Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf (2007)


Ein altes Vorurteil besagt, Nintendos Zielgruppe sind auschließlich Kinder.
Nicht im ersten Prof. Layton Teil, wie unser Autor im Review zu „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ feststellt.


Genre: Rätsel, Adventure

Autor: Jayes

Testplattform: Nintendo 3DS

Verfasst am: 28.02.2016

Wertung:  


„Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ ist liebevoller und herausragender Rätselspaß für die Erwachsenen Nintendo Liebhaber, die Lust auf anspruchsvolle Unterhaltung haben.
Und genau das ist das faszinierende an dem Spiel.

Wo wir von Nintendo eher Spiele gewohnt sind, bei denen sowohl jüngere als auch ältere Spieler ihren Spaß und ihre Möglichkeiten haben, so ist das bei Layton nicht der Fall, denn die meisten der gestellten Aufgaben, können von Kindern schlicht nicht gelöst werden.

Der erste Teil der Prof. Layton Reihe und der kommerzielle Erfolg dessen, ist ergo der Beweis dafür, dass Nintendos Zielgruppe auch weit über dem jüngeren Publikum liegen kann.

Der Soundtrack hätte etwas abwechslungsreicher sein können aber darüber hinaus, ist das Spielprinzip, hunderte Rätsel mit einer spannenden Geschichte in einem virtuellen Dorf abwechslungsreich zu kombinieren, absolut genial umgesetzt.


 

Making a Murderer (2015)


Fassungslosigkeit bei unserem Autor, durch die Netflix-Doku „Making a Murderer“.


Genre: Dokumentation

Autor: Jayes

Verfasst am: 12.05.2016

Wertung:  


„Making a Murderer“ ist für mich eine der Besten, wenn nicht die Beste Dokumentation, die jemals produziert worden ist.
Ich blieb am Ende sprachlos, erschüttert, ungläubig und ratlos zurück.

Steven Averys Anwalt formulierte sehr treffend meine Gedanken:
„[…] ich hoffe schon fast, dass Steven Avery schuldig ist. Denn nur den Gedanken daran, dass er schon wieder unschuldig im Gefängnis sitzt, kann ich nicht ertragen.“

Steven Avery selbst: „Die Wahrheit kommt immer ans Licht – früher oder später!“
Für wohl viele Zuschauer, mich eingeschlossen, bleibt das die letzte Hoffnung.


 

Everest (2015)


Kann das Drama „Everest“ überzeugen?
Im folgenden Review von Jayes, erfahrt ihr mehr darüber.


Genre: Abenteuer, Drama

Autor: Jayes

Verfasst am: 31.01.2016

Wertung:  


„Everest“ fehlt es an allem was einen guten Film ausmacht.
Sinnvoller Aufbau, Spannung, Charakterentwicklung, Überzeugungskraft? Alles Fehlanzeige!

Ich nehme es den Kulissen nicht ab, ich nehme es den Schauspielern nicht ab. Und so plätschert er dahin und ist gähnend öde, teilweise sogar zum ärgern.

Ist das vielleicht der Grund warum sich Christian Bale vom Set verabschiedet hat? Und warum gibt sich Gyllenhaal für sowas her?

Zweitsichtung? Nein danke!


 

Into the Wild (2007)


Die Frage nach dem ultimativen Freiheitsgefühl stellte sich unser Autor Jayes und begab sich mit dem Road-Movie „Into the Wild“ auf eine selbstreflektierende Reise.


Genre: Drama, Road Movie, Abenteuer

Autor: Jayes

Verfasst am: 17.04.2016

Wertung:  


Als ich mich mit „Into the Wild“ und dem Aussteiger „Alex Supertramp“ auf die Reise machte, konnte ich mich gut in ihn hineinversetzten. In diesem Maße aus der Gesellschaft auszusteigen, würde für mich und für viele andere sicher nie in Frage kommen und dennoch erscheint es reizvoll und befreiend, seine Sieben Sachen zu packen und zu verschwinden, aus der kapitalistischen Leistungsgesellschaft, die uns Tag für Tag gefangen hält und unser wahres Ich unterdrückt.

