Archiv der Kategorie: Mitwirkende

Die Kunst des toten Mannes (2019)

Lesemusik:

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  • 6/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - Ganz gut

„Die Kunst des toten Mannes“ ist ein Horrorthriller, der sich zu Beginn nicht so recht zwischen Thriller– und konventioneller Drama-Atmosphäre entscheiden kann.

Sein Potential entfaltet er daher spät. Im Gegensatz zu Jake Gyllenhaals hervorragender Schauspielleistung. Außerdem tröstet die ungewöhnliche Handlung über das vorhersehbare Ableben der Figuren hinweg.

Insgesamt bleibt „Velvet Buzzsaw“ (Originaltitel) so als ganz guter Genre-Film ohne wirkliche Spitzen im Gedächtnis.

(17. März 2019)

Genre: Horrorthriller, Mysterythriller

Originaltitel: Velvet Buzzsaw

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix

Regie: Dan Gilroy

Drehbuch: Dan Gilroy

Produktion: Jennifer Fox

Musik: Marco Beltrami

Länge: ca. 113 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 1. Februar 2019 (Direct to Netflix)

Ähnliche Titel: Spree – Alles für die Klicks (2020)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_toten_Mannes | https://en.wikipedia.org/wiki/Velvet_Buzzsaw | https://www.imdb.com/de/title/tt7043012/reference/

Was haltet Ihr von „Die Kunst des toten Mannes“? Regisseur Dan Gilroy hat übrigens bereits in „Nightcrawler“ (2014) mit Jake Gyllenhaal zusammengearbeitet. Der Film kam mit einer 7,8/10 bei IMDB jedoch wesentlich besser an.[1] Welcher der beiden Filme ist euer Favorit? Teilt eure Gedanken zu „Die Kunst des toten Mannes“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und alle mörderischen Gemälde dieser Welt bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Die Kunst des toten Mannes“.

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©Netflix

CHiPs (2017)

Lesemusik:

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  • 5/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Jannik meint - Geht so

Dax Shepherds „CHiPS“ ist eine zu vernachlässigende Buddy-Cop-Action-Komödie mit rar gesäten lustigen Szenen und einer unsinnigen Handlung, die natürlich gerade wegen eben dieser für kleinere Lacher sorgen kann.

(1. Februar 2019)

Genre: Actionkomödie

Originaltitel: CHiPs

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures | Primate Pictures

Regie: Dax Shepard

Drehbuch: Dax Shepard

Produktion: Andrew Panay, Ravi Mehta

Musik: Fil Eisler

Länge: ca. 101 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 20. April 2017 (Kinostart DE)

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https://en.wikipedia.org/wiki/CHiPs_(film) | https://de.wikipedia.org/wiki/CHiPs_(Film) | https://www.imdb.com/de/title/tt0493405/reference/

„CHiPs“ basiert übrigens auf der gleichnamigen Fernsehserie aus den Jahren 1977 bis 1983.[1] Was haltet Ihr von der Neuauflage? Lustiger Buddycop-Actionkracher oder Zeitverschwendung? Teilt eure Gedanken zu „CHiPs“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die BMW R1200RTP von Jon Baker bestimmt auch![2]


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „CHiPs“

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©Warner Bros. Pictures

Life (2017)

Lesemusik:

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  • 7/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„Life“ profitiert von einem vielversprechenden Beginn und einer interessanten Prämisse.

Der Science-Fiction-Horrorthriller trumpft zunächst mit seiner Spitzen-Niveau-Besetzung auf. Jake Gyllenhaal, Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds und Hiroyuki Sanada schlüpfen in die wichtigsten Rollen.

Alles scheint jetzt möglich im Weltraum. Bis sich Daniél Espinosas Film zunehmend in seiner Unglaubwürdigkeit verfängt. Als Zuschauer wurden wir das Gefühl nicht los, dass einfach alles wie am Schnürchen für den Antagonisten läuft. Jedes Detail spielt in die Hände des Feindes.

Dadurch ergibt sich im Verlauf eine Vorhersehbarkeit, die mit der Zeit mürbe macht. In seinen schlechtesten Momenten führt das zu Stirnrunzeln und Augenrollen.

In seinen besten Momenten ist „Life“ jedoch ein packender Sci-Fi-Horrorthriller, der für Anspannung sorgt und so als erinnerungswürdiges Leinwanderlebnis im Gedächtnis bleiben kann.

(4. März 2019 | 26. Februar 2026)

Genre: Science-Fiction, Horrorthriller, Übernatürliches

Originaltitel: Life

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Sony Pictures Releasing | Columbia Pictures, Skydance

Regie: Daniel Espinosa

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick

Produktion: David Ellison, Dana Goldberg, Bonnie Curtis, Julie Lynn

Musik: Jon Ekstrand

Länge: ca. 104 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 23. März 2017 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Arrival (2016)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Life_(2017) | https://en.wikipedia.org/wiki/Life_(2017_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt5442430/reference/

Was haltet Ihr von Daniel Espinosas Weltraum-Ausflug? Auf welcher Seite standet Ihr emotional und habt Ihr „Calvin“ liebgewonnen? Teilt eure Gedanken zu „Life“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und das Team der ISS bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche „Trailer C“ zu „Life“

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©Sony Pictures

Candyman (2021)

Lesemusik:

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  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - Ganz gut

Mit „Candyman“ erreichte uns im Jahr 2021 ein weiterer Film von Jordan Peeles Produktionsfirma Monkeypaw Productions.

Anders als bei Peeles vorangegangenen Werken „Get Out“ (2017), „Wir“ (2019) und „Nope“ (2022) nahm der Sozialthriller-Experte diesmal nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz. Zeitweise war dies unklar.[1] Stattdessen übernahm die New-Yorkerin Nia DaCosta das Zepter und Peele fungierte als ausführender Produzent und Drehbuchautor.

