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Resident Evil 5 (Remastered) (2009, 2016)

Lesemusik:

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©Capcom | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
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    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Mit „Resident Evil 5“ erschien im Jahr 2009 der erste Serienteil ohne Schöpfer und Urgestein Shinji Mikami.

Die knallharte Umstrukturierung auf Action stieß vielen Fans sauer auf. Der fünfte Teil gilt deshalb heute als schwarzes Schaf der „Resi“-Familie.

Auch der Schauplatz war ungewöhnlich. Protagonist Chris Redfield verschlug es nicht etwa in ein düsteres Herrenhaus. „Resident Evil 5“ hatte seinen Schauplatz im gleißend hellen Sonnenlicht Afrikas.

Warum der Ableger trotz des schlechten Rufs mit der richtigen Erwartungshaltung eines der besten Koop-Spiele aller Zeiten ist, verraten wir im Test.

Genre: Action-Adventure, Third-Person-Shooter, Survival Horror

Originaltitel: Baiohazādo 5 (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Capcom

Game Director: Yasuhiro Anpo, Kenichi Ueda

Musik: Kota Suzuki, Wataru Hokoyama

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler (Koop-Modus lokal oder online mit zwei Spielern)

Spielzeit: ca. 12 Stunden (Hauptstory), ca. 17 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 35 Stunden (100%)

Sprache: Englische Sprachausgabe, deutsche Texte

Plattformen: Original – PlayStation 3 (03/2009), Xbox 360 (03/2009), PC (09/2009) | Remastered – PlayStation 4 (06/2016), Xbox One (06/2016), Switch (10/2019) (Stand: 19.02.2026)

Altersfreigabe: USK 18

Erstveröffentlichung DE: 13. März 2009 (PS3, Xbox 360)

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil 4 (Remastered) (2005, 2016)

Nachfolger: Resident Evil 6 (Remastered) (2012, 2016)

Ähnliche Titel: Resident Evil 2 (2019), Resident Evil 3 (2020), Resident Evil 7: Biohazard (2017), Dead Space (2008), The Last of Us (Remastered) (2013, 2014)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_5 | https://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_5 | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/7722

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 5

Autor: Jannik

Verfasst am: 24. Dezember 2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Das schwarze Schaf

Wenn man mit Fans über die Resident-Evil-Reihe spricht, gibt es einen weit verbreiteten Tenor. Während sich die Reihe durch ihren packend-düsteren und vor allem gruselig-atmosphärischen Survival-Horror auszeichnete, kam später die Wendung. Die Wendung, die im vierten Teil bereits angedeutet wurde, spätestens aber mit dem fünften Teil vollständig Einzug hielt: Der Fokus auf Action!

Es soll (mit dem sechsten) der schlechteste Teil des Franchises sein. Sozusagen das schwarze Schaf der „Resi“-Familie. Überhaupt nicht gruselig. Böse Zungen würden vielleicht überspitzt behaupten, eine Schande für die Reihe. Zumindest war das unser Eindruck, der über die Jahre einen doch schlechten Ruf des Serienteils zu formen schien.

Objektiver und nüchternen stellte es wohl Shinji Mikami, seines Zeichens Schöpfer der „Resident Evil“-Marke, dar. Mikami verließ Capcom nach dem vierten Serienteil und gründete Platinum Games.[1] „Resident Evil 5“ sei kein Spiel geworden, das er spielen würde. Und mehr noch: „Resi 5“ sei nicht das, was er sich unter dieser Art von Spiel vorstelle. Trotzdem denke er, dass es den Spielern gefallen wird, nur eben nicht jemandem, der die Reihe mitentwickelt hat.[2]

Nach einem außergewöhnlich herausragenden Teil vier, der uns kurz zuvor Angst lehrte, waren unsere Erwartungen aufgrund des schlechten Rufs des Spiels wirklich niedrig. Doch eine Sache haben wir dabei wohl von Anfang an vergessen: Ein richtig gutes Actionspiel kann etwas für sich haben.


Im Jahr 2016 erschienen Remaster zu „Resi“ vier, fünf und sechs.

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©Capcom, ©PlayStation

Handlung – Umbrellas Spiel in Afrika

Chris Redfield und Jill Valentine waren früher Partner. Als sie einst versuchten, den „Umbrella“-Gründer Ozwell E. Spencer in seinem Herrenhaus zu stellen, trennten sich ihre Wege. Der ebenso abscheuliche wie übermenschliche Albert Wesker (Nr. 13), ein Produkt von Spencers Experimenten, verstrickte die beiden Agenten in einen erbitterten Kampf.

Jahre später in Afrika. Chris Redfield ist Teil der sogenannten BSAA, einer Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Waffenhändler Ricardo Irving zu fassen. Höchste Eile ist geboten, denn es geht um bio-organische Waffen zur biologischen Kriegsführung. Auch die Agentin Sheva ist Teil der BSAA und wird zur neuen Partnerin von Chris.

Gemeinsam versuchen sie Irvings Plänen Einhalt zu gebieten, sehen sich jedoch nicht nur mit den Auswirkungen des „Las Plagas“-Virus konfrontiert, sondern auch mit dem afrikanischen Gegenstück zu „Umbrella“ – dem Pharmakonzern „TriCell“. Als darüber hinaus ein ebenso alter wie unliebsamer Bekannter auftaucht, gerät die Situation zunehmend außer Kontrolle.


Ungewöhnlicher Schauplatz: Auf nach Afrika!

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©Capcom | Quelle: https://steamcommunity.com/sharedfiles/filedetails/?l=german&id=864823595

Knallharte Resi-Action

In „Resident Evil 5“ wird mit der Tür ins Haus gefallen. Bereits in der ersten Mission macht das Spiel klar, dass die actionreiche Inszenierung im Fokus steht.


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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

In der bereits vom vierten Serienteil eingeführten Third-Person-Perspektive geht es wahlweise im Einzelspieler-Modus oder Koop-Modus (online oder offline Split-Screen) kooperativ mit einem Partner in die Untoten-Schnetzelei.


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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

Statt Schreibmaschinen zum Speichern gibt es Kontrollpunkte. Luft holen durch das Inventar, welches das Spiel pausiert, war gestern. Ohnehin gibt es endlich eine Waffenschnellwahl, damit alles noch schneller vonstattengehen kann.


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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

Tatsächlich ist „Resident Evil 5“ das Actionfeuerwerk, für das es immer verteufelt wird. Die Actionlast zieht sich wie ein roter Faden durch das Spielerlebnis. Bedingt durch den hellen Schauplatz in Afrika geht außerdem so gut wie jede Düsterheit verloren.


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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

Das kann man als „Resi“-Fan der ersten Stunde schlecht finden. Oder man kann es einfach mal genießen und so der Reihe ihren Ausflug vom klassischen Survival-Horror-Genre zur knallharten „Resi-Action“ gönnen.


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©Capcom | Quelle: https://www.gamestar.de/artikel/resident-evil-5-im-test-grandiose-technik-und-cooler-koop-modus,1958866.html

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Gemeinsam durch die Hölle

Ein wesentlicher Aspekt von „Resident Evil 5“ ist der Koop-Anteil. Deshalb sollte das Spiel unbedingt gemeinsam mit einem Partner gespielt werden!

Ob ganz banale Dinge wie untereinander Munition und Heilmittel auszutauschen, gemeinsam und sparsam den grünen Sprühregen des Medizinsprays zu genießen oder aber taktisch vorzugehen. Die Zusammenarbeit in „Resi 5“ kann unglaublich spaßig sein.

Der Koop-Aspekt des Spiels wird immer wieder hervorgehoben, indem sich das Motto sogar im Levelaufbau widerspiegelt. Um ein Beispiel zu nennen: Als Chris und Sheva müsst Ihr ein ekelerregendes Monster durch gezielte Abstimmung in einen riesigen Brennofen locken, um es von seinem Leid zu erlösen.

Übrigens: Dass im Remaster nur noch „Spieler 1“ die Waffen aufwerten kann, wobei Geld von beiden Spielern in einem Topf landet, empfanden wir entgegen unserer Befürchtungen nicht als Nachteil. So erfordert das faire Verteilen Absprache, was das „Wir-Gefühl“ sogar noch verstärkt.


Splitscreen-Koop ist für uns das Herzstück des Spiels.

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©Capcom | Quelle: https://www.reddit.com/r/nucleuscoop/comments/ufuo2g/resident_evil_5_splitscreen_coop_on_pc/?tl=de

Fazit – Ein sündhaft gutes (Action)-Resi!

Im fünften Teil der überaus beliebten „Resident Evil“-Reihe wurde das mit dem Vorgänger bereits angedeutete actionlastigere Gameplay konsequent erweitert! Damit verprellte Capcom ohne Zweifel viele alteingesessene Fans, gewann jedoch sogleich viele neue dazu.

Das schwarze Schaf der „Resi“-Familie fühlt sich zwar immer noch nach „Resident Evil“ an, spielt sich aber schneller, ist weniger angsteinflößend und wird dabei in erster Linie zum unter Druck setzenden Third-Person-Shooter.

Der Koop-Aspekt des Action-Adventures wurde durch die Notwendigkeit, miteinander zu interagieren, besonders befriedigend umgesetzt und liefert so stundenlangen gemeinsamen Spielspaß.

Wenn man sich also vorher bewusst macht, was man mit „Resident Evil 5“ zu erwarten hat, erhält man in Summe ein von Capcom wohldurchdachtes Abenteuer. Am Ende bleibt so eigentlich nur ein Fazit: „Resident Evil 5“ ist kein gutes, düsteres Gruselspiel, aber ein ausgezeichnet nervenaufreibendes Koop-Actionspiel! Und das hat manchmal auch etwas für sich, oder?


