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„American Horror Story“ (2011 – …)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Die Anthologie-Serie American Horror Story beschert uns bereits seit 9 Staffeln verschiedenste Gruselstorys.

Fans können sich freuen! Denn wie im Sommer 2018 bekannt gegeben wurde, wird die Serie den Sender Fox noch bis mindestens Staffel 10 begleiten!

Was den Zuschauer in den amerikanischen Schauergeschichten erwartet, erfahrt Ihr in unseren Reviews.

Genre: Horror


Die Anthologie-Serie

Was ist American Horror Story? American Horror Story ist eine US-amerikanische Horrorserie, die seit 2011 in Amerika auf dem Sender FX ausgestrahlt wird. In Deutschland wurde die Serie seit dem 9. November 2011 auf dem Sender FOX gezeigt.

Die Serie weist einen speziellen Stil auf, der so nicht alltäglich bei Serien zu sehen ist. Jede Staffel weist eine andere Handlung auf und hat nichts mit den nachfolgenden Staffeln zu tun (sogenannte Anthologie-Serie).

Jede Staffel erzählt eine in sich abgeschlossene Handlung. Ungewöhnlich ist dabei, dass ein Großteil der Besetzung stets wiederkehrend und in fast jeder der Staffeln zu sehen ist. Bis auf wenige Ausnahmen werden jedoch komplett andere Charaktere verkörpert. Zudem sind die Handlungsorte und die zeitliche Einteilung der Staffeln sehr unterschiedlich.

Ryan Murphy, der Produzent der Serie, erklärte in einem Interview, dass es  Verbindungen zwischen allen Staffeln geben soll. Aufgefallen sind uns bisher nur kleine Anspielungen innerhalb der verschiedenen Staffeln.

In der ersten Staffel, zeigen sich die ersten Parallelen zu den späteren Staffeln. Diese erkennt man erst, wenn man jede Staffel gesehen hat. Um nichts zu verraten, deuten wir nur an, dass es in der ersten Staffel bereits um das Thema Roanoke (Staffel 6) und um Themen der Staffel Apocalypse (Staffel 8) geht. Somit, wurde hier schon festgelegt, in welche Richtung sich die Serie weiterentwickeln sollte. Aber auch in anderen Staffel wie zum Beispiel in der  7. Staffel „Cult“, hat der mordende Clown Twisty aus „Freak Show“ (Staffel 4) mehrere Auftritte. In der letzten Folge wird zudem noch die Journalistin Lana Winters (Sarah Paulsan) erwähnt, die aber keinen Auftritt hat.

Für alle die diese Serie nicht kennen, hier eine Auflistung der bisherigen Staffeln und dem dazugehörigen Titel.

  • Staffel 01 – Murder House
  • Staffel 02  – Asylum
  • Staffel 03  – Coven
  • Staffel 04  – Freak Show
  • Staffel 05  – Hotel
  • Staffel 06  – Roanoke
  • Staffel 07  – Cult
  • Staffel 08  – Apocalypse
  • Staffel 09  – 1984

„Seven Seconds“ (2018)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Regina King gewann 2018 einen Emmy für die beste Hauptdarstellung in dieser Netflix Eigenproduktion.

Die Krimiserie sollte von vornherein als Miniserie produziert werden und so entschied sich Netflix für 10 Episoden.

Was derofa.de von der Serie haltet und ob sie mehr als sehenswert ist, seht ihr in unserem Review.


Genre:
 KrimiThrillerDrama

Autor: Lissa

Verfasst am: 11.07.2019

Wertung:   


Überflieger

„Wieviele Sekunden hat er runter geschaut? 1, 2, 3 … oder waren es 7 Sekunden?“ Waren es Seven Seconds? Jede Sekunde ist ein Teil des Lebens und so kostbar, dass sie jederzeit auch zu ende gehen kann … selbst innerhalb sieben Sekunden.

Korruption und Rassismus. Das sind die wesentlichen und prägnanten Themen der neuen Netflix Thriller-, Krimi- und Dramaserie mit dem Namen Seven Seconds. Für manche ist die Serie noch unbekannt. Dabei ist sie mehr als lobenswert! Deshalb gilt sie für uns bereits als „der“ Netflix Geheimtipp aus dem Jahr 2018. Die Serie basiert auf dem russischen Film „The Major“ von Yuri Bykov.


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©Netflix

Schwieriges Thema mit viel Emotionen

Wir wollen euch nicht zu viel vorwegnehmen und nennen nur die wichtigsten Merkmale der Handlung.

Ein afroamerikanischer Junge wird Opfer eines Unfalls und kommt dabei ums Leben. Verdächtigt werden die Cops von Jersey City. Durch dreiste Verschleierung, versuchen die Polizisten jegliche Beweise die zu ihnen führen zu vertuschen. Die Familie des jungen Afroamerikaners möchte nur eines … und zwar Gerechtigkeit. Latrice Butler (Regina King), die Mutter des verstorbenen Jungen, versucht durch eigene Untersuchungen selbst herauszufinden, wer an dem Mordfall beteiligt war.

Sie wollen herausfinden, wer für den Mord an Ihrem Kind verantwortlich ist. Die Staatsanwältin K.J. Harper (Claire-Hope Ashitey) und der Detektiv Joe „Fish“ Rinaldi (Michael Mosley), haben die Bearbeitung des Falls erhalten und sollen nun herausfinden, was am Tag des Unfalls passiert ist und vor allem, wer für den Mord an dem Jungen verantwortlich ist. Denn sie haben den Verdacht, dass es kein Unfall war, sondern Mord.

Die Serie möchte uns als Zuschauer zeigen, wie korrupte Polizisten in Amerika arbeiten und wie schwer es in dem Fall für den einfachen Menschen ist, Gerechtigkeit zu erlangen, wenn hinter der Polizei der US-Staat steht. Ein Kampf um die Wahrheit beginnt.


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©Netflix

Leistung vom Feinsten

Latrice Butler wird von Regina King gespielt. Im Jahr 2018 wurde sie als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie mit einem Emmy ausgezeichnet. Die schauspielerische Leistung ist von höchster Note.

Die Schauspieler geben ihr Bestes und das kann man überaus gut erkennen. Sehr überzeugender Auftritt von den Hauptprotagonisten, sowie Nebendarstellern. Da ist der Emmy für Regina King verdient!

Aber auch Michael Mosley in der Rolle von Joe „Fish“ Renaldi als Ermittler, sowie Claire-Hope Ashitey als Staatsanwältin präsentieren uns einen herausragenden Beitrag, den wir hier extra erwähnen möchten.


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https://www.geeksofdoom.com/2018/02/15/teaser-seven-seconds-producers-killing/seven-seconds-netflix

Kleine Serie, große Wirkung

Uns hat vor allem sehr gefallen, wie fesselnd und spannend die Serien ist. Sie konnte uns sofort in ihren Bann ziehen und lässt uns dabei nicht wieder los. Bei gerade mal 10 Episoden der ersten Staffel, gilt es von Anfang an bis zum Schluss mit zu fiebern. Keinen Moment lang waren wir der Serie überdrüssig. Mit Seven Seconds hat sich Netflix wieder eine Perle fangen können.

Die kleine Serie kann sehr gut mit den großen Brüdern mithalten, wie z.B. bei bekannten Filmen wie Sieben, das Schweigen der Lämmer oder anderen Krimi-Vorbildern. Deshalb ist Seven Seconds auch eine Verbindung aus Krimi, Drama und Thriller. Ein Rundum-Paket!


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https://www.tvmovie.de/news/seven-seconds-wird-es-eine-2-staffel-geben-99859

Fazit

Wir sind enttäuscht, dass wir die Serie nicht erneut zum ersten Mal erleben können. Der Moment ist verflogen. Wie so oft, ob bei Crime Serien/Filmen oder Games, gilt es: Sobald der Mörder bekannt ist, lassen die Fesseln uns los.

Eine zweite Staffel soll es laut Netflix nicht geben.
Mit den zehn Folgen von Seven Seconds ist das Kapitel der korrupten Polizisten abgeschlossen. Wir können euch diese Serie nur herzlichst empfehlen. Erlebt sie zum ersten mal und genießt ihre Atmosphäre. Für uns ist sie definitiv ein Crime-Serien Geheimtipp!


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©Netflix

 

„Mindhunter“ (2017 – …)

r

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Erfolgsregisseur David Fincher ist zurück! Dieses mal aber in Form einer TV-Serie, die unter Netflix produziert worden ist und seit 2017 ausgetrahlt wird.

Die auf einem Roman basierende Serie Mindhunter zeigt sich als eine weitere Perle im Netflix Universum, die mit ihren Thriller-Elementen durchaus Punkten kann.

Was David Fincher’s Krimiserie den Zuschauern offeriert, zeigen wir euch auf derofa.de.

Genre: Krimi, Thriller, Drama

Autor: Lissa

Verfasst am: 29.10.2019

Wertung:   


Zurück in die Vergangenheit!

In Mindhunter versetzt es uns in die 70er Jahre zurück. Ein Jahrzehnt mit vielen Besonderheiten, wie zum einen das Ende der Hippie-Bewegung und zum anderen, dem Anfang neuer Rockmusik, die wir heutzutage als Punkmusik kennen.

Die Serie dreht sich um echte Serienmörder, wie z.B. den Sektenanführer Charles Manson oder den Co-Ed-Killer alias Edmund Kemper, der bis heute seine Strafe im Gefängnis in den USA absetzt.

