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Grafikdesignerin, Autorin

Trek to Yomi (2022)

  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Ganz Gut

Am 5.Mai 2022 erschien ein neues, mit Hoffnung erfülltes Videospiel aus dem Hause „Flying Wild Hog“.

Mit dem Titel „Trek to Yomi“ entführt es uns in die japanische Edo-Zeit und wir treffen auf den Protagonisten Hiroki – unserem furchtlosen Helden.

Stilistisch ist die Reise nach Yomi ein Hingucker. Das macht das Videospiel gerade besonders. Doch was bietet es noch?

Wir haben uns nach Yomi gewagt und erzählen euch in unserer Kritik, wie wir unsere Reise empfunden haben.

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Genre: Action-Adventure, Side-Scroller

Originaltitel: Trek to Yomi

Produktionsland: Polen

Entwicklerstudio/Publisher: Flying Wild Hog/Devolver Digital

Musik: Cody Matthew Johnson, Yoko Honda

Spielmodus: Einzelspieler

DLC: bisher keiner bekannt (Stand: 25.05.2022)

Spielzeit: Hauptspiel: ca. 5-6 Stunden (Story)

Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC

Altersfreigabe: USK 16

Ähnliche Titel: Ghost of Tsushima (2020), Limbo (2010)

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 5

Autor: Melissa

Verfasst am: 23.05.2022

Lesezeit: ca. 8 Minuten (Direkt zum Fazit)

Ein Kurosawa-Spiel?

Wenn man das erste mal auf „Trek to Yomi“ trifft, wird man vom stilistischen stark beeindruckt. Die schwarz-weiß Optik erinnert sofort an die Filme des Regisseurs Akira Kurosawa der durch seine Projekte wie z.b. „Die 7 Samurai (1954)“ oder „Yojimbo der Leibwächter (1961)“ große Berühmtheit erlangt hat. Dieser Neue bzw. Alte Look erweckt in uns Neugier.

Mit „Trek to Yomi“ erhalten wir einen neuen Side-Scroller das vom polnischen Studio „Flying Wild Hog“ entwickelt und durch den Publisher „Devolver Digital“ im Mai 2022 veröffentlicht wurde. Das Videospiel erschien für die PlayStation 4, die PlayStation 5, den PC sowie die Microsoft Konsolen Xbox Series X/S. Es schaffte leider nicht den Weg auf die kleine Nintendo Konsole. Jedoch sollten wir abwarten, die Nintendo Switch wird sich gegebenenfalls auch ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen.

Genug geredet, jetzt gehts ans Eingemachte. Doch um was geht es in „Trek to Yomi?“

Wir reisen mit unserem Protagonisten Hiroki durch die Edo-Zeit. Wir lernen viele Details über die damalige Kultur Japans. Gleich zu Beginn befinden wir uns in einem waschechten Kurosawa Film wieder. Es sieht jedenfalls stark danach aus und wer sich mit den Filmen des Regisseurs gut auskennt, dem wird die gesamte Stilistik sofort ins Auge stechen. Alles wirkt so en detail – fast zu schön um wahr zu sein. Neben all den ersten Eindrücken bringt der Soundtrack das ganze noch mehr auf den Höhepunkt. Doch schnell wird klar – der Schein trügt! Was uns Neugier und Interesse brachte, verwandelt sich schnell in ein Skurrilitätenkabinett. Dazu müssen wir noch weiter ausholen – weiter gehts.


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©flyingwildhog

Die Handlung – die Edo-Zeit Japans

Die Geschichte setzt den ersten Fuß ins richtige Feld. Es beginnt spannend und bindet uns schnell fest. Die Dramaturgie ist zu spüren. Ein einsames Dorf mitten in Japan wird zerstört. Es gibt viele Opfer. Unser Protagonist hat sich die Aufgabe zugelegt, die Verantwortlichen der Zerstörung des Dorfes zu konfrontieren. Neben brutalen Kämpfen, versucht die Handlung uns auch etwas zu sensibilisieren und verpackt in der Story unerwartet eine versteckte Liebesgeschichte. Diese wird jedoch schnell zur Nebensache. Nun gut, unser Held versucht sein Dorf zu rächen – klingt erst mal nach nichts Neuem.

Wie o.g. verläuft die Handlung anfangs mitreißend, dennoch entwickelt sie sich in eine Richtung, auf einen Weg, mit dem wir nicht sympathisieren können. Die Story wird durch unpassende Fantasy-Elemente schnell zum Scheitern gebracht. Erst versuchte uns das Videospiel zu zeigen, wie es in der Edo-Zeit in Japan damals aussah, zugleich entwickelt sich die Darstellung dann in eine Absurdität. Alles worauf wir hofften, war ein echtes Samurai-Videospiel zu bekommen. Wir hofften auf einen besonderen Stil wie der aus den Karusawa-Filmen. Wir wünschten uns ein besonderes Werk – etwas das nicht gleich wieder im Meer versinkt. Leider schafft „Trek to Yomi“ nicht unsere Erwartungen zu erfüllen.

Mit unserem Protagonisten betreten wir Abschnitte die immer weiter in die Welt der Toten führen – immer weiter nach Yomi. Wir treffen auf untote Samurai-Mitglieder. Dies führt schnell dazu das die so zu Beginn hoch gelobte realitätstreue Darstellung zu Nichte gemacht wird und komplett im Boden versinkt.
Wir können der Handlung aufgrund der bizarren Erzählweise auch irgendwann nicht mehr richtig folgen.


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©flyingwildhog

Falsche Belichtung – Statt bergauf geht’s bergab

„Trek to Yomi“ versucht viele Elemente der japanischen Kultur zu veranschaulichen. Die japanische Kultur ist auch enorm interessant und innerhalb der Handlung tatsächlich der einzige positive Faktor. Wir können Sammelobjekte einsammeln, die uns ein klein wenig die japanische Geschichte näher bringen sollen. Doch diese Sammelobjekte sind nach einer gewissen Zeit schon fast gleichgültig geworden. Sollten solche sammelbaren Gegenstände nicht reizvoll sein? Der Reiz in „Trek to Yomi“ verliert sich rasch.

Zudem haben sich die Entwickler für eine negative Art entschieden, die Objekte aufzusuchen. Natürlich reden wir von dem üblichen „Es blinkt und glitzert und man drücke X und schon ist das Objekt eingesammelt“. Worauf wir jedoch hinaus möchte, ist die grottig schlechte Belichtung und somit Darstellung der einzelnen Szenenabschnitte. Denn, man findet die Objekte schlecht, da man sie nicht sieht.

Die Beleuchtung ist zu grell oder hell und das führt dazu, dass wir einfach oft an Objekten vorbei gegangen sind. Falls ihr euch fragt ob das eine Einstellungssache des TV’s ist – NEIN. Denn wir haben uns an die Standart-Einstellung gehalten. Zudem ist uns dies auch in keinen anderen Videospielen so drastisch aufgefallen. Die schwarz-weiß Darstellung ist womöglich der Übeltäter. Doch das nervigste an dieser Thematik ist, dass so etwas auch während den Kämpfen passiert. Das führt uns zum nächsten ablehnenden Aspekt – das Kampfsystem.


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©flyingwildhog

Das Kampfsystem und Co. – fad und gefühllos

Am Anfang hatten wir noch das Gefühl den Angriff mit dem Samurai-Schwert förmlich zu fühlen. Ein Schlag mit dieser Waffe, sollte den Gegener schnell die Luft zu drehen. In „Trek to Yomi“ können wir mithilfe unserer Samuraischwerters oder anderen Waffen auf unsere Gegner einschlagen. Wir können die Angriffe parieren oder blocken. Neben den Angriffen ist es unserem Charakter auch möglich nach vorne oder hinten zu rollen um Angriffen auszuweichen. Kurz und knapp – das ist die Steuerung von „Yomi“.

Während einer gewissen Spieldauer bringt uns das Kampfsystem dazu, im Verlauf zu erkennen, dass wir doch keinerlei haptisches Feedback während den Schlägen erhalten. Wenn wir z.B. gegen Untote-Samurai kämpfen müssen (was im Verlauf desöfteren auftreten wird) oder auf Geister von Yomi treffen, verlieren sich die durchgeführten Hiebe fast wie ein Angriff ins Leere. Das führt noch dazu das man seine Kombos nicht richtig durchführen kann und wenn dazu die Belichtung zu grell ist und wir unseren Charakter kaum erkennen oder sehen können, wird das parieren von Schlägen noch schwieriger. Der Ball rollt weiter, denn diese Reaktion führt dazu, dass wir oft unsere Leben verlieren und unsere Reise wieder vom letzten Speicherpunkt an beginnen müssen. Ziemlich nervig auf Dauer.

Wir möchten auch noch kurz auf das Skill-System zurück kommen. In „Trek to Yomi“ erlangt man durch gewisse Taten, seien es neue Kombos, oder das einsammeln von neuen Gegenständen oder das Betreten von neuen Gebieten, neue Fähigkeiten. Das Videospiel schaltet für uns dann neue Kombos frei – also neue Tastenkombinationen für eure Angriffe mit der Katana und Co. .

Die Kombos werden gar nicht erst erklärt und dem Spieler wird einfach eine Tastenkombination auf den TV geschmissen. Dadurch werden selbst die Kombos schon fast belanglos. Man hat nie das Gefühl des auflevelns, denn es gibt keinen Stufenaufstieg. Als Spieler fühlt es sich dann doch manchmal so an, als habe man keine Erfolge. Das ganze Konzept aus dem Hause „Flying Wild Hog“ wurde nicht gut durchdacht . Man könnte schon fast andeuten, es wäre nur so dahingeklatscht worden – „Hauptsache etwas produzieren“ denn so etwas erleben wir mittlerweile desöfteren. Wir sind enttäuscht, denn es fing alles so schön an.


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©flyingwildhog

Japan Flair – Soundtrack und Co.

Neben den negativen Punkten gibt es natürlich auch gute Sachen in „Trek to Yomi“.

Die kulturelle Thematik verleiht uns den japanischen Flair den wir auch genau so gewollt haben. Das wird durch den starken Soundtrack von Cody Matthew Johnson und Yoko Honda noch mehr betont. Man fühlt sich direkt zurück ins alte Japan versetzt.

Das ganze Videospiel enthält eine japanische Vertonung mit deutschem Untertitel. Hierzu können wir nichts negatives sagen. Die Vertonung wurde sehr gut ins Videospiel gebracht.

So und was folgt noch positives? Leider gibt es nichts mehr aufzuzählen. Wir finden das zutiefst schade denn „Trek to Yomi“ hat sehr viel Potential nach Yomi verschossen.


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©flyingwildhog

Fazit – nur für ausgesprochen große Japan-Fans

Nichtsdestotrotz werden Japan-Liebhaber bei den ca. 6 Stunden Spielzeit dessen ungeachtet auf ihre Kosten kommen. Allein schon durch den Flair den „Trek to Yomi“ bietet.

