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Assassin’s Creed Origins (2017)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Alles hat einen Ursprung. Im Jahr 2017 hat sich das Entwicklerstudio Ubisoft für eine neue „Montur“ für unseren Assassinen Bayek entschieden. Ein Neustart der Videospielreihe.

Mit neuem Gameplay und etlichen Erweiterungen macht Ubisoft nun alles anders. Das Videospiel erhielt überwiegend positive Kritiken.

Tretet in die Wüsten des alten Ägyptens und erlebt eine spannende Geschichte und dem Aufstieg des Assassinen Ordens.

Ob wir zu viel Wüstensand in die Augen bekommen oder wir uns in der Wüste verloren haben, erfahrt Ihr in unserem Review auf derofa.de.

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Genre: Action-Adventure

Originaltitel: Assassin’s Creed Origins

Produktionsland: Kanada

Entwicklerstudio/Publisher: Ubisoft/Ubisoft Montreal

Musik: Sarah Schachner

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: 30-40 Stunden (Story), ca. 100 Stunden (100%)

Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, PC (Stand: 25.01.2021)

Altersfreigabe: USK 16

Vorgänger: Assassin’s Creed Syndicate (2015)

Nachfolger: Assassin’s Creed Odyssey (2018)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Assassin%E2%80%99s_Creed_Origins


Wertung:   

Testplattform: PlayStation 4

Autor: Melissa

Verfasst am: 24.01.2021


Das Prequel zur Videospielreihe

Wenn wir den Namen „Assassin’s Creed“ hören wird den meisten dieser Titel bekannt sein, da diese Videospielreihe über die letzten Jahre einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat. Im Volksmunde wurde dann im Verlauf vom „melken“ des Franchises gesprochen. Fans der Videospielreihe haben sich abgewandt, da die Hauptspielereihe fast jährlich produziert worden ist und sich diese in eine Art Eintönigkeit verloren hat. So ist der Assassinen-Titel in Verruf geraten.

Im Jahr 2017 zeigt uns der Publisher Ubisoft, dass eine Videospielereihe sich nicht in einer Endlosschleife verlieren muss und sich durchaus weiterentwickeln kann. Mit dem Action-Adventure „Assassin’s Creed Origins“, dem 10. Teil der Hauptreihe kam das erste Assassin“s Creed auf den Markt, welches ein komplett neues Kampfsystem und etliche Neuerungen aufweiste. Neben einer offenen Spielwelt, Bootsmissionen ala Black Flag, versetzt uns die Geschichte zeitlich in eine Zeit, vor den Handlungen aus dem ersten Assassin’s Creed und dem Assassinen Altair .


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https://gamesfinest.de/tests/test-assassins-creed-origins/

Ein Medjaj wird zum Assassinen

In „Assassin’s Creed Origins“ erkunden wir mit dem Medjaj Namens Bayek das ptolemäische Ägypten in Zeiten des Aufstiegs Kleopatras. Ein Medjaj ist der Beschützer Ägyptens. Somit dient Bayek dem Volk Ägyptens und ihren mächtigen Pharaos. Doch auch ein Medjaj wird nicht vom Unglück verschont. Denn das Schicksal lässt ihn zum Assassinen werden als Ptolemaios XIII., Bayek das nahm was für ihn am wichtigsten war – seinen Sohn Khemu.

In Folge wird Bayek auf eine neue Organisation Namens „Orden der Ältesten“ aufmerksam. Diese Organisation erhält Unterstützung vom Pharao Ptolemaios XIII. Zusammen mit seiner Frau Aya, macht sich Bayek auf den Weg den Mörder von ihrem Sohn Khemu ausfindig zu machen und so seinen Tod zu rächen. Während der Medjaj Rache ausübt, erlangt Kleopatra zusammen mit Gaius Iulius Caesar ihre Herrschaft über Ägypten und der Orden der Assassinen wird geboren.

Auch ich bin nicht mehr die, die ich einst war. Ich habe aller Liebe entsagt, die ich einst hatte.Und ich entsagte AyaAya

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https://thelastpixel.de/index.php/2018/03/19/storytime-assassins-creed-origins-mehr-vater-als-assassine/

Frischer Wüstenwind

Wir haben bereits erwähnt gehabt, dass wir in „Assassin’s Creed Origins“ ein völlig neues Gameplay erhalten haben. Was für Neuerungen das Videospiel beinhaltet, möchten wir euch hier kurz vorstellen.

Neustart des Kampfsystems

Wenn ihr die früheren Teile des Videospielfranchises gespielt habt, dann werdet ihr im neuen Kampfsystem in Origins deutliche Neuerungen erkennen. Das einfache „Button-Smashing“ ist nun nicht mehr möglich. Jetzt geht es darum zu kontern, auszuweichen oder im richtigen Timing zu blocken um einen Gegenangriff zu starten.

Ubisoft hat sich hier eine große Scheibe vom Entwicklerstudio Fromsoftware abgeschnitten. Diese haben nämlich durch die Videospiele „Dark Souls“, „Sekiro“ oder „Bloodborne“ ein Kampfsystem entwickelt, welches vom Spieler weitaus mehr fordert als nur stupides Tastendrücken. Diesem Stil bedient sich nun auch Origins. Das Kampfsystem ist erfrischend wenn auch nicht ganz neu und verleiht dem neuen Assassinen ein Makeover. Es macht enorm viel Spaß und ist durchaus eine der besten Verbesserungen. Das bekannte Anschleichen und aus der Ecke erdolchen fehlt bei Origins natürlich nicht. Wir bleiben und sind immer noch ein waschechter Assassine.


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https://medium.com/@muhdfaqihin/assassins-creed-origins-review-9e43cc61d660

Eine offene Welt

Zugegeben, das Open-World System ist nicht das erste Mal in Origins aufgetreten. Schon bei „Assassin’s Creed Black Flag“ (2013) durften wir das erste mal eine frei zu erkundschaftbare Welt erleben. Die Welt von Origins ist jedoch noch gigantisch größer als wir bisher kannten. Wir können uns ganz frei durch die Wüste Ägyptens bewegen. Ob mit einem Kamel, einem Pferd oder auf einem Segelboot unser Medjaj führt stets den richtigen Weg.  Mit Bayek ist es auch möglich die Geheimnisse der Pyramiden zu lüften, oder aber auch durch die diversen Städte im alten Agypten zu reisen.

Habt ihr euch gefragt wie das Tal der Könige damals ausgesehen hat und was es mit den geheminssvollen Grabstätten auf sich hat? Dann begebt euch durch „Assassin’s Creed Origins“ ins Tal der Könige. Oder ihr werft einen Blick nach Alexandria, welche neben Rom als größte Stadt der Antike zählte. Das alte Ägypten hat so vieles zu bieten und kann euch mühelos viele Stunden an euren Controller fesseln. Die Bootsschlachten im Stile der Piraten aus Black Flag sind nun auch in Origins möglich. Ihr werdet erneut die Möglichkeit haben auf hoher See mit eurer Mannschaft feindlich Boote zu zerstören oder einfach mit dem Schiff in eine neu entdeckte Stadt zu reisen.


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https://www.pcgames.de/Assassins-Creed-Origins-Spiel-61043/Specials/Hands-on-Vorschau-Quest-1234973/

Rollenspielelemente

Ganz neu bietet „Assassin’s Creed Origins“ nun auch ein Levelsystem wie wir es aus diversen Rollenspielen kennen. Ihr könnt nun durch Missionen oder einfache Kämpfe Erfahrungspunkte sammeln, welche euch dann Stufe für Stufe höher bringen und ihr dadurch sog. Fertigkeitspunkte erlangen könnt. Mit denen ist es Euch nun möglich, euren sog. Skill-Tree zu verbessern und für Bayek neue Fertigkeiten freizuschalten. Aber auch eure Gegner haben nun eine Levelanzeige sowie einen Lebensbalken. Wenn der Gegner euch zu stark ist und euer Level zu niedrig ist, habt ihr fast keine Chance und solltet euch lieber zurückziehen bis ihr das geeignete Level erreicht habt.

Desweiteren hat Euer Assassine nun auch einen sog. „Adrenalin -Balken“. Dieser sog. Adrenalin-Balken lädt sich während eines Kampfes Stück für Stück auf. Wenn Euer Balken aufgeladen wurde, habt Ihr die Möglichkeit einen ultimativen Angriff zu starten. Zudem habt ihr auch die Option Bayek eure ganz eigen ausgewählte Ausrüstung anzulegen, die ihr sogar aufleveln und verbessern könnt. Von einfachen Waffen bis hin zu goldenen Ausrüstungen könnt ihr eine der stärksten Waffen und Schilde ausrüsten. Ganz neu mit dabei ist nun der Bogen. Bayek hat nun auch einen Bogen den ihr neben eurem Schwert und Schild benutzen könnt.


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https://www.turn-on.de/play/topliste/assassins-creed-origins-skill-tipps-die-12-besten-faehigkeiten-332214

Euer Freund Senu

Statt dem altbekannten „Adlerauge“ habt ihr nun einen Adler Namens Senu. Euer fliegender Begleiter kann nämlich die Sicht von oben überwachen und so Gegner mühelos markieren oder auch ablenken und sogar angreifen.

Auch Senu könnt Ihr in eurem Skill-Tree verbessern und ihm so neue Fähigkeiten beibringen. Ganz schön gefiedert.


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https://wall.alphacoders.com/big.php?i=874685

Die Erweiterungen

„Assassin’s Creed Origins“ bietet jedoch auch neben dem Hauptspiel diverse weitere Möglichkeiten Eure Stunden in das Videospiel zu investieren. Neben kostenpflichtigen Erweiterungen wie z.B. die beiden DLC‘s „die Verborgenen“ und der „Fluch der Pharaonen“ könnt ihr euch auch in den sog. „Entdeckungstour-Modus“ begeben. Dieser Modus ist entwickelt worden um es den Spielern zu ermöglichen, die Geschichte des alten Ägyptens mitzuerleben und so historisches Wissen zu erlernen. Ihr werdet sozusagen wie der Name schon sagt, in Entdeckungstouren die durch Historiker, Ägyptologen sowie Universtitäten und dem British Museum erstellt worden sind, durch das alte Ägypten geführt.[1] 

Ihr könnt in diesem Modus nur eine Entdeckungsreise machen die sich hauptsächlich auf die geschichtlichen Aspekte beruft. Für Wissensneugierige unter euch ist dieser Modus genau das Richtige.


