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Conjuring 3: Im Bann des Teufels (2021)

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    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Nach nun ca. fünf Jahren ist es endlich soweit! Im Juli 2021 erschien der neueste Ableger des bekannten Horrorfranchise. Mit dem Titel „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ kehren die beiden Dämonologen Ed und Lorraine Warren wieder auf die Leinwand zurück.

Dieses Mal zieht es sie im Jahr 1981 nach Connecticut. Dort soll es einen Jungen geben, der angeblich von der Macht des Bösen kontrolliert wird. Die Warrens treffen abermalig auf einen Fall, der es ihnen nicht einfach machen wird.

Ob uns die Fortsetzung aus dem „Conjuring-Universum“ in ihren Bann ziehen konnte, erfahrt Ihr in unserer Kritik.

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Genre: Horror, Geister

Originaltitel: The Conjuring: The Devil Made Me Do It

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: New Line Cinema | The Safran Company, Atomic Monster Productions

Regie: Michael Chaves

Produktion: Peter Safran, James Wan

Musik: Joseph Bishara

Länge: 112 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Kinostart: 01.07.2021 (Deutschland)

Universum: Conjuring

Vorgänger: Conjuring 2 (2016)

Nachfolger: derzeit noch nicht bestätigt (Stand: Juli 2021)

Wertung:   

Autor: Melissa

Verfasst am: 15.07.2021

Lesezeit: ca. 8 Minuten (Direkt zum Fazit)

Fortsetzung mit Neuerungen

Mit „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021) stoßen wir auf den aktuellsten Teil der Reihe und begeben uns direkt nach Brookfield, Connecticut ins Jahr 1981 – wo wir uns erneut einem weiteren Fall von Lorrain (Vera Farmiga) und Ed Warren (Patrick Wilson) widmen.

Es bleibt jedoch nichts beim Alten, denn einige Änderungen müssen wir hinnehmen. Die Fortsetzung von „Conjuring 2“ (2016) entstand nicht mehr unter der Regie von Regisseur James Wan. Aufgrund von Zeitmangel (er arbeitet an diversen anderen Projekten) hat sich der Regisseur zurückgezogen und das Zepter an Michael Chaves übergeben. Michael Chaves hat bereits in der Vergangenheit an einem Teil der „Conjuring“-Reihe gearbeitet und sich dem Regieposten zu „Lloronas Fluch“ (2019) angenommen.

James Wan beteiligte sich am neuesten „Conjuring“-Ableger nur mit der Produktion. Weitere Aufgaben hat Wan nicht übernommen. In einem Interview hat er sich dazu geäußert und teilte mit:

Bei der Arbeit mit Michael Chaves an „La Llorona“ habe ich einen Filmemacher gesehen, der diese Art von Filmen wirklich versteht. Es ist schade für mich, den Regiestab weiterzugeben, aber es ist gut, einen neuen Blick darauf zu bekommen, wohin wir das „Conjuring“-Universum bringen können.“James Wan

Nichtsdestotrotz, haben Veränderungen auch Folgen. Desweiteren habe sich James Wan nämlich nicht weiter mit dem Drehbuch beschäftigt, sodass die Handlung nicht mehr aus seiner kreativen Feder stammte. Die Regie unter Michael Chaves und das Drehbuch von David Leslie Johnson-McGoldrick sind deutlich zu spüren. Leider haben wir einige Punkte an der Fortsetzung auszusetzen. Es ist in der Tat schwierig für Chaves in die Fußstapfen des Regisseurs zu treten, welcher in den letzten Jahren einen der besten Horrorfilme produziert hat. Denn mit „Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013) startete das Universum und erhielt damit überaus positive Kritiken. Für uns gilt er zusammen mit „Conjuring 2“ (2016) als der beste Film der Reihe.


Patrick Wilson und James Wan am Set von Conjuring

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©Warner Bros.

Michael Chaves am Set von „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“

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©Warner Bros.

