Archiv der Kategorie: Serien

Sons of Anarchy (2008-2014)

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©FX Network
  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Lieblingsserie

Mit „Sons of Anarchy“ begann im Jahr 2008 die Reise einer Drama-Serie, die bis heute als eine der besten aller Zeiten gilt.

Über 7 Staffeln und 92 Episoden hinweg begleitet der Zuschauer die Machtkämpfe innerhalb des „SAMCRO“-Motorradclubs.

Was das besondere an der Produktion des Senders „FX“ ist und warum sich ein Vergleich mit „Die Sopranos“ und „Game of Thrones“ aufdrängt, verrät euch Gastautor Ricco.

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Genre: Drama, Krimi

Originaltitel: Sons of Anarchy

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: 20th Television | Linson The Company, Sutter Ink, Fox 21, FX Productions

Regie: Allen Coulter, Michael Dinner, Charles Haid, Stephen Kay, Paris Barclay, Tim Hunter, Seith Mann, Gwyneth Horder-Payton, Guy Ferland, Billy Gierhart, Mario Van Peebles, Terrence O’Hara, Kurt Sutter, Paul Maibaum, Phil Abraham, Adam Arkin, Peter Weller, Karen Gaviola, Craig Yahata, Charles Murray, Jack Bender

Drehbuch: Kurt Sutter, James D. Parriott, Jack LoGiudice, Nichole Beattie, Dave Erickson, Brett Conrad, Pat Charles, Chris Collins, Regina Corrado, Misha Green, Liz Sagal, Stevie Long, Brady Dahl, Cori Uchida, Marco Ramirez, Julie Bush, Vaun Wilmott, David Labrava, Gladys Rodriguez, Kem Nunn, Roberto Patino, Mike Daniels , John Barcheski, Adria Lang, Charles Murray, Peter Elkoff, Josh Botana

Produktion: Kurt Sutter, John Linson, Phil Laudicina, James D. Parriott, Paris Barclay, Dave Erickson

Musik: Bob Thiele Jr.

Staffeln: Staffel 01 (13 Episoden) (2008), Staffel 02 (13 Episoden) (2009), Staffel 03 (13 Episoden) (2010), Staffel 04 (14 Episoden) (2011), Staffel 05 (13 Episoden) (2012), Staffel 06 (13 Episoden) (2013), Staffel 07 (13 Episoden) (2014)

Länge: ca. 45-85 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 18

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy | https://de.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy | https://de.wikipedia.org/wiki/Sons_of_Anarchy/Episodenliste

Wertung:   

Autor: Ricco

Verfasst am: 16.05.2021


Serien wie Sand am Meer

Mittlerweile gibt es Serien wie Sand am Meer und es wird immer schwieriger, sich für eine Serie zu entscheiden, die man letztlich auch schauen möchte.

Wieso man „Sons of Anarchy“ unbedingt gesehen haben sollte, werde ich gleich näher drauf eingehen. Worum geht es eigentlich in der Serie?


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Das Vermächtnis eines Vaters

Nun, im Grunde dreht sich alles um „SAMCRO“, den „Sons of Anarchy Motorcycle Club Redwood Original“, deren Mitglieder und um den jungen Jackson „Jax“ Teller (gespielt von Charlie Hunnam), der mit dem Club großgeworden ist und vor nicht allzu langer Zeit seinen Vater verloren hat.

Eines Tages findet er Briefe von seinem Vater, in denen steht, dass er Angst habe, dass dieser Klub immer tiefer in kriminelle Machenschaften gezogen wird. Jax will es im Prinzip seinem Vater recht tun und den Club wieder in legalere Bahnen lenken.


Hauptprotagonist Jax auf seinem Motorrad

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Mischung aus „Die Sopranos“ und „Game of Thrones“

Wenn man so will ist die Serie eine Mischung aus den Sopranos und Game of Thrones.

Mit der Hauptperson haben wir, wie bei Tony Soprano, einen leicht depressiven Charakter, der sich und seinen Club hinterfragt und wie bei GoT, artet auch hier ein Machtkampf zwischen Clay, der eigentliche Präsident des Clubs, und Jax aus, die um den Platz um den Thron kämpfen, also den Posten des Clubpräsidenten.

Jax hat wie Daenerys die Absicht, das Rad zu zerstören und den Club wieder in legalere Wege zu führen.


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Fazit – Ein Epos

Kurt Sutter hat mit „Sons of Anarchy“ ein absolutes Meisterwerk geschaffen. Es gibt wirklich kaum etwas zu kritisieren, weil nahezu alles perfekt ist. Die Schauspieler/innen, die Musik, die Drehbücher,
die Kostüme, die Locations, das Setting, Kameraarbeit, Szenenbilder, u.v.m.

Man wird von Anfang an in den Bann gezogen, was wohl auch an dem sehr stimmigen und melodischen Intro liegt und kann von der Serie einfach nicht genug bekommen.

Es ist Drama, Action, Thriller, hat viel schwarzen Humor und ist kurz gesagt ein richtiges Epos. Ein absoluter Genuss, dieser Serie zu folgen. Vor allem lässt die Serie sich sehr viel Zeit für Charakterentwicklungen, erhält dadurch sehr viel Tiefgang und lässt einzelne Handlungen der Figuren nachvollziehbarer erscheinen.

Von daher, schnappt euch ein Bike, fahrt irgendwo im Freien mit dem Soundtrack einer Rockband, kommt heim und genießt am Abend eines langen Tages diese Show.


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Trailer

Der offizielle deutsche Heimkino-Trailer zu „Sons of Anarchy“

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©FX Network, ©FOX Heimkino

 

Stranger Things (2016-…)

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  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Lieblingsserie

„Stranger Things“ ist eine Science-Fiction-Mysteryserie aus dem Hause Netflix, die seit 2016 von den Zwillingsbrüdern Matt & Ross Duffer entwickelt wird.

Die Serie spielt in den 80er Jahren und handelt von dem verschwinden eines Jungens namens Will Byers und plötzlich auftretenden paranormalen Aktivitäten.

Weshalb „Stranger Things“ auch bei uns die Wohnzimmerlichter zum flackern brachte, verraten wir Euch im Review.

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Genre: Mystery, Mysterythriller, Horrorthriller, Science-Fiction, Coming of Age

Originaltitel: Stranger Things

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | 21 Laps Entertainment, Monkey Massacre

Regie: The Duffer Brothers, Shawn Levy, Andrew Stanton, Rebecca Thomas, Uta Briesewitz

Drehbuch: The Duffer Brothers, Jessica Mecklenburg, Justin Doble, Alison Tatlock, Jessie Nickson-Lopez, Paul Dichter, Kate Trefry, William Bridges, Curtis Gwinn

Produktion: The Duffer Brothers, Shawn Levy, Dan Cohen, Cindy Holland, Brian Wright, Matt Thunell, Karl Gajdusek, Iain Paterson

Musik: Michael Stein, Kyle Dixon

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2016), Staffel 02 (9 Episoden) (2017), Staffel 03 (8 Episoden) (2019), Staffel 04 (8 Episoden) (angekündigt)

Länge: ca. 42-77 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16 (Stand: 12.03.2021)

Universum: Stranger Things

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Stranger_Things | https://de.wikipedia.org/wiki/Stranger_Things#

Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 14.01.2021


Mind Blown

Ihr findet gefallen an 80er Jahre Ästhetik aus Film und Fernsehen? Ihr steht auf geheimnisvolle Mysterien mit einer Prise Horror? Ihr liebt es mit stark geschriebenen Charakteren mitzufiebern und Kids ala Coming of Age heranwachsen zu sehen? Dann seid Ihr bei der Netflix-Originals-Serie „Stranger Things“ genau richtig.

„Geflasht“ – lautet der Titel der ersten Episode des Netflix-Specials „Beyond Stranger Things“. Passend, da dieser Titel wohl eine Zustandsbeschreibung von Millionen Serienfans sein könnte, egal ob nach oder während der mittlerweile drei Staffeln der Mysteryserie.

Als Teil der Invasion von Netflix hauseigenen „Originals“ schlich sich „Stranger Things“ auf leisen Füßen an uns heran – und brachte schnell die Wohnzimmerlichter zum flackern. Die geheimnisvolle Geschichte um Will Byers verschwinden hat uns kalt erwischt und wusste sofort zu faszinieren.

Erfunden und entwickelt von den Zwillingsbrüdern Matt und Ross Duffer, gehört „Stranger Things“ mittlerweile nicht nur zu den Top-Serien einschlägiger Bewertungsportale, sondern steht auch bei Netflix hoch im Kurs. Erst kürzlich wurde die Serie um eine vierte Staffel verlängert die wieder aus acht Episoden bestehen soll. Der genaue Starttermin steht noch aus.[1]


Winona Ryder als besorgte Mutter Joyce Byers

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Hawkins – 6. November 1983

Wir schreiben den 6. November 1983. Die Welt ist noch in Ordnung im fiktiven Örtchen „Hawkins“ im US-Bundesstaat Indiana.

Die vier besten Freunde und Klassenkameraden Mike, Dustin, Lucas und Will sind die typischen Nerds. In der Schule interessieren sie sich für Physik und Biologie. Als stolze Mitglieder des Wissenschaft-Clubs könnten sie neugieriger nicht sein und löchern ihren Lehrer Mr. Scott Clarke nur zu gerne. In ihrer Freizeit lieben sie es abzuhängen und sich ganz im Brettspiel Dungeons and Dragons zu verlieren.

Doch als Will Byers eines Tages verschwindet ist nichts mehr wie es war. Familie und Freunde sind in Aufruhr und fest entschlossen Will zu finden. Insbesondere Wills Mutter Joyce (Winona Ryder) ist krank vor Sorge.

Als die Freunde sich verzweifelt auf die Suche nach Will begeben, stoßen die Kinder im Wald auf ein verstörtes Mädchen mit kahl geschorenem Kopf. Wer ist dieses wortkarge Mädchen? Und was hat es mit Wills verschwinden zu tun?


Was geht in Hawkins nur vor sich?

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Die Hommage an die 80er

Vier Freunde fahren mit ihren Bonanza-Bikes die Straße entlang. Untermalt von synthetischen Sounds, werden wir geradewegs in die 80er Jahre Welt von „Stranger Things“ gesogen. Erahnen können wir noch nicht so recht, welch rätselhafte Gruselstimmung sich später ausbreiten wird. Eines wird jedoch sehr schnell klar: „Stranger Things“ ist eine Huldigung und Liebeserklärung an das 80er Jahre Kino und eine Art nostalgischer Rückblick zweier Brüder.

Die Duffer-Zwillinge erblickten 1984 das Licht der Welt, sind also selbst Kinder der 80er und machen keinen Hehl daraus ordentlich abgekupfert zu haben.[2] Wie Making-Off’s und Interviews auf Netflix zeigen, lassen sich zahlreiche Referenzen aus längts vergangenen Kinotagen und Kultfilmen manchmal leicht, manchmal aber auch erst beim genauen hinsehen erspähen. Ob die Vertreter des außerirdischen wie „E.T.“ oder „Alien“ oder auch Gänsehaut erregende Schocker wie „Shining“ und „Poltergeist“, dass alles mit einem Schuss „Zurück in die Zukunft“ und ganz viel „Die Goonies“ und „Stand by me“. Viele Große Filmnamen haben die Duffer-Brüder beim entwickeln von „Stranger Things“ inspiriert.[3] Und visuell ist ihr Baby ein Potpourri aus all diesen kultigen Produktionen längst vergangener Tage.

Doch nicht nur was Schnitt, Kamera, Belichtung  etc. angeht erschaffen die Brüder eine authentische Retrospektive. Viel mehr ist es die gesamte Geschichte und Umwelt von „Stranger Things“, in der wirklich jedes Detail von Charakterzeichnungen, elektrischen Geräten, über Deko-Artikel bis hin zu den Kostümen außergewöhnlich maßgefertigt und echt wirkt. Und selbst wenn man kein Kind der 80er ist, spürt man die nostalgischen Vibes in jeder Faser.

Wie und dass in „Stranger Things“ alles so gut funktioniert liegt darüber hinaus an der übernatürlichen Genre-Mixtur.


