Der Anime von Autorin „Marie Yamazaki“ (Mangaka von Thermae Romae Novae) ist eine Innovation die es so bisher noch nicht gegeben hat. Denn er lässt uns einen Einblick in die Welt der Thermen gewähren. Wie so oft heißt es bei japanischen Animes? Gibts nicht? Geht nicht? Willkommen In der Welt der Animes wo alles möglich ist. Willkommen bei „Thermae Romae Novae“.
Erzählerisch zeigt uns die Animeserie eine gute Struktur, welche mit etwas Fantasy kombiniert wurde.Wir finden uns im alten Rom wieder, in dem wir den Hauptprotagonisten Lucius, einen Römer kennenlernen dürfen. Er ist Bäderarchitekt und sein größter Wunsch ist es, der Beste in seinem Beruf zu werden.
Er ist sehr ambitioniert und möchte viel Neues zur Thermenwelt lernen. Durch einen mysteriösen zufallen findet er sich eines Tages kurzzeitig wieder in einer anderen Zeit / an einem anderen Ort, um es genauer zu sagen – in einem Onsen im modernen Japan! In dieser Therme kann er viele neue Ideen für seine Architektur sammeln – und so setzt sich die Handlung der Serie fort. Lucius ist immer mal wieder in der Gegenwart und findet sich ab und an im modernen Japan wieder.
Klingt alles sehr bizarr, ist es auch. Dennoch ist der Anime sehr unterhaltsam und es ist faszinierend zu sehen, wie die Bäder-Kultur in Japan aussieht. Auch wenn wir in jeder Episode schon erahnen können, was uns teils erwartet, wird es nie eintönig.
Die Welt der Bäderkultur birgt in der Tat etwas interessantes, man kann schon sagen – etwas entspanntes und ruhiges. Das ist noch nicht alles. Es gibt noch eine Besonderheit in „Thermae Romae Novae“.
Zum Ende jeder einzelnen Episode zeigt uns die Autorin Yamazaki persönlich einen echten Badeort, sogenannter Onsen in Japan und dessen Besonderheit. Sie zeigt uns damit, dass sie sich für ihren Anime besonders intensiv mit Thermen auseinandergesetzt hat und ihr neu erlerntes wissen mit uns durch den Anime teilt.
Somit ist der Thermen Anime eine erzählerische Neuerung über das alte Rom, die Badekultur in Japan verbunden mit einem Hauch von Mystery – Elementen.
Seid nicht vom Titel des Animes zurückhaltend. Gebt der Geschichte eine Chance und erlebt einen etwas „anderen“ Anime, dem punkto Wellness niemand das vitalisierende Wasser reichen kann. (12.05.2022)
Was haltet Ihr vom „Wellness“-Anime von Marie Yamazaki? Teilt eure Gedanken zu “Thermae Romae Novae” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und unser Bäderarchitekt Lucius bestimmt auch!
Trailer
Der offizielle deutsche Trailer zu „Thermae Romae Novae“ von Netflix
„Nils Holgersson“ ist eine dieser Zeichentrickserien aus den 80er und 90er Jahren – die bis heute – vielen mittlerweile groß gewordenen Kindern im Gedächtnis geblieben ist.
Nach einer Buchvorlage der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf (1858-1940) produzierte das japanische Animationsstudio „Pierrot“ („Naruto“, „Bleach“, „Tokyo Ghoul„) seinerzeit 52 Folgen voll Fantasie, Herz, Träumerei und vor allem unaufgeregter Lebensweisheit.
Warum „Nils Holgersson“ etwa 45 Jahre später (!) immer noch faszinierend einnehmend ist und zum Allerbesten im Genre zählt, verraten wir in unserer Kritik.
Es war einer dieser Tage, an denen ich mal wieder Lust auf klassische Zeichentrickkunst hatte, um in Erinnerungen zu schwelgen. Meist endet dieses Vorhaben bereits nach wenigen Episoden. Zeichentrickserien aus der eigenen Kindheit sind zum einen – natürlich nostalgisch verklärt – und erfüllen so meist nicht mehr die zu hoch gesteckten Erwartungen des mittlerweile erwachsenen Ichs. Zum anderen verleiten sie mit ihrer oft stresslösenden Aura ungemein zum Einschlafen ein.
Mit „Nils Holgersson“ sollte jedoch alles ganz anders kommen. Doch wovon handelt die Serie vom japanischen Animationsstudio „Pierrot“ überhaupt?
Skulptur von Nils Holgersson in Karlskrona, Blekinge, Schweden
Der kleine Junge Nils Holgersson lebt mit seiner Familie auf einem Bauernhof im südlichen Västra Vemmenhög in Schweden.
Seine Eltern haben nicht viel und sind bescheidene Bauern. Doch Nils ist alles andere als demütig. Stattdessen quält er für sein Leben gern die Tiere des Hofes und macht sich auf unsägliche Weise über die bemitleidenswerten Geschöpfe lustig.
Auch seine Eltern wissen weder ein noch aus. Nils ist faul, unzuverlässig und bereitet ihnen viele Sorgen. Doch eines Tages gerät Nils an ein Opfer, welches sich zur Wehr zu setzen weiß und durch sein Handeln alles verändern wird.
„Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“ (oder kurz „Nils Holgersson“) entstand im Jahre 1980 in einer Koproduktion zwischen den japanischen Studios „Pierrot“ sowie „Gakken“ und dem österreichischen „Apollo Film“.[1]
Die Geschichte basiert auf einer ursprünglich 1906 erschienenen Buchvorlage der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf.[2] Lagerlöfs Werke zählen zur Weltliteratur.[3] Im Jahre 1909 erhielt sie als erste Frau und erste Schwedin den Nobelpreis für Literatur.[4]
„Nils Holgersson“ war das erste Werk des Animationsstudios, auf das zahlreiche erfolgreiche und heute bekannte Werke wie „Kickers“, „Great Teacher Onizuka“, „Naruto“, „Bleach“ und „Tokyo Ghoul“ folgen sollten.[5]
Den Regieposten hatte Hisayuki Toriumi inne sowie für einige Episoden „Ghost in the Shell“-Regisseur Mamoru Oshii.[6]
Die deutsche Stimme für die Hauptrolle des Nils stammte von Phillip Brammer. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war Brammer etwa 11 Jahre alt. Brammer lieh u. a. Zorro aus „One Piece“ bis zu seinem tragischen Unfall-Tod im Jahr 2014 seine Stimme.
Selma Lagerlöfs schwedische Buchvorlage erschien erstmals 1906-1907 und wird aktuell im Auktionshaus „Sotheby’s“ für 10.000 US-Dollar verkauft.[7]
Nils wird zu Beginn der Serie als Antagonist präsentiert und wird dem Zuschauer sehr schnell unsympathisch. Er ist nicht nur unreif, faul und ein Quatschkopf, sondern quält obendrein mit erschreckend saddistischer Ausprägung und unnötigerweise aus purer Langeweile wehrlose Tiere.
