Archiv der Kategorie: Melissa

Longlegs (2024)

Lesemusik:

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©SaturnFilms, Studio Neon
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Als wir das erste mal von „Longlegs“ gehört haben,, wuchs die Neugier. Als wir dann erfuhren das Nicholas Cage eine Hauptrolle in diesem Horrorfilm übernimmt, wollten wir mehr erfahren.

Die Vermarktung des Film wurde bewusst so gelegt, dass man z.B. Nicolas Cage in keinem Trailer oder Poster komplett gezeigt hat. Man hörte nur seine Stimme oder sah vage Umrisse, um die Neugier auf sein „monströses“ Aussehen zu maximieren.

Genauso wenig zeigte uns der Trailer klassische Jump-Scares sondern verstörende Notrufe die mit körnigen Bildern dargestellt wurden. Der gewählte Stil von Oz Perkins für „Longlegs“ sollte dadurch schon angeteasert werden.

Ob das „Slow-Burn“-Marketing erfolgreich war und ob uns „Longlegs“ neues Film-Futter zeigen konnte, erzählen wir euch in dieser Kritik auf der rote Faden,

Genre: Horror, Horrorthriller, Mysterythriller, Psychothriller, Übernatürliches

Originaltitel: Longlegs

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Saturn Films, Range Media Partners, Oddfellows Pictures, Traffic, Studio Neon

Regie: Oz Perkins

Drehbuch: Oz Perkins

Produktion: Nicholas Cage, Dave Caplan, Chris Ferguson, Dan Kagan, Brian Kavanaugh-Jones

Musik: Elvis Perkins

Länge: ca. 102 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 8. August 2024 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025), Heretic (2024), Conjuring Universum

Quellen
©https://de.wikipedia.org/wiki/Longlegs

 

Wertung:    

Autor: Melissa

Verfasst am: 16. August 2024; 22.03.2026

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Die Handlung – Ein Satanisches Puzzle

In den 1990er Jahren kommt es zu mehreren ungelösten und mysteriösen Mordfällen, die Oregon seit Jahrzehnten erschüttert. Die junge FBI-Agentin Lee Harker soll dem auf die Spur gehen und die ungelösten Fälle untersuchen.

Obwohl an den Tatorten nie ein Eindringling gefunden wurde, hinterlässt der vermeintliche Täter, der sich selbst „Longlegs“ nennt, kryptische Botschaften mit satanischen Symbolen. Während die FBI-Agentin versucht, die rituellen Muster und okkulten Zusammenhänge der Taten zu entschlüsseln, stößt sie auf eine erschreckende persönliche Verbindung zu dem Gesuchten.

Was als klassische Serienkiller-Jagd beginnt, entwickelt sich schnell zu einem beklemmenden Albtraum, in dem die Grenzen zwischen polizeilicher Ermittlung und übernatürlichem Terror ineinander verschwimmen.


Die FBi Agentin Lee Harker ist schockiert von den grausamen Morden des „Longlegs“-Killers.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Die Ästhetik des Unbehagens

Dieser Film ist ein wahrhaftig stilistischer Überflieger.
Schon zur ersten Szene hin, wird durch die 4:3 Darstellung ein 90er Jahre Flair suggeriert, um die Zuschauer mehr in das Geschehen einzubinden. Dieser Stil wechselt immer mal wieder zu 16:9 und zurück, je nach Zeitepoche. Wir lieben es! Regisseur Oz Perkins spielt meisterhaft mit verschiedenen Bildformaten.

Es ist ein cineastisches Highlight und verleiht der Handlung einen Old-School-Flair den man beispielsweise gut mit Crime-Serien wie „True Detektiv“ oder dem legendären Film „Das Schweigen der Lämmer“ aus dem Jahr 1991 vergleichen kann. Es ist das gewisse Etwas das den Film so brilliant macht. Was gibt es weiteres an diesem Film was uns so ins Auge gestochen hat?

Der Film setzt weniger auf plumpe Jump-Scares, sondern auf ein konstantes und tiefes Unbehagen. Durch ungewöhnliche Kameraeinstellungen (oft statisch oder mit viel leerem Raum) und einem beklemmenden Sounddesign, fühlt man sich als Zuschauer nie sicher.


Durch die Kameraeinstellungen ist die Angst allgegenwärtig.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Nicholas Cage erneut in Höchstform

Seine Darstellung des Killers wird als einer der gruseligsten Auftritte seiner Karriere gefeiert. DerSpecial Effects Make-up )kurz SFX-MakeUp) verlangte sehr viel Zeit. Nicholas Cage ist unter einer dicken Schicht von Prothesen kaum wiederzuerkennen. Für seine Rolle habe er eine sehr spezielle und verstörende Stimme genutzt bzw. „gespielt“. Sein Aussehen wurde Anfangs durchs Marketing bewusst geheim gehalten, um den Schockmoment im Kino zu maximieren. Wir können bestätigen – Das hat funktioniert!

Cage ist in seiner Rolle nicht wiederzuerkennend. Man bekommt es in seiner Gegenwart mit der Angst zu tun. Ihm möchte man nicht alleine im dunklen Wald treffen – oder was meint ihr? Er spielt seine Psychopathen-Rolle sehr authentisch und überaus überzeugend gut.

Auch seine Filmpartnerin Maika Monroe zeigt schauspielerisch eine Authentizität, bei der wir sogar mitfühlen müssen, wenn sie Schwierigkeiten hat ihren Fall zu lösen und ihr immer wieder Stolpersteine in den Weg gelegt werden. Sie ist eine FBI-Agentin die mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen hat. Exzellentes Schauspiel!



Agentin  Harker ist auf der Suche nach dem „Longlegs“-Killer.

