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Dexter: New Blood (2021 – 2022)

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    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit „Dexter: New Blood“ erscheint gegen Ende 2021 eine direkte Fortsetzung zum netten Serienkiller von nebenan. In Deutschland fand die Premiere im Jahr 2021 auf der Streaming-Plattform Sky statt.

Dexter Morgan ist zurück! In insgesamt 10 Episoden erfahren wir was mit Dexter passiert ist. Die lang ersehnte Frage wird beantwortet und wir dürfen in das neue Leben von Dexter Morgan blicken.

Es bleibt bei den 10 Episoden, denn eine zweite Staffel ist bisher nicht in Planung.

Ob wir von derofa.de erneut wie bei seinem Vorgänger so begeistert vom Butcher waren, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

Genre: Drama, Thriller

Originaltitel: Dexter: New Blood

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Showtime Networks

Showrunner: Clyde Phillips

Regie: je Episode unterschiedlich

Drehbuch: Clyde Phillips

Produktion: John Goldwyn

Musik: Pat Irvin

Staffeln: Staffel 1 (10 Episoden) (2021-2022)

Länge: ca. 50-60  Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 18 (Stand: 15.02.2022)

Veröffentlichung: Staffel 01 (07.11.2021)

Universum: Dexter

Vorgänger: Dexter (2006 – 2013)

Nachfolger: bisher keiner bekannt

Ähnliche Titel: Mindhunter (2017), The Sinner (2017)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 15.02.2022

Lesezeit: ca. 3-4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Dexter Morgan ist zurück!

Nach nun ca. acht Jahren erscheint die von Fans heiss ersehnte Fortsetzung zu Dexter (2006-2013). Die neue Serie von Showtime mit dem Titel „Dexter: New Blood“ präsentiert sich im selben Stil seines Vorgängers und verknüpft an bisher gesehenes aus den letzten Staffeln an. „New Blood“ ist somit eine direkte Fortsetzung an das Staffelfinale von Dexter aus dem Jahr 2013.

In Deutschland wurden die deutschen Episoden nur auf der Streaming-Plattform Sky veröffentlicht.

„New Blood“ hat insgesamt 10 Episoden die uns direkt ins Auge stechen. Sofort zu Beginn verfallen wir in alte Erinnerungen. Denn selbst das Intro zur neuen Staffel ist eine Art Hommage an das Original welches wieder mit dem Dexter Opening Theme untermalt wurde. Für einen kleinen Vorgeschmack hören wir doch einmal in das Opening von Dexter/New Blood rein.


Das bekannte Opening Thema zu Dexter und New Blood

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©Showtime

Qualität vom Feinsten

Dennoch, die Fortsetzung soll uns eigentlich einen neuen Dexter Morgan vorstellen. Erneut dürfen wir uns über die sensationelle Leistung von Schauspieler Michael C. Hall freuen! Für uns ist und bleibt er immer Dexter Morgan. Die Schauspielkunst von Michael lässt nichts zu wünschen übrig. Er spielt seine Rolle als Dexter Morgan wiederholt beeindruckend gut! Selbst nach 9 Jahren hat sich an seiner Leistung nichts verändert.

Neben dem „Butcher“ bekommen wir auch wieder beeindruckende Nebendarsteller vor die Kamera.  Sie füllen die Handlung mit bemerkenswerten Darstellungen, die enorm authentisch wirken und selbst neben einem Dexter Morgan nicht untergehen. Der rote Faden in der Handlung erstreckt sich in der Geschichte durch die gesamten 10 Episoden und macht die Erzählung spannend,  emotional und aufwühlend zugleich!

Produktionsstudio der Serie ist abermals Showtime in Kooperation für Deutschland mit Sky. Am Studio hat sich nichts verändert, was man zur Regie jedoch nicht sagen kann. In „New Blood“ versuchen sich diverse Regisseure an der Gestaltung der einzelnen Episoden. Dies fällt jedoch keinesfalls auf. Während den 10 Episoden erleben wir feinstes Dexter-Feeling. Der Soundtrack und das Setting stimmen ein, schon wieder in das verrückte Leben von Dexter Morgan zu blicken. Die Qualität bleibt in der gesamten Staffel konstant gut.


Alles bleibt beim Alten… oder nicht Dexter Morgan? (Michael C.Hall)

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©Showtime

Die Dexter-Atmosphäre

Wir sprechen von einer sog. „Dexter-Atmosphäre“. Doch was ist diese? Um was handelt „New Blood“? Wir versuchen die Story spoilerfrei zu halten, jedoch empfehlen wir diese nur den Zuschauern,  welche das Original 2006-2013 bereits gesehen haben.

Dexter Morgan ist zurück! Die Handlung spielt 10 Jahre nach den Ereignissen des Staffelfinales. Dexter Morgan war nie fort!  Er hat sich ein neues Leben mit dem Namen Jim Lindsay aufgebaut. Alles sieht und scheint so normal aus. Etwas das sich Dexter viele Jahre sehnlichst gewünscht hat. Die Gesamtheit wirkt und fühlt sich genauso an wie früher.

Der einst furchtlose Rächer mit seinem dunklen Begleiter hat seine Vergangeheit aufgegeben und versucht sich in dem kleinen Örtchen Iron Lake unter die Bewohner zu mischen. Er möchte ganz und gar nicht auffallen. Damals noch als Blutspur-Ermittler tätig, arbeitet Jim oder sollen wir sagen Dexter als Verkäufer in einem Geschäft für Jagdwaffen und Anglerbedarf – sehr ironisch, wenn man bedenkt, dass Dexter früher selbst ein Jäger war.

Eine Reihe von Vorfällen ereignen sich in Iron Lake und Dexter wird schnell bewusst, dass sein „düsterer Begleiter“ nie wirklich verschwunden war.

Neben Ermittlungen in denen Dexter auch verwickelt ist, taucht aus dem Nichts sein Sohn Harrison auf. Dexter ist nun Vater mit einem dunklen Geheimnis und er bemerkt schnell, dass diese Kombination eines normalen Lebens und die des alten Dexter Morgans zu Komplikationen führen kann. Ihm werden viele Steine in den Weg gelegt, sodass klar wird, dass ein normales bürgerliches Leben schwierig wird, für Dexter vielleicht sogar unmöglich ist.

Ob innerhalb der 10 Episoden auch altbekannte Gesichter zu sehen sind, wollen wir euch hier und jetzt nicht verraten. Umso schöner ist es für euch „unwissend“ zu sein und evtl. überrascht zu werden. „New Blood“ fühlt sich einfach genauso an wie damals. Ja, das ist für uns die Definition der „Dexter-Atmorsphäre“. Genau das Richtige für eingefleischte Dexter-Fans!


Harrison (Jack Alcott) und Dexter (Michael C.Hall) versuchen ein normales Leben zu führen und finden sich erneut inmitten einer Ermittlung der Polizei wieder.

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©Showtime

Fazit – altbewährtes bleibt Gut

Zur perfekten 10/10 hat es jedoch nicht ganz gereicht . Warum nur ? Wie empfinden die neue Serie (Staffel) überaus gut und wir sind durchaus zufrieden mit dem Ergebnis, jedoch stellen wir als Dexter-Fan schnell fest „Ja, die Originalserie ist und bleibt das Meisterwerk!“.

Diese Fortsetzung kann dem Vorgänger nicht das Wasser reichen. Dafür hat doch noch etwas gefehlt. Etwas das wir in Dexter so zu tiefst verschlungen haben. Oder ist es einfach die Entwicklung der Geschichte? Alles verändert sich, alles wird neu? Jedenfalls manchmal…

In summa summarum haben die Produzenten nun die Handlung des Bay Harbor Butchers und seinem düsteren Begleiter eine würdige Fortsetzung bzw. ein würdiges „Ende“ gegeben. Denn es ist noch fraglich ob es zu einer weiteren Staffel von „New Blood“ kommen wird.

Wir würden das Ende so wie es jetzt geschrieben ist am liebsten genau so belassen. Aber wer weiß, denn die Kreativität der Autoren weist manchmal keine Grenzen auf.


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©Showtime

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Dexter: New Blood“.

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©Showtime | Sky

Was haltet Ihr von der heiss ersehnten Fortsetzung von Dexter? Teilt eure Gedanken zu „New Blood“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der „Bay Harbor Butcher“ auch.


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©Showtime

Clickbait (2021)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„Clickbait“ ist eine Netflix-Serie aus dem Jahre 2021, die mit der koreanischen Serie „Squid Game“ zu den Top Serien in diesem Jahr zählen soll.

Als Mini-Serie ausgelegt, beinhaltet die Serie 8 Episoden voll gepackt mit Thriller-Elementen vom feinsten. Die Serie setzt sich auseinander mit den Problemen der sozialen Medien.

Wir zeigen Euch in unserer Kritik, was wir vom Netflix-Hype „Clickbait“ halten.

