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„Red Dead Redemption 2“ (2018)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

600 Mio. Dollar Entwicklungskosten, 8 Jahre Entwicklungszeit, 300.000 Animationen, 500.000 Dialogzeilen, 1.200 Schauspieler.

Der Stapel von Script-Seiten ist laut Autor Dan Houser 2,5m hoch. Allein die Hauptstory umfasst 2.000 Seiten.

725 Mio US-Dollar Umsatz, allein innerhalb des Startwochenendes und damit in diesem Zeitraum das erfolgreichste Werk, in der Geschichte der Unterhaltungsmedien!

Eins steht fest – Entwicklerstudio Rockstar hat mit dem zweiten Teil der Western-Reihe „Read Dead Redemption“ in Sachen Aufwand und Umfang, einen Meilenstein der Videospielgeschichte kreiert.

Mehr über Inszenierung, die unglaubliche Detaildichte aber auch, warum „Red Dead Redemption 2“ kein makelloses Spiel geworden ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Genre: Action-Adventure, Open World, Western

Autor: Jayes

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 02.04.2019

Wertung:  


Endlich!

Nach dem ersten überragenden „Red Dead Redemption“ aus dem Jahr 2010, erschien nun endlich, der von Spielern auf der ganzen Welt sehnsüchtig erwartete zweite Teil des Westernepos.
Im Gegensatz zu anderen Spieleserien, die jedes Jahr einen Titel des Franchise XY veröffentlichen, hat Rockstar Games enorme Ressourcen, 600 Mio. Dollar Entwicklungskosten und eine Entwicklungszeit von ganzen acht Jahren in das Open-World-Spiel fließen lassen.

Kein Wunder also, dass die Hype-Dampflock unaufhaltsam die Spielewelt erfasste und mitriss. Beinahe als Feiertag mutete dieser Freitag der 26. Oktober 2018 an, bei dem Händler wie Media Markt zum Mekka der Spielewelt avancierten, und RDR-Jünger aus ganz Deutschland mit einem Exemplar vor dem Laden standen.

Was der heiß ersehnte Titel jedoch wirklich zu bieten hat, und ob er nicht vom Hype verschlungen wird, erfahrt ihr im Folgenden.


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https://www.reddit.com/r/reddeadredemption/comments/879kts/rdr2_hype_train_arrives_26th_october_2018_on_a/

Modernste Inszenierung

Bei der filmischen Inszenierung hat Rockstar im Vergleich zu vergangenen Spielen, noch eine ganze Schippe draufgelegt. Zu Beginn fällt sofort auf, dass sich RDR2 an modernen Standards orientiert, wie man sie von „The Witcher 3 – Wild Hunt“ (2015) oder der Action-Adventure-Reihe „Uncharted“ kennt.
Die Kamera wird häufig automatisch passend in Szene gesetzt. Die Übergänge von Zwischensequenzen in das Gameplay und umgekehrt sind fließend und nahtlos.

Sofort von Beginn an, schafft das Storytelling trotz geschickt eingebetteten Turorials eine enorme Tiefe. Wir verschmelzen mit unserem Charakter, dem Gameplay, der Umwelt und den Zwischensequenzen.


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https://www.digitaltrends.com/game-reviews/red-dead-redemption-2-review/

Detailreichtum

Mit was RDR2 in Sachen Detailreichtum aufwartet, ist, so muss man es wirklich ausdrücken, das hochwertigste, was es im Bereich der Videospiele jemals gab.
Bei der wunderschön gestalteten Natur die sich offenbart, wenn wir mit unserem Pferd durch die Wälder reiten, begleitet von kleinen Eichhörnchen die am Wegesrand umher laufen, kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr. Jedes Fleckchen Erde, jeder Grashalm scheint am richtigen Ort zu sein. Jedes noch so kleine Detail scheint enthalten.

200 (!) verschiedene Tierarten lassen sich in der Spielwelt nicht nur finden, sondern sogar jagen und vewerten. Felle, Geweihe, Federn und vieles mehr. Doch Vorsicht bei der Jagd! Die Tiere riechen uns, so dass es ratsam ist, gegen die Windrichtung zu jagen.


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https://twinfinite.net/2018/10/red-dead-redemption-2-sell-animals-how/

Aber auch an ganz anderen, einfacheren Dingen, fallen die Feinheiten auf. Schießt dem Protagonisten Arthur Morgan, etwa Western-Stilecht ein Bösewicht den Hut vom Kopf, und wir heben diesen nicht wieder auf, laufen wir anschließend ohne Hut durch die Gegend, bis wir einen neuen ausrüsten.

Nach Wiederaufnahme des Spiels, lehnt Arthur lässig an einem Balken oder sitzt entspannt am Flussufer, bis man die Steuerung bewegt. Als würden die Entwickler uns sagen wollen, diese Welt bleibt lebendig, selbst wenn du die Konsole ausschaltest.

Arthur ist feinfühlig für Temperatur. Wird es zu warm, führt dies dazu, dass wir schneller Ausdauer verlieren. An die jeweiligen Klimazonen angepasste Kleidung ist also ratsam. Je besser die Bindung zu unserem Pferd, desto größer kann die Entfernung sein, aus der wir es herpfeifen können.
Oder nehmen wir den Klassiker: Die Hoden der Pferde ziehen sich zusammen, wenn sie in kalten Gefilden unterwegs sind.

Man könnte diese Liste der kleinen Feinheiten beinahe endlos fortführen. Rockstar Games scheint sich selbst den Anspruch der Perfektion auferlegt zu haben, denn anders ist dieses Dead Eye fürs Detail nicht zu erklären.


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https://www.haz.de/Nachrichten/Digital/Red-Dead-Redemption-2-Online-Mikrotransaktionen-werden-kommen

Die Geschichte

In RDR2 schlüpfen wir in die Rolle des Arthur Morgan, welcher ein Leben als Outlaw im wilden Westen des Jahres 1899 führt.
Als Teil der Gruppe rund um Anführer Dutch van der Linde beteiligen wir uns an Raubzügen, Überfällen oder jagen Tiere, um der Gruppe das Überleben zu ermöglichen. Dabei stehen wir zuerst im direkten Konflikt zu der konkurrierenden Odriscoll Gang, mit der wir regelmäßig aneinander geraten. Im Verlauf des Spieles tauchen immer wieder auch weitere Widersacher auf.
Arthur ist im mittleren Alter und seine bewegte Vergangenheit gemeinsam mit Gruppenanführer Dutch und den anderen Mitgliedern der Gang wird manches mal thematisiert.

Teil der Gruppe ist auch der legendäre John Marston, den man noch in RDR1 verkörperte. In verschiedensten Haupt- und Nebenmissionen spielen und erleben wir die Geschichte rund um Arthur Morgan.


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https://www.heise.de/newsticker/meldung/Red-Dead-Redemption-2-Rockstar-zieht-gegen-Pinkerton-vor-Gericht-4275868.html

Lokalisierung

Wie man es von Rockstar Games bereits seit jeher gewohnt ist, gibt es auch bei RDR2 keine deutsche Vertonung, sondern nur die englische Sprachausgabe mit diversen Untertiteln. Warum dies so ist bleibt fraglich.
Kostengründe scheinen bei dem Budget von Rockstar Games weniger das Problem zu sein, als die Authenzität, auf die das Studio bekanntlich enormen Wert legt. Möglicherweise möchte man nicht riskieren, dass eine anderssprachige Vertonung die Qualität des Spiels mindert, weil sie möglicherweise schlecht umgesetzt wird. Diese Intention, kann man sicher gut nachvollziehen.

Trotzdem fällt auch mit guten Englischkenntnissen auf, dass man mit den Augen oftmals am Untertitel klebt, und dabei das Geschehen wie bspw. schöne Landschaften oder Gesichtsanimationen untergehen. Dies wird noch dadurch begünstigt, dass in der englischen Vertonung Stilecht genuschelt wird, wodurch die Dialoge durch nicht Muttersprachler, noch schwerer zu verstehen sind. Außerdem enthält RDR2 sehr viele Dialoge, d.h. permanentes mitlesen ist gefordert, wenn man sich für Untertitel entscheidet.

Letzten Endes muss jeder selbst entscheiden welche Untertitel er wählt oder ob man diese ganz deaktiviert. Kritisch hinterfragen sollte man trotzdem, warum in einem Land wie Deutschland, wo in der Regel flächendeckend synchronisiert wird, keine deutsche Sprachausgabe möglich ist. Als positives Beispiel wäre hier Disney zu nennen, die auch außerhalb der USA, in vielen Ländern hochqualitative Sprachausgaben unter dem Banner „Disney Character Voices International“ veröffentlicht.


