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Captain America: The First Avenger (2011)

Lesemusik:

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Titel: Captain America: The First Avenger, Main Theme by Alan Silvestri | ©Disney | ©Marvel Music, Inc. | ©Universal Music Group | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - ganz gut

„Captain America: The First Avenger“ ist nach chronologischer Reihenfolge der Haupthandlungen der erste Spielfilm des „Marvel Cinematic Universe“.[1] Das gilt trotz zahlreicher Sequels auch noch im Jahre 2026.

Was die eigentliche Veröffentlichung angeht, war der Film mit Chris Evans in der Hauptrolle bereits der fünfte, nachdem das MCU im Jahre 2008 mit Jon Favreaus legendärem „Iron Man“ seinen Anfang nahm und im selben Jahr mit „Der unglaubliche Hulk“ so grün wie brachial fortgesetzt wurde.

Das Sequel „Iron Man 2“ folgte dann 2010 und der gar nicht mal so hammermäßige, aber solide „Thor“ im selben Jahr des Captains. Der amerikanische Patriot erblickte nämlich am 19. Juli 2011 mitsamt seines ikonischen Schildes das Licht der Welt. Abgeschlossen wurde diese „Phase eins“ der sogenannten „Infinity Saga“ am 11. April 2012 mit der heiß erwarteten Konklusio „Marvel’s The Avengers“.

„The First Avenger“ jedenfalls bietet in seiner Expositionsphase zu Beginn wirklich gute und vielversprechende Story-Elemente. Es ist spannend, dem motivierten Steve Rogers zu folgen, dessen Körperkraft zwar mikrig ist, durch seinen unermüdlichen Kampfgeist jedoch mehr als aufgewogen wird. Dadurch kamen ikonische Szenen zustande (wie etwa die, die mit einer Granate zu tun hat), die uns wirklich gerührt haben.

Im Verlauf des Films weicht diese wunderbare Einführung jedoch zunehmend auf und wird sukzessive durch 0815-Action ersetzt. Das ist deshalb so schade, weil die zugrundeliegenden Elemente der Geschichte eigentlich viel Stoff für Tiefgang bieten. So wie etwa die politischen Machtspiele rund um Hydra, die fiktive Wissenschaftsdivision des Dritten Reichs.[2]

Anspruchsvolle Zuschauer müssen das in „The First Avenger“ leider in Kauf nehmen und manches Mal ihr Hirn ausschalten. Doch versteht uns nicht falsch. Gegen Action-Szenen haben wir grundsätzlich nichts einzuwenden – wenn sie gut gemacht sind. Das Problem ist, dass sich der erste Captain-America-Film hier leider auch nur im uninspirierten Mittelfeld befindet.

Insgesamt bleibt der ganz gute Marvel-Film, der handlungstechnisch Phase eins einläutete, also eine Mischung zwischen vielversprechender Prämisse, wirklich gutem, aber nicht vollständig ausgeschöpftem Story-Potenzial und durchschnittlicher Popcornkino-Action.

(30. Juni 2019 | 5. April 2026)

Genre: Abenteuer, Action, Comic, Science-Fiction, Superhelden

Originaltitel: Captain America: The First Avenger

Produktionsland: USA

Studio | Vertrieb: Marvel Studios | Paramount Pictures

Regie: Joe Johnston

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

Comicvorlage: Captain America (1940) von Joe Simon, Jack Kirby

Produktion: Kevin Feige

Kamera: Shelly Johnson

Musik: Alan Silvestri

Länge: ca. 124 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 19. Juli 2011 (Premiere) | 18. August 2011 (Kinostart DE)

Universum: Marvel

Vorgänger: Thor (2011) (nach Erscheinungsjahr) | Kein Film (nach Handlungsjahr)

Nachfolger: Marvel’s The Avengers (2012) (nach Erscheinungsjahr) | Captain Marvel (2019) (nach Handlungsjahr)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Captain_America:_The_First_Avenger | https://en.wikipedia.org/wiki/Captain_America:_The_First_Avenger | https://www.imdb.com/de/title/tt0458339/reference/

Was haltet Ihr vom geschichtlichen Start des legendären MCU? Wer ist Euer Lieblingssuperheld? Teilt Eure Gedanken zu „The First Avenger“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der von „Achtung, links!“ kommende Captain bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Captain America: The First Avenger“.

