Seite geht damit Spieltiefe verloren. Die Zeiten wo man sich noch gut überlegen und taktieren musste, welchem Pokémon man welche VM beibringt, vor allem da man diese später nicht mehr verlernen konnte, gehört damit der Vergangenheit an.
Die ehemaligen VM-Attacken sind glücklicherweise nicht einfach aus dem Spiel verschwunden sondern sind wie schon in Sonne/Mond, in Form von TM’s verfügbar.


[5]


Pokémon mit Potential

Im Laufe der Jahre wurden den Pokémon immer mehr Attribute zugeteilt. Inzwischen unterscheiden sich die Taschenmonster nicht mehr nur in Level, Typ und Geschlecht, sondern es gibt viele andere relevante Werte.
Das Wesen sowie die Verteilung der Statuswerte spielen eine immer größere Rolle.
Den sogenannten DV-Richter (DV = Determinant Values) gab es erstmals in „Pokémon Smaragd“. Auch in „Let’s Go“ ist er verfügbar. Mithilfe seiner Infos, könnt ihr das Potenzial eures Pokémon erfragen. Möchtet ihr z.B. ein besonders starkes Dragoran mit hohen Statuswerten, empfiehlt es sich nach einem Dratini oder Dragonir mit großem, sehr großem oder exzellentem Potenzial Ausschau zu halten, um daraus ein Dragoran zu entwickeln.


[6]


Upgrade des Soundtracks

Der alte Soundtrack erstrahlt orchestralisch in neuem Glanz, hört sich bombastisch an und wurde so auf eine neue Stufe gehoben. Es macht richtig Spaß dem Score zu lauschen und in Erinnerungen zu schwelgen. Das Niveau ist dabei wie von Nintendo gewohnt sehr hoch und die Musik ist damit ein wahres Fest für die Ohren.

Steuerung mit dem Pokéball-Plus-Controller

Mit der Veröffentlichung von „Let’s Go“ brachte Nintendo auch einen eigens für das Spiel entwickelten Pokéball-Plus-Controller auf den Markt. Dieser lässt sich sowohl für „Pokémon Go“ mit dem Handy koppeln, als auch als Joy-Con Ersatz für die Nintendo Switch. Er besitzt einen drückbaren Analog Stick sowie eine weitere Taste auf der Oberseite. Der Pokéball hat einen integrierten Lautsprecher um die Rufe eines Pokémon und andere Geräusche auszugeben. Außerdem besitzt er eine Rumble-Funktion und einen LED-Leuchtring. Aufgeladen wird er durch einen USB-C Anschluss. Der Pokéball wird mit einem digitalen Mew ausgeliefert, dazu später mehr.


[7]


Bei meinem Hands-On war ich begeistert von der Haptik des Controllers. Er fühlt sich hochwertig an und die Bedienung ging leicht von der Hand. Auch wenn es eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchte, ließen sich die Tasten gut bedienen.
Dennoch machte sich ein wenig Ernüchterung breit, denn was dem Pokéball-Plus vor allem fehlt, sind mehr Tasten.
Für die grundlegende Menü-Navigation sind bei „Let’s Go“ schließlich alle Tasten (A, B, X, Y) der rechten Joy-Con Seite notwendig. Da der Controller jedoch nur 2 Tasten besitzt (den Analog-Stick sowie die obere Taste), fällt die Navigation im verschachtelten Menü, wenn man bspw. die Attacken seiner Pokémon ordnen will, vor allem bei der Benutzung der Taste Y schwerer.
Dennoch bietet der Pokéball durch seine angenehme Haptik und das tolle Feedback durch die Soundeffekte und die Vibrationsfunktion, sowie den Leuchtring, ein immersiveres Spielerlebnis. Wirklich gemütlich war die Benutzung für mich jedoch nur im Konsolen-Modus. Im Handheld-Modus war mir die Bedienung durch eine wegfallende Hand auf Dauer zu anstrengend.



Was ich kritisieren möchte ist das angesprochene Mew, was sich in digitaler Form, im Pokéball befindet. Dies ist nur durch den Kauf des Pokéball-Plus-Controllers zu bekommen, denn fangbar ist es nicht.
Wenn man also das Ziel hat, seinen Pokédex ohne fremde Hilfe zu vervollständigen, wird man fast schon genötigt, den Controller zu kaufen. Nicht wenige Spieler taten dies sicher auch.
Für mich gleicht das Pay-To-Win und ist eine clevere aber vor allem unappetitliche herangehensweise von Nintendo.

Auf „Pokémon Go“ Tauglichkeit haben wir den Controller übrigens nicht getestet.

Spielzeit – Wiederspielwert durch Meistertrainer?

