In „Fahrenheit 11/9“ setzt sich der politisch links stehende und umstrittene Regisseur Michael Moore mit der US-amerikanischen Politik und vor allem mit Machthaber und Präsident Donald J. Trump auseinander.[1]
In seiner Dokumentation beleuchtet er den Aufstieg von Trump kritisch. Andere Kernthemen sind das US-Waffengesetz, Korruption und die humanitäre Katastrophe des mit Blei verschmutzten Trinkwassers der Stadt Flint im US-Bundesstaat Michigan (Moores Geburtsort).[2]
Wirklich neutral ist er dabei nicht. Er zeigt im Grunde nur seine Seite. Er belegt und untermauert dabei seine Ansichten jedoch mit guten Argumenten und bleibt insgesamt meist sachlich.
Enthalten sind allerdings auch Sequenzen, in denen Moore eine einseitige Betrachtung vornimmt. Damit beraubt er sich selbst völlig unnötig seiner Integrität. So wirkte der Blick auf das Verhältnis von Trump zu seiner Tochter Ivanka konsturiert und mehr interpretiert als faktenbasiert.
Auch die Mitschnitte von rassistischen Äußerungen in der US-amerikanischen Gesellschaft, inszeniert als Supercut, sind eben nur Meinungen von Einzelpersonen und damit ein Paradebeispiel für Cherry-Picking und Framing. Hier werden weiße Menschen unter üblen Generalverdacht gestellt.
Dennoch ist „Fahrenheit 11/9“ insgesamt definitiv eine sehr sehenswerte und spannende Doku geworden. Denn sie ist dazu geeignet, einen Diskurs anzustoßen, und stellt die richtigen Fragen.
Letztendlich herrscht beim Genre der politischen Dokumentarfilme immer ein schmaler Grat zwischen Aktivismus mit eigener Agenda und Journalismus mit konsequent sachlichem Betrachtungswinkel. Ein ungeschriebenes Gesetz, dem sich auch Moore nicht vollständig entziehen kann.
Was haltet Ihr von Michael Moore und seinen kontroversen Werken? Habt Ihr bereits den Doku-Oscar-Sieger „Bowling for Columbine“ (2002) gesehen, der sich kritisch mit den US-Waffengesetzen auseinandersetzt? Teilt eure Gedanken zu „Fahrenheit 11/9“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Donald Trump bestimmt auch!
Der erste vollständig computeranimierte Langfilm in der Geschichte des Kinos erschien im Jahr 1995 unter dem legendären Titel „Toy Story“.[1]
John Lasseters Regiedebüt zeigte damals eindrucksvoll die visionären Möglichkeiten der CGI-Animation und ist damit zum Klassiker schlechthin mit immenser filmhistorischer Bedeutung geworden.
Doch nicht nur die technische Umsetzung überzeugte. Auch die herzliche Geschichte rund um den kleinen Andy und seine namensgebenden Spielzeuge Woody, Buzz und Co. ist zeitlos und noch unter heutigen Gesichtspunkten außergewöhnlich.
Alleine die grundlegende Idee von „Toy Story“, Spielzeuge zum Leben zu erwecken und mit emotionalem Tiefgang in ihrer eigenen Lebenswelt zu zeigen, empfinden wir als genial. Für uns war die Filmreihe auch deshalb kindheitsprägend. Schließlich ist es ganz bestimmt dieser kreativen Meisterleistung zu verdanken, dass das Pixar-Franchise bis zu seinem furiosen „Andy-Ära-Finale“ in „Toy Story 3“ (2010) nichts von seiner Strahlkraft verloren hat.
Nicht zuletzt zeigte ebenfalls die unglaubliche Detailverliebtheit mit zahlreichen versteckten Anspielungen, wie vergnügt die kreativ-verspielten Köpfe hinter dem Computeranimationsfilm vorgegangen sein müssen, um das Abenteuer so faszinierend lebendig zu gestalten.
Insgesamt ist „Toy Story“ mit all diesen Qualitäten auch heute noch die Blaupause schlechthin für das moderne Animationskino. Und auch wenn unser persönlicher Favorit und Maßstab im Genre sein direkter Nachfolger „Toy Story 2“ heißt, da wir den Erstling als etwas rau und manchmal auch unheimlich (Stichwort Uncanny-Valley-Effekt) wahrgenommen haben, wird er immer ein zeitloses Stück Filmgeschichte bleiben.
Was haltet Ihr vom geschichtsträchtigen Animationsfilm, der das Kino revolutioniert hat? Teilt eure Gedanken zu „Toy Story“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Sheriff Woody bestimmt auch!
Mit dem Netflix-Special „Never Don’t Give Up“ feiert Kevin James nach zahlreichen Film- und Serienproduktionen sein Stand-up-Comeback. Die Laufzeit fällt mit ca. 60 Minuten leider eher kurz aus.
In seinem Programm plaudert der sympathische „King of Queens“-Star humorvoll aus dem Nähkästchen und begeistert uns mit Geschichten just aus dem Leben.
Nicht nur wenn der Comedian das Publikum mit einbezieht, läuft er zur Höchtsform auf, denn voller Körpereinsatz ist sowieso garantiert. Fans erkennen sofort die typische Gestik und Mimik wieder, die James in seinen Produktionen seit jeher auszeichnen.
Kevin James Auftritt zeigt, dass er über die Jahre nichts von seinem Charme verloren hat. „Never Don’t Give Up“ ist ein ausgezeichnetes Stand-up-Programm.