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©SaturnFilms, Studio Neon


Fazit – Ein Okkulter Albtraum

Zugegeben Anfangs haben wir lange gebraucht um den Meilenstein in „Longlegs“ zu erkennen. Der Film setzt zu Beginn auf einen entschleunigten Einstieg. Das macht die Handlung nicht langatmig, aber man fühlt sich als Zuschauer beinahe hinters Licht geführt? Warum das? Der Film suggeriert fast in jeder Szene – „Gleich kommt Etwas!“. Denn „Longlegs“ spielt nämlich mit unseren Erwartungen und das dauerhaft!

Wir können euch sagen: Dranbleiben lohnt sich! Denn dieser Psychohorror entfaltet seine volle Wucht erst spät, und lässt euch dann aber garantiert nicht mehr los. „Longlegs“ ist ein Unikat was es so in der Filmbranche selten zu sehen gibt.

Neben „Smiley 2 – Siehst du es auch?“ oder „The Substance“ war „Longlegs“ einer unserer Film-Highlights des Horrorgenres aus dem Jahr 2024.


Mit Abstand die gruseligste Rolle von Nicholas Cage.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Was haltet Ihr von dem Okkulten-Film aus der Feder von Oz Perkins? Gehört „Longlegs“ zu einer der Horrorfilmsensationen 2024? Teilt eure Gedanken zu „Longlegs“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Longlegs-Killer bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle englische Trailer von „Longlegs“.

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©SaturnFilms, Studio Neon

The Midnight Man (2016)

Lesemusik:

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©IFC, Universum Film
  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Melissa meint - Geht So

Jumanji trifft auf Horror. Um was geht es in „The Midnight Man?“

In dem 2016 erschienen Horrorfilm beschwören Alex und ihr Freund Miles durch ein rituelles Spiel eine sadistische übernatürliche Entität in einem alten Herrenhaus. Sie müssen bis 3:33 Uhr morgens überleben, während der Midnight Man ihre tiefsten Ängste gegen sie verwendet und die Regeln manipuliert.

Der Film ist ein Remake des irischen Films „The Midnight Game“ aus dem Jahr 2013.

Fallen wir mit der Tür ins Haus. Eines der Besonderheiten in dem Film ist der Auftritt von Robert Englund. Die Horror-Fanatiker unter euch, werden bei dem Namen direkt hellhörig. Robert Englung ist nämlich vor allem bekannt durch die Nightmare on Elmstreet Filme, in der er die Rolle von Freddy Krueger übernimmt. Nur leider ändert das nichts an der zähen Handlung.

Es geht um ein Horrorspiel – ein Spiel um Leben und Tod. Ähnlich wie bei Jumanji aus dem Jahr 1995. Wenn ihr dieses Spiel zu spielen beginnt, gibt es kein zurück mehr.

Der Film startet richtig gut und spannend, doch er wird zur Hälfte hin dann leider etwas fad und eintönig. Schade, ein Horror-Jumanji-Film hatte definitiv Potenzial. (17.06.25; 21.03.2026)

Genre: Horror, Mystery

Originaltitel: The Midnight Man

Produktionsland: USA, Kanada

Vertrieb | Studio: Independent Film Company; Universum Film

Regie: Travis Zariwny

Drehbuch: Travis Zariwny, Rob Kennedy

Produktion: Jeff Beesley, Cassian Elwes, Frankie Lindquist

Kamera: Gavin Kelly

Länge: ca. 93 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 9. März 2018 (Direct-To-Video)

Ähnliche Titel: Candyman (2021), Heretic (2024), Hidden – Die Angst holt dich ein (2015), Forbidden Floor: The Home (2025)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Midnight_Man_(2016_horror_film)

Was haltet Ihr vom Horror-Film ala Jumanji? Teilt eure Gedanken zu „The Midnight Man“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Robert Englund bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle englische Trailer zu „The Midnight Man“.

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©IFC

Hidden – Die Angst holt dich ein (2015)

Lesemusik:

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©Warner Bros. Pictures, Music from Insomnia by David Julyan
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Melissa meint - Sehenswert

„Hidden“ ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 2015 mit Alexander Skarsgard in der Hauptrolle. Produziert von den bekannten Duffer Brüdern (Produzenten von Stranger Things) erzählt es die Geschichte von Ray, seiner Frau Clay und der 7-Jährigen Tochter Zoe.

Der Film dreht sich um eine Familie die sich während einer Evakuierung, aufgrund einer unbekannten Viruserkrankung, 301 Tage in einem Bunker verstecken muss. Eine verheerende Katastrophe hat die Welt für immer verändert. In ihrem kleinen Bunker versuchen sich die drei ein neues Zuhause aufzubauen und niemals ihre Hoffnung aufzugeben. Doch ein mysteriöses Etwas wird auf sie aufmerksam und vor dieser unbekannten Bedrohung sind sie selbst in ihrem Bunker nicht mehr sicher.

Die Erzählung nimmt uns anfangs mit in das karge, düstere Leben der Familie im Bunker. Wir erleben hautnah, wie beschwerlich ihr Überlebenskampf auf engstem Raum ist. Dadurch entfaltet sich eine beklemmende Atmosphäre. Als das Essen immer knapper wird, bleibt ihnen keine andere Wahl – sie müssen das Risiko eingehen und den sicheren Unterschlupf verlassen!

Die Schauspieler glänzen in ihrer Rolle vor allem Alexander Skarsgard den wir u.a. durch die  herausragende Horror-Vampir-Serie „True Blood“ kennen.

Der Film gibt nicht viel preis. Der Zuschauer soll in der Unwissenheit bleiben. Was ist mit den Menschen passiert und warum ist die Erde eine Trümmerwelt der Dystopie? Die Geschichte zieht den Leser tief in ihren Bann, indem sie die Wahrheit nur häppchenweise preisgibt.

Zum Finale zieht das Tempo massiv an, bevor der Plot-Twist die gesamte Geschichte in ein völlig neues Licht rückt.