Neu hinzu gekommen sind die sogenannten Meistertrainer, die man nach Story-Abschluss freischaltet. Für jedes einzelne Pokémon im Spiel, gibt es einen Meistertrainer. Diese sind überall in der Spielwelt verteilt. Die Aufgabe des Spielers besteht darin – so die Theorie – ohne den Einsatz von Items, gegen diese Trainer zu gewinnen. Der Haken: Beide Trainer setzen das gleiche Pokémon ein und das gegnerische Pokémon, ist stets von hohem Level – wie z.B. Level 60.
Stellt euch also vor, ihr steht dem Meistertrainer der Taubsi gegenüber – ja der Taubsi. Das bedeutet wiederum, ihr benötigt ein gleich starkes Taubsi auf etwa Level 60, um überhaupt eine Chance zu haben.
Wenn ihr also alle Meistertrainer besiegen wollt, müsst ihr jedes der über 150 Pokémon im Spiel, auf ein derart hohes Level trainieren.
Für mich persönlich mehr als eine Fleißaufgabe, nämlich absoluter Spielzeitstrecker. Mir macht es keinen Spaß x-beliebige Pokémon auf Level 60 zu bringen und das bei über 150 Pokémon zu wiederholen. Insofern sehe ich diese Erneuerung als für mich irrelevant an. Wer Spaß daran hat, kann natürlich gerne seine Zeit dafür investieren.


[9]


Ausgenommen der Meister-Trainer, kann man mit „Let’s Go“ gut und gerne 40 Stunden Spielzeit aufwärts verbringen. Je nach Spielstil ist man tendenziell schneller durch als früher, da man wilden Pokémon bei Bedarf endlich aus dem Weg gehen kann. Dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Zukunftsweisende Veränderungen

Ein Grund warum uns „Let’s Go“ in unserem Test besonders gut gefallen hat ist auch zugleich, hoffentlich eine Zukunftsweisende Veränderung für das nächste Pokémon-Spiel auf der Switch.
Wo ihr früher noch blind durchs Gras gestapft seid und von immer wiederkehrenden Taubsi, Rattfratz, Raupi und Co. geplagt wurdet, seht ihr ENDLICH die Pokémon ohne Umwege und direkt in der Spielwelt!
Diese Optimierung führt zu einem völlig neuen Spielerlebnis.
Es sieht einfach super aus, wenn die fein gestalteten Pokémon, direkt in der freien Umgebung herum hüpfen. Ganz grundlegend erstrahlt die Spielwelt dadurch natürlich in völlig neuem Glanz und wird durch die frei laufenden Pokémon richtig zum Leben erweckt.
Darüber hinaus bringt die Erneuerung auch einen offensichtlichen Vorteil.
Ihr könnt nun unliebsamen Pokémon aus dem Weg gehen, wenn ihr diese z.B. schon gefangen habt oder einfach kein Interesse an dem Taschenmonster habt. Außerdem sind Shinys sofort zu erkennen.
Dies ist ein Novum in der Pokémon-Hauptreihe und spart viel Zeit und Nerven.


[10]


Nur Lob oder auch Kritik?

Mir ist bei „Let’s Go“ nur ein einziger Kritikpunkt aufgefallen. Ein zugegeben eher kleiner. Dennoch einer, der meine anfängliche Wahrnehmung des perfekten Spiels, auf ein herausragendes Spiel abwertete.
Die Allgegenwärtigkeit der Starter-Pokémon Pikachu und Evoli.
Selbst wenn ihr euer Starter-Pokémon aus dem Team werft, begleitet es euch weiter auf Schritt und Tritt. Sie sind die einzige Option die angesprochenen Terrain-Attacken/Spezial-Techniken durchzuführen. In einigen Sequenzen, sind sie sogar in die Story des Spiels eingebunden und ihr steuert sie.
Für Spieler die ihr Starter-Pokémon bis zuletzt in ihrer Top 6 behalten, mag das cool umgesetzt sein. Wenn man sich jedoch dagegen entscheidet, fühlt es sich einfach komisch an, einem nicht benutzten Pokémon, so viel Platz im Spiel einzuräumen.


[11]


Casual oder Core Game? – Für wen ist „Pokémon: Let’s Go!“

Die Pokémon-Spiele gelten seit jeher als einfach zugängliche Spiele für junge Spieler, die jedoch durch vertiefende Rollenspielelemente auch besonders viele Erwachsene Spieler begeistern können.

Im Grunde war Pokémon also schon immer für alle Videospielfreunde offen und geeignet.

Die große aber zugleich einfach zu beantwortende Frage ist – ändert sich das durch „Pokémon: Let’s Go!“?

Hier antworte ich mit einem klaren NEIN!

Durch die angesprochenen Änderungen, wird das Spielerlebnis zwar insgesamt zugänglicher für Neueinsteiger und Gelegenheitsspieler, behält dennoch durch die angesprochenen Elemente seine Spieltiefe und damit alles, was Erwachsene Fans der Reihe schon immer fasziniert hat.

