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Black Mirror: Bandersnatch (2018)

Lesemusik:

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©Netflix ℗ 1984 ZTT Records Limited | Universal Music | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6.5/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6.5/10
6.5/10

Jannik meint - ganz gut bis sehenswert

Zur Ausnahme-Thriller-Serie „Black Mirror“ erschien am 28. Dezember 2018 der interaktive Film „Bandersnatch“ und war sofort in aller Munde. Von Netflix beinahe schon als revolutionäre Filmerfahrung angepriesen, entpuppt sich das Projekt jedoch als weit weniger fesselnd als angenommen.

Gründe hierfür gibt es einige. „Bandersnatch“ konfrontiert den Zuschauer zunächst als Einführung mit irrelevanten Entscheidungen, die keinerlei Auswirkungen auf den Verlauf der Handlung haben, wie der Wahl der Cornflakes oder der Musikauswahl im Walkman.

Wenn es dann ans Eingemachte geht, respektiert er teilweise nicht die Entscheidungen des Zuschauers, sondern spult zurück, um korrigierend einzugreifen, was das Teilhabe-Konzept sofort ad absurdum führt.

Anschließend schmeißt er mit Zeitsprüngen nur so um sich und lässt den Zuschauer nicht nur konfus, sondern auch mit dem Gefühl zurück, etwas Wesentliches verpasst zu haben.

Letzten Endes ist „Bandersnatch“ trotzdem ganz gut bis sehenswert geworden, weil er die Charlie-Brooker-typische „Black Mirror“-Stimmung erzeugt und mit seinem Konzept etwas Neues im Filmuniversum wagt.

Dennoch bleibt die Frage, warum es spielerisch schlechte Kopien der schon überragend funktionierenden und weitaus tiefergehenden interaktiven Filme der französischen Spieleschmiede Quantic Dream braucht. Denn das Studio zeigt bereits seit vielen Jahren unter der Federführung von David Cage mit Videospielen wie „Fahrenheit“ (2005), „Heavy Rain“ (2010), „Beyond Two Souls“ (2013) oder „Detroit: Become Human“ (2018), wie das Genre richtig funktioniert.

Das hat Netflix vermutlich mittlerweile auch selbst bemerkt. Der Streaming-Gigant ist jüngst fleißig dabei, genau diese Filmkategorie einzustampfen und aus dem Katalog zu entfernen. Gründe dafür sind wohl Kompatibilitätsprobleme mit neuen Endgeräten, die hohen Produktionskosten sowie Netflix‘ Ambitionen im Bereich Cloud-Gaming.[1][2]

(13. Juni 2019 | 15. März 2026)

Genre: Science-Fiction, Utopie & Dystopie, Psychothriller, Interaktiver Film

Originaltitel: Bandersnatch

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | House of Tomorrow

Regie: David Slade

Drehbuch: Charlie Brooker

Produktion: Russell McLean

Kamera: Aaron Morton, Jake Polonsky

Musik: Brian Reitzell

Länge: ca. 90 Minuten (ca. 312 Minuten Filmmaterial)

Altersfreigabe (lt. Netflix): 16

Erstveröffentlichung (Netflix): 28. Dezember 2018

Universum: Black Mirror

Vorgänger: Black Mirror (2011-…)

Ähnliche Titel: Ex Machina (2014), Searching (2018), Du gegen die Wildnis (2019)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Black_Mirror:_Bandersnatch | https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Mirror:_Bandersnatch | https://www.netflix.com/de/title/80988062 | https://www.imdb.com/de/title/tt9495224/reference/

Was haltet Ihr von Netflix‘ gescheitertem Versuch, mit interaktiven Titeln das eigene Portfolio zu erweitern? Erinnert Ihr euch noch an die Kuriosität „Du gegen die Wildnis“ (2019) mit Survival-Experte Bear Grylls? Teilt eure Gedanken zu „Bandersnatch“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Charlie Brooker bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle Trailer zu „Black Mirror: Bandersnatch“

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©Netflix

Candyman (2021)

Lesemusik:

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©Universal Pictures Germany | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - Ganz gut

Mit „Candyman“ erreichte uns im Jahr 2021 ein weiterer Film von Jordan Peeles Produktionsfirma Monkeypaw Productions.

Anders als bei Peeles vorangegangenen Werken „Get Out“ (2017), „Wir“ (2019) und „Nope“ (2022) nahm der Sozialthriller-Experte diesmal nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz. Zeitweise war dies unklar.[1] Stattdessen übernahm die New-Yorkerin Nia DaCosta das Zepter und Peele fungierte als ausführender Produzent und Drehbuchautor.

Der Horrorthriller „Candyman“ soll als „spirituelle Fortsetzung“ des 1992 erschienenen, gleichnamigen Slashers von Bernard Rose gesehen werden, wie die Macher preisgaben.[2] Er basiert also erneut auf der Kurzgeschichte „The Forbidden“ von Clive Barker.

Die Geschichte startet interessant. Der Künstler Anthony McCoy stößt auf die Legende des Candyman. Wird fünfmal sein Name in den Spiegel gesagt, soll der Mörder mit der Hakenhand unweigerlich erscheinen. Nach einer künstlerischen Schaffenskrise findet Anthony Inspiration in seiner neuen Entdeckung und richtet seine Werke darauf aus. Als sich dann immer mehr Morde in seinem direkten Umfeld ereignen, nimmt die Geschichte weiter Fahrt auf.

Gesellschaftskritisch versucht der Film, angesiedelt in Chicago, sich zum Thema der Gentrifizierung zu äußern.  Das wirkt eher unpassend und aufgesetzt, da es mit der eigentlichen Horrorgeschichte um den Candyman wenig verwoben wirkt.

Insgesamt bietet „Candyman“ außerdem nur wenige imposante Bilder und interessante Ideen. So schafft er es, einzig mit seiner, für Monkeypaw typisch, hohen Produktionsqualität und den treffenden Schattenspielen des Chicagoer Theater-Kollektivs Manual Cinema aufzutrumpfen.

Das reicht jedoch nicht für mehr als einen ganz guten Horrorthriller mit viel Luft nach oben. „Candyman“ enttäuscht in den meisten Disziplinen des Genres und bleibt relativ blass, als zwar kein völlig verünglückter aber eben etwas blutleerer Leinwandausflug.

(13. Juli 2023)

Genre: Horrorthriller, Sozialthriller, Slasher, Body Horror, Übernatürliches

Originaltitel: Candyman

Produktionsland: USA, Kanada

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Pictures, Bron Creative

Regie: Nia DaCosta

Drehbuch: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Nia DaCosta

Produktion: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Ian Cooper

Musik: Robert Aiki Aubrey Lowe

Länge: ca. 91 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 26. August 2021 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Wir (2019)

Nachfolger: Nope (2022)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021) | https://en.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt9347730/reference/

Was haltet Ihr von „Candyman“? Kann die geistige Fortsetzung dem Original das Blut reichen? Und wie fandet Ihr die gesellschaftskritische Komponente? Teilt eure Gedanken zu „Candyman“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Killer mit der Hakenhand bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Candyman“

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Get Out (2017)

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  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Jannik meint - Lieblingsfilm

Im Falle von „Get Out“ könnte ich lange und kompliziert über die dem Werk innewohnende Rassismusthematik und Gesellschaftskritik philosophieren. Ich könnte erzählen, dass durch „Get Out“ die Produktionsfirma von Jordan Peele, Monkeypaw Productions, zu meiner Lieblingsproduktionsfirma im Bereich der Thriller wurde.

Ich könnte schildern, welch tiefschürfende, sozialkritische Komponente in dem mit einem Oscar ausgezeichneten Drehbuch-Meisterwerk verbaut ist. Ich könnte darauf eingehen, wie subtil und mit weniger Zeigefinger „Get Out“ für seine Botschaft sensibilisierte als spätere Genrekollegen und Trittbrettfahrer wie etwa der offensive, absolute, moralisierende und pauschalisierende „Antebellum“ aus dem Jahr 2020.

Oder ich beschreibe einfach meinen Eindruck und mein Gefühl, welches während der 104 Minuten für Gänsehaut und ein erinnerungswürdiges, unvergessliches Kinoerlebnis sorgte.