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Genre: Thriller, Drama

Originaltitel: Clickbait

Produktionsland: Australien, USA

Produktionsfirma: Netflix | Matchbox Pictures | Tony Ayres Productions |  Heydey Television | NBC Universal

Regie: Brad Anderson

Drehbuch: Christian White

Produktion: Tony Ayres | Christian White

Musik: Cornel Wilczek

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2021), Staffel 02 in Planung[1]

Länge: ca. 42-52 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 12 (lt. Netflix) (Stand: 26.11.2021)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 26.11.2021

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Wenn der „Webköder“ ausgeworfen wird

Die Serie „Clickbait“ möchte uns zeigen, welche Kritik wir an uns selbst haben sollten und lockt uns schon allein mit dem Titel an, einen Blick in die neue Netflix-Produktion aus dem Jahr 2021 zu werfen.

Doch um was geht es in der Thriller-Serie „Clickbait“?

Die Handlung dreht sich um Nick Brewer (Adrian Grenier), einem Familienvater, Ehemann und Bruder der eines Tages spurlos verschwindet und in einem Online-Video in den Sozialen Medien zu sehen ist.

Das Video zeigt Nick, hilflos, alleine, mit einem Plakat in den Händen auf dem steht, dass wenn dieses Video 5 Millionen Aufrufe erhält, Nick sterben wird. Wer steckt hinter der Entführung von Nick? Und was wird passieren wenn die Zuschauer sein Video wirklich 5 Millionen mal aufgerufen haben? Und warum wurde genau Nick das Opfer dieses Verbrechens? Seine Familie versucht dem Entführer auf die Spur zu kommen um Nicks Leben zu retten.


Nick Brewer hat nur wenig Zeit um zu überleben

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©Netflix

Kontrovers oder gerechtfertigt?

Der Produzent „Tony Ayres“ möchte uns schon in der ersten Episode auf die Probe stellen und uns zeigen, welche kritische Meinung wir über Soziale Medien haben müssen. Die Handlung signalisiert uns fortlaufend, wie sehr wir die Gesellschaft mit ihren Aktionen in den Sozialen Medien kritisieren sollten.

Die Handlung wechselt abwechselnd zwischen schockierenden Momenten und einem „OMG-Effekt“ und kritisiert das sofort Sekunden später –  denn im nächsten Moment, zeigt die Geschichte uns wieder, dass das Verhalten durch das Internet nicht negativ zu bewerten ist. Somit lobt Ayres sozusagen das, was er wenige Momente zuvor kritisiert hat und setzt uns dadurch immer mal wieder einen Spiegel vor.

Das klingt alles etwas konfus, wir erklären es euch in einem Beispiel (spoilerfrei): Während Nick in diesem Internet-Video mit blutigem Gesicht gezeigt wird und wir kontinunierlich zuschauen können, wie die Aufrufzahl dieses Videos konstant ansteigt,  möchte uns die Serie dramatisch zeigen, was vor allem das Internet in der heutigen Zeit bewirken kann. In der Zwischenzeit versucht seine Familie herauszufinden, wer hinter der ganzen Sache steckt und wie bewirken sie das? – Ganz klar, u.a. durch die Hilfe der Sozialen Medien.

Ist diese Darstellung in der Serie nun kontrovers zu diskutieren oder durchaus gerechtfertig anzusehen? Was denkt ihr?


Nicks Schwester Pia Brewer (Zoe Kazan) versucht zusammen mit Nicks Ehefrau Sophie Brewer (Betty Gabriel) Informationen für Nicks Verschwinden zu sammeln.

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©Netflix

Das große Finale

Während wir als Zuschauer mitfiebern und den Horror der Brewers verfolgen, hält uns die Serie mit ihrer Handlung fast immer am Haken. Mit ihren nur insgesamt acht Epsioden besitzt die Story der Brewers viele Nebengeschichten. Es gibt sehr viele Verknüpfungen zu Nick, sprich wir lernen immer mal wieder neue Gesichter kennen, die mit dem Verschwinden von Nick Brewer zu tun haben sollen. Das macht die Handlung sehr abwechslungsreich.

Während wir uns dem Finale nähern, versucht „Clickbait“ uns schon zu verraten wie das auszusehen mag. Als Zuschauer soll man denken, allwissend zu sein – und doch stehen wir am Ende  geschockt und verwirrt da.

Das Finale von „Clickbait“ wurde in den Sozialen Medien sehr heiß disukutiert, während einige das Ende grandios fanden, zeigen andere Kommentare der Zuschauer genau das Gegenteil. Die Meinungen spalten sich. [2]

Wir können Euch nicht mehr dazu erzählen, auf jeden Fall beinhaltet „Clickbait“ mit ihren wenigen Episoden bis hin zum Finale eine achterbahnfahrt der Emotionen. Wir waren schon lange bei keiner Serie so schockiert vom Ende wie hier – denn immer wieder kommt es zu neuen Twists und das lässt uns als Zuschauer fassungslos zurück. Die unvorhersehbare Handlung hat uns sehr gut gefallen, jedoch sind wir vom Finale allgemein nicht sehr überzeugt. Zeigt uns die Serie doch acht Episoden lang immer wieder die Realität im Jahre 2021, versinkt der Realismus am Ende etwas im Boden.


Detektiv Zach De Luca (Steve Mouzakis) arbeitet Tag und Nacht an Nick Brewers Fall

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©Netflix

Fazit – düsterer Internet-Thriller

Bei viel Lob mussten wir auch etwas Kritik hinterlassen. Wir können Euch die neue Serie aus dem Hause Netflix dennoch wärmstens zum „Binge-Watching“ empfehlen.

Zur schauspielerischen Leistung haben wir bisher nichts erzählt, können hier jedoch kurz anmerken, dass diese hervorragend ist. Adrian Grenier, der vor allem aus der Serie „Entourage“ bekannt ist, spielt seinen Charakter als liebevoller Ehemann und Vater überzeugend gut und auch der Rest des Casts wirkt grandios in ihrer Rolle.

Falls wir euer Interesse wecken konnten oder euch sogar hiermit einen „Webköder“ auswerfen konnten, hoffen wir das ihr angebissen habt. „Clickbait“ gehört 2021 nicht zu den besten Serien des Jahres, kann jedoch v.a. durch die Darstellung der Thematik des 21.Jahrhunderts, in der Top-Liga der TV-Shows mit spielen.


Sophie und Nick Brewer als glückliches Ehepaar

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©Netflix

Trailer


Was haltet Ihr von der Serie? Teilt eure Gedanken zu „Clickbait“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen.


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Squid Game (2021 – …)

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©Netflix
  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Mit „Squid Game“ erschien am 17. September 2021 zweifelsohne eine Ausnahmeserie auf der Plattform des Branchenführers Netflix.

Ganze 142 Millionen Konten erreichte die Thriller-Produktion in den ersten vier Wochen und stieß damit den bisherigen Rekordhalter „Bridgerton“ (82 Millionen) mit Ansage vom Thron![1]

Doch was zeichnet das gesellschaftskritische Spielchen um Leben, Tod und Reichtum aus? Und warum schafft es die Serie wie keine andere, ein besonders breites Publikum anzusprechen?

Über das und mehr sinnieren wir in der Kritik zum Netflix-Hype „Squid Game“.

Genre: Thriller, Drama, Mystery

Originaltitel: Ojingeo Game (Transkription)

Produktionsland: Südkorea

Produktionsfirma: Netflix | Siren Pictures

Regie: Hwang Dong-hyuk

Drehbuch: Hwang Dong-hyuk

Produktion: Hwang Dong-hyuk, Kim Ji-yeon

Musik: Jung Jae-il

Staffeln: Staffel 01 (9 Episoden) (2021), Staffel 02 in Planung[2]

Länge: ca. 32-63 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 16 (lt. Netflix) (Stand: 19.11.2021)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Squid_Game | https://www.imdb.com/title/tt10919420/fullcredits/?ref_=tt_ql_cl | https://en.wikipedia.org/wiki/Squid_Game

Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 17.11.2021

Lesezeit: ca. 3 Minuten (Direkt zum Fazit)

Eine Riesenwelle

Der Hype war gigantisch. Die koreanische Netflix-Serie „Squid Game“ brach als meistgestreamte Serie des Platzhirsches sämtliche Rekorde.

Auch wegen seiner Gesellschaftskritik in die Schlagzeilen gekommen, polarisierte die Mischung aus Thriller und Drama und veranlasste Kinder dazu seine Spiele auf dem Schulhof nachzuspielen.[3]

Ja, auch Süd-Korea lebt, wie viele Länder der Erde, im Raubtierkapitalismus. Und diesem Thema nimmt sich Regisseur Hwang Dong-hyuk an – in der reinsten Form die man sich nur vorstellen könnte.

Das Prinzip ist einfach: Haufenweise überschuldete, gesellschaftlich abgestiegene, verlorene Seelen und ein Gewinn der jeden Einzelnen, nicht nur aus dem Armuts-Sumpf sondern an die Spitze der Nahrungskette katapultieren würde. Und so geht es unter der Aufsicht von anonymen Marionetten im roten „Haus des Geldes“-Outfit, geradewegs durch ein absurd anmutendes, ebenso comichaftes wie knallbuntes Treppenhaus, angelehnt an die Werke des niederländischen Künstlers M. C. Escher und damit in ein Spiel was fatale Folgen für die meisten Teilnehmer haben wird.[4]


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©Netflix

Verlierer Nr. 456

„Squid Game“ (dt. Tintenfischspiel) umfasst neun Episoden und beginnt damit den Protagonisten „Seong Gi-hun“ oder besser Nr. 456 schlüssig vorzustellen.