Eine kleine Auswahl an Referenzen in der Gegenüberstellung

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©https://goo-memes.blogspot.com/2017/07/memes-de-stranger-things-3-em-portugues.html?m=0

Übernatürliche Mixtur

In seiner Genre-Mischung aus Mystery, Horror, Fantasy, Thriller, Coming of Age und Drama besteht die Serie der Duffers aus einer wahrlich übernatürlichen Mixtur aus einer Vielzahl an Genre.

Vergleichbar mit den Neuverfilmungen des Horror-Klassikers „ES“ ist es oft der Kontrast zwischen den Kindern, welche den Zuschauer in die eigene Kindheit – eine Zeit der Verwundbarkeit – zurück denken lassen und den angsteinflößenden Elementen – welche die nervenaufreibende Spannung erzeugen.

„Stranger Things“ spielt dabei par excellence mit dem Übernatürlichen, liefert genau die richtige Dosis an Informationen die nötig sind aber gerade zu wenig, um so den Zuschauer wie besessen an der Fernbedienung nagen zu lassen.

Das Gefühl einer nahbaren Gefahr wie sie nur die besten Thriller erzeugen können. Das Gefühl einer großen Verschwörung, einer Welt innerhalb des Bildschirms. Die Versatzstücke aus denen „Stranger Things“ besteht sind beileibe nicht neu, doch in sich geschlossen als Konstrukt, als Ganzes, könnte „Stranger Things“ erfrischender und neuer nicht sein.


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Das Puzzle

Die Duffer-Brüder nutzen in „Stranger Things“ einen besonders befriedigenden Erzählstil. In seiner Narrative bedient sich die Serie an einem Erzählmuster, welches sie verstehen ideal umzusetzen.

Dabei werden mehrere Szenarien abwechselnd gezeigt, soweit so typisch. Alle hängen irgendwie miteinander zusammen, ohne dass die Charaktere dies wissen. Als Zuschauer sehnt man den Moment herbei, in dem alle ihre Puzzleteile miteinander verbinden und damit ermöglicht wird, die Verknüpfungen herzustellen um so plötzlich alles klar werden zu lassen. Wir wissen mehr als die Protagonisten und möchten es ihnen fast zuschreien.

Überhaupt, was „Stranger Things“ letztendlich an Storytelling auf kleinstem Raum leistet ist enorm. Jede Staffel folgt dabei dem gleichen Muster, welches aber nie langweilig wird. Mehrere Schauplätze die abwechselnd gezeigt werden, viele offene Fragen und Mysterien die dadurch generiert werden und eine Ursache von der alles ausgeht. Das ist das Rezept für eine regelrecht geladene Spannung und ebensolche Stimmung.


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Fazit – Ausgefeilter Mysterytrip mit Seele

„Stranger Things“ ist für Fans jetzt schon Kult und gehört ganz sicher zum besten was es in der Serienwelt bisher zu sehen gab.

Es ist eine stimmungsvolle, dichte Packung Serie mit einem Soundtrack der sowohl in seinen harten als auch in seinen weichen Momenten genau die richtigen Töne trifft. Ein Soundtrack der tief geht.


Die düstere Intromusik von „Stranger Things“

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©Netflix | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Kein Wunder also, dass „Stranger Things“ ohne Zweifel eine Serie ist, die das Blut von Serienjunkies in Wallung geraten lässt.

Bei all dem Lob, gibt es da auch negative Kritikpunkte? Nein die gibt es für uns tatsächlich nicht. Jederzeit präzise erzeugt die Serie nicht nur den perfekten Thrill sondern lässt darüber hinaus auch emotionalste Momente und tiefste Freundschaften zu. Nicht nur die gesamte Geschichte sondern jeder einzelne Charakter wurde von den Duffers und ihrem Team so gut geschrieben, dass man sich in jeden auf eine andere Art verliebt oder sich mit jedem auf irgendeine Weise identifizieren kann. Die Schauspieler erwecken mit ihren Eigenheiten, die sie übrigens teilweise beim Dreh insinktiv mit einbrachten, wie sie in „Beyond Stranger Things“ verraten, die Figuren regelrecht zum leben.

Executive Producer  und Regisseur Shawn Adam Levy beschreibt die Faszination hinter „Stranger Things“ so:

Alles atmet diese Stranger Things – DNS, was eine Art Hymne für Außenseiter ist. Jeder in der Serie, jede der Figuren, hat an etwas zu knabbern, steht ein bisschen am Abgrund, ist voller Selbstzweifel. Und die Serie zieht alle hoch und vermittelt: „Alles wird gut.“Shawn Adam Levy in 'Beyond Stranger Things'

So verzahnt, so viel Liebe, so viel Herz, so viel Atmosphäre. „Stranger Things“ ist ein bis ins Detail ausgefeilter Mysterytrip mit Seele!


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Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Stranger Things“

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American Crime Story (2016 – …)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Nach der erfolgreichen Anthologie-Serie American Horror Story präsentiert uns Ryan Murphy mit Unterstützung von John Travolta im Jahre 2016 eine neue Anthologie-Serie, welche sich hauptsächlich um wahre Verbrechen dreht. Diese mal steht der Fokus nicht im Genre des Horrors, sondern glänzt im Scheinwerferlicht der True-Crime-Serien.

Wie sich die Serie darstellt und ob sie mit seinem großem Bruder der Anthologie-Serien mithalten kann, erfahrt Ihr in unseren Reviews auf derofa.de

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Genre: Thriller, True-Crime, Drama

Originaltitel: American Crime Story

Produktionsland: Vereinigte Staaten

Regie: Ryan Murphy, John Travolta

Drehbuch: Scott Alexander, Larry Karaszewski („The People V. OJ Simpson“); Tom Rob Smith („The Assassination of Gianni Versace“)

Musik: Mac Quayle

Länge: ca. 41 – 58 je Episode

Altersfreigabe: Staffel 01: FSK 12, Staffel 02: FSK 12

Die Anthologie-Serie

Was ist „American Crime Story“? Bei diesem Titel handelt es sich um eine weitere Anthologie-Serie vom Schöpfer von „American Horror Story“.  Ryan Murphy übernahm die Arbeit als Produzent, dieses Mal jedoch ohne Brad Falchuk, mit dem er bereits die Horrorserie „AHS“ produzierte. Doch Murphy sitzt nicht allein auf dem Produktionsstuhl. Mit dabei steht ihm John Travolta zur Seite. John Travolta übernimmt i.d.R. Rollen vor der Kamera und nicht dahinter. Zu sehen war er in Filmen wie z.B. „Pulp Fiction (1994)“, „Passwort: Swordfish (2001)“ oder „Austin Powers in Goldständer (2002)“.

„American Crime Story“ ist eine Crime-Serie die auf dem Sender FX ausgestrahlt wurde. Diese Serie behandelt in jeder Staffel eine in sich abgeschlossene Geschichte über wahre Verbrechen. In Staffel 1 dreht sich alles um den Strafprozess um O.J. Simpson, wohingegen es in Staffel 2 um das Attentat auf den Modedesigner Gianni Versace geht.

Ryan Murphy plante als dritte Staffel die Geschehnisse durch den Hurricane „Katrina“. Im Jahr 2019 wurde jedoch bekannt gegeben, dass es keine Staffel über dieses Thema geben wird. Stattdessen wurde bestätigt das sich womöglich die dritte Staffel über die „Clinton-Lewinsky-Affäre“ drehen wird. Weiteres ist bisher nicht bekannt. Wir halten euch bei derofa.de auf dem Laufenden!

Für alle die diese Serie nicht kennen, hier eine Auflistung der bisherigen Staffeln und dem dazugehörigen Titel.

  • Staffel 01 – The People v. O. J. Simpson
  • Staffel 02 – Der Mord an Gianni Versace

Review – Staffel 01 – The People vs. O.J. Simpson (2016)


Review – Staffel 02 – Der Mord an Gianni Versace (2018)


Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 16.02.2021


Die Geschichte eines Modeikonen

Die zweite Staffel von „American Crime Story“ handelte über die Ermordung an Gianni Versace im Jahre 1997. Gianni Versace war ein Modedesigner der in den 80er-Jahren seinen Durchbruch in der Modebranche erzielte und den Namen „Versace“ bis heute prägte.

Die Staffel befasst sich ausführlich um das Leben des Modedesigners Gianni (Edgar Ramirez), seiner Schwester Donnatella  Versace (Penelope Cruz) und seinem Lebensgefährten Antonio D’Amico (Ricky Martin). Während der Italiener sich einen Namen in der Modebranche aufbauen möchte, durchstreift ein Serienmörder in den Vereinigten Staaten das Land und ermordet auf seinem Weg mehrere Menschen. Andrew Cunanan (Darren Criss) trifft eines Abends zufällig auf sein großes Vorbild Versace. Doch nichtsahnend wie sich die Dinge entwickeln, wird der Modedesigner sein 5. und letztes Opfer.


Andrew Cunanan (Darren Criss) vor der Villa von Versace
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Darren Criss in seiner Rolle und der wahre Andrew Cunanan

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Besondere Stilistik und Darsteller

Die zweite Staffel hat es in sich. Den stilistisch bietet sie dem Zuschauer ein Merkmal, welches so bisher noch nie zu sehen war. Die Besonderheit bei „Der Mord an Gianni Versace“ ist, dass die gesamte Geschichte rückwärts erzählt wird. Sprich – wir sehen in der 1. Folgen das Attentat an Versace und gehen Folge für Folge zurück und erfahren was die Auslöser dieser Tat waren. Wir bekommen immer mehr Puzzleteile zugeworfen die wir dann am Ende zu einem gesamten Puzzle zusammen fügen können. Diese Ausdrucksweise macht die zweite Staffel so einzigartig!

Wir waren zuerst ziemlich überrascht Penelope Cruz in der Rolle von Donnatella Versace zu sehen. Genauso erging es uns auch bei Ricky Martin in der Rolle von Giannis Lebensgefährten Antonio. Doch wir möchten hier keine Kritik äußern, nur anmerken das die Auswahl der Schauspieler für diese Rollen eine recht ungewöhnliche Konstellation darstellt. Die spanische Schauspielerin Penelope Cruz ist selten in einem Serienformat zu sehen und zeigt sich eher in Hollywoodfilmen wie z.B. in „Bandidas (2006)“ oder „Vicky Cristina Barcelona (2008). Nichtsdestotrotz wollen wir hier auch explizit ihre schauspielerische Leistung loben. Sie spielt die Rolle von Donnatella Versace überaus realistisch und überzeugend! Auch Ricky Martin ist nicht oft in TV-Serien zu sehen und hat dafür Anfang der 90er Jahre einige bekannte Pop-Songs produziert. Seine Darstellung als Antonio ist in vollem Maße beeindruckend. Er passt perfekt in die Rolle und zeigt es den Zuschauern auch deutlich. Dies war bisher seine zweite Rolle in einer TV-Serie.


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Fazit – Starbesetztes Crime-Drama

Wir sind begeistert und möchten Euch diese Staffel wärmstens ans Herz legen. Nach dem erfolgreichen Start der neuen Anthologie-Serie nach der ersten Staffel, haben wir nun mit der Geschichte über Versace eine weitere fesselnde Geschichte erfahren dürfen. Eine Geschichte über ein wahres Verbrechen, welches bis heute unvergessen bleibt.

Die Darstellung der 80er-Jahre mit ihren berühmten Modedesigner Versace und der Top-Besatzung ist so authentisch und überzeugend erzählt worden, dass uns am Ende der Staffel keine Fragen offen bleiben. Es wird selbst an die Abbildung von echtem TV-Videomaterial nach dem Mord an Versace gedacht. Der Erzählstrang mit seinem stilistischen Mittel die Handlung rückwärts zu erzählen, machen die neun Episoden so ausgesprochen interessant und vor allem rar.

Darren Criss in der Rolle von Andrew Cunanan, einem Killer der es am Ende sogar auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher des FBI’s geschafft hat.[1]Darren leistet hier herausragende Spitzenleistung die wir besonders hervorheben wollen. Er hat seine Mimik und Gestik mit Bedacht gewählt und lässt uns damit den Eindruck, Andrew Cunanan wäre mehr als ein Psychopath.