Die Regie zur Serie übernahm David Fincher. Seine Filme haben eine große Fangemeinde und handeln oft von Kriminalverbrechen. Die wohl bekanntesten Filme von David Fincher sind u.a. „Fight Club“, „Sieben“ oder dem Film aus dem Jahr 2014 mit dem Titel „Gone Girl – Das perfekte Opfer“.

Mit Mindhunter hat sich Fincher wieder einmal übertroffen. Die Serie kombiniert alles was wir bereits aus vergangenen Filmen von ihm kennen. Im Oktober 2017 erklärte Netflix den Start der Eigenproduktion auf Ihrer Streaming-Plattform. Bereits einen Monat später, wurde die Produktion der zweiten Staffel kundgemacht. Im Jahre 2019 war es Netflix Usern nun möglich, die zweite Staffel zu genießen.

David Fincher hat in einem Interview preisgegeben, dass er sich mindestens fünf Staffeln für die Krimiserie wünscht. Ob dies in der Realität umgesetzt werden kann, wird sich noch zeigen. Wir sind gespannt und würden uns über weitere Staffeln der Serie freuen.


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©Netflix

Guter Bulle, böser Bulle

Holden Ford (Jonathan Groff) ist ein FBI-Agent im Jahre 1977. Zu dieser Zeit war der Fortschritt der Kriminalpsychologie noch nicht sehr weit entwickelt. Dem jungen FBI-Agenten wird es zur Aufgabe gemacht, unterschiedlichste Serienmörder zu treffen und mit ihnen ein Profiling zu machen, um so ungelöste Kriminalfälle auflösen zu können. Das FBI-Dezernat für Kriminalverbrechen informiert ihn darüber, dass er dieser Aufgabe nicht alleine gewachsen ist und einen Partner bekommen soll, der das Pendant zu ihm selber ist. Bill Tench (Holt McCallany) wird sein Partner, was sich oft als nicht einfach erweist. Denn sein Partner benutzt eine andere Art der Verhörtechnik als FBI-Agent Holden. Die Verhaltenspsychologie ist für Holden das wichtigste in seiner Arbeit, wohingegen Bill vielmehr als direkt gilt und meistens eher auf konventionelle Arbeitsmethoden schwört.

Jonathan Groff und auch Holt McCallany spielen ihre Rolle der FBI-Agenten der 70er Jahre überaus überzeugend und authentisch. Ihre Herangehensweise bei den verschiedensten Serienmördern lässt uns als Zuschauer keine Zeit zur Langeweile.


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©Netflix

Realitätsnahe Darstellung

Die Serie erweist sich als sehr detailtreu, was die Umgebung und Darstellung der Gesellschaft der 70er Jahre betrifft. Es wird auf jedes Detail geachtet, wie z.B. eine alte „retro“ Cola Flasche oder auch andere Gegenstände die es so nur zur dieser Zeit gab.

Für uns gibt es in Mindhunter viele sehr gut gelungene Kulissen, welche uns als Zuschauer das Gefühl suggerieren sollen, uns wirklich in den 70er Jahren zu befinden.


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https://www.reddit.com/r/MindHunter/comments/atpuvl/the_fbi_investigation_the_documentary_aspects/

Fazit

Mit der Streaming-Plattform Netflix assoziiert man derweil Serien mit dem Begriff der Massenproduktion. Oft bringt Netflix auch TV-Serien heraus, die nicht sehr hochwertig sind. Das kann man von Mindhunter jedoch nicht sagen. Die Serie ist ein Mix aus Filmen wie den Thriller „Sieben“, „Zodiac – Die Spur des Killers“ oder um die Gamer-Szene anzusprechen, dem PlayStation Videospiel „Heavy Rain“.

Sie ist fesselnd, besitzt erstklassige Darsteller, bietet immer was neues und lässt den Zuschauer bedenklich auf der Couch zurück. Die Darstellung von echten Serienmördern gibt der Serie einen Hauch von True-Crime Atmosphäre.

Habt ihr Lust auf eine neue Thriller-Serie? Dann ist Mindhunter genau das richtige für euch. Für Zwischendurch ist die Serie jedoch nichts, da sie sehr anspruchsvoll ist und man jeder Szene große Aufmerksamkeit schenken sollte, um wichtige Punkte der Handlung nicht zu verpassen.


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©Netflix

 

„ES“ (2017)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Stephen King ist dafür bekannt düstere, gruselige Horrorgeschichten zu schreiben, die unter die Haut gehen.

Im Jahre 1986 wurde die Geschichte des tanzenden Clowns im Roman ES in Deutschland veröffentlicht. Vier Jahre später folgte die erste Verfilmung von Regisseur Tommy Lee Wallace.

Jeder Horrorfan sowie Cineast kennt den Namen ES. Die Geschichte um den Clown Pennywise gewann weltweit an Beliebtheit.

Im Jahr 2017 kam dann die Neuverfilmung von Stephen Kings’s ES  in die deutschen Kinos.

Wir haben uns dem Grauen gestellt und geben euch einen Einblick in die Geschichte von Pennywise.

Wovor habt ihr Angst?

Genre: Horror

Autor: Lissa

Verfasst: 13.09.2019

Wertung:   


Willkommen zurück zum Club der Verlierer

Der tanzende Clown Pennywise ist zurück! Im Jahr 1986 brachte der Horrorautor Stephen King einen der bis heute bekanntesten Horrorromane heraus. Stephen King’s ES wurde zu einem glänzenden Erfolgsroman. Daraufhin brachte man im Jahr 1990 die erste Verfilmung zum Roman heraus. Damals noch sehr schockierend und düster, ergriff Pennywise die Zuschauer. Doch wie sieht es heutzutage aus? Kann der tanzende Clown uns im 21. Jahrhundert begeistern?

Nun ist es so weit. Eine Neuverfilmung von ES wurde geplant und schaffte es im September 2017 in die deutschen Kinos. Konnte die Neuverfilmung solch große Erfolge erlangen wie sein Vorgänger? Viele Fans waren skeptisch, ob diese Produktion wirklich sinnvoll war. Denn, wie oft gibt es Neuverfilmungen die dem Klassiker nie das Wasser reichen konnten. Überraschenderweise, hat die Neuverfilmung von ES alles richtig gemacht. Wieso uns der Film so begeistert hat und was es genau mit dem tanzenden Clown auf sich hat, erfahrt ihr in unserem Review.


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©Warner Bros. Entertainment

Sagt Hallo zum tanzenden Clown

Für all diejenigen die die Geschichter hinter dem Clown nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung mit was wir es zu tun haben.

In einer kleinen Stadt Namens Derry, ist im Jahr 1988 ein kleiner Junge urplötzlich verschwunden. Der kleine Georgie war draußen im Regen mit seinem selbstgemachten Boot die S.S. Georgie spielen. Leider wurde der 6-jährige nicht verschont und lernte den unheimlichen Clown Pennywise kennen.

Danach wurde Georgie nie mehr in Derry gesehen. Bill Denbroug, war Georgies großer Bruder und baute mit ihm damals das Boot, welches Georgie zum Spielen nach draußen mitgenommen hatte. Da Bill nicht damit zurechtkam, dass sein kleiner Bruder vermisst wird, beschäftigte er sich nach dem Tod von Georgie intensiv mit seinem Verschwinden.  Zusammen mit seinen Freunden macht sich Bill auf die Suche nach seinem kleinen Bruder.


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©Warner Bros. Entertainment

Die Produktion

Obwohl der Film als Horrorfilm publiziert worden ist, wurde er oft mit dem Genre des „Coming-of-Age“ in Verbindung gebracht. Vieles erinnert an den Film „Stand by me“. Dieser entsprang erneut aus der Feder des Meisterautors Stephen King. Jedoch fehlt dem Film jegliche Horrorkomponente. In Stephen King’s ES wird die Entwicklung der Kinder aus den 80er Jahren deutlich thematisiert. Es ist demnach nicht nur eine Geschichte über den tanzende Clown, sondern zeigt vielmehr auch wie sich die Kinder aus den 80er Jahren weiterentwickeln.

Die Szenen in Stephen King’s ES wurden durch die heutige moderne Technik so herausragend produziert. In einer Szene bekommen wir einen Leprakranken Mann zusehen der uns nicht freundlich gesinnt ist. In einer anderen zeigt sich der Clown Pennywise selbst in seiner normalen Form, sowie seinen weiteren unterschiedlichen Verwandlungen. Durch die heutige Produktionstechnik sieht alles so realistisch aus. Für einen Horrorfilm ist es genau das Richtige und bringt uns als Zuschauer das Grauen noch näher. Von der ersten Minute an beginnt der Film mit seiner Spannungskurve. Die Spannung wächst stetig an und findet sein Ende erst im Finale. Top-Leistung für einen Horrorfilm. Denn genauso muss ein Gruselfilm sein. Er muss den Zuschauer in seinen Bann ziehen können und die Spannung beibehalten und das alles mit etlichen Schockmomenten untermalen. Wir wurden so oft durch die Szenen verängstigt, sodass unser Adrenalin dauerhaft in die Höhe gestiegen ist. Wir können nichts bemängeln und finden die Szenen sogar weitaus gruseliger als die des Vorgängers.

Als Drehort für den Film wurde die USA sowie Kanada gewählt. Einige Orte aus dem Film sollten Horrorfans bekannt sein. Denn viele davon entspringen auch einigen bekannten Horrorfilmen wie z.B. „Silent Hill“, einige Resident Evil Filme, Chucky und seine Braut, sowie dem Klassiker „Friedhof der Kuscheltiere“. Viele der Drehorte dienen oft als beliebte Kulisse für den Horrorgenre und konnten bereits in der Vergangenheit in mehreren Filmen für Grusel sorgen.