Dennoch muss man hier eine wichtige Frage stellen: „Wäre es dann nicht ratsamer ein Videospiel zu spielen, welches eine dichtere Japan-Atmosphäre aufzeigt und ein hervorragendes Kampfsystem hat?“ Somit wäre man mit „Ghost of Tsushima“ (2020) (Wenn ihr das Videospiel noch nicht kennt, schaut hier in die Kritik von unserem Redakteur Jannik vorbei) aus dem Hause „Sucker Punch Productions“ am richtigen Ort.

Wir können es uns nicht nehmen und müssen das Videospiel mit dem „Geist“ erwähnen.

Was unsere Reise nach Yomi falsch macht, das macht der Sakai in „Ghost of Tsushima“ richtig . Er zeigt uns nämlich wie ein richtiges japanisches Samuraispiel aussehen sollte.

In dem Sinne möchte wir euch hierzu noch eine passende japanische Weisheit auf den Weg geben[1]:

Wenn man ohne Kraft beginnt, werden sieben von zehn Handlungen nicht zu Ende gebracht.Yamamoto Tsunetomo

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©flyingwildhog

Was haltet Ihr von dem neuen Samurai Videospiel? Teilt eure Gedanken zu „Trek to Yomi“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere tapferen Samurai auch.


Trailer

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©flyingwildhog

Ori and the Blind Forest (2015)

  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Herausragend

Ori and the Blind Forest ist ein Metroidvania-Spiel und erschien 2015 das erste mal für die Xbox One.

Das Videospiel erhielt überwiegend positive Kritiken sodass es vier Jahre später zur Veröffentlichung einer Definitive Edition gekommen ist.

Der kleine Ori, Schutzgeist des Waldes wird im Spiel euer bester Freund.

Warum wir uns von derofa so in den kleinen Waldgeist verliebt haben, erfahrt ihr in unserer Kritik.

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Genre: Metroidvania

Originaltitel: Ori and the Blind Forest

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio/Publisher: Moon Studios / Microsoft Studios

Musik: Gareth Coker

Spielmodus: Einzelspieler

DLC: bisher keiner bekannt (stattdessen eine Definitive Edition)

Spielzeit:

Hauptspiel: ca. 10 – 15 Stunden (Story), ca. 20-25  Stunden (100%)

Plattformen: Xbox One, PC, Nintendo Switch

Altersfreigabe: USK 12

Ähnliche Titel: Unravel (2016), Hollow Knight (2017), Cuphead (2017)

Wertung:  

Testplattform: Nintendo Switch

Autor: Melissa

Verfasst am: 21.04.2022

Lesezeit: ca. 5 Minuten (Direkt zum Fazit)

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©Moon Studios

Die Reise beginnt

Kein Spiel wurde so mit positiven Kritiken überschüttet wie „Ori and the Blind“ forest.

Das österreichische Entwicklerstudio Moon Studios, kreierte ein abwechslungsreiches Spielerelebnis des Metroidvania-Genres. Das Videospiel erschien das erste Mal 2015 und wurde für den PC, sowie für die Xbox One konzipiert und veröffentlicht.

Schon nach kurzer Zeit schaffte es Ori 2016 erneut durch die sog. „Definitive Edition“ auf die Xbox One, PC und sogar auf die Nintendo Switch Konsole. Was es mit der Definitive Edition auf sich hat, erklären wir euch jetzt.

Unterschiede zwischen dem ursprünglichen Werk

Kingdom Hearts Universum – Womit starten?!

Kingdom Hearts – Übersichtsseite

Im Jahre 2002 geschah etwas magisches und zugleich ungewöhnliches in der Welt der Videospiele.

Die legendäre japanische Rollenspielschmiede „Square Enix“ und der Trickfilmriese „Disney„, fädelten eine Partnerschaft ein, die auch Jahrzehnte später noch bestand haben sollte.

Mit dem ersten Serienteil „Kingdom Hearts“ debütierte das mittlerweile riesige Universum auf der PlayStation 2, einst am 28. März 2002 und sollte eine riesige Menge an Nachfolgern nach sich ziehen. Videospieler der ganzen Welt sind bis heute verzaubert sowie fasziniert von Sora und seinen tiefgreifenden Abenteuern.

Was es mit der sagenumwobenen Action-Rollenspiel-Reihe auf sich hat, was ein Fahrstuhl damit zu tun hat, warum die Story-Komponente sehr wichtig für das Franchise ist und in welcher Reihenfolge geneigte Fantasten die Spieleserie zocken sollten, verraten wir in unserem Artikel – zum „Kingdom Hearts“-Universum. Viel Spaß beim stöbern!


Hört hier das offizielle „Kingdom Hearts“ Thema mit dem Titel „Dearly Beloved“

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©Disney, Square Enix | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Beschreibung

„Kingdom Hearts“ ist eine Videospielereihe die seit 2002 von Square Enix in Zusammenarbeit mit „Disney Interactive Studios“ produziert wird.

Die Reihe handelt vom Schlüsselschwertkrieger Sora und widmet sich im Wesentlichen dem klassischen Kampf von Gut (dem Licht) gegen das Böse (die Dunkelheit).

„Kingdom Hearts“ spielt in einer Welt kombiniert aus dem Disney- sowie „Final Fantasy„-Universum. Zahlreiche Charaktere unter anderem aus Animationsfilmen der „Disney Meisterwerke„-Reihe sowie Square Enix-Projekten tauchen in den Videospielen auf.


Hier ein honighaftes verschmelzen der Welten mit Sora und unserem liebsten Disney-Bären „Winnie Puuh

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©Square Enix, ©Disney | Quelle: https://www.deviantart.com/danchaos1/art/100-Acre-Wood-Kingdom-Hearts-Wallpaper-539391815

Über die Jahre hinweg erschienen seit 2002 zahlreiche Titel für diverse Plattformen sowie mehrere Neuauflagen. „Kingdom Hearts“ entwickelte sich so zu einem groß angelegten Franchise und kommerziellen Erfolg. Die überwiegende Mehrheit an Auskopplungen sind im Genre des Action-Rollenspiels beheimatet.

Insbesondere die gleichermaßen verschachtelte und über die Jahre immer weiter verzweigte und ausgebaute Geschichte von „Kingdom Hearts“ gilt als enorm komplex und steht mittlerweile wie keine andere Eigenschaft exemplarisch für das Franchise.


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©Square Enix, ©Disney | Quelle: https://www.deviantart.com/holydemons/art/Kingdom-Hearts-Collage-417286473

Ursprung

Als federführend bei der Entwicklung von „Kingdom Hearts“, insbesondere der Charaktere, gilt der japanische Gamedesigner und Künstler Tetsuya Nomura vom Entwicklerstudio Square Enix.

Neben der „Kingdom Hearts“-Reihe zeichnete sich dieser für das Charakterdesign wesentlicher Ableger der „Final Fantasy“-Videospiele, darunter „Final Fantasy VII“, „Final Fantasy VIII“, „Final Fantasy X“, Final Fantasy XIII“ sowie Final Fantasy XV“ verantwortlich.[1]


Tetsuya Nomura

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©Square Enix, ©Disney | Quelle: https://it.ign.com/kingdom-hearts/181024/feature/larte-di-tetsuya-nomura-genio-e-follia-del-director-di-final-fantasy-e-kingdom-hearts

Ungewöhnlich war die Zusammenarbeit von Disney und Square Enix auch deshalb, da insbesondere das kalifornische Medienunternehmen mit Sitz in Burbank dafür bekannt ist, Markenrechte offensiv zu schützen[2] und Disney einwilligten, dass ihre weltweit bekannten, exklusiv vermarkteten Charaktere, ihren Weg in das Spiel finden.

Das Projekt kam übrigens durch den Zufall zustande, dass seinerzeit beide Firmen im gleichen Gebäude in Japan ansässig waren und der Produzent Shinji Hashimoto einen Verantwortlichen von Disney im Aufzug des Gebäudes traf, wie es auf Wikipedia heißt.[3]

Ursprünglich sei ein Fokus auf das Gameplay mit einer simplen Geschichte geplant gewesen, um der jungen Disney-Zielgruppe zu entsprechen. Nach Intervention des ausführenden Produzenten Hironobu Sakaguchi, seines Zeichens übrigens Schöpfer der „Final Fantasy“-Reihe, mit dem Hinweis, man müsse das Spiel auf das Niveau besagter Reihe bringen, entwickelte Gamedesigner Nomura die Geschichte weiter.[4]

Irgendwie ironisch, wenn man bedenkt, dass heute genau diese vielschichtige und weit verzweigte Story das Aushängeschild von „Kingdom Hearts“ ist.


Variante eines Zeitstrahls  zur „Kingdom Hearts“-Chronologie. Weiter unten findet Ihr weitere Formen

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© https://www.ingame.de/specials/kingdom-hearts-special-worum-geht-es-womit-anfangen-alle-spiele-im-ueberblick/

Chronologie

Nicht wenige Videospieler stoßen während ihrer Gaming-Laufbahn auf die Frage, in welcher Reihenfolge die „Kingdom Hearts“-Spiele gespielt werden sollten.

Welche Reihenfolge ist eigentlich die richtige, um die Handlung chronologisch zu verfolgen? Und macht diese Herangehensweise überhaupt Sinn? Wir erklären es Euch in unserem Artikel.

Zuerst einmal, zeigen wir Euch welche Spiele bereits erschienen sind und wann diese veröffentlicht wurden. Bereits von uns rezensierte Werke sind entsprechend verlinkt. Danach widmen wir uns der chronologischen Reihenfolge der Haupthandlungen.

Vor nicht allzu langer Zeit endete mit „Kingdom Hearts III“ übrigens die „Sucher der Dunkelheit“-Saga. Laut Schöpfer Tetsuya Nomura soll das Universum in Zukunft weiter ausgebaut werden.[5]

Spiele nach Erscheinungsjahr

  • 2002 – Kingdom Hearts (PlayStation 2)
  • 2003 – Kingdom Hearts: Chain of Memories (GameBoy Advance)
  • 2006 – Kingdom Hearts II (PlayStation 2)
  • 2007 – Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories (PlayStation 3)
  • 2008 – Kingdom Hearts re: Coded (Nintendo DS)
  • 2009 – Kingdom Hearts 358/2 Days (Nintendo DS)
  • 2010 – Kingdom Hearts Birth by Sleep (PlayStation Portable)
  • 2012 – Kingdom Hearts 3D: Dream Drop Distance (Nintendo 3DS)
  • 2013 – Kingdom Hearts HD 1.5 & 2.5 ReMIX(PlayStation 4, Xbox One)
  • 2016 – Kingdom Hearts X / Back Story (Smartphone)
  • 2017 – Kingdom Hearts 2.8 Final Chapter Prologue (Kingdom Hearts Birth by Sleep 0.2) (PlayStation 4)
  • 2019 – Kingdom Hearts III (PlayStation 4, Xbox One)

Ganz schön viele Spiele, da ist es nicht verwunderlich wenn man hier schon mal den Überblick verliert.