Seong ist ein getrennt lebender, spielsüchtiger Vater mit einem ziemlich verkorksten Leben. Um seine Tochter aus der neuen Patch-Work-Familie regelrecht „freizukaufen“, nimmt er an den Spielen teil. Und darin liegt bereits eine große Stärke der Serie. Allumfassend gibt sie allen Zuschauern, die es noch nicht mitbekommen haben, eine Ahnung davon, wie fundamental schwer finanzielle Kraft in allen kapitalistischen Gesellschaften wiegt – auch für Lebensbereiche wie Liebe, Familie oder Gesundheit, die eigentlich als „unkaufbar“ gelten.

Für Nr. 456 geht es um nichts weniger als Leben in Glanz und Gloria oder schlichtem Tod mit Endstelle Krematorium. Die Altersfreigabe mit 16 Jahren ist mindestens fragwürdig. Massenhafte Exekutionen und explizite Gewaltdarstellungen bis hin zu leichten Gore-Elementen sind Teil des Spiels und Mittel zum vermitteln des Ernstes der Lage.

Pikant ist hier, dass Netflix seine Serien traditionellerweise nicht bei der USK für die Bewertung einreicht. Stattdessen wurde die Produktion von Netflix selbst mit einer Altersempfehlung von 16 Jahren ausgestattet. Aufgrund der expliziten Darstellungen, hätten wir ein 18er-Rating als angemessener empfunden.


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©Netflix

Sensationslust

Was die Schauwerte betrifft so gelingt es „Squid Game“ sehr geschickt, Kinderspiele mit einfachen Regeln die jeder versteht und eine Gesellschaftsordnung die jeder versteht, in den Genre Drama, Thriller und Mystery zu verstricken. Außerdem gelingt es aus diesen Teilen eine inhaltlich gesellschaftskritische Serie zu kreieren, die zeitgleich jedoch die scheinbar niedere, urgegebene Sensationslust des Zuschauers zu befriedigen scheint. Der Mensch sucht das Spektakel – und er wird bedient.

Mit einem Ende etwas zu konstruiert und mit irrationalen Entscheidungen der Figuren, schafft es „Squid Game“ zwar nicht sein Niveau in Puncto Konsequenz über alle Folgen zu halten, bricht sich dabei aber beileibe nicht den Hals.


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©Netflix

Fazit – Battle Royale für Masse (und Denker)

Ist der Hype gerechtfertigt?

„Squid Game“ ist fürwahr eine ausgezeichnete Serie und transportiert eine Botschaft. Doch der Hype kommt nicht nur zustande wegen der zugrundeliegenden Gesellschaftskritik. Nicht alle Zuschauer werden Hwangs Intention wirklich bemerken, verstehen oder gar ihre persönliche Wahrnehmung oder den Stellenwert von Geld in unserer Welt hinterfragen.

Der Hype kommt auch zustande weil das Thema Battle Royale, so wie es aufbereitet wurde, nicht nur extrem im Trend liegt, sondern auch einfach jeden anspricht. Die Serie ist totaler Mainstream ohne inhaltsleer, ohne frei von Subtanz zu sein. Sie spricht also Sensationslustige gleichermaßen an wie nach dem Sinn suchende Hobby-Philosophen. Vielleicht liegt gerade darin das Kunststückchen?

Laut Wikipedia wollte Schöpfer und Regisseur Hwang mit „Squid Game“: „In Verbindung mit Kinderspielen eine Allegorie über die moderne kapitalistische Gesellschaft erzählen. Dabei sollte der Fokus auf dem Wettbewerb liegen.“ Und was sollen wir da noch mehr konstatieren als: Mission erfüllt!


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Trailer

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©Netflix

Was haltet Ihr von der wohl gehyptesten Serie aller Zeiten? Teilt eure Gedanken zu „Squid Game“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der „Front Man“ auch.


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Sons of Anarchy (2008 – 2014)

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©FX Network
  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Lieblingsserie

Mit „Sons of Anarchy“ begann im Jahr 2008 die Reise einer Drama-Serie, die bis heute als eine der besten aller Zeiten gilt.

Über 7 Staffeln und 92 Episoden hinweg begleitet der Zuschauer die Machtkämpfe innerhalb des „SAMCRO“-Motorradclubs.

Was das besondere an der Produktion des Senders „FX“ ist und warum sich ein Vergleich mit „Die Sopranos“ und „Game of Thrones“ aufdrängt, verrät euch Gastautor Ricco.

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Genre: Drama, Krimi

Originaltitel: Sons of Anarchy

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: 20th Television | Linson The Company, Sutter Ink, Fox 21, FX Productions

Regie: Allen Coulter, Michael Dinner, Charles Haid, Stephen Kay, Paris Barclay, Tim Hunter, Seith Mann, Gwyneth Horder-Payton, Guy Ferland, Billy Gierhart, Mario Van Peebles, Terrence O’Hara, Kurt Sutter, Paul Maibaum, Phil Abraham, Adam Arkin, Peter Weller, Karen Gaviola, Craig Yahata, Charles Murray, Jack Bender

Drehbuch: Kurt Sutter, James D. Parriott, Jack LoGiudice, Nichole Beattie, Dave Erickson, Brett Conrad, Pat Charles, Chris Collins, Regina Corrado, Misha Green, Liz Sagal, Stevie Long, Brady Dahl, Cori Uchida, Marco Ramirez, Julie Bush, Vaun Wilmott, David Labrava, Gladys Rodriguez, Kem Nunn, Roberto Patino, Mike Daniels , John Barcheski, Adria Lang, Charles Murray, Peter Elkoff, Josh Botana

Produktion: Kurt Sutter, John Linson, Phil Laudicina, James D. Parriott, Paris Barclay, Dave Erickson

Musik: Bob Thiele Jr.

Staffeln: Staffel 01 (13 Episoden) (2008), Staffel 02 (13 Episoden) (2009), Staffel 03 (13 Episoden) (2010), Staffel 04 (14 Episoden) (2011), Staffel 05 (13 Episoden) (2012), Staffel 06 (13 Episoden) (2013), Staffel 07 (13 Episoden) (2014)

Länge: ca. 45-85 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 18

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy | https://de.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy | https://de.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy/Episodenliste

Wertung:   

Autor: Ricco

Verfasst am: 16.05.2021


Serien wie Sand am Meer

Mittlerweile gibt es Serien wie Sand am Meer und es wird immer schwieriger, sich für eine Serie zu entscheiden, die man letztlich auch schauen möchte.

Wieso man „Sons of Anarchy“ unbedingt gesehen haben sollte, werde ich gleich näher drauf eingehen. Worum geht es eigentlich in der Serie?


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©FX Network

Das Vermächtnis eines Vaters

Nun, im Grunde dreht sich alles um „SAMCRO“, den „Sons of Anarchy Motorcycle Club Redwood Original“, deren Mitglieder und um den jungen Jackson „Jax“ Teller (gespielt von Charlie Hunnam), der mit dem Club großgeworden ist und vor nicht allzu langer Zeit seinen Vater verloren hat.

Eines Tages findet er Briefe von seinem Vater, in denen steht, dass er Angst habe, dass dieser Klub immer tiefer in kriminelle Machenschaften gezogen wird. Jax will es im Prinzip seinem Vater recht tun und den Club wieder in legalere Bahnen lenken.


Hauptprotagonist Jax auf seinem Motorrad

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©FX Network

Mischung aus „Die Sopranos“ und „Game of Thrones“

Wenn man so will ist die Serie eine Mischung aus den Sopranos und Game of Thrones.

Mit der Hauptperson haben wir, wie bei Tony Soprano, einen leicht depressiven Charakter, der sich und seinen Club hinterfragt und wie bei GoT, artet auch hier ein Machtkampf zwischen Clay, der eigentliche Präsident des Clubs, und Jax aus, die um den Platz um den Thron kämpfen, also den Posten des Clubpräsidenten.

Jax hat wie Daenerys die Absicht, das Rad zu zerstören und den Club wieder in legalere Wege zu führen.


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Fazit – Ein Epos

Kurt Sutter hat mit „Sons of Anarchy“ ein absolutes Meisterwerk geschaffen. Es gibt wirklich kaum etwas zu kritisieren, weil nahezu alles perfekt ist. Die Schauspieler/innen, die Musik, die Drehbücher,
die Kostüme, die Locations, das Setting, Kameraarbeit, Szenenbilder, u.v.m.

Man wird von Anfang an in den Bann gezogen, was wohl auch an dem sehr stimmigen und melodischen Intro liegt und kann von der Serie einfach nicht genug bekommen.

Es ist Drama, Action, Thriller, hat viel schwarzen Humor und ist kurz gesagt ein richtiges Epos. Ein absoluter Genuss, dieser Serie zu folgen. Vor allem lässt die Serie sich sehr viel Zeit für Charakterentwicklungen, erhält dadurch sehr viel Tiefgang und lässt einzelne Handlungen der Figuren nachvollziehbarer erscheinen.

Von daher, schnappt euch ein Bike, fahrt irgendwo im Freien mit dem Soundtrack einer Rockband, kommt heim und genießt am Abend eines langen Tages diese Show.