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https://www.pcgameshardware.de/Assassins-Creed-Origins-Spiel-61043/News/Kampfloser-Entdeckungstour-Spielmodus-1239907/

Fazit – Eine neue Ära beginnt

Wir haben etliche Stunden in der Wüste verbracht und waren schon lange nicht mehr so in ein Assassins Creed Videospiel vertieft wie es bei Origins der Fall war. Bayek, unser Hauptprotagonist ist uns sehr ans Herz gewachsen.

Mit „Assassin’s Creed Origins“ hat sich Ubisoft selbst übertroffen . Das Entwicklerstudio hat sich getraut ein völlig neues Gameplay-System zu entwickeln – welches nun das bisherige federleicht vom Thron verdrängen konnte. Jegliche Neuerungen die wir euch in unserem Review vorgestellt haben, bewerten wir mit sehr gut. Das Videospiel macht vieles neu und dadurch vieles mehr als richtig. Wir können euch das Abenteuer mit dem ägyptischen Assassinen Bayek von Siwa nur wärmstens empfehlen.


Re­qui­es­cat in pa­ceBayek von Siwa

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https://www.pinterest.de/pin/714031715897124543/

Trailer

Der offizielle Trailer zu „Assassin’s Creed Origins“

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©Ubisoft

The Jungle Book (2016)

  • 8.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Jannik meint - Ausgezeichnet

Popcornkino vom Feinsten – mit der Neuverfilmung des Dschungelbuchs.

Der Abenteuerfilm übernimmt weitestgehend die Einfachheit der Handlung des 1967 erschienenen Zeichentrickfilms und fügt modernste Technik, eine etwas rauere sowie düstere Stimmung hinzu, vergisst dabei nicht den alten Charme und bringt sogar die wichtigsten berühmten alten Songs, mit kleinen angebrachten Änderungen wieder mit ein.

In seiner Wirkung ist „The Jungle Book“ eine eher gegensätzliche Mischung zwischen animalischer, lebensbedrohlicher Dunkelheit und verspielter, sorgloser Kindlichkeit.

Mit seinen atemberaubenden, plastisch und lebendig wirkenden CGI-Effekten setzte „The Jungle Book“ neue Maßstäbe und macht deutlich welche Möglichkeiten sich für weitere hauseigene Remakes bieten. Kein Wunder, dass „The Jungle Book“ der Startschuss für eine Armada an Neuverfilmungen der Meisterwerke-Reihe („Die Schöne und das Biest“, „Christopher Robin“, „Dumbo“, „Aladdin“, „Der König der Löwen“ uvm.) darstellte.

„The Jungle Book“ ist damit innovatives und hochwertiges Technikfeuerwerk der Moderne, verliert jedoch gleichzeitig nicht den Respekt vor dem Klassiker und gesellt sich damit zu den besseren Remakes der Disney Meisterwerke. (10.08.2016, 09.01.2021)

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Genre: Abenteuer, Fantasy

Originaltitel:  The Jungle Book

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Walt Disney Pictures | Fairview Entertainment

Regie: Jon Favreau

Drehbuch: Justin Marks

Produktion: Jon Favreau, Brigham Taylor

Musik: John Debney

Länge: ca. 105 Minuten

Altersfreigabe: FSK 6

Universum: Disney Meisterwerke (Realverfilmungen)

Vorgänger: Cinderella (2015)

Nachfolger: Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln (2016)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Jungle_Book_(2016_film) | https://de.wikipedia.org/wiki/The_Jungle_Book_(2016)

Beschreibung

„The Jungle Book“ ist ein US-amerikanischer Abenteuerfilm mit Fantasyelementen von Walt Disney Pictures aus dem Jahr 2016.

Es handelt sich um eine Neuverfilmung des 1967 erschienenen „Das Dschungelbuch“. Der Film orientiert sich jedoch weniger an Disney’s Zeichentrickfilm, sondern stellt vielmehr eine Neuinterpretation der Romanvorlage von Rudyard Kipling dar.[1]

Regie führte Jon Favreau, der mit seiner Produktionsfirma „Fairview Entertainment“, zugleich die Produktion des Films übernahm.[2] Einem breiteren Publikum dürfte Favreau vor allem durch seine Regiearbeiten in „Iron Man“ (2008, Marvel Studios) sowie der Star Wars-Realserie „The Mandalorian“ (seit 2019, Lucasfilm) bekannt sein. Außerdem inszenierte er für Disney ebenfalls im Jahr 2019 das Remake von „Der König der Löwen“.

Charakteristisch für „The Jungle Book“ ist die Kombination von Realfilmszenen mit flächendeckender Computeranimation. So existieren nur zwei Rollen die von echten Schauspielern verkörpert wurden (Mogli, Moglis Vater).

Handlung

Der Abenteuerfilm handelt vom kleinen Mogli der im indischen Dschungel lebt.

Nachdem er als Findelkind von Wölfen aufgezogen wurde, gerät er zunehmend in Konflikt mit den Lebewesen um sich herum.

Schließlich muss er sich an der Seite seiner tierischen Freunde nicht nur seiner Natur, sondern damit auch der geheimnisvollen „roten Blume“ stellen.


Trailer und Bilder

Der offizielle deutsche Trailer zu „The Jungle Book“

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©The Walt Disney Company Germany GmbH


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©The Walt Disney Company Germany GmbH


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Der Prinz aus Zamunda (1988)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Jannik meint - Ausgezeichnet

„Der Prinz aus Zamunda“ ist im Grunde eine Eddy Murphyische Komödie mit einer Prise Liebe und Romantik.

Witz generiert der Film fast ausschließlich aus dem starken Kontrastverhältnis von Arm zu Reich und umgekehrt. Und das ist nicht negativ gemeint.

Denn gerade Murphys freudiges Grinsen über das einfache Leben in der Gegensätzlichkeit zu dem seinigen, machen den „Prinz aus Zamunda“ nicht nur überaus lustig, sondern auch zum sympathischen, nahbaren und vor allem bescheidenen Vorbild für jedermann. Und zum perfekten Sonntagabend-Film. (13.12.2020)

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Genre: Liebeskomödie

Originaltitel: Coming to America

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Paramount Pictures | Eddie Murphy Productions

Regie: John Landis

Drehbuch: Eddie Murphy

Produktion: George Folsey Jr., Robert D. Wachs

Musik: Nile Rodgers

Länge: ca. 117 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Nachfolger: Der Prinz aus Zamunda 2 / Coming 2 America 2 (2021)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Coming_to_America | https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Prinz_aus_Zamunda

Beschreibung

„Der Prinz aus Zamunda“ ist eine US-amerikanische Liebeskomödie aus dem Jahr 1988 von Regisseur John Landis.

In den Hauptrollen sind Eddie Murphy, Arsenio Hall und Shari Headley zu sehen.

Es handelt sich um eine Koproduktion zwischen „Paramount Pictures“ und „Eddie Murphy Productions“. Murphy schrieb außerdem die Geschichte zum Film selbst.[1]

Die Liebeskomödie handelt vom verwöhnten Prinzen aus Zamunda (Eddie Murphy), der aus einem fiktiven afrikanischen Königreich nach Amerika kommt um die große Liebe zu finden.

Eine Fortsetzung mit dem Titel „Coming 2 America 2“ soll im März 2021 auf „Prime Video“ veröffentlicht werden.[2]


Trailer und Bilder

Der offizielle deutsche Trailer zu „Der Prinz aus Zamunda“

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©Paramount


Prinz Akeem wird bei jeder Gelegenheit verhätschelt

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©Paramount


Ein hocherfreuter Prinz Akeem mit seinem Diener und besten Freund Semmi (Arsenio Hall)

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Ratlosigkeit auf der Suche nach Mrs. Right

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Ist Lisa die selbstbestimmte Frau die Akeem sucht?

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Eddie Murphy und Arsenio Hall treten in mehreren Rollen auf

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©Paramount


 

Resident Evil 2 (2019)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Im Jahr 1998 erblickte „Resident Evil 2“ zum ersten Mal das Licht der Welt. Heute gilt der Klassiker des Survival-Horror-Genres bei Fans und Kritikern gleichermaßen als äußerst gelungene Fortsetzung des 1996 erschienenen „Resident Evil“.

Grund genug für Capcom ein waschechtes Remake des mittlerweile angestaubten Spiels zu veröffentlichen. Statt statischer Kamera setzen die Entwickler nun auf die Third-Person-Perspektive.

Ob die Frischzellenkur gut getan hat und was euch in „Resident Evil 2“ erwartet, erfahrt Ihr in unserem Test.

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Genre: Survival Horror, Action-Adventure, Third-Person-Shooter

Originaltitel: Biohazard RE:2

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio/Publisher: Capcom R&D Division 1 / Capcom

Musik: Shusaku Uchiyama, Zhenlan Kang

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 20 Stunden (ca. 10 Stunden je Hauptstory von Leon & Claire)

Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, PC (Stand: 13.12.2019)

Altersfreigabe: USK 18

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil (1996)

Nachfolger: Resident Evil 3: Nemesis (Original, 1999)  / Resident Evil 3 (Remake, 2020)

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 4

Autor: Jannik, Lissa

Verfasst am: 12.01.2020


Vom Herrenhaus nach Racoon City

Klassiker neu aufgelegt

Nach knapp 21 Jahren spendiert uns Capcom ein Remake des altbekannten Klassikers „Resident Evil 2“ aus dem Jahre 1998. Es verschlägt uns nach Racoon City, einer Stadt welche stark unter dem Einfluss des Pharmakonzerns „Umbrella Corp.“ zu stehen scheint.

