Harry Potter und das verwunschene Kind – Das Theaterstück (2022)

Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin

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Das Theaterstück

Harry Potters magische Geschichten haben unser Herz schon damals berührt und stehen bis heute für eine einzigartige Reise durch eine magische fantasievolle Welt, mit Hexen und Zauberern und allerlei phantastischen Tierwesen.  Im Jahr 2007 endete die Geschichte im Roman von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ in Papierform, von dem Jungen der überlebte. Die Kinoverfilmung hatte seine Veröffentlichung  mit „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ im Jahre 2011.

Am 26.Juni 2015 zum 18.Jahrestag der Veröffentlichung des ersten Harry-Potter-Romans „Harry Potter und der Stein der Weisen (1997)“ verkündete die Autorin J.K. Rowling das es ein Prequel zu Harry’s Geschichte geben wird. Im Jahr 2015 wurde dann bekanntgegeben, dass es sich eher um ein Sequel handelt mit dem Namen „Harry Potter and the cursed child“. Die Geschichte dazu sollte in einem 2-teiligen Theaterstück vorgestellt werden. Man hatte somit die Wahl das Stück in zwei Tagen oder das Musical an einem einzigen Tag zu erleben. Dies führte zu kontroversen Diskussionen. Man müsse sich somit zwei Tickets für ein Musical kaufen.

Bereits einen Tag nach der Premiere in London, wurde das Skript des Stücks am 31.Juli 2016 als gebundenes Buch in den Handel gebracht.

Fun Fact: Der 31. Juli ist sowohl Harry Potters als auch J. K. Rowlings Geburtstag.[1] Ein passendes Datum für solch eine Bekanntgabe bzw Veröffentlichung.

Wir von derofa.de möchten euch erzählen was wir vom neuen Theaterstück halten. Wir hatten nun die Möglichkeit dieses Stück 2022 in Hamburg zu erleben.

Das Musical in Hamburg feierte seine Premiere am 5. Dezember 2021 . Bereits im März 2020 sollte das Stück seine Premiere in Hamburg feiern, dies wurde jedoch aufgrund der COVID-19 Pandemie mehrfach verschoben.


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Die Handlung – 19 Jahre später

Es sind nun genau 19 Jahre vergangen seit dem Harry Potter Lord Voldemort in die Heiligtümer des Todes bezwungen hat. Nun sind Harry und Co. erwachsen geworden und müssen sich mit dem Alltag rumschlagen. Harry Potter (nun 37-Jahre alt) ist jetzt ein Mitarbeiter des Zaubereiministeriums. Nebenbei, dreht sich jedoch alles um einen Sohn von Harry –  Albus Severus Potter!

Sein Sohn ist nun 11-Jahre alt und die Zeit ist reif für seine erste Fahrt mit dem Hogwarts-Express. Der eher schüchterne, unsichere Junge hat Angst davor in Hogwarts zu Slytherin zu kommen. Sein größter Wunsch ist es, so wie sein Vater oder auch sein älterer Bruder auch vom magischen Hut nach Gryffindor geschickt zu werden. Es fühlt sich fast alles an wie früher – 19 Jahre zuvor, als Harry Potter das erste Mal in den Hogwarts-Express gekommen ist.

Nach dem Albus Severus sich von seinen Eltern verabschiedet hat beginnt sein neues Abenteuer. Er möchte zugleich sehnlichst auch so gute Freunde wie sein Vater damals finden. So gute Freunde wie Ron und Hermine. Im Hogwarts Express macht er eine neue Bekanntschaft und trifft auf den Jungen Scorpius Malfoy. Eines ist klar – der Junge Albus Severus hat mit allerlei Sachen in Hogwarts und in der Muggelwelt zu kämpfen.

Obwohl die beiden Teile insgesamt 6 Stunden gehen, wurde uns zu keiner Zeit langweilig. Die Handlung ist nicht platt erzählt worden und nimmt das Publikum von Szene zu Szene weiter mit ins nächste Abenteuer.


19 Jahre später beginnt wieder für „einen“ Potter die erste Fahrt im Hogwarts-Express

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Das Theaterstück – Schauspiel, Kostüm, Kunst

Da wir das Musical in Hamburg gesehen haben können wir nur von der Erfahrung in Hamburg sprechen und diese bewerten.

