Archiv der Kategorie: Horror

Malignant (2021)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Im Jahr 2021 bringt der bekannte Horrorregisseur James Wan mehrere neue Werke heraus. Eines davon mit dem Titel „Malignant“.

Der Film erhielt durchaus positive Kritiken. Wan weiß es seine Zuschauer zu begeistern. Nach dem Erfolg von „Conjuring 3: Im Bann des Dämons“ versetzt es uns in eine kleine Stadt und  den mysteriösen Ereignissen rund um die junge Madison.

Was wir bei derofa von dem neuen Gruselwerk halten, erfahrt ihr in unserer Kritik.

Genre: Horror

Originaltitel: Malignant

Produktionsland: USA

Produktionsfirma:  Atomic Monster/Boom Ent./Boom! Studios/New Line Cinema/Starlight Culture Ent./ Warner Bros. Entertainment

Regie: James Wan

Drehbuch: James Wan, Akela Cooper, Ingrid Bisu

Produktion: James Wan, Michael Clear

Musik: Joseph Bishara

Länge: ca. 151 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 2. September 2021 (Kinostart Deutschland)

Ähnliche Titel: Conjuring 1, Conjuring 2, Conjuring 3, The Nun, Annabelle

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 18.01.2022

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

Meisterregisseur James Wan ist zurück

Es geht wieder los! Der beliebte Horrorregisseur der Conjuring-Reihe James Wan ist zurück! Mit dabei hat er ein ganz besonderes Werk entworfen, welches in dem Einheitsbrei diverser Horrorfilme durchaus heraus sticht.

Nicht einmal nach einem Jahr entspringt aus der Feder von Wan eine neue Gruselgeschichte. Im selben Jahr noch erschien nämlich der 3. Teil der Conjuring-Filme. Viel Zeit für Ideen blieb dazwischen nicht. Dennoch, wir sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Wenn Wan hinter der Kamera steht, kann nur ein absolut herausragendes Werk entstehen. Dieses Mal jedoch hat die Geschichte nichts mit dem Conjuring-Universum zu tun. Wir finden das ist auch gut so! Neue Abwechslung kann das Horrorgenre absolut gebrauchen.

So genug gelobt, lasst uns einen Blick in Geschichte vom neuen Gruselwerk „Malignant“ werfen.


Regisseure James Wan hinter der Kamera


James Wan weiß genau was er möchte und versucht dies im Film rüber zu bringen

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©Warner Bros. Entertainment

Eine Mixtur des Horrorgenres – verlassenes Haus, das Unbekannte, mysteriöse Mordfälle

Die junge Frau Madison (Annabelle  Wallis) möchte so gerne ein Kind. Sie hat bereits mehrere Fehlgeburten gehabt und ist sich dieses Mal jedoch sicher, dass die neue Schwangerschaft komplikationslos sein wird.

Madison lebt mit ihrem Ehemann in einem verlassenen Haus. Die Frau muss sich durch stressige Situation wie Arbeitsstress sowie Beziehungsstress kämpfen. Noch dazu lebt sie mit einem agressiven gewalttätigen Mann zusammen.

Eines Tages kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden bei dem Madison verletzt wird.  Kurze Zeit darauf kommt es zu einem tragischen Verbrechen in ihrem Haus und ihr Ehemann kommt ums Leben. Madison ist nun fast ganz auf sich allein gestellt und erhält nur die Unterstützung ihrer Schwester Sydney (Maddie Hasson). Nach dem Vorfall ist die junge Frau Madison sehr verängstigt und fühlt sich verfolgt. Etwas oder jemand ist hinter ihr her. Madison versucht mit aller Kraft herauszufinden was es auf sich hat.

Währenddessen kommt es in der Stadt zu unerklärlichen Mordfällen. Madison wird nun auch eine Verdächtige in dem Ermittlungsfall der Polizei. Detective Kekoa Shaw (George Young) sowie Detective Regina Moss (Michole Briana White) ermitteln standhaft weiter.


Madison wurde beim Streit mit ihrem Mann verletzt. Was passiert in ihrem Haus?

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©Warner Bros. Entertainment

Künstlerisch wertvolle Innovationen

Abwechslungsreiche Handlung

„Malignant“ heißt auch übersetzt „bösartig, heimtückisch“. Dieser Titel präsentiert uns mit dem Namen schon viel Inhalt und zeigt, dass er gerade damit perfekt für die bestehende Geschichte ist.

Im neuen Werk von Wan kommt selbst ein „Nicht-Horror-Fan“ auf seine Kosten. Die Handlung bietet sehr viel Abwechslung und springt nicht stupide von einer Szene zur anderen. Die Story hinter dem Unbekannten, dem Unerklärlichen macht den Film zu einer Spannungsfahrt in der Achterbahn.

Der Regisseur versucht schon allein in den ersten 30 Minuten zu beweisen, dass das gesamte Paket in einem Film ein wichtiger Bestandteil eines guten Filmes ist. Die Handlung punktet insbesondere dadurch, dass man als Zuschauer lange nicht weiß, was es auf sich hat. Dies wurde bewusst von Wan so gewählt und macht die Geschichte somit zum Karussel der Verwirrung, welches uns konstant auf Trab hält und uns jedoch zu keiner Zeit langweilt.


Madison erklärt ihrer Schwester Sydney das im Haus etwas nicht stimmt.

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©Warner Bros. Entertainment

Die Kunst hinter dem Objektiv

Typische Horrorklischees werden auch in „Malignant“ nicht unbenutzt gelassen, jedoch weiß Wan durchaus richtig damit umzugehen. Wenn man an die vorausgegangen Werke des Regisserus denkt (Conjuring, Annabelle, The Nun) ist uns seine Filmkunst bereits bekannt. In seinen Filmen liegt vor allem die Stärke in den Handlungen sowie den Darstellungen der Horrorkunst. Wan weiß es den Zuschauer zu verblüffen und ihm keine 0815-Kost auf den Teller zu werfen.

Neben der gut erzählten Handlung, bietet „Malignant“ auch eine überaus hervorragende Kameraführung. In den Szenen werden öfter mal verschiedenste Blickwinkel gezeigt, die wir so bisher in keinem Film gesehen haben. Wir konnten damit auch diverse Anspielungen erkennen. Bei der Kameraführung mit dem Blick auf das „Horrorhaus“ wird uns eines bewusst – dieses Stilmittel beinhaltet so viele Horrorklischees und Anspielungen auf Horrorfilmklassiker. Nur durch eine Kameradarstellung erinnert es uns an Filme wie „Der Exorzist“ (1973), oder „Amityville Horror – Eine wahre Geschichte“ (2005).


Die junge Madison durchlebt ihren eigenen Albtraum.

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©Warner Bros. Entertainment

Fazit – Genau das Richtige

James Wan macht alles richtig. Nach „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021) händigt uns der Meisterregisseur des Horros abermals eine Horrorperle aus, die uns mehr als überzeugt hat! Für eine glatte 10/10 hat es jedoch nicht gereicht. Wir müssen zugeben, für einen perfekten Film hat hier und da noch etwas kleines gefehlt.

Nichtsdestotrotz bietet uns „Malignant“ einen verstörenden Trip durch Horrorszenarien wie sie im Buche stehen – oder auch nicht? Denn James Wans neuestes Werkt zeigt uns, dass es immer noch Horrorfilme gibt, die uns stark überraschen können und dessen Handlung nicht immer nur vorhersehbar sein muss.

Wenn ihr einen Horrortip von der derofa-Redaktion erhalten möchtet, dann bekommt ihr mit „Malignant“ hiermit genau diesen. Macht es euch gemütlich, versetzt euch in die starke und dichte Atmosphäre von Malignant und erlebt eure eigene Fahrt im Karussel der Verwirrungen.


Madie fürchtet sich alleine Zuhause

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©Warner Bros. Entertainment

Was haltet Ihr von James Wans neuen Versuch euch das Gruseln zu lehren? Teilt eure Gedanken zu „Malignant“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere unsichtbaren Begleiter sicher auch.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Malignant“.

