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Dexter: New Blood (2021 - 2022)

  • 9/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 9/10
9/10

Her­aus­ra­gend

Mit “Dex­ter: New Blood” erscheint gegen Ende 2021 eine direk­te Fort­set­zung zum net­ten Seri­en­kil­ler von neben­an. In Deutsch­land fand die Pre­mie­re im Jahr 2021 auf der Strea­ming-Platt­form Sky statt.

Dex­ter Mor­gan ist zurück! In ins­ge­samt 10 Epi­so­den erfah­ren wir was mit Dex­ter pas­siert ist. Die lang ersehn­te Fra­ge wird beant­wor­tet und wir dür­fen in das neue Leben von Dex­ter Mor­gan blicken.

Es bleibt bei den 10 Epi­so­den, denn eine zwei­te Staf­fel ist bis­her nicht in Planung.

Ob wir von derofa.de erneut wie bei sei­nem Vor­gän­ger so begeis­tert vom But­cher waren, erfahrt Ihr in unse­rer Kritik.

Gen­re: Dra­ma, Thril­ler

Ori­gi­nal­ti­tel: Dex­ter: New Blood

Pro­duk­ti­ons­land: USA

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: Show­time Networks

Showrun­ner: Cly­de Phillips

Regie: je Epi­so­de unterschiedlich

Dreh­buch: Cly­de Phillips

Pro­duk­ti­on: John Gold­wyn

Musik: Pat Irvin

Staf­feln: Staf­fel 1 (10 Epi­so­den) (2021-2022)

Län­ge: ca. 50-60  Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: FSK 18 (Stand: 15.02.2022)

Ver­öf­fent­li­chung: Staf­fel 01 (07.11.2021)

Uni­ver­sum: Dex­ter

Vor­gän­ger: Dex­ter (2006 - 2013)

Nach­fol­ger: bis­her kei­ner bekannt

Ähn­li­che Titel: Mind­hun­ter (2017), The Sin­ner (2017)

Wer­tung:   

Autor: Melis­sa

Ver­fasst am: 15.02.2022

Lese­zeit: ca. 3-4 Minu­ten (Direkt zum Fazit)

Dexter Morgan ist zurück!

Nach nun ca. acht Jah­ren erscheint die von Fans heiss ersehn­te Fort­set­zung zu Dex­ter (2006-2013). Die neue Serie von Show­time mit dem Titel “Dex­ter: New Blood” prä­sen­tiert sich im sel­ben Stil sei­nes Vor­gän­gers und ver­knüpft an bis­her gese­he­nes aus den letz­ten Staf­feln an. “New Blood” ist somit eine direk­te Fort­set­zung an das Staf­fel­fi­na­le von Dex­ter aus dem Jahr 2013.

In Deutsch­land wur­den die deut­schen Epi­so­den nur auf der Strea­ming-Platt­form Sky veröffentlicht.

“New Blood” hat ins­ge­samt 10 Epi­so­den die uns direkt ins Auge ste­chen. Sofort zu Beginn ver­fal­len wir in alte Erin­ne­run­gen. Denn selbst das Intro zur neu­en Staf­fel ist eine Art Hom­mage an das Ori­gi­nal wel­ches wie­der mit dem Dex­ter Ope­ning The­me unter­malt wur­de. Für einen klei­nen Vor­ge­schmack hören wir doch ein­mal in das Ope­ning von Dexter/New Blood rein.


Das bekann­te Ope­ning The­ma zu Dex­ter und New Blood

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©Show­time

Qualität vom Feinsten

Den­noch, die Fort­set­zung soll uns eigent­lich einen neu­en Dex­ter Mor­gan vor­stel­len. Erneut dür­fen wir uns über die sen­sa­tio­nel­le Leis­tung von Schau­spie­ler Micha­el C. Hall freu­en! Für uns ist und bleibt er immer Dex­ter Mor­gan. Die Schau­spiel­kunst von Micha­el lässt nichts zu wün­schen übrig. Er spielt sei­ne Rol­le als Dex­ter Mor­gan wie­der­holt beein­dru­ckend gut! Selbst nach 9 Jah­ren hat sich an sei­ner Leis­tung nichts verändert.

Neben dem “But­cher” bekom­men wir auch wie­der beein­dru­cken­de Neben­dar­stel­ler vor die Kame­ra.  Sie fül­len die Hand­lung mit bemer­kens­wer­ten Dar­stel­lun­gen, die enorm authen­tisch wir­ken und selbst neben einem Dex­ter Mor­gan nicht unter­ge­hen. Der rote Faden in der Hand­lung erstreckt sich in der Geschich­te durch die gesam­ten 10 Epi­so­den und macht die Erzäh­lung span­nend,  emo­tio­nal und auf­wüh­lend zugleich!

Pro­duk­ti­ons­stu­dio der Serie ist aber­mals Show­time in Koope­ra­ti­on für Deutsch­land mit Sky. Am Stu­dio hat sich nichts ver­än­dert, was man zur Regie jedoch nicht sagen kann. In “New Blood” ver­su­chen sich diver­se Regis­seu­re an der Gestal­tung der ein­zel­nen Epi­so­den. Dies fällt jedoch kei­nes­falls auf. Wäh­rend den 10 Epi­so­den erle­ben wir feins­tes Dex­ter-Fee­ling. Der Sound­track und das Set­ting stim­men ein, schon wie­der in das ver­rück­te Leben von Dex­ter Mor­gan zu bli­cken. Die Qua­li­tät bleibt in der gesam­ten Staf­fel kon­stant gut.


Alles bleibt beim Alten… oder nicht Dex­ter Mor­gan? (Micha­el C.Hall)

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©Show­time

Die Dexter-Atmosphäre

Wir spre­chen von einer sog. “Dex­ter-Atmo­sphä­re”. Doch was ist die­se? Um was han­delt “New Blood”? Wir ver­su­chen die Sto­ry spoi­ler­frei zu hal­ten, jedoch emp­feh­len wir die­se nur den Zuschau­ern,  wel­che das Ori­gi­nal 2006-2013 bereits gese­hen haben.

Dex­ter Mor­gan ist zurück! Die Hand­lung spielt 10 Jah­re nach den Ereig­nis­sen des Staf­fel­fi­na­les. Dex­ter Mor­gan war nie fort!  Er hat sich ein neu­es Leben mit dem Namen Jim Lind­say auf­ge­baut. Alles sieht und scheint so nor­mal aus. Etwas das sich Dex­ter vie­le Jah­re sehn­lichst gewünscht hat. Die Gesamt­heit wirkt und fühlt sich genau­so an wie früher.

Der einst furcht­lo­se Rächer mit sei­nem dunk­len Beglei­ter hat sei­ne Ver­gan­ge­heit auf­ge­ge­ben und ver­sucht sich in dem klei­nen Ört­chen Iron Lake unter die Bewoh­ner zu mischen. Er möch­te ganz und gar nicht auf­fal­len. Damals noch als Blut­spur-Ermitt­ler tätig, arbei­tet Jim oder sol­len wir sagen Dex­ter als Ver­käu­fer in einem Geschäft für Jagd­waf­fen und Ang­ler­be­darf - sehr iro­nisch, wenn man bedenkt, dass Dex­ter frü­her selbst ein Jäger war.

Eine Rei­he von Vor­fäl­len ereig­nen sich in Iron Lake und Dex­ter wird schnell bewusst, dass sein “düs­te­rer Beglei­ter” nie wirk­lich ver­schwun­den war.

Neben Ermitt­lun­gen in denen Dex­ter auch ver­wi­ckelt ist, taucht aus dem Nichts sein Sohn Har­ri­son auf. Dex­ter ist nun Vater mit einem dunk­len Geheim­nis und er bemerkt schnell, dass die­se Kom­bi­na­ti­on eines nor­ma­len Lebens und die des alten Dex­ter Mor­gans zu Kom­pli­ka­tio­nen füh­ren kann. Ihm wer­den vie­le Stei­ne in den Weg gelegt, sodass klar wird, dass ein nor­ma­les bür­ger­li­ches Leben schwie­rig wird, für Dex­ter viel­leicht sogar unmög­lich ist.

Ob inner­halb der 10 Epi­so­den auch alt­be­kann­te Gesich­ter zu sehen sind, wol­len wir euch hier und jetzt nicht ver­ra­ten. Umso schö­ner ist es für euch “unwis­send” zu sein und evtl. über­rascht zu wer­den. “New Blood” fühlt sich ein­fach genau­so an wie damals. Ja, das ist für uns die Defi­ni­ti­on der “Dex­ter-Atmor­sphä­re”. Genau das Rich­ti­ge für ein­ge­fleisch­te Dexter-Fans!


Har­ri­son (Jack Alcott) und Dex­ter (Micha­el C.Hall) ver­su­chen ein nor­ma­les Leben zu füh­ren und fin­den sich erneut inmit­ten einer Ermitt­lung der Poli­zei wieder.

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©Show­time

Fazit - altbewährtes bleibt Gut

Zur per­fek­ten 10/10 hat es jedoch nicht ganz gereicht . War­um nur ? Wie emp­fin­den die neue Serie (Staf­fel) über­aus gut und wir sind durch­aus zufrie­den mit dem Ergeb­nis, jedoch stel­len wir als Dex­ter-Fan schnell fest „Ja, die Ori­gi­nal­se­rie ist und bleibt das Meisterwerk!“.

Die­se Fort­set­zung kann dem Vor­gän­ger nicht das Was­ser rei­chen. Dafür hat doch noch etwas gefehlt. Etwas das wir in Dex­ter so zu tiefst ver­schlun­gen haben. Oder ist es ein­fach die Ent­wick­lung der Geschich­te? Alles ver­än­dert sich, alles wird neu? Jeden­falls manchmal…

In sum­ma sum­ma­rum haben die Pro­du­zen­ten nun die Hand­lung des Bay Har­bor But­chers und sei­nem düs­te­ren Beglei­ter eine wür­di­ge Fort­set­zung bzw. ein wür­di­ges “Ende” gege­ben. Denn es ist noch frag­lich ob es zu einer wei­te­ren Staf­fel von “New Blood” kom­men wird.

Wir wür­den das Ende so wie es jetzt geschrie­ben ist am liebs­ten genau so belas­sen. Aber wer weiß, denn die Krea­ti­vi­tät der Autoren weist manch­mal kei­ne Gren­zen auf.


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©Show­time

Trailer

Der offi­zi­el­le deut­sche Trai­ler zu “Dex­ter: New Blood”.

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©Show­time | Sky

Was hal­tet Ihr von der heiss ersehn­ten Fort­set­zung von Dex­ter? Teilt eure Gedan­ken zu „New Blood“ mit uns in der Kom­men­tar­sek­ti­on! Wir wür­den uns freu­en. Und der „Bay Har­bor But­cher“ auch.


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©Show­time

Clickbait (2021)

  • 7/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 7/10
7/10

Sehens­wert

“Click­bait” ist eine Net­flix-Serie aus dem Jah­re 2021, die mit der korea­ni­schen Serie “Squid Game” zu den Top Seri­en in die­sem Jahr zäh­len soll.

Als Mini-Serie aus­ge­legt, beinhal­tet die Serie 8 Epi­so­den voll gepackt mit Thril­ler-Ele­men­ten vom feins­ten. Die Serie setzt sich aus­ein­an­der mit den Pro­ble­men der sozia­len Medien.

Wir zei­gen Euch in unse­rer Kri­tik, was wir vom Net­flix-Hype “Click­bait” halten.