Die Darsteller/Das Schauspiel

In Hamburg wurden etliche Darsteller für die Rollen gecastet. Das Ensemble besteht insgesamt aus 35 Darstellern. Da die Darsteller sich immer mal wieder abwechseln/ausgewechselt werden, möchten wir euch jetzt nicht alle aufzählen. Klar ist zu sagen, dass die Akteure eine grandiose Performence gezeigt haben. Der Schauspieler in der Rolle von Harry Potter spielt den erwachsenen Harry so authentisch wie Daniel Radcliff selbst – die Ähnlichkeit zu Radcliff ist uns auch direkt ins Auge gestochen. Insgesamt ist es eine sehr gut gecastete Besetzung.

Wir sind auch beeindruckt das sich die Besetzung so viel Text merken kann – denn das Theaterstück besitzt 2 Teile die alle an einem Tag vorgeführt werden (für insgesamt 6 Stunden), sprich dies fordert noch mehr Text einzuüben.  Es kam zu keiner Zeit zu Fehlern – jedenfalls keiner der uns aufgefallen ist. Wirklich grandiose Leistung der Besetzung – Hut ab!


Die Besetzung in Hamburg

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Die Kostüme

Hier wurde sehr auf das Detail geachtet. Jedes so kleine Merkmal wurde berücksichtigt.

Es wirkt alles so echt, fast so als wären wir auch ein Teil des Stücks – ein Teil der Welt von Harry Potter! Wie schön sehen die Umhänge in Hogwarts aus? Oder Farben der Häuser. Zudem wurden das Setting bzw. das Set fast schon perfektioniert.

Die Kulisse lässt uns nicht daran Zweifeln hier und jetzt an Ort und Stelle zu sein, in der Welt von Harry Potter. Erlebt es selbst und staunt über das Detailreichtum dieser magischen Show.


Die Schüler von Hogwarts mit ihren Hausfarben

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Bühnenkunst – Lichteffekte und Co.

Kommen wir zu unserem persönlichen Highlight des Theaterstücks. Die gezeigten Lichteffekte ob mit dem Zauberstab, einem bewegenden Bild oder einem Anruf in der Telefonzelle in London, in dem der Anrufer ins Telefon gezogen wird – wir wurden durch diese Effekte so sehr beeindruckt das wir 2-Mal hinsehen mussten, um zu erkennen was da gerade vor sich geht. Um zu erkennen WIE solch eine Darstellung zu stande kommen kann.

Alles wirkt so verdammt magisch und liebevoll, eine zauberhafte Welt die das Publikum im wahrsten Sinne „verzaubert“. Hier hat sich John Tiffany als Theaterregisseur selbst übertroffen.

Wir können nur verträumt davon erzählen und wünschten uns diese magische Welt erneut erleben zu dürfen. Es ist ein großer Aufwand den John Tiffany für das Stück erbracht hat. Das ist sehr zu bewundern. Denn das ist man sonst nur von anderen Musical-Produktionen gewohnt.

Tatsächlich gibt es etliche Momente, in denen Bühnen-Effekte, Choreografien und laut einsetzende Musik nahelegen: Jetzt wird gesungen! Wird nicht. Statt dessen wird gezaubert. Es wird im ganzen Stück kein Wort gesungen. Selbst das hat uns jedoch nicht gestört. Es hat einen gewissen Charme, wenn wir uns Gesang gewünscht haben, doch die Vorführung dies so clever umgesetzt hat, das wir keines missen mussten!


Die Lichteffekte sind ein Highlight der Show

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Fazit – ein Musical aus dem Herzen entsprungen

Wir können euch einen Besuch in dem Theaterstück nur empfehlen. Die Geschichte die 19-Jahre später spielt, versetzt euch erneut in das Harry Potter-Universum welches ihr bereits kennengelernt habt.

Wir hatten zuvor bedenken ob solch eine Handlung der Hauptreihe das Wasser reichen kann – JA kann sie! Auch wenn Harry Potter nicht der Hauptprotagonist dieses Abenteuers ist, gibt es genug Momente in denen wir altbekannte Gesichter wieder treffen (und das nicht nur wenig). Es gibt Momente die wir bewundert und Szene für Szene mitgefiebert haben.