Haben wir uns noch im ersten Teil der „Resident-Evil“-Reihe im Herrenhaus, der „Spencer-Villa“ gegruselt, schlüpfen wir nun in die Rollen von Leon S. Kennedy und Claire Redfield.

Das Duo

Der frischgebackene Polizist Leon will seinen Job im Racoon Police Department antreten. Doch sein erster Arbeitstag verläuft nicht wie erwartet. Angekommen in Racoon City, trifft er an einer verlassenen Tankstelle auf Claire Redfield.


Dunkelheit umgibt die Tankstelle, an der alles beginnen sollte

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https://steamcommunity.com/sharedfiles/filedetails/?id=1969610910


Claire ist die Schwester von Chris Redfield, dem Protagonisten aus „Resident Evil“ (1996). Die Suche nach ihrem verschwundenen Bruder hat sie ebenfalls nach Racoon City geführt.

Gemeinsam treffen sie nicht nur auf erschreckende Zustände und Geheimnisse, sondern auch auf blutrünstige infizierte Menschen und Kreaturen.


Was wird Leon erwarten?

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https://www.soldato.de/resident-evil-2-remake-black-screen-beheben/


Flüssiges Spielerlebnis

Weich und Geschmeidig

Selbst wer das Remake von „Resident Evil 2“ nur für einige Minuten anspielt wird eines sofort bemerken: Es fühlt sich wunderbar flüssig an. Hatten die Spieler im Original nicht nur mit Infizierten sondern auch mit einer hackeligen Steuerung zu kämpfen, spielt sich der Titel nun relativ präzise und weich.

Third-Person-Perspektive

Dafür sorgt auch die Entscheidung der Entwickler von einer statischen Kamera in die Third-Person-Perspektive zu wechseln. Dadurch schauen wir den Protagonisten Leon & Claire direkt über die Schultern und sind näher am Geschehen. Außerdem können wir die Kamera nach belieben frei drehen, was ein besseres Handling ermöglicht.


Leon S. Kennedy aus der entzückenden Third-Person-Perspektive

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https://www.spielbar.de/node/149840


Rätsel

Aber auch abgesehen von Steuerung und Perspektive macht sich während des Gameplays schnell ein gewisses Flow-Gefühl bemerkbar. Im Vorgänger „Resident Evil“ (1996) hatten wir oft den Eindruck ziellos umherzuirren. “Resident Evil 2” hingegen gibt uns einen gewissen Anhaltspunkt um weiter voran schreiten zu können, zum Beispiel in Form eines Gegenstandes. Die Rätsel selbst müssen wir dennoch durch eigene Denkanstrengung lösen.


Die Rätsel in „Resident Evil 2“ sind knackig aber lösbar

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https://gameme.eu/loese-das-resident-evil-2-remake-plug-puzzle-wo-du-die-schachfiguren-platzieren-kannst-um-die-tuer-des-monitorraums-zu-oeffnen/


Karte

Das hervorragende Zusammenspiel der Karte, die eine gute Übersicht bietet und unserem Inventar, was neben Schreibmaschinen (Speicherpunkten) unser größter Schatz im Spiel ist, führt dazu, dass wir uns selten orientierungslos fühlen.

So schafft es „Resident Evil 2“ eine Richtung zu geben, die zu einem weichen Spielerlebnis führt, ohne dem Spieler seine Rätsel zu stark vorzukauen.

Das ist es, was es spielerisch so wunderbar angenehm und befriedigend macht, obwohl es uns eigentlich permanent unter Spannung hält.


Die Karte bietet eine gute Übersicht und Luft zum verschnaufen (Spiel pausiert)

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https://www.turn-on.de/play/ratgeber/resident-evil-2-remake-c4-sprengstoff-zur-explosion-bringen-457777


Gefangen im Escape Room

Heutzutage findet man sie fast an jeder Ecke. Sogenannte Escape Rooms stehen hoch im Kurs. Die Rede ist von Räumen bei denen es das Ziel ist, durch das lösen von Rätseln einen Ausgang zu finden.

Interessant, dass dieses Konzept eigentlich schon von Videospielen wie denen aus der „Resident Evil“ Reihe sehr früh virtuell umgesetzt wurde, lange bevor diese Räume in der Realität dem Mainstream bekannt waren.

Denn während unserem Gang durch Polizeistation, Kinderheim, Kanalisation und Co. gleicht unsere Irrfahrt eben diesen Räumen. Wir finden Gegenstände, müssen diese kombinieren oder an bestimmten Stellen einsetzen. Auch Hinweise oder Codes nutzen wir um Safes zu öffnen oder Schalter anzuordnen.

Die Rätsel sind dabei jederzeit herausfordernd, ohne jedoch so schwer zu sein um sich zu lange damit aufzuhalten und so den Gameplay-Flow zu unterbrechen.

Beim Puzzlen immer im Hinterkopf: Infizierte, begrenzte Ressourcen und die nackte Angst, die „Resident Evil 2“ erzeugt. Und um genau die, soll es im nächsten Abschnitt gehen.


Escape Room in extra hart – ein schauderhafter Überlebenskampf der die Gehirnzellen anstrengt, solange sie noch da sind

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https://www.theverge.com/2019/1/22/18192773/resident-evil-2-review-ps4-xbox-pc


Fürchterlich erschütternd

Bei unserer Oddyssey durch „Resident Evil 2“ wurden wir nicht selten vor Furcht ordentlich durchgeschüttelt. Die dichte Horror-Stimmung lässt uns die Haare zu Berge stehen, die Verwundbarkeit jeden Schritt mit Bedacht wählen.

Warum „Resident Evil 2“ dieses Gänsehautfeeling so wunderbar erzeugt lässt sich an einigen Punkten fest machen. Im Survival-Horror Genre besonders wichtig ist zunächst einmal das Gefühl der Ausgeliefertheit, was auch Resi 2 auf Top-Niveau erzeugt. Außerdem sind es die begrenzten Ressourcen, die uns das Gefühl eines ständigen Defizites geben. Dadurch ergibt sich eine Verwundbarkeit die uns zur ständigen Aufmerksamkeit zwingt.

Die Inszenierung mit seinen zwar seltenen aber hochwertigen Zwischenqequenzen, die gerne hätten zahlreicher sein können sowie die grafische Umsetzung, ist in allen Belangen ebenfalls schaurig schön gestaltet. All das lässt uns tief in das Spielgeschehen und die Geschichte eintauchen undsorgt so dafür, dass die prickelnden Gänsehaut-Elemente noch verstärkt werden.


Eine höllische Atmosphäre die sich in Scheiben schneiden lässt – das ist „Resident Evil 2“

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https://www.vrnerds.de/capcom-kein-vr-support-fuer-resident-evil-2-remake-geplant/


Fazit – Prepare to die

Macht euch bereit ins Gras zu beissen. Wer sich in den Überlebenskampf von „Resident Evil 2“ wagt, wird nicht nur haufenweise auf dem Bildschirm das zeitliche Segnen sondern auch nervlich viele Tode sterben.

Durch seine hevorragend umgesetzten Survival-Horror-Elemente, eine besonders dichte Gruselatmosphäre und ein jederzeit flüssiges Gameplay mit kniffligen Rätseln, generiert „Resident Evil 2“ ein schauderhaft gutes Gameplay und damit Spielerlebnis, bei dem ein dauerhaftes Spannungsgefühl vorhanden ist.

Capcom überzeugt mit dem Remake auf ganzer Linie. Mehr noch, Capcom zeigt wie Remake geht. Der Geist der Vorlage ist uneingeschränkt vorhanden geblieben. Und doch unterscheidet sich Resi 2 in so vielen Punkten von seinem Vorbild und sorgt dabei für ein optimiertes Spielerlebnis.

Fans der Spielereihe können also frohen Mutes in die Zukunft blicken. Wenn Capcom die anderen Ableger der Reihe ebenfalls so hervorragend in Form von Remakes aufwertet, ohne den Geist des Originals zu verlieren, ist reichlich hochwertiges Survival-Horror-Futter zu erwarten.


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©Capcom


Der offizielle Launch Trailer zu „Resident Evil 2“

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©Capcom ©PlayStation Europe


Joker (2019)

  • 9.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 9.5/10
9.5/10

Herausragend

Ein kreideweises Gesicht, giftgrüne Haare und ein teuflisches blutrotes Grinsen – eine neue Version des kultigen Clowns „Joker“, tanzte 2019 geradewegs in die Kinos.

Vielfach gelobt und mit zwei Oscars ausgezeichnet ist Regisseur Todd Phillips Drama vor allem eines, eine sehr ungewöhnliche Comicverfilmung!

Weshalb auch derofa.de von der neuen Maske des Jokers angetan ist und was den Film unserer Meinung nach ausmacht, verraten wir Euch hier – im Review zum Kinoerfolg „Joker“.

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Genre: Comic, Drama, Thriller

Originaltitel: Joker

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures | DC Films, Joint Effort, Bron Creative, Village Roadshow Pictures

Regie: Todd Phillips

Drehbuch: Todd Phillips, Scott Silver

Produktion: Todd Phillips, Bradley Cooper, Emma Tillinger Koskoff

Musik: Hildur Guðnadóttir

Länge: ca. 122 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 09.08.2020


Neue Maske für den Joker

Im Jahr 1940 wurde er erschaffen. Seitdem wurde vielfach seine kuriose Geschichte erzählt. Das kreideweise Gesicht, die giftgrünen Haare und vor allem die blutroten Lippen, die in ein teuflisches Grinsen übergehen, machen ihn unverkennbar.

Ursprünglich für die DC-Comics erdacht, gilt der Joker heute als eine der bekanntesten Erzählfiguren des „bösen Clowns“.[1] Im Universum des Superhelden Batman ist er sicher eine der beliebtesten Figuren und als regelmäßiger Widersacher sowie Erzfeind der dunklen Fledermaus bestens bekannt.