Als er nach einer körperlichen Veränderung mehr zufällig auf der Flucht vor eben diesen gepiesackten Tieren auf dem Rücken von Haus-Gänserich Martin in die Lüfte emporsteigt, beginnt auch ein Reifeprozess für Nils. Es ist ein Prozess der über die gesamte Laufzeit des Anime stattfindet, da Nils an jeder Erfahrung wächst. Was wird ihn auf seiner ungewöhnlichen Reise erwarten?
Ein zentrales Element der Serie ist eben diese Veränderung und das Erwachsenwerden von Nils. Er ist plötzlich verwundbar. Der kleine Junge muss sich in seiner neuen Rolle zurechtfinden, steht nicht mehr über allem und muss lernen, dass auch die Sorgen, Belange und Interessen seiner neuen Begleiter – der Gänseschar – eine große Rolle in seinem neuen Leben spielen.
Am Ende von „Nils Holgersson“ mündet dieses Motiv des Lernens und Erwachsenwerdens durch lebhafte Erfahrungen in eine beinahe völlig neue Persönlichkeit des kleinen Jungen und er wird mehr und mehr zum Sympathieträger. Doch diese Veränderung tritt nicht von jetzt auf gleich ein sondern ist ein Prozess über die gesamte Laufzeit von 52 Episoden.
Nicht nur was die Moral und Ethik sowie Charakterzeichnung von Nils und dessen Begleitern angeht sondern auch was die Optik, Animationstechnik und jede einzelne Geschichte angeht, zählt „Nils Holgersson“ zum Besten, was das Genre über Jahrzehnte hervorbrachte.
Die originale Buchvorlage war um das Jahr 1900 als Lesebuch für die Schule konzipiert worden. Es war der „Band über Land und Leute Schwedens“ wie es in der deutschsprachigen Wikipedia heißt.[8]
Schweden aus der Vogelperspektive zu schildern, sei die grundlegende Idee für den Roman gewesen. Und das spiegelt sich auch deutlich in Studio Pierrots Umsetzung wider.
Die traumhaften und malerischen Landschaften Schwedens und Umgebung werden ausgiebig dargestellt. Oft macht die Serie dabei den Eindruck, als läge dieser fiktiven Welt ein eigenes Ökosystem zugrunde. Die Tiere koexistieren und leben voneinander, aber auch miteinander. Sie sprechen und haben ihre eigenen Vereinigungen gegründet. Es ist eine Art eigene Gesellschaft der Tiere – überall auf der Welt verteilt. Verstärkt wird dieser Eindruck noch durch die überaus passende Musik des tscheschischen Komponisten Karel Svoboda.
Stumpf, seicht, flach. Der Begriff der Kinderserie ist doch eher negativ konnotiert. Sie werden unterschätzt. Denn wer Nils Holgersson als simple Kinderserie abstraft, tut dem außergewöhnlichen Werk der Japaner von Studio Pierrot enorm unrecht damit.
Zugegeben: „Nils Holgersson“ ist eine Serie, deren Zielgruppe aus demografischer Perspektive Kinder sind. Doch insbesondere Anime ist ein Genre, welches sich oft dadurch auszeichnet, genau diese Altersgrenzen zu durchbrechen und zu verwischen. Und das – wie Nils Holgersson eindrucksvoll zeigt – bereits schon früher und nicht erst seit heute. Man könnte also fast sagen, nach einer gewissen Eingewöhnungszeit ist „Nils Holgersson“ mehr typisches Anime-Gefühl als Kinderserie.
Ein Grund dafür ist, dass „Nils Holgersson“ für eine Kinderserie oft deutlich forscher kommuniziert, als es heutige weichgespülte Standards zulassen würden. Es wird etwa offen über den Tod und das Sterben gesprochen. Des Weiteren sind die zugrundeliegenden Themen gesellschaftlich relevante und existenzielle wie etwa Umweltschutz, Respekt gegenüber der Natur oder die Ab- und Ausgrenzung von Unbekanntem. Themen die neben klassischen lehrreichen Inhalten für Kinder wie Familienbande, Freundschaft, Treue oder Zusammenhalt ebenso deutlich im Fokus stehen.
Fazit – Ebenso zeitloser wie wehmütiger wie lehrreicher Rückblick
Als wir mit Nils auf Gänserich Martins Rücken in die Welt von „Nils Holgersson“ starteten, erwarteten wir eine weitere Serie aus Kindertagen, die wir bereits nach kurzer Zeit wegen mangelnder emotionaler Herausforderung abbrechen würden.
Stattdessen folgten wir diesmal vollständig über 52 Episoden, auf einer Art Roadtrip, dem kleinen Nils auf seiner Reise um sich selbst zu finden – und waren hellauf begeistert sowie beeindruckt.
Die Geschichte als Fundament von Selma Lagerlöf als zugleich lehrreiche und kindgerechte Erzählung wie auch die überragenden Interpretation und Umsetzung von Studio Pierrot lassen keinen Zweifel zu: „Nils Holgersson“ gehört zum Besten im Genre und sollte in jedem gut sortierten DVD-Regal seinen nostalgischen Platz erhalten.
Der Anime wirkt geerdet und man spürt, dass er aus einer anderen Zeit stammt. Eine Zeit in der nicht alles, aber vielleicht vieles besser war. Eine Zeit, die einen anderen Geist beherbergte.
„Nils Holgersson“ hat uns durch den Aufbau seiner Fantasiewelt die traurige Erkenntnis gebracht, dass die Realität anders aussieht, als freilebend auf Gans Martin durch die Lüfte zu fliegen. Das Finale ist unglaublich berührend – Nils fällt in ein tiefes Loch, weil er gezwungen wird eine Entscheidung zu treffen, die nicht zu treffen ist.
Mit dem finalen Wegfall …
Spoiler aus/einklappen
seiner Fähigkeit mit Tieren und damit auch mit seinen gewonnenen Freunden zu sprechen
… erlischt auch die bunte, leichtfüßige Fantasie und weicht der grauen, kühlen Logik der erwachsenen menschlichen Welt. Die Kindheit zieht nicht nur an Nils – sondern letztendlich auch an unserem eigenen inneren Auge vorbei.
„Nils Holgersson“ ist zwar ein Anime der demografisch für Kinder konzipiert wurde, der bei den zugrunde liegenden tiefgreifenden gesellschaftlich relevanten Themen jedoch Erwachsener nicht sein könnte. Ein nostalgischer Anime der es in der richtigen Stimmung sogar vermag die eine oder andere Träne kullern zu lassen. Und damit auch 40 Jahre später noch lehrreich und emotional aufrüttelnd – vor allem für Großgewordene ist!