Zuerst scheint es so als ob sich die Hauptfigur auf eine Suche begibt. Auf die Suche nach etwas höherem und einen tieferen Sinn im Leben. Mit der Zeit wird aber klar, dass gerade diese Reise den tieferen Sinn darstellt. In den Tag hinein leben von der Hand in den Mund, nicht wissend was einen am nächsten Tag erwartet und an welchem Ort man sich befindet, klingt nach dem ultimativen Freiheitsgefühl. Ich finde aber gerade das ist etwas, was einen Menschen in seinen Möglichkeiten auch sehr einschränken kann. Deutlich wird dies z.B. als die Hauptfigur Alex seine Ausweispapiere verbrennt und dann plötzlich doch wieder einen Ausweis beantragt, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, über die Grenze zu kommen.

Dabei stellte ich mir die Frage:
Lebe ich nicht freier, wenn ich mich der Gesellschaft so anpasse, dass ich zwar in ihr und mit ihr funktioniere, mir dabei jedoch alle Möglichkeiten offen halte?! Möglichkeiten offen zu halten und Möglichkeiten zu haben, das ist für mich das ultimative Freiheitsgefühl. Und dabei kann ich, anders als Alex, auch mit Materiellen Dingen umgehen, die sogar meine Freiheit erweitern können. Verzicht ist für mich keine Grundvoraussetzung um sich frei zu fühlen.

Der Film „Into the Wild“ regt zum Nachdenken und Auseinandersetzen mit einer Lebensphilosophie an, die verlockend aber trügerisch zu gleich sein kann, denn sie verspricht meiner Meinung nach mehr, was sie letzten Endes hält.


 

Virtual Reality – Zukunft oder Gegenwart?


Virtual-Reality ist in aller Munde.
Selbst Achterbahnhersteller nutzen die Technik bereits, um ein tieferes Erlebnis zu schaffen.
Nur ein Trend oder steckt mehr dahinter?
Unsere Autorin Lissa, hat sich genauer mit dem Thema beschäftigt.



Heutzutage sprechen wir im Zusammenhang mit Medien, viel von der Virtuellen Realität. Doch was ist diese Virtuelle Realität? Hat sie so viel Bedeutung in unserer Gegenwart? Wenn ja, welche Auswirkungen wird sie auf uns haben? Und wie wird sie sich entwickeln? Wird sie in Zukunft eine Rolle spielen oder wird sie zum Staubkorn und damit Teil unserer Vergangenheit?
Ich versuche in diesem Artikel den Fragen auf den Grund zu gehen.


Jeder wünscht sich einen Film so wahrnehmen zu können, als wäre man ein Teil davon. Als wäre man nicht nur Zuschauer.
Oder ein Spiel spielen zu können und das Gefühl zu haben wirklich im Spiel zu sein, das Gefühl der Realität zu bekommen. Nicht fern zu sein sondern inmitten dessen.

Was für ein Spieleerlebnis ermöglicht uns das? Ein weitaus fortgeschritteneres.

Großes Potenzial

Das dachten sich auch die Entwickler von Oculus Rift und kreirten bereits 2013 eine Entwicklerversion einer VR-Brille, mit einer Auflösung von 1280×800 Pixeln.
Bei den weiteren Entwicklerversionen verbesserte sich diese Auflösung bis hin zu 2160×1200 Pixeln. Die Entwicklungsprozesse wurden immer fortgeschrittener.
In der Virtual-Reality-Brille von Oculus VR, sahen viele enormes Potenzial.

Nach diesen Erfolgen und den Anfängen von Oculus Rift, meldeten sich Konkurenten wie HTC, mit der „Vive“-Brille und der Konsolengigant Sony mit „PlayStation VR“ und brachten 2016 erstmals ihre eigenen Produkte auf den Markt.
Der VR-Boom lief. Doch die Preise für diese Technologie, waren für Otto-Normalverbraucher dann doch etwas zu hoch angesetzt, was die Verkäufe nicht gerade ankurbelte.
Das Interesse war da, das Potential auch, doch gab es bei der Technik noch viele Komplikationen und noch zu wenig Material, mit dem die Entwickler arbeiten konnten.