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https://www.gamepro.de/artikel/red-dead-redemption-2-meinung-warum-fehlende-synchronisation-nicht-schlimm-ist,3336309.html

Die Jagd

In RDR2 können wir uns als Spieler mit unzähligen Beschäftigungen aufhalten.

Ein großer und komplexer Bereich ist die Jagd, auf die wir in unserem Review ein besonderes Augenmerk legen wollen, weil sie einfach grandios umgesetzt wurde. Wenn man mehrere Stunden am Stück Tiere jagt vergisst man fast, dass RDR2 ein Western-Spiel ist. Wir fühlten uns auf unserer Jagd nach perfekten Fellen fast wie in einem vollwertigen Jagdsimulator. Das Jagdsystem ist so komplex wie nötig um tiefgehend zu sein aber nicht zu komplex, um es nach Eingewöhnung nicht zu verstehen und zu beherrschen.

Weil es total ausarten würde, das ganze System zu erklären, möchten wir einige Eckpfeiler erläutern und was uns besonders aufgefallen ist.

Wie bereits im Abschnitt „Detailreichtum“ erwähnt, gibt es in RDR2 200 verschiedene Tierarten. Darunter alles was man sich nur vorstellen kann. Von kleinen Tieren wie Einhörnchen, Hasen, Waschbären oder Schlangen, über verschiedenste Vogelarten. Bis hin zu mittelgroßen Tieren wie Wölfe, Füchse, Kojoten, Hirsche, Pumas, Alligatoren oder die großen Vertreter, darunter Bisons, Bären und Wapitis. Mir würde wohl kein Tier einfallen was es nicht im Spiel gibt außer vielleicht eine Giraffe?!

Ein großer Pluspunkt also in Sachen Vielfalt.


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https://www.reddit.com/r/reddeadredemption2/comments/9tj4p9/a_small_pose_with_a_hunt_of_a_legendary_alligator/

ALLE der 200 Tiere können in irgendeiner Form verwertet werden. Das bedeutet viele Tiere geben uns nicht nur Fell, Haut oder Federn sondern auch andere verwertbare Teile wie Hörner, Geweihe oder sogar Organe, die wir zum Upgraden unseres Lagers oder unserer Ausrüstung nutzen können. Besonders motiviert hat uns die Aussicht auf die besonderen Taschen, die hergestellt werden können, um bspw. mehr Munition, Tonika und andere Gegenstände zu verstauen. Diese sind schließlich im Verlaufe des Spiels ganz besonders nützlich.

Bei der Jagd selbst besticht RDR2 abermals mit enormer Detailtreue. Plumpes drauf los ballern wird hier nicht belohnt. Welche Munition für welche Art von Tier? Wo genau muss ich das Tier treffen? Wie vermeide ich es, dass sein Fell beschädigt wird. Liegt mein Geruch in der Windrichtung zum Tier? Laufe ich zu schnell? Wird mich gleich aus dem Nichts ein Puma reißen?

Wenn es dann geklappt hat und wir das Tier häuten, sieht man diesem Vorgang Lebensecht zu. Wenn die Haut eines 900kg Bisons beim Häuten umklappt, muss man anfangs schon schlucken. Kritiker bemängelten natürlich schnell diese realistische Darstellungsweise. Völlig unbegründet wie wir finden.

In einer Mission von RDR2 stoppt man sogar aktiv die sinnlose Tötung von Bisons und die Erhaltung der Tiere wird thematisiert. Außerdem ist wie erwähnt die Jagd immer mit einem höheren Zweck verbunden, und nie sinnlos!



RDR2 entspannt

Sowohl beim Jagen als auch bei der Erkundung der wohl größten Spielewelt die es jemals gab, können wir richtig gut entspannen. Vielen Spielern wohl ein wenig zu viel. RDR2 zeichnet sich nicht ausschließlich durch actionreiche Ballerei aus, auch wenn es im wilden Westen natürlich Schiessereien gibt. Ich habe Spieler getroffen, die das Spiel nach einer Stunde Spielzeit wieder verkauft haben, weil sie es langweilig oder langatmig fanden.

Dem Spieler wird im gesamten Laufe des Spiels, tatsächlich viel Geduld abverlangt. Weite Wege müssen mithilfe unseres treuen Rosses bewältigt werden. Eine Schnellreisefunktion gibt es zwar, sofern man dieses Upgrade später freischaltet, jedoch nicht direkt aus dem Menü, sondern nur vom Lager aus. Und auch nur zu bestimmten Orten.

Wo Anfangs noch mühselig die Spielmechaniken erlernt werden müssen, stellt sich später eine gewisse Gelassenheit ein. Wenn man das Spielsystem mit seinen Facetten verstanden hat, ergibt sich eine völlig neue Open World die erkundet werden will. Dabei kamen wir oft in ein Flow-Gefühl. Das komplexe Wettersystem, die detailgetreuen Umgebungen, oder das Jagdsystem. All das entwickelt eine enorme Sogwirkung und lies uns oft eine richtig entspannte Zeit, in dieser anderen Welt verbringen.


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https://www.spiegel.de/fotostrecke/red-dead-redemption-ii-fast-ein-meisterwerk-fotostrecke-165006.html

Der Zwiespalt

Genug der Schwärmerei. Wie Anfangs bereits erwähnt ist RDR2 leider nicht das perfekte Spiel geworden. Doch warum eigentlich?

Es gibt einige kleine aber auch größere Umstände, die es uns schwer gemacht haben, permanent Spaß am Spiel zu haben.

Zunächst einmal kann die angesprochene Ruhe und Gelassenheit des Spiels, sowohl positiv als auch negativ für das Spielempfinden sein. Zu oft hatten wir das Gefühl, wie gelähmt nicht richtig voran zu kommen und viel Zeit liegen zu lassen. Dies könnte an mehreren Faktoren liegen.

Zum einen finden wir es in einem riesigen Open-World-Spiel schon mal schlecht, wenn es keine richtige Schnellreisefunktion aus dem Menü gibt, denn diese gehört inzwischen zum Videospiel-Standard. Zum anderen fehlt manchmal der gewisse Pepp. Die ruhigen Szenen des Spiels, stehen oft nicht im Verhältnis zu den actionreichen Momenten. Es fehlt die Balance.

Interessanterweise entspricht diesem Gefühl der Schwerfälligkeit auch der Input-Lag des Spiels, also die Verzögerung von Controller-Eingabe zu Ausführung auf dem Bildschirm. Dieser soll bei RDR2 mit 11ms fast doppelt so hoch sein wie bspw. bei „Uncharted – The Lost Legacy“ (hier gehts zum Review), und sogar 11 mal so hoch wie beim First-Person-Shooter „Destiny 2“, der nur ein Input-Lag von einer Millisekunde hat.

Aber auch andere Bestandteile der Steuerung sind fragwürdig und zicken oftmals rum. Zum Beispiel, dass man beim Reiten wiederholt die X-Taste drücken muss, um sein Pferd anzutreiben, anstatt die Taste nur halten zu müssen.

Die Dreieck-Taste, die zum aufsteigen auf das Pferd gedrückt wird, ist zugleich die Taste mit der man einen NPC packt. Wir wollen also schnell aufs Pferd hopsen, und packen stattdessen den daneben stehenden Mann. Besonders spaßig ist das, wenn wir uns gerade in einer wichtigen Mission befinden, und diese deshalb unter Umständen komplett neu starten müssen.

Besonders komisch ist auch die Autospeicherfunktion. Die war für uns so undurchsichtig, das wir permanent manuell gespeichert haben, was uns immer wieder aus dem Spielgeschehen riss. Es gibt kein Symbol welches anzeigt, wenn eine Autospeicherung duchgeführt wird. Hat das Spiel jetzt gespeichert bevor oder nachdem mich ein Puma zerfetzt hat? Wann speichert es überhaupt automatisch?



Eingeschränkt im Handeln

Ein weiterer Negativkritikpunkt: das Open-World-Spiel bietet während Missionen zu wenig Freiraum. Alles ist sehr vorgeskriptet. Im Lager können wir nicht Laufen, sondern nur Gehen. Und warum kann ich nicht einfach mein Pferd neben meinem Zelt im Lager stehen lassen, mir doch egal was die anderen davon halten. Waffen im Lager sortieren? Fehlanzeige, die sind im Lager permanent ausgeblendet. Und warum werden meine Langwaffen IMMER WIEDER in den Holstern auf dem Pferd gelagert, obwohl ich sie permanent am Körper tragen will. Wie viele hunderte Male habe ich eigentlich schon meine Langwaffen inklusive Spezialmunition neu angelegt?

Wenn das Spiel der Meinung ist, das Dynamit soll mit einem Cattle-Man-Revolver zerschossen werden, tragen wir plötzlich den, anstatt unsere Volcanic-Pistole, die zuvor bewusst angelegt worden war.