„Get Out“ hat mich mit all seiner (Aussage-)Kraft regelrecht in den Kinositz gepresst, fesselte mich mit Ledergurten an die Armlehnen, flößte mir sich selbst ein und ließ mir immer wieder Schauer über den Rücken laufen.

Ein ganz besonderes Gefühl war für mich, jederzeit der Überzeugung zu sein, alles zu durchschauen und alles in meinem Kopf zu kontrollieren. Nur um im nächsten Moment wieder mit etwas konfrontiert zu werden, was sich als bemerkenswert unheimlich bei mir einbrannte.

Es waren genau diese Emotionen, die ich empfinden, und genau dieser Eindruck, der sich bei mir manifestieren sollte, als ich das Vorhaben beschloss, durch einen Psychothriller zu erschaudern und das D-Box-Kinoticket zu lösen.

Fazit: „Get Out“ ist ein unheimlich spannender, packender und auf eine befriedigende Art und Weise verstörender Film mit hohem Thrillfaktor und wurde damit anno 2017 meine ganz persönliche neue Referenz in Sachen Mindfuck-Sozialthriller.

(16. Mai 2017 | 22. Februar 2026)

Genre: Horrorthriller, Psychothriller, Sozialthriller

Originaltitel: Get Out

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Blumhouse Productions, QC Entertainment, Monkeypaw Productions

Regie: Jordan Peele

Drehbuch: Jordan Peele

Produktion: Sean McKittrick, Jason Blum, Edward H. Hamm Jr., Jordan Peele

Musik: Michael Abels

Länge: ca. 104 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 4. Mai 2017 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Keanu (2016)

Nachfolger: BlacKkKlansman (2018)

Ähnliche Titel: Wir (2019), Antebellum (2020), Nope (2022)Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Get_Out | https://en.wikipedia.org/wiki/Get_Out | https://www.imdb.com/de/title/tt5052448/reference/
Was haltet Ihr von „Get Out“? Interessanterweise vereint der Film alle Produktionsfirmen, die heute als typisch für genau diese Art von Kinoerlebnis gelten. Blumhouse, Monkeypaw und QC Entertainment. Was für eine Kombination. Fehlt eigentlich nur noch James Wans Atomic Monster. Was haltet Ihr vom Regiedebüt von Social-Thriller-Pionier Jordan Peele? Teilt eure Gedanken zu „Get Out“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Haushälterin Georgina bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Get Out“

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Resident Evil 6 (Remastered) (2012, 2016)

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©Capcom | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Ganz gut

Mit „Resident Evil 6“ erschien im Jahre 2012 ein weiterer Teil des überaus beliebten Horror-Franchises.

Mit einem stark actionlastigen Third-Person-Shooter-Gameplay führten die Entwickler von Capcom weiter, was sie im Jahr 2005 mit „Resident Evil 4“ begannen und 2009 mit „Resident Evil 5“ auf die Spitze trieben.

Bevor sich das Studio mit „Resident Evil 7: Biohazard“ im Jahr 2017 wieder auf seine Ursprünge im Survival-Horror-Genre besann, gipfelte das bewegte Effekt-Feuerwerk als das Ende einer kontroversen Ära in „Resident Evil 6“.

Was das letzte „Action-Resi“ zu bieten hat und was nicht, verraten wir in unserem Test.

Genre: Third-Person-Shooter, Action-Adventure, Survival Horror

Originaltitel: Baiohazādo 6 (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Capcom

Game Director: Eiichiro Sasaki

Musik: Akihiko Narita

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler (u. a. lokaler Koop-Modus mit geteiltem Bildschirm)

Spielzeit: ca. 23 Stunden (Story), ca. 50 Stunden (100%)

Sprache: Volle deutsche Lokalisation

Plattformen: PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360, Xbox One, Nintendo Switch, PC (Stand: 26.12.2022)

Altersfreigabe: USK 18

Erstveröffentlichung DE: 2. Oktober 2012 (Original für PlayStation 3 und Xbox 360) | 29. März 2016 (Remastered für PlayStation 4 und Xbox One)

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil 5 (Remastered) (2009, 2016)

Nachfolger: Resident Evil 7: Biohazard (2017)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_6 | https://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_6 |Spielzeit: Story – Eigener Durchlauf, 100% – https://howlongtobeat.com/game/7725

Wertung:   

Autor: Jannik

Verfasst am: 26. Dezember 2022

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

„Resident Evil 6“ ist das letzte „Action-Resi“

In den Anfangsjahren seit 1996 zeichnete sich die „Resident Evil“-Reihe vor allem durch atmosphärischen und gruseligen Survival Horror aus.

Das änderte sich spätestens mit Leon S. Kennedy’s Ausflug nach Spanien in „Resident Evil 4“, als Capcom bereits begann, seinen Fokus gezielt auf das Gunplay zu legen und den Spielern deutlich mehr Gegner und Munition zur Verfügung stellte.

Die Neuausrichtung der Horror-Reihe erfuhr ihren Höhepunkt schließlich im vollständig auf Third-Person-Shooter-Koop-Action ausgelegten „Resident Evil 5“. Zugegebenermaßen, wenn auch umstritten, ein ausgezeichnetes Spiel, welches im Genre seine Qualitäten hatte. Mehr dazu im verlinkten Test.

Trotzdem verprellte Capcom schon damals viele Fans und sollte es im Folgenden nicht besser machen. Das japanische Entwicklerstudio legte trotzig noch eine Schippe drauf und inszenierte den direkten Nachfolger „Resident Evil 6“ als unaufhörliches Action-Feuerwerk. Auch der sechste Serienteil führte also die Formel fort und wurde daraufhin kontrovers diskutiert.

Laut Angaben von Capcom im März 2012 sei der Markt für Survival Horror zu klein. Deshalb wurde „Resident Evil 6“ auf das Action-Genre ausgerichtet.[1] Für viele Kritiker der Neuausrichtung grenzt so eine Aussage sicher an Blasphemie!


Was Capcom mit den alteingesessenen Fans machte.

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©Capcom | Quelle: https://www.reddit.com/r/residentevil/comments/r3vms5/some_resident_evil_6_gifs_i_have_made/?tl=de

Voller Fokus auf Action! In „Resi 6“ bleibt nichts heile.

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©Capcom | Quelle: https://www.reddit.com/r/residentevil/comments/r3vms5/some_resident_evil_6_gifs_i_have_made/?tl=de

Handlung

Vier Szenarien – eine Geschichte

Die Geschichte in „Resident Evil 6“ ist weit verzweigt und komplex.

Wir treffen auf eine Handvoll alte Bekannte aus vergangenen „Resi“-Teilen.

Ein wesentliches Merkmal von Teil 6 sind dabei die vier unterschiedlichen Handlungsstränge. Diese unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt bzw. Konzept leicht, führen aber handlungstechnisch ineinander und ergänzen sich gegenseitig.

Während sich etwa Leon S. Kennedys Spieldurchlauf stärker durch Horror-Elemente auszeichnet, liegt der Schwerpunkt in Chris Redfields Geschichte auf Action. Söldner Jake Mullers Kampagne wiederum ist neu und spielerisch etwas untypischer für die Reihe. Im letzten Szenario, welches Ada Wong begleitet, wird verstärkt gerätselt.

Doch worum geht es überhaupt?

Über fünfzehn Jahre nach der Zerstörung von Raccoon City

Leon S. Kennedy befindet sich am 29. Juni 2013 in Tall Oaks und findet den Präsidenten als infizierten Zombie vor.[2]

Die Stadt befindet sich aufgrund des C-Virus im Ausnahmezustand. Leon trifft auf die Agentin Helena Harper, die ebenfalls dem Secret Service unterstellt ist.

Gemeinsam versuchen sie, die Geschehnisse aufzuklären. Dabei stoßen sie schon bald auf den nationalen Sicherheitsberater und Antagonisten des Spiels, Derek Simmons. Sie müssen sich zahlreichen mutierten Gestalten stellen.

