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Yakuza 0 – Director’s Cut (2025)

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    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

„Yakuza 0“ ist ein Action-Adventure-Spiel von SEGA und ein Prequel zur beliebten Yakuza-Reihe und startet somit die Handlung der Videospielreihe.

Zuerst erschienen im Jahr 2015 in Japan, schaffte es das Spiel später im Jahr 2017 weltweit auf den Markt.

Die mittlerweile unter dem Namen

„Like a Dragon“ bekannte Reihe umfasst insgesamt über 20 Titel wenn man die Hauptreihe, Remakes und alle Spin-offs zusammenzählt.

Für uns war „Yakuza 0 – Director’s Cut“ der Einstieg in die Videospielreihe. Wie wir bei derofa den Start in die Yakuza-Welt empfanden, erzählen wir euch in unserem Test.

Genre: Action-Adventure, Beat ‚em Up, Open-World

Originaltitel: 龍が如く0 誓いの場所, Transkription: Ryū ga Gotoku 0: Chikai no Basho

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: SEGA

Game Director: Kazuki Hosokawa (Original), Marc Hawes (Director’s Cut)

Musik: Ryu Ga Gotoku Studio In-house-Team; Hidenori Shoji

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler (nur im Director’s Cut)

Spielzeit: ca. 30 Stunden (Hauptstory), ca. 50-60 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 100 Stunden (100%)

Sprache: japanisch, englisch

Plattformen: PlayStation 5, Xbox Series X, Nintendo Switch 2, PC (Stand: 05.02.2026)

Altersfreigabe: USK 18

Veröffentlichung: 05. Juni 2025

Universum: Yakuza

Vorgänger:

Nachfolger: Yakuza Kiwami (2016)

Ähnliche Titel: Grand Theft Auto, Mafia, Shenmue

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Yakuza_0

Wertung:  

Testplattform: Nintendo Switch 2

Autor: Melissa

Verfasst am: 23.10.2025

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

Musik zum Lesen:

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©SEGA | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Die Geschichte beginnt

Die Geschichte spielt im Jahr 1988 in den fiktiven japanischen Stadtteilen Kamurocho in Tokio und Sotenbori in Osaka. Die Handlung dreht sich um zwei spielbare Protagonisten:

Kazuma Kiryu – Der aufstrebende Yakuza

Konnichiwa Kiryo! Unser Protagonist Nr.1 heißt Kiryu. Er ist ein junger und sehr ehrgeiziger Yakuza , der zur bekannten Dojima-Familie gehört. Zu Beginn des Spiels wird er fälschlich für einen Mord verantwortlich gemacht, der auf einem kleinen, aber extrem wertvollen Stück Land in Kamurocho stattfand – dem sogenannten „leeren Grundstück“. Dieses Gelände ist der Schlüssel zu einem größeren Immobilienkrieg zwischen rivalisierenden Clans und Geschäftsmännern.

Um seinen Namen reinzuwaschen und seinen Ziehvater Shintaro Kazama zu schützen, verlässt Kiryu die Yakuza. Doch dadurch wird er nur tiefer in die Machenschaften und Intrigen der Unterwelt verwickelt. Seine Reise ist geprägt von Loyalitätskonflikten, Straßenkämpfen und moralischen Entscheidungen.


Die beiden Figuren Majima und Kiryu.

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Goro Majima – Der verstoßene Patriarch

Konnichiwa Majima! Protagonist Nr.2 lebt in der bunten Stadt Osaka und wird zunächst als Manager eines Nachtclubs vorgestellt. Er ist ein ehemaliger Yakuza, der aufgrund von Ungehorsam gegenüber seiner Familie verbannt wurde. Sein Ziel ist es wieder in der Yakuza-Familie aufgenommen zu werden. Doch um das zu erreichen,  erhält er den Auftrag eine Frau namens Makoto Makimura“ zu töten. Doch schnell zeigt sich, dass Majima sich für einen anderen Weg entscheidet. Makoto ist zufällig mit dem leeren Grundstück verbunden. Das bringt Majima und Kiryu auf Kollisionskurs und das ohne dass sie es zunächst wissen.


