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Captain America: The First Avenger (2011)

Lesemusik:

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Titel: Captain America: The First Avenger, Main Theme by Alan Silvestri | ©Disney | ©Marvel Music, Inc. | ©Universal Music Group | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 6/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 6/10
6/10

Jannik meint - ganz gut

„Captain America: The First Avenger“ ist nach chronologischer Reihenfolge der Haupthandlungen der erste Spielfilm des „Marvel Cinematic Universe“.[1] Das gilt trotz zahlreicher Sequels auch noch im Jahre 2026.

Was die eigentliche Veröffentlichung angeht, war der Film mit Chris Evans in der Hauptrolle bereits der fünfte, nachdem das MCU im Jahre 2008 mit Jon Favreaus legendärem „Iron Man“ seinen Anfang nahm und im selben Jahr mit „Der unglaubliche Hulk“ so grün wie brachial fortgesetzt wurde.

Das Sequel „Iron Man 2“ folgte dann 2010 und der gar nicht mal so hammermäßige, aber solide „Thor“ im selben Jahr des Captains. Der amerikanische Patriot erblickte nämlich am 19. Juli 2011 mitsamt seines ikonischen Schildes das Licht der Welt. Abgeschlossen wurde diese „Phase eins“ der sogenannten „Infinity Saga“ am 11. April 2012 mit der heiß erwarteten Konklusio „Marvel’s The Avengers“.

„The First Avenger“ jedenfalls bietet in seiner Expositionsphase zu Beginn wirklich gute und vielversprechende Story-Elemente. Es ist spannend, dem motivierten Steve Rogers zu folgen, dessen Körperkraft zwar mikrig ist, durch seinen unermüdlichen Kampfgeist jedoch mehr als aufgewogen wird. Dadurch kamen ikonische Szenen zustande (wie etwa die, die mit einer Granate zu tun hat), die uns wirklich gerührt haben.

Im Verlauf des Films weicht diese wunderbare Einführung jedoch zunehmend auf und wird sukzessive durch 0815-Action ersetzt. Das ist deshalb so schade, weil die zugrundeliegenden Elemente der Geschichte eigentlich viel Stoff für Tiefgang bieten. So wie etwa die politischen Machtspiele rund um Hydra, die fiktive Wissenschaftsdivision des Dritten Reichs.[2]

Anspruchsvolle Zuschauer müssen das in „The First Avenger“ leider in Kauf nehmen und manches Mal ihr Hirn ausschalten. Doch versteht uns nicht falsch. Gegen Action-Szenen haben wir grundsätzlich nichts einzuwenden – wenn sie gut gemacht sind. Das Problem ist, dass sich der erste Captain-America-Film hier leider auch nur im uninspirierten Mittelfeld befindet.

Insgesamt bleibt der ganz gute Marvel-Film, der handlungstechnisch Phase eins einläutete, also eine Mischung zwischen vielversprechender Prämisse, wirklich gutem, aber nicht vollständig ausgeschöpftem Story-Potenzial und durchschnittlicher Popcornkino-Action.

(30. Juni 2019 | 5. April 2026)

Genre: Abenteuer, Action, Comic, Science-Fiction, Superhelden

Originaltitel: Captain America: The First Avenger

Produktionsland: USA

Studio | Vertrieb: Marvel Studios | Paramount Pictures

Regie: Joe Johnston

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely

Comicvorlage: Captain America (1940) von Joe Simon, Jack Kirby

Produktion: Kevin Feige

Kamera: Shelly Johnson

Musik: Alan Silvestri

Länge: ca. 124 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 19. Juli 2011 (Premiere) | 18. August 2011 (Kinostart DE)

Universum: Marvel

Vorgänger: Thor (2011) (nach Erscheinungsjahr) | Kein Film (nach Handlungsjahr)

Nachfolger: Marvel’s The Avengers (2012) (nach Erscheinungsjahr) | Captain Marvel (2019) (nach Handlungsjahr)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Captain_America:_The_First_Avenger | https://en.wikipedia.org/wiki/Captain_America:_The_First_Avenger | https://www.imdb.com/de/title/tt0458339/reference/

Was haltet Ihr vom geschichtlichen Start des legendären MCU? Wer ist Euer Lieblingssuperheld? Teilt Eure Gedanken zu „The First Avenger“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der von „Achtung, links!“ kommende Captain bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Captain America: The First Avenger“.

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©Walt Disney Pictures | ©Marvel Studios

Toy Story 2 (1999)

Lesemusik:

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©Pixar | ©The Boys Are Back In Town, Thin Lizzy, 1976, Mercury Records Limited | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 10/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Jannik meint - Lieblingsfilm

Nachdem 1995 mit dem innovativen Erstling „Toy Story“ die Revolution des modernen Animationskinos begann, trat „Toy Story 2“ im Jahr 1999 die Nachfolge an. Der damalige Pixar-Chef John Lasseter nahm erneut auf dem Regiestuhl Platz und justierte unter Mithilfe seiner kreativ-verspielten Crew einfach alles richtig.

Auf technischer Seite wurden die Möglichkeiten noch weiter ausgereizt. So sahen die Charaktermodelle noch plastischer, noch natürlicher und damit insgesamt noch realistischer aus. Dadurch war der raue und manchmal unheimliche Ton des ersten Teils (Stichwort Uncanny-Valley-Effekt) ganz plötzlich verflogen.

