The Boys (2019 – …)

  • 8.5/10
    derofa Durschnittswertung - 8.5/10
8.5/10

Ausgezeichnet

Amazon Studios hat sich die Rechte von The Boys einer Comic Reihe gesichert um sie in eine Serie umzuwandeln. Ursprünglich wurden die Comics von Oktober 2006 bis November 2012 veröffentlicht von Garth Ennis der auch schon für DC Comics gearbeitet hat.

Ob Amazon Studios hier einen guten Job in der Umsetzung geleistet hat oder nicht erfahrt ihr in diesem Review.

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Genre: ActionScience-Fiction, Dramedy, Superhelden

Originaltitel: The Boys

Produktionsland: USA

Regie: Dan Trachtenberg, Stefan Schwartz, Jennifer Phang, Daniel Attias, Philip Sgriccia

Drehbuch: Eric Kripke, Rebecca Sonnenshine, Craig Rosenberg, Anne Cofell Saunders

Musik: Christopher Lennertz

Länge: ca. 60 Minuten je Altersfreigabe: FSK 16


Review – Staffel 01 (2019)

 

Fallen wir direkt mit der Tür ins Haus, Amazon Studios hat 2019 eine ausgesprochen gute Serie herausgebracht. Die erste Staffel beinhaltet 8 Episoden und diese sind alle durchweg empfehlenswert.

Neu ist die Idee hierfür aber nicht, The Boys gab viel früher schon als Comic, diese wurden von 2006 bis 2012 veröffentlicht und 7 Jahre nach Ende kam dann die Serie.

Die Idee dazu kam von Eric Kripke, Seth Rogen und Evan Goldberg. Alle drei sind Namentlich bekannt und haben genug Erfahrung um eine gute umsetzung zu veröffentlichen.

In der Serie als Schauspieler sind zu sehen Karl Urban, Jack Quaid, Antony Starr und noch viele mehr.


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https://www.moviepilot.de/serie/the-boys

Die (Anti)Superhelden

 

In The Boys sind die Hauptattraktion The Seven, sie sind Superhelden die von allen gefeiert werden als wären sie Götter.

Doch in Wahrheit ist nicht alles Gold was glänzt.

Hier wird nicht nur die Schokoladenseite der Helden präsentiert, hier wird auch gezeigt wie es im Hintergrund aussieht wo es nicht immer rosig zugeht. Sie haben zwar Superkräfte aber im Endeffekt sind es auch nur Menschen und wie man weiß machen Menschen Fehler.

Gesteuert wird die Superheldentruppe von Vought, einem Unternehmen das sich mit der Vermarktung von den Helden ein goldenes Näschen verdient egal zu welchem Preis.


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https://www.tvmovie.de/news/the-boys-staffel-2-bei-amazon-prime-starttermin-inhalt-und-darsteller-alle-infos-107515

Irgendwie kommt einem das bekannt vor

 

Ohne wissen über die Serie habe ich mich in die Welt reißen lassen. Doch man merkt schnell das einem die Helden irgendwie bekannt vorkommen.

Da gibt es Homelander der Chef der ganzen Bande, er erinnert einen stark an Captain America, der A-Train ähnelt Flash usw.

Anfangs noch skeptisch da ich erst dachte das ist eine Parodie von den Avengers oder Justice League, wurde ich schnell umgestimmt und die Serie hatte mich im Griff.

Die Schauspieler spielen ihre Rolle herausragend, und man möchte immer mehr über die einzelnen Helden erfahren. Hier wird einem gezeigt was die Helden alles durchmachen müssen egal ob vor oder hinter der Kamera. Die Öffentlichkeit darf nämlich nicht alles erfahren.

Und genau dieser Blickwinkel auf die Helden macht die Serie zu was besonderem. Es ist interessant zu sehen was sie alles durchmachen müssen um ihren Job als Held zu behalten.

Denn sie machen die „Superhelden Sache“ nicht von sich aus sondern werden von Vought geleitet.


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https://www.looper.com/166205/the-boys-season-2-release-date-cast-and-plot/

The Boys

 

Dann gibt es noch „The Boys“

Sie sind eine Gruppe die sich gegen die Superhelden verschworen haben und wollen sie aus dem Weg räumen.

Die Gruppe besteht aus Billy, Hughie, Frenchie, Marvin und Kimiko. Sie wissen das hinter der Fassade der Helden etwas böses verbirgt. Da The Boys aber keine Superkräfte haben, müssen sie mit anderen mitteln gegen die Superhelden kämpfen, und Ihnen ist jedes mittel recht, sie müssen aufs ganze gehen um zu Siegen.

Sie haben zwar Pläne aber wie jeder weis geht nicht alles nach Plan was man sich vornimmt.


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http://comic.highlightzone.de/garth-ennis-the-boys/

Fazit Staffel 1

 

Die ersten 8 Episoden haben alles richtig gemacht.

Man lernt alles kennen und erfährt immer mehr wie die Welt funktioniert.

Die Serie ist meiner Meinung nach nicht nur für Superhelden Fans sondern für jedermann.

Hier geht es nämlich nicht nur um gut gegen böse sondern auch ein bisschen um die Menschlichkeit die in jedem steckt.

Jeder der mal eine andere Sicht auf die vermeintlichen Helden der Welt werfen möchte und sehen möchte wie die Welt wirklich ist.


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http://www.filmstarts.de/nachrichten/18526575.html

 

Final Fantasy X (Remastered) (2001, 2014)

  • 9/10
    derofa Durchschnittswertung - 9/10
9/10

Herausragend

Mit “Final Fantasy X” veröffentlichte die japanische Rollenspiel-Schmiede „Square“ im Jahr 2001, einen äußerst erfolgreichen Ableger der populären “Final Fantasy”-Reihe für die PlayStation 2.

Für viele Fans und Kritiker gilt “FFX” heute mindestens als Meilenstein und Wendepunkt innerhalb der Reihe, wenn nicht sogar des Rollenspiel-Genres, oder der Videospielgeschichte.

“Final Fantasy X” dessen Entwicklungszeit etwa 3 Jahre betrug, führte einige noch bis heute nachhallende Innovationen in Squares bekannte Spielereihe ein.

Wohl auch aufgrund des großen Erfolges und der hervorragenden Rezensionen, damals wie heute, wurde im Jahr 2014 eine Remastered Version veröffentlicht. Diese Chance wollten wir nicht ungenutzt verstreichen lassen, um den prestigeträchtigen Titel in seiner aufpolierten Version und in voller Blüte nachzuholen.

Wie war sie also, unsere Reise durch “Final Fantasy X”?

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Genre: JRPG

Originaltitel: Fainaru Fantajī Ten (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio/Publisher: Square (heute Square Enix)

Musik: Nobuo Uematsu, Junya Nakano, Masashi Hamauzu

Spielmodus: Einzelspieler

Spielzeit: ca. 80 Stunden (Story), ca. 100 Stunden aufwärts (Endgame / 100%)

Plattformen: Original: PlayStation 2 | Remastered: PlayStation 3, PlayStation Vita, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch, PC (Stand: 19.01.2020)

Altersfreigabe: USK 12

Universum: Final Fantasy

Vorgänger: Final Fantasy IX (Remastered) (2000, 2017)

Nachfolger: Final Fantasy X-2 (Remastered) (2003, 2014)

Wertung:  

Testplattform: PlayStation 4

Autor: Jannik

Verfasst am: 18.01.2020


Auf in die mystische Welt von Spira

Listen to my storyTidus

Mit diesen Worten des Hauptprotagonisten Tidus, betreten wir die Welt von “Final Fantasy X”. Eine Welt die schon auf den ersten Blick episch weit und voller mystischer Geheimnisse zu stecken scheint. Vorerst wird nur wenig offenbart. Tidus beginnt uns seine Geschichte zu erzählen.

Der 17-jährige Tidus ist Bürger der Metropole Zanarkand und Starspieler des Blitzball-Teams der “Zanarkand Abes”. Blitzball lässt sich am ehesten als Mischung aus Wasser- und Fußball beschreiben. Während eines Blitzballspiels wird die Stadt Zanarkand von einer Kreatur namens “SIN” angegriffen. Tidus und sein geheimnisvoller Begleiter Auron, werden in die riesige Kreatur gesogen. Plötzlich findet er sich alleine in den Ruinen eines verlassenen Tempels wieder.

Daraufhin wird Tidus von Menschen des Volksstammes der Al Bhed aufgelesen und vorerst in Sicherheit gebracht, bis er, noch immer verwirrt von den Ereignissen, abermals von “SIN” angegriffen wird. Anschließend wird er auf der tropischen Insel Besaid angespült, wo er auf den lebensfrohen Blitzball-Spieler Wakka trifft.

Gestrandet an einem Tidus völlig unbekannten Ort im Nirgendwo, stellt Wakka ihm das Medium Yuna vor – ein Mädchen was die Welt wie Tidus sie kennt, für immer verändern wird.


Hauptcharakter Tidus neben der geheimnisvollen Yuna

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https://nintendo-online.de/switch/news/35300/final-fantasy-xx-2-download-fuer-x-2-scheint-bestaetigt-zu-sein

Das Medium

In Yuna finden wir bereits die erste Genialität in der Erzählung von “FFX”. Yuna ist ein junges, schüchtern wirkendes Mädchen was als Medium bezeichnet wird.

Die Media sind in der Welt von “FFX” Personen, die die Aufgabe haben, umherziehende Schwärme von Lebensenergie (“Illumina”) gerade Verstorbener zu segnen um zu verhindern, dass diese sich als Monster manifestieren.[1]

Außerdem beherrschen sie die sogenannte „hohe Beschwörung“. Das bedeutet, durch ihre Macht sind sie in der Lage, sogenannte Bestia heraufzubeschwören. Bestia sind riesige Kreaturen, die in Kämpfen eingesetzt werden können.

Yuna ist also ein Sinnbild, der dem Universum von „FFX“ zugrunde liegenden Spiritualität und Metaphysik.[2]

Besonders schön an Yunas Charakter ist dabei, dass sie so verletzlich wirkt und dennoch voller Macht steckt. Allein ihre Bekanntschaft im Spiel, weckt in uns bereits das Gefühl einer rätselhaften, unergründlichen Welt. Eine Welt die voll von Geheimnissen ist, welche von uns als Spieler entdeckt werden wollen.

Mit Yuna liefert „FFX“ obendrein eine starke Frau, die neben Tidus zur wahren Hauptfigur avanciert, die jedoch nicht feministisch aufgeladen wurde. Yuna wird nicht zu einer oberflächlich starken Frau erhoben. Viel mehr ist sie diejenige, die das Zepter der Führung durch ihre tief verborgene Macht, ihr nachdenkliches Wesen und herzliche Persönlichkeit ergreift.

