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Dead Space (2008)

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©Electronic Arts | ©Visceral Games

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Das mittlerweile von Electronic Arts aufgelöste Entwicklerstudio  EA Redwood Shores (später Visceral Games) lieferte im Jahr 2008 – mit „Dead Space“ – einen beeindruckenden Horror-Shooter für PC und Konsolen ab.

Weshalb „Dead Space“ den Spielern Weltraum-Horror auf Top-Niveau liefert und welche die größte Stärke des Spiels ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Übrigens: EA hat am 22. Juli 2021 offiziell ein Remake zu „Dead Space“ angekündigt. Ist das sinnvoll oder die Entweihung eines fürchterlich guten Klassikers? Unsere bescheidene Meinung dazu findet ihr am Ende des Tests.

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Genre: Third-Person-Shooter, Survival Horror

Originaltitel: Dead Space

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio | Publisher: EA Redwood Shores (im Mai 2009 Umbenennung zu „Visceral Games“ – Schließung im Oktober 2017) | Electronic Arts

Musik: Jason Graves

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 12 Stunden (Story), ca. 20 Stunden (100%)

Sprache: Volle deutsche Lokalisierung

Plattformen: PlayStation 3, Xbox 360, PC (Stand: 23.07.2021)

Altersfreigabe: USK 18

Universum: Dead Space

Nachfolger: Dead Space 2 (2011)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Dead_Space_(Computerspiel) | https://en.wikipedia.org/wiki/Dead_Space_(video_game) | https://howlongtobeat.com/game.php?id=2333

Wertung:  

Testplattform: Xbox 360

Autor: Jannik

Verfasst am: 22.10.2019

Lesezeit: ca. 7 Minuten (Direkt zum Fazit)

Anmerkung: Dieser Test enthält Bilder die erst ab 18 Jahren freigegeben sind!

Als Isaac Clarke auf der Ishimura

In „Dead Space“ schlüpfen wir in die Rolle des Technikers und System-Ingenieurs Isaac Clarke.

Als Teil der Crew auf dem Reparaturraumschiff USG Kellion, machen wir uns in die Weiten des Weltalls auf, um die Kommunikationssysteme des interstellaren Abbauschiffs USG Ishimura wiederherzustellen.

Erst einmal an Board der Ishimura angekommen, ahnen wir noch nicht was uns erwartet. Die Besatzung scheint spurlos verschwunden. In Kontakt stehend mit der Technikspezialistin Kendra Daniels und unserem Sicherheitsoffizier und Vorgesetzten Zach Hammond, machen wir uns auf die Suche nach der Ursache.

Dabei stoßen wir auf widerwärtige sogenannte „Nekromorphs“, die uns bestialisch an den Kragen wollen. Wir wissen nicht genau was mit der Besatzung der Ishimura passierte. Fest steht: Schreckliches muss sich hier auf dem Schiff abgespielt haben.

Unsere einzige Chance zu überleben besteht darin, uns dem Grauen der Ishimura zu stellen und unter Todesfurcht Schritt für Schritt deren Systeme wieder in Gang zu setzen.


Protagonist Isaac Clarke blickt auf seine beiden Kollegen und ahnt noch nicht, was ihn erwarten wird

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Beklemmende Atmosphäre

Kommen wir gleich zur Sache: Die allergrößte Stärke von „Dead Space“ macht sich bereits zu Beginn des Spiels direkt bemerkbar und zieht sich als roter Faden durch das gesamte Horror-Abenteuer. Erstmal auf der Ishimura angekommen, fühlen wir uns in deren engen Gängen wie ausgeliefert. Aufgrund begrenzter Ressourcen müssen wir uns die Munition unseres „Plasma Cutters“ gut einteilen.

Jeder Schuss muss sitzen, unser Anzug macht uns träge. Lassen wir die abscheulichen Nekromorphs zu nahe an uns heran, können wir uns deren Aggression nur noch schwer entziehen. Selbst wenn wir als Sieger vom Gang gehen, treten wir beim vorbei gehen noch einmal drüber – nur zur Sicherheit. Klingt brutal, doch es geht ums nackte überleben. Die infizierten Lebensformen verzeihen schließlich nur sehr wenige Fehler.


