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CHiPs (2017)

Lesemusik:

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©Warner Bros. Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
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    roter Faden-Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Jannik meint - Geht so

Dax Shepherds „CHiPS“ ist eine zu vernachlässigende Buddy-Cop-Action-Komödie mit rar gesäten lustigen Szenen und einer unsinnigen Handlung, die natürlich gerade wegen eben dieser für kleinere Lacher sorgen kann.

(1. Februar 2019)

Genre: Actionkomödie

Originaltitel: CHiPs

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Warner Bros. Pictures | Primate Pictures

Regie: Dax Shepard

Drehbuch: Dax Shepard

Produktion: Andrew Panay, Ravi Mehta

Musik: Fil Eisler

Länge: ca. 101 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 20. April 2017 (Kinostart DE)

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https://en.wikipedia.org/wiki/CHiPs_(film) | https://de.wikipedia.org/wiki/CHiPs_(Film) | https://www.imdb.com/de/title/tt0493405/reference/

„CHiPs“ basiert übrigens auf der gleichnamigen Fernsehserie aus den Jahren 1977 bis 1983.[1] Was haltet Ihr von der Neuauflage? Lustiger Buddycop-Actionkracher oder Zeitverschwendung? Teilt eure Gedanken zu „CHiPs“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und die BMW R1200RTP von Jon Baker bestimmt auch![2]


Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „CHiPs“

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©Warner Bros. Pictures

Sandy Wexler (2017)

Lesemusik:

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Kate Hudson – Mr. DJ |©Netflix | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
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    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Jannik meint - Geht so

Adam Sandlers Netflix-Deal bietet dem Comedy-Urgestein offensichtlich absolute Narrenfreiheit!

Auch der dritte Film (nach „Die lächerlichen Sechs“ [2015] sowie „The Do-Over“ [2016]) – diesmal mit dem Titel „Sandy Wexler“ -kommt mit einer Ansammlung an absurden komödiantischen Szenen daher, die maximal von schlecht bis gut reichen und über unglaubliche 131 Minuten (!) mal foltern und mal erheitern.

Ein roter Faden ist nur selten zu erkennen. Die Sandler-Komödie bleibt damit insgesamt bestenfalls im „Geht so“-Mittelmaß zurück. (4. März 2019)

Genre: Komödie

Originaltitel:  Sandy Wexler

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix | Happy Madison Productions

Regie: Steve Brill

Drehbuch: Dan Bulla, Paul Sado, Adam Sandler

Produktion: Adam Sandler, Allen Covert, Ted Sarandos

Musik: Rupert Gregson-Williams

Länge: ca. 131 Minuten

Altersfreigabe: 12 (lt. Netflix)

Veröffentlichung: 14. April 2017 (Netflix)

Universum: Happy Madison Productions

Vorgänger: The Do-Over (2016)

Nachfolger: Die Woche (2018)

Quellen
Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Sandy_Wexler | Altersfreigabe: https://www.netflix.com/de/title/80126569

Beschreibung

„Sandy Wexler“ ist eine US-amerikanische Komödie von Regisseur Steve Brill aus dem Jahr 2017. Adam Sandler übernahm die Hauptrolle als exzentrischer Talentmanager. Die Geschichte spielt im Jahre 1994 in Los Angeles. Außerdem fungierte er mit seiner Produktionsfirma „Happy Madison Productions“ typischerweise auch als Produzent.

Es handelt sich um die dritte Produktion, die aus Adam Sandlers Vertrag mit dem Streaming-Giganten Netflix hervor ging. Dieser wurde im Oktober 2014[1] für angeblich 250 Millionen Dollar[2] geschlossen und umfasste die vier Filme „The Ridiculous 6“ (2015), „The Do-Over“ (2016), „Sandy Wexler“ (2017) und „Die Woche“ (2018).[3]

Bereits im Jahre 2017 wurde der Deal um weitere vier Filme verlängert: „Murder Mystery“ (2019),  „Hubie Halloween“ (2020), „Hustle“ (2022) und „Murder Mystery 2“ (2023).[4]

Im Jahre 2020 wurde bekannt, dass der Vertrag um vier weitere Filme verlängert wurde. Es erschienen „Du bist sowas von nicht zu meiner Bat-Mizwa eingeladen“ (2023), „Leo“ (2023, Animationsfilm), „Spaceman: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt“ (2024) sowie „Happy Gilmore 2“ (2025).


Was haltet Ihr von den Filmen, die Adam Sandler in der jüngeren Vergangenheit produziert hat? Genießt er absolute Narrenfreiheit? Teilt eure Gedanken zu “Sandy Wexler” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Happy Madison Productions bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Sandy Wexler“

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©Netflix

Him – Der Größte aller Zeiten (2025)

Lesemusik:

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©Universal Pictures | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 5.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5.5/10
5.5/10

Geht so bis ganz gut

Mit „HIM“ erschien am 13. November 2025 der neueste Film von Jordan Peeles Studio Monkeypaw Productions.

Trailer und Poster sahen vielversprechend aus, weil es den Eindruck machte, sie seien gekonnt trapiert worden. Ein junger Footballspieler mit Maschinenhaarschnitt, oberkörperfrei. Unten weiß bekleidet und mit jeweils einem Football in den weit ausgestreckten Händen. Blutüberströmt und im Hintergrund bejubelt, wie nach genauem Betrachten auffällt, von unheimlich gesichtslosen Cheerleadern.

Ziemlich geheimnisvoll. Sollte es sich wieder um einen Social-Thriller handeln? Dafür ist Oscarpreisträger Peele (Get Out, 2017) schließlich berühmt. Unsere Neugier war geweckt.

„HIM“ handelt vom Football-Talent Cam (Tyriq Withers) und seinem unheimlichen Mentor Isaiah (Marlon Wayans). Nachdem sich die Karriere des „Greatest of all the Time“ (kurz GOAT) in seinen letzten Zügen befindet, soll Cam als vielversprechendster Nachwuchsspieler in dessen Fußstapfen treten. Was wie ein Sportdrama beginnt und klingt, wird zunehmend ein mysteriöser Horrorthriller, angesiedelt in der Welt eines selbstzerstörerischen Profisports.

So wirkt es eingangs noch so, als könnte ein Motiv von „HIM“ sein, auf bizarre Art und Weise Hirnschädigungen im Profi-Football zu thematisieren, zu hinterfragen und zu verarbeiten. Schließlich gilt der Sport nicht erst seit gestern als problematisch in Bezug auf Schädel-Hirn-Traumata und die Erkrankung der chronisch traumatischen Enzephalopathie (kurz CTE, siehe Fall Aaron Hernandez).

Auch andere umstrittene, für den Football-Sport typische Punkte wie das Drafting-System, Vertragsverpflichtungen und der Haltung, Sportler wie Ware zu behandeln, werden aufgegriffen und zumindest angeschnitten.

Anschließend findet eine merkwürdige Vermengung dieser Elemente mit dem Christentum und den 7 Tagen der Schöpfung (Buch Genesis) statt, welche als Kapitel eingeblendet werden. Cam sieht immer wieder Dinge, ohne dass wir als Zuschauer wissen, was Realität und was Einbildung ist. Teilweise harte, surreale Bilder, die zwar unangenehm, aber nie wirklich furchterregend werden, lassen die Frage aufkommen, ob „HIM“ vielleicht mehr in Sachen Spannung als in puncto Horror aufwarten kann.