Diese Charakterzeichnung im Kontext zu der sagenumwobenen Geschichte von “FFX”, machen Yuna wohl ohne Zweifel zu einem der außergewöhnlichsten und tiefgründigsten Videospielcharaktere aller Zeiten.


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https://www.themarysue.com/death-in-games/

Spielmechanik und Kampfsystem

Neben der Story sind das Kampfsystem und das Sphärobrett (Levelsystem) die Kernstücke von „FFX“, welche wir uns im folgenden genauer anschauen möchten.

Kampfsystem

Während wir uns mit Tidus durch die Welt von “Spira” bewegen, treffen wir in klassischen Zufalls- aber auch in Storykämpfen, auf Gegner wie bspw. Monster. Das rundenbasierte Kampfsystem wie man es bereits aus Vorgängern wie “Final Fantasy VII” (1997) kennt, erlaubt uns einen abwechselnden Schlagabtausch mit unseren Kontrahenten.

Die Reihe der Züge wird uns in einer einfachen Abbildung oben rechts im Bild angezeigt. Auf unserem Weg durch “FFX” stoßen insgesamt sechs Begleiter zu uns. Davon können wir drei an die vorderste Front schicken, der Rest bleibt auf der Auswechselbank. Das besondere am Kampfsystem von „FFX“ ist jedoch, dass wir zu Beginn eines Zuges, beliebig oft zwischen den Charakteren auf der Auswechselbank austauschen können. Ist also bspw. Yuna am Zug und Tidus auf der Bank, können wir ohne einen Zug zu opfern während des Kampfes auswechseln.

Dies erlaubt in jedem Zug von jedem eingesetzten Charakter einen schnellen Wechsel zu einem möglicherweise besser geeigneten Kämpfer.


Das Feld oben rechts im Bild, zeigt wer am Zug ist

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https://www.playm.de/2016/05/final-fantasy-xx-2-hd-remaster-289382/

Als Zug können wir neben klassischen “Haudrauf”-Angriffen auch Zauber und besondere Fähigkeiten (Abilitys) einsetzen. Einen zusätzlichen Effekt, bilden zudem Abilitys, die an Waffen und Rüstungen angebracht sind.

Einige Charaktere sind in der Lage ganz besondere Fähigkeiten einzusetzen, die nur sie selbst beherrschen. Yuna hat zum Beispiel die Macht ihre Bestia zu beschwören, die anstelle unserer Truppe in den Kampf ziehen. Kimahri besitzt die Fähigkeit Attacken des Gegners zu erlernen und die freche Rikku kann fleißig Items zusammenbasteln.

Dieses tiefgehende Kampfsystem in Kombination mit den vielschichtigen und unterschiedlichen Charakteren mit verschiedensten Fähigkeiten, was ich nur in seinen wichtigsten Grundzügen erläutert habe, ist wohldurchdacht und in seiner taktischen Tiefe unglaublich befriedigend für den Spieler. Mitdenken ist unerlässlich um langfristig im Spiel weiterzukommen.

Das Sahnehäubchen bildeten die Entwickler damit, dass sie insbesondere innerhalb der Story dynamische Kämpfe – also Kämpfe, bei denen sich der Gegner oder die Umgebung verändern – einfügten. Damit bietet sich dem Spieler während eines geschlossenen Kampfes, eine sich verändernde Herausforderung, die zudem noch neue visuelle Aspekte liefert, oder gar storyrelevante Elemente enthüllt.


Bestia „Shiva“ räumt auf

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https://tenor.com/view/shiva-ffx-final-fantasy-x-gif-5471823

Das Sphärobrett

Das Levelsystem in “FFX “ ist das sogenannte “Sphärobrett”. Im Grunde handelt es sich dabei um einen Fähigkeiten-Baum. Der Erhalt von Erfahrungspunkten und sogenannten “Sphäroiden”, erlaubt es jedem Charakter, individuell auf dem Brett Züge zu gehen und sich damit weiterzuentwickeln.

Die Felder des Brettes sind mit Attributen gespickt, die durch die Sphäroiden freigeschaltet werden können. Erste Voraussetzung für einen Zug auf dem Feld ist also ein Level Up (Sphärolevel), um zu gehen. Die zweite Voraussetzung ist ein passender Sphäroid um die Fähigkeit auf dem besetzten Feld freizuschalten. Ein Kraftsphäroid wird bspw. benötigt, um die Angriffskraft zu steigern. Ein Wundersphäroid hingegen, wird für das aufleveln  des Zaubers benötigt.

Als Spieler haben wir zu Beginn des Abenteuers die Wahl zwischen dem Standard- und dem Profi-Brett. Das Standard-Brett wird Anfängern empfohlen, da bei diesem der zu laufende Weg der verschiedenen Charakter vorerst vorgegeben wird und so jedem eine gewisse Rolle zuteil wird.[3] Beim Profi-Brett hingegen, ist es von Beginn an möglich, den Weg nach eigenen Vorstellungen zu wählen. Das Standard-Brett hat übrigens etwa 50 Felder mehr, was im späteren Spielverlauf hilft, die Stats zu maximieren.[4]

Das Besondere am Sphärobrett als Levelsystem ist also, dass wir bis ins kleinste Detail die Möglichkeit haben, unsere Figuren aufzuwerten. Welcher Charakter sich in welche Richtung entwickeln soll, entscheiden wir damit maßgeblich selbst. Dies verleiht „FFX“ wie auch schon das Kampfsystem, eine herausragende spielerische und taktische Tiefe. So geht RPG!

Das Sphärobrett aus der Nähe

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https://www.ntower.de/test/2470-final-fantasy-x-x-2-hd-remaster-switch/

Wie riesig die Möglichkeiten zur Aufwertung sind, zeigt diese vollständige Abbildung des Standard-Sphärobretts

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https://www.icksmehl.de/spiele/final-fantasy-10/sphaerobrett/

Tiefgreifende Geschichte

Gemeinsames Erlebnis

Apropos tiefgehend. Ein weiteres herausragendes Element in „FFX“ ist die Geschichte. Auf unserem Abenteuer durch Spira, werden wir den Eindruck nicht los, eine ausgeklügelte Legende erzählt zu bekommen. Mit dem richtigen Maß an Metaphorik, Herz, Action, Zauber und Spiritualität. Es ist eine Geschichte des Erwachsenwerdens, eine Geschichte der Selbstzweifel, eine Geschichte der Aufopferung. Im Universum von „FFX“ gibt es ganz sicher so viele Berührungspunkte mit den Emotionen der Spieler, dass sich jeder ein Stück weit, mit der Welt oder den Figuren identifizieren kann.

Was „FFX“ in Sachen Storytelling bietet, ist insbesondere für die damalige Zeit eine enorme Leistung der Entwickler. Im Bezug auf den Weg des Spielers mit Tidus durch die Welt von „FFX“, äußerte sich der Szenarioschreiber Kazushige Nojima, dass er bei diesem Teil der Serie besondere Sorgfalt walten ließ, um eine Verbindung zwischen Spieler und Hauptcharakter zu erzeugen. Daher hat er die Geschichte so angelegt, dass der Spieler durch Tidus eigene Entwicklung und Erzählung, im selben Maße die Welt kennenlernt und Wissen erlangt wie Tidus selbst.[5]

Und das ist Nojima und dem Entwicklerteam perfekt gelungen. Wir werden mit Tidus vorerst buchstäblich ins kalte Wasser geworfen. Wir müssen uns Stück für Stück vorarbeiten, um das Universum von „FFX“ zu erschließen. So wie es auch der Protagonist selbst tut.


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©Square Enix

Die Sahnehäubchen

Kombiniert wird diese Grundprämisse der „gemeinsamen Entwicklung“, mit einigen geschickten Wendungen innerhalb der Story. Hinzu kommt ein in die Geschichte und in die Welt von Spira eingewobenes “Mini”-game namens “Blitzball”, mit dem man alleine schon, aufgrund seiner Komplexität, etliche Stunden Spielzeit verbringen kann.

Für die damalige Zeit extrem aufwendige Zwischensequenzen, die selbst heute noch mit einem ganz eigenen Stil auffallend gut aussehen und Nostalgiegefühle der Jahrtausendwende erzeugen, sind zwar relativ rar gesät, bringen aber dennoch eine wunderbare visuelle Komponente mit ein.

Die auditive Garnierung des großen Ganzen, liefert u.a. Komponist Nobuo Uematsu mit wunderschöner Musik, welche die Welt von „FFX“ noch magischer werden lässt, als sie ohnehin schon ist. Hier Hörproben zweier herausragender Stücke.

Übrigens: Wir können in der Neuauflage zwischen Klassischem- und Remastered-Soundtrack auswählen.


Das Erlebnis „FFX“

Die angesprochenen Grundpfeiler aus Geschichte, Inszenierung, Kampfsystem und Levelsystem, kreieren ein Videospiel, in dem man sich verlieren kann, ja sogar muss, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben. Viel mehr wäre es fast schon Majestätsbeleidigung, sich in „FFX“ nicht genug zu investieren, um möglicherweise in seiner Dichte und Komplexität den Faden zu verlieren.

Das jedem Videospieler sicher bekannte “Flow-Gefühl”, wenn man tief in einem Game versinkt, erzeugt „FFX“ auf höchstem Niveau und ist damit ein ParadebeiSpiel für die Faszination Videospiele.

Für Einsteiger ist das Rollenspiel wohl eher schwierig zu handhaben. Zumindest das offizielle Lösungsbuch von Hersteller Piggyback ist definitiv angeraten. Aber selbst das, schafft es auf 228 Seiten nicht, das Spiel wirklich in vollem Umfang konsequent abzudecken. Für erfahrene Videospieler ist „FFX“ besser geeignet. Das trifft aber wohl auf alle Teile der Final-Fantasy-Reihe zu.


Das offizielle Lösungsbuch von Piggyback aus dem Jahr 2002, bietet auch im Zeitalter des Internets immer noch eine komfortable und zudem wunderschön gestaltete Hilfe für den nostalgischen Spieler

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©Piggyback

Kritikpunkte

Bei aller Liebe für „FFX“ haben wir dennoch einige Kritikpunkte im Spiel gefunden, die unser Spielgefühl negativ beeinflusst haben. Diese sollten trotz der insgesamt überaus hohen Qualität von „FFX“ nicht unerwähnt bleiben.

Für mehr Übersichtlichkeit, möchten wie diese hier mit kurzer Beschreibung auflisten.

NPC’s mehrfach ansprechen bis sie alles sagen

Beim Ansprechen von NPC’s in „FFX“, erscheint der Text. Dieser wird durch mehrmaliges Ansprechen einfach wiederholt. Soweit so logisch. Einige NPC’s jedoch, sagen beim zweiten Ansprechen etwas neues. Wenn man also pflichtbewusst nichts verpassen möchte, muss man jeden NPC mindestens zwei mal ansprechen – ohne zu wissen, ob er sich wiederholen wird. Dies führt zu permanenten Wiederholungen, weil man eben nicht wissen kann, ob der NPC noch was neues auf Lager hat oder nicht. Das nervt extrem!

