The Crown (2016 – …)

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    dero­fa Durch­schnitts­wer­tung - 8/10
8/10

Aus­ge­zeich­net

Eine Serie über die bri­ti­sche Poli­tik und dem Auf­wach­sen einer Königin.

Pro­du­ziert von Peter Mor­gan, wur­de die Serie 2016 das ers­te mal auf Net­flix ver­öf­fent­licht. Aus der Feder von Peter Mor­gan stammt auch der bri­ti­sche Film “The Queen” aus dem Jah­re 2006.

Mit The Crown erhal­ten wir einen Ein­blick in die Welt des Ver­ei­nig­ten Königreichs.

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Gen­re: Dra­ma

Ori­gi­nal­ti­tel: The Crown

Pro­duk­ti­ons­land: Ver­ei­nig­tes Königreich

Regie: Peter Mor­gan

Musik: Hans Zim­mer, Rupert Gregson-Williams

Län­ge: 60 Minu­ten je Episode

Alters­frei­ga­be: FSK 12

Wer­tung:   

Autor: Lis­sa

Ver­fasst am: 13.12.2019


Besuch im Königshaus

The Crown ist eine Antho­lo­gie­se­rie. Jede Staf­fel erzählt ein Jahr­zehnt aus dem Leben der Köni­gin Eliza­beth II. Pro­du­ziert von Peter Mor­gan wur­de sie 2016 das ers­te mal welt­weit aus­ge­strahlt. Im Jah­re 2017 und 2019 folg­ten dann die Fort­set­zun­gen. Mitt­ler­wei­le gibt es drei Staf­feln. Eine vier­te Staf­fel ist bereits in Pla­nung. Pro­du­ziert wur­de die Serie wie­der mal von der Strea­ming-Platt­form Netflix.

Auf den ers­ten Blick könn­te die Serie den Anschein erwe­cken, lang­wei­lig und zäh wie Gum­mi zu sein. Dies ist jedoch nicht der Fall. Wir erhal­ten mit The Crown eine groß­ar­ti­ge Serie, die sich mit dem Leben der Köni­gin Eliza­beth II. befasst und uns einen Ein­blick in ihre Welt ver­schafft. Sie ist span­nend und durch­aus stim­mig durch die wun­der­schö­ne dra­ma­ti­sche Musik unter­malt. Wer sich hier nicht traut, ver­passt etwas.


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©Net­flix

Nicht alles was glänzt ist Gold

Die ers­te Staf­fel mit “Clai­re Foy” als Queen Eliza­beth II. und “Matt Smith” als Prinz­ge­mahl Phil­ip, beginnt im Jah­re 1947 und endet 1956. Wir soll­ten den­noch anmer­ken, dass die Serie immer mal wie­der Rück­bli­cke in die Ver­gan­gen­heit macht, in der die Köni­gin noch ein Kind ist.

Die Sze­nen bau­en Stück für Stück auf­ein­an­der auf und fügen sich so zusam­men. In der Fort­set­zung mit Staf­fel zwei, geht die Geschich­te direkt wei­ter wo sie auf­ge­hört hat. Sozu­sa­gen im Jah­re 1956 und erzählt ein wei­te­res gan­zes Jahr­zehnt der Regent­schaft der Köni­gin Eliza­beth II.

Die Serie betont, dass die Erzäh­lun­gen alle auf wah­ren Bege­ben­hei­ten basie­ren. Immer wie­der wer­den die Kon­flik­te zwi­schen ihrem Prinz­ge­mahl Phil­ip und ihr dar­ge­stellt. Auch inner­halb der Königs­fa­mi­lie kam es zu Unruhen.

Neben den Kon­flik­ten der Köni­gin und des Königs, wird dem Zuschau­er auch ein Bild der jün­ge­ren Schwes­ter Mar­ga­re­te (Vanes­sa Kir­by) gezeigt. Ihr Leben ver­lief nicht so wie sie es gewünscht hat­te. Denn ihr sehn­lichs­ter Wunsch war es, die Regent­schaft über Groß­bri­tan­ni­en zu erhal­ten. Doch auf Grund der Thron­fol­ge wur­de Eliza­beth II. die nächs­te Köni­gin Groß­bri­tan­ni­ens. Dem Zuscha­er wird sug­ge­riert, dass nicht alles Gold ist was glänzt.