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©Warner Bros. Entertainment

The Empty Man (2020)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„The Empty Man“ ist ein Horrorthriller von David Prior aus dem Jahr 2020.

Ursprünglich wurde die Geschichte zu „The Empty Man“ 2014 von Cullen Bunn in einer Graphic-Novel-Reihe veröffentlich. Im Jahr 2017 sicherte sich 20th Century Fox die Rechte an der Graphic-Novel-Reihe.

Der Kinostart in Deutschland sollte am 6. August 2020 erfolgen. In den USA kam es zu Startschwierigkeiten den Film in die Kinos zu bringen. Ursache hierfür war die COVID-19-Pandemie. Daraufhin wurde der US-Starttermin auf den 23. Oktober 2020 gelegt.[1]

Das Übernatürliche ist stets in „The Empty Man“ vorhanden. Was wir in der Redaktion von dem Horrorfilm mit dem paranormalen halten, verraten wir euch in unserer Kritik.

Genre: Horror, Thriller

Originaltitel: The Empty Man

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: 20th Century Fox | Disney

Regie: David Prior

Produktion: Stephen Christy, Ross Ritchie

Musik: Christopher Young, Brian Williams

Länge: 137 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Kinostart: 06.08.2020 (Deutschland)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 30.08.2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

1, 2, 3 – der Empty Man kommt vorbei

Nachdem die ersten Minuten über den Bildschirm gelaufen sind, versetzt es uns direkt an einen neuen Schauplatz mit neuen Protagonisten. Eine junge Frau wird vermisst. Der ehemalige Polizist James Lasombra (James Badge Dale) wird von einer alten Freundin gebeten, ihr bei der Suche nach ihrer vermissten Tochter Amanda zu helfen.

James ist schon länger nicht mehr im öffentlichen Dienst, kann seiner alten Freundin jedoch die Bitte nicht abschlagen. Der ehemalige Polizist begibt sich auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.

Im Laufe seiner Ermittlungen erfährt er, dass Amanda sich kurz vor ihrem verschwinden um Mitternacht mit ihren Freunden auf einer Brücke getroffen habe, um den „Empty Man“ zu beschwören. Die Beschwörung sollte eine Mutprobe sein – die Jugendlichen ahnen nicht das hinter der Legende vom „Empty Man“ doch viel mehr steckt als gedacht. James glaubt nicht an das Übernatürliche, stellt jedoch schnell fest, dass es kurz nach der Beschwörung  zu mehreren unnatürlichen Todesfällen in der Stadt gekommen ist. An den Tatorten findet sich stets dieselbe Botschaft: „The Empty Man made me do it.“


An mehreren Tatorten findet sich ein und dieselbe Botschaft.

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©Disney

Der Supranaturalismus

Verschlungen im Streifen des Horrors, verbindet „The Empty Man“ Okkultismus und das Paranormale.

Die Bausteine der übernatürlichen Handlung werden gut aneinander gelegt. Spannungsvoll und inquisitiv werden wir direkt in den ersten Szenen in die Berge geführt, wo wir zwei wandernde Pärchen kennenlernen sollen. Das dieser Trip nicht schön enden wird, ist voraus zu ahnen. Bereits nach einer kurzen Laufzeit fühlt es sich verstörend an der Handlung weiter zu folgen.

Wir empfinden Grusel und Furcht vor dem Unbekannten. Das was wir nicht kennen und nicht sehen können, bereitet der menschlichen Psyche Angst und Schrecken.

Beim Start macht „The Empty Man“ alles richtig. Die Schockmomente wurden gezielt und passend gewählt, sodass es nicht den Anschein erweckt, die Horrorszenen wurden plump aneinander gereiht.


Hier entdecken die Wanderer in einer Höhle etwas furchteinflößendes.

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©Disney

Schlangenpfad der Höhen und Tiefen

Auch wenn der Film anfangs grandios begonnen hat, verliert sich die Handlung ein wenig im Strang des Chaos
wieder- es folgen nicht rationale Handlungen.

Letztendlich konnten wir die fehlenden Puzzleteile fast Stück für Stück zusammen fügen. Am Ende fehlen uns dennoch die letzten Teile. Die Story führt uns nämlich ins Dunkle. Ab der Hälfte der Geschichte bemerken wir schlussendlich, dass wir weiterhin viele offene Fragen haben.

Es wird ausgesprochen konfus und wir fragen uns kontinuierlich – wohin soll uns die Handlung nun führen? Wir müssen fast bis zum Schluss abwarten, bis die Erzählung wieder etwas Fahrt aufnimmt. Wenn wir die Spannungskurve bewerten müssten, dann würden wir sie wie einen Schlangenpfad auf hohen Bergen beschreiben. Es gibt Höhen und Tiefen – zum Finale hin sind wir am Ziel angelangt und dieses scheint der Berggipfel zu sein.


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©Disney

Fazit – Horrorstreifen mit Stärke für mehr

„The Empty Man“ hat sehr viel Potenzial verschossen, was wir zu tiefst schade finden. Die Handlung hätte uns von der ersten Szene an bis zum Schluss am Stück mitreisen sollen – dass wir uns verloren haben, ab einem Punkt der Geschichte ist leider nicht wegzudenken. Was können wir nun mitnehmen? Konnte der Film uns denn dennoch überzeugen? JA!

Auch wenn wir zur Mitte hin holprig unterwegs waren und der Weg steinig war, konnte das Finale dies voll und ganz kompensieren und uns im gesamten einen mehr als durchschnittlichen Horrorstreifen bieten, den wir weiterhin empfehlen möchten und hoffen euch mit diesem „Geheimtipp“ eine neue Perle vorstellen zu können. Für uns erhält der Film dennoch nur 7/10 Punkte – aufgrund der genannten zähen Stelle, welche sich fast gummihaft an unsere Sohle heftet, während wir unseren abentuerlichen Weg des Horrors bestreiten. Im Endeffekt wird es für Cineasten des Gruselgenres nicht ganz für eine Horror-Bombe reichen – eine mega Explosion fehlt, jedoch zeigt uns der Film wie man neues mit altbekannten verbinden kann. Wie sagt man so schön „Never change a running system“. Warum etwas ändern, was meistens sehr gut funktioniert?

Also seid vorsichtig wenn ihr auf einer einsamen Brücke steht und ihr das Gefühl habt hinter euch lauert der „Empty Man“, denn er könnte euch als nächstes im Visier haben – fliehen ist dann ausweglos.


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©Disney

Was haltet Ihr von dem Horrorthriller? Teilt eure Gedanken zu „The Empty Man“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und denkt immer dran, der Empty Man findet dich.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „The Empty Man“.

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©Disney|20th Century Fox

Fear Street Trilogie (2021)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Die Filmtrilogie „Fear Street“ basiert auf den gleichnamigen Jugendbüchern von R.L.Stine und erzählt eine Teenie-Horrorgeschichte.

Was es mit den Filmen auf sich hat, erzählen wir euch in unseren Kritiken auf derofa.de.

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Genre: Horror

Originaltitel: Fear Street Part One | Fear Street Part Two | Fear Street Part Three

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: 20th Century Fox, Chernin Entertainment

Regie: Leigh Janiak

Produktion: Peter Chernin, Jenno Topping, David Ready

Musik: Marcus Trumpp, Marco Beltrami (Part One), Brandon Roberts (u.a. Part Two), Anna Dubruch (u.a. Part Three)

Länge: Part One: 107 Minuten |Part Two: 110 Minuten | Part Three: 114 Minuten

Altersfreigabe: FSK 18

Kinostart: keiner

Universum: Fear Street

Die Filmtrilogie

Bald steht uns erneut die gruseligste Zeit des Jahres bevor – Halloween! Passend dazu möchten wir euch zugleich drei neue Horrorfilme vorstellen und euch schon jetzt etwas Halloween-Flair zu kommen lassen.

Zunächst jedoch, möchten wir euch einige Hintergrundinformationen zu der Trilogie erzählen.