Das Theaterstück bietet so viel! Neben authentischen Darstellungen, den so hoch gelobten Darstellern, einer humorvollen spannenden Geschichte und mit den Lichteffekten in Kombination der dargestellten Umgebung, bringt es uns uns 100% Harry Potter-Feeling.

Im diesem Sinne – Missetat begangen.


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Trailer

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Habt ihr euch bereits verzaubern lassen? Wenn ja, hinterlasst uns ein Kommentar und erzählt uns eure Erfahrung.

Auch wenn wir bei Artikeln keine Wertungen vergeben, konnte ich es mir nicht nehmen und eine Ausnahme machen und dem Musical eine Wertung geben.


Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 28.02.2022

Lesezeit: ca. 5 Minuten


 

Dexter: New Blood (2021 – 2022)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit „Dexter: New Blood“ erscheint gegen Ende 2021 eine direkte Fortsetzung zum netten Serienkiller von nebenan. In Deutschland fand die Premiere im Jahr 2021 auf der Streaming-Plattform Sky statt.

Dexter Morgan ist zurück! In insgesamt 10 Episoden erfahren wir was mit Dexter passiert ist. Die lang ersehnte Frage wird beantwortet und wir dürfen in das neue Leben von Dexter Morgan blicken.

Es bleibt bei den 10 Episoden, denn eine zweite Staffel ist bisher nicht in Planung.

Ob wir von derofa.de erneut wie bei seinem Vorgänger so begeistert vom Butcher waren, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

Genre: Drama, Thriller

Originaltitel: Dexter: New Blood

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Showtime Networks

Showrunner: Clyde Phillips

Regie: je Episode unterschiedlich

Drehbuch: Clyde Phillips

Produktion: John Goldwyn

Musik: Pat Irvin

Staffeln: Staffel 1 (10 Episoden) (2021-2022)

Länge: ca. 50-60  Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 18 (Stand: 15.02.2022)

Veröffentlichung: Staffel 01 (07.11.2021)

Universum: Dexter

Vorgänger: Dexter (2006 – 2013)

Nachfolger: bisher keiner bekannt

Ähnliche Titel: Mindhunter (2017), The Sinner (2017)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 15.02.2022

Lesezeit: ca. 3-4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Dexter Morgan ist zurück!

Nach nun ca. acht Jahren erscheint die von Fans heiss ersehnte Fortsetzung zu Dexter (2006-2013). Die neue Serie von Showtime mit dem Titel „Dexter: New Blood“ präsentiert sich im selben Stil seines Vorgängers und verknüpft an bisher gesehenes aus den letzten Staffeln an. „New Blood“ ist somit eine direkte Fortsetzung an das Staffelfinale von Dexter aus dem Jahr 2013.

In Deutschland wurden die deutschen Episoden nur auf der Streaming-Plattform Sky veröffentlicht.

„New Blood“ hat insgesamt 10 Episoden die uns direkt ins Auge stechen. Sofort zu Beginn verfallen wir in alte Erinnerungen. Denn selbst das Intro zur neuen Staffel ist eine Art Hommage an das Original welches wieder mit dem Dexter Opening Theme untermalt wurde. Für einen kleinen Vorgeschmack hören wir doch einmal in das Opening von Dexter/New Blood rein.


Das bekannte Opening Thema zu Dexter und New Blood

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Qualität vom Feinsten

Dennoch, die Fortsetzung soll uns eigentlich einen neuen Dexter Morgan vorstellen. Erneut dürfen wir uns über die sensationelle Leistung von Schauspieler Michael C. Hall freuen! Für uns ist und bleibt er immer Dexter Morgan. Die Schauspielkunst von Michael lässt nichts zu wünschen übrig. Er spielt seine Rolle als Dexter Morgan wiederholt beeindruckend gut! Selbst nach 9 Jahren hat sich an seiner Leistung nichts verändert.

