Archiv der Kategorie: Abenteuer

The Witcher (2019 – …)

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    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Mit „The Witcher“ läutete Netflix im Jahr 2019 den Start einer neuen Serienadaption rund um Geralt von Riva ein.

Bücherwürmern und Videospielern ist der mutierte Hexer bereits bestens bekannt. Die Netflix-Serie will sich zwar an der Buchvorlage orientieren, doch steckt nicht vielleicht auch etwas Videospiel in der Produktion?

Was die einzelnen Staffeln bisher zu bieten haben, verraten wir euch übersichtlich in unseren Kritiken zu „The Witcher“.

Genre: Fantasy, Action, Abenteuer

Originaltitel: The Witcher

Produktionsland: USA, Polen

Produktionsfirma: Netflix | Sean Daniel Company, Stillking Films, Platige Image, One of Us, Cinesite

Showrunner: Lauren Schmidt Hissrich

Regie: Alik Sakharov, Alex Garcia Lopez, Charlotte Brändström, Marc Jobst, Stephen Surjik, Sarah O’Gorman, Ed Bazalgette, Louise Hooper

Drehbuch: Lauren Schmidt Hissrich, Jenny Klein, Beau DeMayo, Declan de Barra, Sneha Koorse, Haily Hall, Mike Ostrowski, Clare Higgins, Sneha Koorse, Matthew D’Ambrosio

Produktion: Sean Daniel, Jason Brown, Tomasz Bagiński, Jarosław Sawko, Lauren Schmidt Hissrich, Alik Sakharov

Musik: Sonya Belousova, Giona Ostinelli (Staffel 01) | Joseph Trapanese (Staffel 02)

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2019), Staffel 02 (8 Episoden) (2021), Staffel 03 (angekündigt)[1]

Länge: ca. 47-67 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 16 (lt. Netflix) (Stand: 08.02.2022)

Veröffentlichung: Staffel 01 (20.12.2019), Staffel 02 (17.12.2021), Staffel 03 (angekündigt)

Universum: The Witcher

Nachfolger: The Witcher: Nightmare of the Wolf (Prequel, Animationsfilm) (2021), The Witcher: Blood Origin (Prequel, Realserie) (2022)

Ähnliche Titel: The Mandalorian (2019 – …), Cowboy Bebop (2021)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Witcher_(TV_series) | https://de.wikipedia.org/wiki/The_Witcher_(Fernsehserie)#Episodenliste

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Lesezeit Beschreibung: ca. 1 Minute

Beschreibung – Hexer in Serie

Mit “The Witcher” veröffentlichte Netflix im Jahr 2019 eine neue Serien-Adaption rund um den Hexer Geralt von Riva.

Die Serie basiert auf der polnischen Buchreiche des Autors Andrzej Sapkowski, der sogenannten “Geralt-Saga”.

Internationale Bekanntheit und popkulturelle Relevanz erlangten die Geschichten über den “weißen Wolf” insbesondere durch die Videospiel-Interpretationen des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt RED.

Dessen dritter Teil aus dem Jahre 2015 erhielt laut Entwickler mehr als 800 Auszeichnungen, davon ca. 250 für das Spiel des Jahres.[1]

Die neue Netflix-Serie orientiert sich an den Büchern von Sapkowski, setzte jedoch Charaktere und/oder Ereignisse in einen anderen Kontext zur Vorlage.[2] Im Verhältnis zum Videospiel “The Witcher 3: Wild Hunt” (2015), erzählt die Fantasy-Serie eine Vorgeschichte mit einem jüngeren Geralt von Riva.

Die Hauptrolle des Geralt wird vom britischen Schauspieler Henry Cavill verkörpert, der besonders für seine Rolle als Superman in den Comic-Verfilmungen “Man of Steel” (2013) sowie “Batman vs. Superman” (2016) bekannt ist. In weiteren Rollen sind Freya Allan sowie Anya Chalotra zu sehen.

Die erste Staffel umfasst acht Episoden und wurde am 20. Dezember 2019 auf der Streaming-Plattform Netflix veröffentlicht.