Jeder Schuss muss sitzen

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Nur zur Sicherheit: Einen Tritt nachzusetzen kann für Isaac über Leben und Tod entscheiden

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Nachdem wir angespannt durch die wie tot wirkende Ishimura waten, sammeln wir alles was wir kriegen können, um der wahrgewordenen Hölle zu begegnen. Manchmal befinden wir uns sogar in der Schwerelosigkeit. Hier ermöglicht es uns ein bestimmtes Tool in alle Richtungen zu gleiten, bis wir wieder Boden unter den Füßen haben. Das macht unsere Odyssee noch schlimmer, schließlich können die Nekromorphs überall sein!

Auch begrenzter Sauerstoff bringt uns in Bedrängnis, sobald wir in einigen Teilen des Third-Person-Shooters nach außen dringen und uns in direktem Kontakt zum Weltall befinden.

Ihr merkt: Das mittlerweile von EA aufgelöste Entwicklerstudio EA Redwood Shores (später Visceral Games) hat sich wirklich Gedanken gemacht, wie sie dem Spieler durch die Survival-Elemente das Gefühl eines beinahe aussichtslosen und höllischen Überlebenskampfes im Weltraum vermitteln.


Als Isaac gleiten wir mit Angst im Nacken von einer Plattform zur nächsten

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Wahl der Waffen

Dabei spielt natürlich auch die Wahl der Waffen in „Dead Space“ eine entscheidende Rolle.

Zu Beginn starten wir mit unserer späteren Lieblingswaffe, dem Plasma-Cutter. Die Idee hinter der Waffe ist wohl pragmatischer Natur. Um gegen die Nekromorphs und ihre Varianten und Auswüchse bestehen zu können, dürfen wir nicht kopflos drauf los ballern. Gezieltes abtrennen der Gliedmaßen ist gefragt. Also schneidet der Cutter gezielt genau diese ab, sofern der Spieler genug Zielwasser getrunken hat. Dabei können wir beim Fadenkreuz bzw. der Schussart zwischen horizontal und vertikal wechseln, um noch genauer agieren zu können. Diese herangehensweise empfanden wir als besonders nützlich und erfrischend.


Wer den Plasma-Cutter nicht zu beherrschen lernt, den erwartet schreckliches

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Im Verlaufe der Story schalten wir weitere Waffen frei, darunter im weitesten Sinne einige Klassiker wie den Flammenwerfer, ein Maschinengewehr und diverse andere.

Jede Waffe hat seine Vor- und Nachteile und es ist besonders wichtig, als Spieler sein Augenmerk darauf zu richten, um für jede Situation gewappnet zu sein. Für lästige kleinere Gegner eignet sich bspw. ganz im „Halo„-Stil das Maschinengewehr.

Die Durchschlagskraft, Schussfrequenz, das Nachladetempo usw. müssen je nach Gegnertyp jederzeit berücksichtigt werden, was dem Gunplay die gewisse Tiefe verleiht.


Auch andere Waffentypen gilt es stets im Kopf zu behalten

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Weitere Fähigkeiten und Aufleveln

Doch nicht nur die Waffen in „Dead Space“ entscheiden über Leben und Tod. Auch die weiteren Fähigkeiten von Isaacs Anzug wollen gekonnt eingesetzt werden. Die sogenannte „Stase“ erlaubt es uns bspw. Maschinen oder Türen zu verlangsamen, um unsere Reparaturarbeiten durchzuführen, welche uns in der Geschichte weiter voranschreiten lassen. Auch Gegner können wir damit für eine gewisse Zeit verlangsamen.

Die Waffen können mithilfe von sogenannten „Energieknoten“ innerhalb eines klassischen Fähigkeitenbaums aufgewertet und verbessert werden.