Aber das perfekte Beispiel ist eine Mission, in der wir plötzlich schnell reagieren und einem Flüchtenden nachlaufen müssen. Ok, schnell Lasso raus, drauf schmeißen, dann kommt der nicht weit.
„Mission fehlgeschlagen, du darfst XY nicht töten.“
Töten? Mit dem Lasso? Wenig später wird dann klar, es ist einfach nicht erwünscht, den Mann vor einem gewissen Punkt zu fangen, und schon gar nicht per Lasso. Dann kommt nämlich etwas Storyrelevantes, für das er sich genau an diesem Punkt befinden muss. Das ist einfach schlecht und unflexibel gelöst.

Auch beim Thema Entscheidungen treffen, will nicht so recht erkennbar sein, was das Spiel erreichen will. Manchmal dürfen wir im Story-Verlauf moralische Entscheidungen treffen. In wirklich wichtigen Situationen in denen Arthur sogar in einer Zwischensequenz explizit nach seiner Meinung gefragt wird, bleiben wir aber nur Zuschauer. Insgesamt sind die Momente in denen wir uns entscheiden können sowieso sehr mager, wieso ist diese spielerische Komponente überhaupt enthalten, wenn sie gefühlt keine Auswirkung hat.

Naja los jetzt, auf zu einer Mission. Ist ziemlich weit weg, naja was solls. Nehmen wir die Schnellreisefunktion vom Lager aus. Gesagt getan, Schnellreise an den Ort der Mission. Mission ist weg. Warum? Gibts die nur zu einer bestimmten Tageszeit? Habe ich zu lange gewartet? Warum ploppt eigentlich keine Info auf, was da jetzt los ist mit dieser scheiss Mission. Naja reise ich halt schnell zurück. Ach Moment, Schnellreise geht ja nur vom Lager aus. Liebes Rockstar Team, Controller sind heutzutage nicht ganz billig!


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https://metro.co.uk/2018/10/30/how-to-fast-travel-in-red-dead-redemption-ii-8088988/

Fazit – Herausragend trotz Macken

RDR2 wird unserer Meinung nach zurecht als herausragendes Spiel und als Meilenstein der Videospielgeschichte gefeiert.

Es nahm uns mit in eine andere Welt und entwickelte enorme Sogwirkung. Es bescherte uns viele wunderbare Momente, besonders aufgrund seines nie da gewesenen Detailreichtums.

Dieses Spiel zu entwickeln, war womöglich eine der größten Leistungen zu denen ein Entwicklerteam je fähig sein wird.

Aber da ist auch die andere Seite von RDR2. Eine Seite auf der es manchmal unschön hakt. Auf der sich das Spiel Kautabakartig unnötig in die Länge zieht. Wie kann es sein das Rockstar aus diesem Mammut an Spiel, sogar noch 5 Stunden der Hauptstory gestrichen hat, und es trotzdem noch so unglaublich lange dauert, es durchzuspielen.

Letzten Endes wird eine außergewöhnliche Spielwelt und Geschichte in Erinnerung bleiben, aber auch eine Stundenfressende Pflichtaufgabe.

Trotz aller Schönen Seiten von RDR2. Es gibt einfach Momente bei denen man sich als Spieler genervt fragt: „Hättet ihr das nicht anders lösen können?“


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https://www.netzwelt.de/red-dead-redemption-2/testbericht-test-review-ps4-xbox-one.html

 

„Meisterdetektiv Pikachu“ (2018)

  • 9.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 9.5/10
9.5/10

Herausragend

Mit „Meisterdetektiv Pikachu“ mischt Nintendo mehrere Komponenten zusammen. Rätselspaß gepaart mit der Kultmarke Pokemon und dem allseits bekannten Gesicht der Company, der Elektromaus Pikachu. Doch kann dieses Rezept überzeugen? Seid gespannt und lernt das erste sprechende Pikachu kennen. Wir haben uns an die Rätsel mit dem kleinen gelben Kerl gewagt und verraten euch im Test, wie sich der ungewöhnliche Meisterdetektiv schlägt.

Genre: Adventure, Rätsel

Autor: Lissa

Testplattform: Nintendo 3DS

Verfasst am: 08.05.2019

Wertung:  


Was ist klein, gelb und mag schwarzen Kaffee?

Ach, wie sehr sind wir am schwärmen. Nach einigen Stunden Spielzeit, hat uns das freche Pikachu nicht mehr loslassen können. Was hat uns Nintendo hier nur wieder präsentiert?
Alles was wir wussten war, dass es sich um ein Spiel über einen sprechendes Pikachu handelt. So verrückt wie das klingt, genauso außergewöhnlich ist es auch. Durch unsere Kindheit haben wir verschiedenste Pokemon kennen lernen können, jedoch war keines so speziell wie unser kleiner Meisterdetektiv. Wir erklären euch, was hinter dem sprechenden Pikachu steckt.

The Pokemon Company hat  wieder einen neues Pokemon Spiel veröffentlicht, welches sich aber nicht an der Hauptreihe orientiert. Wir bekommen ein völlig neues Spiel und erhalten somit auch ein komplett neues Spielerlebnis. Mit dem Titel Meisterdetektiv Pikachu, ist im März 2018 ein Abenteuerspiel für den Nintendo 3DS erschienen. Zuerst kam das Spiel 2016 unter dem Namen Meisterdetektiv Pikachu: Entstehung eines neuen Duos, nur in Japan auf den Markt. Nintendo entschied sich jedoch dafür, das Spiel als erweiterte Version weltweit zu veröffentlichen. Zum Glück, sonst hätten wir nie die Gelegenheit gehabt den kleinen gelben Racker kennenzulernen.


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http://gamenewz.de/meisterdetektiv-pikachu-die-ersten-14-minuten-im-gameplay-video/

Unterschiede der erweiterten Version

Viele Unterschiede gibt es nicht. Im Jahr 2013 wurde mit der Produktion für das Spiel Meisterdetektiv Pikachu: Entstehung eines neuen Duos begonnen. 3 Jahre später, ist das Spiel exklusiv in Japan für den Nintendo eShop veröffentlicht worden.

Der große Unterschied war jedoch der, dass dieses Spiel nur 3 Kapitel enthielt.  Im Vergleich: Die erweiterte Version enthält 9 Kapitel. Somit hat sich die Spielzeit auch drastisch verändert. Wir haben für das Spiel ca. 16-18 Stunden gebraucht. Unserer Meinung nach ist das ganz und gar ausreichend.


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https://www.heute.at/digital/games/story/Meisterdetektiv-Pikachu-3DS-2DS-Test-Review-Was-ist-klein-gelb-und-mag-starken-Kaffee-55373082

Heurepika!

Von was handelt die Geschichte hinter dem flauschigen Pikachu? Wir erklären es euch kurz und knapp! Denn auch hier gilt: Je weniger man weiß, desto besser ist das Spielerlebnis.

Der Junge Tim Goodman ist auf der Suche nach seinem Vater, der ein sehr hoch angesehener Detektiv zu sein scheint. Bei der Suche, trifft er auf das kleinen sprechenden Pikachu, das sich als Meisterdetektiv vorstellt. Bis zum Verschwinden von Tim’s Vater, stand er ihm als Partner zur Seite. Jedoch hat er nach dem Verschwinden sein Gedächtnis verloren und kann sich an keine Geschehnisse mehr erinnern.

Das kleine Pikachu sieht sich als brillanter Meisterdetektiv. So hat er sich in den Kopf gesetzt, Tim’s Vater aufzuspüren und den Fall zu lösen. Er steht Tim mit aller Kraft zur Seite.
Verstärkung bekommt Tim jedoch nicht nur vom kleinen gelben Racker. Auch die Mitarbeiter des Detektivbüros stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite.


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https://community.bisafans.de/index.php?artikel/4827-macht-noch-heute-bei-unserem-meisterdetektiv-pikachu-gewinnspiel-auf-facebook-mi/

Kaffeesüchtiges Knäulchen

Das kleine Knäulchen ist zugegebener Weise sehr kaffeesüchtig. Ohne Kaffee kommt er nicht in Fahrt und auch Tim verleitet er dazu, auch einmal ein Tässchen zu trinken. Neben dem Kaffee ist ihm Schokolade sehr wichtig, vor allem Cookies liebt er. Ihm sind allerlei Süßigkeiten recht. Zudem ist er sehr eingebildet, frech, aber auch extrem clever.