Neben dem „Butcher“ bekommen wir auch wieder beeindruckende Nebendarsteller vor die Kamera.  Sie füllen die Handlung mit bemerkenswerten Darstellungen, die enorm authentisch wirken und selbst neben einem Dexter Morgan nicht untergehen. Der rote Faden in der Handlung erstreckt sich in der Geschichte durch die gesamten 10 Episoden und macht die Erzählung spannend,  emotional und aufwühlend zugleich!

Produktionsstudio der Serie ist abermals Showtime in Kooperation für Deutschland mit Sky. Am Studio hat sich nichts verändert, was man zur Regie jedoch nicht sagen kann. In „New Blood“ versuchen sich diverse Regisseure an der Gestaltung der einzelnen Episoden. Dies fällt jedoch keinesfalls auf. Während den 10 Episoden erleben wir feinstes Dexter-Feeling. Der Soundtrack und das Setting stimmen ein, schon wieder in das verrückte Leben von Dexter Morgan zu blicken. Die Qualität bleibt in der gesamten Staffel konstant gut.


Alles bleibt beim Alten… oder nicht Dexter Morgan? (Michael C.Hall)

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Die Dexter-Atmosphäre

Wir sprechen von einer sog. „Dexter-Atmosphäre“. Doch was ist diese? Um was handelt „New Blood“? Wir versuchen die Story spoilerfrei zu halten, jedoch empfehlen wir diese nur den Zuschauern,  welche das Original 2006-2013 bereits gesehen haben.

Dexter Morgan ist zurück! Die Handlung spielt 10 Jahre nach den Ereignissen des Staffelfinales. Dexter Morgan war nie fort!  Er hat sich ein neues Leben mit dem Namen Jim Lindsay aufgebaut. Alles sieht und scheint so normal aus. Etwas das sich Dexter viele Jahre sehnlichst gewünscht hat. Die Gesamtheit wirkt und fühlt sich genauso an wie früher.

Der einst furchtlose Rächer mit seinem dunklen Begleiter hat seine Vergangeheit aufgegeben und versucht sich in dem kleinen Örtchen Iron Lake unter die Bewohner zu mischen. Er möchte ganz und gar nicht auffallen. Damals noch als Blutspur-Ermittler tätig, arbeitet Jim oder sollen wir sagen Dexter als Verkäufer in einem Geschäft für Jagdwaffen und Anglerbedarf – sehr ironisch, wenn man bedenkt, dass Dexter früher selbst ein Jäger war.

Eine Reihe von Vorfällen ereignen sich in Iron Lake und Dexter wird schnell bewusst, dass sein „düsterer Begleiter“ nie wirklich verschwunden war.

Neben Ermittlungen in denen Dexter auch verwickelt ist, taucht aus dem Nichts sein Sohn Harrison auf. Dexter ist nun Vater mit einem dunklen Geheimnis und er bemerkt schnell, dass diese Kombination eines normalen Lebens und die des alten Dexter Morgans zu Komplikationen führen kann. Ihm werden viele Steine in den Weg gelegt, sodass klar wird, dass ein normales bürgerliches Leben schwierig wird, für Dexter vielleicht sogar unmöglich ist.

Ob innerhalb der 10 Episoden auch altbekannte Gesichter zu sehen sind, wollen wir euch hier und jetzt nicht verraten. Umso schöner ist es für euch „unwissend“ zu sein und evtl. überrascht zu werden. „New Blood“ fühlt sich einfach genauso an wie damals. Ja, das ist für uns die Definition der „Dexter-Atmorsphäre“. Genau das Richtige für eingefleischte Dexter-Fans!


Harrison (Jack Alcott) und Dexter (Michael C.Hall) versuchen ein normales Leben zu führen und finden sich erneut inmitten einer Ermittlung der Polizei wieder.

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Fazit – altbewährtes bleibt Gut

Zur perfekten 10/10 hat es jedoch nicht ganz gereicht . Warum nur ? Wie empfinden die neue Serie (Staffel) überaus gut und wir sind durchaus zufrieden mit dem Ergebnis, jedoch stellen wir als Dexter-Fan schnell fest „Ja, die Originalserie ist und bleibt das Meisterwerk!“.