Wenn ihr die Geschichte von „Kingdom Hearts“ in der chronologisch richtigen Reihenfolge der Handlungen spielen wollt, verraten wir euch jetzt, wo ihr beginnen solltet.

Spiele nach Abfolge der Haupthandlungen

  • Kingdom Hearts X/Back Cover (Diese Geschichte erklärt euch die Ereignisse vor dem Beginn des Schlüsselschwert-Krieges. Die Handlung ist nur als Film auf der „HD-Collection 2.8“ und „The Story So Far“ enthalten.)
  • Kingdom Hearts Birth by Sleep (Das Spiel erzählt die Geschichte von Aqua, Ventus und Terra. Ihr Abenteuer ist der Beginn für die Geschichte von Sora, Donald und Goofy. Als Neuauflage in der „HD-Collection 1.5+2.5. ReMix“ und „The Story So Far“ enthalten.)
  • Kingdom Hearts (Der Anfang von Soras, Donalds und Goofys Abenteuer sowie das erste Spiel der Hauptreihe. Heute als Neuauflage auf der „HD Collection 1.5+2.5. ReMix“ und „The Story So Far“ erhältlich.)
  • Kingdom Hearts Re:Chain of Memories (Die Geschichte setzt zugleich an die von „Kingdom Hearts“ an und gilt als Nachfolger des Hauptspieles. Hier tritt zum ersten mal die Organisation XIII auf. Spielbar auf der „HD-Collection 1.5+2.5. ReMix“ und „The Story So Far“.)
  • Kingdom Hearts 358/2 Days (Das Spiel fokussiert sich auf Roxa und spielt zwischen dem Ende von „Kingdom Hearts“ und dem Anfang von „Kingdom Hearts II“. Spielbar nur auf dem Nintendo DS oder als Film auf der „HD-Collection 1.5+2.5. ReMix“ und „The Story So Far“ erhältlich.)
  • Kingdom Hearts II (Das Abenteuer von Sora, Donald und Goofy geht weiter. Die Organisation XIII ist noch gefährlicher und die Suche nach Riku setzt sich fort. Spielbar auf der „HD-Collection 1.5. + 2.5 ReMix“ und „The Story So Far“.)
  • Kingdom Hearts re: Coded (Setzt an „Kingdom Hearts II“ an. Dieses mal geht es um das Tagebuch von Jiminy die Grille. Selbst König Mickey muss nun weiter helfen. Ein neues Abenteuer beginnt. Das Spiel ist nur auf dem Nintendo DS spielbar oder als Film auf der „HD-Collection 1.5+2.5. ReMix“ und „The Story So Far“ erhältlich.)
  • Kingdom Hearts 3D: Dream Drop Distance (Riku und Sora stellen sich der Prüfung des Schlüsselschwertes. Doch auch hier lauert wieder eine Dunkelheit, die es auf die beiden abgesehen hat. Auf dem 3DS spielbar oder auf der „HD-Collection 2.8“ und „The Story So Far“.)
  • Kingdom Hearts Birth by Sleep 0.2 (Die Handlung dient als Epilog zu „Kingdom Hearts Birth by Sleep“ und als ein Vorspiel zu „Kingdom Hearts III“. Deshalb kann das Spiel auch direkt nach „Birth by Sleep“ gespielt werden oder als Vorspiel zu „Kingdom Hearts III“ dienen. Das Spiel nutzt neben „Kingdom Hearts III“, das erste mal die „Unreal Engine“. Spielbar auf der „HD-Collection 2.8“ und „The Story So Far“.)
  • Kingdom Hearts III (Ein ganz neues Abenteuer und das Ende der „Sucher der Dunkelheit“-Saga  erwartet uns hier. Die Geschichte vom Schlüsselschwertträger geht weiter. Lasst euch überraschen! Spielbar als eigenständiges Spiel mit dem Titel „Kingdom Hearts III“. Ist Stand jetzt (03.04.2022) auf keiner Collection vorhanden!)

Weitere Versionen von „Kingdom Hearts“-Zeitleisten

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©Square Enix, ©Disney | Quelle: https://www.reddit.com/r/KingdomHearts/comments/5f4w9f/media_my_kingdom_hearts_timeline/

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©Square Enix, ©Disney | Quelle: https://www.deviantart.com/danchaos1/art/Kingdom-Hearts-Timeline-2002-2014-463214485

Wie nun spielen?

Auch wir haben uns die Frage gestellt: In welcher Reihenfolge erleben?!

Die Antwort ist unbefriedigend. Es gibt wohl nicht die „eine Wahrheit“ oder die eine „richtige“ Herangehensweise. Es ist ganz einfach Geschmackssache!

Sollte man etwa mit „Birth by sleep“ seine Reise durch das „Kingdom Hearts“-Franchise starten? Grundsätzlich macht es ja durchaus Sinn, die Geschichte des riesigen Universums nach der Chronologie der Haupthandlungen, also storytechnisch von Anfang bis Ende zu erleben. Unsere Redakteurin Lissa etwa bevorzugt diese Variante, um die Story in vollen Zügen genießen zu können.

Auf der anderen Seite fällt es dadurch vielleicht deutlich schwerer die Entwicklung des Gameplays und der Eigenschaften der „Kingdom Hearts“-Spiele nach Veröffentlichung, also sozusagen im Laufe der Generationen und gleichzusetzen mit dem Erleben der Entwickler nachzuvollziehen. Der Youtuber „Bacon Zack“ beispielsweise, welcher der „Kingdom Hearts“-Reihe ein fast dreistündiges Video gewidmet hat, empfiehlt das Spielen nach Releasedatum, da die Spiele „dramaturgisch aufeinander aufbauen“ würden.[6]

Fällt es paradoxerweise vielleicht sogar leichter die Geschichte zu verstehen, wenn man diese so erlebt, wie auch die Entwickler sie erlebt haben? Schließlich ist eine Vorgeschichte nicht weniger als eine Geschichte, die im Nachgang als Vorgeschichte konzipiert wurde.

Ihr seid nach all dem etwas verwirrt? Wir auch – willkommen in der Welt von „Kingdom Hearts“!


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©Square Enix, ©Disney | Quelle: https://www.deviantart.com/danchaos1/art/The-Vistas-of-Kingdom-Hearts-420484019, https://www.deviantart.com/danchaos1/art/The-Vistas-of-Kingdom-Hearts-II-470067629

Was Ihr sonst noch wissen solltet

Am 29.März 2019 erschien eine neue HD-Collection mit dem Namen „Kingdom Hearts – The Story So Far“ für die PlayStation 4. Hier sind alle Spiele und Filme der bisherigen HD-Collections enthalten. Als Ausnahme dient der neueste Ableger „Kingdom Hearts III“, der nicht enthalten ist.

Im Jahr 2020 erschien eine sogenannte „All-in-One Collection“ exklusiv im PlayStation Store. Diese beinhaltet im Grunde „The Story so far“ inklusive „Kingdom Hearts III“. Der DLC „Re:Mind“ für „Kingdom Hearts III“ ist jedoch nicht enthalten!

Wir hoffen wir konnten Euch mit unserem Artikel ein wenig unter die Arme greifen, wenn ihr als Neulig vorhaben solltet, in die magische Welt von „Kingdom Hearts“ einzusteigen.

Wir wünschen Euch viel Spaß beim Erleben dieser außergewöhnlichen Spielereihe!


 

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©Square Enix, ©Disney | Quelle: https://disney.fandom.com/wiki/The_Disney_Wiki?file=Kingdom+Hearts+Dream+Drop+Distance+%28Art%29.png

Anmerkung zur Seite

Dies ist die Übersichtsseite des Kingdom Hearts Universums auf derofa.de.

Auf Übersichtsseiten fassen wir unter dem Begriff „Universum“ alle für uns relevanten Werke eines Franchise oder eines Themas zusammen.

Die Übersichtsseiten verfolgen keinen Anspruch auf eine vollständige Auflistung aller je erschienenen Werke einer Marke oder eines Themas, sondern dienen der Übersicht der bisher veröffentlichten und der möglicherweise kommenden Beiträge auf derofa.de.


 

The Batman (2022)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Robert Pattinson ist the Batman!

Matt Reeves wagt sich an eine neue Verfilmung der altbekannten Fledermaus. Mit „The Batman“ startet der erste Film eines neuen Batman-Universums. Insgesamt soll es eine Trilogie geben.

Neben der geplanten Trilogie soll es zudem noch zu einigen Spin-Offs zu „The Batman“ kommen. Eine über das GCPD und das andere über den Pinguin. [1]

Was wir von derofa vom düsteren Batman halten, erfahrt ihr in unserer Kritik.

Genre: Superheld

Originaltitel: The Batman

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Entertainment

Regie: Matt Reeves

Drehbuch: Matt Reeves, Peter Craig

Produktion: Matt Reeves, Dylan Clark

Musik: Michael Giacchino

Länge: ca. 177 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 4. März 2022 (Kinostart Deutschland)

Ähnliche Titel: Joker (2019), Batman Begins (2005), Suice Squad (2016)

Universum: Batman

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 14.03.2022

Lesezeit: ca. 7 Minuten (Direkt zum Fazit)

Ganz neue Wege

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Der Regisseur Matt Reeves hatte sich eine Besonderheit für den Film vorgenommen. Er wollte das die Ermittler-Thematik stark zwischen Batman und dem GCPD betont wird. Dies ist ihm im Ergebnis gelungen. Der gesamte Film dreht sich um die Ermittlungen der Mordfälle in Gotham City. Doch welche Besonderheit gibt es noch?

Es ist dunkel, düster …. er ist Vergeltung. Mit diesen Worten lernen wir den neu kreierten Batman kennen. Nein, er ist nicht nur Batman er ist VERGELTUNG! In der Stadt Gotham City treiben sich allerlei bösartige Gestalten herum. Die Stadt ist zu einem Treffpunkt der Anarchie geworden. Jeder macht was er will. Es gibt nicht immer Konsequenzen. ER, der sog. Vergelter kann nicht überall und für jeden da sein. Er sucht sich seine Feinde behutsam aus…im nassen und kalten Gotham City, wenn die Sonne nicht mehr scheint und die Dunkelheit die Macht über den Abend erlangt hat…dann macht ER sich auf die Suche.

Er versucht es zuerst mit Worten, ruhig und vorsichtig… dann mit Gewalt, wenn die Worte nichts bringen. Die Menschen hören nicht zu. Ihm bleibt nichts übrig. Denn er ist VERGELTUNG. Und so beginnen die ersten Szenen von „The Batman.“


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Die Handlung – Es wird knifflig, Riddler ist da!

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In „The Batman“ dreht sich alles um die Opfer des Riddlers, den sog. Serienkiller von Gotham.

Der Riddler (Paul Dano) ist jetzt in Gotham City. Er ist ein Anarchist, ein Widersacher. Er versucht doch nur die Stadt zu retten…zu retten vor den Lügen der Menschen. Denn alles ist eine LÜGE – und mittendrin, in dem Netz der Unwahrheit ist unser maskierter Protagonist.