Zusammengefasst: Er ist ein freches Knäulchen, dass Kaffeesüchtig ist, es liebt Cookies zu essen und sich als Meisterdetektiv Pikachu sieht. Für uns ist der kleine Racker das Highlight des Spiels. Es macht überaus Spaß mit ihm die Fälle zu lösen. Das Vorankommen der Ermittlungen brachte uns Suchtpotential! Zudem konnten wir es nicht abwarten, neue Hinweise über Harry’s Verschwinden herauszufinden.

Im Spiel steuern wir nur den jungen Tim. Unser Pikachu läuft uns jeden Schritt hinterher. Wenn es darum geht Pokemon zu befragen, hilft uns der kleine Kerl nur zu sehr und befragt unsere Zeugen. Denn als Mensch können wir nicht mit den verschiedenen Pokemon reden. Bei menschlichen Zeugen jedoch, übernimmt Tim die Rolle des Befragers. Man kann Pikachu auch mit dem Touchpad selbst anwählen und bekommt dann eine kurze Pikachu Sequenz, in dem der kleine Meisterdetektiv uns wieder eine Show bietet.

Passend untermalt, wird dies durch einen tollen Soundtrack. Zu jeder Szene kommt die angemessene und abwechslungsreiche Musik. Für uns stimmt hier einfach alles!


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https://www.digitec.ch/de/s1/product/nintendo-meisterdetektiv-pikachu-3ds-de-game-box-7383685

Das Leben der Pokemon

In Meisterdetektiv Pikachu bekommen wir als Spieler einen neuen Einblick in die Welt der Pokemon. Es gibt keine Trainerkämpfe mehr, wie man es von den Pokemon-Spielen üblicherweise kennt. In unserem Detektiv-Spiel erleben wir, wie die Pokemon im Alltag leben.

Ob als Unterstützung oder nur als Begleiter, die Pokemon zeigen sich von verschiedenen Seiten. Uns hat es sehr gut gefallen, wie die Pokemon beim Erstkontakt mit uns vorgestellt werden.
Ein Beispiel: Wir treffen zum ersten mal auf das Pokemon Webarak. Da wir das Pokemon zuvor noch nie angetroffen haben, bekommen wir eine kurze Sequenz eingeblendet. Bei Webarak bekamen wir die Meldung: „Webarak – Hängt sehr an seinem Faden“.
Chillabell hat die Charakterbeschreibung: „Chillabell – Voll am abchillen“.
Wir fanden die Sequenzen amüsant und witzig.

Die Pokemon mit einem kurzen Beschreibungssatz vorzustellen, hat uns positiv überzeugt und gefallen. Das tolle ist, nach dem wir ein Pokemon kennengelernt hatten, konnten wir danach mit ihm reden und das Gespräch in unser Notizbuch aufnehmen. Jedes getroffene Pokemon wird also in unserem persönlichen Notizblock hinterlegt.
Wir finden, dass ist doch mal eine schöne Art, Pokemon zu „fangen“.


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https://pressplay.at/2018/06/14/meisterdetektiv-pikachu/

Gemütlich wie im Kinosessel

Das Gameplay hat uns wirklich sehr gefallen. Gut gelungen sind die Missionen. Unsere Aufgaben waren es, Zeugen zu befragen, Orte zu untersuchen, oder Hinweise zu kombinieren, um so auf die Lösung zu kommen. In den Zwischensequenzen kommt es ab und an mal zu Quick-Time-Events, in denen wir blitzschnell Taste X/Y drücken müssen. Wir finden, das bringt Schwung in den Handlungsverlauf und Abwechslung in das Gameplay. Hauptkern des Spiels sind definitiv die Rätsel. Wir müssen in jedem Kapitel verschiedene Rätsel lösen. Mal schiebt man Kisten zur Seite, um sich den Weg frei zu machen und mal muss man verschiedene Komponenten kombinieren, um auf die Lösung zu kommen. Wer mal nicht weiter weiß, der kann sich vom sprechenden Pikachu einen Tipp geben lassen.

Das Spiel bietet immer wieder neue Rätsel. Jedes Kapitel ist unterschiedlich. Einziges Manko, dass wir an diesem Punkt erwähnen müssen, ist die Schwierigkeit der Rätsel. All zu schwer sind diese nämlich nicht. Wir mussten zwar schon unsere grauen Zellen anstrengen, aber nach guter und gründlicher Überlegung, ist man dem Rätsel auf die Spur gekommen.
Wenn man die Rätsel z.B. mit denen aus den Spielen der Professor Layton-Reihe vergleicht, erkennt man große Unterschiede sofort. Denn dort sind die Rätsel teils so schwer, dass man oft am verzweifeln ist.

Uns haben die Rätsel dennoch gefallen und wir fanden es auch nicht gravierend schlimm, dass diese nicht sehr knifflig waren. Jedoch ist uns gleich aufgefallen, dass die Schwierigkeit im Verlauf kontinuierlich zunimmt – wenn zwar auch nur ein wenig.


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https://www.volume.at/games/previews/meisterdetektiv-pikachu-preview/

Realverfilmung

Passend zum Spiel, kommt am 09.05.2019 eine Realverfilmung in die Kinos. Der Film trägt den Titel Pokemon: Meisterdetekiv Pikachu. Derofa.de hat sich exklusiv Kinotickets sichern können, um die Preview des kleinen Meisterdetektivs zu erleben.

Hier gehts zum Review

Fazit

Nun kommen wir zum Ende. Was uns in Erinnerung bleibt sind Sprüche wie „Don’t treat me like a Pokemon!“. Ja, unser kleines Pikachu ist wirklich außergewöhnlich und was besonderes.
Wer keine anspruchsvollen Rätsel erwartet, die Welt der Pokemon liebt und nichts gegen die Sprüche eines kleinen frechen Knäulchens hat, der sollte bei Meistedetektiv Pikachu nicht zögern.

Uns hat das Spiel so sehr gefallen, das wir nur eine 10/10 vergeben können! Trotz unserer kleinen Kritik an der Spielschwierigkeit.
Wir haben das kleine Schlitzohr sofort in unser Herz geschlossen und vergeben zurecht die volle Punktzahl. Heurepika!


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https://www.nintendo.de/Spiele/Nintendo-3DS/Meisterdetektiv-Pikachu-1329566.html

  Weitere Wertungen


Jayes meint → Herausragend

„Was für ein kleiner frecher Racker. Mit „Meisterdetektiv Pikachu“ liefern Nintendo und Creatures Inc. ein herausragendes Adventure ab. Zwar wäre das Spiel technisch besser auf der Switch aufgehoben gewesen und die Framerate bricht immer wieder ordentlich ein, dennoch gibt es keine langen Ladezeiten zwischen den Arealen und die Story wird sehr flüssig erzählt.

Ein neuer Charakter wird uns in Form von Flauschi Fellknäul „Meisterdetektiv Pikachu“ geboten, der sich durch Koffein-Sucht, Frechheiten, und seiner Liebe für allerlei Süßkram auszeichnet. Bescheidenheit gehört nicht zu seinen Stärken. Er ist ein arrogantes Knäulchen. Abgerundet wird die Figur durch seinen fast schon wie eine Parodie wirkenden Detektiv-Hut ala Sherlock Holmes. Er ist „ein Pikachu, das angenehm nach Kaffee duftet“.

Wir waren skeptisch ob ein sprechendes Pokemon neben Mewtu und Mauzi funktionieren kann. Wenn der fluffige Detektiv dann aber Weisheiten raus kloppt wie: „Ein Täschen Kaffee in Ehren, kann auch Harry nicht verwehren.“ und dabei frech grinst, fangen wir unweigerlich zu lachen an.

Das Spiel wurde mit der Pokemon-Welt verknüpft. So erhalten Fans keine neue abstrakte Welt sondern eine schlüssige Welt die sie kennen.

Besonders gefallen hat uns der Fall um Milo. Er verbindet die Entwicklung von Pokemon mit der Entiwcklung eines Menschen (Milo = Milotic). So wird eine komplexe Verbindung zwischen Menschen und Pokemon erzeugt, die sogar eine tiefere Message hat.

Heurepika!“   (10.08.2019)


 

„Secret of Mana“ (1993)

Genre: JRPG, Action

Testplattform: SNES (Classic Mini Version)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Jayes meint - Spielenswert

Wenn man berücksichtigt, dass Secret of Mana bereits 1993 für das SNES erschien, ist es sicherlich mindestens eines der besten Rollenspiele der 16-Bit Ära.

Aus heutiger Sicht ist das JRPG jedoch schlecht gealtert. Vor allem die sich ständig in der Umgebung verhakenden Mitstreiter, erweisen sich als dauerhafter Nervfaktor.