Handlung – Dämonische Besessenheit

Dieses Mal versetzt es uns in das Jahr 1981. Die beiden paranormalen Forscher Ed und Lorrain Warren bereiten sich zusammen mit Pater Gordon vor, einen Exorzismus an einem achtjährigen Jungen durchzuführen.

Mit vor Ort sind gute Bekannte der Familie des kleinen Jungen – so auch Arne Cheyenne Johnson. Als es zu Schwierigkeiten während dem Exorzismus kommt, bietet Arne seinen Körper dem teuflischen Wesen an. Arne erhoffte sich dadurch dem Spuk ein Ende zu setzen.

Während es dem kleinen David in der Zwischenzeit viel besser geht und keine Besessenheit mehr vorliegt, kommt es zu unerklärlichen Zwischenfällen bei Arne und seiner Familie. Es wird nun klar – die Besessenheit des kleinen Jungen wurde auf Arne projiziert und der Dämon hat Besitz von ihm ergriffen. Dieser Fall mit seinen mysteriösen Ereignissen war spektakulär und stellte nicht nur eine Herausforderung für Ed und Lorraine dar, sondern schaffte seinen Weg sogar bis vors oberste Gericht.


Arne Cheyenne Johnson im Kampf gegen den Teufel

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©Warner Bros.

Dynamische Handlung

Was uns direkt ins Auge sticht ist die starke Dynamik der Handlung. Diese bringt uns immer wieder an neue Orte und beschert uns dadurch viel Abwechslung. Dies wirkt sich daraufhin positiv auf unser Spannungsempfinden aus und hält die Intensitätskurve relativ weit oben. Dies ist eine Besonderheit von „Conjurung 3“. Die Geschichte wird zu keiner Zeit langweilig oder schleppend.

Die Handlung bietet neben dem schwungvollen Erzählstrang eine gehaltreiche Atmosphäre, die auf uns überaus lebensecht und detailreich wirkt. In Verbindung mit den vielfältigen Charakteren und den Horrorklischees (ja, auch die „Conjuring“-Reihe besitzt diese) ist „Conjuring 3“ jedenfalls mehr als durchschnittlich.


Ed und Lorrain Warren ermitteln im Fall von Arne

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©Warner Bros.

Die Personifizierung des Bösen

Die Thematik eine Okkultistin als menschliche Spielfigur zu nehmen, entzieht uns leider etwas den Grusel. Diese Personifizierung des Bösen nimmt uns den Nervenkitzel, den wir bei Horrorfilmen so lieben. Es fehlt der Hang zum unsichtbaren Paranormalen.

Wir fühlen uns zwar sehr in den Film hinein versetzt, jedoch fehlt der Darstellung eine Prise des Unerklärlichen – dieses Individuelle Etwas, dass wir bisher bei den Vorgängern erkennen konnten.

Das Duo harmoniert hier trotzdem wieder makellos. Sie sind durchaus das Highlight in diesem Horrorspektakel und wir fiebern von Beginn an mit ihnen mit. Die Okkultistin geht hier beinahe unter und verliert sich selbst in der Dunkelheit.


Die Okkultistin gespielt von Eugenie Bondurant

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©Warner Bros.

Geisterlos im Bann des Teufels

„Conjuring 3“ hätte eine würdige Fortsetzung der Reihe sein können. Von der Perfektion ist man hier weit entfernt und der fehlende Einfluss von James Wan hinterlässt uns einen bitteren Nachgeschmack. Wie schon erwähnt fehlt dem Streifen das gewisse „Etwas“, um an seine Vorgänger heranzukommen.

Wir bekommen in „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ weiterhin die bekannten Jump-Scares, eine durchaus düstere Atmosphäre und ein sympathisches Paar mit den beiden Dämonologen. Doch es ist ganz klar zu nennen, dass diese Brut des Bösen in Form einer schmächtigen Frau nicht dem gerecht wird, was wir erwartet haben. Bedauerlicherweise wurde hier viel Potential verschwendet und der Gruselfaktor musste darunter leiden.

