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Grafikdesignerin, Autorin

Malignant (2021)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Im Jahr 2021 bringt der bekannte Horrorregisseur James Wan mehrere neue Werke heraus. Eines davon mit dem Titel „Malignant“.

Der Film erhielt durchaus positive Kritiken. Wan weiß es seine Zuschauer zu begeistern. Nach dem Erfolg von „Conjuring 3: Im Bann des Dämons“ versetzt es uns in eine kleine Stadt und  den mysteriösen Ereignissen rund um die junge Madison.

Was wir bei derofa von dem neuen Gruselwerk halten, erfahrt ihr in unserer Kritik.

Genre: Horror

Originaltitel: Malignant

Produktionsland: USA

Produktionsfirma:  Atomic Monster/Boom Ent./Boom! Studios/New Line Cinema/Starlight Culture Ent./ Warner Bros. Entertainment

Regie: James Wan

Drehbuch: James Wan, Akela Cooper, Ingrid Bisu

Produktion: James Wan, Michael Clear

Musik: Joseph Bishara

Länge: ca. 151 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 2. September 2021 (Kinostart Deutschland)

Ähnliche Titel: Conjuring 1, Conjuring 2, Conjuring 3, The Nun, Annabelle

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 18.01.2022

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

Meisterregisseur James Wan ist zurück

Es geht wieder los! Der beliebte Horrorregisseur der Conjuring-Reihe James Wan ist zurück! Mit dabei hat er ein ganz besonderes Werk entworfen, welches in dem Einheitsbrei diverser Horrorfilme durchaus heraus sticht.

Nicht einmal nach einem Jahr entspringt aus der Feder von Wan eine neue Gruselgeschichte. Im selben Jahr noch erschien nämlich der 3. Teil der Conjuring-Filme. Viel Zeit für Ideen blieb dazwischen nicht. Dennoch, wir sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Wenn Wan hinter der Kamera steht, kann nur ein absolut herausragendes Werk entstehen. Dieses Mal jedoch hat die Geschichte nichts mit dem Conjuring-Universum zu tun. Wir finden das ist auch gut so! Neue Abwechslung kann das Horrorgenre absolut gebrauchen.

So genug gelobt, lasst uns einen Blick in Geschichte vom neuen Gruselwerk „Malignant“ werfen.


Regisseure James Wan hinter der Kamera


James Wan weiß genau was er möchte und versucht dies im Film rüber zu bringen

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©Warner Bros. Entertainment

Eine Mixtur des Horrorgenres – verlassenes Haus, das Unbekannte, mysteriöse Mordfälle

Die junge Frau Madison (Annabelle  Wallis) möchte so gerne ein Kind. Sie hat bereits mehrere Fehlgeburten gehabt und ist sich dieses Mal jedoch sicher, dass die neue Schwangerschaft komplikationslos sein wird.

Madison lebt mit ihrem Ehemann in einem verlassenen Haus. Die Frau muss sich durch stressige Situation wie Arbeitsstress sowie Beziehungsstress kämpfen. Noch dazu lebt sie mit einem agressiven gewalttätigen Mann zusammen.

Eines Tages kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden bei dem Madison verletzt wird.  Kurze Zeit darauf kommt es zu einem tragischen Verbrechen in ihrem Haus und ihr Ehemann kommt ums Leben. Madison ist nun fast ganz auf sich allein gestellt und erhält nur die Unterstützung ihrer Schwester Sydney (Maddie Hasson). Nach dem Vorfall ist die junge Frau Madison sehr verängstigt und fühlt sich verfolgt. Etwas oder jemand ist hinter ihr her. Madison versucht mit aller Kraft herauszufinden was es auf sich hat.

Währenddessen kommt es in der Stadt zu unerklärlichen Mordfällen. Madison wird nun auch eine Verdächtige in dem Ermittlungsfall der Polizei. Detective Kekoa Shaw (George Young) sowie Detective Regina Moss (Michole Briana White) ermitteln standhaft weiter.


Madison wurde beim Streit mit ihrem Mann verletzt. Was passiert in ihrem Haus?

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©Warner Bros. Entertainment

Künstlerisch wertvolle Innovationen

Abwechslungsreiche Handlung

„Malignant“ heißt auch übersetzt „bösartig, heimtückisch“. Dieser Titel präsentiert uns mit dem Namen schon viel Inhalt und zeigt, dass er gerade damit perfekt für die bestehende Geschichte ist.

Im neuen Werk von Wan kommt selbst ein „Nicht-Horror-Fan“ auf seine Kosten. Die Handlung bietet sehr viel Abwechslung und springt nicht stupide von einer Szene zur anderen. Die Story hinter dem Unbekannten, dem Unerklärlichen macht den Film zu einer Spannungsfahrt in der Achterbahn.

Der Regisseur versucht schon allein in den ersten 30 Minuten zu beweisen, dass das gesamte Paket in einem Film ein wichtiger Bestandteil eines guten Filmes ist. Die Handlung punktet insbesondere dadurch, dass man als Zuschauer lange nicht weiß, was es auf sich hat. Dies wurde bewusst von Wan so gewählt und macht die Geschichte somit zum Karussel der Verwirrung, welches uns konstant auf Trab hält und uns jedoch zu keiner Zeit langweilt.


Madison erklärt ihrer Schwester Sydney das im Haus etwas nicht stimmt.

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©Warner Bros. Entertainment

Die Kunst hinter dem Objektiv

Typische Horrorklischees werden auch in „Malignant“ nicht unbenutzt gelassen, jedoch weiß Wan durchaus richtig damit umzugehen. Wenn man an die vorausgegangen Werke des Regisserus denkt (Conjuring, Annabelle, The Nun) ist uns seine Filmkunst bereits bekannt. In seinen Filmen liegt vor allem die Stärke in den Handlungen sowie den Darstellungen der Horrorkunst. Wan weiß es den Zuschauer zu verblüffen und ihm keine 0815-Kost auf den Teller zu werfen.

Neben der gut erzählten Handlung, bietet „Malignant“ auch eine überaus hervorragende Kameraführung. In den Szenen werden öfter mal verschiedenste Blickwinkel gezeigt, die wir so bisher in keinem Film gesehen haben. Wir konnten damit auch diverse Anspielungen erkennen. Bei der Kameraführung mit dem Blick auf das „Horrorhaus“ wird uns eines bewusst – dieses Stilmittel beinhaltet so viele Horrorklischees und Anspielungen auf Horrorfilmklassiker. Nur durch eine Kameradarstellung erinnert es uns an Filme wie „Der Exorzist“ (1973), oder „Amityville Horror – Eine wahre Geschichte“ (2005).


Die junge Madison durchlebt ihren eigenen Albtraum.

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©Warner Bros. Entertainment

Fazit – Genau das Richtige

James Wan macht alles richtig. Nach „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021) händigt uns der Meisterregisseur des Horros abermals eine Horrorperle aus, die uns mehr als überzeugt hat! Für eine glatte 10/10 hat es jedoch nicht gereicht. Wir müssen zugeben, für einen perfekten Film hat hier und da noch etwas kleines gefehlt.

Nichtsdestotrotz bietet uns „Malignant“ einen verstörenden Trip durch Horrorszenarien wie sie im Buche stehen – oder auch nicht? Denn James Wans neuestes Werkt zeigt uns, dass es immer noch Horrorfilme gibt, die uns stark überraschen können und dessen Handlung nicht immer nur vorhersehbar sein muss.

Wenn ihr einen Horrortip von der derofa-Redaktion erhalten möchtet, dann bekommt ihr mit „Malignant“ hiermit genau diesen. Macht es euch gemütlich, versetzt euch in die starke und dichte Atmosphäre von Malignant und erlebt eure eigene Fahrt im Karussel der Verwirrungen.


Madie fürchtet sich alleine Zuhause

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©Warner Bros. Entertainment

Was haltet Ihr von James Wans neuen Versuch euch das Gruseln zu lehren? Teilt eure Gedanken zu „Malignant“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere unsichtbaren Begleiter sicher auch.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Malignant“.

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©Warner Bros. Entertainment

Marvel’s Spider-Man: Miles Morales (2020)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Spielenswert

Passend zum Verkaufsstart der PlayStation 5 brachte uns Insomniac Games einen Nachfolger zu „Marvel’s Spider-Man“ heraus.

Ihr schlüpft erneut in die Rolle von Spidey in der fiktiven winterlichen Marvel Stadt.

Inhaltlich setzt die Handlung hier genau an seinen Vorgänger an. Wer somit bereits in das Spider-Kostüm schlüpfen konnte, der wird umso mehr Freude mit diesem neuen Titel haben.

Was wir in der Redaktion von der Fortsetzung und dem neu maskierten Spinnenmann halten, erfahrt ihr in unserer Kritik.

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Genre: Action-Adventure, Open-World

Originaltitel: Marvel’s Spider-Man: Miles Morales

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio/Publisher: Insomniac Games / Sony Interactive Entertainment

Musik: John Paesano

Spielmodus: Einzelspieler

DLC: bisher keiner bekannt

Spielzeit:

Hauptspiel: ca. 10–12 Stunden (Story), ca. 15 Stunden (100%)

Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5

Altersfreigabe: USK 12

Universum: Marvel

Vorgänger: Marvel’s Spider-Man (2018)

Ähnliche Titel: Marvels Guardians of the Galaxy (2021), Assassins Creed Valhalla (2020)

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 5

Autor: Melissa

Verfasst am: 08.01.2022

Lesezeit: ca. 5 Minuten (Direkt zum Fazit)

Spider-Man in neuer Optik

Im Jahr 2018 erschien ein neues Spider-Man Videospiel für die PlayStation 4. Das Videospiel erhielt überaus gute Kritiken. Den meisten ist dieser Titel beretis bekannt. Falls ihr das Videospiel jedoch noch nicht kennt, werft einen Blick in unsere Kritik zu „Marvel’s Spider-Man“ auf derofa.de.

Das die Entwickler erneut ein Videospiel in petto haben, sieht man zwei Jahre später. Da entscheid sich das Entwicklerstudio Insomniac Games & Sony Interactive Entertainment für eine Fortsetzung zu dem Videospiel „Marvel’s Spider-Man“. Mit dem Titel „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ versetzt es uns wieder zurück in die fiktive Marvel-Version der Stadt New-York. Die Handlung setzt exakt an seinen Vorgänger an, jedoch mit einem großen Unterschied: Ihr steuert dieses mal nicht unseren alten Freund Peter Parker sondern seinen „Lehrling“ Miles Morales. Sein Charakter wurde bereits im Videospiel 2018 das erste mal vorgestellt.

Ihr schlüpft damit in die Fußstapfen von Peter Parker und seid ab sofort „der neue Spidey“. Zudem spielt die Handlung im Winter und präsentiert euch eine schöne  Weihnachtsatmosphäre.


Erneut schwingt ihr euch als Spider-Man durch die Häuser New-Yorks

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©Marvel

Das Böse schläft nie

Im neuesten Abenteuer unseres maskierten Helden in „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ dreht sich alles um den 17-jährigen Miles Morales.

Ihr durchlebt mit Miles einen Teil seiner Teenager-Zeit und erforscht wie es sich neben dem großen Spider-Man als neuer Held durch die Lüfte New-Yorks schwingen lässt. Peter Parker spielt in dieser Marvel-Fortsetzung nur eine bedingt große Rolle. Diverse Charaktere treffen auf unseren jungen Miles und fordern ihm einiges an Kraft ab.

Während Miles sich gerade an seine neu gewonnenen Spinnenkräfte gewöhnt hat, droht eine finstere Macht sein neues Zuhause zu vernichten.

Dem jungen Spidey wird bewusst, dass er durch den Spinnenbiss nun eine große Verantwortung trägt. Er muss die Bürger New-Yorks beschützen und lernt im Verlauf der Handlung seine eigenen  Feinde kennen. Um Marvels New York zu retten, muss er mutig sein und sich genauso wie der alte Spider-Man seinen Gegnern stellen – ihr schlüpft somit in die Fußstapfen seines Mentors Peter Parker. Dann heißt es Anzug an, hier kommt Spider-Man!


