Meisterdetektiv Pikachu (2018)

  • 9.5/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 9.5/10
9.5/10

Her­aus­ra­gend

Mit “Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu” mischt Nin­ten­do meh­re­re Kom­po­nen­ten zusam­men. Rät­sel­spaß gepaart mit der Kult­mar­ke Poke­mon und dem all­seits bekann­ten Gesicht der Com­pa­ny, der Elek­trom­aus Pika­chu. Doch kann die­ses Rezept über­zeu­gen? Seid gespannt und lernt das ers­te spre­chen­de Pika­chu ken­nen. Wir haben uns an die Rät­sel mit dem klei­nen gel­ben Kerl gewagt und ver­ra­ten euch im Test, wie sich der unge­wöhn­li­che Meis­ter­de­tek­tiv schlägt.

Gen­re: Adven­ture, Rät­sel

Autor: Lis­sa

Test­platt­form: Nin­ten­do 3DS

Ver­fasst am: 08.05.2019

Wer­tung:  


Was ist klein, gelb und mag schwarzen Kaffee?

Ach, wie sehr sind wir am schwär­men. Nach eini­gen Stun­den Spiel­zeit, hat uns das fre­che Pika­chu nicht mehr los­las­sen kön­nen. Was hat uns Nin­ten­do hier nur wie­der präsentiert?
Alles was wir wuss­ten war, dass es sich um ein Spiel über einen spre­chen­des Pika­chu han­delt. So ver­rückt wie das klingt, genau­so außer­ge­wöhn­lich ist es auch. Durch unse­re Kind­heit haben wir ver­schie­dens­te Poke­mon ken­nen ler­nen kön­nen, jedoch war kei­nes so spe­zi­ell wie unser klei­ner Meis­ter­de­tek­tiv. Wir erklä­ren euch, was hin­ter dem spre­chen­den Pika­chu steckt.

The Poke­mon Com­pa­ny hat  wie­der einen neu­es Poke­mon Spiel ver­öf­fent­licht, wel­ches sich aber nicht an der Haupt­rei­he ori­en­tiert. Wir bekom­men ein völ­lig neu­es Spiel und erhal­ten somit auch ein kom­plett neu­es Spiel­erleb­nis. Mit dem Titel Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu, ist im März 2018 ein Aben­teu­er­spiel für den Nin­ten­do 3DS erschie­nen. Zuerst kam das Spiel 2016 unter dem Namen Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu: Ent­ste­hung eines neu­en Duos, nur in Japan auf den Markt. Nin­ten­do ent­schied sich jedoch dafür, das Spiel als erwei­ter­te Ver­si­on welt­weit zu ver­öf­fent­li­chen. Zum Glück, sonst hät­ten wir nie die Gele­gen­heit gehabt den klei­nen gel­ben Racker kennenzulernen.


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http://gamenewz.de/meisterdetektiv-pikachu-die-ersten-14-minuten-im-gameplay-video/

Unterschiede der erweiterten Version

Vie­le Unter­schie­de gibt es nicht. Im Jahr 2013 wur­de mit der Pro­duk­ti­on für das Spiel Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu: Ent­ste­hung eines neu­en Duos begon­nen. 3 Jah­re spä­ter, ist das Spiel exklu­siv in Japan für den Nin­ten­do eShop ver­öf­fent­licht worden.

Der gro­ße Unter­schied war jedoch der, dass die­ses Spiel nur 3 Kapi­tel ent­hielt.  Im Ver­gleich: Die erwei­ter­te Ver­si­on ent­hält 9 Kapi­tel. Somit hat sich die Spiel­zeit auch dras­tisch ver­än­dert. Wir haben für das Spiel ca. 16-18 Stun­den gebraucht. Unse­rer Mei­nung nach ist das ganz und gar ausreichend.


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https://www.heute.at/digital/games/story/Meisterdetektiv-Pikachu-3DS-2DS-Test-Review-Was-ist-klein-gelb-und-mag-starken-Kaffee-55373082

Heurepika!

Von was han­delt die Geschich­te hin­ter dem flau­schi­gen Pika­chu? Wir erklä­ren es euch kurz und knapp! Denn auch hier gilt: Je weni­ger man weiß, des­to bes­ser ist das Spielerlebnis.