Über die vielen Jahrzehnte seiner Existenz haben Schauspieler aller Couleur, in etlichen Produktionen, dem bizarren Narren ein Gesicht gegeben. Ob Jack Nicholson, Heath Ledger oder Jared Leto – große Namen gab es viele.  Den Joker in sich zu finden, galt ganz sicher aber schon immer als besondere Herausforderung für die Darsteller.


Heath Ledgers Verkörperung des Jokers in „The Dark Knight“ (2008) gilt als eine der besten. Der australische Schauspieler wurde posthum mit einem Oscar ausgezeichnet.

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©Warner Bros.


Während die wehenden Fahnen des „Marvel Cinematic Universe“ nach den ersten zehn äußerst lukrativen Jahren, noch immer im Wind flattern, die eingefleischten Fans sich auf die nächste Phase freuen, und knallbunte, vollgepackte Actionfilme zur Standard-Comicverfilmung geworden sind, wagen Warner Bros. unter Regisseur Todd Phillips etwas völlig neues und unerwartetes. Etwas womit viele wohl nicht gerechnet hätten.

Marvel movies are entertainment. Joker is art.Anxiety Celery

Denn wer hätte erwartet, dass mit „Joker“ ein eher künstlerisches, ruhiges Drama, mit viel Erzähltiefe, lösgelöst vom „DC Extended Universe“ und als eigenständiger Film erscheinen würde. Phillips erklärte hierzu, der Film handele nicht von Joker, sondern erzähle die Geschichte von dem Mann, der einmal Joker werden soll.[2]

Der Clown Joker aus einem völlig neuen Blickwinkel, in der Geschichte seines Ursprungs.


HauptdarstellerJoaquin Phoenix trägt die „neue Maske“ für den Joker auf

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©Warner Bros.


Die gequälte Seele

Wir schreiben das Jahr 1981. Arthur Fleck lebt zusammen mit seiner Mutter Penny in einer heruntergekommenen Wohnung.

Der sensible und einsame Einzelgänger arbeitet als Partyclown und hat nicht nur beruflich schwer zu kämpfen. Regelmäßig wird er Opfer von Gewalttaten sowie Misshandlungen und nimmt Medikamente zur Regulierung einer seelischen, ihn schwer belastenden Krankheit. Einer Krankheit die wohl für einen Clown schicksalhafter und zugleich ironischer nicht sein könnte.

Nachdem sein Leben immer mehr aus den Fugen gerät und die psychische Verfassung von Arthur, auch durch den Wegfall seiner Medikamente, immer schlechter wird, beginnt seine fragile Seele sich zu verändern.

Wie die Persönlichkeit von Arthur Fleck zum wahnsinnigen Clown mutiert – das erzählt „Joker“.


Ich hoffe mein Tod macht mehr Sinn als mein Leben.Arthur Fleck

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©Warner Bros.


Das Porträt des Antihelden

Regisseur Todd Phillips gelingt mit „Joker“ eine Art Charakterstudie und Befreiung der Hauptfigur des Arthur Fleck. Für den Zuschauer ist er der klassische Antiheld und wird später zum Joker gekrönt. Doch damit dies geschehen kann, weckt „Joker“ erst einmal Mitgefühl.

Arthur Fleck ist der klassische Verlierer. Ein dürrer, einsamer, verzweifelter und schüchterner Mann, scheinbar ohne soziale Kontakte. Er ist ein armes und isoliertes Wesen in den dunklen und kaputten Straßen von Gotham City. Wir sehen wie schwer Arthur es im Leben hat. Misshandlungen, berufliche Probleme, Selbstzweifel und nicht zuletzt seine schwere psychische Störung, vermitteln uns eine Vorstellung von seinem täglichen Leid.


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©Warner Bros.


Dadurch fühlen wir mit ihm und wünschen uns als Zuschauer Besserung für Arthur Fleck. Das bemitleidenswerte Geschöpf soll nicht mehr geschlagen, bedroht, gemobbt oder ungerecht behandelt oder gar geknechtet werden von Prüglern, Ignoranten oder der Stadt Gotham City.

Auch deshalb beschäftigte uns das Drama sehr. Zwar wusste man, dass „Joker“ eine eher ungewohnte Richtung als Comicverfilmung einschlagen würde, doch nicht, welches Leben der Hauptcharakter lebt, welchen Schmerz er erleidet und welch trostloses Dasein letzten Endes von „Joker“ auch explizit dargestellt wird.

So rufen die Macher ein tiefes Mitgefühl beim Zuschauer hervor. Die traurige und geschundene Persönlichkeit von Arthur Fleck und das traumatisierte Resultat ist das, worum es sich in „Joker“ dreht.


Niemand denkt daran wie es sich anfühlt der Andere zu sein.Joker

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©Warner Bros.


Opfer, Täter, oder beides?

Eine der wichtigsten Fragen die „Joker“ aufwirft ist die, ob Arthur Fleck Opfer oder Täter ist. Diesen Zwiespalt in uns auszulösen schafft die Comicverfilmung auf höchstem Niveau. Wird Gewalt und Selbstjustiz verherrlicht oder gar propagiert?

Positiv könnte man ausdrücken: Die Macher rufen Mitgefühl beim Zuschauer hervor, um die Taten danach plausibel oder glaubwürdig zu machen, damit Verständnis entwickelt werden kann. Negativ könnte man aber ebenso formulieren: Sie tun dies, um Arthur Flecks Taten zu rechtfertigen.

Genau das macht den Reiz in der Figur des Jokers aus, den Todd Phillips Version so vortrefflich porträtiert. Irgendwie gefällt es den Zuschauern, wie Arthur Fleck aus seinem inneren Gefängnis ausbricht. Wir sympathisieren mit ihm, freunden uns mit ihm an. Doch das Wie und um welchen Preis beschäftigt dennoch unseren moralischen Kompass. Ist Arthur Fleck Opfer oder Täter? Eines ist sicher: Er ist eine fiktive Ausnahmepersönlichkeit.


(…) Ihr entscheidet was richtig oder falsch ist, ganz genau so, wie Ihr entscheidet was witzig ist und was nicht.Joker

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©Warner Bros.


Fazit – Charakterstudie einer fiktiven Ausnahmepersönlichkeit

„Joker“ ist eine völlig außergewöhnliche Comicverfilmung, die es so wahrscheinlich noch nie gab. Er ist für uns das Portrait eines Antihelden, einer fiktiven Ausnahmepersönlichkeit, in Form einer filmischen Charakterstudie.

Todd Phillips Version des Clowns mit dem gekünztelten Lächeln ist lebensnah, demütig und menschlich. Joaquin Phoenix in der Hauptrolle ist eine edle Besetzung, die sogar oscarprämiert wurde. Mehr muss man zu seiner schauspielerischen Ausnahmeleistung wohl gar nicht sagen. Die Erwähnung, dass der Soundtrack von Hildur Guðnadóttir ebenfalls von der Jury ausgezeichnet wurde, erfolgt hier fast beiläüfig, auch wenn wir den einzigen kleinen Makel im Score in der Variation finden. Das Hauptthema wird sehr oft verwendet und ist so stark präsent, dass es beinahe überstrapaziert wird.

Trotz vieler Elemente die zum Nachdenken und Mitfühlen anregen und seiner „Drama-Visage“ vergisst „Joker“ bei seiner Maske niemals, auch ein wenig Thrill aufzulegen. Auch wenn er immer wieder Bezüge zu Batman herstellt, sind diese gar nicht notwendig, wirken aber trotzdem nicht als Fremdkörper. „Joker“ fokussiert sich so gezielt auf seine Hauptfigur, dass dadurch die Verwandlung von Arthur Fleck zum Clown, mit der alles durchdringenden Lache, perfekt gelingt.


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©Warner Bros.


Schließlich funktioniert er so in seiner Origin-Story und der damit einhergehenden Entwicklung des Charakters hervorragend. „Joker“ gibt so viel für eine Basis her, dass eine Trilogie durchaus denkbar wäre. Eine Trilogie die nicht klassischen Superhelden- oder Comicverfilmungen ähnelt, sondern genauso eigen ist wie „Joker“.

Der Ansatz um einen ganz neuen Mythos um den bekannten DC-Charakter zu kreieren ist jedenfalls gemacht. Nun würden wir hier gern mit einem Witz abschließen, doch den würdet Ihr nicht verstehen.

Was kriegst du wenn du einen geistig verwirrten Einzelgänger mit einer Gesellschaft kreuzt, die ihn im Stich lässt und behandelt wie Dreck? … Joker


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Das war unsere Meinung zum oscarprämierten „Joker“. Was haltet Ihr von Joaquin Phoenix Schauspielleistung und der Umsetzung von Todd Phillips? Lasst es uns in den Kommentaren wissen, wir sind gespannt!


Der offizielle deutsche Trailer zu „Joker“

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©Warner Bros.


 

Batman Begins (2005)

  • 8.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Im Jahr 2005 galt es für Regisseur Christopher Nolan dem Batman-Mythos eine neue Perspektive zu verschaffen.

Das Ergebnis war der dunkle Ritter in „Batman Begins“, der den Anfang einer neuen Trilogie rund um die Fledermaus mit Comic-Ursprung formte.

Warum der Reboot ausgezeichnet funktionierte und warum sich Nolans Interpretation in ein Trio aus Charaktertiefe, Design und Minimalismus einteilen lässt, verraten wir Euch in unserem Review.

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Genre: Comic, Superhelden, Action

Originaltitel: Batman Begins

Produktionsland: USA, Vereinigtes Königreich

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures | DC Comics, Legendary Pictures, Syncopy, Patalex III Productions

Regie: Christopher Nolan

Drehbuch: Christopher Nolan, David S. Goyer

Produktion: Charles Roven, Emma Thomas, Larry Franco

Musik: Hans Zimmer

Länge: ca. 140 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Nachfolger: The Dark Knight (2008)

Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 07.08.2020


Nolans Batman Begins

In der großen weiten Welt der Superhelden, egal ob aus dem Lager DC oder Marvel, ist ein Name besonders bekannt und beliebt. Die dunkle Fledermaus „Batman“ ist längst über den Kultstatus hinaus gewachsen und muss mehr schon als Mythos bezeichnet werden.