Auf Handlungsebene wurde mit einer Mischung aus rasant und herzlich stimmig weitergeführt. Diesmal verschlägt es die Spielzeugfamilie in die Fänge eines kleinen, moppeligen Mannes. Dieser will Cowboy Woody mitsamt der neuen, hervorragend ambivalent geschriebenen Figuren Jessie (Cowgirl), Bullseye (Pferd) und Stinky Pete (Goldgräber) an ein Museum nach Japan verkaufen.

„Toy Story 2“ thematisiert dabei wichtige Werte wie Durchhaltevermögen, Einfühlungsvermögen, Kampfgeist, wahre Freundschaft und Zusammenhalt. Werte, die nicht nur die Kleinen, sondern auch die kindgebliebenen Erwachsenen spüren können. So stellt der Pixar-Film die Protagonisten nicht selten vor schwere Entscheidungen, in die sich die ganze Familie versetzen kann.

Für mich persönlich ist „Toy Story 2“ darüber hinaus ein absoluter Kindheitsfilm, der mich in eine völlig andere Welt abtauchen ließ. Ich wollte unbedingt die Spielzeuge haben, um weitere Abenteuer zu Hause zu erleben und um die Geschehnisse nachspielen zu können. Die geniale Prämisse des ersten Teils, Spielzeuge zum Leben zu erwecken und in ihrer eigenen Lebenswelt zu zeigen, ließ sich auf einer Metaebene hervorragend in meine eigene kleine Welt im heimischen Kinderzimmer übertragen.

Die Spielzeuge waren echt! Als ich mit ihnen spielte, waren sie zwar leblos, wurden jedoch durch meine Fantasie zum Leben erweckt. Und wenn ich nicht da war, waren sie ganz bestimmt genauso lebendig wie im Film und erlebten ihre ganz eigenen Abenteuer.

Auch durch diese persönliche Verbindung, mit der ich sicher nicht alleine war, wurde „Toy Story 2“ zu meinem Favoriten und unumstößlichen Maßstab im Genre des Animationskinos, den bis heute kein anderer Film vom Thron stoßen konnte.

Insgesamt ist er ein besonders wertvoller Computeranimationsfilm, der durch Tiefgang überzeugte und für viele Fans nur durch seinen Nachfolger „Toy Story 3“ (2010), der erst elf Jahre später folgen sollte, noch übertroffen werden konnte.

(27. Juni 2019 | 1. April 2026)

Genre: Animation, Computeranimation

Originaltitel: Toy Story 2

Produktionsland: USA

Studio | Vertrieb: Pixar Animation Studios | Buena Vista Pictures Distribution

Regie: John Lasseter

Drehbuch: Andrew Stanton, Rita Hsiao, Doug Chamberlin, Chris Webb

Idee: John Lasseter, Pete Docter, Ash Brannon, Andrew Stanton

Produktion: Helene Plotkin, Karen Robert Jackson

Musik: Randy Newman

Länge: ca. 92 Minuten

Altersfreigabe: FSK 0

Veröffentlichung: 13. November 1999 (Premiere) | 3. Februar 2000 (Kinostart DE)

Universen: Pixar | Toy Story

Vorgänger: Toy Story (1995)

Nachfolger: Die Monster AG (2001) | Toy Story 3 (2010)

Ähnliche Titel: Spider-Man: A New Universe (2018)Toy Story 4 (2019) | Aya und die Hexe (2020) | Lightyear (2022)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Toy_Story_2 | https://en.wikipedia.org/wiki/Toy_Story_2 | https://www.imdb.com/de/title/tt0120363/reference/

Was haltet Ihr vom zweiten Leinwandabenteuer der Spielzeug-Gang? Welcher Film hat Eure Kindheit geprägt? Teilt Eure Gedanken zu „Toy Story 2“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Captain Buzz Lightyear bestimmt auch. Wenn es denn der Echte ist!


Trailer

Der offizielle Trailer zu „Toy Story 2“

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©Disney | ©Pixar

Detektiv Conan – Film 22 – Zero der Vollstrecker (2018)

Lesemusik:

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Titel: Opening + Action Theme (OST) | ©Kazé | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 5.5/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 5.5/10
5.5/10

Jannik meint - geht so bis ganz gut

Seit 1997 veröffentlicht Toei Animation jedes Jahr einen Kinofilm zum Erfolgsanime „Detektiv Conan“. Auch im Jahr 2018 blieb das Studio dieser Linie treu und lieferte mit „Zero der Vollstrecker“ den inzwischen 22. Film des Franchises, der in Deutschland am 25. Juni 2019 in den Kinos startete.

Das Produktionskomitee blieb der typischen Formel insgesamt treu. So besteht „Zero der Vollstrecker“ erneut aus einem Erklärungsintro, untermalt von der nostalgieauslösenden Titelmelodie, und lässt die Ereignisse des Original-Manga Revue passieren, um alle Zuschauer abzuholen und auf den gleichen Stand zu bringen.

Diesmal haben sich die Produzenten für ein modernes Szenario rund um Cyberkriminalität entschieden, was vermutlich kein leichtes Unterfangen war.