Auch unser Anzug kann dementsprechend, neben Schemata die wir in der Spielwelt finden, verbessert werden. Ob Sauerstoffversorgung, Stase oder Lebensenergie. Die richtige Wahl beim Aufwerten unserer Objekte ist wichtig.


Kluges Ressourcenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen „Dead Space“-Erfahrung

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Fazit – Weltraum-Horror auf Top-Niveau

„Dead Space“ ist vor allem eines: unheimlich – beklemmend – atmosphärisch!

Über die gesamte Spielzeit reibt der Third-Person-Shooter die Nerven des Spielers auf und gruselt durch sein dichtes Klima und dem erzeugten Gefühl der Ausgeliefertheit. Die sehr kryptische, überwiegend mit Audio- und Textlogs erzählte Geschichte, spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle, ist aber dennoch als Rahmenhandlung völlig ausreichend. Denn was im Horror-Genre geheimnisvoll ist, schafft Platz für die eigenen Ängste.

Dass wir in „Dead Space“ durch ein schlauchartiges Leveldesign waten, empfinden wir nicht als Schwäche des Survival-Horror-Shooters. Im Gegenteil: Zum einen ist dies auf einem Raumschiff logisch, zum anderen macht sich ein klaustrophobisches Gefühl der Ausgeliefertheit durch die Enge noch stärker bemerkbar.

Durch die unterschiedlichen Waffen, welche sich allesamt wuchtig anfühlen und zielgenaues Kämpfen ermöglichen, besticht „Dead Space“ zudem mit exzellentem Gunplay, welches uns von seiner Wertigkeit her an das erste „Halo“ erinnerte. Sinnvolle Aufwertungsmöglichkeiten von Rüstung und Waffen im Fähigkeitenbaum, sorgen für individuelle Entscheidungsmöglichkeiten im Überlebenskampf auf der Ishimura. Der Schwierigkeitsgrad ist jederzeit fordernd aber fühlt sich nie unfair an.

Obwohl wir immer wieder innerhalb des Raumschiffs umher geschickt werden, kommt durch die Abwechslung bei den Nekromorph-Arten nie Langeweile auf. Besonders lobenswert ist das jederzeit nützliche Navi, welches uns eine komplette Irrfahrt erspart, da es nicht die Luftlinie, sondern den zu gehenden Weg, in Linienform abbildet.

„Dead Space“ ist mit seinen vielen Stärken und nur wenigen bis keinen Schwächen einer der besten Titel der siebten Konsolengeneration.

Nachdem die beliebte Serie über die Jahre noch mit „Dead Space 2“ für Gänsehaut bei Fans sorgen konnte und sich mit dem bescheidenen, auf Action fokussierten Nachfolger „Dead Space 3“ unrühmlich verabschiedete, herrscht nun erstmal wieder Funkstille auf der Ishimura.

Bleibt zu hoffen, dass die Marke trotz Schließung von Visceral Games möglicherweise bald einen vierten Teil spendiert bekommt. Waschechte und weltraumfeste Horror-Fans hat „Dead Space“ nicht zuletzt wegen diesem hervorragenden Erstling sicher genügend für sich gewinnen können.


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Nachtrag: Remake angekündigt!

Was man bisher weiß (Stand: 24.07.2021)

Mittlerweile wurde ein Remake zu „Dead Space“ für die aktuellen Plattformen PlayStation 5, Xbox Series X/S sowie PC angekündigt. Wie die Kollegen von GamePro berichten, ist das Releasedatum noch offen.[1] Für die Entwicklung verantwortlich ist das Studio EA Motive (Star Wars: Squadrons).

Laut Electronic Arts soll es sich um ein Remake auf Basis der Frostbite Engine handeln und es soll keine Ladezeiten geben.[2] Zu anderen technischen Daten hat sich der Publisher bisher nicht geäußert. Klar ist jedoch: Laut Senior Producer Phil Ducharme, habe man aus vergangenen Fehlern gelernt und es werde (anders als noch in „Dead Space 3“) keine Mikrotransaktionen geben.