Während es zu mehreren Morden an Politikern in der Stadt kommt, hinterlässt der Riddler dem Batman (Robert Pattinson) wiederholt eine Notiz mit einem Rätsel. Konzipiert das nur ER es lösen kann. Die Fledermaus und der Lieutenant James Gordan (Jeffrey Wright) arbeiten gemeinsamen an den merkwürdig kreierten Rätseln.
Es ist die sog. Detektiv-Arbeit die wir oben erwähnt haben. Stück für Stück macht sich unser „Detektiv-Batman“ daran alle Puzzle-Teile zusammen zufügen und dem Riddler so eine Spur näher zu kommen.

So düster ist die Atmosphäre, welche uns fest packt und nicht mehr loslässt, während unsere Protagonisten versuchen ihre Polizei-Arbeit zu erledigen. Doch unser Rächer ist nicht ganz allein mit dem GCPD und macht im Verlauf noch eine weitere Bekanntschaft mit einem maskierten Freund/Feind. Durch diesen Kontakt wird den Knoten im Faden nicht lösen, es kommen weitere  dazu. Weitere Verknüpfungen nach außen. Wohin führt uns das alles? Warum hinterlässt der Riddler personalisierte Nachrichten an den Batman?


Batman ist nicht alleine

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Packender Thriller

James Gordon und Batman arbeiten gemeinsam an dem Riddler-Fall

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„The Batman“ fühlt sich erfrischend gut an. Durch die Erzählweise vom Rächer in der Position eines Detektivs und dem Riddler mit seinen skurrilen Rätseln, erschafft die Handlung eine neue Atmosphäre. So finster wie die Nacht, so lichtarm wie jede Abendstunde.

Wir spüren die Dunkelheit die allgegenwärtig ist und fiebern gerade deshalb mit unserem Protagonisten mit.
Mit „The Batman“ erhalten wir keinen plumpen Action–Hollywood-Film. Viel mehr geht es um die manchmal teils gut verstrickte Handlung, die unsere volle Aufmerksamkeit fordert, ansonsten birgt es die Gefahr uns darin zu verlieren.

Untermalt wird dieses neue Konzept von Regisseur Reeves durch einen passenden Soundtrack – nicht zu viel nicht zu wenig. Die Melodie wirkt stimmig auf die Szenen angepasst und verleiht der Schattenseite den noch fehlenden Touch.


Wenn man ihn braucht, wird er kommen

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Pattinson ist Batman!

Robert Pattinson ist der neue Batman

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Nun kommen wir zur schauspielerischen Leistung des neuen Batman. Pattinson stand vor der Veröffentlichung des Filmes in der Kritik „kann er wirklich der neue Batman sein?“ Da man ihn vorallem durch die Vampir-Saga „Twilight“ als Edward den charmanten Vampir kennengelernt hat, musste Pattinson sich beweisen und zeigen, dass er mehr als ein Teenie-Idol ist.

Er spielt im neuen Film einen jungen Bruce Wayne der noch nicht all zu lange in Gotham City als Racheengel unterwegs ist. Er ist ein Batman, welcher sich nicht durch den Namen definiert und vielleicht zu diesem Zeitpunkt ein noch etwas unerfahrener Charakter ist.
Robert bringt den Zwiespalt den der Charakter mit sich trägt gut auf die Leinwand. Auf der einen Seite ist er die Vergeltung, der Held in der Geschichte, auf der anderen Seite präsentiert er sich so als wäre er in Symbiose mit der Dunkelheit. Als sei es seine natürliche Umgebung, was ihn mit dem „Bösen“ assoziiert.

Er spricht Über die Unfähigkeit der Menschen und den Verbrechen in Gotham City. Wir haben somit nie das Gefühl gehabt, dass unser Held unser Feind ist. Auch wenn Batman sich hier sehr wohl in der Dunkelheit fühlt und es für ihn nichts als Vergeltung gibt, bleibt er für uns der Superheld in der Geschichte. Batman zeigt sich in seinen Charakterzügen als verletzter, mit Narben übersäter Protagonist. Exakt durch diese Narben veranschaulicht uns das, was wir bereits gewussten haben. Die Narben von Batman sind nicht nur äußerlich zu sehen, sondern spiegeln sich auch in seiner Seele wieder. Denn er ist Vergeltung!

Robert macht seine Arbeit hervorragend gut. Jegliche Zweifel konnten wir schnell fallen lassen. Er ist der neue Batman!


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Ein Held mit Narben übersät

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Ein Film mit Überlänge

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Der Film hat eine Laufzeit von 177 Minuten. Da fragt man sich schnell –  muss das denn sein?
Wir hatten einen guten Start zu Beginn des Filmes…alles wurde flüssig und stimmig erzählt. Irgendwann haben wir uns kurzzeitig nicht wiedergefunden…wir waren verloren.

Die Handlung war das erste mal zäh und langatmig. Sie hat sich gezogen. Fast waren wir weg vom Köder, weg vom Haken an dem wir uns einst verfangen hatten.

Die Geschichte macht kurze Zeit darauf eine 180 Grad Wendung und schon sind wir wieder am Haken den wir bereits kannten. Das Finale ist die Sahne auf der Torte. Es schmeckt uns sehr gut. Wir hätten nichts anderes gewollt. Am Ende wurden wir nun doch gesättigt.


 

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Fazit – mehr als nur Hype! Er ist der neue Batman

Kurzum: Ja für uns ist „The Batman“ ein ausgezeichneter Film . Wir haben dennoch nur 8/10 vergeben, warum?
Leider mussten wir einige Punkte aufgrund der unnötigen Überlänge abziehen. Denn dies schadete der Handlung enorm. Zum Glück aber nur kurzzeitig. Schnell waren wir wieder mitten im Geschehen.

Uns hat die Leistung von Pattinson als neuer Batman sehr gefallen. Er passt perfekt in die Rolle und verkörpert den jungen Batman mit seinen Narben –  den düsteren Batman den wir so nicht kannten, diese Darstellung verkörpert er perfekt. Auch die restliche Besatzung ist zu loben. Jeffrey Wright spielt den Polizisten Gordon so authentisch wie möglich. Wie auch der Pinguin gespielt von Colin Farrel, bei dem wir erst zweimal hinsehen mussten, um ihn zu erkennen.

Zudem hat uns diese dunkle düstere Atmosphäre gefallen, in Kombination mit der Krimie-Thematik die wir konstant bis zum Schluss erleben konnten. Es wirkt wie ein Thriller, bei dem wir ungefähr wissen wer der Täter ist, jedoch noch zu weit davon entfernt sind ihn zu fangen. Genauso wie Batman selbst! Er versucht die Rätsel des Riddlers zu lösen und so sein Spiel zu spielen. Er versucht ein Held für Gotham und ein Funken in der Dunkelheit zu sein.

Zum Schluss heißt es dann nur noch, er ist nicht nur der Batman er ist VERGELTUNG!


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Was haltet Ihr von Matt Reeves neuen Batman? Teilt eure Gedanken zu „The Batman“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere maskierter Held sicher auch.


Trailer

Der offizielle englische Trailer zu „The Batman“.

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Harry Potter und das verwunschene Kind – Das Theaterstück (2022)

Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin

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Das Theaterstück

Harry Potters magische Geschichten haben unser Herz schon damals berührt und stehen bis heute für eine einzigartige Reise durch eine magische fantasievolle Welt, mit Hexen und Zauberern und allerlei phantastischen Tierwesen.  Im Jahr 2007 endete die Geschichte im Roman von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ in Papierform, von dem Jungen der überlebte. Die Kinoverfilmung hatte seine Veröffentlichung  mit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ im Jahre 2011.

Am 26.Juni 2015 zum 18.Jahrestag der Veröffentlichung des ersten Harry-Potter-Romans „Harry Potter und der Stein der Weisen (1997)“ verkündete die Autorin J.K. Rowling das es ein Prequel zu Harry’s Geschichte geben wird. Im Jahr 2015 wurde dann bekanntgegeben, dass es sich eher um ein Sequel handelt mit dem Namen „Harry Potter and the cursed child“. Die Geschichte dazu sollte in einem 2-teiligen Theaterstück vorgestellt werden. Man hatte somit die Wahl das Stück in zwei Tagen oder das Musical an einem einzigen Tag zu erleben. Dies führte zu kontroversen Diskussionen. Man müsse sich somit zwei Tickets für ein Musical kaufen.

Bereits einen Tag nach der Premiere in London, wurde das Skript des Stücks am 31.Juli 2016 als gebundenes Buch in den Handel gebracht.

Fun Fact: Der 31. Juli ist sowohl Harry Potters als auch J. K. Rowlings Geburtstag.[1] Ein passendes Datum für solch eine Bekanntgabe bzw Veröffentlichung.

Wir von derofa.de möchten euch erzählen was wir vom neuen Theaterstück halten. Wir hatten nun die Möglichkeit dieses Stück 2022 in Hamburg zu erleben.

Das Musical in Hamburg feierte seine Premiere am 5. Dezember 2021 . Bereits im März 2020 sollte das Stück seine Premiere in Hamburg feiern, dies wurde jedoch aufgrund der COVID-19 Pandemie mehrfach verschoben.


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Die Handlung – 19 Jahre später

Es sind nun genau 19 Jahre vergangen seit dem Harry Potter Lord Voldemort in die Heiligtümer des Todes bezwungen hat. Nun sind Harry und Co. erwachsen geworden und müssen sich mit dem Alltag rumschlagen. Harry Potter (nun 37-Jahre alt) ist jetzt ein Mitarbeiter des Zaubereiministeriums. Nebenbei, dreht sich jedoch alles um einen Sohn von Harry –  Albus Severus Potter!

Sein Sohn ist nun 11-Jahre alt und die Zeit ist reif für seine erste Fahrt mit dem Hogwarts-Express. Der eher schüchterne, unsichere Junge hat Angst davor in Hogwarts zu Slytherin zu kommen. Sein größter Wunsch ist es, so wie sein Vater oder auch sein älterer Bruder auch vom magischen Hut nach Gryffindor geschickt zu werden. Es fühlt sich fast alles an wie früher – 19 Jahre zuvor, als Harry Potter das erste Mal in den Hogwarts-Express gekommen ist.

Nach dem Albus Severus sich von seinen Eltern verabschiedet hat beginnt sein neues Abenteuer. Er möchte zugleich sehnlichst auch so gute Freunde wie sein Vater damals finden. So gute Freunde wie Ron und Hermine. Im Hogwarts Express macht er eine neue Bekanntschaft und trifft auf den Jungen Scorpius Malfoy. Eines ist klar – der Junge Albus Severus hat mit allerlei Sachen in Hogwarts und in der Muggelwelt zu kämpfen.

Obwohl die beiden Teile insgesamt 6 Stunden gehen, wurde uns zu keiner Zeit langweilig. Die Handlung ist nicht platt erzählt worden und nimmt das Publikum von Szene zu Szene weiter mit ins nächste Abenteuer.