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©FX Network

Trailer

Der offizielle deutsche Heimkino-Trailer zu „Sons of Anarchy“

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©FX Network, ©FOX Heimkino

 

American Crime Story (2016 – …)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Nach der erfolgreichen Anthologie-Serie American Horror Story präsentiert uns Ryan Murphy mit Unterstützung von John Travolta im Jahre 2016 eine neue Anthologie-Serie, welche sich hauptsächlich um wahre Verbrechen dreht. Diese mal steht der Fokus nicht im Genre des Horrors, sondern glänzt im Scheinwerferlicht der True-Crime-Serien.

Wie sich die Serie darstellt und ob sie mit seinem großem Bruder der Anthologie-Serien mithalten kann, erfahrt Ihr in unseren Reviews auf derofa.de

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Genre: Thriller, True-Crime, Drama

Originaltitel: American Crime Story

Produktionsland: Vereinigte Staaten

Regie: Ryan Murphy, John Travolta

Drehbuch: Scott Alexander, Larry Karaszewski („The People V. OJ Simpson“); Tom Rob Smith („The Assassination of Gianni Versace“)

Musik: Mac Quayle

Länge: ca. 41 – 58 je Episode

Altersfreigabe: Staffel 01: FSK 12, Staffel 02: FSK 12

Die Anthologie-Serie

Was ist „American Crime Story“? Bei diesem Titel handelt es sich um eine weitere Anthologie-Serie vom Schöpfer von „American Horror Story“.  Ryan Murphy übernahm die Arbeit als Produzent, dieses Mal jedoch ohne Brad Falchuk, mit dem er bereits die Horrorserie „AHS“ produzierte. Doch Murphy sitzt nicht allein auf dem Produktionsstuhl. Mit dabei steht ihm John Travolta zur Seite. John Travolta übernimmt i.d.R. Rollen vor der Kamera und nicht dahinter. Zu sehen war er in Filmen wie z.B. „Pulp Fiction (1994)“, „Passwort: Swordfish (2001)“ oder „Austin Powers in Goldständer (2002)“.

„American Crime Story“ ist eine Crime-Serie die auf dem Sender FX ausgestrahlt wurde. Diese Serie behandelt in jeder Staffel eine in sich abgeschlossene Geschichte über wahre Verbrechen. In Staffel 1 dreht sich alles um den Strafprozess um O.J. Simpson, wohingegen es in Staffel 2 um das Attentat auf den Modedesigner Gianni Versace geht.

Ryan Murphy plante als dritte Staffel die Geschehnisse durch den Hurricane „Katrina“. Im Jahr 2019 wurde jedoch bekannt gegeben, dass es keine Staffel über dieses Thema geben wird. Stattdessen wurde bestätigt das sich womöglich die dritte Staffel über die „Clinton-Lewinsky-Affäre“ drehen wird. Weiteres ist bisher nicht bekannt. Wir halten euch bei derofa.de auf dem Laufenden!

Für alle die diese Serie nicht kennen, hier eine Auflistung der bisherigen Staffeln und dem dazugehörigen Titel.

  • Staffel 01 – The People v. O. J. Simpson
  • Staffel 02 – Der Mord an Gianni Versace

Review – Staffel 01 – The People vs. O.J. Simpson (2016)


Review – Staffel 02 – Der Mord an Gianni Versace (2018)


Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 16.02.2021


Die Geschichte eines Modeikonen

Die zweite Staffel von „American Crime Story“ handelte über die Ermordung an Gianni Versace im Jahre 1997. Gianni Versace war ein Modedesigner der in den 80er-Jahren seinen Durchbruch in der Modebranche erzielte und den Namen „Versace“ bis heute prägte.

Die Staffel befasst sich ausführlich um das Leben des Modedesigners Gianni (Edgar Ramirez), seiner Schwester Donnatella  Versace (Penelope Cruz) und seinem Lebensgefährten Antonio D’Amico (Ricky Martin). Während der Italiener sich einen Namen in der Modebranche aufbauen möchte, durchstreift ein Serienmörder in den Vereinigten Staaten das Land und ermordet auf seinem Weg mehrere Menschen. Andrew Cunanan (Darren Criss) trifft eines Abends zufällig auf sein großes Vorbild Versace. Doch nichtsahnend wie sich die Dinge entwickeln, wird der Modedesigner sein 5. und letztes Opfer.


Andrew Cunanan (Darren Criss) vor der Villa von Versace
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©FX Network

Darren Criss in seiner Rolle und der wahre Andrew Cunanan

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©https://4001reviews.de/wp-content/uploads/2018/04/Kritik-American-Crime-Story-Staffel-2-The-Assassination-of-Gianni-Versace-Szenenbild-2.jpg

Besondere Stilistik und Darsteller

Die zweite Staffel hat es in sich. Den stilistisch bietet sie dem Zuschauer ein Merkmal, welches so bisher noch nie zu sehen war. Die Besonderheit bei „Der Mord an Gianni Versace“ ist, dass die gesamte Geschichte rückwärts erzählt wird. Sprich – wir sehen in der 1. Folgen das Attentat an Versace und gehen Folge für Folge zurück und erfahren was die Auslöser dieser Tat waren. Wir bekommen immer mehr Puzzleteile zugeworfen die wir dann am Ende zu einem gesamten Puzzle zusammen fügen können. Diese Ausdrucksweise macht die zweite Staffel so einzigartig!

Wir waren zuerst ziemlich überrascht Penelope Cruz in der Rolle von Donnatella Versace zu sehen. Genauso erging es uns auch bei Ricky Martin in der Rolle von Giannis Lebensgefährten Antonio. Doch wir möchten hier keine Kritik äußern, nur anmerken das die Auswahl der Schauspieler für diese Rollen eine recht ungewöhnliche Konstellation darstellt. Die spanische Schauspielerin Penelope Cruz ist selten in einem Serienformat zu sehen und zeigt sich eher in Hollywoodfilmen wie z.B. in „Bandidas (2006)“ oder „Vicky Cristina Barcelona (2008). Nichtsdestotrotz wollen wir hier auch explizit ihre schauspielerische Leistung loben. Sie spielt die Rolle von Donnatella Versace überaus realistisch und überzeugend! Auch Ricky Martin ist nicht oft in TV-Serien zu sehen und hat dafür Anfang der 90er Jahre einige bekannte Pop-Songs produziert. Seine Darstellung als Antonio ist in vollem Maße beeindruckend. Er passt perfekt in die Rolle und zeigt es den Zuschauern auch deutlich. Dies war bisher seine zweite Rolle in einer TV-Serie.


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© FX Network

Fazit – Starbesetztes Crime-Drama

Wir sind begeistert und möchten Euch diese Staffel wärmstens ans Herz legen. Nach dem erfolgreichen Start der neuen Anthologie-Serie nach der ersten Staffel, haben wir nun mit der Geschichte über Versace eine weitere fesselnde Geschichte erfahren dürfen. Eine Geschichte über ein wahres Verbrechen, welches bis heute unvergessen bleibt.

Die Darstellung der 80er-Jahre mit ihren berühmten Modedesigner Versace und der Top-Besatzung ist so authentisch und überzeugend erzählt worden, dass uns am Ende der Staffel keine Fragen offen bleiben. Es wird selbst an die Abbildung von echtem TV-Videomaterial nach dem Mord an Versace gedacht. Der Erzählstrang mit seinem stilistischen Mittel die Handlung rückwärts zu erzählen, machen die neun Episoden so ausgesprochen interessant und vor allem rar.

Darren Criss in der Rolle von Andrew Cunanan, einem Killer der es am Ende sogar auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher des FBI’s geschafft hat.[1]Darren leistet hier herausragende Spitzenleistung die wir besonders hervorheben wollen. Er hat seine Mimik und Gestik mit Bedacht gewählt und lässt uns damit den Eindruck, Andrew Cunanan wäre mehr als ein Psychopath.


Trailer

Der offizielle Trailer zu „American Crime Story: Der Mord an Gianni Versace“


 

The Mandalorian (2019 – …)

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©Disney+
  • 7.3/10
    derofa Durchschnittswertung - 7.3/10
7.3/10

Sehenswert

Am 24. März 2020 startete Disneys Streamingdienst “Disney+” in Deutschland.

Im Zuge dessen musste Disney als einer der größten Medienkonzerne weltweit, selbstverständlich einen besonderen Leckerbissen mit im Startprogramm haben: Die erste Star-Wars-Realserie überhaupt![1]

Wir haben die Chance genutzt „The Mandalorian“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob es zum würdigen Ableger im Star Wars-Universum gereicht hat, erfahrt Ihr in unseren Reviews zu allen bisher veröffentlichten Staffeln.