Mehr Zwischensequenzen

Die angesprochenen, wunderschönen Zwischensequenzen sind leider in Relation zum gesamten Spielumfang selten. Gerade wegen der hohen Qualität, wäre es schön gewesen, noch mehr von diesen beeindruckenden Videos zu erhalten, welche die Welt noch nahbarer gemacht hätten.

Ability-Wirrwarr

Die Abilitys/Zauber eines Charakters können nicht selbst angeordnet werden. Das ist extrem nervig wenn man im Verlaufe des Spiels eine Vielzahl von Zauber beherrscht. Möchte man bspw. Feuga, Eisga, Blitzga oder Wassga einsetzen, muss man jedes mal die längst veralteten schwächerren Vorgänger – Feuer, Eis, Blitz und Wasser – durchlaufen um die gewünschte Ability einzusetzen.

Sequenzen nicht skippbar

Die weniger aufwendig produzierten Sequenzen, die mithilfe der Spiel-Engine erzeugt wurden und automatisch ablaufen, z.B. beim Übergang in ein neues Areal (also nicht die angesprochenen hochwertigen, filmisch inszenierten Zwischensequenzen), können nicht übersprungen werden. Tut man sich also in einer Passage schwer und wiederholt diese einige Male, muss man sich immer wieder die gleiche Sequenz ansehen. Zugegebenermaßen kommt dies selten vor, ist aber in Kombination mit einem fehlenden Autosave mitunter nervig.

Endgame

Vor unserem Fazit möchten wir den für uns größten Kritikpunkt an „FFX“ äußern, der hauptentscheidend für einen Punkt Abzug war. Dieser liegt im Verhältnis zwischen Spielumfang der reinen Story und dem Endgame-Content.

Die Schere zwischen diesen beiden Abschnitten klafft weit auseinander. Nach dem Abschluss der Story, haben wir nicht einmal annähernd das Zeug, um in den Endgame-Inhalten zu bestehen. Permanentes Grinden, Tricks anwenden – wie den sogenannten “Kaktrice-Trick”, bei dem man das Spiel beim erhalten von Erfahrungspunkten mehr oder weniger “bescheißt” – ist unabdingbar, um überhaupt nur daran zu denken gegen schwarze Bestia oder bspw. in der Monsterfarm anzutreten. Das perfekte Setup der Waffen ist nötig, muss quälend mühsam zusammen gesucht werden, um überhaupt erfolgreich Leveln zu können. Auf herkömmlichem Wege Erfahrungspunkte zu erlangen, gleicht einem Tropfen auf den heißen Stein. Auch das Sphärobrett zu vervollständigen, ist nur durch dieses extrem zeitfressende, permanente Grinden möglich.

Dieser Umstand hat uns den Spaß am Endgame ziemlich versaut. Obwohl wir den Abschluss der Hauptstory immer wieder möglichst lange hinauszögerten, fanden wir am Ende kaum Motivation große Teile des Endgame-Contents zu spielen. Hier hätten die Entwickler Elemente des Endgames geschickter mit dem Storyverlauf vereinen können, um ein ausgewogeneres Verhältnis zu schaffen.


Stacheln einstecken für Erfahrungspunkte – beim Kaktrice-Trick

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https://kupo.fandom.com/de/wiki/10.000_Stacheln

Fazit – This was my story

Der zehnte Teil der Final-Fantasy-Reihe bot uns aufgrund seiner Stilistik ein nostalgisches Grundgefühl – und das ohne das Spiel im Zeitraum seiner Veröffentlichung im Jahr 2002 überhaupt gespielt zu haben. Auch in der Gewissheit, dass es eines der letzten „Final Fantasy“ war, bei dem ein rundenbasiertes Kampfsystem verbaut wurde, versetzte uns das Spiel wehmütig in eine Zeit zurück, als Videospiele noch etwas anders gestrickt waren.

“Final Fantasy X”, dessen Entwicklungszeit etwa 3 Jahre betrug, führte einige noch bis heute nachhallende Innovationen in die Final-Fantasy-Reihe ein. Darunter das verwenden von komplett dreidimensionalen Gebieten, anstelle von vorgerenderten Hintergründen. Auch eine Vertonung durch Sprecher, neben den klassischen Bildschirmtexten bei denen die Dialoge auf die Szenen abgestimmt wurden, sowie die Übertragung von Mimiken in das Spiel durch Motion Capturing, wurde das erste Mal innerhalb der Reihe vorgenommen. Außergewöhnlich ist auch, dass es das erste Final-Fantasy-Spiel war, welches mit “Final Fantasy X-2” eine direkte Fortsetzung erhielt.[6]


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https://squareportal.net/2014/03/16/new-final-fantasy-x-artwork-wallpaper-edit/1wallpaperhd/

„FFX“ war ein Abenteuer sondergleichen, mit einem Finale wie es konsequenter nicht sein könnte – mit einem Ausgang der uns zu Tränen rührte. Unser Weg mit Tidus an der Seite zahlreicher, sympathischer Figuren, in einem ganz eigenen Universum, war einzigartig und einmalig.

“Final Fantasy X” wirkt wie ein riesengroßes und grenzenloses Gesamtkunstwerk. Deshalb hoffen wir letztendlich, diesem geschichtsträchtigen Videospiel und Kulturgut, mit unserem Review nur annähernd gerecht geworden zu sein.


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https://gadgets.ndtv.com/games/reviews/final-fantasy-10-nintendo-switch-review-10-2-2024042

 

Years and Years (2019)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Jayes meint - Sehenswert

In „Years and Years“ werfen wir einen Blick auf eine eher (un)gewöhnliche britische Großfamilie in einem Zukunftsszenario um die Jahre 2019-2034.

Politische Veränderungen und der fortschreitende digitale Wandel der Welt, spielen dabei eine große Rolle. Die Auswirkungen werden zum Schicksal der Charaktere und stehen im Mittelpunkt der Geschehnisse.

Die britische Serie, die in Ko-Produktion zwischen BBC One und HBO entstand, liefert dabei einige gute Ideen und Ansätze, tritt jedoch manchmal auf der Stelle und braucht einige Zeit, um wirklich in Fahrt zu kommen. Letzten Endes blieben wir mit gemischten Gefühlen zurück, auch weil zu wenig die Welt und zu viel die familiären Verhältnisse im Mittelpunkt stehen, die nicht immer einen ausreichenden Bezug zu den Veränderungen durch die digitale Zukunft haben.

„Years and Years“ ist sehenswertes Serienfutter und insbesondere für Fans des britischen Serienstils geeignet, kann aber letzten Endes mit wirklich herausragenden, vergleichbaren Produktionen wie „Black Mirror“ nicht mithalten. (31.03.2020)

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Genre: Drama, Science-Fiction, Utopie & Dystopie

Originaltitel: Years and Years

Produktionsland: Vereinigtes Königreich

Produktionsfirma: BBC One, HBO, Red Production Company

Regie: Simon Cellan Jones (E01-04), Lisa Mulcahy (E05-06)

Drehbuch: Russell T Davies

Produktion: Simon Cellan Jones, Michaela Fereday, Lucy Richer, Nicola Shindler, Karen Lewis

Musik: Murray Gold

Länge: 6 Episoden je ca. 60 Minuten

Altersfreigabe: 16 (lt. Amazon)

Beschreibung

Years and Years ist eine britische TV-Serie aus dem Jahr 2019.

Die deutschsprachige Erstveröffentlichung fand am 05. März 2020 auf dem Streaming-Dienst „StarzPlay“ statt.

Die Serie entstand in einer Ko-Produktion zwischen dem britischen Sender BBC One und dem US-amerikanischen Kabelsender HBO. Die Idee zur Serie stammt von Russell T Davies, der auch die Drehbücher aller Episoden verfasste.[1]

Das Science-Fiction Drama widmet sich hauptsächlich den Themen der fortschreitenden Digitalisierung, sowie der zukünftigen Politik in Großbritannien und deren Auswirkungen auf eine Großfamilie.


Bilder

Vivienne Rooks politischer Erfolg verändert Großbritannien

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©BBC

Die Großfamilie Lyons

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Digitalisierung ist eines der Hauptthemen der Serie

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Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories (Remastered) (2007, 2013)

  • 6.5/10
    derofa Durchschnittswertung - 6.5/10
6.5/10

Ganz gut

Im Jahr 2004 erschien das Videospiel „Kingdom Hearts – Chain of Memories“ für den GameBoy Advance. Der kleine Handheld hat die Geschichte von Sora und Co. damit fortgeführt.

Drei Jahre später wurde in Japan ein Remake produziert mit dem Titel „Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories“ für die PlayStation 2.

Erst im Jahr 2013 entschied sich das Entwicklerstudio „Square Enix“ und „Jupiter“ dafür, dass Videospiel auf der Collection „HD 1.5 & 2.5 Remix“ für die PlayStation 3 in Europa zu veröffentlichen.

„Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories“ ist das erste Videospiel der Reihe, welches sich stark vom bekannten Kampfsystem abwendet und nun in Form von Karten, sein Gameplay gestaltet.

Was wir von dem Remake/Remaster halten und ob wir es Euch empfehlen können, erfahrt Ihr in unserem Test.

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Genre: JRPGAction

Originaltitel: Kingudamu Hātsu Chein Obu Memorīzu (Transkription)

Produktionsland: Japan

Entwicklerstudio/Publisher: Square Enix, Jupiter

Musik: Yoko Shimomura

Spielmodus: Singleplayer

Spielzeit: Sora 25 Stunden (Story), Riku ca. 10 Stunden (Story)

Plattformen: Original: PlayStation 2, PlayStation 4, Xbox One

Altersfreigabe: USK 6

Universum: Kingdom Hearts

Vorgänger: Kingdom Hearts II (2006)

Nachfolger: Kingdom Hearts re: Coded (2008)

Wertung:  

Testplattform: Playstation 4

Autor: Melissa

Verfasst am: 23.04.2020


Die Geschichte des magischen Königreichs geht weiter

Die Geschichte von „Re:Chain of Memories“ setzt direkt an die von „Kingdom Hearts“ an und erzählt die Handlung von Sora, Donald und Goofy weiter. Sora und seine Freunde finden sich schnell im „Schloss des Entfallens“ wieder.

Eine mysteriöse Person mit Kapuze empfängt unsere tapferen Helden und erklärt ihnen, dass sie soeben ihre Erinnerungen verloren haben, denn wenn man das Schloss betritt, verliert man sein Gedächtnis. Die mysteriöse Person schenkt Sora und Co. einige Karten aus Soras übrig gebliebenen Erinnerungen mit der Erklärung, dass er durch das Schloss gehen muss, um seine verlorenen wieder zurück zu gewinnen.