Am 2.Juli 2021 veröffentlichte die Streaming-Plattform Netflix die erste Geschichte „Fear Street – Teil 1: 1994“ einer  Gruselromanverfilmung. In wöchentlichen Abständen brachte Netflix seine Nachfolger „Fear Street – Teil 2: 1978“ und „Fear Street – Teil 3: 1666“ auf ihren Streaming-Dienst heraus.

Die Geschichten der Filme basieren auf den Horrorromanen des Autors  R.L. Stine. Vielleicht kommt euch der Name des Autors etwas bekannt? Habt ihr früher mal Horrorromane gelesen? – denn R.L. Stine ist der Autor der bekannten Kindergruselromane  „Gänsehaut“ aus dem Jahre 1992. Schon damals verfasste Stine insgesamt 100 Romane dieser Reihe. Bei „Fear Street“ wurden immerhin bisher 51 Bücher zu Blatt gebracht.[1]

Die Regisseurin Leigh Janiak erklärte in einem Interview, sie versuche mittels dieser Gruselgeschichten ein „MCU des Horrors“ aufzubauen.[2]


Kritik „Fear Street – Teil 1: 1994“ (2021)


Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 13.10.2021


Kleinstadt-Rivalitäten und gespenstische Ereignisse

Es versetzt uns in das Jahr 1994 in eine Kleinstadt der USA namens Shadyside. Seit Jahrzehnten kommt es zu unerklärlichen Mordfällen in Shadyside, in dem selbst die Polizei ratlos ist.

Immer wieder kommt es zu einer weiteren Mordserie. Die Stadt wird für ihre hohe Verbrecherkriminalität nicht sehr hoch angesehen, im Vergleich zu der Nachbarstadt Sunnyvale. Dort leben die Menschen in Frieden und Reichtum, denn in Sunnyvale haben die Bürger einen hohen Lebensstandart. Es kommt häufig zu Auseinandersetzungen zwischen Shadyside- und Sunnyvale-Bewohnern.

Die Story hinter „Fear Street“ startet spannend und die Hauptprotagonisten werden uns direkt vorgestellt. Zum einen gibt es Deena (Kiana Madeira) die aus Shadyside kommt und auf der anderen Seite der Wohlhabenden ihre Ex-Freundin Sam (Olivia Scott-Welch). Die zwei jungen Frauen haben eine Vergangenheit zusammen, jedoch versucht Sam diese strickt vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Während wir den Liebeschaos der beiden verfolgen kommt es bereits zum ersten (weiteren) Mord in einem Einkaufszentrum. Unerklärliche Ereignisse tun sich daraufhin auf und die beiden verliebten und ihre Freunde versuchen nun alles, um dem Schrecken in Shadyside ein Ende zu setzen. Wir möchten euch nicht zu viel vorweg nehmen und lassen euch jetzt im dunkeln stehen.


Der maskierte Killer von Shadyside.

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©Netflix

Rasanter Handlungsstrang mit überzeugenden Darstellern

Ab der ersten Minute zieht uns die Geschichte in ihren Bann. Es werden uns häppchenweise mehr Informationen zugeworfen und wir fühlen uns wie erstarrt, denn die schaurigen Gestalten haben es in sich.

Zugegeben, die Handlung ist recht plump und einfach gestrickt. Jedoch bietet sie im Verlauf durchaus unerwartete Twists und einen Hauch von „Erfrischung“ nach dem wir uns in Horrorfilmen immer sehr sehnen. Vieles haben wir schon gesehen und Horrorveteranen erkennen die Gruselmomente bevor sie erscheinen. „Fear Street – Teil 1“ gibt uns dann doch etwas mehr Gruselflair und das nicht ohne. Die Schockmomente und das Aufeinandertreffen mit dem Killer sind brutal und erbarmungslos. Keines der Opfer wird verschont. „Fear Street“ präsentiert sich somit nicht als Jugendhorrorfilm sondern will ganz vorne bei den Großen mitspielen. Dies ist umso faszinierender, da die Handlung eigentlich für Jugendliche geschrieben wurde, jedoch die Verfilmung eher weniger für das junge Publikum gemacht ist.

Schauspielerisch zeigt uns der Horrorfilm durchaus eine gute Leistung. Die jungen Darsteller machen ihre Arbeit ausgezeichnet und überzeugend.

Mit dem ersten Start in die schaurige Handlung macht „Fear Street – Teil 1: 1994“ alles richtig.


Gemeinsamen machen sich die Freunde auf den Weg in den Wald von Shadyside und entdecken dort einen erschreckenden Fund.

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©Netflix

Fazit – Endlich wieder was zum gruseln

Wir wollen nicht lange um den heißen Brei reden und kommen direkt zum Punkt. Der erste Teil der Trilogie hat uns mit seiner gruseligen Atmosphäre, seinen diversen Horrorklischees, den authentischen Darstellern und den abscheulichen Wesen eine spannungsgeladene Fahrt durch all unsere Ängste gezeigt.

Auch wenn die Handlung auf uns manchmal etwas derb wirkt und wir es hier mit einem Teenie-Horrorfilm zu tun haben, kann „Fear Street“ durchaus im See der Horrorkünste schwimmen. Die Story erinnert uns immer mal wieder an Filme wie „Scream“ (1996) oder an „Freitag der 13.“ (1980) mit unserem maskieren Jason. „Fear Street“ ist schon fast eine Hommage an alte Horrorklassiker, weshalb es jeden Horrorliebhaber beim anschauen auch mal warm uns Herz werden kann.

Man sollte den Film auf gar keinen Fall unterschätzen, auch wenn die Story aus einem Jugendroman stammt. R.L. Stines hat schon damals spannende und furchteinflößende Geschichten geschrieben die unter die Haut gingen. Das Horrorfanherz kann auch hier nicht viel meckern und kommt mit der Handlung und Co. durchaus auf seine Kosten.

Ob uns die Nachfolger genauso gut gefallen haben, zeigen wir euch in unseren weiteren Kritiken. Viel Spaß beim gruseln!


Auf der Flucht vor dem Serienkiller.

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©Netflix

Offizieller US-Trailer zu „Fear Street – Teil 1: 1994“

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©Netflix

Conjuring 3: Im Bann des Teufels (2021)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Nach nun ca. fünf Jahren ist es endlich soweit! Im Juli 2021 erschien der neueste Ableger des bekannten Horrorfranchise. Mit dem Titel „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ kehren die beiden Dämonologen Ed und Lorraine Warren wieder auf die Leinwand zurück.

Dieses Mal zieht es sie im Jahr 1981 nach Connecticut. Dort soll es einen Jungen geben, der angeblich von der Macht des Bösen kontrolliert wird. Die Warrens treffen abermalig auf einen Fall, der es ihnen nicht einfach machen wird.

Ob uns die Fortsetzung aus dem „Conjuring-Universum“ in ihren Bann ziehen konnte, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

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Genre: Horror, Geister

Originaltitel: The Conjuring: The Devil Made Me Do It

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: New Line Cinema | The Safran Company, Atomic Monster Productions

Regie: Michael Chaves

Produktion: Peter Safran, James Wan

Musik: Joseph Bishara

Länge: 112 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Kinostart: 01.07.2021 (Deutschland)

Universum: Conjuring

Vorgänger: Conjuring 2 (2016)

Nachfolger: derzeit noch nicht bestätigt (Stand: Juli 2021)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 15.07.2021

Lesezeit: ca. 8 Minuten (Direkt zum Fazit)

Fortsetzung mit Neuerungen

Mit „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021) stoßen wir auf den aktuellsten Teil der Reihe und begeben uns direkt nach Brookfield, Connecticut ins Jahr 1981 – wo wir uns erneut einem weiteren Fall von Lorrain (Vera Farmiga) und Ed Warren (Patrick Wilson) widmen.