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Genre: Science-Fiction, Drama

Originaltitel: The Mandalorian

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Disney | Lucasfilm, Fairview Entertainment, Golem Creations

Regie: Dave Filoni (S01 E01+05, S02 E05), Rick Famuyiwa (S01 E02+06, S02 E07), Deborah Chow (S01 E03+07), Bryce Dallas Howard (S01 E04, S02 E03), Taika Waititi (S01 E08), Jon Favreau (S02 E01), Peyton Reed (S02 E02+08), Carl Weathers (S02 E04), Robert Rodriguez (S02 E06)

Drehbuch: Jon Favreau (S01 E01-04, E07-08, S02 E01-04+06+08), Dave Filoni (S01 E05, S02 E05), Rick Famuyiwa (S01 E06, S02 E07), Christopher Yost (S01 E06)

Produktion: Jon Favreau, Dave Filoni, Kathleen Kennedy, Colin Wilson

Musik: Ludwig Göransson

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden), Staffel 02 (8 Episoden)

Länge: ca. 30-50 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 12 (lt. Disney+) (Stand: 29.12.2020)

Universum: Star Wars

Nachfolger: The Book of Boba Fett (geplant Dez. 2021)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Mandalorian | https://de.wikipedia.org/wiki/The_Mandalorian

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Die Star Wars-Realserie

Disney wäre nicht Disney wenn sich der Medienkonzern des Mausmaskottchens, nicht über den Einfluss seiner stärksten Marken wie „Marvel„, „Pixar“ oder eben auch der von „Star Wars“ bewusst wäre. Es war also fast klar, dass im Zuge des längst überfälligen Starts des hauseigenen Streamingdienst „Disney+“, neue Inhalte aus dem Star Wars-Kosmos geliefert werden müssen, um für regen Ansturm an Kunden zu sorgen.

Als Drehbuchautor und Executive Producer hat Disney niemand geringeren als Jon Favreau engagiert, der sich in Hollywood mit den ersten beiden „Iron Man“ Verfilmungen der Marvel Studios, und CGI-Spektakel wie „The Jungle Book“ (2016) oder „Der König der Löwen“ (2019) einen Namen gemacht hat.

Produziert wird die Serie von Lucasfilm und Fairview Entertainment.[2] Auch die Präsidentin des Studios, Kathleen Kennedy, die seit dem Verkauf von Lucasfilm an Disney im Jahr 2012 maßgeblich an weiteren Veröffentlichungen im Universum beteiligt ist, wirkt als Produzentin mit.[3] Die visuellen Effekte stammen, wie von „Star Wars“ gewohnt, aus dem Lucasfilm eigenen Hause „Industrial Light & Magic“.[4]

Zeitlich spielt „The Mandalorian“ 5 Jahre nach dem dritten Star Wars-Film „Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983). Das ist also in etwa nach dem Fall des Imperiums, infolge der berüchtigten „Schlacht von Endor“ (Gedächtnisstütze: der Film mit den flauschigen Ewoks).[5] Die Serie folgt einem mandalorianischen Kopfgeldjäger (Pedro Pascal), der auf seinen Reisen durch die Galaxis auf eine bedeutende Entdeckung stößt. Fortan macht er sich zur Aufgabe diese Entdeckung zu beschützen und zu leiten.

Stilistisch wird die Serie immer wieder mit Western- und Samuraifilmen verglichen. „The Mandalorian“ sei „Jon Favreaus Versuch westliche und Samurai-Archetypen in einer Weltraumumgebung zu verbinden, während er die Unterschiede in ihnen anerkennt.“, wie es etwa die Kollegen von „filmschoolrejects“ formulieren.[6]

Nach zwei veröffentlichten Staffeln wurde bereits eine dritte Staffel angekündigt. Der Starttermin ist aktuell noch nicht bekannt. [7]

Darüber hinaus wurde ein Spin-Off mit dem Titel „The Book of Boba Fett“ für Dezember 2021 angekündigt. [8]


Review – Staffel 01 (2019)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 13.02.2020


Der Kopfgeldjäger

Der vorerst namenlose mandalorianische Einzelkämpfer (Pedro Pascal) betritt die Manege. Als Kopfgeldjäger bereist er die Galaxis und hangelt sich von Auftrag zu Auftrag. Seinen Helm nimmt er dabei niemals ab. Er lebt streng nach den Gesetzen des Clans der Mandalorianer. Diese sind keine eigene Spezies sondern eine Kriegergemeinschaft aus unterschiedlichsten Rassen. Ein strenger Kodex verbindet sie.[9]

Als Figur für die erste Star Wars-Realserie funktioniert der Mandalorianer recht gut, bleibt aber durchaus austauschbar. Man hätte wohl viele andere Figuren aus dem Universum nehmen können, um sie in einer neuen Serie einzusetzen. Ganz sicher hat Disney dies auch in Zukunft vor. Es ist unwahrscheinlich, dass „The Mandalorian“ die einzige Realserie bleibt. Ewan McGregor soll bereits für eine weitere Produktion engagiert worden sein.[10] Fans wird der kämpferische Hauptprotagonist aufgrund der Rüstung und der Rolle als Kopfgeldjäger unweigerlich an „Boba Fett“ und dessen Vater „Jango Fett“ erinnern.

Auch wenn der Mandalorianer die Hauptfigur der gleichnamigen Serie ist, entpuppt sich die wahre Stärke von „The Mandalorian“ in einer ganz anderen, deutlich niedlicheren Figur.


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Memes die die Welt entzücken

Ihr habt es geahnt. Das Internet ist voll von ihm, die Fans lieben ihn. Ein kleines putziges außerirdisches Wesen, was knuddeliger nicht sein könnte. Die Rede ist natürlich von „Baby Yoda“ oder offiziell „The Child“. Mit dieser an den Altmeister Yoda aus vergangenen Filmen angelehnten Figur, hat Creator Jon Favreau Amors Pfeil direkt in die Fanherzen versenkt. Die Memes überschlugen sich auf allen Social-Media-Kanälen. „If you feel snackish, eat Chicky Nuggies“, lautet die Quintessenz aus diesen künstlerischen Kleinodien.

Tatsächlich muss man Favreau und seinem Team lassen, dass es absolut genial war diese Figur zu kreieren und einzubauen. An automatisch generierter viraler Werbung mangelt es so jedenfalls sicher nicht.


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Doch nicht nur wegen dem „Cuteness-Faktor“ ist „The Child“ die wichtigste Figur in der neuen Serie. Die Geschichte rund um den Kopfgeldjäger nutzt den kleinen grünen Frechdachs gekonnt, um ihn als geheimnisvolles alles durchdringendes Wesen darzustellen, um dem Zuschauer zu suggerieren, hier ist noch etwas tiefes, etwas das wir langsam und genüsslich im Verlaufe von vielen Staffeln, Stück für Stück enthüllen werden.

Ohne Baby Yoda wäre die Serie jedenfalls weit gewöhnlicher. The Child ist das kleine niedliche Zentrum, um das sich alles dreht und sicher noch viele Staffeln drehen wird.


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Fazit – Chicky Nuggies Appetizer

Letztendlich ist das auffälligste an „The Mandalorian“, dass die Serie sich ähnlich wie der heimliche kleine Hauptprotagonist erst entwickeln muss.

Mit der ersten Staffel, die nur 8 Episoden je ca. 30-40 Minuten umfasst, liefert Disney einen Appetizer für das was noch kommen mag. Die Qualität der Folgen schwankt manches mal zwischen exzellent bis Parodie auf das Star Wars-Universum. Die Geschichte und Herkunft des Kopfgeldjägers werden näher beleuchtet und in sich schlüssig erzählt, einige Nebenfiguren füllen das ganze Konstrukt auf. Ein Fundament für die Figuren wird aufgebaut. Visuelle Effekte sowie Animatronics, die wie von Star Wars gewohnt aus dem Lucasfilm eigenen Hause „Industrial Light & Magic“ stammen, sorgen für Wiedererkennungswert und Authentizität.[11]

Im kreieren seiner Welt zeigt sich „The Mandalorian“ jedoch recht vage und verhalten. Die gezeigten Planeten und Umgebungen erahnen zwar die Zeit nach dem Fall des Imperiums, erinnern stilistisch aber nur in Teilen an das große Universum, was wir aus den Filmen gewohnt sind. Die großen Schlachten müssen noch gefochten werden, die Verknüpfungen zum Universum über triviales wie Droiden oder Raumschiffe hinweg noch hergestellt werden.

Ob „The Mandalorian“ das schafft müssen die nächsten Staffeln zeigen. Ein sehenswerter Beginn, alleine wegen des grünen Lieblings, kreiert „The Mandalorian“ jedenfalls allemal.

Ich habe gesprochen.Kuiil, 9 NSY

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Trailer – Staffel 01

Seht hier den Trailer zur ersten Staffel von „The Mandalorian“

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Review – Staffel 02 (2020)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 14.01.2021


Der Problemlöser ist zurück

Der Wüstenwind braust auf. Sein Cape flackert cool im Wind. Eine scheinbar undurchdringliche Rüstung, aus dem härtesten mandalorianischen Eisen „Beskar“, schützt seinen Körper. Die Waffe im Anschlag, jederzeit bereit loszulegen. Immer an seiner Seite ein kleines Kind. Frech und verspielt schaut es aus seinem schwebenden Buggy-Nestchen heraus. Nur gerade so viel um zu sehen was gerade abgeht da draußen.

Nach dem sehenswerten Auftritt des mandalorianischen Kopfgeldjägers in der ersten Staffel der ersten Star-Wars-Realserie „The Mandalorian“, ist das ungleiche Duo zurück!

Weiterhin auf der Suche nach Antworten zur Herkunft von „The Child“ begibt sich Mando immer tiefer durch die Galaxis und improvisiert sich von Situation zu Eskalation und wieder zurück. Auftauchende Probleme steckt er erneut locker und trocken wie Wüstensand von Tatooine weg.