Miles und Peter auf den Dächern von New York

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©Marvel

Neues oder altbekanntes Gameplay

Im neuen Spidey-Abenteuer können wir uns durch die Häuser New-Yorks schwingen, neue Fähigkeiten erhalten und damit Bösewichte vermöbeln. Das Videospiel spielt sich wieder in einer Open-World in denen ihr Hauptmissionen, Nebenmissionen und Herausforderungen, sowie sammelbare Gegenstände einsammeln könnt – ganz im alten Stil seines Vorgängers.

Die Spielmechanik ist die selbe. Das Kampfsystem ist konform und keine Überraschung . Die einzige Neuerung die uns sofort aufgefallen ist, ist das noch flüssigere Gameplay im Vergleich zu seinem Vorgänger. Dies liegt jedoch vor allem auch an der Next-Gen-Konsole. Wir haben das Videospiel in unsere PlayStation 5 eingelegt und drauf los gezockt. Grafisch wurde hier nichts falsch gemacht. Die schöne winterliche Stadt New-Yorks versetzt uns gut in Weihnachtsstimmung – da zieht auch mal Spidey seine Weihnachtsmütze auf.

Never change a running system – sagt man doch so schön. Was bei „Marvel’s Spider-Man“ so gut funktionierte, klappt hier ebenso – warum dann etwas ändern? Oder wäre eine Neuerung von Vorteil gewesen?

Wir können an dem Videospiel nichts neues bemängeln, eher die selben kleinen Kritikpunkte angeben, die wir auch bei seinem Vorgänger gehabt haben. Wir möchten hier auch nicht zu tief ins Detail gehen. Zu den kleinen Mängeln könnt ihr euch in der Kritik zu „Marvel’s Spider-Man“ belesen.

Kurz gesagt: Bei Miles Morales wirkt das Spielsystem sehr einfach, fast stupide. Die Handlung präsentiert uns keine Hollywood-Bombe. Unser maskierter Held trifft auf seine Feinde – die Menscheit wird bedroht. Nur Spider-Man kann den Bürgern New-Yorks helfen. Klingt alles seeeehr bekannt – es bleibt auch hier also alles beim Alten.

Die Geschichte befasst sich auch mit der Rassismus-Thematik. Die schwarze Community wird hier sehr häufig erwähnt, was wohl der Ethnie des jungen Miles zu schulden ist. Mit Zeichen wie „Black Lives Matters“ wird dies u.a. betont.

Peter Parkers Fähigkeiten die ihr damals schon erlernen konntet, besitzt der junge Miles bereits von Spielbeginn an. Wenn ihr genug Fähigkeitspunkte gesammelt habt, könnt ihr nun stattdessen neue erlernen, die sog. „Venom-Fähigkeiten“. Diese sind enorm starke Angriffe die euren gelben Balken, den sog. „Venom-Balken“ aufbraucht. Wir empfinden das sich fast jeder Kampf durch diese neue Eignung von Miles sehr leicht bestreiten lässt.

Schön ist auch zu sehen das die Entwickler dem Spieler erneut die Option erlassen haben, verschiedenste Kostüme für die nette Spinne aus der Nachbarschaft zu sammeln und im Spielverlauf immer mal wieder wechseln zu können. Das bringt doch wieder Freude auf!


Ein kleiner Einblick in die neuen Kostüme von Spider-Man Miles Morales

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©Marvel

Fazit – Schönes Spidey-Versum

Wir haben unseren Spaß gehabt. Erneut konnten wir in das Spinnenkostüm schlüpfen. Miles Geschichte soll natürlich eine andere als die von Peter sein und das könnte dem einen oder anderen etwas widerstreben. Zudem ist Peters Spider-Man-Version  wohl für die meisten der einzig wahre Spidey. Dennoch, Miles Morales macht seine Arbeit gut, auch wenn wir seine Naivität öfter mal als nervig empfunden haben.

Das Gameplay macht nichts falsch, denn es macht aber auch nichts wirklich neu. Die grafische Darstellung ist grandios vor allem auf der PlayStation 5. Einziges Manko ist die kurze Spielzeit. Denn diese beträgt gerader mal ca. 10 Stunden. Die Option das Spiel erneut zu starten und den „Neues Spiel + “ Modus zu wählen, gibt nach dem erstmaligen Durchspielen keinen Anreiz dazu.

Nichtsdestotrotz ist Miles Version des Spinnen-Helden  durchaus spielenswert und sollte nicht als schlechte Fortsetzung anzusehen sein. Insomniac Games ist bei altbekanntem geblieben und präsentiert uns somit abermals ein schönes Videospiel im Spidey-Versum. Dann heißt es dieses mal wieder: Abwarten was für ein spinnenhaltiges Abenteuer uns als nächstes erwartet wird.


Durch große Macht folgt große Verantwortung.

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©Marvel

Was haltet Ihr von dem neuen Spider-Man?  Teilt eure Gedanken zu „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Unser Spidey bestimmt auch.


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©Marvel

Trailer

Der offiziele Launch-Trailer zu „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“.

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©Marvel | PlayStation

The Empty Man (2020)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„The Empty Man“ ist ein Horrorthriller von David Prior aus dem Jahr 2020.

Ursprünglich wurde die Geschichte zu „The Empty Man“ 2014 von Cullen Bunn in einer Graphic-Novel-Reihe veröffentlich. Im Jahr 2017 sicherte sich 20th Century Fox die Rechte an der Graphic-Novel-Reihe.

Der Kinostart in Deutschland sollte am 6. August 2020 erfolgen. In den USA kam es zu Startschwierigkeiten den Film in die Kinos zu bringen. Ursache hierfür war die COVID-19-Pandemie. Daraufhin wurde der US-Starttermin auf den 23. Oktober 2020 gelegt.[1]

Das Übernatürliche ist stets in „The Empty Man“ vorhanden. Was wir in der Redaktion von dem Horrorfilm mit dem paranormalen halten, verraten wir euch in unserer Kritik.

Genre: Horror, Thriller

Originaltitel: The Empty Man

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: 20th Century Fox | Disney

Regie: David Prior

Produktion: Stephen Christy, Ross Ritchie

Musik: Christopher Young, Brian Williams

Länge: 137 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Kinostart: 06.08.2020 (Deutschland)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 30.08.2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

1, 2, 3 – der Empty Man kommt vorbei

Nachdem die ersten Minuten über den Bildschirm gelaufen sind, versetzt es uns direkt an einen neuen Schauplatz mit neuen Protagonisten. Eine junge Frau wird vermisst. Der ehemalige Polizist James Lasombra (James Badge Dale) wird von einer alten Freundin gebeten, ihr bei der Suche nach ihrer vermissten Tochter Amanda zu helfen.

James ist schon länger nicht mehr im öffentlichen Dienst, kann seiner alten Freundin jedoch die Bitte nicht abschlagen. Der ehemalige Polizist begibt sich auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.

Im Laufe seiner Ermittlungen erfährt er, dass Amanda sich kurz vor ihrem verschwinden um Mitternacht mit ihren Freunden auf einer Brücke getroffen habe, um den „Empty Man“ zu beschwören. Die Beschwörung sollte eine Mutprobe sein – die Jugendlichen ahnen nicht das hinter der Legende vom „Empty Man“ doch viel mehr steckt als gedacht. James glaubt nicht an das Übernatürliche, stellt jedoch schnell fest, dass es kurz nach der Beschwörung  zu mehreren unnatürlichen Todesfällen in der Stadt gekommen ist. An den Tatorten findet sich stets dieselbe Botschaft: „The Empty Man made me do it.“


An mehreren Tatorten findet sich ein und dieselbe Botschaft.

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©Disney

Der Supranaturalismus

Verschlungen im Streifen des Horrors, verbindet „The Empty Man“ Okkultismus und das Paranormale.

Die Bausteine der übernatürlichen Handlung werden gut aneinander gelegt. Spannungsvoll und inquisitiv werden wir direkt in den ersten Szenen in die Berge geführt, wo wir zwei wandernde Pärchen kennenlernen sollen. Das dieser Trip nicht schön enden wird, ist voraus zu ahnen. Bereits nach einer kurzen Laufzeit fühlt es sich verstörend an der Handlung weiter zu folgen.

Wir empfinden Grusel und Furcht vor dem Unbekannten. Das was wir nicht kennen und nicht sehen können, bereitet der menschlichen Psyche Angst und Schrecken.

Beim Start macht „The Empty Man“ alles richtig. Die Schockmomente wurden gezielt und passend gewählt, sodass es nicht den Anschein erweckt, die Horrorszenen wurden plump aneinander gereiht.


Hier entdecken die Wanderer in einer Höhle etwas furchteinflößendes.

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©Disney

Schlangenpfad der Höhen und Tiefen

Auch wenn der Film anfangs grandios begonnen hat, verliert sich die Handlung ein wenig im Strang des Chaos
wieder- es folgen nicht rationale Handlungen.

Letztendlich konnten wir die fehlenden Puzzleteile fast Stück für Stück zusammen fügen. Am Ende fehlen uns dennoch die letzten Teile. Die Story führt uns nämlich ins Dunkle. Ab der Hälfte der Geschichte bemerken wir schlussendlich, dass wir weiterhin viele offene Fragen haben.

Es wird ausgesprochen konfus und wir fragen uns kontinuierlich – wohin soll uns die Handlung nun führen? Wir müssen fast bis zum Schluss abwarten, bis die Erzählung wieder etwas Fahrt aufnimmt. Wenn wir die Spannungskurve bewerten müssten, dann würden wir sie wie einen Schlangenpfad auf hohen Bergen beschreiben. Es gibt Höhen und Tiefen – zum Finale hin sind wir am Ziel angelangt und dieses scheint der Berggipfel zu sein.


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©Disney

Fazit – Horrorstreifen mit Stärke für mehr

„The Empty Man“ hat sehr viel Potenzial verschossen, was wir zu tiefst schade finden. Die Handlung hätte uns von der ersten Szene an bis zum Schluss am Stück mitreisen sollen – dass wir uns verloren haben, ab einem Punkt der Geschichte ist leider nicht wegzudenken. Was können wir nun mitnehmen? Konnte der Film uns denn dennoch überzeugen? JA!

Auch wenn wir zur Mitte hin holprig unterwegs waren und der Weg steinig war, konnte das Finale dies voll und ganz kompensieren und uns im gesamten einen mehr als durchschnittlichen Horrorstreifen bieten, den wir weiterhin empfehlen möchten und hoffen euch mit diesem „Geheimtipp“ eine neue Perle vorstellen zu können. Für uns erhält der Film dennoch nur 7/10 Punkte – aufgrund der genannten zähen Stelle, welche sich fast gummihaft an unsere Sohle heftet, während wir unseren abentuerlichen Weg des Horrors bestreiten. Im Endeffekt wird es für Cineasten des Gruselgenres nicht ganz für eine Horror-Bombe reichen – eine mega Explosion fehlt, jedoch zeigt uns der Film wie man neues mit altbekannten verbinden kann. Wie sagt man so schön „Never change a running system“. Warum etwas ändern, was meistens sehr gut funktioniert?

Also seid vorsichtig wenn ihr auf einer einsamen Brücke steht und ihr das Gefühl habt hinter euch lauert der „Empty Man“, denn er könnte euch als nächstes im Visier haben – fliehen ist dann ausweglos.


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©Disney

Was haltet Ihr von dem Horrorthriller? Teilt eure Gedanken zu „The Empty Man“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und denkt immer dran, der Empty Man findet dich.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „The Empty Man“.

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©Disney|20th Century Fox

Clickbait (2021)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„Clickbait“ ist eine Netflix-Serie aus dem Jahre 2021, die mit der koreanischen Serie „Squid Game“ zu den Top Serien in diesem Jahr zählen soll.

Als Mini-Serie ausgelegt, beinhaltet die Serie 8 Episoden voll gepackt mit Thriller-Elementen vom feinsten. Die Serie setzt sich auseinander mit den Problemen der sozialen Medien.

Wir zeigen Euch in unserer Kritik, was wir vom Netflix-Hype „Clickbait“ halten.