Und genau diesem Mythos galt es 2005 für Regisseur Christopher Nolan eine neue Perspektive zu verschaffen.  Der Reboot der Batman-Reihe, nach der stilistisch comicnahen Trilogie von Tim Burton sowie der vielfach gescholtenen Verfilmungen des erst kürzlich verstorbenen Joel Schuhmacher, die bereits in den vergangenen Jahrzehnten mögliche Interpretationen aufzeigten, gestaltete sich für Nolan bestimmt nicht einfach.

Doch der damals 34-jährige Regisseur, der vor Batman vor allem für tiefgehende Filme wie „Memento“ und „Insomnia“ bekannt war,  erwies sich als Glücksgriff für Geldgeber Warner Bros.[1]

Am Drehbuch schrieb er, wie bei vielen seiner Filme, selbst mit und entwickelte so mit der Unterstützung von David S. Goyer einen Batman der realistisch und modern sein sollte.[2]

Christopher Nolan baute mit „Batman Begins“ sein ganz eigenes Fundament für die kommenden beiden Teile auf, steckte unheimlich viel Substanz und Symbolik in den Film, ohne aber die Geschichte mit zu viel Inhalt zu beschweren.

Doch von was handelt der Einstieg in die „The Dark Knight“-Trilogie überhaupt?


Regisseur Christopher Nolan am Filmset bei der Herausforderung seinen eigenen Batman zu formen

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Bruce Wayne wird zum dunklen Ritter

Bruce Wayne ist Milliardärssohn und noch ein kleiner Junge, als ein entscheidendes sowie traumatisches Erlebnis, ihn in eine Zeit voller Verzweiflung, Trauer und Perspektivlosigkeit führen.

Vierzehn Jahre später ist Bruce erwachsen aber nicht weniger traumatisiert. Angst und Trauer weichen Hass und dem unerschütterlichen Drang nach Rache.

Nachdem ein für ihn wichtiger Plan nicht verläuft wie erhofft, beschließt er Gotham City zu verlassen. Auf seinem prägenden, beschwerlichen Weg versucht Bruce sich unter qualvollen Bedingungen neu zu finden – und findet Batman.


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Unverschnörkelt, roh, modern und realistisch

Es ist schon beeindruckend wie in Nolans Interpretation vom dunklen Ritter einige markante Grundpfeiler, ein Gerüst für eine neue Art von Batman aufbauen. Diese Pfeiler könnte man als ein Trio aus Charaktertiefe, Design sowie Minimalismus bezeichnen.

Charaktertiefe

Zum einen haben wir einen Bruce Wayne, der durch seine durchlebte Odyssee, innerhalb der Handlung, verkörpert durch einen der größten Charakterdarsteller der heutigen Zeit, Christian Bale, eine enorme Tiefgründigkeit entwickelt.

Nicht umsonst hat sich der Ausnahmeschauspieler exzessiv auf seine Rolle vorbereitet, um alle Kampfszenen selbst ausführen zu können. Bale ist nebenbei für seine Motivation zur Anpassung an seine Schauspielrollen bekannt. Für den nur ein Jahr vor „Batman Begins“ erschienenen „Der Maschinist“, nahm Bale bis zur Gesundheitsgefährdung Körpergewicht ab und wog nur noch unfassbare 31kg.[3] Für die Rolle des Batman musste er in kürzester Zeit wieder zunehmen.

Aber nicht nur Bale sondern auch die Charakterzeichnung seiner Rolle des Bruce Wayne in seiner Verzweiflung die in Hass mündet, später aber in kühle Berechnung und klarem Verstand sowie körperlicher Stärke und jedweder Effizienz, machen die Hauptfigur Batman unglaublich nahbar und glaubwürdig.


Die unglaubliche Wandlung von Christian Bale zwischen dem spanischen Thriller „Der Maschinist“ und „Batman Begins“

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Christian Bale und Nebendarsteller Liam Neeson als Teil eines hervorragenden Casts

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Design

Zum anderen erschafft Christopher Nolan mit „Batman Begins“ stilistisch einen modernen Batman, in einem kühlen Gotham City mit beeindruckendem, militärischem High-Tech Equipment und einem außergewöhnlichen Batmobil. Der Anzug der Fledermaus sollte in seinem Design furchteinflößend und funktional wirken, was hervorragend durch die Forschungsabteilung von „Wayne Enterprises“ und der eigenen technischen Arbeit von Bruce an seinem Anzug, wie es auch an John Favreaus „Iron Man“ (2008) erinnert, vermittelt wird.[4]

In seinen Kampfszenen orientiert sich „Batman Begins“ laut Wikipedia an dem Kampfstil der „Keysi Fighting Method“, die vor allem im Street Fighting und bei der Selbstverteidigung eingesetzt wird, was den Eindruck des auf Effizienz getrimmten Designs noch verstärkt.[5]


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Minimalismus

Zuguterletzt umgibt die Comic-Verfilmung einen gewissen Minimalismus. Der Film erzählt klar und strukturiert, verliert sich niemals in Details, legt sein Augenmerk jederzeit auf das Wesentliche und nutzt starke Symbolik um Tiefe zu erzeugen.

Diese Grundprämisse geben bspw. auch die Fights her. Ziel war es die Kämpfe nicht tänzerisch und choreographiert wirken zu lassen. Stattdessen sollten sie roh und effektiv wirken und das ist absolut perfekt gelungen. So schließt sich wieder der Kreis, zwischen dem Trio aus Charaktertiefe, Design und Minimalismus.[6]


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Fazit – Nolans Batman ist der Batman

„Batman Begins“ revolutionierte Superheldenfilme und gilt für uns als Vorreiter für heutige Action-Milliarden-Franchises wie das Marvel Cinematic Universe. Er zeigte einen sehr ernsten und tiefgründigen Stil auf, den es so im Genre noch nicht gab.

Insgesamt wirkt „Batman Begins“ in seiner Origin-Story unaufgeregt aber spannend und in seinem Produktionsdesign fortschrittlich sowie gutaussehend.

Er führt perfekt Batmans Charakter in die Trilogie ein und legt sein Hauptaugenmerk nur darauf. Er ist minimalistisch ohne einfach zu sein. Er ist aussagekräftig ohne viel zu erzählen.

Bruce Wayne stellt sich in „Batman Begins“ hauptsächlich seinem Kindheitstrauma und der Film erstellt damit eine Basis für die beiden weiteren Teile mit Christian Bale, einem der herausragendensten Charakterdarsteller unserer Zeit.

Was ich im Inneren bin zählt nicht. Nur das was ich tue, zeigt wer ich bin.Bruce Wayne

Nolans Batman ist nicht ein Batman – er ist der Batman!


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Das war unsere Meinung zu „Batman Begins“. Aber was haltet Ihr vom ersten Teil der „The Dark Knight“-Trilogie? Lasst es uns in den Kommentaren wissen, wir sind gespannt!


Der offizielle deutsche Trailer zu „Batman Begins“

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Rocketman (2019)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Regisseur Dexter Fletcher hat nach „Bohemian Rhapsody“ (2018) erneut eine Filmbiografie produziert. Im Jahr 2019 kam die Biografie der Musiklegende Elton John auf die Kinoleinwand.

Der Brite Taron Egerton verkörpert den jungen Elton John. Im Jahr 2020 gewann der nun 30-jährige Schauspieler den Golden Globe Award, für den Besten Hauptdarsteller im Bereich Komödie/Musical.

Auch Elton John wirkte an dem Film mit und konnte sich so versichern, dass seine Geschichte richtig erzählt werden konnte. Die Rolle von seinem langjährigen Freund Bernie Taupin übernahm Jamie Bell.

Wie wir den Musicalfilm und die Biografie von Elton John fanden, erfahrt Ihr in unserem Review auf derofa.de

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Genre: Biografie, Musical

Originaltitel: Rocketman

Produktionsland: Vereinigtes Königreich, USA

Produktionsfirma: Paramount Pictures | New Republic Pictures, Marv Films, Rocket Pictures

Regie: Dexter Fletcher

Drehbuch: Lee Hall

Produktion: Adam Bohling, David Furnish, David Reid, Matthew Vaughn

Musik: Matthew Margeson

Länge: 121 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Kinostart:
24. Mai 2019 (Vereinigtes Königreich)
30. Mai 2019 (Deutschland)
31. Mai 2019 (USA)

Wertung:  

Autor: Lissa

Verfasst am: 27.05.2020


Rocket Man

Aus der Feder des Regisseurs Dexter Fletcher (Eddie the Eagle – Alles ist möglich oder Bohemian Rhapsody) entstand im Jahr 2019 eine weitere Filmbiografie über eine Musiklegende. Der Film erhielt überaus positive Kritiken und gewann zudem noch einige Filmpreise, für Taron Egerton u.a. als besten Hauptdarsteller. Diese Filmproduktion hat zu weitaus mehr Disskussionen geführt, als es bei seinem Vorgängerfilm über Freddie Mercurie der Fall war.

Denn im Gegensatz zu „Bohemian Rhapsody (2018)“, konnte sich Freddie Mercury mit seiner Sexualität nie wirklich komplett öffnen. Ganz im Gegensatz zur Darstellung von Elton John, in dem völlig offen mit der Sexualität umgegangen wird, denn in „Rocketman“ ist Glanz und Glitzer ein großer Bestandteil des Filmes. Der Protagonist Reginald Kenneth Dwight, oder sagen wir eher Elton John um den sich der Film dreht, zeigt uns seine ganz persönliche Seite. Diese konnte flimisch so perfekt von Egerton dargestellt werden. Der junge Schauspieler ist selbst ein großer Fan des Musikstars und begeistert von Elton Johns Lebensgeschichte.