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©Walt Disney Pictures | ©Marvel Studios

Dragon Ball FighterZ (2018)

Lesemusik:

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Titel: Dragon Ball FighterZ – West City (Stage) (OST) (2018) | ©Bandai Namco |Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Jannik meint - spielenswert

„Dragon Ball FighterZ“ ist ein solider Fighting-Titel, der technisch sowie stilistisch hervorragend umgesetzt wurde und mit einem für das Genre ungewöhnlich umfangreichen Story-Modus punkten kann.

So wurde der visuelle Stil der Zeichentrickwurzeln hervorragend eingefangen, mit Cel-Shading-Optik kombiniert und mit der Technik der Unreal Engine 4 gekreuzt. Die Geschichte ist exklusiv für das Spiel entwickelt worden und führt den neuen Cyborg-Charakter C21 ein.

Leider flacht als Wermutstropfen die Handlung ab dem dritten Abschnitt stark ab und beginnt, sich repetitiv zu wiederholen.

Insgesamt bleibt der Prügler „FighterZ“ dennoch ein spielenswertes Videospiel im „Dragon Ball“-Universum, welches Fans des Franchise alleine wegen der Ergänzung der Story unbedingt gespielt haben sollten.

(23. Juni 2019 | 21. März 2026 | Testplattform: PS4)

Genre: Fighting

Originaltitel: Dragon Ball FighterZ

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Arc System Works | Bandai Namco Entertainment

Game Director: Junya C Motomura

Musik: Toshiyuki Kishi, Hiromi Mizutani, Kenji Katoh, Reno

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler

Spielzeit: ca. 12 Stunden (Hauptstory), ca. 22 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 50 Stunden (100%)

Sprache: Japanisch, Englisch | DE Texte

Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X, Nintendo Switch, PC (Stand: 21.03.2026)

Altersfreigabe: USK 12

Erstveröffentlichung: 26. Januar 2018 (weltweit)

Universum: Dragon Ball

Vorgänger: Dragon Ball Fusions (2016)

Nachfolger: Dragon Ball Z: Kakarot (2020)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Dragon_Ball_FighterZ | https://en.wikipedia.org/wiki/Dragon_Ball_FighterZ | https://www.imdb.com/de/title/tt7864608/reference/ | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/48211

Was haltet Ihr vom 2.5D-Fighting-Game des Entwicklerstudios Arc System Works? Ein echter „Budokai 3“-Konkurrent? Teilt Eure Gedanken zu „Dragon Ball FighterZ“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Namekianer Piccolo bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche „E3“-Trailer aus dem Jahr 2017.

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©Bandai Namco | ©PlayStation DACH

Der offizielle deutsche „Story“-Trailer.

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©Bandai Namco | ©PlayStation DACH

Der offizielle deutsche „Eine verbotene Geschichte“-Trailer von der Tokyo Game Show.

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©Bandai Namco | ©PlayStation DACH

Hidden – Die Angst holt dich ein (2015)

Lesemusik:

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©Warner Bros. Pictures, Music from Insomnia by David Julyan
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Melissa meint - Sehenswert

„Hidden“ ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 2015 mit Alexander Skarsgard in der Hauptrolle. Produziert von den bekannten Duffer Brüdern (Produzenten von Stranger Things) erzählt es die Geschichte von Ray, seiner Frau Clay und der 7-Jährigen Tochter Zoe.

Der Film dreht sich um eine Familie die sich während einer Evakuierung, aufgrund einer unbekannten Viruserkrankung, 301 Tage in einem Bunker verstecken muss. Eine verheerende Katastrophe hat die Welt für immer verändert. In ihrem kleinen Bunker versuchen sich die drei ein neues Zuhause aufzubauen und niemals ihre Hoffnung aufzugeben. Doch ein mysteriöses Etwas wird auf sie aufmerksam und vor dieser unbekannten Bedrohung sind sie selbst in ihrem Bunker nicht mehr sicher.

Die Erzählung nimmt uns anfangs mit in das karge, düstere Leben der Familie im Bunker. Wir erleben hautnah, wie beschwerlich ihr Überlebenskampf auf engstem Raum ist. Dadurch entfaltet sich eine beklemmende Atmosphäre. Als das Essen immer knapper wird, bleibt ihnen keine andere Wahl – sie müssen das Risiko eingehen und den sicheren Unterschlupf verlassen!

Die Schauspieler glänzen in ihrer Rolle vor allem Alexander Skarsgard den wir u.a. durch die  herausragende Horror-Vampir-Serie „True Blood“ kennen.