Somit machen sich unsere drei Freunde auf den Weg die Stockwerke im Schloss aufzusteigen, um ganz oben anzukommen und ihre Erinnerungen zurück zu bekommen.


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https://thealmightybacklog.com/2019/08/04/kingdom-hearts-chain-of-memories/

Goofy, Sora und Donald im „Schloss des Entfallens“


Das Karten-Kampf-System

Die größte Neuerung im Kampfsystem sind die Karten. Das Spiel schmeißt das altbekannte Kampfsystem der Spielereihe wortwörtlich weg und füllt es mit einem sog. „Kartensystem“.

Statt den normalen Abilities wie „Angriff“, „Magie“, „Item“ etc. benötigt ihr Karten um diese genannten Abilities anzuwenden. D.h. zuerst müsst ihr euch ein eigenes Kartendeck mit diversen Karten zusammen stellen – Vorsicht! Die Kapazität des Decks ist jedoch begrenzt, sodass ihr genau überlegen müsst, welche Karten ihr in euer Kartendeck tut. Die Kämpfe verlaufen nicht so taktisch wie bei den Vorgängern, denn sobald ein Kartendeck leer ist, ist ein Angriff erst wieder möglich wenn sich das Kartendeck wieder gemischt hat.

Die Kämpfe laufen im Prinzip „normal“ ab. Ihr trefft auf einen Gegner und müsst diesen besiegen. Euren Charakter könnt ihr ganz normal bewegen und auch den Attacken ausweichen. Items hingegen habt ihr nicht wirklich. Diese Ability entfällt komplett. Stattdessen könnt ihr euch durch „Zauber“ heilen, oder ihr benutzt einen Freund und seine Fähigkeiten.

Ganz schön kompliziert auf den ersten Blick. Mit einem sehr gewöhnungsbedürftigen Kampfsystem, lässt uns „Re:Chain of Memories“ befremdet zurück. Durch etwas Übung hat man jedoch schnell den Dreh raus. Dennoch müssen wir das Kampfsystem kritisieren, da es den Kampffluss enorm beeinflusst.


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https://www.youtube.com/watch?v=haKhksJlIE8

Das neue „Karten-Kampfsystem“


Karten als Schlüsselobjekte

Doch nicht nur das Kampfsystem ist verändert worden. Auch das eigentliche Gameplay innerhalb der Welten ist neu. Statt selbst durch die Welten zu streifen, die bei den Vorgängerspielen immer linear waren, bekommt man in Re:Chain of Memories zwar auch eine Welt präsentiert, jedoch muss man sich von einem Raum/Abschnitt mit Hilfe der Übersichtskarte bewegen.

D.h. ihr habt eine Übersichtskarte in der ihr jederzeit nachgucken könnt, wo ihr gerade steht und welche Wege sich öffnen lassen. In den Räumen trefft ihr auf verschlossene Türen. Üblicherweise müsste man die mit einem Schlüssel öffnen, bei „Re:Chain of Memories“ benutzt ihr dafür eure Karten. Wenn ihr gegen Feinde kämpft, erhält ihr als Gewinn diverse Karten für die verschlossenen Türen! Ziel ist es auf der Übersichtskarte durch die Räume so weit zu kommen, das ihr beim Bossgegner ankommt.

Jetzt kommt der Twist! Jeder Raum ist unterschiedlich! Denn, welche Karte ihr verwendet liegt bei Euch. Ihr müsst nur den benötigten Wert sowie Farbe „Beispiel: Wert 3, Farbe Rot“ als Karte benutzen um die Tür zu öffnen. Und da die Karten verschiedene Räume „darstellen“, entstehen so ganz individuelle Abschnitte, die ihr euch selbst eingerichtet habt. Ganz schön kompliziert oder?


Die Übersichtskarte einer Welt


Was ist der Reihe noch treu geblieben?

Bei so vielen Veränderungen fragt man sich ob es altbekannte Elemente in „Re:Chain of Memories“ gibt. Natürlich haben sich die Entwickler von „Square Enix“ nicht ganz von der Kingdom Hearts-Reihe abgewandt.

Zum einen sind die Welten teils die gleichen wie aus z.B. „Kingdom Hearts“ (2002, 2013) oder „Birth By Sleep“ (2010, 2017) (außer den neu entdeckten Welten) , zum anderen lehnt sich der Soundtrack stark an sein großes Vorbild und präsentiert uns wunderschön komponierte Musik von „Yoko Shimomura“. Sie hat bisher bei allen „Kingdom Hearts“ Videospielen den Soundtrack übernommen.

Auch Rikus erweiterte Geschichte ist im Remake vorhanden und dem original somit treu geblieben. In „Re:Chain of Memories“ habt ihr nämlich die Möglichkeit nach Sora’s Geschichte, die von Riku zu erleben und zu spielen. Rikus Charakter spielt sich jedoch etwas anders als Sora. Seine Kämpfe laufen teils flüssiger und einfacher ab, da Riku enorm schnell levelt und extrem stark ist.

Die Spielzeit seiner Geschichte haben wir innerhalb von ca. 10 Stunden durchgespielt, wohingegen wir bei Sora’s Geschichte ca. 25 Stunden benötigt haben.


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https://www.deviantart.com/risachantag/art/KHCoM-Broken-Memories-53416791

Vom Remake zum Remaster

„Kingdom Hearts – Chain of Memories“ ist ein Videospiel aus dem Jahre 2003, welches damals für den GameBoy Advance veröffentlicht worden ist. Das Spiel wurde vom Entwicklerstudio „Square Enix“ und „Jupiter“ produziert.

Im Jahr 2007 erschien das Remake mit dem Titel „Re:Chain of Memories“ in Japan für die PlayStation 2. Grafisch wurde hier viel verbessert. Jedoch sollte man keine Grafikwunder erwarten. Für ein Remake hält sich das Videospiel sehr gut. Die Grafik enthält nun 3D-Elemente, diese gab es beim Original nicht, da dem GameBoy Advance die Leistung dafür fehlte. Grafisch wurde für die HD Collection 1.5 & 2.5 (2013) noch mal eine Schippe drauf gesetzt. Das komplette Videospiel wurde remastered.

Auch am Gaming-Score wurde gearbeitet. Der Soundtrack ist ebenfalls optimiert und eine Sprachausgabe wurde hinzugefügt. Zudem umfasst das Remake einige erweiterte Szenen sowie neue Kämpfe.


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„Kingdom Hearts – Chain of Memories“ auf dem GameBoy Advance


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Das Remake „Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories“ für die PlayStation 4


Fazit

„Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories“ ist mit seinem Karten-Kampfsystem zwar ein etwas „anderes“ Videospiel für die Fans der Spielereihe, weiß jedoch durch seine Handlung und Charaktere durchaus zu überzeugen. Letztere sind wieder so charmant wie eh und je und verzaubern uns sofort.

„Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories“ bietet uns den altbekannten Disney und Final Fantasy Flair den wir alle so lieben. Trotz seiner Schwächen kann das Videospiel unterhalten.

Wenn ihr euch nicht allzu sehr von dem Kartensystem abschrecken lässt, kann „Kingdom Hearts – Re:Chain of Memories“ viel Spaß machen. Zudem ist der Titel sowieso für all diejenigen Pflicht, die Liebhaber der Videospielreihe sind und die gesamte Sammlung durchspielen und erleben möchten – denn wer trifft nicht gern erneut auf seine Lieblings Disney- und Final Fantasy Charaktere?


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Marvel’s Jessica Jones (2015-2019)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Mit „Marvel’s Jessica Jones“ erhalten wir die zweite Serie aus dem „Marvel Cinematic Universe„.

Die Serie ist seit 2015 auf der Streaming-Plattform Netflix verfügbar und dreht sich um den Marvel Charakter Jessica Jones, die neben ihrer Arbeit als Detektivin, zur Superheldin New Yorks wird.

Krysten Ritter verkörpert die junge New Yorkerin mit ihrer speziellen Begabung.

Alleingängerin und Detektivin Jessica Jones zeigt uns ein Bild einer modernen und ungewöhnlichen „Heldin“.

Was wir von den Staffeln mit der Draufgängerin Jessica halten, erfahrt Ihr in unseren Reviews auf derofa.de

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Genre: ActionDrama, Superhelden

Originaltitel: Marvel’s Jessica Jones

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix (Sender), Marvel Television, ABC Studios, Tall Girl Productions

Regie: Verschiedene Regisseure

Drehbuch: Verschiedene Autoren

Musik: Sean Callery

Länge: ca. 46-55 Minuten je Episode

Altersfreigabe: FSK 16

Universum: Marvel Cinematic Universe

Beschreibung

Mit „Marvel’s Jessica Jones“ aus dem Jahre 2015, erhalten wir die zweite Serie aus vier Marvel-Serien, die später zum Crossover von „Marvel’s The Defenders“ führte.

Regie übernahm u.a. S. J. Clarkson sowie verschiedene weitere Regisseure. Das Drehbuch für die erste und letzte Episode der ersten Staffel verfasste Melissa Rosenberg. Sie ist die Autorin der beliebten Vampirgeschichte aus der „Twilight-Saga“.

2015 bis 2019 wurden die ersten drei Staffeln von „Marvel’s Jessica Jones“ produziert. Netflix zeigt derzeit alle drei Staffeln der Marvel-Serie auf ihrer Streaming-Plattform.

Mit der dritten Staffel endet die Geschichte hinter der Privatdetektivin Jessica Jones. Netflix ließ nach der Produktion der letzten Staffel im Jahre 2019 die Serie einstellen.


Review – Staffel 01 (2015)


Wertung: 

Autor: Lissa

Verfasst am: 21.04.2020


Privatdetektivin Jessica Jones

In der Marvel-Serie dreht sich alles um die Privatdetektivin Jessica Jones (Krysten Ritter), die versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen, jedoch von dieser immer wieder eingeholt wird. Jessica lebt in „der Stadt die niemals schläft“ und betreibt eine eigene Privatdetektei um sich über Wasser zu halten.

Ihr Leben besteht darin, die Aufträge ihrer Klienten zu erfüllen. Jedoch benutzt sie dazu einige „Tricks“ in Form ihrer übernatürlichen Fähigkeiten. Zum einen ist es ihr möglich, eine enorm starke Körperkraft anzuwenden und jeden Gegner mit nur einem Schlag umzuhauen, zum anderen besitzt sie eine Art von Sprungfähigkeit, um sich so über New Yorks Dächer schneller fortzubewegen. Die Sprünge wirken fast so als könnte Jessica über die dunklen Gassen fliegen.