19 Jahre später beginnt wieder für „einen“ Potter die erste Fahrt im Hogwarts-Express

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Das Theaterstück – Schauspiel, Kostüm, Kunst

Da wir das Musical in Hamburg gesehen haben können wir nur von der Erfahrung in Hamburg sprechen und diese bewerten.

Die Darsteller/Das Schauspiel

In Hamburg wurden etliche Darsteller für die Rollen gecastet. Das Ensemble besteht insgesamt aus 35 Darstellern. Da die Darsteller sich immer mal wieder abwechseln/ausgewechselt werden, möchten wir euch jetzt nicht alle aufzählen. Klar ist zu sagen, dass die Akteure eine grandiose Performence gezeigt haben. Der Schauspieler in der Rolle von Harry Potter spielt den erwachsenen Harry so authentisch wie Daniel Radcliff selbst – die Ähnlichkeit zu Radcliff ist uns auch direkt ins Auge gestochen. Insgesamt ist es eine sehr gut gecastete Besetzung.

Wir sind auch beeindruckt das sich die Besetzung so viel Text merken kann – denn das Theaterstück besitzt 2 Teile die alle an einem Tag vorgeführt werden (für insgesamt 6 Stunden), sprich dies fordert noch mehr Text einzuüben.  Es kam zu keiner Zeit zu Fehlern – jedenfalls keiner der uns aufgefallen ist. Wirklich grandiose Leistung der Besetzung – Hut ab!


Die Besetzung in Hamburg

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Die Kostüme

Hier wurde sehr auf das Detail geachtet. Jedes so kleine Merkmal wurde berücksichtigt.

Es wirkt alles so echt, fast so als wären wir auch ein Teil des Stücks – ein Teil der Welt von Harry Potter! Wie schön sehen die Umhänge in Hogwarts aus? Oder Farben der Häuser. Zudem wurden das Setting bzw. das Set fast schon perfektioniert.

Die Kulisse lässt uns nicht daran Zweifeln hier und jetzt an Ort und Stelle zu sein, in der Welt von Harry Potter. Erlebt es selbst und staunt über das Detailreichtum dieser magischen Show.


Die Schüler von Hogwarts mit ihren Hausfarben

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Bühnenkunst – Lichteffekte und Co.

Kommen wir zu unserem persönlichen Highlight des Theaterstücks. Die gezeigten Lichteffekte ob mit dem Zauberstab, einem bewegenden Bild oder einem Anruf in der Telefonzelle in London, in dem der Anrufer ins Telefon gezogen wird – wir wurden durch diese Effekte so sehr beeindruckt das wir 2-Mal hinsehen mussten, um zu erkennen was da gerade vor sich geht. Um zu erkennen WIE solch eine Darstellung zu stande kommen kann.

Alles wirkt so verdammt magisch und liebevoll, eine zauberhafte Welt die das Publikum im wahrsten Sinne „verzaubert“. Hier hat sich John Tiffany als Theaterregisseur selbst übertroffen.

Wir können nur verträumt davon erzählen und wünschten uns diese magische Welt erneut erleben zu dürfen. Es ist ein großer Aufwand den John Tiffany für das Stück erbracht hat. Das ist sehr zu bewundern. Denn das ist man sonst nur von anderen Musical-Produktionen gewohnt.

Tatsächlich gibt es etliche Momente, in denen Bühnen-Effekte, Choreografien und laut einsetzende Musik nahelegen: Jetzt wird gesungen! Wird nicht. Statt dessen wird gezaubert. Es wird im ganzen Stück kein Wort gesungen. Selbst das hat uns jedoch nicht gestört. Es hat einen gewissen Charme, wenn wir uns Gesang gewünscht haben, doch die Vorführung dies so clever umgesetzt hat, das wir keines missen mussten!


Die Lichteffekte sind ein Highlight der Show

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Fazit – ein Musical aus dem Herzen entsprungen

Wir können euch einen Besuch in dem Theaterstück nur empfehlen. Die Geschichte die 19-Jahre später spielt, versetzt euch erneut in das Harry Potter-Universum welches ihr bereits kennengelernt habt.

Wir hatten zuvor bedenken ob solch eine Handlung der Hauptreihe das Wasser reichen kann – JA kann sie! Auch wenn Harry Potter nicht der Hauptprotagonist dieses Abenteuers ist, gibt es genug Momente in denen wir altbekannte Gesichter wieder treffen (und das nicht nur wenig). Es gibt Momente die wir bewundert und Szene für Szene mitgefiebert haben.

Das Theaterstück bietet so viel! Neben authentischen Darstellungen, den so hoch gelobten Darstellern, einer humorvollen spannenden Geschichte und mit den Lichteffekten in Kombination der dargestellten Umgebung, bringt es uns uns 100% Harry Potter-Feeling.

Im diesem Sinne – Missetat begangen.


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Trailer

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Habt ihr euch bereits verzaubern lassen? Wenn ja, hinterlasst uns ein Kommentar und erzählt uns eure Erfahrung.

Auch wenn wir bei Artikeln keine Wertungen vergeben, konnte ich es mir nicht nehmen und eine Ausnahme machen und dem Musical eine Wertung geben.


Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 28.02.2022

Lesezeit: ca. 5 Minuten


 

Dexter: New Blood (2021 – 2022)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit „Dexter: New Blood“ erscheint gegen Ende 2021 eine direkte Fortsetzung zum netten Serienkiller von nebenan. In Deutschland fand die Premiere im Jahr 2021 auf der Streaming-Plattform Sky statt.

Dexter Morgan ist zurück! In insgesamt 10 Episoden erfahren wir was mit Dexter passiert ist. Die lang ersehnte Frage wird beantwortet und wir dürfen in das neue Leben von Dexter Morgan blicken.

Es bleibt bei den 10 Episoden, denn eine zweite Staffel ist bisher nicht in Planung.

Ob wir von derofa.de erneut wie bei seinem Vorgänger so begeistert vom Butcher waren, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

Genre: Drama, Thriller

Originaltitel: Dexter: New Blood

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Showtime Networks

Showrunner: Clyde Phillips

Regie: je Episode unterschiedlich

Drehbuch: Clyde Phillips

Produktion: John Goldwyn

Musik: Pat Irvin

Staffeln: Staffel 1 (10 Episoden) (2021-2022)

Länge: ca. 50-60  Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 18 (Stand: 15.02.2022)

Veröffentlichung: Staffel 01 (07.11.2021)

Universum: Dexter

Vorgänger: Dexter (2006 – 2013)

Nachfolger: bisher keiner bekannt

Ähnliche Titel: Mindhunter (2017), The Sinner (2017)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 15.02.2022

Lesezeit: ca. 3-4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Dexter Morgan ist zurück!

Nach nun ca. acht Jahren erscheint die von Fans heiss ersehnte Fortsetzung zu Dexter (2006-2013). Die neue Serie von Showtime mit dem Titel „Dexter: New Blood“ präsentiert sich im selben Stil seines Vorgängers und verknüpft an bisher gesehenes aus den letzten Staffeln an. „New Blood“ ist somit eine direkte Fortsetzung an das Staffelfinale von Dexter aus dem Jahr 2013.

In Deutschland wurden die deutschen Episoden nur auf der Streaming-Plattform Sky veröffentlicht.

„New Blood“ hat insgesamt 10 Episoden die uns direkt ins Auge stechen. Sofort zu Beginn verfallen wir in alte Erinnerungen. Denn selbst das Intro zur neuen Staffel ist eine Art Hommage an das Original welches wieder mit dem Dexter Opening Theme untermalt wurde. Für einen kleinen Vorgeschmack hören wir doch einmal in das Opening von Dexter/New Blood rein.


Das bekannte Opening Thema zu Dexter und New Blood

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©Showtime

Qualität vom Feinsten

Dennoch, die Fortsetzung soll uns eigentlich einen neuen Dexter Morgan vorstellen. Erneut dürfen wir uns über die sensationelle Leistung von Schauspieler Michael C. Hall freuen! Für uns ist und bleibt er immer Dexter Morgan. Die Schauspielkunst von Michael lässt nichts zu wünschen übrig. Er spielt seine Rolle als Dexter Morgan wiederholt beeindruckend gut! Selbst nach 9 Jahren hat sich an seiner Leistung nichts verändert.

Neben dem „Butcher“ bekommen wir auch wieder beeindruckende Nebendarsteller vor die Kamera.  Sie füllen die Handlung mit bemerkenswerten Darstellungen, die enorm authentisch wirken und selbst neben einem Dexter Morgan nicht untergehen. Der rote Faden in der Handlung erstreckt sich in der Geschichte durch die gesamten 10 Episoden und macht die Erzählung spannend,  emotional und aufwühlend zugleich!

Produktionsstudio der Serie ist abermals Showtime in Kooperation für Deutschland mit Sky. Am Studio hat sich nichts verändert, was man zur Regie jedoch nicht sagen kann. In „New Blood“ versuchen sich diverse Regisseure an der Gestaltung der einzelnen Episoden. Dies fällt jedoch keinesfalls auf. Während den 10 Episoden erleben wir feinstes Dexter-Feeling. Der Soundtrack und das Setting stimmen ein, schon wieder in das verrückte Leben von Dexter Morgan zu blicken. Die Qualität bleibt in der gesamten Staffel konstant gut.


Alles bleibt beim Alten… oder nicht Dexter Morgan? (Michael C.Hall)

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©Showtime

Die Dexter-Atmosphäre

Wir sprechen von einer sog. „Dexter-Atmosphäre“. Doch was ist diese? Um was handelt „New Blood“? Wir versuchen die Story spoilerfrei zu halten, jedoch empfehlen wir diese nur den Zuschauern,  welche das Original 2006-2013 bereits gesehen haben.

Dexter Morgan ist zurück! Die Handlung spielt 10 Jahre nach den Ereignissen des Staffelfinales. Dexter Morgan war nie fort!  Er hat sich ein neues Leben mit dem Namen Jim Lindsay aufgebaut. Alles sieht und scheint so normal aus. Etwas das sich Dexter viele Jahre sehnlichst gewünscht hat. Die Gesamtheit wirkt und fühlt sich genauso an wie früher.

Der einst furchtlose Rächer mit seinem dunklen Begleiter hat seine Vergangeheit aufgegeben und versucht sich in dem kleinen Örtchen Iron Lake unter die Bewohner zu mischen. Er möchte ganz und gar nicht auffallen. Damals noch als Blutspur-Ermittler tätig, arbeitet Jim oder sollen wir sagen Dexter als Verkäufer in einem Geschäft für Jagdwaffen und Anglerbedarf – sehr ironisch, wenn man bedenkt, dass Dexter früher selbst ein Jäger war.

Eine Reihe von Vorfällen ereignen sich in Iron Lake und Dexter wird schnell bewusst, dass sein „düsterer Begleiter“ nie wirklich verschwunden war.

