
Lesemusik:
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roter Faden-Durchschnittswertung - 3/103/10
Melissa meint - Schwach
„Heretic“ ist ein klaustrophobischer Trip zwischen Glaubenskrise und Überlebenskampf! Beim Versuch in das Horror-Genre einzutauchen, scheitert „Herertic“ maßgeblich durch eine Handlung – denn hier ist nichts wirklich gruselig. Leider bleibt der Film weit hinter den Erwartungen zurück. Hugh Grant, der in seiner Rolle durchaus charmant und überzeugend agiert, kann die Schwächen des Drehbuchs nicht ausgleichen. Seine schauspielerische Leistung ist zwar beeindruckend, doch sie reicht nicht aus, um die irrationale und oft verworrene Handlung zu retten. Um was gehts?
Zwei mormonische Missionarinnen klopfen an die falsche Tür: Der charmante, aber diabolische Mr. Reed (Hugh Grant) lockt sie in sein Haus und verwickelt sie in ein perfides theologisches Kammerspiel. Statt Seelen zu retten, müssen die Frauen in einem labyrinthartigen Haus um ihr Leben kämpfen. Reed stellt ihren Glauben durch psychologische Folter und tödliche Prüfungen auf die Probe, um seine Theorie der „wahren Religion“ zu beweisen.
Klingt auf den ersten Blick Interessant oder? Die Geschichte selbst ist aber ein wirres Konstrukt, dass mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet. Anstatt Spannung und Grusel zu erzeugen, führt sie den Zuschauer in eine verwirrende Erzählung, die eher Frustration als Faszination hervorruft.
Man findet sich oft in Situationen wieder, die keinen Sinn ergeben, was die Immersion in die Handlung stark beeinträchtigt. Die Entscheidungen der Protagonisten sind einfach nur ärgerlich zu betrachten.
Ein weiterer Aspekt der im Film behandelt wird, ist die Kritik an Religion und der Gesellschaft. Diese Themen sind zwar relevant und könnten Potenzial für tiefere Auseinandersetzungen bieten, jedoch kann es trotz der Glaubensfrage die Sinnhaftigkeit der Entscheidungen der beiden Protagonisten nicht rechtfertigen.
Statt einer fundierten Diskussion über Glauben und gesellschaftliche Normen bleibt der Film in Klischees und plakativen Aussagen stecken – einfach nur ärgerlich.
Fazit: Insgesamt kann ich „Heretic“ nicht empfehlen. Die charmante Darbietung von Hugh Grant kann die irrationale Geschichte und die schwache Umsetzung nicht aufwiegen. Wer auf der Suche nach einem packenden Horrorfilm ist, sollte sich besser nach anderen Optionen umsehen – und da gibt es definitiv bessere. (13.01.25)
Genre: Horror, Psychothriller
Originaltitel: Heretic
Produktionsland: USA
Produktionsfirma: A24, Plaion Pictures
Regie: Scott Beck, Ryan Woods
Drehbuch: Scott Beck, Ryan Woods
Produktion: Scott Beck, Julia Glasur, Stacey Sher, Jeanette Volturno, Bryan Woods
Musik: Chris Bacon
Länge: ca. 101 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Veröffentlichung: 26. Dezember 2024 (Kinostart DE)
Ähnliche Titel: The Empty Man (2020), Antebellum (2020)
Trailer
Der offizielle deutsche Trailer zu „Heretic“