Um neben so viel Kritik auch wieder etwas positives zu nennen, wollen wir anmerken, dass jede Szene gut umgesetzt und grandios dargestellt worden ist. Es verleiht der Handlung eine Komplexität und das Gefühl der Neugier (da passiert gleich noch mehr!?).

Für Verwirrung wird auch gesorgt. Der Szenenwechsel und die aufbauende Handlung wirken anfangs noch verständlich und rational, jedoch verlieren sie im Verlauf ihre Glaubwürdigkeit. Öfters mal verlieren wir uns im Handlungsstrang des Chaos wieder, den wir über die gesamte Laufzeit versuchen wie ein Puzzle zusammenzufügen, um fehlende Teile miteinander zu kombinieren.

Insgesamt ist die filmische Umsetzung der Handlung hochwertig produziert worden, so wie wir es von dem Franchise gewohnt sind.


Das Duo stellt sich erneut dem Bösen

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©Warner Bros.

The Devil made me do it

Die (wahre?) Besessenheit

Abermals basiert „Conjuring 3“ auf wahren Begebenheiten. Wir empfanden das Finale mit seinen Darstellungen und Mitschnitten einiger echter Tonaufnahmen aus dem Jahr 1981, sogar als das wohl gruseligste am gesamten Film. Wir haben uns deshalb innerhalb der Redaktion damit auseinandergesetzt und sind dem echten Fall auf die Spur gegangen.

Im Jahr 1980 kam es erstmalig zu unerklärlichen Vorfällen bei der Familie Glatzel. Der kleine Junge David behauptete einen Mann zu sehen, der zur Abendstunde zu ihm sprach. Desweiteren zeigte David über die Zeit immer mehr Kratzer und Verletzungen am gesamten Körper. Er konnte sich nicht daran erinnern sich selbst verletzt zu haben. Die Ereignisse verschlimmerten sich, sodass die Familie Glatzel die beiden Dämonologen Ed und Lorrain zur Hilfe rief.

Das Duo stellte schnell fest, dass es sich hier um eine dämonische Besessenheit handeln muss. Zu dieser Zeit stand auch der 19-jährige Arne in Kontakt zu David und Co.

Ed und Lorrain mussten sich die Hilfe der Kirche einholen, um einen Exorzismus durchführen zu können. Bei diesem Exorzismus soll einer der Dämonen in den ebenfalls anwesenden Arne Cheyenne Johnson gefahren sein.


In einem Interview erklärte Regisseur Michael Chaves wie ähnlich sich etwa die ikonische Wasserbett-Szene abgespielt hat:

Die Familie Glatzel ist in ihr neues Haus eingezogen, in dem der vorherige Besitzer ein altes Bett zurückgelassen hatte. Es waren seltsame Flecken auf dem Bett und man ging davon aus, dass die Besessenheit dort seinen Ursprung hatte.Michael Chaves
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© Warner Bros.

Realität oder Fiktion 1 – David Glatzel

Wir forschten nach und haben festgestellt, dass David über die Jahre wohl ein bescheidenes Leben geführt haben muss und sich eher von der Presse und den Medien zurückgezogen hatte.

Sein  älterer Bruder Carl erklärte in einem aktuellen Interview, dass die Geschichte hinter der Besessenheit völlig frei erfunden sei und sein Bruder David über die Jahre durch die Beschuldigungen der Presse zutiefst gelitten habe. David habe sich gegen die Warrens gestellt und dagegen geklagt, dass sie seine Persönlichkeit und Privatssphäre öffentlich gemacht haben – dies habe ebenfalls seinem Ruf geschadet.

Jedoch berichtete Carl auch, dass sein Bruder David sich aktuell von den mentalen Strapazen der Vergangenheit erholt habe und es ihm nun gesundheitlich besser gehe. Debbie, die Schwester von David, stand wohl bis zum Tod von Lorraine Warren weiterhin mit ihr in Kontakt – trotz Davids Reaktion gegen die Warrens.[1]

Falls ihr immer noch nicht genug von der Gruselgeschichte bekommen könnt und euch noch mehr für die wahre Geschichte hinter „Conjuring 3“ interessiert, haben wir für euch ein Interview über den wahren Fall aus den 80er Jahren verlinkt. In einem Video auf YouTube könnt ihr euch das ganze Interview ansehen.