Der Film gibt nicht viel preis. Der Zuschauer soll in der Unwissenheit bleiben. Was ist mit den Menschen passiert und warum ist die Erde eine Trümmerwelt der Dystopie? Die Geschichte zieht den Leser tief in ihren Bann, indem sie die Wahrheit nur häppchenweise preisgibt.

Zum Finale zieht das Tempo massiv an, bevor der Plot-Twist die gesamte Geschichte in ein völlig neues Licht rückt.

„Hidden“ ist ein spannender und atmosphärisch dichter Horrorfilm der es verdient am Ball zu bleiben. Die Geschichte ist nämlich nicht so gewöhnlich wie man Anfangs vermeintlich denken könnte.“ (18.03.2026)

Genre: Horror, Horrorthriller, Mysterythriller, Psychothriller, Mystery

Originaltitel: Hidden

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures

Regie: The Duffer Brothers

Drehbuch: The Duffer Brothers

Produktion: Mason Novick, Roy Lee

Musik: David Julyan

Länge: ca. 84 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 8. Oktober 2015 (Direct-to-Video)

Ähnliche Titel: Wir (2019), (2020), Nope (2022), Get Out (2017), Raum (2015), Life (2017)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Hidden_(2015_film)

Was haltet Ihr vom Horror-Mystery-Film aus der Feder der Duffer Brothers? Teilt eure Gedanken zu „Hidden – Die Angst holt dich ein“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Alexander Skardgard bestimmt auch!


Der offizielle englische Trailer zu „Hidden“.

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©Warner Bros. Pictures

Black Mirror: Bandersnatch (2018)

Lesemusik:

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©Netflix ℗ 1984 ZTT Records Limited | Universal Music | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6.5/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6.5/10
6.5/10

Jannik meint - ganz gut bis sehenswert

Zur Ausnahme-Thriller-Serie „Black Mirror“ erschien am 28. Dezember 2018 der interaktive Film „Bandersnatch“ und war sofort in aller Munde. Von Netflix beinahe schon als revolutionäre Filmerfahrung angepriesen, entpuppt sich das Projekt jedoch als weit weniger fesselnd als angenommen.

Gründe hierfür gibt es einige. „Bandersnatch“ konfrontiert den Zuschauer zunächst als Einführung mit irrelevanten Entscheidungen, die keinerlei Auswirkungen auf den Verlauf der Handlung haben, wie der Wahl der Cornflakes oder der Musikauswahl im Walkman.

Wenn es dann ans Eingemachte geht, respektiert er teilweise nicht die Entscheidungen des Zuschauers, sondern spult zurück, um korrigierend einzugreifen, was das Teilhabe-Konzept sofort ad absurdum führt.

Anschließend schmeißt er mit Zeitsprüngen nur so um sich und lässt den Zuschauer nicht nur konfus, sondern auch mit dem Gefühl zurück, etwas Wesentliches verpasst zu haben.

Letzten Endes ist „Bandersnatch“ trotzdem ganz gut bis sehenswert geworden, weil er die Charlie-Brooker-typische „Black Mirror“-Stimmung erzeugt und mit seinem Konzept etwas Neues im Filmuniversum wagt.

Dennoch bleibt die Frage, warum es spielerisch schlechte Kopien der schon überragend funktionierenden und weitaus tiefergehenden interaktiven Filme der französischen Spieleschmiede Quantic Dream braucht. Denn das Studio zeigt bereits seit vielen Jahren unter der Federführung von David Cage mit Videospielen wie „Fahrenheit“ (2005), „Heavy Rain“ (2010), „Beyond Two Souls“ (2013) oder „Detroit: Become Human“ (2018), wie das Genre richtig funktioniert.

Das hat Netflix vermutlich mittlerweile auch selbst bemerkt. Der Streaming-Gigant ist jüngst fleißig dabei, genau diese Filmkategorie einzustampfen und aus dem Katalog zu entfernen. Gründe dafür sind wohl Kompatibilitätsprobleme mit neuen Endgeräten, die hohen Produktionskosten sowie Netflix‘ Ambitionen im Bereich Cloud-Gaming.[1][2]

(13. Juni 2019 | 15. März 2026)

Genre: Science-Fiction, Utopie & Dystopie, Psychothriller, Interaktiver Film

Originaltitel: Bandersnatch

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | House of Tomorrow

Regie: David Slade

Drehbuch: Charlie Brooker

Produktion: Russell McLean

Kamera: Aaron Morton, Jake Polonsky

Musik: Brian Reitzell

Länge: ca. 90 Minuten (ca. 312 Minuten Filmmaterial)