Der Jun­ge Tim Good­man ist auf der Suche nach sei­nem Vater, der ein sehr hoch ange­se­he­ner Detek­tiv zu sein scheint. Bei der Suche, trifft er auf das klei­nen spre­chen­den Pika­chu, das sich als Meis­ter­de­tek­tiv vor­stellt. Bis zum Ver­schwin­den von Tim’s Vater, stand er ihm als Part­ner zur Sei­te. Jedoch hat er nach dem Ver­schwin­den sein Gedächt­nis ver­lo­ren und kann sich an kei­ne Gescheh­nis­se mehr erinnern.

Das klei­ne Pika­chu sieht sich als bril­lan­ter Meis­ter­de­tek­tiv. So hat er sich in den Kopf gesetzt, Tim’s Vater auf­zu­spü­ren und den Fall zu lösen. Er steht Tim mit aller Kraft zur Seite.
Ver­stär­kung bekommt Tim jedoch nicht nur vom klei­nen gel­ben Racker. Auch die Mit­ar­bei­ter des Detek­tiv­bü­ros ste­hen ihm mit Rat und Tat zur Seite.


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https://community.bisafans.de/index.php?artikel/4827-macht-noch-heute-bei-unserem-meisterdetektiv-pikachu-gewinnspiel-auf-facebook-mi/

Kaffeesüchtiges Knäulchen

Das klei­ne Knäul­chen ist zuge­ge­be­ner Wei­se sehr kaf­fee­süch­tig. Ohne Kaf­fee kommt er nicht in Fahrt und auch Tim ver­lei­tet er dazu, auch ein­mal ein Täss­chen zu trin­ken. Neben dem Kaf­fee ist ihm Scho­ko­la­de sehr wich­tig, vor allem Coo­kies liebt er. Ihm sind aller­lei Süßig­kei­ten recht. Zudem ist er sehr ein­ge­bil­det, frech, aber auch extrem clever.

Zusam­men­ge­fasst: Er ist ein fre­ches Knäul­chen, dass Kaf­fee­süch­tig ist, es liebt Coo­kies zu essen und sich als Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu sieht. Für uns ist der klei­ne Racker das High­light des Spiels. Es macht über­aus Spaß mit ihm die Fäl­le zu lösen. Das Vor­an­kom­men der Ermitt­lun­gen brach­te uns Sucht­po­ten­ti­al! Zudem konn­ten wir es nicht abwar­ten, neue Hin­wei­se über Harry’s Ver­schwin­den herauszufinden.

Im Spiel steu­ern wir nur den jun­gen Tim. Unser Pika­chu läuft uns jeden Schritt hin­ter­her. Wenn es dar­um geht Poke­mon zu befra­gen, hilft uns der klei­ne Kerl nur zu sehr und befragt unse­re Zeu­gen. Denn als Mensch kön­nen wir nicht mit den ver­schie­de­nen Poke­mon reden. Bei mensch­li­chen Zeu­gen jedoch, über­nimmt Tim die Rol­le des Befra­gers. Man kann Pika­chu auch mit dem Touch­pad selbst anwäh­len und bekommt dann eine kur­ze Pika­chu Sequenz, in dem der klei­ne Meis­ter­de­tek­tiv uns wie­der eine Show bietet.

Pas­send unter­malt, wird dies durch einen tol­len Sound­track. Zu jeder Sze­ne kommt die ange­mes­se­ne und abwechs­lungs­rei­che Musik. Für uns stimmt hier ein­fach alles!


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https://www.digitec.ch/de/s1/product/nintendo-meisterdetektiv-pikachu-3ds-de-game-box-7383685

Das Leben der Pokemon

In Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu bekom­men wir als Spie­ler einen neu­en Ein­blick in die Welt der Poke­mon. Es gibt kei­ne Trai­ner­kämp­fe mehr, wie man es von den Poke­mon-Spie­len übli­cher­wei­se kennt. In unse­rem Detek­tiv-Spiel erle­ben wir, wie die Poke­mon im All­tag leben.