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©Capcom | Quelle: https://giphy.com/gifs/resident-evil-re-xeltorfortress2-nrX7V1Su0JnWLEnWGi

Zu welchem Lager gehört Ihr? War Capcoms Neuausrichtung auf Action Gift oder Gold? Ist euch die Rückbesinnung auf atmosphärischen Grusel seit „Resident Evil 7: Biohazard (2017)“ lieber? Verratet uns euren Lieblingsteil und teilt eure Gedanken zu „Resident Evil 5“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Albert Wesker bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle „Xbox 360 Extended E3 Trailer“

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©Capcom | ©IGN

Der „Resident Evil 4, 5, 6 – PS4 Announce Trailer“ zu den Remastered-Versionen (2016)

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©Capcom | ©PlayStation

Resident Evil 7: Biohazard (2017)

Lesemusik:

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©Capcom | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Jannik meint - Herausragend

Siebter Teil des Kultgrusels, der sich Back-to-the-Roots auf seine alten Stärken besinnt und das Horror-Erlebnis mit seiner cineastischen Ego-Inszenierung wahlweise in VR auf die beinahe unzumutbare Spitze treibt. (23. September 2024 | Testplattform: PS5)

Genre: Action-Adventure, Survival Horror, Walking Simulator, Puzzle, Rätsel, First-Person-Shooter

Originaltitel: Biohazard 7: Resident Evil 

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Capcom

Game Director: Koshi Nakanishi

Musik: Akiyuki Morimoto, Miwako Chinone, Satoshi Hori

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 10 Stunden (Hauptstory), ca. 12 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 27 Stunden (100%)

Sprache: Volle deutsche Lokalisation

Plattformen: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X, Nintendo Switch, Nintendo Switch 2 (Stand: 16.02.2026)

Altersfreigabe: USK 18

Erstveröffentlichung: 24. Januar 2017

Universum: Resident Evil

Vorgänger: Resident Evil 6 (2012)

Nachfolger: Resident Evil Village (2021)

Ähnliche Titel: Resident Evil 2, Resident Evil 3, Dead Space (2008), BioShock (2007)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_7:_Biohazard | https://de.wikipedia.org/wiki/Resident_Evil_7:_Biohazard | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/38051
Was haltet Ihr von Capcoms Rückbesinnung auf alte Tugenden nach dem actionlastigen sechsten Teil? Habt Ihr die liebenswürdige Familie Baker ins Herz geschlossen und überlebt? Teilt eure Gedanken zu Resident Evil 7: Biohazard mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Vater Jack bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Launch-Trailer zu Resident Evil 7: Biohazard

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Antebellum (2020)

Lesemusik:

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©Lionsgate | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Jannik meint - Ausgezeichnet

Mit „Antebellum“ präsentieren uns die Produzenten aus dem Hause QC Entertainment, die sich bereits für „Get Out“ und „Wir“ verantwortlich zeichneten, abermals einen Social-Thriller mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik und wieder dieser eigenartigen Form von Mindfuck.

„Antebellum“ überträgt und transportiert dabei die seelischen und körperlichen Qualen unterdrückter schwarzer Menschen aus der Zeit der namensgebenden Antebellum-Ära (Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg, zw. 1812 – 1861)[1] auf die heutige Zeit.

Brisant ist das deswegen, weil er damit die Behauptung aufstellt oder zumindest den Schluss zulässt, dass Rassismus heutzutage in dieser extremen und absoluten Weise und in gleichem Maß in der modernen Gesellschaft verankert ist. Nur weniger offensichtlich, versteckter oder in abstrakteren Formen.

Es ist eine krasse Mischung, in seiner Botschaft sehr absolut, moralisierend, pauschalisierend und einseitig. „Antebellum“ sucht diese Provokation und kann sich deshalb absurd anfühlen. Es ist der Kampf weiß gegen schwarz, aber auch schwarz gegen weiß.

Da es sich bei „Antebellum“ jedoch um ein künstlerisches Werk handelt, lässt sich diese Überspitzung wiederum durchaus rechtfertigen. Es ist eben dieses Kontrastdenken, was den Film inhaltlich so furchterregend macht. Es ist der totale Kampf der Ethnien, zugespitzt, um die soziale Schieflage/systematische Unterdrückung so laut wie möglich in die Gesellschaft herauszuschreien.

Es macht Spaß, bei diesem Befreiungsschlag der Macher zuzusehen. Auch wenn sie (möglicherweise bewusst) etwas über das Ziel hinausschießen. Denn gerade aus einer subtileren, unterschwelligeren Programmatik wie der eines „Get Out“ (2017) hätten sie Spannung herausziehen können.

„Antebellum“ ist letztendlich ein ausgezeichneter So(cial)nder-Thriller mit starken Bildern und Kontrasten, der sich durch seinen Twist von der breiten Masse abhebt und insgesamt ausgezeichnet altern wird. (8. Mai 2021)

Genre: Thriller, Mysterythriller, Horrorthriller

Originaltitel: Antebellum

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Lionsgate | QC Entertainment, Bush+Renz

Regie: Gerard Bush, Christopher Renz

Drehbuch: Gerard Bush, Christopher Renz

Produktion: Raymond Mansfield, Sean McKittrick, Zev Forman, Gerard Bush, Christopher Renz, Lezlie Wills

Musik: Nate Wonder, Roman Gianarthur

Länge: ca. 106 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 18. Dezember 2020 (Blu-ray DE)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Nope (2022), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Antebellum_(Film) | https://en.wikipedia.org/wiki/Antebellum_(film) | https://www.imdb.com/de/title/tt10065694/reference/
Was haltet Ihr von „Antebellum“? Beim Marketing wurde unserer Meinung nach der Eindruck erweckt, Social-Thriller-Pionier Jordan Peele wäre persönlich involviert. Sowohl die Ästhetik des Posters als auch der Slogan „Von den Machern von „Get Out“ und „Wir“ deuteten stark darauf hin. Auch wenn Peele nicht mitgewirkt hat, fanden wir, sein Geist war irgendwie anwesend. Teilt eure Gedanken zu “Antebellum” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und QC Entertainment bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Antebellum“

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Euphoria (2019)

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derofa Durchschnittswertung
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9/10

Herausragend

Mit der Serie „Euphoria“ haben wir eine der intensivsten Dramaserie der letzten Jahre bekommen.

Die Erstausstrahlung erfolgte am 16. Juni 2019 bei HBO und in Deutschland zuerst auf Sky Atlantic.

Seit dem HBO seinen eigenen Streaming-Dienst „HBO MAX“ im Januar 2026 startete, wurden beide Staffel von „Euphoria“ in den Streaming Dienst übernommen. Die kommende 3. Staffel erscheint im April 2026 und wird auch auf HBO Max verfügbar sein.

„Euphoria“ handelt von einer Gruppe von Highschool-Schülern. Es geht vor allem um die drogenabhängige 17-jährige Rue Bennett (gespielt von Zendaya), die nach ihrem Entzug die neue Schülerin Jules Vaughn (Hunter Schafer) kennenlernt und sich mit ihr anfreundet. Die Serie thematisiert dabei vor allem die Themen Freundschaft, Sexualität, Identität, Traumata, Drogen und Liebe und wurde in den Medien auf Grund der expliziten Darstellung von Szenen mit der o.g. Thematisierung stark in Frage gestellt.

Wie wir bei derofa.de die „heiss diskutierte“ Serie fanden, könnt Ihr in unserem Test lesen.

Genre: Drama, Highschool

Originaltitel:

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: HBO

Showrunner: Sam Levison

Regie: Sam Levison

Drehbuch: Sam Levison

Produktion: Sam Levison, Drake (Rapper), A24

Musik: Labrinth

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2019), Staffel 02 (8 Episoden) (2022)

Länge: ca. 45 – 55 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16 (Stand: 10.02.2026)

Veröffentlichung: Staffel 01 (16.10.2019), Staffel 02 (09.01.2022)

Ähnliche Titel: Tote Mädchen lügen nicht (2017 – 2020), Shameless (2011 – …), Riverdale (2017 – …),

Quellen

Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 08. Februar 2026

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Musik zum Lesen:

Labrinth – Forever (Original Score from the HBO Series).

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©HBO | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Zwischen Rausch, Realität und der harten Suche nach dem Ich

„Euphoria“ ist eine HBO-Dramaserie, die sich sehr stark und offen mit dem Leben und Problemen von Teenagern auseinandersetzt. Die Handlung dreht sich um Rue Bennett (Zendaya), eine junge Frau, die nach einem Drogenentzug wieder in den High-School-Alltag zurückkehrt und trotzdem nicht von ihrer Sucht loskommt. Sie trifft auf die junge Jules (Hunter Schafer) und freundet sich mit ihr an.

Neben den beiden Hauptfiguren lernen wir u.a. Nate Jacobs (Jacob Elordi), Maddy Perez (Alexa Demie), Cassie Howard (Sydney Sweeney) und Kat Hernandez (Barbie Ferreira) kennen – die gemeinsam an die selbe Highschool gehen und sich zusammen  mit ihren Problemen des Erwachsenwerdens konfrontiert sehen.

Jeder Charakter hat seine eigene besondere Geschichte und diese wird uns in Häppchen präsentiert. Wie ein sehr großes Puzzle welches am Ende vollständig wird. Die Charaktere haben Schwierigkeiten ihre eigene Identität zu finden. Diese ist  mit diversen Traumata und vor allem mit Beziehungskonflikten und sozialen Spannungen in ihrer Clique geprägt.  In „Euphoria“ prallen die härtesten Aspekte des Heranwachsens aufeinander: Liebe, Gruppenzwang, Selbstzweifel und das Bedürfnis nach Akzeptanz.


Hier zu sehen: Nate, Rue, Cassie und Maddy

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©HBO

Kontroverse Provokation trifft auf schauspielerischen Glanz

Für mich ist „Euphoria“ mehr als nur eine Serie – sie ist ein Erlebnis! Die schauspielerischen Leistungen sind unglaublich stark! Besonders Zendaya, die Rue mit einer Verletzlichkeit und Tiefe spielt, die wirklich ins tiefste geht! Die Chemie im Cast ist bemerkenswert und viele der Darsteller sind gerade wegen dieser Serie zu echten Stars geworden. Ein gutes Beispiel ist Jacob Elordi, der nach seinem Durchbruch in „Euphoria“ sogar mit Margot Robbie in einen großen Filmprojekt „Wuthering Heights – Sturmhöhe“, die Hauptrolle spielt. Der Film kommt im Februar 2026 in die deutschen Kinos.