Im Verlaufe der Geschichte reisen die beiden nach China. Auch andere Handlungsorte wie das fiktive osteuropäische Edonia (angelehnt an Estland) kommen im Spiel vor und werden von einem Teil der Figuren bereist.[3]

Sowohl Ada Wong als auch Chris Redfield und Piers Nivans sowie Jake Muller und Sherry Birkin kreuzen immer wieder die Wege von Leon und Helena. Wer feindlich gesinnt ist oder die gleichen Interessen verfolgt, wird zunehmend schwerer zu durchblicken.

Ob sich aus den Protagonisten eine Allianz bilden kann die mit vereinten Kräften kooperiert?


Die spielbaren Figuren in „Resident Evil 6“

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©Capcom | Quelle: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.upmc.be/Resident-Evil-6-Everything-You-Should-Know/628116&ved=2ahUKEwjPnP-e1uiSAxXi1AIHHZRWKYEQ3YkBegQIBBAb&opi=89978449&usg=AOvVaw2VnyzYsiSpT03_teelQMdT

Gameplay und Inszenierung

In Sachen Gameplay blieben die Entwickler der alten Formel treu. Wenig bis keine Veränderungen sind im Vergleich zum Vorgänger bemerkbar. Das Third-Person-Shooter-Gameplay ist solide Kost.

Als Leon, Chris und Co. ballert ihr euch durch die Spielwelt, nutzt eure Items gezielt, bewegt euch innerhalb der Story durch Fahrzeuge, werdet rumgeschleudert und stellt euch Kreaturen. All das in einem aufgestylten, wild filmisch inszenierten Cut-Scene-Feuerwerk inklusive Quick-Time-Events.

Die Zwischensequenzen sind inszenatorisch auf sehr hohem Niveau. Dennoch liefern sie nur belanglose Action, die nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Eine krasse Optik reicht eben nicht. Es fehlt Substanz.


Inszenatorisch stark, erzählerisch schwach.

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©Capcom | Quelle: https://www.reddit.com/r/residentevil/comments/r3vms5/some_resident_evil_6_gifs_i_have_made/?tl=de

Quick-Time-Events sind bei diesem Schwerpunkt natürlich Pflicht.

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Abräumen, wegballern!

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Schwerpunkte ja, Unterschiede kaum

Im Übrigen erweist sich die Entscheidung von Capcom, das Spiel in unterschiedliche Szenarien einzuteilen, gleich aus mehreren Blickwinkeln als problematisch und/oder unbefriedigend.

Was zuerst wie eine sinnvolle Idee klingt, um der Geschichte mehr Tiefe zu geben und zusätzlich spielerisch Akzente zu setzen, führt viel mehr zu einem inkonsistenten Brei.

Die Einteilung in verschiedene Szenarien tut dem Handlungsaufbau des Spiels nicht gut, weil alle Schauplätze und Szenen ineinander gewürfelt wirken. Man verliert die Orientierung. Die Geschichte wirkt so nicht stabil und beständig.

Spielerisch verpasst „Resi 6“ ebenfalls, die unterschiedlichen Ansätze richtig für sich zu nutzen. Die Durchläufe fühlen sich trotz der Unterschiede sehr ähnlich an, weil eben alles konsequent auf Action getrimmt ist.


Wie viele Explosionen und wie viel Sachschaden zählt man wohl insgesamt in „Resident Evil 6“?

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Klassisches Third-Person-Shooter-Gameplay mit Chris Redfield.

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Action, die müde macht.

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„Resi 6“ bleibt spielbar

Bei all der Kritik müssen wir dem Spiel lassen, dass es sich insgesamt gut spielt und für einige spannende Momente sorgen kann.

Gewisse Schauplätze sind reizvoll und auch gewisse Story-Elemente sind interessant.

Das Gameplay läuft nicht ganz so flüssig wie im Vorgänger, funktioniert insgesamt jedoch ganz gut.

Es bleibt eben alles auf einem sehr durchschnittlichen Niveau.

Die Abschnitte, in denen Ihr Jake Muller steuert, gehören zu den besseren im Spiel.

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©Capcom | Quelle: https://store.playstation.com/de-de/concept/232116

Fazit – Stumpfes Action-„Resi“ und Tiefpunkt

Wer „Resident Evil 5“ aufgrund seines Action-Fokus nicht mochte, wird „Resident Evil 6“ hassen!

Wo der Vorgänger die Horror-Fans verprellte, sich jedoch mit einem spielerisch gut ausbalancierten Koop-Action-Gameplay positiv im Genre als packender Third-Person-Shooter hervortat, fehlt „Resi 6“ insgesamt der richtige Plan.

Die verschiedenen Szenarien sorgen für Verwirrung und schaden, so aufgeteilt wie sie sind, der Immersion. Die Inszenierung als krasses Action-Feuerwerk ist zwar hochwertig, wirkt jedoch trotzdem stumpf und lässt unbefriedigt zurück.

Spielerisch bietet das Spiel kaum etwas Hervorragendes. Es funktioniert zwar „ganz gut“ und hat auch spaßige Momente, will sich aber nie so recht aus den Fesseln, des vom Studio aufgesetzten Konzepts, befreien.

„Resident Evil 6“ war trotz hoher Produktionsqualität der Tiefpunkt der Reihe und das Schema spätestens seit diesem Ableger über seinem Zenit. Umso schöner, dass Capcom dies trotz des kommerziellen Erfolges wohl ebenso sah.[4] Mit „Resident Evil 7: Biohazard“ änderte sich der Kurs der Marke im Jahr 2017 gen Heimat und kehrte zu den Wurzeln des Survival-Horror-Genres zurück.


Was Capcom mit den Fans von klassischem und atmosphärischem Survival Horror machte, bevor sie zurück zu den Wurzeln gingen.

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©Capcom | Quelle: https://www.reddit.com/r/residentevil/comments/r3vms5/some_resident_evil_6_gifs_i_have_made/?tl=de

Zu welchem Lager gehört Ihr? War Capcoms Neuausrichtung auf Action Gift oder Gold? Ist euch die Rückbesinnung auf atmosphärischen Grusel seit „Resident Evil 7: Biohazard (2017)“ lieber? Verratet uns euren Lieblingsteil und teilt eure Gedanken zu „Resident Evil 6“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Capcom bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche E3-Trailer zu „Resident Evil 6“

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©Capcom | Quelle:

Der „Resident Evil 4, 5, 6 – PS4 Announce Trailer“ zu den Remastered-Versionen aus 2016

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©Capcom | ©PlayStation

Resident Evil 5 (Remastered) (2009, 2016)

Lesemusik:

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©Capcom | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Mit „Resident Evil 5“ erschien im Jahr 2009 der erste Serienteil ohne Schöpfer und Urgestein Shinji Mikami.

Die knallharte Umstrukturierung auf Action stieß vielen Fans sauer auf. Der fünfte Teil gilt deshalb heute als schwarzes Schaf der „Resi“-Familie.

Auch der Schauplatz war ungewöhnlich. Protagonist Chris Redfield verschlug es nicht etwa in ein düsteres Herrenhaus. „Resident Evil 5“ hatte seinen Schauplatz im gleißend hellen Sonnenlicht Afrikas.

Warum der Ableger trotz des schlechten Rufs mit der richtigen Erwartungshaltung eines der besten Koop-Spiele aller Zeiten ist, verraten wir im Test.

Genre: Action-Adventure, Third-Person-Shooter, Survival Horror

Originaltitel: Baiohazādo 5 (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Capcom

Game Director: Yasuhiro Anpo, Kenichi Ueda

Musik: Kota Suzuki, Wataru Hokoyama

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler (Koop-Modus lokal oder online mit zwei Spielern)

Spielzeit: ca. 12 Stunden (Hauptstory), ca. 17 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 35 Stunden (100%)

Sprache: Englische Sprachausgabe, deutsche Texte

Plattformen: Original – PlayStation 3 (03/2009), Xbox 360 (03/2009), PC (09/2009) | Remastered – PlayStation 4 (06/2016), Xbox One (06/2016), Switch (10/2019) (Stand: 19.02.2026)

Altersfreigabe: USK 18

Erstveröffentlichung DE: 13. März 2009 (PS3, Xbox 360)

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil 4 (Remastered) (2005, 2016)

Nachfolger: Resident Evil 6 (Remastered) (2012, 2016)

Ähnliche Titel: Resident Evil 2 (2019), Resident Evil 3 (2020), Resident Evil 7: Biohazard (2017), Dead Space (2008), The Last of Us (Remastered) (2013, 2014)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_5 | https://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_5 | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/7722

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 5

Autor: Jannik

Verfasst am: 24. Dezember 2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Das schwarze Schaf

Wenn man mit Fans über die Resident-Evil-Reihe spricht, gibt es einen weit verbreiteten Tenor. Während sich die Reihe durch ihren packend-düsteren und vor allem gruselig-atmosphärischen Survival-Horror auszeichnete, kam später die Wendung. Die Wendung, die im vierten Teil bereits angedeutet wurde, spätestens aber mit dem fünften Teil vollständig Einzug hielt: Der Fokus auf Action!