Ob als Unter­stüt­zung oder nur als Beglei­ter, die Poke­mon zei­gen sich von ver­schie­de­nen Sei­ten. Uns hat es sehr gut gefal­len, wie die Poke­mon beim Erst­kon­takt mit uns vor­ge­stellt werden.
Ein Bei­spiel: Wir tref­fen zum ers­ten mal auf das Poke­mon Weba­rak. Da wir das Poke­mon zuvor noch nie ange­trof­fen haben, bekom­men wir eine kur­ze Sequenz ein­ge­blen­det. Bei Weba­rak beka­men wir die Mel­dung: „Weba­rak – Hängt sehr an sei­nem Faden“.
Chil­la­bell hat die Cha­rak­ter­be­schrei­bung: „Chil­la­bell – Voll am abchillen“.
Wir fan­den die Sequen­zen amü­sant und witzig.

Die Poke­mon mit einem kur­zen Beschrei­bungs­satz vor­zu­stel­len, hat uns posi­tiv über­zeugt und gefal­len. Das tol­le ist, nach dem wir ein Poke­mon ken­nen­ge­lernt hat­ten, konn­ten wir danach mit ihm reden und das Gespräch in unser Notiz­buch auf­neh­men. Jedes getrof­fe­ne Poke­mon wird also in unse­rem per­sön­li­chen Notiz­block hinterlegt.
Wir fin­den, dass ist doch mal eine schö­ne Art, Poke­mon zu „fan­gen“.


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https://pressplay.at/2018/06/14/meisterdetektiv-pikachu/

Gemütlich wie im Kinosessel

Das Game­play hat uns wirk­lich sehr gefal­len. Gut gelun­gen sind die Mis­sio­nen. Unse­re Auf­ga­ben waren es, Zeu­gen zu befra­gen, Orte zu unter­su­chen, oder Hin­wei­se zu kom­bi­nie­ren, um so auf die Lösung zu kom­men. In den Zwi­schen­se­quen­zen kommt es ab und an mal zu Quick-Time-Events, in denen wir blitz­schnell Tas­te X/Y drü­cken müs­sen. Wir fin­den, das bringt Schwung in den Hand­lungs­ver­lauf und Abwechs­lung in das Game­play. Haupt­kern des Spiels sind defi­ni­tiv die Rät­sel. Wir müs­sen in jedem Kapi­tel ver­schie­de­ne Rät­sel lösen. Mal schiebt man Kis­ten zur Sei­te, um sich den Weg frei zu machen und mal muss man ver­schie­de­ne Kom­po­nen­ten kom­bi­nie­ren, um auf die Lösung zu kom­men. Wer mal nicht wei­ter weiß, der kann sich vom spre­chen­den Pika­chu einen Tipp geben lassen.

Das Spiel bie­tet immer wie­der neue Rät­sel. Jedes Kapi­tel ist unter­schied­lich. Ein­zi­ges Man­ko, dass wir an die­sem Punkt erwäh­nen müs­sen, ist die Schwie­rig­keit der Rät­sel. All zu schwer sind die­se näm­lich nicht. Wir muss­ten zwar schon unse­re grau­en Zel­len anstren­gen, aber nach guter und gründ­li­cher Über­le­gung, ist man dem Rät­sel auf die Spur gekommen.
Wenn man die Rät­sel z.B. mit denen aus den Spie­len der Pro­fes­sor Lay­ton-Rei­he ver­gleicht, erkennt man gro­ße Unter­schie­de sofort. Denn dort sind die Rät­sel teils so schwer, dass man oft am ver­zwei­feln ist.

Uns haben die Rät­sel den­noch gefal­len und wir fan­den es auch nicht gra­vie­rend schlimm, dass die­se nicht sehr kniff­lig waren. Jedoch ist uns gleich auf­ge­fal­len, dass die Schwie­rig­keit im Ver­lauf kon­ti­nu­ier­lich zunimmt - wenn zwar auch nur ein wenig.


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https://www.volume.at/games/previews/meisterdetektiv-pikachu-preview/

Realverfilmung

Pas­send zum Spiel, kommt am 09.05.2019 eine Real­ver­fil­mung in die Kinos. Der Film trägt den Titel Poke­mon: Meis­ter­de­te­kiv Pika­chu. Derofa.de hat sich exklu­siv Kino­ti­ckets sichern kön­nen, um die Pre­view des klei­nen Meis­ter­de­tek­tivs zu erleben.