Trailer

Der offizielle Trailer zu „American Crime Story: Der Mord an Gianni Versace“


 

American Horror Story (2011 – …)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Die Anthologie-Serie American Horror Story beschert uns bereits seit 9 Staffeln verschiedenste Gruselstorys.

Fans können sich freuen! Denn wie im Sommer 2018 bekannt gegeben wurde, wird die Serie den Sender Fox noch bis mindestens Staffel 10 begleiten!

Was den Zuschauer in den amerikanischen Schauergeschichten erwartet, erfahrt Ihr in unseren Reviews.

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Genre: Horror

Originaltitel: American Horror Story

Produktionsland: Vereinigte Staaten

Regie: Ryan Murphy, Brad Falchuk

Drehbuch: Ryan Murphy, Brad Falchuk

Musik: James S. Levine

Länge: ca. 30-70 je Episode

Altersfreigabe: Staffel 01: FSK 16, Staffel 02: FSK 18. Staffel 03: FSK 18, Staffel 07: FSK 18, Staffel 08: FSK 18; Staffel 09: FSK 18

Die Anthologie-Serie

Was ist American Horror Story? American Horror Story ist eine US-amerikanische Horrorserie, die seit 2011 in Amerika auf dem Sender FX ausgestrahlt wird. In Deutschland wurde die Serie seit dem 9. November 2011 auf dem Sender FOX gezeigt.

Die Serie weist einen speziellen Stil auf, der so nicht alltäglich bei Serien zu sehen ist. Jede Staffel weist eine andere Handlung auf und hat nichts mit den nachfolgenden Staffeln zu tun (sogenannte Anthologie-Serie).

Jede Staffel erzählt eine in sich abgeschlossene Handlung. Ungewöhnlich ist dabei, dass ein Großteil der Besetzung stets wiederkehrend und in fast jeder der Staffeln zu sehen ist. Bis auf wenige Ausnahmen werden jedoch komplett andere Charaktere verkörpert. Zudem sind die Handlungsorte und die zeitliche Einteilung der Staffeln sehr unterschiedlich.

Ryan Murphy, der Produzent der Serie, erklärte in einem Interview, dass es  Verbindungen zwischen allen Staffeln geben soll. Aufgefallen sind uns bisher nur kleine Anspielungen innerhalb der verschiedenen Staffeln.

In der ersten Staffel, zeigen sich die ersten Parallelen zu den späteren Staffeln. Diese erkennt man erst, wenn man jede Staffel gesehen hat. Um nichts zu verraten, deuten wir nur an, dass es in der ersten Staffel bereits um das Thema Roanoke (Staffel 6) und um Themen der Staffel Apocalypse (Staffel 8) geht. Somit, wurde hier schon festgelegt, in welche Richtung sich die Serie weiterentwickeln sollte.

Aber auch in anderen Staffel wie zum Beispiel in der  7. Staffel „Cult“, hat der mordende Clown Twisty aus „Freak Show“ (Staffel 4) mehrere Auftritte. In der letzten Folge wird zudem noch die Journalistin Lana Winters (Sarah Paulsan) erwähnt, die aber keinen Auftritt hat.

Für alle die diese Serie nicht kennen, hier eine Auflistung der bisherigen Staffeln und dem dazugehörigen Titel.

  • Staffel 01 – Murder House
  • Staffel 02  – Asylum
  • Staffel 03  – Coven
  • Staffel 04  – Freak Show
  • Staffel 05  – Hotel
  • Staffel 06  – Roanoke
  • Staffel 07  – Cult
  • Staffel 08  – Apocalypse
  • Staffel 09  – 1984

Review – Staffel 01 – Murder House (2011)


Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 24.10.2019


Gespenstisch gut

Wir wollen euch nicht zu viel vorwegnehmen und möchten euch nur eine grobe Zusammenfassung der Geschichte aus Staffel eins erzählen.

Die erste Staffel handelt um die Familie Harmon und spielt in der Gegenwart. Nach einer schweren Zeit, haben sich die Harmons für einen Neuanfang in ihrem Leben entschieden. Dieser sollte mit einem Kauf einer Immobilie bzw. einem Haus beginnen.
Die so einst glückliche Familie zieht nach Los Angeles in ein uraltes Haus, welches sie zu einem unfassbar günstigen Preis kaufen konnten.  Doch innerhalb der Familie scheint es immer noch zu brodeln. Nebenbei, zeigt sich das Haus als nicht freundlich gesinnt. Die Familie ahnt noch nicht, was wirklich in ihrem Haus vor sich geht.

Während sie versuchen sich einzuleben, lernen sie neue Menschen kennen. Ob es nun die neugierige Nachbarin (gespielt von Jessica Lange) ist, oder die verschiedenen Patienten von Ben Harmon, die alle etwas zu verheimlichen haben. Ben ist Psychiater und hat seine Arbeit mit nach Hause genommen und sich im Haus eine Praxis eingerichtet .

Vivien Harmon ist seine Ehefrau, die nach einem schweren Schicksalsschlag neuen Mut gefasst hat, ein neues Leben in Los Angeles zu beginnen. Dann gibt es noch die Teenagerin Violet Harmon. Im  Haus trifft sie schnell auf den Jungen Tate. Dieser ist kein Nachbar, sondern ein Patient ihres Vaters. Merkwürdig wird es, wenn Tate zu jeder Zeit im Haus ist, obwohl er dort nicht wohnt.

Erst nach dem die Familie ihre neue Immobilie gekauft hatte und ins Haus gezogen ist, wurde ihnen etwas klar. Ihre Maklerin hat ihnen beim Kauf nicht die ganze Wahrheit über das alte Haus erzählt. Sie haben herausgefunden, dass dieses Haus eine grauenhafte Vorgeschichte hat. Denn alle bisherigen Vorbesitzen sind in diesem Haus durch mysteriöse Weise verstorben. Stück für Stück wird ihnen bewusst, das in ihrem geliebten neuen Haus etwas unheimliches vor sich geht.


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https://www.moviepilot.de/news/american-horror-story-showrunner-kundigt-crossover-von-staffel-1-und-3-an-180228

Bekannte Gesichter

Connie Britton spielt die verletzte Ehefrau Vivien Harmon. Wir kennen Connie bereits aus anderen Serien, wie unter anderem aus der Dramaserie 9-1-1 (hier geht’s zum Review von 9-1-1) und der Thrillerserie Dirty John (hier geht’s zum Review von Dirty John).

Sie und Dylan McDermott, in der Rolle des Psychiaters Ben Harmon, sind beide nur in der ersten Staffel von American Horror Story zu sehen, wohingegen z.B. ihre Serientochter Violet, alias Taissa Farmiga in mehreren Staffeln der Anthologie-Serie zu sehen ist.

Wir loben die schauspielerische Leistung von allen Darstellern. Genau das macht die Serie auch so aus. Sehr gute und überzeugende Darsteller, in ihren verrücktesten und schaurigsten Rollen.


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Fazit

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob die Staffel oder allgemein die Serie etwas für euch ist, dann solltet ihr unser Review berücksichtigen. Denn, wir sind fest davon überzeugt, dass es fast Pflicht ist, diese Serie zu sehen.

Wer sich aber zu sehr gruselt und mit Horror nie etwas anfangen konnte, der sollte etwas vorsichtiger an die Geschichten gehen. Denn diese gehen ziemlich unter die Haut.

American Horror Story – Murder House bietet viele Schockmomente, gruselige Szenen, eine Spannende Geschichte, sowie einige Twists die euch als Zuschauer sehr überraschen werden.

Wir empfinden die Staffel als eine der Besten aus den Serie und vergeben 8/10 Punkten.


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Review – Staffel 02 – Asylum (2012-2013)


Wertung:  

Autor: Lissa

Verfasst am: 05.11.2019


Die Vielfalt des Subgenres

Eine Nervenheilanstalt, ein Serienkiller, ein Exorzismus oder eine Alienentführung. Die zweite Staffel der Anthologieserie „Asylum“ hat einiges an Subgenres des Horrors zu bieten.

In der zweiten Staffel mit dem Titel „Asylum“ sind die zentralen Themen die Geschehnisse aus der katholischen Nervenheilanstalt Briarcliff. Früher war die Nervenheilanstalt eine Tuberkuloseklinik, bis die katholische Kirche die Klinik in ihren Besitz genommen hatte. Die Geschichte spielt im Jahre 1964 und zeigt was hinter den Kulissen der Anstalt passiert.

Hauptprotagonistin ist die Journalistin Lana Winters (Sarah Paulsan). Auf der Suche nach einer neuen Story, macht sie sich auf den Weg nach Briarcliff, da dort der Serienkiller Bloody Face eingeliefert wurde. Sie möchte einen Artikel über den Serienmörder veröffentlichen.

Kit Walker (Evan Peters) wird bezichtigt, der Serienkiller Bloody Face zu sein und mehrere Frauen getötet zu haben. Die Nervenheilanstalt wird von der Nonne Jude (Jessica Lange) geleitet. Sie behandelt ihre Patienten grausam und unmenschlich. Es kommt dort zu unheimlichen Vorfällen. Selbstverständlich, hat sogar der zuständige Arzt der Heilstätte Dr. Arden (James Cromwell) etwas zu verheimlichen.


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Individualität

Kleine Auftritte haben Adam Levine (Frontsänger von Maroon 5) und Jenna Dewan Tatum, die Ehefrau von Channing Tatum, die durch den ersten Teil der Step Up Filmreihe bekannt wurde. Beide sind in den ersten Folgen der zweiten Staffel zu sehen.

Interessant ist, wie die zweite Staffel so viele unterschiedliche Horrorelemente bietet und zugleich zu jederzeit, die Spannung nicht verliert. Wir finden, dass dies ein großer Pluspunkt der Staffel ist und sie deshalb auch einen höheren Stellenwert für uns besitzt.

In dieser Staffel hat sich der Produzent Ryan Murphy für seine Ideen auf reale Ereignisse bezogen. Am Ende von „Asylum“ werden einige Szenen aus der Irrenanstalt gezeigt, die verstörend sind. Diese basieren nach einer wahren Geschichte und richten sich an einen Patientenskandal aus dem Jahr 1946.


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Fazit

Wir sind erneut von American Horror Story mitgerissen. Wir haben die erste Staffel gelobt, doch diese Staffel ist weitaus besser als ihr Vorgänger. Einem Horror-Liebhaber wird hier alles geboten.

In dem Genre wird nichts vergessen oder weggelassen. Deshalb ist „Asylum“ für uns definitiv eine der wohl besten Staffeln der Serie und kann das „Murder House“ sogar noch übertreffen.


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Review – Staffel 03 – Coven (2013-2014)


Wertung:  

Autor: Lissa

Verfasst am: 14.12.2019


Die Hexen von Salem

Zauberei, Voodoo und Hexenjäger. Mit Coven der dritten Staffel von American Horror Story, erwarten uns wieder allerlei magische Wesen und furchteinflößende Ereignisse. Die Staffel spielt in der Gegenwart und hat erneut nichts mit den Handlungen aus den vorherigen Staffeln der Anthologieserie zu tun.

Dieses mal verschlägt es uns nach New Orleans in einen Hexenzirkel. Die Oberste Hexe Cordelia Foxx (Sarah Paulson) leitet diesen Zirkel und ist auf der Suche nach Hexen, die Unterstützung in ihrem Leben benötigen. Hexen die über eine starke Magie verfügen und damit zurecht kommen müssen.

Das junge Mädchen Zoe Benson (Taissa Farmiga) ist eine davon und sucht Hilfe in dem Hexenhaus, da sie unerklärliche magische Fähigkeiten besitzt. Denn sie hat die Gabe, Menschen denen sie sehr nahe kommt, das Leben zu entziehen.

In dem magischen Haus kommt es zu verschiedenen Geschehnissen. Zum einen lernen die jungen Hexen sich im Zirkel besser kennen, was öfters zu Konflikten führt und zum anderen lauern unheimlich böse Geschöpfe in ihrer Umgebung. Vereint als Hexenzirkel, versuchen sie das Böse abzuwenden und die Tradition der Hexen weiterleben zu lassen.


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Nach einer wahrer Begebenheit

In Coven spielt neben Sarah Paulson und Co. auch Kathy Bates erneut eine wichtige Rolle. Sie verkörpert die sadistische ehemalige Hausherrin Delphine LaLaurie.