Der Mann mit der Augenklappe – Goro Majima.

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Zentrale Themen von Yakuza 0

Das Videospiel Yakuza 0 ist so vielschichtig. Die Handlung ist sehr komplex und mehrere Handlungsstränge treffen aufeinander. Wir haben es für euch in einzelne Punkte aufgeteilt, um gut zusammenzufassen um welche zentralen Themen es in Yakuza 0 wirklich geht.

Die Yakuza Loyalität

Wie bereits oben erwähnt, hat die Geschichte von „Yakuza 0“ enorm viel zu bieten. Die wesentlichen Themen sind u.a. die Machtkämpfe innerhalb der Yakuza – denn die Yakuza legen sehr viel Wert auf Freundschaft, Loyalität und bestrafen Verrat direkt. Das wird durch die komplexe und tiefe Handlung  stark thematisiert. 


Der Yakuza-Clan und ihre Oberhäupte. Hier zu sehen der Tojo-Clan.

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Komödiantische Einflüsse

Neben den ernsten Themen zeigt „Yakuza 0“ aber auch lockere komödiantische Punkte. Ihr könnt z.B. in den Städten diverse Nebenmissionen machen (mehr zu den „lustigsten Nebenmissionen die wir kennen“ in Abschnitt 4).

Es ist fast schon als würden sich die Entwickler mit Absicht dadurch lustig machen. Auf der anderen Seite  bringt es uns die Pop-Kultur von Japan näher. Diese ist lustig, bunt und auch etwas verrückt. Japan präsentiert uns Anime und Videospiele. In Osaka und Tokyo ist das Nachtleben laut und verspielt.

Dadurch wird „Yakuza 0“ zu etwas ganz besonderem – die Abwechslung macht es!  Ausbruch aus der Eintönigkeit desVideospiel -Hamsterrads. Die Welt der Yakuza-Videospiele ist einfach etwas anders, aber das ist auch gut so!


Schwingt euer Tanzbein.

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Das Spielsystem

Die Fragen die wir uns als Yakuza-Neulinge anfangs stellten: „Was machen wir in Yakuza und wie funktioniert das Gameplay?“

Um es kurz zu sagen: „Yakuza 0“ wirkt wie eine Fusion aus „Grand Theft Auto“ und der Videospielreihe „Mafia“ mit einem Touch Japan-Comedy die wir u.a. aus Animeserien kennen. Japan-Liebhaber wissen genau was damit gemeint ist. Warum der Vergleich mit den o.g. Videospielen? „Mafia“ verbindet den Aspekt der kriminellen Atmosphäre die wir auch in Yakuza haben. Und „GTA“  gibt uns spielerische Freiheit.  Yakuza ist kein richtiges Open-World-Spiel. Die Abschnitte in denen ihr die Städte erkunden könnt, sie abgegrenzt und macht „Yakuza 0“ eben zu keinem richtigen Open-World-Game wie die Spielereihe „GTA“.  

Die Gebietskarten sind klein und die Orte dicht und mit sehr viel Inhalt gefüllt. Ihr erkundet die Städte Japans, spielt Haupt- oder Nebenmissionen und kämpft euch hier und da durch verschiedene Gegnergruppen um eure Kampfkünste zu präsentieren.

Apropos Kampfkünste: Das Kampfsystem in „Yakuza 0“ ist Anfangs ungewohnt aber mit der Zeit bekommt man den Dreh raus – selbst als Neuling der Videospielreihe. Falls euch das Kampfsystem doch zu schwer sein sollte, könnt ihr jederzeit die Schwierigkeit im Spiel runter stellen – allso alles kein Problem um in die Welt der Yakuza einzutauchen.