Hier gehts zum Review

Fazit

Nun kom­men wir zum Ende. Was uns in Erin­ne­rung bleibt sind Sprü­che wie „Don’t tre­at me like a Poke­mon!“. Ja, unser klei­nes Pika­chu ist wirk­lich außer­ge­wöhn­lich und was besonderes.
Wer kei­ne anspruchs­vol­len Rät­sel erwar­tet, die Welt der Poke­mon liebt und nichts gegen die Sprü­che eines klei­nen fre­chen Knäul­chens hat, der soll­te bei Meis­tede­tek­tiv Pika­chu nicht zögern.

Uns hat das Spiel so sehr gefal­len, das wir nur eine 10/10 ver­ge­ben kön­nen! Trotz unse­rer klei­nen Kri­tik an der Spielschwierigkeit.
Wir haben das klei­ne Schlitz­ohr sofort in unser Herz geschlos­sen und ver­ge­ben zurecht die vol­le Punkt­zahl. Heurepika!


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https://www.nintendo.de/Spiele/Nintendo-3DS/Meisterdetektiv-Pikachu-1329566.html

  Weitere Wertungen


Jayes meint → Herausragend

“Was für ein klei­ner fre­cher Racker. Mit “Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu” lie­fern Nin­ten­do und Crea­tures Inc. ein her­aus­ra­gen­des Adven­ture ab. Zwar wäre das Spiel tech­nisch bes­ser auf der Switch auf­ge­ho­ben gewe­sen und die Frame­ra­te bricht immer wie­der ordent­lich ein, den­noch gibt es kei­ne lan­gen Lade­zei­ten zwi­schen den Area­len und die Sto­ry wird sehr flüs­sig erzählt.

Ein neu­er Cha­rak­ter wird uns in Form von Flau­schi Fell­knäul “Meis­ter­de­tek­tiv Pika­chu” gebo­ten, der sich durch Kof­fe­in-Sucht, Frech­hei­ten, und sei­ner Lie­be für aller­lei Süß­kram aus­zeich­net. Beschei­den­heit gehört nicht zu sei­nen Stär­ken. Er ist ein arro­gan­tes Knäul­chen. Abge­run­det wird die Figur durch sei­nen fast schon wie eine Par­odie wir­ken­den Detek­tiv-Hut ala Sher­lock Hol­mes. Er ist “ein Pika­chu, das ange­nehm nach Kaf­fee duftet”.

Wir waren skep­tisch ob ein spre­chen­des Poke­mon neben Mew­tu und Mau­zi funk­tio­nie­ren kann. Wenn der fluffi­ge Detek­tiv dann aber Weis­hei­ten raus kloppt wie: “Ein Täschen Kaf­fee in Ehren, kann auch Har­ry nicht ver­weh­ren.” und dabei frech grinst, fan­gen wir unwei­ger­lich zu lachen an.

Das Spiel wur­de mit der Poke­mon-Welt ver­knüpft. So erhal­ten Fans kei­ne neue abs­trak­te Welt son­dern eine schlüs­si­ge Welt die sie kennen.

Beson­ders gefal­len hat uns der Fall um Milo. Er ver­bin­det die Ent­wick­lung von Poke­mon mit der Ent­iwck­lung eines Men­schen (Milo = Milo­tic). So wird eine kom­ple­xe Ver­bin­dung zwi­schen Men­schen und Poke­mon erzeugt, die sogar eine tie­fe­re Mes­sa­ge hat.

Heur­epi­ka!”   (10.08.2019)


 

Aquaman (2018)

  • 7.5/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 7.5/10
7.5/10

Sehens­wert

Der sechs­te Film des DC Exten­ded Uni­ver­se, wid­met sich dem Herr­scher des König­reich Atlan­tis - Aquaman.
An den Kino­kas­sen ist der Super­hel­den-Film ein vol­ler Erfolg. Was er sonst noch zu bie­ten hat, erfahrt Ihr kurz und kna­ckig im Review.