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Gen­re: Thril­ler, Dra­ma

Ori­gi­nal­ti­tel: Clickbait

Pro­duk­ti­ons­land: Aus­tra­li­en, USA

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: Net­flix | Match­box Pic­tures | Tony Ayres Pro­duc­tions |  Heydey Tele­vi­si­on | NBC Universal

Regie: Brad Ander­son

Dreh­buch: Chris­ti­an White

Pro­duk­ti­on: Tony Ayres | Chris­ti­an White

Musik: Cor­nel Wilczek

Staf­feln: Staf­fel 01 (8 Epi­so­den) (2021), Staf­fel 02 in Pla­nung[1]

Län­ge: ca. 42-52 Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: 12 (lt. Net­flix) (Stand: 26.11.2021)

Wer­tung:   

Autor: Melis­sa

Ver­fasst am: 26.11.2021

Lese­zeit: ca. 4 Minu­ten (Direkt zum Fazit)

Wenn der “Webköder” ausgeworfen wird

Die Serie “Click­bait” möch­te uns zei­gen, wel­che Kri­tik wir an uns selbst haben soll­ten und lockt uns schon allein mit dem Titel an, einen Blick in die neue Net­flix-Pro­duk­ti­on aus dem Jahr 2021 zu werfen.

Doch um was geht es in der Thril­ler-Serie “Click­bait”?

Die Hand­lung dreht sich um Nick Bre­wer (Adri­an Gre­ni­er), einem Fami­li­en­va­ter, Ehe­mann und Bru­der der eines Tages spur­los ver­schwin­det und in einem Online-Video in den Sozia­len Medi­en zu sehen ist.

Das Video zeigt Nick, hilf­los, allei­ne, mit einem Pla­kat in den Hän­den auf dem steht, dass wenn die­ses Video 5 Mil­lio­nen Auf­ru­fe erhält, Nick ster­ben wird. Wer steckt hin­ter der Ent­füh­rung von Nick? Und was wird pas­sie­ren wenn die Zuschau­er sein Video wirk­lich 5 Mil­lio­nen mal auf­ge­ru­fen haben? Und war­um wur­de genau Nick das Opfer die­ses Ver­bre­chens? Sei­ne Fami­lie ver­sucht dem Ent­füh­rer auf die Spur zu kom­men um Nicks Leben zu retten.


Nick Bre­wer hat nur wenig Zeit um zu überleben

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©Net­flix

Kontrovers oder gerechtfertigt?

Der Pro­du­zent “Tony Ayres” möch­te uns schon in der ers­ten Epi­so­de auf die Pro­be stel­len und uns zei­gen, wel­che kri­ti­sche Mei­nung wir über Sozia­le Medi­en haben müs­sen. Die Hand­lung signa­li­siert uns fort­lau­fend, wie sehr wir die Gesell­schaft mit ihren Aktio­nen in den Sozia­len Medi­en kri­ti­sie­ren sollten.

Die Hand­lung wech­selt abwech­selnd zwi­schen scho­ckie­ren­den Momen­ten und einem “OMG-Effekt” und kri­ti­siert das sofort Sekun­den spä­ter -  denn im nächs­ten Moment, zeigt die Geschich­te uns wie­der, dass das Ver­hal­ten durch das Inter­net nicht nega­tiv zu bewer­ten ist. Somit lobt Ayres sozu­sa­gen das, was er weni­ge Momen­te zuvor kri­ti­siert hat und setzt uns dadurch immer mal wie­der einen Spie­gel vor.

Das klingt alles etwas kon­fus, wir erklä­ren es euch in einem Bei­spiel (spoi­ler­frei): Wäh­rend Nick in die­sem Inter­net-Video mit blu­ti­gem Gesicht gezeigt wird und wir kon­tinunier­lich zuschau­en kön­nen, wie die Auf­ruf­zahl die­ses Vide­os kon­stant ansteigt,  möch­te uns die Serie dra­ma­tisch zei­gen, was vor allem das Inter­net in der heu­ti­gen Zeit bewir­ken kann. In der Zwi­schen­zeit ver­sucht sei­ne Fami­lie her­aus­zu­fin­den, wer hin­ter der gan­zen Sache steckt und wie bewir­ken sie das? - Ganz klar, u.a. durch die Hil­fe der Sozia­len Medien.

Ist die­se Dar­stel­lung in der Serie nun kon­tro­vers zu dis­ku­tie­ren oder durch­aus gerecht­fer­tig anzu­se­hen? Was denkt ihr?


Nicks Schwes­ter Pia Bre­wer (Zoe Kazan) ver­sucht zusam­men mit Nicks Ehe­frau Sophie Bre­wer (Bet­ty Gabri­el) Infor­ma­tio­nen für Nicks Ver­schwin­den zu sammeln.

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©Net­flix

Das große Finale

Wäh­rend wir als Zuschau­er mit­fie­bern und den Hor­ror der Bre­wers ver­fol­gen, hält uns die Serie mit ihrer Hand­lung fast immer am Haken. Mit ihren nur ins­ge­samt acht Epsi­oden besitzt die Sto­ry der Bre­wers vie­le Neben­ge­schich­ten. Es gibt sehr vie­le Ver­knüp­fun­gen zu Nick, sprich wir ler­nen immer mal wie­der neue Gesich­ter ken­nen, die mit dem Ver­schwin­den von Nick Bre­wer zu tun haben sol­len. Das macht die Hand­lung sehr abwechslungsreich.

Wäh­rend wir uns dem Fina­le nähern, ver­sucht “Click­bait” uns schon zu ver­ra­ten wie das aus­zu­se­hen mag. Als Zuschau­er soll man den­ken, all­wis­send zu sein - und doch ste­hen wir am Ende  geschockt und ver­wirrt da.

Das Fina­le von “Click­bait” wur­de in den Sozia­len Medi­en sehr heiß disuku­tiert, wäh­rend eini­ge das Ende gran­di­os fan­den, zei­gen ande­re Kom­men­ta­re der Zuschau­er genau das Gegen­teil. Die Mei­nun­gen spal­ten sich. [2]

Wir kön­nen Euch nicht mehr dazu erzäh­len, auf jeden Fall beinhal­tet “Click­bait” mit ihren weni­gen Epi­so­den bis hin zum Fina­le eine ach­ter­bahn­fahrt der Emo­tio­nen. Wir waren schon lan­ge bei kei­ner Serie so scho­ckiert vom Ende wie hier - denn immer wie­der kommt es zu neu­en Twists und das lässt uns als Zuschau­er fas­sungs­los zurück. Die unvor­her­seh­ba­re Hand­lung hat uns sehr gut gefal­len, jedoch sind wir vom Fina­le all­ge­mein nicht sehr über­zeugt. Zeigt uns die Serie doch acht Epi­so­den lang immer wie­der die Rea­li­tät im Jah­re 2021, ver­sinkt der Rea­lis­mus am Ende etwas im Boden.


Detek­tiv Zach De Luca (Ste­ve Mou­za­kis) arbei­tet Tag und Nacht an Nick Bre­wers Fall

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©Net­flix

Fazit - düsterer Internet-Thriller

Bei viel Lob muss­ten wir auch etwas Kri­tik hin­ter­las­sen. Wir kön­nen Euch die neue Serie aus dem Hau­se Net­flix den­noch wärms­tens zum “Bin­ge-Watching” empfehlen.

Zur schau­spie­le­ri­schen Leis­tung haben wir bis­her nichts erzählt, kön­nen hier jedoch kurz anmer­ken, dass die­se her­vor­ra­gend ist. Adri­an Gre­ni­er, der vor allem aus der Serie “Entou­ra­ge” bekannt ist, spielt sei­nen Cha­rak­ter als lie­be­vol­ler Ehe­mann und Vater über­zeu­gend gut und auch der Rest des Cas­ts wirkt gran­di­os in ihrer Rolle.

Falls wir euer Inter­es­se wecken konn­ten oder euch sogar hier­mit einen “Web­kö­der” aus­wer­fen konn­ten, hof­fen wir das ihr ange­bis­sen habt. “Click­bait” gehört 2021 nicht zu den bes­ten Seri­en des Jah­res, kann jedoch v.a. durch die Dar­stel­lung der The­ma­tik des 21.Jahrhunderts, in der Top-Liga der TV-Shows mit spielen.


Sophie und Nick Bre­wer als glück­li­ches Ehepaar

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Trailer


Was hal­tet Ihr von der Serie? Teilt eure Gedan­ken zu „Click­bait“ mit uns in der Kom­men­tar­sek­ti­on! Wir wür­den uns freuen.


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Squid Game (2021 - …)

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  • 8/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 8/10
8/10

Aus­ge­zeich­net

Mit “Squid Game” erschien am 17. Sep­tem­ber 2021 zwei­fels­oh­ne eine Aus­nahme­se­rie auf der Platt­form des Bran­chen­füh­rers Netflix.

Gan­ze 142 Mil­lio­nen Kon­ten erreich­te die Thril­ler-Pro­duk­ti­on in den ers­ten vier Wochen und stieß damit den bis­he­ri­gen Rekord­hal­ter “Brid­ge­rton” (82 Mil­lio­nen) mit Ansa­ge vom Thron![1]

Doch was zeich­net das gesell­schafts­kri­ti­sche Spiel­chen um Leben, Tod und Reich­tum aus? Und war­um schafft es die Serie wie kei­ne ande­re, ein beson­ders brei­tes Publi­kum anzusprechen?

Über das und mehr sin­nie­ren wir in der Kri­tik zum Net­flix-Hype “Squid Game”.

Gen­re: Thril­ler, Dra­ma, Mys­te­ry

Ori­gi­nal­ti­tel: Ojin­geo Game (Tran­skrip­ti­on)

Pro­duk­ti­ons­land: Südkorea

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: Net­flix | Siren Pictures

Regie: Hwang Dong-hyuk

Dreh­buch: Hwang Dong-hyuk

Pro­duk­ti­on: Hwang Dong-hyuk, Kim Ji-yeon

Musik: Jung Jae-il

Staf­feln: Staf­fel 01 (9 Epi­so­den) (2021), Staf­fel 02 in Pla­nung[2]

Län­ge: ca. 32-63 Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: 16 (lt. Net­flix) (Stand: 19.11.2021)

Quel­len
https://de.wikipedia.org/wiki/Squid_Game | https://www.imdb.com/title/tt10919420/fullcredits/?ref_=tt_ql_cl | https://en.wikipedia.org/wiki/Squid_Game

Wer­tung:  

Autor: Jan­nik

Ver­fasst am: 17.11.2021

Lese­zeit: ca. 3 Minu­ten (Direkt zum Fazit)

Eine Riesenwelle

Der Hype war gigan­tisch. Die korea­ni­sche Net­flix-Serie “Squid Game” brach als meist­ge­stream­te Serie des Platz­hir­sches sämt­li­che Rekorde.

Auch wegen sei­ner Gesell­schafts­kri­tik in die Schlag­zei­len gekom­men, pola­ri­sier­te die Mischung aus Thril­ler und Dra­ma und ver­an­lass­te Kin­der dazu sei­ne Spie­le auf dem Schul­hof nach­zu­spie­len.[3]

Ja, auch Süd-Korea lebt, wie vie­le Län­der der Erde, im Raub­tier­ka­pi­ta­lis­mus. Und die­sem The­ma nimmt sich Regis­seur Hwang Dong-hyuk an - in der reins­ten Form die man sich nur vor­stel­len könnte.

Das Prin­zip ist ein­fach: Hau­fen­wei­se über­schul­de­te, gesell­schaft­lich abge­stie­ge­ne, ver­lo­re­ne See­len und ein Gewinn der jeden Ein­zel­nen, nicht nur aus dem Armuts-Sumpf son­dern an die Spit­ze der Nah­rungs­ket­te kata­pul­tie­ren wür­de. Und so geht es unter der Auf­sicht von anony­men Mario­net­ten im roten “Haus des Geldes”-Outfit, gera­de­wegs durch ein absurd anmu­ten­des, eben­so comic­haf­tes wie knall­bun­tes Trep­pen­haus, ange­lehnt an die Wer­ke des nie­der­län­di­schen Künst­lers M. C. Escher und damit in ein Spiel was fata­le Fol­gen für die meis­ten Teil­neh­mer haben wird.[4]


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Verlierer Nr. 456

“Squid Game” (dt. Tin­ten­fisch­spiel) umfasst neun Epi­so­den und beginnt damit den Prot­ago­nis­ten “Seong Gi-hun” oder bes­ser Nr. 456 schlüs­sig vorzustellen.