Altersfreigabe (lt. Netflix): 16

Erstveröffentlichung (Netflix): 28. Dezember 2018

Universum: Black Mirror

Vorgänger: Black Mirror (2011-…)

Ähnliche Titel: Ex Machina (2014), Searching (2018), Du gegen die Wildnis (2019)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Black_Mirror:_Bandersnatch | https://de.wikipedia.org/wiki/Black_Mirror:_Bandersnatch | https://www.netflix.com/de/title/80988062 | https://www.imdb.com/de/title/tt9495224/reference/

Was haltet Ihr von Netflix‘ gescheitertem Versuch, mit interaktiven Titeln das eigene Portfolio zu erweitern? Erinnert Ihr euch noch an die Kuriosität „Du gegen die Wildnis“ (2019) mit Survival-Experte Bear Grylls? Teilt eure Gedanken zu „Bandersnatch“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Charlie Brooker bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle Trailer zu „Black Mirror: Bandersnatch“

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©Netflix

Streetfood: Asien, Lateinamerika, USA (2019, 2020, 2022)

Lesemusik:

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© | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7.5/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 7.5/10
7.5/10

Jannik meint - sehenswert bis ausgezeichnet

 

Staffel 1 – Asien – 8/10

Die Netflix-Original-Doku-Serie „Streetfood“ widmet sich in der ersten Staffel den kulinarischen Köstlichkeiten asiatischer Kulturen.

Diesmal legen die Macher rund um Schöpfer David Gelb in jeder Episode den Fokus auf Menschen, die sich der Streetfood-Kochkunst verschrieben haben. Sie zeigen jedoch nicht nur deren besonderes Essen, sondern erzählen auch die persönlichen Geschichten der Köche.

Sie schauen mit „Streetfood“ über den eigenen Tellerrand des vom Fine-Dining geprägten „Chef’s Table“ (2015) hinaus. Das ist nichts weniger als die Emmy-nominierte Food-Doku-Referenz, mit der sich einen Namen machten und den Stil der „Cinematic Food“-Dokus nachhaltig prägten.

„Streetfood“ versteht sich somit erneut nicht nur als reine Food-Serie, sondern vielmehr als kulturell wertvolles Kulinarik-Biopic, welches sich nicht nur dem Zweck bloser Unterhaltung verschrieben hat.

Auf der einen Seite positiv und charakteristisch für Gelb und seinen langjährigen Kollegen Brian McGinn. So geht die Serie abermals über das reine Zeigen von Speisen im Food-Blogger-Stil hinaus und bietet somit mehr Tiefe als Genre-Verwandte.

Auf der anderen Seite könnten wir bemängeln, dass der Fokus auf das Wesentliche, nämlich das Essen, zu kurz kommt, was wohl aber in der Natur der Sache liegt. Prioritäten müssen schließlich abgewogen werden.

Sicher ist: Sehenswertes Doku-Futter bietet „Streetfood“ allemal. Deshalb hoffen wir auf eine zweite Staffel, die uns geradewegs auf neue Abenteuer in weitere Länder und Esskulturen mitnimmt.

(4. Juni 2019)

 

Staffel 2 – Lateinamerika – 7/10

Wir haben gehofft und wurden nicht enttäuscht.

Mit der zweiten Staffel von „Streetfood“, gewährt uns Netflix erneut unter der Feder des ausgezeichneten Food-Doku-Schöpfers David Gelb einen kulinarischen Einblick der Extraklasse. Dieses Mal in die Streetfood-Kultur Lateinamerikas.

Ob deftige Käsetortilla aus Buenos Aires, schmackhafte Honig-Picarones aus Lima oder herzhafte Chola-Sandwiches aus Bolivien. Überall gibt es wieder allerlei Köstlichkeiten zu entdecken, die uns das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

„Streetfood“ bleibt sich dabei seiner Linie treu und liefert wie schon in der ersten Staffel „Asien“ vor allem einen tiefergehenden Einblick in den Menschen hinter den Imbissständen. Das Mischverhältnis zwischen den Zutaten Biopic und tatsächlichen Speisen ist jedoch gefühlt noch unausgewogener als in der ersten Staffel.