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https://entertainment.unitymedia.de/neu/netflix/the-crown-staffel-3-netflix-start-deutschland-handlung-cast/

Bekann­te Gesichter
Ab der drit­ten Staf­fel ändert sich jedoch mehr als nur das Jahr­zehnt. Hier ist die Köni­gin bereits geal­tert und wird des­halb von einer ande­ren Schau­spie­le­rin (Oli­via Col­man) gespielt. Sowie ihr Prinz­ge­mahl Phil­ip (Tobi­as Men­zi­es). Die kom­plet­te Dar­stel­ler­lis­te wur­de hier überarbeitet.

Prin­zes­sin Mar­ga­re­te wird ab der drit­ten Staf­fel von „Hele­na Bon­ham Car­ter“ gespielt. Sie ist u.a. bekannt durch Rol­len in dem Musi­cal­film „Les Mise­ra­bles“ oder „Sweeney Todd – Der teuf­li­sche Bar­bier aus der Fleet Street“. Wer Hele­na bereits kennt, weiß das sie in ihren Rol­len öfters einen Gesangs­part ein­nimmt. So auch bei The Crown. Wir loben ihre Dar­stel­lung. Sie spielt ihre Rol­le sehr überzeugend.

Auch  dem jun­gen Prinz Charles wird ab der drit­ten Staf­fel mehr Auf­merk­sam­keit gewid­met.  Wir erfah­ren nun auch, wie es zum ers­ten Tref­fen mit ihm und Camil­la Par­ker kam. So gut wie jedes Mit­glied der Königs­fa­mi­lie wird in der Serie abge­bil­det und charakterisiert.


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https://www.gala.de/royals/briten/helena-bonham-carter--prinzessin-margaret-war--furchterregend--22120982.html

Qualität vom Feinsten

Die Serie prahlt nur so von Beson­der­hei­ten. Die Tat­sa­che, dass sie eine Antho­lo­gie­se­rie ist, ist nur ein Punkt davon. Viel mehr wol­len wir auf die Atmo­sphä­re ein­ge­hen. Obwohl es in der Tat nur um die Poli­tik geht, ist die Serie kei­nes­falls lang­wei­lig. Sie bleibt span­nend und fes­selnd bis zum Schluss. Da fällt uns das bin­gen der 10 Fol­gen pro Staf­fel nicht schwer.

Neben der Poli­tik, unter­hält uns natür­lich auch das Leben inner­halb des Buck­ing­ham Palace. Es fühlt sich an wie eine Sei­fen­oper, die nur so mit ihren dra­ma­tur­gi­schen Aspek­ten um sich wirft. Pas­send dazu, wer­den die Sze­nen mit einer gefühl­vol­len und dra­ma­ti­schen Musik unter­malt. Wir hat­ten ste­tig das Gefühl, die Musik zu ken­nen. Wir woll­ten gar nicht damit auf­hö­ren, uns in die Musik zu ver­tie­fen. War­um war sie uns nur so bekannt? Wir hat­ten den Ein­druck, als hör­ten wir uns einen Sound­track von Hans Zim­mer (Inter­stel­lar oder Incep­ti­on) an. Denn genau­so hat es sich ange­fühlt. Und so ist es auch! Die Musik wur­de von Rupert Greg­son-Wil­liams und Hans Zim­mer kom­po­niert! Ein Ohr­wurm für die Sin­ne. Hier ein Teil des her­aus­ra­gen­den Soundtracks.

Uns hat zudem sehr gefal­len, wie eini­ge Ereig­nis­se aus der Ver­gan­gen­heit the­ma­ti­siert wur­den. Zum Bei­spiel die ers­te Mond­lan­dung im Jah­re 1969, die im Zuge der Apol­lo 11 Mis­si­on von Neil Arm­strong und Buzz Ald­rin aus­ge­führt wur­den. Der Zuschau­er erhält einen wei­te­ren Ein­blick in einen Teil mensch­li­cher Geschichte.


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©Net­flix

Fazit

Wie sehr hat uns die Serie gefal­len. Wie sehr haben wir uns in die Welt der Adli­gen ver­lo­ren. Mit The Crown erhält man eine außer­ge­wöhn­li­che Dra­ma­se­rie, die nicht nur durch die Erzähl­form und deren Inhalt beein­druckt, son­dern sich viel­mehr durch die dich­te Atmo­sphä­re mit einem sen­sa­tio­nel­len Sound­track tief in unser Inne­res festsetzt.

Kei­ne Scheu vor der Mon­ar­chie! Die­se Serie hat viel mehr zu bie­ten als sie den Anschein erweckt und soll­te auf jeden Fall nicht unge­se­hen bleiben.


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