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Hau drauf – Das ultimative Kampferlebnis

Wie oben bereits erwähnt ist das Kampfsystem anfangs Gewöhnungsbedürftig. Aber warum? Ihr habt die Möglichkeit sogenannte Kampfstile zu erlernen. Jeder Kampfstil steuert sich etwas anders bzw. bewegt und kämpft anders. 

Wir geben euch mal ein Beispiel. Der „Nahkämpfer-Stil“ von Kiryu ist nicht sehr schnell, dafür vergibt er aber harte Schläge. Ausweichen und blocken ist hier auch noch möglich – alles nur sehr langsam. Wem das nicht gefällt wird mit dem Kampfstil nicht zurecht kommen. Doch das Spiel bietet zum Glück Alternativen.

Das Pendant zum langsamen Nahkämpfer ist der „Rausch-Stil“. Dieser ist extrem schnell und verteilt seine Schläge wie man im Namen schon raushört „wie im Rausch“. Damit könnt ihr sehr schnell kämpfen und das macht Spaß – uns hat es jedenfalls gefallen. Aber wie gesagt, dass ist Geschmackssache. Denn auch dieser schnelle Kampfstil hat Kritikpunkte. Ihr könnt in dem Kampfstil nur ausweichen, dafür aber nicht blocken!

Genauso ist es mit dem „Tier-Stil“.  Damit seid ihr extrem langsam, verteilt dafür aber die stärksten Schläge von allen Kampfstilen. Blocken ist möglich, ausweichen nur mit einer langsamen Ausweichrolle. Jeder Gegner bewegt sich unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig zu schauen, welcher Kampfstil gegen welchen Feind am sinnvollsten ist. Zudem spielt ihr nicht nur einen Charakter. Majima hat nämlich seine eigenen Kampfkünste  Also: Viel Spaß beim kämpfen-„lernen“. 

Was auch sehr viel Spaß bereitet ist es Gegenstände vom Boden aufzuheben und sie gegen eure Gegner zu werfen. Je nach Gegenstand werden unterschiedliche Cut-Scenes ausgelöst. Diese sind entweder brutal oder extrem lustig ala Yakuza-Manier.

„Yakuza 0“ besitzt sogar ein kleines „Levelsystem“. Ihr levelt nicht euren Charakter direkt – ihr levelt die einzelnen Kampfstile und könnt dadurch stärke Angriffe oder mehr Gesundheit etc. freischalten. Man sieht – es wird dadurch schon etwas komplexer. Ganz schön viel auf einmal. Doch genau dieser gewisse Aspekt bringt uns den tollen Anreiz immer weiter kämpfen zu wollen.



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Die lustigsten Nebenmissionen die wir kennen

Der Titel sagt es! Sowas haben wir bisher noch nicht erlebt. Es erinnert an Missionen aus „Grand Theft Auto“. Die waren auch öfter mal sehr verrückt. Ja – da haben wir wieder eine Gemeinsamkeit! Die Nebenmissionen sind abwechslungsreich und so durchgeknallt, dass sie nur  Spaß machen können. Jede einzelne Nebenmission ist nummeriert und ihr könnt im Menü nachschauen wie viele ihr bereits „freigeschaltet/durchgespielt“ habt. Sehr tolles Tool für die Hardcore-Fans unter euch die 100% anstreben.

Ihr lauft durch die Stadt, ob Tokio oder Osaka spielt keine Rolle – in beiden Orten geht es wild umher. Wenn ihr Lust habt könnt ihr kurz in eine Karaokebar gehen und eure Gesangskünste unter Beweis stellen, oder ihr geht eine Runde Billard spielen. Ok, das zweite ist nicht abgedreht doch wartet ab. Ihr habt die Möglichkeit euch nicht jugendfrei Videos an speziellen Orten in der Stadt anzuschauen. Danach fühlt sich eure Spielfigur naja…sagen wir mal „sehr entspannt“ und ihr bekommt einen Gesundheitsboost.