Eine zweite Staffel wurde von Netflix am 17. Dezember 2021 veröffentlicht und umfasst erneut acht Episoden.[3] Eine dritte Staffel ist angekündigt, soll wohl aber frühestens 2023 erscheinen.[4]

Review – Staffel 01 (2019)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 29.02.2020

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit der ersten Staffel)


„Der weiße Wolf“

In der Haupthandlung der eigentlichen Geschichte von „The Witcher“ – die in der neuen Serie nur grob angedeutet wird – wurde Geralt von Riva als Kind von seiner Mutter, der Zauberin Visenna, in der alten Festung der Hexer “Kaer Morhen” zurück gelassen. Dort erhielt er durch Mutationen, während der Ausbildung zum Hexer, übernatürliche physische Kräfte und geistige Fähigkeiten.[5]

Hexer werden in der Welt von “The Witcher” als aussätzige, abstoßende und verachtenswerte Geschöpfe betrachtet. Das bekämpfen von Monstern ist jedoch ihre Spezialität und wird deshalb klassischerweise mit Gold vergütet.

Mit seinem Pferd Plötze streift Geralt durch das Land. Durch eine Schicksalhafte Begegnung und der sogenannten “Vorhersehung”, ist er mit einem Kind aus dem Königreich Cintra verbunden. Als das verfeindete Königreich Nilfgaard in Cintra einmarschiert, holt Geralt die Verantwortung aus der Vorhersehung ein und er macht sich auf die Suche nach dem Kind.

Außerdem dreht sich die erste Staffel der Serie um eine Zauberin, die den Fans bereits bestens bekannt sein sollte sowie andere Weggefährten von Geralt. Diese möchten wir an dieser Stelle jedoch nicht verraten.


Schauspieler Henry Cavill als „der weiße Wolf“ in der Netflix Serienadaption

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Gamer-Herzen & Leseratten

Wir behaupten einfach mal: Nur eingefleischte Fantasy-Fans unter den Leseratten kannten die “Geralt-Saga” des polnischen Buchautors Andrzej Sapkowski, bevor das Entwicklerstudio CD Project RED im Jahr 2007 mit ihrer Spielereihe für größere internationle Bekanntheit des Hexers sorgte.

Mit dem dritten Teil “The Witcher 3: Wild Hunt” erreichte das Fantasy-Epos schließlich sogar den Mainstream und war für viele DAS Videospiel des Jahres – wenn nicht sogar das beste Spiel der vergangenen Dekade. Heute gilt es zweifelsohne als Maßstab im Rollenspiel-Genre.

Dass Netflix nun eine neue Serie rund um den wortkargen und abgeklärten Monsterschlächter Geralt in Auftrag gegeben hat, liegt deshalb wohl vor allem am großen Erfolg des Videospiels – auch wenn die Serie offiziell auf der Buchvorlage von Sapkowski basiert.

Die Vermutung liegt nahe, dass sich bei der Umsetzung nicht nur die Bücher, sondern auch die Videospielreihe genauer angeschaut wurde, um die zahlreichen Fans des Monsterjägers nicht zu verprellen.

Geralt von Riva ist jedenfalls ganz bestimmt ein Name der Gamer-Herzen höher schlagen lässt und für eine hohe Erwartungshaltung bei Fans der Bücher und Videospielen gleichermaßen sorgte.


Einige Cover der Buchvorlage die als „Geralt-Saga“ bezeichnet wird

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Quelle: https://fictionhorizon.com/best-order-to-read-the-witcher-books/

Links Monsterschlächter Geralt aus dem Videospiel von CD Projekt RED. Rechts der britische Netflix-Witcher Henry Cavill.

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Quelle: https://unleashthegamer.com/netflix-witcher-games-books/

High-Fantasy

Wer den Stoff von “The Witcher” kennt und bereits Bekanntschaft mit der düsteren und bezaubernden Fantasy-Welt gemacht hat, der fühlt sich sofort heimisch in den Landen, die uns stilistisch geradewegs in eine magische Version des europäischen Mittelalters versetzen. Sowohl in seiner altertümlichen Sprache als auch in seinen Kulissen erinnert die Serie an ähnliche Werke im Genre wie z.B. “Game of Thrones” (2011-2019).

Typisch für das High-Fantasy-Genre ist auch, dass “The Witcher” nicht immer leicht zu verstehen ist und viel Aufmerksamkeit vom Zuschauer erfordert. Unglücklicherweise verstärken die Produzenten diesen schwierigeren Zugang noch, indem sie die Serie teilweise zeitlich durcheinander erzählen. Dabei treffen verschiedene Zeitebenen auch mal innerhalb einer Folge aufeinander und müssen im Kopf erst verknüpft und eingeordnet werden. Dies kann verwirrend sein und manches mal konfus und chaotisch wirken.