Was haltet Ihr von Nils Abenteuer-Reise mit den Wildgänsen rund um Leitgans Akka von Kebnekaise? Teilt eure Gedanken zu “Nils Holgersson” mit uns in der Kommentarsektion! Wir würden uns freuen. Und Hamster Krümel bestimmt auch!
Intro
Das offizielle deutsche Intro zu „Nils Holgersson“
Eine der erfolgreichsten Netflix-Produktionen aller Zeiten ist bekanntermaßen die koreanische Serie „Squid Game“ (2021-2025). Doch wie originell ist der Stoff überhaupt?
Was viele nicht wissen: Mit „Kaiji“ erschien bereits im Jahr 1996 ein Manga von Nobuyuki Fukumoto – von dem sich der Netflix-Quotenhit einige riesige Scheiben abgeschnitten hat.
Als „Kaiji: Ultimate Survivor“ folgte 2007 die passende Animeadaption zu Fukumotos Werk, von keinem geringeren Studio als dem renommierten Madhouse.
Was der ungewöhnliche Seinen-Anime zu bieten hat – und warum er besser als „Squid Game“ ist – haben wir uns genauer angeschaut.
Durch Zufall bin ich auf diese Perle von Anime aus dem Hause Madhouse gestoßen, von der viel zu wenig gesprochen wird. Und das, obwohl die Serie unter anderem den Grundstein für „Squid Game“ (2021-2025) gelegt hat: Kaiji: Ultimate Survivor.
Nicht umsonst hat dieser Anime, der auf der Manga-Reihe von Nobuyuki Fukumoto basiert, zumindest in der ersten Staffel den Zusatz Ultimate Survivor.
Kaiji Ito ist ein junger perspektivloser Japaner, der für sich keinen Platz in der Gesellschaft findet und ein trostloses Dasein fristet. Er verbringt seine Freizeit mit trinken, gamblen, Zigaretten rauchen und sabotiert die Reifen von teuren Autos, um seinen Unmut gegenüber der reichen Oberschicht zum Ausdruck zu bringen, die seiner Meinung nach Schuld an seiner Situation ist.
Eines Tages bekommt er Besuch von Yuji Endo, einem Schuldeneintreiber. Diese Begegnung nimmt eine dramatische Wendung in Kaiji’s Leben, denn Endo erwartet eine Rückzahlung von Schulden, für die er zusammen mit einem ehemaligen Arbeitskollegen gebürgt hatte.
Weil Kaiji nicht zahlen kann, bietet ihm Endo zwei Möglichkeiten an, um der Forderung nachzukommen. Entweder die Schulden in Raten abbezahlen, was etwa zehn Jahre in Anspruch nehmen würde, oder bei einem Event auf einem Schiff als Spieler teilnehmen mit der Aussicht sehr viel Geld zu gewinnen. Kaiji zögert zunächst, doch durch einen psychischen Trick Endo’s, stimmt Kaiji schließlich zu und betritt eine Woche später das Schiff Espoir (franz. Hoffnung), auf dem das große Spiel stattfinden soll. Noch ahnt Kaiji nicht, auf was er sich hier eingelassen hat …
An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, denn was folgt ist unfassbar spannend und ich konnte nicht mehr anders, als mir alle zwei Staffeln innerhalb kürzester Zeit zu Gemüte zu führen.
Dieser Moment, wenn bei Kaiji eine Karte umgedreht wird oder ein Los-Ticket gezogen wird, treibt dein Adrenalin sowas von in die Höhe. Und man kann in der Serie unmöglich vorhersagen, was wohl passieren wird, denn es gibt sehr viele überraschende Wendungen, die zum Teil auch schockieren.
Es gibt auch immer wieder Ausschnitte aus Kaiji’s Vorstellungen, um seine inneren Gefühle und Konflikte verstärkt durch die bildliche Untermalung zum Ausdruck zu bringen.
Die Parallelen zu „Squid Game“ sind nicht von der Hand zu weisen. Warum aber „Kaiji“ das bessere „Squid Game“ ist, werde ich nun in einigen Punkten erläutern.
Punkt 1: Die Handlung
Wenn du bei „Kaiji“ die Spiele verlierst bist du entweder ein Leben lang verstümmelt, Tod oder du hast noch mehr Schulden als vorher und musst – wenn du Pech hast – 20 Jahre oder länger unter Tage arbeiten, um deine Schulden zu begleichen. Ohne Aussicht auf echtes Tageslicht. Das macht es für die Verlierer der Gamble-Spiele deutlich dramatischer.
Punkt 2: Die Charaktere
Während „Squid Game“ schon fast überladen ist von Charakteren, ist „Kaiji“ deutlich bescheidener und konzentriert sich eher auf einige wenige Haupt- und Nebenfiguren. Zudem haben alle Charaktere neben positiven auch negative Eigenschaften und bewegen sich somit in der Grauzone. Im Gegenzug hat man bei „Squid Game“ oft den Eindruck, dass man sich oft nur an der Oberfläche bewegt und die Charaktere in Gut und Böse unterteilt sind.
Bei „Squid Game“ verstecken sich alle hinter irgendwelchen Masken und tun alles, um ihre tödlichen Spiele geheim zu halten. Im Gegensatz dazu geht die Organisation in „Kaiji“, die sich Teiai nennt, sehr offen damit um, pflegt wichtige Kontakte zu öffentlichen Unternehmen und ist deutlich schwerer zu zerschlagen, da diese Organistaion aus mehreren tausend Mitgliedern besteht.
Punkt 4: Die Spiele
Ich weiß: „Squid Game“ hat sehr spannende Spiele und es ist sehr gut inszeniert. Aber bei „Kaiji“ muss man sein Gehirn auf Höchstleistung bringen, um die richtige Lösung zu finden. Kaiji spielt zum Teil auch gegen Mitglieder von Teiai und sogar gegen dessen Chairman. Diese Spiele, in denen Kaiji im Eins gegen Eins gegen den Chairman antritt sind sehr intensiv und gehören zu den spannendsten Szenen des gesamten Anime. Es gibt auch Spiele die mit leichter Abwandlung bei „Squid Game“ übernommen wurden. Zum Beispiel gibt es ein Spiel in dem die Teilnehmer um Kaiji einen etwa 10 Zentimeter schmalen Balken, der in über hundert Metern Höhe zwischen zwei Wolkenkratzern aufliegt und unter Strom geschaltet ist, balancieren. Dabei gibt es einen Twist am Ende, den ich an dieser Stelle nicht verraten will, denn so einfach ist es nicht, dieses Spiel zu gewinnen. Die Glasbrücke aus der ersten Staffel „Squid Game“ kommt dem am nächsten.