Sie hat im 18.Jahrhundert dutzende von Sklaven gefoltert und umgebracht. In der dritten Staffel zieht es sie zurück in ihr altes Haus, in dem sie die mächtigen Hexen kennenlernt.

Die Geschichten über Delphine LaLaurie basieren alle nach einer wahren Begebenheit. Sie galt zur ihrer Zeit als sehr bekannte Serienmörderin und musste zu Lebzeiten dabei nicht mal für ihre Taten büßen.


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https://www.moviepilot.de/news/american-horror-story-staffel-3-folge-1-125355

Fazit

Die dritte Staffel mit ihren Hexen und ihrer Zauberei, kann durchaus mit den vorherigen Staffeln mithalten.

Coven besitzt einen Hauch von Grusel und Horror. Die Staffel enthält erfrischend neue Elemente und passt damit perfekt in die Serienreihe hinein. Lasst euch besser nicht in die Welt der Hexen verzaubern!


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https://www.youtube.com/watch?v=Dv_mFt9Nx24

Review – Staffel 07 – Cult (2017)


Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 19.09.2018


Das neue Grauen

Uns gefällt es persönlich sehr, dass jede Staffel eine andere Geschichte zeigt. Ob nun das Mörder-Haus, die Irrenanstalt oder der Todeszirkus mit seinen Killerclowns.

Jede Staffel war für uns etwas besonderes und ist für jeden Horror-Fan ein Augenschmaus. Um was dreht sich die siebte Staffel der bekannten Serie?


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https://www.serieslyawesome.tv/review-american-horror-story-staffel-7-cult/

Von Clowns bis hin zur Politik

Die siebte Staffel mit ihren insgesamt 11 Folgen ist die erste Staffel, die keine übernatürlichen Elemente zeigt. Die Staffel beschäftigt sich zu Beginn mit dem Wahlkampf von Donald Trump und Hillary Clinton 2016.

Die Präsidentschaftskandidaten werden in Form von TV-Ausschnitten gezeigt, wohingegen sich im Hintergrund ein Kult gründet. Dieser sorgt in der Stadt mit seinen Taten für Angst und Schrecken. Ally (Sarah Paulsen) ist mit Ivy Mayfair-Richards (Allison Pill) verheiratet und beide haben einen gemeinsamen Sohn namens Oz (Cooper Dodson). Sie leben in der Stadt Brookfield Heights in Michigan. Ally leidet an mehreren Phobien, welche sich im Verlauf mehr und mehr verschlimmern. Aus diesem Grund geht sie oft zu ihrem Psychiater Dr. Rudy Vincent (Cheyenne Jackson).

Doch sie weiß nicht, dass er einen manipulativen und geisteskranken Bruder namens Kai Anderson (Evan Peters) hat. Er ist der Gründer eines eigenen Kultes, dessen Mitglieder Menschen sind, die unzufrieden mit dem politischen Klima sind. Er nutzt die Angst, die die Gemeinschaft durch sein brutales Verhalten hat aus, um seine Kampagne zu stärken und so die Chancen für einen Platz im Stadtrat zu erhöhen. Ally hingegen will alles tun was nötig ist, um sich und ihre Familie zu beschützen.


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https://www.moviepilot.de/news/american-horror-story-stellt-staffel-7-verbindungen-zum-dc-universum-her-196138

Fazit

Für uns war die Staffel nicht die stärkste und auch nicht unser Favorit. Dennoch können wir sie jedem Cineasten empfehlen und natürlich jedem Horrorfilm-Liebhaber.

American Horror Story ist immer ein Vergnügen. Man weiß nie, was für ein Schrecken man in der nächsten Staffel zu sehen bekommen wird.


Review – Staffel 09 – 1984 (2019)

Wertung:    

Autor: Melissa

Verfasst am: 14.02.2021


Back to the 80’s

Erneut unter der Produktion von Ryan Murphy und Brad Falchuk erschien im November 2019 die neunte Staffel der beliebten Horrorserie als deutsche Erstausstrahlung. Es war die erste Staffel ohne Sarah Paulson[1] und Even Peters[2].

In „American Horror Story: 1984“ verschlägt es uns zurück in die 80er Jahre in denen eng anliegende Leggings, viel Schmuck und Synthie-Pop Musik die Zeit prägten. Da es in den letzten Staffeln mehr um Geister und das Übernatürliche ging, versetzt es uns in der neunten Staffel in ein Sommercamp in dem ein Serienkiller im Stile der Slasher-Filmreihe „Freitag der 13.“ [3] Angst und Schrecken verbreitet.

Montana (Billie Lourd), Brooke (Emma Roberts) und Co. wollen ihren Sommer im Camp Redwood verbringen. Nach den ersten mysteriösen Vorfällen vor Ort, bekommen es die Jugendlichen mit der Angst zu tun. Ein Serienkiller Namens Mr.Jingles (John Carroll Lynch) treibt hier sein Unwesen. Nachdem es zum ersten Todesfall im Gruselcamp gekommen ist, versucht die Gruppe von Freunden lebend aus dem Camp zu entkommen. Dies erweist sich jedoch leichter gesagt als getan – jetzt heißt es zu überleben!


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Fiktion, Wahrheit und Easter Eggs

Vieles in „American Horror Story: 1984“ ist frei erfunden. Doch es gibt auch Eigenschaften die auf einer wahren Begebenheit basieren. Das beste Beispiel hierfür ist der „Night Stalker“.  In der aktuellen Staffel von Murphy und Falchuk bekommt auch dieser brutale Serienkiller einen Auftritt im Camp Redwood. Der Night Stalker alias Richard Ramirez war Mitte der 80iger Jahre ein Satanist und Serienmörder der 13 Menschen auf grausamste Weise ermordet sowie 11 weitere vergewaltigt hat.[4] Doch eingefleischte Fans haben den Serienkiller nicht das erste Mal im Sommercamp erkannt, denn Richard Ramirez war bereits in der fünften Staffel „American Horror Story: Hotel“ in einigen Episoden kurz zu sehen.


Zach Villa in der Rolle des Night Stalkers und der echte Richard Ramirez

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©https://ew.com/tv/2019/09/19/american-horror-story-1984-premiere-night-stalker-richard-ramirez/

Die neunte Staffel ist nur so voll gepackt mit Easter Eggs. Neben dem Auftritt des o.g. „Night Stalkers“ zeigt uns „American Horror Story: 1984“ auch durch eine Hommage diverser Filme und Personen, die Faszination dieses Genres in Bezug auf wahre Begebenheiten und Geschehnisse. Die Staffel nimmt sich seine Vorbilder und präsentiert sie uns in kleinen Einzelteilen. Zum einen mit einer Hommage an einen weiteren Serienmörder Namens „Ted Bundy“, der zwischen 1974 und 1978 mindestens 30 junge Frauen in verschiedenen Bundesstaaten der USA tötete. Des Weiteren erkennen wir Ähnlichkeiten zu Leather Face aus „Texas Chainsaw Massacre (1974)“ oder „Halloween (1987)“ mit unserem maskierten Michael Myers.


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Fazit – es lebe die 80iger!

Die neunte Staffel hat uns ziemlich gut gefallen. Der neue bunte Look im Stile der 80iger-Jahre, die verschiedenen Geschichten innerhalb der Staffel oder die bekannten Schauspieler konnten uns mehr als überzeugen. Auch wenn alteingesessene Fans das Fehlen der beliebten AHS-Schauspieler Sarah Paulson und Even Peters kritisierten, schadete es der Serie in keiner Weise. Laut dem Produzenten Murphy, könnte er sich vorstellen, viele bekannte Gesichter, u.a. Sarah Paulson für die 10. und womöglich letzte Staffel wieder zurück vor die Kamera zu bekommen.[5]

Neben den wahren Begebenheiten und den etlichen Anspielungen an das Horrorgenre, finden wir uns im Camp Redwood in einem bekannten Flair wieder.  Fast so als würden wir uns gerade einen Horrorfilm ansehen, der viele Jump-Scares und eine riesen Portion Spannung beinhaltet und all das kombiniert mit einem Hauch von Trash-Movies. Wir kommen definitiv auf unsere Kosten und erhalten genau das was wir unter dem Titel bereits erahnt haben – 80iger Feeling pur!


Trailer

Der offizielle Trailer zur Staffel 9 von „American Horror Story: 1984“


 

The Mandalorian (2019 – …)

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  • 7.3/10
    derofa Durchschnittswertung - 7.3/10
7.3/10

Sehenswert

Am 24. März 2020 startete Disneys Streamingdienst “Disney+” in Deutschland.

Im Zuge dessen musste Disney als einer der größten Medienkonzerne weltweit, selbstverständlich einen besonderen Leckerbissen mit im Startprogramm haben: Die erste Star-Wars-Realserie überhaupt![1]

Wir haben die Chance genutzt „The Mandalorian“ genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob es zum würdigen Ableger im Star Wars-Universum gereicht hat, erfahrt Ihr in unseren Reviews zu allen bisher veröffentlichten Staffeln.

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Genre: Science-Fiction, Drama

Originaltitel: The Mandalorian

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Disney | Lucasfilm, Fairview Entertainment, Golem Creations

Regie: Dave Filoni (S01 E01+05, S02 E05), Rick Famuyiwa (S01 E02+06, S02 E07), Deborah Chow (S01 E03+07), Bryce Dallas Howard (S01 E04, S02 E03), Taika Waititi (S01 E08), Jon Favreau (S02 E01), Peyton Reed (S02 E02+08), Carl Weathers (S02 E04), Robert Rodriguez (S02 E06)

Drehbuch: Jon Favreau (S01 E01-04, E07-08, S02 E01-04+06+08), Dave Filoni (S01 E05, S02 E05), Rick Famuyiwa (S01 E06, S02 E07), Christopher Yost (S01 E06)

Produktion: Jon Favreau, Dave Filoni, Kathleen Kennedy, Colin Wilson

Musik: Ludwig Göransson

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden), Staffel 02 (8 Episoden)

Länge: ca. 30-50 Minuten je Episode

Altersfreigabe: 12 (lt. Disney+) (Stand: 29.12.2020)

Universum: Star Wars

Nachfolger: The Book of Boba Fett (geplant Dez. 2021)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Mandalorian | https://de.wikipedia.org/wiki/The_Mandalorian

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Die Star Wars-Realserie

Disney wäre nicht Disney wenn sich der Medienkonzern des Mausmaskottchens, nicht über den Einfluss seiner stärksten Marken wie „Marvel„, „Pixar“ oder eben auch der von „Star Wars“ bewusst wäre. Es war also fast klar, dass im Zuge des längst überfälligen Starts des hauseigenen Streamingdienst „Disney+“, neue Inhalte aus dem Star Wars-Kosmos geliefert werden müssen, um für regen Ansturm an Kunden zu sorgen.

Als Drehbuchautor und Executive Producer hat Disney niemand geringeren als Jon Favreau engagiert, der sich in Hollywood mit den ersten beiden „Iron Man“ Verfilmungen der Marvel Studios, und CGI-Spektakel wie „The Jungle Book“ (2016) oder „Der König der Löwen“ (2019) einen Namen gemacht hat.

Produziert wird die Serie von Lucasfilm und Fairview Entertainment.[2] Auch die Präsidentin des Studios, Kathleen Kennedy, die seit dem Verkauf von Lucasfilm an Disney im Jahr 2012 maßgeblich an weiteren Veröffentlichungen im Universum beteiligt ist, wirkt als Produzentin mit.[3] Die visuellen Effekte stammen, wie von „Star Wars“ gewohnt, aus dem Lucasfilm eigenen Hause „Industrial Light & Magic“.[4]

Zeitlich spielt „The Mandalorian“ 5 Jahre nach dem dritten Star Wars-Film „Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983). Das ist also in etwa nach dem Fall des Imperiums, infolge der berüchtigten „Schlacht von Endor“ (Gedächtnisstütze: der Film mit den flauschigen Ewoks).[5] Die Serie folgt einem mandalorianischen Kopfgeldjäger (Pedro Pascal), der auf seinen Reisen durch die Galaxis auf eine bedeutende Entdeckung stößt. Fortan macht er sich zur Aufgabe diese Entdeckung zu beschützen und zu leiten.