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Genre: Thriller, Drama

Originaltitel: Clickbait

Produktionsland: Australien, USA

Produktionsfirma: Netflix | Matchbox Pictures | Tony Ayres Productions |  Heydey Television | NBC Universal

Regie: Brad Anderson

Drehbuch: Christian White

Produktion: Tony Ayres | Christian White

Musik: Cornel Wilczek

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2021), Staffel 02 in Planung[1]

Länge: ca. 42-52 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 12 (lt. Netflix) (Stand: 26.11.2021)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 26.11.2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Wenn der „Webköder“ ausgeworfen wird

Die Serie „Clickbait“ möchte uns zeigen, welche Kritik wir an uns selbst haben sollten und lockt uns schon allein mit dem Titel an, einen Blick in die neue Netflix-Produktion aus dem Jahr 2021 zu werfen.

Doch um was geht es in der Thriller-Serie „Clickbait“?

Die Handlung dreht sich um Nick Brewer (Adrian Grenier), einem Familienvater, Ehemann und Bruder der eines Tages spurlos verschwindet und in einem Online-Video in den Sozialen Medien zu sehen ist.

Das Video zeigt Nick, hilflos, alleine, mit einem Plakat in den Händen auf dem steht, dass wenn dieses Video 5 Millionen Aufrufe erhält, Nick sterben wird. Wer steckt hinter der Entführung von Nick? Und was wird passieren wenn die Zuschauer sein Video wirklich 5 Millionen mal aufgerufen haben? Und warum wurde genau Nick das Opfer dieses Verbrechens? Seine Familie versucht dem Entführer auf die Spur zu kommen um Nicks Leben zu retten.


Nick Brewer hat nur wenig Zeit um zu überleben

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©Netflix

Kontrovers oder gerechtfertigt?

Der Produzent „Tony Ayres“ möchte uns schon in der ersten Episode auf die Probe stellen und uns zeigen, welche kritische Meinung wir über Soziale Medien haben müssen. Die Handlung signalisiert uns fortlaufend, wie sehr wir die Gesellschaft mit ihren Aktionen in den Sozialen Medien kritisieren sollten.

Die Handlung wechselt abwechselnd zwischen schockierenden Momenten und einem „OMG-Effekt“ und kritisiert das sofort Sekunden später –  denn im nächsten Moment, zeigt die Geschichte uns wieder, dass das Verhalten durch das Internet nicht negativ zu bewerten ist. Somit lobt Ayres sozusagen das, was er wenige Momente zuvor kritisiert hat und setzt uns dadurch immer mal wieder einen Spiegel vor.

Das klingt alles etwas konfus, wir erklären es euch in einem Beispiel (spoilerfrei): Während Nick in diesem Internet-Video mit blutigem Gesicht gezeigt wird und wir kontinunierlich zuschauen können, wie die Aufrufzahl dieses Videos konstant ansteigt,  möchte uns die Serie dramatisch zeigen, was vor allem das Internet in der heutigen Zeit bewirken kann. In der Zwischenzeit versucht seine Familie herauszufinden, wer hinter der ganzen Sache steckt und wie bewirken sie das? – Ganz klar, u.a. durch die Hilfe der Sozialen Medien.

Ist diese Darstellung in der Serie nun kontrovers zu diskutieren oder durchaus gerechtfertig anzusehen? Was denkt ihr?


Nicks Schwester Pia Brewer (Zoe Kazan) versucht zusammen mit Nicks Ehefrau Sophie Brewer (Betty Gabriel) Informationen für Nicks Verschwinden zu sammeln.

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©Netflix

Das große Finale

Während wir als Zuschauer mitfiebern und den Horror der Brewers verfolgen, hält uns die Serie mit ihrer Handlung fast immer am Haken. Mit ihren nur insgesamt acht Epsioden besitzt die Story der Brewers viele Nebengeschichten. Es gibt sehr viele Verknüpfungen zu Nick, sprich wir lernen immer mal wieder neue Gesichter kennen, die mit dem Verschwinden von Nick Brewer zu tun haben sollen. Das macht die Handlung sehr abwechslungsreich.

Während wir uns dem Finale nähern, versucht „Clickbait“ uns schon zu verraten wie das auszusehen mag. Als Zuschauer soll man denken, allwissend zu sein – und doch stehen wir am Ende  geschockt und verwirrt da.

Das Finale von „Clickbait“ wurde in den Sozialen Medien sehr heiß disukutiert, während einige das Ende grandios fanden, zeigen andere Kommentare der Zuschauer genau das Gegenteil. Die Meinungen spalten sich. [2]

Wir können Euch nicht mehr dazu erzählen, auf jeden Fall beinhaltet „Clickbait“ mit ihren wenigen Episoden bis hin zum Finale eine achterbahnfahrt der Emotionen. Wir waren schon lange bei keiner Serie so schockiert vom Ende wie hier – denn immer wieder kommt es zu neuen Twists und das lässt uns als Zuschauer fassungslos zurück. Die unvorhersehbare Handlung hat uns sehr gut gefallen, jedoch sind wir vom Finale allgemein nicht sehr überzeugt. Zeigt uns die Serie doch acht Episoden lang immer wieder die Realität im Jahre 2021, versinkt der Realismus am Ende etwas im Boden.


Detektiv Zach De Luca (Steve Mouzakis) arbeitet Tag und Nacht an Nick Brewers Fall

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©Netflix

Fazit – düsterer Internet-Thriller

Bei viel Lob mussten wir auch etwas Kritik hinterlassen. Wir können Euch die neue Serie aus dem Hause Netflix dennoch wärmstens zum „Binge-Watching“ empfehlen.

Zur schauspielerischen Leistung haben wir bisher nichts erzählt, können hier jedoch kurz anmerken, dass diese hervorragend ist. Adrian Grenier, der vor allem aus der Serie „Entourage“ bekannt ist, spielt seinen Charakter als liebevoller Ehemann und Vater überzeugend gut und auch der Rest des Casts wirkt grandios in ihrer Rolle.

Falls wir euer Interesse wecken konnten oder euch sogar hiermit einen „Webköder“ auswerfen konnten, hoffen wir das ihr angebissen habt. „Clickbait“ gehört 2021 nicht zu den besten Serien des Jahres, kann jedoch v.a. durch die Darstellung der Thematik des 21.Jahrhunderts, in der Top-Liga der TV-Shows mit spielen.


Sophie und Nick Brewer als glückliches Ehepaar

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©Netflix

Trailer


Was haltet Ihr von der Serie? Teilt eure Gedanken zu „Clickbait“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen.


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©Netflix

Fear Street Trilogie (2021)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Die Filmtrilogie „Fear Street“ basiert auf den gleichnamigen Jugendbüchern von R.L.Stine und erzählt eine Teenie-Horrorgeschichte.

Was es mit den Filmen auf sich hat, erzählen wir euch in unseren Kritiken auf derofa.de.

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Genre: Horror

Originaltitel: Fear Street Part One | Fear Street Part Two | Fear Street Part Three

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: 20th Century Fox, Chernin Entertainment

Regie: Leigh Janiak

Produktion: Peter Chernin, Jenno Topping, David Ready

Musik: Marcus Trumpp, Marco Beltrami (Part One), Brandon Roberts (u.a. Part Two), Anna Dubruch (u.a. Part Three)

Länge: Part One: 107 Minuten |Part Two: 110 Minuten | Part Three: 114 Minuten

Altersfreigabe: FSK 18

Kinostart: keiner

Universum: Fear Street

Die Filmtrilogie

Bald steht uns erneut die gruseligste Zeit des Jahres bevor – Halloween! Passend dazu möchten wir euch zugleich drei neue Horrorfilme vorstellen und euch schon jetzt etwas Halloween-Flair zu kommen lassen.

Zunächst jedoch, möchten wir euch einige Hintergrundinformationen zu der Trilogie erzählen.

Am 2.Juli 2021 veröffentlichte die Streaming-Plattform Netflix die erste Geschichte „Fear Street – Teil 1: 1994“ einer  Gruselromanverfilmung. In wöchentlichen Abständen brachte Netflix seine Nachfolger „Fear Street – Teil 2: 1978“ und „Fear Street – Teil 3: 1666“ auf ihren Streaming-Dienst heraus.

Die Geschichten der Filme basieren auf den Horrorromanen des Autors  R.L. Stine. Vielleicht kommt euch der Name des Autors etwas bekannt? Habt ihr früher mal Horrorromane gelesen? – denn R.L. Stine ist der Autor der bekannten Kindergruselromane  „Gänsehaut“ aus dem Jahre 1992. Schon damals verfasste Stine insgesamt 100 Romane dieser Reihe. Bei „Fear Street“ wurden immerhin bisher 51 Bücher zu Blatt gebracht.[1]

Die Regisseurin Leigh Janiak erklärte in einem Interview, sie versuche mittels dieser Gruselgeschichten ein „MCU des Horrors“ aufzubauen.[2]


Kritik „Fear Street – Teil 1: 1994“ (2021)


Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 13.10.2021


Kleinstadt-Rivalitäten und gespenstische Ereignisse

Es versetzt uns in das Jahr 1994 in eine Kleinstadt der USA namens Shadyside. Seit Jahrzehnten kommt es zu unerklärlichen Mordfällen in Shadyside, in dem selbst die Polizei ratlos ist.

Immer wieder kommt es zu einer weiteren Mordserie. Die Stadt wird für ihre hohe Verbrecherkriminalität nicht sehr hoch angesehen, im Vergleich zu der Nachbarstadt Sunnyvale. Dort leben die Menschen in Frieden und Reichtum, denn in Sunnyvale haben die Bürger einen hohen Lebensstandart. Es kommt häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Shadyside- und Sunnyvale-Bewohnern.

Die Story hinter „Fear Street“ startet spannend und die Hauptprotagonisten werden uns direkt vorgestellt. Zum einen gibt es Deena (Kiana Madeira) die aus Shadyside kommt und auf der anderen Seite der Wohlhabenden ihre Ex-Freundin Sam (Olivia Scott-Welch). Die zwei jungen Frauen haben eine Vergangenheit zusammen, jedoch versucht Sam diese strickt vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Während wir den Liebeschaos der beiden verfolgen kommt es bereits zum ersten (weiteren) Mord in einem Einkaufszentrum. Unerklärliche Ereignisse tun sich daraufhin auf und die beiden verliebten und ihre Freunde versuchen nun alles, um dem Schrecken in Shadyside ein Ende zu setzen. Wir möchten euch nicht zu viel vorweg nehmen und lassen euch jetzt im dunkeln stehen.


Der maskierte Killer von Shadyside.

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©Netflix

Rasanter Handlungsstrang mit überzeugenden Darstellern

Ab der ersten Minute zieht uns die Geschichte in ihren Bann. Es werden uns häppchenweise mehr Informationen zugeworfen und wir fühlen uns wie erstarrt, denn die schaurigen Gestalten haben es in sich.

Zugegeben, die Handlung ist recht plump und einfach gestrickt. Jedoch bietet sie im Verlauf durchaus unerwartete Twists und einen Hauch von „Erfrischung“ nach dem wir uns in Horrorfilmen immer sehr sehnen. Vieles haben wir schon gesehen und Horrorveteranen erkennen die Gruselmomente bevor sie erscheinen. „Fear Street – Teil 1“ gibt uns dann doch etwas mehr Gruselflair und das nicht ohne. Die Schockmomente und das Aufeinandertreffen mit dem Killer sind brutal und erbarmungslos. Keines der Opfer wird verschont. „Fear Street“ präsentiert sich somit nicht als Jugendhorrorfilm sondern will ganz vorne bei den Großen mitspielen. Dies ist umso faszinierender, da die Handlung eigentlich für Jugendliche geschrieben wurde, jedoch die Verfilmung eher weniger für das junge Publikum gemacht ist.

Schauspielerisch zeigt uns der Horrorfilm durchaus eine gute Leistung. Die jungen Darsteller machen ihre Arbeit ausgezeichnet und überzeugend.

Mit dem ersten Start in die schaurige Handlung macht „Fear Street – Teil 1: 1994“ alles richtig.


Gemeinsamen machen sich die Freunde auf den Weg in den Wald von Shadyside und entdecken dort einen erschreckenden Fund.