Neben Ermittlungen in denen Dexter auch verwickelt ist, taucht aus dem Nichts sein Sohn Harrison auf. Dexter ist nun Vater mit einem dunklen Geheimnis und er bemerkt schnell, dass diese Kombination eines normalen Lebens und die des alten Dexter Morgans zu Komplikationen führen kann. Ihm werden viele Steine in den Weg gelegt, sodass klar wird, dass ein normales bürgerliches Leben schwierig wird, für Dexter vielleicht sogar unmöglich ist.

Ob innerhalb der 10 Episoden auch altbekannte Gesichter zu sehen sind, wollen wir euch hier und jetzt nicht verraten. Umso schöner ist es für euch „unwissend“ zu sein und evtl. überrascht zu werden. „New Blood“ fühlt sich einfach genauso an wie damals. Ja, das ist für uns die Definition der „Dexter-Atmorsphäre“. Genau das Richtige für eingefleischte Dexter-Fans!


Harrison (Jack Alcott) und Dexter (Michael C.Hall) versuchen ein normales Leben zu führen und finden sich erneut inmitten einer Ermittlung der Polizei wieder.

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©Showtime

Fazit – altbewährtes bleibt Gut

Zur perfekten 10/10 hat es jedoch nicht ganz gereicht . Warum nur ? Wie empfinden die neue Serie (Staffel) überaus gut und wir sind durchaus zufrieden mit dem Ergebnis, jedoch stellen wir als Dexter-Fan schnell fest „Ja, die Originalserie ist und bleibt das Meisterwerk!“.

Diese Fortsetzung kann dem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Dafür hat doch noch etwas gefehlt. Etwas das wir in Dexter so zu tiefst verschlungen haben. Oder ist es einfach die Entwicklung der Geschichte? Alles verändert sich, alles wird neu? Jedenfalls manchmal…

In summa summarum haben die Produzenten nun die Handlung des Bay Harbor Butchers und seinem düsteren Begleiter eine würdige Fortsetzung bzw. ein würdiges „Ende“ gegeben. Denn es ist noch fraglich ob es zu einer weiteren Staffel von „New Blood“ kommen wird.

Wir würden das Ende so wie es jetzt geschrieben ist am liebsten genau so belassen. Aber wer weiß, denn die Kreativität der Autoren weist manchmal keine Grenzen auf.


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©Showtime

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Dexter: New Blood“.

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©Showtime | Sky

Was haltet Ihr von der heiss ersehnten Fortsetzung von Dexter? Teilt eure Gedanken zu „New Blood“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der „Bay Harbor Butcher“ auch.


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©Showtime

Malignant (2021)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Im Jahr 2021 bringt der bekannte Horrorregisseur James Wan mehrere neue Werke heraus. Eines davon mit dem Titel „Malignant“.

Der Film erhielt durchaus positive Kritiken. Wan weiß es seine Zuschauer zu begeistern. Nach dem Erfolg von „Conjuring 3: Im Bann des Dämons“ versetzt es uns in eine kleine Stadt und  den mysteriösen Ereignissen rund um die junge Madison.

Was wir bei derofa von dem neuen Gruselwerk halten, erfahrt ihr in unserer Kritik.

Genre: Horror

Originaltitel: Malignant

Produktionsland: USA

Produktionsfirma:  Atomic Monster/Boom Ent./Boom! Studios/New Line Cinema/Starlight Culture Ent./ Warner Bros. Entertainment

Regie: James Wan

Drehbuch: James Wan, Akela Cooper, Ingrid Bisu

Produktion: James Wan, Michael Clear

Musik: Joseph Bishara

Länge: ca. 151 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 2. September 2021 (Kinostart Deutschland)

Ähnliche Titel: Conjuring 1, Conjuring 2, Conjuring 3, The Nun, Annabelle

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 18.01.2022

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

Meisterregisseur James Wan ist zurück

Es geht wieder los! Der beliebte Horrorregisseur der Conjuring-Reihe James Wan ist zurück! Mit dabei hat er ein ganz besonderes Werk entworfen, welches in dem Einheitsbrei diverser Horrorfilme durchaus heraus sticht.

Nicht einmal nach einem Jahr entspringt aus der Feder von Wan eine neue Gruselgeschichte. Im selben Jahr noch erschien nämlich der 3. Teil der Conjuring-Filme. Viel Zeit für Ideen blieb dazwischen nicht. Dennoch, wir sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Wenn Wan hinter der Kamera steht, kann nur ein absolut herausragendes Werk entstehen. Dieses Mal jedoch hat die Geschichte nichts mit dem Conjuring-Universum zu tun. Wir finden das ist auch gut so! Neue Abwechslung kann das Horrorgenre absolut gebrauchen.

So genug gelobt, lasst uns einen Blick in Geschichte vom neuen Gruselwerk „Malignant“ werfen.


Regisseure James Wan hinter der Kamera


James Wan weiß genau was er möchte und versucht dies im Film rüber zu bringen

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©Warner Bros. Entertainment

Eine Mixtur des Horrorgenres – verlassenes Haus, das Unbekannte, mysteriöse Mordfälle

Die junge Frau Madison (Annabelle  Wallis) möchte so gerne ein Kind. Sie hat bereits mehrere Fehlgeburten gehabt und ist sich dieses Mal jedoch sicher, dass die neue Schwangerschaft komplikationslos sein wird.

Madison lebt mit ihrem Ehemann in einem verlassenen Haus. Die Frau muss sich durch stressige Situation wie Arbeitsstress sowie Beziehungsstress kämpfen. Noch dazu lebt sie mit einem agressiven gewalttätigen Mann zusammen.

Eines Tages kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden bei dem Madison verletzt wird.  Kurze Zeit darauf kommt es zu einem tragischen Verbrechen in ihrem Haus und ihr Ehemann kommt ums Leben. Madison ist nun fast ganz auf sich allein gestellt und erhält nur die Unterstützung ihrer Schwester Sydney (Maddie Hasson). Nach dem Vorfall ist die junge Frau Madison sehr verängstigt und fühlt sich verfolgt. Etwas oder jemand ist hinter ihr her. Madison versucht mit aller Kraft herauszufinden was es auf sich hat.

Währenddessen kommt es in der Stadt zu unerklärlichen Mordfällen. Madison wird nun auch eine Verdächtige in dem Ermittlungsfall der Polizei. Detective Kekoa Shaw (George Young) sowie Detective Regina Moss (Michole Briana White) ermitteln standhaft weiter.


Madison wurde beim Streit mit ihrem Mann verletzt. Was passiert in ihrem Haus?

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©Warner Bros. Entertainment

Künstlerisch wertvolle Innovationen

Abwechslungsreiche Handlung

„Malignant“ heißt auch übersetzt „bösartig, heimtückisch“. Dieser Titel präsentiert uns mit dem Namen schon viel Inhalt und zeigt, dass er gerade damit perfekt für die bestehende Geschichte ist.

Im neuen Werk von Wan kommt selbst ein „Nicht-Horror-Fan“ auf seine Kosten. Die Handlung bietet sehr viel Abwechslung und springt nicht stupide von einer Szene zur anderen. Die Story hinter dem Unbekannten, dem Unerklärlichen macht den Film zu einer Spannungsfahrt in der Achterbahn.

Der Regisseur versucht schon allein in den ersten 30 Minuten zu beweisen, dass das gesamte Paket in einem Film ein wichtiger Bestandteil eines guten Filmes ist. Die Handlung punktet insbesondere dadurch, dass man als Zuschauer lange nicht weiß, was es auf sich hat. Dies wurde bewusst von Wan so gewählt und macht die Geschichte somit zum Karussel der Verwirrung, welches uns konstant auf Trab hält und uns jedoch zu keiner Zeit langweilt.


Madison erklärt ihrer Schwester Sydney das im Haus etwas nicht stimmt.

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©Warner Bros. Entertainment

Die Kunst hinter dem Objektiv

Typische Horrorklischees werden auch in „Malignant“ nicht unbenutzt gelassen, jedoch weiß Wan durchaus richtig damit umzugehen. Wenn man an die vorausgegangen Werke des Regisserus denkt (Conjuring, Annabelle, The Nun) ist uns seine Filmkunst bereits bekannt. In seinen Filmen liegt vor allem die Stärke in den Handlungen sowie den Darstellungen der Horrorkunst. Wan weiß es den Zuschauer zu verblüffen und ihm keine 0815-Kost auf den Teller zu werfen.

Neben der gut erzählten Handlung, bietet „Malignant“ auch eine überaus hervorragende Kameraführung. In den Szenen werden öfter mal verschiedenste Blickwinkel gezeigt, die wir so bisher in keinem Film gesehen haben. Wir konnten damit auch diverse Anspielungen erkennen. Bei der Kameraführung mit dem Blick auf das „Horrorhaus“ wird uns eines bewusst – dieses Stilmittel beinhaltet so viele Horrorklischees und Anspielungen auf Horrorfilmklassiker. Nur durch eine Kameradarstellung erinnert es uns an Filme wie „Der Exorzist“ (1973), oder „Amityville Horror – Eine wahre Geschichte“ (2005).


Die junge Madison durchlebt ihren eigenen Albtraum.

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©Warner Bros. Entertainment

Fazit – Genau das Richtige

James Wan macht alles richtig. Nach „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021) händigt uns der Meisterregisseur des Horros abermals eine Horrorperle aus, die uns mehr als überzeugt hat! Für eine glatte 10/10 hat es jedoch nicht gereicht. Wir müssen zugeben, für einen perfekten Film hat hier und da noch etwas kleines gefehlt.

Nichtsdestotrotz bietet uns „Malignant“ einen verstörenden Trip durch Horrorszenarien wie sie im Buche stehen – oder auch nicht? Denn James Wans neuestes Werkt zeigt uns, dass es immer noch Horrorfilme gibt, die uns stark überraschen können und dessen Handlung nicht immer nur vorhersehbar sein muss.

Wenn ihr einen Horrortip von der derofa-Redaktion erhalten möchtet, dann bekommt ihr mit „Malignant“ hiermit genau diesen. Macht es euch gemütlich, versetzt euch in die starke und dichte Atmosphäre von Malignant und erlebt eure eigene Fahrt im Karussel der Verwirrungen.


Madie fürchtet sich alleine Zuhause

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©Warner Bros. Entertainment

Was haltet Ihr von James Wans neuen Versuch euch das Gruseln zu lehren? Teilt eure Gedanken zu „Malignant“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere unsichtbaren Begleiter sicher auch.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Malignant“.

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©Warner Bros. Entertainment

Marvel’s Spider-Man: Miles Morales (2020)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Spielenswert

Passend zum Verkaufsstart der PlayStation 5 brachte uns Insomniac Games einen Nachfolger zu „Marvel’s Spider-Man“ heraus.

Ihr schlüpft erneut in die Rolle von Spidey in der fiktiven winterlichen Marvel Stadt.

Inhaltlich setzt die Handlung hier genau an seinen Vorgänger an. Wer somit bereits in das Spider-Kostüm schlüpfen konnte, der wird umso mehr Freude mit diesem neuen Titel haben.