Stilistisch wird die Serie immer wieder mit Western- und Samuraifilmen verglichen. „The Mandalorian“ sei „Jon Favreaus Versuch westliche und Samurai-Archetypen in einer Weltraumumgebung zu verbinden, während er die Unterschiede in ihnen anerkennt.“, wie es etwa die Kollegen von „filmschoolrejects“ formulieren.[6]

Nach zwei veröffentlichten Staffeln wurde bereits eine dritte Staffel angekündigt. Der Starttermin ist aktuell noch nicht bekannt. [7]

Darüber hinaus wurde ein Spin-Off mit dem Titel „The Book of Boba Fett“ für Dezember 2021 angekündigt. [8]


Review – Staffel 01 (2019)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 13.02.2020


Der Kopfgeldjäger

Der vorerst namenlose mandalorianische Einzelkämpfer (Pedro Pascal) betritt die Manege. Als Kopfgeldjäger bereist er die Galaxis und hangelt sich von Auftrag zu Auftrag. Seinen Helm nimmt er dabei niemals ab. Er lebt streng nach den Gesetzen des Clans der Mandalorianer. Diese sind keine eigene Spezies sondern eine Kriegergemeinschaft aus unterschiedlichsten Rassen. Ein strenger Kodex verbindet sie.[9]

Als Figur für die erste Star Wars-Realserie funktioniert der Mandalorianer recht gut, bleibt aber durchaus austauschbar. Man hätte wohl viele andere Figuren aus dem Universum nehmen können, um sie in einer neuen Serie einzusetzen. Ganz sicher hat Disney dies auch in Zukunft vor. Es ist unwahrscheinlich, dass „The Mandalorian“ die einzige Realserie bleibt. Ewan McGregor soll bereits für eine weitere Produktion engagiert worden sein.[10] Fans wird der kämpferische Hauptprotagonist aufgrund der Rüstung und der Rolle als Kopfgeldjäger unweigerlich an „Boba Fett“ und dessen Vater „Jango Fett“ erinnern.

Auch wenn der Mandalorianer die Hauptfigur der gleichnamigen Serie ist, entpuppt sich die wahre Stärke von „The Mandalorian“ in einer ganz anderen, deutlich niedlicheren Figur.


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Memes die die Welt entzücken

Ihr habt es geahnt. Das Internet ist voll von ihm, die Fans lieben ihn. Ein kleines putziges außerirdisches Wesen, was knuddeliger nicht sein könnte. Die Rede ist natürlich von „Baby Yoda“ oder offiziell „The Child“. Mit dieser an den Altmeister Yoda aus vergangenen Filmen angelehnten Figur, hat Creator Jon Favreau Amors Pfeil direkt in die Fanherzen versenkt. Die Memes überschlugen sich auf allen Social-Media-Kanälen. „If you feel snackish, eat Chicky Nuggies“, lautet die Quintessenz aus diesen künstlerischen Kleinodien.

Tatsächlich muss man Favreau und seinem Team lassen, dass es absolut genial war diese Figur zu kreieren und einzubauen. An automatisch generierter viraler Werbung mangelt es so jedenfalls sicher nicht.


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Doch nicht nur wegen dem „Cuteness-Faktor“ ist „The Child“ die wichtigste Figur in der neuen Serie. Die Geschichte rund um den Kopfgeldjäger nutzt den kleinen grünen Frechdachs gekonnt, um ihn als geheimnisvolles alles durchdringendes Wesen darzustellen, um dem Zuschauer zu suggerieren, hier ist noch etwas tiefes, etwas das wir langsam und genüsslich im Verlaufe von vielen Staffeln, Stück für Stück enthüllen werden.

Ohne Baby Yoda wäre die Serie jedenfalls weit gewöhnlicher. The Child ist das kleine niedliche Zentrum, um das sich alles dreht und sicher noch viele Staffeln drehen wird.


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Fazit – Chicky Nuggies Appetizer

Letztendlich ist das auffälligste an „The Mandalorian“, dass die Serie sich ähnlich wie der heimliche kleine Hauptprotagonist erst entwickeln muss.

Mit der ersten Staffel, die nur 8 Episoden je ca. 30-40 Minuten umfasst, liefert Disney einen Appetizer für das was noch kommen mag. Die Qualität der Folgen schwankt manches mal zwischen exzellent bis Parodie auf das Star Wars-Universum. Die Geschichte und Herkunft des Kopfgeldjägers werden näher beleuchtet und in sich schlüssig erzählt, einige Nebenfiguren füllen das ganze Konstrukt auf. Ein Fundament für die Figuren wird aufgebaut. Visuelle Effekte sowie Animatronics, die wie von Star Wars gewohnt aus dem Lucasfilm eigenen Hause „Industrial Light & Magic“ stammen, sorgen für Wiedererkennungswert und Authentizität.[11]

Im kreieren seiner Welt zeigt sich „The Mandalorian“ jedoch recht vage und verhalten. Die gezeigten Planeten und Umgebungen erahnen zwar die Zeit nach dem Fall des Imperiums, erinnern stilistisch aber nur in Teilen an das große Universum, was wir aus den Filmen gewohnt sind. Die großen Schlachten müssen noch gefochten werden, die Verknüpfungen zum Universum über triviales wie Droiden oder Raumschiffe hinweg noch hergestellt werden.

Ob „The Mandalorian“ das schafft müssen die nächsten Staffeln zeigen. Ein sehenswerter Beginn, alleine wegen des grünen Lieblings, kreiert „The Mandalorian“ jedenfalls allemal.

Ich habe gesprochen.Kuiil, 9 NSY

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Trailer – Staffel 01

Seht hier den Trailer zur ersten Staffel von „The Mandalorian“

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Review – Staffel 02 (2020)

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Wertung:  

Autor: Jannik

Verfasst am: 14.01.2021


Der Problemlöser ist zurück

Der Wüstenwind braust auf. Sein Cape flackert cool im Wind. Eine scheinbar undurchdringliche Rüstung, aus dem härtesten mandalorianischen Eisen „Beskar“, schützt seinen Körper. Die Waffe im Anschlag, jederzeit bereit loszulegen. Immer an seiner Seite ein kleines Kind. Frech und verspielt schaut es aus seinem schwebenden Buggy-Nestchen heraus. Nur gerade so viel um zu sehen was gerade abgeht da draußen.

Nach dem sehenswerten Auftritt des mandalorianischen Kopfgeldjägers in der ersten Staffel der ersten Star-Wars-Realserie „The Mandalorian“, ist das ungleiche Duo zurück!

Weiterhin auf der Suche nach Antworten zur Herkunft von „The Child“ begibt sich Mando immer tiefer durch die Galaxis und improvisiert sich von Situation zu Eskalation und wieder zurück. Auftauchende Probleme steckt er erneut locker und trocken wie Wüstensand von Tatooine weg.

In der zweiten Staffel von „The Mandalorian“ stellt sich nun natürlich die Frage welche neuen Wege die Serie einschlägt und inwiefern sie sich treu bleibt. Stilistisch ist sie erneut deutlich inspiriert von Western- sowie Samuraifilmen und versetzt diese Genre dabei in die Grundstimmung der Weltraumumgebung des Star Wars-Universums.


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Chancen des Mediums Serie

Unser Wunsch nach der ersten Staffel war die Verknüpfung mit dem Star Wars-Univserum über triviales wie Droiden und Raumschiffe hinaus.

Auch in Staffel zwei klappt dies mit Ausnahme des vieldiskutierten Finales eher semi-gut. Zugegeben, es gibt neue Bezugspunkte zum Star Wars-Franchise, etwa wenn bekannte Figuren aus der Roman-Reihe „Nachspiel“, einer Star Wars Animationsserie und sogar aus den großen Trilogien aufgegriffen werden.[12] [13]

Trotzdem ergibt sich immer wieder das Gefühl von unverbundenen Teilräumen. Die Haupthandlung wird in einigen Episoden oft wenig bis gar nicht weitergebracht. Damit krankt „The Mandalorian“ in den selben Punkten wie schon die erste Staffel.


Wenn es keine Chicky Nuggies gibt, braucht es Alternativen

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Man könnte also sagen, so ganz hat „The Mandalorian“ die Stärken, die sich aus dem Medium Serie ergeben, noch nicht verstanden. Die Chance wirklich große, über mehrere Episoden anhaltende Handlungsbögen zu nutzen und damit viel Tiefe und Nervenkitzel zu erzeugen, wäre da. Voll genutzt wird sie noch nicht. Nicht nur weil die Geschichte noch recht einfach gestrickt ist sondern sich vor allem sehr langsam entwickelt! Da drängt sich der Vergleich mit Filmen auf. So bleiben die einzelnen Episoden oft in sich geschlossen, vergleichbar mit Filmen. Dadurch wird die Haupthandlung nur häppchenweise weitergeführt.

Lustigerweise bezeichnet der Schöpfer von „The Mandalorian“ Jon Favreau die Serie tatsächlich als eine Ansammlung aus kleinen Filmen, wie aus der Disney+-Doku „Disney Galerie: The Mandalorian“ (2020) hervor geht.

„Jede Folge ist ein Mini-Film (…)“Jon Favreau

Eigentlich ziemlich ironisch, dass die erste und zudem lang herbei gesehnte Realserie im Star Wars-Universum in Wahrheit viele kleine Filme sind. Und wie das bei Filmen so ist, nutzt sich das Prinzip von Fortsetzung zu Fortsetzung ab. Erst recht wenn immer die gleichen Storylines geliefert werden. Im Ergebnis gestaltet sich das in etwa so: Mando kommt auf einen neuen Planeten. Mando muss einen Tauschhandel unter dem Motto „hilfst du mir helf ich dir“ eingehen. Mando bezwingt die Gefahr. Mando fliegt zum nächsten Planeten.

Leicht unterfüttert wird das ganze mit Handlungselementen die auch über mehrere Episoden hinweg Relevanz haben oder gültig bleiben. Mit anderen Worten: Den Fans werden immer wieder kleine Zückerli hingeworfen!


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Fazit – Eine neue Hoffnung für Mando die Dritte

„The Mandalorian“ ist eine kurzweilige Serie die stilistisch vieles richtig macht und aufgrund der überaus kompetenten Macher um Jon Favreau und Dave Filoni sehr gewissenhaft von absoluten Star Wars-Freaks produziert wird. Dem großen Vermächtnis von Schöpfer George Lucas, der übrigens auch selbst schon am Set anwesend war, um den Padawanen vermutlich einiges an kreativer Unterstüzung mitzugeben, wird damit durchaus genüge getan.[14]

Mit der zweiten Staffel schaffen es die Produzenten schließlich, weitere Verknüpfungen zum Star Wars-Universum aufzubauen. Der Orden der Jedi spielt eine immer größere Rolle. Auch „Midi-Chlorianerwerte“[15] werden erwähnt und die Creator drücken immer wieder auf die Nostalgiedrüsen von Fans aus älteren Generationen. All das weiß zu gefallen. Wirklich restlos überzeugt sind wir dennoch weiterhin nicht.

Die Möglichkeiten ein gewaltigeres Handlungsnetz aufzubauen welches die Story wirklich vorantreibt und über mehrere Episoden hinweg ausgespannt wird, wäre gegeben. Doch vielleicht ist das gar nicht das Ziel von Favreau und Co. Vermutlich handelt es sich bei dem Konzept der „Mini-Filme“ viel mehr um reinen Selbstschutz. Dadurch ist es immerhin möglich „The Mandalorian“ über viele Staffeln ordentlich zu strecken (vielleicht sogar zu melken?!) und auch mal Episoden zu liefern, welche die Haupthandlung mal so gar nicht weiterbringen.

Wenn die Atmosphäre stimmt, was nach wie vor das Wichtigste ist, soll es so sein. Die ersten beiden Staffeln waren hoffentlich erst der Anfang. Vielleicht genießt „The Mandalorian“ wie auch „The Child“ noch Welpenschutz. Doch in der dritten Staffel müssen sich nicht nur Mando und Baby Yoda aufs neue beweisen, sondern auch die kreativen Köpfe und Produzenten hinter der Serie.