Was die Serie so besonders macht, ist sein ernster Blick auf Themen, die viele andere Serien scheuen. Die explizite Darstellung von Sex, Drogen, Gewalt und psychischen Problemen hat nicht nur Fans begeistert, sondern auch Kontroversen ausgelöst. So wurde die Serie von den Medien wegen der intensiven Darstellung von Drogen und Sexualität unter Teenagern kritisch gesehen.

Einige Kritiker werfen der Serie vor, sie würde Teenager-Leben ungesund „glamourisieren“, während andere betonen, dass genau diese Offenheit dem Publikum einen echten Einblick in reale Probleme zeigt. Die Schauspielerin Sydney Sweeney hat beispielsweise öffentlich erklärt, dass die Serie das Publikum bewusst zum Nachdenken anregen soll. [1]

Inhaltlich erinnert Euphoria sicherlich auch wegen der Mischung aus Chaos, Grenzüberschreitungen und schwarzem Humor stark an die US-Serie „Shameless,“ nur eben aus der Perspektive einer Teenager-Generation. Hier geht es nicht nur um Party und Drama, sondern um die Beziehungen zwischen den Charakteren. Da steckt so viel mehr Tiefe drinnen, als man anfangs vielleicht annehmen würde..


Rue scheint dem ganzen zu zustimmen.

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Schockmomente und bittere Realität des Erwachsenwerdens

Gerade diese Aspekte machen die Serie für mich so fesselnd. Man leidet mit, man ärgert sich, man freut sich und oft ist man einfach sprachlos – denn die Handlung wirkt oft traumatisierend auf den Zuschauer, da man vieles nicht erwartet. Diese Geschichte trifft einen mitten ins Herz und lässt einen vollkommen sprachlos zurück.

Ich habe Staffel für Staffel regelrecht gesuchtet, weil jede Folge immer wieder neue emotionale Tiefpunkte oder überraschende Wendungen bereithält. Sie zeigt auf mitreißender Weise wie schwierig das Erwachsenwerden sein kann. Vor allem in einer Zeit in der Soziale Medien fast alles kontrollieren. Vor allem Teenager leiden darunter.

Die dritte Staffel wurde offiziell für April 2026 auf HBO Max angekündigt und soll die Figuren fünf Jahre älter zeigen, also nach ihrer High-School-Zeit. Wir dürfen gespannt sein.


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Extra Futter

Zwischen der ersten und zweiten Staffel wurden zwei einstündige Spezialfolgen veröffentlicht.  Diese entstanden als Überbrückung während der COVID-19-Pandemie und beleuchten die Geschichte der Hauptfiguren Rue und Jules nach ihrem dramatischen Abschied am Bahnhof.

Rue’s Folge

Rue trifft sich am Heiligabend in einem Diner mit ihrem Mentor Ali. Die Folge besteht fast ausschließlich aus einem tiefgründigen Dialog über Sucht, Verlust und die Hoffnung auf Besserung.

Jules Folge

Diese Episode beleuchtet Jules Perspektive innerhalb einer Therapiestunde. Sie reflektiert ihre Beziehung zu Rue sowie ihre Sicht auf Weiblichkeit.

Beide Folgen sind bei HBO Max verfügbar.


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Fazit – Diskussionswürdig, aber brillant

Insgesamt ist „Euphoria“ für mich eine der intensivsten Dramaserien der letzten Jahre. Visuell sehr stark, schauspielerisch extrem gut und emotional oft an der Grenze – wir waren oft den Tränen nahe.

Für Fans von tiefgehenden, dramatischen Serien ist „Euphoria“ eine absolute Must-See-Serie und ich freue mich schon sehr auf die nächste Staffel im April.

Ihr fragt euch wahrscheinlich warum diese grandiose TV-Show  keine 10/10 erhalten hat? Ich habe der Serie einen Punkt abgezogen, da die letzte Staffel sich zum Ende hin etwas gezogen hat und den Flow den sie Anfangs gehabt, zum Ende hin verloren hatte.

Das schadet der Serie kaum – 9/10 herausragend!

Zum Schluss teilt Rue noch ihre Gedanken mit uns….

Ich bin nicht die Protagonistin in meiner eigenen Geschichte. Ich bin nur eine Randnotiz in der Geschichte von jemand anderem.Rue Bennet

Was haltet Ihr von der kontrovers diskutierten Serie? Teilt eure Gedanken zu “Euphoria” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere Clique der East High End Highschool bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu “Euphoria”.

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South Park: Der Stab der Wahrheit (2014)

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©Ubisoft
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    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit „South Park: Der Stab der Wahrheit“ erschien im Jahr 2014 das erste ernstzunehmende Videospiel zur rotzfrechen TV-Serie.

Unter den wachsamen Augen der Schöpfer Trey Parker und Matt Stone entwickelte das Microsoft-Studio Obsidian Entertainment („Fallout: New Vegas“) ein klassisches, rundenbasiertes Rollenspiel mit purer „South Park“-DNA.

Es kam, wie es kommen musste: Im verklemmten Deutschland bekam das Spiel die Zensurwut des deutschen Rechts nach § 86a StGB zu spüren und erschien verzögert. Grund dafür war ein vergessenes Hakenkreuz.[1]

Welche Inhalte die Zensur außerdem betrifft und wie Ihr das herausragende Spiel trotzdem unzensiert mit deutschen Texten genießen könnt, verraten wir im Test.

Genre: RPG

Originaltitel: South Park: The Stick of Truth

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio | Publisher: Obsidian Entertainment | Ubisoft

Game Director: Chris Brion, Chris Parker, Zane Lyon

Musik: Jamie Dunlap

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 11 Stunden (Hauptquests), ca. 15 Stunden (Haupt- und Nebenquests), ca. 21 Stunden (100%)

Sprache: EN Sprachausgabe, DE Texte

Plattformen: PlayStation 3, PlayStation 4, XBox 360, Xbox One, Nintendo Switch, PC (Stand: 08.04.2021)

Altersfreigabe: Konsolen USK 16 und PEGI 18 (geschnitten), PC USK 18 und PEGI 18 (uncut bis auf NS-Symbolik und Hitler Sprachsamples)

Veröffentlichung: 4. März 2014 (Nordamerika) | 7. März 2014 (Europa) | 27. März 2014 (DE)

Universum: South Park

Nachfolger: South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe (2017)

Ähnliche Titel: Stranger Things 3: The Game (2019)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/South_Park:_Der_Stab_der_Wahrheit | https://en.wikipedia.org/wiki/South_Park:_The_Stick_of_Truth | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/8833

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 3 (US-Uncut-Version)

Autor: Jannik

Verfasst am: 7. April 2021

Lesezeit: ca. 7 Minuten (Direkt zum Fazit)

Grüße von Cartman:

Musik zum Lesen:

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©Ubisoft | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Endlich ein Teil von South Park sein

Viele Jahre haben Fans der nur so vor Gesellschaftskritik und Satire triefenden Animationsserie „South Park“ viel Schund schlucken müssen, denn die Marke stand nicht unbedingt in gutem Videospiellicht.

Spiele über „South Park“ gab es zwar bereits in der Vergangenheit, diese hatten jedoch ein grundsätzliches Problem. Sie erschufen weder visuell noch spielerisch eine interaktive South-Park-Episode. Stattdessen bedienten sie sich oft nur der Themen und Kulissen des kleinen fiktiven Städtchens „South Park“ in Colorado, wie etwa im ersten South-Park-Spiel, einem First-Person-Shooter aus dem Jahr 1998 für die Nintendo 64.

Doch mit „South Park: Der Stab der Wahrheit“ hatte das Warten endlich ein Ende. Denn im von Studio OE entwickelten Rollenspiel, haben wir diesmal die Möglichkeit, selbst wirklich dabei zu sein und mehr oder weniger ein Spiel innerhalb der Serie zu spielen, um so als „Der Neue“ unsere eigene, interaktive South-Park-Geschichte zu erleben.


Ihr seid „Der Neue“ … oder Sir Saftsack! Und niemand Geringerer als Großmagus Cartman nimmt euch unter seine Fittiche.

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©Ubisoft | Quelle: https://steemitimages.com/p/2ufhwNgM3qHKGxq8wdcWAiFpcm29FF1vQ7VZHkTuxCp4cAjb14qNjcQBAmF97zUMRHRPFg6Xo?format=match&mode=fit

Handlung – Ein mächtiges Artefakt

Der „Stab der Wahrheit“ ist ein mächtiges Artefakt in Form eines – nun ja, Stocks – welches seinem Besitzer unglaubliche Mächte verleiht. Großmagus Cartman erklärt das besser, deshalb reiß ich das hier nur an.

Zumindest ist er das Objekt der Begierde innerhalb des „LARP-Events“ (Live Action Role Playing) von Fettarsch und seinen Freunden. Die Kids haben sich in ihre selbstgebastelten Kostüme geschmissen und Diktator Cartman befehligt die Gilde der Menschen, während der gewohnt liberale Kyle ihm als Anführer der Elfen gegenübersteht.

Wir – mit dem bahnbrechenden Namen „Der Neue“ oder auch „Saftsack“ – wie uns Cartman liebevoll tauft – haben die Ehre, dabei zu sein, beim nervenaufreibenden Papp-Fantasy-Rollenspiel-Krieg der Extraklasse. Da wir mit Mom und Dad erst nach South Park gezogen sind, versuchen wir außerdem, Anschluss und neue Freunde zu finden.

Also nichts wie ran, um die Grenzen der Geschmacklosigkeiten und Tabubrüche auszuloten, denn wo bei „Stab der Wahrheit“ South Park draufsteht, ist auch wirklich South Park drin. Doch schauen wir uns zuerst an, was „Stab der Wahrheit“ in Sachen Gameplay zu bieten hat.


Der sagenumwobene „Stab der Wahrheit“

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©Ubisoft

Bereit für eine epische Reise?

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©Ubisoft | Quelle: https://tenor.com/de/view/south-park-stick-of-truth-stan-marsh-stan-marshwalker-kyle-broflovski-gif-21777377

South Park als Rollenspiel

Die Schöpfer der TV-Serie sowie die Entwickler von Obsidian bedienen sich in „Stab der Wahrheit“ des Genres des klassischen rundenbasierten RPGs. Trey Parker war dies enorm wichtig, da er ein großer Fan von eben dieser traditionellen Art der Videospiele ist. Es sollte sich wie ein 2D-Paper-Mario anfühlen, kombiniert mit der Tiefe klassischer JRPGs. (via Digital Trends | via Eurogamer). Auch deshalb wurde es in der frühen Entwicklungsphase von der Fachpresse schlicht als „South Park RPG“ bezeichnet.