Der Horrorthriller „Candyman“ soll als „spirituelle Fortsetzung“ des 1992 erschienenen, gleichnamigen Slashers von Bernard Rose gesehen werden, wie die Macher preisgaben.[2] Er basiert also erneut auf der Kurzgeschichte „The Forbidden“ von Clive Barker.

Die Geschichte startet interessant. Der Künstler Anthony McCoy stößt auf die Legende des Candyman. Wird fünfmal sein Name in den Spiegel gesagt, soll der Mörder mit der Hakenhand unweigerlich erscheinen. Nach einer künstlerischen Schaffenskrise findet Anthony Inspiration in seiner neuen Entdeckung und richtet seine Werke darauf aus. Als sich dann immer mehr Morde in seinem direkten Umfeld ereignen, nimmt die Geschichte weiter Fahrt auf.

Gesellschaftskritisch versucht der Film, angesiedelt in Chicago, sich zum Thema der Gentrifizierung zu äußern.  Das wirkt eher unpassend und aufgesetzt, da es mit der eigentlichen Horrorgeschichte um den Candyman wenig verwoben wirkt.

Insgesamt bietet „Candyman“ außerdem nur wenige imposante Bilder und interessante Ideen. So schafft er es, einzig mit seiner, für Monkeypaw typisch, hohen Produktionsqualität und den treffenden Schattenspielen des Chicagoer Theater-Kollektivs Manual Cinema aufzutrumpfen.

Das reicht jedoch nicht für mehr als einen ganz guten Horrorthriller mit viel Luft nach oben. „Candyman“ enttäuscht in den meisten Disziplinen des Genres und bleibt relativ blass, als zwar kein völlig verünglückter aber eben etwas blutleerer Leinwandausflug.

(13. Juli 2023)

Genre: Horrorthriller, Sozialthriller, Slasher, Body Horror, Übernatürliches

Originaltitel: Candyman

Produktionsland: USA, Kanada

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Pictures, Bron Creative

Regie: Nia DaCosta

Drehbuch: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Nia DaCosta

Produktion: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Ian Cooper

Musik: Robert Aiki Aubrey Lowe

Länge: ca. 91 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 26. August 2021 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Wir (2019)

Nachfolger: Nope (2022)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021) | https://en.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt9347730/reference/

Was haltet Ihr von „Candyman“? Kann die geistige Fortsetzung dem Original das Blut reichen? Und wie fandet Ihr die gesellschaftskritische Komponente? Teilt eure Gedanken zu „Candyman“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Killer mit der Hakenhand bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Candyman“

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©Universal Pictures Germany

Get Out (2017)

Lesemusik:

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©Universal Pictures Germany | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Jannik meint - Lieblingsfilm

Im Falle von „Get Out“ könnte ich lange und kompliziert über die dem Werk innewohnende Rassismusthematik und Gesellschaftskritik philosophieren. Ich könnte erzählen, dass durch „Get Out“ die Produktionsfirma von Jordan Peele, Monkeypaw Productions, zu meiner Lieblingsproduktionsfirma im Bereich der Thriller wurde.

Ich könnte schildern, welch tiefschürfende, sozialkritische Komponente in dem mit einem Oscar ausgezeichneten Drehbuch-Meisterwerk verbaut ist. Ich könnte darauf eingehen, wie subtil und mit weniger Zeigefinger „Get Out“ für seine Botschaft sensibilisierte als spätere Genrekollegen und Trittbrettfahrer wie etwa der offensive, absolute, moralisierende und pauschalisierende „Antebellum“ aus dem Jahr 2020.

Oder ich beschreibe einfach meinen Eindruck und mein Gefühl, welches während der 104 Minuten für Gänsehaut und ein erinnerungswürdiges, unvergessliches Kinoerlebnis sorgte.

„Get Out“ hat mich mit all seiner (Aussage-)Kraft regelrecht in den Kinositz gepresst, fesselte mich mit Ledergurten an die Armlehnen, flößte mir sich selbst ein und ließ mir immer wieder Schauer über den Rücken laufen.

Ein ganz besonderes Gefühl war für mich, jederzeit der Überzeugung zu sein, alles zu durchschauen und alles in meinem Kopf zu kontrollieren. Nur um im nächsten Moment wieder mit etwas konfrontiert zu werden, was sich als bemerkenswert unheimlich bei mir einbrannte.

Es waren genau diese Emotionen, die ich empfinden, und genau dieser Eindruck, der sich bei mir manifestieren sollte, als ich das Vorhaben beschloss, durch einen Psychothriller zu erschaudern und das D-Box-Kinoticket zu lösen.

Fazit: „Get Out“ ist ein unheimlich spannender, packender und auf eine befriedigende Art und Weise verstörender Film mit hohem Thrillfaktor und wurde damit anno 2017 meine ganz persönliche neue Referenz in Sachen Mindfuck-Sozialthriller.

(16. Mai 2017 | 22. Februar 2026)

Genre: Horrorthriller, Psychothriller, Sozialthriller

Originaltitel: Get Out

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Blumhouse Productions, QC Entertainment, Monkeypaw Productions

Regie: Jordan Peele

Drehbuch: Jordan Peele

Produktion: Sean McKittrick, Jason Blum, Edward H. Hamm Jr., Jordan Peele

Musik: Michael Abels

Länge: ca. 104 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 4. Mai 2017 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Keanu (2016)

Nachfolger: BlacKkKlansman (2018)

Ähnliche Titel: Wir (2019), Antebellum (2020), Nope (2022)Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Get_Out | https://en.wikipedia.org/wiki/Get_Out | https://www.imdb.com/de/title/tt5052448/reference/
Was haltet Ihr von „Get Out“? Interessanterweise vereint der Film alle Produktionsfirmen, die heute als typisch für genau diese Art von Kinoerlebnis gelten. Blumhouse, Monkeypaw und QC Entertainment. Was für eine Kombination. Fehlt eigentlich nur noch James Wans Atomic Monster. Was haltet Ihr vom Regiedebüt von Social-Thriller-Pionier Jordan Peele? Teilt eure Gedanken zu „Get Out“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Haushälterin Georgina bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Get Out“

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©Universal Pictures Germany

Resident Evil 4 (Remastered) (2005, 2016)

Lesemusik:

„Regenerador“ („Resident Evil 4„-OST)


Offizielle Abspann-Musik zu „Resident Evil 4“

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©Capcom | Poster: Quelle: https://shopee.co.id/poster-A3-PlayStation-resident-evil-4-PS3-PS4-Xbox-360-hiasan-dinding-tembok-kamar-i.183546029.8759568459 | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Lieblingsspiel

In der großen weiten Welt der Videospiele steht das „Resident-Evil“-Franchise wie kein anderes für den Begriff des Survival Horror.