„Hidden“ ist ein spannender und atmosphärisch dichter Horrorfilm der es verdient am Ball zu bleiben. Die Geschichte ist nämlich nicht so gewöhnlich wie man Anfangs vermeintlich denken könnte.“ (18.03.2026)

Genre: Horror, Horrorthriller, Mysterythriller, Psychothriller, Mystery

Originaltitel: Hidden

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures

Regie: The Duffer Brothers

Drehbuch: The Duffer Brothers

Produktion: Mason Novick, Roy Lee

Musik: David Julyan

Länge: ca. 84 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 8. Oktober 2015 (Direct-to-Video)

Ähnliche Titel: Wir (2019), (2020), Nope (2022), Get Out (2017), Raum (2015), Life (2017)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Hidden_(2015_film)

Was haltet Ihr vom Horror-Mystery-Film aus der Feder der Duffer Brothers? Teilt eure Gedanken zu „Hidden – Die Angst holt dich ein“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Alexander Skardgard bestimmt auch!


Der offizielle englische Trailer zu „Hidden“.

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©Warner Bros. Pictures

Tenet (2020)

Lesemusik:

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©Warner Bros. Pictures; Ludwig Göransson
  • 6/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Melissa meint - Ganz Gut

Mit „Tenet“ hat Regisseur Christopher Nolan im Jahr 2020 wieder ein Filmspektakel produziert. Bevor wir weiter ins Detail gehen, um was gehts in Nolans Sci-Fi Spionagefilm?

In „Tenet“ geht es um einen namenlosen Agenten der die Welt vor einem drohenden dritten Weltkrieg bewahren muss. Die Bedrohung kommt dabei aus der Zukunft! In der Zukunft nutzen die Menschen eine Technologie, der es ermöglicht Materie zu manipulieren und so Objekte und Personen rückwärts durch die Zeit zu bewegen.

„Tenet“ ist ein Film der mit hohen Erwartungen ins Rennen geht, doch leider nicht die erhoffte Wirkung erzielt. Die Inszenierung der Actionszenen ist zweifellos grandios und zeugt von Nolans „typischem Gespür für visuelle Effekte und spannende Choreografien“.

Doch trotz dieser beeindruckenden technischen Umsetzung bleibt das zugrunde liegende Konzept wirr und fast schon belanglos. Hier folgt eine Actionszene nach der anderen.

Die Geschichte, die sich um die komplexen Themen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dreht, fühlen sich oft überladen und verworren an. Anstatt klare Antworten zu liefern, wirft der Film mehr Fragen auf als er beantwortet.

Dies führt dazu, dass man als Zuschauer oft das Gefühl hat, den Faden zu verlieren und nicht wirklich nachvollziehen zu können, was gerade geschieht. Diese Verwirrung erinnert an früheren Filmen von Nolan wie z.B. das historische Kriegsdrama „Dunkirk“, der ebenfalls mit einer nicht-linear erzählten Geschichte zu kämpfen hat, jedoch in diesem Fall nicht die gleiche emotionale Tiefe erreichen konnte.

Ein Lichtblick ist der Soundtrack von Ludwig Göransson, der erneut sein musikalisches Talent unter Beweis stellt. Seine Kompositionen tragen zur Atmosphäre des Films bei und sind ein Highlight und sollte nicht unerwähnt bleiben.

Insgesamt bleibt „Tenet“ für mich eine Enttäuschung, besonders als Fan von Nolans früheren Werken. Die grandiosen Actionsequenzen können die verworrene Handlung und das frustrierende Fehlen von Klarheit nicht aufwiegen. Es ist schade, dass ein so talentierter Regisseur wie Nolan in diesem Fall nicht die Balance zwischen visuellem Spektakel und narrativer Kohärenz finden konnte.“ (13.01.25)

Genre: Science-Fiction, Action, Zeitreise

Originaltitel: Tenet

Produktionsland: USA, Vereinigtes Königreich

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures, Syncopy Films

Regie: Christopher Nolan

Drehbuch: Christopher Nolan

Produktion: Christopher Nolan, Emma Thomas

Musik: Ludwig Göransson

Länge: ca. 150 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 26. August 2020 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Arrival (2016), 12 Monkeys (1995), Butterfly Effect (2004), Ex Machina (2014)

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©https://de.wikipedia.org/wiki/Tenet_(Film)

Was haltet Ihr von „Tenet“? Gehört „Tenet“ zu euren Lieblings-Nolan Filmen? Oder kommt der Film auf den Stapel der Schande – für vergeudetes Potenzial? Teilt eure Gedanken zu „Tenet“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Christopher Nolan bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Tenet“.

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©Warner Bros. Pictures

The Zone of Interest (2023)

Lesemusik:

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©JWFilms
  • 8/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Melissa meint - Ausgezeichnet

„The Zone of Interest“ ist ein historisches Drama des britischen Regisseurs Jonathan Glazer. Der Film wurde bei der Oscarverleihung 2024 zweifach ausgezeichnet. Die Handlung basiert auf den gleichnamigen Roman von Martin Amis.

Um was geht es in „The Zone of Interest“?
Die Handlung dreht sich um den KZ-Kommandanten Rudolf Höß der zusammen mit seiner Familie in einem großen Haus wohnt, in ihrem prächtigen Garten feiert, während seine Kinder im Pool spielen und seine Frau ihr Blumenbeet pflegt. Doch was schnell klar wird – auf der anderen Seite der Gartenmauer finden Massenmorde statt! Das Haus der Familie Höß befindet sich nämlich Gegenüber des KZ-Ausschwitz.

Dieser Film geht unter die Haut. Er zeigt dir nicht direkt was für Gräueltaten im Lager gegenüber passieren. Der Horror wird durch die Umgebung  in der sich Höß befindet betont, ganz subtil und nebenbei, zum Beispiel durch eine omnipräsente Tonspur aus Schüssen, Schreien und dem aufsteigenden Rauch aus den Krematorien.