Wirklich um Essen geht es eigentlich wenig, was im Verlaufe den Titel „Streetfood“ etwas unpassend erscheinen lässt. Die Speisen werden nur in kurzen Nahaufnahmen mit Unterschrift gezeigt. So schnell sie aufploppen, so schnell sind sie wieder aus dem Fokus der Kamera.

Dennoch: Über die letzten paar Jahre sind erfreulicherweise insbesondere bei Netflix viele hochwertige Food-Dokus entstanden oder eingekauft worden. „Ugly Delicious“, „Somebody Feed Phil“ oder Jon Favreaus „The Chef Show“, um nur einige zu nennen, wären so teilweise im traditionellen Fernsehen gar nicht möglich gewesen. Auch bei „Streetfood“ wird das wieder spürbar.

Trotzdem ist es für uns immer wieder befremdlich, dass der Fokus auf den Werdegängen der Köche liegt und nicht darauf, was diese zubereiten. Denn selbst wenn man sein Rezept so formulieren möchte, könnte man das Verhältnis zwischen Food und Mensch ein wenig besser abschmecken.

(5. September 2020)

Genre: Dokumentation, Food

Originaltitel: Streetfood (auch „Street Food“)

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | Boardwalk Pictures, Supper Club

Showrunner: David Gelb

Executive Producer: Andrew Fried, David Gelb, Brian McGinn, Bernardo Loyola

Musik: Sebastian Örnemark, Tyler Sabbag, Duncan Thum, Joel P West, Silas Hite, Tyler Strickland, Mandy Hoffman

Staffeln: Staffel 1 (9 Episoden), Staffel 2 (6 Episoden), Staffel 3 (6 Episoden)

Länge: ca. 30 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 6 (lt. Netflix)

Erstveröffentlichung (Netflix): 26. April 2019 (Staffel 1) | 21. Juli 2020 (Staffel 2) | 26. Juli 2022 (Staffel 3)

Universum: David Gelb

Vorgänger: Chef’s Table (2015)

Nachfolger: Chef’s Table: Meisterliches BBQ (2020)

Ähnliche Titel: Somebody Feed Phil (2018-…) | Ugly Delicious (2018-2020) | Die Wurzeln des Geschmacks (2019-…) | The Chef Show (2019-2020) | Frühstück, Mittag- und Abendessen (2019) | High on the Hog (2021-2023) | Fresh, Fried & Crispy (2021)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Street_Food_(TV_series) | https://www.imdb.com/de/title/tt10050778/reference/ | https://www.imdb.com/de/title/tt12742136/reference/ | https://www.imdb.com/de/title/tt21195488/reference/

Was haltet Ihr von David Gelbs Ausflug vom „Chef’s Table“-Fine-Dining zum bodenständigen Essen der Straße? Teilt eure Gedanken zu „Streetfood“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die einfachen Köche dieser Welt bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle Trailer zu „Streetfood: Asien“

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©Netflix

Der offizielle Trailer zu „Streetfood: Lateinamerika“

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©Netflix

Der offizielle Trailer zu „Streetfood: USA“

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©Netflix

Tenet (2020)

Lesemusik:

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©Warner Bros. Pictures; Ludwig Göransson
  • 6/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Melissa meint - Ganz Gut

Mit „Tenet“ hat Regisseur Christopher Nolan im Jahr 2020 wieder ein Filmspektakel produziert. Bevor wir weiter ins Detail gehen, um was gehts in Nolans Sci-Fi Spionagefilm?

In „Tenet“ geht es um einen namenlosen Agenten der die Welt vor einem drohenden dritten Weltkrieg bewahren muss. Die Bedrohung kommt dabei aus der Zukunft! In der Zukunft nutzen die Menschen eine Technologie, der es ermöglicht Materie zu manipulieren und so Objekte und Personen rückwärts durch die Zeit zu bewegen.

„Tenet“ ist ein Film der mit hohen Erwartungen ins Rennen geht, doch leider nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Die Inszenierung der Actionszenen ist zweifellos grandios und zeugt von Nolans „typischem Gespür für visuelle Effekte und spannende Choreografien“.

Doch trotz dieser beeindruckenden technischen Umsetzung bleibt das zugrunde liegende Konzept wirr und fast schon belanglos. Hier folgt eine Actionszene nach der anderen.

Die Geschichte, die sich um die komplexen Themen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dreht, fühlen sich oft überladen und verworren an. Anstatt klare Antworten zu liefern, wirft der Film mehr Fragen auf als er beantwortet.