So macht es „Zero der Vollstrecker“ uns Zuschauern bereits zu Beginn nicht leicht und kommt schier überkomplex daher. Viel Fachgesimpel und Begriffe wie „Sicherheitspolizei“ oder juristische Termini erschweren trotz aller oder gerade wegen der vielen Erklärungen den Zugang. Der Aufbau der polizeilichen und gerichtlichen Strukturen in Japan beeinträchtigt schnell die Übersicht. So entsteht der Eindruck, die Produzenten hätten sich in diesem komplizierten Konstrukt ein Stück weit selbst verloren.

Außerdem wird sehr viel geredet, was für einen Detektiv-Conan-Film nicht ungewöhnlich ist, jedoch aufgrund der Masse an Informationen uns Zuschauern zusätzlich erschwert, einen wirklichen roten Faden zu erfassen.

Hinzu kommt eine gewisse Eintönigkeit in seiner Welt, denn Zero wechselt selten die Schauplätze und wirkt daher ziemlich undynamisch.

Darüber hinweg täuschen kann auch nicht der serientypische Humor und die traditionelle Action-Einlage im Finale, die unter dem Motto „Extra-unrealistisch“ sogar noch drüberer wirkt als gewohnt.

Diese Kritikpunkte könnte man verzeihen, wenn das große Ganze stimmig wäre. Anderen Filmen des Franchises wie „Das Phantom der Baker Street“ oder „Der elfte Stürmer“ – aber auch aktuelleren wie „Der purpurrote Liebesbrief“ – kann der 22. Film jedoch in seiner Wirkmächtigkeit nicht die Lupe reichen.

Insgesamt ist „Zero der Vollstrecker“ kein Totalausfall der Marke, dümpelt jedoch in Sphären der Durchschnittlichkeit umher, da schlicht erinnerungswürdige Momente fehlen.

(25. Juli 2019 | 22. März 2026)

Genre: Anime, Shōnen

Originaltitel: Meitantei Conan: Zero no Shikkōnin (Transkription)

Produktionsland: Japan

Studio | Vertrieb: TMS/V1 Studio | Toho Company, Ltd.

Regie: Yuzuru Tachikawa

Drehbuch: Takeharu Sakurai

Mangavorlage: Detektiv Conan (Gosho Aoyama)

Produktion: Keiichi Ishiyama, Shūhō Kondō, Yoshihito Yonekura

Kamera: Jin Nishiyama

Musik: Katsuo Ōno

Länge: ca. 110 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 13. April 2018 (Premiere) | 25. Juni 2019 (Kinostart DE)

Universum: TMS

Vorgänger: Detektiv Conan – Film 21 – Der purpurrote Liebesbrief (2017)

Nachfolger: Detektiv Conan – Film 23 – Die stahlblaue Faust (2019)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Case_Closed:_Zero_the_Enforcer | https://www.imdb.com/de/title/tt7880466/reference/ | https://conanwiki.org/wiki/Film_22

Was haltet Ihr vom 22. Leinwandausflug des kleinen, aber ganz großen Detektivs? Welcher Film ist Euer Favorit? Teilt Eure Gedanken zu „Zero der Vollstrecker“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die Männer in Schwarz bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche „Kino“-Trailer zu „Zero der Vollstrecker“

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©Kazé

jerks. (2017 – 2023)

Lesemusik:

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Titel: jerks. Season 3 (OST) | ©Studio Bonaparte | ©Tobias Jundt | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 10/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Jannik meint - Lieblingsserie

„jerks.“ ist eine zum Fremdschämen gute deutsche Serie, die eine Grenzüberschreitung nach der anderen abfeiert.

Die peinlichsten Momente und Konstellationen aus dem Leben zu erfassen, nachzuspielen und dabei ohne Rücksicht regelrecht darin herumzupulen, scheint nicht nur Christian Ulmens Absicht, sondern Auftrag!

Selbst schrieb der Regisseur an den Büchern ab Staffel 2 mit, während Ulmen-Vertrauter Johannes Boss, seines Zeichens zwischen 2009 und 2018 Headwriter für Ulmens Produktionsfirma „Ulmen Television“, als einziger Autor an den Drehbüchern aller bisher veröffentlichten Staffeln mitwirkte. Übrigens handelt es sich bei „jerks.“ um eine Adaption der dänischen Comedy-Serie „Klovn“.[1]

Eine der größten Stärken der Dramedy ist die Selbstironie der Darsteller, die allesamt mit ihren Klarnamen auftreten. So spielen sie sich mehr oder weniger selbst. Positiv verwirrend für den Zuschauer ist dabei, dass nicht ersichtlich ist, welche Elemente fiktiv sind und welche realen Bezug haben. Verstärkt wird dieser Eindruck durch den in jeder Episode wiederkehrenden Hinweis, die Serie basiere auf wahren Begebenheiten.

Darüber hinaus ist die Improvisation der Darsteller ohne ein zu stark vordefiniertes Skript eine absolute Meisterleistung. Gerade Ulmen und vor allem Fahri Yardim fördern immer wieder teils zynische Konversationen zutage, die nur durch Impro-Schauspiel überhaupt entstehen konnten. Der Darsteller dazu selbst im Making-of:

Was bei Impro rauskommt kannst du nicht schreiben!Fari Yardim

Und es ist wirklich schwarzhumorig mit verstörendem Beigeschmack, welche gesellschaftlichen Tabubrüche die beiden immer wieder begehen und vor allem welche Konsequenzen daraus resultieren.