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©Netflix

Fazit – Endlich wieder was zum gruseln

Wir wollen nicht lange um den heißen Brei reden und kommen direkt zum Punkt. Der erste Teil der Trilogie hat uns mit seiner gruseligen Atmosphäre, seinen diversen Horrorklischees, den authentischen Darstellern und den abscheulichen Wesen eine spannungsgeladene Fahrt durch all unsere Ängste gezeigt.

Auch wenn die Handlung auf uns manchmal etwas derb wirkt und wir es hier mit einem Teenie-Horrorfilm zu tun haben, kann „Fear Street“ durchaus im See der Horrorkünste schwimmen. Die Story erinnert uns immer mal wieder an Filme wie „Scream“ (1996) oder an „Freitag der 13.“ (1980) mit unserem maskieren Jason. „Fear Street“ ist schon fast eine Hommage an alte Horrorklassiker, weshalb es jeden Horrorliebhaber beim anschauen auch mal warm uns Herz werden kann.

Man sollte den Film auf gar keinen Fall unterschätzen, auch wenn die Story aus einem Jugendroman stammt. R.L. Stines hat schon damals spannende und furchteinflößende Geschichten geschrieben die unter die Haut gingen. Das Horrorfanherz kann auch hier nicht viel meckern und kommt mit der Handlung und Co. durchaus auf seine Kosten.

Ob uns die Nachfolger genauso gut gefallen haben, zeigen wir euch in unseren weiteren Kritiken. Viel Spaß beim gruseln!


Auf der Flucht vor dem Serienkiller.

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©Netflix

Offizieller US-Trailer zu „Fear Street – Teil 1: 1994“

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Der weiße Hai (1975)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Im Jahre 1975 brachte der Regisseur Steven Spielberg den ersten Film in die Kinos, der zum Kultstatus wurde und bis heute Action- bzw. Blockbusterfilme prägte.

Mit „Der weiße Hai“ (1975) entstand ein Werk, so künstlerisch wertvoll, sodass er auch im 21. Jahrhundert zu den am besten bewertetsten Filmen aller Zeiten gilt.

In dem Hollywood-Blockbuster dreht sich alles um den Kampf gegen den großen weißen Hai.

Habt ihr euch bereits an unseren Köder festgebissen und wollt wissen ob der kultige Film heutzutage noch sehenswert ist? Wie wir den Film empfanden, erfahrt ihr in unserer Kritik.

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Genre: Thriller

Originaltitel: Jaws

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures

Regie: Steven Spielberg

Produktion: David Brown, Richard D. Zanuck

Musik: John Williams

Länge: 124 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Kinostart: 18.12.1975 (Deutschland)

Universum: Der weiße Hai

Nachfolger: Der weiße Hai 2 (1978)

Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 17.07.2021

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

Kult der 70er Jahre

Mit dem Titel „Der weiße Hai“ verbinden wir heutzutage einen der bekanntesten Kultfilme der siebziger Jahre. Er war einer der ersten Filme des Hollywood Regisseur Steven Spielberg und gilt bis heute als wahrer Klassiker.

Wie schön ist es dem Soundtrack zu lauschen. Die musikalische Untermalung für „Der weiße Hai“ lässt Kinoliebhaber hellhörig werden. Der Soundtrack wurde nämlich von Star Wars-Komponist John Williams produziert und verleiht dem Film in jeder Szene die passende Dramaturgie.

Nicht umsonst wurde das Wasserepos mit dem Oscar für die beste Filmmusik ausgezeichnet. Wir verlieren uns ganz schnell auf hoher See, und fiebern mit, wenn es darum geht zu überleben.

Habt ihr Lust auf einen Vorgeschmack dann spitzt eure Ohren. Wir werfen euch ein Häppchen vor, bevor es weiter im Text geht.

Das Main-Theme von „Der weiße Hai“ von John Williams. (1975)

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Martin Brody (Roy Schneider) trifft hier das erste Mal auf den großen weißen Hai

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Handlung – Raubtier der Meere

Die Handlung spielt in den 70er Jahren im Badeort Amity, in einem Bundesstaat der USA. Überreste einer Leiche werden an den Strand gespült. Die Polizei von Amity vermutet einen Haiangriff.

Am Unabhängigkeitstag der USA, den 4.Juli 1975 kommt es zu weiteren Vorfällen. Trotz warnender Hinweise eines Haiangriffs wird die Badesaison in der amerikanischen Kleinstadt nicht eingestellt. Erst bis die Medien Wind vom Ereignis bekommen wird die Stadt aufmerksam. Der Polizeichef Martin Brody (Roy Schneider) und der Meeresbiologie Matt Hooper (Richard Dreyfuss) haben Kontakt mit dem Haifischjäger Quint (Robert Shaw) aufgenommen. Nach den ersten Haiangriffen hat Quint dem Bürgermeister ein Angebot unterbreitet. Für eine Prämie in Höhe von 10.000 Dollar erklärt er sich bereit, den Haifisch zu erledigen. Der Bürgermeister hat dies zunächst abgelehnt, doch im Verlauf seine Meinung geändert. Es kommt schließlich abermals zu Haiangriffen am sommerlichen Badeort und der Bürgermeister entschließt sich dadurch, den Haifischjäger zu verpflichten.

Es heißt nun: Packt eure sachen und ab aufs Schiff! Die sogenannte „Orca“ dient hier als schwimmendes Zuhause für die Crew. Brody, Hooper und Quint haben sich das Ziel gesetzt, einen ca. acht Meter großen Haifisch zu erledigen. Der Fischjäger Quint ist sich ziemlich sicher diese Aufgabe mit Klacks zu meistern, wohingegen sich die anderen beiden auf dem kleinen Schiff ziemlich schutzlos fühlen. Sobald es zum ersten Angriff des mächtigen Tieres kommt, wird ihnen schnell klar –  der Hai wird es ihnen nicht einfach machen.


Es wird holprig wenn der weiße Hai die Orca attackiert

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Wenn Klassik zur Kunst wird

Mit einem schleichenden Start schafft es „Der weiße Hai“ schließlich ab der zweiten Hälfte zunehmend Spannung aufzubauen.  Mit seinen 124 Minuten kribbelt es uns in den Fingern, denn alles was wir sehen wollen ist das schwimmende Raubtier. Diese Erwartung intensiviert, denn gleich könnte es soweit sein. Es hält uns bis zum Showdown hin gebunden. Fast so als seien wir gefesselt – er hat uns an der Angel.

Es braucht seine Zeit, doch dann ist es soweit. Schließlich können wir einen Blick auf den „Schrecken der Meere“ werfen. Die Szenen in denen wir endlich den weißen Hai erhaschen können, sind für die damalige Zeit sehr gut umgesetzt worden. Mit Hilfe der Animatronic schafft es Spielberg einen sehr naturgetreuen weissen Hai auf die Leinwand zu projizieren. Sogar in der heutigen Zeit wirkt diese Kunst des filmemachens nicht gebraucht.

Der Zuschauer fühlt sich beim Anblick des Haies immernoch verängstigt – denn etwas Bammel vor ihm haben wir dann doch! Verschärft wird dies durch den sensationellen Soundtrack von John Williams, in denen wir öfter mal das Gefühl haben, unseren eigenen Herzschlag zu hören. Mal wird es still und lautlos, mal wird es durch bestimmte Töne nervenaufreibend. Voller entsetzen krallen wir uns an unseren Sessel und fiebern mit der Crew der Orca mit.

Zugegeben, in der heutigen Zeit wirkt der Film im Gesamten sehr altbacken und ist nicht sehr gut gealtert. Einige Dialoge und Szenen wirken heutzutage so skurril und altmodisch, dass wir sie eher als komödiantisch ansehen und nicht ernst nehmen können. Immer mal wieder bringt uns die Handlung zum Lachen und das in einem Hollywood-Thriller?! Der Hang zum gruseligen oder verstörenden versinkt hier direkt im Meer.

Ältere Filme haben diesen Flair an sich und werden durch die veralterte Darstellung in der heutigen Zeit nicht mehr ernst genommen.  Was damals noch gruselig und schrecklich war, gilt heute eher als billig und humoristisch. Dennoch gilt der Klassiker heutzutage als künstlerich wertvoll, da er den Meilenstein für weitere Blockbuster in Hollywood gelegt hat. Filme wie „Open Water“ (2003) oder der Monsterfilm „Meg“ (2018) haben ihr großes Vorbild in „Jaws“ (englischer Titel von „Der weiße Hai“) gefunden.


Matt Hooper (Richard Dreysfuss) kennt sich mit den Tieren des Meeres aus und versucht die Verhaltensweise des Raubtieres zu analysieren

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Vorlage aus dem Roman

Bis heute gilt der Blockbuster als eines der besten Thriller.

Die Geschichte von „Der weiße Hai“ (1975) basiert auf dem gleichnamigen Roman aus dem Jahr 1974 und stammt von Autor Peter Blachy. Er verarbeitete in seinem Roman die Ereignisse vom Juli 1916 in New Yersey. Zu dieser Zeit kam es zu mehreren Haiangriffen.

Für die Menschen war es damals noch überraschend, denn sie sahen den Hai nie als Raubtier an. 1916 hatten die Menschen zu wenig Vorstellung vom Tier der Meere, sodass der Hai aufgrund mehrerer Haiangriffe schnell zu einem Symbol der Gefahr wurde.[1]

Es gibt einige Unterschiede zum Roman die wir euch von Wikipedia hier gerne einmal auflisten möchten. [2]:

  • Im Buch stammt Brody aus Amity, während seine Frau Ellen „vom Festland“ und aus einer eher wohlhabenden Familie kommt. 
  • Die Familie Brody hat insgesamt drei Kinder.
  • Ellen kennt den Ozeanographen Hooper noch aus Teenager-Tagen, als sie mit Hoopers älterem Bruder liiert war.
  • Ellen und Hooper haben im Roman eine kurze, aber heftige Affäre, die sehr „plastisch“ beschrieben wird.
  • Im Buch wird die Sorge und die Existenzangst der Einwohner Amitys deutlicher herausgestellt, zudem gibt es im Buch Verwicklungen zwischen Bürgermeister Vaughn und der Mafia, die zusätzlich Druck auf ihn ausüben, das Hai-Problem zu lösen.
  • Im Buch finden Brody und sein Deputy Hendricks Ben Gardeners Boot, aber keine Leiche, dafür aber einen Haizahn.
  • Die Sequenzen mit dem vom Hai weggerissenen Pier, mit der falschen Haiflosse und dem folgenden Angriff in der Bucht stammen nicht aus dem Buch.
  • Im Buch wird unmittelbar nach dem Angriff auf den Jungen ein weiterer Mann angegriffen und getötet, dies wird jedoch nur als Augenzeugenbericht wiedergegeben.
  • Der letzte Angriff des Hais vor dem Auslaufen der Orca verläuft glimpflich; ein Teenager will als Mutprobe hundert Meter aufs Meer hinausschwimmen. Während er zurückschwimmt, taucht der Hai hinter ihm auf und verfolgt ihn, kann ihn jedoch nicht mehr einholen.
  • Anders als im Film kehrt die Orca jeden Abend nach Amity zurück.
  • Quint benutzt altmodische Harpunen (wie in Moby Dick), um den Hai zu töten.
  • Ein großer Unterschied liegt zudem noch in der Größe des Haies. Im Film hat er eine Größe von 7-8 Meter wohingegen ein echter weißer Hai eine Größe von 5-6 Meter aufweist.
  • Achtung Spoiler
    Die wohl wichtigsten Unterschiede: Hooper überlebt den Angriff des Hais auf den Unterwasserkäfig nicht und Quint wird auch nicht vom Hai gefressen.

Ganz schön viele Unterschiede. Die Handlung lässt dennoch nichts zu wünschen übrig und die Jagd auf den Hai bleibt bestehen.