Es bleibt jedoch nichts beim Alten, denn einige Änderungen müssen wir hinnehmen. Die Fortsetzung von „Conjuring 2“ (2016) entstand nicht mehr unter der Regie von Regisseur James Wan. Aufgrund von Zeitmangel (er arbeitet an diversen anderen Projekten) hat sich der Regisseur zurückgezogen und das Zepter an Michael Chaves übergeben. Michael Chaves hat bereits in der Vergangenheit an einem Teil der „Conjuring“-Reihe gearbeitet und sich dem Regieposten zu „Lloronas Fluch“ (2019) angenommen.

James Wan beteiligte sich am neuesten „Conjuring“-Ableger nur mit der Produktion. Weitere Aufgaben hat Wan nicht übernommen. In einem Interview hat er sich dazu geäußert und teilte mit:

Bei der Arbeit mit Michael Chaves an „La Llorona“ habe ich einen Filmemacher gesehen, der diese Art von Filmen wirklich versteht. Es ist schade für mich, den Regiestab weiterzugeben, aber es ist gut, einen neuen Blick darauf zu bekommen, wohin wir das „Conjuring“-Universum bringen können.“James Wan

Nichtsdestotrotz, haben Veränderungen auch Folgen. Desweiteren habe sich James Wan nämlich nicht weiter mit dem Drehbuch beschäftigt, sodass die Handlung nicht mehr aus seiner kreativen Feder stammte. Die Regie unter Michael Chaves und das Drehbuch von David Leslie Johnson-McGoldrick sind deutlich zu spüren. Leider haben wir einige Punkte an der Fortsetzung auszusetzen. Es ist in der Tat schwierig für Chaves in die Fußstapfen des Regisseurs zu treten, welcher in den letzten Jahren einen der besten Horrorfilme produziert hat. Denn mit „Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013) startete das Universum und erhielt damit überaus positive Kritiken. Für uns gilt er zusammen mit „Conjuring 2“ (2016) als der beste Film der Reihe.


Patrick Wilson und James Wan am Set von Conjuring

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©Warner Bros.

Michael Chaves am Set von „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“

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©Warner Bros.

Handlung – Dämonische Besessenheit

Dieses Mal versetzt es uns in das Jahr 1981. Die beiden paranormalen Forscher Ed und Lorrain Warren bereiten sich zusammen mit Pater Gordon vor, einen Exorzismus an einem achtjährigen Jungen durchzuführen.

Mit vor Ort sind gute Bekannte der Familie des kleinen Jungen – so auch Arne Cheyenne Johnson. Als es zu Schwierigkeiten während dem Exorzismus kommt, bietet Arne seinen Körper dem teuflischen Wesen an. Arne erhoffte sich dadurch dem Spuk ein Ende zu setzen.

Während es dem kleinen David in der Zwischenzeit viel besser geht und keine Besessenheit mehr vorliegt, kommt es zu unerklärlichen Zwischenfällen bei Arne und seiner Familie. Es wird nun klar – die Besessenheit des kleinen Jungen wurde auf Arne projiziert und der Dämon hat Besitz von ihm ergriffen. Dieser Fall mit seinen mysteriösen Ereignissen war spektakulär und stellte nicht nur eine Herausforderung für Ed und Lorraine dar, sondern schaffte seinen Weg sogar bis vors oberste Gericht.


Arne Cheyenne Johnson im Kampf gegen den Teufel

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Dynamische Handlung

Was uns direkt ins Auge sticht ist die starke Dynamik der Handlung. Diese bringt uns immer wieder an neue Orte und beschert uns dadurch viel Abwechslung. Dies wirkt sich daraufhin positiv auf unser Spannungsempfinden aus und hält die Intensitätskurve relativ weit oben. Dies ist eine Besonderheit von „Conjurung 3“. Die Geschichte wird zu keiner Zeit langweilig oder schleppend.

Die Handlung bietet neben dem schwungvollen Erzählstrang eine gehaltreiche Atmosphäre, die auf uns überaus lebensecht und detailreich wirkt. In Verbindung mit den vielfältigen Charakteren und den Horrorklischees (ja, auch die „Conjuring“-Reihe besitzt diese) ist „Conjuring 3“ jedenfalls mehr als durchschnittlich.


Ed und Lorrain Warren ermitteln im Fall von Arne

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Die Personifizierung des Bösen

Die Thematik eine Okkultistin als menschliche Spielfigur zu nehmen, entzieht uns leider etwas den Grusel. Diese Personifizierung des Bösen nimmt uns den Nervenkitzel, den wir bei Horrorfilmen so lieben. Es fehlt der Hang zum unsichtbaren Paranormalen.

Wir fühlen uns zwar sehr in den Film hinein versetzt, jedoch fehlt der Darstellung eine Prise des Unerklärlichen – dieses Individuelle Etwas, dass wir bisher bei den Vorgängern erkennen konnten.

Das Duo harmoniert hier trotzdem wieder makellos. Sie sind durchaus das Highlight in diesem Horrorspektakel und wir fiebern von Beginn an mit ihnen mit. Die Okkultistin geht hier beinahe unter und verliert sich selbst in der Dunkelheit.


Die Okkultistin gespielt von Eugenie Bondurant

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Geisterlos im Bann des Teufels

„Conjuring 3“ hätte eine würdige Fortsetzung der Reihe sein können. Von der Perfektion ist man hier weit entfernt und der fehlende Einfluss von James Wan hinterlässt uns einen bitteren Nachgeschmack. Wie schon erwähnt fehlt dem Streifen das gewisse „Etwas“, um an seine Vorgänger heranzukommen.

Wir bekommen in „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ weiterhin die bekannten Jump-Scares, eine durchaus düstere Atmosphäre und ein sympathisches Paar mit den beiden Dämonologen. Doch es ist ganz klar zu nennen, dass diese Brut des Bösen in Form einer schmächtigen Frau nicht dem gerecht wird, was wir erwartet haben. Bedauerlicherweise wurde hier viel Potential verschwendet und der Gruselfaktor musste darunter leiden.

Um neben so viel Kritik auch wieder etwas positives zu nennen, wollen wir anmerken, dass jede Szene gut umgesetzt und grandios dargestellt worden ist. Es verleiht der Handlung eine Komplexität und das Gefühl der Neugier (da passiert gleich noch mehr!?).

Für Verwirrung wird auch gesorgt. Der Szenenwechsel und die aufbauende Handlung wirken anfangs noch verständlich und rational, jedoch verlieren sie im Verlauf ihre Glaubwürdigkeit. Öfters mal verlieren wir uns im Handlungsstrang des Chaos wieder, den wir über die gesamte Laufzeit versuchen wie ein Puzzle zusammenzufügen, um fehlende Teile miteinander zu kombinieren.

Insgesamt ist die filmische Umsetzung der Handlung hochwertig produziert worden, so wie wir es von dem Franchise gewohnt sind.


Das Duo stellt sich erneut dem Bösen

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The Devil made me do it

Die (wahre?) Besessenheit

Abermals basiert „Conjuring 3“ auf wahren Begebenheiten. Wir empfanden das Finale mit seinen Darstellungen und Mitschnitten einiger echter Tonaufnahmen aus dem Jahr 1981, sogar als das wohl gruseligste am gesamten Film. Wir haben uns deshalb innerhalb der Redaktion damit auseinandergesetzt und sind dem echten Fall auf die Spur gegangen.

Im Jahr 1980 kam es erstmalig zu unerklärlichen Vorfällen bei der Familie Glatzel. Der kleine Junge David behauptete einen Mann zu sehen, der zur Abendstunde zu ihm sprach. Desweiteren zeigte David über die Zeit immer mehr Kratzer und Verletzungen am gesamten Körper. Er konnte sich nicht daran erinnern sich selbst verletzt zu haben. Die Ereignisse verschlimmerten sich, sodass die Familie Glatzel die beiden Dämonologen Ed und Lorrain zur Hilfe rief.

Das Duo stellte schnell fest, dass es sich hier um eine dämonische Besessenheit handeln muss. Zu dieser Zeit stand auch der 19-jährige Arne in Kontakt zu David und Co.