Unsere Erwartungen erfüllt die neue Serie um den Hexer trotz dieser schwierigen Verbindung. In einer Kombination seiner Stärken und Bestandteile, weiß der weiße Wolf abzuliefern.

Da wäre als Basis die interessante Geschichte, die trotz oder gerade wegen der mehreren Zeitebenen, gut miteinander verzahnt scheint. Für die Ohren wäre da die überaus stimmige Musik, die zwar nicht ganz an den Soundtrack vom Videospiel “The Witcher 3: Wild Hunt” heran kommt – ganz einfach deshalb:


 

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©CD Projekt RED | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Aber dennoch für einige Gänsehautmomente sorgen kann:

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©Netflix | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Ästhetische, märchenhafte Umgebungen sowie eine Prise Brutalität im Kampfe, sorgen für die visuellen Reize. Abgerundet wird das Konstrukt durch eine ungewöhnliche, bittersüße Liebesgeschichte. All diese Elemente führen zu einer Sogwirkung und laden zum Eintauchen in eine ganz eigene Welt ein.


Der 32-jährige Brite Joe Batey spielt Rittersporn

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Fazit – Ein verheißungsvoller Aufbruch

Nicht wenige Fans machten sich sorgen, ob eine Serie zur “Geralt-Saga” wirklich funktionieren kann. Doch Netflix und die Produzenten beweisen aufgrund hoher Produktionsqualität, dass sie es kann.

Trotz seiner etwas kryptischen Erzählung und zeitlichem Wirrwarr, bietet “The Witcher” in seinen acht Episoden viele spannende TV-Momente. Der auffällig gut gewählte Cast sowie das solide Skript funktionieren als Fundament und ergeben in Kombination mit Musik und visuellen Schauwerten eine ausgezeichnete Serie.

Ein verheißungsvoller Aufbruch also für unseren Hexer Geralt und seine Gefährten. Doch feststellen muss man auch: Staffel eins schafft, ähnlich wie die Star Wars-Serie „The Mandalorian„, nur eine erste Grundlage und wird erst im Verbund mit weiteren Staffeln wirklich zu einer epischen Reise werden können. Der Grundstein ist jedenfalls gelegt und Nachschub bereits für den 17. Dezember 2021 angekündigt.[6] Bleibt zu hoffen, dass “The Witcher” uns weiterhin durch seine Stärken verzaubern und entzücken wird.


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Trailer – Staffel 01

Der offizielle deutsche Trailer zur ersten Staffel von „The Witcher“

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Review – Staffel 02 (2021)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 03.02.2022

Lesezeit: ca. 2 Minuten (Direkt zum Fazit der zweiten Staffel)


Cirilla im Zentrum

Vor etwa zwei Jahren erschien die erste „The Witcher“-Staffel rund um den Monsterschlächter Geralt von Riva. Diese handelte selbstredend vom namensgebenden Hexer. Doch vor allem die Zauberin Yennefer von Vengerberg  (Anya Chalotra), spielte eine wesentliche Rolle und erhielt als detailliert ausformulierter Charakter mit großer Persönlichkeit, ihre Einführung als wichtige Hauptfigur der Serie.

Da ist es nicht verwunderlich, dass die Macher rund um Showrunnerin Lauren Schmidt Hissrich, dieses mal einem nicht weniger wichtigen Charakter aus dem „The Witcher“-Universum die große Bühne geben. Schließlich will das Universum aus den Vorlagen entfaltet und die Geschichte weitergebracht werden. Dieses mal steht alles ganz im Zeichen des Kindes aus der Vorsehung.

Während Geralt die Vater- und Beschützerrolle übernimmt, sucht Ciri nach sich selbst. Nachdem das Mädchen aufgrund des kriegerischen Angriffs von Nilfgaard, aus ihrer Heimat Cintra fliehen musste, sieht sie Anfangs verwirrt, schon bald einem neuen Leben entgegen.


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Mysterypuzzle ohne Zeitsprünge

Als kritikwürdig empfanden wir in Staffel eins vor allem die chaotische Erzählung, bestehend aus mehrere Zeitebenen. Von diesem Ansatz haben sich die Macher rund um Hissrich nun glücklicherweise verabschiedet. Dieses mal werden chronologisch die Geschehnisse rund um Geralt, sein Kind Ciri sowie die politischen Machtfehden und die vom Blut getränkten Schlachtfelder erzählt.