Seong ist ein getrennt leben­der, spiel­süch­ti­ger Vater mit einem ziem­lich ver­korks­ten Leben. Um sei­ne Toch­ter aus der neu­en Patch-Work-Fami­lie regel­recht “frei­zu­kau­fen”, nimmt er an den Spie­len teil. Und dar­in liegt bereits eine gro­ße Stär­ke der Serie. All­um­fas­send gibt sie allen Zuschau­ern, die es noch nicht mit­be­kom­men haben, eine Ahnung davon, wie fun­da­men­tal schwer finan­zi­el­le Kraft in allen kapi­ta­lis­ti­schen Gesell­schaf­ten wiegt - auch für Lebens­be­rei­che wie Lie­be, Fami­lie oder Gesund­heit, die eigent­lich als “unk­auf­bar” gelten.

Für Nr. 456 geht es um nichts weni­ger als Leben in Glanz und Glo­ria oder schlich­tem Tod mit End­stel­le Kre­ma­to­ri­um. Die Alters­frei­ga­be mit 16 Jah­ren ist min­des­tens frag­wür­dig. Mas­sen­haf­te Exe­ku­tio­nen und expli­zi­te Gewalt­dar­stel­lun­gen bis hin zu leich­ten Gore-Ele­men­ten sind Teil des Spiels und Mit­tel zum ver­mit­teln des Erns­tes der Lage.

Pikant ist hier, dass Net­flix sei­ne Seri­en tra­di­tio­nel­ler­wei­se nicht bei der USK für die Bewer­tung ein­reicht. Statt­des­sen wur­de die Pro­duk­ti­on von Net­flix selbst mit einer Alters­emp­feh­lung von 16 Jah­ren aus­ge­stat­tet. Auf­grund der expli­zi­ten Dar­stel­lun­gen, hät­ten wir ein 18er-Rating als ange­mes­se­ner empfunden.


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Sensationslust

Was die Schau­wer­te betrifft so gelingt es “Squid Game” sehr geschickt, Kin­der­spie­le mit ein­fa­chen Regeln die jeder ver­steht und eine Gesell­schafts­ord­nung die jeder ver­steht, in den Gen­re Dra­ma, Thril­ler und Mys­te­ry zu ver­stri­cken. Außer­dem gelingt es aus die­sen Tei­len eine inhalt­lich gesell­schafts­kri­ti­sche Serie zu kre­ieren, die zeit­gleich jedoch die schein­bar nie­de­re, urge­ge­be­ne Sen­sa­ti­ons­lust des Zuschau­ers zu befrie­di­gen scheint. Der Mensch sucht das Spek­ta­kel - und er wird bedient.

Mit einem Ende etwas zu kon­stru­iert und mit irra­tio­na­len Ent­schei­dun­gen der Figu­ren, schafft es “Squid Game” zwar nicht sein Niveau in Punc­to Kon­se­quenz über alle Fol­gen zu hal­ten, bricht sich dabei aber bei­lei­be nicht den Hals.


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Fazit - Battle Royale für Masse (und Denker)

Ist der Hype gerechtfertigt?

“Squid Game” ist für­wahr eine aus­ge­zeich­ne­te Serie und trans­por­tiert eine Bot­schaft. Doch der Hype kommt nicht nur zustan­de wegen der zugrun­de­lie­gen­den Gesell­schafts­kri­tik. Nicht alle Zuschau­er wer­den Hwangs Inten­ti­on wirk­lich bemer­ken, ver­ste­hen oder gar ihre per­sön­li­che Wahr­neh­mung oder den Stel­len­wert von Geld in unse­rer Welt hinterfragen.

Der Hype kommt auch zustan­de weil das The­ma Batt­le Roya­le, so wie es auf­be­rei­tet wur­de, nicht nur extrem im Trend liegt, son­dern auch ein­fach jeden anspricht. Die Serie ist tota­ler Main­stream ohne inhalts­leer, ohne frei von Sub­tanz zu sein. Sie spricht also Sen­sa­ti­ons­lus­ti­ge glei­cher­ma­ßen an wie nach dem Sinn suchen­de Hob­by-Phi­lo­so­phen. Viel­leicht liegt gera­de dar­in das Kunststückchen?

Laut Wiki­pe­dia woll­te Schöp­fer und Regis­seur Hwang mit “Squid Game”: “In Ver­bin­dung mit Kin­der­spie­len eine Alle­go­rie über die moder­ne kapi­ta­lis­ti­sche Gesell­schaft erzäh­len. Dabei soll­te der Fokus auf dem Wett­be­werb lie­gen.” Und was sol­len wir da noch mehr kon­sta­tie­ren als: Mis­si­on erfüllt!


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Trailer

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Was hal­tet Ihr von der wohl gehyp­tes­ten Serie aller Zei­ten? Teilt eure Gedan­ken zu “Squid Game” mit uns in der Kom­men­tar­sek­ti­on! Wir wür­den uns freu­en. Und der “Front Man” auch.


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Sons of Anarchy (2008 – 2014)

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©FX Net­work
  • 10/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 10/10
10/10

Lieb­lings­se­rie

Mit “Sons of Anar­chy” begann im Jahr 2008 die Rei­se einer Dra­ma-Serie, die bis heu­te als eine der bes­ten aller Zei­ten gilt.

Über 7 Staf­feln und 92 Epi­so­den hin­weg beglei­tet der Zuschau­er die Macht­kämp­fe inner­halb des “SAMCRO”-Motorradclubs.

Was das beson­de­re an der Pro­duk­ti­on des Sen­ders “FX” ist und war­um sich ein Ver­gleich mit “Die Sopra­nos” und “Game of Thro­nes” auf­drängt, ver­rät euch Gast­au­tor Ricco.

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Gen­re: Dra­ma, Kri­mi

Ori­gi­nal­ti­tel: Sons of Anarchy

Pro­duk­ti­ons­land: USA

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: 20th Tele­vi­si­on | Lin­son The Com­pa­ny, Sut­ter Ink, Fox 21, FX Productions

Regie: Allen Coul­ter, Micha­el Din­ner, Charles Haid, Ste­phen Kay, Paris Bar­clay, Tim Hun­ter, Seith Mann, Gwy­neth Hor­der-Pay­ton, Guy Fer­land, Bil­ly Gier­hart, Mario Van Pee­bles, Ter­rence O’Hara, Kurt Sut­ter, Paul Mai­baum, Phil Abra­ham, Adam Arkin, Peter Wel­ler, Karen Gavio­la, Craig Yaha­ta, Charles Mur­ray, Jack Bender

Dreh­buch: Kurt Sut­ter, James D. Par­riott, Jack LoGiu­di­ce, Nicho­le Beat­tie, Dave Erick­son, Brett Con­rad, Pat Charles, Chris Col­lins, Regi­na Cor­ra­do, Misha Green, Liz Sagal, Ste­vie Long, Bra­dy Dahl, Cori Uchi­da, Mar­co Rami­rez, Julie Bush, Vaun Wil­mott, David Labra­va, Gla­dys Rodri­guez, Kem Nunn, Rober­to Pati­no, Mike Dani­els , John Bar­che­ski, Adria Lang, Charles Mur­ray, Peter Elkoff, Josh Botana

Pro­duk­ti­on: Kurt Sut­ter, John Lin­son, Phil Lau­di­ci­na, James D. Par­riott, Paris Bar­clay, Dave Erickson

Musik: Bob Thie­le Jr.

Staf­feln: Staf­fel 01 (13 Epi­so­den) (2008), Staf­fel 02 (13 Epi­so­den) (2009), Staf­fel 03 (13 Epi­so­den) (2010), Staf­fel 04 (14 Epi­so­den) (2011), Staf­fel 05 (13 Epi­so­den) (2012), Staf­fel 06 (13 Epi­so­den) (2013), Staf­fel 07 (13 Epi­so­den) (2014)

Län­ge: ca. 45-85 Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: FSK 18

Quel­len
https://en.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy | https://de.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy | https://de.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy/Episodenliste

Wer­tung:   

Autor: Ricco

Ver­fasst am: 16.05.2021


Serien wie Sand am Meer

Mitt­ler­wei­le gibt es Seri­en wie Sand am Meer und es wird immer schwie­ri­ger, sich für eine Serie zu ent­schei­den, die man letzt­lich auch schau­en möchte.

Wie­so man “Sons of Anar­chy” unbe­dingt gese­hen haben soll­te, wer­de ich gleich näher drauf ein­ge­hen. Wor­um geht es eigent­lich in der Serie?


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©FX Net­work

Das Vermächtnis eines Vaters

Nun, im Grun­de dreht sich alles um “SAMCRO”, den “Sons of Anar­chy Motor­cy­cle Club Red­wood Ori­gi­nal”, deren Mit­glie­der und um den jun­gen Jack­son „Jax“ Tel­ler (gespielt von Char­lie Hun­nam), der mit dem Club groß­ge­wor­den ist und vor nicht all­zu lan­ger Zeit sei­nen Vater ver­lo­ren hat.

Eines Tages fin­det er Brie­fe von sei­nem Vater, in denen steht, dass er Angst habe, dass die­ser Klub immer tie­fer in kri­mi­nel­le Machen­schaf­ten gezo­gen wird. Jax will es im Prin­zip sei­nem Vater recht tun und den Club wie­der in lega­le­re Bah­nen lenken.


Haupt­prot­ago­nist Jax auf sei­nem Motorrad

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©FX Net­work

Mischung aus “Die Sopranos” und “Game of Thrones”

Wenn man so will ist die Serie eine Mischung aus den Sopra­nos und Game of Thrones.

Mit der Haupt­per­son haben wir, wie bei Tony Sopra­no, einen leicht depres­si­ven Cha­rak­ter, der sich und sei­nen Club hin­ter­fragt und wie bei GoT, artet auch hier ein Macht­kampf zwi­schen Clay, der eigent­li­che Prä­si­dent des Clubs, und Jax aus, die um den Platz um den Thron kämp­fen, also den Pos­ten des Clubpräsidenten.

Jax hat wie Daen­e­rys die Absicht, das Rad zu zer­stö­ren und den Club wie­der in lega­le­re Wege zu führen.


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©FX Net­work

Fazit - Ein Epos

Kurt Sut­ter hat mit “Sons of Anar­chy” ein abso­lu­tes Meis­ter­werk geschaf­fen. Es gibt wirk­lich kaum etwas zu kri­ti­sie­ren, weil nahe­zu alles per­fekt ist. Die Schauspieler/innen, die Musik, die Drehbücher,
die Kos­tü­me, die Loca­ti­ons, das Set­ting, Kame­ra­ar­beit, Sze­nen­bil­der, u.v.m.

Man wird von Anfang an in den Bann gezo­gen, was wohl auch an dem sehr stim­mi­gen und melo­di­schen Intro liegt und kann von der Serie ein­fach nicht genug bekommen.

Es ist Dra­ma, Action, Thril­ler, hat viel schwar­zen Humor und ist kurz gesagt ein rich­ti­ges Epos. Ein abso­lu­ter Genuss, die­ser Serie zu fol­gen. Vor allem lässt die Serie sich sehr viel Zeit für Cha­rak­ter­ent­wick­lun­gen, erhält dadurch sehr viel Tief­gang und lässt ein­zel­ne Hand­lun­gen der Figu­ren nach­voll­zieh­ba­rer erscheinen.

Von daher, schnappt euch ein Bike, fahrt irgend­wo im Frei­en mit dem Sound­track einer Rock­band, kommt heim und genießt am Abend eines lan­gen Tages die­se Show.