Gen­re: Super­hel­den, Comic, Action

Autor: Stee­vo

Ver­fasst am: 22.01.2019

Wer­tung:  


Horror-Regisseur im Gepäck

Ein Film aus dem DC Uni­ver­sum, geschrie­ben von James Wan und die ers­te Solo­ad­ap­ti­on des Cha­rak­ters Aqua­man, der gespielt wird von dem Game of Thro­nes Star Jason Mor­moa. Mit dabei sind noch Amber Heard, Wil­lem Dafoe, Dolph Lundgren und eini­ge mehr.


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©War­ner Bros. Entertainment

Werdegang von Aquaman

In dem Film wer­den die Anfän­ge von Aqua­man erzählt. Wie er gebo­ren wird, auf­wächst und schließ­lich den Thron erklimmt.


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©War­ner Bros. Entertainment

Erfolgreichster Film des DC Extended Universe

In den Kinos war der Film ein vol­ler Erfolg und hat bereits Sui­ci­de Squad überholt.
Grund dafür sind zum Teil Frau­en, die sich den Film anschau­en - aus einem ein­zi­gen Grund - Jason Mormoa.
Dar­auf hat­ten die Pro­du­zen­ten spe­ku­liert und ihr Plan ist auf­ge­gan­gen. Männ­li­che Fans kom­men durch die Action und Geschich­te aber auch voll auf ihre Kosten.


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©War­ner Bros. Entertainment

Fazit

Ein sehr gelun­ge­ner Action­film, das alte Aqua­man-Kli­schee wird hier voll­kom­men zer­stört. Coo­le Cha­rak­te­re, unter­halt­sa­me Action und gute Effek­te machen den Film sehenswert.


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©War­ner Bros. Entertainment

 

Das Dschungelbuch (1994)

  • 6.8/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 6.8/10
6.8/10

Ganz gut

Ali­ce im Wun­der­land, Die Schö­ne und das Biest, Chris­to­pher Robin oder Dum­bo.

Seit 2010 ist Dis­ney eif­rig dabei, die haus­ei­ge­nen Zei­chen­trick­klas­si­ker als Real­fil­me neu auf­zu­le­gen. Allein im Lau­fe die­sen Jah­res sol­len mit Alad­din, Der König der Löwen, Susi & Strolch und Mali­ficent II noch vier wei­te­re Kra­cher fol­gen. 2020 geht es mit Mulan viel­ver­spre­chend weiter. 

Doch genau genom­men star­te­te Dis­ney bereits 1994 damit, sei­nen belieb­ten Meis­ter­wer­ken, ein neu­es Real­film-Gewand zu verpassen.

Die ers­te Unter­neh­mung führ­te uns in die Welt des Dschun­gels. Im Rah­men des 100-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums, der gleich­na­mi­gen Buch­vor­la­ge von Rudy­ard Kipling erschien Das Dschun­gel­buch.

Wie gut sich der in die Jah­re gekom­me­ne Aben­teu­er­film, mit Jason Scott Lee als Mow­g­li heu­te noch schlägt, erfahrt Ihr im derofa-Review.

Gen­re: Aben­teu­er

Autor: Jayes

Ver­fasst am: 20.04.2019

Wer­tung:  


Holpriger Start

Wir star­ten unse­re Rei­se im dich­ten Dschun­gel, an der Sei­te des klei­nen Mow­g­li. Bei einer Expe­di­ti­on unter der Füh­rung sei­nes Vaters, geht Mow­g­li dem Trupp ver­lo­ren. Fort­an ist er gezwun­gen, allein im Dschun­gel zu überleben.

Was bereits zu Beginn auf­fällt, ist die doch eher kon­stru­ier­te und plat­ziert wir­ken­de Kulis­se des Aben­teu­er­films. Einen wirk­lich authen­ti­schen und glaub­wür­di­gen Ein­druck, macht die­se nicht. Ob die Tie­re, die Kos­tü­me der Schau­spie­ler oder die Requi­si­ten. Alles wirkt ein Stück weit wie dem Zir­kus entsprungen.