Weitere Ungereimtheiten finden sich im Kampfsystem, bei dem man viel Zeit in den verschachtelten Menüs verbringt.
Während des Kämpfens fällt negativ auf, dass man wenig bis gar nicht nachvollziehen kann, in welchen Momenten der Gegner von Schlägen getroffen wird oder nicht. Häufige Schläge ins Leere sind dabei ein Frustrationsgarant.

Innerhalb der Schnellreisefunktion, bekommt der Spieler nur die Himmelsrichtungen angezeigt, es wird namentlich nicht erwähnt, wo man sich überhaupt befindet. Wenn man also das Spiel nicht aus der damaligen Zeit sehr gut kennt, ist dauernde Recherche nötig, da nicht immer klar ist, welcher Ort als nächstes angesteuert werden muss.

Wenn man das Erscheinungsdatum berücksichtigt, ist Secret of Mana insgesamt dennoch ein spielenswertes Abenteuer, was auch viele Jahre nach Release zu verzaubern vermag und gerade für Fans von JRPG,s ein Must Play darstellt.   (28.01.2019)


  Weitere Wertungen


Lissa meint →     → Spielenswert   


Beschreibung

Secret of Mana ist ein japanisches Rollenspiel des Entwicklerstudios „Squaresoft“ (heute „Square Enix“). Es erschien im Jahr 1993 für das SNES. Der originale japanische Titel lautet Seiken Densetsu 2.

Das Spiel ist Teil der sogenannten „Mana-Serie“, welche elf Videospiele für verschiedenste Plattformen umfasst.

Secret of Mana war eines der wenigen SNES-Spiele, welches einen Dreispieler-Modus durch das Multitap-Zubehör ermöglichte.

Aufgrund der großen Beliebtheit des Spiels, erschienen zahlreiche Wiederveröffentlichungen für Virtual Console, iOS, Android, Nintendo Switch, PlayStation 4 und den PC.

Im Februar 2018 erschien außerdem ein Remake von Secret of Mana für die PlayStation 4.

Im Spiel steuert man die drei Protagonisten Randi, Purim und Popoi. Da Randi versehentlich das Siegel des Mana-Schwerts gebrochen hat, wird ihm die Aufgabe zuteil, die alte Ordnung wiederherzustellen. Das Trio begibt sich deshalb auf die Reise, um sich dem Kampf gegen das Imperium zu stellen.


Bilder

Die drei Protagonisten Randi, Purim und Popoi begeben sich auf eine beschwerliche Reise

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https://www.usgamer.net/articles/super-nes-classic-reviews-game-by-game-10-secret-of-mana

Die Menüführung in Secret of Mana

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https://goodmenproject.com/moustacheclubofamerica/greatest-video-games-ever-how-secret-of-mana-perfected-the-action-rpg/

In Secret of Mana gibt es zahlreiche Endgegner zu bezwingen

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https://warosu.org/vr/thread/5138290

In der deutschen Lokalisierung wurde mit Humor gearbeitet

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http://www.gamezone.de/Secret-of-Mana-Classic-32130/Lesertests/Secret-of-Mana-im-Lesertest-Leveln-im-Dreierpack-1117298/

Die Schnellreisefunktion beim manuellen Ansteuern

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Tamekks, https://www.youtube.com/watch?v=J2SWEATWhAY

 

„Kingdom Hearts“ (2002)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

„Kingdom Hearts“ ist ein japanisches Rollenspiel des Entwicklerstudios „Square Enix“ (damals „Squaresoft“).

Die Spielereihe besteht inzwischen aus ganzen acht Titeln. Viele davon wurden im Laufe der Jahre in HD-Collections neu aufgelegt.
Auch der erste Teil „Kingdom Hearts“ (2002), erhielt 2013 seine Remastered Version mit dem Beititel „Final Mix“.

Wie sich die berühmt berüchtigte Mischung zwischen „Final Fantasy“ und „Disney“ anfühlt, erfahrt ihr in unserem Test.


Genre: JRPGAction

Autor: Lissa

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 11.04.2019

Wertung:  


Lasst euch verzaubern

Holt das Popcorn und die Getränke heraus. Lehnt euch zurück und genießt die magische Geschichte von Kingdom Hearts. Für einen Moment wirkt es fast so, als wären wir gerade im Kinosaal bei einem Disney Film. Denn genau so fühlt sich Kingdom Hearts an. Wie ein langer, magischer und sehr emotionaler Film, mit unseren liebsten Disney Charakteren, vereint im Final Fantasy Universum.

Kingdom Hearts ist eine Spielereihe von Square Enix und kam ursprünglich im Jahr 2002 für die Playstation 2 auf den Markt. Die Reihe kombiniert die Welt von Final Fantasy mit der von Disney.
Ja genau, Final Fantasy und Disney, und das alles verpackt in einem Action-Rollenspiel. Klingt vielversprechend? Ist es auch!
Kingdom Hearts ist das erste Spiel der Reihe.
Das Spiel ist in Europa am 13. September 2013 als Neuauflage in einer HD-Collection („Kingdom Hearts HD 1.5 + 2.5 ReMIX“) mit dem Beititel Final Mix für die Playstation 4 erschienen.


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http://www.gamers.at/konsole/kingdom-hearts-hd-1-5-2-5-remix-im-test-21374

Unterschiede zur PS2 Version

Die HD-Grafik ist nicht nur der einzige Unterschied zur Playstation 2 Version.
Kingdom Hearts Final Mix enthält einige Veränderungen. Darunter das Auftreten von neuen Endgegnern, die so in der original Version nicht zu sehen waren. Auch die normalen Gegner, wurden nicht nur grafisch, sondern auch farblich etwas verändert. Die sogenannten „Herzlosen“ haben jetzt ein angepasstes Aussehen. Allgemein sind auch weitere neue Gegner hinzugekommen, sowie neue Waffen, neue Fertigkeiten, neue Sequenzen, ein paar Gummi-Jet Missionen, neue Ansem-Berichte und ein neues geheimes Ende.

Auf dem Hauptbildschirm ist uns auch noch eine Veränderung aufgefallen. Das Design wurde überarbeitet.
Wir sehen jetzt eine neue Zeichnung von Sora. Er trägt nun eine Kapuze und hält eine Flagge in die Luft.

Eine weitere Neuerung ist es, Zwischensequenzen überspringen zu können, denn das war im original Playstation 2 Game, nicht möglich.
Sogar die Kameraführung wurde etwas verbessert. In der Playstation 2 Version hat Sora uns ab und an die Sicht versperrt, wenn die Kamera sich gedreht hat, was ganz schön nervig sein konnte. Dies wurde nun so gelöst, dass Sora unsichtbar wird und das Bild für die Kamera frei bleibt.

Zuguterletzt wurden auch neue Szenen zur Klärung bestimmter Handlungspunkte, wie Riku‘s Reise und Andeutungen zu Kingdom Hearts II eingebaut.


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gameskinny.com

Die Geschichte von Sora und dem Schlüsselschwert

Die Geschichten der Kingdom Hearts Reihe, hängen alle miteinander zusammen. Sie sind sehr komplex und tiefgründig, weshalb es in jedem Fall notwendig ist, die gesamte Spielereihe zu spielen, um die Handlung besser verstehen zu können.
Doch von was handelt die Geschichte von Kingdom Hearts eigentlich?

Das Spiel dreht sich um den jungen Sora, unseren Hauptprotagonisten. Nachdem seine Heimat von bösen Kreaturen heimgesucht wurde, begibt er sich auf eine spannende Reise, um seine Freunde zu suchen.
Während seiner Reise lernt er viele Charaktere der Disney-Filme, sowie Charaktere des Final-Fantasy-Universums kennen. Bestandteil seines Teams werden Donald Duck und Goofy. Die beiden sind nicht nur Teil der Gruppe, sie werden auch Teil von Soras Herzen und seine beste Freunde.

Mit Kingdom Hearts Final Mix beginnt die Geschichte chronologisch gesehen jedoch nicht. Davor sollte man Kingdom Hearts Birth by Sleep gespielt haben. Dieses spielt nämlich vor den Ereignissen von Sora und seinen Freunden.

Welche Teile ihr am besten wann und wie spielen sollt, um die Handlung chronologisch zu verfolgen, erklären wir euch hier in unserem Artikel.


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http://www.pcgames.de/Kingdom-Hearts-HD-15-Remix-Spiel-10603/News/Neue-Sammlung-fuer-PS4-angekuendigt-1211903/

Liebevolle Gestaltung

Die ganze Welt von Kingdom Hearts ist so liebevoll und farbenfroh gestaltet und erhält durch den Disney-Charme eine noch umwerfendere Atmosphäre, die uns schon nach der ersten Minute in seinen Bann gezogen hat.