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©FX Net­work

Trailer

Der offi­zi­el­le deut­sche Heim­ki­no-Trai­ler zu “Sons of Anarchy”

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©FX Net­work, ©FOX Heimkino

 

American Crime Story (2016 - …)

  • 8/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 8/10
8/10

Aus­ge­zeich­net

Nach der erfolg­rei­chen Antho­lo­gie-Serie Ame­ri­can Hor­ror Sto­ry prä­sen­tiert uns Ryan Mur­phy mit Unter­stüt­zung von John Tra­vol­ta im Jah­re 2016 eine neue Antho­lo­gie-Serie, wel­che sich haupt­säch­lich um wah­re Ver­bre­chen dreht. Die­se mal steht der Fokus nicht im Gen­re des Hor­rors, son­dern glänzt im Schein­wer­fer­licht der True-Crime-Serien.

Wie sich die Serie dar­stellt und ob sie mit sei­nem gro­ßem Bru­der der Antho­lo­gie-Seri­en mit­hal­ten kann, erfahrt Ihr in unse­ren Reviews auf derofa.de

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Gen­re: Thril­ler, True-Crime, Drama

Ori­gi­nal­ti­tel: Ame­ri­can Crime Story

Pro­duk­ti­ons­land: Ver­ei­nig­te Staaten

Regie: Ryan Mur­phy, John Travolta

Dreh­buch: Scott Alex­an­der, Lar­ry Kara­szew­ski („The Peop­le V. OJ Simp­son“); Tom Rob Smith (“The Assas­si­na­ti­on of Gian­ni Versace”)

Musik: Mac Quayle

Län­ge: ca. 41 - 58 je Episode

Alters­frei­ga­be: Staf­fel 01: FSK 12, Staf­fel 02: FSK 12

Die Anthologie-Serie

Was ist “Ame­ri­can Crime Sto­ry”? Bei die­sem Titel han­delt es sich um eine wei­te­re Antho­lo­gie-Serie vom Schöp­fer von “Ame­ri­can Hor­ror Sto­ry”.  Ryan Mur­phy über­nahm die Arbeit als Pro­du­zent, die­ses Mal jedoch ohne Brad Fal­chuk, mit dem er bereits die Hor­ror­se­rie “AHS” pro­du­zier­te. Doch Mur­phy sitzt nicht allein auf dem Pro­duk­ti­ons­stuhl. Mit dabei steht ihm John Tra­vol­ta zur Sei­te. John Tra­vol­ta über­nimmt i.d.R. Rol­len vor der Kame­ra und nicht dahin­ter. Zu sehen war er in Fil­men wie z.B. “Pulp Fic­tion (1994)”, “Pass­wort: Swor­d­fi­sh (2001)” oder “Aus­tin Powers in Gold­stän­der (2002)”.

“Ame­ri­can Crime Sto­ry” ist eine Crime-Serie die auf dem Sen­der FX aus­ge­strahlt wur­de. Die­se Serie behan­delt in jeder Staf­fel eine in sich abge­schlos­se­ne Geschich­te über wah­re Ver­bre­chen. In Staf­fel 1 dreht sich alles um den Straf­pro­zess um O.J. Simp­son, wohin­ge­gen es in Staf­fel 2 um das Atten­tat auf den Mode­de­si­gner Gian­ni Ver­sace geht.

Ryan Mur­phy plan­te als drit­te Staf­fel die Gescheh­nis­se durch den Hur­ri­ca­ne “Kat­ri­na”. Im Jahr 2019 wur­de jedoch bekannt gege­ben, dass es kei­ne Staf­fel über die­ses The­ma geben wird. Statt­des­sen wur­de bestä­tigt das sich womög­lich die drit­te Staf­fel über die “Clin­ton-Lewin­sky-Affä­re” dre­hen wird. Wei­te­res ist bis­her nicht bekannt. Wir hal­ten euch bei derofa.de auf dem Laufenden!

Für alle die die­se Serie nicht ken­nen, hier eine Auf­lis­tung der bis­he­ri­gen Staf­feln und dem dazu­ge­hö­ri­gen Titel.

  • Staf­fel 01 - The Peop­le v. O. J. Simpson
  • Staf­fel 02 - Der Mord an Gian­ni Versace

Review - Staffel 01 - The People vs. O.J. Simpson (2016)


Review - Staffel 02 - Der Mord an Gianni Versace (2018)


Wer­tung:   

Autor: Melis­sa

Ver­fasst am: 16.02.2021


Die Geschichte eines Modeikonen

Die zwei­te Staf­fel von “Ame­ri­can Crime Sto­ry” han­del­te über die Ermor­dung an Gian­ni Ver­sace im Jah­re 1997. Gian­ni Ver­sace war ein Mode­de­si­gner der in den 80er-Jah­ren sei­nen Durch­bruch in der Mode­bran­che erziel­te und den Namen “Ver­sace” bis heu­te prägte.

Die Staf­fel befasst sich aus­führ­lich um das Leben des Mode­de­si­gners Gian­ni (Edgar Rami­rez), sei­ner Schwes­ter Don­natel­la  Ver­sace (Pene­lo­pe Cruz) und sei­nem Lebens­ge­fähr­ten Anto­nio D’A­mi­co (Ricky Mar­tin). Wäh­rend der Ita­lie­ner sich einen Namen in der Mode­bran­che auf­bau­en möch­te, durch­streift ein Seri­en­mör­der in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten das Land und ermor­det auf sei­nem Weg meh­re­re Men­schen. Andrew Cun­anan (Dar­ren Criss) trifft eines Abends zufäl­lig auf sein gro­ßes Vor­bild Ver­sace. Doch nichts­ah­nend wie sich die Din­ge ent­wi­ckeln, wird der Mode­de­si­gner sein 5. und letz­tes Opfer.


Andrew Cun­anan (Dar­ren Criss) vor der Vil­la von Versace
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©FX Net­work

Dar­ren Criss in sei­ner Rol­le und der wah­re Andrew Cunanan

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©https://4001reviews.de/wp-content/uploads/2018/04/Kritik-American-Crime-Story-Staffel-2-The-Assassination-of-Gianni-Versace-Szenenbild-2.jpg

Besondere Stilistik und Darsteller

Die zwei­te Staf­fel hat es in sich. Den sti­lis­tisch bie­tet sie dem Zuschau­er ein Merk­mal, wel­ches so bis­her noch nie zu sehen war. Die Beson­der­heit bei “Der Mord an Gian­ni Ver­sace” ist, dass die gesam­te Geschich­te rück­wärts erzählt wird. Sprich - wir sehen in der 1. Fol­gen das Atten­tat an Ver­sace und gehen Fol­ge für Fol­ge zurück und erfah­ren was die Aus­lö­ser die­ser Tat waren. Wir bekom­men immer mehr Puz­zle­tei­le zuge­wor­fen die wir dann am Ende zu einem gesam­ten Puz­zle zusam­men fügen kön­nen. Die­se Aus­drucks­wei­se macht die zwei­te Staf­fel so einzigartig!

Wir waren zuerst ziem­lich über­rascht Pene­lo­pe Cruz in der Rol­le von Don­natel­la Ver­sace zu sehen. Genau­so erging es uns auch bei Ricky Mar­tin in der Rol­le von Gian­nis Lebens­ge­fähr­ten Anto­nio. Doch wir möch­ten hier kei­ne Kri­tik äußern, nur anmer­ken das die Aus­wahl der Schau­spie­ler für die­se Rol­len eine recht unge­wöhn­li­che Kon­stel­la­ti­on dar­stellt. Die spa­ni­sche Schau­spie­le­rin Pene­lo­pe Cruz ist sel­ten in einem Seri­en­for­mat zu sehen und zeigt sich eher in Hol­ly­wood­fil­men wie z.B. in “Ban­di­das (2006)” oder “Vicky Cris­ti­na Bar­ce­lo­na (2008). Nichts­des­to­trotz wol­len wir hier auch expli­zit ihre schau­spie­le­ri­sche Leis­tung loben. Sie spielt die Rol­le von Don­natel­la Ver­sace über­aus rea­lis­tisch und über­zeu­gend! Auch Ricky Mar­tin ist nicht oft in TV-Seri­en zu sehen und hat dafür Anfang der 90er Jah­re eini­ge bekann­te Pop-Songs pro­du­ziert. Sei­ne Dar­stel­lung als Anto­nio ist in vol­lem Maße beein­dru­ckend. Er passt per­fekt in die Rol­le und zeigt es den Zuschau­ern auch deut­lich. Dies war bis­her sei­ne zwei­te Rol­le in einer TV-Serie.


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© FX Network

Fazit - Starbesetztes Crime-Drama

Wir sind begeis­tert und möch­ten Euch die­se Staf­fel wärms­tens ans Herz legen. Nach dem erfolg­rei­chen Start der neu­en Antho­lo­gie-Serie nach der ers­ten Staf­fel, haben wir nun mit der Geschich­te über Ver­sace eine wei­te­re fes­seln­de Geschich­te erfah­ren dür­fen. Eine Geschich­te über ein wah­res Ver­bre­chen, wel­ches bis heu­te unver­ges­sen bleibt.

Die Dar­stel­lung der 80er-Jah­re mit ihren berühm­ten Mode­de­si­gner Ver­sace und der Top-Besat­zung ist so authen­tisch und über­zeu­gend erzählt wor­den, dass uns am Ende der Staf­fel kei­ne Fra­gen offen blei­ben. Es wird selbst an die Abbil­dung von ech­tem TV-Video­ma­te­ri­al nach dem Mord an Ver­sace gedacht. Der Erzähl­strang mit sei­nem sti­lis­ti­schen Mit­tel die Hand­lung rück­wärts zu erzäh­len, machen die neun Epi­so­den so aus­ge­spro­chen inter­es­sant und vor allem rar.

Dar­ren Criss in der Rol­le von Andrew Cun­anan, einem Kil­ler der es am Ende sogar auf die Lis­te der zehn meist­ge­such­ten Ver­bre­cher des FBI’s geschafft hat.[1]Dar­ren leis­tet hier her­aus­ra­gen­de Spit­zen­leis­tung die wir beson­ders her­vor­he­ben wol­len. Er hat sei­ne Mimik und Ges­tik mit Bedacht gewählt und lässt uns damit den Ein­druck, Andrew Cun­anan wäre mehr als ein Psychopath.


Trailer

Der offi­zi­el­le Trai­ler zu “Ame­ri­can Crime Sto­ry: Der Mord an Gian­ni Versace”


 

The Mandalorian (2019 - …)

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©Dis­ney+
  • 7.3/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 7.3/10
7.3/10

Sehens­wert

Am 24. März 2020 star­te­te Dis­neys Strea­ming­dienst “Dis­ney+” in Deutschland.

Im Zuge des­sen muss­te Dis­ney als einer der größ­ten Medi­en­kon­zer­ne welt­weit, selbst­ver­ständ­lich einen beson­de­ren Lecker­bis­sen mit im Start­pro­gramm haben: Die ers­te Star-Wars-Real­se­rie über­haupt![1]

Wir haben die Chan­ce genutzt “The Man­da­lo­rian” genau­er unter die Lupe zu neh­men. Ob es zum wür­di­gen Able­ger im Star Wars-Uni­ver­sum gereicht hat, erfahrt Ihr in unse­ren Reviews zu allen bis­her ver­öf­fent­lich­ten Staffeln.