Der Fremdschampegel steigt immer wieder nicht nur ins Bodenlose, sondern schonungslos bis ins Unermessliche. Oft will man einfach nur, dass es aufhört, und weiß nicht, ob man weinen oder lachen soll. Ulmens Serie bietet über ihre aktuell vier Staffeln so viel Unbehagen und so viele belustigende Glanz-Momente.

Erträgt man anfangs durch das bloße Unwohlsein nur wenige Episoden am Stück, entwickelt sich irgendwann eine süchtig machende Sogwirkung. Man kann nicht mehr wegsehen.

Die größten Schwächen zeigt „jerks.“ dort, wo die Serie versucht, ernst und oder glaubwürdig zu sein. Durch die Absurdität, beinahe absichtliche Dummheit oder das selbstzerstörerische Verhalten der Protagonisten wirken die Konsequenzen und Resultate häufig konstruiert. Das ist aber nie etwas, was „jerks.“ so wirklich schadet. Die Schauspieler und Rollen bleiben trotzdem nahbar. Trotz ihrer offensichtlichen Macken oder gerade wegen dieser liebenswerten Verschrobenheit möchte man immer weiterschauen.

Insgesamt ist „jerks.“ so ein außergewöhnliches Fremdscham-Abenteuer mit extrem hohem Wiedererkennungswert und schafft als Fettnäpfchen-Comedy der Extraklasse, das Kunststück, eine absolute Ausnahme in der deutschen Serienlandschaft zu sein.

(21. Dezember 2022)

Genre: Dramedy, Deutsch, Schwarze Komödie

Originaltitel: jerks.

Produktionsland: Deutschland

Studio | Vertrieb: Talpa Germany (S1-3), Pyjama Pictures (S4-5) | Maxdome, Joyn

Showrunner: Christian Ulmen

Idee: Casper Christensen, Frank Hvam

Vorlage: Klovn (2005-2025)

Executive Producer: Carsten Kelber, Karsten Roeder, Casper Christensen, Frank Hvam, Daisy Rosemeyer, Christian Ulmen

Kamera: Florian Licht

Musik: Studio Bonaparte

Staffeln: Staffel 1 (10 Episoden) | Staffel 2 (10 Episoden) | Staffel 3 (10 Episoden) | Staffel 4 (12 Episoden) | Staffel 5 (10 Episoden)

Länge: ca. 19-27 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16

Erstveröffentlichung (Streaming): 26. Januar 2017 (Staffel 1) | 29. März 2018 (Staffel 2) | 18. Juni 2019 (Staffel 3) | 23. Dezember 2020 (Staffel 4) | 2. Februar 2023 (Staffel 5)

Ähnliche Titel: Stromberg (2004-2012), Klovn (2005-2025), Pastewka (2005-2020), Die Discounter (2021-2024), Intimate (2023-…), Player of Ibiza (2024)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Jerks. | https://www.imdb.com/de/title/tt6071060/reference/ | Altersfreigabe: https://www.amazon.de/Jerks-Staffel-1-3-bis-DVD/dp/B0815C3J4Y

Was haltet Ihr von der grenzüberschreitenden Serie, die Spießern zweifelsohne die Schamesröte ins Gesicht treibt? Scheißt Ihr auf gesellschaftliche Tabus?

Die deutsche Medienlandschaft wird übrigens aktuell von Negativschlagzeilen dominiert, was in Anbetracht der heiklen Themen, die „jerks.“ behandelt, irgendwie ironisch ist. Christian Ulmen wird von seiner Ex-Frau Collien Fernandes im Magazin „Spiegel“ vorgeworfen, sie jahrelang „virtuell vergewaltigt“ zu haben.

Die Berichterstattung überschattet auch Ulmens Werk: Die Serie wurde mittlerweile vom Streamer „Joyn“ entfernt. Und jetzt Ihr: Teilt Eure Gedanken zu „jerks.“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Fari bestimmt auch!


Trailer

Die offiziellen Trailer zu Staffel 1-4

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©JOYN | ©MAXDOME

Der offizielle Trailer zur finalen fünften Staffel

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©JOYN

 

 

Longlegs (2024)

Lesemusik:

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©SaturnFilms, Studio Neon
  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Als wir das erste mal von „Longlegs“ gehört haben,, wuchs die Neugier. Als wir dann erfuhren das Nicholas Cage eine Hauptrolle in diesem Horrorfilm übernimmt, wollten wir mehr erfahren.

Die Vermarktung des Film wurde bewusst so gelegt, dass man z.B. Nicolas Cage in keinem Trailer oder Poster komplett gezeigt hat. Man hörte nur seine Stimme oder sah vage Umrisse, um die Neugier auf sein „monströses“ Aussehen zu maximieren.

Genauso wenig zeigte uns der Trailer klassische Jump-Scares sondern verstörende Notrufe die mit körnigen Bildern dargestellt wurden. Der gewählte Stil von Oz Perkins für „Longlegs“ sollte dadurch schon angeteasert werden.