Mittlerweile bietet z.B. Playstation VR, einige Spieletitel mehr, die VR-Kompatibel sind. Jahr für Jahr werden diese besser und komplexer.
Selbst „Disney“ hatte in Kooperation mit „Lenovo“ ein Virtual-Reality Spieleset für das Smartphone, mit dem Namen Star Wars: Jedi Challenges, im Dezember 2017 auf den Markt gebracht. Dieses Set bestand aus einer Virtual-Reality-Brille, einem Lichtschwert und einem Peilsender. Still gelegt wurde das Projekt danach nicht, denn es gab daraufhin noch weitere Updates, da sich das Spiel großer Beliebtheit erfreute.



Entwicklung und Fortschritt

Was zeigt uns das? Es zeigt, das wir im Jahre 2018 noch lange nicht am Ende sind, was die VR-Technologie betrifft. Im Gegenteil, wir sind erst am Anfang.

Früher war dieses Thema noch unvorstellbar und man war froh, auf seinem Röhrenfernseher ein Spiel zu spielen, was obwohl es grafisch so verpixelt war, dennoch so viel Freude bereitete.
Heutzutage ist daran nicht mehr zu denken. Die Technik ist Jahr für Jahr einen Schritt weiter.
Wenn Spieleentwickler sich mehr für die Technik von VR einsetzen würden und der Entwicklung helfen, könnte man in einigen Jahren Titel wie Far Cry oder ein neues The Witcher, in der virtuellen Realität spielen.
Das dies möglich ist, zeigte uns bereits die VR-Kompatibilität von Resident Evil und das märchenhafte Abenteuer einer Maus in Moss.

Vermutlich werden die kommende Jahre, Virtual-Reality noch zu dem Erfolg aufhelfen, welches es verdient und welches definitiv Zukunft hat.
Unsere Zukunft ist für Virtual-Reality offen. Die Medienwelt wird davon profitieren und den Nutzern ein Erlebnis bieten, was alles bisherige übertrumpfen wird.


Autor: Lissa

Verfasst am: 11.05.2018


Human Centipede – Der menschliche Tausendfüßler (2009)


Eine kontrovers diskutierte niederländische Horror-Produktion.
Unsere Autorin Lissa hat sich in ihrem Review die Frage gestellt, ob die Menschheit solch ein Werk braucht.


Genre: Horror

Autor: Lissa

Verfasst am: 10.05.2018

Wertung:  


Groteske Geschichte

Eine niederländische Horrorfilmproduktion aus dem Jahre 2009. „Human Centipede – Der menschliche Tausendfüßler“, bei diesem Titel stehen mir die Haare zu Berge.
Was haben sich die Produzenten dabei gedacht?
Wie kann man sich sowas einfallen lassen?
Diese und jene Fragen stellte ich mir, als ich mir den 92 Minuten Film mit entsetzen angeschaut habe.

Um was geht es?

Für alle die es nicht wissen, hier einen kleinen Einblick in das Grauen aus den Niederlande…:

Die Handlung spielt in Deutschland.
Der Film handelt um einen Arzt, welcher der Protagonist des Filmes sein soll.
Dr. Heiter wie man Ihn nannte…das Schrecken in Person.
Was passiert bei dem sogenannten Doktor?
Dieser vermeintliche Arzt entführt Personen, die sich in der Nähe seiner Behausung verirrt haben.



Dieses Schicksal ereilte den beiden Touristinnen Lindsay und Jenny die zufälliger Weise auf dem Weg zu einer Party waren und plötzlich eine Autopanne hatten. Was natürlich in der Nähe von dem so netten Herr Doktor Heiter passierte. Was darauf folgt ist klar.
Die beiden Frauen werden seine neuen Experimente sein.
Was für Experimente das sind, kann man sehr gut an dem Filmtitel herausbekommen…einfach nur grotesk und bizarr das ich nicht mehr darauf eingehen werde.

Das jedoch noch schockierendere an diesem Film ist die Tatsache, das es zwei Fortsetzungen gibt?!

Fazit

Ein Werk das nicht auf dieser Welt verweilen sollte, ein Werk das die Menschheit nicht braucht.