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Trailer – Staffel 02

Seht hier den Trailer zur zweiten Staffel von „The Mandalorian“

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Dead to Me (2019)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Die neue Dramedy-Serie aus dem Hause Netflix ist bereits jetzt schon auf Platz 6 der Netflix-Charts in Deutschland. (Stand 25.05.2020)

In den Hauptrollen sind u.a. Christina Applegate, Linda Cardellini und James Marsden vertreten.

Produziert von Will Ferrell, Adam McKay und den beiden Protagonisten Christina Applegate und Linda Cardellini, präsentiert uns die Streaming-Plattform einen Geheimtipp, den keiner verpassen sollte.

Wie wir den neuen Überflieger finden und was es mit der Serie im Allgemeinen auf sich hat, erfahrt Ihr in unserem Review auf derofa.de.

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Genre: Dramedy, Schwarze Kömodie, Tragikomödie

Originaltitel: Dead to Me

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix (Sender), Gloria Sanchez Productions, Visualized, Inc., CBS Television Studios

Regie: Will Ferrell, Adam McKay

Drehbuch: Liz Feldman

Produktion: Joe Hardesty, Christina Applegate, Linda Cardellini, Peter Chomsky,
Buddy Enright

Musik: Adam Blau

Staffeln: Staffel 01 (10 Episoden), Staffel 02 (10 Episoden)

Länge: ca. 26-32 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 12

Überflieger aus dem Hause Netflix

Auf Platz 6 der aktuellen Netflix-Charts in Deutschland, überrascht uns eine ganz neue Serie. „Dead to Me“ ist eine Dramedy-Serie und seit dem 3. Mai 2019 auf der Streaming-Plattform Netflix zu sehen.

Kein anderer als Will Ferrell übernahm die Produktion von „Dead to Me“. Nicht nur Will ist an der Serie beteiligt gewesen, auch der Regisseur Adam McKay ist mit von der Partie, der u.a. als Drehbuchautor für den zwölften Marvel-Film „Ant-Man“ (2015) des „Marvel-Cinematic-Universe“ agierte.

Doch die eigentlichen Stars in der Tragikomödie sind Christina Applegate und Linda Cardellini. Christina ist uns durch etliche Film- und Serienproduktionen wie z.B. die Serie „Eine schrecklich nette Familie“ (1987-1997) in der sie neben Ed O’Neill die Hauptrolle übernommen hatte, bereits bekannt. Einer der aktuellsten Filme mit ihr als Protagonistin ist die Komödie „Bad Moms 2“ aus dem Jahr 2017.

Auch die mittlerweile 45-jährige Linda Cardellini ist uns vertraut. Viele kennen sie vor allem durch das Cowboy-Drama „Brokeback Mountain“ (2005) und den „Avengers-Filmen“. Christina Applegate sowie Linda Cardellini waren ebenso an der Produktion der Serie beteiligt.


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Eine Selbsthilfegruppe, dunkle Geheimnisse und Freundschaften

„Dead to Me“ handelt um die Alleinerziehende Mutter Jen Harding (Christina Applegate) und der eher zurückhaltenden Judy Hale (Linda Cardellini), die sich eines Tages durch tragische Vorfälle in einer Selbsthilfegruppe wiederfinden. Die zwei Frauen sind alles andere als gleich. Während Jen eher eine Cholerikerin ist und vieles mit Sarkasmus nimmt, ist Judy eher die schüchterne, zurückhaltende die so gut wie kein Selbstvertrauen besitzt und auch eher mal depressiv wird.

Als Jen’s Ehemann Ted von einem Auto angefahren wird und an den Folgen verstirbt, verschlägt es sie nun als Alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen in eine Selbsthilfegruppe für Trauernde. Ihre Welt ist völlig außer Kontrolle geraten und sie weiß nicht wie sie mit der Situation umgehen soll.

Da der Unfall ihres Mannes eine Fahrerflucht war, ist es nun ihr Ziel, den Fahrer des PKW’s ausfindig zu machen. Judy erklärt in der Selbsthilfegruppe, dass sie mehrere Fehlgeburten hinter sich hat und ihr Verlobter Steve Woods (James Marsden) vor einigen Wochen an einem Herzinfarkt verstarb.

Die beiden freunden sich schnell an, um so gemeinsam durch die schwere Zeit in der sie sind zu kommen. Jedoch sieht später dann doch vieles nicht so aus, wie es zu Beginn an scheint. Hinter den Geschichten der beiden Frauen stecken viele Geheimnisse, die beide auf keinen Fall preisgeben möchten.


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Die Besonderheiten von „Dead to Me“

Die Kunst der Satire

Auf den ersten Blick wirkt „Dead to Me“ wie eine gewöhnliche Dramaserie, die schwere Themen wie z.B. den Tod behandelt. Doch der Schein trügt. Die Serie nimmt vieles eher mit Humor. Aus ernsten Momenten, entpuppen sich urkomische Witze und lockern damit das ganze Drama wieder auf. Erst recht dadurch, kann die Serie vor allem punkten. Sie ist sehr unterhaltsam und zu keinster weise langatmig.

Wir haben uns die aktuellen zwei Staffeln a 10 Episoden am Stück innerhalb kürzester Zeit angesehen. Binge-Watching ist hier vorprogrammiert! Wir wurden tief in das Geschehen hineingezogen und haben mit den Charakteren mitgefiebert.


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Darsteller in ihrer besten Form

Die Serie bietet mit ihren bekannten Gesichtern herausragende Qualität in der Schauspielbranche. Christina Applegate in der Rolle von Jen Harding als sarkastische Mutter von zwei Kindern. Linda Cardellini als eher unsichere und schüchterne Frau, die genau das Gegenteil von Jen darstellt. Genau diese Kombination der beiden Frauen ist so faszinierend und amüsant anzusehen. Die vielen Fettnäpfchen in die sie treten und die dadurch entstehenden Folgen wirken frisch erzählt und bringen der Handlung so eine gute Struktur mit.

Neben Linda und Christina treffen wir auch auf weitere Schauspieler die wir aus diversen anderen Produktionen kennen. James Marsden spielt den ehemaligen Verlobten von Judy Hale. Auch James ist in der Schauspielwelt eine bekannte Persönlichkeit und hat in allerlei Filmen wie z.B. „Wie ein einziger Tag“ (2004), „The Best of Me – Mein Weg zu dir“ (2014) und den gesamten X-Men Filmen, in der er in die Rolle des Superhelden „Cyclops“ schlüpfte, mitgespielt.


James Marsden in der Rolle von Steve/Ben Woods


Mögliche Fortsetzungen

Erste Hinweise einer dritten Staffel der skurrilen Serie wurden bereits veröffentlicht. Laut den Produzenten, könnten sie sich durchaus eine Fortsetzung vorstellen.

Jedoch offiziell bestätigt, wurde eine dritte Staffel nicht. Die Gerüchte kursieren und wir würden uns natürlich über eine weitere Staffel freuen.[1]


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Fazit – Binge Watching Garantie

Die Kritiken verliefen sehr positiv. Auch wir bei derofa.de empfinden die Serie mehr als Sehenswert. Wer noch mehr über die Serie erfahren möchte, sollte sich einfach in die Geschichte stürzen und sich überraschen lassen.

Wenn Euch der Humor der Serie gefällt und ihr eine ausgefallene und originelle Geschichte besonders gerne sieht, solltet Ihr definitiv einen Blick in die Serie werfen.

Wir waren sehr zufrieden über den Überflieger aus dem Hause Netflix und können nur auf eine dritte Staffel hoffen – denn die beiden durchgeknallten Frauen und ihr schwarzer Humor, haben uns durch ihre verrückte Art sofort mitreißen können.


Der offizielle deutsche Trailer zur 1. Staffel von „Dead to Me“

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The Boys (2019 – …)

  • 8.5/10
    derofa Durschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Amazon Studios hat sich die Rechte von The Boys einer Comic Reihe gesichert um sie in eine Serie umzuwandeln. Ursprünglich wurden die Comics von Oktober 2006 bis November 2012 veröffentlicht von Garth Ennis der auch schon für DC Comics gearbeitet hat.

Ob Amazon Studios hier einen guten Job in der Umsetzung geleistet hat oder nicht erfahrt ihr in diesem Review.

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Genre: ActionScience-Fiction, Dramedy, Superhelden

Originaltitel: The Boys

Produktionsland: USA

Regie: Dan Trachtenberg, Stefan Schwartz, Jennifer Phang, Daniel Attias, Philip Sgriccia

Drehbuch: Eric Kripke, Rebecca Sonnenshine, Craig Rosenberg, Anne Cofell Saunders

Musik: Christopher Lennertz

Länge: ca. 60 Minuten je Altersfreigabe: FSK 16


Review – Staffel 01 (2019)

 

Fallen wir direkt mit der Tür ins Haus, Amazon Studios hat 2019 eine ausgesprochen gute Serie herausgebracht. Die erste Staffel beinhaltet 8 Episoden und diese sind alle durchweg empfehlenswert.

Neu ist die Idee hierfür aber nicht, The Boys gab viel früher schon als Comic, diese wurden von 2006 bis 2012 veröffentlicht und 7 Jahre nach Ende kam dann die Serie.

Die Idee dazu kam von Eric Kripke, Seth Rogen und Evan Goldberg. Alle drei sind Namentlich bekannt und haben genug Erfahrung um eine gute umsetzung zu veröffentlichen.

In der Serie als Schauspieler sind zu sehen Karl Urban, Jack Quaid, Antony Starr und noch viele mehr.


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https://www.moviepilot.de/serie/the-boys

Die (Anti)Superhelden

 

In The Boys sind die Hauptattraktion The Seven, sie sind Superhelden die von allen gefeiert werden als wären sie Götter.

Doch in Wahrheit ist nicht alles Gold was glänzt.

Hier wird nicht nur die Schokoladenseite der Helden präsentiert, hier wird auch gezeigt wie es im Hintergrund aussieht wo es nicht immer rosig zugeht. Sie haben zwar Superkräfte aber im Endeffekt sind es auch nur Menschen und wie man weiß machen Menschen Fehler.

Gesteuert wird die Superheldentruppe von Vought, einem Unternehmen das sich mit der Vermarktung von den Helden ein goldenes Näschen verdient egal zu welchem Preis.


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https://www.tvmovie.de/news/the-boys-staffel-2-bei-amazon-prime-starttermin-inhalt-und-darsteller-alle-infos-107515

Irgendwie kommt einem das bekannt vor

 

Ohne wissen über die Serie habe ich mich in die Welt reißen lassen. Doch man merkt schnell das einem die Helden irgendwie bekannt vorkommen.

Da gibt es Homelander der Chef der ganzen Bande, er erinnert einen stark an Captain America, der A-Train ähnelt Flash usw.

Anfangs noch skeptisch da ich erst dachte das ist eine Parodie von den Avengers oder Justice League, wurde ich schnell umgestimmt und die Serie hatte mich im Griff.

Die Schauspieler spielen ihre Rolle herausragend, und man möchte immer mehr über die einzelnen Helden erfahren. Hier wird einem gezeigt was die Helden alles durchmachen müssen egal ob vor oder hinter der Kamera. Die Öffentlichkeit darf nämlich nicht alles erfahren.

Und genau dieser Blickwinkel auf die Helden macht die Serie zu was besonderem. Es ist interessant zu sehen was sie alles durchmachen müssen um ihren Job als Held zu behalten.

Denn sie machen die „Superhelden Sache“ nicht von sich aus sondern werden von Vought geleitet.


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https://www.looper.com/166205/the-boys-season-2-release-date-cast-and-plot/

The Boys

 

Dann gibt es noch „The Boys“

Sie sind eine Gruppe die sich gegen die Superhelden verschworen haben und wollen sie aus dem Weg räumen.

Die Gruppe besteht aus Billy, Hughie, Frenchie, Marvin und Kimiko. Sie wissen das hinter der Fassade der Helden etwas böses verbirgt. Da The Boys aber keine Superkräfte haben, müssen sie mit anderen mitteln gegen die Superhelden kämpfen, und Ihnen ist jedes mittel recht, sie müssen aufs ganze gehen um zu Siegen.

Sie haben zwar Pläne aber wie jeder weis geht nicht alles nach Plan was man sich vornimmt.


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http://comic.highlightzone.de/garth-ennis-the-boys/

Fazit Staffel 1

 

Die ersten 8 Episoden haben alles richtig gemacht.

