Mindhunter (2017 - …)

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    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 8/10
8/10

Aus­ge­zeich­net

Erfolgs­re­gis­seur David Fin­cher ist zurück! Die­ses mal aber in Form einer TV-Serie, die unter Net­flix pro­du­ziert wor­den ist und seit 2017 aus­getrahlt wird.

Die auf einem Roman basie­ren­de Serie Mind­hun­ter zeigt sich als eine wei­te­re Per­le im Net­flix Uni­ver­sum, die mit ihren Thril­ler-Ele­men­ten durch­aus Punk­ten kann.

Was David Fincher’s Kri­mi­se­rie den Zuschau­ern offe­riert, zei­gen wir euch auf derofa.de.

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Gen­re: Kri­mi, Thril­ler, Dra­ma

Ori­gi­nal­ti­tel: Mind­hun­ter

Pro­duk­ti­ons­land: Ver­ei­nig­te Staaten

Regie: Joe Pen­hall

Musik: Jason Hill

Län­ge: ca. 40-60 je Episode

Wer­tung:   

Autor: Lis­sa

Ver­fasst am: 29.10.2019


Zurück in die Vergangenheit!

In Mind­hun­ter ver­setzt es uns in die 70er Jah­re zurück. Ein Jahr­zehnt mit vie­len Beson­der­hei­ten, wie zum einen das Ende der Hip­pie-Bewe­gung und zum ande­ren, dem Anfang neu­er Rock­mu­sik, die wir heut­zu­ta­ge als Punk­mu­sik kennen.

Die Serie dreht sich um ech­te Seri­en­mör­der, wie z.B. den Sek­ten­an­füh­rer Charles Man­son oder den Co-Ed-Kil­ler ali­as Edmund Kem­per, der bis heu­te sei­ne Stra­fe im Gefäng­nis in den USA absetzt.

Die Regie zur Serie über­nahm David Fin­cher. Sei­ne Fil­me haben eine gro­ße Fan­ge­mein­de und han­deln oft von Kri­mi­nal­ver­bre­chen. Die wohl bekann­tes­ten Fil­me von David Fin­cher sind u.a. „Fight Club“, „Sie­ben“ oder dem Film aus dem Jahr 2014 mit dem Titel „Gone Girl – Das per­fek­te Opfer“.

Mit Mind­hun­ter hat sich Fin­cher wie­der ein­mal über­trof­fen. Die Serie kom­bi­niert alles was wir bereits aus ver­gan­ge­nen Fil­men von ihm ken­nen. Im Okto­ber 2017 erklär­te Net­flix den Start der Eigen­pro­duk­ti­on auf Ihrer Strea­ming-Platt­form. Bereits einen Monat spä­ter, wur­de die Pro­duk­ti­on der zwei­ten Staf­fel kund­ge­macht. Im Jah­re 2019 war es Net­flix Usern nun mög­lich, die zwei­te Staf­fel zu genießen.

David Fin­cher hat in einem Inter­view preis­ge­ge­ben, dass er sich min­des­tens fünf Staf­feln für die Kri­mi­se­rie wünscht. Ob dies in der Rea­li­tät umge­setzt wer­den kann, wird sich noch zei­gen. Wir sind gespannt und wür­den uns über wei­te­re Staf­feln der Serie freuen.


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Guter Bulle, böser Bulle

Hol­den Ford (Jona­than Groff) ist ein FBI-Agent im Jah­re 1977. Zu die­ser Zeit war der Fort­schritt der Kri­mi­nal­psy­cho­lo­gie noch nicht sehr weit ent­wi­ckelt. Dem jun­gen FBI-Agen­ten wird es zur Auf­ga­be gemacht, unter­schied­lichs­te Seri­en­mör­der zu tref­fen und mit ihnen ein Pro­filing zu machen, um so unge­lös­te Kri­mi­nal­fäl­le auf­lö­sen zu kön­nen. Das FBI-Dezer­nat für Kri­mi­nal­ver­bre­chen infor­miert ihn dar­über, dass er die­ser Auf­ga­be nicht allei­ne gewach­sen ist und einen Part­ner bekom­men soll, der das Pen­dant zu ihm sel­ber ist. Bill Tench (Holt McCall­a­ny) wird sein Part­ner, was sich oft als nicht ein­fach erweist. Denn sein Part­ner benutzt eine ande­re Art der Ver­hör­tech­nik als FBI-Agent Hol­den. Die Ver­hal­tens­psy­cho­lo­gie ist für Hol­den das wich­tigs­te in sei­ner Arbeit, wohin­ge­gen Bill viel­mehr als direkt gilt und meis­tens eher auf kon­ven­tio­nel­le Arbeits­me­tho­den schwört.

Jona­than Groff und auch Holt McCall­a­ny spie­len ihre Rol­le der FBI-Agen­ten der 70er Jah­re über­aus über­zeu­gend und authen­tisch. Ihre Her­an­ge­hens­wei­se bei den ver­schie­dens­ten Seri­en­mör­dern lässt uns als Zuschau­er kei­ne Zeit zur Langeweile.


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Realitätsnahe Darstellung

Die Serie erweist sich als sehr detail­treu, was die Umge­bung und Dar­stel­lung der Gesell­schaft der 70er Jah­re betrifft. Es wird auf jedes Detail geach­tet, wie z.B. eine alte „retro“ Cola Fla­sche oder auch ande­re Gegen­stän­de die es so nur zur die­ser Zeit gab.

Für uns gibt es in Mind­hun­ter vie­le sehr gut gelun­ge­ne Kulis­sen, wel­che uns als Zuschau­er das Gefühl sug­ge­rie­ren sol­len, uns wirk­lich in den 70er Jah­ren zu befinden.


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https://www.reddit.com/r/MindHunter/comments/atpuvl/the_fbi_investigation_the_documentary_aspects/

Fazit

Mit der Strea­ming-Platt­form Net­flix asso­zi­iert man der­weil Seri­en mit dem Begriff der Mas­sen­pro­duk­ti­on. Oft bringt Net­flix auch TV-Seri­en her­aus, die nicht sehr hoch­wer­tig sind. Das kann man von Mind­hun­ter jedoch nicht sagen. Die Serie ist ein Mix aus Fil­men wie den Thril­ler „Sie­ben“, “Zodiac - Die Spur des Kil­lers” oder um die Gamer-Sze­ne anzu­spre­chen, dem Play­Sta­ti­on Video­spiel „Hea­vy Rain“.

Sie ist fes­selnd, besitzt erst­klas­si­ge Dar­stel­ler, bie­tet immer was neu­es und lässt den Zuschau­er bedenk­lich auf der Couch zurück. Die Dar­stel­lung von ech­ten Seri­en­mör­dern gibt der Serie einen Hauch von True-Crime Atmosphäre.

Habt ihr Lust auf eine neue Thril­ler-Serie? Dann ist Mind­hun­ter genau das rich­ti­ge für euch. Für Zwi­schen­durch ist die Serie jedoch nichts, da sie sehr anspruchs­voll ist und man jeder Sze­ne gro­ße Auf­merk­sam­keit schen­ken soll­te, um wich­ti­ge Punk­te der Hand­lung nicht zu verpassen.


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