Inhaltlich verspricht EA „Verbesserungen an der Story“ und eine Erweiterung der Geschichte auf dem Fundament des Originals. Zudem sollen Story, Charaktere und Gameplay erweitert und modernisiert werden.[3]


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Ist ein Remake des Erstlings sinnvoll?

Nötig finden wir das Remake nicht, steht doch gerade der erste Teil für sich genommen enorm gut da. Schließlich ist „Dead Space“ sowohl technisch, inhaltlich sowie spielerisch vorzüglich gealtert.

Hinzu kommt: Gerade weil der dritte Teil durch seine Neuausrichtung auf Action schlecht ankam, hätte dieser ein Remake viel nötiger gehabt! Außerdem würden wir ebenfalls ein „Dead Space 4“, was sich zurück zu den einstigen Wurzeln besinnt, viel mehr begrüßen.

Doch wie immer gilt: Warten wir es erstmal ab. Vielleicht schafft es Motive Studios mit dem Remake ja tatsächlich, im Vorbeigehen noch etwas aus den Nekromorphs der alten Tage herauszupressen. Schließlich wünschen sich viele Fans eine Wiederauferstehung der einst totgeglaubten Serie.

Das „Dead Space“-Remake werden wir selbstverständlich zum Release testen und anschließend hier entsprechend verlinken.


Eines steht jedenfalls fest: Isaac ist zurück!

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Trailer

„Dead Space“ (2008)

Der offizielle „Twinkel Twinkel Little Star“-Trailer zu „Dead Space“

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„Dead Space“-Remake (noch ohne Datum)

Der offizielle Reveal-Trailer zum „Dead Space“-Remake

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©Electronic Arts | ©EA Motive

The Last of Us (Remastered) (2013, 2014)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Das Enwicklerstudio Naughty Dog welches durch die beliebte Videospielreihe „Uncharted“ bekannt wurde, hat sich im Jahr 2013 eine weitere Videospielserie ausgedacht und uns somit in eine Welt der Postapokalypse versetzt.

Im Jahre 2014 bekam der Videospielehit ein Upgrade in Form einer Remastered Edition für die PlayStation 4. Die Texturen wirken jetzt noch schöner und das Spielerlebnis wurde damit auf eine noch höhere Ebene gelegt.

Wie wir den Survial-Horror erlebt haben und ob wir von der Videospielereihe begeistert werden konnten, erfahrt Ihr in unserem Review auf derofa.de.

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Genre: Action-Adventure, Surival-Horror

Originaltitel: The Last of Us

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio/Publisher: Naughty Dog/Sony Computer Entertainment

Musik: Gustavo Santaolalla

Spielmodus: Einzel- und Mehrspieler

Spielzeit: ca. 15-20 Stunden (Story),  ca. 2 Stunden (DLC: Left Behind)

Plattformen: PlayStation 3, PlayStation 4 (Stand: 14.03.2021)

Altersfreigabe: USK 18

Vorgänger: –

Nachfolger: The Last of Us 2 (2020)

Wertung:   

Testplattform: PlayStation 4

Autor: Melissa

Verfasst am: 14.03.2021

Die Entstehung einer Zombie-Apokalypse

Wir starten das Spiel. Nach einer kurzen Ladezeit befinden wir uns direkt in einer Sequenz – alles ist so ruhig , so still und vor allem so normal. Wir finden uns in der Rolle des Texaners Joel Miller wieder, der wie wir schnell feststellen können zusammen mit seiner jugendlichen Tochter Sarah in Texas lebt. Die ersten Spielszenen handeln um die Darstellung von den beiden o.g. Charakteren und dessen friedliches Leben. Doch eine Tragödie macht sehr schnell den schönen Moment zunichte und aus der idyllischen Atmosphäre wird grausamer Horror. In den Nachrichten wird berichtet wie Menschen in der ganzen Welt „durchdrehen“ und sich mit einem Pilz infiziert haben welcher in kurzer Zeit das Gehirn befallen kann und sie so zu agressiven Mutanten werden lässt. Eine Pandemie ist auf der ganzen Welt ausgebrochen.