Elton hat es verdient, dass man sein Leben feiert.Taron Egerton

Gegenüber den vielen Musikeinlagen, bietet der Film jedoch auch einen tiefen Einblick in das Leben und die Werke des britischen Musikers. Neben Freude oder Triumph hatte es der Superstar auch mit viel Selbstzweifel, Depressionen, einer zerbrochenen Familie und einem Drogenentzug zu tun. Der Film bringt dies hervorragend auf die Leinwand. Taron Egerton als Elton John verkörpert nicht nur seine Person, vielmehr bringt er das Gefühl hervor, der Musiklegende alle Ehre zu machen.


Regisseur Dexter Fletcher und Taron Egerton am Set von „Rocketman“

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©Paramount Pictures


I’m still standing after all this time

Der Film beginnt ganz am Anfang – oder auch nicht? Wir sehen einen 40-jährigen Elton John (Taron Egerton) in einer Selbsthilfegruppe, in einem bunten Kostüm hereinplatzen. Er erzählt uns nun SEINE Geschichte. Diese beginnt nirgendwo anders als beim 11-jährigen Jungen Reginald Kenneth Dwight aus England. Schon bereits in seiner Kindheit, begann Elton John ein Interesse für die Musik zu entwickeln – vor allem für das Klavierspiel.

Bereits in jungen Jahren fing er an sich selbst einige Tastenfolgen auf dem Klavier beizubringen. Schnell folgte die Aufnahme an einer Musikschule, in der er wöchentlich seine Klavierkünste üben konnte. Die Beziehung zu seiner Mutter war nicht so einfach – vorallem sein Vater hatte nichts für die Leidenschaft zur Musik übrig. Die Jahre vergingen, Elton John war nun Anfang zwanzig und Mitglied einer Band (Bluesology). Dort lernte er den begabten Songwriter Bernie Taupin (Jamie Bell) kennen, mit dem er seither all seine Songtexte komponiert hatte. Bernie ist bis heute einer seiner besten Freunde.

Nach seinen ersten Auftritten wurde Elton John schnell berühmt. Durch den Erfolg kam es jedoch auch zu einer Persönlichkeitskrise, denn er wusste bereits im Teenageralter, dass er Homosexuell ist. Dies hatte er damals nicht an die Öffentlichkeit bringen dürfen. Sein Leben verlief nicht nur immer glänzend – sein Erfolg verschaffte ihm zugleich eine Einsamkeit, die er nicht verdrängen konnte. Es folgte ein massiver Drogen- und Alkoholkonsum, weshalb der später 40-jährige Brite einen Entzug durchziehen musste.


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©Paramount Pictures


Your Song

Der junge Brite Taron Egerton hat in der Filmbranche durchaus an Bekanntheit gewonnen. Er ist uns u.a. durch die Filme „Kingsman: The Secret Service“ (2014), oder der Neuverfilmung von „Robin Hood“ (2018) bekannt.

Taron Egerton hat uns bei „Rocketman“ nicht nur durch seine Schauspielkunst vom Hocker gehauen, sondern zeigt uns auch noch seine musikalische Seite, denn die gesamten Lieder in „Rocketman“ hat der junge Schauspieler selber überaus gut eingeprobt und eingesungen! Wir hatten oft das Gefühl, den wahren Elton John vor uns zu haben. Seine Leistung ist mehr als bemerkenswert und muss an dieser Stelle unbedingt gelobt werden.

Neben seinem Gesang verschafft uns Egerton auch durch seine Mimik und seinem Schauspieltalent, Gesichtszüge hervor, die wir zuerst als befremdent angesehen haben, jedoch im Verlauf feststellten, dass diese einem jungen Elton John bis aufs Mark ähneln. Denn auch dieser hatte durch Gestik sowie Mimik und diversen Posen während seiner Auftritte für Faszination unter dem Publikum gesorgt.


1970 schaffte es Elton John das erste mal in den USA aufzutreten, im sog. Troubadour Club

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©Paramount Pictures


Fazit – Piano Man

Selbst bei ca. 2 Stunden Laufzeit bringt die Filmbiografie keinerlei Langeweile hervor. Jede Szene ist gut abgrundet und baut aufeinander auf. Immer wieder kommt es zu Rückblicken in Elton Johns Geschichte. Dieser Wechsel wirkt gut strukturiert, sodass wir nie das Gefühl empfanden, den Faden verloren zu haben.

Wir haben uns von den exzellenten Musikstücken verzaubern lassen und in Verbindung mit der überaus hervorragend gut inszenierten Handlung, erst recht dadurch ein ganz neues Bild von Elton John bekommen. Die Geschichte hinter dem Briten ist dramaturgisch perfekt in Szene gesetzt worden. Taron Egerton in der Rolle als Elton John dient hier als Paradebeispiel für exzellente und hochwertige Schauspielkunst.

„Rocketman“ steigt so steil hinauf, wie jeder Raketenstart ins All. Ein Film für Jedermann und vorallem für eingefleischte Elton John Fans! „Rocketman“ ist der Überflieger aus dem Jahr 2019 und hat sich musikalisch sowie erzählerisch gut, seine Auszeichnungen wahrlich verdient.


Der offizielle deutsche Trailer zu „Rocketman“ (2019)


 

Dead to Me (2019)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Die neue Dramedy-Serie aus dem Hause Netflix ist bereits jetzt schon auf Platz 6 der Netflix-Charts in Deutschland. (Stand 25.05.2020)

In den Hauptrollen sind u.a. Christina Applegate, Linda Cardellini und James Marsden vertreten.

Produziert von Will Ferrell, Adam McKay und den beiden Protagonisten Christina Applegate und Linda Cardellini, präsentiert uns die Streaming-Plattform einen Geheimtipp, den keiner verpassen sollte.

Wie wir den neuen Überflieger finden und was es mit der Serie im Allgemeinen auf sich hat, erfahrt Ihr in unserem Review auf derofa.de.

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Genre: Dramedy, Schwarze Kömodie, Tragikomödie

Originaltitel: Dead to Me

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix (Sender), Gloria Sanchez Productions, Visualized, Inc., CBS Television Studios

Regie: Will Ferrell, Adam McKay

Drehbuch: Liz Feldman

Produktion: Joe Hardesty, Christina Applegate, Linda Cardellini, Peter Chomsky,
Buddy Enright

Musik: Adam Blau

Staffeln: Staffel 01 (10 Episoden), Staffel 02 (10 Episoden)

Länge: ca. 26-32 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 12

Überflieger aus dem Hause Netflix

Auf Platz 6 der aktuellen Netflix-Charts in Deutschland, überrascht uns eine ganz neue Serie. „Dead to Me“ ist eine Dramedy-Serie und seit dem 3. Mai 2019 auf der Streaming-Plattform Netflix zu sehen.

Kein anderer als Will Ferrell übernahm die Produktion von „Dead to Me“. Nicht nur Will ist an der Serie beteiligt gewesen, auch der Regisseur Adam McKay ist mit von der Partie, der u.a. als Drehbuchautor für den zwölften Marvel-Film „Ant-Man“ (2015) des „Marvel-Cinematic-Universe“ agierte.

Doch die eigentlichen Stars in der Tragikomödie sind Christina Applegate und Linda Cardellini. Christina ist uns durch etliche Film- und Serienproduktionen wie z.B. die Serie „Eine schrecklich nette Familie“ (1987-1997) in der sie neben Ed O’Neill die Hauptrolle übernommen hatte, bereits bekannt. Einer der aktuellsten Filme mit ihr als Protagonistin ist die Komödie „Bad Moms 2“ aus dem Jahr 2017.

Auch die mittlerweile 45-jährige Linda Cardellini ist uns vertraut. Viele kennen sie vor allem durch das Cowboy-Drama „Brokeback Mountain“ (2005) und den „Avengers-Filmen“. Christina Applegate sowie Linda Cardellini waren ebenso an der Produktion der Serie beteiligt.


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Eine Selbsthilfegruppe, dunkle Geheimnisse und Freundschaften

„Dead to Me“ handelt um die Alleinerziehende Mutter Jen Harding (Christina Applegate) und der eher zurückhaltenden Judy Hale (Linda Cardellini), die sich eines Tages durch tragische Vorfälle in einer Selbsthilfegruppe wiederfinden. Die zwei Frauen sind alles andere als gleich. Während Jen eher eine Cholerikerin ist und vieles mit Sarkasmus nimmt, ist Judy eher die schüchterne, zurückhaltende die so gut wie kein Selbstvertrauen besitzt und auch eher mal depressiv wird.

Als Jen’s Ehemann Ted von einem Auto angefahren wird und an den Folgen verstirbt, verschlägt es sie nun als Alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen in eine Selbsthilfegruppe für Trauernde. Ihre Welt ist völlig außer Kontrolle geraten und sie weiß nicht wie sie mit der Situation umgehen soll.

Da der Unfall ihres Mannes eine Fahrerflucht war, ist es nun ihr Ziel, den Fahrer des PKW’s ausfindig zu machen. Judy erklärt in der Selbsthilfegruppe, dass sie mehrere Fehlgeburten hinter sich hat und ihr Verlobter Steve Woods (James Marsden) vor einigen Wochen an einem Herzinfarkt verstarb.

Die beiden freunden sich schnell an, um so gemeinsam durch die schwere Zeit in der sie sind zu kommen. Jedoch sieht später dann doch vieles nicht so aus, wie es zu Beginn an scheint. Hinter den Geschichten der beiden Frauen stecken viele Geheimnisse, die beide auf keinen Fall preisgeben möchten.


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Die Besonderheiten von „Dead to Me“

Die Kunst der Satire

Auf den ersten Blick wirkt „Dead to Me“ wie eine gewöhnliche Dramaserie, die schwere Themen wie z.B. den Tod behandelt. Doch der Schein trügt. Die Serie nimmt vieles eher mit Humor. Aus ernsten Momenten, entpuppen sich urkomische Witze und lockern damit das ganze Drama wieder auf. Erst recht dadurch, kann die Serie vor allem punkten. Sie ist sehr unterhaltsam und zu keinster weise langatmig.