 

Fear the Walking Dead (2014 – …)


„Fear The Walking Dead“ ist ein Ableger der Ausnahmeserie „The Walking Dead“.
Doch kann das Spin-Off der Mutterserie gerecht werden?
Das und mehr im Review von Lissa.


Genre: Horror, Zombie

Autor: Lissa

Verfasst am: 10.05.2018

Wertung:  


Aus der Feder altbekannter

Fear the Walking Dead ist eine weitere Produktion von Robert Kirkman und Dave Erickson, die beide für die bekannte Walking Dead Serie verantwortlich sind.
Bei Fear the Walking Dead handelt es sich jedoch um einen Spin-Off der beliebten Walking Dead TV-Show.

Diese spielt vor den Geschehnissen von the Walking Dead, d.h. zu der Zeit als der Zombie-Virus zu ausbrechen begann und es noch nicht so viele Walker gab. Eigentlich ist die Serie nicht als Vorgeschichte gedacht gewesen und sollte parallel zur Mutterserie The Walking Dead spielen.
Zudem basiert die Serie nicht wie beim Originalwerk auf einer Comicvorlage.
Die Geschichte ist frei erfunden und die Charaktere wurden neu kreiert.

Zur Story selbst: Um was geht es?

Es handelt sich natürlich wieder um die Apokalypse die durch einen Zombie-Virus ausgelöst wurde.
Hauptprotagonisten sind eine Familie die in Los Angeles lebt, und mit Ihren Problemen neben der Apokalypse zurecht kommen müssen. Hinzukommt die wiederholende Konfrontation mit dem Militär.



Schwacher Spin-Off?

Für mich als the Walking Dead Fan ist dieser Spin-Off wesentlich schwächer aufgebaut und kommt nicht an das Original ran. Es versucht verzweifelt vom Großen Bruder einen Stück vom Kuchen abzubekommen und verfehlt dabei das Ziel.
Die Charaktere überzeugen nicht, sowie die dazugehörige Handlung, was die Atmosphäre schwächt. Die gewohnte Walking Dead Spannung und Qualität gibt es hier nicht.

Fazit

Für alle the Walking Dead Fans ist diese Serie Pflicht, für alle anderen gilt:
Sich lieber die originale Comicverfilmung anzusehen, denn diese überzeugt bei Längen mehr.


 

Pokémon Sonne/Mond (2016)


Mit 13. überzeugenden Argumenten inklusive Fazit, zerreißt unser Autor die Editionen „Sonne & Mond“ der neuesten Pokémon Generation.
Warum das Spiel so viele Fans enttäuscht hat erfahrt ihr hier auf derofa.de


Genre: JRPG

Autor: Jayes

Testplattform: Nintendo 3DS

Verfasst am: 08.02.2017

Wertung:  


Was hat GameFreak da geritten, etwa ein Pampross?

Wo gerade die Entwickler von Pokémon, ein Garant für das auslösen von Begeisterung, bei Veteranen und Neulingen gleichermaßen waren und für eine Verschmelzung der altbewährten Spielmechaniken, mit kleinen interessanten Neuerungen standen, ist dies in der inzwischen 7. Generation komplett in die Hose gegangen.

In 2017 scheint also nicht mal mehr Pokémon, eine der letzten Konstanten der Videospielwelt zu sein. Das stimmt Fans der ersten Stunde traurig und lässt zurücksehnen in die guten alten Zeiten.

Da uns beim ausfürhlichen Test von „Pokémon Mond“ so viele negativen Kritikpunkte aufgefallen sind, werden wir diese hier in unserem Review auf derofa.de auflisten:

1. Die altbekannten Terrain-Attacken wurden durch „Poké Mobil“ ersetzt.
Der Vorteil daran, wir müssen unseren Pokémon keine unliebsamen Attacken mehr beibringen, die wir eigentlich gar nicht möchten.
Der Nachteil: Dieses Gefühl, dass man nur weiter kommen kann, wenn man eine zuvor hart erkämpfte VM nutzt, mit deren Hilfe man mit seinem eigenen Pokémon Hindernisse überquert, gehört der Vergangenheit an. Und mal ehrlich, das hat die Terrain-Attacken doch erst ausgemacht.
Besser wäre hier der längst überfällige von Fans geforderte Kompromiss gewesen, das VMs nötig bleiben um das Terrain zu meistern, aber ohne Attackenverlerner verlernt werden können. Alle VM’s wurden übrigens in die Liste der TM’s aufgenommen.