Es soll (mit dem sechsten) der schlechteste Teil des Franchises sein. Sozusagen das schwarze Schaf der „Resi“-Familie. Überhaupt nicht gruselig. Böse Zungen würden vielleicht überspitzt behaupten, eine Schande für die Reihe. Zumindest war das unser Eindruck, der über die Jahre einen doch schlechten Ruf des Serienteils zu formen schien.

Objektiver und nüchternen stellte es wohl Shinji Mikami, seines Zeichens Schöpfer der „Resident Evil“-Marke, dar. Mikami verließ Capcom nach dem vierten Serienteil und gründete Platinum Games.[1] „Resident Evil 5“ sei kein Spiel geworden, das er spielen würde. Und mehr noch: „Resi 5“ sei nicht das, was er sich unter dieser Art von Spiel vorstelle. Trotzdem denke er, dass es den Spielern gefallen wird, nur eben nicht jemandem, der die Reihe mitentwickelt hat.[2]

Nach einem außergewöhnlich herausragenden Teil vier, der uns kurz zuvor Angst lehrte, waren unsere Erwartungen aufgrund des schlechten Rufs des Spiels wirklich niedrig. Doch eine Sache haben wir dabei wohl von Anfang an vergessen: Ein richtig gutes Actionspiel kann etwas für sich haben.


Im Jahr 2016 erschienen Remaster zu „Resi“ vier, fünf und sechs.

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©Capcom, ©PlayStation

Handlung – Umbrellas Spiel in Afrika

Chris Redfield und Jill Valentine waren früher Partner. Als sie einst versuchten, den „Umbrella“-Gründer Ozwell E. Spencer in seinem Herrenhaus zu stellen, trennten sich ihre Wege. Der ebenso abscheuliche wie übermenschliche Albert Wesker (Nr. 13), ein Produkt von Spencers Experimenten, verstrickte die beiden Agenten in einen erbitterten Kampf.

Jahre später in Afrika. Chris Redfield ist Teil der sogenannten BSAA, einer Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Waffenhändler Ricardo Irving zu fassen. Höchste Eile ist geboten, denn es geht um bio-organische Waffen zur biologischen Kriegsführung. Auch die Agentin Sheva ist Teil der BSAA und wird zur neuen Partnerin von Chris.

Gemeinsam versuchen sie Irvings Plänen Einhalt zu gebieten, sehen sich jedoch nicht nur mit den Auswirkungen des „Las Plagas“-Virus konfrontiert, sondern auch mit dem afrikanischen Gegenstück zu „Umbrella“ – dem Pharmakonzern „TriCell“. Als darüber hinaus ein ebenso alter wie unliebsamer Bekannter auftaucht, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle.


Ungewöhnlicher Schauplatz: Auf nach Afrika!

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©Capcom | Quelle: https://steamcommunity.com/sharedfiles/filedetails/?l=german&id=864823595

Knallharte Resi-Action

In „Resident Evil 5“ wird mit der Tür ins Haus gefallen. Bereits in der ersten Mission macht das Spiel klar, dass die actionreiche Inszenierung im Fokus steht.


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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

In der bereits vom vierten Serienteil eingeführten Third-Person-Perspektive geht es wahlweise im Einzelspieler-Modus oder Koop-Modus (online oder offline Split-Screen) kooperativ mit einem Partner in die Untoten-Schnetzelei.


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Statt Schreibmaschinen zum Speichern gibt es Kontrollpunkte. Luft holen durch das Inventar, welches das Spiel pausiert, war gestern. Ohnehin gibt es endlich eine Waffenschnellwahl, damit alles noch schneller vonstattengehen kann.


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Tatsächlich ist „Resident Evil 5“ das Actionfeuerwerk, für das es immer verteufelt wird. Die Actionlast zieht sich wie ein roter Faden durch das Spielerlebnis. Bedingt durch den hellen Schauplatz in Afrika geht außerdem so gut wie jede Düsterheit verloren.


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Das kann man als „Resi“-Fan der ersten Stunde schlecht finden. Oder man kann es einfach mal genießen und so der Reihe ihren Ausflug vom klassischen Survival-Horror-Genre zur knallharten „Resi-Action“ gönnen.


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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

Gemeinsam durch die Hölle

Ein wesentlicher Aspekt von „Resident Evil 5“ ist der Koop-Anteil. Deshalb sollte das Spiel unbedingt gemeinsam mit einem Partner gespielt werden!

Ob ganz banale Dinge wie untereinander Munition und Heilmittel auszutauschen, gemeinsam und sparsam den grünen Sprühregen des Medizinsprays zu genießen oder aber taktisch vorzugehen. Die Zusammenarbeit in „Resi 5“ kann unglaublich spaßig sein.

Der Koop-Aspekt des Spiels wird immer wieder hervorgehoben, indem sich das Motto sogar im Levelaufbau widerspiegelt. Um ein Beispiel zu nennen: Als Chris und Sheva müsst Ihr ein ekelerregendes Monster durch gezielte Abstimmung in einen riesigen Brennofen locken, um es von seinem Leid zu erlösen.

Übrigens: Dass im Remaster nur noch „Spieler 1“ die Waffen aufwerten kann, wobei Geld von beiden Spielern in einem Topf landet, empfanden wir entgegen unserer Befürchtungen nicht als Nachteil. So erfordert das faire Verteilen Absprache, was das „Wir-Gefühl“ sogar noch verstärkt.


Splitscreen-Koop ist für uns das Herzstück des Spiels.

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©Capcom | Quelle: https://www.reddit.com/r/nucleuscoop/comments/ufuo2g/resident_evil_5_splitscreen_coop_on_pc/?tl=de

Fazit – Ein sündhaft gutes (Action)-Resi!

Im fünften Teil der überaus beliebten „Resident Evil“-Reihe wurde das mit dem Vorgänger bereits angedeutete actionlastigere Gameplay konsequent erweitert! Damit verprellte Capcom ohne Zweifel viele alteingesessene Fans, gewann jedoch sogleich viele neue dazu.

Das schwarze Schaf der „Resi“-Familie fühlt sich zwar immer noch nach „Resident Evil“ an, spielt sich aber schneller, ist weniger angsteinflößend und wird dabei in erster Linie zum unter Druck setzenden Third-Person-Shooter.

Der Koop-Aspekt des Action-Adventures wurde durch die Notwendigkeit, miteinander zu interagieren, besonders befriedigend umgesetzt und liefert so stundenlangen gemeinsamen Spielspaß.

Wenn man sich also vorher bewusst macht, was man mit „Resident Evil 5“ zu erwarten hat, erhält man in Summe ein von Capcom wohldurchdachtes Abenteuer. Am Ende bleibt so eigentlich nur ein Fazit: „Resident Evil 5“ ist kein gutes, düsteres Gruselspiel, aber ein ausgezeichnet nervenaufreibendes Koop-Actionspiel! Und das hat manchmal auch etwas für sich, oder?