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Gen­re: Sci­ence-Fic­tion, Dra­ma

Ori­gi­nal­ti­tel: The Mandalorian

Pro­duk­ti­ons­land: USA

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: Dis­ney | Lucas­film, Fair­view Enter­tain­ment, Golem Creations

Regie: Dave Filo­ni (S01 E01+05, S02 E05), Rick Famuyiwa (S01 E02+06, S02 E07), Debo­rah Chow (S01 E03+07), Bryce Dal­las Howard (S01 E04, S02 E03), Taika Wai­ti­ti (S01 E08), Jon Fav­reau (S02 E01), Pey­ton Reed (S02 E02+08), Carl Wea­thers (S02 E04), Robert Rodri­guez (S02 E06)

Dreh­buch: Jon Fav­reau (S01 E01-04, E07-08, S02 E01-04+06+08), Dave Filo­ni (S01 E05, S02 E05), Rick Famuyiwa (S01 E06, S02 E07), Chris­to­pher Yost (S01 E06)

Pro­duk­ti­on: Jon Fav­reau, Dave Filo­ni, Kath­le­en Ken­ne­dy, Colin Wilson

Musik: Lud­wig Göransson

Staf­feln: Staf­fel 01 (8 Epi­so­den), Staf­fel 02 (8 Episoden)

Län­ge: ca. 30-50 Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: 12 (lt. Dis­ney+) (Stand: 29.12.2020)

Uni­ver­sum: Star Wars

Nach­fol­ger: The Book of Boba Fett (geplant Dez. 2021)

Quel­len
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Mandalorian | https://de.wikipedia.org/wiki/The_Mandalorian

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©Dis­ney+

Die Star Wars-Realserie

Dis­ney wäre nicht Dis­ney wenn sich der Medi­en­kon­zern des Maus­mas­kott­chens, nicht über den Ein­fluss sei­ner stärks­ten Mar­ken wie “Mar­vel”, “Pixar” oder eben auch der von “Star Wars” bewusst wäre. Es war also fast klar, dass im Zuge des längst über­fäl­li­gen Starts des haus­ei­ge­nen Strea­ming­dienst “Dis­ney+”, neue Inhal­te aus dem Star Wars-Kos­mos gelie­fert wer­den müs­sen, um für regen Ansturm an Kun­den zu sorgen.

Als Dreh­buch­au­tor und Exe­cu­ti­ve Pro­du­cer hat Dis­ney nie­mand gerin­ge­ren als Jon Fav­reau enga­giert, der sich in Hol­ly­wood mit den ers­ten bei­den “Iron Man” Ver­fil­mun­gen der Mar­vel Stu­di­os, und CGI-Spek­ta­kel wie “The Jung­le Book” (2016) oder “Der König der Löwen” (2019) einen Namen gemacht hat.

Pro­du­ziert wird die Serie von Lucas­film und Fair­view Enter­tain­ment.[2] Auch die Prä­si­den­tin des Stu­di­os, Kath­le­en Ken­ne­dy, die seit dem Ver­kauf von Lucas­film an Dis­ney im Jahr 2012 maß­geb­lich an wei­te­ren Ver­öf­fent­li­chun­gen im Uni­ver­sum betei­ligt ist, wirkt als Pro­du­zen­tin mit.[3] Die visu­el­len Effek­te stam­men, wie von “Star Wars” gewohnt, aus dem Lucas­film eige­nen Hau­se “Indus­tri­al Light & Magic”.[4]

Zeit­lich spielt “The Man­da­lo­rian” 5 Jah­re nach dem drit­ten Star Wars-Film “Epi­so­de VI: Die Rück­kehr der Jedi-Rit­ter” (1983). Das ist also in etwa nach dem Fall des Impe­ri­ums, infol­ge der berüch­tig­ten “Schlacht von Endor” (Gedächt­nis­stüt­ze: der Film mit den flau­schi­gen Ewoks).[5] Die Serie folgt einem man­da­lo­ria­ni­schen Kopf­geld­jä­ger (Pedro Pas­cal), der auf sei­nen Rei­sen durch die Gala­xis auf eine bedeu­ten­de Ent­de­ckung stößt. Fort­an macht er sich zur Auf­ga­be die­se Ent­de­ckung zu beschüt­zen und zu leiten.

Sti­lis­tisch wird die Serie immer wie­der mit Wes­tern- und Samu­rai­fil­men ver­gli­chen. “The Man­da­lo­rian” sei “Jon Fav­re­aus Ver­such west­li­che und Samu­rai-Arche­ty­pen in einer Welt­raum­um­ge­bung zu ver­bin­den, wäh­rend er die Unter­schie­de in ihnen aner­kennt.”, wie es etwa die Kol­le­gen von “film­school­re­jects” for­mu­lie­ren.[6]

Nach zwei ver­öf­fent­lich­ten Staf­feln wur­de bereits eine drit­te Staf­fel ange­kün­digt. Der Start­ter­min ist aktu­ell noch nicht bekannt. [7]

Dar­über hin­aus wur­de ein Spin-Off mit dem Titel “The Book of Boba Fett” für Dezem­ber 2021 ange­kün­digt. [8]


Review - Staffel 01 (2019)

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©Dis­ney+

Wer­tung:  

Autor: Jan­nik

Ver­fasst am: 13.02.2020


Der Kopfgeldjäger

Der vor­erst namen­lo­se man­da­lo­ria­ni­sche Ein­zel­kämp­fer (Pedro Pas­cal) betritt die Mane­ge. Als Kopf­geld­jä­ger bereist er die Gala­xis und han­gelt sich von Auf­trag zu Auf­trag. Sei­nen Helm nimmt er dabei nie­mals ab. Er lebt streng nach den Geset­zen des Clans der Man­da­lo­ria­ner. Die­se sind kei­ne eige­ne Spe­zi­es son­dern eine Krie­ger­ge­mein­schaft aus unter­schied­lichs­ten Ras­sen. Ein stren­ger Kodex ver­bin­det sie.[9]

Als Figur für die ers­te Star Wars-Real­se­rie funk­tio­niert der Man­da­lo­ria­ner recht gut, bleibt aber durch­aus aus­tausch­bar. Man hät­te wohl vie­le ande­re Figu­ren aus dem Uni­ver­sum neh­men kön­nen, um sie in einer neu­en Serie ein­zu­set­zen. Ganz sicher hat Dis­ney dies auch in Zukunft vor. Es ist unwahr­schein­lich, dass “The Man­da­lo­rian” die ein­zi­ge Real­se­rie bleibt. Ewan McGre­gor soll bereits für eine wei­te­re Pro­duk­ti­on enga­giert wor­den sein.[10] Fans wird der kämp­fe­ri­sche Haupt­prot­ago­nist auf­grund der Rüs­tung und der Rol­le als Kopf­geld­jä­ger unwei­ger­lich an “Boba Fett” und des­sen Vater “Jan­go Fett” erinnern.

Auch wenn der Man­da­lo­ria­ner die Haupt­fi­gur der gleich­na­mi­gen Serie ist, ent­puppt sich die wah­re Stär­ke von “The Man­da­lo­rian” in einer ganz ande­ren, deut­lich nied­li­che­ren Figur.


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©Dis­ney+

Memes die die Welt entzücken

Ihr habt es geahnt. Das Inter­net ist voll von ihm, die Fans lie­ben ihn. Ein klei­nes put­zi­ges außer­ir­di­sches Wesen, was knud­de­li­ger nicht sein könn­te. Die Rede ist natür­lich von “Baby Yoda” oder offi­zi­ell “The Child”. Mit die­ser an den Alt­meis­ter Yoda aus ver­gan­ge­nen Fil­men ange­lehn­ten Figur, hat Creator Jon Fav­reau Amors Pfeil direkt in die Fan­her­zen ver­senkt. Die Memes über­schlu­gen sich auf allen Social-Media-Kanä­len. “If you feel sna­ckish, eat Chi­cky Nug­gi­es”, lau­tet die Quint­essenz aus die­sen künst­le­ri­schen Kleinodien.

Tat­säch­lich muss man Fav­reau und sei­nem Team las­sen, dass es abso­lut geni­al war die­se Figur zu kre­ieren und ein­zu­bau­en. An auto­ma­tisch gene­rier­ter vira­ler Wer­bung man­gelt es so jeden­falls sicher nicht.


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Doch nicht nur wegen dem “Cuteness-Fak­tor” ist “The Child” die wich­tigs­te Figur in der neu­en Serie. Die Geschich­te rund um den Kopf­geld­jä­ger nutzt den klei­nen grü­nen Frech­dachs gekonnt, um ihn als geheim­nis­vol­les alles durch­drin­gen­des Wesen dar­zu­stel­len, um dem Zuschau­er zu sug­ge­rie­ren, hier ist noch etwas tie­fes, etwas das wir lang­sam und genüss­lich im Ver­lau­fe von vie­len Staf­feln, Stück für Stück ent­hül­len werden.

Ohne Baby Yoda wäre die Serie jeden­falls weit gewöhn­li­cher. The Child ist das klei­ne nied­li­che Zen­trum, um das sich alles dreht und sicher noch vie­le Staf­feln dre­hen wird.


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https://giphy.com/explore/baby-yoda

Fazit - Chicky Nuggies Appetizer

Letzt­end­lich ist das auf­fäl­ligs­te an “The Man­da­lo­rian”, dass die Serie sich ähn­lich wie der heim­li­che klei­ne Haupt­prot­ago­nist erst ent­wi­ckeln muss.

Mit der ers­ten Staf­fel, die nur 8 Epi­so­den je ca. 30-40 Minu­ten umfasst, lie­fert Dis­ney einen Appe­ti­zer für das was noch kom­men mag. Die Qua­li­tät der Fol­gen schwankt man­ches mal zwi­schen exzel­lent bis Par­odie auf das Star Wars-Uni­ver­sum. Die Geschich­te und Her­kunft des Kopf­geld­jä­gers wer­den näher beleuch­tet und in sich schlüs­sig erzählt, eini­ge Neben­fi­gu­ren fül­len das gan­ze Kon­strukt auf. Ein Fun­da­ment für die Figu­ren wird auf­ge­baut. Visu­el­le Effek­te sowie Ani­ma­tro­nics, die wie von Star Wars gewohnt aus dem Lucas­film eige­nen Hau­se “Indus­tri­al Light & Magic” stam­men, sor­gen für Wie­der­erken­nungs­wert und Authen­ti­zi­tät.[11]

Im kre­ieren sei­ner Welt zeigt sich “The Man­da­lo­rian” jedoch recht vage und ver­hal­ten. Die gezeig­ten Pla­ne­ten und Umge­bun­gen erah­nen zwar die Zeit nach dem Fall des Impe­ri­ums, erin­nern sti­lis­tisch aber nur in Tei­len an das gro­ße Uni­ver­sum, was wir aus den Fil­men gewohnt sind. Die gro­ßen Schlach­ten müs­sen noch gefoch­ten wer­den, die Ver­knüp­fun­gen zum Uni­ver­sum über tri­via­les wie Dro­iden oder Raum­schif­fe hin­weg noch her­ge­stellt werden.

Ob “The Man­da­lo­rian” das schafft müs­sen die nächs­ten Staf­feln zei­gen. Ein sehens­wer­ter Beginn, allei­ne wegen des grü­nen Lieb­lings, kre­iert “The Man­da­lo­rian” jeden­falls allemal.

Ich habe gespro­chen.Kuiil, 9 NSY

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Trailer - Staffel 01

Seht hier den Trai­ler zur ers­ten Staf­fel von “The Mandalorian”

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Review - Staffel 02 (2020)

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Wer­tung:  

Autor: Jan­nik

Ver­fasst am: 14.01.2021


Der Problemlöser ist zurück

Der Wüs­ten­wind braust auf. Sein Cape fla­ckert cool im Wind. Eine schein­bar undurch­dring­li­che Rüs­tung, aus dem här­tes­ten man­da­lo­ria­ni­schen Eisen “Bes­kar”, schützt sei­nen Kör­per. Die Waf­fe im Anschlag, jeder­zeit bereit los­zu­le­gen. Immer an sei­ner Sei­te ein klei­nes Kind. Frech und ver­spielt schaut es aus sei­nem schwe­ben­den Bug­gy-Nest­chen her­aus. Nur gera­de so viel um zu sehen was gera­de abgeht da draußen.

Nach dem sehens­wer­ten Auf­tritt des man­da­lo­ria­ni­schen Kopf­geld­jä­gers in der ers­ten Staf­fel der ers­ten Star-Wars-Real­se­rie “The Man­da­lo­rian”, ist das unglei­che Duo zurück!