Man lernt alles kennen und erfährt immer mehr wie die Welt funktioniert.

Die Serie ist meiner Meinung nach nicht nur für Superhelden Fans sondern für jedermann.

Hier geht es nämlich nicht nur um gut gegen böse sondern auch ein bisschen um die Menschlichkeit die in jedem steckt.

Jeder der mal eine andere Sicht auf die vermeintlichen Helden der Welt werfen möchte und sehen möchte wie die Welt wirklich ist.


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http://www.filmstarts.de/nachrichten/18526575.html

 

Marvel’s Jessica Jones (2015-2019)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Mit „Marvel’s Jessica Jones“ erhalten wir die zweite Serie aus dem „Marvel Cinematic Universe„.

Die Serie ist seit 2015 auf der Streaming-Plattform Netflix verfügbar und dreht sich um den Marvel Charakter Jessica Jones, die neben ihrer Arbeit als Detektivin, zur Superheldin New Yorks wird.

Krysten Ritter verkörpert die junge New Yorkerin mit ihrer speziellen Begabung.

Alleingängerin und Detektivin Jessica Jones zeigt uns ein Bild einer modernen und ungewöhnlichen „Heldin“.

Was wir von den Staffeln mit der Draufgängerin Jessica halten, erfahrt Ihr in unseren Reviews auf derofa.de

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Genre: ActionDrama, Superhelden

Originaltitel: Marvel’s Jessica Jones

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix (Sender), Marvel Television, ABC Studios, Tall Girl Productions

Regie: Verschiedene Regisseure

Drehbuch: Verschiedene Autoren

Musik: Sean Callery

Länge: ca. 46-55 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16

Universum: Marvel Cinematic Universe

Beschreibung

Mit „Marvel’s Jessica Jones“ aus dem Jahre 2015, erhalten wir die zweite Serie aus vier Marvel-Serien, die später zum Crossover von „Marvel’s The Defenders“ führte.

Regie übernahm u.a. S. J. Clarkson sowie verschiedene weitere Regisseure. Das Drehbuch für die erste und letzte Episode der ersten Staffel verfasste Melissa Rosenberg. Sie ist die Autorin der beliebten Vampirgeschichte aus der „Twilight-Saga“.

2015 bis 2019 wurden die ersten drei Staffeln von „Marvel’s Jessica Jones“ produziert. Netflix zeigt derzeit alle drei Staffeln der Marvel-Serie auf ihrer Streaming-Plattform.

Mit der dritten Staffel endet die Geschichte hinter der Privatdetektivin Jessica Jones. Netflix ließ nach der Produktion der letzten Staffel im Jahre 2019 die Serie einstellen.


Review – Staffel 01 (2015)


Wertung: 

Autor: Lissa

Verfasst am: 21.04.2020


Privatdetektivin Jessica Jones

In der Marvel-Serie dreht sich alles um die Privatdetektivin Jessica Jones (Krysten Ritter), die versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, jedoch von dieser immer wieder eingeholt wird. Jessica lebt in „der Stadt die niemals schläft“ und betreibt eine eigene Privatdetektei um sich über Wasser zu halten.

Ihr Leben besteht darin, die Aufträge ihrer Klienten zu erfüllen. Jedoch benutzt sie dazu einige „Tricks“ in Form ihrer übernatürlichen Fähigkeiten. Zum einen ist es ihr möglich, eine enorm starke Körperkraft anzuwenden und jeden Gegner mit nur einem Schlag umzuhauen, zum anderen besitzt sie eine Art von Sprungfähigkeit, um sich so über New Yorks Dächer schneller fortzubewegen. Die Sprünge wirken fast so als könnte Jessica über die dunklen Gassen fliegen.

Jessica ist eine Alleingängerin. Im Verlaufe der ersten Staffel lernt sie jedoch auch neue Charaktere kennen, die sich als wahre Freunde erweisen. Eine davon ist ihre ehemalige Adoptivschwester Trish Walker (Rachael Taylor), die sie zu Beginn an jedoch auf Distanz hält.

Nachdem Jessica letztlich doch noch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und auf den Schurken Kevin Thompson alias Kilgrave (David Tennant) trifft, wendet sie sich an Trish und bittet sie um ihre Unterstützung. Kilgrave ist ein Superschurke der die Macht besitzt, Menschen unter seine Kontrolle zu bringen.

Es beginnt eine Art Katz und Maus Spiel. Während Jessica auf der Suche nach Kilgrave ist, um ihn außer Gefecht zu setzen, ist es Kilgraves Wunsch, auf Grund seiner Besessenheit ihr gegenüber, Jessica wieder in seinen Besitz zu bekommen – und dies ohne seine Fähigkeiten, da Jessica gelernt hat, seinem Willen zu widerstehen.


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©Netflix

Jessica Jones und ihr Antagonist Kilgrave haben eine gemeinsame Vergangenheit


Untypische Heldin

In der ersten Staffel von „Marvel‘s Jessica Jones“ wird Jessica nicht zur Heldin im eigentlichen Sinne. Sie benutzt ihre Fähigkeiten nämlich eher um ihre Detektivarbeit zu entrichten. Seltener um damit durch New Yorks Gassen zu streifen und sich in der Nacht in eine maskierte Superheldin zu verwandeln.

Wenn ein Mensch in Not ist und ihre Hilfe benötigt, ist sie jedoch sofort zur Stelle. Auch die Menschen in ihrer Umgebung sind ihr sehr wichtig und diese versucht sie mit aller Kraft zu schützen – egal um welchen Preis.

Sie steht dem Bösen nicht alleine entgegen und trifft schnell auf den ungewöhnlichen Mann mit der eisernen Haut – die Rede ist von Luke Cage (Mike Colter), der recht früh mehrere Gastauftritte in der ersten Staffel erhält.

Ihre Detektivarbeit steht zu Beginn sehr im Vordergrund, was sich im späteren Abschnitt der Staffel jedoch ändert. Hier dreht sich alles um ihre Vergangenheit mit dem Schurken Kilgrave und seinen bösen Machenschaft in New York.


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©Netflix

Luke Cage als Barkeeper in seiner eigenen Bar


Fazit

Jeder Superheld braucht seinen eigenen Bösewicht. In Jessica Jones Fall ist es Kilgrave, der zum Ende hin schon fast die Hauptrolle übernimmt. Dies bewerten wir jedoch nicht als Kritikpunkt.

Die Geschichte in Staffel eins konnte gut erzählt werden und präsentiert uns etliche Actionszenen in denen Jessica uns ihre Superkräfte zur Show stellt. Zudem ist die Handlung enorm wichtig um uns die Verbindung zu Jessica Jones und ihrem Antagonisten Kilgrave näher zu bringen.

Die Umsetzung der Realserie „Marvel’s Jessica Jones“ ist den Comics mehr als würdig. Die Serie erweist uns einen angemessen Start ins Superheldenuniversum von Jessica Jones und bringt uns durch übernatürliche Superkräfte und actionreichen Kampfszenen, das MCU erneut ein Stückchen näher.


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Großkatzen und ihre Raubtiere (2020)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Die neue True-Crime-Doku und Netflix-Serie „Tiger King“ ist in aller Munde.

Mittlerweile in den Top 10 der Netflix-Charts gelandet, fasziniert und schockt sie die Zuschauer gleichermaßen.

Was es mit der Serie, um den ebenso exzentrischen wie bizarren Privatzoo-Betreiber Joe Exotic auf sich hat und warum „Tiger King“ trotz dem Fokus auf Menschen, für das Leid der Tiere sensibilisiert, verraten wir im Review zu „Großkatzen und ihre Raubtiere“.

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Genre: True Crime

Originaltitel: Tiger King: Murder, Mayhem and Madness

Produktionsland: USA

Produktionsunternehmen: Netflix

Regie: Eric Goode, Rebecca Chaiklin

Produktion: Chris Smith, Fisher Stevens, Eric Goode, Rebecca Chaiklin

Musik: Mark Mothersbaugh, John Enroth, Albert Fox, Robert Mothersbaugh

Länge: 7 Episoden je ca. 45-50 Minuten, 1 Special („Aftershow“) 40 Minuten

Altersfreigabe: 16 (lt. Netflix)

Wertung:   

Autor: Jayes

Verfasst am: 18.04.2020


Joe Exotic

Mit „Tiger King“ oder „Großkatzen und ihre Raubtiere“ erreicht uns eine Netflix-Doku, die über Nacht zum Phänomen geworden ist. Den Löwenanteil daran hat sicher der Exzentriker Joseph Schreibvogel aka Joe Exotic, wie die Hauptperson der neuen siebenteiligen True-Crime-Doku-Serie aus dem Hause Netflix heißt.

Die Doku erzählt seine Geschichte. Es ist eine Geschichte die so absurd ist, als hätte man sie erfunden und würde selbst dann noch fragen: „Wer hat sich diesen Wahnsinn ausgedacht?!“

Joe Exotic – bekennender homosexueller Vokuhila-Träger – ist absolut verrückt, nein völlig wahsinnig, eigentlich müsste man weitere Steigerungsformen dieser Bezeichnungen erfinden, um treffend genug zu beschreiben, wie größenwahnsinnig er ist und wie sehr er den Verstand verloren hat.

Doch immer der Reihe nach. Worum geht es in „Tiger King“ überhaupt?


Joe Exotic mit einem seiner Tiger

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©Netflix

Wer sind hier die Raubtiere?

Die Dokumentation porträtiert hauptsächlich das Leben von Joe Exotic, dem Betreiber eines Privatzoos mit Großkatzen in Wynnewood, Oklahoma, USA.

Die Regisseure von „Tiger King“, Rebecca Chaiklin und Eric Goode, hatten sich im Jahr 2015 zum Ziel gesetzt, eine Doku über das Tierleid, die Ausbeutung und den Tierhandel, in und um amerikanische Privatzoos zu produzieren.[1]

Als sie im Verlaufe der Aufnahmen jedoch bemerkten, mit was für Menschen sie es hier eigentlich zu tun hatten, änderten sie ihre Pläne und entwickelten letztendlich eine Serie, die hauptsächlich die Fehde zwischen Joe Exotic und der selbsternannten Tierschützerin Carole Baskin von der Organisation „Big Cat Rescue“, thematisiert.[2] Diese hält selbst Großkatzen in Käfigen, verkauft es aber erfolgreich als „Nonprofit“-Tierschutz.

Zusätzlich richten die Macher ihren Blick auf einen Mann, der Doc Antle genannt wird und auch einen Privatzoo betreibt, sowie weitere Tierhändler oder Weggefährten.

Wer glaubt es ginge in „Tiger King“ vorrangig um einen einfachen Streit zwischen Tierschützern und Zoobetreibern, der irrt gewaltig. Im Verlaufe der Serie, kommen viele Geschehnisse zum Vorschein, die man nicht erwartet hätte. Kriminelle Machenschaften wie Betrug, bis hin zu Auftragsmord gehen Hand in Hand mit kuriosen Lebensstilen und chaotischen Zuständen.

In dieser ungewöhnlichen True-Crime-Geschichte ist viel verrücktes dabei. Nicht umsonst enthält die Serie den Beititel „Murder, Mayhem and Madness“ (dt. Mord, Chaos und Wahnsinn).


Die zentralen Personen – Joe Exotic, Carole Baskin, Doc Antle und Jeff Lowe

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Gangart der Produzenten

Was glaubst du?

Besonders positiv fällt auf, dass die Doku nach dem Prinzip der Neutralität, dem Zuschauer Anreize schafft und Indizien bereit stellt, sich aber nie wirklich auf eine Seite stellt und keine bloßen Behauptungen aufstellt. „Tiger King“ verurteilt also niemanden direkt, sondern bildet Perspektiven ab, damit der Zuschauer sich seine eigenen Thesen zusammen spinnen kann.