Schnell gehts ans Eingemachte und wir dürfen nun die Rolle von Sarah übernehmen. Es ist Abends und bereits jetzt nehmen wir eine düstere Atmosphäre wahr. Wo ist Joel? Auf der Suche nach ihm machen wir uns auf den Weg und durchforsten das Eigenheim der Miller. Schnell wird klar – nichts ist mehr so wie es war. Draußen laufen panisch Menschen umher. Es herrscht Ausnahmezustand! Joel stürmt ins Haus und erklärt seiner Tochter das sie sich jetzt in Sicherheit bringen müssen. Zuhause können die beiden nicht mehr bleiben. Während unserem Fluchtversuch aus der Stadt treffen wir auf Tommy, den Bruder von Joel.

Schon nach nicht mal 15 Minuten wird heftig auf unsere Tränendrüse gedrückt. Eine moralische Entscheidung wird von uns erwartetet. Ein Mann wird von der unbekannten Ansteckung infiziert. Jetzt habt ihr die Wahl –  lasst ihr ihn am Leben und ihn dadurch womöglich mutieren zu lassen oder bringt ihr ihn um, um eben dieses zu verhindern?

Das ist nicht alles was Naughty Dog schon in den ersten Minuten von uns abverlangt. Schon zu Beginn erleben wir mit Joel einen schweren Schicksalsschlag. Seine Tochter Sarah wird tödlich verletzt und stirbt daraufhin aufgrund eines Unfalls. Nach diesem Prolog befinden wir uns nun in der Post-Pandemie-Zeit wieder.

Willkommen bei „The Last of Us“.


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Verloren in der Endzeit

In „The Last of Us“ dreht sich alles ums Überleben.  Einige Jahre sind nun vergangen und die Welt ist zu einer Postapokalypse geworden. Ihr seid jetzt in der Rolle von Joel und müsst Euch Anfangs noch alleine durch die verlassenen Gebiete kämpfen. Im späteren Verlauf trifft Ihr auf Ellie und beschreitet zusammen mit ihr das Endzeitszenario.

Das Spielprinzip ist einfach. Das Videospiel nutzt eine Third-Person-Perspektive in denen ihr vorwiegend Joel steuert und im Ablauf immer mal wieder zu Ellie wechselt. Euer Charakter kann somit rennen, in Deckung gehen oder durch enge Passagen geduckt durchlaufen. Bei Feinden wechselt ihr simpel und schnell zwischen Euren ausgerüsteten Waffen. Ihr habt zudem die Möglichkeit durch die sogenannten „Pillen“ die ihr einsammelt, ein paar Fähigkeiten für Joel zu verbessern, wie z.B. einen erweiterten Lebensbalken zu erhalten. Des Weiteren könnt ihr jederzeit Gegenstände für den Kampf herstellen. Sei es ein Messer, Medipacks oder Molotow-Cocktails. Wenn Ihr schön fleißig die Welt erkundet und entdecktes einsammelt, könnt Ihr danach dadurch gut profitieren und Euch damit nützliche Items herstellen. Während Eurer Reise trifft Ihr immer wieder auf Mutanten – oder wie es hier so schön heißt – die Infizierten. Diese könnt Ihr in folgende Kategorien unterteilen:

Fangen wir an mit den „Runnern“. Diese Infizierten sind ziemlich schnell und wenn sie Euch entdecken stürmen sie gnadenlos auf Euch zu. Jedoch finden wir, dass es sich hier um ziemlich gewöhnliche Infizierte handelt.

Dann gibt es noch die „Stalker“, die nicht in Herden unterwegs und zudem noch etwas stärker als die Runner sind. Auch hier stellen wir fest – diese sind noch recht durchschnittliche Infizierte.