Auch die Kame­ra Tricks, die ins­be­son­de­re für das Zusam­men­tref­fen von Mensch und Tier in einem Bild ver­wen­det wur­den, wir­ken für dama­li­ge Ver­hält­nis­se zwar in Ord­nung und wur­den von Kri­ti­kern sogar als tech­nisch erst­klas­sig gelobt, schei­nen jedoch aus heu­ti­ger Sicht unge­wollt komisch.

Das Dschun­gel­buch legt also erst­mal einen holp­ri­gen Start hin. Macht sich aber im Ver­lau­fe bes­ser. Doch dazu spä­ter mehr.


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©Con­stan­tin, https://filmreporter.de/kino/25536-Das-Dschungelbuch

Umgeschriebene Handlung

Eine wirk­lich erfri­schen­de her­an­ge­hens­wei­se ist die Tat­sa­che, dass Das Dschun­gel­buch kei­ne 1zu1 Real­film­um­set­zung des Zei­chen­trick­klas­si­kers von 1967 bie­tet, son­dern die Geschich­te aus dra­ma­tur­gi­scher Sicht, bewusst ver­än­dert wur­de. Unter ande­rem, um nicht mit dem Zei­chen­trick­film kon­kur­rie­ren zu müssen.

Cap­tain Wil­liam Boo­ne und vor allem die Figur der Kathe­ri­ne Bry­don (gespielt von Lena Hea­dey, vor allem bekannt als Cersei Len­nis­ter aus Game of Thro­nes), die die Hand­lung an der Sei­te von Mow­g­li maß­geb­lich prägt, kom­men ursprüng­lich nicht aus Kiplings Buchvorlage.

Das tut dem Aben­teu­er­film beson­ders gut, denn so schafft er sich den nöti­gen Raum, um sei­ne ganz eige­ne Geschich­te zu erzäh­len und beleuch­tet mit Zuhil­fe­nah­me des Grund­stoffs, eine ande­re Seite.


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©Con­stan­tin, https://www.kino.de/film/das-dschungelbuch-1994/

Zufriedenstellende Entwicklung

Im Ver­lauf von Das Dschun­gel­buch wird die­se Tat­sa­che zur größ­ten Stär­ke des Films. Wir haben die Mög­lich­keit, uns auf die eige­ne Sto­ry ein­zu­las­sen, die sich zwar mit sehr ste­reo­ty­pen, aber den­noch inter­es­san­ten Cha­rak­te­ren entwickelt.

Die orches­tra­li­sche Musik fängt an auf uns zu wir­ken und plötz­lich sind wir zufrie­den damit, uns in das Aben­teu­er gestürzt zu haben, was immer kurz­wei­li­ger zu wer­den scheint.


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©Con­stan­tin, https://www.kino.de/film/das-dschungelbuch-1994/bilderstrecken/bilder-videos-das-dschungelbuch/#page=2

Solides Abenteuer

Letz­ten Endes ist Das Dschun­gel­buch bei wei­tem kein per­fek­ter Film, macht sich aber ins­be­son­de­re im spä­te­ren Ver­lauf rich­tig gut. Auch wenn die Geschich­te in einem sehr vor­her­seh­ba­ren Show­down mün­det, hat der Film sei­ne aben­teu­er­li­chen Momen­te, in denen vor allem Haupt­dar­stel­ler Jason Scott Lee als Mow­g­li, sowie Lena Hea­dey als Kathe­ri­ne Bry­don über­zeu­gen können.

Ein Aben­teu­er ist Das Dschun­gel­buch also allemal.
Im Grun­de bie­tet der Dis­ney-Real­film sogar eine wert­vol­le Aussage.
Als eines der Haupt­the­men, beschäf­tigt er sich mit dem EIn­fluss der Men­schen, auf die natür­li­che Umwelt und die Tier­welt. So ist Mow­g­li als “Mischung” aus Mensch und Tier immer wie­der mit sich selbst im Zwie­spalt und agiert als Ver­fech­ter des Natur­gleich­ge­wichts. Im Gegen­satz zu den unmo­ra­li­schen Ant­ago­nis­ten, die um jeden Preis und mit aller Gewalt, dem Dschun­gel sei­ne, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes, gol­de­ne Beu­te ent­zie­hen wollen.