Selbst der Name des Grusel-Genres soll einst an den Spruch „Enter the survival horror…“ angelehnt worden sein, der im Jahre 1996 prächtig den Ladebildschirm des ersten Serienteils zierte.[1]

Doch um das Franchise war es nicht immer rosig bestellt. Mit der knallharten Neuausrichtung auf Action, die spätestens mit „Resident Evil 5“ (2009) in die ursprünglich schaurig-düstere Reihe Einzug fand, spaltete Capcom die Fan-Lager.

Trotzdem veröffentlichte der Publisher auch nach dem Weggang von „Resi“-Urgestein Shinji Mikami über die letzten Jahre zahlreiche Neuauflagen der Top-Marke. So bekam auch das einst euphorisch von Fans und Kritikern aufgenommene „Resident Evil 4“ seine aufpolierte Remastered-Version.

Aktuell legt ein Leak nahe, dass uns zudem schon bald ein Remake erwarten könnte.[2] Grund genug für uns, dem Kultspiel noch einmal genauer auf den Zahn zu fühlen.

Genre: Action-Adventure, Third-Person-Shooter, Survival Horror

Originaltitel: Baiohazādo 4 (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Capcom Production Studio 4 | Capcom

Game Director: Shinji Mikami

Musik: Misao Senbongi, Shusaku Uchiyama

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 15 Stunden (Story), ca. 31 Stunden (100%)

Sprache: Englische & spanische Sprachausgabe, deutsche Texte

Plattformen: GameCube (03/2005), PlayStation 2 (10/2005), PC (03/2007 | 02/2014), Wii (06/2007), PlayStation 3 (09/2011), Xbox 360 (09/2011), Wii U (10/2015), PlayStation 4 (08/2016), Xbox One (08/2016), Switch (05/2019) (Stand: 01.11.2025)

Altersfreigabe: USK 18

Erstveröffentlichung DE: 23. März 2005 (GameCube)

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil 3: Nemesis (Original, 1999)  / Resident Evil 3 (Remake, 2020)

Nachfolger: Resident Evil 5 (Remastered) (2009, 2016)

Ähnliche Titel: Resident Evil 2 (2019), Resident Evil 3 (2020), Resident Evil 7: Biohazard (2017), Dead Space (2008), The Last of Us (Remastered) (2013, 2014)

Quellen
Allgemeine Daten: https://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_4 | https://en.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_4 | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/7720 | Release DE: https://ogdb.eu/index.php?section=game&gameid=6650 | https://www.ninretro.de/game-26-3908.html

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 5

Autor: Jannik

Verfasst am: 29. November 2021

Lesezeit: ca. 5 Minuten (Direkt zum Fazit)

Survival-Horror-Reihe neu aufgelegt

Die „Resident-Evil“-Reihe ist seit dem ersten Teil aus dem Jahre 1996 (PSX) eine der erfolgreichsten Marken des japanischen Entwicklerstudios Capcom. Das beliebte Franchise gilt wie kein anderes als Garant für stimmungsvollen Survival-Horror. Laut Wikipedia wurden die Spiele bis Februar 2019 mehr als 90 Millionen Mal verkauft.[3]

Kein Wunder also, dass Capcom über die Jahre seiner Traditionsmarke immer wieder Neuauflagen spendierte. Der erste Teil sowie „Resident Evil Zero“ wurden remastered und im Paket als „Resident Evil Origins Collection“ im Jahr 2016 für PS4 und Xbox One veröffentlicht. Mit den aufgebohrten Varianten von „Resident Evil 2“(2019) sowie „Resident Evil 3“ (2020) erreichten uns sogar waschechte Remakes, die wir jüngst Tests unterzogen.

Am 30. August 2016 erblickte schließlich auch „Resident Evil 4“ in einer neu aufpolierten Remastered-Version für PS4 und Xbox One das Licht der Welt.

Die bei den Fans nicht unumstrittenen Auskopplungen „Resident Evil 5 (Remastered) (2009, 2016)“ sowie „Resident Evil 6 (Remastered) (2012, 2016)“ komplettierten schließlich die Hauptreihe, von den zahlreichen Spin-Offs ganz zu schweigen.

Als Fans nicht der ersten, sondern der zweiten Stunde, welche das Franchise nun pflichtbewusst nachholen, war „Resident Evil 4“ nun unser nächster Halt auf dem Weg zur Komplettierung.


Zahlreiche Ableger und Neuauflagen. Um die Survival-Horror-Reihe steht es aktuell gut.

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©Capcom | Quelle: https://www.ebay.de/itm/353273728530

Handlung – Die parasitäre Sekte

Wir schlüpfen erneut in die Rolle von Leon S. Kennedy.

Den als coolen Actionhelden in Szene gesetzten Agenten begleiteten wir einst an seinem ersten Arbeitstag als Polizist in „Resident Evil 2“. Seinerzeit machte Raccoon City Bekanntschaft mit dem T-Virus.

Als Spezialagent, direkt dem US-Präsidenten unterstellt, verschlägt es Leon nach Europa. Ashley, die 20-jährige Tochter des Präsidenten, wurde entführt und wird in einem sonderbar okkulten Teil Spaniens vermutet.