In der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ stellt sich nun natürlich die Frage welche neuen Wege die Serie einschlägt und inwiefern sie sich treu bleibt. Stilistisch ist sie erneut deutlich inspiriert von Western- sowie Samuraifilmen und versetzt diese Genre dabei in die Grundstimmung der Weltraumumgebung des Star Wars-Universums.


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Chancen des Mediums Serie

Unser Wunsch nach der ersten Staffel war die Verknüpfung mit dem Star Wars-Univserum über triviales wie Droiden und Raumschiffe hinaus.

Auch in Staffel zwei klappt dies mit Ausnahme des vieldiskutierten Finales eher semi-gut. Zugegeben, es gibt neue Bezugspunkte zum Star Wars-Franchise, etwa wenn bekannte Figuren aus der Roman-Reihe „Nachspiel“, einer Star Wars Animationsserie und sogar aus den großen Trilogien aufgegriffen werden.[12] [13]

Trotzdem ergibt sich immer wieder das Gefühl von unverbundenen Teilräumen. Die Haupthandlung wird in einigen Episoden oft wenig bis gar nicht weitergebracht. Damit krankt „The Mandalorian“ in den selben Punkten wie schon die erste Staffel.


Wenn es keine Chicky Nuggies gibt, braucht es Alternativen

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Man könnte also sagen, so ganz hat „The Mandalorian“ die Stärken, die sich aus dem Medium Serie ergeben, noch nicht verstanden. Die Chance wirklich große, über mehrere Episoden anhaltende Handlungsbögen zu nutzen und damit viel Tiefe und Nervenkitzel zu erzeugen, wäre da. Voll genutzt wird sie noch nicht. Nicht nur weil die Geschichte noch recht einfach gestrickt ist sondern sich vor allem sehr langsam entwickelt! Da drängt sich der Vergleich mit Filmen auf. So bleiben die einzelnen Episoden oft in sich geschlossen, vergleichbar mit Filmen. Dadurch wird die Haupthandlung nur häppchenweise weitergeführt.

Lustigerweise bezeichnet der Schöpfer von „The Mandalorian“ Jon Favreau die Serie tatsächlich als eine Ansammlung aus kleinen Filmen, wie aus der Disney+-Doku „Disney Galerie: The Mandalorian“ (2020) hervor geht.

„Jede Folge ist ein Mini-Film (…)“Jon Favreau

Eigentlich ziemlich ironisch, dass die erste und zudem lang herbei gesehnte Realserie im Star Wars-Universum in Wahrheit viele kleine Filme sind. Und wie das bei Filmen so ist, nutzt sich das Prinzip von Fortsetzung zu Fortsetzung ab. Erst recht wenn immer die gleichen Storylines geliefert werden. Im Ergebnis gestaltet sich das in etwa so: Mando kommt auf einen neuen Planeten. Mando muss einen Tauschhandel unter dem Motto „hilfst du mir helf ich dir“ eingehen. Mando bezwingt die Gefahr. Mando fliegt zum nächsten Planeten.

Leicht unterfüttert wird das ganze mit Handlungselementen die auch über mehrere Episoden hinweg Relevanz haben oder gültig bleiben. Mit anderen Worten: Den Fans werden immer wieder kleine Zückerli hingeworfen!


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©Disney, https://www.serienjunkies.de/news/star-wars-favreaus-serie-100-91627.html

Fazit – Eine neue Hoffnung für Mando die Dritte

„The Mandalorian“ ist eine kurzweilige Serie die stilistisch vieles richtig macht und aufgrund der überaus kompetenten Macher um Jon Favreau und Dave Filoni sehr gewissenhaft von absoluten Star Wars-Freaks produziert wird. Dem großen Vermächtnis von Schöpfer George Lucas, der übrigens auch selbst schon am Set anwesend war, um den Padawanen vermutlich einiges an kreativer Unterstüzung mitzugeben, wird damit durchaus genüge getan.[14]

Mit der zweiten Staffel schaffen es die Produzenten schließlich, weitere Verknüpfungen zum Star Wars-Universum aufzubauen. Der Orden der Jedi spielt eine immer größere Rolle. Auch „Midi-Chlorianerwerte“[15] werden erwähnt und die Creator drücken immer wieder auf die Nostalgiedrüsen von Fans aus älteren Generationen. All das weiß zu gefallen. Wirklich restlos überzeugt sind wir dennoch weiterhin nicht.

Die Möglichkeiten ein gewaltigeres Handlungsnetz aufzubauen welches die Story wirklich vorantreibt und über mehrere Episoden hinweg ausgespannt wird, wäre gegeben. Doch vielleicht ist das gar nicht das Ziel von Favreau und Co. Vermutlich handelt es sich bei dem Konzept der „Mini-Filme“ viel mehr um reinen Selbstschutz. Dadurch ist es immerhin möglich „The Mandalorian“ über viele Staffeln ordentlich zu strecken (vielleicht sogar zu melken?!) und auch mal Episoden zu liefern, welche die Haupthandlung mal so gar nicht weiterbringen.

Wenn die Atmosphäre stimmt, was nach wie vor das Wichtigste ist, soll es so sein. Die ersten beiden Staffeln waren hoffentlich erst der Anfang. Vielleicht genießt „The Mandalorian“ wie auch „The Child“ noch Welpenschutz. Doch in der dritten Staffel müssen sich nicht nur Mando und Baby Yoda aufs neue beweisen, sondern auch die kreativen Köpfe und Produzenten hinter der Serie.


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Trailer – Staffel 02

Seht hier den Trailer zur zweiten Staffel von „The Mandalorian“

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Years and Years (2019)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Jayes meint - Sehenswert

In „Years and Years“ werfen wir einen Blick auf eine eher (un)gewöhnliche britische Großfamilie in einem Zukunftsszenario um die Jahre 2019-2034.

Politische Veränderungen und der fortschreitende digitale Wandel der Welt, spielen dabei eine große Rolle. Die Auswirkungen werden zum Schicksal der Charaktere und stehen im Mittelpunkt der Geschehnisse.

Die britische Serie, die in Ko-Produktion zwischen BBC One und HBO entstand, liefert dabei einige gute Ideen und Ansätze, tritt jedoch manchmal auf der Stelle und braucht einige Zeit, um wirklich in Fahrt zu kommen. Letzten Endes blieben wir mit gemischten Gefühlen zurück, auch weil zu wenig die Welt und zu viel die familiären Verhältnisse im Mittelpunkt stehen, die nicht immer einen ausreichenden Bezug zu den Veränderungen durch die digitale Zukunft haben.

„Years and Years“ ist sehenswertes Serienfutter und insbesondere für Fans des britischen Serienstils geeignet, kann aber letzten Endes mit wirklich herausragenden, vergleichbaren Produktionen wie „Black Mirror“ nicht mithalten. (31.03.2020)

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Genre: Drama, Science-Fiction, Utopie & Dystopie

Originaltitel: Years and Years

Produktionsland: Vereinigtes Königreich

Produktionsfirma: BBC One, HBO, Red Production Company

Regie: Simon Cellan Jones (E01-04), Lisa Mulcahy (E05-06)

Drehbuch: Russell T Davies

Produktion: Simon Cellan Jones, Michaela Fereday, Lucy Richer, Nicola Shindler, Karen Lewis

Musik: Murray Gold

Länge: 6 Episoden je ca. 60 Minuten

Altersfreigabe: 16 (lt. Amazon)

Beschreibung

Years and Years ist eine britische TV-Serie aus dem Jahr 2019.

Die deutschsprachige Erstveröffentlichung fand am 05. März 2020 auf dem Streaming-Dienst „StarzPlay“ statt.

Die Serie entstand in einer Ko-Produktion zwischen dem britischen Sender BBC One und dem US-amerikanischen Kabelsender HBO. Die Idee zur Serie stammt von Russell T Davies, der auch die Drehbücher aller Episoden verfasste.[1]

Das Science-Fiction Drama widmet sich hauptsächlich den Themen der fortschreitenden Digitalisierung, sowie der zukünftigen Politik in Großbritannien und deren Auswirkungen auf eine Großfamilie.


Bilder

Vivienne Rooks politischer Erfolg verändert Großbritannien

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Die Großfamilie Lyons

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Digitalisierung ist eines der Hauptthemen der Serie

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Marvel’s Jessica Jones (2015 – 2019)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Mit „Marvel’s Jessica Jones“ erhalten wir die zweite Serie aus dem „Marvel Cinematic Universe„.

Die Serie ist seit 2015 auf der Streaming-Plattform Netflix verfügbar und dreht sich um den Marvel Charakter Jessica Jones, die neben ihrer Arbeit als Detektivin, zur Superheldin New Yorks wird.

Krysten Ritter verkörpert die junge New Yorkerin mit ihrer speziellen Begabung.

Alleingängerin und Detektivin Jessica Jones zeigt uns ein Bild einer modernen und ungewöhnlichen „Heldin“.