Wir haben uns die aktuellen zwei Staffeln a 10 Episoden am Stück innerhalb kürzester Zeit angesehen. Binge-Watching ist hier vorprogrammiert! Wir wurden tief in das Geschehen hineingezogen und haben mit den Charakteren mitgefiebert.


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Darsteller in ihrer besten Form

Die Serie bietet mit ihren bekannten Gesichtern herausragende Qualität in der Schauspielbranche. Christina Applegate in der Rolle von Jen Harding als sarkastische Mutter von zwei Kindern. Linda Cardellini als eher unsichere und schüchterne Frau, die genau das Gegenteil von Jen darstellt. Genau diese Kombination der beiden Frauen ist so faszinierend und amüsant anzusehen. Die vielen Fettnäpfchen in die sie treten und die dadurch entstehenden Folgen wirken frisch erzählt und bringen der Handlung so eine gute Struktur mit.

Neben Linda und Christina treffen wir auch auf weitere Schauspieler die wir aus diversen anderen Produktionen kennen. James Marsden spielt den ehemaligen Verlobten von Judy Hale. Auch James ist in der Schauspielwelt eine bekannte Persönlichkeit und hat in allerlei Filmen wie z.B. „Wie ein einziger Tag“ (2004), „The Best of Me – Mein Weg zu dir“ (2014) und den gesamten X-Men Filmen, in der er in die Rolle des Superhelden „Cyclops“ schlüpfte, mitgespielt.


James Marsden in der Rolle von Steve/Ben Woods


Mögliche Fortsetzungen

Erste Hinweise einer dritten Staffel der skurrilen Serie wurden bereits veröffentlicht. Laut den Produzenten, könnten sie sich durchaus eine Fortsetzung vorstellen.

Jedoch offiziell bestätigt, wurde eine dritte Staffel nicht. Die Gerüchte kursieren und wir würden uns natürlich über eine weitere Staffel freuen.[1]


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Fazit – Binge Watching Garantie

Die Kritiken verliefen sehr positiv. Auch wir bei derofa.de empfinden die Serie mehr als Sehenswert. Wer noch mehr über die Serie erfahren möchte, sollte sich einfach in die Geschichte stürzen und sich überraschen lassen.

Wenn Euch der Humor der Serie gefällt und ihr eine ausgefallene und originelle Geschichte besonders gerne sieht, solltet Ihr definitiv einen Blick in die Serie werfen.

Wir waren sehr zufrieden über den Überflieger aus dem Hause Netflix und können nur auf eine dritte Staffel hoffen – denn die beiden durchgeknallten Frauen und ihr schwarzer Humor, haben uns durch ihre verrückte Art sofort mitreißen können.


Der offizielle deutsche Trailer zur 1. Staffel von „Dead to Me“

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Final Fantasy IX (Remastered) (2000, 2017)

 

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit „Final Fantasy IX“ brachte das Entwicklerstudio Square im Jahr 2000 einen weiteren Teil der beliebten Spielereihe „Final Fantasy“ heraus.

Für viele ist der neunte Teil gänzlich unbekannt, wenn man ihn z.B. mit dem Fanliebling der Spielereihe „Final Fantasy VII“ vergleicht. Doch „Final Fantasy IX“ bietet uns so viel. Es ist ein Final Fantasy mit vielen magischen Komponenten – fast so, als käme es direkt aus einem Fabelbuch .

Was wir vom neunten Ableger der Videospielreihe halten, erfahrt ihr in unserem „zauberhaften“ Test auf derofa.de

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Genre: JRPG

Originaltitel: Fainaru Fantajī IX (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio/Publisher: Square (heute Square Enix)

Musik: Nobuo Uematsu

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 60 Stunden (Story), bis zu ca. 100 Stunden (100%)

Plattformen: Original: PlayStation 2 | Remastered: PlayStation 3, PlayStation Vita, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, PC (Stand: 03.05.2020)

Altersfreigabe: USK 6

Universum: Final Fantasy

Vorgänger: Final Fantasy VIII (Remastered) (1999, 2019)

Nachfolger: Final Fantasy X (Remastered) (2003, 2014)

Wertung:   

Testplattform: Nintendo Switch

Autor: Melissa

Verfasst am: 24.01.2020


Altes Spiel in neuem Gewand

Spieleentwickler sind sich sicher – ältere Videospiele zu „verbessern“, in Form einer Remastered Version, wird von Gamern sehr gern gesehen. Nach der Ankündigung von „Final Fantasy VII Remake“ und dem 2019 erschienen „Final Fantasy VIII Remastered„, bringt uns das Entwicklerstudio „Square“ einen weiteren Meilenstein der Spielegeschichte zurück auf unsere Konsole.

„Final Fantasy IX“ erschien damals im Jahr 2001 für die erste PlayStation. Genau 18 Jahre später veröffentlichte das Enwicklerstudio den neunten Teil der Spielereihe 2019 für die PlayStation 4, Nintendo Switch und den PC. Dieses mal jedoch mit verbesserten Texturen, einer schöneren Grafik und einigen kleinen Features.


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https://finalfantasy-ix.square-enix-games.com/de-de/home/


Die Welt von Final Fantasy IX

Jetzt wird’s magisch

Wenn ihr „Final Fantasy IX“ im Jahr 2001 spielen konntet, durftet ihr bereits schon damals einen der besten Spiele der Reihe genießen. Der neunte Teil aus dem Hause „Square“ ist so liebevoll gestaltet, mit seinen wunderschönen Details. Neben einem kindlichen Look und einer magischen Geschichte, erhält es gerade dadurch ein Alleinstellungsmerkmal.

In „Final Fantasy IX“ begebt ihr euch in eine magische Welt die euch sofort verzaubern wird. Geschrieben wie aus einem Fabelbuch, erlebt ihr die zauberhaften Abenteuer von Lili der verlorenen Prinzessin, Zidane den räuberrischen Frauenhelden, Steiner den stählernen Ritter oder einem kleinen Zauberer namens Vivi, der so niedliche Charakterzüge hat, sodass er zu unserer liebsten „Final Fantasy IX“ Figur geworden ist. Die einst so kleine Gruppe wird während eurer Expedition weitere Bekanntschaften machen und somit euer Team verstärken.


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https://wall.alphacoders.com/big.php?i=212426&lang=Swedish


Eine Prinzessin, ein Held und ein Bösewicht

Es war einmal das Königreich Alexandria. Königin Brane hat die Herrschaft über das Königreich an sich gerissen. Während einer Vorführung in der gleichnamigen Hauptstadt, wird die Prinzessin von einer Diebesgruppe entführt. Daraufhin lernt sie den Affenjungen Zidane kennen. Zusammen bringen sie in Erfahrung, dass Königin Brane bereits Pläne geschmiedet hat, die Welt von Gaia durch teuflische Kräfte an sich zu reißen.

Unter ihrer Kontrolle steht der Widersacher Kuja. Mit seiner Hilfe konnte sie bereits Nachbarstädte von Alexandria in Schutt und Asche legen. Kuja ist sehr mächtig. Zum Wohle der Menschheit, stellt sich unser Held Zidane seinem Antagonisten. Doch er ist nicht alleine. Während seines Abenteuers begegnen ihm allerlei Kreaturen und Personen, die ihm Im Verlauf dessen zur Seite stehen. Zidane und Co. begeben sich nun auf die Reise Kuja und die bösen Mächte aufzuhalten und die Weltbevölkerung zu retten.


Kuja besitzt eine überaus mächtige Kraft

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https://gfycat.com/inconsequentialordinaryjellyfish-kuja-ff9


Was bietet die verbesserte Version?

Feinste JRPG-Kost

Zugegeben, auf den ersten Eindruck könnte man denken, die Geschichte hinter Gaia sei nur durchschnittliche RPG-Kost und nichts besonderes. Doch die Handlung wird Stück für Stück komplexer und behält kontinuierlich einen roten Faden.

Die Handlung verzaubert euch direkt in ein echtes Märchen. „Final Fantasy IX“ kann genau damit Punkten. Auch wenn er nicht so bekannt ist wie der Fanliebling „Final Fantasy VII“, kann der neunte Teil durchaus imponieren – und zwar nicht nur als Klassiker. Vielmehr punktet er durch seinen Charme, seine liebevoll gestaltete Welt mit ihren sympathischen Charakteren und der typischen „Final Fantasy“ – Atmosphäre.

Passend dazu stammt die Musik erneut vom Meisterkomponisten Nobuo Uematso und ist so wunderschön komponiert worden. Feinster Hochgenuss für die Ohren!

Neue Features verbessern das Spielerlebnis

Um die Bildschirmgröße und die damit einhergehenden Pixel nicht zu verschlechtern, hat das Entwicklerstudio schwarze TV-Balken links und rechts an beiden Seitenrändern positioniert. Dies gab es beim Vorgängerteil „Final Fantasy VIII“ noch nicht. Man bemerkt, „Square“ hat sich extrem weiterentwickelt und selbst eine Remastered Version nochmals verbessert. Doch was bietet die Version noch an Neuerungen?

Ihr habt die Möglichkeit genauso wie bei „Final Fantasy VIII (Remastered)“ einen Turbo-Modus zu aktivieren. Zudem ist es auch wieder möglich, jegliche Zufallskämpfe zu deaktivieren. Sehr praktisch wenn ihr mal schnell ohne nervige Monsterbegegnungen durch die Welt reisen möchtet. Doch das allerbeste Feature wie wir finden ist die automatische Speicherfunktion! Damals noch unbekannt, heutzutage meistens nicht mehr weg zu denken.


Die verlorene Prinzessin Lili

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https://www.pcgames.de/Final-Fantasy-9-Spiel-134/News/rpg-fuer-nintendo-switch-veroeffentlicht-termin-fuer-teil-7-1275438/


Grafisch aufpoliert

Eine letzte Neuerung hatten wir bereits oben erwähnt und zugleich gelobt, dennoch möchten wir sie hier noch einmal anmerken. Die neue Version bietet eine erhöhte Auflösung von Charakteren und Filmsequenzen. Die zauberhafte Welt und ihrere Charaktere sehen nun nicht mehr aus wie ein Spiel das im Jahr 2001 erstmals für die PlayStation 1 erschienen ist. Sehr lobenswert!

