Archiv der Kategorie: Horror

Longlegs (2024)

Lesemusik:

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©SaturnFilms, Studio Neon
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Als wir das erste mal von „Longlegs“ gehört haben,, wuchs die Neugier. Als wir dann erfuhren das Nicholas Cage eine Hauptrolle in diesem Horrorfilm übernimmt, wollten wir mehr erfahren.

Die Vermarktung des Film wurde bewusst so gelegt, dass man z.B. Nicolas Cage in keinem Trailer oder Poster komplett gezeigt hat. Man hörte nur seine Stimme oder sah vage Umrisse, um die Neugier auf sein „monströses“ Aussehen zu maximieren.

Genauso wenig zeigte uns der Trailer klassische Jump-Scares sondern verstörende Notrufe die mit körnigen Bildern dargestellt wurden. Der gewählte Stil von Oz Perkins für „Longlegs“ sollte dadurch schon angeteasert werden.

Ob das „Slow-Burn“-Marketing erfolgreich war und ob uns „Longlegs“ neues Film-Futter zeigen konnte, erzählen wir euch in dieser Kritik auf der rote Faden,

Genre: Horror, Horrorthriller, Mysterythriller, Psychothriller, Übernatürliches

Originaltitel: Longlegs

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Saturn Films, Range Media Partners, Oddfellows Pictures, Traffic, Studio Neon

Regie: Oz Perkins

Drehbuch: Oz Perkins

Produktion: Nicholas Cage, Dave Caplan, Chris Ferguson, Dan Kagan, Brian Kavanaugh-Jones

Musik: Elvis Perkins

Länge: ca. 102 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 8. August 2024 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025), Heretic (2024), Conjuring Universum

Quellen
©https://de.wikipedia.org/wiki/Longlegs

 

Wertung:    

Autor: Melissa

Verfasst am: 16. August 2024; 22.03.2026

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Die Handlung – Ein Satanisches Puzzle

In den 1990er Jahren kommt es zu mehreren ungelösten und mysteriösen Mordfällen, die Oregon seit Jahrzehnten erschüttert. Die junge FBI-Agentin Lee Harker soll dem auf die Spur gehen und die ungelösten Fälle untersuchen.

Obwohl an den Tatorten nie ein Eindringling gefunden wurde, hinterlässt der vermeintliche Täter, der sich selbst „Longlegs“ nennt, kryptische Botschaften mit satanischen Symbolen. Während die FBI-Agentin versucht, die rituellen Muster und okkulten Zusammenhänge der Taten zu entschlüsseln, stößt sie auf eine erschreckende persönliche Verbindung zu dem Gesuchten.

Was als klassische Serienkiller-Jagd beginnt, entwickelt sich schnell zu einem beklemmenden Albtraum, in dem die Grenzen zwischen polizeilicher Ermittlung und übernatürlichem Terror ineinander verschwimmen.


Die FBi Agentin Lee Harker ist schockiert von den grausamen Morden des „Longlegs“-Killers.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Die Ästhetik des Unbehagens

Dieser Film ist ein wahrhaftig stilistischer Überflieger.
Schon zur ersten Szene hin, wird durch die 4:3 Darstellung ein 90er Jahre Flair suggeriert, um die Zuschauer mehr in das Geschehen einzubinden. Dieser Stil wechselt immer mal wieder zu 16:9 und zurück, je nach Zeitepoche. Wir lieben es! Regisseur Oz Perkins spielt meisterhaft mit verschiedenen Bildformaten.

Es ist ein cineastisches Highlight und verleiht der Handlung einen Old-School-Flair den man beispielsweise gut mit Crime-Serien wie „True Detektiv“ oder dem legendären Film „Das Schweigen der Lämmer“ aus dem Jahr 1991 vergleichen kann. Es ist das gewisse Etwas das den Film so brilliant macht. Was gibt es weiteres an diesem Film was uns so ins Auge gestochen hat?

Der Film setzt weniger auf plumpe Jump-Scares, sondern auf ein konstantes und tiefes Unbehagen. Durch ungewöhnliche Kameraeinstellungen (oft statisch oder mit viel leerem Raum) und einem beklemmenden Sounddesign, fühlt man sich als Zuschauer nie sicher.


Durch die Kameraeinstellungen ist die Angst allgegenwärtig.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Nicholas Cage erneut in Höchstform

Seine Darstellung des Killers wird als einer der gruseligsten Auftritte seiner Karriere gefeiert. DerSpecial Effects Make-up )kurz SFX-MakeUp) verlangte sehr viel Zeit. Nicholas Cage ist unter einer dicken Schicht von Prothesen kaum wiederzuerkennen. Für seine Rolle habe er eine sehr spezielle und verstörende Stimme genutzt bzw. „gespielt“. Sein Aussehen wurde Anfangs durchs Marketing bewusst geheim gehalten, um den Schockmoment im Kino zu maximieren. Wir können bestätigen – Das hat funktioniert!

Cage ist in seiner Rolle nicht wiederzuerkennend. Man bekommt es in seiner Gegenwart mit der Angst zu tun. Ihm möchte man nicht alleine im dunklen Wald treffen – oder was meint ihr? Er spielt seine Psychopathen-Rolle sehr authentisch und überaus überzeugend gut.