Als Zuschauer fühlt man dauerhaft eine Anspannung. Sobald man weiß was dieser Film thematisiert, läuft einem schnell der Schauer über den Rücken. So unangenehm und konstant hinweg bis zum Schluss! Diesen Horror sieht man nicht, aber man kann ihn spüren! Untermalt wird das ganze durch einen ruhigen aber bedrohlichen Soundtrack.

Regisseur Jonathan Glazer nutze diverse innovative Methoden um eine dokumentarische Distanz für seinen Film zu schaffen. Er wollte alles so authentisch wie möglich darstellen.

Im Nachbau der Höß-Villa in der Nähe des Originalschauplatzes wurden bis zu zehn ferngesteuerte Kameras gleichzeitig eingesetzt. Die Schauspieler mussten oft improvisieren, da sie keine Crew gehört oder gesehen haben. Interessant ist auch, dass man als Zuschauer Anfangs den Glauben hat, hier würde es sich um eine rein deutsche Produktion handeln. Produziert wurde der Film u.a. in den USA und Polen. Für die Glaubwürdigkeit wurden extra deutschsprachige Schauspieler gewählt, wie z.B. Christian Friedel, der die Rolle des Kommandanten übernahm.

Fazit: Für einige ist der Film ein Geheimtipp, wenn man die Oscarverleihung 2024 nicht präsent im Gedächtnis hat. Die dichte Atmosphäre mit ihrem subtilen Horror birgt Schockmomente und Gänsehaut pur! „The Zone Of Interest“ zeigt uns, dass man auch mit wenig Mitteln eine spannende Atmosphäre schaffen kann, die den Zuschauer in keiner Minute verliert. (28.02.2026)

Genre: Drama, Historie

Originaltitel: The Zone of Interest

Produktionsland: USA, Vereinigtes Königreich, Polen

Produktionsfirma: JW Films, Extreme Emotions

Regie: Jonathan Glazer

Drehbuch: Jonathan Glazer

Produktion: Ewa Puszczynska, James Wilson

Musik: Mica Levi

Länge: ca. 106 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 29. Februar 2024 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel:Spencer (2021)Der Fall Richard Jewell (2019)

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©https://de.wikipedia.org/wiki/The_Zone_of_Interest_(Film)

 

Was haltet Ihr von „The Zone of Interest“? Habt ihr den Film bereits gekannt? Konnte euch dieser Historienfilm überzeugen? Teilt eure Gedanken zu „The Zone Of Interest“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Regisseur Jonathan Glazer auch.


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „The Zone of Interest“.

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©JWFilms

Heretic (2024)

Lesemusik:

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©A24; PlaionPictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 3/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 3/10
3/10

Melissa meint - Schwach

„Heretic“ ist ein klaustrophobischer Trip zwischen Glaubenskrise und Überlebenskampf! Beim Versuch in das Horror-Genre einzutauchen, scheitert „Herertic“ maßgeblich durch eine Handlung – denn hier ist nichts wirklich gruselig. Leider bleibt der Film weit hinter den Erwartungen zurück. Hugh Grant, der in seiner Rolle durchaus charmant und überzeugend agiert, kann die Schwächen des Drehbuchs nicht ausgleichen. Seine schauspielerische Leistung ist zwar beeindruckend, doch sie reicht nicht aus, um die irrationale und oft verworrene Handlung zu retten. Um was gehts?

Zwei mormonische Missionarinnen klopfen an die falsche Tür: Der charmante, aber diabolische Mr. Reed (Hugh Grant) lockt sie in sein Haus und verwickelt sie in ein perfides theologisches Kammerspiel. Statt Seelen zu retten, müssen die Frauen in einem labyrinthartigen Haus um ihr Leben kämpfen. Reed stellt ihren Glauben durch psychologische Folter und tödliche Prüfungen auf die Probe, um seine Theorie der „wahren Religion“ zu beweisen.

Klingt auf den ersten Blick Interessant oder? Die Geschichte selbst ist aber ein wirres Konstrukt, dass mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet. Anstatt Spannung und Grusel zu erzeugen, führt sie den Zuschauer in eine verwirrende Erzählung, die eher Frustration als Faszination hervorruft.

Man findet sich oft in Situationen wieder, die keinen Sinn ergeben, was die Immersion in die Handlung stark beeinträchtigt. Die Entscheidungen der Protagonisten sind einfach nur ärgerlich zu betrachten.

Ein weiterer Aspekt der im Film behandelt wird, ist die Kritik an Religion und der Gesellschaft. Diese Themen sind zwar relevant und könnten Potenzial für tiefere Auseinandersetzungen bieten, jedoch kann es trotz der Glaubensfrage die Sinnhaftigkeit der Entscheidungen der beiden Protagonisten nicht rechtfertigen.

Statt einer fundierten Diskussion über Glauben und gesellschaftliche Normen bleibt der Film in Klischees und plakativen Aussagen stecken – einfach nur ärgerlich.

Fazit: Insgesamt kann ich „Heretic“ nicht empfehlen. Die charmante Darbietung von Hugh Grant kann die irrationale Geschichte und die schwache Umsetzung nicht aufwiegen. Wer auf der Suche nach einem packenden Horrorfilm ist, sollte sich besser nach anderen Optionen umsehen – und da gibt es definitiv bessere. (13.01.25)

Genre: Horror, Psychothriller

Originaltitel: Heretic

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: A24, Plaion Pictures

Regie: Scott Beck, Ryan Woods

Drehbuch: Scott Beck, Ryan Woods

Produktion: Scott Beck, Julia Glasur, Stacey Sher, Jeanette Volturno, Bryan Woods

Musik: Chris Bacon

Länge: ca. 101 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 26. Dezember 2024 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: The Empty Man (2020), Antebellum (2020)

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©https://de.wikipedia.org/wiki/Heretic_(Film)
Was haltet Ihr von „Heretic“? Kann der Film dem Hype gerecht werden? Kann Schauspieler Hugh Grant den Film noch „retten“ oder sind wir schon verloren wenn wir uns den Film ansehen? Wie fandet Ihr die religiöse Thematik? Teilt eure Gedanken zu „Heretic“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unser Protagonist Mr. Reed bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Heretic“

Mortalis (2022)

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©Carlsen

Wertung:

Autor: Melissa

Verfasst am: 25.08.2024

Lesezeit: 5 Minuten

  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Herausragend

Der Titel „Mortalis“ entstammt dem Lateinischen und steht für die Sterblichkeit sowie das Vergängliche. Abgeleitet vom Begriff „mors“ – was der Tod bedeutet – verdeutlicht der Name bereits das zentrale Thema dieses Mangas:  Leben und Tod.