In dieser Phase sagt der Film A aber er kommt einfach nicht zu B und lässt den Zuschauer in der Luft hängen. Die sich wiederholenden paranoiden Wahnvorstellungen wirken in diesem Moment deshalb wie Selbstzweck ohne tieferen Sinn. Der Sportthriller dümpelt dann die meiste Zeit vor sich hin, wenn man von den optischen Schauwerten und der starken Präsenz von Hauptdarsteller Tyriq Withers einmal absieht und sich beidem entziehen kann.

Denn eines muss man „Him“ lassen: In seiner steril wirkenden Trainingsumgebung, hauptsächlich angesiedelt in Isaiahs unwirklichem, hochgezüchtetem und bis aufs letzte optimierten Domizil, strahlt das Werk eine gewisse Ästhetik und Produktionsqualität aus. Manchmal erinnert der visuelle Kontrast zwischen knackscharfer Realität und unwirklicher Dunkelheit im besten Sinne an „Nope“ (2022, ebenfalls Monkeypaw). „Him“ kommt jedoch nicht an die stilistische Raffinesse des Sci-Fi-Westerns heran bei dem Jordan Peele nicht nur produzierte, sondern selbst Regie führte.

Was darüber hinaus fehlt, ist der Nervenkitzel. „Him“ driftet mit zunehmender Laufzeit immer mehr in die Bedeutungslosigkeit ab. Als Zuschauer muss man sich an einem gewissen Punkt sehr darauf einlassen können und Interpretationsfreude an den Tag legen, um etwas im Film zu sehen, was nicht offensichtlich ist.

Gegen Ende ist es jedoch recht platt-durchschaubar und pseudotiefgründig-bedeutungsschwanger, wenn sich das visuell krass inszenierte, gewaltsam entladende Finale in einer Mischung aus befreiend schwarzhumorig und glänzend blutig befriedigend entlädt. (7. Februar 2026)

Genre: Horror, Sport, Body Horror, Übernatürliches

Originaltitel: Him

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Universal Pictures | Monkeypaw Productions

Regie: Justin Tipping

Drehbuch: Skip Bronkie, Zack Akers, Justin Tipping

Produktion: Jordan Peele, Win Rosenfeld, Ian Cooper, Jamal Watson

Musik: Bobby Krlic

Länge: ca. 96 Minuten

Altersfreigabe: FSK 16

Veröffentlichung: 13. November 2025 (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: Wir (2019), The Ritual (2017), The Prodigy (2019), The Fanatic (2019), The Empty Man (2020), Malignant (2021)

Quellen
https://de.wikipedia.org/wiki/Him_%E2%80%93_Der_Gr%C3%B6%C3%9Fte_aller_Zeiten | https://en.wikipedia.org/wiki/Him_(2025_film) | https://www.imdb.com/de/title/tt20990442/reference/?ref_=mv_desc
Was haltet Ihr vom neuesten Film von Monkeypaw Productions? Habt Ihr auch mehr erwartet? Teilt eure Gedanken zu “Him” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und der GOAT bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Trailer zu „Him – Der Größte aller Zeiten“

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©Universal Pictures

Beyond Blue (2020)

Lesemusik:

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©E-Line Media | Das hier verwendete urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.
  • 5.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5.5/10
5.5/10

Geht so

Mit dem Videospiel „Beyond Blue“ brechen die Macher des tiefgründigen Puzzle-Jump-’n‘-Runs „Never Alone“ (2014) zu Tauchgängen im Pazifik auf.

Das Studio E-Line Media wurde hierfür von der BBC-Serie „Unser blauer Planet II“ inspiriert. Das klingt insbesondere für Fans von hochwertigen Naturdokus vielversprechend.

Als Taucherin Mirai habt Ihr in „Beyond Blue“ die Aufgabe, innerhalb zahlreicher Tauchgänge die Unterwasserwelt zu erkunden und diese sowie ihre Bewohner zu scannen.

Daraus ergibt sich manchmal ein beinahe meditatives Spielerlebnis. Doch zugegebenermaßen flacht die Faszination am Spiel doch recht schnell ab. Die Umgebungen und ausgesuchten Meereslebewesen sind nicht abwechslungsreich und zahlreich genug, damit man sich wirklich wie ein waschechter Taucher, Meeresbiologe oder Forscher fühlt.

Zu Beginn des Tauchgangs wird meist von einer Befestigung aus die Missionsumgebung abgescannt. Eine offene Spielwelt gibt es nicht. Es handelt sich um Areale – je nach aktueller Mission. Auf den Tauchwegen zu den relevanten Stellen können dann Scans von Meeresspezies gemacht werden. Die Hauptaufgaben bestehen so gut wie immer aus dem Scannen, insbesondere einer Pottwalschule, die über das Spiel hinweg begleitet wird. Die entdeckten Lebewesen können anschließend in einer Datenbank begutachtet werden.

Besondere Momente wie wenn sich Delfine zum Vergnügen an Korallen reiben, sind leider selten. Die gesamte Welt wirkt statisch, dabei wird immer wieder betont, wie voll von Leben diese doch sei. Tauchgänge in besonderen Unterwasserumgebungen, wie durch Höhlen, entlang von Schiffswracks oder prachtvollen Korallenriffen, kommen nicht vor. Der Gesamtumfang des Spiels ist mit etwa 2-4 Stunden zudem nur kurz.

Gerade in der Disziplin der stimmungsvollen und optischen Präsentation haben wir mehr erwartet. Dass „Beyond Blue“ spielerisch auf das Nötigste reduziert wurde, war erwartbar. Niemand würde von dieser Art von Videospiel ein Gameplay-Feuerwerk erwarten.

Doch die große Möglichkeit von „Beyond Blue“ wäre eine außergewöhnliche, realistische und einnehmende Atmosphäre gewesen. Hier wird leider (vielleicht budgetbedingt) nur an der Oberfläche des Möglichen gekratzt, anstatt wirklich tief in die Materie einzutauchen.

Die kurzen Videoschnipsel, welche Hintergründe zum Thema zeigen und Meeresbiologen zu Wort kommen lassen, sind interessant, können den Gesamteindruck jedoch nie so richtig zum Positiven verändern. Gerade weil Material von „Unser blauer Planet II“ sowie BBC Earth verwendet wurde, wie die Credits verraten, wurde zumindest bei uns eine zu hohe Erwartungshaltung geschürt. „Beyond Blue“ spielt in einer völlig anderen Liga als die vor Leben nur so strotzenden BBC-Earth-Produktionen.

Zugutehalten sollte man „Beyond Blue“ jedoch zweifelsohne, dass es in seiner Form als Videospiel zu neuen Ufern aufbricht. Es ist offensichtlich ein ehrenwerter Versuch, für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren, indem eine Art Bildungsspiel präsentiert wird. Nicht umsonst hat sich das Studio laut eigener Website zum Ziel gesetzt, sowohl spaßige als auch zugleich bedeutungsvolle Games zu entwickeln.

