Harry Potter und das verwunschene Kind - Das Theaterstück (2022)

Ich schwö­re fei­er­lich, dass ich ein Tunicht­gut bin

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Das Theaterstück

Har­ry Pot­ters magi­sche Geschich­ten haben unser Herz schon damals berührt und ste­hen bis heu­te für eine ein­zig­ar­ti­ge Rei­se durch eine magi­sche fan­ta­sie­vol­le Welt, mit Hexen und Zau­be­rern und aller­lei phan­tas­ti­schen Tier­we­sen.  Im Jahr 2007 ende­te die Geschich­te im Roman von “Har­ry Pot­ter und die Hei­lig­tü­mer des Todes” in Papier­form, von dem Jun­gen der über­leb­te. Die Kino­ver­fil­mung hat­te sei­ne Ver­öf­fent­li­chung  mit “Har­ry Pot­ter und die Hei­lig­tü­mer des Todes - Teil 2” im Jah­re 2011.

Am 26.Juni 2015 zum 18.Jahrestag der Ver­öf­fent­li­chung des ers­ten Har­ry-Pot­ter-Romans “Har­ry Pot­ter und der Stein der Wei­sen (1997)” ver­kün­de­te die Autorin J.K. Row­ling das es ein Pre­quel zu Harry’s Geschich­te geben wird. Im Jahr 2015 wur­de dann bekannt­ge­ge­ben, dass es sich eher um ein Sequel han­delt mit dem Namen “Har­ry Pot­ter and the cur­sed child”. Die Geschich­te dazu soll­te in einem 2-tei­li­gen Thea­ter­stück vor­ge­stellt wer­den. Man hat­te somit die Wahl das Stück in zwei Tagen oder das Musi­cal an einem ein­zi­gen Tag zu erle­ben. Dies führ­te zu kon­tro­ver­sen Dis­kus­sio­nen. Man müs­se sich somit zwei Tickets für ein Musi­cal kaufen.

Bereits einen Tag nach der Pre­mie­re in Lon­don, wur­de das Skript des Stücks am 31.Juli 2016 als gebun­de­nes Buch in den Han­del gebracht.

Fun Fact: Der 31. Juli ist sowohl Har­ry Pot­ters als auch J. K. Row­lings Geburts­tag.[1] Ein pas­sen­des Datum für solch eine Bekannt­ga­be bzw Ver­öf­fent­li­chung.

Wir von derofa.de möch­ten euch erzäh­len was wir vom neu­en Thea­ter­stück hal­ten. Wir hat­ten nun die Mög­lich­keit die­ses Stück 2022 in Ham­burg zu erleben.

Das Musi­cal in Ham­burg fei­er­te sei­ne Pre­mie­re am 5. Dezem­ber 2021 . Bereits im März 2020 soll­te das Stück sei­ne Pre­mie­re in Ham­burg fei­ern, dies wur­de jedoch auf­grund der COVID-19 Pan­de­mie mehr­fach verschoben.


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Die Handlung - 19 Jahre später

Es sind nun genau 19 Jah­re ver­gan­gen seit dem Har­ry Pot­ter Lord Vol­de­mort in die Hei­lig­tü­mer des Todes bezwun­gen hat. Nun sind Har­ry und Co. erwach­sen gewor­den und müs­sen sich mit dem All­tag rum­schla­gen. Har­ry Pot­ter (nun 37-Jah­re alt) ist jetzt ein Mit­ar­bei­ter des Zau­be­rei­mi­nis­te­ri­ums. Neben­bei, dreht sich jedoch alles um einen Sohn von Har­ry -  Albus Seve­rus Potter!