2. „Pokémon Sonne/Mond“ bietet ein Nintendo untypisches und ungewohnt unflüssiges Spielerlebnis. Framerateeinbrüche sind an der Tagesordnung, weil die Entwickler zu viel wollten. GameFreak wir fragen uns, warum muss man das Grundgerüst der grandiosen Spiele AS/OR und X/Y verschlimmbessern und so verunstalten.

Die alte Weisheit weniger ist mehr, trifft hier wie das Nockchan aufs Auge. Das gesamte Spielgerüst, war für ein Gerät mit der Hardware wie dem 3DS, bereits in der 6. Generation ausgereizt.

Pompöse Grafik und Cutscenes machen kein gutes Spiel. S/M ist der beste Beweis dafür. Überhaupt ist das Spiel zugemüllt mit rechenintensiven Belanglosigkeiten. Das bringt uns zum nächsten Punkt.

3. Im gesamten Spielverlauf hat man wenig Freiraum. Ständig wird an uns gezerrt und ausführlich vorgekaut, was als nächsten zu tun ist. Freie Entscheidungen sind kaum möglich und alles ist streng vorgeskriptet. Eine Cutscene folgt der nächsten. Man wird mit viel zu vielen, endlosen Zwischensequenzen geplagt, denen wir hoffnungslos ausgeliefert waren.

4. Für Nutzer von „Pokémon Bank“, die ihre Taschenmonster von älteren Generationen auf S/M übertragen möchten, gibt es kein zurück mehr. Einmal übertragene Pokemon können NICHT wieder auf Vorgängerversionen übertragen werden. Eine Benutzerunfreundliche, unnötige Einbahnstraße seitens der Entwickler, die unsere in letzter Zeit liebgewordene Pokébank, auch gleich wieder abwertet.

5. Die wohl bekannteste und zugleich gravierendste Neuerung ist, dass die klassischen Pokémon Arenen durch sogenannte „Prüfungen“ ersetzt wurden. Für jede abgeschlossene Prüfung gibt es einen „Z-Kristall“, welcher für neue „Z-Attacken“ genutzt werden kann. Hört sich erstmal ähnlich an.

Die Prüfungen sind jedoch nicht halb so elementar, elektrisierend, und nervenaufreibend, wie die guten alten Arenakämpfe. Stattdessen wirken sie banal und langweilig, sodass wir einmal nicht einmal bemerkten, überhaupt in einer Prüfung zu sein. Die meisten Prüfungen bestehen darin, langweilige Aufgaben zu lösen, wie Kräuter zu sammeln und das dann auch noch von der „Pflanzentante“ ausführlich kommentieren zu lassen.

Außerdem verbringen wir unsere Zeit mit dem bahnbrechenden Fotografieren von Geistern, drei Rattfratz besiegen und viel weltbewegendes mehr. Danach kommt dann z.B., das im Effektfeuerwerk inszenierte Herrscherpokémon Rattikarl über den Bildschirm geruckelt, was am Ende doch nichts drauf hat, außer Zahnbelag.

Im Klartext heißt das: Kein Feeling der Ordenjagd mehr, wo man jeden hart erkämpften Orden noch zu schätzen wusste. Stattdessen permanente Zumüllung mit „Z-Kristallen“, wo man mit den meisten eh nichts anfangen kann bzw. will. Die wirklich coolen, zuletzt eingeführten Mega Entwicklungen im Pokémon Universum, werden nur noch stiefmütterlich behandelt und spielen nur eine kleine, bis gar keine Rolle mehr.

6. Der Festival Plaza. Das übersichtliche und minimalistische Menü aus den Vorgängern, mit dem man z.B. die GTS Funktion nutzte, muss dem Festival Plaza weichen. Einem völlig unnötigen Platz, der wohl dem Social Media Trend folgt und die Vernetzung und Interaktion mit anderen Spielern vebessern soll. Es gibt Dinge die die Welt braucht. Festival Plaza, globale Herausforderungen und Inseln für meine PC Boxen Pokémon, gehören definitiv nicht dazu.