Jessica ist eine Alleingängerin. Im Verlaufe der ersten Staffel lernt sie jedoch auch neue Charaktere kennen, die sich als wahre Freunde erweisen. Eine davon ist ihre ehemalige Adoptivschwester Trish Walker (Rachael Taylor), die sie zu Beginn an jedoch auf Distanz hält.

Nachdem Jessica letztlich doch noch mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird und auf den Schurken Kevin Thompson alias Kilgrave (David Tennant) trifft, wendet sie sich an Trish und bittet sie um ihre Unterstützung. Kilgrave ist ein Superschurke der die Macht besitzt, Menschen unter seine Kontrolle zu bringen.

Es beginnt eine Art Katz und Maus Spiel. Während Jessica auf der Suche nach Kilgrave ist, um ihn außer Gefecht zu setzen, ist es Kilgraves Wunsch, auf Grund seiner Besessenheit ihr gegenüber, Jessica wieder in seinen Besitz zu bekommen – und dies ohne seine Fähigkeiten, da Jessica gelernt hat, seinem Willen zu widerstehen.


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©Netflix

Jessica Jones und ihr Antagonist Kilgrave haben eine gemeinsame Vergangenheit


Untypische Heldin

In der ersten Staffel von „Marvel‘s Jessica Jones“ wird Jessica nicht zur Heldin im eigentlichen Sinne. Sie benutzt ihre Fähigkeiten nämlich eher um ihre Detektivarbeit zu entrichten. Seltener um damit durch New Yorks Gassen zu streifen und sich in der Nacht in eine maskierte Superheldin zu verwandeln.

Wenn ein Mensch in Not ist und ihre Hilfe benötigt, ist sie jedoch sofort zur Stelle. Auch die Menschen in ihrer Umgebung sind ihr sehr wichtig und diese versucht sie mit aller Kraft zu schützen – egal um welchen Preis.

Sie steht dem Bösen nicht alleine entgegen und trifft schnell auf den ungewöhnlichen Mann mit der eisernen Haut – die Rede ist von Luke Cage (Mike Colter), der recht früh mehrere Gastauftritte in der ersten Staffel erhält.

Ihre Detektivarbeit steht zu Beginn sehr im Vordergrund, was sich im späteren Abschnitt der Staffel jedoch ändert. Hier dreht sich alles um ihre Vergangenheit mit dem Schurken Kilgrave und seinen bösen Machenschaft in New York.


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©Netflix

Luke Cage als Barkeeper in seiner eigenen Bar


Fazit

Jeder Superheld braucht seinen eigenen Bösewicht. In Jessica Jones Fall ist es Kilgrave, der zum Ende hin schon fast die Hauptrolle übernimmt. Dies bewerten wir jedoch nicht als Kritikpunkt.

Die Geschichte in Staffel eins konnte gut erzählt werden und präsentiert uns etliche Actionszenen in denen Jessica uns ihre Superkräfte zur Show stellt. Zudem ist die Handlung enorm wichtig um uns die Verbindung zu Jessica Jones und ihrem Antagonisten Kilgrave näher zu bringen.

Die Umsetzung der Realserie „Marvel’s Jessica Jones“ ist den Comics mehr als würdig. Die Serie erweist uns einen angemessen Start ins Superheldenuniversum von Jessica Jones und bringt uns durch übernatürliche Superkräfte und actionreichen Kampfszenen, das MCU erneut ein Stückchen näher.


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Kingdom Hearts χ Back Cover (2017)

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https://www.themoviedb.org/movie/538347?language=de
  • 5/10
    derofa Durchschnittswertung - 5/10
5/10

Geht so

Mit „Kingdom Hearts χ Back Cover“ veröffentliche das japanische Entwicklerstudio „Square Enix“ im Jahr 2017 eine Filmversion des 2015 erschienenen Mobile Games „Kingdom Hearts Unchained χ“.

In der Chronologie der Haupthandlungen des Universums von „Kingdom Hearts“, spielt der Film vor allen anderen Veröffentlichungen und markiert damit den Start für alle Neulinge, welche die fantastische Geschichte der Serie von Anfang bis Ende erleben möchten.

Was Euch bei dem Film erwartet, warum wir ihn nicht unbedingt notwendig finden und auf welcher Collection er enthalten ist, verraten wir Euch im Review zu „Kingdom Hearts χ Back Cover“.

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Genre: Computeranimation

Originaltitel: Kingdom Hearts χ Back Cover

Produktionsland: Japan

Produktionsfirma: Square Enix

Regie: Tetsuya Nomura

Drehbuch: Tetsuya Nomura

Musik: Yoko Shimomura

Länge: ca. 60 Minuten

Altersfreigabe: USK 12

Universum: Kingdom Hearts

Vorgänger: Kingdom Hearts 3D: Dream Drop Distance (2012)

Nachfolger: Kingdom Hearts III (2019)

Wertung:  

Autor: Jayes

Verfasst am: 17.04.2020


Der Start meiner Reise

Während meiner chronologischen Reise durch das Universum von „Kingdom Hearts“, war der CGI-Animationsfilm „Back Cover“ der erste Halt, wie ich durch den „Kingdom Hearts“-Artikel unserer Autorin Lissa erfuhr. Übrigens erfährt man auch dort, auf welchen Veröffentlichungen „Back Cover“ enthalten ist.

Um den Film besser einordnen zu können, sollte man sich vorher klar machen, dass es sich um eine Zusammenfassung der Geschehnisse des Smartphonespiels „Kingdom Hearts Unchained χ“ (2015) handelt. In dem Mobile Game steuert man einen Schlüsselschwertkrieger und erlebte dadurch die Geschichte.

2 Jahre später, in der nun computeranimierten Filmversion namens „Kingdom Hearts χ Back Cover“ hingegen, die an eine typische aber lange Videospielsequenz erinnert, sehen wir die Story aus der Perspektive der Protagonisten.[1]


Die Figuren aus „Kingdom Hearts χ Back Cover“

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https://www.deviantart.com/andrewking20/art/Kingdom-Hearts-Back-Cover-Poster-795439749

Handlung

Die Geschichte erzählt wie es zum Schlüsselschwertkrieg kam. Eingangs heißt es:

„Vor langer, langer Zeit waren alle Welten noch eins. Eines fernen Tages sollte man diese Ära das Zeitalter der Märchen nennen. Hier, in Daybreak Town, nahm alles seinen Lauf. Der Meister aller Meister besaß ein Auge, dessen Blick auf die Zukunft gerichtet war. Er verlieh fünf von seinen sechs Lehrlingen je ein Exemplar des Buchs der Prophezeiungen, in dem die Ereignisse der Zukunft niedergeschrieben waren.“Kingdom Hearts χ Back Cover
Fortan gründeten die fünf Propheten eigene Bündnisse, in denen sie weitere Schlüsselschwertträger versammelten, und wurden von dem Meister aller Meister mit verschiedenen Aufgaben betraut, um sich auf die verhängnisvolle Zukunft vorzubereiten, die das Buch der Prophezeiung versprach. Ein beunruhigender Vorfall, der in keinem der Bücher Erwähnung findet, lässt aber schon bald das Selbstverständnis der Propheten und ihr Vertrauen in ihre Aufgaben erschüttern.Neemann

Die fünf Propheten erhalten jeweils eine Aufgabe

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https://www.4players.de/4players.php/screenshot_list/Allgemein/37105/Screenshots/81380/0/Kingdom_Hearts_HD_28_Final_Chapter_Prologue.html

Grau und leblos

Obwohl der Film mit der „Unreal Engine 4“ produziert wurde, die auch im neuesten Ableger der Reihe, „Kingdom Hearts III“, verwendet wird, kann man nicht von einer Augenweide sprechen.[2] Als „Tech-Demo“ oder Vorzeigewerk, um Lust auf „Kingdom Hearts III“ zu machen, fällt der Film also schon mal durch.

Die Welt und ihre Umgebungen wirken leblos und grau, es geht ausschließlich um einige wenige Figuren, die sich primär durch ihre Tiermasken unterscheiden lassen. Animationstechnisch zeigt sich der Film ebenfalls auf unterdurchschnittlichem Niveau, beispielsweise in seinen unsauberen Bewegungen der Figuren, die zu computergeneriert wirken.

Der einzige Charakter der wirklich heraus sticht ist der verrückte und schelmische „Meister aller Meister“ in seiner schwarzen Kutte, der ernste Momente durch seine lockeren Sprüche aufbricht.


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Szenen werden häufig Plump durch ein „a few days later“ getrennt und bei der Erzählung werden die meiste Zeit nur Dialoge verwendet, ohne das drum herum wirklich etwas passiert. Dadurch wirkt der Film sehr statisch und lieblos gestaltet und macht den Anschein, selbst auf dem Niveau von Videospielzwischensequenzen heutiger Tage eher minderwertig zu sein.

Berücksichtigen sollte man hier jedoch auch das Budget des Filmes, die Größe des Entwicklerteams und die verfügbare Produktionszeit, die wir hier nicht mit bewerten können.


Im Farbvergleich: Oben die Mobile Game Vorlage, unten der Film „Back Cover“

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Wer ist der Verräter?

Abgesehen davon dreht sich der Film etwas im Kreis und widmet sich hauptsächlich der Suche eines „Verräters“ welcher der dunklen Seite anheim gefallen sei, sowie der einzelnen Aufgaben der fünf Propheten.

Dass sich auch die Musik nur wiederholt, trägt ebenso wenig zur Stimmung bei und am Ende verrät „Kingdom Hearts χ Back Cover“ nicht wirklich viel Aussagekräftiges, was uns den Start in das erste Spiel in der Handlungschronologie „Birth by Sleep“ erleichtert hätte.

Positiv ist uns eigentlich nur aufgefallen, dass der Film über seine knappe Stunde Laufzeit nicht zu langweilig wird, sofern man wirklich offen für den Stoff ist und sich konzentriert darauf einlässt.


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https://blog.de.playstation.com/2017/01/28/fantastische-spielwelten-kingdom-hearts-hd-2-8-final-chapter-prologue-angespielt/

Fazit –  Wie eine einstündige Zwischensequenz eines leblosen Spiels

„Kingdom Hearts χ Back Cover“ ist ein Film, der als Vorgeschichte zur populären Spielereihe, sicher seine Daseinsberechtigung hat. Gemessen am Genre der Animationsfilme im Allgemeinen, versagt der Film aber vollständig.

Für Fans ist er daher sinnvoll, um etwas mehr über die Welt von „Kingdom Hearts“ zu erfahren. Unbedingt notwendig wirkt das Werk aber nicht und mutet an wie eine einstündige Zwischensequenz eines leblosen Spiels, was durch seine farb- und detailarme Inszenierung, sowie erzählerische Eintönigkeit enttäuscht.