Pokémon ist für Erwachsene, für Kinder oder auch einfach für die ganze Familie. Pokémon prägte eine ganze Generation und auch, wenn es schon damals in Lied 6 des Pokémon Anime Soundtracks hieß „Alles wird sich ändern“, bleibt eins bestehen. Die Faszination von groß und klein, für diese außergewöhnliche Videospielreihe.

Symbolisch male ich also ein großes Herz in die Luft und beende meinen Test mit dem Fazit – alles wird sich ändern – doch man ist NIE zu alt für Pokémon!

Hier geht’s zum Lied: „Alles wird sich ändern“ des Pokémon Anime Soundtracks.


[12]

   Weitere Wertungen


Lissa meint →  Herausragend

„Endlich wieder ein neues Pokemon Spiel. Ein Spiel, welches ich mir schon immer als Kind gewünscht hatte.

Ein Pokemon Spiel für die neueste Nintendo Konsole. Anfangs war ich noch skeptisch, doch ich wurde eines Besseren belehrt.

Das Spiel hat mir so sehr gefallen, dass ich mir sogar vorstellen könnte, erneut den Pokemon-Controller in die Hand zu nehmen und mich auf mein Abenteuer zu begeben. Gut gemacht Nintendo!“   (19.04.2019)


Quellen
[1] Tom Salazar, https://www.youtube.com/watch?v=WMkTL2t03nQ

[2] https://www.usgamer.net/articles/the-craziest-and-cutest-pokemon-rides-in-pokemon-lets-go

[3] https://www.kgun9.com/entertainment/game-review-pokemon-lets-go-pikachu

[4] http://ludotech.blog.rainews.it/2018/12/pokemon-lets-go-generazioni-a-confronto/

[5] https://www.eurogamer.de/articles/2018-11-20-pokemon-lets-go-fliegen-surfer-zerschneider-staerke-und-blitz-freischalten-geheime-techniken

[6] https://pokefans.net/spiele/pokemon-lets-go/dv-richter

[7] https://mein-mmo.de/pokemon-go-pokeball-plus/

[9] https://pokefans.net/news/meistertrainer-trailer/7022

[10] https://gamerant.com/pokemon-lets-go-shiny-find/

[11] https://www.gamespot.com/articles/pokemon-lets-go-pikachu-eevee-buying-guide-nintend/1100-6459292/

[12] https://me.me/i/90s-kids-didnt-grow-up-gadventur-es-we-evolved-exactly-15951169

„Mario Tennis Aces“ (2018)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Schlagt euch die Bälle um die Ohren!
Mit Mario Tennis Aces erscheint der 8. Teil der Mario-Tennis-Reihe, dieses mal auf der Erfolgskonsole Nintendo Switch.
Welche Neuerungen sich Entwicklerstudio Camelot ausgedacht hat und mit welchen Schlägen Mario Tennis Aces punkten kann, erfahrt ihr in unserem Test auf derofa.de.

Genre: Sport

Autor: Lissa

Testplattform: Nintendo Switch

Verfasst am: 31.12.2018

Wertung:   


Spiel, Satz und Sieg!

Schlüpft wieder in die Rolle von Mario, Luigi, Toad, Donkey Kong und vieler weiterer Nintendo Charaktere. Doch dieses mal geht es nicht darum von Level zu Level zu springen und Bowser zu besiegen. Nein – holt eure Tennisschläger raus, es geht auf den Tennisplatz!

In Mario Tennis Aces, dem neuesten Mario-Tennis-Ableger, geht es wieder darum, actionreiche Tennismatches zu bestreiten.
Welche Neuerungen es in diesem Teil gibt und wieso es für mich definitiv punktet, erzähle ich euch in meinem Review.

Die Spielereihe

Mario Tennis gibt es bereits seit mehreren Jahren. Daher möchte ich euch einen kleinen Überblick verschaffen, welche Spiele die Reihe bereits hergibt.

1995:
Alles begann mit einer Maske. Das erste Spiel der Reihe machte Mario’s Tennis für den Virtual Boy. Dieses Spiel ist jedoch nur in Japan und den USA veröffentlicht worden.
Doch was ist eigentlich ein Virtual Boy? Der Virtual Boy ist eine Videospielkonsole von Nintendo und wurde 1995 in Japan und den USA veröffentlicht. Diese Spielekonsole sieht aus wie eine Tauchmaske. Die Maske setzt man sich auf den Kopf und schaut durch die Brille hindurch. Das Modell erinnert stark an die heutigen Virtual Reality Brillen.