„Beyond Blue“ wird als Versuch in Erinnerung bleiben, abseits des Gaming-Mainstreams etwas zu wagen. Etwas, was es in dieser Form noch nie gegeben hat. Und mindestens das ist bedeutend! (20. Dezember 2022 | Testplattform: PS5)

Genre: Abenteuer, Adventure, Simulation

Originaltitel: Beyond Blue

Produktionsland: USA

Entwicklerstudio | Publisher: E-Line Media

Game Director: Michael Angst

Musik: Mahuia Bridgman-Cooper

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 2,5 Stunden (Hauptstory), ca. 4 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 5,5 Stunden (100%)

Sprache: EN Sprachausgabe | DE Texte

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch (Stand: 09.02.2026)

Altersfreigabe: USK 0

Veröffentlichung: 17. April 2020 (iOS, macOS, tvOS) | 11. Juni 2020 (PC, PS4, Xbox One) | 11. November 2021 (Switch)

Ähnliche Titel: Gris (2018), FAR: Lone Sails (2018), Arise: A Simple Story (2019)

Quellen
Daten: https://en.wikipedia.org/wiki/Beyond_Blue_(video_game) | https://www.imdb.com/de/title/tt12503896/reference/ | Spielzeit: https://howlongtobeat.com/?q=beyond%2520blue | Altersfreigabe: https://usk.de/?s=beyond+blue
Was haltet Ihr vom ehrenwerten Versuch eines Unterwasserspiels im BBC-Doku-Stil? Gefallen euch „Abzû“ (2016) oder „Subnautica“ (2018) besser? Teilt eure Gedanken zu “Beyond Blue” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und das gewaltigste jemals auf dem Planeten dagewesene Geschöpf, mit dem Namen Blauwal, bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle Teaser-Trailer zu „Beyond Blue“

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©E-Line Media

Der offizielle Launch-Trailer zu „Beyond Blue“

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©E-Line Media | PlayStation

Secret of Mana (Remake) (2018)

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©Square Enix
  • 4.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 4.5/10
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Uninteressant

Nachdem wir zuletzt bereits einen Blick auf den japanischen Rollenspielklassiker „Secret of Mana (1993)“ auf dem Super Nintendo warfen, steht nun ein vielversprechendes Remake ins Haus.

Zum 25. Jubiläum des Spiels möchte Publisher Square Enix – vor allem bekannt als „Final-Fantasy„-Schmiede und „Dragon Quest“-Studio (der beliebtesten Spieleserie Japans) noch einmal die Kassen klingeln lassen.[1] Dafür wurde kurzerhand Q Studios mit ins Boot geholt.

Warum das qualitativ gehörig schief ging und Fans ein liebloses – ja gar hingerotztes Spiel serviert bekommen – erfahrt Ihr in unserem Test zum Remake von „Secret of Mana“.

Genre: Abenteuer, Action-Adventure, RPG, JRPG

Originaltitel: Secret of Mana

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio | Publisher: Square Enix (Business Division 8), Q Studios | Square Enix

Game Director: Takahiro Noda

Musik: Hiroki Kikuta

Spielmodus: Einzelspieler, Mehrspieler (lokaler Koop-Modus mit drei Spielern)

Spielzeit: ca. 16 Stunden (Hauptstory), ca. 20 Stunden (Hauptstory + Nebenaufgaben), ca. 33 Stunden (100%)

Sprache: Dt. Texte, engl. + jap. Sprachausgabe

Plattformen: PlayStation 4, PS Vita, PC (Stand: 25.01.2026)

Altersfreigabe: USK 6

Veröffentlichung: 15. Februar 2018)

Universum: Mana (Seiken Densetsu)

Vorgänger: Mystic Quest (1991)

Nachfolger: Trials of Mana (1995)

Ähnliche Titel: Secret of Mana (1993), Kingdom Hearts (2002), Final Fantasy XII – The Zodiac Age (Remastered) (2006, 2017), Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories (Remastered) (2007, 2013), Ever Oasis (2017)

Quellen
Entwicklerstudio: https://nintendowire.com/news/2018/07/02/secret-of-mana-remake-developers-working-on-an-action-rpg-for-switch-ps4/) | Produzenten: https://www.imdb.com/de/title/tt7472918/fullcredits/ | Spielzeit und Veröffentlichung: https://howlongtobeat.com/game/52497

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 4

Autor: Jannik

Verfasst am: 31. Mai 2020

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

Musik zum Lesen:

Hiroki Kikuta – The Dark Star (jap. Ankokusei) (OST) (2018)

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©Square Enix | Das hier verwendete, urheberrechtlich geschützte Material, dient nur zu Rezensions- sowie Veranschaulichungszwecken. Die Rechte des Materials liegen bei den genannten Rechteinhabern. Eine Vervielfältigung ist strengstens untersagt.

Action-Rollenspiel-Klassiker in neuem Gewand

Mit „Secret of Mana“ erschien am 6. August 1993 in Japan und am 24. November 1994 in Europa ein überaus beliebtes Rollenspiel des Entwicklerstudios Square Enix (damals Squaresoft) für das Super Nintendo (SNES).

In „Seiken Densetsu 2“, wie der Titel im Original heißt, machten sich die Spieler mit Schwertkämpfer „Randi“, Heilerin „Primm“ und Koboldin „Popoi“ zu einer Reise auf, um die geheimnisvolle Kraft des „Mana“ zu retten.

Heutzutage – gut 27 Jahre später – gilt das JRPG als Klassiker im Genre und erhielt aufgrund seiner ebenso großen wie nostalgischen Fangemeinde bereits zahlreiche Portierungen für andere Systeme. Im Juni 2019 erschien sogar die „Collection of Mana“ für Nintendos aktuelle Switch.

Diese enthält die ersten drei Spiele der Reihe mit den Titeln „Mystic Quest“ (1991, Game Boy), „Secret of Mana“ (1993, SNES) und „Trials of Mana“ (1995, als „Seiken Densetsu 3“, Super Famicom, kein EU-Release).

Doch nun sollte endlich ein waschechtes Remake kommen, auf das sicher nicht wenige Fans mehr als gespannt hingefiebert haben.


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©Square Enix |

Handlung – Die Welt am Abgrund

„Secret of Mana“ handelt von dem Jungen Randi, der in einer Welt lebt, die durch eine geheimnisvolle Kraft namens „Mana“ im Gleichgewicht gehalten wird.

Nachdem die Menschheit einst diese Kraft missbrauchte, um ein fliegendes Kampfschiff – die Mana-Festung – zu bauen, entzürnte dies die Götter so sehr, dass sie wilde Bestien auf die Welt herabsandten. Es entbrannte ein Krieg zwischen den verfeindeten Seiten. Nur ein Held, der mit dem sagenumwobenen Mana-Schwert bewaffnet war, konnte die Festung zerstören und so Frieden zurückkehren lassen.

Eines Tages ist Randi derjenige, der versehentlich das Siegel des Mana-Schwertes bricht. So wird ihm die Aufgabe zuteil, die Welt erneut vor dem Schrecken des Imperiums zu retten, dessen Ziel es ist, die Mana-Festung wieder auferstehen zu lassen und die Welt abermals in den Abgrund zu stürzen.

Auf seiner Reise trifft er auf das Mädchen Primm und die Koboldin Popoi, die sich ihm anschließen, um ihn im Kampf zu unterstützen.


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©Square Enix

Die Unterschiede zum Original

Wir möchten uns in diesem Test insbesondere anschauen, was die Unterschiede zum Original sind.

Hat Square Enix an den richtigen Stellschrauben gedreht? Was hat man sich Neues einfallen lassen und wo gibt es Verbesserungen? Es handelt sich bei „Secret of Mana“ schließlich nicht schlicht um ein aufgehübschtes Remaster, sondern um ein Remake.

Genau diese Stellschrauben, Entscheidungen und Justierungen sind für uns der wesentliche Punkt, soviel sei vorab verraten, warum die Neuauflage eine Enttäuschung ist und der Bezeichnung „Remake“ nicht mal annähernd gerecht wird.

Was ist uns besonders aufgefallen? Hier eine Übersicht über die konkreten Kritikpunkte.