Wenn euch das zu langweilig ist dann könnt ihr als Alternative in einen Club gehen und euch sog. „Cat Fights“ ansehen. Nein, damit sind keine Katzen gemeint. Hier kämpfen leicht bekleidete Frauen im Ring gegeneinander. Hier könnt ihr sogar  wetten abschließen und somit eine menge Geld machen.

Wir wollen euch auch gar nichts weiter verraten. Es reicht zu wissen das selbst die Nebenmissionen einfach nur vergnügen bereiten und die Spielzeit dadurch massiv strecken können.


Die o.g. „Cat Fights“- Viel Spaß beim kämpfen.

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Die Kritikpunkte

Eine perfekte 10/10 wurde es nicht, doch was sind unsere Kritikpunkte? Das zählen wir euch erst mal in Ruhe auf.

  • In engen Passagen wird die Steuerung leider oft zur Geduldsprobe. Das Kampfsystem verliert dort spürbar an Dynamik: Wer einen Treffer kassiert, hat beim Versuch zu kontern oder auszuweichen oft mit einer hakeligen Steuerung zu kämpfen. Verschlimmert wird dieses Chaos durch eine störrische Kamera, die sich in engen Ecken nicht manuell justieren lässt und den Überblick raubt. Auch wenn das Spiel dadurch nicht unspielbar wird, bleibt die Kombination aus unpräziser Steuerung und eingeschränktem Blickwinkel ein deutlicher Kritikpunkt.
  • Dieser Punkt ist nicht für jeden eine Kritik. Es geht um die langen Zwischensequenzen die gefühlt eine halbe Ewigkeit gehen. Die Erzählung ist sehr filmisch, aber stundenlange Zwischensequenzen erfordern viel Geduld. Viele Dialoge sind nicht vertont, was zu viel Leseaufwand führt - sprich viel Text.

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©SEGA | Quelle: https://i.ytimg.com/vi/VZ5F5QF-_r4/maxresdefault.jpg

Der Director's Cut - Lohnenswert?

Jetzt haben wir euch schon so viel über das Spiel erzählt, doch das wichtigste für den Schluss gelassen. Wir möchten noch auf die Unterschiede des Director's Cut's zur 2015 erschienen Version eingehen.

Neue Story-Inhalte & Zwischensequenzen

  • Die Version enthält ca. 26 Minuten an neuen Zwischensequenzen. Diese bieten tiefere Einblicke in Schlüsselmomente und die Hintergrundgeschichten von Charakteren wie Nishiki und Kuze.
  • Es gibt auch eine kontroverse Story-Änderung. Einige der neuen Szenen enthalten Retcons „retroactive continuity“ (rückwirkende Kontinuität; Zweck: Dient oft dazu Logikfehler zu beheben, Charaktere neu zu definieren oder neue Handlungsstränge zu ermöglichen.) bei denen Charaktere, die im Original starben nun unter mysteriösen Umständen überleben.

Technische & Grafische Upgrades

  • Das Spiel unterstützt nun 4K-Auflösung und bis zu 120 FPS auf Konsolen wie PlayStation 5, Xbox Series X und PC. Leider bietet die Nintendo-Konsole trotzt technischer Möglichkeiten, keine 120 FPS.
  • Die ursprüngliche lizenzierte Musik (wie der Song „Bubble“ von Shōnan no Kaze), die in westlichen Versionen oft fehlte, wurde neu aufgenommen und hinzugefügt.
  • Erstmals gibt es eine englische Sprachausgabe sowie deutsche Bildschirmtexte.

Neue Gameplay Features

  • Im Gegensatz zum Original, wo man nur an Telefonzellen speichern konnte, ist es nun möglich, jederzeit und überall zu speichern. Zudem gibt es eine Autosave-Funktion.
  • Ein komplett neuer Online-Mehrspielermodus (Red Light Raid), in dem man mit Freunden aus über 60 Charakteren wählen kann, um Gegnerhorden zu besiegen.

Auch Kiryu freut sich über die Neuerung und führt einen Freudentanz auf.