Als Leon ist es unsere Aufgabe, die junge Frau ausfindig zu machen. Dabei stoßen wir jedoch auf allerlei Widerstand in Form einer mysteriösen Sekte, den Los Iluminados, rund um Anführer Osmund Saddler. Die Gruppe verehrt einen antiken Parasiten namens „Las Plagas“.

Wir schlagen uns durch eine unheimlich abwechslungsreiche Spielwelt, um nicht nur Ashley zu retten, sondern auch, um das Geheimnis der angsteinflößenden Mutationen zu lüften.


Leon S. Kennedy nachdenklich in spanischen Gefilden unterwegs.

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©Capcom

Kollegin Hunnigan erläutert uns die Details der Mission.

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Gameplay – Ein Schritt Richtung Action

Der vierte Teil brach seinerzeit in gleich mehreren Punkten mit alten Resident-Evil-Konventionen. War man von Vorgängern eine statische Kamera gewohnt, kam erstmals innerhalb der Hauptreihe die Third-Person-Perspektive zum Einsatz, welche die Kamera direkt hinter der Spielfigur positionierte.

Zudem fällt gleich zu Beginn auf, dass die Entwickler deutlich mehr Munition und Sammelbares spendieren. Mit der bis dahin serientypischen Munitionsknappheit wurde also in „Resident Evil 4“ erstmals gebrochen. Damit einhergehend ist das Gameplay bereits actionlastiger und sollte mit Teil fünf und sechs zum Unmut der Fans eskalieren.

Es gibt jedenfalls insgesamt deutlich mehr Gegner zu bezwingen und mannigfaltige Gegnertypen. Recht früh im Spiel schaltet man Waffen frei, die sonst erst zum Endgame-Content gehörten oder die man sich zuvor schwerer erarbeiten musste.

Trotzdem lässt „Resident Evil 4“ immer genug von seiner Quintessenz, dem stimmungsvollen Grusel und dem Gefühl der Ausgeliefertheit, durchblicken. Denn: stumpfes Draufloshasten führt zum sicheren Tod. Taktisches Vorgehen und Ruhe bewahren, im Eifer des Gefechts und des Horrors, will gemeistert werden.


Gameplay aus der Third-Person-Perspektive.

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Deutlich mehr Gegner gleichzeitig als sonst üblich innerhalb der Reihe.

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Die Shotgun findet Ihr bereits früh im Spiel, um ordentlich Action zu machen.

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Wirkung

Die richtige Balance

Besonders beeindruckend im vierten Teil von „Resident Evil“ ist das durchdachte Spieldesign mit seinen Mechaniken, was sehr ausbalanciert wirkt. Es ist überhaupt nicht repetitiv, obwohl es immer den gleichen Mechanismen folgt.

Das Grundprinzip ist einfach: Als Leon geraten wir durch Gegner in den verschiedensten Lagen unter Druck und müssen die richtigen Entscheidungen treffen. Das ist manchmal gar nicht so einfach.

Auch vermeintlich ungefährlichere Gegner werden immer wieder zur Gefahr. Nie darf etwas oder jemand unterschätzt werden. Das Spiel lehrt: Sei dir deiner Sache nie zu sicher. Habe immer eine Fluchtmöglichkeit oder einen Plan B.

Trotzdem fühlt man sich nur selten unfair ausgeliefert. Wir bekommen genug an die Hand gelegt, um zu bestehen. Wir müssen unser Equipment jedoch sauber und strukturiert nutzen.


Cleveres Inventar-Management ist einer der Schlüssel zum Erfolg.

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Der bewusste Aufbau

„Resident Evil 4“ wirkt dabei sehr durchdacht und bewusst aufgebaut, um genau die richtigen emotionalen Hebel beim Spieler umzulegen.

Es gibt zwei wesentliche Bestandteile, ein Gegensatzpaar, welches alle Spiele beinhalten: Spannung und Entspannung. Und kein anderes Videospiel führt dieses Prinzip so konsequent vor Augen und setzt es so erfolgreich um wie „Resident Evil 4“.

Zuerst werden wir konfrontiert mit nervenaufreibenden Momenten – die Spannung erzeugen. Der Feind, der uns plötzlich hinterrücks überrascht. Die gewalttätige, mit Verbänden umwickelte Frau, die den Motor der Kettensäge anwirft. Gegnerscharen, die uns umzingeln. Es ist Survival Horror der die Urinstinkte anspricht. Überleben unter Anspannung als Leitmotiv.

Anschließend, wenn wir diese Hürden gemeistert haben, werden wir belohnt – die Entspannung. Die treibende, bedrohliche Musik verstummt. Plötzlich wirkt die Umgebung fast schon friedlich. Eine Urkomponente des Videospieldesigns kommt zum Einsatz: Kisten! Jedes Gefäß, jede noch so kleine Vase wird zerbrochen, auf der Suche nach Brauchbarem. Waffen möchten gelevelt werden und wertvolle Klunker beim Händler des Vertrauens unter dem Motto „What are you sellin‘?“ verscherbelt.


Leons legendärer Tritt lässt betäubte Gegner fliegen! (Spannung)

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Rätsel-Element (Entspannung)

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Auch das Sounddesign ist für damalige Verhältnisse außergewöhnlich mitreißend und beängstigend. Wenn die teilweise undeutlichen Laute der Las Plagas, wie von Besessenen, aus den Lautsprechern tönen, verursacht das extremen Stress beim Spieler. Erst wenn die treibende Musik verklingt, können wir uns für einen kurzen Moment sicher fühlen.

Dieses Dogma wird immer und immer wieder wiederholt und durch neue Gegnertypen und neue Ideen ergänzt, um uns weiterhin unter Spannung zu setzen. Das alles präsentiert Capcom in unterschiedlichsten Gefilden. Vom Dorf, welches vom Parasit befallen ist, geht es etwa in eine schaurig schöne Burg, die europäische Mittelalter-Stimmung aufkommen lässt.