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©Capcom | Quelle: https://giphy.com/gifs/resident-evil-re-xeltorfortress2-nrX7V1Su0JnWLEnWGi

Zu welchem Lager gehört Ihr? War Capcoms Neuausrichtung auf Action Gift oder Gold? Ist euch die Rückbesinnung auf atmosphärischen Grusel seit „Resident Evil 7: Biohazard (2017)“ lieber? Verratet uns euren Lieblingsteil und teilt eure Gedanken zu „Resident Evil 5“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Albert Wesker bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle „Xbox 360 Extended E3 Trailer“

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©Capcom | ©IGN

Der „Resident Evil 4, 5, 6 – PS4 Announce Trailer“ zu den Remastered-Versionen (2016)

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©Capcom | ©PlayStation

Resident Evil 4 (Remastered) (2005, 2016)

Lesemusik:

„Regenerador“ („Resident Evil 4„-OST)


Offizielle Abspann-Musik zu „Resident Evil 4“

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©Capcom | Poster: Quelle: https://shopee.co.id/poster-A3-PlayStation-resident-evil-4-PS3-PS4-Xbox-360-hiasan-dinding-tembok-kamar-i.183546029.8759568459 | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Lieblingsspiel

In der großen weiten Welt der Videospiele steht das „Resident-Evil“-Franchise wie kein anderes für den Begriff des Survival Horror.

Selbst der Name des Grusel-Genres soll einst an den Spruch „Enter the survival horror…“ angelehnt worden sein, der im Jahre 1996 prächtig den Ladebildschirm des ersten Serienteils zierte.[1]

Doch um das Franchise war es nicht immer rosig bestellt. Mit der knallharten Neuausrichtung auf Action, die spätestens mit „Resident Evil 5“ (2009) in die ursprünglich schaurig-düstere Reihe Einzug fand, spaltete Capcom die Fan-Lager.

Trotzdem veröffentlichte der Publisher auch nach dem Weggang von „Resi“-Urgestein Shinji Mikami über die letzten Jahre zahlreiche Neuauflagen der Top-Marke. So bekam auch das einst euphorisch von Fans und Kritikern aufgenommene „Resident Evil 4“ seine aufpolierte Remastered-Version.

Aktuell legt ein Leak nahe, dass uns zudem schon bald ein Remake erwarten könnte.[2] Grund genug für uns, dem Kultspiel noch einmal genauer auf den Zahn zu fühlen.

Genre: Action-Adventure, Third-Person-Shooter, Survival Horror

Originaltitel: Baiohazādo 4 (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Capcom Production Studio 4 | Capcom

Game Director: Shinji Mikami

Musik: Misao Senbongi, Shusaku Uchiyama

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 15 Stunden (Story), ca. 31 Stunden (100%)

Sprache: Englische & spanische Sprachausgabe, deutsche Texte

Plattformen: GameCube (03/2005), PlayStation 2 (10/2005), PC (03/2007 | 02/2014), Wii (06/2007), PlayStation 3 (09/2011), Xbox 360 (09/2011), Wii U (10/2015), PlayStation 4 (08/2016), Xbox One (08/2016), Switch (05/2019) (Stand: 01.11.2025)

Altersfreigabe: USK 18

Erstveröffentlichung DE: 23. März 2005 (GameCube)

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil 3: Nemesis (Original, 1999)  / Resident Evil 3 (Remake, 2020)

Nachfolger: Resident Evil 5 (Remastered) (2009, 2016)

Ähnliche Titel: Resident Evil 2 (2019), Resident Evil 3 (2020), Resident Evil 7: Biohazard (2017), Dead Space (2008), The Last of Us (Remastered) (2013, 2014)

Quellen
Allgemeine Daten: https://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_4 | https://en.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_4 | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/7720 | Release DE: https://ogdb.eu/index.php?section=game&gameid=6650 | https://www.ninretro.de/game-26-3908.html

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 5

Autor: Jannik

Verfasst am: 29. November 2021

Lesezeit: ca. 5 Minuten (Direkt zum Fazit)

Survival-Horror-Reihe neu aufgelegt

Die „Resident-Evil“-Reihe ist seit dem ersten Teil aus dem Jahre 1996 (PSX) eine der erfolgreichsten Marken des japanischen Entwicklerstudios Capcom. Das beliebte Franchise gilt wie kein anderes als Garant für stimmungsvollen Survival-Horror. Laut Wikipedia wurden die Spiele bis Februar 2019 mehr als 90 Millionen Mal verkauft.[3]

Kein Wunder also, dass Capcom über die Jahre seiner Traditionsmarke immer wieder Neuauflagen spendierte. Der erste Teil sowie „Resident Evil Zero“ wurden remastered und im Paket als „Resident Evil Origins Collection“ im Jahr 2016 für PS4 und Xbox One veröffentlicht. Mit den aufgebohrten Varianten von „Resident Evil 2“(2019) sowie „Resident Evil 3“ (2020) erreichten uns sogar waschechte Remakes, die wir jüngst Tests unterzogen.

Am 30. August 2016 erblickte schließlich auch „Resident Evil 4“ in einer neu aufpolierten Remastered-Version für PS4 und Xbox One das Licht der Welt.

Die bei den Fans nicht unumstrittenen Auskopplungen „Resident Evil 5 (Remastered) (2009, 2016)“ sowie „Resident Evil 6 (Remastered) (2012, 2016)“ komplettierten schließlich die Hauptreihe, von den zahlreichen Spin-Offs ganz zu schweigen.

Als Fans nicht der ersten, sondern der zweiten Stunde, welche das Franchise nun pflichtbewusst nachholen, war „Resident Evil 4“ nun unser nächster Halt auf dem Weg zur Komplettierung.


Zahlreiche Ableger und Neuauflagen. Um die Survival-Horror-Reihe steht es aktuell gut.

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©Capcom | Quelle: https://www.ebay.de/itm/353273728530

Handlung – Die parasitäre Sekte

Wir schlüpfen erneut in die Rolle von Leon S. Kennedy.

Den als coolen Actionhelden in Szene gesetzten Agenten begleiteten wir einst an seinem ersten Arbeitstag als Polizist in „Resident Evil 2“. Seinerzeit machte Raccoon City Bekanntschaft mit dem T-Virus.

Als Spezialagent, direkt dem US-Präsidenten unterstellt, verschlägt es Leon nach Europa. Ashley, die 20-jährige Tochter des Präsidenten, wurde entführt und wird in einem sonderbar okkulten Teil Spaniens vermutet.

Als Leon ist es unsere Aufgabe, die junge Frau ausfindig zu machen. Dabei stoßen wir jedoch auf allerlei Widerstand in Form einer mysteriösen Sekte, den Los Iluminados, rund um Anführer Osmund Saddler. Die Gruppe verehrt einen antiken Parasiten namens „Las Plagas“.

Wir schlagen uns durch eine unheimlich abwechslungsreiche Spielwelt, um nicht nur Ashley zu retten, sondern auch, um das Geheimnis der angsteinflößenden Mutationen zu lüften.


Leon S. Kennedy nachdenklich in spanischen Gefilden unterwegs.

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©Capcom

Kollegin Hunnigan erläutert uns die Details der Mission.

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©Capcom

Gameplay – Ein Schritt Richtung Action

Der vierte Teil brach seinerzeit in gleich mehreren Punkten mit alten Resident-Evil-Konventionen. War man von Vorgängern eine statische Kamera gewohnt, kam erstmals innerhalb der Hauptreihe die Third-Person-Perspektive zum Einsatz, welche die Kamera direkt hinter der Spielfigur positionierte.

Zudem fällt gleich zu Beginn auf, dass die Entwickler deutlich mehr Munition und Sammelbares spendieren. Mit der bis dahin serientypischen Munitionsknappheit wurde also in „Resident Evil 4“ erstmals gebrochen. Damit einhergehend ist das Gameplay bereits actionlastiger und sollte mit Teil fünf und sechs zum Unmut der Fans eskalieren.

Es gibt jedenfalls insgesamt deutlich mehr Gegner zu bezwingen und mannigfaltige Gegnertypen. Recht früh im Spiel schaltet man Waffen frei, die sonst erst zum Endgame-Content gehörten oder die man sich zuvor schwerer erarbeiten musste.

Trotzdem lässt „Resident Evil 4“ immer genug von seiner Quintessenz, dem stimmungsvollen Grusel und dem Gefühl der Ausgeliefertheit, durchblicken. Denn: stumpfes Draufloshasten führt zum sicheren Tod. Taktisches Vorgehen und Ruhe bewahren, im Eifer des Gefechts und des Horrors, will gemeistert werden.


Gameplay aus der Third-Person-Perspektive.

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Deutlich mehr Gegner gleichzeitig als sonst üblich innerhalb der Reihe.