Auch seine Filmpartnerin Maika Monroe zeigt schauspielerisch eine Authentizität, bei der wir sogar mitfühlen müssen, wenn sie Schwierigkeiten hat ihren Fall zu lösen und ihr immer wieder Stolpersteine in den Weg gelegt werden. Sie ist eine FBI-Agentin die mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen hat. Exzellentes Schauspiel!



Agentin  Harker ist auf der Suche nach dem „Longlegs“-Killer.

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©SaturnFilms, Studio Neon


Fazit – Ein Okkulter Albtraum

Zugegeben Anfangs haben wir lange gebraucht um den Meilenstein in „Longlegs“ zu erkennen. Der Film setzt zu Beginn auf einen entschleunigten Einstieg. Das macht die Handlung nicht langatmig, aber man fühlt sich als Zuschauer beinahe hinters Licht geführt? Warum das? Der Film suggeriert fast in jeder Szene – „Gleich kommt Etwas!“. Denn „Longlegs“ spielt nämlich mit unseren Erwartungen und das dauerhaft!

Wir können euch sagen: Dranbleiben lohnt sich! Denn dieser Psychohorror entfaltet seine volle Wucht erst spät, und lässt euch dann aber garantiert nicht mehr los. „Longlegs“ ist ein Unikat was es so in der Filmbranche selten zu sehen gibt.

Neben „Smiley 2 – Siehst du es auch?“ oder „The Substance“ war „Longlegs“ einer unserer Film-Highlights des Horrorgenres aus dem Jahr 2024.


Mit Abstand die gruseligste Rolle von Nicholas Cage.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Was haltet Ihr von dem Okkulten-Film aus der Feder von Oz Perkins? Gehört „Longlegs“ zu einer der Horrorfilmsensationen 2024? Teilt eure Gedanken zu „Longlegs“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Longlegs-Killer bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle englische Trailer von „Longlegs“.

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©SaturnFilms, Studio Neon

The Midnight Man (2016)

Lesemusik:

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©IFC, Universum Film
  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Melissa meint - Geht So

Jumanji trifft auf Horror. Um was geht es in „The Midnight Man?“

In dem 2016 erschienen Horrorfilm beschwören Alex und ihr Freund Miles durch ein rituelles Spiel eine sadistische übernatürliche Entität in einem alten Herrenhaus. Sie müssen bis 3:33 Uhr morgens überleben, während der Midnight Man ihre tiefsten Ängste gegen sie verwendet und die Regeln manipuliert.

Der Film ist ein Remake des irischen Films „The Midnight Game“ aus dem Jahr 2013.

Fallen wir mit der Tür ins Haus. Eines der Besonderheiten in dem Film ist der Auftritt von Robert Englund. Die Horror-Fanatiker unter euch, werden bei dem Namen direkt hellhörig. Robert Englung ist nämlich vor allem bekannt durch die Nightmare on Elmstreet Filme, in der er die Rolle von Freddy Krueger übernimmt. Nur leider ändert das nichts an der zähen Handlung.

Es geht um ein Horrorspiel – ein Spiel um Leben und Tod. Ähnlich wie bei Jumanji aus dem Jahr 1995. Wenn ihr dieses Spiel zu spielen beginnt, gibt es kein zurück mehr.

Der Film startet richtig gut und spannend, doch er wird zur Hälfte hin dann leider etwas fad und eintönig. Schade, ein Horror-Jumanji-Film hatte definitiv Potenzial. (17.06.25; 21.03.2026)

Genre: Horror, Mystery

Originaltitel: The Midnight Man

Produktionsland: USA, Kanada

Vertrieb | Studio: Independent Film Company; Universum Film

Regie: Travis Zariwny

Drehbuch: Travis Zariwny, Rob Kennedy

Produktion: Jeff Beesley, Cassian Elwes, Frankie Lindquist

Kamera: Gavin Kelly

Länge: ca. 93 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 9. März 2018 (Direct-To-Video)

Ähnliche Titel: Candyman (2021), Heretic (2024), Hidden – Die Angst holt dich ein (2015), Forbidden Floor: The Home (2025)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Midnight_Man_(2016_horror_film)

Was haltet Ihr vom Horror-Film ala Jumanji? Teilt eure Gedanken zu „The Midnight Man“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Robert Englund bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle englische Trailer zu „The Midnight Man“.

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©IFC

Hidden – Die Angst holt dich ein (2015)

Lesemusik:

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©Warner Bros. Pictures, Music from Insomnia by David Julyan
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Melissa meint - Sehenswert

„Hidden“ ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 2015 mit Alexander Skarsgard in der Hauptrolle. Produziert von den bekannten Duffer Brüdern (Produzenten von Stranger Things) erzählt es die Geschichte von Ray, seiner Frau Clay und der 7-Jährigen Tochter Zoe.

Der Film dreht sich um eine Familie die sich während einer Evakuierung, aufgrund einer unbekannten Viruserkrankung, 301 Tage in einem Bunker verstecken muss. Eine verheerende Katastrophe hat die Welt für immer verändert. In ihrem kleinen Bunker versuchen sich die drei ein neues Zuhause aufzubauen und niemals ihre Hoffnung aufzugeben. Doch ein mysteriöses Etwas wird auf sie aufmerksam und vor dieser unbekannten Bedrohung sind sie selbst in ihrem Bunker nicht mehr sicher.