So bleibt am Ende - “Nun mer­ket auf und hört den Ruf, wer Dschun­gel­frie­den hält, leb lang auf die­ser Welt.”


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©Con­stan­tin, https://www.cinema.de/film/das-dschungelbuch,1321333.html

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©Con­stan­tin, https://www.kino.de/film/das-dschungelbuch-1994/bilderstrecken/bilder-videos-das-dschungelbuch/#page=7

  Weitere Wertungen


Lis­sa meint →     Sehenswert


 

This Is Us – Das ist Leben (2016 – …)

  • 8/10
    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 8/10
8/10

Aus­ge­zeich­net

Eine Cock­tail von Paren­t­hood und Six Feet Under - Gestor­ben wird immer?

Bei This Is Us - Das ist Leben, erwar­tet den Zuschau­er viel Dra­ma, ver­packt in einer herz­er­fül­len­den Serie.

Ob uns die Fami­li­en­ge­schich­te über­zeu­gen konn­te, erfahrt ihr in unse­rem derofa-Review.

Gen­re: Dra­ma

Autor: Lis­sa

Ver­fasst am: 04.05.2019

Wer­tung: 


Eine Serie zum charmanten weinen

„Die­ses magi­sche etwas ohne Ende und ohne Anfang. Das sind wir. Dass ist das Leben.“

Wir fin­den die­ses Zitat spricht für sich. Es ver­rät uns um was es in der dra­ma­ti­schen Serie geht. Die Dra­ma­se­rie This Is Us – Das ist Leben wur­de im Novem­ber 2016 auf dem Sen­der NBC aus­ge­strahlt. In Deutsch­land wur­de die ers­te Staf­fel ein Jahr spä­ter im Jahr 2017 auf Pro­Sie­ben gezeigt. Mitt­ler­wei­le, kann man die ers­ten 3 Staf­feln der Serie auch auf Ama­zon Prime anschauen.

Das Haupt­the­ma der Serie ist das Fami­li­en­dra­ma der Fami­lie Pear­son. Es ist eine Mischung aus Paren­t­hood, Modern Fami­ly oder Six Feet Under – Gestor­ben wird immer. Nach dem gro­ßen Erfolg der ers­ten Staf­fel, wur­den zwei wei­te­re Staf­feln pro­du­ziert. Ob eine vier­te Staf­fel geplant ist, ist der­zeit noch nicht bekannt.


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©NBC

Holt eure Taschentücher heraus

Die Serie han­delt um das Leben der drei Geschwis­ter Kate, Kevin, Rand­all und deren Eltern Kate und Jack Pear­son. Die Geburt der Geschwis­ter ver­lief jedoch nicht wie gewöhn­lich und brach­te eini­ge Kom­pli­ka­tio­nen mit sich. Im Jahr 1980 kamen Kate und Kevin Pear­son als Zwil­lin­ge auf die Welt. Das drit­te Kind starb wäh­rend der Geburt.

Die Eltern Jack und Rebec­ca Pear­son muss­ten dar­auf eine schwe­re Ent­schei­dung tref­fen. Da es ihr größ­ter Wunsch war, mit drei Kin­dern nach Hau­se zu gehen, ent­schie­den sie sich ein wei­te­res Kind zu adop­tie­ren. Sie adop­tie­ren den afro­ame­ri­ka­ni­schen jun­gen Rand­all, der am sel­ben Tag wie Kate und Kevin zur Welt kam. Rand­all wur­de als Säug­ling nach der Geburt, an einer Feu­er­wehr­wa­che aus­ge­setzt und dar­auf­hin von einem Feu­er­wehr­mann ins Kran­ken­haus gebracht.

Der Ver­lust des ver­lo­re­nen Kin­des ist für die Eltern nicht leicht zu ver­kraf­ten. Dar­auf­hin hält Jack ein Gespräch mit dem zustän­di­gen Arzt. Er hin­ter­lässt Jack einen Rat der sein gan­zes Leben geprägt und ver­än­dert hat.