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©SEGA | Quelle: https://tenor.com/de/view/yakuza-gif-721332456969184676

Fazit - abgedrehte Reise durch Japan

Was sollen wir sagen - Yakuza hat uns umgehauen. Wir hatten bisher keinen Berührungspunkt mit der Reihe und haben uns ganz frei in das Geschehen fallen lassen. Wir wurden nicht enttäuscht. Das Videospiel macht Riesenspaß.  Durchgespielt haben wir es auf der "Nintendo Switch 2" und empfanden das Spielerlebnis auf der neuesten Nintendo Konsole als überaus passend. Ob unterwegs oder daheim, Yakuza ist das perfekte Spiel für beide Varianten. Es ist nicht dramatisch das Yakuza auf der Switch 2 keine 120 FPS bietet. Das hat dem Spielspaß nicht geschadet.

Wenn ihr Lust auf eine packende Geschichte habt, aber auch mal gerne in eine absurde, bunte Welt abtauchen wollt, dann ist der Director’s Cut  das ultimative Erlebnis. Es ist kein Klon westlicher Open-World-Spiele, sondern eine Liebeserklärung an das Japan der 80er Jahre und damit sagen wir - Sayonara und bis zum nächsten Mal, wenn wir wieder in die abgedrehte Yakuza Welt eintauchen.


Was haltet Ihr vom Ursprung der Yakuza-Reihe? Findet ihr die Geschichte rund um die Yakuzas interessant oder eher eintönig? Gefällt euch die skurrile Welt in denen ihr eure Feinde mit verrückten Kampfkünsten besiegen müsst? Teilt eure Gedanken mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere beiden Protagonisten Kiryu und Majima bestimmt auch!

Trailer zu "Yakuza 0 - Director's Cut"

Der offizielle Trailer zu "Yakuza 0 - Director's Cut" für die Nintendo Switch 2. Theme Song “Bubble” by Shōnan no Kaze.

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©SEGA

Stranger Things 3: The Game (2019)

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc.
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Spielenswert

Mit „Stranger Things 3: The Game“ erschien im Jahr 2019 ein Begleitspiel zur dritten Staffel der erfolgreichen Netflix Mysteryserie „Stranger Things„.

Das Entwicklerstudio „BonusXP“ aus Allen in Texas, hat sich der Netflix-IP angenommen. Herauskommen sollte laut Werbetextern ein Spiel welches „bekannte Ereignisse aus der Serie, ganz neue Quests, Figurenhandlungen und Geheimnisse“ bietet.

Ob „Stranger Things 3: The Game“ wirklich eine sinnvolle Erweiterung des Franchise darstellt oder doch nur die typische Lizenzgurke ist, haben wir uns genauer angeschaut.

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Genre: Adventure, Action-Adventure, Beat ‚em up, Puzzle, Rätsel

Originaltitel: Stranger Things 3: The Game

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio/Publisher: BonusXP / Netflix Inc.

Musik: Rich Douglas

Spielmodus: Singleplayer, Multiplayer (Zweispieler Couch-Koop-Modus im Splitscreen)

Spielzeit: ca. 8-10 Stunden

Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, PC (Stand: 18.05.2021)

Altersfreigabe: USK 16

Quellen
https://www.nintendo.de/Spiele/Nintendo-Switch-Download-Software/Stranger-Things-3-The-Game-1532992.html | https://strangerthings.fandom.com/wiki/Stranger_Things_3:_The_Game

Wertung:  

Testplattform: Nintendo Switch

Autor: Jannik

Verfasst am: 22.05.2021


Sinnvolle Franchise-Erweiterung oder Lizenzgurke?

Sind wir ehrlich: Wie viele gute Versoftungen zu Filmen oder TV Serien gab es in der Historie von Videospielen?

„Offizielles Begleitspiel zur TV-Serie“. Das ist nicht gerade eine Bezeichnung die Videospieler euphorisch stimmt. Klingt schon eher dürftig. Könnte man genauso so gut einfach und ehrlich als „Spiel rein zu Werbezwecken“ bezeichnen.