Ob das „Slow-Burn“-Marketing erfolgreich war und ob uns „Longlegs“ neues Film-Futter zeigen konnte, erzählen wir euch in dieser Kritik auf der rote Faden,

Genre: Horror, Horrorthriller, Mysterythriller, Psychothriller, Übernatürliches

Originaltitel: Longlegs

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Saturn Films, Range Media Partners, Oddfellows Pictures, Traffic, Studio Neon

Regie: Oz Perkins

Drehbuch: Oz Perkins

Produktion: Nicholas Cage, Dave Caplan, Chris Ferguson, Dan Kagan, Brian Kavanaugh-Jones

Musik: Elvis Perkins

Länge: ca. 102 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 8. August 2024 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Get Out (2017), Wir (2019), Antebellum (2020), Him – Der größte aller Zeiten (2025), Heretic (2024), Conjuring Universum

Quellen
©https://de.wikipedia.org/wiki/Longlegs

 

Wertung:    

Autor: Melissa

Verfasst am: 16. August 2024; 22.03.2026

Lesezeit: ca. 4 Minuten (Direkt zum Fazit)

Die Handlung – Ein Satanisches Puzzle

In den 1990er Jahren kommt es zu mehreren ungelösten und mysteriösen Mordfällen, die Oregon seit Jahrzehnten erschüttert. Die junge FBI-Agentin Lee Harker soll dem auf die Spur gehen und die ungelösten Fälle untersuchen.

Obwohl an den Tatorten nie ein Eindringling gefunden wurde, hinterlässt der vermeintliche Täter, der sich selbst „Longlegs“ nennt, kryptische Botschaften mit satanischen Symbolen. Während die FBI-Agentin versucht, die rituellen Muster und okkulten Zusammenhänge der Taten zu entschlüsseln, stößt sie auf eine erschreckende persönliche Verbindung zu dem Gesuchten.

Was als klassische Serienkiller-Jagd beginnt, entwickelt sich schnell zu einem beklemmenden Albtraum, in dem die Grenzen zwischen polizeilicher Ermittlung und übernatürlichem Terror ineinander verschwimmen.


Die FBi Agentin Lee Harker ist schockiert von den grausamen Morden des „Longlegs“-Killers.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Die Ästhetik des Unbehagens

Dieser Film ist ein wahrhaftig stilistischer Überflieger.
Schon zur ersten Szene hin, wird durch die 4:3 Darstellung ein 90er Jahre Flair suggeriert, um die Zuschauer mehr in das Geschehen einzubinden. Dieser Stil wechselt immer mal wieder zu 16:9 und zurück, je nach Zeitepoche. Wir lieben es! Regisseur Oz Perkins spielt meisterhaft mit verschiedenen Bildformaten.

Es ist ein cineastisches Highlight und verleiht der Handlung einen Old-School-Flair den man beispielsweise gut mit Crime-Serien wie „True Detektiv“ oder dem legendären Film „Das Schweigen der Lämmer“ aus dem Jahr 1991 vergleichen kann. Es ist das gewisse Etwas das den Film so brilliant macht. Was gibt es weiteres an diesem Film was uns so ins Auge gestochen hat?

Der Film setzt weniger auf plumpe Jump-Scares, sondern auf ein konstantes und tiefes Unbehagen. Durch ungewöhnliche Kameraeinstellungen (oft statisch oder mit viel leerem Raum) und einem beklemmenden Sounddesign, fühlt man sich als Zuschauer nie sicher.


Durch die Kameraeinstellungen ist die Angst allgegenwärtig.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Nicholas Cage erneut in Höchstform

Seine Darstellung des Killers wird als einer der gruseligsten Auftritte seiner Karriere gefeiert. DerSpecial Effects Make-up )kurz SFX-MakeUp) verlangte sehr viel Zeit. Nicholas Cage ist unter einer dicken Schicht von Prothesen kaum wiederzuerkennen. Für seine Rolle habe er eine sehr spezielle und verstörende Stimme genutzt bzw. „gespielt“. Sein Aussehen wurde Anfangs durchs Marketing bewusst geheim gehalten, um den Schockmoment im Kino zu maximieren. Wir können bestätigen – Das hat funktioniert!

Cage ist in seiner Rolle nicht wiederzuerkennend. Man bekommt es in seiner Gegenwart mit der Angst zu tun. Ihm möchte man nicht alleine im dunklen Wald treffen – oder was meint ihr? Er spielt seine Psychopathen-Rolle sehr authentisch und überaus überzeugend gut.

Auch seine Filmpartnerin Maika Monroe zeigt schauspielerisch eine Authentizität, bei der wir sogar mitfühlen müssen, wenn sie Schwierigkeiten hat ihren Fall zu lösen und ihr immer wieder Stolpersteine in den Weg gelegt werden. Sie ist eine FBI-Agentin die mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen hat. Exzellentes Schauspiel!



Agentin  Harker ist auf der Suche nach dem „Longlegs“-Killer.

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©SaturnFilms, Studio Neon


Fazit – Ein Okkulter Albtraum

Zugegeben Anfangs haben wir lange gebraucht um den Meilenstein in „Longlegs“ zu erkennen. Der Film setzt zu Beginn auf einen entschleunigten Einstieg. Das macht die Handlung nicht langatmig, aber man fühlt sich als Zuschauer beinahe hinters Licht geführt? Warum das? Der Film suggeriert fast in jeder Szene – „Gleich kommt Etwas!“. Denn „Longlegs“ spielt nämlich mit unseren Erwartungen und das dauerhaft!

Wir können euch sagen: Dranbleiben lohnt sich! Denn dieser Psychohorror entfaltet seine volle Wucht erst spät, und lässt euch dann aber garantiert nicht mehr los. „Longlegs“ ist ein Unikat was es so in der Filmbranche selten zu sehen gibt.