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©Capcom

Die Shotgun findet Ihr bereits früh im Spiel, um ordentlich Action zu machen.

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Wirkung

Die richtige Balance

Besonders beeindruckend im vierten Teil von „Resident Evil“ ist das durchdachte Spieldesign mit seinen Mechaniken, was sehr ausbalanciert wirkt. Es ist überhaupt nicht repetitiv, obwohl es immer den gleichen Mechanismen folgt.

Das Grundprinzip ist einfach: Als Leon geraten wir durch Gegner in den verschiedensten Lagen unter Druck und müssen die richtigen Entscheidungen treffen. Das ist manchmal gar nicht so einfach.

Auch vermeintlich ungefährlichere Gegner werden immer wieder zur Gefahr. Nie darf etwas oder jemand unterschätzt werden. Das Spiel lehrt: Sei dir deiner Sache nie zu sicher. Habe immer eine Fluchtmöglichkeit oder einen Plan B.

Trotzdem fühlt man sich nur selten unfair ausgeliefert. Wir bekommen genug an die Hand gelegt, um zu bestehen. Wir müssen unser Equipment jedoch sauber und strukturiert nutzen.


Cleveres Inventar-Management ist einer der Schlüssel zum Erfolg.

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Der bewusste Aufbau

„Resident Evil 4“ wirkt dabei sehr durchdacht und bewusst aufgebaut, um genau die richtigen emotionalen Hebel beim Spieler umzulegen.

Es gibt zwei wesentliche Bestandteile, ein Gegensatzpaar, welches alle Spiele beinhalten: Spannung und Entspannung. Und kein anderes Videospiel führt dieses Prinzip so konsequent vor Augen und setzt es so erfolgreich um wie „Resident Evil 4“.

Zuerst werden wir konfrontiert mit nervenaufreibenden Momenten – die Spannung erzeugen. Der Feind, der uns plötzlich hinterrücks überrascht. Die gewalttätige, mit Verbänden umwickelte Frau, die den Motor der Kettensäge anwirft. Gegnerscharen, die uns umzingeln. Es ist Survival Horror der die Urinstinkte anspricht. Überleben unter Anspannung als Leitmotiv.

Anschließend, wenn wir diese Hürden gemeistert haben, werden wir belohnt – die Entspannung. Die treibende, bedrohliche Musik verstummt. Plötzlich wirkt die Umgebung fast schon friedlich. Eine Urkomponente des Videospieldesigns kommt zum Einsatz: Kisten! Jedes Gefäß, jede noch so kleine Vase wird zerbrochen, auf der Suche nach Brauchbarem. Waffen möchten gelevelt werden und wertvolle Klunker beim Händler des Vertrauens unter dem Motto „What are you sellin‘?“ verscherbelt.


Leons legendärer Tritt lässt betäubte Gegner fliegen! (Spannung)

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Rätsel-Element (Entspannung)

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Auch das Sounddesign ist für damalige Verhältnisse außergewöhnlich mitreißend und beängstigend. Wenn die teilweise undeutlichen Laute der Las Plagas, wie von Besessenen, aus den Lautsprechern tönen, verursacht das extremen Stress beim Spieler. Erst wenn die treibende Musik verklingt, können wir uns für einen kurzen Moment sicher fühlen.

Dieses Dogma wird immer und immer wieder wiederholt und durch neue Gegnertypen und neue Ideen ergänzt, um uns weiterhin unter Spannung zu setzen. Das alles präsentiert Capcom in unterschiedlichsten Gefilden. Vom Dorf, welches vom Parasit befallen ist, geht es etwa in eine schaurig schöne Burg, die europäische Mittelalter-Stimmung aufkommen lässt.


„Resident Evil 4“ kann auch schaurig schön aussehen.

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Die atmosphärische Burg hat es uns besonders angetan.

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Remastered – (noch) kein Remake

„Resident Evil 4“ als Remaster sieht für sein Alter sehr gut aus.

An den nötigsten Stellschrauben wurde gedreht. Die Auflösung ist auf 1080p gestiegen und die Framerate auf stabile 60 FPS angehoben worden. Wunder sollte man jedoch insbesondere bei den Texturen und der Optik insgesamt nicht erwarten.

Doch das ist auch gar nicht nötig. Fans haben sich sicher gewünscht, einen leicht aufgehübschten vierten Serienteil zu erhalten, der seinen Stärken aus der vergangenen Zeit ausnahmslos treu bleibt.

Mittlerweile wurde außerdem bekannt, dass uns wohl ein Remake erwarten wird! Leakes legen nahe, dass auch der vierte Teil einer ausgiebigen Frischzellenkur unterzogen werden wird.

Spruchreifes Material oder ein Releasezeitraum stehen zum aktuellen Zeitpunkt noch aus.


Auge um Auge.

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Fazit – High-End-Survival-Horror

„Resident Evil 4“ ist für viele Videospieler, uns mit eingeschlossen, der beste Teil der Reihe und macht einfach alles richtig.

Die schaurige Sogwirkung, die furchteinflößende Grundstimmung und das einnehmende Gameplay machen es zum wohl besten Survival-Horror-Spiel aller Zeiten.

Es stellt genau die richtige Mitte zwischen der dunklen Gruselstimmung der Vorgänger und dem actionlastigen Gameplay des Nachfolgers dar. Es kreiert somit genau die Balance, die es für das wohl herausragendste Spiel der Reihe brauchte!

An dieses High-End-Survival-Horror-Spiel werden wir lange Zeit sehr positive Erinnerungen haben und sind schon gespannt, ob das Remake diesem Klassiker in Zukunft gerecht werden kann.


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Wie gefiel euch anno 2005 Capcoms Neuausrichtung auf Action? Ist euch die Rückbesinnung auf atmosphärischen Grusel seit „Resident Evil 7: Biohazard (2017)“ lieber? Verratet uns euren Lieblingsteil und teilt eure Gedanken zu „Resident Evil 4“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die Las Plagas bestimmt auch!

Trailer zu „Resident Evil 4“

Der offizielle E3-GameCube-Trailer zu „Resident Evil 4“ aus dem Jahr 2004

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©Capcom | Quelle: PlayscopeTimeline, https://www.youtube.com/watch?v=2ORc25vZo54

Der offizielle „Modern-Hits-Launch-Trailer“ zu „Resident Evil 4“-Remastered aus dem Jahr 2016

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©Capcom | Quelle: PlayStation, https://www.youtube.com/watch?v=V4Si9z9m8xw

Resident Evil 7: Biohazard (2017)

Lesemusik:

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©Capcom | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Jannik meint - Herausragend

Siebter Teil des Kultgrusels, der sich Back-to-the-Roots auf seine alten Stärken besinnt und das Horror-Erlebnis mit seiner cineastischen Ego-Inszenierung wahlweise in VR auf die beinahe unzumutbare Spitze treibt. (23. September 2024 | Testplattform: PS5)

Genre: Action-Adventure, Survival Horror, Walking Simulator, Puzzle, Rätsel, First-Person-Shooter

Originaltitel: Biohazard 7: Resident Evil 

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Capcom

Game Director: Koshi Nakanishi

Musik: Akiyuki Morimoto, Miwako Chinone, Satoshi Hori

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 10 Stunden (Hauptstory), ca. 12 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 27 Stunden (100%)

Sprache: Volle deutsche Lokalisation

Plattformen: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X, Nintendo Switch, Nintendo Switch 2 (Stand: 16.02.2026)

Altersfreigabe: USK 18

Erstveröffentlichung: 24. Januar 2017

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil 6 (2012)

Nachfolger: Resident Evil Village (2021)

Ähnliche Titel: Resident Evil 2, Resident Evil 3, Dead Space (2008), BioShock (2007)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_7:_Biohazard | https://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_7:_Biohazard | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/38051
Was haltet Ihr von Capcoms Rückbesinnung auf alte Tugenden nach dem actionlastigen sechsten Teil? Habt Ihr die liebenswürdige Familie Baker ins Herz geschlossen und überlebt? Teilt eure Gedanken zu Resident Evil 7: Biohazard mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Vater Jack bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Launch-Trailer zu Resident Evil 7: Biohazard

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©Capcom | ©PlayStation

Nope (2022)

Lesemusik:

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©Universal Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Am 11. August 2021 erschien mit dem interessanten Titel NOPE Jordan Peeles dritter Social-Thriller.