Netflix „Squid Game“ hat ganz offensichtlich von „Kaiji“ kopiert
Bei „Kaiji“ geht es immer stetig nach vorne. Jede Folge endet mit einem gewaltigen Cliffhanger, sodass man es kaum erwarten kann wie es weiter geht. Man hält sich nicht mit unnötigen Nebenhandlungen auf, die schließlich ins Nichts führen („Squid Game“ Staffel drei lässt grüßen) oder zieht die Handlung in die Länge (die Votings in Staffel zwei und drei bei „Squid Game“). Alles was bei „Kaiji“ gesagt, getan und gezeigt wird, bringt die Handlung voran und es gibt nichts, was das Pacing dabei bremst.
Punkt 6: Der Soundtrack
Klar, das ist Geschmacksache und der Soundtrack von „Squid Game“ ist ikonisch, keine Frage. Aber was Hideki Taniuchi, der unter anderem auch die ikonischen Titelmelodien zu Death Note komponiert hat, für geniale Soundtracks beigesteuert hat ist einfach nur pure Genialität. Hervorzuheben hierbei ist der Titel Wish, der noch lange danach im Kopf bleibt.
Kommen wir zum Fazit. Wer bis hierher aufmerksam gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass ich „Kaiji“ deutlich über „Squid Game“ sehe. Und versteht mich nicht falsch, ich finde „Squid Game“ ebenfalls großartig, auch wenn Staffel zwei und drei deutlich abgebaut haben im Vergleich zur genialen ersten Staffel. Jedoch ist „Kaiji“ schlicht besser, wie bereits in den einzelnen Punkten beschrieben. Mit Kaiji Ito hat Nobuyuki Fukumoto zudem einen der intelligentesten Protagonisten von ganz Ani-Manga geschaffen und es macht einfach nur Spaß, sich diese Perle von Anime reinzuziehen. Mir fällt es nicht leicht, etwas negatives zu „Kaiji“ zu schreiben und es gibt auch nichts Schlechtes. Das Einzige was man kritisieren könnte wäre, dass es kaum Frauenfiguren gibt und die Zeichnungen etwas gewöhnungsbedürftig sind.
„Terror in Tokio“ ist eine 11-teilige Anime-Serie des Studios „MAPPA“ die unter der Regie von Shin’ichirō Watanabe entstand und 2014 veröffentlicht wurde.
Die Thriller-Serie handelt von einer Terrorgruppe namens „Sphinx“ und ergründet dabei in einem Katz- und Mausspiel mit der Polizei, die Motive und Absichten der Hauptfiguren „Nine“ und „Twelve“.
Warum die Serie trotz des mittlerweile verbrauchten Themas des Terrorismus genug Eigenheiten aufweist, um sehenswert zu sein, verraten wir Euch im folgenden Review.
Aus einer Aufbereitungsanlage in Nordjapan wird von zwei Unbekannten bei einem spektakulären Raub Plutonium gestohlen. Die Polizei macht sich auf die Suche nach den Tätern und der gefährlichen radioaktiven Substanz, tappt dabei jedoch im Dunkeln.
Im darauffolgenden Sommer wird ein Bomben- sowie Brandanschlag im belebten Tokyo Metropolitan Government Building verübt. Im Nachhinein stößt die Polizei durch Zufall auf ein Video, in dem zwei maskierte Jugendliche den Anschlag angekündigt haben. Sie bezeichnen sich als „Sphinx Nr. 1“ und „Sphinx Nr. 2“. Doch nicht nur das, in weiteren Videobotschaften stellen die Unbekannten die Polizei vor knifflige Rätsel rund um die griechische Mythologie und die Gestalt „Ödipus“.
In einem Katz- und Mausspiel begeben sich die Behörden auf die Suche nach den zwar jungen aber höchst professionell agierenden Attentätern.
Woher kommen die geheimnisvollen Terroristen und was sind ihre Motive?
Die Attentäter „Sphinx Nr. 1“ und „Sphinx Nr. 2“ melden sich maskiert in einer Videobotschaft an die Welt
Mit „Terror in Tokio“ liefert das Anime-Studio „MAPPA“, welches vom ehemaligen „Madhouse“-Gründer Masao Maruyama ins Leben gerufen wurde, eine Serie, deren Thema auf den ersten Blick nicht sehr originell anmutet.[1]Kriminalgeschichten über Terrorismus, Terroranschläge oder Heimatschutz wirken mittlerweile doch ziemlich verbraucht und werden medial zu genüge behandelt.
Was jeden Anime-Fan aber hellhörig werden lassen sollte ist, dass sich niemand geringerer als der renommierte Anime-Regisseur Shin’ichirō Watanabe für „Terror in Tokio“ verantwortlich zeichnet. Bestens bekannt ist dieser durch den großen internationalen Erfolg des Sci-Fi-Anime „Cowboy Bebop“ (1998), der in der Szene als einer der besten Anime aller Zeiten gilt. Später machte er vor allem mit der von der historischen Edo-Zeit inspirierten Serie „Samurai Champloo“ (2004) auf sich aufmerksam, sowie mit der komödiantischen Space-Opera „Space Dandy“ (2014).
Nun wollte sich Shin’ichirō Watanabe ernsthafteren Themen zuwenden und ließ sich von zeitgeschichtlich relevanten Ereignissen inspirieren. Als Ausgangspunkt gibt der Regisseur laut Wikipedia die Frage an, wie „desillusionierte und technisch versierte jugendliche die moderne Technik nutzen, um mit Terror Angst zu verbreiten.“[2]
Während der insgesamt einfach zugänglichen Kriminalgeschichte befinden wir uns als Zuschauer in einem modernen, urbanen und realistischen Szenario. Die Geschwindigkeit der Erzählung ist für Anime-Verhältnisse relativ hoch und „Terror in Tokio“ kann dabei durchaus mitreißend sein.
Japan und die Metropole Tokio wirken äußerst realitätsnah gestaltet und befinden sich zeichnerisch auf höchstem Niveau. Die Darstellung von Umwelt, Gegenständen, technischen Geräten und mehr sind sehr reich an Feinheiten und erinnern an hochwertige und sauber gezeichnete sowie hoch detaillierte Werke wie die von „Your Name“ Regisseur Makoto Shinkai. Dabei werden nur sehr gut dosiert computergenerierte Bilder verwendet und auch nur dann wenn es Sinn macht, wie etwa bei der Darstellung von sehr dynamischen Szenen oder hochtechnisierten Dingen.
Das sehr elektronische Opening und Ending hingegen, traf trotz sehr breitgefächertem Musikgeschmack leider nicht unser Herz. Dafür ist der Soundtrack jederzeit knackig sowie passend und untermalt mit seinen Melodien die Thriller-Elemente in „Terror in Tokio“.
Die ermittelnden Beamten stehen vor Rätseln und lassen sich an einer wunderbar gezeichneten Kulisse nieder
Was „Terror in Tokio“ inhaltlich zu bieten hat sollte besonders hervorgehoben werden, denn hierdurch schafft es die Serie sich vom Durchschnitt und des gewöhnlichen Themas abzuheben.