„Resident Evil 4“ kann auch schaurig schön aussehen.

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Die atmosphärische Burg hat es uns besonders angetan.

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Remastered – (noch) kein Remake

„Resident Evil 4“ als Remaster sieht für sein Alter sehr gut aus.

An den nötigsten Stellschrauben wurde gedreht. Die Auflösung ist auf 1080p gestiegen und die Framerate auf stabile 60 FPS angehoben worden. Wunder sollte man jedoch insbesondere bei den Texturen und der Optik insgesamt nicht erwarten.

Doch das ist auch gar nicht nötig. Fans haben sich sicher gewünscht, einen leicht aufgehübschten vierten Serienteil zu erhalten, der seinen Stärken aus der vergangenen Zeit ausnahmslos treu bleibt.

Mittlerweile wurde außerdem bekannt, dass uns wohl ein Remake erwarten wird! Leakes legen nahe, dass auch der vierte Teil einer ausgiebigen Frischzellenkur unterzogen werden wird.

Spruchreifes Material oder ein Releasezeitraum stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.


Auge um Auge.

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Fazit – High-End-Survival-Horror

„Resident Evil 4“ ist für viele Videospieler, uns mit eingeschlossen, der beste Teil der Reihe und macht einfach alles richtig.

Die schaurige Sogwirkung, die furchteinflößende Grundstimmung und das einnehmende Gameplay machen es zum wohl besten Survival-Horror-Spiel aller Zeiten.

Es stellt genau die richtige Mitte zwischen der dunklen Gruselstimmung der Vorgänger und dem actionlastigen Gameplay des Nachfolgers dar. Es kreiert somit genau die Balance, die es für das wohl herausragendste Spiel der Reihe brauchte!

An dieses High-End-Survival-Horror-Spiel werden wir lange Zeit sehr positive Erinnerungen haben und sind schon gespannt, ob das Remake diesem Klassiker in Zukunft gerecht werden kann.


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©Capcom

Wie gefiel euch anno 2005 Capcoms Neuausrichtung auf Action? Ist euch die Rückbesinnung auf atmosphärischen Grusel seit „Resident Evil 7: Biohazard (2017)“ lieber? Verratet uns euren Lieblingsteil und teilt eure Gedanken zu „Resident Evil 4“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die Las Plagas bestimmt auch!

Trailer zu „Resident Evil 4“

Der offizielle E3-GameCube-Trailer zu „Resident Evil 4“ aus dem Jahr 2004

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©Capcom | Quelle: PlayscopeTimeline, https://www.youtube.com/watch?v=2ORc25vZo54

Der offizielle „Modern-Hits-Launch-Trailer“ zu „Resident Evil 4“-Remastered aus dem Jahr 2016

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©Capcom | Quelle: PlayStation, https://www.youtube.com/watch?v=V4Si9z9m8xw

Nope (2022)

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  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Am 11. August 2021 erschien mit dem interessanten Titel NOPE Jordan Peeles dritter Social-Thriller.

Der Oscar-Preisträger gilt seit Get Out (2017) als Garant für spannungsgeladene, sozialkritische Mindfuck-Trips, die Gänsehaut beim Zuschauer verursachen.

Laut Peele sollen innerhalb eines 10-Jahres-Plans insgesamt vier Filme dieser Art erscheinen.[1] Was sein drittes Werk zu bieten hat, haben wir uns genauer angeschaut.

Genre: Thriller, Horrorthriller, Mysterythriller, Sozialthriller, Science-Fiction, Western

Originaltitel: Nope

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions

Regie: Jordan Peele

Drehbuch: Jordan Peele

Produktion: Jordan Peele, Ian Cooper

Musik: Michael Abels

Länge: ca. 130 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 11. August 2022 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Candyman (2021)

Nachfolger: Honk for Jesus, Save Your Soul (2022)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Nope_(film) | https://de.wikipedia.org/wiki/Nope | https://en.wikipedia.org/wiki/Monkeypaw_Productions

Wertung:   

Autor: Jannik

Verfasst am: 19. August 2022

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Mastermind

Mit Nope erreicht uns endlich wieder ein Film von Regisseur Jordan Peele.

Das amerikanische Mastermind heimste bei der Oscarverleihung 2018 mit seinem Skript zu Get Out (2017) die Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch ein. Peele etablierte mit seinem Regiedebüt eine ganz eigene Art von sozialkritischen Thrillern und prägte damit nachhaltig das Genre.

Zuletzt machte der 43-Jährige mit dem Horrorthriller Wir (2019) auf sich aufmerksam.

Am 22. Juli 2022 (US-Kinostart) veröffentlichte er seinen neuen Film mit dem ungewöhnlichen Titel Nope erneut unter dem Banner des hauseigenen Studios Monkeypaw Productions.

Würde uns abermals diese eigenartig-befriedigende Form von Mindfuck präsentiert werden?!


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©Universal Pictures Germany | Quelle: https://vignette.wikia.nocookie.net/logopedia/images/8/86/BlacKkKlansman.2018.1080p.WEB-DL.DD5.1.H264-FGT.mkv_20181114_204154.063.jpg/revision/latest?cb=20181114124208

Handlung – Eine Pferde-Ranch und merkwürdige Dinge

Nope handelt vom Familienbetrieb Haywood Hollywood Horses des Afroamerikaners Otis Jr. Haywood kurz OJ genannt (Daniel Kaluuya).

In der Wüste des kalifornischen Santa Clarita Valley betreibt OJ sein Geschäft mit Showpferden in der Film- und Fernsehindustrie.

Nach dem plötzlichen Tod von OJs Vater müssen der deprimierte Sohn sowie seine lebhafte Schwester Emerald Haywood (kurz Em) den Laden übernehmen und weiterführen.

Doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge.


OJ und Em versuchen mit modernen Methoden das Business auf die Spur zu bringen

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©Universal Pictures Germany

Ein neuer Social-Thriller?!