Die Charaktere, ob Disney oder Final Fantasy sind so warmherzig in Szene gesetzt, dass es einfach nur Spaß macht, mit ihnen unser Abenteuer gegen die Dunkelheit anzutreten.
Wenn wir bedenken, dass das Spiel eigentlich eine Neuauflage eines alten Playstation 2 Spieles ist und jetzt trotzdem so hübsch aussieht, können wir nur begeistert auf unseren Bildschirm schauen.

Ganz besonders haben uns die Disney Welten gefallen.
Wer hat nicht schon immer davon geträumt, mit Peter Pan durchs Nimmerland zu fliegen oder einfach nur auf Honigsuche mit Winnie dem Puuh Bären zu gehen?


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https://www.primagames.com/media/files/kingdom-hearts-hd-15-remix-eguide/final_mix/objective14-4.jpg/PRIMAP/resize/618x/quality/80

Wir wollen euch hier nicht zu viel vorwegnehmen, denn die Disney Welten und die Geschichte, in Kombination mit einem herausragenden Soundtrack, sind das Herzstück der Spielereihe.

Wir konnten uns hier und da, auch mal einen Lacher nicht verkneifen, wenn wir zusahen wie Donald von Naseweis eins auf den Schnabel bekam. Denn dieser kleine Tollpatsch hatte immer wieder ein paar Sprüche für uns parat. Genau das macht die Geschichte auch aus. Neben der ganzen Dramatik, gibt es auch viele lustige Momente.

Gameplay und Kampfsystem

Wer Final Fantasy kennt, der weiß, dass sich „Square Enix“ mit Rollenspielen auskennt. Es hat uns grandiosen Spaß gemacht, unsere Gruppe mit Sora, Donald und Goofy aufzuwerten, ihnen neue Waffen und Rüstungen zu geben und einfach zu leveln.

Bei Kingdom Hearts wurde im Gegensatz zu den meisten Final-Fantasy-Spielen darauf geachtet, kein rundenbasiertes Kampfsystem zu kreieren, wie man es von Spielen wie Final Fantasy 7 oder Final Fantasy 10 kennt. Ihr steuert Sora wie ihr möchtet und könnt so eure Attacken ala Noctis (Final Fantasy 15) frei planen. Eure Kameraden Donald und Goofy kämpfen alleine. Ihre Angriffe könnt ihr nicht steuern.

Die Kämpfe laufen flüssig ab und wir konnten uns sehr schnell an die Steuerung gewöhnen. Wer bereits andere Spiele der Reihe gespielt hat, der gewöhnt sich schnell wieder an das altbekannte.


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https://www.gamereactor.eu/images/?textid=91264&id=886694

Ein kleines Extra gibt es durch die Option „Rufen“ im Kampfmenü.
Bei Final Fantasy nennt es sich „GF Rufen“ oder „Bestia herbeibeschwören“. Auch in Kingdom Hearts ist es möglich uns einen Helfer dazu zu holen, der für eine gewisse Zeit mit uns kämpfen kann. Das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen und ab und an unsere Freunde Simba oder Dumbo, mit uns in die Schlacht treten lassen.

Wir finden es jedoch schade, dass es keine Karte für die Orientierung gibt. Da das Spiel jedoch größtenteils linear ist, können wir den Punkt etwas verkraften. Es macht auch ohne Karte sehr viel Spaß, die Welten zu erkunden und mit Sora, Donald und Goofy unser Abenteuer zu bestreiten.

Es gibt drei verschiedene Schwierigkeitsstufen: Anfänger, Final Mix oder Profi . Wir haben uns an „Final Mix“ gewagt, was die Schwierigkeitsstufe „Normal“ sein soll. Für uns war es jedoch manchmal ganz schön knifflig, einen Endgegner zu besiegen.
Ohne Taktik und Überlegung, wären wir nicht viel weiter gekommen. Wenn ihr das Spiel jedoch auf „Profi“ durchspielt, könnt ihr dadurch, das Geheime Ende von Kingdom Hearts Final Mix freischalten.


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https://www.eurogamer.de/articles/2013-09-25-kingdom-hearts-1-5-hd-remix-test

Manga-Reihe

Durch den großen Erfolg von Kingdom Hearts, wurde daraufhin eine Manga Adaption von Shiro Amano veröffentlicht und auf den Markt gebracht.

Die erste Reihe beinhaltet vier Bände und erzählt die Geschichte zu Kingdom Hearts. Untypischerweise, muss man das erste Manga von links nach rechts lesen und die nachfolgenden Manga wie gewohnt von rechts nach links.

Zum Spiel Kingdom Hearts Chain of Memories gibt es derzeit zwei Manga. Zu Kingdom Hearts II wurden sieben Manga veröffentlicht und Kingdom Hearts 358/2 Days ist in fünf Bände unterteilt.

Lokalisierung

Schade finden wir, dass es keine deutsche Synchronisation zum Spiel gibt. Da wir alle mit den deutschen Stimmen unserer Disney Helden aufgewachsen sind, hätten wir uns über eine deutsche Synchronfassung gefreut. Wir müssen uns leider mit einer englischen Tonfassung und deutschen Untertiteln begnügen.
Die englische Tonfassung ist jedoch sehr hochwertig produziert und wir möchten und können diese auch nicht kritisieren.


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Jela Imijileb, https://www.youtube.com/watch?v=PdxAygThHYE

Funktionen und Spielzeit

Für die Statistik-Fanatiker unter uns, gibt es im Gameplay-Menü einen Unterpunkt der sich „Tagebuch“ nennt.

In diesem könnt ihr Charaktere nachschlagen und nachlesen aus welchem Universum diese stammen. Hier sind viele Informationen einsehen. Ihr könnt sogar eure Feinde auskundschaften und nachschlagen, wie viele ihr jeweils schon erledigt habt.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, was es mit der Spielzeit auf sich hat. Auch diese könnt ihr jederzeit erfassen und überprüfen. Die Spielzeit von Kingdom Hearts ist für uns vollkommen in Ordnung, denn ihr könnt 20-30 Stunden investieren oder auch bis zu 50 und mehr. Wir haben die Geschichte von Sora innerhalb von 25 Stunden durchgespielt, ohne dabei jedoch alle sammelbaren Objekte einzusammeln und die ultimativen Endgegner zu besiegen.
Wer also Spaß daran hat, das Spiel mit 100% zu beenden, kann dies mit einigen Spielstunden mehr erreichen.

Es gibt auch ein kleines Geschenk für jeden Spieler der Kingdom Hearts durchgespielt hat. Als Dankeschön schenken euch die Entwickler, ein Gratis Playstation 4 Design zum herunterladen.

Flug durch die Galaxien

Leider gibt es auch bei Kingdom Hearts etwas Kritik, die wir euch nicht vorenthalten wollen. Die „Gummi Jet“-Missionen sind unserer Meinung nach nicht wirklich sinnvoll und notwendig. Die Steuerung ist nicht präzise und das Baumenü sehr aufwendig.

Angelehnt an Final Fantasy können wir verstehen, weshalb es ein „Flugzeug“ für unsere Reise gibt. Wer die Final-Fantasy-Spiele kennt, der weiß, dass es auch dort gang und gäbe ist, mit einem Flugobjekt auf reisen zu gehen und die Welt zu erkunden.
Jedoch hat uns das Gameplay beim Fliegen nicht überzeugt.

Doch wir wollen euch jetzt nicht abschrecken. Im Verlauf des Spiels, könnt ihr die Schnellreise-Funktion freischalten. Diese ermöglicht es euch, bereits erkundete Gebiete schnell und ohne „Gummi-Jet“-Mission wieder zu besuchen. Jedoch ist dies nur bei bereits besuchten Welten möglich. Bei allen anderen, bleibt euch nichts übrig als weitere „Gummi-Jet“-Missionen zu spielen.


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tehSunBro, https://www.youtube.com/watch?v=ld0h5W2KZ8w

Magischer Soundtrack

An der Musik haben wir nichts auszusetzen. Im Gegenteil, die musikalische Untermalung ist so gut gelungen und lässt Fanherzen höher schlagen. In den Disney Welten werdet ihr nur zu gut einige Songs wiedererkennen. Aber auch Final-Fantasy-Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen. Lasst euch überraschen!

Die Musik der gesamten Spielereihe wurde von Yoko Shimomura komponiert und mit einem fabelhaften Orchester (New Japan Philharmonic Orchestra) durch Kaoro Wada eingespielt.
Für die Neuauflage Kingdom Hearts Final Mix wurden sogar ein paar extra Songs geschrieben und ins Spiel gebracht.

Ein bekanntes Lied wie z.B. „One Winged Angel“ von Nobuo Uematsu, hat es auch ins Spiel geschafft und das sehr passend, wie wir finden.