Sein Sohn ist nun 11-Jah­re alt und die Zeit ist reif für sei­ne ers­te Fahrt mit dem Hog­warts-Express. Der eher schüch­ter­ne, unsi­che­re Jun­ge hat Angst davor in Hog­warts zu Sly­the­rin zu kom­men. Sein größ­ter Wunsch ist es, so wie sein Vater oder auch sein älte­rer Bru­der auch vom magi­schen Hut nach Gryffin­dor geschickt zu wer­den. Es fühlt sich fast alles an wie frü­her - 19 Jah­re zuvor, als Har­ry Pot­ter das ers­te Mal in den Hog­warts-Express gekom­men ist.

Nach dem Albus Seve­rus sich von sei­nen Eltern ver­ab­schie­det hat beginnt sein neu­es Aben­teu­er. Er möch­te zugleich sehn­lichst auch so gute Freun­de wie sein Vater damals fin­den. So gute Freun­de wie Ron und Her­mi­ne. Im Hog­warts Express macht er eine neue Bekannt­schaft und trifft auf den Jun­gen Scor­pi­us Mal­foy. Eines ist klar - der Jun­ge Albus Seve­rus hat mit aller­lei Sachen in Hog­warts und in der Mug­gel­welt zu kämpfen.

Obwohl die bei­den Tei­le ins­ge­samt 6 Stun­den gehen, wur­de uns zu kei­ner Zeit lang­wei­lig. Die Hand­lung ist nicht platt erzählt wor­den und nimmt das Publi­kum von Sze­ne zu Sze­ne wei­ter mit ins nächs­te Abenteuer.


19 Jah­re spä­ter beginnt wie­der für “einen” Pot­ter die ers­te Fahrt im Hogwarts-Express

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Das Theaterstück - Schauspiel, Kostüm, Kunst

Da wir das Musi­cal in Ham­burg gese­hen haben kön­nen wir nur von der Erfah­rung in Ham­burg spre­chen und die­se bewerten.

Die Darsteller/Das Schauspiel

In Ham­burg wur­den etli­che Dar­stel­ler für die Rol­len gecas­tet. Das Ensem­ble besteht ins­ge­samt aus 35 Dar­stel­lern. Da die Dar­stel­ler sich immer mal wie­der abwechseln/ausgewechselt wer­den, möch­ten wir euch jetzt nicht alle auf­zäh­len. Klar ist zu sagen, dass die Akteu­re eine gran­dio­se Per­for­mence gezeigt haben. Der Schau­spie­ler in der Rol­le von Har­ry Pot­ter spielt den erwach­se­nen Har­ry so authen­tisch wie Dani­el Rad­cliff selbst - die Ähn­lich­keit zu Rad­cliff ist uns auch direkt ins Auge gesto­chen. Ins­ge­samt ist es eine sehr gut gecas­te­te Besetzung.

Wir sind auch beein­druckt das sich die Beset­zung so viel Text mer­ken kann - denn das Thea­ter­stück besitzt 2 Tei­le die alle an einem Tag vor­ge­führt wer­den (für ins­ge­samt 6 Stun­den), sprich dies for­dert noch mehr Text ein­zu­üben.  Es kam zu kei­ner Zeit zu Feh­lern - jeden­falls kei­ner der uns auf­ge­fal­len ist. Wirk­lich gran­dio­se Leis­tung der Beset­zung - Hut ab!


Die Beset­zung in Hamburg

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Die Kostüme

Hier wur­de sehr auf das Detail geach­tet. Jedes so klei­ne Merk­mal wur­de berücksichtigt.

Es wirkt alles so echt, fast so als wären wir auch ein Teil des Stücks - ein Teil der Welt von Har­ry Pot­ter! Wie schön sehen die Umhän­ge in Hog­warts aus? Oder Far­ben der Häu­ser. Zudem wur­den das Set­ting bzw. das Set fast schon perfektioniert.

Die Kulis­se lässt uns nicht dar­an Zwei­feln hier und jetzt an Ort und Stel­le zu sein, in der Welt von Har­ry Pot­ter. Erlebt es selbst und staunt über das Detail­reich­tum die­ser magi­schen Show.


Die Schü­ler von Hog­warts mit ihren Hausfarben

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Bühnenkunst - Lichteffekte und Co.