Die Erzählung nimmt uns anfangs mit in das karge, düstere Leben der Familie im Bunker. Wir erleben hautnah, wie beschwerlich ihr Überlebenskampf auf engstem Raum ist. Dadurch entfaltet sich eine beklemmende Atmosphäre. Als das Essen immer knapper wird, bleibt ihnen keine andere Wahl – sie müssen das Risiko eingehen und den sicheren Unterschlupf verlassen!

Die Schauspieler glänzen in ihrer Rolle vor allem Alexander Skarsgard den wir u.a. durch die  herausragende Horror-Vampir-Serie „True Blood“ kennen.

Der Film gibt nicht viel preis. Der Zuschauer soll in der Unwissenheit bleiben. Was ist mit den Menschen passiert und warum ist die Erde eine Trümmerwelt der Dystopie? Die Geschichte zieht den Leser tief in ihren Bann, indem sie die Wahrheit nur häppchenweise preisgibt.

Zum Finale zieht das Tempo massiv an, bevor der Plot-Twist die gesamte Geschichte in ein völlig neues Licht rückt.

„Hidden“ ist ein spannender und atmosphärisch dichter Horrorfilm der es verdient am Ball zu bleiben. Die Geschichte ist nämlich nicht so gewöhnlich wie man Anfangs vermeintlich denken könnte.“ (18.03.2026)

Genre: Horror, Horrorthriller, Mysterythriller, Psychothriller, Mystery

Originaltitel: Hidden

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures

Regie: The Duffer Brothers

Drehbuch: The Duffer Brothers

Produktion: Mason Novick, Roy Lee

Musik: David Julyan

Länge: ca. 84 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 8. Oktober 2015 (Direct-to-Video)

Ähnliche Titel: Wir (2019), (2020), Nope (2022), Get Out (2017), Raum (2015), Life (2017)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Hidden_(2015_film)

Was haltet Ihr vom Horror-Mystery-Film aus der Feder der Duffer Brothers? Teilt eure Gedanken zu „Hidden – Die Angst holt dich ein“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Alexander Skardgard bestimmt auch!


Der offizielle englische Trailer zu „Hidden“.

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©Warner Bros. Pictures

Heretic (2024)

Lesemusik:

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©A24; PlaionPictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 3/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 3/10
3/10

Melissa meint - Schwach

„Heretic“ ist ein klaustrophobischer Trip zwischen Glaubenskrise und Überlebenskampf! Beim Versuch in das Horror-Genre einzutauchen, scheitert „Herertic“ maßgeblich durch eine Handlung – denn hier ist nichts wirklich gruselig. Leider bleibt der Film weit hinter den Erwartungen zurück. Hugh Grant, der in seiner Rolle durchaus charmant und überzeugend agiert, kann die Schwächen des Drehbuchs nicht ausgleichen. Seine schauspielerische Leistung ist zwar beeindruckend, doch sie reicht nicht aus, um die irrationale und oft verworrene Handlung zu retten. Um was gehts?

Zwei mormonische Missionarinnen klopfen an die falsche Tür: Der charmante, aber diabolische Mr. Reed (Hugh Grant) lockt sie in sein Haus und verwickelt sie in ein perfides theologisches Kammerspiel. Statt Seelen zu retten, müssen die Frauen in einem labyrinthartigen Haus um ihr Leben kämpfen. Reed stellt ihren Glauben durch psychologische Folter und tödliche Prüfungen auf die Probe, um seine Theorie der „wahren Religion“ zu beweisen.

Klingt auf den ersten Blick Interessant oder? Die Geschichte selbst ist aber ein wirres Konstrukt, dass mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet. Anstatt Spannung und Grusel zu erzeugen, führt sie den Zuschauer in eine verwirrende Erzählung, die eher Frustration als Faszination hervorruft.

Man findet sich oft in Situationen wieder, die keinen Sinn ergeben, was die Immersion in die Handlung stark beeinträchtigt. Die Entscheidungen der Protagonisten sind einfach nur ärgerlich zu betrachten.

Ein weiterer Aspekt der im Film behandelt wird, ist die Kritik an Religion und der Gesellschaft. Diese Themen sind zwar relevant und könnten Potenzial für tiefere Auseinandersetzungen bieten, jedoch kann es trotz der Glaubensfrage die Sinnhaftigkeit der Entscheidungen der beiden Protagonisten nicht rechtfertigen.

Statt einer fundierten Diskussion über Glauben und gesellschaftliche Normen bleibt der Film in Klischees und plakativen Aussagen stecken – einfach nur ärgerlich.

Fazit: Insgesamt kann ich „Heretic“ nicht empfehlen. Die charmante Darbietung von Hugh Grant kann die irrationale Geschichte und die schwache Umsetzung nicht aufwiegen. Wer auf der Suche nach einem packenden Horrorfilm ist, sollte sich besser nach anderen Optionen umsehen – und da gibt es definitiv bessere. (13.01.25)

Genre: Horror, Psychothriller

Originaltitel: Heretic

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: A24, Plaion Pictures

Regie: Scott Beck, Ryan Woods

Drehbuch: Scott Beck, Ryan Woods

Produktion: Scott Beck, Julia Glasur, Stacey Sher, Jeanette Volturno, Bryan Woods

Musik: Chris Bacon

Länge: ca. 101 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 26. Dezember 2024 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: The Empty Man (2020), Antebellum (2020)

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©https://de.wikipedia.org/wiki/Heretic_(Film)
Was haltet Ihr von „Heretic“? Kann der Film dem Hype gerecht werden? Kann Schauspieler Hugh Grant den Film noch „retten“ oder sind wir schon verloren wenn wir uns den Film ansehen? Wie fandet Ihr die religiöse Thematik? Teilt eure Gedanken zu „Heretic“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unser Protagonist Mr. Reed bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Heretic“

Life (2017)

Lesemusik:

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©Sony Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„Life“ profitiert von einem vielversprechenden Beginn und einer interessanten Prämisse.