Auch wenn einige der gezeigten Personen im Nachinein unzufrieden mit den Darstellungen von sich selbst waren, ist der Doku Unfairness nicht vorzuwerfen. Auch wenn eine kleine Portion reißerische Inszenierung eben sein muss, um Spannung aufzubauen – letzten Endes bildet „Tiger King“ nur ab.[3]

Kritische Auseinandersetzung

Wie die selbsternannte Schützerin von Großkatzen, Carol Beskin von „Big Cat Rescue“, in den Fokus gerückt wurde und kritisch hinterfragt wurde, machte besonders Spaß. Die hatte sich wohl auf eine Lobpreisung ihrer großartigen Verdienste als Tierschützerin, in Form einer rührenden Doku-Story über ihre Organisation gefreut. Letzten Endes bekam sie aber nichts als knallharte, neutrale Berichterstattung vorgesetzt und damit den Spiegel vorgehalten.

Ebenso interessant war der Ansatz, der im Bezug auf das Zuchtverbot von Großkatzen von einem Betreiber angemerkt wurde. Es gäbe keinen Lebensraum mehr für diese Tiere, was wäre also sinnvoller als sie zu züchten, um ihre Art zu erhalten? „Tiger King“ lässt eben beide Seiten zu Wort kommen.

Häufig wurde kritisiert, im übrigen auch von der Tierschutzorganisation PETA, die Produzenten liefen Gefahr, die Zustände zu veherrlichen, gar zu glorifizieren, anstatt diese zu kritisieren.[4]

Man möchte also meinen die Produzenten wären mit ihrer Änderung der Konzeptionierung der Serie weit vom eigentlich Ziel abgedriftet. Warum ich da anderer Meinung bin, verrate ich im Fazit.


Die Frau hinter „Big Cat Rescue“, Carol Beskin

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Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Was alles so möglich ist in den Vereinigten Staaten, da kann man als Europäer schon mal fassungslos sein, wenn man sich die Serie ansieht.

Der „Lebensstil“ der „Großkatzen-Szene“ der gezeigt wird, das Verhalten und die Überzeugungen, welche die Menschen vertreten, waren teilweise unwirklich. Auch den Rahmen den das Gesetz vorgibt, ist für europäische Verhältnisse unglaublich. Das betraf nicht nur Joe Exotic sondern auch viele weitere Halter von exotischen Tieren. In Bezug auf die Waffengesetze, kann man sowieso nur erschaudern.

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Doch wie sieht das genau aus? Wie könnte zum Beispiel ein relativ normaler Tag im Leben von Joe Exotic aussehen? Eine kleine überspitzte Aussicht möchten wir uns hier leisten.

Es ist füh am Morgen, wo sonst der Hahn kräht brüllen hier die Löwen. Ab ins Gehege, die Kätzchen wollen schließlich anständig versorgt und gekuschelt werden. Ich dachte immer die beißen?! Egal, Hauptsache ihr habt alles auf Band. Anschließend mit dem Truck los und auf dem Beifahrersitz den Tiger mit im Gepäck, wo liegt das Problem?

Oder mal eben auf Crystal Meth Fallschirm springen gehen, zum nächsten Shop oder gleich bei Walmart vorbei und ein paar Schuss Munition gekauft. Möchten sie noch Sprengstoff dazu, fragt der nette Herr hinter dem Tresen? Anschließend gepflegt mit der automatischen Waffe, in den hauseigenen See geballert oder gleich den Crashtest-Dummy malträtiert und/oder wahlweise in die Luft gesprengt. Um das gebührlich zu feiern, alles direkt auf Youtube hochgeladen. Alles normal in der Welt von „Tiger King“.

Doch Spaß bei Seite. Die Serie bildet Extreme ab, so viel ist klar.


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Fazit – Außergewöhnliches True-Crime-Futter

„Tiger King“ war ein völlig absurder Ausflug in eine Art von menschlichen Abgrund, den wir SO zuvor noch nicht gesehen hatten.

Selbst wenn die Geschichte von Joseph Schreibvogel mit dieser Doku nun ihr Ende gefunden haben sollte, eins muss man ihm wirklich lassen – sein Leben war wahrlich außergewöhnlich exotisch.

Die Macher von „Tiger King“ legten mit dieser Doku den Fokus zwar nicht auf die Tiere, sondern auf die Menschen, doch ist es gerade das, was zum Nachdenken darüber anregt, welche Rolle die Tiere bei dem ganzen Inferno gespielt haben. Obwohl so wirklich jedes Geschöpf der Doku, bis auf die Tiere, sein Schicksal selbst herausgefordert hat, fühlt man dennoch, neben den armen Tiere, auch ein Stück weit mit diesen bemitleidenswerten Freaks mit, weil sie es einfach nicht besser wissen.

An Vorzeige-Meisterwerke im True-Crime-Genre wie „Making a Murderer“ kommt „Tiger King“ nicht heran, einfach weil die Story eine geringere Tragweite hat. Eines wird dennoch vortrefflich klar: Die Spezies Mensch hat zumindest in Teilen, scheinbar völlig den Verstand verloren.

Zum Ende hin bekommen gerade durch die Art von Charakterstudie die „Tiger King“ ist, auch die Tiere, deren Schicksal zu Beginn ja das Hauptmotiv sein sollte, ihre Bühne. Denn was bildet vortrefflicher deren Leid auf dieser Welt ab, als diese wahnsinnig verkorksten Menschen mit denen sie leben müssen?

Einer bekommt am Ende was er verdient. Doch alle anderen warten noch auf ihre verdiente Portion Karma.


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https://rp-online.de/kultur/film/tiger-king-netflix-doku-ist-ein-skurriles-medienphaenomen_aid-49973055

 

Marvel’s Daredevil (2015-2018)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Seit 2015 bis 2018 schlüpfte Charlie Cox in die Hauptrolle des blinden Superhelden Matthew „Matt“ Murdock. Die Serie basiert auf den gleichnamigen Comics von Stan Lee.

Ausgestrahlt wurde die Serie auf der Streaming-Plattform Netflix, die sich 2015 die Rechte dazu gesichert hatten.

Was es mit „Marvel’s Daredevil“ auf sich hat, erfahrt Ihr in unseren Reviews.

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Genre: Action, Drama, Superhelden

Originaltitel: Marvel’s Daredevil

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix

Regie: Steven S. Deknight, Drew Goddard

Drehbuch: Stan Lee, Steven S.Deknight, Gene Cole, Frank Miller

Musik: John Paesano

Länge: ca. 45-60 Minuten je Episode

Altersfreigabe: Staffel 01: FSK 16, Staffel 02: FSK 18, Staffel 03: FSK 18

Universum: Marvel Cinematic Universe

Beschreibung

Aus dem Hause „Marvel“ wurde 2015 eine von mittlerweile sechs Superhelden-Serien aus dem MCU (Marvel Cinematic Universe) veröffentlicht.

Neben „Marvel’s Daredevil“ folgten mehrere sog. Crossover (Jessica Jones, Luke Cage, The Defenders, The Punisher, Agents of S.H.I.E.L.D.), die alle eine Verbindung zueinander haben, da sie im selben Universum spielen.

Produziert wurde die Serie von Steven S. Deknight und Drew Goddard, der auch an einigen Staffel der beiden Vampirserien „Buffy – Die Vampirjägerin“ (1997-2003) und „Angel – Jäger der Finsternis“ (1999-2004) beteiligt war.

Seit dem Jahr 2015 läuft die Marvel Serie auf der Streaming-Plattform Netflix. Im Jahr 2018 hat Netflix die Produktion der Serie nach der 3. Staffel eingestellt.

Nach dem Disney sich durch den eigenen Streaming-Dienst „Disney+“ die meisten ihrer Eigenmarken (darunter Marvel) auf Ihre Streaming-Plattform sichern durften, hat es Netflix und Co. nicht mehr leicht. Denn jetzt ist es nur eine Frage der Zeit wann Netflix die gesamten Marvel-Serien aus dem Sortiment nehmen muss und diese dann evtl. bei Disney+ zu sehen sein werden.

Vertraglich dürfen die Marvel-Serien auf Netflix nach ihrer Absetzung zwei Jahre lang auf keiner anderen Plattform auftauchen. Zudem hat Disney+ erstmalig verkündet, keine Fortsetzungen der Marvel-Serien von Netflix zu produzieren.[1]

Ob sich dies in der nächsten Zeit ändern wird, ist noch unklar.


Review – Staffel 01 (2015)


Wertung:

Autor: Lissa

Verfasst am: 06.04.2020


Die Geburt eines neuen Superhelden

Im Alter von neun Jahren kam es zum Unfall mit Chemikalien, durch das der junge Matt Murdock sein Augenlicht verloren hat.

Der Verlust seines Augenlichts brachte ihm jedoch auch neue Stärken. Der Unfall schärfte seine anderen Sinne. Sein Gehör hat sich zum einen dadurch stark verbessert und Matt ist es nun möglich, aus mehreren Metern Entfernung den Herzschlag einer anderen Person zu hören, zum anderen ist sein Geruchssinn verschärft worden. Die Kombination dieser verstärkten Sinne, macht Matt Murdock (Charlie Cox) zu einem neuen Superhelden.

Nachts wird er zum maskierten Helden, tagsüber ist er jedoch als Rechtsanwalt in New York, genauer gesagt in Hell’s Kitchen einem Stadtteil Manhattans unterwegs und gründet mit seinem alten besten Freund Foggy Nelson (Eldon Henson) eine Kanzlei. Durch ihren ersten Fall als Rechtsanwälte, treffen sie auf die junge Karen Page (Deborah Ann Woll), die von einer Klientin zur Assistentin der Kanzlei wird. Neben den beruflichen Aspekten wird Karen zur guten Freundin der beiden.

Die erste Staffel steht voll und ganz in der Entstehung des Superhelden und dem Aufstieg seines Antagonisten Wilson Fisk/Kingpin (Vincent D’Onofrio) einem der größten Verbrecherbosse in Hell’s Kitchen.


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©Netflix

Ein ungewöhnlicher Held

Daredevil ist kein gewöhnlicher Held. Seine Fähigkeiten sind Teil eines Jahre langen intensiven Trainings. Matt lernte in seinen jungen Jahren einen blinden alten Mann namens „Stick“ kennen. Dieser lehrte ihm zum einen, ohne sein Augenlicht durchs leben zu kommen und zum anderen die Kunst des Kampfes zu meistern.

Der Unfall bis hin zum Erwachsenwerden und dem Training mit seinem blinden Freund verhalf Matt zu dem zu werden, was er sich als Kind schon immer gewünscht hatte – einem Helden, der die Stadt vor dem Bösen bewahrt.

„Marvel’s Daredevil“ bietet viel Abwechslung und verliert dabei zu keiner Zeit an Spannung. Durch Rückblenden werden immer mal wieder Szenen aus Matts Kindheit erzählt, welches die Geschichte Stück für Stück komplettiert und den Zuschauern so mehr Tiefe innerhalb der Charaktere übermittelt.

Neben den Superheldenszenen und allerlei Bösewichten geht es auch vielmehr darum die Arbeit der Kanzlei zu verfolgen. Die beiden Anwälte Matt und Foggy versuchen für die Armen und Schwachen aus Hell’s Kitchen da zu sein, auch wenn sie dafür oftmals keinen einzigen Cent erhalten. Vielmehr steht ihre Arbeit im Zeichen der Gerechtigkeit, da nehmen sie auch ab und an unbezahlte Aufträge entgegen.


Mit einer Augenbinde maskiert streift Matt durch Hell’s Kitchen

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Fazit

Die erste Staffel mit ihren 13 Episoden befasst sich mit verschiedenen Themen und verbindet diese gut mit dem Marvel-Universum. Die Entwicklung von Matt als kleinen Jungen bis hin zum Erwachsenen Anwalt/Superhelden wird gut in den Erzählstrang eingebunden. Die Nebencharaktere sind sehr sympathisch und überzeugen im volle Maße.

Der blinde Superheld wird zum wahren Helden der Stadt, der jedoch nicht nur durch seine „Augenbinde“ den Menschen in New York zu helfen vermag.

Die erste Staffel bietet sehr viel Potenzial und ist der perfekte Start ins Marvel Cinematic Universe, sodass ihre Handlung mehr oder weniger stark in die Geschehnisse der Kinofilme eingewoben ist.

Falls ihr nicht sicher seid, mit welcher TV-Serie ihr beginnen sollt um die Handlung im MCU chronologisch richtig zu erleben, schaut einfach in unserem Artikel auf derofa.de nach.


Der maskierte Superheld „Daredevil“

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©Netflix