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https://www.youtube.com/watch?v=QcVrMccnWZE, SteveRelius

 

Solo: A Star Wars Story (2018)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Mit „Solo: A Star Wars Story“ erweiterte sich das Star Wars Universum um ein weiteres Werk.

Produziert wurde dieses Spin-Off nicht von Meisterregisseur George Lucas, sondern wurde in die Hände von u.a. Jonathan Kasdan, Kathleen Kennedy, Allison Shearmur und Simon Emanuel  gelegt.

Wie das Han Solo Spin-Off für uns wirkt und ob uns der neue Regisseur Ron Howard damit überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Review.

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Genre: Science-Fiction

Originaltitel: Solo: A Star Wars Story

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Lucasfilm

Regie: Ron Howard

Drehbuch: Lawrence Kasdan, Jonathan Kasdan

Musik: John Powell, John Williams

Länge: 135 Minuten

Altersfreigabe: FSK 12

Universum: Star Wars

Wertung:  

Autor: Lissa

Verfasst am: 24.12.2019


Abseits der Hauptreihe

Bereits 2016 erhielten wir mit „Rogue One: A Star Wars Story“ den ersten Film zu den Spin-Off Teilen der „A Star Wars Reihe“. Mit einem erfolgreichen Start legt er den Weg für den zweiten Film der Ableger Serie „Solo: A Star Wars Story“.

Fans sollen nun endlich die Hintergründe aus Han Solos Leben erfahren. Vom ersten Treffen mit dem braunen haarigen Chewbacca, bis hin zum ersten Flug im Millenium Falcon.


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Die Vergangenheit von Solo

Der Film spielt genau 5 Jahre nach „Star Wars Episode 3: Die Rache der Sith (2005)“ und zeigt das Leben nach der Machtübernahme des Imperiums. Es herrscht Elend und Aussichtslosigkeit im Universum. Viele Planeten und deren Lebewesen erleben nur noch Armut und Hilflosigkeit und kein Ausweg scheint in Sicht zu sein.

Auch auf dem Planeten Corellia herrscht Unruhe. Wir treffen hier auf den jungen Han Solo (Alden Ehrenreich). Kern der Geschichte sind seine Abenteuer die er durch die Galaxie macht. Der Planet Corellia steht unter der Führung von Lady Proxima. Sie hat das Sagen über die White Worms, einer Verbrechergruppe, welche die Einwohner des Planeten kontrollieren.

Han Solo schuldet Lady Proxima viele Mengen an Coaxium. Eine flüssige Kostbarkeit, die auf dem Schwarzmarkt groß gehandelt wird. Coaxium ist der Treibstoff den ein Hyperraumantrieb benötigt.

Der junge Gauner Solo macht sich nun auf den Weg solch kostbares Coaxium aufzutreiben.  Auf seiner Reise trifft er allerlei Charaktere und lernt neue Planeten kennen.


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©Walt Disney Studios Motion Pictures

Science-Fiction Spektakel

Schon ab der ersten Minute wird es laut. Die ersten Szenen erscheinen wie 0815-Hollywood-Action. Eine Flucht, ein Rennen, die Bösewichte und die Helden. Nichts Neues für den Zuschauer. Die actionlastigen Szenen wirken sehr irrational. Diese sollten jedoch keinesfalls zu ernst genommen werden, da Actioninhalte das eben an sich haben.

Nach dem Han sich zur Pilotenflotte der Imperialen Armee meldet, bekommt der Zuschauer erneut Actionszenen gezeigt. Dieses Mal jedoch in einem neuen Kriegsszenario – etwas Abwechslung muss sein.

Die Schauplätze variieren stark. Zum Glück, denn sonst würde die Geschichte sehr eintönig wirken. Positiv möchten wir hier jedoch auch anmerken, wie gut diese Szenarien aussehen. Das ist feinste, modernste Technik.

Die Geschichte wird im Verlauf etwas wirr. Wir wissen nicht wohin die Reise nun wirklich gehen soll. In diesen Phasen, ist der Film so manches mal so unverständlich wie Chewbacca‘s Sprache für uns Menschen.


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©Walt Disney Studios Motion Pictures

Die Darsteller – Eine gute Mixtur

„Solo: A Star Wars Story“ bietet viele prominente Gesichter. Ob es nun die Freundin Qi’ra (Emilia Clark) von Han ist oder der Schurke Tobias Beckett (Woody Harrelson), dem Zuschauer wird feinste Schauspielkost geboten.

Den jungen Solo verkörpert der noch recht unbekannte Schauspieler Alden Ehrenreich. Vor seinem Start in die Star Wars-Saga, spielte er in einigen diversen Filmen mit. Diese sind den meisten Zuschauern jedoch nicht sehr bekannt (The Yellow Birds, Hail Caeser!).

Wir wollen seine schauspielerische Leistung nicht kritisieren. Er spielt den jungen Han Solo sehr überzeugend und realitätsnah. Seine Arroganz, sowie sein Sarkasmus bringt der Schauspieler gut auf die Leinwand.


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©Walt Disney Studios Motion Pictures

Fazit

Wir sind Zwiegespalten. Die erste Stunde des Films wirkt sehr durchschnittlich. Wir sichten nichts Neues und fühlen uns erst ab der zweiten Hälfte in das „Star Wars Universum“ versetzt. Langatmigkeit kommt dennoch nicht auf. Dies liegt daran, dass der Film auf Grund der soliden dargestellten Actionszenen uns zu jederzeit unterhalten konnte.

Uns hat „Solo: A Star Wars Story“ sehr gut gefallen. Letztendlich haben wir uns die ganzen 135 Minuten amüsiert. Der Film nimmt nach einem verschlafenen Anfang doch noch Fahrt auf, wie der Flug des Millenium Falcon, der dann doch noch den Kessel-Flug in 12 Parsecs erreicht hat.


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©Walt Disney Studios Motion Pictures

 

Großkatzen und ihre Raubtiere (2020)

  • 8/10
    derofa Durchschnittswertung - 8/10
8/10

Ausgezeichnet

Die neue True-Crime-Doku und Netflix-Serie „Tiger King“ ist in aller Munde.

Mittlerweile in den Top 10 der Netflix-Charts gelandet, fasziniert und schockt sie die Zuschauer gleichermaßen.

Was es mit der Serie, um den ebenso exzentrischen wie bizarren Privatzoo-Betreiber Joe Exotic auf sich hat und warum „Tiger King“ trotz dem Fokus auf Menschen, für das Leid der Tiere sensibilisiert, verraten wir im Review zu „Großkatzen und ihre Raubtiere“.

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Genre: True Crime

Originaltitel: Tiger King: Murder, Mayhem and Madness

Produktionsland: USA

Produktionsunternehmen: Netflix

Regie: Eric Goode, Rebecca Chaiklin

Produktion: Chris Smith, Fisher Stevens, Eric Goode, Rebecca Chaiklin

Musik: Mark Mothersbaugh, John Enroth, Albert Fox, Robert Mothersbaugh

Länge: 7 Episoden je ca. 45-50 Minuten, 1 Special („Aftershow“) 40 Minuten

Altersfreigabe: 16 (lt. Netflix)

Wertung:   

Autor: Jayes

Verfasst am: 18.04.2020


Joe Exotic

Mit „Tiger King“ oder „Großkatzen und ihre Raubtiere“ erreicht uns eine Netflix-Doku, die über Nacht zum Phänomen geworden ist. Den Löwenanteil daran hat sicher der Exzentriker Joseph Schreibvogel aka Joe Exotic, wie die Hauptperson der neuen siebenteiligen True-Crime-Doku-Serie aus dem Hause Netflix heißt.

Die Doku erzählt seine Geschichte. Es ist eine Geschichte die so absurd ist, als hätte man sie erfunden und würde selbst dann noch fragen: „Wer hat sich diesen Wahnsinn ausgedacht?!“

Joe Exotic – bekennender homosexueller Vokuhila-Träger – ist absolut verrückt, nein völlig wahsinnig, eigentlich müsste man weitere Steigerungsformen dieser Bezeichnungen erfinden, um treffend genug zu beschreiben, wie größenwahnsinnig er ist und wie sehr er den Verstand verloren hat.

Doch immer der Reihe nach. Worum geht es in „Tiger King“ überhaupt?


Joe Exotic mit einem seiner Tiger

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©Netflix

Wer sind hier die Raubtiere?

Die Dokumentation porträtiert hauptsächlich das Leben von Joe Exotic, dem Betreiber eines Privatzoos mit Großkatzen in Wynnewood, Oklahoma, USA.

Die Regisseure von „Tiger King“, Rebecca Chaiklin und Eric Goode, hatten sich im Jahr 2015 zum Ziel gesetzt, eine Doku über das Tierleid, die Ausbeutung und den Tierhandel, in und um amerikanische Privatzoos zu produzieren.[1]

Als sie im Verlaufe der Aufnahmen jedoch bemerkten, mit was für Menschen sie es hier eigentlich zu tun hatten, änderten sie ihre Pläne und entwickelten letztendlich eine Serie, die hauptsächlich die Fehde zwischen Joe Exotic und der selbsternannten Tierschützerin Carole Baskin von der Organisation „Big Cat Rescue“, thematisiert.[2] Diese hält selbst Großkatzen in Käfigen, verkauft es aber erfolgreich als „Nonprofit“-Tierschutz.

Zusätzlich richten die Macher ihren Blick auf einen Mann, der Doc Antle genannt wird und auch einen Privatzoo betreibt, sowie weitere Tierhändler oder Weggefährten.

Wer glaubt es ginge in „Tiger King“ vorrangig um einen einfachen Streit zwischen Tierschützern und Zoobetreibern, der irrt gewaltig. Im Verlaufe der Serie, kommen viele Geschehnisse zum Vorschein, die man nicht erwartet hätte. Kriminelle Machenschaften wie Betrug, bis hin zu Auftragsmord gehen Hand in Hand mit kuriosen Lebensstilen und chaotischen Zuständen.

In dieser ungewöhnlichen True-Crime-Geschichte ist viel verrücktes dabei. Nicht umsonst enthält die Serie den Beititel „Murder, Mayhem and Madness“ (dt. Mord, Chaos und Wahnsinn).


Die zentralen Personen – Joe Exotic, Carole Baskin, Doc Antle und Jeff Lowe

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Gangart der Produzenten

Was glaubst du?

Besonders positiv fällt auf, dass die Doku nach dem Prinzip der Neutralität, dem Zuschauer Anreize schafft und Indizien bereit stellt, sich aber nie wirklich auf eine Seite stellt und keine bloßen Behauptungen aufstellt. „Tiger King“ verurteilt also niemanden direkt, sondern bildet Perspektiven ab, damit der Zuschauer sich seine eigenen Thesen zusammen spinnen kann.