Grafik & Ladezeiten

Hatten wir es im Super-Nintendo-Original noch mit ikonischem Pixellook zu tun, setzten die Entwickler im Remake auf einen dreidimensionalen „Chibi-Look“, bei dem die Charaktere wie Karikaturen ihrer selbst wirken. Einige Spieler wird die Grafikqualität sicher an heutige Mobile Games erinnern und abschrecken.

Wir empfanden den Stil als „ganz in Ordnung“. Man kann weder von einer Augenweide sprechen, noch von einem Totalausfall. Die Grafik wäre nicht der Dealbreaker und eher zu verkraften – wenn der Rest stimmen würde. Nebenbei wäre auch eine Wechselmöglichkeit zwischen Retro- und HD-Grafik eine nette Dreingabe gewesen.

Was bei dieser ohnehin schon durchschnittlichen Grafikqualität jedoch gar nicht geht, sind die enormen Ladezeiten zwischen den Arealen, die durch einen schwarzen Bildschirm mit hässlichem „Ladevorgang …“-Schriftzug – ohne jegliche Liebe fürs Detail – angezeigt werden. Bei der Leistung einer PS4-Konsole und der hier gebotenen Grafik muss einfach mehr drin sein. Insbesondere weil die Spieler in „Secret of Mana“ beinahe sekündlich oder zumindest sehr häufig zwischen den Arealen wechseln.


Kein Witz! Hässlicher geht’s nicht. Das ist der Ladebildschirm beim Übergang zwischen den Arealen. Nicht mal für ein Logo hat’s gereicht.

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©Square Enix

Sich verhakende Mitstreiter und verfehlte Schläge

Was sind vier Punkte, die viele Spieler im originalen „Secret of Mana“ von 1993 am meisten nervten und mit ein Grund dafür sind, warum das Spiel heute als schlecht gealtert gilt? Und was ist der Lösungsansatz der Entwickler für diese elementaren Punkte? Man weiß nicht so recht, ob man weinen oder lachen soll.

  • Nervfaktor 1: Sich ständig in der Umgebung verhakende Mitstreiter, die wie beschwipste Pogopuschel hinter einem herlaufen. Lösung: Mitstreiter einfach zurück- und Spieler weiterziehen lassen. Irgendwann findet der schon wieder zum Spieler … vielleicht.
  • Nervfaktor 2: Dauerhaft verfehlte Schläge im Kampf ohne ein wirkliches Treffer-Feedback. Lösung: Ein beherztes „VERFEHLT“ wenn der Schlag nicht trifft, was gefühlt bei jedem zweiten Schlag aufploppt.
  • Nervfaktor 3: Zauber, die im Ringmenü mal ausgewählt werden können und mal nicht, obwohl die Gegner teilweise direkt vor einem stehen, das Spiel diese Gegner aber nicht als auswählbar ansieht. Lösung: Keine.
  • Nervfaktor 4: Enorme Verzögerung zwischen Hit und Damage. Lösung: Keine.

Sackgasse. DIe Mitstreiter sind genau so kopflos wie damals.

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©Square Enix | Quelle: https://makeagif.com/i/mFesH_

Ständiges „VERFEHLT“ – Ohne wirkliches Treffer-Feedback!

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©Square Enix | Quelle: https://www.roterdorn.de/spiel/secret-of-mana-remake/

Das klassische Ring-Menü ist wieder mit von der Partie. Besonders nervig: nicht immer auswählbare Zauber während des Kampfes.

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©Square Enix | Quelle: https://www.roterdorn.de/spiel/secret-of-mana-remake/

Die Verzögerung zwischen Hit und Damage ist zwar ein typisches Merkmal des Originals – nervt aber trotzdem und wirkt für heutige Standards träge.

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©Square Enix | Quelle: https://www.rpgsite.net/news/6024-see-more-of-the-secret-of-mana-remake-in-new-screenshots-and-character-art

Lokalisierung am Herzen der Fans vorbei

„Secret of Mana“ war in Deutschland für seine zwar sehr freie, aber dafür auch gelungene Lokalisierung von Claude M. Moyse bekannt. Diese zeichnete sich durch skurrile, aber auch charmante Eigenheiten aus.

Der Kultklassiker ist selbstverständlich der Spruch: „Die Lindenstraße fängt gleich an“. Aber auch die drolligen Eigennamen der Gegner wie etwa Pogopuschel (jetzt Mümmler) oder der freche und humorvolle Ton insgesamt prägten die Kindheit der Spielerschaft.

Doch „Square Enix“ scheint in Deutschland kein Herz für die nostalgischen Gefühle der Fans zu haben. Nicht nur bekannte Sprüche fielen dem Rotstift zum Opfer: Einfach alles wurde umbenannt. Ob Städte, Charaktere oder Gegner. Die neue deutsche Lokalisierung macht vor keinem klassischen Element halt und wurde komplett erneuert.

Fairerweise sei jedoch auch angemerkt, dass die Neuauflage objektiv gesehen sprachlich korrekter und damit authentischer übersetzt wurde. Damit entspricht sie eher dem Original, was wir grundsätzlich als wünschenswert empfinden.


Bis heute unvergessen: Die freie und humorvolle Lokalisierung von Claude M. Moyse.

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©Square Enix

Sprachausgabe | Zwischensequenzen | Intermezzo-Episoden

Die Entwickler hauchten der Präsentation von „Secret of Mana“ darüber hinaus insgesamt frischen Wind ein.

So wurden sowohl einige Zwischensequenzen als auch sogenannte Intermezzo-Episoden eingefügt. Außerdem wurde dem Spiel eine komplette Sprachausgabe in Japanisch und Englisch spendiert.

Klingt erst mal nach einem positiven Schritt. Die Zwischensequenzen sind jedoch so gering an der Zahl, dass sie fast nicht erwähnenswert sind.

Bei den Intermezzo-Episoden handelt es sich um kurze erzählerische Szenen, in denen die Charaktere in einer Nahaufnahme hervortreten, sich gegenüberstehen und die Story erzählen. Diese werden z. B. auch verwendet, wenn man in der Herberge übernachtet. Das Problem: Neben der Hauptgeschichte wird nichts Relevantes erzählt und die meiste Zeit keifen sich die Protagonisten nur kindisch an. Hier hätte so viel mehr Liebe in die Hintergrundwelt investiert werden können, um gemeinsam mit den Autoren die Geschichte zu intensivieren.

Besonders merkwürdig: Für die Animation der Münder beim Sprechen ist Square in allen Sequenzen wohl das Budget ausgegangen oder sie hatten einfach keine Lust. Verkauft sich ja auch so automatisch.


Randi ist enttäuscht über zu wenige Zwischensequenzen

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©Square Enix

Die Intermezzo-Episoden hätten Potenzial gehabt. Das Ergebnis ist ernüchternd.

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©Square Enix | Quelle: https://www.everyeye.it/notizie/secret-of-mana-remake-immagini-per-personaggi-gli-episodi-d-intermezzo-305801.html

Soundtrack & Minimap – Wir haben die Wahl

Auch im Remake zeichnet sich Komponist Hiroki Kikuta für die Musik verantwortlich. Diese Neuinterpretation ist mal gelungen, mal aber auch schrill und merkwürdig.  Dudelsack und Technobass wirkten in einigen Stücken dann doch etwas befremdlich. Doch keine Sorge: Das Positive ist, Ihr könnt zwischen klassischem und Remake-Soundtrack wählen.