Doch das ändert sich schnell. Weiter gehts mit den sogenannten „Clicker“. Diese sind herumirrende Infizierte die Euch mit nur einem Angriff direkt töten können. Die Clicker sind schnell und störend. Für uns waren sie am lästigsten. Bei jedem Aufeinandertreffen sind wir erstarrt. Wir wollten auf keinem Fall gesehen bzw. gehört werden. Denn diese Infizierten können Euch nicht sehen und verlassen sich ganz auf ihr Gehör. Deshalb empfehlen wir Euch zu schleichen. Das dies meistens die beste Wahl sein wird, werdet Ihr öfter im Verlauf des Spiels bemerken.

Zu guter letzt kommen wir nun zu einen der ekelerregensten Formen der Infizierten bei „The Last of Us“. Es geht um die sogeannten „Bloater“. Ihr Körper ist vollständig mit der Pilinfektion befallen. Sie sind robust und schwer zu besiegen. Hier heißt es – holt Eure stärksten Waffen heraus oder flieht!

Die meisten Nichtinfizierten leben seither in abgeriegelten Zonen unter der Herrschaft des imperatorisch agierenden Militärs. Das Militär hat etliche Sperrzonen errichtet. Was passiert außerhalb dieser? Dort befinden sich die „Firefly’s“ – unsere Rebellen in diesem unwirklichen Untergang der Welt, die sich gegen die Militärdiktatur auflehnen und versuchen den kriminellen Machenschaften von Banditen einen Strich durch die Rechnung zu machen.


Sagt Hallo zu den „Clickern“.

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Wenn Sporen überwuchern

So kontrastreich wie das Videospiel auch daher kommt, gibt es bei „The Last of Us“ leider neben so vielen Höhenpunkten nichtsdestotrotz negative Eigenschaften die wir hier unbedingt anmerken möchten. Wir haben nicht viel zu kritisieren und fangen mit einem Punkt an, was uns nach einigen Stunden Spielzeit ins Auge gestochen ist. Denn im Verlauf des Spiels erhaltet ihr einen Bogen und Pfeile – klingt zuerst richtig gut. Euer Pfeil und Bogen ist eine ziemlich nützliche Waffe gegen Infizierte, da sie leise und schnell töten kann. Wenn ihr Eure Pfeile verschießt könnt ihr diese immer mal wieder beim Gegner einsammeln – oder auch nicht? Denn leider ist dies nicht immer möglich und ihr sucht vergeblich nach Euren verschossenen Pfeilen – die zudem noch sehr rar in der Welt von „The Last of Us“ sind. Wir wissen nicht so ganz ob wir diesen Punkt wirklich bemängeln sollen/dürfen oder ihn eher als positiv befinden und so bewerten müssen, da er dadurch dem Realismus der Apokalypse vielleicht etwas unter die Arme greift.

Ein großer Kritikpunkt und für uns der eigentliche Punktabzug für das Videospiel ist die K.I. der Gegner. Diese stehen manchmal wirr in der Gegend herum oder sie rennen ungezielt hin und her. Das verdirbt etwas die Atmosphäre des Überlebenskampfes und wirkt dadurch fantasielos. Selbst unsere Freunde stehen uns manchmal „gedankenlos“ im Weg und blockieren kurzzeitig unsere Passage.


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Hilflos verschlungen in der post-pandemischen-Welt

Das wohl herausragendste Merkmal bei „The Last of Us“ ist die wunderschöne Atmosphäre in die wir uns verloren haben. Die Umgebung zieht uns nur so in diese bedrückende Welt hinein und lässt uns erschaudern. Jedes kleinste Detail wurde durchdacht gewählt um so den Realismus in der Apokalypse gründlicher nachbilden zu können. Wir haben für Euch natürlich auch ein paar Beispiele:

Schon habt ihr eine Taschenlampe erhalten und seid froh nicht im dunkeln durch die dämmrigen Abschnitte laufen zu müssen und stellt kurz darauf fest, dass Euer Hilfsmittel nach einer gewissen Zeit anfängt zu flackern und dadurch unbrauchbar wird. Daraufhin fordert Euch das Videospiel auf, Euren Controller einmal zu schütteln damit Euer Protagonist Joel das selbe mit seiner Taschenlampe machen kann und so Eure Lampe wieder normal funktionsfähig ist. Es sind wie bereits genannt, die kleinen Details in der Darstellung der Welt – die das Videospiel gerade eben deshalb so besonders machen.