[1]

2000:
Als Nachfolger veröffentlichte Nintendo im Jahre 2000 auf der N64 das Spiel Mario Tennis. Die Spielereihe begann sich weiterzuentwickeln. Nun gab es noch mehr spielbare Charaktere die man auf den Tennisplatz bringen konnte.

2001:
Ebenfalls unter dem Namen Mario Tennis folgte 2001 dann das nächste Spiel auf dem GameBoy Color. Es war das erste Spiel welches sich sehr von den Vorgängern unterschied, denn es besaß zum ersten mal RPG-Elemente. Diese waren bisher in keinem Mario-Tennis-Spiel zu sehen.

2005:
Es vergingen einige Jahre bis ein neuer Teil der Spielereihe auf den Markt kam. 4 Jahre später wurde das nächste Spiel veröffentlicht, welches mehrere Versionen erhielt. Mario Power Tennis erschien zuerst auf dem Nintendo GameCube. Daraufhin im selben Jahr kam eine Adaption des Spieles für den GameBoy Advance heraus und auch auf der Wii wurde das selbe Spiel nochmals veröffentlicht und leicht verbessert.

2011:
Mein erstes Mario Tennis war der Ableger vom Nintendo 3DS Mario Tennis Open und ist 2011 erschienen.
Für mich ein sehr gelungenes Spiel, denn es machte Spaß Mario Tennis auf einem Handheld zu spielen. Deshalb habe ich mich auch umso mehr auf Mario Tennis Aces auf der Switch gefreut.

2015:
Bisher hatte fast jede Nintendo Konsole ein Mario-Tennis-Spiel. Hierzu gehört auch die Wii U, die natürlich nicht mit dem 2015 erschienen Mario Tennis: Ultra Smash fehlen darf.
Wenn das nicht eine sehr gelungene Spielereihe ist.

2018:
Nun war es soweit, am 22. Juni 2018 erschien der 8. Mario-Tennis-Teil mit Mario Tennis Aces für die Nintendo Switch.


[2]

Packendes Tennis-Gameplay

Wie flüssig die Spielmechanik ist, wenn Mario den Ball schlägt bemerkt der Spieler nach dem ersten Anspielen. Ob Topspin, Lob, Slice oder Dropshot, jeder Schlag geht flott von der Hand, was dem Spieler ein Gefühl von Stärke verleiht. Dieses Gefühl wird umso mehr von den sogenannten Power-Schlägen untermalt. Neu ist hier ein Energiebalken. Wenn dieser Balken blau leuchtet, ist es dem Spieler möglich, einen Spezialschlag zu verwenden, der bei jedem Charakter unterschiedlich ist.

Jeder Charakter hat seinen individuellen Spezialschlag bei dem ein Super-Angriffs- oder Super-Verteidigungsschlag verwendet werden kann. Zuguterletzt gibt es auch noch einen Schlag, mit dem ihr euren Angriff in Zeitlupe ausführen könnt. Benutzt ihr diesen jedoch zu oft, geht nicht nur eurem Energiebalken schnell die Puste aus.

Es macht einfach Spaß hin und her zu rennen um den Ball zu schlagen, besonders dann, wenn man mit einem Charakter wie Bowser Jr. spielt. Der kleine freche Charakter mit seinem grünen Panzer, hat besondere Fähigkeiten und mogelt nicht nur bei seinem Schläger. Auch deshalb wurde im Netz die Übermacht des Frechdachses kritisiert.


[3]

Einsteigerfreundlich

Für Neulinge ist das Spiel ebenfalls gut geeignet, denn mit dem „Trickshot“ hat man die Möglichkeit, durch eine schnelle Bewegung, dann doch noch den Ball auf der anderen Seite des Spielefeldes zu erreichen. Auch loben kann man die Tatsache, dass man nicht unbedingt die Vorgänger-Spiele gespielt haben muss. Die Steuerung ist schnell erlernbar, der Schläger ist schnell geschlagen und die Charaktere sind schnell gesteuert. Alles kann man in kürzester Zeit erlernen.

Da das Gameplay leicht und flüssig läuft, macht jedes Match einen großen Spaß. Durch die Joy-Cons ist es möglich, die Motion-Steuerung zu benutzen und den Controller als richtigen Schläger zu verwenden (Real Modus). Das ist etwas schwer umzusetzen, macht dennoch einen riesen Spaß, motiviert den Schläger nicht aus den Händen zu legen und sein eigener Trainer zu werden. Ich persönlich habe mich dann doch für die reguläre Steuerung mit einem Pro Controller entschieden.

Man sollte jedoch die Schwierigkeit nicht unterschätzen. Gerade bei den Gegnern auf höchster Schwierigkeitsstufe, gab es die ein oder andere Wiederholung für mich, um am Ende dann doch noch den Sieg davon zu tragen.