Diese Fortsetzung kann dem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Dafür hat doch noch etwas gefehlt. Etwas das wir in Dexter so zu tiefst verschlungen haben. Oder ist es einfach die Entwicklung der Geschichte? Alles verändert sich, alles wird neu? Jedenfalls manchmal…

In summa summarum haben die Produzenten nun die Handlung des Bay Harbor Butchers und seinem düsteren Begleiter eine würdige Fortsetzung bzw. ein würdiges „Ende“ gegeben. Denn es ist noch fraglich ob es zu einer weiteren Staffel von „New Blood“ kommen wird.

Wir würden das Ende so wie es jetzt geschrieben ist am liebsten genau so belassen. Aber wer weiß, denn die Kreativität der Autoren weist manchmal keine Grenzen auf.


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Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Dexter: New Blood“.

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Was haltet Ihr von der heiss ersehnten Fortsetzung von Dexter? Teilt eure Gedanken zu „New Blood“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der „Bay Harbor Butcher“ auch.


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The Witcher (2019 – …)

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  • 8.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Mit „The Witcher“ läutete Netflix im Jahr 2019 den Start einer neuen Serienadaption rund um Geralt von Riva ein.

Bücherwürmern und Videospielern ist der mutierte Hexer bereits bestens bekannt. Die Netflix-Serie will sich zwar an der Buchvorlage orientieren, doch steckt nicht vielleicht auch etwas Videospiel in der Produktion?

Was die einzelnen Staffeln bisher zu bieten haben, verraten wir euch übersichtlich in unseren Kritiken zu „The Witcher“.

Genre: Fantasy, Action, Abenteuer

Originaltitel: The Witcher

Produktionsland: USA, Polen

Produktionsfirma: Netflix | Sean Daniel Company, Stillking Films, Platige Image, One of Us, Cinesite

Showrunner: Lauren Schmidt Hissrich

Regie: Alik Sakharov, Alex Garcia Lopez, Charlotte Brändström, Marc Jobst, Stephen Surjik, Sarah O’Gorman, Ed Bazalgette, Louise Hooper

Drehbuch: Lauren Schmidt Hissrich, Jenny Klein, Beau DeMayo, Declan de Barra, Sneha Koorse, Haily Hall, Mike Ostrowski, Clare Higgins, Sneha Koorse, Matthew D’Ambrosio

Produktion: Sean Daniel, Jason Brown, Tomasz Bagiński, Jarosław Sawko, Lauren Schmidt Hissrich, Alik Sakharov

Musik: Sonya Belousova, Giona Ostinelli (Staffel 01) | Joseph Trapanese (Staffel 02)

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2019), Staffel 02 (8 Episoden) (2021), Staffel 03 (angekündigt)[1]

Länge: ca. 47-67 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 16 (lt. Netflix) (Stand: 08.02.2022)

Veröffentlichung: Staffel 01 (20.12.2019), Staffel 02 (17.12.2021), Staffel 03 (angekündigt)

Universum: The Witcher

Nachfolger: The Witcher: Nightmare of the Wolf (Prequel, Animationsfilm) (2021), The Witcher: Blood Origin (Prequel, Realserie) (2022)

Ähnliche Titel: The Mandalorian (2019 – …), Cowboy Bebop (2021)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Witcher_(TV_series) | https://de.wikipedia.org/wiki/The_Witcher_(Fernsehserie)#Episodenliste

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Lesezeit Beschreibung: ca. 1 Minute

Beschreibung – Hexer in Serie

Mit “The Witcher” veröffentlichte Netflix im Jahr 2019 eine neue Serien-Adaption rund um den Hexer Geralt von Riva.

Die Serie basiert auf der polnischen Buchreiche des Autors Andrzej Sapkowski, der sogenannten “Geralt-Saga”.

Internationale Bekanntheit und popkulturelle Relevanz erlangten die Geschichten über den “weißen Wolf” insbesondere durch die Videospiel-Interpretationen des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt RED.

Dessen dritter Teil aus dem Jahre 2015 erhielt laut Entwickler mehr als 800 Auszeichnungen, davon ca. 250 für das Spiel des Jahres.[1]

Die neue Netflix-Serie orientiert sich an den Büchern von Sapkowski, setzte jedoch Charaktere und/oder Ereignisse in einen anderen Kontext zur Vorlage.[2] Im Verhältnis zum Videospiel “The Witcher 3: Wild Hunt” (2015), erzählt die Fantasy-Serie eine Vorgeschichte mit einem jüngeren Geralt von Riva.