Der Science-Fiction-Horrorthriller trumpft zunächst mit seiner Spitzen-Niveau-Besetzung auf. Jake Gyllenhaal, Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds und Hiroyuki Sanada schlüpfen in die wichtigsten Rollen.

Alles scheint jetzt möglich im Weltraum. Bis sich Daniél Espinosas Film zunehmend in seiner Unglaubwürdigkeit verfängt. Als Zuschauer wurden wir das Gefühl nicht los, dass einfach alles wie am Schnürchen für den Antagonisten läuft. Jedes Detail spielt in die Hände des Feindes.

Dadurch ergibt sich im Verlauf eine Vorhersehbarkeit, die mit der Zeit mürbe macht. In seinen schlechtesten Momenten führt das zu Stirnrunzeln und Augenrollen.

In seinen besten Momenten ist „Life“ jedoch ein packender Sci-Fi-Horrorthriller, der für Anspannung sorgt und so als erinnerungswürdiges Leinwanderlebnis im Gedächtnis bleiben kann.

(4. März 2019 | 26. Februar 2026)

Genre: Science-Fiction, Horrorthriller, Übernatürliches

Originaltitel: Life

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Sony Pictures Releasing | Columbia Pictures, Skydance

Regie: Daniel Espinosa

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick

Produktion: David Ellison, Dana Goldberg, Bonnie Curtis, Julie Lynn

Musik: Jon Ekstrand

Länge: ca. 104 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 23. März 2017 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Arrival (2016)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Life_(2017) | https://en.wikipedia.org/wiki/Life_(2017_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt5442430/reference/

Was haltet Ihr von Daniel Espinosas Weltraum-Ausflug? Auf welcher Seite standet Ihr emotional und habt Ihr „Calvin“ liebgewonnen? Teilt eure Gedanken zu „Life“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und das Team der ISS bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche „Trailer C“ zu „Life“

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©Sony Pictures

Candyman (2021)

Lesemusik:

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©Universal Pictures Germany | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - Ganz gut

Mit „Candyman“ erreichte uns im Jahr 2021 ein weiterer Film von Jordan Peeles Produktionsfirma Monkeypaw Productions.

Anders als bei Peeles vorangegangenen Werken „Get Out“ (2017), „Wir“ (2019) und „Nope“ (2022) nahm der Sozialthriller-Experte diesmal nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz. Zeitweise war dies unklar.[1] Stattdessen übernahm die New-Yorkerin Nia DaCosta das Zepter und Peele fungierte als ausführender Produzent und Drehbuchautor.

Der Horrorthriller „Candyman“ soll als „spirituelle Fortsetzung“ des 1992 erschienenen, gleichnamigen Slashers von Bernard Rose gesehen werden, wie die Macher preisgaben.[2] Er basiert also erneut auf der Kurzgeschichte „The Forbidden“ von Clive Barker.

Die Geschichte startet interessant. Der Künstler Anthony McCoy stößt auf die Legende des Candyman. Wird fünfmal sein Name in den Spiegel gesagt, soll der Mörder mit der Hakenhand unweigerlich erscheinen. Nach einer künstlerischen Schaffenskrise findet Anthony Inspiration in seiner neuen Entdeckung und richtet seine Werke darauf aus. Als sich dann immer mehr Morde in seinem direkten Umfeld ereignen, nimmt die Geschichte weiter Fahrt auf.

Gesellschaftskritisch versucht der Film, angesiedelt in Chicago, sich zum Thema der Gentrifizierung zu äußern.  Das wirkt eher unpassend und aufgesetzt, da es mit der eigentlichen Horrorgeschichte um den Candyman wenig verwoben wirkt.

Insgesamt bietet „Candyman“ außerdem nur wenige imposante Bilder und interessante Ideen. So schafft er es, einzig mit seiner, für Monkeypaw typisch, hohen Produktionsqualität und den treffenden Schattenspielen des Chicagoer Theater-Kollektivs Manual Cinema aufzutrumpfen.

Das reicht jedoch nicht für mehr als einen ganz guten Horrorthriller mit viel Luft nach oben. „Candyman“ enttäuscht in den meisten Disziplinen des Genres und bleibt relativ blass, als zwar kein völlig verünglückter aber eben etwas blutleerer Leinwandausflug.

(13. Juli 2023)

Genre: Horrorthriller, Sozialthriller, Slasher, Body Horror, Übernatürliches

Originaltitel: Candyman

Produktionsland: USA, Kanada

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Pictures, Bron Creative

Regie: Nia DaCosta

Drehbuch: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Nia DaCosta

Produktion: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Ian Cooper

Musik: Robert Aiki Aubrey Lowe

Länge: ca. 91 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 26. August 2021 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Wir (2019)

Nachfolger: Nope (2022)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021) | https://en.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt9347730/reference/

Was haltet Ihr von „Candyman“? Kann die geistige Fortsetzung dem Original das Blut reichen? Und wie fandet Ihr die gesellschaftskritische Komponente? Teilt eure Gedanken zu „Candyman“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Killer mit der Hakenhand bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Candyman“

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©Universal Pictures Germany

Forbidden Floor: The Home (2025)

Lesemusik:

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©LionsGate, Nathan Whitehead, Intermezzo by Richard Himber | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Melissa meint - Sehenswert

Ein Psychohorrofilm von dem Purge Erfinder James DeMonaco.