Wie es im Trailer so schön heißt: „Sehen Sie sich diesen Film an bevor sie schwimmen gehen“. Doch wer meint der Film hätte die Zuschauer abgeschreckt, der irrt. Im Zuge des Erfolgs von „Der weiße Hai“ stieg die Anzahl an Touristen am Drehort von Marthas Vineyard um das dreifache an Besucher an.[3]


Wenn der Hai plötzlich aus dem Wasser blickt, sind auch wir kurzzeitig erschreckt

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©Universal Pictures

Fazit – Kultstatus bleibt bestehen

Auch wenn der Film etwas altbacken wirkt, die positiven Eigenschaften überwiegen dennoch. Vorallem für all die jenigen, welche die Kunst hinter und vor der Kamera erkennen können. Zur damaligen Zeit wurde hier ein Blockbuster geschaffen, den es so noch nie gegeben hat. Spielberg schaffte den Sprung nach Hollywood mit innovativen Darstellungen. 

Das Spektakel zeigt uns den Überlebenskampf der Menschen auf hoher See. Er ist ein abenteuerlicher Trip durch die Meere mit einer ungezähmten Bestie in einer prägnanten Spielberg Atmosphäre.

„Der weiße Hai“ (1975) war bis zum Erscheinen des Sci-Fi-Klassikers „Star Wars – Krieg der Sterne“ (1977) der kommerziell erfolgreichste Film[4]:

Ein Filmzitat gilt bis heute zu einem der bekanntesten aller Zeiten.

„Wir brauchen ein größeres Boot…“ Brody

Ich hoffe wir konnten euch einen kleinen Einblick in einen Kult-Film geben, der bis heute und für die Zukunft als Klassiker in die Geschichte eingeht. Durch „Der weiße Hai“ wurde der Baustein für viele weitere Hollywood-Blockbuster geschaffen. Kult bleibt in dem Sinne einfach Kult.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Der weiße Hai“ (1975)

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Conjuring 3: Im Bann des Teufels (2021)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Nach nun ca. fünf Jahren ist es endlich soweit! Im Juli 2021 erschien der neueste Ableger des bekannten Horrorfranchise. Mit dem Titel „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ kehren die beiden Dämonologen Ed und Lorraine Warren wieder auf die Leinwand zurück.

Dieses Mal zieht es sie im Jahr 1981 nach Connecticut. Dort soll es einen Jungen geben, der angeblich von der Macht des Bösen kontrolliert wird. Die Warrens treffen abermalig auf einen Fall, der es ihnen nicht einfach machen wird.

Ob uns die Fortsetzung aus dem „Conjuring-Universum“ in ihren Bann ziehen konnte, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

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Genre: Horror, Geister

Originaltitel: The Conjuring: The Devil Made Me Do It

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: New Line Cinema | The Safran Company, Atomic Monster Productions

Regie: Michael Chaves

Produktion: Peter Safran, James Wan

Musik: Joseph Bishara

Länge: 112 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Kinostart: 01.07.2021 (Deutschland)

Universum: Conjuring

Vorgänger: Conjuring 2 (2016)

Nachfolger: derzeit noch nicht bestätigt (Stand: Juli 2021)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 15.07.2021

Lesezeit: ca. 8 Minuten (Direkt zum Fazit)

Fortsetzung mit Neuerungen

Mit „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021) stoßen wir auf den aktuellsten Teil der Reihe und begeben uns direkt nach Brookfield, Connecticut ins Jahr 1981 – wo wir uns erneut einem weiteren Fall von Lorrain (Vera Farmiga) und Ed Warren (Patrick Wilson) widmen.

Es bleibt jedoch nichts beim Alten, denn einige Änderungen müssen wir hinnehmen. Die Fortsetzung von „Conjuring 2“ (2016) entstand nicht mehr unter der Regie von Regisseur James Wan. Aufgrund von Zeitmangel (er arbeitet an diversen anderen Projekten) hat sich der Regisseur zurückgezogen und das Zepter an Michael Chaves übergeben. Michael Chaves hat bereits in der Vergangenheit an einem Teil der „Conjuring“-Reihe gearbeitet und sich dem Regieposten zu „Lloronas Fluch“ (2019) angenommen.

James Wan beteiligte sich am neuesten „Conjuring“-Ableger nur mit der Produktion. Weitere Aufgaben hat Wan nicht übernommen. In einem Interview hat er sich dazu geäußert und teilte mit:

Bei der Arbeit mit Michael Chaves an „La Llorona“ habe ich einen Filmemacher gesehen, der diese Art von Filmen wirklich versteht. Es ist schade für mich, den Regiestab weiterzugeben, aber es ist gut, einen neuen Blick darauf zu bekommen, wohin wir das „Conjuring“-Universum bringen können.“James Wan

Nichtsdestotrotz, haben Veränderungen auch Folgen. Desweiteren habe sich James Wan nämlich nicht weiter mit dem Drehbuch beschäftigt, sodass die Handlung nicht mehr aus seiner kreativen Feder stammte. Die Regie unter Michael Chaves und das Drehbuch von David Leslie Johnson-McGoldrick sind deutlich zu spüren. Leider haben wir einige Punkte an der Fortsetzung auszusetzen. Es ist in der Tat schwierig für Chaves in die Fußstapfen des Regisseurs zu treten, welcher in den letzten Jahren einen der besten Horrorfilme produziert hat. Denn mit „Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013) startete das Universum und erhielt damit überaus positive Kritiken. Für uns gilt er zusammen mit „Conjuring 2“ (2016) als der beste Film der Reihe.


Patrick Wilson und James Wan am Set von Conjuring

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Michael Chaves am Set von „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“

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Handlung – Dämonische Besessenheit

Dieses Mal versetzt es uns in das Jahr 1981. Die beiden paranormalen Forscher Ed und Lorrain Warren bereiten sich zusammen mit Pater Gordon vor, einen Exorzismus an einem achtjährigen Jungen durchzuführen.

Mit vor Ort sind gute Bekannte der Familie des kleinen Jungen – so auch Arne Cheyenne Johnson. Als es zu Schwierigkeiten während dem Exorzismus kommt, bietet Arne seinen Körper dem teuflischen Wesen an. Arne erhoffte sich dadurch dem Spuk ein Ende zu setzen.

Während es dem kleinen David in der Zwischenzeit viel besser geht und keine Besessenheit mehr vorliegt, kommt es zu unerklärlichen Zwischenfällen bei Arne und seiner Familie. Es wird nun klar – die Besessenheit des kleinen Jungen wurde auf Arne projiziert und der Dämon hat Besitz von ihm ergriffen. Dieser Fall mit seinen mysteriösen Ereignissen war spektakulär und stellte nicht nur eine Herausforderung für Ed und Lorraine dar, sondern schaffte seinen Weg sogar bis vors oberste Gericht.


Arne Cheyenne Johnson im Kampf gegen den Teufel

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Dynamische Handlung

Was uns direkt ins Auge sticht ist die starke Dynamik der Handlung. Diese bringt uns immer wieder an neue Orte und beschert uns dadurch viel Abwechslung. Dies wirkt sich daraufhin positiv auf unser Spannungsempfinden aus und hält die Intensitätskurve relativ weit oben. Dies ist eine Besonderheit von „Conjurung 3“. Die Geschichte wird zu keiner Zeit langweilig oder schleppend.

Die Handlung bietet neben dem schwungvollen Erzählstrang eine gehaltreiche Atmosphäre, die auf uns überaus lebensecht und detailreich wirkt. In Verbindung mit den vielfältigen Charakteren und den Horrorklischees (ja, auch die „Conjuring“-Reihe besitzt diese) ist „Conjuring 3“ jedenfalls mehr als durchschnittlich.


Ed und Lorrain Warren ermitteln im Fall von Arne

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Die Personifizierung des Bösen

Die Thematik eine Okkultistin als menschliche Spielfigur zu nehmen, entzieht uns leider etwas den Grusel. Diese Personifizierung des Bösen nimmt uns den Nervenkitzel, den wir bei Horrorfilmen so lieben. Es fehlt der Hang zum unsichtbaren Paranormalen.

Wir fühlen uns zwar sehr in den Film hinein versetzt, jedoch fehlt der Darstellung eine Prise des Unerklärlichen – dieses Individuelle Etwas, dass wir bisher bei den Vorgängern erkennen konnten.

Das Duo harmoniert hier trotzdem wieder makellos. Sie sind durchaus das Highlight in diesem Horrorspektakel und wir fiebern von Beginn an mit ihnen mit. Die Okkultistin geht hier beinahe unter und verliert sich selbst in der Dunkelheit.


Die Okkultistin gespielt von Eugenie Bondurant

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Geisterlos im Bann des Teufels

„Conjuring 3“ hätte eine würdige Fortsetzung der Reihe sein können. Von der Perfektion ist man hier weit entfernt und der fehlende Einfluss von James Wan hinterlässt uns einen bitteren Nachgeschmack. Wie schon erwähnt fehlt dem Streifen das gewisse „Etwas“, um an seine Vorgänger heranzukommen.

Wir bekommen in „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ weiterhin die bekannten Jump-Scares, eine durchaus düstere Atmosphäre und ein sympathisches Paar mit den beiden Dämonologen. Doch es ist ganz klar zu nennen, dass diese Brut des Bösen in Form einer schmächtigen Frau nicht dem gerecht wird, was wir erwartet haben. Bedauerlicherweise wurde hier viel Potential verschwendet und der Gruselfaktor musste darunter leiden.

Um neben so viel Kritik auch wieder etwas positives zu nennen, wollen wir anmerken, dass jede Szene gut umgesetzt und grandios dargestellt worden ist. Es verleiht der Handlung eine Komplexität und das Gefühl der Neugier (da passiert gleich noch mehr!?).

Für Verwirrung wird auch gesorgt. Der Szenenwechsel und die aufbauende Handlung wirken anfangs noch verständlich und rational, jedoch verlieren sie im Verlauf ihre Glaubwürdigkeit. Öfters mal verlieren wir uns im Handlungsstrang des Chaos wieder, den wir über die gesamte Laufzeit versuchen wie ein Puzzle zusammenzufügen, um fehlende Teile miteinander zu kombinieren.

Insgesamt ist die filmische Umsetzung der Handlung hochwertig produziert worden, so wie wir es von dem Franchise gewohnt sind.


Das Duo stellt sich erneut dem Bösen

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The Devil made me do it

Die (wahre?) Besessenheit

Abermals basiert „Conjuring 3“ auf wahren Begebenheiten. Wir empfanden das Finale mit seinen Darstellungen und Mitschnitten einiger echter Tonaufnahmen aus dem Jahr 1981, sogar als das wohl gruseligste am gesamten Film. Wir haben uns deshalb innerhalb der Redaktion damit auseinandergesetzt und sind dem echten Fall auf die Spur gegangen.

Im Jahr 1980 kam es erstmalig zu unerklärlichen Vorfällen bei der Familie Glatzel. Der kleine Junge David behauptete einen Mann zu sehen, der zur Abendstunde zu ihm sprach. Desweiteren zeigte David über die Zeit immer mehr Kratzer und Verletzungen am gesamten Körper. Er konnte sich nicht daran erinnern sich selbst verletzt zu haben. Die Ereignisse verschlimmerten sich, sodass die Familie Glatzel die beiden Dämonologen Ed und Lorrain zur Hilfe rief.

Das Duo stellte schnell fest, dass es sich hier um eine dämonische Besessenheit handeln muss. Zu dieser Zeit stand auch der 19-jährige Arne in Kontakt zu David und Co.

Ed und Lorrain mussten sich die Hilfe der Kirche einholen, um einen Exorzismus durchführen zu können. Bei diesem Exorzismus soll einer der Dämonen in den ebenfalls anwesenden Arne Cheyenne Johnson gefahren sein.


In einem Interview erklärte Regisseur Michael Chaves wie ähnlich sich etwa die ikonische Wasserbett-Szene abgespielt hat:

Die Familie Glatzel ist in ihr neues Haus eingezogen, in dem der vorherige Besitzer ein altes Bett zurückgelassen hatte. Es waren seltsame Flecken auf dem Bett und man ging davon aus, dass die Besessenheit dort seinen Ursprung hatte.Michael Chaves
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Realität oder Fiktion 1 – David Glatzel

Wir forschten nach und haben festgestellt, dass David über die Jahre wohl ein bescheidenes Leben geführt haben muss und sich eher von der Presse und den Medien zurückgezogen hatte.