Ed und Lorrain mussten sich die Hilfe der Kirche einholen, um einen Exorzismus durchführen zu können. Bei diesem Exorzismus soll einer der Dämonen in den ebenfalls anwesenden Arne Cheyenne Johnson gefahren sein.


In einem Interview erklärte Regisseur Michael Chaves wie ähnlich sich etwa die ikonische Wasserbett-Szene abgespielt hat:

Die Familie Glatzel ist in ihr neues Haus eingezogen, in dem der vorherige Besitzer ein altes Bett zurückgelassen hatte. Es waren seltsame Flecken auf dem Bett und man ging davon aus, dass die Besessenheit dort seinen Ursprung hatte.Michael Chaves
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© Warner Bros.

Realität oder Fiktion 1 – David Glatzel

Wir forschten nach und haben festgestellt, dass David über die Jahre wohl ein bescheidenes Leben geführt haben muss und sich eher von der Presse und den Medien zurückgezogen hatte.

Sein  älterer Bruder Carl erklärte in einem aktuellen Interview, dass die Geschichte hinter der Besessenheit völlig frei erfunden sei und sein Bruder David über die Jahre durch die Beschuldigungen der Presse zutiefst gelitten habe. David habe sich gegen die Warrens gestellt und dagegen geklagt, dass sie seine Persönlichkeit und Privatssphäre öffentlich gemacht haben – dies habe ebenfalls seinem Ruf geschadet.

Jedoch berichtete Carl auch, dass sein Bruder David sich aktuell von den mentalen Strapazen der Vergangenheit erholt habe und es ihm nun gesundheitlich besser gehe. Debbie, die Schwester von David, stand wohl bis zum Tod von Lorraine Warren weiterhin mit ihr in Kontakt – trotz Davids Reaktion gegen die Warrens.[1]

Falls ihr immer noch nicht genug von der Gruselgeschichte bekommen könnt und euch noch mehr für die wahre Geschichte hinter „Conjuring 3“ interessiert, haben wir für euch ein Interview über den wahren Fall aus den 80er Jahren verlinkt. In einem Video auf YouTube könnt ihr euch das ganze Interview ansehen.


Der Schauspieler Julian Hilliard (links) neben dem wahren David Glatzel

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https://thecinemaholic.com/wp-content/uploads/2021/06/dav.jpg

Realität oder Fiktion 2 – Arne Cheyenne Johnson

Der englische Titel „The Devil made me do it“ ist eine Anspielung an einen der berühmtesten Gerichtsprozesse der USA. Dieser war der erste in der Geschichte, in dem dämonische Besessenheit als Argument für die fehlende Schuldfähigkeit des Angeklagten angeführt wurde.

Der damals 19-jährige Arne wurde des Mordes beschuldigt und plädierte auf seine Unschuld. Seine Ehefrau Debbie erklärte in einem Interview, dass sich Arne vor den Morden schon sehr merkwürdig verhalten habe und er zudem Halluzinationen gehabt hätte. Der Fall war in den USA sehr lang diskutiert worden.

Das Gericht erklärte, dass sich ein Dämon als wahrer Täter hier unmöglich beweisen liese. Arne wurde wegen Mordes zu zehn bis zwanzig Jahren Haft verurteilt, von denen er jedoch nur fünf absaß. Danach wurde er wegen guter Führung entlassen.[2] 

Debbie und Arne sind mittlweile verheiratet und haben zwei Kinder. [3]


Arne Cheyenne Johnson (in der Mitte), vor dem Gericht am 24. November 1981
 
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picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Fazit – Ambitionierte Fortsetzung mit einigen Schwächen

Wir finden es zutiefst schade, dass die Fortsetzung der „Conjuring“-Reihe nicht mit seinen Vorgängern mithalten kann. Das Universum hat uns immer so viel geboten. Wir wünschten, es hätte uns auch im dritten Teil mehr aus dem Kinosessel geworfen.

Die Anspielungen innerhalb der Story sind uns durchaus aufgefallen. So auch eine an den Exorzisten-Klassiker aus dem Jahre 1973. Hier appeliert Regisseur Michael Chaves an alle Horror-Fans – denn diese heißt es zu überzeugen. Ein Grinsen konnten wir uns bei den Anspielungen jedenfalls nicht verkneifen.


Diese Szene ist eine Hommage an „Der Exorzist“ aus dem Jahre 1973, der unter der Vorlage des gleichnamigen Romans von William Peter Blatty entstand

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© Warner Bros.

Nichtsdestotrotz, empfehlen wir „Conjuring 3“ jedem Horror-Freund oder Cineasten und natürlich allen Fans des „Conjuring“-Universums.

Wird es einen vierten Teil der Reihe geben? Die Chancen stehen aufgrund des Erfolgs des Franchise sicher gut. Wir würden es uns jedenfalls wünschen – vor allem wenn Schöpfer James Wan wieder selbst auf dem Regie-Stuhl platz nehmen würde!

Das „Conjuring“-Universum mit seinen sympathischen Protagonisten bietet sicher so viel Erzählstoff für neue Fälle, die uns erneut das Gruseln lehren könnten. Das prallgefüllte Schreckens-Museum der Warrens, gibt schließlich noch so einiges an furchbarem Stoff her.

Auf einen weiteren spannenden Fall von Ed und Lorraine!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021).

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©Warner Bros.

Heilstätten (2018)

  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Ganz gut

Aus einer deutschen Produktion brachte uns Regisseur Michael David Pate mit Heilstätten im Jahr 2018 einen Horrorfilm ins Haus.

Der Film verwendet das Stilmittel des Found-Footage und soll so die Zuschauer zum gruseln bringen.

Wir haben uns den Film näher angeschaut und erklären euch was es mit der deutschen Produktion aus Berlin auf sich hat.

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Genre: Horror, Found Footage

Originaltitel: Heilstätten

Produktionsland: Deutschland

Regie: Michael David Pate

Drehbuch: Michael David Pate, Eckehard Ziedrich

Musik: Andrew Reich

Länge: 89 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Wertung:  

Autor: Lissa

Verfasst am: 04.07.2019


Social-Media-Life

Heilstätten ist eine deutsche Produktion die sich explizit mit dem Thema „Social-Media-Life“ in unserer heutigen Gesellschaft befasst. Vorlage zur Geschichte bietet die Beelitz-Heilstätte in Berlin Potsdam.

Der Film sollte ursprünglich an der echten Heilstätte gedreht werden, jedoch hat die Filmcrew keine Genehmigung zum drehen bekommen. Die Produzenten waren besorgt, es könnten sich sog. Gruseltouristen an den Drehort begeben und dadurch angelockt werden. Deshalb entschied man sich gegen den Filmdreh an der Heilstätte Beelitz.[1]

Es wurde stattdessen dafür gesorgt eine Alternative zur Beelitz Heilstätte zu finden. Die Heilstätte Grabowsee eignete sich sehr gut als Filmkulisse und die Produktion konnte an dieser Heilstätte begonnen werden.


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©Twentieth Century Fox of Germany GmbH


Die Welt der YouTuber

Zu Beginn werden uns ein paar YouTuber vorgestellt. Eine Gruppe Jugendlicher wollen sich in einer neuen Challenge der Angst stellen.

Mit Dutzend Kameras machen sich die beiden Gruppen auf den Weg in die vergessene Heilstätte in Berlin – nach dem Motto: Traust du dich?

Ziel der Challenge ist es in die verlassene Heilstätte zu gehen und dort so lange zu verbleiben, bis einer der Youtuber vor Angst aufgibt.

Was passiert nun? Eine gruselige Fahrt durch die gespenstische Heilstätte mitten in Berlin?


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©Twentieth Century Fox of Germany GmbH


Found-Footage-Film mit dichter Atmosphäre

Die Handlung bietet nichts wirklich erfrischendes Neues, dennoch wurden wir gut unterhalten. Der Found-Footage-Stil ist nach Filmen wie „Blair Witch Project“ oder „Paranormal Activity“ den meisten bekannt und freut sich zudem noch unter Horrorliebhabern großer Beliebtheit.