Außerdem neu hinzugekommen ist eine Minimap, die oben rechts im Bild eine kleine Umgebungsübersicht ermöglicht. Diese nervt manchmal ordentlich. Wenn man sich in ihre Richtung bewegt, verdeckt sie einen wesentlichen Ausschnitt des Bildes. Ab und zu ist sie aber auch hilfreich, da sie hilft, eine grobe Übersicht des Areals zu erhaschen. Doch keine Sorge: Das Positive ist, auch diese Minimap kann aktiviert oder deaktiviert werden.


Die Mini-Map in einer vergrößerten Darstellung. Wenn Ihr euch nach rechts oben bewegt, kann sie manatastisch nerven.

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©Square Enix | Quelle: https://finalfantasydojo.de/reviews/secret-of-mana-3d-remake-review-30409/

Weitere Ärgernisse

  • Zusätzlich erfahren wir in einem „Was bisher geschah“-Menüpunkt etwas über den aktuellen Stand der Geschichte. Dies ist eine nette Idee, vor allem wenn man mal den Überblick verliert. Leider wird jedoch immer nur der aktuelle Stand gezeigt, ohne Möglichkeit, vorherige Abschnitte nochmals zu lesen.
  • Was sich außerdem zu den größeren Problemen dazu gesellt, ist die völlig irreführende und nervige Programmierung der Übergänge zwischen mehreren Arealen. Eine unsichtbare Linie gibt vor, ab welchem Punkt der Spieler in ein neues Areal übergeht. Ihr seht also nicht genau, wo ein Bereich endet. So begebt Ihr euch während des Kampfes oft versehentlich in diese Zone. Da Gegner nach jedem Übergang neu erscheinen, führt dieser Umstand zu extremen Frustmomenten.
  • Der Schwierigkeitsgrad wurde deutlich heruntergeschraubt. Hatte man beim SNES-Original teilweise wirkliche Probleme mit Endbossen, reicht nun oft der erste Versuch, um sie zu Hackfleisch zu verarbeiten.
  • Regelmäßige Abstürze und Bugs, die erst sehr spät seitens der Entwickler gepatcht wurden, sprechen Bände über die Qualität der Programmierung.
  • Das waren nur einige der wichtigsten bzw. auffälligsten Probleme, die uns beim Test des Remakes aufgefallen sind. Die Liste könnte man sicher noch sehr viel weiter fortführen.

Schöne Artworks können nicht über die offensichtlichen Schwächen des Remakes hinweg täuschen.

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©Square Enix

Tabelle: Woran Square Enix hätte arbeiten sollen – Woran Square Enix gearbeitet hat

Um die zahlreichen Kritikpunkte besser zu veranschaulichen und die misslungene Neuausrichtung übersichtlicher darzustellen, haben wir eine Tabelle erstellt.

An welchen Stellschrauben hätten die Entwickler drehen können und an welchen haben sie letztendlich gedreht?

Potenzial Tatsächlich umgesetzt
 

Pixel-Look ersetzt

Verhaken

„Verfehlt“-Balance

Verz. Hit & Damage

Kleidung sichtbar

Ringmenü opt.

Ladezeiten

Dt. Lokalisierung

Sequ. (Münder)

OST-Wahl

Grafik-Wahl

Minimap

Schwierigkeit

Entfernen von ikonischen Details (bspw. Schlafanimation der Koboldin oder rauszoomen bei Schnellreise mit Kanonenbrüdern)

 

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Was findet Ihr charmanter? Pixel-Look des Originals oder HD-Grafik des Remakes?

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©Square Enix | Quelle: https://gamingbolt.com/secret-of-mana-remake-wiki

Fazit – Spielt das Original!

Das Remake von „Secret of Mana“ ist insgesamt eine verunglückte Neuauflage, bei der das verantwortliche Studio ungeniert an unnötigen Punkten den Rotstift ansetzte, während massig Potenzial zur Verbesserung des Spielerlebnisses verschenkt wurde.

Das Spiel bietet keinerlei Mehrwert zum Original. Es wurde schlicht versäumt, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Es wirkt programmiertechnisch sowie designtechnisch wie hingerotzt. Darüber hinaus wurden sympathische und ikonische Eigenheiten entfernt oder geändert.

Letztendlich ist also unser trauriges Fazit: Spielt zum Trost das Original! Denn das kann uns Fans niemand wegnehmen und trotz einiger schlecht gealterter Umstände kann man dieses auch heutzutage glücklicherweise noch spielen – und genauso viel Freude daran haben wie damals. Neu ist eben nicht automatisch besser!


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Was haltet Ihr von der Neuauflage des 16-Bit-Kultklassikers? Teilt eure Gedanken zum Remake von “Secret of Mana” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Claude M. Moyse bestimmt auch!

Trailer

Der offizielle deutsche Ankündigungs-Trailer zum Remake von „Secret of Mana“

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Der offizielle deutsche Launch-Trailer zum Remake von „Secret of Mana“

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Spencer (2021)

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  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Geht so

Der neueste Film passend zur Dramaserie „The Crown“ wurde 2021 mit dem Titel „Spencer“ veröffentlicht. Der Film erschien am 5. November 2021 in Großbritannien in den Kinos, in Deutschland schaffte er es erst im Januar 2022 in die Kinosäle.

Der Film thematisiert das letzte Jahr vor der Trennung von Charles und Diana und lässt uns Einblicke in ihren psychischen sowie körperlichen Zustand im Jahre 1991 schauen.

Was wir von derofa von der neuen Produktion halten, erfahrt ihr in unserer Kritik.

Genre: Drama, Historie

Originaltitel: Spencer

Produktionsland: Deutschland, Großbritannien, USA, Chile

Produktionsfirma: Komplizen Film, Fabula Productions, FilmNation Entertainment, Shoebox Films

Regie: Pablo Larrain

Drehbuch: Steven Knight

Produktion: Pablo Larrain, Jonas Dormbach, Paul Webster, Janine Jackowski, Maren Ade

Musik: Jonny Greenwood

Länge: 117 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Veröffentlichung: 13. Januar 2022  (Kinostart DE)

Ähnliche Titel: The Crown (2016 -…)

Wertung: 

Autor: Melissa

Verfasst am: 31.12.2022

Lesezeit: ca. 6 Minuten (Direkt zum Fazit)

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Historisches Futter

„Spencer“ ist ein Historienfilm aus dem Jahr 2021 und lässt uns in das Leben von Diana Spencer tauchen. Der Zeitraum in welchem die Handlung dargestellt wird, liegt zur Zeit der Entfremdung Dianas zu Charles. Im Jahr 1991 beschließt Diana das Leben mit Prinz Charles zu beenden. Die Trennung erfolgte im Folgejahr. Ihre Ehe lief die Jahre zuvor nicht mehr so prickelnd sodass sich Wut, Hass und viele Ängste  in ihr ausbreiteten.

Im Regiestuhl/in der Produktion saß Pablo Larrain der Jahre zuvor den Historienfilm „Jacky: Die First Lady“ produziert hatte. Somit hatte Pablo bereits etwas in die Thematik von großen Frauenfiguren hinein schnuppern und etwas  Erfahrung damit sammeln können.

„Spencer“ birgt neben der Story und der Produktion noch eine Besonderheit. Der Film erhielt mehrere Produktionsförderungen u.a. vom deutschen Filmförderfonds. Die Film- und Medienstiftung NRW förderte z.B. 550.000 Euro an das Produktionsteam. Es wäre möglich das NRW den Film so unterstützen wollte, da sich einige Drehorte in NRW befanden.