Die Handlung wurde dabei erneut weitesgehend aus den Büchern von Sapkowski entnommen, während im Unterschied zur ersten Staffel jedoch auch neue Handlungsstränge ohne Literaturvorlage verwendet wurden.[7]

Während Ciris Selbstfindungsprozess, Geralts Ambitionen als Beschützer sowie Yennefers Kriegstraumata nicht eh schon Stoff genug bieten würden, erfreuen die Nebenschauplätze ebenfalls mit spannenden Intrigen, rätlselhaften Mysterien und interessanten Charakteren. Dies geht ebenso erneut Hand in Hand mit den bezaubernden Kulissen und Kostümen.

Die zweite Staffel könnte man dabei als eine Art Mischung aus Mysterypuzzle und Hof-Debatten bezeichnen. Als Zuschauer rätseln wir mit, wo die dunklen Mächte ihren Ursprung haben, was Ciri damit zu tun hat und welch neue Fehden sich in den machtumkämpften Landen auftun.


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Fazit – Ein Hexer der sich macht!

Netflix „The Witcher“-Interpretation besticht in seiner Fortsetzung beinahe auf ganzer Linie und stellt eine klare Steigerung zur ersten Staffel dar.

Durch den Wegfall der verschiedenen Zeitebenen in der Erzählweise, fällt es deutlich leichter der Geschichte rund um Geralt, Ciri und Yennefer zu folgen. Trotzdem fehlt dabei in keiner Weise der Tiefgang, denn Wendungen oder auch mysteriöse, übernatürliche Rätsel, die nur wahre Hexer und Zauberer zu lösen vermögen, werden Euch geboten.

Es macht großen Spaß der Geschichte zu lauschen und sich erneut in eine andere Welt voller Magie, Machtspielchen und Altertümlichkeiten entführen zu lassen.

Besonders Ciris Charakter (Freya Allan) bekommt viel Entwicklungszeit zugesprochen und legt so bereits das weitere Fundament für eine dritte Staffel.

Da auch die Action, brachiale Monsterkämpfe und die Nebencharaktere, sowie politische Grabenkämpfe nicht zu kurz kommen, ist die zweite Staffel eine noch bessere Mischung, mit zwar weniger bittersüßer Romanze aber dafür wesentlich befriedigender Erzählweise.

Bleibt zu hoffen, dass dieses hohe Niveau auch für die dritte Staffel beibehalten werden kann. Einen Starttermin gibt es derzeit noch nicht.


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Trailer – Staffel 02

Der offizielle deutsche Trailer zur zweiten Staffel von „The Witcher“

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Was haltet Ihr von Netflix Version des weißen Wolfs? Teilt eure Gedanken zu „The Witcher“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Geralt auch.

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Cowboy Bebop (2021)

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  • 6.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 6.5/10
6.5/10

Ganz gut

„Cowboy Bebop“ von Studio Sunrise gehört zweifelsohne zu den beliebtesten Anime-Serien überhaupt und ist mittlerweile zum Kult avanciert.

Der Space-Western, entwickelt unter der Regie von Shin’ichirō Watanabe („Terror in Tokio„, „Samurai Champloo„), vereint heute noch zahlreiche, nostalgisch zurückblickende Fans.

Aufgrund der großen Beliebtheit von Protagonist Spike Spiegel und der Bebop-Crew, war bereits im Jahre 2009 eine Realverfilmung mit Keanu Reeves in der Hauptrolle geplant, die aufgrund von Budget-Problemen jedoch nie verwirklicht wurde.[1] Einige Jahre später schnappte sich Netflix das Material und verhalf so dem Science-Fiction-Werk doch noch zur Live-Action-Interpretation.

Ob das gut gehen konnte und wie sich „Cowboy Bebop“ als Realserie schlägt, verraten wir in unserer Kritik.

Genre: Science-Fiction, Abenteuer, Action

Originaltitel: Cowboy Bebop

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | Tomorrow Studios, Midnight Radio, Sunrise Inc.

