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Euphoria (2019)

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derofa Durchschnittswertung
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit der Serie „Euphoria“ haben wir eine der intensivsten Dramaserie der letzten Jahre bekommen.

Die Erstausstrahlung erfolgte am 16. Juni 2019 bei HBO und in Deutschland zuerst auf Sky Atlantic.

Seit dem HBO seinen eigenen Streaming-Dienst „HBO MAX“ im Januar 2026 startete, wurden beide Staffel von „Euphoria“ in den Streaming Dienst übernommen. Die kommende 3. Staffel erscheint im April 2026 und wird auch auf HBO Max verfügbar sein.

„Euphoria“ handelt von einer Gruppe von Highschool-Schülern. Es geht vor allem um die drogenabhängige 17-jährige Rue Bennett (gespielt von Zendaya), die nach ihrem Entzug die neue Schülerin Jules Vaughn (Hunter Schafer) kennenlernt und sich mit ihr anfreundet. Die Serie thematisiert dabei vor allem die Themen Freundschaft, Sexualität, Identität, Traumata, Drogen und Liebe und wurde in den Medien auf Grund der expliziten Darstellung von Szenen mit der o.g. Thematisierung stark in Frage gestellt.

Wie wir bei derofa.de die „heiss diskutierte“ Serie fanden, könnt Ihr in unserem Test lesen.

Genre: Drama, Highschool

Originaltitel:

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: HBO

Showrunner: Sam Levison

Regie: Sam Levison

Drehbuch: Sam Levison

Produktion: Sam Levison, Drake (Rapper), A24

Musik: Labrinth

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2019), Staffel 02 (8 Episoden) (2022)

Länge: ca. 45 – 55 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16 (Stand: 10.02.2026)

Veröffentlichung: Staffel 01 (16.10.2019), Staffel 02 (09.01.2022)

Ähnliche Titel: Tote Mädchen lügen nicht (2017 – 2020), Shameless (2011 – …), Riverdale (2017 – …),

Quellen

Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 08. Februar 2026

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Musik zum Lesen:

Labrinth – Forever (Original Score from the HBO Series).

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Zwischen Rausch, Realität und der harten Suche nach dem Ich

„Euphoria“ ist eine HBO-Dramaserie, die sich sehr stark und offen mit dem Leben und Problemen von Teenagern auseinandersetzt. Die Handlung dreht sich um Rue Bennett (Zendaya), eine junge Frau, die nach einem Drogenentzug wieder in den High-School-Alltag zurückkehrt und trotzdem nicht von ihrer Sucht loskommt. Sie trifft auf die junge Jules (Hunter Schafer) und freundet sich mit ihr an.

Neben den beiden Hauptfiguren lernen wir u.a. Nate Jacobs (Jacob Elordi), Maddy Perez (Alexa Demie), Cassie Howard (Sydney Sweeney) und Kat Hernandez (Barbie Ferreira) kennen – die gemeinsam an die selbe Highschool gehen und sich zusammen  mit ihren Problemen des Erwachsenwerdens konfrontiert sehen.

Jeder Charakter hat seine eigene besondere Geschichte und diese wird uns in Häppchen präsentiert. Wie ein sehr großes Puzzle welches am Ende vollständig wird. Die Charaktere haben Schwierigkeiten ihre eigene Identität zu finden. Diese ist  mit diversen Traumata und vor allem mit Beziehungskonflikten und sozialen Spannungen in ihrer Clique geprägt.  In „Euphoria“ prallen die härtesten Aspekte des Heranwachsens aufeinander: Liebe, Gruppenzwang, Selbstzweifel und das Bedürfnis nach Akzeptanz.


Hier zu sehen: Nate, Rue, Cassie und Maddy

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Kontroverse Provokation trifft auf schauspielerischen Glanz

Für mich ist „Euphoria“ mehr als nur eine Serie – sie ist ein Erlebnis! Die schauspielerischen Leistungen sind unglaublich stark! Besonders Zendaya, die Rue mit einer Verletzlichkeit und Tiefe spielt, die wirklich ins tiefste geht! Die Chemie im Cast ist bemerkenswert und viele der Darsteller sind gerade wegen dieser Serie zu echten Stars geworden. Ein gutes Beispiel ist Jacob Elordi, der nach seinem Durchbruch in „Euphoria“ sogar mit Margot Robbie in einen großen Filmprojekt „Wuthering Heights – Sturmhöhe“, die Hauptrolle spielt. Der Film kommt im Februar 2026 in die deutschen Kinos.