Was haltet Ihr von James Rückkehr zu seinen Stand-up-Wurzeln? Teilt eure Gedanken zu „Never Don’t Give Up“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Arthur Spooner bestimmt auch!
Trailer
Der offizielle Trailer zu „Kevin James: Never Don’t Give Up“
Mit „Resident Evil 5“ erschien im Jahr 2009 der erste Serienteil ohne Schöpfer und Urgestein Shinji Mikami.
Die knallharte Umstrukturierung auf Action stieß vielen Fans sauer auf. Der fünfte Teil gilt deshalb heute als schwarzes Schaf der „Resi“-Familie.
Auch der Schauplatz war ungewöhnlich. Protagonist Chris Redfield verschlug es nicht etwa in ein düsteres Herrenhaus. „Resident Evil 5“ hatte seinen Schauplatz im gleißend hellen Sonnenlicht Afrikas.
Warum der Ableger trotz des schlechten Rufs mit der richtigen Erwartungshaltung eines der besten Koop-Spiele aller Zeiten ist, verraten wir im Test.
Wenn man mit Fans über die Resident-Evil-Reihe spricht, gibt es einen weit verbreiteten Tenor. Während sich die Reihe durch ihren packend-düsteren und vor allem gruselig-atmosphärischen Survival-Horror auszeichnete, kam später die Wendung. Die Wendung, die im vierten Teil bereits angedeutet wurde, spätestens aber mit dem fünften Teil vollständig Einzug hielt: Der Fokus auf Action!
Es soll (mit dem sechsten) der schlechteste Teil des Franchises sein. Sozusagen das schwarze Schaf der „Resi“-Familie. Überhaupt nicht gruselig. Böse Zungen würden vielleicht überspitzt behaupten, eine Schande für die Reihe. Zumindest war das unser Eindruck, der über die Jahre einen doch schlechten Ruf des Serienteils zu formen schien.
Objektiver und nüchternen stellte es wohl Shinji Mikami, seines Zeichens Schöpfer der „Resident Evil“-Marke, dar. Mikami verließ Capcom nach dem vierten Serienteil und gründete Platinum Games.[1] „Resident Evil 5“ sei kein Spiel geworden, das er spielen würde. Und mehr noch: „Resi 5“ sei nicht das, was er sich unter dieser Art von Spiel vorstelle. Trotzdem denke er, dass es den Spielern gefallen wird, nur eben nicht jemandem, der die Reihe mitentwickelt hat.[2]
Nach einem außergewöhnlich herausragenden Teil vier, der uns kurz zuvor Angst lehrte, waren unsere Erwartungen aufgrund des schlechten Rufs des Spiels wirklich niedrig. Doch eine Sache haben wir dabei wohl von Anfang an vergessen: Ein richtig gutes Actionspiel kann etwas für sich haben.
Im Jahr 2016 erschienen Remaster zu „Resi“ vier, fünf und sechs.
Chris Redfield und Jill Valentine waren früher Partner. Als sie einst versuchten, den „Umbrella“-Gründer Ozwell E. Spencer in seinem Herrenhaus zu stellen, trennten sich ihre Wege. Der ebenso abscheuliche wie übermenschliche Albert Wesker (Nr. 13), ein Produkt von Spencers Experimenten, verstrickte die beiden Agenten in einen erbitterten Kampf.
Jahre später in Afrika. Chris Redfield ist Teil der sogenannten BSAA, einer Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Waffenhändler Ricardo Irving zu fassen. Höchste Eile ist geboten, denn es geht um bio-organische Waffen zur biologischen Kriegsführung. Auch die Agentin Sheva ist Teil der BSAA und wird zur neuen Partnerin von Chris.
Gemeinsam versuchen sie Irvings Plänen Einhalt zu gebieten, sehen sich jedoch nicht nur mit den Auswirkungen des „Las Plagas“-Virus konfrontiert, sondern auch mit dem afrikanischen Gegenstück zu „Umbrella“ – dem Pharmakonzern „TriCell“. Als darüber hinaus ein ebenso alter wie unliebsamer Bekannter auftaucht, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle.
In „Resident Evil 5“ wird mit der Tür ins Haus gefallen. Bereits in der ersten Mission macht das Spiel klar, dass die actionreiche Inszenierung im Fokus steht.
In der bereits vom vierten Serienteil eingeführten Third-Person-Perspektive geht es wahlweise im Einzelspieler-Modus oder Koop-Modus (online oder offline Split-Screen) kooperativ mit einem Partner in die Untoten-Schnetzelei.
Statt Schreibmaschinen zum Speichern gibt es Kontrollpunkte. Luft holen durch das Inventar, welches das Spiel pausiert, war gestern. Ohnehin gibt es endlich eine Waffenschnellwahl, damit alles noch schneller vonstattengehen kann.
Tatsächlich ist „Resident Evil 5“ das Actionfeuerwerk, für das es immer verteufelt wird. Die Actionlast zieht sich wie ein roter Faden durch das Spielerlebnis. Bedingt durch den hellen Schauplatz in Afrika geht außerdem so gut wie jede Düsterheit verloren.
Das kann man als „Resi“-Fan der ersten Stunde schlecht finden. Oder man kann es einfach mal genießen und so der Reihe ihren Ausflug vom klassischen Survival-Horror-Genre zur knallharten „Resi-Action“ gönnen.