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©Warner Bros. Entertainment

Unterschiede zum Roman

Es gibt einige Unterschiede zum Roman die wir euch nicht vorenthalten wollen. Eines der wesentlichsten Unterschiede sind die der Zeitstränge. Im Buch werden die Zeiten immer wieder gewechselt. Zuerst werden einige Szenen der Kinder beschrieben und kurz darauf wechselt die Zeit in die Zukunft in der die Kinder bereits Erwachsen sind. Was in Stephen King’s ES Kapitel 2 extra verfilmt worden ist, wird im Roman durch einen Wechsel der Zeitstränge erzählt. Der Film erzählt eine runde, in sich geschlossene Geschichte.

Ein weiterer Unterschied ist die des Jahres. Der Roman spielt in einer anderen Zeit als der im Film. Im Buch geht es um die Jahre 1958, sowie 1984 wenn die Kinder zu Erwachsenen geworden sind. In der Neuverfilmung und im Klassiker wurde das Jahr um knapp dreißig Jahre in die Zukunft verschoben. Sehr verwirrender Unterschied, wenn man das Buch gelesen hat.

Nun zum letzten und für uns sehr wichtigen Unterschied vom Film zum Roman. Im Film ist Bill stetig auf der Suche nach seinem kleinen Bruder Georgie. Er will sich den Tod nicht eingestehen, noch hat er Beweise dass sein kleiner Bruder nicht mehr am Leben ist. Im Roman hingehen, wird die Leiche von Georgie gefunden und Bill trauert daraufhin um seinen kleinen Bruder. Im Buch hat er demnach die Suche nach Georgie aufgegeben und hat Gewissheit bekommen.


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©Warner Bros. Entertainment

Fazit

Wir haben den Roman gelesen, die original Verfilmung angeschaut und sind uns der Unterschiede bewusst. Wir sind mehr als begeistert und können den Film nur empfehlen. Ob man das Buch gelesen haben muss oder nicht, die Neuverfilmung hat alle bisherige Erwartungen übertroffen. Uns hat die moderne Version von Pennywise den Clown so sehr überzeugt, dass wir ihn weitaus besser als den Klassiker finden. Wir sind nun ein Teil der Club der Verlierer geworden und gehen zusammen mit Bill, Berverly, Ben und Co. erneut in den Kampf gegen den tanzenden Clown Pennywise.

Stephen King’s ES – Kapitel 2 wird seit dem 05. September 2019 in den deutschen Kinos gezeigt. Die Geschichte wird nun weitererzählt und wir treffen Bill und Co. als Erwachsene von neuem. Wird uns Pennywise wiederholt überraschen?
Ein Review zum neuen Film folgt demnächst auf derofa.de


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©Warner Bros. Entertainment

 

„Black Butler“ (2008 – 2014)

Genre: Anime

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Lissa meint - Ausgezeichnet

„Sebastian Michaelis ist ein teuflisch guter Butler.

Toller Anime mit einer guten Story und sehr interessanten Charakteren. Wir bekommen hier eine düstere Geschichte mit einem Hauch von Humor.

Black Butler ist eine Pflicht für jeden Animeliebhaber!“   (29.03.2019)

Beschreibung

Black Butler ist eine Anime-Adaption des Mangas von Yana Toboso. Die Produktion des Animes fand im Jahr 2008 durch das Produktionsstudio A-1 Pictures („Erased – Die Stadt in der es mich nicht gibt“) statt.

Für den deutschsprachigen Raum ist nur die 3. Staffel vom Publisher Kaze Anime auf Blu-ray erschienen. Der Publisher AV Visionen GmbH übernahm die Veröffentlichung der vorherigen beiden Staffeln auf DVD.

Die Regisseurin der ersten beiden Staffeln ist Toshiya Shinohara. Sie hatte bereits in mehreren Animefilmen (z.B. Lupin III) die Regie übernommen. Ab der dritten Staffeln wechselte die Regie jedoch auf Noriyuki Abe um.

Im Gegensatz zum Manga ist der Anime mit drei Staffel beendet. Die 3. Staffel hat sogar ein alternatives Ende bekommen. Der Anime verfolgt die Handlung des Mangas nur bis Band 5.

Ab der 3. Staffel Black Butler: Book of Circus  werden einige neue Charaktere vorgestellt. Hier weicht der Anime im Vergleich zum Manga stark ab.  Die Manga-Produktion ist immer noch im Gange, sodass inzwischen 27 Bände des Mangas veröffentlicht worden sind.


Bilder

Sebastian Michaelis ist ein teuflisch guter Butler

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©https://www.giga.de/spiele/nippon-nation/specials/nippon-nation-kuroshitsuji-book-of-circus-warum-nicht-gleich-so/

Ciel Phantomhive mit seinem persönlichen Butler Sebastian

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©https://wallhere.com/en/wallpaper/180242

Sebastian kümmert sich um das Tafelbesteck – wenn auch etwas anders als gewohnt

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©https://www.giga.de/filme/anime-awesome/specials/anime-awesome-black-butler-teuflisch-gut/

Im Phantomhive Anwesen herrscht auch das Alltagsleben

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©https://shonakid.de/black-butler-briten-und-daemonische-butler-ab-sofort-bei-netflix/

Sebastian Michaelis versteht sich gut mit Tieren

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©https://draculascave.co/2014/09/12/review-black-butler-book-of-circus/

Ciel und Sebastian sind nicht allein.
Hier zu sehen: Die Angestellten aus dem Phantomhive Anwesen

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©http://2.bp.blogspot.com/-w_yTzeBbz48/VU5wSWUwOrI/AAAAAAAAAZs/RggABt0X8hk/s1600/phantomhiveservants1.jpg

 

„Durch die Wand“ (2017)

Genre:   Dokumentation

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Lissa meint - Ausgezeichnet

„Beeindruckende Dokumentation über den Profi-Kletterer Tommy Caldwell und seiner bisher schwierigsten Herausforderung.

Tommy möchte die Steilwand (in engl.  die The Dawn Wall) auf den El Capitan im amerikanischen Nationalpark Yosemite erklingen. Zusammen mit seinem Freund Kevin Jorgeson absolvierte er für den Aufstieg ein 6 Jahre langes Training.

Diese Dokumentation lässt uns als Zuschauer einen Einblick in Tommys Leben bekommen. Von den Anfängen seiner Kletter-Leidenschaft, bis hin zu seiner größten Herausforderung „The Dawn Wall“.

Wir bekommen faszinierende Bilder gezeigt, in denen wir miterleben können, wie Tommy und Kevin die steile Wand bezwingen. Von Verzweiflung oder der Übernachten in einem Biwak auf 500 Metern Höhe, bis hin zu großen Erfolgen, wie z.B. das Erklimmen einer sehr steilen waagerechten Kletterpassage. In dieser Doku erhalten wir alles was unser Abenteuer-Herz begehrt.

In Durch die Wand fiebern wir ab den ersten Metern des El Capitan mit bis hin zu den letzten 1000 Höhenmetern. Keine Zeit für Langeweile!

Ich kann jeden Adrenalin-Junkie oder auch einfach nur jeden Abenteurer unter euch den Film mit guten Gewissen empfehlen!“   (27.08.2019)

Beschreibung

Tommy Caldwell ist ein Profi-Kletter der bereits viele fast unüberwindbare Wände bezwungen hat. In Durch die Wand wagt er sich zusammen mit seinem Freund Kevin Jorgeson an die fast 1000 Meter hohe Steilwand des El Capitan im nordamerikanischen Nationalpark.

Josh Lowell und Peter Mortimer übernahmen die Regie zu diesem abenteuerreichen Dokumentationsfilm. Beide kennen sich mit der Materie des Bergsteigens sehr gut aus, da sie seit Jahren auch erfahrene Bergsteiger sind.

Die Bildgestaltung übernahm Brett Lowell. Die Dokumentation ist eine österreichische Produktion, die von Red Bull Media House zusammen mit Sender Films produziert worden ist.

Der Dokumentarfilm Durch die Wand (im englischen „The Dawn Wall“) hat eine Spielzeit von über 100 Minuten und wird für die deutschen Zuschauer mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die Dokumentation könnt ihr u.a. auf der Online-Streaming-Plattform Netflix  anschauen.

Das ganze Kletterspektakel dauerte ganze 19-Tage an und wurde weltweit von den Medien verfolgt. Die New York Times, Ellen DeGeneres aber auch der damalige US Präsident Obama feierten den überragenden Erfolg der beiden Athleten.

Nach der Produktion des Films im Jahre 2017 brachte Tommy Caldwell eine Autobiographie heraus mit dem Namen Tommy Caldwell: The Push: A Climber’s Journey of Endurance, Risk, and Going Beyond Limits.


Bilder

Tommy Caldwell vs. „The Dawn Wall“

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©Red Bull Media

Kevin Jorgeson versucht sich an den für ihn bisher schwierigsten Abschnitt, den „Pitch 15“

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©Red Bull Media

Beeindruckende Bilder durch den Dokumentationsfilm „Durch die Wand“

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©Red Bull Media

Tommy Caldwell nutzt jeden noch so kleinen Spalt zum klettern

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©https://www.kinokalender.com/film13144_durch-die-wand.html

Tommy’s und Kevin’s Kletterpassage wurde gründlichst geplant

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©https://www.nytimes.com/interactive/2015/01/09/sports/the-dawn-wall-el-capitan.html

Schlafen in 500, 600 oder 700 Höhenmetern? Ganz einfach, mit einem sog. Biwak.