Sein  älterer Bruder Carl erklärte in einem aktuellen Interview, dass die Geschichte hinter der Besessenheit völlig frei erfunden sei und sein Bruder David über die Jahre durch die Beschuldigungen der Presse zutiefst gelitten habe. David habe sich gegen die Warrens gestellt und dagegen geklagt, dass sie seine Persönlichkeit und Privatssphäre öffentlich gemacht haben – dies habe ebenfalls seinem Ruf geschadet.

Jedoch berichtete Carl auch, dass sein Bruder David sich aktuell von den mentalen Strapazen der Vergangenheit erholt habe und es ihm nun gesundheitlich besser gehe. Debbie, die Schwester von David, stand wohl bis zum Tod von Lorraine Warren weiterhin mit ihr in Kontakt – trotz Davids Reaktion gegen die Warrens.[1]

Falls ihr immer noch nicht genug von der Gruselgeschichte bekommen könnt und euch noch mehr für die wahre Geschichte hinter „Conjuring 3“ interessiert, haben wir für euch ein Interview über den wahren Fall aus den 80er Jahren verlinkt. In einem Video auf YouTube könnt ihr euch das ganze Interview ansehen.


Der Schauspieler Julian Hilliard (links) neben dem wahren David Glatzel

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Realität oder Fiktion 2 – Arne Cheyenne Johnson

Der englische Titel „The Devil made me do it“ ist eine Anspielung an einen der berühmtesten Gerichtsprozesse der USA. Dieser war der erste in der Geschichte, in dem dämonische Besessenheit als Argument für die fehlende Schuldfähigkeit des Angeklagten angeführt wurde.

Der damals 19-jährige Arne wurde des Mordes beschuldigt und plädierte auf seine Unschuld. Seine Ehefrau Debbie erklärte in einem Interview, dass sich Arne vor den Morden schon sehr merkwürdig verhalten habe und er zudem Halluzinationen gehabt hätte. Der Fall war in den USA sehr lang diskutiert worden.

Das Gericht erklärte, dass sich ein Dämon als wahrer Täter hier unmöglich beweisen liese. Arne wurde wegen Mordes zu zehn bis zwanzig Jahren Haft verurteilt, von denen er jedoch nur fünf absaß. Danach wurde er wegen guter Führung entlassen.[2] 

Debbie und Arne sind mittlweile verheiratet und haben zwei Kinder. [3]


Arne Cheyenne Johnson (in der Mitte), vor dem Gericht am 24. November 1981
 
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picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Fazit – Ambitionierte Fortsetzung mit einigen Schwächen

Wir finden es zutiefst schade, dass die Fortsetzung der „Conjuring“-Reihe nicht mit seinen Vorgängern mithalten kann. Das Universum hat uns immer so viel geboten. Wir wünschten, es hätte uns auch im dritten Teil mehr aus dem Kinosessel geworfen.

Die Anspielungen innerhalb der Story sind uns durchaus aufgefallen. So auch eine an den Exorzisten-Klassiker aus dem Jahre 1973. Hier appeliert Regisseur Michael Chaves an alle Horror-Fans – denn diese heißt es zu überzeugen. Ein Grinsen konnten wir uns bei den Anspielungen jedenfalls nicht verkneifen.


Diese Szene ist eine Hommage an „Der Exorzist“ aus dem Jahre 1973, der unter der Vorlage des gleichnamigen Romans von William Peter Blatty entstand

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Nichtsdestotrotz, empfehlen wir „Conjuring 3“ jedem Horror-Freund oder Cineasten und natürlich allen Fans des „Conjuring“-Universums.

Wird es einen vierten Teil der Reihe geben? Die Chancen stehen aufgrund des Erfolgs des Franchise sicher gut. Wir würden es uns jedenfalls wünschen – vor allem wenn Schöpfer James Wan wieder selbst auf dem Regie-Stuhl platz nehmen würde!

Das „Conjuring“-Universum mit seinen sympathischen Protagonisten bietet sicher so viel Erzählstoff für neue Fälle, die uns erneut das Gruseln lehren könnten. Das prallgefüllte Schreckens-Museum der Warrens, gibt schließlich noch so einiges an furchbarem Stoff her.

Auf einen weiteren spannenden Fall von Ed und Lorraine!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021).

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©Warner Bros.

Die Schlange (2021)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Der Titel „Die Schlange“ bezeichnet eine 2021 von BBC produzierte britische Crime-Serie die von wahren Begebenheiten inspiriert worden ist.

Der französische Serienkiller namens Charles Sobrahj ist wohl einer der bekanntesten Mörder aus Südöstasien.

Diese Miniserie mit insgesamt acht Episoden ist am 02.April 2021 auf Netflix veröffentlicht worden.

Wir haben uns „The Serpent“ einmal angesehen und erzählen Euch was wir von der neu produzierten Netflix-Serie finden und ob sie zum Crime-Serien Geheimtipp 2021 zählt.

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Genre: Thriller, True-Crime

Originaltitel: The Serpent

Produktionsland: Vereinigtes Königreich

Produktionsfirma: BBC, Mammoth Screen

Regie: Tom Shankland, Hans Herbots

Drehbuch: Toby Finlay

Produktion: Stephen Smallow

Musik: Dominik Scherrer

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2021)

Länge: ca. 50-55 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16

Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 11.07.2021

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

How to catch a Killer?

Die Schlange ist ein neu produziertes Produkt der Streaming-Plattform Netflix aus dem Jahre 2021 und basiert auf wahren Begebenheiten. Sie handelt über den französischen Serienkiller aus Südostasien mit dem Namen Charles Sobhraj (Tahar Rahim).

Charles ist Franzose und in den frühen 70er Jahren nach Bangkok ausgewandert. Zusammen mit seinem indischen Freund Ajay Chowdhury (Amesh Edireweera) und seiner Lebensgefährtin Marie-Andrée Leclerc (Jenny Coleman), lockte er ahnungslose Touristen an.

Er befreundete sich mit ihnen und überzeugte sie durch seine Lügen, dass Charles und seine Freunde hilfsbereite Europäer seien, die sie in diesem fremden Land nur etwas unterstützen möchten. Sie boten ihnen die Hilfe bei der Hotelsuche – oder sogar ihr eigenes Heim als Übernachtungsmöglichkeit an. Zudem standen sie den interessierten Touristen als Dolmetscher zur Seite.


Charles Sobhraj wirkte auf seine neuen Bekanntschaften als ehrlich und vertrauensvoll.

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©BBC


Der Schein trügt

Doch wie erwartet ist nicht alles Gold was glänzt und Charles Masche war es, diese ahnungslosen Touristen unter Drogen zu setzen und sie dann zusammen mit Ajay hinaus aus der Stadt zu fahren. Dort habe er sie ausgeraubt und ermordet. An den Morden beteilgte sich Marie-Andree nicht, jedoch wusste sie genau was ihr Lebensgefährte mit den hilflosen (zu dieser Zeit meist Hippies) angestellt hatte. Denn die neuen Bekanntschaften kehrten nach einem kurzen Ausflug mit Charles und Ajay nie mehr zurück.

Sein Antagonist und somit Gegenspieler ist der niederländische Botschaftssekretär Herman Knippenberg (Billie Howle), der beharrlich zwei in Bangkok verschwundenen Holländern hinterherrecherchiert und dem Täter auf der Spur ist.

Seine weiblichen Opfer trugen oft Bikinis, sodass Charles von Bangkok den Spitznamen „Bikini-Killer“ erhalten hatte. Aufgrund seiner hinterlistigen Art wurde ihm desweiteren vom Land der Titel „The Serpent“ (Die Schlange) zugeteilt.

So begann der Franzose in Zeiten des „Hippie-Trails“ der 70er Jahre dutzende Morde an westlichen Touristen zu begehen. [1]


Marie und Charles

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Die Rucksacktouristen der 70er

Wie schon erwähnt befasst sich die Geschichte zeitlich mit der sog. „Hippie-Bewegung“ aus den siebziger Jahren. Inszenatorisch ist die Darstellung dieser zeitlichen Periode beachtlich realistisch dargestellt worden und sorgt mithilfe der Kulissen, Kostüme etc. für eine realitätstreue Erzählung in der wir uns in den 70er Jahren schnell verlieren.

Doch was ist so besonders an dieser Netflix -Serie? Die Thrillerserie „Die Schlange“ ist mit unter eines der spannendsten Crime-Serien die wir 2021 neu entdeckt haben. Diese „True-Crime-Serie“ ist definitiv ein Geheimtipp den wir euch nicht vorenthalten möchten. Mit ihren bescheidenen 8 Episoden versetzt die Erzählung uns in eine starre und fesselnde Atmosphäre, die neben dem Nervenkitzel zudem noch ziemlich entsetzend auf uns wirkt.

Besonders beeindruckend wiedergegeben war für uns die wahrheitsgetreue Handlung, die sich genauso in den 70er Jahren abgespielt haben soll. Die Serie erhält einen extra Punkt von uns, für die Vorstellung von originalen Aufnahmen bzw. Bildern von Charles und seinen Komplizen.

Hervorragend ist hier auch die schauspielerische Leistung der Schauspieler zu betonen. Als Zuschauer fühlt man sich nach Asien versetzt und erlebt dort die dunklen Seiten eines Serienkillers. Das Mitfiebern mit den Opfern und das hoffnungsvolle Warten auf ein Happy End bleibt bis zum Finale bestehen.


Marie und Charles haben bereits ihr nächstes Opfer im Visier

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Die Stärke der Serie

Die Stärke ist nicht etwa die Charakterisierung eines Serienkillers, vielmehr liegen sie in der Beschreibung der Hippie-Rucksacktouristen und ihren Lebensgeschichten. Die einzelnen Charaktere bringen frischen Wind nach Asien. Die Touristen werden als lieb und ehrlich verkörpert, sodass wir immer mehr mitfühlen müssen – vor allem als der erste Mord an einem der Touristen begangen wurde.

Immer wieder tauchen neue Charaktere auf – seine zukünftigen Opfer. Es wirkt schon fast naiv und dümmlich, wie einfach sich die Touristen von Charle’s Lügen überreden lassen. Diese Naivität raubt uns als Zuschauer jeglichen Nerv. Es ist fast schon so wie ein Klischee aus Horrorfilmen. Wir fragen uns öfters mal „Wieso muss das sein? Das ist nicht gerade klug oder?“
Doch wie festgebunden und erstarrt bleibt uns nichts übrig als schockierend mitzuerleben, was mit den so einst liebevollen Hippie-Touristen passiert.

Die wechselnden Charaktere innerhalb dieser acht füllenden Episoden mit ihrem Überlebenskampf gegen Sobhraj, bringen uns als Zuschauer viel mehr eine Plackerei, die dennoch eilig und schnurstracks in die Ziellinie der Hoffnung fährt. Was am Ende das Ergebnis ist, solltet ihr jedoch selbst herausfinden


Charles und Ajaj haben die naiven Touristen aus der Stadt gefahren um sie außerhalb dieser zu ermorden.

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Was passierte mit Charles und Co.?

Was mit Charles und seinen Komplizen passiert ist erfahrt Ihr in der neuen Crime-Serie auf Netflix. Falls Ihr nichts mehr zur Handlung erfahren möchtet, dann überfliegt den kommenden Spoiler-Abschnitt und geht direkt „zum Fazit“ über.

Da uns die Geschichte hinter den verschollenen Rucksacktouristen so fasziniert hat, wollten wir mehr über Charles und Co. erfahren und forschten etwas nach.

Achtung Spoiler!

Wir starten direkt zum Finale der Staffel. Charles Sobhraj konnte damals in Frankreich verhaftet werden, doch seine Taten habe er bis heute nicht zugegeben. Er hatte darauf gehofft, dass seine Taten im Gefängnis verjähren und er nicht verurteilt werden kann.

Wie eine hinterlistige Schlange schmiedete sogar im Gefängnis weitere Pläne. Erschreckenderweise ist sein Plan sogar aufgegangen und er wurde trotz seiner Morde an dutzenden Touristen in den siebziger Jahren aus dem Gefängniss entlassen. Charles jedoch war sich nicht bewusst, dass er in Bangkok noch immer auf der Fahndungsliste gelistet war und in Thailand gesucht wurde. Denn dort war es zu dieser Zeit noch möglich, eine Verurteilung zu vollstrecken – was zur Folge hatte, dass er bei der Einreise in Thailand direkt verhaftet wurde und in Haft gekommen ist.