Im Kampf der Polizei gegen die Attentäter, bei denen man sich als Zuschauer immer wieder die Frage des eigentlichen Motivs stellt und bei denen es einem nicht leicht gemacht wird, ob man „Nine“ und „Twelve“ nun als Antagonisten oder Protagonisten sehen soll, führt zu spannungsgeladenen Momenten. Auf sympathische Weise führen die Figuren die Polizei gekonnt an der Nase herum und handeln äußerst zielgerichtet und abgeklärt. Nur einer der Polizisten, ein degradierter Beamter aus dem Archiv, blickt hinter die Fassade und kann den Attentätern annähernd das Wasser reichen.
Das Wie, Wo, Weshalb wird erst später klar und führt zu einer völlig neuen Perspektive, die der Zuschauer einnehmen kann. Werte und Normen, die Gesellschaft und die Welt, werden dabei hinterfragt und sind eben nicht immer nur schwarz oder weiß.
Die Anime-Serie bietet deshalb viel spannenden und sinnhaften Stoff und handelt nicht plump von einem einfachen Krimi-Szenario in genretypischem Ausgang.
„Terror in Tokio“ ist in seinen 11 Episoden ein geradlinig und kompakt erzähltes modernes Abenteuer. Ein spannender Kurztrip der konsequent zu Ende erzählt wird, ohne zu viele Umwege zu machen und ohne zu sehr auszuufern.
Trotzdem sollte man nicht den Fehler machen das Werk über den grünen Klee zu loben, nur weil Shin’ichirō Watanabe drauf steht. „Terror in Tokio“ hat durchaus auch seine Schwächen, mit denen wir uns aber aufgrund des überwiegend positiven Eindrucks, nicht lange aufhalten möchten.
„Zankyō no Teroru“ ist ein Seinen-Anime der es schafft, trotz genretypischer Elemente, die man alle irgendwo schon mal gesehen hat, sich eine gewisse Eigenheit zu behalten.
Hochkarätig besetzte Synchronsprecher sorgen auch auf dem deutschen Markt für eine sehr gute Vertonung.
Somit erreichte uns mit „Terror in Tokio“ ein Anime im Mini-Serien-Format, den wir als kurzweiligen Sprung in eine interessante Welt bezeichnen wollen und damit jedem ans Herz legen, der Lust und Laune auf einen hochwertigen Anime für erwachsene Zuschauer hat.
„Terror in Tokio“ handelt von Hoffnung, von Hilferufen und von den Verpflichtungen einer solidarischen Gesellschaft, in Zeiten wo Werte und Moral von einigen wenigen mit Füßen getreten werden – und Schwache darunter leiden müssen.
Was das an Tatorten hinterlassene „VON“ bedeutet müsst Ihr selbst herausfinden!
So in etwa könnte man es beschreiben, nette Action, interessante Charaktere, teilweise ungewöhnlicher Anime Stil und zu wenig Geschichte.
Wenn man lust auf etwas Action hat ist man hier richtig.
Beschreibung
God Eater ist eine Anime Serie die auf der gleichnamigen Videospielreihe basiert.
Der Anime erschien erstmals 2015 in Japan.
In der Serie geht es um eine neue Lebensform die die Menschheit bedroht. Um sich zu wehren wurden spezielle Waffen entwickelt die von Menschen geführt werden um der neuen Bedrohung entgegen zu setzen.
„Sebastian Michaelis ist ein teuflisch guter Butler.
Toller Anime mit einer guten Story und sehr interessanten Charakteren. Wir bekommen hier eine düstere Geschichte mit einem Hauch von Humor.
Black Butler ist eine Pflicht für jeden Animeliebhaber!“ (29.03.2019)
Beschreibung
Black Butler ist eine Anime-Adaption des Mangas von Yana Toboso. Die Produktion des Animes fand im Jahr 2008 durch das Produktionsstudio A-1 Pictures („Erased – Die Stadt in der es mich nicht gibt“) statt.
Für den deutschsprachigen Raum ist nur die 3. Staffel vom Publisher Kaze Anime auf Blu-ray erschienen. Der Publisher AV Visionen GmbH übernahm die Veröffentlichung der vorherigen beiden Staffeln auf DVD.
Die Regisseurin der ersten beiden Staffeln ist Toshiya Shinohara. Sie hatte bereits in mehreren Animefilmen (z.B. Lupin III) die Regie übernommen. Ab der dritten Staffeln wechselte die Regie jedoch auf Noriyuki Abe um.
Im Gegensatz zum Manga ist der Anime mit drei Staffel beendet. Die 3. Staffel hat sogar ein alternatives Ende bekommen. Der Anime verfolgt die Handlung des Mangas nur bis Band 5.
Ab der 3. Staffel Black Butler: Book of Circus werden einige neue Charaktere vorgestellt. Hier weicht der Anime im Vergleich zum Manga stark ab. Die Manga-Produktion ist immer noch im Gange, sodass inzwischen 27 Bände des Mangas veröffentlicht worden sind.
Bilder
Sebastian Michaelis ist ein teuflisch guter Butler
„Mit etwas Magie und kindlichem Charme, versucht Made in Abyss uns zu verzaubern. Made in Abyss ist ein Anime, der stark an Klassiker wie „Monster Rancher“ erinnert.
Die Tiefen des Abyss. Eine Welt in dem die Menschen bisher nie bis zum tiefsten Grund gekommen sind. Das Geheimnis dahinter, macht die Geschichte so faszinierend. Die erste Staffel mit ihren 13 Episoden beginnt noch sehr überzeugend, doch dies verfällt leider im Verlauf enorm.
Unterhalten wurde ich dennoch. Für Zwischendurch ist der Anime zweifelsfrei zu empfehlen, da es der Idee dahinter an Kreativität nicht mangelt. Dennoch, für all diejenigen die einen neue Anime-Überraschung suchen, sollten sich dann doch eher an diverse andere Serien wagen.“ (18.08.2019)
Beschreibung
Made in Abyss ist eine Manga-Adaption von Akihito Tsukushi. Was als Web-Manga begonnen hatte, entwickelte sich im Verlauf des Jahres 2012 zum offiziellen Manga auf Papier.
Unter der Regie von Masayuki Kojima (Black Bullet) hat das Studio Kinema Citrus (Barakamon) den Manga für die japanischen Zuschauer im Jahr 2017 adaptiert. Kazuchika Kise (Ghost in the Shell: Arise Alternative Architecture) war dabei für das Charakterdesign verantwortlich.
Die Rechte für den deutschsprachigen Raum sicherte sich im Folgejahr 2018 Universum Anime.