Der Oscar-Preisträger gilt seit Get Out (2017) als Garant für spannungsgeladene, sozialkritische Mindfuck-Trips, die Gänsehaut beim Zuschauer verursachen.

Laut Peele sollen innerhalb eines 10-Jahres-Plans insgesamt vier Filme dieser Art erscheinen.[1] Was sein drittes Werk zu bieten hat, haben wir uns genauer angeschaut.

Genre: Thriller, Horrorthriller, Mysterythriller, Sozialthriller, Science-Fiction, Western

Originaltitel: Nope

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions

Regie: Jordan Peele

Drehbuch: Jordan Peele

Produktion: Jordan Peele, Ian Cooper

Musik: Michael Abels

Länge: ca. 130 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 11. August 2022 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Candyman (2021)

Nachfolger: Honk for Jesus, Save Your Soul (2022)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Nope_(film) | https://de.wikipedia.org/wiki/Nope | https://en.wikipedia.org/wiki/Monkeypaw_Productions

Wertung:   

Autor: Jannik

Verfasst am: 19. August 2022

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Mastermind

Mit Nope erreicht uns endlich wieder ein Film von Regisseur Jordan Peele.

Das amerikanische Mastermind heimste bei der Oscarverleihung 2018 mit seinem Skript zu Get Out (2017) die Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch ein. Peele etablierte mit seinem Regiedebüt eine ganz eigene Art von sozialkritischen Thrillern und prägte damit nachhaltig das Genre.

Zuletzt machte der 43-Jährige mit dem Horrorthriller Wir (2019) auf sich aufmerksam.

Am 22. Juli 2022 (US-Kinostart) veröffentlichte er seinen neuen Film mit dem ungewöhnlichen Titel Nope erneut unter dem Banner des hauseigenen Studios Monkeypaw Productions.

Würde uns abermals diese eigenartig-befriedigende Form von Mindfuck präsentiert werden?!


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©Universal Pictures Germany | Quelle: https://vignette.wikia.nocookie.net/logopedia/images/8/86/BlacKkKlansman.2018.1080p.WEB-DL.DD5.1.H264-FGT.mkv_20181114_204154.063.jpg/revision/latest?cb=20181114124208

Handlung – Eine Pferde-Ranch und merkwürdige Dinge

Nope handelt vom Familienbetrieb Haywood Hollywood Horses des Afroamerikaners Otis Jr. Haywood kurz OJ genannt (Daniel Kaluuya).

In der Wüste des kalifornischen Santa Clarita Valley betreibt OJ sein Geschäft mit Showpferden in der Film- und Fernsehindustrie.

Nach dem plötzlichen Tod von OJs Vater müssen der deprimierte Sohn sowie seine lebhafte Schwester Emerald Haywood (kurz Em) den Laden übernehmen und weiterführen.

Doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge.


OJ und Em versuchen mit modernen Methoden das Business auf die Spur zu bringen

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©Universal Pictures Germany

Ein neuer Social-Thriller?!

Nach Get Out und Wir waren wir sehr gespannt (wenn nicht gehyped) auf einen neuen Film aus dem Hause Monkeypaw.

Das Studio des Filmemachers Peele steht seit Get Out vor allem für sozial- und gesellschaftskritische Ausnahmewerke mit vielen Untertönen.

Sogenannte Social-Thriller, wie sie Peele selbst bezeichnet, sollten noch ganze vier weitere innerhalb des nächsten Jahrzehnts folgen, wie wir uns bereits in unserem Review zu Wir angeschaut haben. Nope ist vermutlich einer davon.

Damals teilte der Regisseur mit:

Die besten und furchterregendsten Monster in der Welt sind menschliche Wesen und wozu wir in der Lage sind, besonders wenn wir aufeinander treffen. Ich habe an diesen Prämissen dieser verschiedenen sozialen Dämonen gearbeitet, diesen inhärenten Monstern, der Art, wie sie in unser Denken und unsere Interaktion eingewoben sind. Und jeder weitere Film soll von einem anderen dieser sozialen Dämonen handeln.Jordan Peele

Ikonische Szene aus Get Out. Regisseur Peele arbeitete bereits in seinem Regiedebüt mit Schauspieler Kaluuya zusammen. Auch in Wir (2019) wirkte er mit.

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Dreharbeiten zu Nope. Der Regisseur setzt erneut auf seinen bewährten Hauptdarsteller.

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©Universal Pictures Germany

Genre-Vielfalt

Stilistisch ist der neue Film stark geprägt vom Genre des Western.

In den Weiten der karg-öden Landschaft des Drehorts Santa Clarita Valley (Kalifornien) und den storyrelevanten Pferden kommt das besonders zur Geltung.

Doch auch andere Genres mixt Peele seelenruhig mit ein. Etwa Science-Fiction à la Spielberg. Der Vergleich mit Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) wurde bei Kritikern mit am häufigsten genannt.[2] Diese Stilrichtungen paaren sich mit den dominanten Anteilen, bestehend aus Elementen des Horror– und Thriller-Genres.

Ein beinahe wirrer Trip ergibt sich aus dieser Mixtur. Doch ist dies wirklich der Spielerei mit den Genres geschuldet? Viel mehr ist es wohl die Geschichte, die manches Mal verwirrt, wenngleich diese wohl gattungstypisch bewusst so gestrickt wurde, um eben genau diesen Zweck zu erfüllen und diesen Effekt zu erzielen.


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Filmisch-visuell gefällt Nope jedenfalls zweifelsohne. Die stechenden Augen von Kaluuya und seine deprimierte und dennoch störrische Performance werden mit einer beige-farbig dominierten Umwelt kombiniert. Die ruhige Ausstrahlung der Wüste mit ihrer dennoch bedrohlichen Aura der Weite kommt hervorragend durch.

Die Kameraarbeit des niederländisch-schwedischen Hoyte van Hoytema, welcher vor allem für die Zusammenarbeit mit Christopher Nolan bekannt ist, kommt dem von Panoramen geprägten Setting zudem unglaublich gut entgegen.[3]

Auch deshalb würden wir Nope in einem guten (Heim)Kino auch mehrfach bestaunen.


Peele bei der Arbeit an Nope mit IMAX-Kamera

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Das Sandkorn

Das kratzende Sandkorn auf der Bildschirm-Oberfläche ist für uns auf inhaltlicher Ebene zu finden.

Zwar weiß die Geschichte sowohl in Tempo als auch in Erzählweise durchaus zu gefallen und zeigt hier kaum Schwächen, doch krankt sie an einem wesentlichen Element, was die bisherigen Social-Thriller von Peele ausmachte.

Während die anfangs angesprochenen Werke nur so durchzogen waren vom Fingerzeig, vom Anprangern und Hervorheben der sozialen Kritik, ist man beinahe so verwöhnt davon, dass die Tragweite, ja die Tragkraft in Nope zu kurz gekommen scheint.

Zwar prangert Nope offensichtlich die Sensationsgier der Menschen und die Sehnsucht nach medialer Sichtbarkeit an, doch konnte sich für uns dieses Motiv innerhalb der Handlung nie so ganz durchbeißen.[4]

Wo uns Get Out regelrecht in den Sitz presste und bewegte und uns Peeles zweiter Film Wir schamlos den Spiegel vorhielt und schockte, hat uns Nope emotional nie so richtig aufgewühlt.

Zugutehalten müssen wir dem Thriller jedoch den unkonventionellen Eindruck, denn er siedelt sich insgesamt trotz Versatzstücken und Ähnlichkeiten zu anderen Werken fernab des gewöhnlichen Seherlebnisses an. Doch die Gänsehaut – ja, ein Unbehagen – fehlte. Viel zu selten und in langsamerem Takt – als bei seinen bisherigen Social-Thrillern – verspürten wir wirkliche Durchschlagskraft. Das richtige „Baff sein“ blieb somit leider aus.


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Fazit – Filmerlebnis Monkeypaw (fast ohne sozialkritischen Unterton)

Nope ist etwas weniger ein Social-Thriller. Der Zuschauer muss stark interpretieren, um die Gesellschaftskritik zu verstehen.