Aus der Perspektive, welche exakt der aus der TV-Serie gleicht, laufen wir durch South Park. Alles sieht genau so aus wie in der Serie, nur eben, dass wir als Spieler mittendrin sind. Wir können durch Türen gehen oder einfach die Straßen entlanglaufen. Eine Karte weist uns den Weg.

Unseren Charakter passen wir uns natürlich rollenspieltypisch selbst an. Ob stinknormale Anpassungsoptionen wie Hautfarbe, Frisur, Kleidung etc. oder Extravaganzen wie ein haariges Klötenkinn. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.


Je dunkler die Hautfarbe, desto schwerer. Wenn schon im Charakter-Editor die beißende Gesellschaftskritik für ein Highlight sorgt, muss es South Park sein.

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©Ubisoft | Quelle: https://www.reddit.com/r/gaming/comments/9h9991/just_started_south_park_the_fractured_but_whole/?tl=ms

Wenn’s ans eingemachte geht, habt ihr in rundenbasierten Kämpfen die Aufgabe, eure Gegner aufs Kreuz zu legen. Als Waffen stehen euch eine Primär- sowie Sekundärwaffe oder auch Furzfähigkeiten zur Verfügung. Alle Gegenstände und Themen sind natürlich getreu dem South-Park-Motto an Gesellschaft, Popkultur, Sarkasmus, Sex, Drogen, Gewalt, Pippi-Kacka-Humor angelehnt.

Als Quests erwarten euch Hauptmissionen, die sich um Cartman, Kyle und den „Spielkampf“ drehen und die Geschichte vorantreiben. Durch Nebenmissionen werdet Ihr motiviert, South Park in seiner Gänze zu erkunden. Ob besondere Tiere für Jimbo und Ned jagen oder das Obdachlosenproblem der Bürgermeisterin lösen, Jesus finden oder Mr. Hankey in der Kanalisation besuchen. Hier trefft ihr auf alle South-Park-Eigenheiten und Persönlichkeiten, die Ihr aus der Serie gewohnt seid.

Timmy steht euch als rasender Rollstuhl-Chauffeur für die Schnellreise zur Verfügung.


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©Ubisoft | Quelle: https://steemitimages.com/p/99pyU4b7LiNxLW7pPrA1MNMpEnrqRRxweMccKGqrtBhJMEjTUhHn3jf7kxb6554dgtLixY5oLfUKbFgzRqyU8krVDCFE566ECw7Rvk4bxg59GkoJJ3N3cBa797FgVm1BzM?format=match&mode=fit

Der Tabubruch

South Park ist für seine Tabubrüche und Grenzüberschreitungen bekannt. Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die Macher um Trey Parker und Matt Stone für das erste wirklich ambitionierte Videospielprojekt besonders ins Zeug gelegt haben, um die Grenzen des guten Geschmacks und des „was ist erlaubt“ auszuloten.

Was ganz genau vor sich geht, möchten wir natürlich nicht verraten, um die Überraschung für den Spieler nicht zu verderben. Doch eines sollte klar sein: South Park macht erneut keine Gefangenen und knallt frei Schnauze raus, was den Machern so in den Sinn kommt. Fans werden es lieben und Kritiker es hassen. Also alles beim Alten und alles im Sinne der TV-Serie. Satire und Provokation eben.


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©Ubisoft | Quelle: https://steemitimages.com/p/B69zEhWZA8UCigRLmyur9bFNyqNa8EhrzHPJyeox23fehy1ud5RJQxV9uF4qxEvvVaSGRxm1nwM1gNm7Lwf1XCGwqGmBfifgoSousZg1?format=match&mode=fit

Was wurde heraus geschnitten?

Es geschah in Deutschland, was geschehen musste, und Publisher Ubisoft sah sich tatsächlich gewzungen, die Schere anzulegen. Doch wie umfänglich ging das vonstatten und welche Elemente sind betroffen?

Nationalsozialistische Symbolik und Sprachsamples

Publisher Ubisoft hatte wohl keine andere Wahl, als die Hakenkreuze (verfassungswidrige Symbole in Deutschland) zu entfernen, da es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung von „Stab der Wahrheit“ noch keine Ausnahmeregelung der Sozialadäquanzklausel für Videospiele gab.

Deshalb findet man weder in der USK- noch in der PEGI-Version Hakenkreuze. Außerdem sind NS-Gesten, also der sogenannte Hitlergruß, zensiert worden. Auch die Sprachsamples von Adolf Hitler wurden durch „klischeehaftes Hollywood-Deutsch“ ersetzt, wie es die Kollegen von „GameStar“ formulieren.[2]

Merke: Diese Zensur betrifft ALLE europäischen Versionen und sowohl die Konsolen- als auch die PC-Versionen.


Nazi-Zombie mit Hakenkreuz-Schild

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Nazi-Zombie-Kühe mit Hakenkreuzarmbinden

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Bosskampf gegen den „Giant Nazi Zombie Fetus“

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Abtreibungsszenen und Analsonden

Auch in anderen Bereichen wurde geschnitten. Der Wikipedia-Eintrag von „Stab der Wahrheit“ stellt hierzu fest: „In der europäischen Konsolenfassung wurden insgesamt sieben jeweils knapp 20-sekündige Spielszenen entfernt, in denen an Spielfiguren Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt oder Analsonden verwendet werden.“

Merke: Diese Zensur betrifft NUR die Konsolenfassungen, nicht die PC-Fassung. Deshalb wurden erstere auch mit einer USK 16 bewertet, während die PC-Version eine USK 18 bekam.


Spielerisch leichte Abtreibung bei Randy

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Randy genießt die Analsonde

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Die Schere – Wie Ihr Stab der Wahrheit uncut genießt

Was zuerst kompliziert erscheint, ist im Endeffekt recht simpel.

Wenn Ihr „Stab der Wahrheit“ offiziell, ungeschnitten und in voller Blüte genießen wollt, bleibt euch nur der Weg zur US-Fassung! Sowohl die USK- als auch die PEGI-Fassungen für Konsolen sind im Endeffekt geschnitten – wenn auch unterschiedlich stark. Einfach aus Österreich die Pegi-Variante bestellen und so die Zensurwut in Deutschland umgehen, wie bei vergleichbaren Titeln, ist also auch nicht drin.

Am einfachsten haben es PC-Spieler, denn die sind in der Regel nicht von Regional-Locks betroffen. Konsolenspieler sollten jedoch vorsichtig sein, weil Hersteller gerne mal Spiele auf eine bestimmte Region begrenzen und damit für ausländische Konsolen sperren. Laut Wikipedia hat die US-Version jedoch KEINE Regionalbeschränkung.

Glück im Unglück: „Stab der Wahrheit“ wurde nicht deutsch synchronisiert. Das bedeutet, es gibt ohnehin nur deutsche Untertitel, die man ebenfalls in der unzensierten US-Fassung aktivieren kann. Kein Nachteil also für den Spieler.

Wir haben uns letztendlich für die PS3-Fassung entschieden, da die PS3 generell keinen Regional-Lock hat. Ihr könnt aber auch zur Xbox-360-Version greifen denn dort ist der Lock abhängig vom Spiel und im Falle von „Stab der Wahrheit“ nicht vorhanden.


Die Schöpfer Trey Parker und Matt Stone machen sich kurzerhand über die europäische Zensur lustig

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©Ubisoft | Quelle: https://www.ign.com/articles/2014/03/03/this-is-south-park-the-stick-of-truths-censor-screen

Fazit – Wir sind South Park

Gesellschaftskritisches Satire-Paradies

Mit „Der Stab der Wahrheit“ ist den Entwicklern von Obsidian Entertainment und den Machern Trey Parker und Matt Stone ein South-Park-Spiel gelungen, in dem auch wirklich „South Park“ drinsteckt.

Die bekannten Figuren, Motive und den gesamten ungezähmten Charme der Animationsserie in ein Rollenspiel zu packen, stellt sich zugleich als naheliegende wie auch geniale Idee heraus. Mittlerweile fand sie mit „The Fractured But Whole“ bereits einen Nachfolger. Dieser wurde jedoch nicht mehr von Obsidian sondern von Ubisoft San Francisco entwickelt.[3] Vermutlich um mehr Kontrolle im eigenen Haus zu behalten.

Fest steht: Wenn uns Legende Butters per Nachricht in unserem facebookähnlichen Feed nach einer brenzligen Mission und dem ersten Tag im Städtchen South Park willkommen heißt und uns bittet, wieder mitzuspielen, fühlen wir uns wirklich angekommen im gesellschaftskritischen Satire-Paradies.


Ist er nicht knuffig? Jeder weiß, er heißt Butters! Butters: „Das bin ich!“

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©Ubisoft | Quelle: https://www.gamesradar.com/south-park-stick-truth-friends-locations-guide/

Fokus auf die Vorlage

Natürlich ist „Stab der Wahrheit“ ausschließlich an South-Park-Fans gerichtet, sonst wäre es kein South Park. Natürlich ist die Komponente des Rollenspiels eher das i-Tüpfelchen als der Kern.

Doch wohl gerade deshalb ist „Stab der Wahrheit“ so gelungen. Es besinnt sich auf die Kernkompetenzen der Vorlage und gibt sich dabei sehr viel Mühe. Was das Spiel neben der guten Hauptgeschichte so richtig lebendig macht, ist die Spielwelt. Es gibt überall etwas zu entdecken. Bei jeder Item-Beschreibung muss man lachen.

Die Umgebung nutzt ihr um Gegner zu erledigen. Mal lasst Ihr eine Ratte in eine Falle laufen, mal furzt Ihr kräftig ins Feuer, um Mauern aufzusprengen, mal lasst Ihr Strom auf Wasser wirken. Als neuer Kumpel der fünf Jungs aus South Park erschließt sich euch ihre Welt. Und es macht einfach Spaß.