Was wir in der Redaktion von der Fortsetzung und dem neu maskierten Spinnenmann halten, erfahrt ihr in unserer Kritik.

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Genre: Action-Adventure, Open-World

Originaltitel: Marvel’s Spider-Man: Miles Morales

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio/Publisher: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment

Musik: John Paesano

Spielmodus: Einzelspieler

DLC: bisher keiner bekannt

Spielzeit:

Hauptspiel: ca. 10–12 Stunden (Story), ca. 15 Stunden (100%)

Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5

Altersfreigabe: USK 12

Universum: Marvel

Vorgänger: Marvel’s Spider-Man (2018)

Ähnliche Titel: Marvels Guardians of the Galaxy (2021), Assassins Creed Valhalla (2020)

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 5

Autor: Melissa

Verfasst am: 08.01.2022

Lesezeit: ca. 5 Minuten (Direkt zum Fazit)

Spider-Man in neuer Optik

Im Jahr 2018 erschien ein neues Spider-Man Videospiel für die PlayStation 4. Das Videospiel erhielt überaus gute Kritiken. Den meisten ist dieser Titel beretis bekannt. Falls ihr das Videospiel jedoch noch nicht kennt, werft einen Blick in unsere Kritik zu „Marvel’s Spider-Man“ auf derofa.de.

Das die Entwickler erneut ein Videospiel in petto haben, sieht man zwei Jahre später. Da entscheid sich das Entwicklerstudio Insomniac Games & Sony Interactive Entertainment für eine Fortsetzung zu dem Videospiel „Marvel’s Spider-Man“. Mit dem Titel „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ versetzt es uns wieder zurück in die fiktive Marvel-Version der Stadt New-York. Die Handlung setzt exakt an seinen Vorgänger an, jedoch mit einem großen Unterschied: Ihr steuert dieses mal nicht unseren alten Freund Peter Parker sondern seinen „Lehrling“ Miles Morales. Sein Charakter wurde bereits im Videospiel 2018 das erste mal vorgestellt.

Ihr schlüpft damit in die Fußstapfen von Peter Parker und seid ab sofort „der neue Spidey“. Zudem spielt die Handlung im Winter und präsentiert euch eine schöne  Weihnachtsatmosphäre.


Erneut schwingt ihr euch als Spider-Man durch die Häuser New-Yorks

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©Marvel

Das Böse schläft nie

Im neuesten Abenteuer unseres maskierten Helden in „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ dreht sich alles um den 17-jährigen Miles Morales.

Ihr durchlebt mit Miles einen Teil seiner Teenager-Zeit und erforscht wie es sich neben dem großen Spider-Man als neuer Held durch die Lüfte New-Yorks schwingen lässt. Peter Parker spielt in dieser Marvel-Fortsetzung nur eine bedingt große Rolle. Diverse Charaktere treffen auf unseren jungen Miles und fordern ihm einiges an Kraft ab.

Während Miles sich gerade an seine neu gewonnenen Spinnenkräfte gewöhnt hat, droht eine finstere Macht sein neues Zuhause zu vernichten.

Dem jungen Spidey wird bewusst, dass er durch den Spinnenbiss nun eine große Verantwortung trägt. Er muss die Bürger New-Yorks beschützen und lernt im Verlauf der Handlung seine eigenen  Feinde kennen. Um Marvels New York zu retten, muss er mutig sein und sich genauso wie der alte Spider-Man seinen Gegnern stellen – ihr schlüpft somit in die Fußstapfen seines Mentors Peter Parker. Dann heißt es Anzug an, hier kommt Spider-Man!


Miles und Peter auf den Dächern von New York

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Neues oder altbekanntes Gameplay

Im neuen Spidey-Abenteuer können wir uns durch die Häuser New-Yorks schwingen, neue Fähigkeiten erhalten und damit Bösewichte vermöbeln. Das Videospiel spielt sich wieder in einer Open-World in denen ihr Hauptmissionen, Nebenmissionen und Herausforderungen, sowie sammelbare Gegenstände einsammeln könnt – ganz im alten Stil seines Vorgängers.

Die Spielmechanik ist die selbe. Das Kampfsystem ist konform und keine Überraschung . Die einzige Neuerung die uns sofort aufgefallen ist, ist das noch flüssigere Gameplay im Vergleich zu seinem Vorgänger. Dies liegt jedoch vor allem auch an der Next-Gen-Konsole. Wir haben das Videospiel in unsere PlayStation 5 eingelegt und drauf los gezockt. Grafisch wurde hier nichts falsch gemacht. Die schöne winterliche Stadt New-Yorks versetzt uns gut in Weihnachtsstimmung – da zieht auch mal Spidey seine Weihnachtsmütze auf.

Never change a running system – sagt man doch so schön. Was bei „Marvel’s Spider-Man“ so gut funktionierte, klappt hier ebenso – warum dann etwas ändern? Oder wäre eine Neuerung von Vorteil gewesen?

Wir können an dem Videospiel nichts neues bemängeln, eher die selben kleinen Kritikpunkte angeben, die wir auch bei seinem Vorgänger gehabt haben. Wir möchten hier auch nicht zu tief ins Detail gehen. Zu den kleinen Mängeln könnt ihr euch in der Kritik zu „Marvel’s Spider-Man“ belesen.

Kurz gesagt: Bei Miles Morales wirkt das Spielsystem sehr einfach, fast stupide. Die Handlung präsentiert uns keine Hollywood-Bombe. Unser maskierter Held trifft auf seine Feinde – die Menscheit wird bedroht. Nur Spider-Man kann den Bürgern New-Yorks helfen. Klingt alles seeeehr bekannt – es bleibt auch hier also alles beim Alten.

Die Geschichte befasst sich auch mit der Rassismus-Thematik. Die schwarze Community wird hier sehr häufig erwähnt, was wohl der Ethnie des jungen Miles zu schulden ist. Mit Zeichen wie „Black Lives Matters“ wird dies u.a. betont.

Peter Parkers Fähigkeiten die ihr damals schon erlernen konntet, besitzt der junge Miles bereits von Spielbeginn an. Wenn ihr genug Fähigkeitspunkte gesammelt habt, könnt ihr nun stattdessen neue erlernen, die sog. „Venom-Fähigkeiten“. Diese sind enorm starke Angriffe die euren gelben Balken, den sog. „Venom-Balken“ aufbraucht. Wir empfinden das sich fast jeder Kampf durch diese neue Eignung von Miles sehr leicht bestreiten lässt.

Schön ist auch zu sehen das die Entwickler dem Spieler erneut die Option erlassen haben, verschiedenste Kostüme für die nette Spinne aus der Nachbarschaft zu sammeln und im Spielverlauf immer mal wieder wechseln zu können. Das bringt doch wieder Freude auf!


Ein kleiner Einblick in die neuen Kostüme von Spider-Man Miles Morales

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Fazit – Schönes Spidey-Versum

Wir haben unseren Spaß gehabt. Erneut konnten wir in das Spinnenkostüm schlüpfen. Miles Geschichte soll natürlich eine andere als die von Peter sein und das könnte dem einen oder anderen etwas widerstreben. Zudem ist Peters Spider-Man-Version  wohl für die meisten der einzig wahre Spidey. Dennoch, Miles Morales macht seine Arbeit gut, auch wenn wir seine Naivität öfter mal als nervig empfunden haben.

Das Gameplay macht nichts falsch, denn es macht aber auch nichts wirklich neu. Die grafische Darstellung ist grandios vor allem auf der PlayStation 5. Einziges Manko ist die kurze Spielzeit. Denn diese beträgt gerader mal ca. 10 Stunden. Die Option das Spiel erneut zu starten und den „Neues Spiel + “ Modus zu wählen, gibt nach dem erstmaligen Durchspielen keinen Anreiz dazu.

Nichtsdestotrotz ist Miles Version des Spinnen-Helden  durchaus spielenswert und sollte nicht als schlechte Fortsetzung anzusehen sein. Insomniac Games ist bei altbekanntem geblieben und präsentiert uns somit abermals ein schönes Videospiel im Spidey-Versum. Dann heißt es dieses mal wieder: Abwarten was für ein spinnenhaltiges Abenteuer uns als nächstes erwartet wird.


Durch große Macht folgt große Verantwortung.

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Was haltet Ihr von dem neuen Spider-Man?  Teilt eure Gedanken zu „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Unser Spidey bestimmt auch.


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Trailer

Der offiziele Launch-Trailer zu „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“.

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©Marvel | PlayStation

The Empty Man (2020)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„The Empty Man“ ist ein Horrorthriller von David Prior aus dem Jahr 2020.

Ursprünglich wurde die Geschichte zu „The Empty Man“ 2014 von Cullen Bunn in einer Graphic-Novel-Reihe veröffentlich. Im Jahr 2017 sicherte sich 20th Century Fox die Rechte an der Graphic-Novel-Reihe.

Der Kinostart in Deutschland sollte am 6. August 2020 erfolgen. In den USA kam es zu Startschwierigkeiten den Film in die Kinos zu bringen. Ursache hierfür war die COVID-19-Pandemie. Daraufhin wurde der US-Starttermin auf den 23. Oktober 2020 gelegt.[1]

Das Übernatürliche ist stets in „The Empty Man“ vorhanden. Was wir in der Redaktion von dem Horrorfilm mit dem paranormalen halten, verraten wir euch in unserer Kritik.

Genre: Horror, Thriller

Originaltitel: The Empty Man

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: 20th Century Fox | Disney

Regie: David Prior

Produktion: Stephen Christy, Ross Ritchie

Musik: Christopher Young, Brian Williams

Länge: 137 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Kinostart: 06.08.2020 (Deutschland)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 30.08.2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

1, 2, 3 – der Empty Man kommt vorbei

Nachdem die ersten Minuten über den Bildschirm gelaufen sind, versetzt es uns direkt an einen neuen Schauplatz mit neuen Protagonisten. Eine junge Frau wird vermisst. Der ehemalige Polizist James Lasombra (James Badge Dale) wird von einer alten Freundin gebeten, ihr bei der Suche nach ihrer vermissten Tochter Amanda zu helfen.

James ist schon länger nicht mehr im öffentlichen Dienst, kann seiner alten Freundin jedoch die Bitte nicht abschlagen. Der ehemalige Polizist begibt sich auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.

Im Laufe seiner Ermittlungen erfährt er, dass Amanda sich kurz vor ihrem verschwinden um Mitternacht mit ihren Freunden auf einer Brücke getroffen habe, um den „Empty Man“ zu beschwören. Die Beschwörung sollte eine Mutprobe sein – die Jugendlichen ahnen nicht das hinter der Legende vom „Empty Man“ doch viel mehr steckt als gedacht. James glaubt nicht an das Übernatürliche, stellt jedoch schnell fest, dass es kurz nach der Beschwörung  zu mehreren unnatürlichen Todesfällen in der Stadt gekommen ist. An den Tatorten findet sich stets dieselbe Botschaft: „The Empty Man made me do it.“


An mehreren Tatorten findet sich ein und dieselbe Botschaft.