Außerdem wurde „Stranger Things 3: The Game“ für Android und iOS veröffentlicht, was für „echte wahrhaftige Videospieler“ sicher kein Qualitätsmerkmal sein dürfte.

Doch sind diese Vorurteile wirklich gerechtfertigt?


Das Serienvorbild „Stranger Things“ erhielt von uns die Höchstwertung mit dem Fazit „ausgefeilter Mysterytrip mit Seele

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©Netflix

Pixel-Look & Couch-Koop

Pixel-Optik im Stile alter Adventure oder Brawler-Games. Das riecht schon ein wenig mehr nach Videospielkultur. Fokus auf Couch-Koop, gemeinsam mit einem Freund und Mitspieler geht für echte Nostalgie-Gamer sowieso immer.

Hinzu kommt der günstige Preis von 8,99€ im Nintendo eShop. Damit ist das Spiel zu unserem Testzeitpunkt um etwa die Hälfte günstiger als im PS-Store, wo es mit etwa 20€ zu Buche schlägt. Fast schon frech von Sony. Wir sollten jedoch vorab erwähnen, dass es in unserem Test auf der Switch zu deutlichen Framerateeinbrüchen kam.

Nun gut, also allen Vorverurteilungen zum Trotz wollen wir dem Spiel einfach mal eine Chance geben – ab nach Hawkins im Splitscreen- und Couch-Koop-Modus.  Auf in eine hoffentlich coole „Stranger Things“-Welt!


„Stranger Things 3: The Game“ ist in Deutschland leider nur digital erhältlich. Sammler müssen auf die internationalen Retail-Fassungen von „Limited Run Games“ zurückgreifen.

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc.

Spielprinzip & Präsentation

In „Stranger Things 3: The Game“ schlüpfen die Spieler in die Rolle der Figuren der Serie und erleben die Geschichte aus der Top-Down-Perspektive.

Angelehnt ist das Spiel optisch vor allem an klassische Adventure und Beat ‚em up Games früherer Videospieltage.

Laut Beschreibung kombiniert es den „typischen Retro-Style mit modernem Gameplay für nostalgischen Spaß mit frischem Touch“.

Das klingt erstmal gut, doch was erwartet euch genau bei dem Spiel?!


Die Spieler starten in der Starcourt Mall

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: stranger things 3 the game

Quests

In „Stranger Things 3: The Game“ verfolgt Ihr als Spieler innerhalb von Hauptquests die Geschichte. Die Handlung wird dabei relativ linear erzählt und geht weitestgehend chronologisch durch die Geschehnisse der dritten Staffel. Einzig in Form von kleineren und nicht unbedingt zahlreichen Nebenquests, findet man sich leicht abseits des roten Fadens der Handlung wieder.

Mithilfe der Schultertasten habt Ihr die Möglichkeit zwischen bereits freigeschalteten Charakteren jederzeit nahtlos hin und her zu wechseln. Welche Charaktere der Spieler wann freischaltet, ist abhängig von den Hauptquests bzw. dem Fortschritt der Geschichte. Durch eine sehr gute Karte könnt Ihr euch orientieren. Manche Gegenstände in der Spielwelt bieten Interaktionsmöglichkeiten und Personen können angesprochen werden, um mehr Details über die Spielwelt zu erfahren.

Manchmal stehen mehrere Hauptquests zur Verfügung, wodurch man die Reihenfolge der Freischaltung der Charaktere leicht beeinflussen kann. Hierdurch wird außerdem etwas Entscheidungsfreiheit beim zocken hinzu gewonnen, denn Ihr könnt zuerst die Aufgabe ansteuern auf die Ihr am meisten Lust habt.


Unter dem Reiter „Quests“ findet Ihr die aktuellen Missionen. Ansonsten bewegt Ihr euch frei durch Hawkins.