Ein wesentlicher Aspekt von „Resident Evil 5“ ist der Koop-Anteil. Deshalb sollte das Spiel unbedingt gemeinsam mit einem Partner gespielt werden!
Ob ganz banale Dinge wie untereinander Munition und Heilmittel auszutauschen, gemeinsam und sparsam den grünen Sprühregen des Medizinsprays zu genießen oder aber taktisch vorzugehen. Die Zusammenarbeit in „Resi 5“ kann unglaublich spaßig sein.
Der Koop-Aspekt des Spiels wird immer wieder hervorgehoben, indem sich das Motto sogar im Levelaufbau widerspiegelt. Um ein Beispiel zu nennen: Als Chris und Sheva müsst Ihr ein ekelerregendes Monster durch gezielte Abstimmung in einen riesigen Brennofen locken, um es von seinem Leid zu erlösen.
Übrigens: Dass im Remaster nur noch „Spieler 1“ die Waffen aufwerten kann, wobei Geld von beiden Spielern in einem Topf landet, empfanden wir entgegen unserer Befürchtungen nicht als Nachteil. So erfordert das faire Verteilen Absprache, was das „Wir-Gefühl“ sogar noch verstärkt.
Splitscreen-Koop ist für uns das Herzstück des Spiels.
Im fünften Teil der überaus beliebten „Resident Evil“-Reihe wurde das mit dem Vorgänger bereits angedeutete actionlastigere Gameplay konsequent erweitert! Damit verprellte Capcom ohne Zweifel viele alteingesessene Fans, gewann jedoch sogleich viele neue dazu.
Das schwarze Schaf der „Resi“-Familie fühlt sich zwar immer noch nach „Resident Evil“ an, spielt sich aber schneller, ist weniger angsteinflößend und wird dabei in erster Linie zum unter Druck setzenden Third-Person-Shooter.
Der Koop-Aspekt des Action-Adventures wurde durch die Notwendigkeit, miteinander zu interagieren, besonders befriedigend umgesetzt und liefert so stundenlangen gemeinsamen Spielspaß.
Wenn man sich also vorher bewusst macht, was man mit „Resident Evil 5“ zu erwarten hat, erhält man in Summe ein von Capcom wohldurchdachtes Abenteuer. Am Ende bleibt so eigentlich nur ein Fazit: „Resident Evil 5“ ist kein gutes, düsteres Gruselspiel, aber ein ausgezeichnet nervenaufreibendes Koop-Actionspiel! Und das hat manchmal auch etwas für sich, oder?
Zu welchem Lager gehört Ihr? War Capcoms Neuausrichtung auf Action Gift oder Gold? Ist euch die Rückbesinnung auf atmosphärischen Grusel seit „Resident Evil 7: Biohazard (2017)“ lieber? Verratet uns euren Lieblingsteil und teilt eure Gedanken zu „Resident Evil 5“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Albert Wesker bestimmt auch!
Siebter Teil des Kultgrusels, der sich Back-to-the-Roots auf seine alten Stärken besinnt und das Horror-Erlebnis mit seiner cineastischen Ego-Inszenierung wahlweise in VR auf die beinahe unzumutbare Spitze treibt. (23. September 2024 | Testplattform: PS5)
Was haltet Ihr von Capcoms Rückbesinnung auf alte Tugenden nach dem actionlastigen sechsten Teil? Habt Ihr die liebenswürdige Familie Baker ins Herz geschlossen und überlebt? Teilt eure Gedanken zu Resident Evil 7: Biohazard mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Vater Jack bestimmt auch!
Trailer
Der offizielle deutsche Launch-Trailer zu Resident Evil 7: Biohazard
Mit „Antebellum“ präsentieren uns die Produzenten aus dem Hause QC Entertainment, die sich bereits für „Get Out“ und „Wir“ verantwortlich zeichneten, abermals einen Social-Thriller mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik und wieder dieser eigenartigen Form von Mindfuck.
„Antebellum“ überträgt und transportiert dabei die seelischen und körperlichen Qualen unterdrückter schwarzer Menschen aus der Zeit der namensgebenden Antebellum-Ära (Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg, zw. 1812 – 1861)[1] auf die heutige Zeit.
Brisant ist das deswegen, weil er damit die Behauptung aufstellt oder zumindest den Schluss zulässt, dass Rassismus heutzutage in dieser extremen und absoluten Weise und in gleichem Maß in der modernen Gesellschaft verankert ist. Nur weniger offensichtlich, versteckter oder in abstrakteren Formen.
Es ist eine krasse Mischung, in seiner Botschaft sehr absolut, moralisierend, pauschalisierend und einseitig. „Antebellum“ sucht diese Provokation und kann sich deshalb absurd anfühlen. Es ist der Kampf weiß gegen schwarz, aber auch schwarz gegen weiß.
Da es sich bei „Antebellum“ jedoch um ein künstlerisches Werk handelt, lässt sich diese Überspitzung wiederum durchaus rechtfertigen. Es ist eben dieses Kontrastdenken, was den Film inhaltlich so furchterregend macht. Es ist der totale Kampf der Ethnien, zugespitzt, um die soziale Schieflage/systematische Unterdrückung so laut wie möglich in die Gesellschaft herauszuschreien.
Es macht Spaß, bei diesem Befreiungsschlag der Macher zuzusehen. Auch wenn sie (möglicherweise bewusst) etwas über das Ziel hinausschießen. Denn gerade aus einer subtileren, unterschwelligeren Programmatik wie der eines „Get Out“ (2017) hätten sie Spannung herausziehen können.