7. Das Setting. Grundsätzlich ist es keine schlechte Idee, einen Schauplatz wie Haiwaii und dessen Flair, auf das Spielprinzip zu übertragen und so eine „Alola Region“ zu kreieren, die frischen Südsee-Wind aufkommen lässt.

Nur leider funktioniert es nicht. Vieles wirkt unpassend und aufgesetzt. Die Alola Formen sind austauschbar und keine nennenswerte Erneuerungen, die dem Spiel einen Mehrwert bringen. Die Nutzlosigkeit der Formen zeigt sich letzten Endes auch darin, dass diese nicht einmal einen eigenen Eintrag im Pokedex spendiert bekommen haben. So bleiben sie eine kleine Unterart und Randnotiz in der 7. Pokémon Generation.

8. Team Skull. Die Antagonisten in Pokémon, waren ja noch nie besonders helle. Aber Team Skull schiesst das Taubsi ab. Das Gehabe und die unlustigen Sprüche sind dermaßen dämlich, dass man mit der Zeit nur noch genervt ist und peinlich berührt Dialoge skipt. Gegen Team Skull ist das gute alte Team Rocket, eine intelektuelle Offenbarung.

9. Um die Einsteigerfreundlichkeit noch mehr zu erhöhen, sagt einem das Spiel jetzt sogar vor, welche Attacken sehr effektiv, effektiv, nicht effektiv oder wirkungslos sind. Was zuerst sinnvoll klingt, widerspricht jedem Anspruch eines wahren Pokémontrainers. Früher war es nötig wissen über die Statuseffekte, Attackenarten, Elemente usw. zu erwerben und einzusetzen. Jetzt klickt man stupide das, was als sehr effektiv vorgegeben wurde, ohne selbst über das warum nachzudenken.

10. Der „Attacke lernen Screen“. Dieser ist nicht mehr mit B zu skippen. Man muss manuell nicht erlernen wählen, was wieder mit einem Minus in der Benutzerfreundlichkeit zu Buche schlägt.

Dafür gibt es immerhin bei der Attackeninfo die Möglichkeit, gleich „nicht erlernen“ auszuwählen. Außerdem ist die Attackeninfo auch im Kampf einsehbar.

11. Ultrabestien.

Das Konzept um die, neben der Alola-Formen, eingeführten Ultrabestien, scheint so fehl am Platz wie ein Kleinstein im Wasser. Diese werden nicht zu den bisher bekannten, legendären Pokémon gezählt, sondern sind eine eigene Art von Pokémon n, die aus der Ultradimension aus, sogenannten Ultrapforten in die Welt der Pokémon kommen.

12. Wo wir sonst gut und gerne 60 Stunden aufwärts, in ein Pokémon Spiel investiert haben, waren wir mit „Pokémon Mond“ nach 25 Stunden durch. Sicher hätten wir mehr Spielzeit heraus holen können aber es spricht Bände über die Qualität des Spiels, wenn sich Pokémon Veteranen, irgendwann den Abspann herbei sehnen.

12. Beim Kampf gegen wilde Pokémon, rufen diese um Hilfe und wollen Mitstreiter an ihre Seite holen. Bloß blöd wenn niemand kommt. Was für eine Zeitverschwendung, in der ohnehin schon zugestopften Cutscene-Orgie.

13. Rotom und der Pokédex.

Den Pokédex kannte man als hilfreichen Minicomputer und Nachschlagewerk, um allerlei Infos zu den beliebten Taschenmonster abzurufen. Nun hat sich Rotom im Pokédex breit gemacht, kaut uns die Ohren ab wie ein Kaumalat und muss plaudernd wie ein Plaudagei, einfach alles was geschieht kommentieren.