Uns konnte das Thema abermals gruseln, auch wenn die Stilmittel nichts originelles aufweisen und uns hier gewöhnliche Horrorkost geboten wird. Hier und da ein paar Jump-Scares, dunkle Räume, bewegende Möbelstücke oder Türen dich sich schließen und öffnen – das alles gefilmt mit einer herkömmlichen Kamera.

Genau das ist das Merkmal solcher Found-Footage-Horrorfilme. Wir haben uns oft dabei erwischt, wie wir ängstlich auf die nächste Szene warteten, weil wir nicht wussten was aus der dunklen Ecke herausgesprungen kommt. Die Atmosphäre ist dicht und bietet durchaus unheimliche Szenen. Dafür kann man dem Film in jedem Fall Punkte geben. Doch was ist mit dem Rest?


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©Twentieth Century Fox of Germany GmbH


Fazit

Schauspielerisch konnten wir nicht wirklich beeindruckt werden. Kein einziger Schauspieler hat uns aus den Socken hauen können. Die Dialoge sind sinnfrei und die Welt der „Wannabe“ YouTuber einfach nur lächerlich und übertrieben. Das einzige was uns gefallen hat, war in der Tat die düstere und spannende Atmosphäre, die uns dann doch bis zum Schluss das Gruseln gelehrt hat.

Für Horror-Fans wird Heilstätten ein spannendes Filmerlebnis sein, welches mit herkömmlichen Stilmitteln für eine dichte Atmosphäre sorgt.  Doch wer sich dem Horrorgenre nicht zugeneigt fühlt, der sollte es sich zweimal überlegen einen Blick in diese Filmproduktion zu werfen.


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©Twentieth Century Fox of Germany GmbH


 

The Prodigy (2019)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Lissa meint - Ausgezeichnet

„Womöglich denkt man hier zuerst an die gleichnamige Musikband. Lasst euch nicht von dem Namen täuschen, denn mit der Band hat der Film nichts zu tun.

The Prodigy ist ein Filmtipp für jeden Horror-Thriller-Cineasten. Wir erhalten Spannung bis zum Schluss!

Gruselfaktor wird hier ganz hoch geschrieben. Zu keiner Zeit verliert der Film nur ein bisschen an Spannung.

Ob mit überraschenden Twists oder der dichten Atmosphäre, The Prodigy kann in allen Kategorien punkten.

Ich kann nicht mehr zum Film sagen ohne zu viel zu verraten. Deshalb, klare Filmempfehlung von mir!“ (03.07.2019)

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Genre: Horror

Originaltitel: The Prodigy

Produktionsland: USA

Regie: Jeff Buhler

Drehbuch: Nicholas McCarthy

Musik: Joseph Bishara

Länge: 100 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Beschreibung

The Prodigy ist ein Horror-Thriller von Nicholas McCarthy, der im Jahre 2019 in die Kinos kam.

Regisseur McCarthy hat bereits für The Pact, einem Horrorfilm aus dem Jahre 2012 die Regie übernommen.

Taylor Schilling spielt die Hauptrolle in dem düsteren Thriller. Bekannt ist sie vielen womöglich durch die Dramedy-Serie Orange is the new Black, in der sie die Rolle von Piper Chapman übernimmt.

Jackson Robert Scott verkörpert die Rolle des Teufelsjungen Miles. Im Jahr 2017 hat er die Rolle des kleinen Georgie aus der Neuverfilmung von ES übernommen.

Miles ist sehr intelligent für sein Alter. Je älter er wird, desto mehr verändert sich auch seine Persönlichkeit. Diese jedoch zum negativen. Selbst seine Eltern haben Angst um ihren Sohn, da sie nicht wissen, was für eine böse Macht in ihm steckt.


Bilder

Unheimliches Verhalten von Miles Blume (Jackson Robert Scott)

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©Splendid Film


Miles und seine Mutter Sarah Blume (Taylor Schilling)

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©Splendid Film


Sarah ist besorgt und ängstlich – Was passiert mit Miles?

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©Splendid Film


 

ES (2017)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Stephen King ist dafür bekannt düstere, gruselige Horrorgeschichten zu schreiben, die unter die Haut gehen.

Im Jahre 1986 wurde die Geschichte des tanzenden Clowns im Roman ES in Deutschland veröffentlicht. Vier Jahre später folgte die erste Verfilmung von Regisseur Tommy Lee Wallace.

Jeder Horrorfan sowie Cineast kennt den Namen ES. Die Geschichte um den Clown Pennywise gewann weltweit an Beliebtheit.

Im Jahr 2017 kam dann die Neuverfilmung von Stephen Kings’s ES  in die deutschen Kinos.

Wir haben uns dem Grauen gestellt und geben euch einen Einblick in die Geschichte von Pennywise.

Wovor habt ihr Angst?

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Genre: Horror

Originaltitel: It

Produktionsland: USA

Regie: Andres Muschietti

Musik: Benjamin Wallfisch

Länge: 135 Minuten

Wertung:   

Autor: Lissa

Verfasst: 13.09.2019


Willkommen zurück zum Club der Verlierer

Der tanzende Clown Pennywise ist zurück! Im Jahr 1986 brachte der Horrorautor Stephen King einen der bis heute bekanntesten Horrorromane heraus. Stephen King’s ES wurde zu einem glänzenden Erfolgsroman. Daraufhin brachte man im Jahr 1990 die erste Verfilmung zum Roman heraus. Damals noch sehr schockierend und düster, ergriff Pennywise die Zuschauer. Doch wie sieht es heutzutage aus? Kann der tanzende Clown uns im 21. Jahrhundert begeistern?

Nun ist es so weit. Eine Neuverfilmung von ES wurde geplant und schaffte es im September 2017 in die deutschen Kinos. Konnte die Neuverfilmung solch große Erfolge erlangen wie sein Vorgänger? Viele Fans waren skeptisch, ob diese Produktion wirklich sinnvoll war. Denn, wie oft gibt es Neuverfilmungen die dem Klassiker nie das Wasser reichen konnten. Überraschenderweise, hat die Neuverfilmung von ES alles richtig gemacht. Wieso uns der Film so begeistert hat und was es genau mit dem tanzenden Clown auf sich hat, erfahrt ihr in unserem Review.


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©Warner Bros. Entertainment


Sagt Hallo zum tanzenden Clown

Für all diejenigen die die Geschichter hinter dem Clown nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung mit was wir es zu tun haben.

In einer kleinen Stadt Namens Derry, ist im Jahr 1988 ein kleiner Junge urplötzlich verschwunden. Der kleine Georgie war draußen im Regen mit seinem selbstgemachten Boot die S.S. Georgie spielen. Leider wurde der 6-jährige nicht verschont und lernte den unheimlichen Clown Pennywise kennen.

Danach wurde Georgie nie mehr in Derry gesehen. Bill Denbroug, war Georgies großer Bruder und baute mit ihm damals das Boot, welches Georgie zum Spielen nach draußen mitgenommen hatte. Da Bill nicht damit zurechtkam, dass sein kleiner Bruder vermisst wird, beschäftigte er sich nach dem Tod von Georgie intensiv mit seinem Verschwinden.  Zusammen mit seinen Freunden macht sich Bill auf die Suche nach seinem kleinen Bruder.


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©Warner Bros. Entertainment


Die Produktion

Obwohl der Film als Horrorfilm publiziert worden ist, wurde er oft mit dem Genre des „Coming-of-Age“ in Verbindung gebracht. Vieles erinnert an den Film „Stand by me“. Dieser entsprang erneut aus der Feder des Meisterautors Stephen King. Jedoch fehlt dem Film jegliche Horrorkomponente. In Stephen King’s ES wird die Entwicklung der Kinder aus den 80er Jahren deutlich thematisiert. Es ist demnach nicht nur eine Geschichte über den tanzende Clown, sondern zeigt vielmehr auch wie sich die Kinder aus den 80er Jahren weiterentwickeln.