Es wurde bisher eine Staffel mit je 13 Episoden veröffentlicht. Eine zweite Staffel wurde im selben Jahr noch bestätigt.
Der Soundtrack wurde von Kevin Penkin komponiert. Das Opening sowie das Ending der erste Staffel, wurden beide von den japanischen Synchronsprechern der Protagonisten Riko und Reg gesungen.
Bilder
Das mysteriöse Abyss. Die Tiefen des Abyss sind bis heute unerforscht geblieben
Tokyo Ghoul ist eine Anime-Adaption des gleichnamigen Manga von Sui Ishida, die von 2011 bis 2018 veröffentlicht wurde.
Die japanische Erstausstrahlung erfolgte im Jahr 2014. Im Folgejahr wurde die Serie auch in Deutschland ausgestrahlt.
Der Anime befasst sich mit dem Thema des Zwiespalts. Ken Kaneki ist halb Mensch und halb Ghul. Erst dadurch lernt er die Welt der Ghule kennen. Was sich daraus ergibt sind spannende und beeindruckende Anime-Episoden.
Mehr über den Hintergrund von Ken Kanekis Geschichte, sowie zur Produktion des Animes, erfahrt Ihr in unserem Review.
Japaner sind schon ein ganz besonderes Volk. Das tolle Land Japan bringt uns abermalig eines der beliebtesten Anime-Intros auf den TV. Bekanntermaßen mit dem Opening aus Staffel eins von Tokyo Ghoul und zwar mit „Unravel“ von „Toru Kitajima“ aus der Band „Ling tosite sigure“. Falls der Song für Euch Neuland ist, hier gibts was auf die Ohren: Tk from ling tosite sigure – Unravel.
Mit Tokyo Ghoul erhalten wir wieder einen Anime der in die Geschichte eingeht. Die Handlung über die übernatürlichen Ghule in der Welt der Menschen, ist düster, spannend aber auch lustig zugleich.
Basierend auf der Manga-Reihe aus dem Jahr 2011 von Sui Ishida, hat „Studio Pierrot“ ab dem Jahr 2014 eine Anime-Serie mit den Namen Tokyo Ghoul für die erste Staffel, Tokyo Ghoul Root A für die zweite Staffel und Tokyo Ghoul:re für die dritte Staffel produziert.
Der Anime umfasst insgesamt 48 Episoden in 3 Staffeln. Der Publisher KAZÉ hat sich die Rechte für dieses Franchise gesichert und brachte im deutschsprachigen Raum mit Tokyo Ghoul im Jahr 2015 die ersten Blu-rays auf den Markt. Die Manga- sowie Animeserie wurde ein großer Erfolg. Es folgten OVA’s, ein Realfilm (ein zweiter soll bereits in Planung sein), sowie ein paar Videospiele.
Mit unserem Review wollen wir euch einen Einblick in die Welt der Ghule präsentieren.
Ken Kaneki ist ein normaler Student, der eines Tages auf eine junge Frau Namens Liz trifft. Er weiß in dem Moment nur noch nicht, dass sie sein Leben für immer verändern wird. Nichtsahnend was hinter ihrem Wesen steckt, hat er sich mit ihr verabredet. Dieser Abend sollte unvergesslich werden.
Achtung Spoiler! (verrät wesentliche Teile der Handlung)
In einer abgelegenen Gasse bekannte sie sich zum Ghul und erklärte ihm, dass sie ihren Hunger durch ihn stillen möchte. Daraufhin beißt sie ihm in die Schulter und bereitet sich darauf vor ihn zu essen. Doch aus dem Nichts, fallen plötzlich Metallstangen vom Himmel auf beide herab. Doch nur Ken überlebt.
Im Krankenhaus aufgewacht konnte er sich nicht erklären was geschehen ist. Kurz darauf fielen ihm einige Veränderungen an ihm selbst auf. Zum einen ist es ihm nicht mehr möglich etwas normales zu essen. Nach jedem Bissen, egal um welches Gericht es sich handelt, muss er sich übergeben. Sein Körper kann nichts normales mehr zu sich nehmen. Stück für Stück wurde ihm klar, was aus ihm geworden ist. Er verstand nun, dass er kein normaler Mensch mehr war. Kens Vergangenheit bestand darin menschlich zu sein. Doch nun ist er zum Halb-Ghul geworden. Für ihn bricht eine Welt zusammen. Wie soll er damit umgehen? Ein Mensch verhält sich normal. Ein Mensch isst normal. Nun, als Ghul jedoch verändern sich diese Dinge drastisch. Ghule wollen essen – und das auf eine bestialische Art.
Der Zwiespalt zwischen Menschsein und Ghulsein zerreißt unseren Protagonisten entzwei. Kann Ken damit umgehen als Ghul zu leben? Wird er sich für eine der beiden Seiten entscheiden? Als Ken am Boden der Verzweiflung ankommt, wird er von Ghulen aufgenommen. Die Ghule arbeiten in einem Café namens „Café Antik“. Ihre wahre Identität bleibt für normale Bürger verborgen. Dort versuchen sie Ken beizubringen mit seinem Ghul-Leben auf der Erde zurecht zu kommen. Dies ist der Beginn von Ken Kanekis Identitätskrise.
Tokyo Ghoul ist extrem düster, was uns beim anschauen die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Die Geschichte hinter Ken Kaneki zieht unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich. Wir wollen erfahren, warum Ken Kaneki ein Halb-Ghul ist. Wir wollen auch erfahren was es mit den Ghulen auf der Erde auf sich hat.
Die deutsche Synchronisation ist von „Studio VSI Berlin GmbH“ produziert worden. Toka Kirishima wurde von Sarah Alles gesprochen. Die Schauspielerin hat bereits in verschiedenen Synchronisationen mitgewirkt. Unter anderem bei Isao Takahatas Ghibli-Film „Die Legende der Prinzessin Kaguya“ (2013).
Ken Kaneki wird von Ricardo Richter gesprochen. Ricardo ist ein gern gesehener Schauspieler bei der Synchronisation im Bereich Anime. Uns hat die deutsche Synchronfassung sehr gut gefallen. Sie passt zur Serie wie die Klappe auf Ken Kanekis Auge.
Die zweite Staffel Tokyo Ghoul Root A haben wir als etwas schwächer empfunden, weshalb wir auch einen Punkt abziehen mussten. Während in der ersten Staffel Ken und seine Freunde aus dem „Café Antik“ im Mittelpunkt standen, liegt in der zweiten Staffel der Schwerpunkt auf der Verfolgung durch die „Ghul-Polizei“ CCG (Commision of Counter Ghoul). Sehr schade, denn wir fanden genau die Entwicklung aus der ersten Staffel so besonders reizvoll. Ein Mensch der versucht mit seinem Halb-Ghul-Dasein zurecht zu kommen.