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©https://www.latimes.com/entertainment/movies/la-et-mn-capsule-the-dawn-wall-review-20180913-story.html

 

„Toy Story 4“ (2019)

Genre: Animation

  • 8.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Der neueste Pixar-Film bietet großartige Unterhaltung durch die richtige Portion Humor und einer herzlichen Geschichte mit nur winzigen Makeln.
„Toy Story 4“ ist eine würdige Fortsetzung die sich auf die Stärken des Franchise besinnt und dennoch frischen Wind hinein bringt.

 

Autorenwertungen


Jayes meint Ausgezeichnet

„Der neue Pixar-Streich „Toy Story 4“ (sinnfreier dt. Titel „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando“) wurde von schlechten Vorzeichen überschattet.
Pixar Führungskraft John Lasseter, kreativer Kopf und Drehbuchautor der ersten drei
Toy Story“-Filme, der außerdem den Regieposten in Teil 1 und 2 inne hatte, verließ infolge von #MeToo im Jahr 2018 das Animationsstudio Pixar.

„Toy Story 4“ Regisseur Josh Cooley sagte laut Spiegel Informationen, dass es bereits im Jahr 2015 der Plan war, gemeinsam mit Lasseter Regie zu führen, dieser jedoch aufgrund von Zeitmangel 2016 den Regieposten vollständig an ihn abgab. Also nahm Cooley das Zepter alleine in die Hand.[1]

Geschadet hat das „Toy Story 4“ glücklicherweise nicht. Der Film zeigt abermals auf welch hohem Niveau die Pixar Studios ihre Filme produzieren. Die Animationsschmiede mit über 1600 Mitarbeitern aus dem sonnigen Kalifornien, kreiert mit „Toy Story 4“ abermals eine herzliche, witzige und auch Werte vermittelnde Geschichte für große und kleine Zuschauer.

Die „Toy Story“ Lizenz ist besonders wichtig für das Studio. Schließlich handelte es sich im Jahr 1995 mit „Toy Story“ nicht nur um das Erstlingswerk des Studios, sondern auch um den ersten vollständig computeranimierten Langfilm für das Kino überhaupt.[2]

Mit „Toy Story 4“ wird die wichtige Marke von Pixar auch für Fans der ersten Stunde zufriedenstellend weitergeführt und wagt sich storytechnisch letztendlich sogar an gravierende Veränderungen in Bezug auf Hauptcharakter und Sheriff Woody und seine Spielzeug-Gang.

Auch wenn es „Toy Story 4″ ein wenig an Subtanz in der Dichte seiner Geschichte, und damit an Ausdrucksstärke mangelt, ist er eine würdige Fortsetzung, die sich auf die Stärken des Franchise besinnt und dennoch frischen Wind hinein bringt.“   (23.08.2019)


Lissa meint Herausragend

Sagt Hallo zu Forky, unserem sprechenden Löffel oder ist er doch eine Gabel?

Im neuen „Toy Story“-Film aus dem Hause Pixar durften wir wieder feinste Qualität erleben. Wir wurden großartig unterhalten. Ob durch neue Charaktere wie unseren Göffel oder durch wiederkehrende altbekannte Freunde.
Ja, der neue Pixar-Film ist wieder was besonderes. Hier stimmt einfach alles. Der Humor lässt nichts zu wünschen übrig und auch die Handlung erweist sich als sehr frisch und neu. Ich kann hier kaum etwas bemängeln.

Dennoch vergebe ich nur 9/10 Punkte, aufgrund eines sich sehr lang ziehenden Abschnitts im Film. „Toy Story 4“ gehört immer noch zu den beliebtesten Animationsfilmen und hat sich seinen Platz auf dem Thron nur zu sehr verdient.

Daumen hoch für unseren Woody!“   (23.08.2019)


Beschreibung

„Toy Story 4“ (dt. Titel „A Toy Story: Alles hört auf kein Kommando) ist ein Computeranimierter Trickfilm der Pixar Animation Studios aus dem Jahr 2019.

Im inzwischen vierten Teil der Toy-Story-Reihe geht es erneut um die bekannten Spielzeuge Woddy, Buzz und Co.
Als die kleine Bonnie aus der Vorschule ein neues selbst gebasteltes Spielzeug namens „Forky“ mit nach Hause bringt, versucht Woody die anderen Spielzeuge von dessen Wichtigkeit für Bonnie zu überzeugen. Im darauf folgenden Familienausflug geht der „Göffel“ Forky verloren. Woody und die anderen Spielzeuge versuchen ihn mit aller Kraft wiederzufinden und geraten dabei mit der Puppe Gabby aus einem Antiquitätengeschäft in Konflikt.

Regie führte Josh Cooley. Ursprünglich sollte dieser zusammen mit John Lasseter Regie führen. Bereits im Jahre 2016 soll Lasseter jedoch aufgrund von Zeitmangel den Regieposten komplett an Cooley abgegeben haben.[3]

Das Drehbuch schrieben Stephany Folsom und Andrew Stanton.

Die Musik stammt von Randy Newman, der bereits für alle drei Vorgängerfilme die Musik schrieb.

Der bekannte Toy-Story-Song „Du hast ‚en Freund in mir“ (in der deutschen Variante geschrieben und gesungen von Klaus Klage), ist auch in der deutschen Version des Filmes nur auf Englisch zu hören.
Der Song „I Can’t Let You Throw Yourself Away“ hingegen wurde ins deutsche übersetzt.

Der Film ist bereits nach wenigen Monaten mit einem weltweiten Einspielergebnis von ca. 1 Mrd. US-Dollar kommerziell sehr erfolgreich.[4]


Bilder

Alte Bekannte. In „Toy Story 4“ treffen wir erneut auf Woody und seine Freunde

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©The Walt Disney Company Germany GmbH

Nicht alle sind vom Neuzugang „Forky“ so überzeugt wie Woody

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©The Walt Disney Company Germany GmbH

Porzelinchen spielt eine tragende Rolle im neuen Film

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©The Walt Disney Company Germany GmbH

Flauschiger Neuzugang: Bunny und Ducky sorgen für Lacher

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©The Walt Disney Company Germany GmbH

Die Antagonistin Gabby hat es auf Sheriff Woody abgesehen

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©The Walt Disney Company Germany GmbH

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©The Walt Disney Company Germany GmbH

„Tokyo Ghoul“ (2014 – …)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Tokyo Ghoul ist eine Manga-Adaption die im Jahr 2014 das erste mal im japanischen TV und im Folgejahr im deutschen TV ausgestrahlt wurde.

Der Anime befasst sich mit dem Thema des Zwiespalts. Ken Kaneki ist Halb Mensch und Halb Ghul. Erst dadurch lernt er die Welt der Ghule kennen. Was sich daraus ergibt sind spannende und beeindruckende Anime Episoden.

Mehr über den Hintergrund von Ken Kanekis Geschichte, sowie zur Produktion des Animes, erfahrt ihr in unserem Review.

Genre: Anime

Autor: Lissa

Verfasst: 15.08.2019

Wertung


Der Inbegriff übertriebener Gewalt

Japaner sind schon ein ganz besonderes Volk. Das tolle Land Japan bringt uns abermalig einen der beliebtesten Anime Intros auf unseren Fernseher. Bekanntermaßen mit dem Opening aus Staffel eins von Tokyo Ghoul und zwar mit „Unravel“ von „Toru Kitajima“ aus „Ling tosite sigure“.

Falls der Song für euch Neuland ist, hier ein Einblick für eure Ohren. Hier gehts zum Lied „Unravel“ von „Tk from ling tosite sigure“.

Mit Tokyo Ghoul erhalten wir wieder einen Anime, der in die Geschichte ein geht. Die Handlung über die übernatürlichen Ghule in der Welt der Menschen ist düster, spannend aber auch lustig zugleich.

Basierend auf der Manga-Reihe im Jahr 2011 von „Sui Ishida“, hat „Studio Pierrot“ im Jahr 2014 eine Animeserie mit dem Namen „Tokyo Ghoul“ für die erste Staffel, „Tokyo Ghoul Root A“ für die zweite Staffel und „Tokyo Ghoul:re“ für die dritte Staffel produziert.
Der Anime umfasst bisher ganze 48 Episoden in 3 Staffeln. Der Publisher KAZE Anime hat sich die Rechte für dieses Franchise gesichert und brachte im deutschsprachigen Raum mit Tokyo Ghoul im Jahr 2015 die ersten Blu-rays auf den Markt. Die Manga- sowie Animeserie wurde ein großer Erfolg. Es folgten OVA’s, ein Kinofilm (ein zweiter ist bereits in Planung), sowie ein paar Videospiele.

Mit unserem Review wollen wir euch einen Einblick in die Welt der Ghule präsentieren.


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https://comicbook.com/anime/2019/08/25/attack-on-titan-chapter-120-easter-egg-school-caste/

Halb Mensch, Halb Ghul

Ken Kaneki ist ein normaler Student, der eines Tages auf eine junge Frau Namens Liz trifft. Er weiß in dem Moment nur noch nicht, dass sie sein Leben für immer verändern wird. Nichtsahnend, was hinter ihrem Wesen steckt, hat er sich mit ihr verabredet. An diesem Abend offenbarte sie ihm ihre wahre Gestalt.