„Antebellum“ ist letztendlich ein ausgezeichneter So(cial)nder-Thriller mit starken Bildern und Kontrasten, der sich durch seinen Twist von der breiten Masse abhebt und insgesamt ausgezeichnet altern wird. (8. Mai 2021)
Was haltet Ihr von „Antebellum“? Beim Marketing wurde unserer Meinung nach der Eindruck erweckt, Social-Thriller-Pionier Jordan Peele wäre persönlich involviert. Sowohl die Ästhetik des Posters als auch der Slogan „Von den Machern von „Get Out“ und „Wir“ deuteten stark darauf hin. Auch wenn Peele nicht mitgewirkt hat, fanden wir, sein Geist war irgendwie anwesend. Teilt eure Gedanken zu “Antebellum” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und QC Entertainment bestimmt auch!
Mit der Serie „Euphoria“ haben wir eine der intensivsten Dramaserie der letzten Jahre bekommen.
Die Erstausstrahlung erfolgte am 16. Juni 2019 bei HBO und in Deutschland zuerst auf Sky Atlantic.
Seit dem HBO seinen eigenen Streaming-Dienst „HBO MAX“ im Januar 2026 startete, wurden beide Staffel von „Euphoria“ in den Streaming Dienst übernommen. Die kommende 3. Staffel erscheint im April 2026 und wird auch auf HBO Max verfügbar sein.
„Euphoria“ handelt von einer Gruppe von Highschool-Schülern. Es geht vor allem um die drogenabhängige 17-jährige Rue Bennett (gespielt von Zendaya), die nach ihrem Entzug die neue Schülerin Jules Vaughn (Hunter Schafer) kennenlernt und sich mit ihr anfreundet. Die Serie thematisiert dabei vor allem die Themen Freundschaft, Sexualität, Identität, Traumata, Drogen und Liebe und wurde in den Medien auf Grund der expliziten Darstellung von Szenen mit der o.g. Thematisierung stark in Frage gestellt.
Wie wir bei derofa.de die „heiss diskutierte“ Serie fanden, könnt Ihr in unserem Test lesen.
Zwischen Rausch, Realität und der harten Suche nach dem Ich
„Euphoria“ ist eine HBO-Dramaserie, die sich sehr stark und offen mit dem Leben und Problemen von Teenagern auseinandersetzt. Die Handlung dreht sich um Rue Bennett (Zendaya), eine junge Frau, die nach einem Drogenentzug wieder in den High-School-Alltag zurückkehrt und trotzdem nicht von ihrer Sucht loskommt. Sie trifft auf die junge Jules (Hunter Schafer) und freundet sich mit ihr an.
Neben den beiden Hauptfiguren lernen wir u.a. Nate Jacobs (Jacob Elordi), Maddy Perez (Alexa Demie), Cassie Howard (Sydney Sweeney) und Kat Hernandez (Barbie Ferreira) kennen – die gemeinsam an die selbe Highschool gehen und sich zusammen mit ihren Problemen des Erwachsenwerdens konfrontiert sehen.
Jeder Charakter hat seine eigene besondere Geschichte und diese wird uns in Häppchen präsentiert. Wie ein sehr großes Puzzle welches am Ende vollständig wird. Die Charaktere haben Schwierigkeiten ihre eigene Identität zu finden. Diese ist mit diversen Traumata und vor allem mit Beziehungskonflikten und sozialen Spannungen in ihrer Clique geprägt.In „Euphoria“ prallen die härtesten Aspekte des Heranwachsens aufeinander: Liebe, Gruppenzwang, Selbstzweifel und das Bedürfnis nach Akzeptanz.
Kontroverse Provokation trifft auf schauspielerischen Glanz
Für mich ist „Euphoria“ mehr als nur eine Serie – sie ist ein Erlebnis! Die schauspielerischen Leistungen sind unglaublich stark! Besonders Zendaya, die Rue mit einer Verletzlichkeit und Tiefe spielt, die wirklich ins tiefste geht! Die Chemie im Cast ist bemerkenswert und viele der Darsteller sind gerade wegen dieser Serie zu echten Stars geworden. Ein gutes Beispiel ist Jacob Elordi, der nach seinem Durchbruch in „Euphoria“ sogar mit Margot Robbie in einen großen Filmprojekt „Wuthering Heights – Sturmhöhe“, die Hauptrolle spielt. Der Film kommt im Februar 2026 in die deutschen Kinos.
Was die Serie so besonders macht, ist sein ernster Blick auf Themen, die viele andere Serien scheuen. Die explizite Darstellung von Sex, Drogen, Gewalt und psychischen Problemen hat nicht nur Fans begeistert, sondern auch Kontroversen ausgelöst. So wurde die Serie von den Medien wegen der intensiven Darstellung von Drogen und Sexualität unter Teenagern kritisch gesehen.
Einige Kritiker werfen der Serie vor, sie würde Teenager-Leben ungesund „glamourisieren“, während andere betonen, dass genau diese Offenheit dem Publikum einen echten Einblick in reale Probleme zeigt. Die Schauspielerin Sydney Sweeney hat beispielsweise öffentlich erklärt, dass die Serie das Publikum bewusst zum Nachdenken anregen soll. [1]
Inhaltlich erinnert Euphoria sicherlich auch wegen der Mischung aus Chaos, Grenzüberschreitungen und schwarzem Humor stark an die US-Serie „Shameless,“ nur eben aus der Perspektive einer Teenager-Generation. Hier geht es nicht nur um Party und Drama, sondern um die Beziehungen zwischen den Charakteren. Da steckt so viel mehr Tiefe drinnen, als man anfangs vielleicht annehmen würde..