Zu den OVA’s und den Vorgeschichten wie z.B. Tokyo Ghoul: JACK, sowie der dritten Staffel Tokyo Ghoul:re können wir zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen.
Auch Netflix ist im Anime-Fieber und bietet derzeit die ersten beiden Staffeln des Erfolgs-Anime im Stream. Wer also einen Netflix-Account besitzt und sich nicht sicher ist ob ein Kauf der Blu-ray sinnvoll ist, kann sich die beiden Staffeln erstmals auf der Online-Streaming-Plattform ansehen.
Leider hat die zweite Staffel etwas nachgelassen, weshalb wir auch nur eine 8/10 vergeben möchten. Nichtsdestotrotz haben wir mit Tokyo Ghoul einen herausragenden Anime erhalten, der nichts für das jüngere Publikum ist. Wir haben noch eine dritte Staffel, die wir uns nicht entgehen lassen wollen. Ken Kaneki ist noch lange nicht am Ziel angelangt.
Kein Anime-Fan sollte sich diese Serie entgehen lassen! Das wohl prägnanteste Merkmal von Tokyo Ghoul ist für uns Kens Verwandlung.
Der Zwiespalt eines Menschen der zum Ghul heranwächst und sich für eine der beiden Seiten entscheiden muss. Mehr als Sehenswert!
Attack on Titan (jap. Shingeki no Kyojin) ist ein Anime aus einer Manga-Adaption des japanischen Mangaka Hajime Isayama. Der Manga wurde September 2009 in mehrere Einzelkapitel verfasst, die monatlich im „Bessatsu Shonen Magazin“ erschienen sind. Bisher umfasst der Manga 29 Sammelbände.
Der Anime Attack on Titan lief das erste mal im September 2013 im japanischen TV. Für den deutschsprachigen Raum hat sich der Anime Publisher „KAZE“ die Rechte im Jahr 2014 gesichert. Die Animeserie erschien jedoch erst Oktober 2016 auf Blu-ray und ein Jahr später folgte auf Pro7 Maxx die erste Ausstrahlung im deutschen Fernsehen.
Attack on Titan wird im Genre zu Action, Fantasy und Horror eingeordnet. Letzteres auf Grund der schonungslosen Brutalität im Anime. Mehr dazu später im Review.
Der Angriff auf die Titanen spielt in einer Altstadt im Stile Deutschlands. Die Menschen leben verbarrikadiert innerhalb verschiedenen Mauern (Maria, Rose und Sina) um sich so vor den Titanen zu schützen. Klingt alles außergewöhnlich. Das ist es auch! Die Menschheit ist sich nicht bewusst, wieso hinter den alten Mauern Titanen leben. Sie wissen nur, dass sie überleben müssen um die Menschheit zu retten. Denn, wer auf einen Titanen trifft, der steht sofort auf der Spitze des Speiseplans und wird zugleich zum Mittagessen der Riesen. Die Titanen fressen zu gern Menschen.
Es gibt zudem verschiedene Arten von Titanen. Dazu zählen die kleineren 3 Meter Titanen bis hin zu den 15 Meter Titanen, die so verhältnismäßig groß sind, wie eine der Mauern, welche die Menschheit nach außen hin schützt. Auf Grund der Größe ist ein Kampf gegen die Titanen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Unsere jungen Helden aus dem Aufklärungstrupp, besitzen einen sogenannten 3D-Manöver-Apparat um sich flink wie ein Vogel durch die Lüfte bewegen zu können. Somit sind sie den Titanen nicht ganz ausgeliefert. Die Kunst der Verwendung solcher 3D-Manöver-Apparate ist denjenigen untersagt, die sich nicht in den ersten Trainingstagen beim Militär beweisen konnten.
Zu unseren Helden gehört Eren Jäger. Er hat sich in den Kopf gesetzt, jeden einzelnen Titanen zu erledigen – Ohne Ausnahme. Seine Freundin Mikasa Ackermann ist in allen Disziplinen des Militärs die Beste. Sie versucht nicht von Erens Seite zu weichen und ihn immer zu beschützen. Zum Dreiergespann gehört noch der junge Armin Arlert. Er ist Erens und Mikasas bester Freund beim Aufklärungstrupp. Er dient dem Aufklärungstrupp mit seinem Verstand und taktischen Denken. Körperlich jedoch ist er eher schwach und hält sich bei Kämpfen des Aufklärungstrupps eher im Hintergrund.
Im Mittelpunkt stehen die drei Charaktere, jedoch gibt es weitere wichtige Charaktere die u.a. zum Militär (Aufklärungstrupp, Mauergarnison und Militärpolizei) gehören und mit Eren, Mikasa und Armin zusammen gegen die Titanen kämpfen.
„Seid ihr das Essen, nein wir sind die Jäger!“. Mit dem ersten Anime Opening zu Attack on Titan wird uns feinste J-Rock Musik präsentiert. Mit einem Mix aus deutschen Chor-Elementen, werden unsere Ohren verwöhnt. Selbst die Intro Musik hat deutsche Texte. Unglaublich, aber wahr! Das erste Opening verwendet die Musik von „Linked Horizon“. Auch in der zweiten Staffel hat „Linked Horizon“ das Intro vorgegeben und auch dieses Opening ist ein ganzer Ohrwurm.
Die Single zum ersten Opening „Jiyū e no Shingeki“ war so beliebt in Japan, dass es bereits nach Veröffentlichung im Jahre 2013 die meistverkaufte Anime-Single war. Musikalisch fehlt dem Anime kein Element. Jede Actionszene ist passend mit Musik untermalt und lässt unser Adrenalin in jeder Actionszene kontinuierlich in die Höhe steigen. Wir sind mehr als nur begeistert!
Ein sehr großes Thema in der Anime-Produktion ist die Synchronisation. Im deutschen Raum ist es gang und gäbe. In Hollywoodfilmen beispielsweise wird sehr großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Synchronisation gelegt. In den vergangenen Jahren ist dies auch bei den Anime-Produktionen immer beliebter geworden.
Bei Attack on Titan haben wir solch eine hochwertige und qualitativ überragende Synchronisation erhalten. Mit Sprechern wie Max Felder (spricht Eren Jäger) der bekannt ist durch die deutsche Stimme von Rupert Grint aus Harry Potter oder Taylor Lautner aus Twilight. Keine Zweifel, eine der wohl bekanntesten Stimmen bei Attack on Titan ist die von Levi. Er wird von Florian Halm gesprochen. Florian ist die Stimme von Collin Farrell oder Jude Law. Hier passt alles. Und die deutschen Fans dürfen sich freuen. Der Anime Publisher „KAZE“ hat dieses mal doch gute Arbeit geleistet.
Die Synchronisation ist einfach überragend gut!
Wir hatten zu Beginn des Review kurz angemerkt, dass die Brutalität im Anime nichts für schwache Nerven ist. Was wir als Zuschauer zuerst nicht erwartet haben, überraschte uns im Verlauf der Handlung dann doch sehr.