Nach Get Out und Wir waren wir sehr gespannt (wenn nicht gehyped) auf einen neuen Film aus dem Hause Monkeypaw.

Das Studio des Filmemachers Peele steht seit Get Out vor allem für sozial- und gesellschaftskritische Ausnahmewerke mit vielen Untertönen.

Sogenannte Social-Thriller, wie sie Peele selbst bezeichnet, sollten noch ganze vier weitere innerhalb des nächsten Jahrzehnts folgen, wie wir uns bereits in unserem Review zu Wir angeschaut haben. Nope ist vermutlich einer davon.

Damals teilte der Regisseur mit:

Die besten und furchterregendsten Monster in der Welt sind menschliche Wesen und wozu wir in der Lage sind, besonders wenn wir aufeinander treffen. Ich habe an diesen Prämissen dieser verschiedenen sozialen Dämonen gearbeitet, diesen inhärenten Monstern, der Art, wie sie in unser Denken und unsere Interaktion eingewoben sind. Und jeder weitere Film soll von einem anderen dieser sozialen Dämonen handeln.Jordan Peele

Ikonische Szene aus Get Out. Regisseur Peele arbeitete bereits in seinem Regiedebüt mit Schauspieler Kaluuya zusammen. Auch in Wir (2019) wirkte er mit.

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©Universal Pictures Germany

Dreharbeiten zu Nope. Der Regisseur setzt erneut auf seinen bewährten Hauptdarsteller.

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Genre-Vielfalt

Stilistisch ist der neue Film stark geprägt vom Genre des Western.

In den Weiten der karg-öden Landschaft des Drehorts Santa Clarita Valley (Kalifornien) und den storyrelevanten Pferden kommt das besonders zur Geltung.

Doch auch andere Genres mixt Peele seelenruhig mit ein. Etwa Science-Fiction à la Spielberg. Der Vergleich mit Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) wurde bei Kritikern mit am häufigsten genannt.[2] Diese Stilrichtungen paaren sich mit den dominanten Anteilen, bestehend aus Elementen des Horror– und Thriller-Genres.

Ein beinahe wirrer Trip ergibt sich aus dieser Mixtur. Doch ist dies wirklich der Spielerei mit den Genres geschuldet? Viel mehr ist es wohl die Geschichte, die manches Mal verwirrt, wenngleich diese wohl gattungstypisch bewusst so gestrickt wurde, um eben genau diesen Zweck zu erfüllen und diesen Effekt zu erzielen.


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©Universal Pictures Germany

Filmisch-visuell gefällt Nope jedenfalls zweifelsohne. Die stechenden Augen von Kaluuya und seine deprimierte und dennoch störrische Performance werden mit einer beige-farbig dominierten Umwelt kombiniert. Die ruhige Ausstrahlung der Wüste mit ihrer dennoch bedrohlichen Aura der Weite kommt hervorragend durch.

Die Kameraarbeit des niederländisch-schwedischen Hoyte van Hoytema, welcher vor allem für die Zusammenarbeit mit Christopher Nolan bekannt ist, kommt dem von Panoramen geprägten Setting zudem unglaublich gut entgegen.[3]

Auch deshalb würden wir Nope in einem guten (Heim)Kino auch mehrfach bestaunen.


Peele bei der Arbeit an Nope mit IMAX-Kamera

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©Universal Pictures Germany

Das Sandkorn

Das kratzende Sandkorn auf der Bildschirm-Oberfläche ist für uns auf inhaltlicher Ebene zu finden.

Zwar weiß die Geschichte sowohl in Tempo als auch in Erzählweise durchaus zu gefallen und zeigt hier kaum Schwächen, doch krankt sie an einem wesentlichen Element, was die bisherigen Social-Thriller von Peele ausmachte.

Während die anfangs angesprochenen Werke nur so durchzogen waren vom Fingerzeig, vom Anprangern und Hervorheben der sozialen Kritik, ist man beinahe so verwöhnt davon, dass die Tragweite, ja die Tragkraft in Nope zu kurz gekommen scheint.

Zwar prangert Nope offensichtlich die Sensationsgier der Menschen und die Sehnsucht nach medialer Sichtbarkeit an, doch konnte sich für uns dieses Motiv innerhalb der Handlung nie so ganz durchbeißen.[4]

Wo uns Get Out regelrecht in den Sitz presste und bewegte und uns Peeles zweiter Film Wir schamlos den Spiegel vorhielt und schockte, hat uns Nope emotional nie so richtig aufgewühlt.

Zugutehalten müssen wir dem Thriller jedoch den unkonventionellen Eindruck, denn er siedelt sich insgesamt trotz Versatzstücken und Ähnlichkeiten zu anderen Werken fernab des gewöhnlichen Seherlebnisses an. Doch die Gänsehaut – ja, ein Unbehagen – fehlte. Viel zu selten und in langsamerem Takt – als bei seinen bisherigen Social-Thrillern – verspürten wir wirkliche Durchschlagskraft. Das richtige „Baff sein“ blieb somit leider aus.


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©Universal Pictures Germany

Fazit – Filmerlebnis Monkeypaw (fast ohne sozialkritischen Unterton)

Nope ist etwas weniger ein Social-Thriller. Der Zuschauer muss stark interpretieren, um die Gesellschaftskritik zu verstehen.

Er nimmt sich kein Ungleichgewicht innerhalb der Gesellschaft, welches ein Unwohlsein hervorruft, und treibt es dann, wie von Peele gewohnt, auf die Spitze.

War ein wesentliches Merkmal von Peeles Werken, das Fass sukzessive überlaufen zu lassen, sodass es sich am Ende im Abgang so anfühlte, als wäre das Fass tatsächlich viel mehr mit einem lauten Knall umgetreten worden, fanden wir in Nope zwar filmische sowie stilistische Schönheit, jedoch nicht genug Tragweite innerhalb der Handlung.