Neben „Smiley 2 – Siehst du es auch?“ oder „The Substance“ war „Longlegs“ einer unserer Film-Highlights des Horrorgenres aus dem Jahr 2024.


Mit Abstand die gruseligste Rolle von Nicholas Cage.

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©SaturnFilms, Studio Neon

Was haltet Ihr von dem Okkulten-Film aus der Feder von Oz Perkins? Gehört „Longlegs“ zu einer der Horrorfilmsensationen 2024? Teilt eure Gedanken zu „Longlegs“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der Longlegs-Killer bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle englische Trailer von „Longlegs“.

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©SaturnFilms, Studio Neon

The Midnight Man (2016)

Lesemusik:

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©IFC, Universum Film
  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Melissa meint - Geht So

Jumanji trifft auf Horror. Um was geht es in „The Midnight Man?“

In dem 2016 erschienen Horrorfilm beschwören Alex und ihr Freund Miles durch ein rituelles Spiel eine sadistische übernatürliche Entität in einem alten Herrenhaus. Sie müssen bis 3:33 Uhr morgens überleben, während der Midnight Man ihre tiefsten Ängste gegen sie verwendet und die Regeln manipuliert.

Der Film ist ein Remake des irischen Films „The Midnight Game“ aus dem Jahr 2013.

Fallen wir mit der Tür ins Haus. Eines der Besonderheiten in dem Film ist der Auftritt von Robert Englund. Die Horror-Fanatiker unter euch, werden bei dem Namen direkt hellhörig. Robert Englung ist nämlich vor allem bekannt durch die Nightmare on Elmstreet Filme, in der er die Rolle von Freddy Krueger übernimmt. Nur leider ändert das nichts an der zähen Handlung.

Es geht um ein Horrorspiel – ein Spiel um Leben und Tod. Ähnlich wie bei Jumanji aus dem Jahr 1995. Wenn ihr dieses Spiel zu spielen beginnt, gibt es kein zurück mehr.

Der Film startet richtig gut und spannend, doch er wird zur Hälfte hin dann leider etwas fad und eintönig. Schade, ein Horror-Jumanji-Film hatte definitiv Potenzial. (17.06.25; 21.03.2026)

Genre: Horror, Mystery

Originaltitel: The Midnight Man

Produktionsland: USA, Kanada

Vertrieb | Studio: Independent Film Company; Universum Film

Regie: Travis Zariwny

Drehbuch: Travis Zariwny, Rob Kennedy

Produktion: Jeff Beesley, Cassian Elwes, Frankie Lindquist

Kamera: Gavin Kelly

Länge: ca. 93 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 9. März 2018 (Direct-To-Video)

Ähnliche Titel: Candyman (2021), Heretic (2024), Hidden – Die Angst holt dich ein (2015), Forbidden Floor: The Home (2025)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Midnight_Man_(2016_horror_film)

Was haltet Ihr vom Horror-Film ala Jumanji? Teilt eure Gedanken zu „The Midnight Man“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Robert Englund bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle englische Trailer zu „The Midnight Man“.

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©IFC

Dragon Ball FighterZ (2018)

Lesemusik:

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Titel: Dragon Ball FighterZ – West City (Stage) (OST) (2018) | ©Bandai Namco |Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 7/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Jannik meint - spielenswert

„Dragon Ball FighterZ“ ist ein solider Fighting-Titel, der technisch sowie stilistisch hervorragend umgesetzt wurde und mit einem für das Genre ungewöhnlich umfangreichen Story-Modus punkten kann.

So wurde der visuelle Stil der Zeichentrickwurzeln hervorragend eingefangen, mit Cel-Shading-Optik kombiniert und mit der Technik der Unreal Engine 4 gekreuzt. Die Geschichte ist exklusiv für das Spiel entwickelt worden und führt den neuen Cyborg-Charakter C21 ein.

Leider flacht als Wermutstropfen die Handlung ab dem dritten Abschnitt stark ab und beginnt, sich repetitiv zu wiederholen.

Insgesamt bleibt der Prügler „FighterZ“ dennoch ein spielenswertes Videospiel im „Dragon Ball“-Universum, welches Fans des Franchise alleine wegen der Ergänzung der Story unbedingt gespielt haben sollten.

(23. Juni 2019 | 21. März 2026 | Testplattform: PS4)

Genre: Fighting

Originaltitel: Dragon Ball FighterZ

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Arc System Works | Bandai Namco Entertainment

Game Director: Junya C Motomura

Musik: Toshiyuki Kishi, Hiromi Mizutani, Kenji Katoh, Reno

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler

Spielzeit: ca. 12 Stunden (Hauptstory), ca. 22 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 50 Stunden (100%)

Sprache: Japanisch, Englisch | DE Texte

Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X, Nintendo Switch, PC (Stand: 21.03.2026)

Altersfreigabe: USK 12

Erstveröffentlichung: 26. Januar 2018 (weltweit)

Universum: Dragon Ball

Vorgänger: Dragon Ball Fusions (2016)

Nachfolger: Dragon Ball Z: Kakarot (2020)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Dragon_Ball_FighterZ | https://en.wikipedia.org/wiki/Dragon_Ball_FighterZ | https://www.imdb.com/de/title/tt7864608/reference/ | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/game/48211

Was haltet Ihr vom 2.5D-Fighting-Game des Entwicklerstudios Arc System Works? Ein echter „Budokai 3“-Konkurrent? Teilt Eure Gedanken zu „Dragon Ball FighterZ“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Namekianer Piccolo bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche „E3“-Trailer aus dem Jahr 2017.