Fazit:

Es ist traurig was die Entwickler mit S/M abgeliefert haben. Auch auf GameFreak und Nintendo scheint kein verlass mehr zu sein. S/M ist zwar immer noch Pokémon, aber ein stupides, verschlimmbessertes, ohne Anspruch. Es ignoriert dabei fast alles, was Pokémon in den letzten Jahrzehnten ausgemacht hat. So viele Negativkritikpunkte, überschatten die neue Generation, was eine herbe Enttäuschung für jeden Veteranen darstellen muss.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Entwickler im nächsten Teil wieder auf ihre alten Stärken besinnen und das Franchise in Zukunft, möglicherweise dann auf der Nintendo Switch, doch noch gerettet werden kann.


 

A Way Out (2018)


Hohe Erwartungen an „A Way Out“.
Ob der Spieletitel dem Hype gerecht werden kann, erfahrt ihr im Review von Jayes.


Genre: Action-Adventure

Autor: Jayes

Testplattform: Playstation 4 (Modus: Lokal Koop)

Verfasst am: 10.05.2018

Wertung:  


„A Way Out“ ist seit dem ersten E3 Trailer in 2017 einer der vielversprechensten Spieletitel der letzten Jahre. Vor allem begründet ist das im Spielkonzept, denn in Zeiten von Triple-A-Multiplayer-Gematsche, ist ein reines zwei Spieler Koop-Game, mit einer scheinbar durchdachten und spannenden Story eher ungewöhnlich.

Der libanesisch-schwedische Entwickler, Filmregisseur und Drehbuchautor Josef Fares, in Zusammenarbeit mit dem EA Entwicklerstudio Hazelight, der sich vor allem als kreativer Kopf hinter dem besonderen „Brothers – A Tale of Two Sons“ einen Namen in der Spielebranche gemacht hat, ist Creator und Executive Producer des Spiels.

In „A Way Out“ wird die Geschichte der beiden Männer Vincent und Leo erzählt, die sich im Knast kennen lernen und schnell merken, dass Sie mehr verbindet als nur gemeinsam einzusitzen. Wir schlüpfen im lokalen Koop-Modus jeweils in eine der Rollen und schmieden den Plan auszubrechen.

Was gleich zu Beginn etwas verwundert oder zumindest auffällt, sind die etwas altbackenen Gesichtsanimationen, hölzerne Bewegungen der Figuren, sowie die eher durschnittliche Grafikqualität. Dies ist sicher dem Budget des indie Entwicklerstudios Hazelight geschuldet, das „A Way Out“ über die „Originals“ Sparte von EA veröffentlicht hat.
Dem Spielspaß schadet dieser Umstand jedoch nur marginal, denn der Kern des Spiels, ist ganz klar das Erlebnis, bei der Zusammenarbeit mit eurem Mitspieler.

Das Gefühl gemeinsam ein Spiel zu spielen aber doch irgendwie jeder für sich, am selben Ort, hat etwas innovatives und ungewohntes.
Lobenswert ist hierbei, dass der von vielen Entwicklern inzwischen ignorierte und totgesagte Splitscreen-Modus Anwendung findet, der je nach Situation, nahtlos in den Vollbildmodus übergeht, wenn einer der Charaktere, etwas besonders relevantes im Spielgeschehen tut.

Immer wieder fallen im Verlaufe des Spiels Parallelen zu den bekannten Games „Heavy Rain“, der „GTA“ Serie oder „Uncharted“ auf.
So kann man „A Way Out“ – wie „Heavy Rain“ – als interaktiven Film betrachten. Die Gangster Geschichte, Vertonung, englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln sowie Aufmachung, erinnern an GTA. Filmisch inszenierte Flucht- und Sprungpassagen sind oft ähnlich wie in Uncharted inszeniert.

Als Spieler könnt ihr euch in einem gewissen, abgesteckten Areal, je nach Stand der Geschichte, wie z.B. dem Gefängnishof oder in einem Krankenhaus frei bewegen.
Vincent und Leo können dabei mit Personen sprechen oder mit Gegenständen interagieren.
Hier wurden einige Minispiele wie Hufeisenwerfen, Vier gewinnt, Baseball oder – ja auch das gibt es – Rollstuhlbalancieren – eingebaut.

Bei der ein oder anderen Verfolgungsjagd springen wir über Stock und Stein um unsere Haut zu retten. Meist nutzen die Entwickler Quick Time Events um euch damit am Spielgeschehen teilnehmen zu lassen.