Showrunner: André Nemec

Regie: Alex Garcia Lopez (E01-02, E05, E07, E08), Michael Katleman (E03-04, E06, E09-10)

Drehbuch: Christopher Yost (E01, E03, E10), Sean Cummings (E02-03), Vivian Lee (E04), Liz Sagal (E05), Karl Taro Greenfeld (E06), Alexandra E. Hartman (E07), Javier Grillo-Marxuach (E08), Jennifer Johnson (E09)

Produktion: Marty Adelstein, André Nemec, Jeff Pinkner, Josh Appelbaum, Scott Rosenberg, Becky Clements, Christopher Yost, Yasuo Miyakawa, Masayuki Ozaki, Shin Sasaki, Tim Coddington, Tetsu Fujimura, Michael Katleman, Matthew Weinberg

Musik: Yōko Kanno

Staffeln: Staffel 01 (10 Episoden) (2021)

Länge: ca. 39-51 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 16 (lt. Netflix)

Veröffentlichung: 19. November 2021 (Netflix)

Universum: Cowboy Bebop

Ähnliche Titel: The Mandalorian (2019 – …), The Witcher (2019 – …)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Cowboy_Bebop_(2021_TV_series) | https://www.netflix.com/de/title/80207033te | https://de.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_Nemec | https://de.wikipedia.org/wiki/Cowboy_Bebop_(Fernsehserie)

Wertung:   

Autor: Jannik

Verfasst am: 02.12.2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

In große Fußstapfen

Mit „Cowboy Bebop“ wurde der wahrscheinlich kultigste Anime der späten 90er Jahre als Live-Action-Adaption umgesetzt. Pläne hierfür gab es bereits 2009. Niemand geringeres als die Hollywoodgröße Keanu Reeves sollte in die Hauptrolle von Protagonist Spike Spiegel schlüpfen. Doch der Stand des Projekts war über Jahre lang unklar ehe es schließlich komplett im Sande verlief.[2] Letztendlich schaffte es jedoch Netflix im Jahre 2021 doch noch, den Kopfgeldjäger und die Bebop-Crew ins Realserien-Universum zu entsenden.

Und die Vorzeichen standen durchaus gut. Mit Shin’ichirō Watanabe als Berater[3] und Yōko Kanno’s musikalischer Note machte es den Anschein, als würde das Vermächtnis des Originals respektiert und sich an der Vorlage orientiert. Doch nicht nur das. Hauptdarsteller John Cho (Searching), welcher Spike Spiegel verkörperte, gab in einem Interview zu, zuerst keine Ahnung von der Popularität der Vorlage gehabt zu haben, ehe er sich den Anime in Vorbereitung auf seine Rolle angesehen habe. „Cowboy Bebop“ (1998) sei „eines der einzigartigsten Unterhaltungsprodukte die er je sah“, lautete sein Urteil.[4]

Solche Meldungen schüren den Hype, insbesondere weil wir zumindest mit dieser passenden Besetzung überaus zufrieden waren. Spike Spiegel war tatsächlich zurück!


John Cho in der Hauptrolle des Spike Spiegel

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Handlung – Spikes vergangenes Ich

Der Kopfgeldjäger Spike Spiegel hat eine bewegte Vergangenheit, die jedoch vorerst unter Verschluss bleibt.

Als Spike sich eines Tages mit seinem neuen Partner Jet Black zusammenfindet, kreuzen die beiden Haudegen auf der Suche nach lukrativen Kopfgeldern durch das Universum. Wenig später stößt auch die von einer Amnesie geplagte Faye Valentine hinzu.

Schließlich braut sich ein größerer Konflikt zusammen. Nicht nur weil Spike von seiner Vergangenheit heimgesucht wird, sondern auch, weil sein altes Leben plötzlich zwischen den Freunden steht. Die Partnerschaft wird auf die Probe gestellt.


Die Hauptfiguren Faye, Spike und Jet auf dem Raumschiff namens Bebop

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„tank!“ – Verpackt als Realserie

Da ertönt es wieder, das Jazz-Intro namens „tank!“. Der coole Cowboy und Held zurück im Rampenlicht. Und wenn gezeichneter Rauch aus der realen Zigarette qualmt, weiß man: Die Macher sind sich des Vermächtnisses bewusst.

Mit John Cho überaus passend besetzt, zeigt schon die erste Episode voller Ehrfurcht die Referenzen zum Original. Schusswechsel, flapsige Sprüche, Zerstörung in der Schwerelosigkeit – aber mit Stil – und unterlegt vom unverwechselbaren Sound von Kanno.