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©Bandai Namco | ©PlayStation DACH

Der offizielle deutsche „Story“-Trailer.

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©Bandai Namco | ©PlayStation DACH

Der offizielle deutsche „Eine verbotene Geschichte“-Trailer von der Tokyo Game Show.

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©Bandai Namco | ©PlayStation DACH

Fahrenheit 11/9 (2018)

Lesemusik:

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©DOROTHY | ©Weltkino Filmverleih | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 9/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Jannik meint - herausragend

In „Fahrenheit 11/9“ setzt sich der politisch links stehende und umstrittene Regisseur Michael Moore mit der US-amerikanischen Politik und vor allem mit Machthaber und Präsident Donald J. Trump auseinander.[1]

In seiner Dokumentation beleuchtet er den Aufstieg von Trump kritisch. Andere Kernthemen sind das US-Waffengesetz, Korruption und die humanitäre Katastrophe des mit Blei verschmutzten Trinkwassers der Stadt Flint im US-Bundesstaat Michigan (Moores Geburtsort).[2]

Wirklich neutral ist er dabei nicht. Er zeigt im Grunde nur seine Seite. Er belegt und untermauert dabei seine Ansichten jedoch mit guten Argumenten und bleibt insgesamt meist sachlich.

Enthalten sind allerdings auch Sequenzen, in denen Moore eine einseitige Betrachtung vornimmt. Damit beraubt er sich selbst völlig unnötig seiner Integrität. So wirkte der Blick auf das Verhältnis von Trump zu seiner Tochter Ivanka konsturiert und mehr interpretiert als faktenbasiert.

Auch die Mitschnitte von rassistischen Äußerungen in der US-amerikanischen Gesellschaft, inszeniert als Supercut, sind eben nur Meinungen von Einzelpersonen und damit ein Paradebeispiel für Cherry-Picking und Framing. Hier werden weiße Menschen unter üblen Generalverdacht gestellt.

Dennoch ist „Fahrenheit 11/9“ insgesamt definitiv eine sehr sehenswerte und spannende Doku geworden. Denn sie ist dazu geeignet, einen Diskurs anzustoßen, und stellt die richtigen Fragen.

Letztendlich herrscht beim Genre der politischen Dokumentarfilme immer ein schmaler Grat zwischen Aktivismus mit eigener Agenda und Journalismus mit konsequent sachlichem Betrachtungswinkel. Ein ungeschriebenes Gesetz, dem sich auch Moore nicht vollständig entziehen kann.

Genre: Dokumentation, Politik

Originaltitel: Fahrenheit 11/9

Produktionsland: USA

Vertrieb | Studio: Briarcliff Entertainment | Midwestern Films, Dog Eat Dog Films, State Run Films

Regie: Michael Moore

Drehbuch: Michael Moore

Produktion: Michael Moore, Carl Deal, Meghan O’Hara

Kamera: Luke Geissbühler, Jayme Roy

Länge: ca. 128 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 6. September 2018 (Premiere) | 17. Januar 2019 (Kinostart DE)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_11/9 | https://en.wikipedia.org/wiki/Fahrenheit_11/9 | https://www.imdb.com/de/title/tt8632862/reference/?ref_=nv_sr_srsg_3_tt_8_nm_0_in_0_q_fahrenheit%2011

Was haltet Ihr von Michael Moore und seinen kontroversen Werken? Habt Ihr bereits den Doku-Oscar-Sieger „Bowling for Columbine“ (2002) gesehen, der sich kritisch mit den US-Waffengesetzen auseinandersetzt? Teilt eure Gedanken zu „Fahrenheit 11/9“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Donald Trump bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle Trailer zu „Fahrenheit 11/9“

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©Weltkino Filmverleih

Hidden – Die Angst holt dich ein (2015)

Lesemusik:

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©Warner Bros. Pictures, Music from Insomnia by David Julyan
  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Melissa meint - Sehenswert

„Hidden“ ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 2015 mit Alexander Skarsgard in der Hauptrolle. Produziert von den bekannten Duffer Brüdern (Produzenten von Stranger Things) erzählt es die Geschichte von Ray, seiner Frau Clay und der 7-Jährigen Tochter Zoe.

Der Film dreht sich um eine Familie die sich während einer Evakuierung, aufgrund einer unbekannten Viruserkrankung, 301 Tage in einem Bunker verstecken muss. Eine verheerende Katastrophe hat die Welt für immer verändert. In ihrem kleinen Bunker versuchen sich die drei ein neues Zuhause aufzubauen und niemals ihre Hoffnung aufzugeben. Doch ein mysteriöses Etwas wird auf sie aufmerksam und vor dieser unbekannten Bedrohung sind sie selbst in ihrem Bunker nicht mehr sicher.

Die Erzählung nimmt uns anfangs mit in das karge, düstere Leben der Familie im Bunker. Wir erleben hautnah, wie beschwerlich ihr Überlebenskampf auf engstem Raum ist. Dadurch entfaltet sich eine beklemmende Atmosphäre. Als das Essen immer knapper wird, bleibt ihnen keine andere Wahl – sie müssen das Risiko eingehen und den sicheren Unterschlupf verlassen!