Nope beschränkt sich auf das Schicksal einer kleinen Gruppe anstelle einer globalen Gesellschaft.

Damit weiß der Film zwar optisch zu überzeugen, schafft es aber nie, über anspruchsvolle, beinahe arthouse-mäßige Sci-Fi-Horror-Thriller-Popcorn-Kino-Action hinaus und ist somit ein sehenswerter Film, in dem der für Peele eigentlich typische sozialkritische Unterton zwar vorhanden ist, jedoch weniger stark ausgeprägt zur Geltung kommt.


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©Universal Pictures Germany

Was haltet Ihr vom dritten Sozialthriller aus der Feder von Mastermind Jordan Peele? Kommt euch auch die durchschlagende Gesellschaftskritik zu kurz? Teilt eure Gedanken zu Nope mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Schimpanse Gordy bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu Nope

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Sandy Wexler (2017)

Lesemusik:

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Kate Hudson – Mr. DJ |©Netflix | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
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Jannik meint - Geht so

Adam Sandlers Netflix-Deal bietet dem Comedy-Urgestein offensichtlich absolute Narrenfreiheit!

Auch der dritte Film (nach „Die lächerlichen Sechs“ [2015] sowie „The Do-Over“ [2016]) – diesmal mit dem Titel „Sandy Wexler“ -kommt mit einer Ansammlung an absurden komödiantischen Szenen daher, die maximal von schlecht bis gut reichen und über unglaubliche 131 Minuten (!) mal foltern und mal erheitern.

Ein roter Faden ist nur selten zu erkennen. Die Sandler-Komödie bleibt damit insgesamt bestenfalls im „Geht so“-Mittelmaß zurück. (4. März 2019)

Genre: Komödie

Originaltitel:  Sandy Wexler

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | Happy Madison Productions

Regie: Steve Brill

Drehbuch: Dan Bulla, Paul Sado, Adam Sandler

Produktion: Adam Sandler, Allen Covert, Ted Sarandos

Musik: Rupert Gregson-Williams

Länge: ca. 131 Minuten

Altersfreigabe: 12 (lt. Netflix)

Veröffentlichung: 14. April 2017 (Netflix)

Universum: Happy Madison Productions

Vorgänger: The Do-Over (2016)

Nachfolger: Die Woche (2018)

Quellen
Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Sandy_Wexler | Altersfreigabe: https://www.netflix.com/de/title/80126569

Beschreibung

„Sandy Wexler“ ist eine US-amerikanische Komödie von Regisseur Steve Brill aus dem Jahr 2017. Adam Sandler übernahm die Hauptrolle als exzentrischer Talentmanager. Die Geschichte spielt im Jahre 1994 in Los Angeles. Außerdem fungierte er mit seiner Produktionsfirma „Happy Madison Productions“ typischerweise auch als Produzent.

Es handelt sich um die dritte Produktion, die aus Adam Sandlers Vertrag mit dem Streaming-Giganten Netflix hervor ging. Dieser wurde im Oktober 2014[1] für angeblich 250 Millionen Dollar[2] geschlossen und umfasste die vier Filme „The Ridiculous 6“ (2015), „The Do-Over“ (2016), „Sandy Wexler“ (2017) und „Die Woche“ (2018).[3]

Bereits im Jahre 2017 wurde der Deal um weitere vier Filme verlängert: „Murder Mystery“ (2019),  „Hubie Halloween“ (2020), „Hustle“ (2022) und „Murder Mystery 2“ (2023).[4]

Im Jahre 2020 wurde bekannt, dass der Vertrag um vier weitere Filme verlängert wurde. Es erschienen „Du bist sowas von nicht zu meiner Bat-Mizwa eingeladen“ (2023), „Leo“ (2023, Animationsfilm), „Spaceman: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ (2024) sowie „Happy Gilmore 2“ (2025).


Was haltet Ihr von den Filmen, die Adam Sandler in der jüngeren Vergangenheit produziert hat? Genießt er absolute Narrenfreiheit? Teilt eure Gedanken zu “Sandy Wexler” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Happy Madison Productions bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Sandy Wexler“

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©Netflix

Him – Der Größte aller Zeiten (2025)

Lesemusik:

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©Universal Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 5.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5.5/10
5.5/10

Geht so bis ganz gut

Mit „HIM“ erschien am 13. November 2025 der neueste Film von Jordan Peeles Studio Monkeypaw Productions.

Trailer und Poster sahen vielversprechend aus, weil es den Eindruck machte, sie seien gekonnt trapiert worden. Ein junger Footballspieler mit Maschinenhaarschnitt, oberkörperfrei. Unten weiß bekleidet und mit jeweils einem Football in den weit ausgestreckten Händen. Blutüberströmt und im Hintergrund bejubelt, wie nach genauem Betrachten auffällt, von unheimlich gesichtslosen Cheerleadern.

Ziemlich geheimnisvoll. Sollte es sich wieder um einen Social-Thriller handeln? Dafür ist Oscarpreisträger Peele (Get Out, 2017) schließlich berühmt. Unsere Neugier war geweckt.

„HIM“ handelt vom Football-Talent Cam (Tyriq Withers) und seinem unheimlichen Mentor Isaiah (Marlon Wayans). Nachdem sich die Karriere des „Greatest of all the Time“ (kurz GOAT) in seinen letzten Zügen befindet, soll Cam als vielversprechendster Nachwuchsspieler in dessen Fußstapfen treten. Was wie ein Sportdrama beginnt und klingt, wird zunehmend ein mysteriöser Horrorthriller, angesiedelt in der Welt eines selbstzerstörerischen Profisports.

So wirkt es eingangs noch so, als könnte ein Motiv von „HIM“ sein, auf bizarre Art und Weise Hirnschädigungen im Profi-Football zu thematisieren, zu hinterfragen und zu verarbeiten. Schließlich gilt der Sport nicht erst seit gestern als problematisch in Bezug auf Schädel-Hirn-Traumata und die Erkrankung der chronisch traumatischen Enzephalopathie (kurz CTE, siehe Fall Aaron Hernandez).