„Mortalis“ ist ein Manga des deutschen Mangaka Dominik Jell. Dominik Jell ist ein Tattoo-Künstler der seine Kunst auch in Mangas präsentiert. Seine Werke zeichnen sich durch detaillierte, vom Tattoo-Stil geprägten Zeichenstil aus.

Wir haben uns den Manga genauer angeschaut und erzählen euch mehr in unserem Test auf derofa.de

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Genre: Horror

Originaltitel: Mortalis

Produktionsland: Deutschland

Text | Zeichnungen: Dominik Jell

Übersetzer: Yuko Keller

Verlag | Magazin: Carlsen

Form: Taschenbuch, eBook

Bände: 1

Seitenanzahl: 178

Altersempfehlung: 18

Universum: Dominik Jell

Quellen
https://www.mangaguide.de/index.php?include=5&manga_id=3509

Blutige Atmosphäre ala Junji Ito

Dominik Jell beweist das er sein Handwerk kann. Seine Zeichnungen ähneln stark dem japanischen Horror-Meister Junji Ito – denn auch seine Geschichten sind finster, brutal und bewegend. Die Parallelen liegen vor allem in der visuellen Intensität und der Atmosphäre. Mortalis kann durchaus mit dem japanischen Mangaka mithalten.

Um was geht es in „Mortalis“? Der Manga umfasst bisher ein Band und zeichnet sich durch düstere Horror-Kurzgeschichten aus.

„Mortalis“ besteht aus zwei voneinander unabhängigen Erzählungen über Tod, das Unbekannte und menschliche Abgründe.


Hier zu sehen: Dominik Jell und das Cover von Mortalis

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©Carlsen Manga

Kurzgeschichte 1: Osiris

Diese Geschichte spielt im modernen Japan und dreht sich um einen Youtuber names Hideaki Kobayashi, der sich auf Geistergeschichten spezialisiert hat. Er erkundet gerne Lost Places in denen es spuken soll.

Die Geschichte thematisiert dabei die Grenze zwischen Realität und dem Übernatürlichem. Die Handlung hat es in sich! Sie ist unheimlich und führt den Leser sogar in einen unerwarteten Twist!

Die Zeichnungen sind wie immer sehr gelungen. Da schaut man sich jede einzelne Seite noch genauer an – der Stil von Dominik Jell ist brilliant.


Das ist eine Zeichnung aus der ersten Geschichte

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©Carlsen Manga

Kurzgeschichte 2: Exekution

Diese Geschichte spielt in Süddeutschland (welche auch die Heimatregion des Autors ist) zur Zeit der Hexenverfolgung.

Eine Frau wird zu Unrecht als Hexe verurteilt. Die geplante Hinrichtung gerät außer Kontrolle und wird sehr blutig und alle daran Beteiligten werden ins Verderben gestürzt. 

Merkmale dieser Geschichte sind u.a. der fast vollkommene Verzicht auf Text. Hier soll das visuelle im Mittelpunkt stehen – was es auch tut. Die Bilder sollen den Horror, die Brutalität und die Verzweiflung so detailliert wie möglich darstellen. Dominik Jell bringt den Alptraum gut rüber.


Das ist eine Illustration aus der zweiten Geschichte

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©Carlsen Manga

Bonus-Material

Beide Geschichten sind so bemerkenswert und zugleich aufregend – der Leser wird förmlich ins Geschehen hineingezogen. Schnell hat man Band 1 dann auch durch –  was uns zum negativen Punkt bringt. Leider sind die Geschichten recht kurz – schade, wir hätten uns mehr gewünscht, denn die Inszenierung der beiden Handlungen wurde wirklich mit Liebe gemacht, das kann man erkennen. Die Zeichnungen sprechen für sich. 

Zum Ende jeder Geschichte bekommt man noch ein Interview von Dominik Jell gezeigt – der über seinen Alltag als Mangaka spricht.

Dominik Jell hat erklärt, dass er diverse Kurzgeschichten parat hat und diese auch schon gezeichnet wurden – es fehlen nur weitere Manga-Veröffentlichungen.

Wir dürfen gespannt sein. Mortalis ist definitiv eine Manga-Reihe die weiter geführt werden sollte. Laut aktuellem Stand sei der Manga „Mortalis“ zu Ende und es sind bisher keine Fortsetzungen durch den Autor geplant. (Stand Februar 2026).

Wenn ihr mehr von Jell lesen bzw. sehen möchtet, könnt ihr euch noch seine weiteren Werke wie z.B. den Slice-of-Life Manga „Crossing Borders“ ansehen oder sogar seinen neuesten Manga, welcher erst im März 2026 veröffentlicht wird und den Titel „Revolt: Eine düstere Zukunft zwischen Hightech und moralischen Verfall“ hat.


Hier zu sehen: „Crossing Borders“ Band 1

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©Carlsen Manga

Ein Auszug aus dem Manga „Crossing Borders“ von Dominik Jell

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©Carlsen Manga

„Revolte“ – der neue Cyber-Manga von Dominik Jell

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©Carlsen Manga

Sammlerstücke für Fans des Horrors!

Der Autor Dominik Jell weist jedoch noch weitere „Werke“ auf – zwar sind es keine Mangas – es sind Illustrationen für beliebte japanische Horrorfilme.