Der Schauspieler Julian Hilliard (links) neben dem wahren David Glatzel

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https://thecinemaholic.com/wp-content/uploads/2021/06/dav.jpg

Realität oder Fiktion 2 – Arne Cheyenne Johnson

Der englische Titel „The Devil made me do it“ ist eine Anspielung an einen der berühmtesten Gerichtsprozesse der USA. Dieser war der erste in der Geschichte, in dem dämonische Besessenheit als Argument für die fehlende Schuldfähigkeit des Angeklagten angeführt wurde.

Der damals 19-jährige Arne wurde des Mordes beschuldigt und plädierte auf seine Unschuld. Seine Ehefrau Debbie erklärte in einem Interview, dass sich Arne vor den Morden schon sehr merkwürdig verhalten habe und er zudem Halluzinationen gehabt hätte. Der Fall war in den USA sehr lang diskutiert worden.

Das Gericht erklärte, dass sich ein Dämon als wahrer Täter hier unmöglich beweisen liese. Arne wurde wegen Mordes zu zehn bis zwanzig Jahren Haft verurteilt, von denen er jedoch nur fünf absaß. Danach wurde er wegen guter Führung entlassen.[2] 

Debbie und Arne sind mittlweile verheiratet und haben zwei Kinder. [3]


Arne Cheyenne Johnson (in der Mitte), vor dem Gericht am 24. November 1981
 
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picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Fazit – Ambitionierte Fortsetzung mit einigen Schwächen

Wir finden es zutiefst schade, dass die Fortsetzung der „Conjuring“-Reihe nicht mit seinen Vorgängern mithalten kann. Das Universum hat uns immer so viel geboten. Wir wünschten, es hätte uns auch im dritten Teil mehr aus dem Kinosessel geworfen.

Die Anspielungen innerhalb der Story sind uns durchaus aufgefallen. So auch eine an den Exorzisten-Klassiker aus dem Jahre 1973. Hier appeliert Regisseur Michael Chaves an alle Horror-Fans – denn diese heißt es zu überzeugen. Ein Grinsen konnten wir uns bei den Anspielungen jedenfalls nicht verkneifen.


Diese Szene ist eine Hommage an „Der Exorzist“ aus dem Jahre 1973, der unter der Vorlage des gleichnamigen Romans von William Peter Blatty entstand

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© Warner Bros.

Nichtsdestotrotz, empfehlen wir „Conjuring 3“ jedem Horror-Freund oder Cineasten und natürlich allen Fans des „Conjuring“-Universums.

Wird es einen vierten Teil der Reihe geben? Die Chancen stehen aufgrund des Erfolgs des Franchise sicher gut. Wir würden es uns jedenfalls wünschen – vor allem wenn Schöpfer James Wan wieder selbst auf dem Regie-Stuhl platz nehmen würde!

Das „Conjuring“-Universum mit seinen sympathischen Protagonisten bietet sicher so viel Erzählstoff für neue Fälle, die uns erneut das Gruseln lehren könnten. Das prallgefüllte Schreckens-Museum der Warrens, gibt schließlich noch so einiges an furchbarem Stoff her.

Auf einen weiteren spannenden Fall von Ed und Lorraine!


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Conjuring 3: Im Bann des Teufels“ (2021).

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©Warner Bros.

Conjuring 2 (2016)

  • 10/10
    derofa Durchschnittswertung - 10/10
10/10

Lieblingsfilm

Die Dämonologen Ed und Lorraine Warren sind zurück und die „Conjuring-Reihe“ wird zum groß angelegten Franchise.

Nach dem ersten Film „Conjuring- Die Heimsuchung“ (2013) folgen nun immer mehr Hauptfilme und Spin-Offs, rund um das „Conjuring-Universum“.