Was wir von den Staffeln mit der Draufgängerin Jessica halten, erfahrt Ihr in unseren Reviews auf derofa.de

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Genre: ActionDrama, Superhelden

Originaltitel: Marvel’s Jessica Jones

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix (Sender), Marvel Television, ABC Studios, Tall Girl Productions

Regie: Verschiedene Regisseure

Drehbuch: Verschiedene Autoren

Musik: Sean Callery

Länge: ca. 46-55 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16

Universum: Marvel Cinematic Universe

Beschreibung

Mit „Marvel’s Jessica Jones“ aus dem Jahre 2015, erhalten wir die zweite Serie aus vier Marvel-Serien, die später zum Crossover von „Marvel’s The Defenders“ führte.

Regie übernahm u.a. S. J. Clarkson sowie verschiedene weitere Regisseure. Das Drehbuch für die erste und letzte Episode der ersten Staffel verfasste Melissa Rosenberg. Sie ist die Autorin der beliebten Vampirgeschichte aus der „Twilight-Saga“.

2015 bis 2019 wurden die ersten drei Staffeln von „Marvel’s Jessica Jones“ produziert. Netflix zeigt derzeit alle drei Staffeln der Marvel-Serie auf ihrer Streaming-Plattform.

Mit der dritten Staffel endet die Geschichte hinter der Privatdetektivin Jessica Jones. Netflix ließ nach der Produktion der letzten Staffel im Jahre 2019 die Serie einstellen.


Review – Staffel 01 (2015)


Wertung: 

Autor: Lissa

Verfasst am: 21.04.2020


Privatdetektivin Jessica Jones

In der Marvel-Serie dreht sich alles um die Privatdetektivin Jessica Jones (Krysten Ritter), die versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, jedoch von dieser immer wieder eingeholt wird. Jessica lebt in „der Stadt die niemals schläft“ und betreibt eine eigene Privatdetektei um sich über Wasser zu halten.

Ihr Leben besteht darin, die Aufträge ihrer Klienten zu erfüllen. Jedoch benutzt sie dazu einige „Tricks“ in Form ihrer übernatürlichen Fähigkeiten. Zum einen ist es ihr möglich, eine enorm starke Körperkraft anzuwenden und jeden Gegner mit nur einem Schlag umzuhauen, zum anderen besitzt sie eine Art von Sprungfähigkeit, um sich so über New Yorks Dächer schneller fortzubewegen. Die Sprünge wirken fast so als könnte Jessica über die dunklen Gassen fliegen.

Jessica ist eine Alleingängerin. Im Verlaufe der ersten Staffel lernt sie jedoch auch neue Charaktere kennen, die sich als wahre Freunde erweisen. Eine davon ist ihre ehemalige Adoptivschwester Trish Walker (Rachael Taylor), die sie zu Beginn an jedoch auf Distanz hält.

Nachdem Jessica letztlich doch noch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und auf den Schurken Kevin Thompson alias Kilgrave (David Tennant) trifft, wendet sie sich an Trish und bittet sie um ihre Unterstützung. Kilgrave ist ein Superschurke der die Macht besitzt, Menschen unter seine Kontrolle zu bringen.

Es beginnt eine Art Katz und Maus Spiel. Während Jessica auf der Suche nach Kilgrave ist, um ihn außer Gefecht zu setzen, ist es Kilgraves Wunsch, auf Grund seiner Besessenheit ihr gegenüber, Jessica wieder in seinen Besitz zu bekommen – und dies ohne seine Fähigkeiten, da Jessica gelernt hat, seinem Willen zu widerstehen.


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Jessica Jones und ihr Antagonist Kilgrave haben eine gemeinsame Vergangenheit


Untypische Heldin

In der ersten Staffel von „Marvel‘s Jessica Jones“ wird Jessica nicht zur Heldin im eigentlichen Sinne. Sie benutzt ihre Fähigkeiten nämlich eher um ihre Detektivarbeit zu entrichten. Seltener um damit durch New Yorks Gassen zu streifen und sich in der Nacht in eine maskierte Superheldin zu verwandeln.

Wenn ein Mensch in Not ist und ihre Hilfe benötigt, ist sie jedoch sofort zur Stelle. Auch die Menschen in ihrer Umgebung sind ihr sehr wichtig und diese versucht sie mit aller Kraft zu schützen – egal um welchen Preis.

Sie steht dem Bösen nicht alleine entgegen und trifft schnell auf den ungewöhnlichen Mann mit der eisernen Haut – die Rede ist von Luke Cage (Mike Colter), der recht früh mehrere Gastauftritte in der ersten Staffel erhält.

Ihre Detektivarbeit steht zu Beginn sehr im Vordergrund, was sich im späteren Abschnitt der Staffel jedoch ändert. Hier dreht sich alles um ihre Vergangenheit mit dem Schurken Kilgrave und seinen bösen Machenschaft in New York.


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Luke Cage als Barkeeper in seiner eigenen Bar


Fazit

Jeder Superheld braucht seinen eigenen Bösewicht. In Jessica Jones Fall ist es Kilgrave, der zum Ende hin schon fast die Hauptrolle übernimmt. Dies bewerten wir jedoch nicht als Kritikpunkt.

Die Geschichte in Staffel eins konnte gut erzählt werden und präsentiert uns etliche Actionszenen in denen Jessica uns ihre Superkräfte zur Show stellt. Zudem ist die Handlung enorm wichtig um uns die Verbindung zu Jessica Jones und ihrem Antagonisten Kilgrave näher zu bringen.

Die Umsetzung der Realserie „Marvel’s Jessica Jones“ ist den Comics mehr als würdig. Die Serie erweist uns einen angemessen Start ins Superheldenuniversum von Jessica Jones und bringt uns durch übernatürliche Superkräfte und actionreichen Kampfszenen, das MCU erneut ein Stückchen näher.


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Marvel’s Daredevil (2015 – 2018)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Seit 2015 bis 2018 schlüpfte Charlie Cox in die Hauptrolle des blinden Superhelden Matthew „Matt“ Murdock. Die Serie basiert auf den gleichnamigen Comics von Stan Lee.

Ausgestrahlt wurde die Serie auf der Streaming-Plattform Netflix, die sich 2015 die Rechte dazu gesichert hatten.

Was es mit „Marvel’s Daredevil“ auf sich hat, erfahrt Ihr in unseren Reviews.

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Genre: Action, Drama, Superhelden

Originaltitel: Marvel’s Daredevil

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix

Regie: Steven S. Deknight, Drew Goddard

Drehbuch: Stan Lee, Steven S.Deknight, Gene Cole, Frank Miller

Musik: John Paesano

Länge: ca. 45-60 Minuten je Episode

Altersfreigabe: Staffel 01: FSK 16, Staffel 02: FSK 18, Staffel 03: FSK 18

Universum: Marvel Cinematic Universe

Beschreibung

Aus dem Hause „Marvel“ wurde 2015 eine von mittlerweile sechs Superhelden-Serien aus dem MCU (Marvel Cinematic Universe) veröffentlicht.

Neben „Marvel’s Daredevil“ folgten mehrere sog. Crossover (Jessica Jones, Luke Cage, The Defenders, The Punisher, Agents of S.H.I.E.L.D.), die alle eine Verbindung zueinander haben, da sie im selben Universum spielen.

Produziert wurde die Serie von Steven S. Deknight und Drew Goddard, der auch an einigen Staffel der beiden Vampirserien „Buffy – Die Vampirjägerin“ (1997-2003) und „Angel – Jäger der Finsternis“ (1999-2004) beteiligt war.

Seit dem Jahr 2015 läuft die Marvel Serie auf der Streaming-Plattform Netflix. Im Jahr 2018 hat Netflix die Produktion der Serie nach der 3. Staffel eingestellt.

Nach dem Disney sich durch den eigenen Streaming-Dienst „Disney+“ die meisten ihrer Eigenmarken (darunter Marvel) auf Ihre Streaming-Plattform sichern durften, hat es Netflix und Co. nicht mehr leicht. Denn jetzt ist es nur eine Frage der Zeit wann Netflix die gesamten Marvel-Serien aus dem Sortiment nehmen muss und diese dann evtl. bei Disney+ zu sehen sein werden.

Vertraglich dürfen die Marvel-Serien auf Netflix nach ihrer Absetzung zwei Jahre lang auf keiner anderen Plattform auftauchen. Zudem hat Disney+ erstmalig verkündet, keine Fortsetzungen der Marvel-Serien von Netflix zu produzieren.[1]

Ob sich dies in der nächsten Zeit ändern wird, ist noch unklar.


Review – Staffel 01 (2015)


Wertung:

Autor: Lissa

Verfasst am: 06.04.2020


Die Geburt eines neuen Superhelden

Im Alter von neun Jahren kam es zum Unfall mit Chemikalien, durch das der junge Matt Murdock sein Augenlicht verloren hat.

Der Verlust seines Augenlichts brachte ihm jedoch auch neue Stärken. Der Unfall schärfte seine anderen Sinne. Sein Gehör hat sich zum einen dadurch stark verbessert und Matt ist es nun möglich, aus mehreren Metern Entfernung den Herzschlag einer anderen Person zu hören, zum anderen ist sein Geruchssinn verschärft worden. Die Kombination dieser verstärkten Sinne, macht Matt Murdock (Charlie Cox) zu einem neuen Superhelden.