Was wirklich als besonders zu betrachten ist, ist das zeitgleiche interagieren in einem Story Abschnitt. So kann es z.B. sein, dass Vincent einen bestimmten Bereich erreichen muss, dies aber nur durch die Hilfe von Leo schaffen kann. Lässt euch euer Mitspieler im Stich oder handelt falsch, werdet ihr entdeckt oder sterbt sogar.

Insgesamt ist das Spielprinzip linear und alles bereits vorgeskriptet.
Entscheiden können wir uns ab und an trotzdem. Meist zwischen dem rabiaten Stil von Leo oder dem cleveren Vorgehen von Vincent zwischen Weg A oder B. Interessant ist hierbei, dass man sich einigen muss. Ohne Einigung kann das Spiel nicht fortgestetzt werden. Das erfordert von den Spielern die nötige Absprache- und Kompromissbereitschaft.

Eine der großen Schwächen von „A Way Out“ ist aber, dass die Entscheidungen nur unmittelbare Auswirkungen auf die nächste Aktion im Spiel und nicht weitreichend auf den Verlauf der Geschichte haben. Einen Schmetterlingseffekt wie in bspw. „Life is Strange“ gibt es nicht.

Weitere Negativkritikpunkte bei dem Action-Adventure gibt es durchaus.
Der Ausbruch selbst ist etwas kurz, ohne größere Vorbereitung erledigt und hätte deutlich mehr Spielzeit in Anspruch nehmen können. Hier hätte man die Möglichkeit gehabt, einen bombastischen Ausbruch mit Planung, Vorbereitung und Durchführung im „Prison Break“ Stil zu inszenieren. Der Ausbruch in „A Way Out“ kommt eher nüchtern daher. Außerdem finden die mühsam erarbeiteten Vorbereitungsmaßnahmen bei der anschließenden, unspektakulären Flucht keine Anwendung.

Besonders wichtig für ein Spiel, was als interaktiver Film nicht in Fantasiewelten eintaucht, sondern in der Realität angesiedelt ist, ist eine fundierte, grundsolide und realistische Geschichte und genau da hakt es bei „A Way Out“. Ob bei Verfolgungsjagden oder bei ständigen, willkürlichen und unangebrachten Gesprächen mit fremden Personen in der Spielwelt, fehlt einfach die Nähe zur Realität. Habt ihr schonmal ein gesamtes Krankenhaus mit fremden Personen ausgefragt, was Ihnen fehlt oder mit einem Holzbesen Vorhängeschlösser aufgebrochen? Nein, ich auch nicht.

Zum Thema Spielzeit sei gesagt: In etwa 6h lässt sich das Spiel locker in 1-2 Sessions abschließen und bietet keinerlei Wiederspielwert.
Potential verschenkt das Spiel zusätzlich in der chronologischen Abfolge seiner Geschichte. Wir hätten uns gewünscht, die Handlung von Anfang bis Ende ohne Zeitsprünge zu erleben. Das hätte noch mehr Nähe zu den Figuren aufgebaut und dafür gesorgt, dass uns die Story richtig packt und mitnimmt.

Am Ende ist „A Way Out“ ein gutes, innovatives und spielenswertes Action-Adventure geworden, bei dem jedoch einiges an Potential verschenkt wurde und was mit seiner 0815 Gangster Hollywood Story, nicht über eine wenig glaubhafte Geschichte hinaus kommt.


 

Wyrmwood: Road of the Dead (2014)


Kommen Zombiefans mit „der Straße des Todes“ auf Ihre Kosten? Das erfährt ihr in Lissas Review zu „Wyrmwood: Road of the Dead“.


Genre: Horror, Zombie

Autor: Lissa

Verfasst am: 15.05.2016

Wertung:  


Unerwartet Gut

Kein the walking dead? Trotzdem überraschend gut!

Sehenswerter Trash-Zombiefilm mit einigen neuen Ideen, was dem Genre auch ganz gut tut. Nette Gags mit gut gemachten Zombies und Effekten.

Wer Zombiefilme mag kommt bei diesem Film auf seine Kosten.