Wei­ter­hin auf der Suche nach Ant­wor­ten zur Her­kunft von “The Child” begibt sich Man­do immer tie­fer durch die Gala­xis und impro­vi­siert sich von Situa­ti­on zu Eska­la­ti­on und wie­der zurück. Auf­tau­chen­de Pro­ble­me steckt er erneut locker und tro­cken wie Wüs­ten­sand von Tatooi­ne weg.

In der zwei­ten Staf­fel von “The Man­da­lo­rian” stellt sich nun natür­lich die Fra­ge wel­che neu­en Wege die Serie ein­schlägt und inwie­fern sie sich treu bleibt. Sti­lis­tisch ist sie erneut deut­lich inspi­riert von Wes­tern- sowie Samu­rai­fil­men und ver­setzt die­se Gen­re dabei in die Grund­stim­mung der Welt­raum­um­ge­bung des Star Wars-Universums.


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Chancen des Mediums Serie

Unser Wunsch nach der ers­ten Staf­fel war die Ver­knüp­fung mit dem Star Wars-Uni­vse­rum über tri­via­les wie Dro­iden und Raum­schif­fe hinaus.

Auch in Staf­fel zwei klappt dies mit Aus­nah­me des viel­dis­ku­tier­ten Fina­les eher semi-gut. Zuge­ge­ben, es gibt neue Bezugs­punk­te zum Star Wars-Fran­chise, etwa wenn bekann­te Figu­ren aus der Roman-Rei­he “Nach­spiel”, einer Star Wars Ani­ma­ti­ons­se­rie und sogar aus den gro­ßen Tri­lo­gien auf­ge­grif­fen wer­den.[12] [13]

Trotz­dem ergibt sich immer wie­der das Gefühl von unver­bun­de­nen Teil­räu­men. Die Haupt­hand­lung wird in eini­gen Epi­so­den oft wenig bis gar nicht wei­ter­ge­bracht. Damit krankt “The Man­da­lo­rian” in den sel­ben Punk­ten wie schon die ers­te Staffel.


Wenn es kei­ne Chi­cky Nug­gi­es gibt, braucht es Alternativen

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Man könn­te also sagen, so ganz hat “The Man­da­lo­rian” die Stär­ken, die sich aus dem Medi­um Serie erge­ben, noch nicht ver­stan­den. Die Chan­ce wirk­lich gro­ße, über meh­re­re Epi­so­den anhal­ten­de Hand­lungs­bö­gen zu nut­zen und damit viel Tie­fe und Ner­ven­kit­zel zu erzeu­gen, wäre da. Voll genutzt wird sie noch nicht. Nicht nur weil die Geschich­te noch recht ein­fach gestrickt ist son­dern sich vor allem sehr lang­sam ent­wi­ckelt! Da drängt sich der Ver­gleich mit Fil­men auf. So blei­ben die ein­zel­nen Epi­so­den oft in sich geschlos­sen, ver­gleich­bar mit Fil­men. Dadurch wird die Haupt­hand­lung nur häpp­chen­wei­se weitergeführt.

Lus­ti­ger­wei­se bezeich­net der Schöp­fer von “The Man­da­lo­rian” Jon Fav­reau die Serie tat­säch­lich als eine Ansamm­lung aus klei­nen Fil­men, wie aus der Disney+-Doku “Dis­ney Gale­rie: The Man­da­lo­rian” (2020) her­vor geht.

“Jede Fol­ge ist ein Mini-Film (…)“Jon Fav­reau

Eigent­lich ziem­lich iro­nisch, dass die ers­te und zudem lang her­bei gesehn­te Real­se­rie im Star Wars-Uni­ver­sum in Wahr­heit vie­le klei­ne Fil­me sind. Und wie das bei Fil­men so ist, nutzt sich das Prin­zip von Fort­set­zung zu Fort­set­zung ab. Erst recht wenn immer die glei­chen Sto­ry­lines gelie­fert wer­den. Im Ergeb­nis gestal­tet sich das in etwa so: Man­do kommt auf einen neu­en Pla­ne­ten. Man­do muss einen Tausch­han­del unter dem Mot­to “hilfst du mir helf ich dir” ein­ge­hen. Man­do bezwingt die Gefahr. Man­do fliegt zum nächs­ten Planeten.

Leicht unter­füt­tert wird das gan­ze mit Hand­lungs­ele­men­ten die auch über meh­re­re Epi­so­den hin­weg Rele­vanz haben oder gül­tig blei­ben. Mit ande­ren Wor­ten: Den Fans wer­den immer wie­der klei­ne Zück­er­li hingeworfen!


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©Dis­ney, https://www.serienjunkies.de/news/star-wars-favreaus-serie-100-91627.html

Fazit - Eine neue Hoffnung für Mando die Dritte

“The Man­da­lo­rian” ist eine kurz­wei­li­ge Serie die sti­lis­tisch vie­les rich­tig macht und auf­grund der über­aus kom­pe­ten­ten Macher um Jon Fav­reau und Dave Filo­ni sehr gewis­sen­haft von abso­lu­ten Star Wars-Freaks pro­du­ziert wird. Dem gro­ßen Ver­mächt­nis von Schöp­fer Geor­ge Lucas, der übri­gens auch selbst schon am Set anwe­send war, um den Pada­wa­nen ver­mut­lich eini­ges an krea­ti­ver Unter­stü­zung mit­zu­ge­ben, wird damit durch­aus genü­ge getan.[14]

Mit der zwei­ten Staf­fel schaf­fen es die Pro­du­zen­ten schließ­lich, wei­te­re Ver­knüp­fun­gen zum Star Wars-Uni­ver­sum auf­zu­bau­en. Der Orden der Jedi spielt eine immer grö­ße­re Rol­le. Auch “Midi-Chlo­ria­ner­wer­te”[15] wer­den erwähnt und die Creator drü­cken immer wie­der auf die Nost­al­gie­drü­sen von Fans aus älte­ren Genera­tio­nen. All das weiß zu gefal­len. Wirk­lich rest­los über­zeugt sind wir den­noch wei­ter­hin nicht.

Die Mög­lich­kei­ten ein gewal­ti­ge­res Hand­lungs­netz auf­zu­bau­en wel­ches die Sto­ry wirk­lich vor­an­treibt und über meh­re­re Epi­so­den hin­weg aus­ge­spannt wird, wäre gege­ben. Doch viel­leicht ist das gar nicht das Ziel von Fav­reau und Co. Ver­mut­lich han­delt es sich bei dem Kon­zept der “Mini-Fil­me” viel mehr um rei­nen Selbst­schutz. Dadurch ist es immer­hin mög­lich “The Man­da­lo­rian” über vie­le Staf­feln ordent­lich zu stre­cken (viel­leicht sogar zu mel­ken?!) und auch mal Epi­so­den zu lie­fern, wel­che die Haupt­hand­lung mal so gar nicht weiterbringen.

Wenn die Atmo­sphä­re stimmt, was nach wie vor das Wich­tigs­te ist, soll es so sein. Die ers­ten bei­den Staf­feln waren hof­fent­lich erst der Anfang. Viel­leicht genießt “The Man­da­lo­rian” wie auch “The Child” noch Wel­pen­schutz. Doch in der drit­ten Staf­fel müs­sen sich nicht nur Man­do und Baby Yoda aufs neue bewei­sen, son­dern auch die krea­ti­ven Köp­fe und Pro­du­zen­ten hin­ter der Serie.


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Trailer - Staffel 02

Seht hier den Trai­ler zur zwei­ten Staf­fel von “The Mandalorian”

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Years and Years (2019)

  • 7/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 7/10
7/10

Jayes meint - Sehenswert

In “Years and Years” wer­fen wir einen Blick auf eine eher (un)gewöhnliche bri­ti­sche Groß­fa­mi­lie in einem Zukunfts­sze­na­rio um die Jah­re 2019-2034.

Poli­ti­sche Ver­än­de­run­gen und der fort­schrei­ten­de digi­ta­le Wan­del der Welt, spie­len dabei eine gro­ße Rol­le. Die Aus­wir­kun­gen wer­den zum Schick­sal der Cha­rak­te­re und ste­hen im Mit­tel­punkt der Geschehnisse.

Die bri­ti­sche Serie, die in Ko-Pro­duk­ti­on zwi­schen BBC One und HBO ent­stand, lie­fert dabei eini­ge gute Ideen und Ansät­ze, tritt jedoch manch­mal auf der Stel­le und braucht eini­ge Zeit, um wirk­lich in Fahrt zu kom­men. Letz­ten Endes blie­ben wir mit gemisch­ten Gefüh­len zurück, auch weil zu wenig die Welt und zu viel die fami­liä­ren Ver­hält­nis­se im Mit­tel­punkt ste­hen, die nicht immer einen aus­rei­chen­den Bezug zu den Ver­än­de­run­gen durch die digi­ta­le Zukunft haben.

“Years and Years” ist sehens­wer­tes Seri­en­fut­ter und ins­be­son­de­re für Fans des bri­ti­schen Seri­en­stils geeig­net, kann aber letz­ten Endes mit wirk­lich her­aus­ra­gen­den, ver­gleich­ba­ren Pro­duk­tio­nen wie “Black Mir­ror” nicht mit­hal­ten. (31.03.2020)

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Gen­re: Dra­ma, Sci­ence-Fic­tion, Uto­pie & Dystopie

Ori­gi­nal­ti­tel: Years and Years

Pro­duk­ti­ons­land: Ver­ei­nig­tes Königreich

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: BBC One, HBO, Red Pro­duc­tion Company

Regie: Simon Cel­lan Jones (E01-04), Lisa Mul­ca­hy (E05-06)

Dreh­buch: Rus­sell T Davies

Pro­duk­ti­on: Simon Cel­lan Jones, Michae­la Fere­day, Lucy Richer, Nico­la Shind­ler, Karen Lewis

Musik: Mur­ray Gold

Län­ge: 6 Epi­so­den je ca. 60 Minuten

Alters­frei­ga­be: 16 (lt. Amazon)

Beschreibung

Years and Years ist eine bri­ti­sche TV-Serie aus dem Jahr 2019.

Die deutsch­spra­chi­ge Erst­ver­öf­fent­li­chung fand am 05. März 2020 auf dem Strea­ming-Dienst “Starz­Play” statt.

Die Serie ent­stand in einer Ko-Pro­duk­ti­on zwi­schen dem bri­ti­schen Sen­der BBC One und dem US-ame­ri­ka­ni­schen Kabel­sen­der HBO. Die Idee zur Serie stammt von Rus­sell T Davies, der auch die Dreh­bü­cher aller Epi­so­den ver­fass­te.[1]

Das Sci­ence-Fic­tion Dra­ma wid­met sich haupt­säch­lich den The­men der fort­schrei­ten­den Digi­ta­li­sie­rung, sowie der zukünf­ti­gen Poli­tik in Groß­bri­tan­ni­en und deren Aus­wir­kun­gen auf eine Großfamilie.


Bilder

Vivi­en­ne Rooks poli­ti­scher Erfolg ver­än­dert Großbritannien

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Die Groß­fa­mi­lie Lyons

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Digi­ta­li­sie­rung ist eines der Haupt­the­men der Serie

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Marvel’s Jessica Jones (2015 – 2019)

  • 7/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 7/10
7/10

Sehens­wert

Mit „Marvel’s Jes­si­ca Jones“ erhal­ten wir die zwei­te Serie aus dem “Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se”.

Die Serie ist seit 2015 auf der Strea­ming-Platt­form Net­flix ver­füg­bar und dreht sich um den Mar­vel Cha­rak­ter Jes­si­ca Jones, die neben ihrer Arbeit als Detek­ti­vin, zur Super­hel­din New Yorks wird.

Krys­ten Rit­ter ver­kör­pert die jun­ge New Yor­ke­rin mit ihrer spe­zi­el­len Begabung.

Allein­gän­ge­rin und Detek­ti­vin Jes­si­ca Jones zeigt uns ein Bild einer moder­nen und unge­wöhn­li­chen “Hel­din”.