Mit dieser Information wurde ich direkt gecatched – auch wenn die Handlung eher nicht laut Beschreibung zu einem The Purge Film passt. Um was geht es:

Max (Pete Davidson) wurde wegen illegaler Graffiti Schmiererein zu gemeinnütziger Arbeit im Altenheim verdonnert. An seinem ersten Arbeitstag bemerkt er, dass sich u.a. die Mitarbeiter sowohl auch die Bewohner des Pflegeheimes sehr seltsam verhalten. Ihm wird zudem ausdrücklich untersagt, niemals die 4. Etage des Altenheimes aufzusuchen. Man erzählt Max, das sich dort Bewohner befinden, die ganz besondere Pflege benötigen. Max geht dem Ganzen natürlich auf die Spur und entdeckt ein Geheimnis, von dem er vielleicht nie hätte erfahren sollen.

Das besondere an „The Home“ ist die dauerhafte Anspannung mit der dichten Mystery-Atmosphäre. die sich bis zum Ende streckt. Der Film schlägt nicht mit üblichen Horrorklischees um sich – die Geschichte baut sich langsam auf, benötigt aber auch nicht viel dafür. Zu Ende schauen lohnt sich! Die Handlung bietet unerwartete Twists!

„The Home“ ist  aufgrund seiner besonderen Geschichte auf jeden Fall sehenswert.  Zudem erzeugt er dauerhaft Spannung und zum Ende hin erkennt man sogar die Handschrift von James DeMonaco. Darüber hinaus ist „The Home“ schauspielerisch überzeugend stark! Pete Davidson wirkt sehr authentisch in seiner Rolle. An seiner Seite steht John Glover der vor allem aus der Superhelden-Serie „Smallville (2001-2011) bekannt wurde.

Fazit: Ein solider Psychohorror mit einigen Purge – „Oh Mein Gott Momenten“. Konstante Anspannung kombiniert mit einer abgedrehten Story die den Zuschauer bis zum Schluss in eine Verstrickung von rätselhaften Ereignissen zieht und überraschende Wendungen bietet. (19.02.2026)

Genre: Horror, Body Horror

Originaltitel: The Home

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Lionsgate, Roadside Attractions| Miramax, BlockFilm, Man in Tree Productions

Regie: James DeMonaco

Drehbuch: James DeMonaco, Adam Cantor

Produktion: Bill Block, Sebastien K. Lemercier

Musik: Nathan Whitehead

Länge: ca. 95 Minuten

Altersfreigabe: FSK 18

Veröffentlichung: 20. November 2025  (Direct to DVD & Blu-Ray, Streaming-Dienste)

Ähnliche Titel: Wir (2019), Malignant (2021), Barbarian (2002)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Home_(2025_American_film)

Was haltet Ihr vom neuesten Werk des „The Purge“ Machers?  Teilt eure Gedanken zu “The Home” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und  die Bewohner des mysteriösen Altenheims bestimmt auch!


Trailer

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©PlaionPictures, Lionsgate

Der offizielle deutsche Trailer zu „Forbidden Floor: The Home“

Nope (2022)

Lesemusik:

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©Universal Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Am 11. August 2021 erschien mit dem interessanten Titel NOPE Jordan Peeles dritter Social-Thriller.

Der Oscar-Preisträger gilt seit Get Out (2017) als Garant für spannungsgeladene, sozialkritische Mindfuck-Trips, die Gänsehaut beim Zuschauer verursachen.

Laut Peele sollen innerhalb eines 10-Jahres-Plans insgesamt vier Filme dieser Art erscheinen.[1] Was sein drittes Werk zu bieten hat, haben wir uns genauer angeschaut.

Genre: Thriller, Horrorthriller, Mysterythriller, Sozialthriller, Science-Fiction, Western

Originaltitel: Nope

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions

Regie: Jordan Peele

Drehbuch: Jordan Peele

Produktion: Jordan Peele, Ian Cooper

Musik: Michael Abels

Länge: ca. 130 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 11. August 2022 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Candyman (2021)

Nachfolger: Honk for Jesus, Save Your Soul (2022)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Nope_(film) | https://de.wikipedia.org/wiki/Nope | https://en.wikipedia.org/wiki/Monkeypaw_Productions

Wertung:   

Autor: Jannik

Verfasst am: 19. August 2022

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Mastermind

Mit Nope erreicht uns endlich wieder ein Film von Regisseur Jordan Peele.

Das amerikanische Mastermind heimste bei der Oscarverleihung 2018 mit seinem Skript zu Get Out (2017) die Auszeichnung für das beste Originaldrehbuch ein. Peele etablierte mit seinem Regiedebüt eine ganz eigene Art von sozialkritischen Thrillern und prägte damit nachhaltig das Genre.

Zuletzt machte der 43-Jährige mit dem Horrorthriller Wir (2019) auf sich aufmerksam.