[4]

Der neue Spielmodus

Als Besonderheit gilt bei Mario Tennis Aces jedoch der neue Storymodus, den sogenannten „Abenteuermodus“.
Diesen gab es bisher in noch keinem Mario-Tennis-Game. Der Spieler beginnt im Abenteuermodus eine neue Geschichte und startet sofort mit dem Nintendo-Helden Mario in die Spielwelt. Eine Karte zeigt verschiedene Gebiete, auf denen die Herausforderungen zu meistern sind. Die Schwierigkeit und den Charakter kann man hier jedoch nicht einstellen oder wechseln.

Die Geschichte des Abenteuermodus ist jedoch wie bei den meisten Mario Spielen recht schlicht und simpel gehalten. Es ist alles nichts neues was die Geschichte betrifft. Dennoch hat es mich nicht gelangweilt. Als Mario durchquert man Level um Level und trifft immer mal wieder auf einen Zwischenboss, bis man am Ende seinem Ziel näher kommt und sich dem Endboss stellt.

Als Spieler wird man aber während der gesamten 4-5 Spielstunden (mehr gibt der neue Spielmodus nämlich nicht her) doch immer wieder motiviert, weitere Matches auf dem Tennisplatz zu spielen. Nach jedem Sieg bekommt Mario sogenannte Erfahrungspunkte, genau wie bei einem Rollenspiel.

Deshalb hat uns der Abenteuermodus auch so sehr gefallen, da man seinen Helden nun auch noch „leveln“ kann.


[5]

Dennoch ein Augenschmaus

Dies ist zwar nicht so ausgeprägt wie bei bekannten Rollenspielen, aber für ein Mario Tennis allemal ausreichend! Nach jedem Bonuslevel steht dem Spieler dann auch noch eine kleine Überraschung zu. Ein Augenschmaus für jeden Tennisliebhaber.

Um nicht alles vorwegzunehmen, lasse ich euch die Überraschung offen, was ihr alles mit dem Nintendo-Helden erreichen könnt.
Zugegeben, 4-5 Stunden Spielzeit sind nicht wirklich viel, aber mehr kann man auch nicht erwarten, da es sich hier um ein Tennisspiel handelt.

Nintendos Idee, diesen neuen Modus ins Spiel zu bringen hat mir sehr gut gefallen und sollte auch bei weiteren Mario-Tennis-Spielen auf gar keinen Fall mehr fehlen!

Neben der Neuerung mit dem Abenteuermodus, bietet Mario Tennis Aces noch einen Turniermodus, in dem ihr ein ganz normales Turnier a la Mario Kart spielen könnt. Das heißt es gibt drei Turniere, die man mit den Mario Kart Turnieren 50ccm, 100ccm und 150ccm vergleichen kann. Sprich, es gibt verschiedene Schwierigkeitsmodi und als Sieg bekommt der Spieler einen Siegerpokal.

Die unterschiedlichen Turniere sind noch mal nach Schwierigkeit unterteilt und haben es auf höchster Schwierigkeit manchmal dann doch in sich.

Wenn ihr all die Modi durch habt, bietet euch noch ein Online-Modus die Möglichkeit, Turniere gegen reale Gegner bestreiten zu können. Hierdurch könnt ihr weitere Charaktere freischalten.

Sport mit Nintendo-Helden

Spielbar sind über 15 Nintendo-Charaktere. Neu hierbei sind der Kettenhund, Spike und der Blooper. Diese sind noch nie in einem Mario-Tennis-Game spielbar gewesen.

Jeder Charakter hat wie schon erwähnt individuelle Fähigkeiten.
Es wird unterschieden zwischen dem Spielstil „Vielseitig“, „Schnell“, „Kraftvoll“, „Defensiv“, „Trickreich“ oder „Präzise“.


[6]

Unterschiedliche Stärken und Schwächen

Unser Nintendo-Held Mario hat bspw. einen vielseitigen Spielstil und ist sehr ausgewogen. Perfekt für jeden Einsteiger.
Vor einem Match solltet ihr euch trotzdem genau überlegen, welcher Stil für euch von Vorteil sein kann und jeden Stil einmal getestet haben, um so euren Favoriten auswählen zu können.

Wenn ihr bspw. gegen Bowser spielt, könnt ihr euch überlegen mit Schnelligkeit zu trumpfen, denn Bowser gehört zu den langsameren Spielern, der die Trägheit jedoch mit Stärke ausgleicht.

Liebevolle Grafik und toller Soundtrack

Der Soundtrack wurde wieder sehr passend von Nintendo gewählt und verstärkt das Mario-Feeling enorm. Aber auch jede Menge Soundeffekte kommen bei dem Game zum Vorschein.

Auch kleine Details sind Nintendo nicht egal, denn wenn ihr in die verschiedenen Gebiete kommt, wurden die Umgebungsgeräusche angepasst.
Selbst die Hintergrundmusik auf der Weltkarte ist extra so gewählt worden, dass sie euch noch mehr in den Tennis-Bann zieht.