Die Schauspieler glänzen in ihrer Rolle vor allem Alexander Skarsgard den wir u.a. durch die  herausragende Horror-Vampir-Serie „True Blood“ kennen.

Der Film gibt nicht viel preis. Der Zuschauer soll in der Unwissenheit bleiben. Was ist mit den Menschen passiert und warum ist die Erde eine Trümmerwelt der Dystopie? Die Geschichte zieht den Leser tief in ihren Bann, indem sie die Wahrheit nur häppchenweise preisgibt.

Zum Finale zieht das Tempo massiv an, bevor der Plot-Twist die gesamte Geschichte in ein völlig neues Licht rückt.

„Hidden“ ist ein spannender und atmosphärisch dichter Horrorfilm der es verdient am Ball zu bleiben. Die Geschichte ist nämlich nicht so gewöhnlich wie man Anfangs vermeintlich denken könnte.“ (18.03.2026)

Genre: Horror, Horrorthriller, Mysterythriller, Psychothriller, Mystery

Originaltitel: Hidden

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures

Regie: The Duffer Brothers

Drehbuch: The Duffer Brothers

Produktion: Mason Novick, Roy Lee

Musik: David Julyan

Länge: ca. 84 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 8. Oktober 2015 (Direct-to-Video)

Ähnliche Titel: Wir (2019), (2020), Nope (2022), Get Out (2017), Raum (2015), Life (2017)

Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Hidden_(2015_film)

Was haltet Ihr vom Horror-Mystery-Film aus der Feder der Duffer Brothers? Teilt eure Gedanken zu „Hidden – Die Angst holt dich ein“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Alexander Skardgard bestimmt auch!


Der offizielle englische Trailer zu „Hidden“.

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©Warner Bros. Pictures

Toy Story (1995)

Lesemusik:

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©Walt Disney Records | ©Pixar | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 8.5/10
    roter Faden-Durchschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Jannik meint - ausgezeichnet bis herausragend

Der erste vollständig computeranimierte Langfilm in der Geschichte des Kinos erschien im Jahr 1995 unter dem legendären Titel „Toy Story“.[1]

John Lasseters Regiedebüt zeigte damals eindrucksvoll die visionären Möglichkeiten der CGI-Animation und ist damit zum Klassiker schlechthin mit immenser filmhistorischer Bedeutung geworden.

Doch nicht nur die technische Umsetzung überzeugte. Auch die herzliche Geschichte rund um den kleinen Andy und seine namensgebenden Spielzeuge Woody, Buzz und Co. ist zeitlos und noch unter heutigen Gesichtspunkten außergewöhnlich.

Alleine die grundlegende Idee von „Toy Story“, Spielzeuge zum Leben zu erwecken und mit emotionalem Tiefgang in ihrer eigenen Lebenswelt zu zeigen, empfinden wir als genial. Für uns war die Filmreihe auch deshalb kindheitsprägend. Schließlich ist es ganz bestimmt dieser kreativen Meisterleistung zu verdanken, dass das Pixar-Franchise bis zu seinem furiosen „Andy-Ära-Finale“ in „Toy Story 3“ (2010) nichts von seiner Strahlkraft verloren hat.

Nicht zuletzt zeigte ebenfalls die unglaubliche Detailverliebtheit mit zahlreichen versteckten Anspielungen, wie vergnügt die kreativ-verspielten Köpfe hinter dem Computeranimationsfilm vorgegangen sein müssen, um das Abenteuer so faszinierend lebendig zu gestalten.

Insgesamt ist „Toy Story“ mit all diesen Qualitäten auch heute noch die Blaupause schlechthin für das moderne Animationskino. Und auch wenn unser persönlicher Favorit und Maßstab im Genre sein direkter Nachfolger „Toy Story 2“ heißt, da wir den Erstling als etwas rau und manchmal auch unheimlich (Stichwort Uncanny-Valley-Effekt) wahrgenommen haben, wird er immer ein zeitloses Stück Filmgeschichte bleiben.

(16. Juni 2019 | 17. März 2026)

Genre: Animation, Computeranimation

Originaltitel: Toy Story

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Buena Vista Pictures Distribution | Pixar Animation Studios

Regie: John Lasseter

Drehbuch: Joss Whedon, Andrew Stanton, Joel Cohen, Alec Sokolow

Idee: John Lasseter, Pete Docter, Andrew Stanton, Joe Ranft

Produktion: Bonnie Arnold, Ralph Guggenheim

Musik: Randy Newman

Länge: ca. 81 Minuten

Altersfreigabe: FSK 0

Veröffentlichung: 19. November 1995 (Premiere) |  21. März 1996 (Kinostart DE)

Universen: Pixar | Toy Story

Nachfolger: Das große Krabbeln (1998) | Toy Story 2 (1999)

Ähnliche Titel: Spider-Man: A New Universe (2018)Toy Story 4 (2019) | Aya und die Hexe (2020) | Lightyear (2022)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Toy_Story | https://en.wikipedia.org/wiki/Toy_Story

Was haltet Ihr vom geschichtsträchtigen Animationsfilm, der das Kino revolutioniert hat? Teilt eure Gedanken zu „Toy Story“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Sheriff Woody bestimmt auch!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Toy Story“.

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©Disney