Was wir von den Staf­feln mit der Drauf­gän­ge­rin Jes­si­ca hal­ten, erfahrt Ihr in unse­ren Reviews auf derofa.de

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Gen­re: ActionDra­ma, Super­hel­den

Ori­gi­nal­ti­tel: Marvel’s Jes­si­ca Jones

Pro­duk­ti­ons­land: USA

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: Net­flix (Sen­der), Mar­vel Tele­vi­si­on, ABC Stu­di­os, Tall Girl Productions

Regie: Ver­schie­de­ne Regisseure

Dreh­buch: Ver­schie­de­ne Autoren

Musik: Sean Callery

Län­ge: ca. 46-55 Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: FSK 16

Uni­ver­sum: Mar­vel Cine­ma­tic Universe

Beschreibung

Mit „Marvel’s Jes­si­ca Jones“ aus dem Jah­re 2015, erhal­ten wir die zwei­te Serie aus vier Mar­vel-Seri­en, die spä­ter zum Cross­over von „Marvel’s The Defen­ders“ führte.

Regie über­nahm u.a. S. J. Clark­son sowie ver­schie­de­ne wei­te­re Regis­seu­re. Das Dreh­buch für die ers­te und letz­te Epi­so­de der ers­ten Staf­fel ver­fass­te Melis­sa Rosen­berg. Sie ist die Autorin der belieb­ten Vam­pir­ge­schich­te aus der „Twi­light-Saga“.

2015 bis 2019 wur­den die ers­ten drei Staf­feln von „Marvel’s Jes­si­ca Jones“ pro­du­ziert. Net­flix zeigt der­zeit alle drei Staf­feln der Mar­vel-Serie auf ihrer Streaming-Plattform.

Mit der drit­ten Staf­fel endet die Geschich­te hin­ter der Pri­vat­de­tek­ti­vin Jes­si­ca Jones. Net­flix ließ nach der Pro­duk­ti­on der letz­ten Staf­fel im Jah­re 2019 die Serie einstellen.


Review - Staffel 01 (2015)


Wer­tung: 

Autor: Lis­sa

Ver­fasst am: 21.04.2020


Privatdetektivin Jessica Jones

In der Mar­vel-Serie dreht sich alles um die Pri­vat­de­tek­ti­vin Jes­si­ca Jones (Krys­ten Rit­ter), die ver­sucht ihre Ver­gan­gen­heit hin­ter sich zu las­sen, jedoch von die­ser immer wie­der ein­ge­holt wird. Jes­si­ca lebt in “der Stadt die nie­mals schläft” und betreibt eine eige­ne Pri­vat­de­tek­tei um sich über Was­ser zu halten.

Ihr Leben besteht dar­in, die Auf­trä­ge ihrer Kli­en­ten zu erfül­len. Jedoch benutzt sie dazu eini­ge “Tricks” in Form ihrer über­na­tür­li­chen Fähig­kei­ten. Zum einen ist es ihr mög­lich, eine enorm star­ke Kör­per­kraft anzu­wen­den und jeden Geg­ner mit nur einem Schlag umzu­hau­en, zum ande­ren besitzt sie eine Art von Sprung­fä­hig­keit, um sich so über New Yorks Dächer schnel­ler fort­zu­be­we­gen. Die Sprün­ge wir­ken fast so als könn­te Jes­si­ca über die dunk­len Gas­sen fliegen.

Jes­si­ca ist eine Allein­gän­ge­rin. Im Ver­lau­fe der ers­ten Staf­fel lernt sie jedoch auch neue Cha­rak­te­re ken­nen, die sich als wah­re Freun­de erwei­sen. Eine davon ist ihre ehe­ma­li­ge Adop­tiv­schwes­ter Trish Wal­ker (Racha­el Tay­lor), die sie zu Beginn an jedoch auf Distanz hält.

Nach­dem Jes­si­ca letzt­lich doch noch mit ihrer Ver­gan­gen­heit kon­fron­tiert wird und auf den Schur­ken Kevin Thomp­son ali­as Kil­gra­ve (David Tennant) trifft, wen­det sie sich an Trish und bit­tet sie um ihre Unter­stüt­zung. Kil­gra­ve ist ein Super­schur­ke der die Macht besitzt, Men­schen unter sei­ne Kon­trol­le zu bringen.

Es beginnt eine Art Katz und Maus Spiel. Wäh­rend Jes­si­ca auf der Suche nach Kil­gra­ve ist, um ihn außer Gefecht zu set­zen, ist es Kil­gra­ves Wunsch, auf Grund sei­ner Beses­sen­heit ihr gegen­über, Jes­si­ca wie­der in sei­nen Besitz zu bekom­men – und dies ohne sei­ne Fähig­kei­ten, da Jes­si­ca gelernt hat, sei­nem Wil­len zu widerstehen.


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Jes­si­ca Jones und ihr Ant­ago­nist Kil­gra­ve haben eine gemein­sa­me Vergangenheit


Untypische Heldin

In der ers­ten Staf­fel von „Marvel‘s Jes­si­ca Jones“ wird Jes­si­ca nicht zur Hel­din im eigent­li­chen Sin­ne. Sie benutzt ihre Fähig­kei­ten näm­lich eher um ihre Detek­tiv­ar­beit zu ent­rich­ten. Sel­te­ner um damit durch New Yorks Gas­sen zu strei­fen und sich in der Nacht in eine mas­kier­te Super­hel­din zu verwandeln.

Wenn ein Mensch in Not ist und ihre Hil­fe benö­tigt, ist sie jedoch sofort zur Stel­le. Auch die Men­schen in ihrer Umge­bung sind ihr sehr wich­tig und die­se ver­sucht sie mit aller Kraft zu schüt­zen – egal um wel­chen Preis.

Sie steht dem Bösen nicht allei­ne ent­ge­gen und trifft schnell auf den unge­wöhn­li­chen Mann mit der eiser­nen Haut - die Rede ist von Luke Cage (Mike Col­ter), der recht früh meh­re­re Gast­auf­trit­te in der ers­ten Staf­fel erhält.

Ihre Detek­tiv­ar­beit steht zu Beginn sehr im Vor­der­grund, was sich im spä­te­ren Abschnitt der Staf­fel jedoch ändert. Hier dreht sich alles um ihre Ver­gan­gen­heit mit dem Schur­ken Kil­gra­ve und sei­nen bösen Machen­schaft in New York.


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Luke Cage als Bar­kee­per in sei­ner eige­nen Bar


Fazit

Jeder Super­held braucht sei­nen eige­nen Böse­wicht. In Jes­si­ca Jones Fall ist es Kil­gra­ve, der zum Ende hin schon fast die Haupt­rol­le über­nimmt. Dies bewer­ten wir jedoch nicht als Kritikpunkt.

Die Geschich­te in Staf­fel eins konn­te gut erzählt wer­den und prä­sen­tiert uns etli­che Action­sze­nen in denen Jes­si­ca uns ihre Super­kräf­te zur Show stellt. Zudem ist die Hand­lung enorm wich­tig um uns die Ver­bin­dung zu Jes­si­ca Jones und ihrem Ant­ago­nis­ten Kil­gra­ve näher zu bringen.

Die Umset­zung der Real­se­rie „Marvel’s Jes­si­ca Jones“ ist den Comics mehr als wür­dig. Die Serie erweist uns einen ange­mes­sen Start ins Super­hel­den­uni­ver­sum von Jes­si­ca Jones und bringt uns durch über­na­tür­li­che Super­kräf­te und action­rei­chen Kampf­sze­nen, das MCU erneut ein Stück­chen näher.


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Marvel’s Daredevil (2015 – 2018)

  • 7/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 7/10
7/10

Sehens­wert

Seit 2015 bis 2018 schlüpf­te Char­lie Cox in die Haupt­rol­le des blin­den Super­hel­den Mat­thew “Matt” Mur­dock. Die Serie basiert auf den gleich­na­mi­gen Comics von Stan Lee.

Aus­ge­strahlt wur­de die Serie auf der Strea­ming-Platt­form Net­flix, die sich 2015 die Rech­te dazu gesi­chert hatten.

Was es mit “Marvel’s Dar­e­de­vil” auf sich hat, erfahrt Ihr in unse­ren Reviews.

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Gen­re: Action, Dra­ma, Super­hel­den

Ori­gi­nal­ti­tel: Marvel’s Daredevil

Pro­duk­ti­ons­land: USA

Pro­duk­ti­ons­fir­ma: Netflix

Regie: Ste­ven S. Deknight, Drew Goddard

Dreh­buch: Stan Lee, Ste­ven S.Deknight, Gene Cole, Frank Miller

Musik: John Paesano

Län­ge: ca. 45-60 Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: Staf­fel 01: FSK 16, Staf­fel 02: FSK 18, Staf­fel 03: FSK 18

Uni­ver­sum: Mar­vel Cine­ma­tic Universe

Beschreibung

Aus dem Hau­se “Mar­vel” wur­de 2015 eine von mitt­ler­wei­le sechs Super­hel­den-Seri­en aus dem MCU (Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se) veröffentlicht.

Neben “Marvel’s Dar­e­de­vil” folg­ten meh­re­re sog. Cross­over (Jes­si­ca Jones, Luke Cage, The Defen­ders, The Punis­her, Agents of S.H.I.E.L.D.), die alle eine Ver­bin­dung zuein­an­der haben, da sie im sel­ben Uni­ver­sum spielen.

Pro­du­ziert wur­de die Serie von Ste­ven S. Deknight und Drew God­dard, der auch an eini­gen Staf­fel der bei­den Vam­pir­se­ri­en “Buffy - Die Vam­pir­jä­ge­rin” (1997-2003) und “Angel - Jäger der Fins­ter­nis” (1999-2004) betei­ligt war.

Seit dem Jahr 2015 läuft die Mar­vel Serie auf der Strea­ming-Platt­form Net­flix. Im Jahr 2018 hat Net­flix die Pro­duk­ti­on der Serie nach der 3. Staf­fel eingestellt.

Nach dem Dis­ney sich durch den eige­nen Strea­ming-Dienst “Dis­ney+” die meis­ten ihrer Eigen­mar­ken (dar­un­ter Mar­vel) auf Ihre Strea­ming-Platt­form sichern durf­ten, hat es Net­flix und Co. nicht mehr leicht. Denn jetzt ist es nur eine Fra­ge der Zeit wann Net­flix die gesam­ten Mar­vel-Seri­en aus dem Sor­ti­ment neh­men muss und die­se dann evtl. bei Dis­ney+ zu sehen sein werden.

Ver­trag­lich dür­fen die Mar­vel-Seri­en auf Net­flix nach ihrer Abset­zung zwei Jah­re lang auf kei­ner ande­ren Platt­form auf­tau­chen. Zudem hat Dis­ney+ erst­ma­lig ver­kün­det, kei­ne Fort­set­zun­gen der Mar­vel-Seri­en von Net­flix zu pro­du­zie­ren.[1]

Ob sich dies in der nächs­ten Zeit ändern wird, ist noch unklar.


Review - Staffel 01 (2015)


Wer­tung:

Autor: Lis­sa

Ver­fasst am: 06.04.2020


Die Geburt eines neuen Superhelden

Im Alter von neun Jah­ren kam es zum Unfall mit Che­mi­ka­li­en, durch das der jun­ge Matt Mur­dock sein Augen­licht ver­lo­ren hat.

Der Ver­lust sei­nes Augen­lichts brach­te ihm jedoch auch neue Stär­ken. Der Unfall schärf­te sei­ne ande­ren Sin­ne. Sein Gehör hat sich zum einen dadurch stark ver­bes­sert und Matt ist es nun mög­lich, aus meh­re­ren Metern Ent­fer­nung den Herz­schlag einer ande­ren Per­son zu hören, zum ande­ren ist sein Geruchs­sinn ver­schärft wor­den. Die Kom­bi­na­ti­on die­ser ver­stärk­ten Sin­ne, macht Matt Mur­dock (Char­lie Cox) zu einem neu­en Superhelden.