Die „Crown of Anal Pleasure“

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©Ubisoft | Quelle: https://www.ign.com/wikis/south-park-the-stick-of-truth/Weapons_and_Costume_Sets

„Chinpokomon“ zum Sammeln

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©Ubisoft | Quelle: https://www.gamesradar.com/south-park-stick-truth-chinpokomon-locations-guide/

Wir als Teil von South Park

Als einziger wirklich großer Kritikpunkt wäre vielleicht die Spieldauer zu nennen, die mit ihren Haupt- und Nebenquests schon ein wenig länger hätte sein können. Insbesondere die Hauptgeschichte ist recht schnell über die Bühne. Mehr Nebenquests wären drin gewesen.

Kleinere negative Kritikpunkte gibt es zwar schon, wie das komische Levelcap von 15, die viel zu kleinen und langen Untertitel, eine manchmal merkwürdige Speicherfunktion und natürlich die schmerzlich vermisste deutsche Sprachausgabe. Doch diese Punkte sind schnell vergessen, wenn wir wieder vor belustigter Begeisterung den Kopf senken und den Kopf schütteln, weil wieder irgendetwas passiert ist, was nicht ins Bild politischer Korrektheit passt. Für uns steht letztendlich fest: Mit „Stab der Wahrheit“ schauen wir nicht nur passiv South Park, wir werden zum Teil von South Park.


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©Ubisoft | Quelle: https://steemitimages.com/p/C3TZQzkfwDhhhvsmiUtjxnDoEWrz32WfhjfoMLBS8SV5bgrjsJY1viohVzfXnXp8GvsFuFooUZ8tN7yEYjP4PxAoxUdmShNfAddL7EWuhwaPg2KVRx22LU6?format=match&mode=fit&width=640

Ist Princess Kenny nicht gleichermaßen majestätisch und heiß?

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©Ubisoft | Quelle: https://steemitimages.com/p/99pyU5Ga1kwkfZ17QX2HV6pndHEsSP86qLakgbxK4rcMSgLuXJtyL4XYVuCZsT5PWQQFoMhX3nxcwuScGWRZZvUCYJvpfFsj28QgvBssqgNwFU8wShestQvQyXu4ynBWhb?format=match&mode=fit

Was haltet Ihr vom ersten „richtigen“ South Park-Videospiel? Teilt eure Gedanken zu „Stab der Wahrheit“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Butters bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle ungeschnittene US-Launch-Trailer

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©Ubisoft

Der offizielle deutsche Launch-Trailer

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©Ubisoft

Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile (2019)

I’m not an animal, and I’m not crazy and I’m not a split personality. That’s all there is to it. People refuse to believe that. That’s their problem. There’s nothing in my background, I swear to God, and I know it: I’ve analyzed my own background and I know there’s no doubt in my mind that there’s nothing in my background, no one factor or collection of factors that would explain or would otherwise lead one to believe that I was capable of murder.Ted Bundy

Musik zum Lesen:

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©Netflix | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

„Brutal und erschreckend zugleich! Die Geschichte von Ted Bundy bleibt unvergessen und schockierend. „Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile“ erzählt Bundys Geschichte mit Zac Efron in der Hauptrolle.

Netflix trat primär als Distributor auf, nachdem der Streaming-Dienst die Rechte für rund 9 Millionen US-Dollar nach der Premiere auf dem Sundance Film Festival erworben hatte. In Deutschland übernahm Constantin Film den Verleih für das Heimkino. Der Film basiert auf dem Roman „The Phantom Prince: My Life with Ted Bundy“.

Doch kommen wir zurück zum Inhalt des Filmes: Anfangs wird Ted als vermeintliches Opfer dargestellt, doch nach und nach verdichtet sich die Handlung und offenbart die grausame Wahrheit. Ted Bundy zeigt wie gut seine Manipulationskünste  sind. Ob vor der Kamera oder im Gerichtssaal. Er zeigt sich stets als liebevollen, netten Menschen, der sich am Ende sogar selbst vor Gericht verteidigt und den Richter zwar nicht manipulieren aber beeindrucken konnte. Zum Ende hin erhalten wir echtes Filmmaterial von Ted Bundy, was das ganze noch mehr abrundet.

Zac Efron überzeugt als charmanter, gut aussehender Ted Bundy auf beeindruckende Weise. Nicht nur, dass er Bundy optisch ähnelt, seine Darstellung ist so authentisch, dass man zeitweise vergisst, dass es sich um einen Spielfilm handelt und keine Dokumentation. Schauspielerisch zeigt er uns Kunst vom feinsten – Zac Efron in Bestform!

Die Geschichte fesselt von der ersten Minute an, ist dramatisch und nie langatmig. Auch wer kein True-Crime-Fan ist, wird von diesem packenden Porträt des „Killers von nebenan“ beeindruckt sein. Eine herausragende und überaus intensive Verfilmung.“

Genre: True-Crime, Drama, Thriller, Biografie

Originaltitel: Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Voltage Pictures, COTA Films, Ninjas Runnin‘ Wild Productions, Third Eye Motion Picture Company

Regie: Joe Berlinger

Drehbuch: Michael Werwie

Produktion: Nicolas Chartier, Ara Keshishian, Michal Costigan, Joe Berlinger, Michael Simkin

Musik: Marco Beltrami, Dennis Smith

Länge: ca. 108 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 03. Mai 2019 (Streaming DE), 4. Juli 2019 (Blu-ray DE)

Ähnliche Titel: Spencer (2021), Der Fall Richard Jewell (2019), 42 – Die wahre Geschichte einer Sportlegende (2013)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Extremely_Wicked,_Shockingly_Evil_and_Vile

Was haltet Ihr von Zac Efrons Darstellung des Ted Bundy? Teilt eure Gedanken zu “Extremely Wickel, Shocking Evil and Viel” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der „Killer von nebenan“ vielleicht auch?

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu “Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile”.

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©Netflix

Fran Bow (2015)

Aber eins weiß ich … Dass ich zwischen Schuld und Furcht … Die Fröhlichkeit wähle …Fran Bow Dagenhart

Lesemusik:

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©Killmonday Games | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

„Fran Bow“ ist ein schaurig schön gestaltetes Point-and-Click-Adventure, welches alle Stärken des antiquitierten Genres für sich nutzt.

Der handgezeichnete Look erinnert an comicartige Bilder und ist trotz oder gerade wegen der vielen Horror-Darstellungen ein Blickfang. Es bildet sich ein auffälliger Kontrast zwischen einer harmlos kindlich aussehenden Welt und harten Gewalt- und Blutdarstellungen sowie bizarren Kreaturen, welche trotzdem stimmig eingebettet wirken.

Die Erzählung ist sehr tiefgründig und kann mit dem übergeordneten Thema von psychischen Erkrankungen bedrücken. Insbesondere Protagonistin Fran scheint Wahnvorstellungen zu haben und erlebt ein Martyrium ohne zu wissen, was Realität und was Einbildung ist. Die Handlung überlässt Euch viel Interpretationsspielraum und lädt so zum Mit- und Nachdenken ein.

Neben der spannenden, manchmal auch Verwirrung stiftenden Geschichte warten anspruchsvolle Rätsel darauf, gelöst zu werden. Die Wege hierfür sind vielfältig, oft unterschiedlicher Natur, werden so nie langweilig und können auch angestrengtes Nachdenken erfordern.

Die Spielmechanik, bei der zwischen den „Blickwinkeln“ bzw. Jahreszeiten gewechselt werden kann, sorgt für mehr Möglichkeiten in mehreren Welten des Spiels und erweckt so den Eindruck eines Multiversums.

Jedes Kapitel bietet sowohl mit den Schauplätzen und Figuren visuell als auch beim Rätseln und vor allem bei der emotionalen Geschichte neue Aspekte, die jeden Ausflug in die Welt von „Fran Bow“ irgendwie einzigartig wirken lassen.

In Summe macht das düstere, künstlerisch wertvolle, herausfordernde und erzählerisch dichte Point-and-Click-Adventure genau das, was gute Videospiele tun, und entführt in eine kleine, gleichermaßen bedrückende als auch irgendwie bezaubernde andere Welt. (30. Dezember 2022 | Testplattform: iOS)

Genre: Abenteuer, Adventure, Geschicklichkeit, Rätsel

Originaltitel: Fran Bow

Produktionsland: Schweden

Entwicklerstudio | Publisher: Killmonday Games

Game Director: Natalia Martinsson (Geburtsname: Figueroa)

Musik: Isak Martinsson

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 8 Stunden (Hauptstory), ca. 9 Stunden (100%)

Sprache: Volle deutsche Lokalisierung

Plattformen: PC (2015), PlayStation 4 (2023), Nintendo Switch (2023), Xbox One (2023) (Stand: 07.02.2026)

Altersfreigabe: USK 16

Veröffentlichung: 27. August 2015

Ähnliche Titel: Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf (2007), Forgotton Anne (2018), Meisterdetektiv Pikachu (2018), Little Misfortune (2019), Mithra: Join the Cult (Killmonday Games, angekündigt)

Quellen
Spielzeit: https://howlongtobeat.com/?q=fran%2520bow | Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Fran_Bow | https://de.wikipedia.org/wiki/Fran_Bow | Mithra: https://www.instagram.com/reel/DN3wPqNWFgx/

Was haltet Ihr von der Psychohorror-Indie-Perle aus dem Hause Killmonday Games? Freut Ihr euch schon auf den geistigen Nachfolger „Mithra: Join the Cult„? Teilt eure Gedanken zu “Fran Bow” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Mr. Midnight bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle Trailer zu „Fran Bow“

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©Killmonday Games

Der offizielle „Now on Consoles!“-Trailer aus dem Jahr 2023

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©Killmonday Games

Yakuza 0 – Director’s Cut (2025)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

„Yakuza 0“ ist ein Action-Adventure-Spiel von SEGA und ein Prequel zur beliebten Yakuza-Reihe und startet somit die Handlung der Videospielreihe.

Zuerst erschienen im Jahr 2015 in Japan, schaffte es das Spiel später im Jahr 2017 weltweit auf den Markt.