Dies führt dazu, dass man als Zuschauer oft das Gefühl hat, den Faden zu verlieren und nicht wirklich nachvollziehen zu können, was gerade geschieht. Diese Verwirrung erinnert an früheren Filmen von Nolan wie z.B. das historische Kriegsdrama „Dunkirk“, der ebenfalls mit einer nicht-linear erzählten Geschichte zu kämpfen hat, jedoch in diesem Fall nicht die gleiche emotionale Tiefe erreichen konnte.

Ein Lichtblick ist der Soundtrack von Ludwig Göransson, der erneut sein musikalisches Talent unter Beweis stellt. Seine Kompositionen tragen zur Atmosphäre des Films bei und sind ein Highlight und sollte nicht unerwähnt bleiben.

Insgesamt bleibt „Tenet“ für mich eine Enttäuschung, besonders als Fan von Nolans früheren Werken. Die grandiosen Actionsequenzen können die verworrene Handlung und das frustrierende Fehlen von Klarheit nicht aufwiegen. Es ist schade, dass ein so talentierter Regisseur wie Nolan in diesem Fall nicht die Balance zwischen visuellem Spektakel und narrativer Kohärenz finden konnte.“ (13.01.25)

Genre: Science-Fiction, Action, Zeitreise

Originaltitel: Tenet

Produktionsland: USA, Vereinigtes Königreich

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures, Syncopy Films

Regie: Christopher Nolan

Drehbuch: Christopher Nolan

Produktion: Christopher Nolan, Emma Thomas

Musik: Ludwig Göransson

Länge: ca. 150 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 26. August 2020 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Arrival (2016), 12 Monkeys (1995), Butterfly Effect (2004), Ex Machina (2014)

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©https://de.wikipedia.org/wiki/Tenet_(Film)

Was haltet Ihr von „Tenet“? Gehört „Tenet“ zu euren Lieblings-Nolan Filmen? Oder kommt der Film auf den Stapel der Schande – für vergeudetes Potenzial? Teilt eure Gedanken zu „Tenet“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Christopher Nolan bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Tenet“.

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©Warner Bros. Pictures

Die Kunst des toten Mannes (2019)

Lesemusik:

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©Netflix | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - Ganz gut

„Die Kunst des toten Mannes“ ist ein Horrorthriller, der sich zu Beginn nicht so recht zwischen Thriller– und konventioneller Drama-Atmosphäre entscheiden kann.

Sein Potential entfaltet er daher spät. Im Gegensatz zu Jake Gyllenhaals hervorragender Schauspielleistung. Außerdem tröstet die ungewöhnliche Handlung über das vorhersehbare Ableben der Figuren hinweg.

Insgesamt bleibt „Velvet Buzzsaw“ (Originaltitel) so als ganz guter Genre-Film ohne wirkliche Spitzen im Gedächtnis.

(17. März 2019)

Genre: Horrorthriller, Mysterythriller

Originaltitel: Velvet Buzzsaw

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix

Regie: Dan Gilroy

Drehbuch: Dan Gilroy

Produktion: Jennifer Fox

Musik: Marco Beltrami

Länge: ca. 113 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 1. Februar 2019 (Direct to Netflix)

Ähnliche Titel: Spree – Alles für die Klicks (2020)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_toten_Mannes | https://en.wikipedia.org/wiki/Velvet_Buzzsaw | https://www.imdb.com/de/title/tt7043012/reference/

Was haltet Ihr von „Die Kunst des toten Mannes“? Regisseur Dan Gilroy hat übrigens bereits in „Nightcrawler“ (2014) mit Jake Gyllenhaal zusammengearbeitet. Der Film kam mit einer 7,8/10 bei IMDB jedoch wesentlich besser an.[1] Welcher der beiden Filme ist euer Favorit? Teilt eure Gedanken zu „Die Kunst des toten Mannes“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und alle mörderischen Gemälde dieser Welt bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Die Kunst des toten Mannes“.

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©Netflix

The Zone of Interest (2023)

Lesemusik:

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©JWFilms
  • 8/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Melissa meint - Ausgezeichnet

„The Zone of Interest“ ist ein historisches Drama des britischen Regisseurs Jonathan Glazer. Der Film wurde bei der Oscarverleihung 2024 zweifach ausgezeichnet. Die Handlung basiert auf den gleichnamigen Roman von Martin Amis.