Achtung Spoiler! (verrät wesentliche Teile der Handlung)

In einer abgelegenen Gasse bekannte sie sich zum Ghul und erklärte ihm, dass sie ihren Hunger durch ihn stillen möchte. Daraufhin beißt sie ihm in die Schulter und bereitete sich darauf vor, ihn zu essen. Doch aus dem Nichts, fallen plötzlich Metallstangen vom Himmel auf beide herab. Doch nur Ken überlebte.

Im Krankenhaus aufgewacht, konnte er sich nicht erklären was geschehen ist. Kurz daraufhin fielen ihm einige Veränderungen an ihm selbst auf. Zum einen ist es ihm nicht mehr möglich was normales zu essen. Nach jedem Bissen, egal um welches Gericht es sich handelt, muss er sich übergeben. Sein Körper kann nichts normales zu sich nehmen. Stück für Stück wurde ihm klar, was aus ihm geworden ist. Er verstand, dass er kein normaler Mensch mehr war. Ken’s Vergangenheit bestand darin, menschlich zu sein. Doch nun ist er zum Halb-Ghul geworden. Für ihn bricht eine Welt zusammen. Wie soll er damit umgehen? Ein Mensch, verhält sich normal. Ein Mensch isst normal. Nun, als Ghul jedoch verändern sich diese Dinge drastisch. Ghule wollen essen, und das auf eine unmenschliche Art.

Der Zwiespalt zwischen Mensch-Sein und Ghul-Sein, zerreißt unseren Protagonisten entzwei. Kann Ken damit umgehen als Ghul zu leben? Wird es sich für einer der beiden Seiten entscheiden? Als Ken am Boden der Verzweiflung ankam, wurde er von Ghulen aufgenommen. Die Ghule arbeiten in einem Cafe namens „Cafe Antik“. Ihre wahre Identität bleibt für normale Bürger verborgen. Dort versuchen sie Ken beizubringen, wie er mit seinem Ghul-Leben auf der Erde zurecht kommen kann. Das ist der Beginn von Ken Kaneki als Halb-Mensch, Halb Ghul.

Tokyo Ghoul ist extrem düster, welches uns beim anschauen die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Die Geschichte hinter Ken Kaneki zieht unsere ganze Aufmerksamkeit an sich. Wir wollen erfahren warum Ken Kaneki ein Halb-Ghul ist. Wir wollen auch erfahren was es mit den Ghulen auf der Erde auf sich hat.


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https://kamesanimekram.jimdo.com/animelyse/tokyo-ghoul-staffel-1-2/

Synchronisation

Die deutsche Synchronisation ist von „Studio VSI Berlin GmbH“ produziert worden. Toka Kirishima, wurde von „Sarah Alles“ gesprochen. Sarah hatte bereits verschiedene Synchronisationen hinter sich. Unter anderem bei Isao Takahats Ghibli-Film „Die Legende der Prinzessin Kaguya“.

Ken Kaneki wird von Ricardo Richter vertont. Ricardo hatte bereits mehrere Synchronstimmen in verschiedenen Animeserien und ist darin sehr geübt. Uns hat die deutsche Synchronfassung sehr gut gefallen. Sie passt zum Anime wie die Faust aufs Auge.


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https://www.anime-on-demand.de/anime/124

Ken mal anders

Die zweite Staffel Tokyo Ghoul Root A haben wir als etwas schwächer empfunden, weshalb wir auch einen Punkt abziehen mussten. Während in der ersten Staffel Ken und seine Freunde aus dem Cafe Antik im Mittelpunkt standen, ist in der zweiten Staffel mehr der Kernpunkt die CCG (Commision of Counter Ghoul). Sehr schade, denn wir fanden genau die Entwicklung aus der ersten Staffel so besonders reizvoll. Ein Mensch der versucht mit seinem halben Ghul-Dasein zurecht zu kommen.

Zur Vorgeschichte Tokyo Ghoul: JACK, sowie der dritten Staffel Tokyo Ghoul:re können wir zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen.

Auch Netflix ist im Anime-Fieber und bietet derzeit die ersten beiden Staffeln des Erfolgs-Anime! Wer also einen Netflix-Account besitzt und sich nicht sicher ist, ob ein Kauf der Blu-ray sinnvoll ist, kann sich die beiden Staffeln erstmals auf der Online-Streaming-Plattform ansehen.


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https://wallhere.com/de/wallpaper/29112

Fazit
Leider hat die zweite Staffel etwas nachgelassen, weshalb wir auch nur eine 8/10 vergeben möchten. Nichtsdestotrotz, haben wir mit Tokyo Ghoul einen herausragenden Anime der nicht nur was für das jüngere Publikum ist. Wir haben noch eine dritte Staffel dir wir uns nicht entgehen lassen wollen. Ken Kaneki ist noch lange nicht am Ziel angelangt.

Kein Anime Fan sollte sich diesen Anime entgehen lassen!Das wohl prägnanteste Merkmal von Tokyo Ghoul ist für uns Kens Verwandlung.

Der Zwiespalt eines Menschen, der zum Ghul heranwächst und sich für eine der beiden Seiten entscheiden muss.
Mehr als Sehenswert!


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„Attack on Titan“ (2013, 2017 – …)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

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Genre: Anime

Autor: Lissa

Verfasst am: 15.08.2019

Wertung:     


„Seid ihr das Essen, nein wir sind die Jäger!“

Attack on Titan (jap. Shingeki no Kyojin) ist ein Anime aus einer Manga-Adaption des japanischen Mangaka Hajime Isayama. Der Manga wurde September 2009 in mehrere Einzelkapitel verfasst, die monatlich im „Bessatsu Shonen Magazin“ erschienen sind. Bisher umfasst der Manga 29 Sammelbände.

Der Anime Attack on Titan lief das erste mal im September 2013 im japanischen TV. Für den deutschsprachigen Raum hat sich der Anime Publisher „KAZE“ die Rechte im Jahr 2014 gesichert. Die Animeserie erschien jedoch erst Oktober 2016 auf Blu-ray und ein Jahr später folgte auf Pro7 Maxx die erste Ausstrahlung im deutschen Fernsehen.

Attack on Titan wird im Genre zu Action, Fantasy und Horror eingeordnet. Letzteres auf Grund der schonungslosen Brutalität im Anime.  Mehr dazu später im Review.


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http://hintergrundbild.org/attack-on-titan-wallpapers

Die Geschichte hinter den Titanen

Der Angriff auf die Titanen spielt in einer Altstadt im Stile Deutschlands. Die Menschen leben verbarrikadiert innerhalb verschiedenen Mauern (Maria, Rose und Sina) um sich so vor den Titanen zu schützen. Klingt alles außergewöhnlich. Das ist es auch! Die Menschheit ist sich nicht bewusst, wieso hinter den alten Mauern Titanen leben. Sie wissen nur, dass sie überleben müssen um die Menschheit zu retten. Denn, wer auf einen Titanen trifft, der steht sofort auf der Spitze des Speiseplans und wird zugleich zum Mittagessen der Riesen. Die Titanen fressen zu gern Menschen.

Es gibt zudem verschiedene Arten von Titanen. Dazu zählen die kleineren 3 Meter Titanen bis hin zu den 15 Meter Titanen, die so verhältnismäßig groß sind, wie eine der Mauern, welche die Menschheit nach außen hin schützt. Auf Grund der Größe ist ein Kampf gegen die Titanen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Unsere jungen Helden aus dem Aufklärungstrupp, besitzen einen sogenannten 3D-Manöver-Apparat um sich flink wie ein Vogel durch die Lüfte bewegen zu können. Somit sind sie den Titanen nicht ganz ausgeliefert. Die Kunst der Verwendung  solcher 3D-Manöver-Apparate ist denjenigen untersagt, die sich nicht in den ersten Trainingstagen beim Militär beweisen konnten.

Zu unseren Helden gehört Eren Jäger. Er hat sich in den Kopf gesetzt, jeden einzelnen Titanen zu erledigen – Ohne Ausnahme. Seine Freundin Mikasa Ackermann ist in allen Disziplinen des Militärs die Beste. Sie versucht nicht von Erens Seite zu weichen und ihn immer zu beschützen. Zum Dreiergespann gehört noch der junge Armin Arlert. Er ist Erens und Mikasas bester Freund beim Aufklärungstrupp. Er dient dem Aufklärungstrupp mit seinem Verstand und taktischen Denken. Körperlich jedoch ist er eher schwach und hält sich bei Kämpfen des Aufklärungstrupps eher im Hintergrund.

Im Mittelpunkt stehen die drei Charaktere, jedoch gibt es weitere wichtige Charaktere die u.a. zum Militär (Aufklärungstrupp, Mauergarnison und Militärpolizei) gehören und mit Eren, Mikasa und Armin zusammen gegen die Titanen kämpfen.


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https://animania.de/news/kaze-anime-nights-2018-attack-on-titan-anime-movie-3/

Musik von Hiroyuki Sawano

„Seid ihr das Essen, nein wir sind die Jäger!“. Mit dem ersten Anime Opening zu Attack on Titan wird uns feinste J-Rock Musik präsentiert. Mit einem Mix aus deutschen Chor-Elementen, werden unsere Ohren verwöhnt. Selbst die Intro Musik hat deutsche Texte. Unglaublich, aber wahr! Das erste Opening verwendet die Musik von „Linked Horizon“. Auch in der zweiten Staffel hat „Linked Horizon“ das Intro vorgegeben und auch dieses Opening ist ein ganzer Ohrwurm.