Die mittlerweile unter dem Namen

„Like a Dragon“ bekannte Reihe umfasst insgesamt über 20 Titel wenn man die Hauptreihe, Remakes und alle Spin-offs zusammenzählt.

Für uns war „Yakuza 0 – Director’s Cut“ der Einstieg in die Videospielreihe. Wie wir bei derofa den Start in die Yakuza-Welt empfanden, erzählen wir euch in unserem Test.

Genre: Action-Adventure, Beat ‚em Up, Open-World

Originaltitel: 龍が如く0 誓いの場所, Transkription: Ryū ga Gotoku 0: Chikai no Basho

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: SEGA

Game Director: Kazuki Hosokawa (Original), Marc Hawes (Director’s Cut)

Musik: Ryu Ga Gotoku Studio In-house-Team; Hidenori Shoji

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler (nur im Director’s Cut)

Spielzeit: ca. 30 Stunden (Hauptstory), ca. 50-60 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 100 Stunden (100%)

Sprache: japanisch, englisch

Plattformen: PlayStation 5, Xbox Series X, Nintendo Switch 2, PC (Stand: 05.02.2026)

Altersfreigabe: USK 18

Veröffentlichung: 05. Juni 2025

Universum: Yakuza

Vorgänger:

Nachfolger: Yakuza Kiwami (2016)

Ähnliche Titel: Grand Theft Auto, Mafia, Shenmue

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Yakuza_0

Wertung:  

Testplattform: Nintendo Switch 2

Autor: Melissa

Verfasst am: 23.10.2025

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

Musik zum Lesen:

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©SEGA | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Die Geschichte beginnt

Die Geschichte spielt im Jahr 1988 in den fiktiven japanischen Stadtteilen Kamurocho in Tokio und Sotenbori in Osaka. Die Handlung dreht sich um zwei spielbare Protagonisten:

Kazuma Kiryu – Der aufstrebende Yakuza

Konnichiwa Kiryo! Unser Protagonist Nr.1 heißt Kiryu. Er ist ein junger und sehr ehrgeiziger Yakuza , der zur bekannten Dojima-Familie gehört. Zu Beginn des Spiels wird er fälschlich für einen Mord verantwortlich gemacht, der auf einem kleinen, aber extrem wertvollen Stück Land in Kamurocho stattfand – dem sogenannten „leeren Grundstück“. Dieses Gelände ist der Schlüssel zu einem größeren Immobilienkrieg zwischen rivalisierenden Clans und Geschäftsmännern.

Um seinen Namen reinzuwaschen und seinen Ziehvater Shintaro Kazama zu schützen, verlässt Kiryu die Yakuza. Doch dadurch wird er nur tiefer in die Machenschaften und Intrigen der Unterwelt verwickelt. Seine Reise ist geprägt von Loyalitätskonflikten, Straßenkämpfen und moralischen Entscheidungen.


Die beiden Figuren Majima und Kiryu.

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©SEGA | Quelle: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https%3A%2F%2Fwall.alphacoders.com%2Fbig.php%3Fi%3D942720&ved=0CBYQjRxqFwoTCPjp5PD8sJIDFQAAAAAdAAAAABBh&opi=89978449

Goro Majima – Der verstoßene Patriarch

Konnichiwa Majima! Protagonist Nr.2 lebt in der bunten Stadt Osaka und wird zunächst als Manager eines Nachtclubs vorgestellt. Er ist ein ehemaliger Yakuza, der aufgrund von Ungehorsam gegenüber seiner Familie verbannt wurde. Sein Ziel ist es wieder in der Yakuza-Familie aufgenommen zu werden. Doch um das zu erreichen,  erhält er den Auftrag eine Frau namens Makoto Makimura“ zu töten. Doch schnell zeigt sich, dass Majima sich für einen anderen Weg entscheidet. Makoto ist zufällig mit dem leeren Grundstück verbunden. Das bringt Majima und Kiryu auf Kollisionskurs und das ohne dass sie es zunächst wissen.


Der Mann mit der Augenklappe – Goro Majima.

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©SEGA | Quelle: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DW_EQDAYKEA8&ved=0CBYQjRxqFwoTCMjhiuT9sJIDFQAAAAAdAAAAABAI&opi=89978449

Zentrale Themen von Yakuza 0

Das Videospiel Yakuza 0 ist so vielschichtig. Die Handlung ist sehr komplex und mehrere Handlungsstränge treffen aufeinander. Wir haben es für euch in einzelne Punkte aufgeteilt, um gut zusammenzufassen um welche zentralen Themen es in Yakuza 0 wirklich geht.

Die Yakuza Loyalität

Wie bereits oben erwähnt, hat die Geschichte von „Yakuza 0“ enorm viel zu bieten. Die wesentlichen Themen sind u.a. die Machtkämpfe innerhalb der Yakuza – denn die Yakuza legen sehr viel Wert auf Freundschaft, Loyalität und bestrafen Verrat direkt. Das wird durch die komplexe und tiefe Handlung  stark thematisiert. 


Der Yakuza-Clan und ihre Oberhäupte. Hier zu sehen der Tojo-Clan.

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©SEGA | Quelle: https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https%3A%2F%2Fryu-ga-gotoku.com%2Fzero-directorscut%2Fasia_en%2F&ved=0CBYQjRxqFwoTCJDG0a7-sJIDFQAAAAAdAAAAABAI&opi=89978449

Komödiantische Einflüsse

Neben den ernsten Themen zeigt „Yakuza 0“ aber auch lockere komödiantische Punkte. Ihr könnt z.B. in den Städten diverse Nebenmissionen machen (mehr zu den „lustigsten Nebenmissionen die wir kennen“ in Abschnitt 4).

Es ist fast schon als würden sich die Entwickler mit Absicht dadurch lustig machen. Auf der anderen Seite  bringt es uns die Pop-Kultur von Japan näher. Diese ist lustig, bunt und auch etwas verrückt. Japan präsentiert uns Anime und Videospiele. In Osaka und Tokyo ist das Nachtleben laut und verspielt.

Dadurch wird „Yakuza 0“ zu etwas ganz besonderem – die Abwechslung macht es!  Ausbruch aus der Eintönigkeit desVideospiel -Hamsterrads. Die Welt der Yakuza-Videospiele ist einfach etwas anders, aber das ist auch gut so!


Schwingt euer Tanzbein.

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©SEGA | Quelle: https://i1.sndcdn.com/artworks-ZGGz7MdlHOVzR5Db-4gzzzw-t1080x1080.jpg

Das Spielsystem

Die Fragen die wir uns als Yakuza-Neulinge anfangs stellten: „Was machen wir in Yakuza und wie funktioniert das Gameplay?“

Um es kurz zu sagen: „Yakuza 0“ wirkt wie eine Fusion aus „Grand Theft Auto“ und der Videospielreihe „Mafia“ mit einem Touch Japan-Comedy die wir u.a. aus Animeserien kennen. Japan-Liebhaber wissen genau was damit gemeint ist. Warum der Vergleich mit den o.g. Videospielen? „Mafia“ verbindet den Aspekt der kriminellen Atmosphäre die wir auch in Yakuza haben. Und „GTA“  gibt uns spielerische Freiheit.  Yakuza ist kein richtiges Open-World-Spiel. Die Abschnitte in denen ihr die Städte erkunden könnt, sie abgegrenzt und macht „Yakuza 0“ eben zu keinem richtigen Open-World-Game wie die Spielereihe „GTA“.  

Die Gebietskarten sind klein und die Orte dicht und mit sehr viel Inhalt gefüllt. Ihr erkundet die Städte Japans, spielt Haupt- oder Nebenmissionen und kämpft euch hier und da durch verschiedene Gegnergruppen um eure Kampfkünste zu präsentieren.

Apropos Kampfkünste: Das Kampfsystem in „Yakuza 0“ ist Anfangs ungewohnt aber mit der Zeit bekommt man den Dreh raus – selbst als Neuling der Videospielreihe. Falls euch das Kampfsystem doch zu schwer sein sollte, könnt ihr jederzeit die Schwierigkeit im Spiel runter stellen – allso alles kein Problem um in die Welt der Yakuza einzutauchen.


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©SEGA | Quelle: https://images.steamusercontent.com/ugc/710777386959116595/72F5869F4613F6BF5AE4B77108AD59AD4B5394B4/?imw=5000&imh=5000&ima=fit&impolicy=Letterbox&imcolor=%23000000&letterbox=false

Hau drauf – Das ultimative Kampferlebnis

Wie oben bereits erwähnt ist das Kampfsystem anfangs Gewöhnungsbedürftig. Aber warum? Ihr habt die Möglichkeit sogenannte Kampfstile zu erlernen. Jeder Kampfstil steuert sich etwas anders bzw. bewegt und kämpft anders. 

Wir geben euch mal ein Beispiel. Der „Nahkämpfer-Stil“ von Kiryu ist nicht sehr schnell, dafür vergibt er aber harte Schläge. Ausweichen und blocken ist hier auch noch möglich – alles nur sehr langsam. Wem das nicht gefällt wird mit dem Kampfstil nicht zurecht kommen. Doch das Spiel bietet zum Glück Alternativen.

Das Pendant zum langsamen Nahkämpfer ist der „Rausch-Stil“. Dieser ist extrem schnell und verteilt seine Schläge wie man im Namen schon raushört „wie im Rausch“. Damit könnt ihr sehr schnell kämpfen und das macht Spaß – uns hat es jedenfalls gefallen. Aber wie gesagt, dass ist Geschmackssache. Denn auch dieser schnelle Kampfstil hat Kritikpunkte. Ihr könnt in dem Kampfstil nur ausweichen, dafür aber nicht blocken!

Genauso ist es mit dem „Tier-Stil“.  Damit seid ihr extrem langsam, verteilt dafür aber die stärksten Schläge von allen Kampfstilen. Blocken ist möglich, ausweichen nur mit einer langsamen Ausweichrolle. Jeder Gegner bewegt sich unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig zu schauen, welcher Kampfstil gegen welchen Feind am sinnvollsten ist. Zudem spielt ihr nicht nur einen Charakter. Majima hat nämlich seine eigenen Kampfkünste  Also: Viel Spaß beim kämpfen-„lernen“. 