Neben den bedrückenden Momenten gibt es auch die schönen die Euch für eine kurze Zeit vergessen lassen, was mit der Welt draußen passiert. Ihr trifft z.B. auch mal auf besondere Flora und Fauna. Ob Affen oder sogar Giraffen – für einen Atemzug fühlt ihr Euch frei und erfreut Euch an dem Sonnenschein und lauscht gespannt hin, wenn Joel darüber spricht wie gerne er früher bei solchem Wetter draußen Gitarre gespielt hat . Das Videospiel zeigt hin und wieder den Kontrast vom Untergang der Welt zum normalen Leben. Wir verlieren uns immer mal wieder wenn auch nur für eine Sekunde – im endlichen Gefühl der Freiheit und des Wohlfühlens.


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Remastered Edition oder veralteter Grafikklotz?

Wir möchten Euch hiermit kurz auflisten was die Remastered Version in petto hat.

Zum einen bietet diese Edition Euch den DLC mit dem Titel „Left Behind“ in dem ihr die Protagonistin Ellie spielen dürft. Die Handlung dient als Prequel zu „The Last of Us“ und behandelt die Geschichte von Ellie bevor sie Joel kennengelernt hat. Leider hat der DLC nur eine Spielzeit von gerade mal 2 Stunden und ist somit beachtlich kurz – sehr schade denn wir fanden die Geschichte von Ellie ziemlich interessant und vor allem überaus sinnvoll.

Nun kommen wir jedoch zu den technischen Verbesserungen[1] :

  • 1080p/60fps im Singleplayer und Multiplayer
  • Texture Maps mit 4x mehr Details, Shadow Maps 2x
  • High-Res Particle Effects
  • Occlusion Mapping of decals
  • Kein Texture Streaming
  • Größere Weitsicht, besseres LOD
  • Zusätzliche Audio Optionen
  • Lock Frame Rate bei 30 fps
  • Swap Trigger und Thumbstick Controls
  • Support für DualShock 4 Touchpad, Lightbar und Speaker

Zur Grafik und den verbesserten Texturen können wir nichts negatives sagen oder kritisieren. Das Entwicklerstudio Naughty Dog hat hier exzellente Arbeit geleistet und dem Videospiel einen wunderschönen Look verliehen, der sogar im Jahr 2021 weiterhin gerne anzusehen ist. Für ein Videospiel aus dem Jahre 2013 sieht es auch heute noch ziemlich gut aus.

Zusammengefasst bietet Euch die Remastered Edition eine verbesserte grafische Darstellung die sich durchaus sehen lassen kann!


Grafikvergleich PS3 vs. PS4 (Remastered Edition)

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https://ps4news.at/ps4-spiele/11027-last-us-grafikvergleich-ps4-vs-ps3/

Fazit – Survival-Horror Spektakel

Mit „The Last of Us“ hat sich das Entwicklerstudio Naughty Dog selbst übertroffen und nach Videospiel-Meilensteinen wie die „Uncharted“-Reihe, erneut eine bombastische und vorallem theatralische Videospielserie entwickelt. Wir haben die Protagonisten direkt ins Herz geschlossen und mitgefiebert, wenn es wieder mal darum ging zu überleben. Dieser exklusive Titel für die PlayStation ist mehr als spielenswert und sollte von jedem PlayStation Besitzer unbedingt entdeckt werden.

Seit dem Juni 2020 ist mitterweile der Nachfolger mit „The Last of Us Part II“ für die PlayStation 4 veröffentlicht worden. Mehr dazu in unserem kommenden Review auf derofa.de.

Wie hat Euch das Videospiel gefallen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.


Trailer

Der offizielle Launch Trailer zu „The Last of Us Remastered“.

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