Fazit

Kingdom Hearts Final Mix war für uns ein unbeschreiblich schönes Spiel. Die verschönerte Grafik, für ein derart altes Spiel, hat uns sehr gut gefallen. Es hat Spaß gemacht, mit unseren Figuren durch die verschiedenen Welten zu reisen und viele bekannte Gesichter wiederzusehen. Auch der Soundtrack ist grandios und überzeugt uns allemal!

Doch warum geben wir nur eine Wertung von 8/10?
Trotz so viel Lob gibt es auch Kritik. Wie schon oben kurz erwähnt, haben uns die „Gummi-Jet“-Missionen nicht gefallen, sowie die fehlende Navigationskarte. Damit wurde der Spielfluss etwas beeinträchtigt.

Nichtsdestotrotz, für alle Disney- und Final-Fantasy-Fans, ist Kingdom Hearts sowieso sehr zu empfehlen. Mit dem ersten Teil der Hauptreihe sind wir sehr zufrieden. Wir können es jetzt schon nicht erwarten, uns wieder gemütlich vor den Bildschirm zu setzen und den nächsten Teil der Spielereihe zu spielen.

Wir finden, dass genau das ein Merkmal für ein ausgezeichnetes Spiel ist!


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https://www.gamepro.de/artikel/kingdom-hearts-hd-15-remix-im-test-es-war-einmal-,3027162.html

 

„Hellblade: Senua’s Sacrifice“ (2017)

  • 8.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Hellblade – Senua’s Sacrifice ist ein Action-Adventure des britischen Entwicklerstudios „Ninja Theory“ die vor allem durch die „Devil May Cry“ Spielereihe bekannt wurden.

Das besondere an dem Spiel ist der Fokus auf Psychosen und deren Auswirkungen auf die Protagonistin Senua.

Sicher auch deshalb wurde das Spiel mit Kritikerlob überhäuft und erhielt durchgängig sehr hohe Wertungen.

Auch derofa.de gibt 8,5 von 10 Punkten und erzählt euch im Folgenden, was es mit dem Spiel über die keltische Kriegerin Senua auf sich hat.

Genre: Action-Adventure

Autor: Steevo

Testplattform: PC

Verfasst am: 17.01.2019

Wertung:  


Das ist Hellblade

Ein kurzer paranoider Psycho-Trip durch eine unheimliche Welt, von dem Studio Ninja Theory, die bspw. das Partyspiel Kung Fu Chaos oder Devil May Cry 5 entwickelt haben.

Schon zu Beginn des Spiels wird gewarnt, dass in dem Spiel Psychosen dargestellt werden und Gewaltszenen, die manche Menschen als belastend empfinden könnten.


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http://checkpointgaming.net/features/2017/08/hellblade-senuas-sacrifice-bad-health/

Der richtige Ton

Bevor man das Spiel startet kommt noch die Meldung, dass man das Spiel mit Headset spielen sollte, damit der ganze Psycho-Spaß noch zusätzlich intensiviert wird. Ich habe natürlich beides probiert, mit Headset und mit meinen Stereo Lautsprechern. Der Sieger ist klar das Headset, wie es auch vom Spiel empfohlen wird. Man hört alles intensiver und die Effekte werden zusätzlich verstärkt wahrgenommen.
Wer kein Headset besitzt bekommt natürlich auch alles mit, nur eben nicht direkt ins Ohr, was den Effekt bei mir dann etwas gesenkt hat.

Direkt am Anfang merkt man schnell was mit der Psychosen-Warnung gemeint ist. Man hört überall verschiedene „Geräusche“ und die beklemmende Umgebung verstärkt das Ganze noch zusätzlich.


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https://www.pcgamesn.com/hellblade-senuas-sacrifice/hellblade-3d-sound

Die Story

Nun etwas zum Spiel selbst. Man spielt mit Senua, einer jungen Kriegerin, die ihre Mutter verloren hat und nur noch ihr fanatischer Vater bleibt übrig.
Zu Beginn begibt sie sich auf eine Reise in eine düstere Welt, um sich etwas wieder zu holen, das sie einst verlor.
Sie gibt die Hoffnung nicht auf und kämpft sich durch die qualvolle Welt, auch wenn das ihr Tod sein könnte.

Fans des Wikinger Zeitalters werden hier erfreut sein. Die Welt in der man agiert, spielt in der nordisch, keltischen Zeit. Zusätzlich gibt es Runensteine als Sammelobjekte. Wenn man sie findet, wird die Geschichte der nordischen Götter erzählt.


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https://www.gamespot.com/articles/nintendo-switch-getting-a-great-game-from-2017-hel/1100-6464995/

Das Spielerische

Senua hat noch dazu ein besonderes Merkmal. Ihre rechte Hand ist von einer Art Fluch betroffen. Jedes mal wenn sie im Spielverlauf durch Gegner zu Boden geht, wandert es den Arm hoch Richtung Kopf.
Sobald es im Kopf angelangt ist stirbt sie und der Fortschritt geht verloren, heißt es.
Am Anfang hat jeder gedacht, der komplette Spielstand sei dann verloren. Nach erscheinen wurde es aber direkt von den Spielern getestet und es hat sich herausgestellt, dass dies nicht so ist. Also keine Sorge, „Casual Gamer“ die nur sehr wenig spielen, brauchen keine Angst haben, dass der Spielstand verloren geht.

Die meiste Zeit läuft man durch lineare Level was aber überhaupt nicht stört, denn so kommt das Gefühl von Bedrängnis gut zur Geltung.
In jedem Abschnitt gibt es auch bestimmte Aufgaben die man lösen muss um seinem Ziel näher zu kommen. Aber keine Angst man muss keinen Harvard Abschluss haben um auf die Lösung zu kommen.

Das Spiel verzichtet auch komplett auf jegliche Infos auf dem Bildschirm, wie zum Beispiel eine Lebensanzeige oder Wegpunkte. Diese sind aber auch nicht nötig, da es meist nur einen Weg gibt.

Zwischendurch erscheinen natürlich auch Gegner, denen man sich im Kampf stellen muss. Senua besitzt nur ein Schwert, sonst nichts. Keine Extras wie Tränke oder Schilde.
Die Steuerung geht einfach von der Hand, die Kämpfe sind ausbalanciert und sehen dazu noch gut aus.


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https://www.criticalhit.net/review/hellblade-senuas-sacrifice-review/

Fazit

Viel mehr gibt es zu dem Spiel auch nicht zu sagen. Mit einer Spieldauer von ca. 7 Stunden ist es relativ kurz aber hier zählt Qualität statt Quantität.

Die Entwickler haben hier ganze Arbeit geleistet, es fehlt einem an nichts.
Jeder der es gerne mal etwas düsterer mag, ein paar einfache Rätsel lösen will und zwischendurch kämpfen mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Das Spiel ist eine klare Kaufempfehlung!


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https://www.playcentral.de/spiele-news/hellblade-senuas-sacrifice/release-termin-nintendo-switch-version-steht-fest-id77721.html

 

„Uncharted: The Lost Legacy“ (2017)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Uncharted: The Lost Legacy ist der nun sechste Teil der erfolgreichen Action-Adventure Reihe, welche seit 2007 exklusiv für Sonys Playstation erscheint. Das Spin-off kommt zum ersten Mal ohne den Hauptprotagonisten Nathan Drake aus und war zuerst als DLC, zu dem im Jahr 2016 erschienenen Uncharted 4: A Thief’s End geplant. Wohl auch wegen dem großen Umfang und der hervorragenden Qualität, entschied sich Entwicklerstudio Naughty Dog, das Spiel als Stand-Alone Erweiterung zu veröffentlichen. Wie der Ableger im Test abschneidet, erfahrt ihr im Review auf derofa.de

Genre: Action-Adventure, Third-Person-Shooter

Autor: Steevo

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 13.10.2018

Wertung:  


Der bekannte Tomb Raider Vergleich

Anfangs hat es mich wirklich sehr stark an Tomb Raider erinnert, da man diesmal nicht mit Nathan Drake spielt, sondern mit Chloe Frazer, die eigentlich jedem Uncharted Fan von Teil 2 & 3 der Reihe bekannt sein sollte.

Rätsel lösen, die bösen Buben ausschalten, einen Schatz finden, während man in vergessenen Orten agiert und erstaunliche Landschaften genießt.
Dies trifft auf beide Spiele so ziemlich genau zu.
Doch die Geschichte und Spielmechanik sind im typischen Uncharted-Stil.



Offenere Spielwelt seit Uncharted 4

Anfangs gibt es ein offeneres Areal, wie man es schon von Uncharted 4 kennt, welches man zu Fuß oder mit dem Jeep frei erkunden kann. Egal auf welche Weise man durch das Areal forscht, es beeindruckt einen sehr, wenn man durch die Landschaft schlendert und die tolle Atmosphäre genießt. Wenn man nicht gerade dem Gegner den Helm von der Birne schießt.