Kom­men wir zu unse­rem per­sön­li­chen High­light des Thea­ter­stücks. Die gezeig­ten Licht­ef­fek­te ob mit dem Zau­ber­stab, einem bewe­gen­den Bild oder einem Anruf in der Tele­fon­zel­le in Lon­don, in dem der Anru­fer ins Tele­fon gezo­gen wird - wir wur­den durch die­se Effek­te so sehr beein­druckt das wir 2-Mal hin­se­hen muss­ten, um zu erken­nen was da gera­de vor sich geht. Um zu erken­nen WIE solch eine Dar­stel­lung zu stan­de kom­men kann.

Alles wirkt so ver­dammt magisch und lie­be­voll, eine zau­ber­haf­te Welt die das Publi­kum im wahrs­ten Sin­ne “ver­zau­bert”. Hier hat sich John Tif­fa­ny als Thea­ter­re­gis­seur selbst übertroffen.

Wir kön­nen nur ver­träumt davon erzäh­len und wünsch­ten uns die­se magi­sche Welt erneut erle­ben zu dür­fen. Es ist ein gro­ßer Auf­wand den John Tif­fa­ny für das Stück erbracht hat. Das ist sehr zu bewun­dern. Denn das ist man sonst nur von ande­ren Musi­cal-Pro­duk­tio­nen gewohnt.

Tat­säch­lich gibt es etli­che Momen­te, in denen Büh­nen-Effek­te, Cho­reo­gra­fien und laut ein­set­zen­de Musik nahe­le­gen: Jetzt wird gesun­gen! Wird nicht. Statt des­sen wird gezau­bert. Es wird im gan­zen Stück kein Wort gesun­gen. Selbst das hat uns jedoch nicht gestört. Es hat einen gewis­sen Charme, wenn wir uns Gesang gewünscht haben, doch die Vor­füh­rung dies so cle­ver umge­setzt hat, das wir kei­nes mis­sen mussten!


Die Licht­ef­fek­te sind ein High­light der Show

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Fazit - ein Musical aus dem Herzen entsprungen

Wir kön­nen euch einen Besuch in dem Thea­ter­stück nur emp­feh­len. Die Geschich­te die 19-Jah­re spä­ter spielt, ver­setzt euch erneut in das Har­ry Pot­ter-Uni­ver­sum wel­ches ihr bereits ken­nen­ge­lernt habt.

Wir hat­ten zuvor beden­ken ob solch eine Hand­lung der Haupt­rei­he das Was­ser rei­chen kann - JA kann sie! Auch wenn Har­ry Pot­ter nicht der Haupt­prot­ago­nist die­ses Aben­teu­ers ist, gibt es genug Momen­te in denen wir alt­be­kann­te Gesich­ter wie­der tref­fen (und das nicht nur wenig). Es gibt Momen­te die wir bewun­dert und Sze­ne für Sze­ne mit­ge­fie­bert haben.

Das Thea­ter­stück bie­tet so viel! Neben authen­ti­schen Dar­stel­lun­gen, den so hoch gelob­ten Dar­stel­lern, einer humor­vol­len span­nen­den Geschich­te und mit den Licht­ef­fek­ten in Kom­bi­na­ti­on der dar­ge­stell­ten Umge­bung, bringt es uns uns 100% Har­ry Potter-Feeling.

Im die­sem Sin­ne - Mis­se­tat begangen.


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Trailer

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Habt ihr euch bereits ver­zau­bern las­sen? Wenn ja, hin­ter­lasst uns ein Kom­men­tar und erzählt uns eure Erfahrung.

Auch wenn wir bei Arti­keln kei­ne Wer­tun­gen ver­ge­ben, konn­te ich es mir nicht neh­men und eine Aus­nah­me machen und dem Musi­cal eine Wer­tung geben.


Wer­tung:   

Autor: Melis­sa

Ver­fasst am: 28.02.2022

Lese­zeit: ca. 5 Minuten


 

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