„Ich stell mir vor, dass Sie irgend­wann so ein alter Mann sein wer­den wie ich. Der einem jün­ge­ren Mann das Ohr abkaut um ihm zu erklä­ren, wie Sie die bit­ters­te Zitro­ne die einem das Leben geben kann genom­men haben und es geschafft haben dar­aus Limo­na­de zu machen. Wenn Sie das kön­nen, wer­den Sie trotz­dem drei Babys aus dem Kran­ken­haus mit nach Hau­se neh­men. Nur nicht ganz so wie geplant.“


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©NBC

Bekannte Gesichter

In This Is Us – Das ist Leben, bekom­men wir vie­le geläu­fi­ge Schau­spie­ler zu sehen.

Jack Pear­son wird u.a. von Milo Ven­ti­miglia gespielt. Sei­ne wohl bekann­tes­te Rol­le war die von Jess Maria­no aus der Serie Gilmo­re Girls. Auch in Jacks Frau Rebec­ca erhal­ten wir ein bekann­tes Gesicht. Man­dy Moor, spielt Rebec­ca Pear­son. Sie haben wir bereits in Fil­men wie Plötz­lich Prin­zes­sin oder The Dar­kest Minds – Die über­le­ben­den gesehen.

Wir fin­den die Schau­spie­ler der Serie sehr über­zeu­gend und kön­nen die Leis­tung nur Loben. Der Zuschau­er kann die Cha­rak­te­re sofort ins Herz schlie­ßen und mitfühlen.


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©NBC

Wechsel der Zeitebenen

Die Hand­lung wird in ver­schie­de­nen Zeit­ebe­nen erzählt. Mal wird uns die Geschich­te von Rebec­ca und Jack in der Ver­gan­gen­heit erzählt. Mal sehen wir, wie es den Geschwis­tern in der Gegen­wart geht. Die­ser Wech­sel bringt Abwechs­lung. Durch die­sen Erzähl­stil, bleibt uns als Zuschau­er die kom­plet­te Geschich­te zuerst ein­mal vorenthalten.

Wir erfah­ren zu Beginn sehr wenig und müs­sen die nächs­ten Epi­so­den abwar­ten, um mehr aus dem Leben der Pear­sons zu erfah­ren. Uns hat der Erzähl­stil sehr gefal­len. So blei­ben immer Fra­gen offen und die Span­nung erhalten.


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Herzschmerz garantiert

Wenn ihr Seri­en wie Paren­t­hood oder Six Feet Under – Gestor­ben wird immer kennt, dann wisst ihr, wie sehr eine Dra­ma­se­rie den Zuschau­er in den Bann zie­hen kann.
Wir konn­ten uns hier und da eine Trä­ne nicht ver­knei­fen. Manch­mal haben wir uns gefragt, wie­so wir uns die­se Serie anse­hen? Sie lässt uns bedrückt zurück. Wie­so tun wir uns das an? Die Ant­wort ist ganz ein­fach. This Is Us – Das ist Leben kann man nur lie­ben, denn es ist „Das Leben“.

Die Prot­ago­nis­ten der Serie haben mit viel zu kämpfen.
Die Geschwis­ter sind von der Per­son her alle sehr unter­schied­lich. Kate ist eher die ruhi­ge und zurück­hal­ten­de, die viel mit ihrem Leben zu kämp­fen hat. Kates Bru­der Kevin, ist das genaue Gegen­teil. Er steht als Seri­en­dar­stel­ler im Ram­pen­licht und wird von vie­len sei­ner Fans geliebt und bewun­dert. Rand­all ist genau die Mit­te von bei­den. Er hält sich aus den meis­ten Sachen eher raus.

Und was ist mit Jack und Rebec­ca? Am bes­ten, ihr fin­det es selbst her­aus. Denn die Serie lebt nur von den Geschich­ten der Charaktere.


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©NBC

Fazit

Ob Lie­be, Freu­de, Tod und Trau­er. Die Serie behan­delt all die­se The­men sehr gefühl­voll und mit Vorsicht.

Wenn ihr euch an This Is Us – Das ist Leben wagt, dann tas­tet euch lang­sam heran.

Die Geschich­te kann euch herz­zer­rei­ßend zurücklassen.
Denn alles was ihr sehen wer­det ist „Das Leben“.