Auch wenn einige der gezeigten Personen im Nachinein unzufrieden mit den Darstellungen von sich selbst waren, ist der Doku Unfairness nicht vorzuwerfen. Auch wenn eine kleine Portion reißerische Inszenierung eben sein muss, um Spannung aufzubauen – letzten Endes bildet „Tiger King“ nur ab.[3]

Kritische Auseinandersetzung

Wie die selbsternannte Schützerin von Großkatzen, Carol Beskin von „Big Cat Rescue“, in den Fokus gerückt wurde und kritisch hinterfragt wurde, machte besonders Spaß. Die hatte sich wohl auf eine Lobpreisung ihrer großartigen Verdienste als Tierschützerin, in Form einer rührenden Doku-Story über ihre Organisation gefreut. Letzten Endes bekam sie aber nichts als knallharte, neutrale Berichterstattung vorgesetzt und damit den Spiegel vorgehalten.

Ebenso interessant war der Ansatz, der im Bezug auf das Zuchtverbot von Großkatzen von einem Betreiber angemerkt wurde. Es gäbe keinen Lebensraum mehr für diese Tiere, was wäre also sinnvoller als sie zu züchten, um ihre Art zu erhalten? „Tiger King“ lässt eben beide Seiten zu Wort kommen.

Häufig wurde kritisiert, im übrigen auch von der Tierschutzorganisation PETA, die Produzenten liefen Gefahr, die Zustände zu veherrlichen, gar zu glorifizieren, anstatt diese zu kritisieren.[4]

Man möchte also meinen die Produzenten wären mit ihrer Änderung der Konzeptionierung der Serie weit vom eigentlich Ziel abgedriftet. Warum ich da anderer Meinung bin, verrate ich im Fazit.


Die Frau hinter „Big Cat Rescue“, Carol Beskin

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Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Was alles so möglich ist in den Vereinigten Staaten, da kann man als Europäer schon mal fassungslos sein, wenn man sich die Serie ansieht.

Der „Lebensstil“ der „Großkatzen-Szene“ der gezeigt wird, das Verhalten und die Überzeugungen, welche die Menschen vertreten, waren teilweise unwirklich. Auch den Rahmen den das Gesetz vorgibt, ist für europäische Verhältnisse unglaublich. Das betraf nicht nur Joe Exotic sondern auch viele weitere Halter von exotischen Tieren. In Bezug auf die Waffengesetze, kann man sowieso nur erschaudern.

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Doch wie sieht das genau aus? Wie könnte zum Beispiel ein relativ normaler Tag im Leben von Joe Exotic aussehen? Eine kleine überspitzte Aussicht möchten wir uns hier leisten.

Es ist füh am Morgen, wo sonst der Hahn kräht brüllen hier die Löwen. Ab ins Gehege, die Kätzchen wollen schließlich anständig versorgt und gekuschelt werden. Ich dachte immer die beißen?! Egal, Hauptsache ihr habt alles auf Band. Anschließend mit dem Truck los und auf dem Beifahrersitz den Tiger mit im Gepäck, wo liegt das Problem?

Oder mal eben auf Crystal Meth Fallschirm springen gehen, zum nächsten Shop oder gleich bei Walmart vorbei und ein paar Schuss Munition gekauft. Möchten sie noch Sprengstoff dazu, fragt der nette Herr hinter dem Tresen? Anschließend gepflegt mit der automatischen Waffe, in den hauseigenen See geballert oder gleich den Crashtest-Dummy malträtiert und/oder wahlweise in die Luft gesprengt. Um das gebührlich zu feiern, alles direkt auf Youtube hochgeladen. Alles normal in der Welt von „Tiger King“.

Doch Spaß bei Seite. Die Serie bildet Extreme ab, so viel ist klar.


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Fazit – Außergewöhnliches True-Crime-Futter

„Tiger King“ war ein völlig absurder Ausflug in eine Art von menschlichen Abgrund, den wir SO zuvor noch nicht gesehen hatten.

Selbst wenn die Geschichte von Joseph Schreibvogel mit dieser Doku nun ihr Ende gefunden haben sollte, eins muss man ihm wirklich lassen – sein Leben war wahrlich außergewöhnlich exotisch.

Die Macher von „Tiger King“ legten mit dieser Doku den Fokus zwar nicht auf die Tiere, sondern auf die Menschen, doch ist es gerade das, was zum Nachdenken darüber anregt, welche Rolle die Tiere bei dem ganzen Inferno gespielt haben. Obwohl so wirklich jedes Geschöpf der Doku, bis auf die Tiere, sein Schicksal selbst herausgefordert hat, fühlt man dennoch, neben den armen Tiere, auch ein Stück weit mit diesen bemitleidenswerten Freaks mit, weil sie es einfach nicht besser wissen.

An Vorzeige-Meisterwerke im True-Crime-Genre wie „Making a Murderer“ kommt „Tiger King“ nicht heran, einfach weil die Story eine geringere Tragweite hat. Eines wird dennoch vortrefflich klar: Die Spezies Mensch hat zumindest in Teilen, scheinbar völlig den Verstand verloren.

Zum Ende hin bekommen gerade durch die Art von Charakterstudie die „Tiger King“ ist, auch die Tiere, deren Schicksal zu Beginn ja das Hauptmotiv sein sollte, ihre Bühne. Denn was bildet vortrefflicher deren Leid auf dieser Welt ab, als diese wahnsinnig verkorksten Menschen mit denen sie leben müssen?

Einer bekommt am Ende was er verdient. Doch alle anderen warten noch auf ihre verdiente Portion Karma.


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https://rp-online.de/kultur/film/tiger-king-netflix-doku-ist-ein-skurriles-medienphaenomen_aid-49973055

 

Marvel’s Daredevil (2015-2018)

  • 7/10
    derofa Durchschnittswertung - 7/10
7/10

Sehenswert

Seit 2015 bis 2018 schlüpfte Charlie Cox in die Hauptrolle des blinden Superhelden Matthew „Matt“ Murdock. Die Serie basiert auf den gleichnamigen Comics von Stan Lee.

Ausgestrahlt wurde die Serie auf der Streaming-Plattform Netflix, die sich 2015 die Rechte dazu gesichert hatten.

Was es mit „Marvel’s Daredevil“ auf sich hat, erfahrt Ihr in unseren Reviews.

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Genre: Action, Drama, Superhelden

Originaltitel: Marvel’s Daredevil

Produktionsland: USA

Produktionsfirma: Netflix

Regie: Steven S. Deknight, Drew Goddard

Drehbuch: Stan Lee, Steven S.Deknight, Gene Cole, Frank Miller

Musik: John Paesano

Länge: ca. 45-60 Minuten je Episode

Altersfreigabe: Staffel 01: FSK 16, Staffel 02: FSK 18, Staffel 03: FSK 18

Universum: Marvel Cinematic Universe

Beschreibung

Aus dem Hause „Marvel“ wurde 2015 eine von mittlerweile sechs Superhelden-Serien aus dem MCU (Marvel Cinematic Universe) veröffentlicht.

Neben „Marvel’s Daredevil“ folgten mehrere sog. Crossover (Jessica Jones, Luke Cage, The Defenders, The Punisher, Agents of S.H.I.E.L.D.), die alle eine Verbindung zueinander haben, da sie im selben Universum spielen.

Produziert wurde die Serie von Steven S. Deknight und Drew Goddard, der auch an einigen Staffel der beiden Vampirserien „Buffy – Die Vampirjägerin“ (1997-2003) und „Angel – Jäger der Finsternis“ (1999-2004) beteiligt war.

Seit dem Jahr 2015 läuft die Marvel Serie auf der Streaming-Plattform Netflix. Im Jahr 2018 hat Netflix die Produktion der Serie nach der 3. Staffel eingestellt.

Nach dem Disney sich durch den eigenen Streaming-Dienst „Disney+“ die meisten ihrer Eigenmarken (darunter Marvel) auf Ihre Streaming-Plattform sichern durften, hat es Netflix und Co. nicht mehr leicht. Denn jetzt ist es nur eine Frage der Zeit wann Netflix die gesamten Marvel-Serien aus dem Sortiment nehmen muss und diese dann evtl. bei Disney+ zu sehen sein werden.

Vertraglich dürfen die Marvel-Serien auf Netflix nach ihrer Absetzung zwei Jahre lang auf keiner anderen Plattform auftauchen. Zudem hat Disney+ erstmalig verkündet, keine Fortsetzungen der Marvel-Serien von Netflix zu produzieren.[1]

Ob sich dies in der nächsten Zeit ändern wird, ist noch unklar.


Review – Staffel 01 (2015)


Wertung:

Autor: Lissa

Verfasst am: 06.04.2020


Die Geburt eines neuen Superhelden

Im Alter von neun Jahren kam es zum Unfall mit Chemikalien, durch das der junge Matt Murdock sein Augenlicht verloren hat.

Der Verlust seines Augenlichts brachte ihm jedoch auch neue Stärken. Der Unfall schärfte seine anderen Sinne. Sein Gehör hat sich zum einen dadurch stark verbessert und Matt ist es nun möglich, aus mehreren Metern Entfernung den Herzschlag einer anderen Person zu hören, zum anderen ist sein Geruchssinn verschärft worden. Die Kombination dieser verstärkten Sinne, macht Matt Murdock (Charlie Cox) zu einem neuen Superhelden.

Nachts wird er zum maskierten Helden, tagsüber ist er jedoch als Rechtsanwalt in New York, genauer gesagt in Hell’s Kitchen einem Stadtteil Manhattans unterwegs und gründet mit seinem alten besten Freund Foggy Nelson (Eldon Henson) eine Kanzlei. Durch ihren ersten Fall als Rechtsanwälte, treffen sie auf die junge Karen Page (Deborah Ann Woll), die von einer Klientin zur Assistentin der Kanzlei wird. Neben den beruflichen Aspekten wird Karen zur guten Freundin der beiden.

Die erste Staffel steht voll und ganz in der Entstehung des Superhelden und dem Aufstieg seines Antagonisten Wilson Fisk/Kingpin (Vincent D’Onofrio) einem der größten Verbrecherbosse in Hell’s Kitchen.


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Ein ungewöhnlicher Held

Daredevil ist kein gewöhnlicher Held. Seine Fähigkeiten sind Teil eines Jahre langen intensiven Trainings. Matt lernte in seinen jungen Jahren einen blinden alten Mann namens „Stick“ kennen. Dieser lehrte ihm zum einen, ohne sein Augenlicht durchs leben zu kommen und zum anderen die Kunst des Kampfes zu meistern.

Der Unfall bis hin zum Erwachsenwerden und dem Training mit seinem blinden Freund verhalf Matt zu dem zu werden, was er sich als Kind schon immer gewünscht hatte – einem Helden, der die Stadt vor dem Bösen bewahrt.