Was zukünftig gruseliges auf uns zu kommt, warum „Conjuring 2“ so verdammt gut ist und was die Hintergründe der beängstigenden Handlung sind, erfahrt ihr im Review auf derofa.de

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Genre: Horror, Geister

Originaltitel: The Conjuring 2

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures | New Line Cinema, Atomic Monster, Evergreen Media Group, RatPac-Dune Entertainment, The Safran Company

Regie: James Wan

Drehbuch: Chad Hayes, Carey Hayes, James Wan, David Leslie Johnson

Produktion: Rob Cowan, Peter Safran, James Wan

Musik: Joseph Bishara

Länge: ca. 134 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Universum: Conjuring

Vorgänger: Conjuring – Die Heimsuchung (2013)

Nachfolger: Conjuring 3 – Im Bann des Teufels (Kinostart: 10.09.2020)[1]

Wertung:   

Autor: Lissa

Verfasst am:
25.06.2018


Die Fortsetzung von Conjuring

Der Horrorfilm „Conjuring 2″, ist die Fortsetzung des beliebten Vorgängers „Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013).
Produziert von James Wan, erzählt uns der Film die Geschichte eines neuen Falles von Ed und Lorraine Warren.

Ed und Lorraine Warren waren in den 70er Jahren bekannte Dämonologen und haben in den USA sehr viele paranormale Ereignisse erforscht. Das Ehepaar hat im Laufe seines Lebens laut eigener Aussage über 10.000 Fälle untersucht.

Einer der bekanntesten war der Fall von Amityville oder der Puppe Annabelle, die wir bereits aus „Conjuring – Die Heimsuchung“ (2013) oder „Annabelle“ (2014) kennen. Doch von was handelt die Fortsetzung der „Conjuring“-Reihe?


Das Ehepaar Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga)


Die wahre Geschichte dahinter

Der Spuk von Enfield

Die Geschichte aus „Conjuring 2“ basiert auf einer wahren Begebenheit. Dieser Fall ist der wohl spektakulärste der zu dieser Zeit dokumentiert wurde.

Von August 1977 bis zum September 1978 erlebte eine Mutter mit ihren vier Kindern in Enfield London, mysteriöse Poltergeist-Erscheinungen in Ihrem Zuhause. Es wurden insgesamt um die 1500 Spukerscheinungen aufgezeichnet. Viele Reporter, Psychologen oder Spuk-Forscher besuchten die Familie um den Geschehnissen auf den Grund zu gehen.

Alles begann am Anfang recht harmlos. Zu Beginn wusste die Familie nicht mal, dass sie es mit einem Geist zu tun hatten. Es fing an mit mysteriösen Geräuschen, die im Schlaf ertönten oder der Ton einer schleichenden Person, die durch die Flure wanderte. Diese Laute wurden immer dröhnender und häufiger. Es kam zu lauten klopfen an den Wänden, oder das flüstern von unbekannten Stimmen, die aus den Zimmern kamen.

Der Spuk wurde immer schlimmer und zog sich Monate weiter. Die unbekannten Stimmen die sie hörten, versuchte man auf einem Tonband einzufangen, um so heraus zu bekommen, was diese einem mitteilen wollten.

Eine Stimme behauptete, einem 72-jährigen Mann aus der Nachbarschaft zu gehören. Die Stimme zu identifizieren fiel schwer. Gehörte sie wirklich einem alten Mann der früher mal in der Nachbarschaft lebte? Doch viel mehr war die Frage wieso hörte man sie und was wollte sie von der Familie?

Nach den Stimmen folgte das herumfliegen von Möbelstücken. Gegenstände flogen durch die Luft. Die Geister in diesem Haus besaßen erstaunliche Kräfte. Eines Tages wurde plötzlich ein Teil des Kamins aus der Verankerung gerissen. Das Gitter wurde buchstäblich von Geisterhand durchs ganze Zimmer geschleudert. Ein anderes Mal flog eine Kommode, ein Sofa und ein Bett durch die Luft.