Auch andere umstrittene, für den Football-Sport typische Punkte wie das Drafting-System, Vertragsverpflichtungen und der Haltung, Sportler wie Ware zu behandeln, werden aufgegriffen und zumindest angeschnitten.

Anschließend findet eine merkwürdige Vermengung dieser Elemente mit dem Christentum und den 7 Tagen der Schöpfung (Buch Genesis) statt, welche als Kapitel eingeblendet werden. Cam sieht immer wieder Dinge, ohne dass wir als Zuschauer wissen, was Realität und was Einbildung ist. Teilweise harte, surreale Bilder, die zwar unangenehm, aber nie wirklich furchterregend werden, lassen die Frage aufkommen, ob „HIM“ vielleicht mehr in Sachen Spannung als in puncto Horror aufwarten kann.

In dieser Phase sagt der Film A aber er kommt einfach nicht zu B und lässt den Zuschauer in der Luft hängen. Die sich wiederholenden paranoiden Wahnvorstellungen wirken in diesem Moment deshalb wie Selbstzweck ohne tieferen Sinn. Der Sportthriller dümpelt dann die meiste Zeit vor sich hin, wenn man von den optischen Schauwerten und der starken Präsenz von Hauptdarsteller Tyriq Withers einmal absieht und sich beidem entziehen kann.

Denn eines muss man „Him“ lassen: In seiner steril wirkenden Trainingsumgebung, hauptsächlich angesiedelt in Isaiahs unwirklichem, hochgezüchtetem und bis aufs letzte optimierten Domizil, strahlt das Werk eine gewisse Ästhetik und Produktionsqualität aus. Manchmal erinnert der visuelle Kontrast zwischen knackscharfer Realität und unwirklicher Dunkelheit im besten Sinne an „Nope“ (2022, ebenfalls Monkeypaw). „Him“ kommt jedoch nicht an die stilistische Raffinesse des Sci-Fi-Westerns heran bei dem Jordan Peele nicht nur produzierte, sondern selbst Regie führte.

Was darüber hinaus fehlt, ist der Nervenkitzel. „Him“ driftet mit zunehmender Laufzeit immer mehr in die Bedeutungslosigkeit ab. Als Zuschauer muss man sich an einem gewissen Punkt sehr darauf einlassen können und Interpretationsfreude an den Tag legen, um etwas im Film zu sehen, was nicht offensichtlich ist.

Gegen Ende ist es jedoch recht platt-durchschaubar und pseudotiefgründig-bedeutungsschwanger, wenn sich das visuell krass inszenierte, gewaltsam entladende Finale in einer Mischung aus befreiend schwarzhumorig und glänzend blutig befriedigend entlädt. (7. Februar 2026)

Genre: Horror, Sport, Body Horror, Übernatürliches

Originaltitel: Him

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions

Regie: Justin Tipping

Drehbuch: Skip Bronkie, Zack Akers, Justin Tipping

Produktion: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Ian Cooper, Jamal Watson

Musik: Bobby Krlic

Länge: ca. 96 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 13. November 2025 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Wir (2019), The Ritual (2017), The Prodigy (2019), The Fanatic (2019), The Empty Man (2020), Malignant (2021)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Him_%E2%80%93_Der_Gr%C3%B6%C3%9Fte_aller_Zeiten | https://en.wikipedia.org/wiki/Him_(2025_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt20990442/reference/?ref_=mv_desc
Was haltet Ihr vom neuesten Film von Monkeypaw Productions? Habt Ihr auch mehr erwartet? Teilt eure Gedanken zu “Him” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der GOAT bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Him – Der Größte aller Zeiten“

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Spree – Alles für die Klicks (2020)

Musik zum Lesen:

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©Tiberius Film | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

„Spree“ ist unkonventioneller Found-Footage-Horror mit schwarzhumoriger Social-Media-Gesellschaftskritik mit der Brechstange und nimmt den gegenwärtigen Zeitgeist, geprägt von Klickgeilheit und Geltungsdrang beim Buhlen um Aufmerksamkeit, Aufrufe und Follower, gekonnt auf die Schippe.

Mit einer verrückten, glänzend-perfekten Performance eines sich komplett freispielenden Joe Keery („Stranger Things„) besticht die kurzweilige sowie innovationsfreudige schwarze Komödie außerdem, manches mal überbordend und -fordernd, mit typischen Elementen gängiger Smartphonescreens während Streaming und Liveübertragung samt Chat.

Eugene Kotlyarenkos „Spree“ löst damit mehr als einmal anarchische Sensationslüste aus, wenn der Pegel an selbstzerstörerischem Wahnsinn immer weiter steigt, ehe er im Finale befriedigend eskaliert und jenen, die sich angesprochen fühlen, den Spiegel vorhält. Gesehen werden um jeden Preis? Chat, was meint ihr? (24.01.2025)

Genre: Found Footage, Horror, Komödie, Schwarze Komödie

Originaltitel: Spree

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: RLJE Films | Forest Hill Entertainment, DreamCrew, SuperBloom

Regie: Eugene Kotlyarenko

Drehbuch: Eugene Kotlyarenko, Gene McHugh

Produktion: Matthew Budman, Sumaiya Kaveh, Eugene Kotlyarenko, John H. Lang

Musik: James Ferraro

Länge: ca. 93 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 7. Juli 2022 (Streaming DE), 5. August 2022 (Blu-ray DE)

Ähnliche Titel: Pain & Gain (2013)Heilstätten (2018)Searching (2018), The Fanatic (2019)M3GAN (2022)

Quellen
Release: https://kinocheck.de/film/o7f/spree-2022 | Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Spree_(film)
Was haltet Ihr vom ungewöhnlichen Found Footage Ausflug von Joe Keery? Teilt eure Gedanken zu “Spree” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Chat bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Spree – Alles für die Klicks“

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©Tiberius Film