Schockmomente und bittere Realität des Erwachsenwerdens
Gerade diese Aspekte machen die Serie für mich so fesselnd. Man leidet mit, man ärgert sich, man freut sich und oft ist man einfach sprachlos – denn die Handlung wirkt oft traumatisierend auf den Zuschauer, da man vieles nicht erwartet. Diese Geschichte trifft einen mitten ins Herz und lässt einen vollkommen sprachlos zurück.
Ich habe Staffel für Staffel regelrecht gesuchtet, weil jede Folge immer wieder neue emotionale Tiefpunkte oder überraschende Wendungen bereithält. Sie zeigt auf mitreißender Weise wie schwierig das Erwachsenwerden sein kann. Vor allem in einer Zeit in der Soziale Medien fast alles kontrollieren. Vor allem Teenager leiden darunter.
Die dritte Staffel wurde offiziell für April 2026 auf HBO Max angekündigt und soll die Figuren fünf Jahre älter zeigen, also nach ihrer High-School-Zeit. Wir dürfen gespannt sein.
Zwischen der ersten und zweiten Staffel wurden zwei einstündige Spezialfolgen veröffentlicht. Diese entstanden als Überbrückung während der COVID-19-Pandemie und beleuchten die Geschichte der Hauptfiguren Rue und Jules nach ihrem dramatischen Abschied am Bahnhof.
Rue’s Folge
Rue trifft sich am Heiligabend in einem Diner mit ihrem Mentor Ali. Die Folge besteht fast ausschließlich aus einem tiefgründigen Dialog über Sucht, Verlust und die Hoffnung auf Besserung.
Jules Folge
Diese Episode beleuchtet Jules Perspektive innerhalb einer Therapiestunde. Sie reflektiert ihre Beziehung zu Rue sowie ihre Sicht auf Weiblichkeit.
Insgesamt ist „Euphoria“ für mich eine der intensivsten Dramaserien der letzten Jahre. Visuell sehr stark, schauspielerisch extrem gut und emotional oft an der Grenze – wir waren oft den Tränen nahe.
Für Fans von tiefgehenden, dramatischen Serien ist „Euphoria“ eine absolute Must-See-Serie und ich freue mich schon sehr auf die nächste Staffel im April.
Ihr fragt euch wahrscheinlich warum diese grandiose TV-Show keine 10/10 erhalten hat? Ich habe der Serie einen Punkt abgezogen, da die letzte Staffel sich zum Ende hin etwas gezogen hat und den Flow den sie Anfangs gehabt, zum Ende hin verloren hatte.
Das schadet der Serie kaum – 9/10 herausragend!
Zum Schluss teilt Rue noch ihre Gedanken mit uns….
Ich bin nicht die Protagonistin in meiner eigenen Geschichte. Ich bin nur eine Randnotiz in der Geschichte von jemand anderem.Rue Bennet
Was haltet Ihr von der kontrovers diskutierten Serie? Teilt eure Gedanken zu “Euphoria” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere Clique der East High End Highschool bestimmt auch!
Mit „South Park: Der Stab der Wahrheit“ erschien im Jahr 2014 das erste ernstzunehmende Videospiel zur rotzfrechen TV-Serie.
Unter den wachsamen Augen der Schöpfer Trey Parker und Matt Stone entwickelte das Microsoft-Studio Obsidian Entertainment („Fallout: New Vegas“) ein klassisches, rundenbasiertes Rollenspiel mit purer „South Park“-DNA.
Es kam, wie es kommen musste: Im verklemmten Deutschland bekam das Spiel die Zensurwut des deutschen Rechts nach § 86a StGB zu spüren und erschien verzögert. Grund dafür war ein vergessenes Hakenkreuz.[1]
Welche Inhalte die Zensur außerdem betrifft und wie Ihr das herausragende Spiel trotzdem unzensiert mit deutschen Texten genießen könnt, verraten wir im Test.
Viele Jahre haben Fans der nur so vor Gesellschaftskritik und Satire triefenden Animationsserie „South Park“ viel Schund schlucken müssen, denn die Marke stand nicht unbedingt in gutem Videospiellicht.
Spiele über „South Park“ gab es zwar bereits in der Vergangenheit, diese hatten jedoch ein grundsätzliches Problem. Sie erschufen weder visuell noch spielerisch eine interaktive South-Park-Episode. Stattdessen bedienten sie sich oft nur der Themen und Kulissen des kleinen fiktiven Städtchens „South Park“ in Colorado, wie etwa im ersten South-Park-Spiel, einem First-Person-Shooter aus dem Jahr 1998 für die Nintendo 64.
Doch mit „South Park: Der Stab der Wahrheit“ hatte das Warten endlich ein Ende. Denn im von Studio OE entwickelten Rollenspiel, haben wir diesmal die Möglichkeit, selbst wirklich dabei zu sein und mehr oder weniger ein Spiel innerhalb der Serie zu spielen, um so als „Der Neue“ unsere eigene, interaktive South-Park-Geschichte zu erleben.
Ihr seid „Der Neue“ … oder Sir Saftsack! Und niemand Geringerer als Großmagus Cartman nimmt euch unter seine Fittiche.