Nachts wird er zum maskierten Helden, tagsüber ist er jedoch als Rechtsanwalt in New York, genauer gesagt in Hell’s Kitchen einem Stadtteil Manhattans unterwegs und gründet mit seinem alten besten Freund Foggy Nelson (Eldon Henson) eine Kanzlei. Durch ihren ersten Fall als Rechtsanwälte, treffen sie auf die junge Karen Page (Deborah Ann Woll), die von einer Klientin zur Assistentin der Kanzlei wird. Neben den beruflichen Aspekten wird Karen zur guten Freundin der beiden.

Die erste Staffel steht voll und ganz in der Entstehung des Superhelden und dem Aufstieg seines Antagonisten Wilson Fisk/Kingpin (Vincent D’Onofrio) einem der größten Verbrecherbosse in Hell’s Kitchen.


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Ein ungewöhnlicher Held

Daredevil ist kein gewöhnlicher Held. Seine Fähigkeiten sind Teil eines Jahre langen intensiven Trainings. Matt lernte in seinen jungen Jahren einen blinden alten Mann namens „Stick“ kennen. Dieser lehrte ihm zum einen, ohne sein Augenlicht durchs leben zu kommen und zum anderen die Kunst des Kampfes zu meistern.

Der Unfall bis hin zum Erwachsenwerden und dem Training mit seinem blinden Freund verhalf Matt zu dem zu werden, was er sich als Kind schon immer gewünscht hatte – einem Helden, der die Stadt vor dem Bösen bewahrt.

„Marvel’s Daredevil“ bietet viel Abwechslung und verliert dabei zu keiner Zeit an Spannung. Durch Rückblenden werden immer mal wieder Szenen aus Matts Kindheit erzählt, welches die Geschichte Stück für Stück komplettiert und den Zuschauern so mehr Tiefe innerhalb der Charaktere übermittelt.

Neben den Superheldenszenen und allerlei Bösewichten geht es auch vielmehr darum die Arbeit der Kanzlei zu verfolgen. Die beiden Anwälte Matt und Foggy versuchen für die Armen und Schwachen aus Hell’s Kitchen da zu sein, auch wenn sie dafür oftmals keinen einzigen Cent erhalten. Vielmehr steht ihre Arbeit im Zeichen der Gerechtigkeit, da nehmen sie auch ab und an unbezahlte Aufträge entgegen.


Mit einer Augenbinde maskiert streift Matt durch Hell’s Kitchen

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Fazit

Die erste Staffel mit ihren 13 Episoden befasst sich mit verschiedenen Themen und verbindet diese gut mit dem Marvel-Universum. Die Entwicklung von Matt als kleinen Jungen bis hin zum Erwachsenen Anwalt/Superhelden wird gut in den Erzählstrang eingebunden. Die Nebencharaktere sind sehr sympathisch und überzeugen im volle Maße.

Der blinde Superheld wird zum wahren Helden der Stadt, der jedoch nicht nur durch seine „Augenbinde“ den Menschen in New York zu helfen vermag.

Die erste Staffel bietet sehr viel Potenzial und ist der perfekte Start ins Marvel Cinematic Universe, sodass ihre Handlung mehr oder weniger stark in die Geschehnisse der Kinofilme eingewoben ist.

Falls ihr nicht sicher seid, mit welcher TV-Serie ihr beginnen sollt um die Handlung im MCU chronologisch richtig zu erleben, schaut einfach in unserem Artikel auf derofa.de nach.


Der maskierte Superheld „Daredevil“

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Unbelievable (2019)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Salma Hayek und derofa.de empfehlen die neue Crime-Serie auf der Streaming-Plattform Netflix.

Unbelievable ist eine im Jahr 2019 erschienene Miniserie mit gerade mal 8 Episoden.

Vorbild nahm sich die Serie an dem mit Preisen ausgezeichneten Artikel „An Unbelievable Story of Rape“ aus dem Jahr 2015.

Was genau hinter der Serie steckt, erfahrt Ihr in unserem Review.

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Genre: Krimi, Drama

Originaltitel: Unbelievable

Produktionsland: USA

Studio: Katie Couric Media, Escapist Fare, Timberman/Beverly Productions, Sage Lane Productions, CBS Television Studios

Regie: Susannah Grant, Ayelet Waldman, Michael Chabon

Produktion: Susannah Grant, Ayelet Waldman, Michael Chabon, Lisa Cholodenko, Katie Couric

Drehbuch: Susannah Grant (E01, 02, 03, 08), Michael Chabon (E01, 04), Ayelet Waldman (E01, 04), Jennifer Schuur (E05), Becky Mode (E06, 07)

Musik: Will Bates

Länge: 8 Episoden je ca. 43-58 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Wertung: 

Autor: Lissa

Verfasst am: 11.03.2020


Nichts für schwache Nerven

Die Serie fällt gleich mit der Tür ins Haus und so auch wir bei derofa.de. Es wird barbarisch. Die erste Szene zeigt direkt brutale Bilder einer jungen Frau nach einem Verbrechen und die Aussage dieses Vergewaltigungsopfers.

Marie Adler (Kaitlyn Dever) ist eine junge Frau die eines Nachts von einem maskierten Mann in ihrem Zuhause vergewaltigt wurde. Nach dieser grauenvollen Tat meldet sie sich sofort bei der Polizei und erstattet Anzeige. Durch etliche Aussagen des Opfers wird nun nach dem Verbrecher gesucht.

Unbelievable ist eine Crime-Serie über eine Vergewaltigung, die vielleicht dann doch keine war? Kurzdaraufhin widerruft das Opfer ihre einst gemachte Aussage und erklärt der Polizei, dass sie sich die Geschichte womöglich nur ausgedacht hat. Danach scheint nichts mehr wie es war. Marie kann sich selbst nicht mehr erklären was real ist und was nicht. Dies hat drastische Folgen…

Währenddessen kommt es in anderen Staaten in den USA zu mehreren Verbrechen an Frauen. Die Polizei ermittelt nun gegen einen Serienvergewaltiger. Die beiden Ermittlerinnen Karen Duvall (Merritt Wever) und Grace Rasmussen (Toni Collette) müssen alle Hinweise sammeln um den Täter ausfindig zu machen.


Die beiden Ermittler Karen Duvall und Grace Rasmussen

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Sympathisches Duo

Die Serie zeigt uns spannende Polizeiermittlungen während wir auf der Suche nach der Wahrheit sind. Die Polizei und ihre Zusammenarbeit mit den Opfern fesselt uns ab Episode eins durchgehend. Die Ermittlungen der Polizei durch die beiden Ermittler Karen Duvall und Grace Rasmussen verlieren unsere Aufmerksamkeit in keinster Weise.

Das Polizei-Duo mit ihren unterschiedlichen Charaktereigenschaften macht die Serie so unterhaltsam. Karen ist die junge, noch unerfahrene Polizistin während Grace ein alter Schuh in dem Beruf ist. Dies bringt beide so manchmal zur Weißglut – denn ab und an sind sie sich nicht ganz einig was die Untersuchungen im Verfahren betreffen. Dennoch geht die Sympathie zu den beiden Ermittlern nie verloren.

Unbelievable ist eine Serie die ohne großen Schnick Schnack auskommen kann und ihr Potenzial in keinster Weise verprasst. Sie schockiert und provoziert – denn leichte Kost ist was anderes.

Aus dem Hause Netflix erhalten wir mit Unbelievable eine neue Crime-Serie die mit ihren großen Brüdern wie z.B. „Seven Seconds“, „Safe“ oder „Mindhunter“ durchaus mithalten kann.


Das FBI bekommt einen wichtigen Hinweis zum Aufenthaltsort des Täters

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Nach einer wahren Begebenheit

„Diese Serie basiert auf einer wahren Begebenheit“. Nach diesem Satz bekommt jede Crime-Serie sofort unsere Aufmerksamkeit geschenkt.

Im Jahr 2015 brachten die beiden Reporter Ken Armstrong und T.Christian Miller einen Artikel über eine Vergewaltigungsserie heraus. Die Verbrechen fanden zwischen 2008 und 2011 in den Bundesstaaten Washington und Colorado statt.

Die Journalisten haben mehrere Jahre für ihre Arbeit genauestens mit Feingefühl recherchiert und gewannen dadurch im Jahr 2016 den „Pulitzer Prize“ für „Explanatory Reporting“ sowie 2015 den „George Polk Award“ für „Justice Reporting“. [1]

Netflix hat sich stark an den Inhalt des Artikels gehalten und verzichtete auf künstlerische Freiheit. Somit hält sich Unbelievable stark an die Vorlage – denn mehr braucht es auch nicht.


Das Cover zum Artikel „An Unbelievable Story of Rape“

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https://www.vodafone.de/featured/tv-entertainment/wissen-fun/unbelievable-netflix-wahre-geschichte-serie-vergewaltigung/#/

Fazit

Eine Miniserie die mit wenig Episoden dennoch enorm viel Aussagen kann. Unbelievable fesselt und macht euch nachdenklich.

Der Kampf der Vergewaltigungsopfer ist grausam und schockierend – Mitgefühl ist garantiert!

Ihr solltet keinesfalls diese herausragende Serie verpassen und lieber einen Blick hineinwerfen – auch wenn die Sicht brutal und so bewegend ist, dass ihr womöglich nicht mehr wegschauen könnt.


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