Detektiv Conan – Film 22 – Zero der Vollstrecker (2018)

Lesemusik:

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    roter Faden-Durchschnittswertung - 5.5/10
5.5/10

Jannik meint - geht so bis ganz gut

Seit 1997 veröffentlicht Toei Animation jedes Jahr einen Kinofilm zum Erfolgsanime „Detektiv Conan“. Auch im Jahr 2018 blieb das Studio dieser Linie treu und lieferte mit „Zero der Vollstrecker“ den inzwischen 22. Film des Franchises, der in Deutschland am 25. Juni 2019 in den Kinos startete.

Das Produktionskomitee blieb der typischen Formel insgesamt treu. So besteht „Zero der Vollstrecker“ erneut aus einem Erklärungsintro, untermalt von der nostalgieauslösenden Titelmelodie, und lässt die Ereignisse des Original-Manga Revue passieren, um alle Zuschauer abzuholen und auf den gleichen Stand zu bringen.

Diesmal haben sich die Produzenten für ein modernes Szenario rund um Cyberkriminalität entschieden, was vermutlich kein leichtes Unterfangen war.

So macht es „Zero der Vollstrecker“ uns Zuschauern bereits zu Beginn nicht leicht und kommt schier überkomplex daher. Viel Fachgesimpel und Begriffe wie „Sicherheitspolizei“ oder juristische Termini erschweren trotz aller oder gerade wegen der vielen Erklärungen den Zugang. Der Aufbau der polizeilichen und gerichtlichen Strukturen in Japan beeinträchtigt schnell die Übersicht. So entsteht der Eindruck, die Produzenten hätten sich in diesem komplizierten Konstrukt ein Stück weit selbst verloren.

Außerdem wird sehr viel geredet, was für einen Detektiv-Conan-Film nicht ungewöhnlich ist, jedoch aufgrund der Masse an Informationen uns Zuschauern zusätzlich erschwert, einen wirklichen roten Faden zu erfassen.

Hinzu kommt eine gewisse Eintönigkeit in seiner Welt, denn Zero wechselt selten die Schauplätze und wirkt daher ziemlich undynamisch.

Darüber hinweg täuschen kann auch nicht der serientypische Humor und die traditionelle Action-Einlage im Finale, die unter dem Motto „Extra-unrealistisch“ sogar noch drüberer wirkt als gewohnt.

Diese Kritikpunkte könnte man verzeihen, wenn das große Ganze stimmig wäre. Anderen Filmen des Franchises wie „Das Phantom der Baker Street“ oder „Der elfte Stürmer“ – aber auch aktuelleren wie „Der purpurrote Liebesbrief“ – kann der 22. Film jedoch in seiner Wirkmächtigkeit nicht die Lupe reichen.

Insgesamt ist „Zero der Vollstrecker“ kein Totalausfall der Marke, dümpelt jedoch in Sphären der Durchschnittlichkeit umher, da schlicht erinnerungswürdige Momente fehlen.

(25. Juli 2019 | 22. März 2026)

Genre: Anime, Shōnen

Originaltitel: Meitantei Conan: Zero no Shikkōnin (Transkription)

Produktionsland: Japan

Studio | Vertrieb: TMS/V1 Studio | Toho Company, Ltd.

Regie: Yuzuru Tachikawa

Drehbuch: Takeharu Sakurai

Mangavorlage: Detektiv Conan (Gosho Aoyama)

Produktion: Keiichi Ishiyama, Shūhō Kondō, Yoshihito Yonekura

Kamera: Jin Nishiyama

Musik: Katsuo Ōno

Länge: ca. 110 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 13. April 2018 (Premiere) | 25. Juni 2019 (Kinostart DE)

Universum: TMS

Vorgänger: Detektiv Conan – Film 21 – Der purpurrote Liebesbrief (2017)

Nachfolger: Detektiv Conan – Film 23 – Die stahlblaue Faust (2019)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Case_Closed:_Zero_the_Enforcer | https://www.imdb.com/de/title/tt7880466/reference/ | https://conanwiki.org/wiki/Film_22

Was haltet Ihr vom 22. Leinwandausflug des kleinen, aber ganz großen Detektivs? Welcher Film ist Euer Favorit? Teilt Eure Gedanken zu „Zero der Vollstrecker“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die Männer in Schwarz bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche „Kino“-Trailer zu „Zero der Vollstrecker“

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©Kazé

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