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Der Supranaturalismus

Verschlungen im Streifen des Horrors, verbindet „The Empty Man“ Okkultismus und das Paranormale.

Die Bausteine der übernatürlichen Handlung werden gut aneinander gelegt. Spannungsvoll und inquisitiv werden wir direkt in den ersten Szenen in die Berge geführt, wo wir zwei wandernde Pärchen kennenlernen sollen. Das dieser Trip nicht schön enden wird, ist voraus zu ahnen. Bereits nach einer kurzen Laufzeit fühlt es sich verstörend an der Handlung weiter zu folgen.

Wir empfinden Grusel und Furcht vor dem Unbekannten. Das was wir nicht kennen und nicht sehen können, bereitet der menschlichen Psyche Angst und Schrecken.

Beim Start macht „The Empty Man“ alles richtig. Die Schockmomente wurden gezielt und passend gewählt, sodass es nicht den Anschein erweckt, die Horrorszenen wurden plump aneinander gereiht.


Hier entdecken die Wanderer in einer Höhle etwas furchteinflößendes.

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Schlangenpfad der Höhen und Tiefen

Auch wenn der Film anfangs grandios begonnen hat, verliert sich die Handlung ein wenig im Strang des Chaos
wieder- es folgen nicht rationale Handlungen.

Letztendlich konnten wir die fehlenden Puzzleteile fast Stück für Stück zusammen fügen. Am Ende fehlen uns dennoch die letzten Teile. Die Story führt uns nämlich ins Dunkle. Ab der Hälfte der Geschichte bemerken wir schlussendlich, dass wir weiterhin viele offene Fragen haben.

Es wird ausgesprochen konfus und wir fragen uns kontinuierlich – wohin soll uns die Handlung nun führen? Wir müssen fast bis zum Schluss abwarten, bis die Erzählung wieder etwas Fahrt aufnimmt. Wenn wir die Spannungskurve bewerten müssten, dann würden wir sie wie einen Schlangenpfad auf hohen Bergen beschreiben. Es gibt Höhen und Tiefen – zum Finale hin sind wir am Ziel angelangt und dieses scheint der Berggipfel zu sein.


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Fazit – Horrorstreifen mit Stärke für mehr

„The Empty Man“ hat sehr viel Potenzial verschossen, was wir zu tiefst schade finden. Die Handlung hätte uns von der ersten Szene an bis zum Schluss am Stück mitreisen sollen – dass wir uns verloren haben, ab einem Punkt der Geschichte ist leider nicht wegzudenken. Was können wir nun mitnehmen? Konnte der Film uns denn dennoch überzeugen? JA!

Auch wenn wir zur Mitte hin holprig unterwegs waren und der Weg steinig war, konnte das Finale dies voll und ganz kompensieren und uns im gesamten einen mehr als durchschnittlichen Horrorstreifen bieten, den wir weiterhin empfehlen möchten und hoffen euch mit diesem „Geheimtipp“ eine neue Perle vorstellen zu können. Für uns erhält der Film dennoch nur 7/10 Punkte – aufgrund der genannten zähen Stelle, welche sich fast gummihaft an unsere Sohle heftet, während wir unseren abentuerlichen Weg des Horrors bestreiten. Im Endeffekt wird es für Cineasten des Gruselgenres nicht ganz für eine Horror-Bombe reichen – eine mega Explosion fehlt, jedoch zeigt uns der Film wie man neues mit altbekannten verbinden kann. Wie sagt man so schön „Never change a running system“. Warum etwas ändern, was meistens sehr gut funktioniert?

Also seid vorsichtig wenn ihr auf einer einsamen Brücke steht und ihr das Gefühl habt hinter euch lauert der „Empty Man“, denn er könnte euch als nächstes im Visier haben – fliehen ist dann ausweglos.


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Was haltet Ihr von dem Horrorthriller? Teilt eure Gedanken zu „The Empty Man“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und denkt immer dran, der Empty Man findet dich.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „The Empty Man“.

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©Disney|20th Century Fox

Clickbait (2021)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„Clickbait“ ist eine Netflix-Serie aus dem Jahre 2021, die mit der koreanischen Serie „Squid Game“ zu den Top Serien in diesem Jahr zählen soll.

Als Mini-Serie ausgelegt, beinhaltet die Serie 8 Episoden voll gepackt mit Thriller-Elementen vom feinsten. Die Serie setzt sich auseinander mit den Problemen der sozialen Medien.

Wir zeigen Euch in unserer Kritik, was wir vom Netflix-Hype „Clickbait“ halten.

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Genre: Thriller, Drama

Originaltitel: Clickbait

Produktionsland: Australien, USA

Produktionsfirma: Netflix | Matchbox Pictures | Tony Ayres Productions |  Heydey Television | NBC Universal

Regie: Brad Anderson

Drehbuch: Christian White

Produktion: Tony Ayres | Christian White

Musik: Cornel Wilczek

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2021), Staffel 02 in Planung[1]

Länge: ca. 42-52 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 12 (lt. Netflix) (Stand: 26.11.2021)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 26.11.2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Wenn der „Webköder“ ausgeworfen wird

Die Serie „Clickbait“ möchte uns zeigen, welche Kritik wir an uns selbst haben sollten und lockt uns schon allein mit dem Titel an, einen Blick in die neue Netflix-Produktion aus dem Jahr 2021 zu werfen.

Doch um was geht es in der Thriller-Serie „Clickbait“?

Die Handlung dreht sich um Nick Brewer (Adrian Grenier), einem Familienvater, Ehemann und Bruder der eines Tages spurlos verschwindet und in einem Online-Video in den Sozialen Medien zu sehen ist.

Das Video zeigt Nick, hilflos, alleine, mit einem Plakat in den Händen auf dem steht, dass wenn dieses Video 5 Millionen Aufrufe erhält, Nick sterben wird. Wer steckt hinter der Entführung von Nick? Und was wird passieren wenn die Zuschauer sein Video wirklich 5 Millionen mal aufgerufen haben? Und warum wurde genau Nick das Opfer dieses Verbrechens? Seine Familie versucht dem Entführer auf die Spur zu kommen um Nicks Leben zu retten.


Nick Brewer hat nur wenig Zeit um zu überleben

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©Netflix

Kontrovers oder gerechtfertigt?

Der Produzent „Tony Ayres“ möchte uns schon in der ersten Episode auf die Probe stellen und uns zeigen, welche kritische Meinung wir über Soziale Medien haben müssen. Die Handlung signalisiert uns fortlaufend, wie sehr wir die Gesellschaft mit ihren Aktionen in den Sozialen Medien kritisieren sollten.

Die Handlung wechselt abwechselnd zwischen schockierenden Momenten und einem „OMG-Effekt“ und kritisiert das sofort Sekunden später –  denn im nächsten Moment, zeigt die Geschichte uns wieder, dass das Verhalten durch das Internet nicht negativ zu bewerten ist. Somit lobt Ayres sozusagen das, was er wenige Momente zuvor kritisiert hat und setzt uns dadurch immer mal wieder einen Spiegel vor.

Das klingt alles etwas konfus, wir erklären es euch in einem Beispiel (spoilerfrei): Während Nick in diesem Internet-Video mit blutigem Gesicht gezeigt wird und wir kontinunierlich zuschauen können, wie die Aufrufzahl dieses Videos konstant ansteigt,  möchte uns die Serie dramatisch zeigen, was vor allem das Internet in der heutigen Zeit bewirken kann. In der Zwischenzeit versucht seine Familie herauszufinden, wer hinter der ganzen Sache steckt und wie bewirken sie das? – Ganz klar, u.a. durch die Hilfe der Sozialen Medien.

Ist diese Darstellung in der Serie nun kontrovers zu diskutieren oder durchaus gerechtfertig anzusehen? Was denkt ihr?


Nicks Schwester Pia Brewer (Zoe Kazan) versucht zusammen mit Nicks Ehefrau Sophie Brewer (Betty Gabriel) Informationen für Nicks Verschwinden zu sammeln.

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©Netflix

Das große Finale

Während wir als Zuschauer mitfiebern und den Horror der Brewers verfolgen, hält uns die Serie mit ihrer Handlung fast immer am Haken. Mit ihren nur insgesamt acht Epsioden besitzt die Story der Brewers viele Nebengeschichten. Es gibt sehr viele Verknüpfungen zu Nick, sprich wir lernen immer mal wieder neue Gesichter kennen, die mit dem Verschwinden von Nick Brewer zu tun haben sollen. Das macht die Handlung sehr abwechslungsreich.

Während wir uns dem Finale nähern, versucht „Clickbait“ uns schon zu verraten wie das auszusehen mag. Als Zuschauer soll man denken, allwissend zu sein – und doch stehen wir am Ende  geschockt und verwirrt da.

Das Finale von „Clickbait“ wurde in den Sozialen Medien sehr heiß disukutiert, während einige das Ende grandios fanden, zeigen andere Kommentare der Zuschauer genau das Gegenteil. Die Meinungen spalten sich. [2]

Wir können Euch nicht mehr dazu erzählen, auf jeden Fall beinhaltet „Clickbait“ mit ihren wenigen Episoden bis hin zum Finale eine achterbahnfahrt der Emotionen. Wir waren schon lange bei keiner Serie so schockiert vom Ende wie hier – denn immer wieder kommt es zu neuen Twists und das lässt uns als Zuschauer fassungslos zurück. Die unvorhersehbare Handlung hat uns sehr gut gefallen, jedoch sind wir vom Finale allgemein nicht sehr überzeugt. Zeigt uns die Serie doch acht Episoden lang immer wieder die Realität im Jahre 2021, versinkt der Realismus am Ende etwas im Boden.


Detektiv Zach De Luca (Steve Mouzakis) arbeitet Tag und Nacht an Nick Brewers Fall

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Fazit – düsterer Internet-Thriller

Bei viel Lob mussten wir auch etwas Kritik hinterlassen. Wir können Euch die neue Serie aus dem Hause Netflix dennoch wärmstens zum „Binge-Watching“ empfehlen.

Zur schauspielerischen Leistung haben wir bisher nichts erzählt, können hier jedoch kurz anmerken, dass diese hervorragend ist. Adrian Grenier, der vor allem aus der Serie „Entourage“ bekannt ist, spielt seinen Charakter als liebevoller Ehemann und Vater überzeugend gut und auch der Rest des Casts wirkt grandios in ihrer Rolle.

Falls wir euer Interesse wecken konnten oder euch sogar hiermit einen „Webköder“ auswerfen konnten, hoffen wir das ihr angebissen habt. „Clickbait“ gehört 2021 nicht zu den besten Serien des Jahres, kann jedoch v.a. durch die Darstellung der Thematik des 21.Jahrhunderts, in der Top-Liga der TV-Shows mit spielen.


Sophie und Nick Brewer als glückliches Ehepaar

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Trailer


Was haltet Ihr von der Serie? Teilt eure Gedanken zu „Clickbait“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen.


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©Netflix