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Kristen Stewart als neue Lady Di

Diana hatte es in ihrem Leben als Princess of Wales nicht immer leicht. Sie hatte sich über die Jahre zu Charles distanziert und als Folge entfremdet. Sie war nur noch ein Objekt für die Öffentlichkeit, um die Medien zu füttern und zufriedenzustellen. Der Film hat eine Laufzeit von 112 Minuten. Die gesamten Minuten werden Diana gewidmet. Ihrem Leben, ihrer Verzweiflung… das sind die Kerninhalte des Handlungsstrangs von „Spencer“.

Kristen Stewart verkörpert die Prinzessin der Herzen und nimmt ihre Rolle ziemlich ernst. In einem Interview erklärte sie, sie habe sich diverse Dokumentationen von Lady Di sowie die Staffeln der Dramaserie „The Crown“ angesehen um Dianas Mimik, Gestik und Körperhaltung exakt wiedergeben zu können. Sie hat sogar den britischen Akzent erlernen müssen. Deutsche Zuschauer werden davon auf Grund der deutschen Vertonung jedoch nicht profitieren können. Die Personalisierung von Diana ist ihr extrem gut gelungen. Zuerst waren wir skeptisch ob Kristen geeignet für die Rolle der Princess of Wales ist, da sie uns immer als Vampir-Freundin aus der Teenie-Film-Reihe „Twilight“ im Gedächtnis geblieben ist.

Kristen ist keine junge Frau mehr, Kristen entwickelte sich zu einer erwachsenen Frau, die die Rolle einer bedeutenden Frauenfigur besonders stark verkörpern kann.
Prince Charles wird von Jack Farthing gespielt. Er hatte bisher nicht  viele Filmrollen und ist uns deshalb womöglich nicht so bekannt. Wir finden auch ihn in seiner Rolle und seine schauspielerische Leistung  sehr überzeugend.


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Handlung – Eine wütende Prinzessin

Wir bereits oben erwähnt dreht sich in dem Historienfilm alles um das Jahr vor der Trennung von Prinzessin Diana und Prinz Charles. Der Handlungsstrang fokussiert sich hauptsächlich auf die Prinzessin der Herzen – die Frau mit dem Nachnamen Spencer. Fast jede Szene zeigt uns Diana und ihr Leben.

Die Prinzessin ist verzweifelt und innerlich gebrochen. Sie ist doch nur ein Mensch! Genau das möchte  der Film betonen. Lady Di gehörte nicht zu der Monarchie und wollte schon immer nur ein normales Leben, fernab vom ganzen Medientrubel und den Traditionen der britischen Monarchie. Eine Flucht war jedoch nicht möglich, sodass die Belastung begann ihrer Psyche bzw. Gesundheit zu schaden.

Erzählerisch können wir dem Inhalt folgen. Kristen Stewart als Protagonistin leistet sehr gute Arbeit. Letztendlich, können wir es ihr vollends abkaufen, wie verzweifelt sie in dem Moment ist und das sie nur nach einem Ausweg sucht.

Neben ihrer seelischen Hilflosigkeit, tauchen immer mal wieder einige weitere Nebencharaktere auf wie z.B. Dianas Söhne William und Harry, oder der Koch des britischen Anwesens auf denen sich die Royals zu diesem Zeitpunkt befinden.


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Die Kritik – Viel Ruhm für Nichts?

Doch was birgt die Handlung noch so? Das ist die Frage die wir uns immer wieder stellen mussten und das Ergebnis war ernüchternd. „Spencer“ enthält keinen roten Faden, eine Handlung der wir folgen und die wir nachvollziehen können. Es werden uns willkürliche Szenen aus Dianas Leben auf dem goldenen Servierteller präsentiert. Die Szenen bauen nicht aufeinander auf und sind fad und fast bedeutungslos – naja jedenfalls bis zum Schluss. Das Finale nimmt dann überraschender Weise wieder leicht Schwung auf.

Es geht doch anders? Haben wir uns mehrfach gedacht und gewünscht das sich die Handlung von „Spencer“ im Verlauf der Geschichte noch verändert – und zwar in eine positive und fesselnde Art. Hier dient als beste Beispiel, die bereits oben erwähnte TV-Serie „The Crown“. Die Dramaserie beweist sich als Sieger. Sie zeigt uns wie man eine herausragende Handlung über die britische Monarchie schreiben und darstellen kann, ohne das Risiko eingehen zu müssen, den Zuschauer wieder von der Leine zu verlieren. „The Crown“ ist abenteuerlich und aufregend anzusehen.

Was fehlt dem Film „Spencer“? Es fehlt ein guter Inhalt für eine noch bessere Handlung – klar wir wissen das Diana mit ihren Dämonen zu kämpfen hat und sie präsentiert sich offen und ehrlich uns gegenüber, doch das kann nicht alles gewesen sein. Als Zuschauer versteht man es sofort was die Prinzessin uns damit ausdrücken möchte. Und dann? Nichts weiter – denn es passiert nicht wirklich was ereignisreiches. Keine packende Handlung in der wir uns versinken können. Keine Dramaturgie! – außer der von Diana.

Das ist der größte Grund weshalb wir nicht vollends von dem Film überzeugt werden konnten. Es fehlte uns quasi die eine „Essenz“ die uns die Suppe wieder schmackhaft macht. Wir suchen und missen sie jedoch vergeblich bis zum Finale.

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Fazit – Zu viel Prinzessin, zu wenig Geschichte

Mit „Spencer“ erhalten wir neues Futter, neuen Stoff aus dem Hause der Royals und der britischen Monarchie. Zutiefst enttäuscht, sehen wir die Handlung als größte Schwachstelle an. Die Handlung in der so viel Potenzial steckt und die Geschichte nach einer wahren Begebenheit leider nicht zum positiven ausgenutzt wird.

Der Handlungsstrang ist zu fad und zu trocken und erzählt bei weitem nicht alles über das Jahr vor der Trennung vom Prinzen und der Prinzessin. Lady Di wird fast schon als zickige unzufriedene Person dargestellt – auch das müssen wir kritisieren denn es rückt die einstige Prinzessin der Herzen in ein negatives Bild, was so dem Realismus zutiefst schadet – und das bei einem Historienfilm. Sollten historische Filme nicht genau der Wahrheit entsprechen?

Nach viel Kritik folgt der Lob. Denn das wertvollste an diesem Film ist die schauspielerische Leistung von Kristen Stewart die sich enorm viel Zeit genommen und bemüht hat, in die Rolle der Prinzessin zu schlüpfen.

So schnell der neueste britische Monarchie-Film im Jahr 2021 auch erschienen ist, so schnell verliert er sich auch schon aus unseren Köpfen, da er leider nur mittelmäßig ist und nicht mit dem Erfolg von dem TV-Serien-Hit „The Crown“ mithalten kann.

Dennoch ist „Spencer“ für alle Fans des Buckingham Palace, der britischen Monarchie und vor allem Kristen Stewart mindestens einen Blick wert.


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Was haltet Ihr von dem neuem Film zur britischen Monarchie und der Prinzessin der Herzen?  Teilt eure Gedanken zu „Spencer“ mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen.


Trailer

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Dracula (2020)

  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Melissa meint - Geht so

„Die Legende kehrt zurück. Wer kennt nicht Bram Stokers Roman „Dracula“ aus dem Jahre 1897? Jedenfalls ist vielen der Name Dracula bestimmt bekannt. Der böse Vampir wurde so populär, sodass er etliche Verfilmungen erhielt.

Im Jahr 2020 zeigte der Sender BBC One sowie die Streamingplattform Netflix eine neue Adaption des Horrorromans in Form einer Miniserie.