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: https://purenintendo.com/review-stranger-things-3-game/

Kloppen bis zum Umfallen

In „Stranger Things 3: The Game“ heißt es kloppen, kloppen, kloppen. Der spielerische Hauptanteil des Beat ‚em ups besteht darin, zahlreichen und variantenreichen Gegnern eins auf die Rübe zu wummern.

Dabei stehen je nach Charakter unterschiedliche Grundangriffe zur Verfügung. Dustin nutzt zum Beispiel Spraydosen um Gegnern zu schaden. Elfi bemüht ihre telekinetischen Fähigkeiten und Lucas nimmt sich die Feinde mit seiner Zwille bzw. Schleuder vor.

Jeder Charakter hat außerdem eine Spezialfähigkeit die blaue Energiepunkte kostet und daher weniger häufig eingesetzt werden kann als Grundangriffe. Max hat die Spezialfähigkeit Herzen/Lebensenergie freizusetzen, während der speckige Hopper einen wuchtigen Sturmlauf vollführt und Mike Gegner anzieht.


Das Spiel aus dem Genre Beat ‚em up (auch Brawler genannt), setzt auf Klopperei bis der Arzt kommt

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: https://www.instant-gaming.com/de/4800-kaufen-spiel-steam-stranger-things-3-the-game/

Blocken ist ebenfalls möglich, jedoch nur eine bestimmte Zeit lang und sollte deshalb gut abgestimmt werden. Feinde lassen nach dem eliminieren Geld, Herzen und Energiepunkte fallen.

Hin und wieder gibt es einige Bosskämpfe. Bosse unterscheiden sich von herkömmlichen Gegnern dadurch, dass sie bestimmte Fähigkeiten haben oder nur mit einer besonderen Herangehensweise Schaden erleiden können.


Insgesamt 12 spielbare Figuren mit jeweils unterschiedlichen Fähigkeiten warten auf den Spieler

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: https://store.steampowered.com/app/1097800/Stranger_Things_3_The_Game/

Sammeln & Basteln

In „Stranger Things 3: The Game“ gibt es an jeder Ecke Kisten die geöffnet werden wollen. Mit dem ganzen Krempel der euch entgegen fliegt, wollt Ihr natürlich auch was anfangen können. Dieser ganze Plunder dient mehr oder weniger als Rohstoff. Zusätzlich gibt es einige Lädchen bzw. Händler bei denen Ihr gegen Geld Waren einkaufen könnt.

An der Werkbank heißt es dann ran ans basteln. Die gebastelten Gegenstände können anschließend in Slots angelegt werden um euer Team aufzuwerten. Dazu gehören z.B. dauerhafte Aufwertung der Gruppengesundheit, 20% mehr Angriffskraft für alle Charaktere oder Vorteile für einzelne Figuren.

Hört sich erstmal cool an, hätte aber besser umgesetzt werden können. Die meisten Gegenstände habt Ihr bereits früh im Spiel so zahlreich gesammelt, dass Ihr keine weiteren mehr tragen könnt. Auch die Motivation für Erweiterungen zu arbeiten, die ihr nicht anlegen wollt fehlt. Habt Ihr euch erstmal eure Favoriten ausgesucht, macht die weitere Suche keinen Spaß mehr und Kisten umgibt eine Aura der Langeweile.


Das sammeln und Kisten öffnen macht in „Stranger Things 3: The Game“ leider nur eine gewisse Zeit lang wirklich Spaß. Das Highlight sind oft die kleinen Gartenzwerge mit lustigen Namen, von denen es fünfzig zu sammeln gilt.

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: https://knoef.info/trophy-guides/ps4-guides/stranger-things-3-trophy-guide/

Rätseln & Puzzlen

Neben dem Prügeln und Sammeln ist der Hauptbestandteil von „Stranger Things 3: The Game“ das Rätseln bzw. Puzzlen.