Die Szenen in Stephen King’s ES wurden durch die heutige moderne Technik so herausragend produziert. In einer Szene bekommen wir einen Leprakranken Mann zusehen der uns nicht freundlich gesinnt ist. In einer anderen zeigt sich der Clown Pennywise selbst in seiner normalen Form, sowie seinen weiteren unterschiedlichen Verwandlungen. Durch die heutige Produktionstechnik sieht alles so realistisch aus. Für einen Horrorfilm ist es genau das Richtige und bringt uns als Zuschauer das Grauen noch näher. Von der ersten Minute an beginnt der Film mit seiner Spannungskurve. Die Spannung wächst stetig an und findet sein Ende erst im Finale. Top-Leistung für einen Horrorfilm. Denn genauso muss ein Gruselfilm sein. Er muss den Zuschauer in seinen Bann ziehen können und die Spannung beibehalten und das alles mit etlichen Schockmomenten untermalen. Wir wurden so oft durch die Szenen verängstigt, sodass unser Adrenalin dauerhaft in die Höhe gestiegen ist. Wir können nichts bemängeln und finden die Szenen sogar weitaus gruseliger als die des Vorgängers.

Als Drehort für den Film wurde die USA sowie Kanada gewählt. Einige Orte aus dem Film sollten Horrorfans bekannt sein. Denn viele davon entspringen auch einigen bekannten Horrorfilmen wie z.B. „Silent Hill“, einige Resident Evil Filme, Chucky und seine Braut, sowie dem Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere“. Viele der Drehorte dienen oft als beliebte Kulisse für den Horrorgenre und konnten bereits in der Vergangenheit in mehreren Filmen für Grusel sorgen.


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©Warner Bros. Entertainment


Unterschiede zum Roman

Es gibt einige Unterschiede zum Roman die wir euch nicht vorenthalten wollen. Eines der wesentlichsten Unterschiede sind die der Zeitstränge. Im Buch werden die Zeiten immer wieder gewechselt. Zuerst werden einige Szenen der Kinder beschrieben und kurz darauf wechselt die Zeit in die Zukunft in der die Kinder bereits Erwachsen sind. Was in Stephen King’s ES Kapitel 2 extra verfilmt worden ist, wird im Roman durch einen Wechsel der Zeitstränge erzählt. Der Film erzählt eine runde, in sich geschlossene Geschichte.

Ein weiterer Unterschied ist die des Jahres. Der Roman spielt in einer anderen Zeit als der im Film. Im Buch geht es um die Jahre 1958, sowie 1984 wenn die Kinder zu Erwachsenen geworden sind. In der Neuverfilmung und im Klassiker wurde das Jahr um knapp dreißig Jahre in die Zukunft verschoben. Sehr verwirrender Unterschied, wenn man das Buch gelesen hat.

Nun zum letzten und für uns sehr wichtigen Unterschied vom Film zum Roman. Im Film ist Bill stetig auf der Suche nach seinem kleinen Bruder Georgie. Er will sich den Tod nicht eingestehen, noch hat er Beweise dass sein kleiner Bruder nicht mehr am Leben ist. Im Roman hingehen, wird die Leiche von Georgie gefunden und Bill trauert daraufhin um seinen kleinen Bruder. Im Buch hat er demnach die Suche nach Georgie aufgegeben und hat Gewissheit bekommen.


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©Warner Bros. Entertainment


Fazit

Wir haben den Roman gelesen, die original Verfilmung angeschaut und sind uns der Unterschiede bewusst. Wir sind mehr als begeistert und können den Film nur empfehlen. Ob man das Buch gelesen haben muss oder nicht, die Neuverfilmung hat alle bisherige Erwartungen übertroffen. Uns hat die moderne Version von Pennywise den Clown so sehr überzeugt, dass wir ihn weitaus besser als den Klassiker finden. Wir sind nun ein Teil der Club der Verlierer geworden und gehen zusammen mit Bill, Berverly, Ben und Co. erneut in den Kampf gegen den tanzenden Clown Pennywise.

Stephen King’s ES – Kapitel 2 wird seit dem 05. September 2019 in den deutschen Kinos gezeigt. Die Geschichte wird nun weitererzählt und wir treffen Bill und Co. als Erwachsene von neuem. Wird uns Pennywise wiederholt überraschen?
Ein Review zum neuen Film folgt demnächst auf derofa.de


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©Warner Bros. Entertainment


 

Hostel 2 (2007)

 

  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Ganz gut

Mit Hostel 2 brachte Eli Roth im Jahr 2007 die Fortsetzung seines Torture-Porn Hostel auf die Kinoleinwand.
Warum der Splatter-Film vor allem inhaltlich mehr zu bieten hat als sein Vorgänger, verraten wir euch im folgenden Review.

Genre: Horror, Splatter

Autor: Lissa

Verfasst am: 04.10.2018

Wertung:   


Die Fortsetzung

Hostel 2 ist die Fortsetzung zum ersten Teil Hostel aus dem Jahr 2005.

Auch der zweite Teil wurde wieder von Eli Roth produziert.
Hostel 2 führt die Geschichte des ersten Teils direkt fort.

Die Fortsetzung handelt natürlich auch wieder von den kranken Spielen der wohlhabenden Kunden, zeigt dem Zuschauer jedoch einen Blick hinter die Kulissen der Folterszenen.


[1]


Die Geschichte zu Hostel 2

Was passiert wirklich wenn ein Kunde eine Folter „bucht“? Wie ist der Verlauf und die Sicht der Kunden? Vieles wird in Teil zwei aufgedeckt. Vieles das im ersten Film noch ungeklärt war, wird in der Fortsetzung erläutert.

Die Protagonisten von Hostel 2 sind Beth (Lauren German), Whitney (Bijou Phillips) und Lorna (Heather Matarazzo).
Die jungen Amerikanerinnen planen einen Trip nach Bratislava.
Genau wie bei Teil 1 werden sie unwissend ins Elend getrieben. Unwissend in die Fabrik des Todes.

Was danach passiert ist für die Frauen schockierend und unglaublich zu gleich. Ob sie es lebend aus den Folterspielen heraus schaffen, solltet ihr am besten selbst herausfinden.


[2]


Mehr Qualität in der Produktion

Qualitativ hat uns Hostel 2 besser gefallen. Die Geschichte ist besser aufgebaut, die Schauspieler wirken nicht so unerfahren und der ganze Film hat mehr Tiefe und Inhalt als sein Vorgänger.

Zudem wirkt der Film nicht mehr wie ein Low-Budget-Movie. Wir sind positiv überrascht, dass wir die Fortsetzung von Hostel besser finden, als seinen Vorgänger.


[3]


Die Entwicklung von Eli Roth

Da hat sich Eli Roth doch in seinen jungen Zeiten verbessern können. Wo in Teil 1 nur Gemetzel ohne Geschichte zu sehen war, sieht es in der Fortsetzung schon anders aus.

Natürlich ist auch Hostel 2 wieder ein Splatter-Movie. Dennoch können sich diesen Film selbst Leute ansehen, die nichts mit dem Splatter-Genre anfangen können. Denn wie schon erwähnt, ist die Geschichte und dessen Inhalt besser strukturiert und aufgebaut. Dadurch bekommt man vom Film schon einen qualitativ besseren Eindruck.

Bekannte Gesichter sieht man u.a. in Form von „Roger Bart“, der die Rolle von Stuart, dem schüchternen und reichen Geschäftsmann spielt.

Einige werden sich an ihn erinnern. Er hatte bereits einige Auftritte in Filmen wie Last Vegas sowie in einigen Episoden aus der TV-Serie How I Met Your Mother.

Selbst der Produzent Eli Roth ist im zweiten Teil von Hostel zu sehen. Auch wenn es nur in Form eines abgetrennten Kopfes ist.
2011 erschien eine Fortsetzung zu Hostel 2 mit dem Titel „Hostel 3“.


[4]


Fazit

Seinem Vorgänger konnten wir nicht viel abgewinnen. Doch bei Hostel 2 wurden wir mehr überzeugt und können dem Film ohne schlechtes Gewissen eine 6/10 geben.