Nachts wird er zum mas­kier­ten Hel­den, tags­über ist er jedoch als Rechts­an­walt in New York, genau­er gesagt in Hell’s Kit­chen einem Stadt­teil Man­hat­tans unter­wegs und grün­det mit sei­nem alten bes­ten Freund Fog­gy Nel­son (Eldon Hen­son) eine Kanz­lei. Durch ihren ers­ten Fall als Rechts­an­wäl­te, tref­fen sie auf die jun­ge Karen Page (Debo­rah Ann Woll), die von einer Kli­en­tin zur Assis­ten­tin der Kanz­lei wird. Neben den beruf­li­chen Aspek­ten wird Karen zur guten Freun­din der beiden.

Die ers­te Staf­fel steht voll und ganz in der Ent­ste­hung des Super­hel­den und dem Auf­stieg sei­nes Ant­ago­nis­ten Wil­son Fisk/Kingpin (Vin­cent D’Ono­frio) einem der größ­ten Ver­bre­cher­bos­se in Hell’s Kitchen.


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Ein ungewöhnlicher Held

Dar­e­de­vil ist kein gewöhn­li­cher Held. Sei­ne Fähig­kei­ten sind Teil eines Jah­re lan­gen inten­si­ven Trai­nings. Matt lern­te in sei­nen jun­gen Jah­ren einen blin­den alten Mann namens “Stick” ken­nen. Die­ser lehr­te ihm zum einen, ohne sein Augen­licht durchs leben zu kom­men und zum ande­ren die Kunst des Kamp­fes zu meistern.

Der Unfall bis hin zum Erwach­sen­wer­den und dem Trai­ning mit sei­nem blin­den Freund ver­half Matt zu dem zu wer­den, was er sich als Kind schon immer gewünscht hat­te - einem Hel­den, der die Stadt vor dem Bösen bewahrt.

“Marvel’s Dar­e­de­vil” bie­tet viel Abwechs­lung und ver­liert dabei zu kei­ner Zeit an Span­nung. Durch Rück­blen­den wer­den immer mal wie­der Sze­nen aus Matts Kind­heit erzählt, wel­ches die Geschich­te Stück für Stück kom­plet­tiert und den Zuschau­ern so mehr Tie­fe inner­halb der Cha­rak­te­re übermittelt.

Neben den Super­hel­den­sze­nen und aller­lei Böse­wich­ten geht es auch viel­mehr dar­um die Arbeit der Kanz­lei zu ver­fol­gen. Die bei­den Anwäl­te Matt und Fog­gy ver­su­chen für die Armen und Schwa­chen aus Hell’s Kit­chen da zu sein, auch wenn sie dafür oft­mals kei­nen ein­zi­gen Cent erhal­ten. Viel­mehr steht ihre Arbeit im Zei­chen der Gerech­tig­keit, da neh­men sie auch ab und an unbe­zahl­te Auf­trä­ge entgegen.


Mit einer Augen­bin­de mas­kiert streift Matt durch Hell’s Kitchen

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Fazit

Die ers­te Staf­fel mit ihren 13 Epi­so­den befasst sich mit ver­schie­de­nen The­men und ver­bin­det die­se gut mit dem Mar­vel-Uni­ver­sum. Die Ent­wick­lung von Matt als klei­nen Jun­gen bis hin zum Erwach­se­nen Anwalt/Superhelden wird gut in den Erzähl­strang ein­ge­bun­den. Die Neben­cha­rak­te­re sind sehr sym­pa­thisch und über­zeu­gen im vol­le Maße.

Der blin­de Super­held wird zum wah­ren Hel­den der Stadt, der jedoch nicht nur durch sei­ne “Augen­bin­de” den Men­schen in New York zu hel­fen vermag.

Die ers­te Staf­fel bie­tet sehr viel Poten­zi­al und ist der per­fek­te Start ins Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se, sodass ihre Hand­lung mehr oder weni­ger stark in die Gescheh­nis­se der Kino­fil­me ein­ge­wo­ben ist.

Falls ihr nicht sicher seid, mit wel­cher TV-Serie ihr begin­nen sollt um die Hand­lung im MCU chro­no­lo­gisch rich­tig zu erle­ben, schaut ein­fach in unse­rem Arti­kel auf derofa.de nach.


Der mas­kier­te Super­held “Dar­e­de­vil”

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Unbelievable (2019)

  • 8/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 8/10
8/10

Aus­ge­zeich­net

Sal­ma Hayek und derofa.de emp­feh­len die neue Crime-Serie auf der Strea­ming-Platt­form Netflix.

Unbe­liev­a­ble ist eine im Jahr 2019 erschie­ne­ne Mini­se­rie mit gera­de mal 8 Episoden.

Vor­bild nahm sich die Serie an dem mit Prei­sen aus­ge­zeich­ne­ten Arti­kel „An Unbe­liev­a­ble Sto­ry of Rape“ aus dem Jahr 2015.

Was genau hin­ter der Serie steckt, erfahrt Ihr in unse­rem Review.

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Gen­re: Kri­mi, Dra­ma

Ori­gi­nal­ti­tel: Unbelievable

Pro­duk­ti­ons­land: USA

Stu­dio: Kat­ie Cou­ric Media, Esca­pist Fare, Timberman/Beverly Pro­duc­tions, Sage Lane Pro­duc­tions, CBS Tele­vi­si­on Studios

Regie: Susan­nah Grant, Aye­let Wald­man, Micha­el Chabon

Pro­duk­ti­on: Susan­nah Grant, Aye­let Wald­man, Micha­el Cha­bon, Lisa Cho­lo­den­ko, Kat­ie Couric

Dreh­buch: Susan­nah Grant (E01, 02, 03, 08), Micha­el Cha­bon (E01, 04), Aye­let Wald­man (E01, 04), Jen­ni­fer Schuur (E05), Becky Mode (E06, 07)

Musik: Will Bates

Län­ge: 8 Epi­so­den je ca. 43-58 Minuten

Alters­frei­ga­be: FSK 16

Wer­tung: 

Autor: Lis­sa

Ver­fasst am: 11.03.2020


Nichts für schwache Nerven

Die Serie fällt gleich mit der Tür ins Haus und so auch wir bei derofa.de. Es wird bar­ba­risch. Die ers­te Sze­ne zeigt direkt bru­ta­le Bil­der einer jun­gen Frau nach einem Ver­bre­chen und die Aus­sa­ge die­ses Vergewaltigungsopfers.

Marie Adler (Kait­lyn Dever) ist eine jun­ge Frau die eines Nachts von einem mas­kier­ten Mann in ihrem Zuhau­se ver­ge­wal­tigt wur­de. Nach die­ser grau­en­vol­len Tat mel­det sie sich sofort bei der Poli­zei und erstat­tet Anzei­ge. Durch etli­che Aus­sa­gen des Opfers wird nun nach dem Ver­bre­cher gesucht.

Unbe­liev­a­ble ist eine Crime-Serie über eine Ver­ge­wal­ti­gung, die viel­leicht dann doch kei­ne war? Kurz­dar­auf­hin wider­ruft das Opfer ihre einst gemach­te Aus­sa­ge und erklärt der Poli­zei, dass sie sich die Geschich­te womög­lich nur aus­ge­dacht hat. Danach scheint nichts mehr wie es war. Marie kann sich selbst nicht mehr erklä­ren was real ist und was nicht. Dies hat dras­ti­sche Folgen…

Wäh­rend­des­sen kommt es in ande­ren Staa­ten in den USA zu meh­re­ren Ver­bre­chen an Frau­en. Die Poli­zei ermit­telt nun gegen einen Seri­en­ver­ge­wal­ti­ger. Die bei­den Ermitt­le­rin­nen Karen Duvall (Mer­ritt Wever) und Grace Ras­mus­sen (Toni Col­let­te) müs­sen alle Hin­wei­se sam­meln um den Täter aus­fin­dig zu machen.


Die bei­den Ermitt­ler Karen Duvall und Grace Rasmussen

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Sympathisches Duo

Die Serie zeigt uns span­nen­de Poli­zei­er­mitt­lun­gen wäh­rend wir auf der Suche nach der Wahr­heit sind. Die Poli­zei und ihre Zusam­men­ar­beit mit den Opfern fes­selt uns ab Epi­so­de eins durch­ge­hend. Die Ermitt­lun­gen der Poli­zei durch die bei­den Ermitt­ler Karen Duvall und Grace Ras­mus­sen ver­lie­ren unse­re Auf­merk­sam­keit in keins­ter Weise.

Das Poli­zei-Duo mit ihren unter­schied­li­chen Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten macht die Serie so unter­halt­sam. Karen ist die jun­ge, noch uner­fah­re­ne Poli­zis­tin wäh­rend Grace ein alter Schuh in dem Beruf ist. Dies bringt bei­de so manch­mal zur Weiß­glut - denn ab und an sind sie sich nicht ganz einig was die Unter­su­chun­gen im Ver­fah­ren betref­fen. Den­noch geht die Sym­pa­thie zu den bei­den Ermitt­lern nie verloren.

Unbe­liev­a­ble ist eine Serie die ohne gro­ßen Schnick Schnack aus­kom­men kann und ihr Poten­zi­al in keins­ter Wei­se ver­prasst. Sie scho­ckiert und pro­vo­ziert - denn leich­te Kost ist was anderes.

Aus dem Hau­se Net­flix erhal­ten wir mit Unbe­liev­a­ble eine neue Crime-Serie die mit ihren gro­ßen Brü­dern wie z.B. „Seven Seconds“, „Safe“ oder „Mind­hun­ter“ durch­aus mit­hal­ten kann.


Das FBI bekommt einen wich­ti­gen Hin­weis zum Auf­ent­halts­ort des Täters

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Nach einer wahren Begebenheit

„Die­se Serie basiert auf einer wah­ren Bege­ben­heit“. Nach die­sem Satz bekommt jede Crime-Serie sofort unse­re Auf­merk­sam­keit geschenkt.

Im Jahr 2015 brach­ten die bei­den Repor­ter Ken Arm­strong und T.Christian Mil­ler einen Arti­kel über eine Ver­ge­wal­ti­gungs­se­rie her­aus. Die Ver­bre­chen fan­den zwi­schen 2008 und 2011 in den Bun­des­staa­ten Washing­ton und Colo­ra­do statt.

Die Jour­na­lis­ten haben meh­re­re Jah­re für ihre Arbeit genau­es­tens mit Fein­ge­fühl recher­chiert und gewan­nen dadurch im Jahr 2016 den „Pulit­zer Pri­ze“ für „Explana­to­ry Repor­ting“ sowie 2015 den „Geor­ge Polk Award“ für „Jus­ti­ce Repor­ting“. [1]

Net­flix hat sich stark an den Inhalt des Arti­kels gehal­ten und ver­zich­te­te auf künst­le­ri­sche Frei­heit. Somit hält sich Unbe­liev­a­ble stark an die Vor­la­ge – denn mehr braucht es auch nicht.


Das Cover zum Arti­kel “An Unbe­liev­a­ble Sto­ry of Rape”

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https://www.vodafone.de/featured/tv-entertainment/wissen-fun/unbelievable-netflix-wahre-geschichte-serie-vergewaltigung/#/

Fazit

Eine Mini­se­rie die mit wenig Epi­so­den den­noch enorm viel Aus­sa­gen kann. Unbe­liev­a­ble fes­selt und macht euch nachdenklich.

Der Kampf der Ver­ge­wal­ti­gungs­op­fer ist grau­sam und scho­ckie­rend – Mit­ge­fühl ist garantiert!

Ihr soll­tet kei­nes­falls die­se her­aus­ra­gen­de Serie ver­pas­sen und lie­ber einen Blick hin­ein­wer­fen - auch wenn die Sicht bru­tal und so bewe­gend ist, dass ihr womög­lich nicht mehr weg­schau­en könnt.


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