Am 22. Juli 2022 (US-Kinostart) veröffentlichte er seinen neuen Film mit dem ungewöhnlichen Titel Nope erneut unter dem Banner des hauseigenen Studios Monkeypaw Productions.

Würde uns abermals diese eigenartig-befriedigende Form von Mindfuck präsentiert werden?!


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©Universal Pictures Germany | Quelle: https://vignette.wikia.nocookie.net/logopedia/images/8/86/BlacKkKlansman.2018.1080p.WEB-DL.DD5.1.H264-FGT.mkv_20181114_204154.063.jpg/revision/latest?cb=20181114124208

Handlung – Eine Pferde-Ranch und merkwürdige Dinge

Nope handelt vom Familienbetrieb Haywood Hollywood Horses des Afroamerikaners Otis Jr. Haywood kurz OJ genannt (Daniel Kaluuya).

In der Wüste des kalifornischen Santa Clarita Valley betreibt OJ sein Geschäft mit Showpferden in der Film- und Fernsehindustrie.

Nach dem plötzlichen Tod von OJs Vater müssen der deprimierte Sohn sowie seine lebhafte Schwester Emerald Haywood (kurz Em) den Laden übernehmen und weiterführen.

Doch schon bald geschehen merkwürdige Dinge.


OJ und Em versuchen mit modernen Methoden das Business auf die Spur zu bringen

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©Universal Pictures Germany

Ein neuer Social-Thriller?!

Nach Get Out und Wir waren wir sehr gespannt (wenn nicht gehyped) auf einen neuen Film aus dem Hause Monkeypaw.

Das Studio des Filmemachers Peele steht seit Get Out vor allem für sozial- und gesellschaftskritische Ausnahmewerke mit vielen Untertönen.

Sogenannte Social-Thriller, wie sie Peele selbst bezeichnet, sollten noch ganze vier weitere innerhalb des nächsten Jahrzehnts folgen, wie wir uns bereits in unserem Review zu Wir angeschaut haben. Nope ist vermutlich einer davon.

Damals teilte der Regisseur mit:

Die besten und furchterregendsten Monster in der Welt sind menschliche Wesen und wozu wir in der Lage sind, besonders wenn wir aufeinander treffen. Ich habe an diesen Prämissen dieser verschiedenen sozialen Dämonen gearbeitet, diesen inhärenten Monstern, der Art, wie sie in unser Denken und unsere Interaktion eingewoben sind. Und jeder weitere Film soll von einem anderen dieser sozialen Dämonen handeln.Jordan Peele

Ikonische Szene aus Get Out. Regisseur Peele arbeitete bereits in seinem Regiedebüt mit Schauspieler Kaluuya zusammen. Auch in Wir (2019) wirkte er mit.

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©Universal Pictures Germany

Dreharbeiten zu Nope. Der Regisseur setzt erneut auf seinen bewährten Hauptdarsteller.

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©Universal Pictures Germany

Genre-Vielfalt

Stilistisch ist der neue Film stark geprägt vom Genre des Western.

In den Weiten der karg-öden Landschaft des Drehorts Santa Clarita Valley (Kalifornien) und den storyrelevanten Pferden kommt das besonders zur Geltung.

Doch auch andere Genres mixt Peele seelenruhig mit ein. Etwa Science-Fiction à la Spielberg. Der Vergleich mit Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) wurde bei Kritikern mit am häufigsten genannt.[2] Diese Stilrichtungen paaren sich mit den dominanten Anteilen, bestehend aus Elementen des Horror– und Thriller-Genres.

Ein beinahe wirrer Trip ergibt sich aus dieser Mixtur. Doch ist dies wirklich der Spielerei mit den Genres geschuldet? Viel mehr ist es wohl die Geschichte, die manches Mal verwirrt, wenngleich diese wohl gattungstypisch bewusst so gestrickt wurde, um eben genau diesen Zweck zu erfüllen und diesen Effekt zu erzielen.


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©Universal Pictures Germany

Filmisch-visuell gefällt Nope jedenfalls zweifelsohne. Die stechenden Augen von Kaluuya und seine deprimierte und dennoch störrische Performance werden mit einer beige-farbig dominierten Umwelt kombiniert. Die ruhige Ausstrahlung der Wüste mit ihrer dennoch bedrohlichen Aura der Weite kommt hervorragend durch.

Die Kameraarbeit des niederländisch-schwedischen Hoyte van Hoytema, welcher vor allem für die Zusammenarbeit mit Christopher Nolan bekannt ist, kommt dem von Panoramen geprägten Setting zudem unglaublich gut entgegen.[3]

Auch deshalb würden wir Nope in einem guten (Heim)Kino auch mehrfach bestaunen.


Peele bei der Arbeit an Nope mit IMAX-Kamera

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©Universal Pictures Germany

Das Sandkorn

Das kratzende Sandkorn auf der Bildschirm-Oberfläche ist für uns auf inhaltlicher Ebene zu finden.

Zwar weiß die Geschichte sowohl in Tempo als auch in Erzählweise durchaus zu gefallen und zeigt hier kaum Schwächen, doch krankt sie an einem wesentlichen Element, was die bisherigen Social-Thriller von Peele ausmachte.