„Marvel’s Daredevil“ bietet viel Abwechslung und verliert dabei zu keiner Zeit an Spannung. Durch Rückblenden werden immer mal wieder Szenen aus Matts Kindheit erzählt, welches die Geschichte Stück für Stück komplettiert und den Zuschauern so mehr Tiefe innerhalb der Charaktere übermittelt.

Neben den Superheldenszenen und allerlei Bösewichten geht es auch vielmehr darum die Arbeit der Kanzlei zu verfolgen. Die beiden Anwälte Matt und Foggy versuchen für die Armen und Schwachen aus Hell’s Kitchen da zu sein, auch wenn sie dafür oftmals keinen einzigen Cent erhalten. Vielmehr steht ihre Arbeit im Zeichen der Gerechtigkeit, da nehmen sie auch ab und an unbezahlte Aufträge entgegen.


Mit einer Augenbinde maskiert streift Matt durch Hell’s Kitchen

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Fazit

Die erste Staffel mit ihren 13 Episoden befasst sich mit verschiedenen Themen und verbindet diese gut mit dem Marvel-Universum. Die Entwicklung von Matt als kleinen Jungen bis hin zum Erwachsenen Anwalt/Superhelden wird gut in den Erzählstrang eingebunden. Die Nebencharaktere sind sehr sympathisch und überzeugen im volle Maße.

Der blinde Superheld wird zum wahren Helden der Stadt, der jedoch nicht nur durch seine „Augenbinde“ den Menschen in New York zu helfen vermag.

Die erste Staffel bietet sehr viel Potenzial und ist der perfekte Start ins Marvel Cinematic Universe, sodass ihre Handlung mehr oder weniger stark in die Geschehnisse der Kinofilme eingewoben ist.

Falls ihr nicht sicher seid, mit welcher TV-Serie ihr beginnen sollt um die Handlung im MCU chronologisch richtig zu erleben, schaut einfach in unserem Artikel auf derofa.de nach.


Der maskierte Superheld „Daredevil“

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Disney Meisterwerke

Disney Meisterwerke – Übersichtsseite

Was verzaubert seit Generationen Familien, lässt die Herzen von Filmsammlern höher schlagen und hat den Namen „Walt Disney“ weltberühmt gemacht?

Natürlich – die Zeichentrickfilme aus der „Walt Disney“ Meisterwerke“-Reihe. Ob Pinocchio oder Bambi, ob Arielle, Aladdin oder Mulan, wer kennt nicht mindestens eines dieser fantastischen Werke der Trickfilm-Kunst.

Mit dem ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm der Welt – „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ – schrieb Disney im Jahr 1937 nicht nur Filmgeschichte, sondern brach mit der fröhlichen Maus als Aushängeschild, ein Zeitalter der magischen Träume an.

Heutzutage ist der Disney-Konzern eines der größten Medienunternehmen der Welt[1] – und alles begann mit einer Maus.

I only hope that we don’t lose sight of one thing – that it was all started by a mouse.Walt Disney

Im folgenden Artikel über die „Disney Meisterwerke“, verraten wir Euch, was es mit dem Begriff „Meisterwerke“ auf sich hat, was die Filme auszeichnet, und listen alle Werke übersichtlich auf. Viel Spaß beim stöbern!


Das offizielle Logo der „Walt Disney Animation Studios“

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https://en.wikipedia.org/wiki/Walt_Disney_Animation_Studios

Beschreibung

Klassifizierung

Als „Walt Disney Meisterwerke“ werden Trickfilme bezeichnet die von den „Walt Disney Animation Studios“ produziert wurden.[2] Dazu zählen klassische Zeichentrickfilme wie z.B. „Der König der Löwen“ (1994) aber auch Computeranimationsfilme wie „Zoomania“ (2016).

Entgegen vieler Annahmen, handelt es sich bei dem Begriff „Meisterwerke“ nicht um vom Disney-Konzern ausgesuchte „besonders wertvolle“ Werke, sondern lediglich um eine Kennzeichnung für alle abendfüllenden Animationsfilme, aus der Abteilung der „Walt Disney Animation Studios“.[3]

Nicht unter die Bezeichnung „Meisterwerke“ fallen beispielsweise Produktionen aus dem Direct-to-Video Bereich oder Filme der „DisneyToon Studios“.

In den USA wird die Bezeichnung „Walt Disney Classics“ oder „Walt Disney Animated Classics“ verwendet.[4]

Charakteristika und Ausrichtung

Charakteristisch für die Filme sind neben den hochwertigen Zeichnungen und innovativen Produktionstechniken, die Walt Disney besonders in seiner frühen Schaffensphase den Ruf des Pioniers im Bereich der Zeichentrickfilme einbrachte, auch Musical-Elemente. Seit 2009 sind alle veröffentlichten „Meisterwerke“ auch Musicalfilme.[5] Obwohl die Filme in der Regel überwiegend für eine junge Zielgruppe konzipiert werden, gelten sie meist als Werke für jede Altersklasse und jede Art von Publikum.[6]

Der Regisseur und Filmproduzent John Lasseter, der bis 2018 den Posten der kreativen Leitung und Verwaltung, sowohl des Animationsstudios „Pixar“, als auch der „Walt Disney Animation Studios“ inne hatte[7] , regte an, ab 2009 jedes zweite Jahr einen klassischen Zeichentrickfilm zu veröffentlichen. Diese Überlegungen wurden scheinbar nach „Küss den Frosch“ (2009) nicht weiter verfolgt, da seit „Ralph reichts“ (2012) ausschließlich Computeranimationsfilme produziert wurden. Der letzte klassische Zeichentrickfilm war „Winnie Puuh“ (2011).


Eine bunt gemischte Gruppe an Figuren aus der „Disney Meisterwerke“-Reihe

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https://www.moviepilot.de/news/das-ist-der-alteste-disney-film-der-meisterwerke-reihe-1118051

Liste der „Disney Meisterwerke“

Computeranimationsfilme sind durch ein „[CGI]“ gekennzeichnet. Filme die Realfilmsequenzen enthalten sind durch ein „[RFM]“ gekennzeichnet.

Die 30er – 40er Jahre

  • Nr. 1 – 1937 – Schneewittchen und die sieben Zwerge
  • Nr. 2 – 1940 – Pinocchio
  • Nr. 3 – 1940 – Fantasia [RFM]
  • Nr. 4 – 1941 – Dumbo
  • Nr. 5 – 1942 – Bambi
  • Nr. 6 – 1943 – Saludos Amigos [RFM]
  • Nr. 7 – 1944 – Drei Caballeros [RFM]
  • Nr. 8 – 1946 – Make Mine Music
  • Nr. 9 – 1947 – Fröhlich, Frei, Spaß dabei [RFM]
  • Nr. 10 – 1948 – Musik, Tanz und Rhythmus
  • Nr. 11 – 1949 – Die Abenteuer von Ichabod und Taddäus Kröte

Die 50er – 60er Jahre

  • Nr. 12 – 1950 – Cinderella
  • Nr. 13 – 1951 – Alice im Wunderland
  • Nr. 14 – 1953 – Peter Pan
  • Nr. 15 – 1955 – Susi und Strolch
  • Nr. 16 – 1959 – Dornröschen
  • Nr. 17 – 1961 – 101 Dalmatiner
  • Nr. 18 – 1963 – Die Hexe und der Zauberer
  • Nr. 19 – 1967 – Das Dschungelbuch

Die 70er – 80er Jahre

  • Nr. 20 – 1970 – Aristocats
  • Nr. 21 – 1973 – Robin Hood
  • Nr. 22 – 1977 – Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh [RFM]
  • Nr. 23 – 1977 – Bernard und Bianca – Die Mäusepolizei
  • Nr. 24 – 1981 – Cap und Capper
  • Nr. 25 – 1985 – Taran und der Zauberkessel
  • Nr. 26 – 1986 – Basil, der große Mäusedetektiv
  • Nr. 27 – 1988 – Oliver & Co.
  • Nr. 28 – 1989 – Arielle, die Meerjungfrau

Die 90er Jahre

  • Nr. 29 – 1990 – Bernard und Bianca im Känguruland
  • Nr. 30 – 1991 – Die Schöne und das Biest
  • Nr. 31 – 1992 – Aladdin
  • Nr. 32 – 1994 – Der König der Löwen
  • Nr. 33 – 1995 – Pocahontas
  • Nr. 34 – 1996 – Der Glöckner von Notre Dame
  • Nr. 35 – 1997 – Hercules
  • Nr. 36 – 1998 – Mulan
  • Nr. 37 – 1999 – Tarzan
  • Nr. 38 – 1999 – Fantasia 2000 [RFM]

Die 00er Jahre

  • Nr. 39 – 2000 – Dinosaurier [RFM] [CGI]
  • Nr. 40 – 2000 – Ein Königreich für ein Lama
  • Nr. 41 – 2001 – Atlantis – Das Geheimnis der verlorenen Stadt
  • Nr. 42 – 2002 – Lilo & Stitch
  • Nr. 43 – 2002 – Der Schatzplanet
  • Nr. 44 – 2003 – Bärenbrüder
  • Nr. 45 – 2004 – Die Kühe sind los
  • Nr. 46 – 2005 – Himmel und Huhn [CGI]
  • Nr. 47 – 2007 – Triff die Robinsons [CGI]
  • Nr. 48 – 2008 – Bolt – Ein Hund für alle Fälle [CGI]
  • Nr. 49 – 2009 – Küss den Frosch

Seit 2010

  • Nr. 50 – 2010 – Rapunzel – Neu verföhnt [CGI]
  • Nr. 51 – 2011 – Winnie Puuh [RFM]
  • Nr. 52 – 2012 – Ralph reichts [CGI]
  • Nr. 53 – 2013 – Die Eiskönigin – Völlig unverfroren [CGI]
  • Nr. 54 – 2014 – Baymax – Riesiges Robowabohu [CGI]
  • Nr. 55 – 2016 – Zoomania [CGI]
  • Nr. 56 – 2016 – Vaiana [CGI]
  • Nr. 57 – 2018 – Chaos im Netz [CGI]
  • Nr. 58 – 2019 – Die Eiskönigin II [CGI]

Kommende „Disney Meisterwerke“

  • Nr. 59 – 2021 – Raya and the Last Dragon [CGI]

Anmerkung zur Seite

Dies ist die Übersichtsseite der Disney Meisterwerke auf derofa.de.

Auf Übersichtsseiten fassen wir unter dem Begriff „Universum“ alle für uns relevanten Werke eines Franchise oder eines Themas zusammen.

Die Übersichtsseiten verfolgen keinen Anspruch auf eine vollständige Auflistung aller je erschienenen Werke einer Marke, sondern dienen der Übersicht der bisher veröffentlichten und der möglicherweise kommenden Beiträge auf derofa.de


Anmerkung der Redaktion: Quelle aller nicht gekennzeichneten Angaben ist die deutschsprachige Wikipedia (Stand: 14.04.2020).