Der Franzose war clever und erkannte, dass das Land sehr arm war und nutzte dies zu seinem Vorteil, da er noch reichlich an Geld übrig hatte. Somit machte er es sich dies zu nutze und so konnte er die Wärter leicht mit Geld oder anderen Mitteln bestechen, sodass er seinen Aufenthalt im Gefängniss so angenehm wie möglich gestalten konnte.

Am 17. Februar 1997 wurde Sobhraj freigelassen, wobei die meisten Haftbefehle, Beweise und sogar Zeugen gegen ihn längst verjährt bzw. verloren gegangen waren.

Die indischen Behörden ließen Sobhraj nach Frankreich zurückkehren, wo er bis heute noch seine letzten Lebensjahre verbringt. Somit ist er dennoch trotz seiner abscheulichen Taten davongekommen. Sein ehemaliger Freund Ajaj wurde 1976 zuletzt angeblich in Deutschland gesichtet und seither gilt er als verschollen. Seine damalige Lebensgefährtin Marie-Andrée Leclerc erkrankte 1984 an Krebs und verstarb im Alter von 38 Jahren im Zeitraum als Charles seine Zeit im Gefängnis verbüßte.


Der echte Charles und Marie-Andree und die Schauspieler Rahim und Coleman.

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https://www.nachrichten.at/kultur/die-unfassbare-wahre-geschichte-hinter-die-schlange;art16,3377535


Fazit – Die mephistophelische Schlange

Wir haben kaum was an der Serie auszusetzen. Dennoch müssen wir eines anmerken – zu Beginn weiß man als Zuschauer nicht wirklich in welche Richtung sich die Serie entwickeln soll. Man ist sozusagen ahnungslos. Dies kann man zugleich als positiv oder negativ werten. Wir hätten uns natürlich ein paar Folgen mehr gewünscht, jedoch beinhalten die 8 Episoden reinste Spannung pur!

Deshalb gilt auch hier die Devise –  Weniger ist mehr! – So auch dem modernen Trend zu urteilen.

Gerade für Crime-Serien-Fanatiker ist „Die Schlange“ ein Geheimtipp und mehr als sehenswert. Die Abbildung der 70er Jahre und die Darstellung der Charaktere beeindrucken in allen Punkten. Wie viele Touristen Charles Sobhraj tatsächlich umgebracht hat – weiß man nicht. Der mittlerweile 76-Jährige schweigt bis heute dazu.

Am Ende stellt sich für uns nur die Frage: „What does it take to catch a Killer?“


Charles Sobrahj gilt bis heute als einer der bekanntesten Serienkiller aus Südostasien.

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©BBC


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Die Schlange“.

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©Netflix

Der Fall Richard Jewell (2019)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Im Jahr 2019 zieht Eastwood sorgfältig als Puppenspieler seine Fäden in dieser wahren Geschichte über die Unfähigkeit der Regierung und die Folgen falscher Medienberichterstattungen.

Nominiert wurde der Film für etliche Auszeichnen u.a. bei den Oscarverleihungen 2020 für Kathy Bates als „Beste Nebendarstellerin“. Produziert wurde der Film neben Eastwood u.a. auch von Leonardo DiCaprio und Jonah Hill.

Grandiose Schausspielkost mit erschütternden Geschehnissen über den Bombenanschlag 1996 in Atlanta im Rahmen der Olympischen Spiele.

Was es mit der wahren Geschichte auf sich hat und ob wir bei derofa.de hier einen Geheimtipp erhaschen konnten, erfahrt Ihr in unserem Review.

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Genre: Drama, Biografie

Originaltitel: Richard Jewell

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Appian Way, Misher Films, 75 Years Plan Productions, The Malpaso Company

Regie: Clint Eastwood

Drehbuch: Billy Ray

Produktion: Jennifer Davisson, Leonardo DiCaprio, Clint Eastwood, Jonah Hill, Jessica Meier, Kevin Misher, Tim Moore

Musik: Arturo Sandoval

Länge: ca. 129 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Universum: –

Vorgänger:

Nachfolger:

Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 20.06.2021


Clint Eastwood’s neuestes Werk

Clint Eastwood hat häufig seine Finger im Spiel wenn es um dramaturgische Erzählungen geht – so erneut in seinem zuletzt produzierten Werk „Der Fall Richard Jewell“ aus dem Jahr 2019.

Die Geschichte hinter Richard Jewell stammt 1997 aus einem Zeitungsartikel der Vanity Fair mit dem Titel „American Nightmare: The Ballad of Richard Jewell“ von Marie Brenner.  Eine Geschichte über eine Katastrophe während den Olympischen Spielen 1996 und einem Veranstaltungsort in Atlanta. Die Medien berichteten in Aufruhr über den erschütternden Vorfall. Selbst im 21. Jahrhundert ist Richards Jewells Fall nicht unvergessen geblieben. Die Ereignise in Atlanta bieteten großes Potential für Hollywood – was auch Produzent Clint Eastwood schnell erkannte und 2019 abermals ein Hollywood-Drama mit Hit-Potenzial produzierte. Was genau in Atlanta passierte und was es mit dem Film auf sich hat erzählen wir Euch im folgenden Abschnitt.


Clint und Paul am Set von „Der Fall Richard Jewell“

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©Warner Bros


Eine Tragödie braucht einen Sündenbock

Der Film dreht sich um den Protagonisten Richard Jewell, der zusammen mit seiner Mutter in Atlanta lebt. Richard ist ein ehemaliger Polizist der seinen Abschluss an der Polizeiakademie in Northeast Georgia mit Bravour bestanden hat, jedoch nicht mehr als Polizist arbeitet. In der Zwischenzeit übernimmt der Waffensammler sowie -liebhaber oft Jobs als Security bei verschiedenen Veranstaltungen an.

So auch am Abend des 27.Juli 1996 im Centennial Olympic Park in Atlanta, welches zu dieser Zeit als ein Veranstaltungsort der Olympischen Spiele diente. Richard entdeckte während der Arbeit einen herrenlos verdächtigen Rucksack unter einer Bank. Sein Bauchgefühl teilte ihm nichts Gutes mit. Richard meldete dieses auffällige Gepäckstück unverzüglich seinen Polizeikollegen am Veranstaltungsort. Was zu Beginn von seinen Kollegen nur als Spaß empfunden und Richards Fund eher als Witz angesehen wurde, stellte sich im Verlauf als echte Bedrohung dar. An diesem Abend explodierte eine Bombe im Olympic Park in Atlanta. Richard konnte durch sein schnelles Handeln schlimmeres verhindern, jedoch forderte das Attentat zwei Menschenleben und 111 verletzte Opfer.[1] Die Medien kürten ihn anfangs zum Nationalhelden, während das FBI ihn zu einem Verdächtigen machten. Für Richard wurde glorreicher Ruhm schnell zur tragischen Heimsuchung.


Richard als Security im Centennial Olympic Park

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©Warner Bros


Wenn Taten das Leben verändern

Clint Eastwood präsentiert uns in diesem Drama-Streifen eine schockierende und fesselnde Geschichte eines Bombenanschlags mit privaten Einblicken in das Leben von Richard Jewell. Richard wird als liebevoller und ehrlichen Mensch angesehen. Sein Vertrauen und seine Loyalität als ehemaliger Polizist zur Polizei wird ihm zum Verhängnis. Denn Richard ist blind die eigentlichen Absichten hinter den Handlungen der Polizei zu erkennen und wird so von der Regierung maßlos ausgenutzt und zum Opfer des Staates gewandelt.

Untermalt wurde dieses Hollywoodspektakel durch dramaturgisch passende Musik, die Szene für Szene adäquat gewählt wurde. Clint Eastwood vermag es dadurch den Zuschauer noch mehr in das Geschehen einzubinden und mitfühlen zu lassen.


Richard unterzieht sich freiwillig einem Lügendetektortest

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©Warner Bros


Perfektion hinter sowie vor der Kamera

Starbesetzung garantiert! Clint Eastwood wählte für sein Werk bekannte Schauspieler für seine Nebenrollen mit u.a. Kathy Bates (American Horror Story) in der Rolle der besorgten Mutter Bobi sowie Olivia Wilde als Journalistin, die hartnäckig über den Fall Richard Jewell berichten möchte.

Die Hauptrolle hingegen vergab er dem eher noch „unbekannten“ Schauspeler und Stand-Up-Comedian Paul Walter Hauser, der meisterhaft die Rolle des Richard Jewell verkörperte. Paul spielte bisher in dutzend Filmen[2] mit, sowie u.a. im neuesten Disney-Glanzstück „Cruella“ (2021). Authentisch und originell personifiziert er Richard als den naiven und sorgsamen Bürger Atlanta’s.


Der echte Richard Jewell und Paul Walter Hauser in seiner Rolle

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https://www.cbsnews.com/pictures/stars-movies-based-true-stories-people/


Fazit – Wenn der Jäger zum gejagten wird

Hier stimmt alles! Wenn die Gesellschaft jemanden im Visier hat und die Medien dies ausnutzen werden arme Bürger zum Opfer unschuldiger Taten. Richard’s Fall ist anstößig und in Zeiten von Social Media und „Fake News“ aktueller denn je anzusehen.

Wir sind überaus zufrieden mit der Inszenierung dieser wahren Geschichte aus dem Leben von Richard Jewell. Clint Eastwood zeigt uns ein weiteres Mal sein Können als Hollywoodproduzent.

Die Geschichte baut etappenweise auf und bindet uns als Zuschauer konstant an den Bildschirm. Um noch eine Schippe draufzulegen wurde die muskalische Untermalung der Szenen mit sorgfalt gewählt. Wir sind es nicht anders vom Produzenten Eastwood gewohnt – lasst Euch mitreißen in dieser frivolen Geschichte eines unschuldigen Bürgers, der zuerst Held dann Sündenbock des Staates wurde.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Der Fall Richard Jewell“.

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©Warner Bros


 

The Last of Us (Remastered) (2013, 2014)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Das Enwicklerstudio Naughty Dog welches durch die beliebte Videospielreihe „Uncharted“ bekannt wurde, hat sich im Jahr 2013 eine weitere Videospielserie ausgedacht und uns somit in eine Welt der Postapokalypse versetzt.

Im Jahre 2014 bekam der Videospielehit ein Upgrade in Form einer Remastered Edition für die PlayStation 4. Die Texturen wirken jetzt noch schöner und das Spielerlebnis wurde damit auf eine noch höhere Ebene gelegt.

Wie wir den Survial-Horror erlebt haben und ob wir von der Videospielereihe begeistert werden konnten, erfahrt Ihr in unserem Review auf derofa.de.

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Genre: Action-Adventure, Surival-Horror

Originaltitel: The Last of Us

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio/Publisher: Naughty Dog/Sony Computer Entertainment

Musik: Gustavo Santaolalla

Spielmodus: Einzel- und Mehrspieler

Spielzeit: ca. 15-20 Stunden (Story),  ca. 2 Stunden (DLC: Left Behind)

Plattformen: PlayStation 3, PlayStation 4 (Stand: 14.03.2021)

Altersfreigabe: USK 18

Vorgänger: –

Nachfolger: The Last of Us 2 (2020)

Wertung:   

Testplattform: PlayStation 4

Autor: Melissa

Verfasst am: 14.03.2021

Die Entstehung einer Zombie-Apokalypse

Wir starten das Spiel. Nach einer kurzen Ladezeit befinden wir uns direkt in einer Sequenz – alles ist so ruhig , so still und vor allem so normal. Wir finden uns in der Rolle des Texaners Joel Miller wieder, der wie wir schnell feststellen können zusammen mit seiner jugendlichen Tochter Sarah in Texas lebt. Die ersten Spielszenen handeln um die Darstellung von den beiden o.g. Charakteren und dessen friedliches Leben. Doch eine Tragödie macht sehr schnell den schönen Moment zunichte und aus der idyllischen Atmosphäre wird grausamer Horror. In den Nachrichten wird berichtet wie Menschen in der ganzen Welt „durchdrehen“ und sich mit einem Pilz infiziert haben welcher in kurzer Zeit das Gehirn befallen kann und sie so zu agressiven Mutanten werden lässt. Eine Pandemie ist auf der ganzen Welt ausgebrochen.