Um was geht es in „The Zone of Interest“?
Die Handlung dreht sich um den KZ-Kommandanten Rudolf Höß der zusammen mit seiner Familie in einem großen Haus wohnt, in ihrem prächtigen Garten feiert, während seine Kinder im Pool spielen und seine Frau ihr Blumenbeet pflegt. Doch was schnell klar wird – auf der anderen Seite der Gartenmauer finden Massenmorde statt! Das Haus der Familie Höß befindet sich nämlich Gegenüber des KZ-Ausschwitz.

Dieser Film geht unter die Haut. Er zeigt dir nicht direkt was für Gräueltaten im Lager gegenüber passieren. Der Horror wird durch die Umgebung  in der sich Höß befindet betont, ganz subtil und nebenbei, zum Beispiel durch eine omnipräsente Tonspur aus Schüssen, Schreien und dem aufsteigenden Rauch aus den Krematorien.

Als Zuschauer fühlt man dauerhaft eine Anspannung. Sobald man weiß was dieser Film thematisiert, läuft einem schnell der Schauer über den Rücken. So unangenehm und konstant hinweg bis zum Schluss! Diesen Horror sieht man nicht, aber man kann ihn spüren! Untermalt wird das ganze durch einen ruhigen aber bedrohlichen Soundtrack.

Regisseur Jonathan Glazer nutze diverse innovative Methoden um eine dokumentarische Distanz für seinen Film zu schaffen. Er wollte alles so authentisch wie möglich darstellen.

Im Nachbau der Höß-Villa in der Nähe des Originalschauplatzes wurden bis zu zehn ferngesteuerte Kameras gleichzeitig eingesetzt. Die Schauspieler mussten oft improvisieren, da sie keine Crew gehört oder gesehen haben. Interessant ist auch, dass man als Zuschauer Anfangs den Glauben hat, hier würde es sich um eine rein deutsche Produktion handeln. Produziert wurde der Film u.a. in den USA und Polen. Für die Glaubwürdigkeit wurden extra deutschsprachige Schauspieler gewählt, wie z.B. Christian Friedel, der die Rolle des Kommandanten übernahm.

Fazit: Für einige ist der Film ein Geheimtipp, wenn man die Oscarverleihung 2024 nicht präsent im Gedächtnis hat. Die dichte Atmosphäre mit ihrem subtilen Horror birgt Schockmomente und Gänsehaut pur! „The Zone Of Interest“ zeigt uns, dass man auch mit wenig Mitteln eine spannende Atmosphäre schaffen kann, die den Zuschauer in keiner Minute verliert. (28.02.2026)

Genre: Drama, Historie

Originaltitel: The Zone of Interest

Produktionsland: USA, Vereinigtes Königreich, Polen

Produktionsfirma: JW Films, Extreme Emotions

Regie: Jonathan Glazer

Drehbuch: Jonathan Glazer

Produktion: Ewa Puszczynska, James Wilson

Musik: Mica Levi

Länge: ca. 106 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 29. Februar 2024 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel:Spencer (2021)Der Fall Richard Jewell (2019)

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©https://de.wikipedia.org/wiki/The_Zone_of_Interest_(Film)

 

Was haltet Ihr von „The Zone of Interest“? Habt ihr den Film bereits gekannt? Konnte euch dieser Historienfilm überzeugen? Teilt eure Gedanken zu „The Zone Of Interest“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Regisseur Jonathan Glazer auch.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „The Zone of Interest“.

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©JWFilms

Life (2017)

Lesemusik:

©
©Sony Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

„Life“ profitiert von einem vielversprechenden Beginn und einer interessanten Prämisse.

Der Science-Fiction-Horrorthriller trumpft zunächst mit seiner Spitzen-Niveau-Besetzung auf. Jake Gyllenhaal, Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds und Hiroyuki Sanada schlüpfen in die wichtigsten Rollen.

Alles scheint jetzt möglich im Weltraum. Bis sich Daniél Espinosas Film zunehmend in seiner Unglaubwürdigkeit verfängt. Als Zuschauer wurden wir das Gefühl nicht los, dass einfach alles wie am Schnürchen für den Antagonisten läuft. Jedes Detail spielt in die Hände des Feindes.

Dadurch ergibt sich im Verlauf eine Vorhersehbarkeit, die mit der Zeit mürbe macht. In seinen schlechtesten Momenten führt das zu Stirnrunzeln und Augenrollen.