Plaion Pictures hat eine Reihe von J-Horrorfilmen herausgebracht, die alle unter dem Namen „J-Horror Collection“ veröffentlicht wurden. Das Besondere an diesen Veröffentlichungen: Dominik Jell hat verschiedene Artworks für die Blu-Rays bereitgestellt.

Solche Artworks verwandeln eine simple Blu-Ray in ein echtes Sammlerstück. Während Standard-Editionen oft nur das Kinoplakat recyceln, bieten Sondereditionen eine völlig andere Wertigkeit. Die Artworks von Jell heben sich von den Standard Blu-Rays definitiv ab.

Doch schaut selbst.


Hier zu sehen das Artworks zum original J-Horrorfilm „Ringu“

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©PlaionPictures

Fazit –  Düster, brutal mit grandiosen Zeichnungen

„Mortalis“ ist ein beeindruckendes Werk des deutschen Künstlers, das vor allem durch seine visuelle Wucht überzeugt. Da Jell aus der Tattooszene kommt, sind die Zeichnungen außergewöhnlich detailliert, kontrastreich und düster.

Die realistischen Zeichnungen fangen die beklemmende Atmosphäre des Mangas perfekt ein. Beide Geschichten bieten unterschiedliche Schwerpunkte, was uns als Leser etwas mehr Abwechslung bietet – über modernen Horror bis hin zum historischen Setting.

„Mortalis“ mit seinen erstklassigen Zeichnungen ist ein Muss für Liebhaber des Junji-Ito Psychohorrors – der Autor hat ein Auge fürs Detail.


„Mortalis“ enthält neben dem Manga ein Poster und ein Shikishi (Ist ein traditioneller, fester japanischer Malkarton mit weißer Oberfläche der speziell für Kalligraphie und Autogramme genutzt wird)

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©Carlsen Manga

Thermae Romae Novae (2022)

Lesemusik:

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©Netflix | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Melissa meint - Sehenswert

Der Anime von Autorin „Marie Yamazaki“ (Mangaka von Thermae Romae Novae) ist eine Innovation die es so bisher noch nicht gegeben hat. Denn er lässt uns einen Einblick in die Welt der Thermen gewähren. Wie so oft heißt es bei japanischen Animes? Gibts nicht? Geht nicht? Willkommen In der Welt der Animes wo alles möglich ist. Willkommen bei „Thermae Romae Novae“.

Erzählerisch zeigt uns die Animeserie eine gute Struktur, welche mit etwas Fantasy kombiniert wurde. Wir finden uns im alten Rom wieder, in dem wir den Hauptprotagonisten Lucius, einen Römer kennenlernen dürfen. Er ist Bäderarchitekt und sein größter Wunsch ist es, der Beste in seinem Beruf zu werden. 

Er ist sehr ambitioniert und möchte viel Neues zur Thermenwelt lernen. Durch einen mysteriösen zufallen findet er sich eines Tages kurzzeitig wieder in einer anderen Zeit / an einem anderen Ort, um es genauer zu sagen – in einem Onsen im modernen Japan! In dieser Therme kann er viele neue Ideen für seine Architektur sammeln – und so setzt sich die Handlung der Serie fort. Lucius ist immer mal wieder in der Gegenwart und findet sich ab und an im modernen Japan wieder.

Klingt alles sehr bizarr, ist es auch. Dennoch ist der Anime sehr unterhaltsam und es ist faszinierend zu sehen, wie die Bäder-Kultur in Japan aussieht. Auch wenn wir in jeder Episode schon erahnen können, was uns teils erwartet, wird es nie eintönig.

Die Welt der Bäderkultur birgt in der Tat etwas interessantes, man kann schon sagen – etwas entspanntes und ruhiges. Das ist noch nicht alles. Es gibt noch eine Besonderheit in „Thermae Romae Novae“.

Zum Ende jeder einzelnen Episode zeigt uns die Autorin Yamazaki persönlich einen echten Badeort, sogenannter Onsen  in Japan und dessen Besonderheit. Sie zeigt uns damit, dass sie sich für ihren Anime besonders intensiv mit Thermen auseinandergesetzt hat und ihr neu erlerntes wissen mit uns durch den Anime teilt. 

Somit ist der Thermen Anime eine erzählerische Neuerung über das alte Rom, die Badekultur in Japan verbunden mit einem Hauch von Mystery – Elementen.

Seid nicht vom Titel des Animes zurückhaltend. Gebt der Geschichte eine Chance und erlebt einen etwas „anderen“ Anime, dem punkto Wellness niemand das vitalisierende Wasser reichen kann. (12.05.2022)

Genre: Anime, Seinen

Originaltitel: Thermae Romae Novae

Produktionsland: Japan

Produktionsfirma: NAZ, Netflix

Regie: Tetsuya Tatamitani

Drehbuch: Yūichirō Momose, Marie Yamazaki (Serienkomposition)

Produktion: Junichirō Saitō

Musik: Ryo Kawasaki

Länge: ca. 25-30 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 28. März 2022

Ähnliche Titel: Nils Holgersson (1980

Quellen
https://www.imdb.com/de/title/tt13357234/

Was haltet Ihr vom „Wellness“-Anime von Marie Yamazaki? Teilt eure Gedanken zu “Thermae Romae Novae” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unser Bäderarchitekt Lucius bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Thermae Romae Novae“ von Netflix

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©Netflix

Forbidden Floor: The Home (2025)

Lesemusik:

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©LionsGate, Nathan Whitehead, Intermezzo by Richard Himber | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
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Melissa meint - Sehenswert

Ein Psychohorrofilm von dem Purge Erfinder James DeMonaco.