Was auch sehr viel Spaß bereitet ist es Gegenstände vom Boden aufzuheben und sie gegen eure Gegner zu werfen. Je nach Gegenstand werden unterschiedliche Cut-Scenes ausgelöst. Diese sind entweder brutal oder extrem lustig ala Yakuza-Manier.

„Yakuza 0“ besitzt sogar ein kleines „Levelsystem“. Ihr levelt nicht euren Charakter direkt – ihr levelt die einzelnen Kampfstile und könnt dadurch stärke Angriffe oder mehr Gesundheit etc. freischalten. Man sieht – es wird dadurch schon etwas komplexer. Ganz schön viel auf einmal. Doch genau dieser gewisse Aspekt bringt uns den tollen Anreiz immer weiter kämpfen zu wollen.



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©SEGA | Quelle: https://imgur.com/VDrO0aB

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©SEGA | Quelle: https://imgur.com/wb0qYYe

Die lustigsten Nebenmissionen die wir kennen

Der Titel sagt es! Sowas haben wir bisher noch nicht erlebt. Es erinnert an Missionen aus „Grand Theft Auto“. Die waren auch öfter mal sehr verrückt. Ja – da haben wir wieder eine Gemeinsamkeit! Die Nebenmissionen sind abwechslungsreich und so durchgeknallt, dass sie nur  Spaß machen können. Jede einzelne Nebenmission ist nummeriert und ihr könnt im Menü nachschauen wie viele ihr bereits „freigeschaltet/durchgespielt“ habt. Sehr tolles Tool für die Hardcore-Fans unter euch die 100% anstreben.

Ihr lauft durch die Stadt, ob Tokio oder Osaka spielt keine Rolle – in beiden Orten geht es wild umher. Wenn ihr Lust habt könnt ihr kurz in eine Karaokebar gehen und eure Gesangskünste unter Beweis stellen, oder ihr geht eine Runde Billard spielen. Ok, das zweite ist nicht abgedreht doch wartet ab. Ihr habt die Möglichkeit euch nicht jugendfrei Videos an speziellen Orten in der Stadt anzuschauen. Danach fühlt sich eure Spielfigur naja…sagen wir mal „sehr entspannt“ und ihr bekommt einen Gesundheitsboost.

Wenn euch das zu langweilig ist dann könnt ihr als Alternative in einen Club gehen und euch sog. „Cat Fights“ ansehen. Nein, damit sind keine Katzen gemeint. Hier kämpfen leicht bekleidete Frauen im Ring gegeneinander. Hier könnt ihr sogar  wetten abschließen und somit eine menge Geld machen.

Wir wollen euch auch gar nichts weiter verraten. Es reicht zu wissen das selbst die Nebenmissionen einfach nur vergnügen bereiten und die Spielzeit dadurch massiv strecken können.


Die o.g. „Cat Fights“- Viel Spaß beim kämpfen.

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©SEGA | Quelle: https://i.makeagif.com/media/12-13-2022/-utLVx.gif

Die Kritikpunkte

Eine perfekte 10/10 wurde es nicht, doch was sind unsere Kritikpunkte? Das zählen wir euch erst mal in Ruhe auf.

  • In engen Passagen wird die Steuerung leider oft zur Geduldsprobe. Das Kampfsystem verliert dort spürbar an Dynamik: Wer einen Treffer kassiert, hat beim Versuch zu kontern oder auszuweichen oft mit einer hakeligen Steuerung zu kämpfen. Verschlimmert wird dieses Chaos durch eine störrische Kamera, die sich in engen Ecken nicht manuell justieren lässt und den Überblick raubt. Auch wenn das Spiel dadurch nicht unspielbar wird, bleibt die Kombination aus unpräziser Steuerung und eingeschränktem Blickwinkel ein deutlicher Kritikpunkt.
  • Dieser Punkt ist nicht für jeden eine Kritik. Es geht um die langen Zwischensequenzen die gefühlt eine halbe Ewigkeit gehen. Die Erzählung ist sehr filmisch, aber stundenlange Zwischensequenzen erfordern viel Geduld. Viele Dialoge sind nicht vertont, was zu viel Leseaufwand führt - sprich viel Text.

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©SEGA | Quelle: https://i.ytimg.com/vi/VZ5F5QF-_r4/maxresdefault.jpg

Der Director's Cut - Lohnenswert?

Jetzt haben wir euch schon so viel über das Spiel erzählt, doch das wichtigste für den Schluss gelassen. Wir möchten noch auf die Unterschiede des Director's Cut's zur 2015 erschienen Version eingehen.

Neue Story-Inhalte & Zwischensequenzen

  • Die Version enthält ca. 26 Minuten an neuen Zwischensequenzen. Diese bieten tiefere Einblicke in Schlüsselmomente und die Hintergrundgeschichten von Charakteren wie Nishiki und Kuze.
  • Es gibt auch eine kontroverse Story-Änderung. Einige der neuen Szenen enthalten Retcons „retroactive continuity“ (rückwirkende Kontinuität; Zweck: Dient oft dazu Logikfehler zu beheben, Charaktere neu zu definieren oder neue Handlungsstränge zu ermöglichen.) bei denen Charaktere, die im Original starben nun unter mysteriösen Umständen überleben.

Technische & Grafische Upgrades

  • Das Spiel unterstützt nun 4K-Auflösung und bis zu 120 FPS auf Konsolen wie PlayStation 5, Xbox Series X und PC. Leider bietet die Nintendo-Konsole trotzt technischer Möglichkeiten, keine 120 FPS.
  • Die ursprüngliche lizenzierte Musik (wie der Song „Bubble“ von Shōnan no Kaze), die in westlichen Versionen oft fehlte, wurde neu aufgenommen und hinzugefügt.
  • Erstmals gibt es eine englische Sprachausgabe sowie deutsche Bildschirmtexte.

Neue Gameplay Features

  • Im Gegensatz zum Original, wo man nur an Telefonzellen speichern konnte, ist es nun möglich, jederzeit und überall zu speichern. Zudem gibt es eine Autosave-Funktion.
  • Ein komplett neuer Online-Mehrspielermodus (Red Light Raid), in dem man mit Freunden aus über 60 Charakteren wählen kann, um Gegnerhorden zu besiegen.

Auch Kiryu freut sich über die Neuerung und führt einen Freudentanz auf.

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©SEGA | Quelle: https://tenor.com/de/view/yakuza-gif-721332456969184676

Fazit - abgedrehte Reise durch Japan

Was sollen wir sagen - Yakuza hat uns umgehauen. Wir hatten bisher keinen Berührungspunkt mit der Reihe und haben uns ganz frei in das Geschehen fallen lassen. Wir wurden nicht enttäuscht. Das Videospiel macht Riesenspaß.  Durchgespielt haben wir es auf der "Nintendo Switch 2" und empfanden das Spielerlebnis auf der neuesten Nintendo Konsole als überaus passend. Ob unterwegs oder daheim, Yakuza ist das perfekte Spiel für beide Varianten. Es ist nicht dramatisch das Yakuza auf der Switch 2 keine 120 FPS bietet. Das hat dem Spielspaß nicht geschadet.

Wenn ihr Lust auf eine packende Geschichte habt, aber auch mal gerne in eine absurde, bunte Welt abtauchen wollt, dann ist der Director’s Cut  das ultimative Erlebnis. Es ist kein Klon westlicher Open-World-Spiele, sondern eine Liebeserklärung an das Japan der 80er Jahre und damit sagen wir - Sayonara und bis zum nächsten Mal, wenn wir wieder in die abgedrehte Yakuza Welt eintauchen.


Was haltet Ihr vom Ursprung der Yakuza-Reihe? Findet ihr die Geschichte rund um die Yakuzas interessant oder eher eintönig? Gefällt euch die skurrile Welt in denen ihr eure Feinde mit verrückten Kampfkünsten besiegen müsst? Teilt eure Gedanken mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere beiden Protagonisten Kiryu und Majima bestimmt auch!

Trailer zu "Yakuza 0 - Director's Cut"

Der offizielle Trailer zu "Yakuza 0 - Director's Cut" für die Nintendo Switch 2. Theme Song “Bubble” by Shōnan no Kaze.

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Spree – Alles für die Klicks (2020)

Musik zum Lesen:

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©Tiberius Film | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

„Spree“ ist unkonventioneller Found-Footage-Horror mit schwarzhumoriger Social-Media-Gesellschaftskritik mit der Brechstange und nimmt den gegenwärtigen Zeitgeist, geprägt von Klickgeilheit und Geltungsdrang beim Buhlen um Aufmerksamkeit, Aufrufe und Follower, gekonnt auf die Schippe.

Mit einer verrückten, glänzend-perfekten Performance eines sich komplett freispielenden Joe Keery („Stranger Things„) besticht die kurzweilige sowie innovationsfreudige schwarze Komödie außerdem, manches mal überbordend und -fordernd, mit typischen Elementen gängiger Smartphonescreens während Streaming und Liveübertragung samt Chat.

Eugene Kotlyarenkos „Spree“ löst damit mehr als einmal anarchische Sensationslüste aus, wenn der Pegel an selbstzerstörerischem Wahnsinn immer weiter steigt, ehe er im Finale befriedigend eskaliert und jenen, die sich angesprochen fühlen, den Spiegel vorhält. Gesehen werden um jeden Preis? Chat, was meint ihr? (24.01.2025)

Genre: Found Footage, Horror, Komödie, Schwarze Komödie

Originaltitel: Spree

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: RLJE Films | Forest Hill Entertainment, DreamCrew, SuperBloom

Regie: Eugene Kotlyarenko

Drehbuch: Eugene Kotlyarenko, Gene McHugh

Produktion: Matthew Budman, Sumaiya Kaveh, Eugene Kotlyarenko, John H. Lang

Musik: James Ferraro

Länge: ca. 93 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 7. Juli 2022 (Streaming DE), 5. August 2022 (Blu-ray DE)

Ähnliche Titel: Pain & Gain (2013)Heilstätten (2018)Searching (2018), The Fanatic (2019)M3GAN (2022)

Quellen
Release: https://kinocheck.de/film/o7f/spree-2022 | Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Spree_(film)
Was haltet Ihr vom ungewöhnlichen Found Footage Ausflug von Joe Keery? Teilt eure Gedanken zu “Spree” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Chat bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Spree – Alles für die Klicks“

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Kleines Arschloch (1997)

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©Senator Film Produktion
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Grenzerfahrung und -auslotung mit der Comicverfilmung „Kleines Arschloch“!