Der „Stab der Wahrheit“ ist ein mächtiges Artefakt in Form eines – nun ja, Stocks – welches seinem Besitzer unglaubliche Mächte verleiht. Großmagus Cartman erklärt das besser, deshalb reiß ich das hier nur an.
Zumindest ist er das Objekt der Begierde innerhalb des „LARP-Events“ (Live Action Role Playing) von Fettarsch und seinen Freunden. Die Kids haben sich in ihre selbstgebastelten Kostüme geschmissen und Diktator Cartman befehligt die Gilde der Menschen, während der gewohnt liberale Kyle ihm als Anführer der Elfen gegenübersteht.
Wir – mit dem bahnbrechenden Namen „Der Neue“ oder auch „Saftsack“ – wie uns Cartman liebevoll tauft – haben die Ehre, dabei zu sein, beim nervenaufreibenden Papp-Fantasy-Rollenspiel-Krieg der Extraklasse. Da wir mit Mom und Dad erst nach South Park gezogen sind, versuchen wir außerdem, Anschluss und neue Freunde zu finden.
Also nichts wie ran, um die Grenzen der Geschmacklosigkeiten und Tabubrüche auszuloten, denn wo bei „Stab der Wahrheit“ South Park draufsteht, ist auch wirklich South Park drin. Doch schauen wir uns zuerst an, was „Stab der Wahrheit“ in Sachen Gameplay zu bieten hat.
Die Schöpfer der TV-Serie sowie die Entwickler von Obsidian bedienen sich in „Stab der Wahrheit“ des Genres des klassischen rundenbasierten RPGs. Trey Parker war dies enorm wichtig, da er ein großer Fan von eben dieser traditionellen Art der Videospiele ist. Es sollte sich wie ein 2D-Paper-Mario anfühlen, kombiniert mit der Tiefe klassischer JRPGs. (via Digital Trends | via Eurogamer). Auch deshalb wurde es in der frühen Entwicklungsphase von der Fachpresse schlicht als „South Park RPG“ bezeichnet.
Aus der Perspektive, welche exakt der aus der TV-Serie gleicht, laufen wir durch South Park. Alles sieht genau so aus wie in der Serie, nur eben, dass wir als Spieler mittendrin sind. Wir können durch Türen gehen oder einfach die Straßen entlanglaufen. Eine Karte weist uns den Weg.
Unseren Charakter passen wir uns natürlich rollenspieltypisch selbst an. Ob stinknormale Anpassungsoptionen wie Hautfarbe, Frisur, Kleidung etc. oder Extravaganzen wie ein haariges Klötenkinn. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.
Je dunkler die Hautfarbe, desto schwerer. Wenn schon im Charakter-Editor die beißende Gesellschaftskritik für ein Highlight sorgt, muss es South Park sein.
Wenn’s ans eingemachte geht, habt ihr in rundenbasierten Kämpfen die Aufgabe, eure Gegner aufs Kreuz zu legen. Als Waffen stehen euch eine Primär- sowie Sekundärwaffe oder auch Furzfähigkeiten zur Verfügung. Alle Gegenstände und Themen sind natürlich getreu dem South-Park-Motto an Gesellschaft, Popkultur, Sarkasmus, Sex, Drogen, Gewalt, Pippi-Kacka-Humor angelehnt.
Als Quests erwarten euch Hauptmissionen, die sich um Cartman, Kyle und den „Spielkampf“ drehen und die Geschichte vorantreiben. Durch Nebenmissionen werdet Ihr motiviert, South Park in seiner Gänze zu erkunden. Ob besondere Tiere für Jimbo und Ned jagen oder das Obdachlosenproblem der Bürgermeisterin lösen, Jesus finden oder Mr. Hankey in der Kanalisation besuchen. Hier trefft ihr auf alle South-Park-Eigenheiten und Persönlichkeiten, die Ihr aus der Serie gewohnt seid.
Timmy steht euch als rasender Rollstuhl-Chauffeur für die Schnellreise zur Verfügung.
South Park ist für seine Tabubrüche und Grenzüberschreitungen bekannt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die Macher um Trey Parker und Matt Stone für das erste wirklich ambitionierte Videospielprojekt besonders ins Zeug gelegt haben, um die Grenzen des guten Geschmacks und des „was ist erlaubt“ auszuloten.
Was ganz genau vor sich geht, möchten wir natürlich nicht verraten, um die Überraschung für den Spieler nicht zu verderben. Doch eines sollte klar sein: South Park macht erneut keine Gefangenen und knallt frei Schnauze raus, was den Machern so in den Sinn kommt. Fans werden es lieben und Kritiker es hassen. Also alles beim Alten und alles im Sinne der TV-Serie. Satire und Provokation eben.
Es geschah in Deutschland, was geschehen musste, und Publisher Ubisoft sah sich tatsächlich gewzungen, die Schere anzulegen. Doch wie umfänglich ging das vonstatten und welche Elemente sind betroffen?
Nationalsozialistische Symbolik und Sprachsamples
Publisher Ubisoft hatte wohl keine andere Wahl, als die Hakenkreuze (verfassungswidrige Symbole in Deutschland) zu entfernen, da es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von „Stab der Wahrheit“ noch keine Ausnahmeregelung der Sozialadäquanzklausel für Videospiele gab.