Die Hauptrolle des Geralt wird vom britischen Schauspieler Henry Cavill verkörpert, der besonders für seine Rolle als Superman in den Comic-Verfilmungen “Man of Steel” (2013) sowie “Batman vs. Superman” (2016) bekannt ist. In weiteren Rollen sind Freya Allan sowie Anya Chalotra zu sehen.

Die erste Staffel umfasst acht Episoden und wurde am 20. Dezember 2019 auf der Streaming-Plattform Netflix veröffentlicht.

Eine zweite Staffel wurde von Netflix am 17. Dezember 2021 veröffentlicht und umfasst erneut acht Episoden.[3] Eine dritte Staffel ist angekündigt, soll wohl aber frühestens 2023 erscheinen.[4]

Review – Staffel 01 (2019)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 29.02.2020

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit der ersten Staffel)


„Der weiße Wolf“

In der Haupthandlung der eigentlichen Geschichte von „The Witcher“ – die in der neuen Serie nur grob angedeutet wird – wurde Geralt von Riva als Kind von seiner Mutter, der Zauberin Visenna, in der alten Festung der Hexer “Kaer Morhen” zurück gelassen. Dort erhielt er durch Mutationen, während der Ausbildung zum Hexer, übernatürliche physische Kräfte und geistige Fähigkeiten.[5]

Hexer werden in der Welt von “The Witcher” als aussätzige, abstoßende und verachtenswerte Geschöpfe betrachtet. Das bekämpfen von Monstern ist jedoch ihre Spezialität und wird deshalb klassischerweise mit Gold vergütet.

Mit seinem Pferd Plötze streift Geralt durch das Land. Durch eine Schicksalhafte Begegnung und der sogenannten “Vorhersehung”, ist er mit einem Kind aus dem Königreich Cintra verbunden. Als das verfeindete Königreich Nilfgaard in Cintra einmarschiert, holt Geralt die Verantwortung aus der Vorhersehung ein und er macht sich auf die Suche nach dem Kind.

Außerdem dreht sich die erste Staffel der Serie um eine Zauberin, die den Fans bereits bestens bekannt sein sollte sowie andere Weggefährten von Geralt. Diese möchten wir an dieser Stelle jedoch nicht verraten.


Schauspieler Henry Cavill als „der weiße Wolf“ in der Netflix Serienadaption

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Gamer-Herzen & Leseratten

Wir behaupten einfach mal: Nur eingefleischte Fantasy-Fans unter den Leseratten kannten die “Geralt-Saga” des polnischen Buchautors Andrzej Sapkowski, bevor das Entwicklerstudio CD Project RED im Jahr 2007 mit ihrer Spielereihe für größere internationle Bekanntheit des Hexers sorgte.

Mit dem dritten Teil “The Witcher 3: Wild Hunt” erreichte das Fantasy-Epos schließlich sogar den Mainstream und war für viele DAS Videospiel des Jahres – wenn nicht sogar das beste Spiel der vergangenen Dekade. Heute gilt es zweifelsohne als Maßstab im Rollenspiel-Genre.

Dass Netflix nun eine neue Serie rund um den wortkargen und abgeklärten Monsterschlächter Geralt in Auftrag gegeben hat, liegt deshalb wohl vor allem am großen Erfolg des Videospiels – auch wenn die Serie offiziell auf der Buchvorlage von Sapkowski basiert.

Die Vermutung liegt nahe, dass sich bei der Umsetzung nicht nur die Bücher, sondern auch die Videospielreihe genauer angeschaut wurde, um die zahlreichen Fans des Monsterjägers nicht zu verprellen.

Geralt von Riva ist jedenfalls ganz bestimmt ein Name der Gamer-Herzen höher schlagen lässt und für eine hohe Erwartungshaltung bei Fans der Bücher und Videospielen gleichermaßen sorgte.


Einige Cover der Buchvorlage die als „Geralt-Saga“ bezeichnet wird

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Quelle: https://fictionhorizon.com/best-order-to-read-the-witcher-books/

Links Monsterschlächter Geralt aus dem Videospiel von CD Projekt RED. Rechts der britische Netflix-Witcher Henry Cavill.