Was die Serie so besonders macht, ist sein ernster Blick auf Themen, die viele andere Serien scheuen. Die explizite Darstellung von Sex, Drogen, Gewalt und psychischen Problemen hat nicht nur Fans begeistert, sondern auch Kontroversen ausgelöst. So wurde die Serie von den Medien wegen der intensiven Darstellung von Drogen und Sexualität unter Teenagern kritisch gesehen.

Einige Kritiker werfen der Serie vor, sie würde Teenager-Leben ungesund „glamourisieren“, während andere betonen, dass genau diese Offenheit dem Publikum einen echten Einblick in reale Probleme zeigt. Die Schauspielerin Sydney Sweeney hat beispielsweise öffentlich erklärt, dass die Serie das Publikum bewusst zum Nachdenken anregen soll. [1]

Inhaltlich erinnert Euphoria sicherlich auch wegen der Mischung aus Chaos, Grenzüberschreitungen und schwarzem Humor stark an die US-Serie „Shameless,“ nur eben aus der Perspektive einer Teenager-Generation. Hier geht es nicht nur um Party und Drama, sondern um die Beziehungen zwischen den Charakteren. Da steckt so viel mehr Tiefe drinnen, als man anfangs vielleicht annehmen würde..


Rue scheint dem ganzen zu zustimmen.

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Schockmomente und bittere Realität des Erwachsenwerdens

Gerade diese Aspekte machen die Serie für mich so fesselnd. Man leidet mit, man ärgert sich, man freut sich und oft ist man einfach sprachlos – denn die Handlung wirkt oft traumatisierend auf den Zuschauer, da man vieles nicht erwartet. Diese Geschichte trifft einen mitten ins Herz und lässt einen vollkommen sprachlos zurück.

Ich habe Staffel für Staffel regelrecht gesuchtet, weil jede Folge immer wieder neue emotionale Tiefpunkte oder überraschende Wendungen bereithält. Sie zeigt auf mitreißender Weise wie schwierig das Erwachsenwerden sein kann. Vor allem in einer Zeit in der Soziale Medien fast alles kontrollieren. Vor allem Teenager leiden darunter.

Die dritte Staffel wurde offiziell für April 2026 auf HBO Max angekündigt und soll die Figuren fünf Jahre älter zeigen, also nach ihrer High-School-Zeit. Wir dürfen gespannt sein.


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Extra Futter

Zwischen der ersten und zweiten Staffel wurden zwei einstündige Spezialfolgen veröffentlicht.  Diese entstanden als Überbrückung während der COVID-19-Pandemie und beleuchten die Geschichte der Hauptfiguren Rue und Jules nach ihrem dramatischen Abschied am Bahnhof.

Rue’s Folge

Rue trifft sich am Heiligabend in einem Diner mit ihrem Mentor Ali. Die Folge besteht fast ausschließlich aus einem tiefgründigen Dialog über Sucht, Verlust und die Hoffnung auf Besserung.

Jules Folge

Diese Episode beleuchtet Jules Perspektive innerhalb einer Therapiestunde. Sie reflektiert ihre Beziehung zu Rue sowie ihre Sicht auf Weiblichkeit.

Beide Folgen sind bei HBO Max verfügbar.


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Fazit – Diskussionswürdig, aber brillant

Insgesamt ist „Euphoria“ für mich eine der intensivsten Dramaserien der letzten Jahre. Visuell sehr stark, schauspielerisch extrem gut und emotional oft an der Grenze – wir waren oft den Tränen nahe.

Für Fans von tiefgehenden, dramatischen Serien ist „Euphoria“ eine absolute Must-See-Serie und ich freue mich schon sehr auf die nächste Staffel im April.

Ihr fragt euch wahrscheinlich warum diese grandiose TV-Show  keine 10/10 erhalten hat? Ich habe der Serie einen Punkt abgezogen, da die letzte Staffel sich zum Ende hin etwas gezogen hat und den Flow den sie Anfangs gehabt, zum Ende hin verloren hatte.

Das schadet der Serie kaum – 9/10 herausragend!

Zum Schluss teilt Rue noch ihre Gedanken mit uns….

Ich bin nicht die Protagonistin in meiner eigenen Geschichte. Ich bin nur eine Randnotiz in der Geschichte von jemand anderem.Rue Bennet

Was haltet Ihr von der kontrovers diskutierten Serie? Teilt eure Gedanken zu “Euphoria” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere Clique der East High End Highschool bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu “Euphoria”.

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