Um was gehts? Ganz klar um unsere altbekannte Horrorfigur Graf Dracula. Jede der insgesamt drei Episoden hat Spielfilmlänge. Episode eins versetzt uns direkt nach Ungarn (Transsylvanien) auf das Schloss von Graf Dracula. Die Geschichte beginnt direkt und fesselt uns schnell. Die erste Begegnung mit dem Blutsauger wirkt auf uns verstörend. In Kombination mit der düsteren Atmosphäre und der Kulisse birgt es viel Potenzial. Die gesamten 90 Minuten sind wir überaus begeistert und wollen mehr. Stilvoll reiht sich die erste Folge an sein Idol an.

Die Animationen in Form von Animatronic haben uns ziemlich gut gefallen. Im Jahre 2021 ist diese Filmkunst eher selten zu sehen. Die schauspielerische Leistung von dem Protagonisten ist sehr gut gelungen und Claes Bang hat einen authentischen Grafen darstellen können.

Doch leider werden wir ab Episode zwei sehr enttäuscht. Es beginnt nun eine konfuse Aneinanderreihung von Szenen die bizarr und skurril zugleich sind. Der Charme aus Episode eins ist verflogen. Graf Dracula und VanHelsing treffen immer wieder aufeinander und führen blödsinnige Unterhaltungen. Die Handlung verliert sich im Strang des Chaos. Wir hofften der Tiefflug hat bei der letzten Episode ein Ende – doch auch hier wurden wir enttäuscht. Mit dem Finale der letzten Episode wird nun noch mehr Salz in die Wunde gesträut. Der Blutsauger hat unser Interesse verloren und damit zugleich enorm viele Möglichkeiten verschwendet.

Die Serie hätte so viel mehr bieten können. Mit Episode eins waren wir zufrieden. Unser Horrorfan-Herz schlug schneller denn je, doch was danach folgte ist nicht mehr sehenswert.

Graf Dracula und Co. werden durch diese Serie in eine fast komödiantische Darstellung gerückt, die uns als Horrorfan, vorallem als Fan von „Bram Stokers Dracula“ fast schon einen Pflock ins Herz stoßt – unschön anzusehen.

Es sollte eine Hommage an alte Zeiten sein. Eine Hommage an die Kultfigur von Bram Stoker. Wir können die Serie keinenfalls weiterempfehlen – außer man verkraftet die Enttäuschung danach. Es ist zu hoffen das es zu keiner weiteren Staffel kommt, außer das Drehbuch wird in Staffel zwei so geschreiben, dass auch Fans des Romans hier auf seine Kosten kommen können, ohne vor Entsetzen zu Staub zu zerfallen.“ (28.07.2021)

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Genre: Horror

Originaltitel: Dracula

Produktionsland: Großbritannien

Produktionsfirma: Hartswood Films | Netflix

Regie: Jonny Campbell, Paul McGuigan, Damon Thomas

Drehbuch: Mark Gatiss, Steven Moffat

Produktion: Mark Gatiss, Steven Moffat

Musik: David Arnold, Michael Price

Länge:  90 Minuten je Episode (insgesamt 3 Episoden)

Altersfreigabe: FSK 16

Beschreibung

Im Jahre 2020 hat die Produktionsfirma Hartwoods Films zusammen mit der Streaming-Plattform Netflix und dem Sender BBC One eine neue Adaption des Horrorromans von Bram Stokers Dracula (1897) produziert.

Über die Jahre hinweg erhielt die Gruselgeschichte von Bram Stoker diverse Hollywoodverfilmungen. Der wohl bekannteste Film stammt vom Regisseur Francis Ford Coppola aus dem Jahr 1992 mit dem Titel „Bram Stokers Dracula“.  Zur Erinnerung – auch die Regie zu „Der Pate“ (1972) und seinen Nachfolgern hat Coppola in frühen Zeiten übernommen und machte sich vor allem durch die Mafia-Trilogie einen Namen in Hollywood.

DIe Miniserie beinhaltet drei Episoden in Spielfilmlänge. Mit ihren 90 Minuten pro Episode versetzt sie uns in das Leben von Graf Dracula. Jede Episode zeigt einen anderen Zeitabschnitt.

Die Drehbuchautoren Steven Movat und Mark Gatiss haben damals auch das Drehbuch zur Serie „Sherlock“ (2010 – 2017) geschrieben. Die Dreharbeiten zu „Dracula“ fanden in der Slowakei und teils in Großbritannien statt.[1]

Handlung

Die Miniserie zeigt uns die Anfänge von Graf Dracula (Claes Bang) dem urahn aller Vampire, bis hin zum Kampf mit VanHelsing.

Um so lang zu überleben benötigt der Vampir jedoch Menschenblut. Seine Opfer sucht er sich meistens zufällig aus. Er ist einer der wohl raffiniertesten und stärksten Vampire seiner Zeit.

VanHelsing (Dolly Wells) ist eine Vampirjägerin und seit Jahrhunderten im Kampf gegen die blutrünstigen Vampire. Als sie das erste mal als Schwester Agatha von VanHelsing 1897 auf den Grafen trifft, beginnt ihre Jagd auf das Monster. Seit Jahren versucht VanHelsing Dracula zur Strecke zu bringen und hat sich den Grafen zum Feind gemacht.

Trailer und Bilder

Der offizielle deutsche Trailer zu „Dracula“ (2020)

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Graf Dracula und die Nonne Schwester Agatha von VanHelsing

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Der Graf hat bereits sein nächstes Opfer im Visier

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Das Schloss von Graf Dracula liegt versteckt im Wald von Transsylvanien

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Kingdom Hearts χ Back Cover (2017)

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https://www.themoviedb.org/movie/538347?language=de
  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Geht so

Mit „Kingdom Hearts χ Back Cover“ veröffentliche das japanische Entwicklerstudio „Square Enix“ im Jahr 2017 eine Filmversion des 2015 erschienenen Mobile Games „Kingdom Hearts Unchained χ“.

In der Chronologie der Haupthandlungen des Universums von „Kingdom Hearts“, spielt der Film vor allen anderen Veröffentlichungen und markiert damit den Start für alle Neulinge, welche die fantastische Geschichte der Serie von Anfang bis Ende erleben möchten.

Was Euch bei dem Film erwartet, warum wir ihn nicht unbedingt notwendig finden und auf welcher Collection er enthalten ist, verraten wir Euch im Review zu „Kingdom Hearts χ Back Cover“.

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Genre: Computeranimation

Originaltitel: Kingdom Hearts χ Back Cover

Produktionsland: Japan

Produktionsfirma: Square Enix

Regie: Tetsuya Nomura

Drehbuch: Tetsuya Nomura

Musik: Yoko Shimomura

Länge: ca. 60 Minuten

Altersfreigabe: USK 12

Universum: Kingdom Hearts

Vorgänger: Kingdom Hearts 3D: Dream Drop Distance (2012)

Nachfolger: Kingdom Hearts III (2019)

Wertung:  

Autor: Jayes

Verfasst am: 17.04.2020


Der Start meiner Reise

Während meiner chronologischen Reise durch das Universum von „Kingdom Hearts“, war der CGI-Animationsfilm „Back Cover“ der erste Halt, wie ich durch den „Kingdom Hearts“-Artikel unserer Autorin Lissa erfuhr. Übrigens erfährt man auch dort, auf welchen Veröffentlichungen „Back Cover“ enthalten ist.