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Quelle: https://unleashthegamer.com/netflix-witcher-games-books/

High-Fantasy

Wer den Stoff von “The Witcher” kennt und bereits Bekanntschaft mit der düsteren und bezaubernden Fantasy-Welt gemacht hat, der fühlt sich sofort heimisch in den Landen, die uns stilistisch geradewegs in eine magische Version des europäischen Mittelalters versetzen. Sowohl in seiner altertümlichen Sprache als auch in seinen Kulissen erinnert die Serie an ähnliche Werke im Genre wie z.B. “Game of Thrones” (2011-2019).

Typisch für das High-Fantasy-Genre ist auch, dass “The Witcher” nicht immer leicht zu verstehen ist und viel Aufmerksamkeit vom Zuschauer erfordert. Unglücklicherweise verstärken die Produzenten diesen schwierigeren Zugang noch, indem sie die Serie teilweise zeitlich durcheinander erzählen. Dabei treffen verschiedene Zeitebenen auch mal innerhalb einer Folge aufeinander und müssen im Kopf erst verknüpft und eingeordnet werden. Dies kann verwirrend sein und manches mal konfus und chaotisch wirken.

Unsere Erwartungen erfüllt die neue Serie um den Hexer trotz dieser schwierigen Verbindung. In einer Kombination seiner Stärken und Bestandteile, weiß der weiße Wolf abzuliefern.

Da wäre als Basis die interessante Geschichte, die trotz oder gerade wegen der mehreren Zeitebenen, gut miteinander verzahnt scheint. Für die Ohren wäre da die überaus stimmige Musik, die zwar nicht ganz an den Soundtrack vom Videospiel “The Witcher 3: Wild Hunt” heran kommt – ganz einfach deshalb:


 

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©CD Projekt RED | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Aber dennoch für einige Gänsehautmomente sorgen kann:

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©Netflix | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Ästhetische, märchenhafte Umgebungen sowie eine Prise Brutalität im Kampfe, sorgen für die visuellen Reize. Abgerundet wird das Konstrukt durch eine ungewöhnliche, bittersüße Liebesgeschichte. All diese Elemente führen zu einer Sogwirkung und laden zum Eintauchen in eine ganz eigene Welt ein.


Der 32-jährige Brite Joe Batey spielt Rittersporn

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Fazit – Ein verheißungsvoller Aufbruch

Nicht wenige Fans machten sich sorgen, ob eine Serie zur “Geralt-Saga” wirklich funktionieren kann. Doch Netflix und die Produzenten beweisen aufgrund hoher Produktionsqualität, dass sie es kann.

Trotz seiner etwas kryptischen Erzählung und zeitlichem Wirrwarr, bietet “The Witcher” in seinen acht Episoden viele spannende TV-Momente. Der auffällig gut gewählte Cast sowie das solide Skript funktionieren als Fundament und ergeben in Kombination mit Musik und visuellen Schauwerten eine ausgezeichnete Serie.

Ein verheißungsvoller Aufbruch also für unseren Hexer Geralt und seine Gefährten. Doch feststellen muss man auch: Staffel eins schafft, ähnlich wie die Star Wars-Serie „The Mandalorian„, nur eine erste Grundlage und wird erst im Verbund mit weiteren Staffeln wirklich zu einer epischen Reise werden können. Der Grundstein ist jedenfalls gelegt und Nachschub bereits für den 17. Dezember 2021 angekündigt.[6] Bleibt zu hoffen, dass “The Witcher” uns weiterhin durch seine Stärken verzaubern und entzücken wird.


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Trailer – Staffel 01

Der offizielle deutsche Trailer zur ersten Staffel von „The Witcher“

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Review – Staffel 02 (2021)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 03.02.2022

Lesezeit: ca. 2 Minuten (Direkt zum Fazit der zweiten Staffel)


Cirilla im Zentrum

Vor etwa zwei Jahren erschien die erste „The Witcher“-Staffel rund um den Monsterschlächter Geralt von Riva. Diese handelte selbstredend vom namensgebenden Hexer. Doch vor allem die Zauberin Yennefer von Vengerberg  (Anya Chalotra), spielte eine wesentliche Rolle und erhielt als detailliert ausformulierter Charakter mit großer Persönlichkeit, ihre Einführung als wichtige Hauptfigur der Serie.