Während man in der offenen Welt alles erkundet, gibt es natürlich wieder einiges zu entdecken, wie in der Uncharted-Reihe zuvor auch. Hier ein Schatz, dort eine goldene Waffe oder andere interessante Artefakte.



Die 2 Damen

Mit von der Partie ist Nadine Ross die einen ständig begleitet. Und wie es so ist zwischen zwei Frauen, gibt es hier und da mal eine Auseinandersetzung, die man leider nicht umgehen kann.
Für den einen nervig, für den anderen vielleicht ganz amüsant, doch das legt sich zum Glück im Verlauf des Spiels.

Im späteren Spiel werden die Level dann wieder linearer, so wie man es gewohnt ist. Es gibt immer noch hier und da Ecken, die vom eigentlichen Weg abführen aber am Ende gibt es nur einen Weg zum Ziel.



Fazit

Ein Muss für jeden der Actionspiele mit atemberaubenden Landschaften mag oder gerne hier und da mal ein Rätsel löst, während man in einer düsteren Höhle unterwegs ist.


 

„Mad Max“ (2015)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Schrott in der postapokalyptischen Ödnis sammeln, die Gegner genüsslich zu Brei hämmern oder einfach über den Haufen fahren. Es kommt vieles zusammen, auf der Suche nach dem gestohlenen V8 Motor.
Das 2015 erschienene Warner Bros. Game Mad Max im Test auf dem PC.

Genre: Action-Adventure

Autor: Steevo

Testplattform: PC

Verfasst am: 18.06.2018

Wertung:   


Das Spiel zur Filmreihe

Im Spiel handelt es sich um das gleiche Szenario wie in der gleichnamigen Filmreihe „Mad Max“.

Eine schöne offene postapokalyptische Welt, hässliche Gegner die sich Warboys nennen und ein Mechaniker der aussieht wie Quasimodo. Der einzige Unterschied, er heißt Chumbucket und steht einem die meiste Zeit zur Seite, um Max seinen geliebten V8 Motor wieder zu beschaffen.
Er wurde ihm abgenommen von Lord Scrotus, dem Herrscher über das Ödland.



Offene Spielwelt

Während der Reise durch die Steppe, verbessert man seine Fähigkeiten und baut sich derweil einen Ersatzwagen zusammen, um dem Lord den Garaus zu machen.
Es gibt einiges zu tun wie z.B. Festungen erobern, Sammelobjekte suchen, Türme zerstören und das Allerwichtigste: Schrott sammeln, damit man seine Skills ausbauen kann.
Mehr gibt es zu dem Spiel nicht zu sagen, denn zuviel möchte ich auch nicht verraten.

Wer die Spiele von Warner Bros. kennt, wie z.B. die erfolgreiche Batman-Reihe, dem kann ich das Spiel getrost empfehlen.
Es ist die gleiche Engine und Spielmechanik die sehr gut gelungen ist, wie ich finde. Die PC Version läuft sehr flüssig, es gab keinerlei Probleme.



FAZIT

Wenn ihr Bock auf ein Action-Spiel habt, bei dem ihr die Gegner genüsslich zu Brei hämmert oder einfach über den Haufen fahren wollt, ist „Mad Max“ eine klare Kaufempfehlung.


 

„ICEY“ (2016)

  • 8.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Entwickler zur Weißglut bringen – im Action-Side-Scroller ICEY.

Genre: Action, Side-Scroller

Autor: Steevo

Testplattform: PC

Verfasst am: 10.06.2018

Wertung:  


Ein Action-Side-Scroller der anderen Art

Eigentlich bin ich nicht der größte Fan, wenn es um Side-Scroller Spiele geht.
Bei „ICEY“ war das allerdings anders. Schon von Beginn an gibt es einen Erzähler in dem Spiel, der einem sagt was man zu tun hat.
Das besondere dabei ist, dass der Erzähler auch gleichzeitig der Entwickler des Spiels ist.

Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass der Erzähler live mit einem redet und genau das, hat mir an dem ganzen Spiel so gefallen.
Während die Gegner eher uninteressant waren, war es umso lustiger, sich dem Erzähler zu Widersetzen.
Dann wurde er nämlich ziemlich stinkig, denn um das volle Spiel auszukosten, gibt es etliche Wege die einem verheimlicht werden.

Das Kampf- und Levelsystem war zwar sehr einfach aber dafür gut gemacht, was noch einen Pluspunkt mit sich brachte.



Kurze Spielzeit

Leider fand ich das Spiel viel zu kurz, denn es hat mir echt Spaß gemacht die geheimen Orte zu entdecken und somit den Erzähler zur Weißglut zu bringen.

Im Allgemeinen ein lohnenswerter Titel, der viel Spaß mit sich bringt, wenn man das volle Potenzial des Spiels ausnutzt.


 

„The Witcher 3: Wild Hunt“ (2015)


Monsterjagd in „The Witcher 3: Wild Hunt“.
Fans und Fachpresse sind sich einig. Das Action-Rollenspiel des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt Red, ist eines der besten Spiele die jemals entwickelt wurden. Mit Auszeichnungen überhäuft (unter anderem „Game of the Year“) reiht sich das Werk in die Liste der prägendensten Videospiele der Neuzeit ein. Ein Stück Videospielkultur, genauer angeschaut in den Reviews von Steevo und Jayes.


Review zum DLC „Blood and Wine“ (2016)

Genre: Action, RPG

Autor: Steevo

Testplattform: Playstation 4

Verfasst am: 18.05.2018

Wertung:   


Man kann schon fast sagen, dass dieser DLC ein komplettes Spiel sein könnte.
Mit geschätzten 30 Stunden Spielzeit, bietet es um einiges mehr als manche Vollpreistitel.

Nachdem ich schon über 100 Stunden im Hauptspiel verbracht hatte, habe ich den DLC gespielt.
Mein erster Eindruck war einfach à la bonne heure. Genau so und nicht anders stelle ich mir einen DLC vor.



Der Beginn einer Reise

Die Reise beginnt in einer neuen Umgebung die sich Toussaint nennt.
Man merkt gleich zu Beginn, es ist alles viel farbenfroher und hübscher gestaltet.
Wie im Hauptspiel haben die Entwickler auch hier ein Auge fürs Detail.
Erstmals bekommt man sein eigenes Heim, man kann seine Rüstung färben und es gibt neue Schulen-Rüstungen.
Die meisten Quests sind wie erwartet umfangreich und gut gemacht. Es gibt aber natürlich auch wieder Quests die den Spielverlauf ändern.
Es gibt einiges zu entdecken in Toussaint und auch der Humor von Geralt von Riva ist nicht auf der Strecke geblieben in einigen Szenen.



Hexer Geralt wieder in Bestform

In diesem DLC gibt es einfach nichts zu meckern. CD Projekt RED hat hier alles richtig gemacht. Gameplay, Atmosphäre, Charaktere und und und. Es kommt alles sehr authentisch rüber. Ein großes Lob an das Entwickler Team.

Für jeden der das Hauptspiel geliebt hat bzw. Für jeden der RPG‘s mag, ist das ein absolutes Muss.

Für einen DLC eine glatte 10/10.


 

„Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ (2007)


Ein altes Vorurteil besagt, Nintendos Zielgruppe sind auschließlich Kinder.
Nicht im ersten Prof. Layton Teil, wie unser Autor im Review zu „Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ feststellt.


Genre: Rätsel, Adventure

Autor: Jayes

Testplattform: Nintendo 3DS

Verfasst am: 28.02.2016

Wertung:  


„Professor Layton und das geheimnisvolle Dorf“ ist liebevoller und herausragender Rätselspaß für die Erwachsenen Nintendo Liebhaber, die Lust auf anspruchsvolle Unterhaltung haben.
Und genau das ist das faszinierende an dem Spiel.

Wo wir von Nintendo eher Spiele gewohnt sind, bei denen sowohl jüngere als auch ältere Spieler ihren Spaß und ihre Möglichkeiten haben, so ist das bei Layton nicht der Fall, denn die meisten der gestellten Aufgaben, können von Kindern schlicht nicht gelöst werden.

Der erste Teil der Prof. Layton Reihe und der kommerzielle Erfolg dessen, ist ergo der Beweis dafür, dass Nintendos Zielgruppe auch weit über dem jüngeren Publikum liegen kann.

Der Soundtrack hätte etwas abwechslungsreicher sein können aber darüber hinaus, ist das Spielprinzip, hunderte Rätsel mit einer spannenden Geschichte in einem virtuellen Dorf abwechslungsreich zu kombinieren, absolut genial umgesetzt.