Mit dieser Information wurde ich direkt gecatched – auch wenn die Handlung eher nicht laut Beschreibung zu einem The Purge Film passt. Um was geht es:

Max (Pete Davidson) wurde wegen illegaler Graffiti Schmiererein zu gemeinnütziger Arbeit im Altenheim verdonnert. An seinem ersten Arbeitstag bemerkt er, dass sich u.a. die Mitarbeiter sowohl auch die Bewohner des Pflegeheimes sehr seltsam verhalten. Ihm wird zudem ausdrücklich untersagt, niemals die 4. Etage des Altenheimes aufzusuchen. Man erzählt Max, das sich dort Bewohner befinden, die ganz besondere Pflege benötigen. Max geht dem Ganzen natürlich auf die Spur und entdeckt ein Geheimnis, von dem er vielleicht nie hätte erfahren sollen.

Das besondere an „The Home“ ist die dauerhafte Anspannung mit der dichten Mystery-Atmosphäre. die sich bis zum Ende streckt. Der Film schlägt nicht mit üblichen Horrorklischees um sich – die Geschichte baut sich langsam auf, benötigt aber auch nicht viel dafür. Zu Ende schauen lohnt sich! Die Handlung bietet unerwartete Twists!

„The Home“ ist  aufgrund seiner besonderen Geschichte auf jeden Fall sehenswert.  Zudem erzeugt er dauerhaft Spannung und zum Ende hin erkennt man sogar die Handschrift von James DeMonaco. Darüber hinaus ist „The Home“ schauspielerisch überzeugend stark! Pete Davidson wirkt sehr authentisch in seiner Rolle. An seiner Seite steht John Glover der vor allem aus der Superhelden-Serie „Smallville (2001-2011) bekannt wurde.

Fazit: Ein solider Psychohorror mit einigen Purge – „Oh Mein Gott Momenten“. Konstante Anspannung kombiniert mit einer abgedrehten Story die den Zuschauer bis zum Schluss in eine Verstrickung von rätselhaften Ereignissen zieht und überraschende Wendungen bietet. (19.02.2026)

Genre: Horror, Body Horror

Originaltitel: The Home

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Lionsgate, Roadside Attractions| Miramax, BlockFilm, Man in Tree Productions

Regie: James DeMonaco

Drehbuch: James DeMonaco, Adam Cantor

Produktion: Bill Block, Sebastien K. Lemercier

Musik: Nathan Whitehead

Länge: ca. 95 Minuten

Altersfreigabe: FSK 18

Veröffentlichung: 20. November 2025  (Direct to DVD & Blu-Ray, Streaming-Dienste)

Ähnliche Titel: Wir (2019), Malignant (2021), Barbarian (2002)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Home_(2025_American_film)

Was haltet Ihr vom neuesten Werk des „The Purge“ Machers?  Teilt eure Gedanken zu “The Home” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und  die Bewohner des mysteriösen Altenheims bestimmt auch!


Trailer

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©PlaionPictures, Lionsgate

Der offizielle deutsche Trailer zu „Forbidden Floor: The Home“

Euphoria (2019)

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©HBO
derofa Durchschnittswertung
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit der Serie „Euphoria“ haben wir eine der intensivsten Dramaserie der letzten Jahre bekommen.

Die Erstausstrahlung erfolgte am 16. Juni 2019 bei HBO und in Deutschland zuerst auf Sky Atlantic.

Seit dem HBO seinen eigenen Streaming-Dienst „HBO MAX“ im Januar 2026 startete, wurden beide Staffel von „Euphoria“ in den Streaming Dienst übernommen. Die kommende 3. Staffel erscheint im April 2026 und wird auch auf HBO Max verfügbar sein.

„Euphoria“ handelt von einer Gruppe von Highschool-Schülern. Es geht vor allem um die drogenabhängige 17-jährige Rue Bennett (gespielt von Zendaya), die nach ihrem Entzug die neue Schülerin Jules Vaughn (Hunter Schafer) kennenlernt und sich mit ihr anfreundet. Die Serie thematisiert dabei vor allem die Themen Freundschaft, Sexualität, Identität, Traumata, Drogen und Liebe und wurde in den Medien auf Grund der expliziten Darstellung von Szenen mit der o.g. Thematisierung stark in Frage gestellt.

Wie wir bei derofa.de die „heiss diskutierte“ Serie fanden, könnt Ihr in unserem Test lesen.

Genre: Drama, Highschool

Originaltitel:

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: HBO

Showrunner: Sam Levison

Regie: Sam Levison

Drehbuch: Sam Levison

Produktion: Sam Levison, Drake (Rapper), A24

Musik: Labrinth

Staffeln: Staffel 01 (8 Episoden) (2019), Staffel 02 (8 Episoden) (2022)

Länge: ca. 45 – 55 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16 (Stand: 10.02.2026)

Veröffentlichung: Staffel 01 (16.10.2019), Staffel 02 (09.01.2022)

Ähnliche Titel: Tote Mädchen lügen nicht (2017 – 2020), Shameless (2011 – …), Riverdale (2017 – …),

Quellen

Wertung:  

Autor: Melissa

Verfasst am: 08. Februar 2026

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Musik zum Lesen:

Labrinth – Forever (Original Score from the HBO Series).

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©HBO | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Zwischen Rausch, Realität und der harten Suche nach dem Ich

„Euphoria“ ist eine HBO-Dramaserie, die sich sehr stark und offen mit dem Leben und Problemen von Teenagern auseinandersetzt. Die Handlung dreht sich um Rue Bennett (Zendaya), eine junge Frau, die nach einem Drogenentzug wieder in den High-School-Alltag zurückkehrt und trotzdem nicht von ihrer Sucht loskommt. Sie trifft auf die junge Jules (Hunter Schafer) und freundet sich mit ihr an.

Neben den beiden Hauptfiguren lernen wir u.a. Nate Jacobs (Jacob Elordi), Maddy Perez (Alexa Demie), Cassie Howard (Sydney Sweeney) und Kat Hernandez (Barbie Ferreira) kennen – die gemeinsam an die selbe Highschool gehen und sich zusammen  mit ihren Problemen des Erwachsenwerdens konfrontiert sehen.