Während eines Tennismatches sind die Schlag- sowie Soundeffekte der Zuschauer passend und realistisch. Der kleine Toad als Moderator in seinem Anzug, macht sich auch perfekt in seiner Rolle.

Grafisch gesehen ist das Spiel sehr gut und für Nintendo Switch genau das Richtige. Ob am TV oder im Handheld-Modus, alles ist sehr detailreich gestaltet und erinnert stark an typische Mario-Spiele. Farbenfrohe Details in denen Pflanzen und Koopas sich in der Umgebung aufhalten, sind nur das Sahnehäubchen auf der Torte.


[7]

Fazit

Mario Tennis Aces hat mich in allen Punkten überzeugt. Die Grafik ist sehr detailverliebt wie bei Nintendo gewohnt. Das Gameplay wirkt sehr gut überarbeitet sowie flüssig, und die Musik hat wie immer Ohrwurmcharakter.

Ob auf leicht oder schwer, als Spieler kommt man auf jeden Fall auf seine Kosten. Wer bisher noch nie einen Mario-Tennis-Teil kennengelernt hat, sollte bei Mario Tennis Aces zuschlagen und so in den Genuss kommen, mit unseren liebsten Nintendo-Charakteren, rasante und actionreiche Tennismatches zu spielen.

Tennisliebhaber können ebenfalls beruhigt in die Nintendo-Welt eintauchen und sich durch die verspielte, bunte „Tennis-Art“ überraschen lassen.
Für ein gutes Tennismatch sollte hier jeder zu haben sein!


Quellen
[1] https://www.wheelsandchips.com/2015/06/29/nintendo-virtual-boy/

[2] https://www.polygon.com/2018/6/20/17476846/mario-tennis-aces-review-nintendo-switch

[3] https://kotaku.com/bowsers-terrible-son-is-ruining-mario-tennis-aces-1827371666

[4] https://www.japaniac.de/review-zu-mario-tennis-aces-nintendo-switch/

[5] https://www.tonight.de/news/games-tests/mario-tennis-aces-im-test-fuer-die-nintendo-switch.996685

[6] https://miketendo64.com/2018/07/18/patch-notes-mario-tennis-aces-version-1-1-2/

[7] https://www.shacknews.com/article/105745/unlockable-characters-and-full-roster-in-mario-tennis-aces

 

„Uncharted: The Lost Legacy“ (2017)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Uncharted: The Lost Legacy ist der nun sechste Teil der erfolgreichen Action-Adventure Reihe, welche seit 2007 exklusiv für Sonys Playstation erscheint. Das Spin-off kommt zum ersten Mal ohne den Hauptprotagonisten Nathan Drake aus und war zuerst als DLC, zu dem im Jahr 2016 erschienenen Uncharted 4: A Thief’s End geplant. Wohl auch wegen dem großen Umfang und der hervorragenden Qualität, entschied sich Entwicklerstudio Naughty Dog, das Spiel als Stand-Alone Erweiterung zu veröffentlichen. Wie der Ableger im Test abschneidet, erfahrt ihr im Review auf derofa.de

Genre: Action-Adventure, Third-Person-Shooter

Autor: Steevo

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 13.10.2018

Wertung:  


Der bekannte Tomb Raider Vergleich

Anfangs hat es mich wirklich sehr stark an Tomb Raider erinnert, da man diesmal nicht mit Nathan Drake spielt, sondern mit Chloe Frazer, die eigentlich jedem Uncharted Fan von Teil 2 & 3 der Reihe bekannt sein sollte.

Rätsel lösen, die bösen Buben ausschalten, einen Schatz finden, während man in vergessenen Orten agiert und erstaunliche Landschaften genießt.
Dies trifft auf beide Spiele so ziemlich genau zu.
Doch die Geschichte und Spielmechanik sind im typischen Uncharted-Stil.



Offenere Spielwelt seit Uncharted 4

Anfangs gibt es ein offeneres Areal, wie man es schon von Uncharted 4 kennt, welches man zu Fuß oder mit dem Jeep frei erkunden kann. Egal auf welche Weise man durch das Areal forscht, es beeindruckt einen sehr, wenn man durch die Landschaft schlendert und die tolle Atmosphäre genießt. Wenn man nicht gerade dem Gegner den Helm von der Birne schießt.

Während man in der offenen Welt alles erkundet, gibt es natürlich wieder einiges zu entdecken, wie in der Uncharted-Reihe zuvor auch. Hier ein Schatz, dort eine goldene Waffe oder andere interessante Artefakte.