Er nimmt sich kein Ungleichgewicht innerhalb der Gesellschaft, welches ein Unwohlsein hervorruft, und treibt es dann, wie von Peele gewohnt, auf die Spitze.

War ein wesentliches Merkmal von Peeles Werken, das Fass sukzessive überlaufen zu lassen, sodass es sich am Ende im Abgang so anfühlte, als wäre das Fass tatsächlich viel mehr mit einem lauten Knall umgetreten worden, fanden wir in Nope zwar filmische sowie stilistische Schönheit, jedoch nicht genug Tragweite innerhalb der Handlung.

Nope beschränkt sich auf das Schicksal einer kleinen Gruppe anstelle einer globalen Gesellschaft.

Damit weiß der Film zwar optisch zu überzeugen, schafft es aber nie, über anspruchsvolle, beinahe arthouse-mäßige Sci-Fi-Horror-Thriller-Popcorn-Kino-Action hinaus und ist somit ein sehenswerter Film, in dem der für Peele eigentlich typische sozialkritische Unterton zwar vorhanden ist, jedoch weniger stark ausgeprägt zur Geltung kommt.


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Was haltet Ihr vom dritten Sozialthriller aus der Feder von Mastermind Jordan Peele? Kommt euch auch die durchschlagende Gesellschaftskritik zu kurz? Teilt eure Gedanken zu Nope mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Schimpanse Gordy bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu Nope

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Antebellum (2020)

Lesemusik:

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©Lionsgate | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Jannik meint - Ausgezeichnet

Mit „Antebellum“ präsentieren uns die Produzenten aus dem Hause QC Entertainment, die sich bereits für „Get Out“ und „Wir“ verantwortlich zeichneten, abermals einen Social-Thriller mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik und wieder dieser eigenartigen Form von Mindfuck.

„Antebellum“ überträgt und transportiert dabei die seelischen und körperlichen Qualen unterdrückter schwarzer Menschen aus der Zeit der namensgebenden Antebellum-Ära (Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg, zw. 1812 – 1861)[1] auf die heutige Zeit.

Brisant ist das deswegen, weil er damit die Behauptung aufstellt oder zumindest den Schluss zulässt, dass Rassismus heutzutage in dieser extremen und absoluten Weise und in gleichem Maß in der modernen Gesellschaft verankert ist. Nur weniger offensichtlich, versteckter oder in abstrakteren Formen.

Es ist eine krasse Mischung, in seiner Botschaft sehr absolut, moralisierend, pauschalisierend und einseitig. „Antebellum“ sucht diese Provokation und kann sich deshalb absurd anfühlen. Es ist der Kampf weiß gegen schwarz, aber auch schwarz gegen weiß.

Da es sich bei „Antebellum“ jedoch um ein künstlerisches Werk handelt, lässt sich diese Überspitzung wiederum durchaus rechtfertigen. Es ist eben dieses Kontrastdenken, was den Film inhaltlich so furchterregend macht. Es ist der totale Kampf der Ethnien, zugespitzt, um die soziale Schieflage/systematische Unterdrückung so laut wie möglich in die Gesellschaft herauszuschreien.

Es macht Spaß, bei diesem Befreiungsschlag der Macher zuzusehen. Auch wenn sie (möglicherweise bewusst) etwas über das Ziel hinausschießen. Denn gerade aus einer subtileren, unterschwelligeren Programmatik wie der eines „Get Out“ (2017) hätten sie Spannung herausziehen können.

„Antebellum“ ist letztendlich ein ausgezeichneter So(cial)nder-Thriller mit starken Bildern und Kontrasten, der sich durch seinen Twist von der breiten Masse abhebt und insgesamt ausgezeichnet altern wird. (8. Mai 2021)

Genre: Thriller, Mysterythriller, Horrorthriller

Originaltitel: Antebellum

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Lionsgate | QC Entertainment, Bush+Renz

Regie: Gerard Bush, Christopher Renz

Drehbuch: Gerard Bush, Christopher Renz

Produktion: Raymond Mansfield, Sean McKittrick, Zev Forman, Gerard Bush, Christopher Renz, Lezlie Wills

Musik: Nate Wonder, Roman Gianarthur

Länge: ca. 106 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 18. Dezember 2020 (Blu-ray DE)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Nope (2022), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Antebellum_(Film) | https://en.wikipedia.org/wiki/Antebellum_(film) | https://www.imdb.com/de/title/tt10065694/reference/
Was haltet Ihr von „Antebellum“? Beim Marketing wurde unserer Meinung nach der Eindruck erweckt, Social-Thriller-Pionier Jordan Peele wäre persönlich involviert. Sowohl die Ästhetik des Posters als auch der Slogan „Von den Machern von „Get Out“ und „Wir“ deuteten stark darauf hin. Auch wenn Peele nicht mitgewirkt hat, fanden wir, sein Geist war irgendwie anwesend. Teilt eure Gedanken zu “Antebellum” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und QC Entertainment bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Antebellum“

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©LEONINE

 

Sandy Wexler (2017)

Lesemusik:

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Kate Hudson – Mr. DJ |©Netflix | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
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    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Jannik meint - Geht so

Adam Sandlers Netflix-Deal bietet dem Comedy-Urgestein offensichtlich absolute Narrenfreiheit!

Auch der dritte Film (nach „Die lächerlichen Sechs“ [2015] sowie „The Do-Over“ [2016]) – diesmal mit dem Titel „Sandy Wexler“ -kommt mit einer Ansammlung an absurden komödiantischen Szenen daher, die maximal von schlecht bis gut reichen und über unglaubliche 131 Minuten (!) mal foltern und mal erheitern.

Ein roter Faden ist nur selten zu erkennen. Die Sandler-Komödie bleibt damit insgesamt bestenfalls im „Geht so“-Mittelmaß zurück. (4. März 2019)

Genre: Komödie

Originaltitel:  Sandy Wexler

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | Happy Madison Productions

Regie: Steve Brill

Drehbuch: Dan Bulla, Paul Sado, Adam Sandler

Produktion: Adam Sandler, Allen Covert, Ted Sarandos

Musik: Rupert Gregson-Williams

Länge: ca. 131 Minuten

Altersfreigabe: 12 (lt. Netflix)

Veröffentlichung: 14. April 2017 (Netflix)

Universum: Happy Madison Productions

Vorgänger: The Do-Over (2016)

Nachfolger: Die Woche (2018)

Quellen
Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Sandy_Wexler | Altersfreigabe: https://www.netflix.com/de/title/80126569

Beschreibung

„Sandy Wexler“ ist eine US-amerikanische Komödie von Regisseur Steve Brill aus dem Jahr 2017. Adam Sandler übernahm die Hauptrolle als exzentrischer Talentmanager. Die Geschichte spielt im Jahre 1994 in Los Angeles. Außerdem fungierte er mit seiner Produktionsfirma „Happy Madison Productions“ typischerweise auch als Produzent.

Es handelt sich um die dritte Produktion, die aus Adam Sandlers Vertrag mit dem Streaming-Giganten Netflix hervor ging. Dieser wurde im Oktober 2014[1] für angeblich 250 Millionen Dollar[2] geschlossen und umfasste die vier Filme „The Ridiculous 6“ (2015), „The Do-Over“ (2016), „Sandy Wexler“ (2017) und „Die Woche“ (2018).[3]

Bereits im Jahre 2017 wurde der Deal um weitere vier Filme verlängert: „Murder Mystery“ (2019),  „Hubie Halloween“ (2020), „Hustle“ (2022) und „Murder Mystery 2“ (2023).[4]

Im Jahre 2020 wurde bekannt, dass der Vertrag um vier weitere Filme verlängert wurde. Es erschienen „Du bist sowas von nicht zu meiner Bat-Mizwa eingeladen“ (2023), „Leo“ (2023, Animationsfilm), „Spaceman: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ (2024) sowie „Happy Gilmore 2“ (2025).


Was haltet Ihr von den Filmen, die Adam Sandler in der jüngeren Vergangenheit produziert hat? Genießt er absolute Narrenfreiheit? Teilt eure Gedanken zu “Sandy Wexler” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Happy Madison Productions bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Sandy Wexler“

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©Netflix