Deshalb findet man weder in der USK- noch in der PEGI-Version Hakenkreuze. Außerdem sind NS-Gesten, also der sogenannte Hitlergruß, zensiert worden. Auch die Sprachsamples von Adolf Hitler wurden durch „klischeehaftes Hollywood-Deutsch“ ersetzt, wie es die Kollegen von „GameStar“ formulieren.[2]
Merke: Diese Zensur betrifft ALLE europäischen Versionen und sowohl die Konsolen- als auch die PC-Versionen.
Auch in anderen Bereichen wurde geschnitten. Der Wikipedia-Eintrag von „Stab der Wahrheit“ stellt hierzu fest: „In der europäischen Konsolenfassung wurden insgesamt sieben jeweils knapp 20-sekündige Spielszenen entfernt, in denen an Spielfiguren Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt oder Analsonden verwendet werden.“
Merke: Diese Zensur betrifft NUR die Konsolenfassungen, nicht die PC-Fassung. Deshalb wurden erstere auch mit einer USK 16 bewertet, während die PC-Version eine USK 18 bekam.
Die Schere – Wie Ihr Stab der Wahrheit uncut genießt
Was zuerst kompliziert erscheint, ist im Endeffekt recht simpel.
Wenn Ihr „Stab der Wahrheit“ offiziell, ungeschnitten und in voller Blüte genießen wollt, bleibt euch nur der Weg zur US-Fassung! Sowohl die USK- als auch die PEGI-Fassungen für Konsolen sind im Endeffekt geschnitten – wenn auch unterschiedlich stark. Einfach aus Österreich die Pegi-Variante bestellen und so die Zensurwut in Deutschland umgehen, wie bei vergleichbaren Titeln, ist also auch nicht drin.
Am einfachsten haben es PC-Spieler, denn die sind in der Regel nicht von Regional-Locks betroffen. Konsolenspieler sollten jedoch vorsichtig sein, weil Hersteller gerne mal Spiele auf eine bestimmte Region begrenzen und damit für ausländische Konsolen sperren. Laut Wikipedia hat die US-Version jedoch KEINE Regionalbeschränkung.
Glück im Unglück: „Stab der Wahrheit“ wurde nicht deutsch synchronisiert. Das bedeutet, es gibt ohnehin nur deutsche Untertitel, die man ebenfalls in der unzensierten US-Fassung aktivieren kann. Kein Nachteil also für den Spieler.
Wir haben uns letztendlich für die PS3-Fassung entschieden, da die PS3 generell keinen Regional-Lock hat. Ihr könnt aber auch zur Xbox-360-Version greifen denn dort ist der Lock abhängig vom Spiel und im Falle von „Stab der Wahrheit“ nicht vorhanden.
Die Schöpfer Trey Parker und Matt Stone machen sich kurzerhand über die europäische Zensur lustig
Mit „Der Stab der Wahrheit“ ist den Entwicklern von Obsidian Entertainment und den Machern Trey Parker und Matt Stone ein South-Park-Spiel gelungen, in dem auch wirklich „South Park“ drinsteckt.
Die bekannten Figuren, Motive und den gesamten ungezähmten Charme der Animationsserie in ein Rollenspiel zu packen, stellt sich zugleich als naheliegende wie auch geniale Idee heraus. Mittlerweile fand sie mit „The Fractured But Whole“ bereits einen Nachfolger. Dieser wurde jedoch nicht mehr von Obsidian sondern von Ubisoft San Francisco entwickelt.[3] Vermutlich um mehr Kontrolle im eigenen Haus zu behalten.
Fest steht: Wenn uns Legende Butters per Nachricht in unserem facebookähnlichen Feed nach einer brenzligen Mission und dem ersten Tag im Städtchen South Park willkommen heißt und uns bittet, wieder mitzuspielen, fühlen wir uns wirklich angekommen im gesellschaftskritischen Satire-Paradies.
Ist er nicht knuffig? Jeder weiß, er heißt Butters! Butters: „Das bin ich!“
Natürlich ist „Stab der Wahrheit“ ausschließlich an South-Park-Fans gerichtet, sonst wäre es kein South Park. Natürlich ist die Komponente des Rollenspiels eher das i-Tüpfelchen als der Kern.
Doch wohl gerade deshalb ist „Stab der Wahrheit“ so gelungen. Es besinnt sich auf die Kernkompetenzen der Vorlage und gibt sich dabei sehr viel Mühe. Was das Spiel neben der guten Hauptgeschichte so richtig lebendig macht, ist die Spielwelt. Es gibt überall etwas zu entdecken. Bei jeder Item-Beschreibung muss man lachen.
Die Umgebung nutzt ihr um Gegner zu erledigen. Mal lasst Ihr eine Ratte in eine Falle laufen, mal furzt Ihr kräftig ins Feuer, um Mauern aufzusprengen, mal lasst Ihr Strom auf Wasser wirken. Als neuer Kumpel der fünf Jungs aus South Park erschließt sich euch ihre Welt. Und es macht einfach Spaß.
Als einziger wirklich großer Kritikpunkt wäre vielleicht die Spieldauer zu nennen, die mit ihren Haupt- und Nebenquests schon ein wenig länger hätte sein können. Insbesondere die Hauptgeschichte ist recht schnell über die Bühne. Mehr Nebenquests wären drin gewesen.
Kleinere negative Kritikpunkte gibt es zwar schon, wie das komische Levelcap von 15, die viel zu kleinen und langen Untertitel, eine manchmal merkwürdige Speicherfunktion und natürlich die schmerzlich vermisste deutsche Sprachausgabe. Doch diese Punkte sind schnell vergessen, wenn wir wieder vor belustigter Begeisterung den Kopf senken und den Kopf schütteln, weil wieder irgendetwas passiert ist, was nicht ins Bild politischer Korrektheit passt. Für uns steht letztendlich fest: Mit „Stab der Wahrheit“ schauen wir nicht nur passiv South Park, wir werden zum Teil von South Park.