Die Geschichte zerreißt unser Herz mit einem tiefen Schmerz. Wir wissen nicht was und wann wieder etwas passieren wird. Ob ein Titan einen Menschen den Kopf abbeißt oder in einem Kampf einen Menschen einfach wie eine kleine Ameise „zerdrückt“. Dieser Anime lässt von nichts locker. Brutal und düster inszeniert, wirkt der Anime für uns fast wie ein Stück Horrorgeschichte, der erbarmungslos ist und vor nichts zurückschreckt.
Neben dem original Manga wurde ein Spin-Off in Manga-Form mit dem Titel „Attack on Titan: Junior High“ herausgebracht. In diesem ist die Geschichte von Eren Jäger und den Titanen als Schulalltagsleben dargestellt. Die Geschichte wird parodiert und ist im Chibi-Stil gezeichnet worden. Zudem erhalten Fans die Möglichkeit neben den ersten drei Staffeln der Serie, einige OVA’s (Orinal Video Animation) anzusehen. Leider gibt es diese jedoch nur auf DVD. Da sich die Animeserie und die Mangas bei Fans großer Beliebtheit erfreuten, bekam das Franchise seine eigenen Kinofilme. Inhaltlich bieten die Kinofilme nichts Neues. Die komplette Handlung der bisher drei Staffeln wurden in den Kinofilmen übernommen. Bisher sind drei Kinofilme veröffentlicht worden.
Zu guter Letzt wollen wir euch nicht die Live-Action-Movies vorenthalten. Im Jahr 2015 erschien erstmals nur in Japan ein Live-Action-Movie des Franchise . Er erreichte sogar Platz 1 der japanischen Kinocharts. Der Erfolg hörte nicht auf und ein zweiter Live-Action Film im selben Jahr folgte. Dank „Eye See Movies“ wurden beide Filme in Deutschland lizenziert und im September 2016 in über 100 verschiedenen Kinos deutschlandweit gezeigt.
Werde ein Teil des Aufklärungstrupps! Selbst für Gamer lässt der Kampf der Titanen nichts übrig. Es gibt zwei Videospiele die für die PlayStation 4 und Xbox One (2016, 2018) in den Handel gekommen sind. In beiden Spielen ist es dem Spieler möglich, die komplette Handlung der ersten beiden Staffeln nachzuspielen.
Die Geschichte um Eren Jäger und seinen Kameraden fesselte uns als Zuschauer ab der ersten Folge. Selbst beim zweiten Durchgang verfällt diese Intensität nicht. Wer aber einen normalen Anime erwartet wird hier enttäuscht sein . Oder doch begeistert? Für uns war es letzteres. Der Stil hat uns sehr gut gefallen. Die Kämpfe zwischen den Titanen zogen uns gefühlt immer direkt mit in den Kampf.
Es ist alles so perfekt inszeniert. Zudem lässt die Brutalität im Anime uns mit Gänsehaut zurück . Der Anime haut uns mit seinen Gewaltszenen radikal aus den Socken. Wieso vergeben wir dann nur eine 9/10? Die Geschichte hat sich in einem Punkt wesentlich verändert, was wir als negativ empfunden haben und somit einen Punkt abziehen mussten. Das stört den Anime jedoch nicht. Keinesfalls ist er eine Sensation!
Wir für unseren Teil freuen uns sehr auf weitere Staffeln und können es kaum abwarten die zweite und die dritte Staffel zwischen dem Kampf der Menschen und den menschenfressenden monströsen Titanen anzusehen. Wir sind die Jäger!
Klarer Anime-Tipp!
Weitere Wertungen
Jayes meint → → Herausragend
„Die Anime-Umsetzung des erfolgreichen Manga „Attack on Titan“ von Hajime Isayama ist zweifelsohne eine Ausnahmeserie.
Durch die schonungslose Gewaltdarstellung und Brutalität im Kampf gegen die Titanen, vermittelt der Anime dem Zuschauer die nötige Ernsthaftigkeit, um die missliche Lage der Menschheit nachzuvollziehen.
Eine originelle und ungewöhnliche Story in ihrer komplexen Welt, sowie gut geschriebene Charaktere mit besonderer Ausstrahlung, machen „Attack on Titan“ zum absoluten Pflichtanime.“ (11.08.2019)
Beschreibung
“Attack on Titan” ist die Anime-Adaption des gleichnamigen Manga von Hajime Isayama.
Im Jahr 2013 erschien die erste Staffel mit 25 Episoden. Seit 2017 wird der Anime fortgesetzt.
In “Attack on Titan” geht es um den Konflikt zwischen der Menschheit und den sogenannten “Titanen”. Während sich die Menschen hinter drei Mauern (Maria, Rose und Sina) versteckt halten, versucht die Rasse der Titanen immer wieder diese zu durchbrechen.
Der Hauptprotagonist Eren Jäger hat sich zum Ziel gesetzt, als Mitglied des sogenannten “Aufklärungstrupps” die Titanen auszurotten. Der Aufklärungstrupp steht an vorderster Front und kundschaftet das Gebiet außerhalb der Mauern aus.
“Attack on Titan” wird vom japanischen “Wit Studio” produziert. Die Serie stellt das Debüt für das Studio dar.
In Deutschland wurde der Anime vom Publisher Kazé lizensiert und unter anderem auf Blu-ray veröffentlicht.
Bilder
Im Ausbildungscamp werden die Neuankömmlinge vorbereitet
One Piece ist eine japanische Anime-Serie, die unter der Leitung von Kōnosuke Uda und Munehisa Sakai, seit 1999 von Toei Animation produziert wird.[1]
Schöpfer der Geschichte ist Eiichirō Oda, dessen Manga-Werk One Piece (1998) als Vorlage dient.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der Pirat Monkey D. Ruffy, welcher sich mit seiner Crew, der sogenannten „Strohhut-Piratenbande“, auf die Suche nach dem „One Piece“ begibt.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind 20 Staffeln und mehr als 880 Episoden des Anime produziert worden.
Aufgrund des enormen Erfolges des Manga sowie der Fernsehserie, wurden zahlreiche weitere Ableger des Franchises veröffentlicht. Darunter Videospiele, Merchandise Artikel und mehr.
One Piece gilt mit 21 Milliarden US-Dollar Umsatz, als eines der erfolgreichsten Medienfranchises weltweit.[2]
Als großen Einfluss für One Piece, nennt Schöpfer Eiichirō Oda den Mangaka Akira Toryiama und insbesondere dessen Manga-Reihe Dragon Ball (1984-1995).
Bilder
Steckbriefe von: Tony Chopper, Nami, Lorenor Zorro, Ruffy, Sanji, Lysop, Nico Robin und Franky
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