Während die anfangs angesprochenen Werke nur so durchzogen waren vom Fingerzeig, vom Anprangern und Hervorheben der sozialen Kritik, ist man beinahe so verwöhnt davon, dass die Tragweite, ja die Tragkraft in Nope zu kurz gekommen scheint.

Zwar prangert Nope offensichtlich die Sensationsgier der Menschen und die Sehnsucht nach medialer Sichtbarkeit an, doch konnte sich für uns dieses Motiv innerhalb der Handlung nie so ganz durchbeißen.[4]

Wo uns Get Out regelrecht in den Sitz presste und bewegte und uns Peeles zweiter Film Wir schamlos den Spiegel vorhielt und schockte, hat uns Nope emotional nie so richtig aufgewühlt.

Zugutehalten müssen wir dem Thriller jedoch den unkonventionellen Eindruck, denn er siedelt sich insgesamt trotz Versatzstücken und Ähnlichkeiten zu anderen Werken fernab des gewöhnlichen Seherlebnisses an. Doch die Gänsehaut – ja, ein Unbehagen – fehlte. Viel zu selten und in langsamerem Takt – als bei seinen bisherigen Social-Thrillern – verspürten wir wirkliche Durchschlagskraft. Das richtige „Baff sein“ blieb somit leider aus.


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©Universal Pictures Germany

Fazit – Filmerlebnis Monkeypaw (fast ohne sozialkritischen Unterton)

Nope ist etwas weniger ein Social-Thriller. Der Zuschauer muss stark interpretieren, um die Gesellschaftskritik zu verstehen.

Er nimmt sich kein Ungleichgewicht innerhalb der Gesellschaft, welches ein Unwohlsein hervorruft, und treibt es dann, wie von Peele gewohnt, auf die Spitze.

War ein wesentliches Merkmal von Peeles Werken, das Fass sukzessive überlaufen zu lassen, sodass es sich am Ende im Abgang so anfühlte, als wäre das Fass tatsächlich viel mehr mit einem lauten Knall umgetreten worden, fanden wir in Nope zwar filmische sowie stilistische Schönheit, jedoch nicht genug Tragweite innerhalb der Handlung.

Nope beschränkt sich auf das Schicksal einer kleinen Gruppe anstelle einer globalen Gesellschaft.

Damit weiß der Film zwar optisch zu überzeugen, schafft es aber nie, über anspruchsvolle, beinahe arthouse-mäßige Sci-Fi-Horror-Thriller-Popcorn-Kino-Action hinaus und ist somit ein sehenswerter Film, in dem der für Peele eigentlich typische sozialkritische Unterton zwar vorhanden ist, jedoch weniger stark ausgeprägt zur Geltung kommt.


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©Universal Pictures Germany

Was haltet Ihr vom dritten Sozialthriller aus der Feder von Mastermind Jordan Peele? Kommt euch auch die durchschlagende Gesellschaftskritik zu kurz? Teilt eure Gedanken zu Nope mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Schimpanse Gordy bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu Nope

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Him – Der Größte aller Zeiten (2025)

Lesemusik:

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©Universal Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 5.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5.5/10
5.5/10

Geht so bis ganz gut

Mit „HIM“ erschien am 13. November 2025 der neueste Film von Jordan Peeles Studio Monkeypaw Productions.

Trailer und Poster sahen vielversprechend aus, weil es den Eindruck machte, sie seien gekonnt trapiert worden. Ein junger Footballspieler mit Maschinenhaarschnitt, oberkörperfrei. Unten weiß bekleidet und mit jeweils einem Football in den weit ausgestreckten Händen. Blutüberströmt und im Hintergrund bejubelt, wie nach genauem Betrachten auffällt, von unheimlich gesichtslosen Cheerleadern.

Ziemlich geheimnisvoll. Sollte es sich wieder um einen Social-Thriller handeln? Dafür ist Oscarpreisträger Peele (Get Out, 2017) schließlich berühmt. Unsere Neugier war geweckt.

„HIM“ handelt vom Football-Talent Cam (Tyriq Withers) und seinem unheimlichen Mentor Isaiah (Marlon Wayans). Nachdem sich die Karriere des „Greatest of all the Time“ (kurz GOAT) in seinen letzten Zügen befindet, soll Cam als vielversprechendster Nachwuchsspieler in dessen Fußstapfen treten. Was wie ein Sportdrama beginnt und klingt, wird zunehmend ein mysteriöser Horrorthriller, angesiedelt in der Welt eines selbstzerstörerischen Profisports.

So wirkt es eingangs noch so, als könnte ein Motiv von „HIM“ sein, auf bizarre Art und Weise Hirnschädigungen im Profi-Football zu thematisieren, zu hinterfragen und zu verarbeiten. Schließlich gilt der Sport nicht erst seit gestern als problematisch in Bezug auf Schädel-Hirn-Traumata und die Erkrankung der chronisch traumatischen Enzephalopathie (kurz CTE, siehe Fall Aaron Hernandez).

Auch andere umstrittene, für den Football-Sport typische Punkte wie das Drafting-System, Vertragsverpflichtungen und der Haltung, Sportler wie Ware zu behandeln, werden aufgegriffen und zumindest angeschnitten.