Die 2 Damen

Mit von der Partie ist Nadine Ross die einen ständig begleitet. Und wie es so ist zwischen zwei Frauen, gibt es hier und da mal eine Auseinandersetzung, die man leider nicht umgehen kann.
Für den einen nervig, für den anderen vielleicht ganz amüsant, doch das legt sich zum Glück im Verlauf des Spiels.

Im späteren Spiel werden die Level dann wieder linearer, so wie man es gewohnt ist. Es gibt immer noch hier und da Ecken, die vom eigentlichen Weg abführen aber am Ende gibt es nur einen Weg zum Ziel.



Fazit

Ein Muss für jeden der Actionspiele mit atemberaubenden Landschaften mag oder gerne hier und da mal ein Rätsel löst, während man in einer düsteren Höhle unterwegs ist.


 

„Bayonetta“ (2009)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Spielenswert

Bayonetta hat seit der Erstveröffentlichung 2009 schon fast 10 Jahre auf dem Buckel. Das Schnetzelspiel gilt auch heute noch als der feuchte Traum jedes Hack & Slay Liebhabers. Der sehnsüchtig erwartete Nachfolger Bayonetta 2 erschien 2014 exklusiv für Nintendos Wii U. Derzeit portieren die Japaner fleißig alle möglichen Titel für ihre aktuelle Hybrid-Konsole. Was liegt also näher als eine HD-Neuauflage der beiden Spiele für die Nintendo Switch?

Genre: Hack & Slay

Autor: Steevo

Testplattform: Nintendo Switch

Verfasst am: 20.09.2018

Wertung:  


Eine Hexe auf der Suche nach ihrer Geschichte

Bayonetta kam ursprünglich für die Xbox 360 und die PlayStation 3 im Jahr 2009 auf den Markt.
Nachdem sich allerdings Nintendo 2014 die Exklusivrechte für Bayonetta 2 ergattert hatte, welches es nur für Wii U gab, hat Nintendo sich entschieden, Teil 1-2 auf die Switch zu portieren.

In letzter Zeit sieht man nicht selten ein Spiel auf der neuen Konsolengeneration, dass es damals auf alten Konsolen gab. Manche sagen es ist reine Geldmacherei aber für Leute wie mich ist es in dem Fall ein Segen, da ich das Spiel nie gespielt hatte.

Sobald man das Spiel startet, beginnt schon der Spaß. Es wird im klassischen Hack & Slay Stil gemetzelt, bis alles vernichtet ist was einem in die Quere kommt.



Story, Sammelobjekte und Kampfsystem

Stück für Stück bekommt man die Geschichte erklärt. Hexe Bayonetta kann sich nicht erinnern was passiert ist und versucht sich daran zu erinnern was in der Vergangenheit geschehen ist.

Während man sich durch die Gegner schlägt, gibt es auch Sammelobjekte, z.B. Münzen, um sich Heilmittel oder Hilfsmittel für den Kampf kaufen zu können. Oder Teile von Schallplatten die komplettiert werden müssen, um neue Waffen freizuschalten.

Beim Kampfsystem ist es einem selbst überlassen wie man kämpfen möchte. Ich habe gemerkt, es ist egal ob man wie ein wilder auf die Tasten haut oder coole Combos macht, am Ende besiegt man die Gegner mit beiden Techniken. Natürlich sehen die Combos besser aus aber für manch einen ist es vielleicht zu viel, sich etliche Kombinationen zu merken.



Technisch nicht auf höchstem Niveau

Was mir während meines Durchgangs leider nicht so gefallen hat, sind die sehr linearen Level und dass es hier und da unsichtbare Wände gibt. Zur damaligen Zeit nicht so schlimm, es war nicht selten, dass es unsichtbare Wände in den Spielen gab. Ein weiterer Nachteil von einem Remake, wenn man die Spiele erst zur heutigen Zeit das erste Mal spielt. Allerdings kein Beinbruch, man kann darüber hinwegsehen.

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Wer gerne Gegner zerhackt und zwischendurch einen dicken Boss niederhauen möchte, für den ist Bayonetta genau das Richtige.


 

„BioShock Infinite“ (2013)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Spielenswert

Wo sich die Spieler in den Vorgängern durch Unterwasserwelten kämpften, geht es diesmal in luftige Höhen hinaus.
Im dritten Teil der BioShock-Reihe verschlägt es den Protagonisten Booker in die schwebende Stadt Columbia.
Was den Ego-Shooter auszeichnet und für wen er geeignet ist, erfahrt ihr im Review.

Genre: First-Person-Shooter

Autor: Steevo

Testplattform: PC

Verfasst am: 21.07.2018

Wertung:  


Mein Einstieg in die Serie

Ich muss zugeben, dass ich vor BioShock Infinite nie einen anderen BioShock Teil gespielt habe. Es war also mein erstes mal, dass ich in die BioShock Welt getreten bin.
Zum Glück ist es auch nicht zwingend notwendig meiner Meinung nach, ob man mit Teil 1 oder Infinite anfängt, da dieser Teil nicht in der gleichen Welt spielt, wie die anderen Teile.
Mit dem zweiten Teil sollte man natürlich nicht beginnen, da dieser mit Teil 1 zusammenhängt.