Schnell gehts ans Eingemachte und wir dürfen nun die Rolle von Sarah übernehmen. Es ist Abends und bereits jetzt nehmen wir eine düstere Atmosphäre wahr. Wo ist Joel? Auf der Suche nach ihm machen wir uns auf den Weg und durchforsten das Eigenheim der Miller. Schnell wird klar – nichts ist mehr so wie es war. Draußen laufen panisch Menschen umher. Es herrscht Ausnahmezustand! Joel stürmt ins Haus und erklärt seiner Tochter das sie sich jetzt in Sicherheit bringen müssen. Zuhause können die beiden nicht mehr bleiben. Während unserem Fluchtversuch aus der Stadt treffen wir auf Tommy, den Bruder von Joel.

Schon nach nicht mal 15 Minuten wird heftig auf unsere Tränendrüse gedrückt. Eine moralische Entscheidung wird von uns erwartetet. Ein Mann wird von der unbekannten Ansteckung infiziert. Jetzt habt ihr die Wahl –  lasst ihr ihn am Leben und ihn dadurch womöglich mutieren zu lassen oder bringt ihr ihn um, um eben dieses zu verhindern?

Das ist nicht alles was Naughty Dog schon in den ersten Minuten von uns abverlangt. Schon zu Beginn erleben wir mit Joel einen schweren Schicksalsschlag. Seine Tochter Sarah wird tödlich verletzt und stirbt daraufhin aufgrund eines Unfalls. Nach diesem Prolog befinden wir uns nun in der Post-Pandemie-Zeit wieder.

Willkommen bei „The Last of Us“.


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©Sony Interactive Entertainment


Verloren in der Endzeit

In „The Last of Us“ dreht sich alles ums Überleben.  Einige Jahre sind nun vergangen und die Welt ist zu einer Postapokalypse geworden. Ihr seid jetzt in der Rolle von Joel und müsst Euch Anfangs noch alleine durch die verlassenen Gebiete kämpfen. Im späteren Verlauf trifft Ihr auf Ellie und beschreitet zusammen mit ihr das Endzeitszenario.

Das Spielprinzip ist einfach. Das Videospiel nutzt eine Third-Person-Perspektive in denen ihr vorwiegend Joel steuert und im Ablauf immer mal wieder zu Ellie wechselt. Euer Charakter kann somit rennen, in Deckung gehen oder durch enge Passagen geduckt durchlaufen. Bei Feinden wechselt ihr simpel und schnell zwischen Euren ausgerüsteten Waffen. Ihr habt zudem die Möglichkeit durch die sogenannten „Pillen“ die ihr einsammelt, ein paar Fähigkeiten für Joel zu verbessern, wie z.B. einen erweiterten Lebensbalken zu erhalten. Des Weiteren könnt ihr jederzeit Gegenstände für den Kampf herstellen. Sei es ein Messer, Medipacks oder Molotow-Cocktails. Wenn Ihr schön fleißig die Welt erkundet und entdecktes einsammelt, könnt Ihr danach dadurch gut profitieren und Euch damit nützliche Items herstellen. Während Eurer Reise trifft Ihr immer wieder auf Mutanten – oder wie es hier so schön heißt – die Infizierten. Diese könnt Ihr in folgende Kategorien unterteilen:

Fangen wir an mit den „Runnern“. Diese Infizierten sind ziemlich schnell und wenn sie Euch entdecken stürmen sie gnadenlos auf Euch zu. Jedoch finden wir, dass es sich hier um ziemlich gewöhnliche Infizierte handelt.

Dann gibt es noch die „Stalker“, die nicht in Herden unterwegs und zudem noch etwas stärker als die Runner sind. Auch hier stellen wir fest – diese sind noch recht durchschnittliche Infizierte.

Doch das ändert sich schnell. Weiter gehts mit den sogenannten „Clicker“. Diese sind herumirrende Infizierte die Euch mit nur einem Angriff direkt töten können. Die Clicker sind schnell und störend. Für uns waren sie am lästigsten. Bei jedem Aufeinandertreffen sind wir erstarrt. Wir wollten auf keinem Fall gesehen bzw. gehört werden. Denn diese Infizierten können Euch nicht sehen und verlassen sich ganz auf ihr Gehör. Deshalb empfehlen wir Euch zu schleichen. Das dies meistens die beste Wahl sein wird, werdet Ihr öfter im Verlauf des Spiels bemerken.

Zu guter letzt kommen wir nun zu einen der ekelerregensten Formen der Infizierten bei „The Last of Us“. Es geht um die sogeannten „Bloater“. Ihr Körper ist vollständig mit der Pilinfektion befallen. Sie sind robust und schwer zu besiegen. Hier heißt es – holt Eure stärksten Waffen heraus oder flieht!

Die meisten Nichtinfizierten leben seither in abgeriegelten Zonen unter der Herrschaft des imperatorisch agierenden Militärs. Das Militär hat etliche Sperrzonen errichtet. Was passiert außerhalb dieser? Dort befinden sich die „Firefly’s“ – unsere Rebellen in diesem unwirklichen Untergang der Welt, die sich gegen die Militärdiktatur auflehnen und versuchen den kriminellen Machenschaften von Banditen einen Strich durch die Rechnung zu machen.


Sagt Hallo zu den „Clickern“.

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©Sony Interactive Entertainment


Wenn Sporen überwuchern

So kontrastreich wie das Videospiel auch daher kommt, gibt es bei „The Last of Us“ leider neben so vielen Höhenpunkten nichtsdestotrotz negative Eigenschaften die wir hier unbedingt anmerken möchten. Wir haben nicht viel zu kritisieren und fangen mit einem Punkt an, was uns nach einigen Stunden Spielzeit ins Auge gestochen ist. Denn im Verlauf des Spiels erhaltet ihr einen Bogen und Pfeile – klingt zuerst richtig gut. Euer Pfeil und Bogen ist eine ziemlich nützliche Waffe gegen Infizierte, da sie leise und schnell töten kann. Wenn ihr Eure Pfeile verschießt könnt ihr diese immer mal wieder beim Gegner einsammeln – oder auch nicht? Denn leider ist dies nicht immer möglich und ihr sucht vergeblich nach Euren verschossenen Pfeilen – die zudem noch sehr rar in der Welt von „The Last of Us“ sind. Wir wissen nicht so ganz ob wir diesen Punkt wirklich bemängeln sollen/dürfen oder ihn eher als positiv befinden und so bewerten müssen, da er dadurch dem Realismus der Apokalypse vielleicht etwas unter die Arme greift.

Ein großer Kritikpunkt und für uns der eigentliche Punktabzug für das Videospiel ist die K.I. der Gegner. Diese stehen manchmal wirr in der Gegend herum oder sie rennen ungezielt hin und her. Das verdirbt etwas die Atmosphäre des Überlebenskampfes und wirkt dadurch fantasielos. Selbst unsere Freunde stehen uns manchmal „gedankenlos“ im Weg und blockieren kurzzeitig unsere Passage.


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©Sony Interactive Entertainment


Hilflos verschlungen in der post-pandemischen-Welt

Das wohl herausragendste Merkmal bei „The Last of Us“ ist die wunderschöne Atmosphäre in die wir uns verloren haben. Die Umgebung zieht uns nur so in diese bedrückende Welt hinein und lässt uns erschaudern. Jedes kleinste Detail wurde durchdacht gewählt um so den Realismus in der Apokalypse gründlicher nachbilden zu können. Wir haben für Euch natürlich auch ein paar Beispiele:

Schon habt ihr eine Taschenlampe erhalten und seid froh nicht im dunkeln durch die dämmrigen Abschnitte laufen zu müssen und stellt kurz darauf fest, dass Euer Hilfsmittel nach einer gewissen Zeit anfängt zu flackern und dadurch unbrauchbar wird. Daraufhin fordert Euch das Videospiel auf, Euren Controller einmal zu schütteln damit Euer Protagonist Joel das selbe mit seiner Taschenlampe machen kann und so Eure Lampe wieder normal funktionsfähig ist. Es sind wie bereits genannt, die kleinen Details in der Darstellung der Welt – die das Videospiel gerade eben deshalb so besonders machen.

Neben den bedrückenden Momenten gibt es auch die schönen die Euch für eine kurze Zeit vergessen lassen, was mit der Welt draußen passiert. Ihr trifft z.B. auch mal auf besondere Flora und Fauna. Ob Affen oder sogar Giraffen – für einen Atemzug fühlt ihr Euch frei und erfreut Euch an dem Sonnenschein und lauscht gespannt hin, wenn Joel darüber spricht wie gerne er früher bei solchem Wetter draußen Gitarre gespielt hat . Das Videospiel zeigt hin und wieder den Kontrast vom Untergang der Welt zum normalen Leben. Wir verlieren uns immer mal wieder wenn auch nur für eine Sekunde – im endlichen Gefühl der Freiheit und des Wohlfühlens.


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Remastered Edition oder veralteter Grafikklotz?

Wir möchten Euch hiermit kurz auflisten was die Remastered Version in petto hat.

Zum einen bietet diese Edition Euch den DLC mit dem Titel „Left Behind“ in dem ihr die Protagonistin Ellie spielen dürft. Die Handlung dient als Prequel zu „The Last of Us“ und behandelt die Geschichte von Ellie bevor sie Joel kennengelernt hat. Leider hat der DLC nur eine Spielzeit von gerade mal 2 Stunden und ist somit beachtlich kurz – sehr schade denn wir fanden die Geschichte von Ellie ziemlich interessant und vor allem überaus sinnvoll.

Nun kommen wir jedoch zu den technischen Verbesserungen[1] :

  • 1080p/60fps im Singleplayer und Multiplayer
  • Texture Maps mit 4x mehr Details, Shadow Maps 2x
  • High-Res Particle Effects
  • Occlusion Mapping of decals
  • Kein Texture Streaming
  • Größere Weitsicht, besseres LOD
  • Zusätzliche Audio Optionen
  • Lock Frame Rate bei 30 fps
  • Swap Trigger und Thumbstick Controls
  • Support für DualShock 4 Touchpad, Lightbar und Speaker

Zur Grafik und den verbesserten Texturen können wir nichts negatives sagen oder kritisieren. Das Entwicklerstudio Naughty Dog hat hier exzellente Arbeit geleistet und dem Videospiel einen wunderschönen Look verliehen, der sogar im Jahr 2021 weiterhin gerne anzusehen ist. Für ein Videospiel aus dem Jahre 2013 sieht es auch heute noch ziemlich gut aus.

Zusammengefasst bietet Euch die Remastered Edition eine verbesserte grafische Darstellung die sich durchaus sehen lassen kann!


Grafikvergleich PS3 vs. PS4 (Remastered Edition)

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https://ps4news.at/ps4-spiele/11027-last-us-grafikvergleich-ps4-vs-ps3/


Fazit – Survival-Horror Spektakel

Mit „The Last of Us“ hat sich das Entwicklerstudio Naughty Dog selbst übertroffen und nach Videospiel-Meilensteinen wie die „Uncharted“-Reihe, erneut eine bombastische und vorallem theatralische Videospielserie entwickelt. Wir haben die Protagonisten direkt ins Herz geschlossen und mitgefiebert, wenn es wieder mal darum ging zu überleben. Dieser exklusive Titel für die PlayStation ist mehr als spielenswert und sollte von jedem PlayStation Besitzer unbedingt entdeckt werden.

Seit dem Juni 2020 ist mitterweile der Nachfolger mit „The Last of Us Part II“ für die PlayStation 4 veröffentlicht worden. Mehr dazu in unserem kommenden Review auf derofa.de.

Wie hat Euch das Videospiel gefallen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.


Trailer

Der offizielle Launch Trailer zu „The Last of Us Remastered“.

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©Sony Interactive Entertainment