Die Single zum ersten Opening „Jiyū e no Shingeki“ war so beliebt in Japan, dass es bereits nach Veröffentlichung im Jahre 2013 die meistverkaufte Anime-Single war. Musikalisch fehlt dem Anime kein Element. Jede Actionszene ist passend mit Musik untermalt und lässt unser Adrenalin in jeder Actionszene kontinuierlich in die Höhe steigen. Wir sind mehr als nur begeistert!


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https://animania.de/news/anime/anime-deutschland/attack-on-titan-release-start-am-28-oktober/

Synchronisation

Ein sehr großes Thema in der Anime-Produktion ist die Synchronisation. Im deutschen Raum ist es gang und gäbe. In Hollywoodfilmen beispielsweise wird sehr großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Synchronisation gelegt. In den vergangenen Jahren ist dies auch bei den Anime-Produktionen immer beliebter geworden.

Bei Attack on Titan haben wir solch eine hochwertige und qualitativ überragende Synchronisation erhalten. Mit Sprechern wie Max Felder (spricht Eren Jäger) der bekannt ist durch die deutsche Stimme von Rupert Grint aus Harry Potter oder Taylor Lautner aus Twilight. Keine Zweifel, eine der wohl bekanntesten Stimmen bei Attack on Titan ist die von Levi. Er wird von Florian Halm gesprochen. Florian ist die Stimme von Collin Farrell oder Jude Law. Hier passt alles. Und die deutschen Fans dürfen sich freuen.  Der Anime Publisher „KAZE“ hat dieses mal doch gute Arbeit geleistet.
Die Synchronisation ist einfach überragend gut!


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https://comicbook.com/anime/2019/05/16/attack-on-titan-anime-season-3-episodes-4-5-6-7

Brutal und erbarmungslos

Wir hatten zu Beginn des Review kurz angemerkt, dass die Brutalität im Anime nichts für schwache Nerven ist. Was wir als Zuschauer zuerst nicht erwartet haben, überraschte uns im Verlauf der Handlung dann doch sehr.

Die Geschichte zerreißt unser Herz mit einem tiefen Schmerz. Wir wissen nicht was und wann wieder etwas passieren wird. Ob ein Titan einen Menschen den Kopf abbeißt oder in einem Kampf einen Menschen einfach wie eine kleine Ameise „zerdrückt“. Dieser Anime lässt von nichts locker. Brutal und düster inszeniert, wirkt der Anime für uns fast wie ein Stück Horrorgeschichte, der erbarmungslos ist und vor nichts zurückschreckt.


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https://www.inverse.com/article/30048-9-horrifying-attack-on-titan-deaths

Der Hunger nach mehr

Neben dem original Manga wurde ein Spin-Off in Manga-Form mit dem Titel „Attack on Titan: Junior High“ herausgebracht. In diesem ist die Geschichte von Eren Jäger und den Titanen als Schulalltagsleben dargestellt. Die Geschichte wird parodiert und ist im Chibi-Stil gezeichnet worden. Zudem erhalten Fans die Möglichkeit neben den ersten drei Staffeln der Serie, einige OVA’s  (Orinal Video Animation) anzusehen. Leider gibt es diese jedoch nur auf DVD.  Da sich die Animeserie und die Mangas bei Fans großer Beliebtheit erfreuten, bekam das Franchise seine eigenen Kinofilme. Inhaltlich bieten die Kinofilme nichts Neues. Die komplette Handlung der bisher drei Staffeln wurden in den Kinofilmen übernommen. Bisher sind drei Kinofilme veröffentlicht worden.

Zu guter Letzt wollen wir euch nicht die Live-Action-Movies vorenthalten. Im Jahr 2015 erschien erstmals nur in Japan ein Live-Action-Movie des Franchise . Er erreichte sogar Platz 1 der japanischen Kinocharts. Der Erfolg hörte nicht auf und ein zweiter Live-Action Film im selben Jahr folgte. Dank „Eye See Movies“ wurden beide Filme in Deutschland lizenziert und im September 2016 in über 100 verschiedenen Kinos deutschlandweit gezeigt.

Werde ein Teil des Aufklärungstrupps! Selbst für Gamer lässt der Kampf der Titanen nichts übrig. Es gibt zwei Videospiele die für die PlayStation 4 und Xbox One (2016, 2018) in den Handel gekommen sind. In beiden Spielen ist es dem Spieler möglich, die komplette Handlung der ersten beiden Staffeln nachzuspielen.


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https://www.giga.de/spiele/attack-on-titan-wings-of-freedom/news/attack-on-titan-anime-hit-kehrt-zurueck-und-kommt-nach-deutschland/

Fazit
Die Geschichte um Eren Jäger und seinen Kameraden fesselte uns als Zuschauer ab der ersten Folge. Selbst beim zweiten Durchgang verfällt diese Intensität nicht. Wer aber einen normalen Anime erwartet wird hier enttäuscht sein . Oder doch begeistert? Für uns war es letzteres. Der Stil hat uns sehr gut gefallen. Die Kämpfe zwischen den Titanen zogen uns gefühlt immer direkt mit in den Kampf.

Es ist alles so perfekt inszeniert. Zudem lässt die Brutalität im Anime uns mit Gänsehaut zurück . Der Anime haut uns mit seinen Gewaltszenen radikal aus den Socken. Wieso vergeben wir dann nur eine 9/10? Die Geschichte hat sich in einem Punkt wesentlich verändert, was wir als negativ empfunden haben und somit einen Punkt abziehen mussten. Das stört den Anime jedoch nicht. Keinesfalls ist er eine Sensation!

Wir für unseren Teil freuen uns sehr auf weitere Staffeln und können es kaum abwarten die zweite und die dritte Staffel zwischen dem Kampf der Menschen und den menschenfressenden monströsen Titanen anzusehen. Wir sind die Jäger!

Klarer Anime-Tipp!


   Weitere Wertungen


Jayes meint →   Herausragend

„Die Anime-Umsetzung des erfolgreichen Manga „Attack on Titan“ von Hajime Isayama ist zweifelsohne eine Ausnahmeserie.

Durch die schonungslose Gewaltdarstellung und Brutalität im Kampf gegen die Titanen, vermittelt der Anime dem Zuschauer die nötige Ernsthaftigkeit, um die missliche Lage der Menschheit nachzuvollziehen.

Eine originelle und ungewöhnliche Story in ihrer komplexen Welt, sowie gut geschriebene Charaktere mit besonderer Ausstrahlung, machen „Attack on Titan“ zum absoluten Pflichtanime.“   (11.08.2019)


Beschreibung

“Attack on Titan” ist die Anime-Adaption des gleichnamigen Manga von Hajime Isayama.

Im Jahr 2013 erschien die erste Staffel mit 25 Episoden. Seit 2017 wird der Anime fortgesetzt.

In “Attack on Titan” geht es um den Konflikt zwischen der Menschheit und den sogenannten “Titanen”. Während sich die Menschen hinter drei Mauern (Maria, Rose und Sina) versteckt halten, versucht die Rasse der Titanen immer wieder diese zu durchbrechen.

Der Hauptprotagonist Eren Jäger hat sich zum Ziel gesetzt, als Mitglied des sogenannten “Aufklärungstrupps” die Titanen auszurotten. Der Aufklärungstrupp steht an vorderster Front und kundschaftet das Gebiet außerhalb der Mauern aus.

“Attack on Titan” wird vom japanischen “Wit Studio” produziert. Die Serie stellt das Debüt für das Studio dar.

In Deutschland wurde der Anime vom Publisher Kazé lizensiert und unter anderem auf Blu-ray veröffentlicht.


Bilder

Im Ausbildungscamp werden die Neuankömmlinge vorbereitet

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©FUNimation Entertainment

Eren Jäger im Kampf für den Aufklärungstrupp

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Die drei Mauern welche die Menschheit abschotten sollen: Maria, Rose und Sina

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©FUNimation Entertainment

Jäger im Kampf gegen einen Titanen der 60m Klasse

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Attack on Titan” macht selten Gefangene

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„Red Dead Redemption 2“ (2018)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

600 Mio. Dollar Entwicklungskosten, 8 Jahre Entwicklungszeit, 300.000 Animationen, 500.000 Dialogzeilen, 1.200 Schauspieler.

Der Stapel von Script-Seiten ist laut Autor Dan Houser 2,5m hoch. Allein die Hauptstory umfasst 2.000 Seiten.

725 Mio US-Dollar Umsatz, allein innerhalb des Startwochenendes und damit in diesem Zeitraum das erfolgreichste Werk, in der Geschichte der Unterhaltungsmedien!

Eins steht fest – Entwicklerstudio Rockstar hat mit dem zweiten Teil der Western-Reihe „Read Dead Redemption“ in Sachen Aufwand und Umfang, einen Meilenstein der Videospielgeschichte kreiert.

Mehr über Inszenierung, die unglaubliche Detaildichte aber auch, warum „Red Dead Redemption 2“ kein makelloses Spiel geworden ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Genre: Action-Adventure, Open World, Western

Autor: Jayes

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 02.04.2019

Wertung:  


Endlich!

Nach dem ersten überragenden „Red Dead Redemption“ aus dem Jahr 2010, erschien nun endlich, der von Spielern auf der ganzen Welt sehnsüchtig erwartete zweite Teil des Westernepos.
Im Gegensatz zu anderen Spieleserien, die jedes Jahr einen Titel des Franchise XY veröffentlichen, hat Rockstar Games enorme Ressourcen, 600 Mio. Dollar Entwicklungskosten und eine Entwicklungszeit von ganzen acht Jahren in das Open-World-Spiel fließen lassen.