Der Tabubruch ist sein Steckenpferd, Fingerspitzengefühl sein zweiter Vorname. Politische Korrektheit hat er durchgespielt. Schöpfer Walter Moers lieferte höchstpersönlich das Drehbuch und sorgte dafür, dass jedes Wort an der richtigen Stelle trifft.

Mit einer unglaublichen Altersfreigabe von FSK 12 gelang es dem kleinen Arschloch seinerzeit bereits, die jungen Buben und Mädchen zu infizieren.

Warum der 1997 erschienene Zeichentrickfilm nichts weniger als die satirische Antwort auf die Frage ist „was man heute noch sagen darf“ und nichts weniger als deutsches Kulturgut, verraten wir im Tagebuch.

Genre:  Animation, Zeichentrick

Originaltitel: Kleines Arschloch

Produktionsland: Deutschland

Produktionsfirma: Wild Bunch Germany | Senator Film Produktion, TFC Trickompany Filmproduktion

Regie: Michael Schaack, Veit Vollmer

Drehbuch: Walter Moers

Comicvorlage: Walter Moers

Produktion: Hanno Huth

Musik: Wolfgang von Henko

Länge: ca. 82 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 6. März 1997 (Kinostart DE)

Nachfolger: Das kleine Arschloch und der alte Sack – Sterben ist Scheiße (2006)

Ähnliche Titel: Asterix der Gallier (1967), Werner – Beinhart! (1990), Der kleene Punker (1992), Käpt’n Blaubär – Der Film (1999)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Kleines_Arschloch_(Film) | https://www.imdb.com/de/title/tt0119471/companycredits/?ref_=ttrv_dt_cmpy

Wertung:   

Autor: Jannik

Verfasst am: 05. Dezember 2020

Lesezeit: ca. 3 Minuten (Direkt zum Fazit)

Musik zum Lesen:

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©Senator Film Produktion | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Die Geburt der Provokation

Liebes Tagebuch,

als ich mich in der Öde meines Daseins nach etwas Unterhaltung abseits des Gemeinen sehnte, stieß ich auf ein filmisches Kleinod längst vergangener Tage.

Im Jahre 1997 erblickte es das Licht der Welt und vermochte bereits mit seinem Titel „Kleines Arschloch“ aufzuzeigen, in welch richtige Richtung der Provokation es schreiten würde.

Heimelig in der Geborgenheit des Mutterleibes, genährt von Mutterkuchen, machte es sich schon dort den Tabubruch zur Lebensaufgabe, bevor es, geleitet von Sekreten, den Geburtskanal entlangglitt, um schließlich durch die Scheide (auch bezeichnet als Lustgrotte oder Vulva) in die Arme der Menschheit zu fallen.

Bei meinem Kontrollgang durch das „kleine Arschloch“, liebes Tagebuch, stieß ich auf Offenbarungen, Provokationen und nicht zuletzt Grenzüberschreitungen. Und ich entdeckte ein 12-jähriges Arschloch – mit einem Lebensziel …


Ich werde meinen Kampf für eine bessere Welt fortführen, bis sich die ganze Menschheit singend in den Armen liegt.Kleines Arschloch
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Lernen vom kleinen Arschloch

Liebes Tagebuch, weiter im Text.

Es waren ein paar Minuten ins Land gezogen. Nun, nachdem ich die Motive des kleinen Arschlochs besser verstand, regte sich etwas in den Zellen meines Gehirns, welches Tag für Tag ein wenig mehr in Tristesse zu versinken drohte.

Wann die Schleimflora am fruchtbarsten sein soll, lernte ich durch ihn. Wie man mit Behinderten und Minderheiten in der Bundesrepublik umgeht – eine der schwierigsten Aufgaben auch noch heute, 24 Jahre später – vermochte mir das kleine Arschloch par excellence zu vermitteln.

Es ist dieses verkannte Genie, welches da ist – aber einfach nicht gesehen wird. Doch ich muss nun schließen liebes Tagebuch. Ich lerne Arschlochs Großvater – und Arschlochs große Liebe – Inge Koschmidder (76) – kennen …


Objekt meiner Begierde ist Inge Koschmidder. Inge ist 76 und schon ein bisschen hinfällig – aber ich scheiße auf sexuelle Tabus.Kleines Arschloch
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Die tiefen des kleinen Arschlochs

Die Kirche

Liebes Tagebuch,

Ich bin nun weiter in die Tiefen des „kleinen Arschlochs“ vorgedrungen.

Heute lernte ich etwas über die Kirche und christliche Nächstenliebe in unserer von Religion und Glauben geprägten Kultur.

Das kleine Arschloch begab sich mit Großvater auf den Friedhof, welchen er jedoch schnell aufgrund eines vehementen Verweises der katholischen Kirche wieder verlassen musste. „Bist du jetzt zufrieden?“, fragte das kleine Arschloch seinen Großvater …


Allerdings, genau so stellt sich doch ein Atheist die Unsterblichkeit vor – Lokalverbot auf dem Friedhof.Großvater des kleinen Arschlochs
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Der richtige Ton

Auch abseits von Sprititualität liebes Tagebuch, erreichten mich weitere brisante Erkenntnisse. Der Sozialrevolutionär kennt eben keinen Mittagsschlaf, wie das kleine Arschloch feststellt.

Mit seiner Band ist er häufiger für Auftritte gebucht. Die passende Musik für jeden Anlass, ja, im wahrsten Sinne des Wortes den richtigen Ton zu treffen, ist seine Paradedisziplin. Er wählt in einem Geschick sondergleichen die richtigen Songtitel für wirklich jede Situation. Egal ob Christen, Nazis oder Country-Fans – eine musikalische Darbietung auf höchstem Niveau – die weiß das kleine Arschloch immer zu gestalten.

Seine Bandmitglieder sind da nicht so sicher. Schon zu oft mussten sie hinhalten und stahlharte Fäuste schmecken. Doch sie können beruhigt sein, denn das kleine Arschloch verspricht …


Verlasst euch auf mich, Männer. Man wird uns Kränze flechten. Man wird uns auf Knien um Zugabe anflehen. Ich schwöre.Kleines Arschloch
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Telefonseelsorge

Liebes Tagebuch,

in seiner Besorgnis um unsere Mitmenschen zeigt das kleine Arschloch seine Friedfertigkeit und ein überdurchschnittliches Engagement. Auch wenn sich die gequälte und gleichermaßen verzweifelte Seele am Telefon wohl nur verwählt hatte, so ist sie bei ihm doch gerade richtig gelandet, munkeln zynische Zungen.

„Haben Sie vielleicht irgendwelchen Kummer?“ – fragt das kleine Arschloch besorgt. Nach einem abwägenden Pfeifen stellt er eine ausweglose Situation fest …


Doch doch, ich verstehe vollkommen, sie müssen sich vorkommen wie das letzte Stück Dreck – und zwar zurecht. (…) Nein nein, also da würd ich mir nun überhaupt keine Hoffnungen machen. (…) Selbstmord? Hmm, das wäre selbstverständlich eine Lösung. (…) Aber ich bitte Sie, nichts zu danken. Gern geschehen. Auf Wiederhören. Oder besser – Adieu!Kleines Arschloch
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Fazit – Grenzüberschreitung

Liebes Tagebuch,

ich komme nicht umhin, mich in meinem Fazit wieder dir zu widmen.

Ich bin beileibe nicht derjenige, der entscheiden möchte, was über die Grenzen des guten Geschmacks hinausgeht. Wo liegt diese Grenze überhaupt und wurde sie im Verlaufe unserer menschlichen Existenz bereits zu Genüge ausgelotet oder gar erreicht?

Mit seinen philosophischen Ergüssen hat sich das kleine Arschloch tief in mein freiheitlich denkendes Gehirn gebrannt und mein Herz zum Schnellschlag verleitet.

Das geistige Niveau meiner Familie verhält sich zu meinem eigenen, wie ein Tiefseeschwamm zu Albert Einstein, liebes Tagebuch. Sie sind wie Tiere, schamlos und triebhaft.Kleines Arschloch

Wenn Satire eine Religion ist, dann ist das kleine Arschloch ihr ferkeliges Oberhaupt. Ein Unikat, eine Stimme der Geknechteten und der Vernunft. Er ist der Messias, der die Ketten sprengt. Denn wo gab es so etwas wie das kleine Arschloch schon einmal? Darf man heute noch sagen, was das kleine Arschloch im Jahre 1997 sagte? Darf man heute noch sagen: „darf man heute noch sagen?“ Oder viel wichtiger: Darf man darüber lachen?

Ich bin nicht imstande, diese gesellschaftlichen Fragen, ja gar diese gesellschaftliche Verantwortung der Grenzenauslotung zu bewerten. Hierfür braucht es die Stimme des spitzbübischen Oberhaupts. Und die stellt bereits früh im Film folgerichtig fest …


(…) auch hier müssen Grenzen eingerissen werden.Kleines Arschloch
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Bonus-Höhepunkte

Warum bedeckst du deine Blößen? Du bist meine Schwester, ich begehre dich nicht.Kleines Arschloch
Schamlos reckelte sie sich in ihrer makellosen Nacktheit vor mir. Sanft brach sich das Licht in ihren steilragenden Nippeln, während ihr Venusflaum zwischen ihren festen Schenkeln schimmerte, wie ein Strom aus flüssiger Seide.Kleines Arschloch

Was haltet Ihr vom Niveau des ferkeligen Oberhaupts? Scheißt Ihr auf sexuelle Tabus? Wo liegt die Grenze des guten Geschmacks? Teilt eure Gedanken zu “Kleines Arschloch” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die hinfällige Inge Koschmidder bestimmt auch! Wenn sie denn noch nicht abgenippelt ist. War das zu viel? Was wollt Ihr dagegen tun?

Trailer

Mangels Trailer hier die anstößige Geburt des kleinen Arschlochs

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©Senator Film Produktion, RTL II