Ein würdiger Nachfolger, der seinen Vorgänger sogar übertrumpfen kann. Eine Top-Leistung erreicht er dennoch nicht. Nichtsdestotrotz ist er ein guter Film für jeden Horrorfilmliebhaber.


Quellen

[1] © Sony Pictures Releasing GmbH
[2] © Sony Pictures Releasing GmbH
[3] © Sony Pictures Releasing GmbH
[4] © Sony Pictures Releasing GmbH

Hostel (2005)

  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Geht so

Der Film „Hostel“ sowie die Saw-Filmreihe haben den Begriff des „Torture Porn“ geprägt. Damit sind Splatter-Filme gemeint, bei denen explizite Gewaltdarstellungen nicht einem bestimmten Zweck dienen, sondern Selbstzweck sind.

Für die einen ist das Genre Kunst und „Reflexion gesellschaftlicher Wirklichkeit“ (Marcus Stiglegger). Für andere ist „Torture Porn“ ekelhafte, kranke und unmenschliche Perversion in Höchstform für ebenso ekelhafte, perverse und kranke Sadisten.

Aber was hat Hostel eigentlich inhatlich zu bieten?

Genre: Horror, Splatter

Autor: Lissa

Verfasst am: 20.09.2018

Wertung:   


Low-Budget „Torture Porn“

Nach langer Zeit haben wir uns doch überwunden und uns den ersten Teil der Hostel Trilogie angesehen.

Der Film stammt aus dem Jahre 2005 und zählt zum Genre des „Torture Porn“ oder „Torture Horror“, welches ein Sub-Genre vom Horror Genre ist.

Produziert wurde der Film von Eli Roth (Cabin Fever, Grindhouse, Inglourious Basterds, Clown) der bekannt ist für seine Low-Budget Horrorfilme.



Die Inspiration für Hostel

Neben Eli Roth hat auch Quentin Tarantino seine Finger im Spiel gehabt.
Er hat teilweise bei der Produktion mitgewirkt. Nicht ungewöhnlich, da Eli und Quentin schon öfter zusammen gearbeitet haben (I
nglourious Basterds).

Im deutschen Intro wird folgender Text eingeblendet:
„Inspiriert von wahren Ereignissen“.

Dies ist jedoch nur teilweise wahr, denn hierbei handelt es sich um eine Idee, die Eli durch eine Internetseite bekommen hat. Eine thailändische Internetseite, auf der „Mordferien“ angepriesen wurden.
Ein Freund von Eli habe ihn darauf aufmerksam gemacht und ihm so zur Idee zu Hostel verholfen.

Polarisierend

Eli Roth wollte seinen Film absichtlich schockierend und so realistisch wie möglich halten. Er selbst habe mal erwähnt, dass er die Saw-Filme gut finden würde.

Mit Hostel wollte er ein realitätsnahes Bild der Gesellschaft zeigen, da es durchaus vorstellbar wäre, dass reiche Geschäftsleute andere Menschen zu Tode foltern und dafür Geld bezahlen.

Der Film erregte durch seine Gewaltdarstellungen Aufsehen und heftige Kritik.



Die Handlung

Drei junge Studenten reisen nach Osteuropa um dort ihrem Uni-Alltag zu entkommen und etwas Spaß zu erleben.
Paxton (Jay Hernandez), Josh (Derek Richardson) und Oli (Eythor Gudjonsson) reisen zuerst nach Amsterdam und entscheiden sich dann, die Slowakei kennenzulernen.

Dass dies ein Fehler war, erfahren die drei College Jungs am eigenen Leib. In der Slowakei treiben reiche Geschäftsleute ihre Spielchen mit unschuldigen Menschen.

Mehr wollen wir zur Handlung auch nicht sagen. Die Story ist recht simpel und nicht außergewöhnlich.

Eine Fortsetzung ist 2007 erschienen, sowie ein dritter Teil der Reihe im Jahre 2011.



Fazit

Dass es ein Low-Budget Film ist sieht man deutlich und die Schauspieler überzeugen auch nicht gerade mit Höchstleistung.
Hostel ist ein Film, den man nicht gesehen haben muss.

Die Geschichte ist flach, Gruselmomente gibt es nicht wirklich viele. Eine Spannung ist zwar vorhanden, aber nur in kleinen Maßen.
Wir vergeben daher nur 5/10 Punkten.

Vielleicht liegt es auch daran, dass wir den Film nicht so positiv bewerten konnten, da wir kein Fan von der Saw-Reihe sind. Für jeden der es aber ist,  denen können wir Hostel empfehlen.


 

Slender Man (2018)

  • 4/10
    derofa Durchschnittswertung - 4/10
4/10

Uninteressant

Der Internet-Hype aus dem Jahr 2009 bringt es sogar zum Kinofilm. Eine gesichtlose Gestalt soll uns das Fürchten lehren. Ob der Slender Man das schafft, erfahrt Ihr im Review.

Genre: Horror

Autor: Lissa

Verfasst am: 03.09.2018

Wertung: 


Highschool Teenie Albernheit

Fast jeder kennt das Phänomen des Slender Man oder hat schon einmal davon gehört.
Ein Internet-Hype aus dem Jahre 2009, welcher bisher Videos, Bilder sowie Computerspiele beeinflusst hat.

Der Slender Man ist eine dünne Gestalt, mit langen
Armen und Beinen, welche immer einen Anzug trägt und kein Gesicht vorzeigen kann.

Ein Wesen ohne Gesicht, sucht sich seine Opfer aus und verfolgt diese bis zum Schluss. Doch was bietet uns der neue Kinofilm?

Zum Film

Anfangs wirkt die Geschichte noch interessant, beinahe geradezu fesselnd. Dies lässt jedoch nach wenigen Minuten schon nach.
Im weiterer Verlauf wird die Geschichte nur noch träge erzählt und benötigt viel Zeit bis zum ersten Schockmoment.

Ja es gibt Schockmomente, die aber nur durch einen guten musikalischen Soundtrack zustande kommen. Die Musik wurde hier sehr passend gewählt.



Zur Geschichte

Es geht um die Highschool-Schülerinnen Hallie (Julia Goldani Telles), Chloe (Jaz Sinclair), Katie (Annalise Basso) und Wren (Joey King). Die Geschichte spielt in Massachusetts.

Eines Abends bei einem Treffen der vier Mädchen kommt jemand auf die Idee, den Slenderman online zu rufen. Was nur Spaß war, beginnt purer ernst zu werden. Nach dieser Nacht sind die Freundinnen nicht mehr alleine.



Banalität?

Wieso ist die Geschichte für uns nur so unrealistisch und übertrieben?

Achtung Spoiler!
Ganz einfach, ein Slenderman der online beschworen wird? Und das noch von hysterischen Teenagern, die von einem mysteriösen Wesen, sogar von einem Smartphone via Video Call gefilmt werden.
Der Slenderman besitzt wohl ein Smartphone und benutzt dieses um einen Video-Call zu tätigen.

Teenager Horror gemischt mit Psycho-Elementen die für uns keinen Zusammenhang ergeben, als wollte man die Geschichte nur mit etwas Inhalt füllen.



Fazit

Für uns hat Slender Man sein Potential nicht genutzt. Er hätte so viel mehr und besser sein können. Die Geschichte dahinter bietet die Möglichkeit.

Die Charaktere sind nervtötend, sowie die schauspielerische Leistung.
Der Film aus 2018 ist definitiv kein Film mit wiedersehwert.
Als Zuschauer verpasst man hier nichts, wenn man sich dagegen entscheidet, die Geschichte vom Slender Man zu erleben.

Von uns erhält der Film eine 4/10.
Unsere Wertung ist noch sehr großzügig, da der Film uns doch in ein paar Szenen geschockt hat und dafür vergeben wir einen extra Punkt. Ein Horrorfilm muss dies erst mal hinbekommen. Aber im Gesamten bietet der Film sehr wenig bis nichts.

Der Slender Man bleibt am Ende doch nur ein Internet Hype aus vergangener Zeit.