Innerhalb der Haupt- und Nebenaufgaben müssen meist Schalterrätsel gelöst werden. Diese sind zahlreich und häufig nicht sehr anspruchsvoll. Auch durch hin und her probieren ohne nachzudenken können viele Rätsel gelöst werden. Hier geht etwas Potential verloren, denn die Entwickler hätten entweder noch andere Mechaniken einbauen können oder die Schalterrätsel selbst besser umsetzen müssen.


Die häufigste Art von Rätseln wird durch Schalter- oder Plattform-Mechaniken gelöst

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: http://www.gamersheroes.com/game-guides/stranger-things-3-the-game-farm-raid-bed-puzzle-guide/

Dennoch macht das Spiel diesen Wermutstropfen wieder wett, indem es einige lustige Rätsel bereit hält. Hier trefft Ihr z.B. auf einen Hinweis in Form von Text und müsst euch anhand dessen bestimmte Handlungen erschließen und durchführen. Das bringt nicht nur Spaß sondern strengt auch eure Gehirnzellen mehr an. Positiv hervorzuheben ist außerdem, dass es oft notwendig ist kooperativ Aufgaben zu lösen und sich mit seinem Koop-Partner abzusprechen.


Es gibt auch ausgeklügelte und knifflige Rätsel, die für mehr Spielspaß sorgen

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: https://ag.hyperxgaming.com/article/8008/how-to-solve-four-bears-puzzle-in-stranger-things-3-the-game

Fazit – Überraschend spielenswerter Ausflug nach Hawkins

„Stranger Things 3: The Game“ sieht auf den ersten Blick aus wie ein billiger Videospielableger und stumpfe Melkerei einer Marke. Aber eben nur auf den ersten.

Tatsächlich steckt in dem Adventure ein passables und durchaus spielenswertes Videospiel, welches natürlich für Fans geeignet ist, doch gerade wegen der recht linear erzählten Story aus der Serie, auch anderen Spielern gefallen könnte (die gewisse Offenheit für das Genre vorausgesetzt).

Die Spielzeit ist deutlich länger als erwartet und fesselt für 8-10 Stunden ans Gamepad. Die eingängige Musik im Stile der Serienvorlage und der charmante Pixel-Look sorgen für eine gelungene Präsentation. Das Sahnehäubchen ist der Couch-Koop-Modus, denn mit einem Freund macht die Reise durch „Stranger Things“ natürlich noch viel mehr Spaß.


Daumen hoch für den lokalen Koop-Spaß im Splitscreen

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc. | Quelle: https://www.moddb.com/games/stranger-things-3-the-game/

Wenn man etwas hätte besser machen können dann wohl die Dungeons, die viel zu häufig mit simplen Schalterrätseln auf die Spieler warten und damit manchmal uninspiriert wirken. Und auch wenn die Musik richtig toll gelungen ist und genau nach „Stranger Things“ klingt, hätten ein paar Titel mehr nicht geschadet und der Eintönigkeit vorgebeugt.

„Stranger Things 3: The Game“ bleibt trotzdem als spielenswerter Ausflug in Erinnerung, der vieles richtig macht und nur wenig falsch. Es löst durch seine Retro-Optik und Spielmechanik Nostalgie aus und ist ein mit Liebe designtes Stückchen Videospiel. Seinen Platz im herausragenden „Stranger Things“ Franchise, hat es sich damit unerwarteterweise aufjedenfall erspielt.


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©Netflix | Quelle: https://www.pinterest.de/pin/735634920366617813/

Wusstet Ihr, dass auch ein Spiel zu „Stranger Things“ von Telltale Games entwickelt werden sollte, bevor das bekannte Studio für Point & Click Adventure („The Walking Dead“, „The Wolf Among Us“, „Game of Thrones“, „Batman“ uvm.) geschlossen wurde?[1]

Glaubt Ihr das wäre vielversprechend geworden? Und was haltet ihr von Games zu Filmen und Serien im Allgemeinen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!


Trailer

Der offizielle Trailer von „Stranger Things 3: The Game“

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©Netflix, ©Bonus Xp Inc.