Da freuen sich nicht nur Fan-Herzen. Neulinge die den Spieleteil noch nicht erleben durften, bekommen mit der verbesserten Version erst recht einen Grund in die Welt von „Final Fantasy IX“ zu tauchen und fasziniert zu werden.


Hier im Grafikvergleich: Original VS. Remastered

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https://www.ntower.de/test/2380-final-fantasy-ix-switch/


Das Kampfsystem

Rundenbasiertes Kampfsystem

„Final Fantasy IX“ besitzt wie auch seine Vorgänger ein rundenbasiertes Kampfsystem. Der Vorteil besteht darin, jeden Kampfzug genau vorausplanen zu können. Unter Fans ist dieses Kampfsystem favorisiert worden. In den neueren Videospielen der Spielereihe oder auch anderen Videospielereihen  („Kingdom Hearts (2002) „) des Entwicklerstudios, wurde das rundenbasierte Kampfsystem komplett entfernt.

Doch es gibt noch mehr. In jedem „Final Fantasy“ – Videospiel, habt ihr die Möglichkeit eine Art „Super Angriff“ auszuführen. Beim neunten Teil heißt dieser „Limit“ und besteht aus einem extra „Limit-Balken“, der kontinuierlich während eines Kampfes automatisch gefüllt wird. Dadurch entfesselt ihr in euren Charakteren einzigartige Fähigkeiten, die auf jede Figur angepasst wurden und unterschiedlich sind.

Zu guter letzt, möchten wir euch eine weitere Besonderheit des Videospieles zeigen. Während eines Kampfes könnt ihr nämlich zu 4. ins Team. Bekannterweise gilt bei den meisten „Final Fantasy“ – Videospielen eine Begrenzung von drei Personen im Team. Bei „Final Fantasy IX“ habt ihr jetzt mehr Spielraum und könnt dadurch eure Kämpfe noch individueller gestalten – denn jeder Charakter hat seine Vor- und Nachteile.


Das klassische rundenbasierte Kampfsystem

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https://kotaku.com/final-fantasy-ix-switch-is-the-same-version-as-pc-and-m-1832647269


Das Active-Time-Event

Durch das sogenannte Active-Time-Event (kurz: ATE) könnt ihr während eures Abenteuers Nebengeschichten in Form von Zwischensequenzen erleben. Diese dienen dazu euer Team besser kennenzulernen. Ihr erfahrt dadurch einige interessante Hintergrundinformationen über eure Helden. Das ATE wird im Verlauf immer mal wieder durch einen blinkenden Balken angezeigt. Durch das Drücken einer Taste, könnt ihr dann leicht darauf zugreifen und euch die Geschichte eines eurer Charaktere ansehen.

Das Active-Time-Event ist ein Charakteristikum von „Final Fantasy IX“. In keinem anderen Videospiel der Spielereihe gab es solch eine Funktion.


Ein neues Active-Time-Event erscheint

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https://steamcommunity.com/sharedfiles/filedetails/?id=665159772


Fazit

Wir waren natürlich auch dieses mal wieder überzeugt vom Handheld-Modus der Nintendo Switch. „Final Fantasy IX“ ist auch hier das perfekte Videospiel für unterwegs.

Mit „Final Fantasy IX“ bekamen wir damals ein rundenbasiertes Kampfsystem, einschließlich einer wunderbaren Atmosphäre die unter die Haut geht. Es war damals DAS „Final Fantasy“, mit einem etwas „anderen“ Look. Durch die kindliche Darstellung der Welt und Figuren, bekamen Spieler schnell den Eindruck das Videospiel wäre vielmehr für das jüngere Publikum produziert worden. Doch das Aussehen täuscht! Für solch einen Look, beschäftigt sich „Final Fantasy IX“ mit sehr ernsten Themen wie z.B. über das Leben und den Tod.

„Final Fantasy IX“ ist ein Klassiker der damals sehr neben seinen großen Brüdern („Final Fantasy VII“, „Final Fantasy VIII“ oder „Final Fantasy X„) in den Schatten gestellt wurde. Doch das zu unrecht! Er hat sich auf jeden Fall seinen Platz in der Spielewelt, wenn nicht auf der Topliste der besten „Final Fantasy“ -Videospiele verdient.

Wir wünschen euch viel Spaß durch die Reise ins Zauberland. Lasst euch von der herzzerreißenden Geschichte begeistern – die danach auch bestimmt bei euch einen persönlichen Ehrenplatz einnehmen wird.


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https://www.appgemeinde.de/archiv/review/review-final-fantasy-ix-ios-37033/


 

The Boys (2019 – …)

  • 8.5/10
    derofa Durschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Amazon Studios hat sich die Rechte von The Boys einer Comic Reihe gesichert um sie in eine Serie umzuwandeln. Ursprünglich wurden die Comics von Oktober 2006 bis November 2012 veröffentlicht von Garth Ennis der auch schon für DC Comics gearbeitet hat.

Ob Amazon Studios hier einen guten Job in der Umsetzung geleistet hat oder nicht erfahrt ihr in diesem Review.

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Genre: ActionScience-Fiction, Dramedy, Superhelden

Originaltitel: The Boys

Produktionsland: USA

Regie: Dan Trachtenberg, Stefan Schwartz, Jennifer Phang, Daniel Attias, Philip Sgriccia

Drehbuch: Eric Kripke, Rebecca Sonnenshine, Craig Rosenberg, Anne Cofell Saunders

Musik: Christopher Lennertz

Länge: ca. 60 Minuten je Altersfreigabe: FSK 16


Review – Staffel 01 (2019)

 

Fallen wir direkt mit der Tür ins Haus, Amazon Studios hat 2019 eine ausgesprochen gute Serie herausgebracht. Die erste Staffel beinhaltet 8 Episoden und diese sind alle durchweg empfehlenswert.

Neu ist die Idee hierfür aber nicht, The Boys gab viel früher schon als Comic, diese wurden von 2006 bis 2012 veröffentlicht und 7 Jahre nach Ende kam dann die Serie.

Die Idee dazu kam von Eric Kripke, Seth Rogen und Evan Goldberg. Alle drei sind Namentlich bekannt und haben genug Erfahrung um eine gute umsetzung zu veröffentlichen.

In der Serie als Schauspieler sind zu sehen Karl Urban, Jack Quaid, Antony Starr und noch viele mehr.


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https://www.moviepilot.de/serie/the-boys


Die (Anti)Superhelden

 

In The Boys sind die Hauptattraktion The Seven, sie sind Superhelden die von allen gefeiert werden als wären sie Götter.

Doch in Wahrheit ist nicht alles Gold was glänzt.

Hier wird nicht nur die Schokoladenseite der Helden präsentiert, hier wird auch gezeigt wie es im Hintergrund aussieht wo es nicht immer rosig zugeht. Sie haben zwar Superkräfte aber im Endeffekt sind es auch nur Menschen und wie man weiß machen Menschen Fehler.

Gesteuert wird die Superheldentruppe von Vought, einem Unternehmen das sich mit der Vermarktung von den Helden ein goldenes Näschen verdient egal zu welchem Preis.


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https://www.tvmovie.de/news/the-boys-staffel-2-bei-amazon-prime-starttermin-inhalt-und-darsteller-alle-infos-107515


Irgendwie kommt einem das bekannt vor

 

Ohne wissen über die Serie habe ich mich in die Welt reißen lassen. Doch man merkt schnell das einem die Helden irgendwie bekannt vorkommen.

Da gibt es Homelander der Chef der ganzen Bande, er erinnert einen stark an Captain America, der A-Train ähnelt Flash usw.

Anfangs noch skeptisch da ich erst dachte das ist eine Parodie von den Avengers oder Justice League, wurde ich schnell umgestimmt und die Serie hatte mich im Griff.

Die Schauspieler spielen ihre Rolle herausragend, und man möchte immer mehr über die einzelnen Helden erfahren. Hier wird einem gezeigt was die Helden alles durchmachen müssen egal ob vor oder hinter der Kamera. Die Öffentlichkeit darf nämlich nicht alles erfahren.

Und genau dieser Blickwinkel auf die Helden macht die Serie zu was besonderem. Es ist interessant zu sehen was sie alles durchmachen müssen um ihren Job als Held zu behalten.

Denn sie machen die „Superhelden Sache“ nicht von sich aus sondern werden von Vought geleitet.


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https://www.looper.com/166205/the-boys-season-2-release-date-cast-and-plot/


The Boys

 

Dann gibt es noch „The Boys“

Sie sind eine Gruppe die sich gegen die Superhelden verschworen haben und wollen sie aus dem Weg räumen.

Die Gruppe besteht aus Billy, Hughie, Frenchie, Marvin und Kimiko. Sie wissen das hinter der Fassade der Helden etwas böses verbirgt. Da The Boys aber keine Superkräfte haben, müssen sie mit anderen mitteln gegen die Superhelden kämpfen, und Ihnen ist jedes mittel recht, sie müssen aufs ganze gehen um zu Siegen.

Sie haben zwar Pläne aber wie jeder weis geht nicht alles nach Plan was man sich vornimmt.


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http://comic.highlightzone.de/garth-ennis-the-boys/


Fazit Staffel 1

 

Die ersten 8 Episoden haben alles richtig gemacht.

Man lernt alles kennen und erfährt immer mehr wie die Welt funktioniert.

Die Serie ist meiner Meinung nach nicht nur für Superhelden Fans sondern für jedermann.

Hier geht es nämlich nicht nur um gut gegen böse sondern auch ein bisschen um die Menschlichkeit die in jedem steckt.

Jeder der mal eine andere Sicht auf die vermeintlichen Helden der Welt werfen möchte und sehen möchte wie die Welt wirklich ist.


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http://www.filmstarts.de/nachrichten/18526575.html