Vielleicht war es sogar besser mit diesem Teil anzufangen, da die ersten beiden Teile die Leute so fasziniert und gefesselt haben, dass echte Fans mit dem 3. Teil anfangs eher unzufrieden waren, weil es eben nicht das ist, was es mal war.
Man kennt es ja von anderen großen Titeln, die irgendwann von dem gewohnten abweichen und die Menge anfangs etwas enttäuscht ist.

Die schwebende Stadt Columbia



Nun aber eine Kleinigkeit zu dem Spiel.
In Infinite befindet man sich in der schwebenden Stadt Columbia, also das komplette Gegenteil zu Teil 1 und 2, bei der man sich in einer Unterwasserwelt befindet.

Während man den Protagonisten Booker steuert und sich durch die Gegner kämpft, ist die Stadt gespalten durch einen Bürgerkrieg.
Der starke Gottesglaube wie in den Teilen zuvor ist wieder vertreten, allerdings kommt jetzt noch eine Prise Rassismus hinzu, die ein Teil der Bewohner von Columbia zu spüren bekommt.

Man hat die meiste Zeit viel Bewegungsfreiheit aber im Endeffekt sind die Level linear gestaltet. Für mich ist das aber die perfekte Mischung.
Man kann die Ecken der Level erkunden aber verlaufen kann man sich nicht.
Bei den Gegnern gibt es natürlich auch verschiedene Typen, auf die ich aber nicht eingehe, da ich nichts Spoilern möchte.



Auch für Quereinsteiger geeignet

BioShock Infinite ist für jeden Quereinsteiger in die Bioshock Reihe eine Empfehlung wert.

Die Spielzeit von ca. 10 Stunden ist auch perfekt. Es zieht sich nicht in die Länge, ist aber auch nicht so kurz, dass man sagt es fehlt etwas.


 

„Metal Slug Anthology“ (2006)

  • 4.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 4.5/10
4.5/10

Uninteressant

Zuerst für Nintendos Wii, später für PSP, Playstation 2 und etwa 10 Jahre später für Playstation 3 und 4.
Es gibt kaum eine Plattform auf die es die Metal Slug Anthology nicht geschafft hat. Grund genug für unseren Autor, dem Titel eine Chance zu geben.

Genre: Shoot ’em up, Arcade, Side-Scroller

Autor: Jayes

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 28.03.2017

Wertung:  


Spielhallenklassiker mit Daseinsberechtigung

Die Metal-Slug-Reihe hat als kleiner Spielhallenklassiker im Arcade-Gewandt sicher seine Daseinsberechtigung. Schön für Fans, dass mit der Anthology Edition bereits 2006, ein Komplettpaket mit allen Teilen erschienen ist.

Im Run & Gun Stil hüpfen und ballern wir uns durch allerlei militärisches Zeugs. Ob Panzer, Helikopter, Flugzeuge oder noch größere Blecheimer – alles kein Problem. Schließlich sind wir wütend, bis an die Zähne bewaffnet und längst dem Highscore-Rausch verfallen.



Hoher Schwierigkeitsgrad

Wie bei alten Spielen (Erstveröffentlichung 1996) im Genre üblich, hat es der Schwierigkeitsgrad in sich. Das führt dazu, dass man als Neuling schnell an seine Grenzen stößt.
Spielhallen-Veteranen können darüber nur lachen und fühlen sich sicher gleich wie in ihrem Element.
Ungeübten Metal-Slug-Spielern und Neueinsteigern, die es nicht gewöhnt sind an Highscores der Marke „nicht von dieser Welt“ zu knabbern, kann die stupide Ballerei mit der Zeit jedoch deutlich auf die Nerven gehen.
Schnell verliert man den Überblick über das Spielgeschehen, wenn Pixelbrei den Bildschirm dominiert.



Nur für eingefleischte Fans

Deshalb ist der Titel wirklich nur treuen Metal-Slug-Fans zu empfehlen, die in Erinnerungen schwelgen möchten. Für diese ist die Anthology Collection nämlich genau das Richtige. Alle anderen werden wohl aufgrund der schweren Zugänglichkeit und des hohen Schwierigkeitsgrades nicht glücklich damit.


   Weitere Wertungen


Lissa meint →       Geht so

„Ein Spiel aus meiner Kindheit. Früher noch unterhaltsam, heute eher gewöhnlich und nichts besonderes. Für mich bietet „Metal Slug“ keinen Wiederspielwert.“   (19.04.2019)