Kein Wunder also, dass die Hype-Dampflock unaufhaltsam die Spielewelt erfasste und mitriss. Beinahe als Feiertag mutete dieser Freitag der 26. Oktober 2018 an, bei dem Händler wie Media Markt zum Mekka der Spielewelt avancierten, und RDR-Jünger aus ganz Deutschland mit einem Exemplar vor dem Laden standen.

Was der heiß ersehnte Titel jedoch wirklich zu bieten hat, und ob er nicht vom Hype verschlungen wird, erfahrt ihr im Folgenden.


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https://www.reddit.com/r/reddeadredemption/comments/879kts/rdr2_hype_train_arrives_26th_october_2018_on_a/

Modernste Inszenierung

Bei der filmischen Inszenierung hat Rockstar im Vergleich zu vergangenen Spielen, noch eine ganze Schippe draufgelegt. Zu Beginn fällt sofort auf, dass sich RDR2 an modernen Standards orientiert, wie man sie von „The Witcher 3 – Wild Hunt“ (2015) oder der Action-Adventure-Reihe „Uncharted“ kennt.
Die Kamera wird häufig automatisch passend in Szene gesetzt. Die Übergänge von Zwischensequenzen in das Gameplay und umgekehrt sind fließend und nahtlos.

Sofort von Beginn an, schafft das Storytelling trotz geschickt eingebetteten Turorials eine enorme Tiefe. Wir verschmelzen mit unserem Charakter, dem Gameplay, der Umwelt und den Zwischensequenzen.


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https://www.digitaltrends.com/game-reviews/red-dead-redemption-2-review/

Detailreichtum

Mit was RDR2 in Sachen Detailreichtum aufwartet, ist, so muss man es wirklich ausdrücken, das hochwertigste, was es im Bereich der Videospiele jemals gab.
Bei der wunderschön gestalteten Natur die sich offenbart, wenn wir mit unserem Pferd durch die Wälder reiten, begleitet von kleinen Eichhörnchen die am Wegesrand umher laufen, kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Jedes Fleckchen Erde, jeder Grashalm scheint am richtigen Ort zu sein. Jedes noch so kleine Detail scheint enthalten.

200 (!) verschiedene Tierarten lassen sich in der Spielwelt nicht nur finden, sondern sogar jagen und vewerten. Felle, Geweihe, Federn und vieles mehr. Doch Vorsicht bei der Jagd! Die Tiere riechen uns, so dass es ratsam ist, gegen die Windrichtung zu jagen.


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https://twinfinite.net/2018/10/red-dead-redemption-2-sell-animals-how/

Aber auch an ganz anderen, einfacheren Dingen, fallen die Feinheiten auf. Schießt dem Protagonisten Arthur Morgan, etwa Western-Stilecht ein Bösewicht den Hut vom Kopf, und wir heben diesen nicht wieder auf, laufen wir anschließend ohne Hut durch die Gegend, bis wir einen neuen ausrüsten.

Nach Wiederaufnahme des Spiels, lehnt Arthur lässig an einem Balken oder sitzt entspannt am Flussufer, bis man die Steuerung bewegt. Als würden die Entwickler uns sagen wollen, diese Welt bleibt lebendig, selbst wenn du die Konsole ausschaltest.

Arthur ist feinfühlig für Temperatur. Wird es zu warm, führt dies dazu, dass wir schneller Ausdauer verlieren. An die jeweiligen Klimazonen angepasste Kleidung ist also ratsam. Je besser die Bindung zu unserem Pferd, desto größer kann die Entfernung sein, aus der wir es herpfeifen können.
Oder nehmen wir den Klassiker: Die Hoden der Pferde ziehen sich zusammen, wenn sie in kalten Gefilden unterwegs sind.

Man könnte diese Liste der kleinen Feinheiten beinahe endlos fortführen. Rockstar Games scheint sich selbst den Anspruch der Perfektion auferlegt zu haben, denn anders ist dieses Dead Eye fürs Detail nicht zu erklären.


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https://www.haz.de/Nachrichten/Digital/Red-Dead-Redemption-2-Online-Mikrotransaktionen-werden-kommen

Die Geschichte

In RDR2 schlüpfen wir in die Rolle des Arthur Morgan, welcher ein Leben als Outlaw im wilden Westen des Jahres 1899 führt.
Als Teil der Gruppe rund um Anführer Dutch van der Linde beteiligen wir uns an Raubzügen, Überfällen oder jagen Tiere, um der Gruppe das Überleben zu ermöglichen. Dabei stehen wir zuerst im direkten Konflikt zu der konkurrierenden Odriscoll Gang, mit der wir regelmäßig aneinander geraten. Im Verlauf des Spieles tauchen immer wieder auch weitere Widersacher auf.
Arthur ist im mittleren Alter und seine bewegte Vergangenheit gemeinsam mit Gruppenanführer Dutch und den anderen Mitgliedern der Gang wird manches mal thematisiert.

Teil der Gruppe ist auch der legendäre John Marston, den man noch in RDR1 verkörperte. In verschiedensten Haupt- und Nebenmissionen spielen und erleben wir die Geschichte rund um Arthur Morgan.


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https://www.heise.de/newsticker/meldung/Red-Dead-Redemption-2-Rockstar-zieht-gegen-Pinkerton-vor-Gericht-4275868.html

Lokalisierung

Wie man es von Rockstar Games bereits seit jeher gewohnt ist, gibt es auch bei RDR2 keine deutsche Vertonung, sondern nur die englische Sprachausgabe mit diversen Untertiteln. Warum dies so ist bleibt fraglich.
Kostengründe scheinen bei dem Budget von Rockstar Games weniger das Problem zu sein, als die Authenzität, auf die das Studio bekanntlich enormen Wert legt. Möglicherweise möchte man nicht riskieren, dass eine anderssprachige Vertonung die Qualität des Spiels mindert, weil sie möglicherweise schlecht umgesetzt wird. Diese Intention, kann man sicher gut nachvollziehen.

Trotzdem fällt auch mit guten Englischkenntnissen auf, dass man mit den Augen oftmals am Untertitel klebt, und dabei das Geschehen wie bspw. schöne Landschaften oder Gesichtsanimationen untergehen. Dies wird noch dadurch begünstigt, dass in der englischen Vertonung Stilecht genuschelt wird, wodurch die Dialoge durch nicht Muttersprachler, noch schwerer zu verstehen sind. Außerdem enthält RDR2 sehr viele Dialoge, d.h. permanentes mitlesen ist gefordert, wenn man sich für Untertitel entscheidet.

Letzten Endes muss jeder selbst entscheiden welche Untertitel er wählt oder ob man diese ganz deaktiviert. Kritisch hinterfragen sollte man trotzdem, warum in einem Land wie Deutschland, wo in der Regel flächendeckend synchronisiert wird, keine deutsche Sprachausgabe möglich ist. Als positives Beispiel wäre hier Disney zu nennen, die auch außerhalb der USA, in vielen Ländern hochqualitative Sprachausgaben unter dem Banner „Disney Character Voices International“ veröffentlicht.


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https://www.gamepro.de/artikel/red-dead-redemption-2-meinung-warum-fehlende-synchronisation-nicht-schlimm-ist,3336309.html

Die Jagd

In RDR2 können wir uns als Spieler mit unzähligen Beschäftigungen aufhalten.

Ein großer und komplexer Bereich ist die Jagd, auf die wir in unserem Review ein besonderes Augenmerk legen wollen, weil sie einfach grandios umgesetzt wurde. Wenn man mehrere Stunden am Stück Tiere jagt vergisst man fast, dass RDR2 ein Western-Spiel ist. Wir fühlten uns auf unserer Jagd nach perfekten Fellen fast wie in einem vollwertigen Jagdsimulator. Das Jagdsystem ist so komplex wie nötig um tiefgehend zu sein aber nicht zu komplex, um es nach Eingewöhnung nicht zu verstehen und zu beherrschen.

Weil es total ausarten würde, das ganze System zu erklären, möchten wir einige Eckpfeiler erläutern und was uns besonders aufgefallen ist.

Wie bereits im Abschnitt „Detailreichtum“ erwähnt, gibt es in RDR2 200 verschiedene Tierarten. Darunter alles was man sich nur vorstellen kann. Von kleinen Tieren wie Einhörnchen, Hasen, Waschbären oder Schlangen, über verschiedenste Vogelarten. Bis hin zu mittelgroßen Tieren wie Wölfe, Füchse, Kojoten, Hirsche, Pumas, Alligatoren oder die großen Vertreter, darunter Bisons, Bären und Wapitis. Mir würde wohl kein Tier einfallen was es nicht im Spiel gibt außer vielleicht eine Giraffe?!

Ein großer Pluspunkt also in Sachen Vielfalt.


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https://www.reddit.com/r/reddeadredemption2/comments/9tj4p9/a_small_pose_with_a_hunt_of_a_legendary_alligator/

ALLE der 200 Tiere können in irgendeiner Form verwertet werden. Das bedeutet viele Tiere geben uns nicht nur Fell, Haut oder Federn sondern auch andere verwertbare Teile wie Hörner, Geweihe oder sogar Organe, die wir zum Upgraden unseres Lagers oder unserer Ausrüstung nutzen können. Besonders motiviert hat uns die Aussicht auf die besonderen Taschen, die hergestellt werden können, um bspw. mehr Munition, Tonika und andere Gegenstände zu verstauen. Diese sind schließlich im Verlaufe des Spiels ganz besonders nützlich.