Ein Foto der echten Janet und ihrer Familie


Das Mädchen Janet

Grund dieser ganzen Vorfälle schien die 12-jährige Tochter Janet zu sein, denn aus ihr sprachen diese mysteriösen Stimmen. Zeugen konnten bestätigen, dass das Mädchen sogar mehrmals durchs Zimmer schwebte. Janet wurde viele Male aus ihrem Bett heraus gezogen, sodass sie und ihre Schwester anfingen auf dem Boden zu schlafen, vor Furcht es könnte sie wieder jemand aus dem Bett zerren.

Die Familie hatte anfangs Angst um ihr Leben gehabt, doch nach der Zeit gewöhnten sie sich daran – an die ungewöhnlichen Ereignisse in ihrem Zuhause. Es kam der Punkt, an dem die Familie hilflos war und nicht mehr weiter wusste. So haben sie sich letztendlich entschieden, Unterstützung von Ed und Lorraine Warren zu holen, da sie von ihrer Arbeit als Dämonologen gehört haben.

Im September 1978 endeten dann die Erscheinungen abrupt und traten bis heute nicht wieder auf. Was bleibt, sind einzigartige Aufzeichnungen eines ungewöhnlichen Spukereignisses.

Die original Tonaufnahmen vom Interview der kleinen Janet, die während der Aufnahme angeblich vom Geist besessen war, kann man sich im Internet auf diversen Seiten anhören. Ganz schön verstörend.



Die Verfilmung

Die Handlung aus dem Film

Die Dämonologen Ed (Patrick Wilson) und Lorraine Warren (Vera Farmiga) wurden wieder um Hilfe gebeten, denn schlafen tun die Geister oder Dämonen auf dieser Erde nicht und deswegen wird das Paar nach England gerufen, um dort einer Londoner Familie zu helfen.

Dort lebt die alleinerziehende Mutter Peggy Hodgson (Frances O’Connor) mit ihren vier Kindern Margaret (Lauren Esposito), Janet (Madison Wolfe), Johnny (Patrick McAuley) und Billy (Benjamin Haigh). Bei ihnen soll es angeblich spuken und besonders Janet wird mehrmals Opfer eines Dämons, der von ihr Besitz ergreift und durch sie mit den Menschen spricht. Das ist der Beginn eines neuen Falles für die Warrens und dieser wird es ihnen nicht einfach machen.

Unterschied zur wahren Geschichte

Einen großen Unterschied zur wahren Geschichte der Familie Hodgson gab es dann doch noch. Zum Beispiel wurde die Figur „The Crooked Man“ extra für den Film von James Wan kreiert.

Für ihn sollte der „Crooked Man“ mehr Spannung und Grusel in den Film bringen. Wir empfinden die Idee als sehr gut gelungen, denn dieser Charakter hat es in sich. Seine Gestalt und sein Auftreten wirken echt und realistisch. Jump Scares garantiert!


Das kleine Mädchen Janet (Madison Wolfe)


Noch mehr Filmfutter

Die gruselige Nonne aus „Conjuring 2″ bekommt ihren eigenen Auftritt. Denn im Februar 2017 wurde bekannt gegeben, dass Corin Hardy Produzent vom Horrorfilm „The Hallow“ (2015), die Regie von „The Nun“ (2018) übernehmen wird. Der Film soll im September 2018 in die Kinos kommen. Ob der Film an seine Vorgänger ran kommt, wird man Ende 2018 sehen.

Außerdem wurde berichtet, dass sich ein neuer Spin-Off-Film mit dem Titel „The Crooked Man“ in der Produktion befindet.
Das heißt, die dünne gruselige Horrorgestalt wird seinen eigenen Film bekommen. Für das Drehbuch wurde Mike Van Waes beauftragt. James Wan und Peter Safran werden erneut die Produktion übernehmen.

Und da alle guten Dinge bekanntlich drei sind, gibt es noch eine letzte Neuigkeit über die Conjuring-Reihe. Im Juni 2017 wurde bekannt gegeben, dass „Conjuring 3“ bereits in Arbeit ist.

Horrorfans dürfen sich also auf viele neue Projekte des Meisterregisseurs James Wan freuen!