„Cowboy Bebop“ als Live Action ist tatsächlich trotzdem erstmal gewöhnungsbedürftig. Wird auf dem Bildschirm gerade eine blasphemisch wilde Kostümparty abgefeiert? Oder aber findet eine dezent stilvolle Umsetzung als Realserie statt? Die Skepsis weicht recht schnell, denn die optische Übertragung in die fiktive Realität gelingt insgesamt durchaus.

Und dennoch: Trotz des eifrigen Kopierens vom Original und des damit stimmigen Stils, will nicht so recht der Esprit, nicht die Mischung aus Coolness und Eleganz des Vorbildes entstehen.

„Cowboy Bebop“ gibt einem manchmal das Gefühl einer leblosen Portierung und ist dabei doch irgendwie charmanter Abklatsch.


Der Vorspann unterlegt vom Titel „tank!“ der Band der Komponistin Yōko Kanno namens „Seatbelts“ in voller Länge

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Keine Sympathieträger

Während zu Beginn die Folgen meist in sich geschlossener sind versucht die Serie gegen Ende ein größeres Konstrukt rund um Spikes früheres Leben, seiner ehemaligen Zugehörigkeit zum Red Dragon Syndikat sowie der Fehde mit damaligen Partner Vicious und der Liebe zu seiner verflossenen Liebe Julia auszubauen. Das klappt gut, will jedoch nicht so recht zum lockeren Start passen.

Die Stimmung als Science-Fiction-Western weiß zwar durchaus zu gefallen, die wirklich gewichtigen sowie packenden Handlungselemente bleibt uns die Crew aber schuldig.

Es fehlen neben Sprüchen die flapsigen Geschichten, die alltäglichen Tops und Flops der Kopfgeldjagd, welche die Crew der Bebop zu Sympathieträgern aufsteigen lassen würden.

Der Showdown wirkt überhastet und so schafft man es als Zuschauer nicht, vorher genug Nähe zu den Charakteren aufbauen zu können.


Auf Kopfgeldjagd treffen Spike und Co. auf das Antagonisten-Paar Asimov and Katerina

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Die geheime Zutat

Es ist gar nicht so leicht auszumachen was das Problem von „Cowboy Bebop“ ist. Die geheime Zutat des Anime, welche diesen eben so besonders macht, bleibt über weite Teile unauffindbar.

Die große Stärke der vorlagennahen Portierung ist zugleich auch ihre größte Schwäche. Es macht den Anschein, man wolle zwar nicht das Gleiche erzählen aber zeitgleich etwas neues in das alte Gewand pressen. Vielleicht ist das zu brav. Vielleicht zu sehr nach Schema F. Vielleicht ohne Seele.

Trotzdem soll das alles nicht zu negativ klingen. Spike und die Bebop-Crew haben ihre schönen Momente und liefern eine ganz gute bis sehenswerte Vorstellung ab. Sie schaffen es eben nur nicht, dem sagenumwobenen Original vollends gerecht zu werden. Und vielleicht ist das auch eine unmöglich zu meisternde Aufgabe gewesen!?


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Fazit – Jazz alleine reicht nicht

„Cowboy Bebop“ ist letztendlich eine durchwachsene Serie geworden.

Auf der einen Seite gelingt eine optisch ansprechende Portierung zur Realserie. Auf der anderen lassen die Handlungselemente zu oft kalt. „Cowboy Bebop“ vermag es über seine zehn Episoden einfach nicht so recht, über das Mittelmaß hinauszuragen.

Die gewisse Stimmung, die Seele, das schwer zu definierende Gefühl des Anime, wird nur schwer transportiert. Kein Wunder, denn das ist eine Aufgabe, an der schon endlos viele Live-Action-Umsetzungen scheiterten.

Auch der Cast ist teilweise fragwürdig. Die Charaktere wirken zu oft wie ein Abklatsch. Die Dynamik und Chemie zwischen den Besatzungsmitgliedern der Bebop ist nicht vergleichbar mit jener im Anime. Und klar ist: „Cowboy Bebop“ muss sich letzten Endes an seiner Vorlage messen lassen. Jazz alleine reicht eben nicht!

Auch wenn die Adaption kein Riesenreinfall ist, hat Netflix bereits den Stecker gezogen! Mittlerweile ist klar: „Cowboy Bebop“ hat seine Möglichkeiten verspielt. Das Ende nach nur einer ersten Staffel ist besiegelt und irgendwie schade. Denn wenigstens eine zweite Chance, hätte der Cowboy im Realserien-Gewand durchaus verdient gehabt.