In seinen besten Momenten ist „Life“ jedoch ein packender Sci-Fi-Horrorthriller, der für Anspannung sorgt und so als erinnerungswürdiges Leinwanderlebnis im Gedächtnis bleiben kann.

(4. März 2019 | 26. Februar 2026)

Genre: Science-Fiction, Horrorthriller, Übernatürliches

Originaltitel: Life

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Sony Pictures Releasing | Columbia Pictures, Skydance

Regie: Daniel Espinosa

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick

Produktion: David Ellison, Dana Goldberg, Bonnie Curtis, Julie Lynn

Musik: Jon Ekstrand

Länge: ca. 104 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 23. März 2017 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Arrival (2016)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Life_(2017) | https://en.wikipedia.org/wiki/Life_(2017_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt5442430/reference/

Was haltet Ihr von Daniel Espinosas Weltraum-Ausflug? Auf welcher Seite standet Ihr emotional und habt Ihr „Calvin“ liebgewonnen? Teilt eure Gedanken zu „Life“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und das Team der ISS bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche „Trailer C“ zu „Life“

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©Sony Pictures

Candyman (2021)

Lesemusik:

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  • 6/10
    derofa Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - Ganz gut

Mit „Candyman“ erreichte uns im Jahr 2021 ein weiterer Film von Jordan Peeles Produktionsfirma Monkeypaw Productions.

Anders als bei Peeles vorangegangenen Werken „Get Out“ (2017), „Wir“ (2019) und „Nope“ (2022) nahm der Sozialthriller-Experte diesmal nicht selbst auf dem Regiestuhl Platz. Zeitweise war dies unklar.[1] Stattdessen übernahm die New-Yorkerin Nia DaCosta das Zepter und Peele fungierte als ausführender Produzent und Drehbuchautor.

Der Horrorthriller „Candyman“ soll als „spirituelle Fortsetzung“ des 1992 erschienenen, gleichnamigen Slashers von Bernard Rose gesehen werden, wie die Macher preisgaben.[2] Er basiert also erneut auf der Kurzgeschichte „The Forbidden“ von Clive Barker.

Die Geschichte startet interessant. Der Künstler Anthony McCoy stößt auf die Legende des Candyman. Wird fünfmal sein Name in den Spiegel gesagt, soll der Mörder mit der Hakenhand unweigerlich erscheinen. Nach einer künstlerischen Schaffenskrise findet Anthony Inspiration in seiner neuen Entdeckung und richtet seine Werke darauf aus. Als sich dann immer mehr Morde in seinem direkten Umfeld ereignen, nimmt die Geschichte weiter Fahrt auf.

Gesellschaftskritisch versucht der Film, angesiedelt in Chicago, sich zum Thema der Gentrifizierung zu äußern.  Das wirkt eher unpassend und aufgesetzt, da es mit der eigentlichen Horrorgeschichte um den Candyman wenig verwoben wirkt.

Insgesamt bietet „Candyman“ außerdem nur wenige imposante Bilder und interessante Ideen. So schafft er es, einzig mit seiner, für Monkeypaw typisch, hohen Produktionsqualität und den treffenden Schattenspielen des Chicagoer Theater-Kollektivs Manual Cinema aufzutrumpfen.

Das reicht jedoch nicht für mehr als einen ganz guten Horrorthriller mit viel Luft nach oben. „Candyman“ enttäuscht in den meisten Disziplinen des Genres und bleibt relativ blass, als zwar kein völlig verünglückter aber eben etwas blutleerer Leinwandausflug.

(13. Juli 2023)

Genre: Horrorthriller, Sozialthriller, Slasher, Body Horror, Übernatürliches

Originaltitel: Candyman

Produktionsland: USA, Kanada

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions, Metro-Goldwyn-Mayer Pictures, Bron Creative

Regie: Nia DaCosta

Drehbuch: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Nia DaCosta

Produktion: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Ian Cooper

Musik: Robert Aiki Aubrey Lowe

Länge: ca. 91 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 26. August 2021 (Kinostart DE)

Universum: Monkeypaw Productions

Vorgänger: Wir (2019)

Nachfolger: Nope (2022)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021) | https://en.wikipedia.org/wiki/Candyman_(2021_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt9347730/reference/

Was haltet Ihr von „Candyman“? Kann die geistige Fortsetzung dem Original das Blut reichen? Und wie fandet Ihr die gesellschaftskritische Komponente? Teilt eure Gedanken zu „Candyman“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Killer mit der Hakenhand bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Candyman“

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