Diese Szene diente u.a. als Inspiration für den Film „The Nun“


Fazit – So sollte Horror sein

In „Conjuring 2“ tritt der Dämon in Gestalt einer Nonne auf, dies wirkt sich stark auf den Gruselfaktor aus. Die Gestaltung der Nonne wurde gut in die Szenen inszeniert. Eine Überraschung folgte der anderen. Nicht umsonst vergeben wir dem Film eine volle 10/10, denn wir finden man hätte nichts besser machen können! Wir erleben in „The Conjuring 2“ zwar auch altbekannte Horrorklischees, jedoch bietet der Film eine hervorragend erzählte Handlung und sticht somit, mit ihren überzeugenden Darstellern und der Produktionsart, weit von der gewöhnlichen Masse heraus.

Die Schauspieler überzeugen mit ihrer Leistung allesamt und auch die Atmosphäre wurde sehr gut im Film eingefangen. Die musikalische Untermalung stammt wie schon in Wans früheren Geisterfilmen von dem amerikanischen Komponisten Joseph Bishara. Er komponierte unter anderem auch die Musik für „Insidious: Chapter 3″ und das Conjuring-Spin-Off“ der Gruselpuppe „Annabelle“.

So und nicht anders sollte guter Horror erzählt werden – das ist Filmkunst der hohen Klasse!



 

Annabelle (2014)

Sehenswert

Dämon aus der Puppe.
Mit Annabelle liefern die Produzenten James Wan und Peter Safran ein Prequel zur bekannten Conjuring-Reihe nach. Auf welcher angsteinflößenden Hintergrundgeschichte der Horrorfilm basiert und ob er das Zeug zum Gruselschocker hat, erfahrt ihr im Review.

Genre: Horror, Geister

Autor: Lissa

Verfasst am: 23.06.2018
Wertung:   


Conjuring als Vorbild

Mich hat die Conjuring-Reihe schon immer sehr interessiert. Die beiden Filme Conjuring – Die Heimsuchung (2013) und der Nachfolger Conjuring 2 (2016) haben uns sofort überzeugen können.

Aus diesem Grund waren wir sehr erfreut als wir hörten, dass es einen eigenen Film zur Annabelle Puppe gibt, denn diese hatte schon damals einen Cameoauftritt im ersten Conjuring-Film.

Gelungenes Spin-Off?

Annabelle ist ein Horrorfilm aus dem Jahr 2014 und wurde von James Wan und Peter Safran produziert. Filme von James Wan sollten Horrorfilmliebhabern bekannt sein, denn Wan hat bereits weitere Horrorfilme produziert, wie z.B.: Teil 2-6 der Saw-Reihe, Insidious – Chapter 3, Insidious – Last Key oder Lights Out.

Der Film
Annabelle basiert auf einer wahren Begebenheit und handelt von der Puppe Annabelle, welche in den 70er Jahren von einem Dämon besessen gewesen sein soll. Ed Warren und Lorraine Warren waren damals eine der bekanntesten US-amerikanischen Dämonologen und befassten sich mit der gruseligen Puppe.



Die wahre Geschichte

Diese Puppe gehörte 1970 einer Schülerin namens Deirdre „Donna“ Bernard, die die Puppe zu Ihrem 28. Geburtstag geschenkt bekommen hatte.
Donna und ihre Zimmergenossin erlebten unerklärliche Geschehnisse zu dieser Zeit, was sie dazu brachte, ein Medium aufzusuchen. Das Medium behauptete, die Puppe sei von einem Geist besessen, dem Geist von Annabelle Higgins.

Trotz des Mediums bekamen die beiden Frauen den Geist nicht los und es ging sogar so weit, dass in der Wohnung Zettel mit der Aufschrift „Helft uns“ verteilt lagen. Die beiden Frauen bekamen es mit der Angst zu tun. Eines Tages besuchte ein Freund Donna’s die beiden in ihrer Wohnung. Er machte sich lustig über die Puppe und nahm alles nicht so wirklich ernst.