Da ist es nicht verwunderlich, dass die Macher rund um Showrunnerin Lauren Schmidt Hissrich, dieses mal einem nicht weniger wichtigen Charakter aus dem „The Witcher“-Universum die große Bühne geben. Schließlich will das Universum aus den Vorlagen entfaltet und die Geschichte weitergebracht werden. Dieses mal steht alles ganz im Zeichen des Kindes aus der Vorsehung.

Während Geralt die Vater- und Beschützerrolle übernimmt, sucht Ciri nach sich selbst. Nachdem das Mädchen aufgrund des kriegerischen Angriffs von Nilfgaard, aus ihrer Heimat Cintra fliehen musste, sieht sie Anfangs verwirrt, schon bald einem neuen Leben entgegen.


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Mysterypuzzle ohne Zeitsprünge

Als kritikwürdig empfanden wir in Staffel eins vor allem die chaotische Erzählung, bestehend aus mehrere Zeitebenen. Von diesem Ansatz haben sich die Macher rund um Hissrich nun glücklicherweise verabschiedet. Dieses mal werden chronologisch die Geschehnisse rund um Geralt, sein Kind Ciri sowie die politischen Machtfehden und die vom Blut getränkten Schlachtfelder erzählt.

Die Handlung wurde dabei erneut weitesgehend aus den Büchern von Sapkowski entnommen, während im Unterschied zur ersten Staffel jedoch auch neue Handlungsstränge ohne Literaturvorlage verwendet wurden.[7]

Während Ciris Selbstfindungsprozess, Geralts Ambitionen als Beschützer sowie Yennefers Kriegstraumata nicht eh schon Stoff genug bieten würden, erfreuen die Nebenschauplätze ebenfalls mit spannenden Intrigen, rätlselhaften Mysterien und interessanten Charakteren. Dies geht ebenso erneut Hand in Hand mit den bezaubernden Kulissen und Kostümen.

Die zweite Staffel könnte man dabei als eine Art Mischung aus Mysterypuzzle und Hof-Debatten bezeichnen. Als Zuschauer rätseln wir mit, wo die dunklen Mächte ihren Ursprung haben, was Ciri damit zu tun hat und welch neue Fehden sich in den machtumkämpften Landen auftun.


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Fazit – Ein Hexer der sich macht!

Netflix „The Witcher“-Interpretation besticht in seiner Fortsetzung beinahe auf ganzer Linie und stellt eine klare Steigerung zur ersten Staffel dar.

Durch den Wegfall der verschiedenen Zeitebenen in der Erzählweise, fällt es deutlich leichter der Geschichte rund um Geralt, Ciri und Yennefer zu folgen. Trotzdem fehlt dabei in keiner Weise der Tiefgang, denn Wendungen oder auch mysteriöse, übernatürliche Rätsel, die nur wahre Hexer und Zauberer zu lösen vermögen, werden Euch geboten.

Es macht großen Spaß der Geschichte zu lauschen und sich erneut in eine andere Welt voller Magie, Machtspielchen und Altertümlichkeiten entführen zu lassen.

Besonders Ciris Charakter (Freya Allan) bekommt viel Entwicklungszeit zugesprochen und legt so bereits das weitere Fundament für eine dritte Staffel.

Da auch die Action, brachiale Monsterkämpfe und die Nebencharaktere, sowie politische Grabenkämpfe nicht zu kurz kommen, ist die zweite Staffel eine noch bessere Mischung, mit zwar weniger bittersüßer Romanze aber dafür wesentlich befriedigender Erzählweise.

Bleibt zu hoffen, dass dieses hohe Niveau auch für die dritte Staffel beibehalten werden kann. Einen Starttermin gibt es derzeit noch nicht.


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Trailer – Staffel 02

Der offizielle deutsche Trailer zur zweiten Staffel von „The Witcher“

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Was haltet Ihr von Netflix Version des weißen Wolfs? Teilt eure Gedanken zu „The Witcher“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Geralt auch.

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