Um den Film besser einordnen zu können, sollte man sich vorher klar machen, dass es sich um eine Zusammenfassung der Geschehnisse des Smartphonespiels „Kingdom Hearts Unchained χ“ (2015) handelt. In dem Mobile Game steuert man einen Schlüsselschwertkrieger und erlebte dadurch die Geschichte.

2 Jahre später, in der nun computeranimierten Filmversion namens „Kingdom Hearts χ Back Cover“ hingegen, die an eine typische aber lange Videospielsequenz erinnert, sehen wir die Story aus der Perspektive der Protagonisten.[1]


Die Figuren aus „Kingdom Hearts χ Back Cover“

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https://www.deviantart.com/andrewking20/art/Kingdom-Hearts-Back-Cover-Poster-795439749

Handlung

Die Geschichte erzählt wie es zum Schlüsselschwertkrieg kam. Eingangs heißt es:

„Vor langer, langer Zeit waren alle Welten noch eins. Eines fernen Tages sollte man diese Ära das Zeitalter der Märchen nennen. Hier, in Daybreak Town, nahm alles seinen Lauf. Der Meister aller Meister besaß ein Auge, dessen Blick auf die Zukunft gerichtet war. Er verlieh fünf von seinen sechs Lehrlingen je ein Exemplar des Buchs der Prophezeiungen, in dem die Ereignisse der Zukunft niedergeschrieben waren.“Kingdom Hearts χ Back Cover
Fortan gründeten die fünf Propheten eigene Bündnisse, in denen sie weitere Schlüsselschwertträger versammelten, und wurden von dem Meister aller Meister mit verschiedenen Aufgaben betraut, um sich auf die verhängnisvolle Zukunft vorzubereiten, die das Buch der Prophezeiung versprach. Ein beunruhigender Vorfall, der in keinem der Bücher Erwähnung findet, lässt aber schon bald das Selbstverständnis der Propheten und ihr Vertrauen in ihre Aufgaben erschüttern.Neemann

Die fünf Propheten erhalten jeweils eine Aufgabe

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https://www.4players.de/4players.php/screenshot_list/Allgemein/37105/Screenshots/81380/0/Kingdom_Hearts_HD_28_Final_Chapter_Prologue.html

Grau und leblos

Obwohl der Film mit der „Unreal Engine 4“ produziert wurde, die auch im neuesten Ableger der Reihe, „Kingdom Hearts III“, verwendet wird, kann man nicht von einer Augenweide sprechen.[2] Als „Tech-Demo“ oder Vorzeigewerk, um Lust auf „Kingdom Hearts III“ zu machen, fällt der Film also schon mal durch.

Die Welt und ihre Umgebungen wirken leblos und grau, es geht ausschließlich um einige wenige Figuren, die sich primär durch ihre Tiermasken unterscheiden lassen. Animationstechnisch zeigt sich der Film ebenfalls auf unterdurchschnittlichem Niveau, beispielsweise in seinen unsauberen Bewegungen der Figuren, die zu computergeneriert wirken.

Der einzige Charakter der wirklich heraus sticht ist der verrückte und schelmische „Meister aller Meister“ in seiner schwarzen Kutte, der ernste Momente durch seine lockeren Sprüche aufbricht.


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www.thumbs.gfycat.com/ImportantDisgustingCrossbill-size_restricted.gif

Szenen werden häufig Plump durch ein „a few days later“ getrennt und bei der Erzählung werden die meiste Zeit nur Dialoge verwendet, ohne das drum herum wirklich etwas passiert. Dadurch wirkt der Film sehr statisch und lieblos gestaltet und macht den Anschein, selbst auf dem Niveau von Videospielzwischensequenzen heutiger Tage eher minderwertig zu sein.

Berücksichtigen sollte man hier jedoch auch das Budget des Filmes, die Größe des Entwicklerteams und die verfügbare Produktionszeit, die wir hier nicht mit bewerten können.


Im Farbvergleich: Oben die Mobile Game Vorlage, unten der Film „Back Cover“

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https://www.pinterest.de/pin/341147740505425897/

Wer ist der Verräter?

Abgesehen davon dreht sich der Film etwas im Kreis und widmet sich hauptsächlich der Suche eines „Verräters“ welcher der dunklen Seite anheim gefallen sei, sowie der einzelnen Aufgaben der fünf Propheten.

Dass sich auch die Musik nur wiederholt, trägt ebenso wenig zur Stimmung bei und am Ende verrät „Kingdom Hearts χ Back Cover“ nicht wirklich viel Aussagekräftiges, was uns den Start in das erste Spiel in der Handlungschronologie „Birth by Sleep“ erleichtert hätte.

Positiv ist uns eigentlich nur aufgefallen, dass der Film über seine knappe Stunde Laufzeit nicht zu langweilig wird, sofern man wirklich offen für den Stoff ist und sich konzentriert darauf einlässt.


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https://blog.de.playstation.com/2017/01/28/fantastische-spielwelten-kingdom-hearts-hd-2-8-final-chapter-prologue-angespielt/

Fazit –  Wie eine einstündige Zwischensequenz eines leblosen Spiels

„Kingdom Hearts χ Back Cover“ ist ein Film, der als Vorgeschichte zur populären Spielereihe, sicher seine Daseinsberechtigung hat. Gemessen am Genre der Animationsfilme im Allgemeinen, versagt der Film aber vollständig.

Für Fans ist er daher sinnvoll, um etwas mehr über die Welt von „Kingdom Hearts“ zu erfahren. Unbedingt notwendig wirkt das Werk aber nicht und mutet an wie eine einstündige Zwischensequenz eines leblosen Spiels, was durch seine farb- und detailarme Inszenierung, sowie erzählerische Eintönigkeit enttäuscht.


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https://www.youtube.com/watch?v=QcVrMccnWZE, SteveRelius

 

Fall 39 (2009)


Genre: Horrorthriller


Wertungen der derofa.de Autoren:


Lissa:   

„Gewöhnlicher US-Horror, der nur mit seinen hervorragenden Schauspielern wie Renee Zellweger und Bradley Cooper etwas punkten kann. Um keine Enttäuschung erleben zu müssen, sollten Horrorfilm-Liebhaber hier nicht zu viel erwarten.“   (08.01.2019)


Beschreibung

„Fall 39“ ist ein Horrorthriller aus dem Jahr 2009 mit Renée Zellwegerin der Hauptrolle.

Emily Jenkins (Renée Zellweger) ist Sozialarbeiterin und steht vor ihrem 39. Fall. Dieser scheint zu Beginn noch gewöhnlich zu sein, bis sie das zehnjährige Mädchen Lillith kennenlernt. Fall 39 wird für Emily zum bislang schwierigsten ihrer Laufbahn.

Nach seiner Premiere am 13. August 2009 war der Film ein kommerzieller Misserfolg und erhielt überwiegend negative Kritiken.


Bilder





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Girls Trip (2017)


Genre: Komödie


Wertungen der derofa.de Autoren:


Lissa:  

„Nicht sehr überragend, für einen Sonntagsfilm mit seinen besten Freundinnen jedoch ausreichend.“   (11.12.2018)


Beschreibung

„Girls Trip“ ist eine US-amerikanische Komödie aus dem Jahr 2017 mit Jada Pinkett Smith, Queen Latifah, Regina Hall und Tiffany Haddish in den Hauptrollen.

Der Film handelt von vier Freundinnen, die beschließen einen dreitägigen Ausflug nach New Orleans zu machen, um zu feiern und endlich wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen

In den USA war der Film ein kommerzieller Erfolg, denn er spielte trotz geringem Budget etwa 100.000 Dollar ein.


Bilder






©Universal Pictures