Als er die Nacht über bei ihnen in der Wohnung blieb, hatte er einen merkwürdigen Traum von der Puppe Annabelle. Er träumte davon, dass die Puppe Nachts auf ihn hoch krabbelte und ihm auf der ganzen Brust Kratzer hinterließ. Im Traum konnte er sich nicht bewegen oder reagieren. Am nächsten Tag schaute er sich seine Brust noch mal an und die Kratzer waren immer noch da.

Aus diesem Grund beauftragten die beiden Frauen, die Dämonologen Ed und Lorraine Warren sich um die Puppe zu kümmern. Die beiden teilten Donna mit, dass ihre Puppe nicht von einem Geist, sondern von einem Dämon besessen sei.

Und so nahm alles ihren Lauf und die Puppe wurde seither von Ed und Lorraine in Ihrem Museum „Warren Occult Museum“ in Monroe, Connecticut in einer Glasvitrine aufbewahrt.
An der Glastür hängt ein Zettel mit der Aufschrift: „Warning! Positively do not open!“ Bis heute befindet sich die Puppe in diesem Museum.

Man sagt, dass man der Puppe nicht zu nahe kommen soll, denn der Dämon würde immer noch in der Puppe leben. Zudem solle man nicht an die Glasscheibe klopfen oder die Vitrine anfassen.
Das tat ein Mann aus den USA und verünglückte danach tödlich.
Nicht umsonst war eine der bekanntesten Fälle von den beiden Dämonologen der, der Puppe Annabelle.



Die Geschichte aus dem Film

Das Spin-Off zu Conjuring erzählt die Geschichte bevor die Puppe Annabelle in den Besitz der beiden Dämonologen Ed und Lorrain Warren kommt. D.h. dieser Film ist somit chronologisch der Start der Conjuring-Reihe. Teil 0 könnte man sagen.

Alles beginnt in Santa Monica Kalifornien im Jahr 1967, als das Ehepaar Mia Form (Annabelle Wallis) und John Form (Ward Horton) ein Kind erwarten. Ein Hobby von Mia ist es, einige Puppen zu sammeln. Daher schenkte ihr Mann John ihr eine Puppe um ihre Puppensammlung zu vervollständigen.

Diese Puppe war keine andere als die liebe Annabelle. Somit begann die Horrorgeschichte. Um nicht die ganze Geschichte vorwegzunehmen, gehe ich nicht mehr auf den Inhalt des Filmes ein.



Unerklärliche Ereignisse

Während der Dreharbeiten passierten auf dem Set einige unerklärliche Dinge. Die Filmcrew erzählte z.B. vom Fall eines Badeschranks.
Ein Badeschrank welcher immer wieder herunterfiel und keiner sich erklären konnte, wieso das immer wieder passierte.

Interessant ist, dass alle Apartment Szenen in einem echten Apartmenthaus gedreht wurden, welches in Los Angeles steht.
Am Ende des Films wird die echte Puppe in der Glasvitrine im Museum von Ed und Lorraine Warren gezeigt. Die eigentliche Puppe sieht in der Realität dann doch etwas anders aus.



Fazit

Regisseur John R. Leonetti liefert hier einen soliden Horrorstreifen ab und bedient damit alle Regeln des Genres. Die Schockeffekte passen und die Spannungskurve zieht gegen Ende hin ziemlich an.

Uns hat der Film keine Minute gelangweilt. Die Musik bietet genug Tiefe in der Atmosphäre und das fördert das Gruselfeeling sehr.
Wer gerne gute Schockmomente sucht, wird hier auf seine Kosten kommen.Alles in Allem ist das Conjuring Spin-Off Annabelle ein sehr gelungener Horrorfilm, der Horrorfilmliebhaber zum gruseln bringen kann.

Und wer nicht genug bekommen kann, der kann sich genüsslich die Fortsetzung zu Annabelle ansehen, denn diese ist bereits unter dem Titel Annabelle 2 im Jahr 2017 erschienen.
Ein Review zur Fortsetzung wird auch hier noch folgen.