Bei der Jagd selbst besticht RDR2 abermals mit enormer Detailtreue. Plumpes drauf los ballern wird hier nicht belohnt. Welche Munition für welche Art von Tier? Wo genau muss ich das Tier treffen? Wie vermeide ich es, dass sein Fell beschädigt wird. Liegt mein Geruch in der Windrichtung zum Tier? Laufe ich zu schnell? Wird mich gleich aus dem Nichts ein Puma reißen?

Wenn es dann geklappt hat und wir das Tier häuten, sieht man diesem Vorgang Lebensecht zu. Wenn die Haut eines 900kg Bisons beim Häuten umklappt, muss man anfangs schon schlucken. Kritiker bemängelten natürlich schnell diese realistische Darstellungsweise. Völlig unbegründet wie wir finden.

In einer Mission von RDR2 stoppt man sogar aktiv die sinnlose Tötung von Bisons und die Erhaltung der Tiere wird thematisiert. Außerdem ist wie erwähnt die Jagd immer mit einem höheren Zweck verbunden, und nie sinnlos!



RDR2 entspannt

Sowohl beim Jagen als auch bei der Erkundung der wohl größten Spielewelt die es jemals gab, können wir richtig gut entspannen. Vielen Spielern wohl ein wenig zu viel. RDR2 zeichnet sich nicht ausschließlich durch actionreiche Ballerei aus, auch wenn es im wilden Westen natürlich Schiessereien gibt. Ich habe Spieler getroffen, die das Spiel nach einer Stunde Spielzeit wieder verkauft haben, weil sie es langweilig oder langatmig fanden.

Dem Spieler wird im gesamten Laufe des Spiels, tatsächlich viel Geduld abverlangt. Weite Wege müssen mithilfe unseres treuen Rosses bewältigt werden. Eine Schnellreisefunktion gibt es zwar, sofern man dieses Upgrade später freischaltet, jedoch nicht direkt aus dem Menü, sondern nur vom Lager aus. Und auch nur zu bestimmten Orten.

Wo Anfangs noch mühselig die Spielmechaniken erlernt werden müssen, stellt sich später eine gewisse Gelassenheit ein. Wenn man das Spielsystem mit seinen Facetten verstanden hat, ergibt sich eine völlig neue Open World die erkundet werden will. Dabei kamen wir oft in ein Flow-Gefühl. Das komplexe Wettersystem, die detailgetreuen Umgebungen, oder das Jagdsystem. All das entwickelt eine enorme Sogwirkung und lies uns oft eine richtig entspannte Zeit, in dieser anderen Welt verbringen.


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https://www.spiegel.de/fotostrecke/red-dead-redemption-ii-fast-ein-meisterwerk-fotostrecke-165006.html

Der Zwiespalt

Genug der Schwärmerei. Wie Anfangs bereits erwähnt ist RDR2 leider nicht das perfekte Spiel geworden. Doch warum eigentlich?

Es gibt einige kleine aber auch größere Umstände, die es uns schwer gemacht haben, permanent Spaß am Spiel zu haben.

Zunächst einmal kann die angesprochene Ruhe und Gelassenheit des Spiels, sowohl positiv als auch negativ für das Spielempfinden sein. Zu oft hatten wir das Gefühl, wie gelähmt nicht richtig voran zu kommen und viel Zeit liegen zu lassen. Dies könnte an mehreren Faktoren liegen.

Zum einen finden wir es in einem riesigen Open-World-Spiel schon mal schlecht, wenn es keine richtige Schnellreisefunktion aus dem Menü gibt, denn diese gehört inzwischen zum Videospiel-Standard. Zum anderen fehlt manchmal der gewisse Pepp. Die ruhigen Szenen des Spiels, stehen oft nicht im Verhältnis zu den actionreichen Momenten. Es fehlt die Balance.

Interessanterweise entspricht diesem Gefühl der Schwerfälligkeit auch der Input-Lag des Spiels, also die Verzögerung von Controller-Eingabe zu Ausführung auf dem Bildschirm. Dieser soll bei RDR2 mit 11ms fast doppelt so hoch sein wie bspw. bei „Uncharted – The Lost Legacy“ (hier gehts zum Review), und sogar 11 mal so hoch wie beim First-Person-Shooter „Destiny 2“, der nur ein Input-Lag von einer Millisekunde hat.

Aber auch andere Bestandteile der Steuerung sind fragwürdig und zicken oftmals rum. Zum Beispiel, dass man beim Reiten wiederholt die X-Taste drücken muss, um sein Pferd anzutreiben, anstatt die Taste nur halten zu müssen.

Die Dreieck-Taste, die zum aufsteigen auf das Pferd gedrückt wird, ist zugleich die Taste mit der man einen NPC packt. Wir wollen also schnell aufs Pferd hopsen, und packen stattdessen den daneben stehenden Mann. Besonders spaßig ist das, wenn wir uns gerade in einer wichtigen Mission befinden, und diese deshalb unter Umständen komplett neu starten müssen.

Besonders komisch ist auch die Autospeicherfunktion. Die war für uns so undurchsichtig, das wir permanent manuell gespeichert haben, was uns immer wieder aus dem Spielgeschehen riss. Es gibt kein Symbol welches anzeigt, wenn eine Autospeicherung duchgeführt wird. Hat das Spiel jetzt gespeichert bevor oder nachdem mich ein Puma zerfetzt hat? Wann speichert es überhaupt automatisch?



Eingeschränkt im Handeln

Ein weiterer Negativkritikpunkt: das Open-World-Spiel bietet während Missionen zu wenig Freiraum. Alles ist sehr vorgeskriptet. Im Lager können wir nicht Laufen, sondern nur Gehen. Und warum kann ich nicht einfach mein Pferd neben meinem Zelt im Lager stehen lassen, mir doch egal was die anderen davon halten. Waffen im Lager sortieren? Fehlanzeige, die sind im Lager permanent ausgeblendet. Und warum werden meine Langwaffen IMMER WIEDER in den Holstern auf dem Pferd gelagert, obwohl ich sie permanent am Körper tragen will. Wie viele hunderte Male habe ich eigentlich schon meine Langwaffen inklusive Spezialmunition neu angelegt?

Wenn das Spiel der Meinung ist, das Dynamit soll mit einem Cattle-Man-Revolver zerschossen werden, tragen wir plötzlich den, anstatt unsere Volcanic-Pistole, die zuvor bewusst angelegt worden war.

Aber das perfekte Beispiel ist eine Mission, in der wir plötzlich schnell reagieren und einem Flüchtenden nachlaufen müssen. Ok, schnell Lasso raus, drauf schmeißen, dann kommt der nicht weit.
„Mission fehlgeschlagen, du darfst XY nicht töten.“
Töten? Mit dem Lasso? Wenig später wird dann klar, es ist einfach nicht erwünscht, den Mann vor einem gewissen Punkt zu fangen, und schon gar nicht per Lasso. Dann kommt nämlich etwas Storyrelevantes, für das er sich genau an diesem Punkt befinden muss. Das ist einfach schlecht und unflexibel gelöst.

Auch beim Thema Entscheidungen treffen, will nicht so recht erkennbar sein, was das Spiel erreichen will. Manchmal dürfen wir im Story-Verlauf moralische Entscheidungen treffen. In wirklich wichtigen Situationen in denen Arthur sogar in einer Zwischensequenz explizit nach seiner Meinung gefragt wird, bleiben wir aber nur Zuschauer. Insgesamt sind die Momente in denen wir uns entscheiden können sowieso sehr mager, wieso ist diese spielerische Komponente überhaupt enthalten, wenn sie gefühlt keine Auswirkung hat.

Naja los jetzt, auf zu einer Mission. Ist ziemlich weit weg, naja was solls. Nehmen wir die Schnellreisefunktion vom Lager aus. Gesagt getan, Schnellreise an den Ort der Mission. Mission ist weg. Warum? Gibts die nur zu einer bestimmten Tageszeit? Habe ich zu lange gewartet? Warum ploppt eigentlich keine Info auf, was da jetzt los ist mit dieser scheiss Mission. Naja reise ich halt schnell zurück. Ach Moment, Schnellreise geht ja nur vom Lager aus. Liebes Rockstar Team, Controller sind heutzutage nicht ganz billig!


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https://metro.co.uk/2018/10/30/how-to-fast-travel-in-red-dead-redemption-ii-8088988/

Fazit – Herausragend trotz Macken

RDR2 wird unserer Meinung nach zurecht als herausragendes Spiel und als Meilenstein der Videospielgeschichte gefeiert.

Es nahm uns mit in eine andere Welt und entwickelte enorme Sogwirkung. Es bescherte uns viele wunderbare Momente, besonders aufgrund seines nie da gewesenen Detailreichtums.

Dieses Spiel zu entwickeln, war womöglich eine der größten Leistungen zu denen ein Entwicklerteam je fähig sein wird.

Aber da ist auch die andere Seite von RDR2. Eine Seite auf der es manchmal unschön hakt. Auf der sich das Spiel Kautabakartig unnötig in die Länge zieht. Wie kann es sein das Rockstar aus diesem Mammut an Spiel, sogar noch 5 Stunden der Hauptstory gestrichen hat, und es trotzdem noch so unglaublich lange dauert, es durchzuspielen.

Letzten Endes wird eine außergewöhnliche Spielwelt und Geschichte in Erinnerung bleiben, aber auch eine Stundenfressende Pflichtaufgabe.

Trotz aller Schönen Seiten von RDR2. Es gibt einfach Momente bei denen man sich als Spieler genervt fragt: „Hättet ihr das nicht anders lösen können?“


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