See you Space Cowboy'Cowboy Bebop'

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Was haltet Ihr von der Netflix-Umsetzung des legendären Anime? Teilt eure Gedanken zu „Cowboy Bebop“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Spike mitsamt Crew auch.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Cowboy Bebop“

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Du gegen die Wildnis (2019)

  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Geht so

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Genre: Abenteuer

Autor: Steevo

Verfasst am: 05.05.2019

Wertung: 


Das nächste Abenteuer

Wer kennt ihn nicht, den Survival Experten Bear Grylls bekannt aus diversen Überlebensserien auf dem TV Sender DMAX.

Er wurde durch einige Survival Sendungen bekannt unter anderem mit der Serie Abenteuer Survival die 5 Jahre lang lief, oder Stars am Limit bei der er zum Beispiel mit Prominenten wie Ben Stiller oder dem ehemaligen Präsidenten der USA Barack Obama unterwegs war.

Nun hat er eine neue Serie auf Netflix „Du gegen die Wildnis“.


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https://www.stern.de/neon/feierabend/film-streaming/-du-gegen-die-wildnis–auf-netflix—fuer-alle–die-zu-feige-fuer-den-dschungel-sind-8668514.html


Interaktiv unterwegs mit Bear Grylls

Der ehemalige britische Soldat nimmt euch mit auf seine Abenteuer, und das im wahrsten Sinne des Wortes.

In der neuen Serie des Survival Experten müsst ihr nämlich selber entscheiden welchen Weg Bear als nächstes einschlagen sollte.

Hier gibt es immer zwei Möglichkeiten die ihr auswählen könnt, während das Bild kurz stehen bleibt erscheinen auf dem Bildschirm immer zwei Wege beziehungsweise Möglichkeiten wo ihr zum Beispiel auswählen könnt ob Bear durch das Wasser schwimmen soll oder ob er lieber auf dem Land besser aufgehoben ist.

Dadurch ändert sich der Verlauf der Serie je nachdem für welchen Weg ihr euch entscheidet, es kann auch vorkommen das ihr mit der falschen Antwort das Abenteuer beendet und ihr werdet zur letzten Entscheidungsmöglichkeit gebracht um dann den Richtigen Pfad zu wählen.

Momentan gibt es nur 8 Episoden bei denen ihr durch verschiedene Abenteuer gelotst werdet. Unter anderem müsst ihr ihn durch einen Dschungel begleiten wo er eine wichtige Lieferung an einen bestimmten Ort abgeben muss, oder ihr geht mit ihm in die Schweizer Alpen um jemanden zu retten.


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https://www.realitytitbit.com/celebrity-gossip-and-news/can-you-kill-bear-grylls-on-you-vs-wild-the-new-interactive-adventure-series-from-netflix


Zu stark gescriptet

Einerseits ist es eine nette Idee selbst zu entscheiden wie man überlebt, andererseits lässt sich das aber kaum vermeiden das es zu „gespielt“ wirkt da Bear alle Szenarien aufnehmen muss die man auswählen kann.

Natürlich waren seine anderen Serien auch nicht zu 100 Prozent Survival, aber da hat man es nicht so stark gemerkt.

Deswegen kann ich der Serie leider keine bessere Bewertung geben auch wenn ich ein Fan von ihm bin.


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https://www.film-rezensionen.de/2019/04/du-gegen-die-wildnis-staffel-1/


Kein Netflix, kein Abenteuer mit Bear Grylls

Wer den Streaming Dienst Netflix nicht abonniert hat kann leider nicht an seinem oder „eurem“ Abenteuer teilnehmen.

Die Serie ist nämlich nur über Netflix verfügbar und setzt logischerweise eine Internetverbindung voraus.

Vor oder Zurückspulen ist auch nicht möglich bei der Interaktiven Serie, wäre ja auch nicht sinnvoll da man ja alles verpassen würde und am ende nicht weis welche Entscheidung die richtige ist.


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https://www.film-rezensionen.de/2019/04/du-gegen-die-wildnis-staffel-1/


Fazit

Als Bear Grylls oder Survival Fan kann man sich durch die Abenteuer schlagen wenn man einen Netflix Account besitzt, extra einen Account für diese Serie würde ich aber nicht anlegen. Ein nette Idee die aber noch nicht perfekt umgesetzt ist. Falls weitere Episoden erscheinen werden sie hoffentlich etwas besser, denn Potenzial hat es.