Anschließend findet eine merkwürdige Vermengung dieser Elemente mit dem Christentum und den 7 Tagen der Schöpfung (Buch Genesis) statt, welche als Kapitel eingeblendet werden. Cam sieht immer wieder Dinge, ohne dass wir als Zuschauer wissen, was Realität und was Einbildung ist. Teilweise harte, surreale Bilder, die zwar unangenehm, aber nie wirklich furchterregend werden, lassen die Frage aufkommen, ob „HIM“ vielleicht mehr in Sachen Spannung als in puncto Horror aufwarten kann.

In dieser Phase sagt der Film A aber er kommt einfach nicht zu B und lässt den Zuschauer in der Luft hängen. Die sich wiederholenden paranoiden Wahnvorstellungen wirken in diesem Moment deshalb wie Selbstzweck ohne tieferen Sinn. Der Sportthriller dümpelt dann die meiste Zeit vor sich hin, wenn man von den optischen Schauwerten und der starken Präsenz von Hauptdarsteller Tyriq Withers einmal absieht und sich beidem entziehen kann.

Denn eines muss man „Him“ lassen: In seiner steril wirkenden Trainingsumgebung, hauptsächlich angesiedelt in Isaiahs unwirklichem, hochgezüchtetem und bis aufs letzte optimierten Domizil, strahlt das Werk eine gewisse Ästhetik und Produktionsqualität aus. Manchmal erinnert der visuelle Kontrast zwischen knackscharfer Realität und unwirklicher Dunkelheit im besten Sinne an „Nope“ (2022, ebenfalls Monkeypaw). „Him“ kommt jedoch nicht an die stilistische Raffinesse des Sci-Fi-Westerns heran bei dem Jordan Peele nicht nur produzierte, sondern selbst Regie führte.

Was darüber hinaus fehlt, ist der Nervenkitzel. „Him“ driftet mit zunehmender Laufzeit immer mehr in die Bedeutungslosigkeit ab. Als Zuschauer muss man sich an einem gewissen Punkt sehr darauf einlassen können und Interpretationsfreude an den Tag legen, um etwas im Film zu sehen, was nicht offensichtlich ist.

Gegen Ende ist es jedoch recht platt-durchschaubar und pseudotiefgründig-bedeutungsschwanger, wenn sich das visuell krass inszenierte, gewaltsam entladende Finale in einer Mischung aus befreiend schwarzhumorig und glänzend blutig befriedigend entlädt. (7. Februar 2026)

Genre: Horror, Sport, Body Horror, Übernatürliches

Originaltitel: Him

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions

Regie: Justin Tipping

Drehbuch: Skip Bronkie, Zack Akers, Justin Tipping

Produktion: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Ian Cooper, Jamal Watson

Musik: Bobby Krlic

Länge: ca. 96 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 13. November 2025 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Wir (2019), The Ritual (2017), The Prodigy (2019), The Fanatic (2019), The Empty Man (2020), Malignant (2021)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Him_%E2%80%93_Der_Gr%C3%B6%C3%9Fte_aller_Zeiten | https://en.wikipedia.org/wiki/Him_(2025_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt20990442/reference/?ref_=mv_desc
Was haltet Ihr vom neuesten Film von Monkeypaw Productions? Habt Ihr auch mehr erwartet? Teilt eure Gedanken zu “Him” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der GOAT bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Him – Der Größte aller Zeiten“

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Spree – Alles für die Klicks (2020)

Musik zum Lesen:

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©Tiberius Film | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

„Spree“ ist unkonventioneller Found-Footage-Horror mit schwarzhumoriger Social-Media-Gesellschaftskritik mit der Brechstange und nimmt den gegenwärtigen Zeitgeist, geprägt von Klickgeilheit und Geltungsdrang beim Buhlen um Aufmerksamkeit, Aufrufe und Follower, gekonnt auf die Schippe.

Mit einer verrückten, glänzend-perfekten Performance eines sich komplett freispielenden Joe Keery („Stranger Things„) besticht die kurzweilige sowie innovationsfreudige schwarze Komödie außerdem, manches mal überbordend und -fordernd, mit typischen Elementen gängiger Smartphonescreens während Streaming und Liveübertragung samt Chat.

Eugene Kotlyarenkos „Spree“ löst damit mehr als einmal anarchische Sensationslüste aus, wenn der Pegel an selbstzerstörerischem Wahnsinn immer weiter steigt, ehe er im Finale befriedigend eskaliert und jenen, die sich angesprochen fühlen, den Spiegel vorhält. Gesehen werden um jeden Preis? Chat, was meint ihr? (24.01.2025)

Genre: Found Footage, Horror, Komödie, Schwarze Komödie

Originaltitel: Spree

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: RLJE Films | Forest Hill Entertainment, DreamCrew, SuperBloom

Regie: Eugene Kotlyarenko

Drehbuch: Eugene Kotlyarenko, Gene McHugh

Produktion: Matthew Budman, Sumaiya Kaveh, Eugene Kotlyarenko, John H. Lang

Musik: James Ferraro

Länge: ca. 93 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 7. Juli 2022 (Streaming DE), 5. August 2022 (Blu-ray DE)

Ähnliche Titel: Pain & Gain (2013)Heilstätten (2018)Searching (2018), The Fanatic (2019)M3GAN (2022)

Quellen
Release: https://kinocheck.de/film/o7f/spree-2022 | Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Spree_(film)
Was haltet Ihr vom ungewöhnlichen Found Footage Ausflug von Joe Keery? Teilt eure Gedanken zu “Spree” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Chat bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Spree – Alles für die Klicks“

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©Tiberius Film