Jeder Charakter hat seine eigene besondere Geschichte und diese wird uns in Häppchen präsentiert. Wie ein sehr großes Puzzle welches am Ende vollständig wird. Die Charaktere haben Schwierigkeiten ihre eigene Identität zu finden. Diese ist  mit diversen Traumata und vor allem mit Beziehungskonflikten und sozialen Spannungen in ihrer Clique geprägt.  In „Euphoria“ prallen die härtesten Aspekte des Heranwachsens aufeinander: Liebe, Gruppenzwang, Selbstzweifel und das Bedürfnis nach Akzeptanz.


Hier zu sehen: Nate, Rue, Cassie und Maddy

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Kontroverse Provokation trifft auf schauspielerischen Glanz

Für mich ist „Euphoria“ mehr als nur eine Serie – sie ist ein Erlebnis! Die schauspielerischen Leistungen sind unglaublich stark! Besonders Zendaya, die Rue mit einer Verletzlichkeit und Tiefe spielt, die wirklich ins tiefste geht! Die Chemie im Cast ist bemerkenswert und viele der Darsteller sind gerade wegen dieser Serie zu echten Stars geworden. Ein gutes Beispiel ist Jacob Elordi, der nach seinem Durchbruch in „Euphoria“ sogar mit Margot Robbie in einen großen Filmprojekt „Wuthering Heights – Sturmhöhe“, die Hauptrolle spielt. Der Film kommt im Februar 2026 in die deutschen Kinos.

Was die Serie so besonders macht, ist sein ernster Blick auf Themen, die viele andere Serien scheuen. Die explizite Darstellung von Sex, Drogen, Gewalt und psychischen Problemen hat nicht nur Fans begeistert, sondern auch Kontroversen ausgelöst. So wurde die Serie von den Medien wegen der intensiven Darstellung von Drogen und Sexualität unter Teenagern kritisch gesehen.

Einige Kritiker werfen der Serie vor, sie würde Teenager-Leben ungesund „glamourisieren“, während andere betonen, dass genau diese Offenheit dem Publikum einen echten Einblick in reale Probleme zeigt. Die Schauspielerin Sydney Sweeney hat beispielsweise öffentlich erklärt, dass die Serie das Publikum bewusst zum Nachdenken anregen soll. [1]

Inhaltlich erinnert Euphoria sicherlich auch wegen der Mischung aus Chaos, Grenzüberschreitungen und schwarzem Humor stark an die US-Serie „Shameless,“ nur eben aus der Perspektive einer Teenager-Generation. Hier geht es nicht nur um Party und Drama, sondern um die Beziehungen zwischen den Charakteren. Da steckt so viel mehr Tiefe drinnen, als man anfangs vielleicht annehmen würde..


Rue scheint dem ganzen zu zustimmen.

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Schockmomente und bittere Realität des Erwachsenwerdens

Gerade diese Aspekte machen die Serie für mich so fesselnd. Man leidet mit, man ärgert sich, man freut sich und oft ist man einfach sprachlos – denn die Handlung wirkt oft traumatisierend auf den Zuschauer, da man vieles nicht erwartet. Diese Geschichte trifft einen mitten ins Herz und lässt einen vollkommen sprachlos zurück.

Ich habe Staffel für Staffel regelrecht gesuchtet, weil jede Folge immer wieder neue emotionale Tiefpunkte oder überraschende Wendungen bereithält. Sie zeigt auf mitreißender Weise wie schwierig das Erwachsenwerden sein kann. Vor allem in einer Zeit in der Soziale Medien fast alles kontrollieren. Vor allem Teenager leiden darunter.

Die dritte Staffel wurde offiziell für April 2026 auf HBO Max angekündigt und soll die Figuren fünf Jahre älter zeigen, also nach ihrer High-School-Zeit. Wir dürfen gespannt sein.


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Extra Futter

Zwischen der ersten und zweiten Staffel wurden zwei einstündige Spezialfolgen veröffentlicht.  Diese entstanden als Überbrückung während der COVID-19-Pandemie und beleuchten die Geschichte der Hauptfiguren Rue und Jules nach ihrem dramatischen Abschied am Bahnhof.

Rue’s Folge

Rue trifft sich am Heiligabend in einem Diner mit ihrem Mentor Ali. Die Folge besteht fast ausschließlich aus einem tiefgründigen Dialog über Sucht, Verlust und die Hoffnung auf Besserung.

Jules Folge

Diese Episode beleuchtet Jules Perspektive innerhalb einer Therapiestunde. Sie reflektiert ihre Beziehung zu Rue sowie ihre Sicht auf Weiblichkeit.

Beide Folgen sind bei HBO Max verfügbar.


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Fazit – Diskussionswürdig, aber brillant

Insgesamt ist „Euphoria“ für mich eine der intensivsten Dramaserien der letzten Jahre. Visuell sehr stark, schauspielerisch extrem gut und emotional oft an der Grenze – wir waren oft den Tränen nahe.

Für Fans von tiefgehenden, dramatischen Serien ist „Euphoria“ eine absolute Must-See-Serie und ich freue mich schon sehr auf die nächste Staffel im April.

Ihr fragt euch wahrscheinlich warum diese grandiose TV-Show  keine 10/10 erhalten hat? Ich habe der Serie einen Punkt abgezogen, da die letzte Staffel sich zum Ende hin etwas gezogen hat und den Flow den sie Anfangs gehabt, zum Ende hin verloren hatte.

Das schadet der Serie kaum – 9/10 herausragend!

Zum Schluss teilt Rue noch ihre Gedanken mit uns….

Ich bin nicht die Protagonistin in meiner eigenen Geschichte. Ich bin nur eine Randnotiz in der Geschichte von jemand anderem.Rue Bennet

Was haltet Ihr von der kontrovers diskutierten Serie? Teilt eure Gedanken zu “Euphoria” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unsere Clique der East High End Highschool bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu “Euphoria”.

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HBO