Was haltet Ihr vom ersten „richtigen“ South Park-Videospiel? Teilt eure Gedanken zu „Stab der Wahrheit“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Butters bestimmt auch!
I’m not an animal, and I’m not crazy and I’m not a split personality. That’s all there is to it. People refuse to believe that. That’s their problem. There’s nothing in my background, I swear to God, and I know it: I’ve analyzed my own background and I know there’s no doubt in my mind that there’s nothing in my background, no one factor or collection of factors that would explain or would otherwise lead one to believe that I was capable of murder.Ted Bundy
„Brutal und erschreckend zugleich! Die Geschichte von Ted Bundy bleibt unvergessen und schockierend. „Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile“ erzählt Bundys Geschichte mit Zac Efron in der Hauptrolle.
Netflix trat primär als Distributor auf, nachdem der Streaming-Dienst die Rechte für rund 9 Millionen US-Dollar nach der Premiere auf dem Sundance Film Festival erworben hatte. In Deutschland übernahm Constantin Film den Verleih für das Heimkino. Der Film basiert auf dem Roman „The Phantom Prince: My Life with Ted Bundy“.
Doch kommen wir zurück zum Inhalt des Filmes: Anfangs wird Ted als vermeintliches Opfer dargestellt, doch nach und nach verdichtet sich die Handlung und offenbart die grausame Wahrheit. Ted Bundy zeigt wie gut seine Manipulationskünste sind. Ob vor der Kamera oder im Gerichtssaal. Er zeigt sich stets als liebevollen, netten Menschen, der sich am Ende sogar selbst vor Gericht verteidigt und den Richter zwar nicht manipulieren aber beeindrucken konnte. Zum Ende hin erhalten wir echtes Filmmaterial von Ted Bundy, was das ganze noch mehr abrundet.
Zac Efron überzeugt als charmanter, gut aussehender Ted Bundy auf beeindruckende Weise. Nicht nur, dass er Bundy optisch ähnelt, seine Darstellung ist so authentisch, dass man zeitweise vergisst, dass es sich um einen Spielfilm handelt und keine Dokumentation. Schauspielerisch zeigt er uns Kunst vom feinsten – Zac Efron in Bestform!
Die Geschichte fesselt von der ersten Minute an, ist dramatisch und nie langatmig. Auch wer kein True-Crime-Fan ist, wird von diesem packenden Porträt des „Killers von nebenan“ beeindruckt sein. Eine herausragende und überaus intensive Verfilmung.“
Was haltet Ihr von Zac Efrons Darstellung des Ted Bundy? Teilt eure Gedanken zu “Extremely Wickel, Shocking Evil and Viel” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der „Killer von nebenan“ vielleicht auch?
Trailer
Der offizielle deutsche Trailer zu “Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile”.
„Fran Bow“ ist ein schaurig schön gestaltetes Point-and-Click-Adventure, welches alle Stärken des antiquitierten Genres für sich nutzt.
Der handgezeichnete Look erinnert an comicartige Bilder und ist trotz oder gerade wegen der vielen Horror-Darstellungen ein Blickfang. Es bildet sich ein auffälliger Kontrast zwischen einer harmlos kindlich aussehenden Welt und harten Gewalt- und Blutdarstellungen sowie bizarren Kreaturen, welche trotzdem stimmig eingebettet wirken.
Die Erzählung ist sehr tiefgründig und kann mit dem übergeordneten Thema von psychischen Erkrankungen bedrücken. Insbesondere Protagonistin Fran scheint Wahnvorstellungen zu haben und erlebt ein Martyrium ohne zu wissen, was Realität und was Einbildung ist. Die Handlung überlässt Euch viel Interpretationsspielraum und lädt so zum Mit- und Nachdenken ein.
Neben der spannenden, manchmal auch Verwirrung stiftenden Geschichte warten anspruchsvolle Rätsel darauf, gelöst zu werden. Die Wege hierfür sind vielfältig, oft unterschiedlicher Natur, werden so nie langweilig und können auch angestrengtes Nachdenken erfordern.
Die Spielmechanik, bei der zwischen den „Blickwinkeln“ bzw. Jahreszeiten gewechselt werden kann, sorgt für mehr Möglichkeiten in mehreren Welten des Spiels und erweckt so den Eindruck eines Multiversums.
Jedes Kapitel bietet sowohl mit den Schauplätzen und Figuren visuell als auch beim Rätseln und vor allem bei der emotionalen Geschichte neue Aspekte, die jeden Ausflug in die Welt von „Fran Bow“ irgendwie einzigartig wirken lassen.
In Summe macht das düstere, künstlerisch wertvolle, herausfordernde und erzählerisch dichte Point-and-Click-Adventure genau das, was gute Videospiele tun, und entführt in eine kleine, gleichermaßen bedrückende als auch irgendwie bezaubernde andere Welt. (30. Dezember 2022 | Testplattform: iOS)
Was haltet Ihr von der Psychohorror-Indie-Perle aus dem Hause Killmonday Games? Freut Ihr euch schon auf den geistigen Nachfolger „Mithra: Join the Cult„? Teilt eure Gedanken zu “Fran Bow” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Mr. Midnight bestimmt auch!
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